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Die innere Landes-Verwaltung Hannovers.
(ck. Die Städ_te. _ _ _ _
Die hannoverschen Städte xpcrpcn 1_n adnnmstratwer Beztchung in selbstständige und qths/gsstgc cmgethetlt. _
In den selbstständ1gen «tadten, d_eren Zahl fich au 37 _be- läuft, steht die städtische erwalxung ummttclbar unter der 5 WM- ziai-chicrung (Landdrostcr _bczteh. chghauptmannschaft) nnd _stcht den Magistratcn derselben mcht n_ur dlc Verwaltung der (Hexncmde- angelegenheiten, sondern auch zugle1ch,_als Organ der Staatschvnlt die Verwaltung der Landesange1egcnhctten zu. _ Ausnathvcx e sm_d in 8 qrößcrcn Städten die Poltzctbghöxden ftqnthchc und bestehen Pou- zeidiréktionen in_._HaÖ111odvcr, HUchhenn, Gottingen, Celle, Harburg,
c Osnabrü“ 3"m cn.- _ _ SWF, dcn amt,ssässigcn Städten und F1ecken M der Magtstrat zunächst dem Amte untergeordnet. Er fuhrt die Verwaltung der Ge- mcindcangclcgcnhcitcn, während dte Vcrwa1tung de_r Landesangclegcn- heiten dcm Amte zusteht. Im Uebrtßen __1ft _dte 1nnere_Verwaltung diescr Gemeinden mehr oder weniger aTZtahnltch ausgqbtldct. __ _
Während in den sclbftstänkngen Staxdten dle rcvtdn'te Stad__teork_3- nung vom 24. uni 1858 die ftadt1schc Verfassung regelt, gtlt fur dxc amtssäffigcn Städte, Vorstädte und Flecken das (Hesexz vom 28. April 1859, die “LandgemthZdnö ??trFfetZd,_]_c_?och vorbehaltltch der Regelung der ci ent ümli en er ä ni e ere cn. __
Washdie Einwohnerzahl der_hannoyerschen StadteMHeUtrtsst, so ählte das Land nach der [cßtcn Zahlung nn Ganzen 34 Stadte uber
0 'nwolncr. Dieclbcn ind fol ende: _ 00 El ) 67,815465') (_ öttingen ............ 12,674
Hannover ' """""" 79,649 Emden .. .......... 12,953 Osnabrück ............ 18,083 Clausthal“) ......... 9,021 ildes[)cim ........... 17,988 Leer .................. 8,825
„ ,) . 15691 Stade ................ 8,424 une Ulg 5,309445) Goslar ............... 8,203 Celle ................. ?14,922 Hajneln ____________ 7,152
Harburg............. 13,480 ........... 6366 Zellerfeld ) 47457 Papenburg , Uelzen ................ 4,416
5 029 4:54;-
Osterode ..... . .. . . . . . (3-225 ) ejLe _:_. .d.t ............ HFL) * ............... 6 119 Utcr a ----------- ,
NOW" , Lauterberg???) .......... 3,816
............... 6 037 _ _ _ YYY ............... 5,823 St. AndxeasbergM) .. 3,640 Herzbergkß) ...........
Northeim ............ 5,587
Nienburg 5,331 Weener“) Lehe 2:3) ______________ 4,673 Elbmger__odc ":) ........
Aurich ............... 4,608 Gee|e111unde"-') .......
Münden ............. 4,598
Lingen ................ 4,469 __ , __ - _
Die Verhältnisse der sclbststandrgen Stadte werden , wn' ch reits bemerkt, durch die »rcvidirtecc Stadte-Ordnung VOM „24- JW 1858 geregelt, die indeß die Kirchen- und Schulangelcgenhcttcn mcht berührt. Durch diese Städte-Ordnung , Welch? unxer dem Ncgtmente des Grafen Vorrics erlassen wur_de, ward dle fruhcre Stque-Ord- nun vom ]. Mai 185_1,__ welchc :hre Entstehung dem thstertum Stüve verdankt, auchw cn. _ _ *
Zur Charakteristik dcs Stüye'schcn, tm Wesentltghen auch nqch dcr «Revifiona in Bestand gebltebcnen Geseygxbung _1st namentltch hervorzuheben, daß sie der örtlichen Autonymre mögltchft Rechnung 11 tragen bemüht ist und die be onderen öxtlrchxn Angelcgcnherten der ?elbstftandigen statutarischen egelung ubcrlaßt. __
Sodann aber verdient aus _der hannoverschen Stadtcverfaffung der zuerst emachtc und durch spätere Gcseßgebungcn mehrfach nach- eahmte Öcrsuch Beachtung, dte Na_ch_thctle des Dnaltsmus Yer 3ädtischcn Verwaltung dadurch zu besc1ttgcn, daß Magtftrat_u11d _Bur- crvorstel)er-Kollcgimn (Stadtverordnete) qlle zu 1[)r_er beidersezttgen ??ompetenz gehörenden Angelegxnhmtcn tn ge_m_e1nscha _tltxhen Sißun cn berathen, beziehungsweise darüber bxschltcßen, und endet dte verschie enen Aufi ten ihrer Mitglieder unnnttclbar gegen emander mündlich austau chen. _ _ __
Was die ferneren Wesentltchen Bcstmmmngcn der Stadteordnung betrifft , so regelt neben derselben des Orts atnt alle dre Gegenstßndc, über welche dtc Städteordnung besondere csttmnnmgcn offen laßt.
Der Regel nach umfaßt die Städteordnung aUe Stadte und Flecken, Welchen die selbstständige Verwaltungxder Landesangclxgenheiten zusteht, insofern fie die dafür erforderlichen Bedingungen crfullcx, kön- nen und kann unter gleicher Vorausseßung auch auf dre amtssaffiÉyn Städte und Vorstädte ausgedehnt werden, Welche xnehr als 1500 in- Wolmer haben. Alle Städte und Flecken, _wclche dre exforderlichcn Be- dingungen nicht erfüllen können, crl)al_tcn dre Landgememde-Versaffung.
Iedc Stadt wird durch cinenMagtftratverwaltet und durch dtesen, sowic durch Bürgervorsteher(Stadtverordnete) vertreten. Der Magistrat L| unmittelbar der Provinzml-Re ierung untergehen. _
Die städtische Verwaltun cr reckt sch auch auf _den Gememde- bxzirk außerhalb der Stadt 0 er das äußere Stadt ebtet und jverdcn dte Verhältnisse der BMW r dieses Gebiets in ezug anf Re te und Pflichten durch Orts atut geregelt. Die_ wohnberechttgten c- wohncr des Stadtgebiets bilden die Stadt ememde,“ deren Mitglieder sind en_tWeder Bürger oder Einwohner. rexnde können nach sechs- monatltchem Aufenthalte im Stadtgebiete, gletch den Wohnberechti ten Bewohnern, zu den persönlichen Gemeindelastcn herangezogen wer en. De_r Magtftrat vcrßügt tm Verwaltungswe e die Bettretbun der Ge- Ieändeabgaben un der durch versäumte ienstleiftung m_?kandxnen
0 en.
“__," Die mit *“ bezeichneten Städte smd amtssäsfige, die übrigen selbst andt e. _ " **) O ne, bez. nut den amtssäsfigen Vorstädten.
Nur die Bürger nehmen an den Gemeindewahlen Theil und wird das Bürgerrecht der Regel nac_h n__ur durch Verlethung erw_orben. In jeder Stadt giebt es nur cinexlct Burgcrrccht; Ynterschxede hmficht' 1ich dcr Theilnahme an den Gcmcmdcnußungxn blctben ]eßoch_beftehen. Vcrpflichtct zum Erwerbe dcs Bürgerrechts 1md“ alle tn _dtc Dten e der Stadt tretenden, wie alle diejenigen Perxonen, wel__chc_1m_1erhal des Stadtgebiets ein Wohnhaus erworben 0 ex; selbftftandtq cm Gercrbe betreiben. Berechtigt zum Erwerbe des Burgxrrcchts sind alle txt der Stadt wohnbcrcchtigten und u11bcsch91tcnen Einwohner. Steht thncn das Wohnrecht nicht zu, so haben ne außerdcxn nachzuwcrsen, daß fie »nachnllcr Wahrscheinlichkcit ihren Unterhalt__1n der Stadt nachhalti finden könncn.« Für die Gewinnnng" dcs_ Bnrgcrrcchts i_ft einc dur Ortsstatut näher zu bestimmende Gc'ouhr m drc__Stadtkas1c zu entrich- ten. Das durch Wegzug-vcrloren gehende Burgerrccbt kann durch Zahlung einer jährlichen Abgabc_crhaltcn wcrden. __
Das Einwohnerrecht wn'd nach _dcr Gescygebung ubcrdas Wohnrecht erworben und verloren. Die E_1nwohner_ nehmen an allen Rechten Theil, welche nicht durch den BeyiÉdcs Bitrgcrrxchts bedingt sind. Gebühren für das Einwohncrrccht( 1nzug_sgcld) nnd nur da zuläsfig, wo ein Gcmcindc-Vcrmögcn vorhanden jst, wclches den Ein- tretenden durch unmittelbareNUßun odcr durchVe§chndnn der Auf- kün te zu Gcmcindelastcn, die son durch Bcitragc gcdc t Werden mü en, zu Gute kommt. _ _ _
An der Spiße der Gcmcindc=Angelcgcnhcttcn steht der Magtftrat. Er ist der Verwalter desselben und zugleich Organ der Staats cwalt. Der Magistrat bildet ein Kollegium und besteht aus einem 5 ürger- meister, zwei oder mehrcrcnSenatoren und aus etwa durch das Orts- Statut zu bestinnncnden sonstigen Mitgliedern. Ein Thcik dcr Sena- toren muß der Klasse de_s Handcl- und Gejvcrbetrcibendcn ange örcn oder angehört haben. Exner dcr Senatoren ist als regelmäßiger tell- vertretxr ch Bürgermei «6 u bezeichnen. Den Magistraten find Stadt_1ccr9tatr_e, wo das e_dürZUiß es erfordert, beizuordnen. Außer- dem _1ft tn _]cde_r Stgdt cm Kämmerer anzustellen, der aber nicht Magtstratsnntglch sem d_arf. In Städten, dercn Umfang cs erfor- derltch n1acht,_konnen Be trksvo'rstehcr zur Beförderung der örtlichen Yeanltung cmgescßt w_er en. Der_Bürgernwister, dcr Syndikus und dtcjemgen Scnatopen, 1_n dcn größcxcn Städten, wclche nach dem Orts=_S_ta_tutc rJLhtsk1111d1g sein 111üs1en§ Werden bcsoldct, das Amt der ubrxgen Senatoren ist ein („l)rcnamr Die Mitglieder des MagrnratT wcrßxn aWchcnszcit gewählt. choch können die- sclbcn auc!) wrdex nnen tllcn nach Ablauß von je 12 ahrcn auf Antrag dcs_Magrstrats und der Bürgervor,c[)er vom N inistcriunt des Innern m den Ruhestand verscßt werden. Dieser Antrag erfor- Yert, wenn er fich auf cm besoldctes Magistratsmitglicd bezieht, den uberemftmnncnden Beschluß des ngiftrats und der Bürgervorsteher. Das Mans; des den bcsoldctenMagrstratsmitgliedern in solchem Falle zu b2c1v1lltgen79en Ruhegehalts bxträat nach 12 Jahren 4, nach 24 Jah- ren 5 der Dtcnftcrnnahme. Dre «tadtsecretaire und der Kämmerer werden auf Lebenszeit ernannt und besoldct. Dic Dicnftuntcrgcbcnen wcrden vo_1_n Magtstratß n_a_ch_vorhcrigcm Einvernehmen der Bürger: vorftchcr uber die Wurdtgkett eingesc t. Die Ma istratsmitglicder selbst werden von Yen vorhandenen ?agiftratspcr onen und einer g(erchenZlnzahl Burgeryorstchxr m vereinigtcr Versammlung durch abso_lute «tmnnemnxhrhctt gewahlt und bedürfen der Bestätigung der Regterung. Wnd dtcsc vexrvctqcxt, so ist eine neue Wahl vorzuneh- men und tft naxl) zxvcmmlrgcrN1chtbestätigung odcr Vechigcrung der Wahl das thstcrtnm des Innern berechtigt, die Stelle auf Kosten der Staßzt kon1nnffar1sch_ vyrlanstg verwalten zu lassen. Die vorgescß- ten Bchordcn hgbcn TU_ckxtlhtllcs) der Mitglieder des Magistrats und dex" Beamten deffclben ch elbcn BefugniTsc zur Aufrechterhaltung der Dzenftordnung, Welche thncn gcscßlich be rc Diener zustehen. _
_ _Der Magtstrat 1st in allen tädtiLchen Angelegenheiten die einzige ausfuhrcndc nnd verwatcndc chör c. Er vertritt die Stadt nach Außen und alle Genmndcurkunden werden von ihm ausgeferti t. Schuldbrtefe dagegen stellt der Wortführer dcs BÜrgchrstcher-Kol c= gxums _cbxnfalls nut aus. Dcr__Magistrat versteht im Stadtgebiete dre Poltze__t hat dagegen bc: AusUbun dcr gcrichtlichcnPolizci, sowie der _Gcschaéte dex" Staatsanjvqltschaft Für die Stadt beim zuständigen Gextchtc durch cmcs semer Mttglieder oder Beamten Hülfe zu leisten. Als _Organ der Staatsgewalt steht er unabhängig von der Stadt- chwmdc und nnter Lcttung der oncscßtcn Regierungsbchördc. Zum
rlassc allgc_n1cn1er Ordnungen im ebictc der Gemeindepolizei bedarf er de_r Zuztchnng der Bur erporftehex und der Genehmigung der Provmztal-Regterunx Dre egrcrung 1ft befugt, in einzelnen Städten
ffs der übrigen Königlichen
eine eigene staatlichc§ olizei einzuführen und trä t dann dercn Ko en“ a_uch dlc Sta'ytc se[_b können eigene städtische 5 olizcidirectioncn stein: rtchten und d1991egterunÉZJxragt alsdann nur für etwaigeUcbcrtra ung von landxspolt el_ltchen e,_chaften an fie die Kosten, oder für ZLUÉ= dehnung 1113965 trkungskrcrscs an über das städtische Gebiet hinaus. Dtc _ u r g e r v o _r | e_h e r (Sta t))erordneten) vertreten die gesammte Stadtgememde und tft zhr Amt e__m Ehrenamt. Nur nothwendige baare Auslagen Werden thnen vergutet, Ihre Zahl wird durch Orts- statut fesigeftellt und darf mch_t unte_r 4 und nicht über 24 betragen,“ [IRAK der Wahl derselben wwd, dte Stadt in angemessene Bezirke ahlen verpflichtet. timmfähig ist der Re el na “eder " welcher unbescholten ist, im Stadt ebiete seitJen Wckzhjnfiß YYY? daselbst entWender als Hauseigent ümer Häuserfteuer, oder nach Maaßgabe_ der bestehenden Gesetzgebung _an ,'onstigen direkten Landes- eue_rn mmdeftens 2 Thlr. 16 Gr. ]ähri zahlt. AbWeichende e mzmungen hreryon f_ann jedoch das Or sstatut eftseßen. Auch un ttltchen und der öffentltchenAxhtung verlufti en Per onen kann das St mmrecht entzogen werden. Dre Bürgervorfte er werden auf6Iahre
Jeder stimm ähige Bürger ist zur Thetlnahme an den-
er wo die ahk derselben ' nicht durch 3 theilbar ist, auf 4 Jahre Zéwählt. Alle? Iahre.tritt “5 be_ztchentl, H derselben aus;
Das Bürgervorsteher=Kolle§pum steht__nur tm Geschafts =Ve__rkek_)r zum Magistrat, kann jedoch Be chWcrdcn ubex dcnsel_ben _selbstftandtg bei den vorgescßtcn Behörden __verfolgen. Es pcrtrttt dre Stadtge- meinde dem Magistrate gegenuber, g1e_ht yerbmdcnde Erklarungen betreffs derselben ab, hat d1c zu den Vcdurfn_1ff_en der Stadt er__for_der- lichcn Gelder, Leistungen und Lasten__ zu bewtlltgen und das stad_ttschc Vermögen und Rechnungswesen zu ulZcrwachen. Wenn der Magtftrat irgend einen der außerdem m _dcr Stadte-Ordnung noch besonders bc- zctchnctcn Gegenstände dem Bilk,crv_9rst_cl)cr_=.§'colle_gtum zur__Berathung vorleqt, so erd dadurch dessen Ouskandtgknt darub_er begrundet. __
Dic Bürgervorsteher wählen fich aus thret: Mttte emen Vornßen- dcn (Wortführer), einen Schnftführer und emen Stellvertreter fu_r einen jeden derselben und versammeln fich au_f meadung des Magt-
rats oder aus eigenem Antriebe. Der Magistrat tft befugt und auf
[nsuchcn der Bär, ervorste__her pxrpfitchtet, m _deren Bersammlnng zu erscheinen , jedoch önnen n: dtc1clben ohne den Mag1ftrat allem sort- c cn. _ _ __ „ sy In den Versammlungen des Magtstrats und der Burgcrvorytehxr leitet das vorfißende Mitglied des Magistrats dze Verhandlungen; m den Versammlungen der Bürgervorstehcx allem deren Wortfuhrxr. Die Bcrathung in den beiderseitigen Vcryammlungen erfolgt gemein- schaftlich, indeß kann vor der Ybüinnnung noch eme gesonderte Bera- th'ung tattfindcn. Diese Abftnnnmng x_st em_e gesondertx, zuerst er: folgt dre der Bürgervorsteher und demnachst die des MggtstratZ. Bet abmeichendcn Beschlüssen tritt Entschexdu11g_der Propmztalregtcrung ein, Wenn dies von einer Seite beantragt wrrd odcr d1_c_ Angelegenhett nicht beruhen bleiben kann. Zu entsp_rechend_er Verstand1gung kann auch noch eine gemeinschatliche Komnnsfion emFseßt we_rden._ Dte Versammlungen beider Ko cgicn sand öffentltch. er Magistrattst ver-
fliehtct, dcn Bürgervorstehxrn aus deren Ansuchen dte__Etnficht der Zlktcn und Berichte, dercn fix zu ihranerathungen bedurfen, zu ge- statten, auch sonsti e Auskunft zu erthetlen. _ __ _ __ __
Die Einkünfte cs Stadtvcrmögens (Kgmmeretvxmnogens nnd zur Bestreitung der städtischen Ausgaben beftnnmt; reichen dre elben nicht aus, so smd die Gemeindcmitglichr zur Zahlung pon Abgab_en vcrp ichtct. Im leßtcn Viertel eines ]c_d__en Rcch11xtn,_s]al)res entwnéft dcr agistrat cinen HauZhaltSplnn mr das nach c Iahr, de_r nach vorgängigcr Bcrathung mit den Bizrgcryorstehcrn dex: Provmzml-Re- gierung cinzuscndcn ist, »dazmt dtcse ihk Obergufftchtsrecht _xltend machen kann«. Der genchnngtc Haushaltsplan 1ft_Vo_rschrtft _ur dte Verwaltung. Die vorgängige Genehungung dcr Provtnzzalxegterung ist erforderlich 1) bei frcnvilligcr Veräußerung von Gerechtrgkczten und Grundstücken, 2) bei Aufnahme von s x_tldver1nel)_1_"endcn_ Anleihen und bei neuen Abgaben. Die weitere Bc tmmung _uber dre Oberaufficht betreffs der Gcmcindeforsten bleibt der Promnzxal-Gcscßgebung vor- be alten. _
h Das Icrmögen der Stiftungen und Anstalten zu sronzmcn oder nüßlichcn Zwecken bleibt vom Stndtvcrmogcn gesondert , xndeß können aus [eßtcrcm Beiträge _dazu gelctstct wcxden. T_Oer Ma tstrat hat die Verwaltung solcher Stiftungen, welchc fur dle gc1axnxnte tadt- gemeinde bestimmt find, sofern mcht cm Anderes ausd_ruck11__ch vorge- schrieben. Indes; sind die Bürgervorsteher zuzuzrehcn: 1)bc1Vcrandexung dcr Verwaltungsgrundsäßc derselben, 2) bc: Veranderungen threr Substanz, 3) bet Gcldanlcihcn für dtcsclbcn. Dr_e Ober-Aufstcht der Provinzralre icrum über die Verwaltung _der_St1ftu11gxn_cr|rcckt fich auf die ErlaJtung cs Vermögens , _ auf dte fttftungsmaßYe Verjven- dung der inkünftc, so wie auf dre Entschctdung von cschwcrden Über die Verwaltung.
Kunft- und wissenschaftliche Nachrichten.
Düs s eldorf , 2.'Oktobcr. (Düff, Ztg.) Um den bei dcr _Yngc- legenheit dcr Dü cldorfcr Ge111ä1degallerie vornehxnltch bet ctlxgten Kreisen der Bevölerung dic Ucbcrzyugnng zu ewähren, Ya mchts verabsäumt worden ist, um den dies_se_itrgcn An p_ryck) zur Geltung zu bringen, ist der Herr Regierungs-Prafident von Knhlwetter von Hem Mimsterium der geistlichen Unterrichts- und Medtztnaxangelcgenhc1_ten beau tragt worden, unter keinem Vorfiß cmc Komnnsswn aus gewwg-
ten urtstcn und bc1vährten Kunstkennern zusammenzuseßen, deren “
Wirkungskreis fick) sowohl auf die Sammlung aller zur_St_tbftantt- rung des Anspruchs dienenden Matextallen, al_s auch au, d1_e Sup- peditionirung der im Laufe dcssch1cdsr1chtcrltche11 Verfahrens erfor- derlich werdenden Informationen zu erstrecken l)at._ _
_ annover, im Oktober, (Repertorr) Mxttwoch, 3.0ktobe1_: Ein ündhölzchen zwischen zwei Feuern. Em klemcr Irr_thum. Dre So11ntags“äger. Donnerstag, 4._Oktober: Das Nachtlager m Granada. Freitag, Z. Oktober: Der Kaufmann von Vencdtg oder Sonnabend, 6, Oktober. _„ _ _
Ka,;sel, im Oktober. Repertortun1_des Tl)ea_ters.__) Mtttwoch,
3. Okto er: ]) Yelva. 2 anz. 3) Er rst mcht etfe uchttg. Don- UFkftag, 4. Oktober: Don uan. Sonnabend , 6. Okto er: Sappho. Sonnta , 7. Oktober: Der arte rsche Brunnen. _ _ „ KaJsel, 3. Oktober. (Ka . tg.) Der L_ldnnmftrator des Kur- furftenthums, err Re ierungsprä dent v. Möller, hat dur__ch emen Erlaß an die eneral- ntendanz des htefigen Hoftheaters erklart, daß d_as letztere als Königliches Hoftheater übernommen und sem derma- ltger Bestand aufrecht erhalten werde, so da selbst alle Engagements des darstellenden Personals in voller Kraft_ letben.
- Durch einen Beschluß des Ministertums desIZnnern find me- teorolo ische Stationen einstweilen m _Kassel, arbnr, Hanau, FUldq un Haydau bei Altmorschen einÉÉrtchtet und verf g w,)rden, Haß dte wesentlichsten Resultate in den ochenblättern zur Veröffent- Üchung gelangen. * .
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_ Madame Nistori erreat in New-Yorf die größte Sensation. Sie jmrd am 20. zum ersten Mal auftreten und im Ganzen achtzehn Vprftellungen geben. Der Zudrang zu dem Verkaufsbüreau der Btllets [| so stark, daß Billets zu drei Dollar ausgegeben, mit s20__Dollar bezahlt Werden und auch zu diesem Preise kaum zu haben 111 .
Statistische Nachrichten.
_(Rcchnungsabschluß dxr_Stadt Wien pro 1865). Dem Ge- mcmderathe ltcgt gcgenWarttg der _Reckynungsabschluß über die Ein- na[)n1cn_und Ausgaben des Ial)re_s1865 vor. Die Summe der ordent- lxchcn Emnahmen betrug 5,963,084 F1. 51 Kr., jene der außerordent- ltchcn 1,020,065 Fl. 625112, die Summe der Einnahmen des Stamm- ve_rn1ögens 1,424,944 Fl. 894.51» dre Summe der durchlaufenden Emnahmen 1,926,434 Fl. 7515 Kr., Summe reiner Einnahmen 10,334,589 Fl. 78 Kr. Hterzu der anfängkichc Kaffcreft mit 123,304 Fl. 4442 Kr., Hauptsummc aller Einnahmen 10,457,894 Fl. 22"; Kr. Die Summe der ordentlichen Ausgaben betrug 5,813,307 F1. 2 Kr., jene der außerordentlichcn Altsgaben 2,729,564 “ [. 15'; Kr., die Summe der Ausgaben für das Stamanrm-den 25 ,430 Fl._4Kr., dieSumme der durchlaufenden Ausgaben 1,618,645 Fl. 1137 Kr., Summe aller Llusgaben 10,411,946 Fl. 33 Kr. Es verblieb daher nur ein Kafferest von 45,947 Fl. 894 Kr.
- In der Stadt Ncw-York giebt es ne enwärtig 361 gemischte Ehen von Schwarzen und Weißen ,' merkwur iger Weise hat nur in seekxsfvTU diesen Fällen das schöne Geschlecht den schwarzen Partner gc te er .
Gewerbe: und Handels-Nachrichten.
London, 1. Oktober. Der Bericht des Handelsamts über die Ausfuhr im Monat August zeigt, verglichen mit der Ausfuhr desselben Monats im vorigen Jahre eine Zunahme von nicht Weniger als 23 pCt. DicAusfuhr erreichte den Werth von fd.Ster[.17,450,156 gegenPfd.Stcrl.14,158,648 im Jahre 1865 und fd.Sterl.16,274,269 1111 Jahre 1864. Die größte Zunahme findet fich 111 Baumwolle, fie beträgt 28 pCt. an Werth und 39 pCt. in der Quantität in Baum- wollgarn und 63 pCt. an Werth und 66 in der Quantität in Zeugen. Von europäischen Ländern war nur Frankreich ein verhältnißmaßig Wter Kunde. Ion andern Hauptgegenftändcn der Ausfuhr ist in
ollenwaarcn eine Zunahme von 14 pCt., in Bandkram eine von 20 pCt., in Erdenwaaren eine von 17 pCt. Bedeutend abgenommen, nämlich um 14 pCt., haben Eiscnwaarcn. Dic Ausfuhr der ersten acht Monate beläuft sich auf Psd. Sterl. 125,265,820, sie übersteiézt jene des nämlichen Zeitraums im vorigcanhre um mehr a1622pC ., eine Zunahme, die thrc Erklärung zum Then in_ dem Gelddruck, der bis August in kaufn1änni1chcn Kreisen herrschte, finden mag.
Landwirthschaftliche Nachrichten.
- Aus Mainz, 26. September, wird dem »Wcstf; Merk.« ge- schrieben: Die Ausnehtcn auf die diesjährige Weinexnte nnd dcfmitrv als schlechte zu bezeichnen, d. l). in ualitatrvcr Bcztehung , denn was die Menge anbelangt, so läßt sich unt Bestimmtheit behaupten, daß kaum Fässer genug da sein werden , um den Most zu ,affen. Hat das Jahr 1865 uns mit guten Weinen reichlich "versorgt , 9 W1r_d das Jahr 1866 uns gewöhnliche Tischweine in Hulle u_nd Fukle__ltef_ern. Und das ist wirklich ein Bedürfniß, Wenn uns mcht auslandxsche Weine darin Konkurrenz machen sollen. Im ersten Ouaytale dteses Jahres betrug die Wcinemfuhr in dre Staaten des Z:?[lvercms 62,086
cntner, während fie in demselben Zeitraum des vortgen Iahres nur 27,998 Ccntner betrug.
Königliche Sex,:auspiele.
Freitag , 5. Oktober. Im Opernhause. (156, Vorstellun .) Der rophet. Oper in 5 Akten. Musik von Meyerbeer. Ba et von oguet. Fides: Frl. von Edelsberg. Johann v. Leyden: Hr. Wachtel. Ansang 6 Uhr.
Mittel-Pretse.
Im S auspielhause. (175. Abonnements - Vorstellunxx) Prinzessin ontpensier. Schausptel m 5 Akten.. von A. . Brachvogel. _
Gewöhnliche Pre1se.
Sonnabend, 6. Oktober. Int O_Zernhause. (_157, Vorstel- lung.) Die Stumme von Portlet. roß_e Oper m 5_ Akten. Musk von Auber. Ballet von P. Tagltom. Hr. Ntemann: Ma aniello, *als zweites Debüt.
Mittel-Preise.
Im Schauspielhause. (176. Abonnements Vorstellung.) Und. Lustspiel in 4 A ten von Otto Gtrndt.
Mittel-Preise.