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Berlin, 2.3.0kt0bcr. Sc.Maicstä§ der König hainAliex- nädigst gernht: dcin LkFanns-Rath (Freiherrn von „kinds- zcrg-Stcinfnrt un 2) & ,“ & »" : gcnheiten die Erlaubinßsjzur Anlegung WV vnn „XJS 3001119? von Däncnmrk Maxestat' ihm verliehenen Ritterkreuzco des
Dancbrog-Ordens zu erthcilcn.
Bekanntmachung, betreffend das Parordial-Vcr- [)(iltniß der in Berlin nen anziehenden Evangelischen.
Durch das auf Grund der Allerhöchftrn Kadincts-Ördrc vom 30. April 1830 erlassene Reicript des KÖLUJUCHCU Mi- nisterinms der geistlichen 2c. Yngelcgcnhettcn Win 5. Mai dcffcldcn Jahres ist den evangelnchen GlaubenSgenoncn, wcichc an einem Orte ihren Wohnsitz nrhmcn, wo inrhirrc dcr Unwn beigetretcnc Kirchcngcmeindcn sici) dcsmden , das" Recht vcr- lichen worden, die Gemeinde„wclidcr sie angrlwrcn wollen, zu wählen. Dicics Recht stndci nini) Mnßgadg dcr iin: geführten Verordnung, „in Fdlgc - ch, Beitritts „oer evangelischen Kirchengemeinden 'm Beriin zur Union und Unter Beziehung der allgemeinen Bcstnnmnngcn aufxdxc besonderen Vcrhäliniffc der Gemeinden hicrsc'ldst in dcr chc Anwendung, daß die den von auswärts znztehendrn Persdncn zustehende Wahl geiroffen werden kann zwischen, einerseits der betreffenden, mit einem örtlichnbgcgrcnzien .KnrHsprengcl dcr- sehencn Gemeinde und andererseits der ani- oder der Pnrochml= Kir e. , . chDa die Ausübung dieses Wahlrechts diÖher an Zinc Frist nicht gebunden gewesen ist, so hat sieh das Bcdßurs- niß ergeben, den aus einer „oft, lange dersckyodcnen (xxst- stellung der Gemeindeangchdrigkeit crwach18nden Uedelßnn- den fiir die Zukunft vorzndengen, * “ D
In Folge der auf Grund Allcrhdchßen Erlanexs dom 6.“September d. I. von dem Herrn Minister der geistiichen Angelegenheiten im Einverständniffe nnt dein Cvangelnckyen Ober-Kirchenrath uns criheiltcn Ermächtigung wird demnach hierdurch Folgendes bestimmt: . ,
1) Alle von auswärts nach Berlin ziehénden evgngeliiihen Glaubensgcnoffen haben ohne Rücksicht auf ihr beson- deres Confessions-Verhältnis; die Wahl„ sichxntwedcr dcr- jenigen Lokalparochie, innerhalb deren sic ihreWohnnng neh- men, oder der Gemeinde der Dom-Kirche reip. ,der Pardchtal- Kirche anzuschließen, dercn Mitglisder an keinen bestimm- ten Wohnort in dcr Stadtgcbnndcn sind und dahei' durch die Verändernnßé dcr Wohnnng innerhald der Stadt die Gemeinde und irche nicht wechseln. „ Diese Wahl muß jedoch binnen Iahrcsfrist, von der Ric,- derlaffnng in Berlin ab gerechnet, durch eine nUSdriicklichc Erklärung bei dem Kirchen-Ministcr“nnn und dem Vor- standc der gewählten Kirche zu erkennen gegeben werden. Wird diese Wahl in dcr [*rzcichncten Frist nicht ausgcndt, so werden iolche evangelische Einwohner «ns Pflichiigc Glieder derjenigen Lokalparochie, innerhalb dercn sie ihre Wohnnng genommen haben, angesehen und [»Chandrlt, und gehen bei jeder Veränderung der chicken in diejenige Parochic als Mitglieder iiber, in welcher die neugewählte Wohnung belegen ist. _
Berlin, den 21. November 1859.
Königliches Konsistorinm der Provinz Brandcnbnrg.
(gez.) C. von Voß.
Vorstehende Vckanntnmchimg wird hierdurch von Neuem veröffentlicht. _ Berlin, den 18. Oktober 1866. Königliches KonsistorimZ der[ Provinz Brandenburg. ., egc .
Nichtamtliches.
, Prqußi'n. Berlin, 25. Oktober. Am 18. Oktober fand (wie bereits in Nr. 255 d. Bl. berichtet wurde) die Consecra- tion des neucrnannten Bischofs dcr Diöcesc OZnabriick", IohannHeinrich Beckni an n , in der Domkirche zuOsnabrii ck start. Zn diesein feierlichen Akt war der mit der Direction der Ab- iheilnng fiir die katholischen Kirchenangelcgcnhcitcn ini KultuS-Mi- nisterium dcanfjtragte Gel). Ober-RegicrungZ-Rafh ])1'. Kracßig als lazideshcrrlichcr Bevoilinéichtigter unter dem gleichzeitigrn Allerhochsten Auftrage abgeordnct worden, dem Consccrandns noch vor drr kirchlichen Feier die. AllewhöchsWUrkunde zn behrin- digen, worin derselbe als Bischof von OZnabriick landesherrlich a11erY1111tchird
, - “ Lk “eheime Ober-Regierungs-Rath [)1'. KM]? i war ,n dreiem Behufe in Begleitung des Ri'gierungs-Rathis"H offann aus Hannover bereits am 17. d. M. fxiihin Osnndriickeingetroffen.
iinifterimn der auch'irtigen Angrle- .
Nachdem derselbe den Besuch des Biiihdfsempfangen und erwie- dcrt hatte, fand in dem Siizungszinnner des katholischen Consisid: riums der mit der AuShändigung der Allcrhöchsten Anerkennungs: Urknndc verdiindcne staatliche Aci statt, zn welchem sich der Bischof in Begleitung zweier Mitglieder des Dom: Capitcld' anf erhaltene Einladung eingefunden hatii". Die: ser Akt wnrde von dem Königiichrn Bevollmäcdiigion *mit einer “Ilnipraclzc eröffnet, worin dcm Allerhöchftcn Auf: trage gcnnis; die Erwartung ausgesprochen wurdc, daß der Herr Biiiiwf gcgen Empfang der Allerhöchsten Anerkrnnungs: Urkunde dura) Gcnclnnigung cines iibcr dcn Hergang dcr Sache nufzitm'inncndcn Protokolls sich drrdindlich machen werde, diejenigen Pflichten, deren Erfüllung er schon Unirr dem 5. August durch einen Hor dcm Lnnddrostcn , Staats- 211iinistcr «1. D. Von Hammerstein , geleisteten Eid an- gclobt hade , nunmehr gcgen Sc. Majestät den König als seinen chigen Lnndcdhcrrn nnd Allcrhöchstihrc recht- nnißigcn Nachfolger gewissenhaft und in voilchmfangczn deod- nchtcn und das; er 111th anstehen werde, den iiblichen förmlickzcn Huldignngscid zu leisten, sodald die Vereidigung der Staatsdirncr nnd der iibrigen in ein Verhältniß der besonderen Tri'nc und des“ Gehorsams zn Sr. Majestät tretenden Unterthancn des Fiirsicnihnms OZnndritck werde angeordnet werden, Hieran 742191; UCO, untcr _(Hlnck- nnd Segenswiinsiixcn fiir den Conse- crnndnö dic Anshnndignng der. landesherrlichen Anerkennungs- Urkunde, nachdem der Herr Bischof Folgendes erklärt hatte: der Weg, den er zu wandeln habe, ici ihn dnrcki-Gottcs Wort selbst genau vorgezeichnet, indem es in der heil. Schrift &Röm. 13. 1-5)_l)eißc: “
**Ieder Meinck) sei der o[n*igkeit[ichen Gewalt nnterthan, denn 65 ist keine Obrigkeit, außer von Gott. Wclchc aber da sind, die sind von Gott angeordnet.
Darum, wer der Obrigkeit widsrstrebt, dcr widersetzt sich der AnordnnngGotteI, die sin) nber widersetzen, laden sich icl- dcr dic „Vrrdannnniß auf. Es ist also nothwendig, das; ihr innsridaiiig seid, nicht allein der Strafe, sondern ami) dcs" WJWMMS _wcgen.«
Tirion Weg werde er gehen. Er trage darum kein Bc: denken, den ihm kundgcgebencn Aiierhöibsten Erwartungen zu- znsinninen nnd ihne dies um so lieber, "als cr von der wobl- wdlixndcxi Theilnahme Sr. Majestät des Königs fiir die In- tcrcnrn dcr katholischen Kirche iidcrzeu t sei.“ Er bitte den [am rsdcrrlnhcn Konnniffarins, Sc. Majo tät seiner Unierthänig- ken nnr T_rcnc zu versichern. *
Zim anocrniionstage selbst wurde dcr landesherrlickzc Bc- vcilinaihngte nnt seinem Assistenicn von dem älieftchii: glicdc des Domkapitels nach der Domkirche abgeholt nnd bier- xcldn "nach feierlicher Darreichung de:"; Weihwassers “anf dxn fur ihn bestimmten, angemessen dckorirtcn' Ebrcn- Piii-H geleitet. Die feierliche Coniccraiion dcs Biiiiwfs Beermann erfolgte unter dcm durch das pontifikale Ronnininn vorgescherndn Ccrcnwnicll durch den Erzbischof von Ciiin iinier__A_snstenz ch Bischofs von Hildesheim und drs "Weid- [UWOsH Bandri von Cöln, _ Eine lateinische Anrode dcs Con- sccrnins nn dcn Clerns und eine dcntiche ch Coniccmi'ors an das wolf ichldß die erhebende Feier, an welcher eine zahlreich Menge von Giändigcn sich [»ctheiligtc. “ *
* . Am NÜÖMÜUJ deffcldcn „“T-,ich? fand ein von dem Dom- ZiYich»c1-.Y*deex MBT?WJLYUJJFUÜWÜ'U vcranstaitctcxi Fcsxdincrzn () k. __ *, tcn „ i_ch0svsiäxi,„31lwclchcmanchdi“1*[i111de_shi'kklii1xc „édinnnnai [UI niit icinanrgleitcrn VOU dcmDomknpitcl cmacladcn winden win“. - Dxprel demselben von dem Erzdiich'df von 09111 „auf (;)?. Ma]_cxta_t den König und das Oberhaupt der iaihoYschcn KLUBL genicinickniftlich ausgebrachte und mit Beifall aufgenommene _;xoaji ichlos; _mit einem sechsnmliqen Hock) , in 211lede die Vermnnnlung lebhaft rinstimmtc. -- Don Beschluß ch Zach machte cm dcm ncnanischof dargebrackitcr solenncr chelzug. “ “ _ “
WeisDaV VZ? dcin [nndcshcrrlichßn Brisollnnichiigten in iiblickxcr
e zu“ , nen des, neuen BUCHOfS veranstaltete Fen-Dmer Land «1111120. d., M. nn Diitiingschen Hotel statt. Zu demsel- ,M („WWU TFP Blichof von Hitchheim, das Domkapitel und Öle «Plchix dir Bchordcn geladen. “
Das Hochnus Se. Majestät den König wurde von dem landesherrlichen Bevollniiiclii ten 1 t ' ** ' “ U
. ) g m er Hinneis auf die nihl ivdüriide THeilnxihxnc, wclche A(lerhöchftdieselben bei der gegen- nanngeu Wiederdcjeizung drs bischöflichen Stuhls Von OZnabriick fur die Inierenen der Diöcesc an den Tag qcleqt hätten, anchbracht und fand le_bhasten Anklang bei den'gcliidenen Gaston, welche durch allseitigcs riicksichtsvolles Entgrgenkmnmcn zu der gehobenen Stimmung, welche die Versammlnnq beiseite, M erfrexilicher Weise mitwirkten. *
, Wahrend dcs Frst-Dinrrs nnd der mehrtäx'xigen Anwesen: heit drs landesherrlichen Konimiffarius in Odnabriick wehte von seiner“ Wohnung die preußische Flagge. *
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Wiesbaden, 2Z.Oktober. (Fr,I.) Die hier noch stehen- den Reste der ehemaligen nassauischer: Artilleric' sammi Train leisteten heute Vormittag ihrem nunmehrigen Kriegsherrn, dem König in Anwesenheit des General- Licutcnants von Plonskr) dcn Fahncneid. Das Corps Wird nnnmehr sofort neu formirt. Das hier stehende 36. In- fanteric- chimcnt rückt in einigen Tagen nach Zolsxein (Kiel, Neunninfter und Oldesloh) „ad. Dafiir werdcn *- Com- pagniecn vom 32. Infantrric-Regnncnt hierher verlegt niclchc
' als Stamm zu einem ncn zn bildenden Infanterie-H egiment
dienen sollen. deann wird in Weilburg und Diez ein wei- teres Infanterie-chiment, welches auch die Mannschaften des biSherigcn I(igcrbntaillons aufnimmt, gebildet. - chlcswig-Holstciu. Schleswig, Mittwoch, 24. Ok- tober. (W. T. V.) Eine aus dem Kricgsnninisterium in Ber- lin hier cingctroffene Diswcationsordre bestimmt , daß das General - Konnnando des 9. Armcecorps (General von Mantruffcl) yicrsclbst seinen Sixz erhält.“ Als ständige Gar- nison der Stadt ist das Fiisilier-Bniaiilon des 84, Infanterie- chimcnts sowie das 16. Kavaklerie-chimcnt, welche beide Regimenter neu gebildet werden, bestimmt. Das erstgenannte chiment wird auch die zum 1. Januar f“. I. in Holstein ans- zuhebenden Rekruten aufnehmen.
Sachsen. Dresden, 24. Oktober. (W. T. B.) Das »Drcsdcncr Ionrnalcr meldet , daß die Konnnandantur der Festung Königstein heute auf den preußischen General-Major von Briefen übergegangen ist. Der sächsische Unter-Kom- mandant nnd sämmtliche Fcstungchamic bleiben“ 'in ihren Functionen, die sächsische Artilleric-Besaxzung bleibt. Die In- fanterie, durch Preußische Truppen abgelöst, ist nach Pillnitz abmarschirt. , . ,
-- Heute friih 9 Uhr ist die 12. Compagmerom Füsilier- Bataillon-des hier garniionirenden Königl. preußischen 1. Bran- denburgischcn- Leib=Grcnadicr-Ncgimcnis Nr. 8 ur. nunmehrigen Mitbese'Hung der Festung Königstein nnttcl tEisenbahn dort- hin abgegangen. -
“ Leipzig , 24. Oktober. Nach der »Dcutschcn Allge- meinen ZeitunJÉ ist der Strafantrag _d'cr „Staatsanwaltschaft gcgen mehrere cdncr dcr Nationalparici [Jer der Versammlung in dcr Centralhallc auf Staatswerraih gerichtet.
Hessen. Darmstadt, 23. Oktober. (Dar1nft.Zig.) Zu dicÖiciiigcn Konnniffrircn fiir die in _Art. 16 des Friedensißcn trags mit Preußens vorbehaltene AnJcinandcrscHn11_g_sind bis cht ernannt: fiir das Reffortdcs Ministxrnnns dcr Inmz der Gch. Rath F r a n ck, fiir das Reswrt deZ' Mnnftcrnnns des Innern dchinisterialrath Frciherr v. L, e h m a nn, Und für das Neft o_rt*dcs Finanzminiftcrimns dcr Geh. Oberstencrrath _Ewald. Die„C'r- nennung cines Konnniffärs fiir die iiiiliiatrischcn Gegenstande dcr Qliisciimndcrsching steht, wie wir hören, noch bevor. - Der bisherige Vortragende Rath in dcmMinist-eriumdcs Groß- hcrzoglichcn Hanses und des Acußcrn, Gch. Legationsrath H of- mann, welcher zum iinßrrordcnilichcn Gesandten und bevoil- :nächti ten Minister ain Königlich “preußischen Hofe ernannt, wird sich, dem Vernehmen nach, binnen Kurzem anf dicscn icincn Posten begeben. _
Baden. Karlsruhe, 24. Oktober. (W. T. B.) In der heutigenSiizung der Zweiten Kaininyr wurden die Wa en- stiilstnnds- und Friedensfragc, so wie die Frage wegen des u- schlusses Badens an den Norddeutschrn Bund nach mehr" als fiinfstiindiger Debatte erledigt. Almen 1 des Kommisnons- nntragcs wurdc einstimnng, Almen 2 nnt ,nllcn gegen 10 Stun- mcn angenommen. (Miri) Lkntrag Mohl s wnrde nnt allen
? en 9 Stimmen (13 c c n. _ A g Bayern. Miiigichcn, 2Z.Oktdbcr.' (Bayer. Zi .) Zum Bcvoilmächtigtcn Bayerns hci der_in Franifurt a., ?. tagen- den Konnnisyion zur Achinandcheßnng nber" dns Bundes- eigcnihum ist der vormalige bayerische Berollnmchngte bei dcr Bundes-Militair-Konnnission, Oberfr Philipp Les s cl , ernannt, Und die-Abordnnng weiterer Comnnffairc vorbehaltyn worden.
Oosterrcick). Wien, 2Z.,„Okt0ber. 'Die »Wiencertgxc meldet, daß mehrere höhere Offiziere auf ihr Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand versdizt worden smd. In derselben Publication findet sich anch "dic Verseßung der'errcn ;z-ZM. Vcncdck, FMI. ». chikftcin und GM. Krisinanic in den Ruhe- stand schlechtwcg. - „ , „ ,
'" Der General Graf Gyulan, wclchcr 111 dem rialicnischcn Fcldzuge 110111859 die österreichischeArmcc commandirte, ist an einem Schlagfluffc gcstordcnx „ „ ck „
Die Stelle eines Primas von Ungarn diirfte langere „JUK erledigt bleiben, da nach dem Gesch die Einkünfte _(6-800,000 Gulden'jährlijch) "nach einem solchen Todesfalle zwei Jahre hin- durch der Regierung zufließen. , _ ,
In Folge des Friedensschlusses nut Itqlren [J'ai die_ Lieder- gabc der aus dem Venetianischen cbiirtigen osierrerxhischen Soldaten bereits begonnen. Ini Lan 6 MW Monats wrrd der
ganze Akt beendet sein. Die Zahl der sämmtli en aus der Armee tretenden Soldaten italienischer Nation ClZeträgt etwa
40,000 YFZWM b
"" * *, 0 „cr. (W. T. B. Die »Wiener Abend- xZosta “schreibt “ nnt Bezugnahme )auf die Nachricht, die Osterreichische Regierung habe eine Aufforderung des spani- schcnw Kabinets, gemxmsame Mnßregeln zum“ Schuße des Papstthums zu ergreifen, abschlaglich beschieden, Folgendes: Wenn, es auch, richtig ist, daß Spanien gleich aklcn anderen katholischen Mnehten lebhaftes Interenc an den Geschiiken dcs Papstthums nimmt, und dicse zum Gegenstande von Anrc un- gen gemacht hat, so habrn doch die lthcrcn nicmals den Tha- raktxr forniulirter Antragg an cnommcn. Der Kaiserlichen Regierung konnte sonnt kein nlnß zu einer Antwort irgend welcher Art“*'gcgcdcn sim.
_ - Der Kaiser ist hcnieAbend unter freudiger Begrüßung Seitens der Bxdolkcrung in Prag eingetroffen. Die czechische Anrrdc ch Burgcrmeisters erwiederte der Kaiser gleichfalls in czechixckyer «drache23 Okt [ “
«roppnn, Wer. Die »Troppaucr » t .« meldet das; Sc.Ma1cftat der Kaiser den ArmenTroppang5000 Gulx den grspendei habe., Dem Bürgermeister ();". Ditrich ist das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, dcm Vicebiirgcrmeister Vest der Orden der Eisernen Krone dritter Klasse Und derselbe Orden deiiidAdgeordiicteii Demel, Bürgermeister von Teschen, verliehen vor en. * * '
Die »Troppauer Zeitunger enthält noch allrei er andere Verleihungen nnd AUSOriickc der AllcrhöchstenzZTi-friceldcnheit.
(Ser-sxbritannien und Irland. London, 23. Oktober. Der Prinz ['on-Wales Wird sich, wie man verninnnt, zu An- fang November nach St. Petersburg begeben, um der Ver- mahlnng „dcs Czarewnsch init der Prinzessin Dagmar, seiner Schwagerm, beizuwohnen.
Miß Crimmins, die Verfasserin des »Lamplightera und anderer Erzahlungen, ist rn der aincrikanischcnStadt Dorchester nach langer Krankheit gestorben. *
Das preußische Instruciionsschiff »Niobea ist von Ply- mouth gestern nail) Westindien ausgelaufen.
Dem Vcrnchmcwnnch ist der [)en-ta 1811763th, Alfred Txnnnion, dem Beispiele von Carlyle , Kinngey, Ruskin, Sir Sinn. Baier u. A. gefolgt und hat sich durch Uebersendung eines Beitrages an den Eyre Defence Fund fiir die Sache des Ex-Gouvrrnrurs von Jamaika erklärt. Die Gesammt- snnnne dcr Beitrage foil iibrigens nnch deni »Globea _ dem wir diese, Yiotiz en-tlchncn '- cht erst 4000 Pfd. St. und nicht, wie es thhcr allgemein hieß, 12,000 Pfd. St“. betragen.
Italien. Der italienische Kronprinz soll im November eine Rundreise durch Deutschland antreten. Der König wird die Deputation , ' die ihm das Ergebniß der Abstimmung in Venetien „iiberdringt, am 24. Oktober in Turin empfangen. An der Spißc der Deputation steht chchio. Der Einzug des Königs in Venedig ist auf den 4. November anberaumt. Die Parlamentswahlen in Venetien werden in 50 Wahlkreisen von je 45 - 62,000 Seelen vorgenommen werden. Cialdini über- nimmt wieder das Militair-Koinmando in Bologna, Lamar- mora das in Verona, das Cialdini abgelehnt hat. Die Anleihe geht gut von Statten,“ in manchen Provinzen und Gemeinden wurde der Voranschlag weit Überboten,“ auch haben bereits 6852 freiwillige Unterzeichnimgen von Kapitalisten stattgefunden.
Die Franzosen rücken von- Rom am 4. Dezember nb, blei- ben jedoch noch in Civita-Vecchia. Die- Eiigelsburg Wird von der Legion von Antibes beseyt. „
General Mczzacapo , disherKommandant in Chléki, ist zum Kommandirenden in Stadt“ und Festung Venedig ernannt worden. Der König wird zehn Tage inchncdig bleiben,“ die Herzogin von Genua wird auch“ den Festlichkeiten in der La- gunenstadt beiwohnen. Dcr Gemeinderath von Florenz heit bereits eine Deputation ernannt, welchc dcnK-Znig nach Venedig
begleiten wird.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 24. Oktober“ (W. T. B.) Das heutige »Ionrnal de St. Péter6bourg-s sagt, die Abberufung des Generals von Kaufmann ,[*,edciitc„kciiies- wegs cine Aenderung in' dem seither dcsdlgicn politischan-“yftein beztiglich der westlichen Gouvernements und des Kwngrcrchs Polen. Die ersteren wllcn wieder,dorhqrrschcndRruMch-z Gon- vernements werden, wozu dichschichte sie ('SWR? gcnmcyt habe.
m Königreichs Polen werde das Progrannn dcs Kaiser's ernst- lich verfolgt,“ es handle fick) darum, in Polen die Gesellschaft von Elementen zu befreien, welche aus dcm- Lande eincn Hccrd dcr Unordnung, dcr Anarchie und Revolution machen.
Kopenhagen, 22. Oktober. (H. N.?- Sc. Königliche Hoheit der Kronprinz beabsichtigt die Rene nach
Dänemark“.