1866 / 272 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Nichtamtliches.

« en. Dresden 8. Noyember. Dcn_1»DreZdencr ortrrécÜ-éßufolge hat Sach,sen bererts funf Mxllronen xhaler Kriegskoften gegen den vertragsmaßtgen Dtskont 111 Berlin

. t. . emge alTriden. Karlsruhe, 7. November. (Karlsr.Ze1tg.)

' r e Kammer ielt heute eine geheime Srßrmg „ab, woran f?r?)eeérest öffentliche rYihte. In dieser kqmcxr sammtltche Gegen- stände der Tages-Ordnung in Uebercmftmnnung nut den be- züglichen Beschlüssen der Zweiten „Krammer zur ErledrgunF

Am Schluß verlas taatsnumfter lMath'h “emen J*“rlaß Sr. Königlichen Hoheit des G r [) e r z o g s , worm dre Vertagutng beider Kammern des Landtags ausgesprochen ist, und hrelt eme Ansprache, in welcher unter Anderem folgende Aeußerungcn

vorkamen : »Das hohe „J , _ wirrende äußere Einwirkungen, em

[t 11“ es at die badische Heimat, . ' ZTYsckxen, VateLlandc, niemals als em abgertffenes (Hired oder als

'i eine?» üdliclen Bruchstücks, am wenigsten. als qußerdcutschcn Yehulßes bedüfrftig Zzedacht. Darum habeq aych dre Erctgmffe, welche das Werden emes deutschen Staates er1nöglrchen„ dem hohen Haysc nicht einen Wandel der Gcfinnung auferleézt , vtelmehr some, Polrttk und'seinen Glauben an die Zukunft Deut chlands' nne an dre Wyr- digkeit dcr Heimath, dem deutschen Staate anerehören, neu gefesttgt. Diesem Wollen und Streben haben Ihre eschlusse vom 31. Ok- tober cinen unzwcidcutigen AuZdruck verltehen. , . Ihre heutigen VerhandlunYeu aber brldeten zu jenem Ausdrucke die folgerichtige Ergänzun in em frcten §Zlusspruche: daß dem Worte die That folgen muß, da werthvolle Guter nur durch entsprechende

L ' u erwerben und er er alten ßnd. . , UftlÖFZeYerz Großherzo licheancg?erung tft es nun, rhre Mtttel anzu- wenden, um, so. wett ieselben reichen, auf dem Wege zur deutschen

' ' 11 vorwärts u kommen. ' Elm uießcr Weg lieg? nicht gebahnt und geebnet vor uns, er zer t zu-

' ' unvor er ec ene inderniffe' aber tief müßten wir es bek agen, ML:? dem FurgLseihtungH berufenen? Staat der lenkendeGetst sich ver- sagen, wenn abstoßendc Mittelmaßtgkettcn Raum gewmnen und den

Qlusbau einer Er _ol e ver o'gcrn würden. . UWYH haben ohsne ZeitvxrltZst A es aufzubreten, um nut Preußen und seinen Bundesgenossen dre be chenden Beziehuygen zu(erhaltezr und zu pflegen, die wünschenswerth , unh darynrer m erster „tmc dre militairische Verbindun so „vollstandtg, me mögltch zu erlcxngen.

Daraus folgt, da wrr hre Wetterhtldung Her . _„artrkulargcseß-

ebung einstweilen vertagen mussen , „rverl fie gletchzct tg _neben ]enrn 5 rbe'iten nicht 3a bewältigen , und m der That auch mcht so drm- gend ist. , .

' ro [er 0 [l e R-e terun fuhlt MH 111 ihrer Auffassung der LageTZthGdcrß JoYdTrrYrgenchlÉ diesel e stellt, xznt dtescm hohen Hause im-Einklang, und, durch HWY?“ Emklazrg _geftarkt. ,

Sie hofft, hnen semer-Zcrt „en Bewets [refern zu können, daß sie hinter1 iner ftxzxgabe mcclétfzurtrckZFklzlineeY "MZ «daß fie Ihre so wert vo e n er u un au ernc . _

hBayern. Mü21che11,7.9:(0vember,. _(N. C.) Wre nun bestimmt ist, wird Seine Maxestat der KÖng morgen Abends von Hohenschwangau hier emtreffen und axxr Sonnabezzd Vor- mittags 10 Uhr dre Rerse nach Franken, zunachst nqch Nurnberg, antreten. Seme Majestät wrrd mehrere Tage „111 Nurnberg verweilen und von da aus gurl) dre StaY Furth besucher). Die Dauer der Reise ist vorlaufig „auf„_20 „rage festgese t,“, die gesammte Königliche Hofhaltung wrrd 11ch rm Gefolge eurer Maje ät befinden. . _ '

esterreich. Znatm , /. November._ (Wten. Ztg.) Se. Majestät der Kaiser hat um_ 9 Uhr Morgens glau ver- lassen und ist bald nach 2 Uhr hrer cmgetroffen. on Stan- nern bis Schelletau führte der Vefißer von Vatelau, Graf Blankenstein, den Kaiserllchen Wagen. , _

Erz erzog Heinrtch rst heute ebenfalls von Iglau hter eingetro en.

Großbritannien und Irland. Lyndon, 7._ Novem' ber. Aus Dublin vom 6. November wwd geßchrteben, daß die Regierung egen etwaigeAngrrffe der Feu 1er m Irla'nd während des inters stillezhre Vhrberettungen trtfft, Ermge Kasernen werden in Verthetdrgm1g53ustand geseßt uxrd hre Po- lizei der Hauptstadt, die bekqtrntltch m der Art wre" dre Gerr- darmerie anderwärts orgamftrt rst, wrrh sorgfaltrg ,m1t dem Hirschfänger und Revolver aUngbtldet, 13a dreses Corps wohl zuerst ur Verwenduxtg kommen wrrd, says Nuhest'o'rungen von eiten der Femer vorkommen. Indeßen hört man von wohlunterrichteter Seite" versrchern, dre Byefurch- tungen vor einer Erhebung seren vollsrandtg grunhlos, dre Ver- hannun der Führer, der schnekle Ruekzug der emen und dre lange efängni haft anderer Verschwörer unter dem „Drucke der SUSPenfion akte, habe den müßrgen und unzufrredenen Köpfen e'me heilsame Lehre gegeben.

Italien. Florenz, 8. November. (W. T. B.) Eine Depesckye aus Palermo meldet, daß mehrere Notabeln verhaftet

aus hat in schweren Stunden, unbeirrt dyrch ver- roßes iel unverruckt mx Auge |th m Verbindung nut dcm

worden sind, darunter der Bischof v o„n„M_ontreale , welcher bei den September-Uuruhen kompronntttrt ist.

Türkei. Aus Sarajewo, 29. Oktober, wird dem französischen »Moniteur« gemeldet, daß, Dank dem zwrschen der Pforte und Montenegro getroffenen Abkommen, Bosnien und die Herzegowina fich der vollkommensten Ruhe erfreuen.

Einer Mittheilung aus Konstantxnhpek zufolge hat_der Be- schluß des Sanitäts-Coyseixs, Da1npf1ch1ffen, welche 1116 regel- mäßig angestellten, wrrklrchen Vordärzten versehen smd, dre anze Reisezeit bis auf eme „Dauerjron 24 Stunden 111 dre Jontumazzeit cinzurechuen, dre Vestatrgung der Pforte erhal- ten. Ferner wurde der dem Veschluste der internationalen Sanitäts-Konferenz entspreehende Vorsehlag angenommen: alle Schiffe, die keine regelmäßtgen Vordarzte hxrben, 1z'ach voller 15tägiger Fahrt nur 5 vokle Tage, nach 30tagrger Fahrt nsur 24 Stunden Minimal-Contmnaz machen zu lassen, falls wah- rend der Ueberfahrt keine choleraähnlrchen Erkrankun en Statt finden. Auch gelang es den Bemühungen der k. k. nternun- ciatur , die Verlegung der Ouarantame von Durazzo nach

Antivari durchzusexzen.

Rußland und Polen. St. 5].“x'eters'burg, 7. Novem- her. Das Marine-Bud e t war fur 1867 nut 21,083,720 Rubel berechnet worden. te Nothwcndtgkett, Ersparmffe zu_ machen, um die finanzielle Lage des Landes zu „verbessern trnd die in Angriff genommenen Reformen durchzu uhren, ließ eme Reduction der erwähnten Summe auf__16-*; 1U1onenRubel wünschenwerth erscheinen. In Folge denen wurde heschßoffen:

]) Alle dcm Marineministerium zu Gebote stehenden Mtttel auf die Erhaltung und weitere EntwickelunY dcr balttsxhcn Flotte, beson- ders der Panzerflotte, zu verwenden; ) dre Flotttlle des Schwarzen Meeres und Stillen Oceans abzuschaffen , dre dcs KasptsthrMeeres so weit zu verriUJern, daß fie eben" nur noch den Bedurfmffcn der Station Afteraba genügt,“ 3) die Hafen 13) Ssewaftopol und Astra- chan und die Marinestationcn an der Ostkuste des Schwarzen Meeres eingehen zu lassen,“ in den übrigen Hafen des Schwarzen und Kasptfchexr Meeres und des Stillen Ozeans das Verwaltungsyersonal so wert.

zu reduziren, daß es eben nur noch Fur Befriedigung der Erfordernisse

des Lcuchtthurmdienstes ausreicht,“_ 4 dje ausländischen Seerxtsen em- zustellcn und hiervon nur für das 111 Griechenland |a„t1-Zntrte ,;alrzcug, für den der Gesandtschaft in Konftautmoch ?ur Verfrxgung ge1elltcn Dampfer und für eine Fregatte zu Uebungs ahrtcn fru" dre Garch- marine und Conducteure eine Ausnahme zu geßatten, :)) dre Beschrez- bung und Vermc ung der Meere zu untcrla en,“ 6) außerdem dle längst projektirte » errmgerung im, ersonal der, Centrxrl-Verwaltung eintreten zu lassen, indem das Schr Zbau= und KonzrmffarratZ-Depar- tement, dre Bau: und Artillerie-Verwaltuyg auf eloft Werden.“ .

_ 8November. (W. T. B.). Dre Kar?erlrche Fanulte hat ihre Residenz hierher verxegt. __ Dreabwesend gewesenen fremden Gesandten sind sämmtlrch wreder hter emgetroffen.

General Murawiew Karskh, der Eroberer von Kurs,

ist am 4. d. M. gestorben.

Dänemark. Kopenhagen, 5. November. (Flensh. Nordd. Ztg.) Der König hat unterm heuttgen Darum dre folgenden Herren zu Mitgliedern des rreuen Landsthmgs er- nannt , in Uebereinstimmung mit denjemgen Paragraphen des Grundgeseyes, welches für das Thing Kötrrgswthen vhr- schreibt; Geheimer_ Etatsrath Andrä, “Hof]agermerster Frns, Höchstegerichts-Affeswr Uffing, Höchstegertehts-Advokat Ltehe uns; Staatsrevisor Fischer. Die Ernennung rst nach Vorschrift des Geseßes auf Lebenszeit erfolßt. -

_ 6. November. (H. 51.) Unter den „dem neuen Reichs- tage onulegenden Geseß-Entwürfeu wiry sich das _neue Kom- munal- esch für Stadt und Land befinden. Brsher hatte Kopenhagen seine spezielle auf völligem Selfgovermnent be- ruhende Kommunalverfaffung, die kleinen Stadte des Landes hatten dagegen eine dem Ministerium des Irmern ux1tergelegte theilweise, d. h. in Bezug auf wichtigere Angelegenherten blos berathende Kommunalverfaffung, mit eurem. Stadtveror neten- Kollegium und die Landdiftrikte Ktrchsprelsvorsteherschaften und als höheres Kollegium , die sogen. Amtsraths - Ver- sammlungen, ebenfalls ohne die der Sta'dt Kopenhagen bet- gelegte unabhängige Stellung und Befugmß. Durch dgs neue Geseß sollen nun die Amtsraths-Versammlungen,auch uber dre Städte auSgedehnt und rücksichtlich ihrer Vefugmsz „der Kopen- ha ener „Kommune gleichgestellt werden und zwar m der Art, da? die Regierun? [edi [ich ein :Ober-Aufsichtsrecht behalt ux1d daß 3. B. wie in .Wperwagen die städtischen Beamten mrskfretcr Wahl der Kommunen hervorgehen und blos der Bestatrgung der Regierung bedürfen.

Amerika. Nach weiteren in Londen eingegangenen Be- richten aus New-York vom. 7. d. haben dre Demokraten m Maryland und Delaware ber den Wahlen den Steg davon-

getragen, die Republikaner dagegen in New-Yerseh und wahr- scheinlich auch in New-York.

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, Dre brasrltschen „Nachrjehten in Betreff der lehten Ntrderlage m . dem Kriege mrt Paraguay sind wem er exxtmuthtgend als“ nach den ersten Tele rammen zu e- furchten war. (9th 8000 Mann an odten und Ver- wundeten hetru dre Summe nur 3700, von welchen ungefähr die „alfte Brasilianer und die andere Hälfte Argcntmer waren. Statt das; drei Panzerschiffe gesunken seuz _sollten, stellte es sich heraus, daß nur zwei be- schadrgt', waren und ,daß . auch diese im Stande waren, stch'zurrtckzrtztehey. Die Nrederlage scheint übrigens auf die A(lurten_ xncht mederschlagend gewirkt zu haben. Gegen 1000 Mann „frischer Trrxppen waren von Rio abgeschickt worden, und mrt„C„on)cr1ptwn und Einstellung neuer Mannschaften wurde kraftrg vorgegangen. Eine Aushebung von 1000 Marine- soldaten war qngeordnet worden, und zwei Panzerschiffe wur- den 1:1 aller Erle artsgerüstet.

Tclcgraphische Depeschen aus dem Wolff'schext Telegravbcn-Büreau

nchen , Freitag, 9. November, Vormittags. Wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet, stände eine allgemeine aus= nahmslose Amnestie bevor.

Wien , Freitag, 9. November, Vormittags. Das »Wiener Iournala bezeichnet die von mehreren Zeitungen gebrachte Nachricht Über Ernennung des Grafen Revel zum Vertreter Italiens am Wiener Hofe als jedenfakls verfrüht. An kom- petenter Stelle sei weder hiervon, noch von der Wahl einer an- deren Persönlichkeit irgend etwas bekannt.

Paris, Freitag, 9. November, Morgens. Der heutige »Moniteura erklärt die Nachricht, daß Frankreich an Corea den Krieg erklärthabe, für unbegründet. Die französische Regierung- Über die vorgekommenen Ereignisse ungenügend unterrichtet, habe nur den Admiral Roze nach Corea entsendet, um dessen Küsten kennen zu lernen, und- um sich Über die wahré Lage der Dinge zu unterrichten.

Venedig, Donnerstag, 8. November. Der König hat die ,

öffentlichen Gebäude besucht und die Monumente besichtigt. Ueherall wurden ihm Ovationen dargebracht. _ Die römische Deputation dankt in einem Schreiben der Munizipalität und der Bevölkerung Venedigs für die ihr gewordene glänzende Aufnahme.

Konstantinopel, Freitag, 9. November. Der Aufstand 1

im Antitaurus-Gcbirge in Armenien ist unterdrückt worden.

Zahlreiche griechische Schiffe haben sich nach Kandia be- geben, um die am Aufstande betheiligt gewesenen Griechen in .ihre Heimath zu bringen.

_ Das neue »Straßen-Poli ci-Reglement für die Stadt Berltn, [?.9'." 29- Oktober 1866« (I“ reis 2;2 Sgr.), ist soeben im Ver- laqe dcr Komgl. „Geh. Ober-Hofbuchdruckerci (R. v. Decker), 39 Seiten Oktav, stark, erschrencn. Der 1. Abschnitt handelt von der »Erhal-

zu Berlin. _ Verein von Altertlums reunden im [einlar _ Anerkennzmg *. höherer Unterrichts -)Anftcftltcn. _ LYNchschchYichc (Yrufungs = Konzmrsfion„m GreifsWald. _ Vorbildung dcr Éhcoxogte Stadtrenden tm Hebräischen. _ Anrechnung der von Semtnarlehrern un Elcmentgrschul-Amt zugebrachten Dienstzeit bei dcr Penfiomrung. _ Evangelzsches Schullehrer-Seminar in Reichen- bach O.:H. _ „Dank-Gottesdteyst fur Wiederherstellung des Friedens. _ Un ulasfigkett der Halbtqgsschule. _ Erhebung des Schulgeldes dyrch en Kommunal-Empfanger. _ Urlaubserthcilung für Schul- kmhcrUZ- Beschaffung ctgner Sclmlha'uscr. _ Unterhaltunq der Kon- fcsnstonsschulen m der Provxnz Preußen. _ Be oldungsverhältnisse der Kuster- und Lehrerstellen ber Separation der üsterct der Filialkirche. Masfivbau-Prannc het _Sehulhaquautcn in der Provinz Preußen. _ Fuhrengestcllung bet Kwehcn- und Schul-Vifitationcn. _ Stellung YTKeuts-hYLYluwgelcdhesr ckckck? ngÉcifch Pdatan ist, zur Direction der „_ ne-ueeuriein _ Personal-Chronik. g der der Ortsarmen.

_ Das »Preußische Handelsarchivéé (Nr. 45 vom 9 No- vember) cnthal_t unter G eseßgehun g: Genehmigung der Verordnung vom 10. Qlyrtl1866 wegen Abandcrung dcr Tarasäßc für Zucker durch dre berdcn Hauser des Landtages. _ Aufhebung des Verbotes der Ausfuhr vor) Kartoffeln aus der Bukowina in Oesterreich. _ Provrsorrsthc Errrchtung emer Zolllinie durch Aufstellunq von oll- amtern an der öfterrcrchrsch-tirolcr Grenze gcgen Venetécn. _ uf- hebung de;“; anstatt der Kontu1n_az-Taxcn bisher ein ehobenen Zoll- Ztsehlages m Oesterrerch. _ Entrrchtung der Waarenz'llc in Chile. _

banherung' des Zolltarrfs für die Insel Man. _ Statistik: Gcschaftsbetrteb und Resultate der S arkaffen in Preußen in 1865. _ Wurttembcrgs„ Handel und nduftrie in 1865 Fort- seßun ). __ Handelsbcrtcht des, preußischen Konsulats u alas und „ratla. _ Ernte-AuMehten m „Norwegen. _" Statiftißche Ueber- ficht uberlHarxdcl und Schrfffahrt m den Vereinigten Staaten von Nordamertkq 111 „dem Ftnanzxahre vom 30. Juni 1864 bis 30, Juni 1865._ Mtttherlungen: Stettin. Siegen. _ Beilage: Friedens- vertrag zjvtschen Preußen und Sachsen und Bündnißverträge zwischen Preußen, Sachscn-Wejmar, Oldenburg, Braunschweig, Sachsen-Alten- bmg, Sachsen=Coburg=Gotha, Anhalt, Schwarzburg-Sondershausen, Fchwarzhurg-erdolstadt, Waldeck, Reuß 'üngercr Linie, Schaumburg- „1ppc, Ltppc, Lubeck, Bremen und am urg und zwischen Preußen, Mecklenburg-Schwcrm und Mecklen ur =Streliß, nebst“ Grundzügen cmer neuen Bundesverfassung vom 10. uni 1866.

Knust- nnd wiffenfchaftliche Nachrichten.

Düsseldorf, 6. November. Zur Wiedererlan um der el- dorfer (Hemäldegallerie hat der Regierungs =FräfidJntIvon [- Wetter folgende Bekanntmachung erlassen: 11 Folge meiner unter den) 3, September 0. erlassenen Aufforderung zur Mittheilnn in Prxvatbefikß bcfindlrcher Urkunden, xvclche für den Nacthis des Zies- serttge'n Ergenthumsansprurhs auf dw ehemalige Düsseldorfer Gemälde- gallcme von Belang sem können, find mir von vielen Seiten schäßens- Werthe Nachrtehtcxr und „Schrtftftücke zugegangen, für deren be- rcxtwuxtge Mttthetlung :ck den freundlichen Einsendern hier- nnt offentltch Dank sage. Da. es indessen nicht sowohl darauf ankommt, das Materzal zur Geschichte der Gallerie wie der Eyoche rhrer Entßchung bts ins Einzelnfte anzusammeln, als melmehr dre Bewctse hafur zu vervollständigen, daß die Gemälde der Gallerie aus Laxrdcszmtteln angeschafft worden sind und die Gallerie selbst als Landcsmftrtut bcstaydcn hat , so erlaube ich mir hierdurch, dre Aufmerksamkert aller Derjenigen, welche fich für die Wiedererlan- grxng dcs ernst „kostbaren Schaßcs des Bergischen Landes interesfiren, wredcrholt auf dxe Aufsuchung und Herbeischaffung von Beweisstücken . der letzteren ert hinzulcnkcn. Als solchcDokumentc würden nament- lick) Detmls uber Darlehen an, den Kurfürsten Johann Wilhelm und voon Kunstlcrn ausgestellte ,Omttungen für das Geheime Krichkom- 1n1ffar1at (dre außerordentltchc Finanzbehörde des Kurfürsten Johann

tung der Sicherheit und Bequemlrckykcit an den öffentlichen Straßen,

Wegen und Pla'xzcna, und zwar tn Betre des Fuhrwcrks-Verkehrs, - dcs Reitens, der Bcschädigrmyg und Belästigung durch Thiere, dcr Zer- störung und Beschädigungd öffentlicher Wege, Anlaxen re., der Beein- trächtigung des Verkehrs urch andre Handlungen 0 cr Unterlassungen. Dieser Abschnitt umfaßt auf 26 Seiten 94 Paragraphen. Der 11te Abs chnitt , welchcr fick) auf die »Crhaltung dcr Reinlichkeit auf den öffentlichen Straßen, WLJMQUUÖ Pläßcna bezieht und bis zu §. 116, an Seite 31 erstreckt, betrifft die Verhütung von Verunreinigun en un die Wiederherstelluug der Rcinlich cit. Abschnitt 111. bezieht ich auf Erhaltung der Ruhe auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Pläßen (§. 117 u. 118 auf S. 31-32) ,* Abschnitt 17. enthält die Be- stimmung Über das Eingreifen der Auffichtsbeamtcn (Z. 119 auf S. 32) und Abschnitt 17. die Straf-Bcstimmungen (Z. 120 auf S. 32). Zum Schluß find in Abschnitt 171. die älteren Verordnungen aufgeführt, dte aufgehoben werden,“ es sind ihrer 63, deren Geltung mit dem 1stcn ?anfrxatr1867 aufhört, an wclchem Tage dies neue Reglement in :* era ri . . '

_ Das Oktober-Heft des Centralblattes für die ';c- ! .Zummte Unterrichts- erwaltung in rcußcn hat folgen en „nhalt: Staatsausgaben im Ressort des inisteriums der geist- ltchcn2c. Angelo cnhcttcn. _ Exekutivmittel gcgen säumige Beamte. _ Ablösung von 1ealbcrcchtigungen. _ Studienplan für dieStudircndcn der philosophischen Fakultät der Akademie in Münster. _ Mathc- mgttschcs Seminar der Univcrfität Fu Bonn. _ Klinik für Ausxcn- hctlkunde in der Charité zu Bcr in. _ Statistik der “Univer1tät

Wilhelm) zu betrachten scixr, von denen nach zuverläsfigcn Angaben fruhercr Zerot manche 111„Prt_vathesiß hiefigcr Landesangehörigcn cristirt aben, sowte auch thcxlwcrse Landesstcuer- oder fcnnigmcisterci-

echnungen und Domamen- (sog. Landrcntmeisterci) lechnun en aus den lehten K_Oecennxen des 17. Jahrhunderts wovon ebenfalls onchte und ,leschrxften vtelfach, den Erben der PfennigZ- und Rentmeister Verblteberx nnd. Insowett fich solche Dokumente vorfinden lassen, er- suqche'uh tm Interesse der vaterländischen Angelegenheit, zur Vervoll- ftandt ung der bereits vqrhandencn Beweise, um deren baldgefällige jZUsZU ung, mdcm teh fur „unversehrte Rückliefcrung bestens sorgen ver e.

, Londo'y, 7.'Novcmbcr. Lady Holland, dic Lieblingswchtcr Stdncx) Snuth'I, rst gestorben. Sie war die Verfasserin der bekann- ten ngraphte des wißigcn Dekans von St. Paul und hatte seinen Humor von ihm geerbt.

Statistische Nachrichten.

_ Dem Haushalts-Etat dcr St_adt Breslau pro 1867 entnehmen wir folgendeAn abcn: Dic lautenden Einnahmen bciraxn 1,023,327 Thlr., dte [aufen en Ausgaben 946,100 Thlr., wonach ?Tch ern Ucberschuß von 77,227 Thlr. ergiebt. Der vorige Etat schloß mit cmer Einnahme von 971,762 Thlr. und einer Ausgabe von 902,95?) Thaler und ergab einen Ueberschuß von 68,807 Thlr. Der gegenwär- tt e Etat zeigt also eine Mcbr-Emnahmc von 51,565 Thlr. und eine

"ehr-Ausgabe von 43,145 Thlr.