1866 / 274 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Ordre vom 13. Oktober 1). I. innerhalb ,der nächsten Woehen die Militair-Ersah-Aushebung 1m _Gebiete des vormaligen Königreichs Hannover stattfinden Wird. Es konkurriren bei dieser Aus ehun sä111mtliche1un efManner aus den Gcbnrts- jahren 184 ,1 und 1843 nut a e1111gerY11s11ah111e derjenigen, welche bereits persönlich zum aktwen Militairdienst emgestellt worden sind , oder einen Stellvertreter gestellt „haben„dder nach den bisherigen Gesehen völlig befreit klasfiftzirt worden sind. . Schleswig : Holffem. Flensburg, „9. November. (Hamb. Nachr.) Die Vorstände der Lokal-CYUUÉ'Z der nord- sehleswigschen Vereine gegen die Theilung «chlesnngs waren zur Besprechun gemeinsmner Maßregeln heute h1er versinn- melt. Das Reultat der Beriehterstatt11ng kann als 1111 sehr erfreuliches bezeichnet werden. , . Sachsen. Dresden, 9. Noyember. *WU' das HDresd. Iourn.« mittheilt, sind im Kö111gre1cheénch1en zur Zeit nach- genannte Städte mit Königlich Preußiychenß rupxpen be- legt: Dresden: Stab der 5. Infanterie=„D1111111111, 4711111 der 9. Infanterie-Brigade, Stab und Z Vata1llone des Lethgrena- dier-Reginwnts Nr. 8 (mit Detaihirung einer Conwagnw gls Bejahung der Festung Königstein) , Stab der104. I11sa111er1e= Brigade, Stab der 5. Kavallerie-Br1gade, «111 b und 27ch§chwadronen des brandenburgischen Dragoner-Regnnenis Nr. 2, „&,tqb und 3 Bataillone des 3. Garde-Grenadier-Regnnent's (Konigin E11- saheth), Z. Fußahtheilun des Brandenhurgischen Art1kler1e-Re- giments Nr. 3 und Z. Zestung's:Abtheilung des Magdeburg1- schen Festnngs-Arti[[Wie-Regiments Nr. 4. - ,LLLPZL : Stab und 1. und 2. Bataillon des 6. Brandenburgischen In anterie- Regts. Nr. 52, Stab und Z Bataillone des 7. Brandenb. Inf.- Negts. Nr. 60. _ Chem 11113: Stab und “1. und 2. Batmllon des 2. Vrandenburgisckyen Grenadier- Regnnents Nr. 12. -_- Budissin: Stab und 1. Bataillon des 5. Vrandenburg1- schen Infanterie = Regiments Nr._ 48; ] Schwadron des Vrandenburgischen Dragoner- Reg1ments Nr. 2._ - Glau- chau: Füsilier - Ba-taiklon des 2.,Bra11de11burg11chen Grena- dier-Regiments Nr. 12. - Z1tta11; 2. Vata1klon des 5. Brandenburgischen Infanterie = Regunents Nr. 48. - Meißen: Füsilier = Baeaillon des 5. Bra11de11hurg1sehe11 Infanterie-Regiments Nr. 48. - Pirna: 2 Schwadronen des

Brandenburßischen Dragoner-Negiments Nr. 2, - Großen-

hain: Sta und Z Schwadronen des 1.Br'a11de11h1_1rgischen Ulanen-Negiments Nr. 3. -- Wurzen: Füßlierbataillon des 6. Brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr..52. * Riesa: ZT SYwadronen des ]. Brande11burg1schen Ulanen-Negiments r. .

Hessen. Mainz, 9.Noven1ber. (Fr.I.) Der Beschluß der Bundes-Liquidations-Kommiffion , welcher den I1111110b1111r- bestand der ehemaligen Bundesfestungen denSxaaten Überlnßt, in deren Gebiet jene liegen, während bezughch der h1es1gen Festung die Bestimmungen der Friedensvertrage 1111t Bayern und Hessen nur als vollendete Thatsachen anzuerkennen waren, hat das A11sei11a11dersexzungsgesehäft wesentl1ch abgekürzt und erleichtert. Durch die im vergangenen Sommer 111 Folge des Bundesbeschluffes stattgehabten Wechsel der Besahungen ist der bewegliche Bestand der Festungen „größtentheüs inventarisirt worden, und die Revision und Abschahung dersel- ben behufs Verrechnung und Verthe1lu11g an dieStaaten des ehen1al1gen deutschen Bundes wird verhält111ß111äß1g nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Diese Auseinandersehung wird aus dem Bestand der hiesi en Festung viele alte, aus zwei vergan-

enen Jahrhunderten errührende Gegenstände zur AUZschewung

ringen, welche bis 11151 noch als besondere Werthstr'ickke m den Inventarien nachgeführt wurden. Es befinden„ sich darunter indessen geschichtlich 111erkwiird1ge Gegenstände, wie z. B. Artillerie- und Waffenstücke aus der Schweden- zeit, und selbst einige ältere Sachen. Ferner d1e Trophäen nus dem derttsch-dänisehen Kriege von. 1848. Eine def111111ve Bestim- mung über diese Gegenstände wird wohl ]eht Jetroffen werden, und wäre deren Unterbringun in einem a ge1ne111 zugäng- lichen Sammlungs-Inftitut, al enfalls dem ermamschen M11- seum in Nürnber , gewiß das Beste. Fiir engrößten The1l der hiesigen Gerät e dürfte, da dieselben den heutigen Erforder- nissen der Militairteehnik nicht oder kaum entsprechen, später d1e Veräußerung nothwendig werden. *

Baden. Karlsruhe,9.Nove111ber. (qulSr.ZÉ Nach- dem schon vor acht Tagen Se. Königl. Hoheit der rbgroß- herzog zur Fortsehung feiner Stud1e11 nach Karlsruhe zurück- ekehrt war, sind auch die beiden jüngern Großherzoglnhen 111 er , die Prinzessin Victoria und _Prmz LudMg , gestern 111 Begleitung des Hofmarschalls Freiherrn von Gemmingen und des Leibarztes Geheimerath 1)1'. Schrickel von der Main- Au_ abgereist; dieselben haben in Basel übernachtet und trafen heute mit dem „em. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Groß-

Zug 1 Uhr 15 Minuten in Karlsruhe '

herzogin haben ebenfalls schon geLtern die Mainau verlaffen, um sich durch die Schweiz nach em südlichen Frankreich zu begeben,“ der Ausflug wird ungefähr vierzehn Tage in Anspruch nehmen, und viel1e1ch1 auch auf Oberitalien a11sgedehnt Wer- den. Die Rückreise erfolgt voraussichtlich durch die Schweiz, Die Höchsten Herrschaften reisen im strengsten Incognito. Der Großherzog, hat vor der Abreise noch die Vorträge des Herrn StaatSmimfters Mathy entgegengenonnnen , welcher Sonntag, den 4., und Montag den 5. November, auf Schloß Mainau

zugebracht hat. , , , Bayern. München , 9. November. Das »M1litair-

Verordnungsblatte Nr. 63 enthält folgenden Armeebefehl 11. 11. Hohenschwangau, 7. November:

»Ich cnthebe hiermit meinen vielgcliebten Großoheim, Se. Kgl. Hoheit den Prinzen Karl von Bayern, untcr riihmender und dan- kendcr Anerkennung seiner dem Throne und Vaterlande geleisteten Dienste, mit innigcm Bedauern yon der Stelle eines Feldmarschalls, nachdem ich vergeblich vcriucht hahe, .Höchftdenselben von der beabsich- tigten Niederlegung dcs Feldnmrschallstabes zurückzubringen. Ich ent- hcbe ferner unter gleich schmerzlichem Bedauern Sc. K,.Hoh.1nci11en viel- gelicbtcn Großohe1n1,Höchftdeffen Bitte c11tsprechend,vo11derStelledes Ge- neralinspektors der Armee und von seinen beidenRegimentsinhaberstcllcn, verordne aber zugleich, daß mein erstes Kürnsficr-Regünenf und mein drittes Infanterie-Regiment zum Andenken an die zwischen ihnen und Sr. Königlichen Hoheit bestandenen Beziehungen , so wie um steten Gedächtnise der großen Icrdienste Höchstdeffelben fiir alle eiten den Namen 12931111 Karl von Bayerna- fiihren sollen, Indem ich, meinem Heere, welches Zeit mehr als einem halben Jahrhundert in Sr.KÖ111gliche11 Hohmt dem PrinFen Karol 19011 Bayern ein leuchtendes VtZrbtld der Tapferkeit 1111d alcr milttairischcn Tugenden verehrt, Höchytdcffelben Ausscheiden aus Seinen 111il1tairtschen Würden und Regi111c11ts=In= laberstellcn bekannt gebe, 11111'd das Heer, ich bin dessen gewiß, durch este Bewahrung der höchsten Befißthumcr des Soldaten, des Muthes,

dcr Mannszucht, der Ehre und Treue, sich auch fernerhin die. Sympa-

thien, von Welchen Se. Königliche Hoheit zu allen Zeiten für mein Heer und dessen Wohl beseelt waren, zu erhalten streben und sichscines, Wenn auch ausgeschiedenen, doch 1111 theurcn Andenken fortlebenden Feldnmrschalls |th und in jeder Beziehung würdig bewähren. Ludwig. Frhr. v. Pranckh.«

-7 10. Novenwer. *(W, T. B,) Der König hat heute Vornnttag 11 Uhr 111ittelstCxtraz11g die Reise nach den fränkischen Provinzen angetreten und sich vörerst nach Bayreuth begehen.

Oesteereicl). „Wien, 9.No1.1e111her. Heute beendigte der Kaiser seine Rundreise in den durch die jüngsten Kriegsereigniffe berii rten Theile des Reiches Und kehrte um 631 Uhr Abends 111. die „auptstadt zurück.

- 11. November. Ein Artikel des offiziösen »Wiener Iournalsa spricht sich Über die Zustände des Orients aus und sagt: Oesterreich „mußte jeden Versuch gewaltsamer Uniweilzung mit aufrichtigem Leidwesen und mit Be: sorgmß ms Auge faffen, doch sei zu hoffen , daß die vereinte Action der friedlich gesinnten Mächte Europa's 1e- 1_11"1ge11 wtrd, den inneren Frieden der Türke1 311 erhalten. es 1ei klar, daß jeder chr1stl1che Staat Anstand nehmen werde, mit Zwangsmitteln oder gar mit Krieg gegen die. dortige christliche Beyölkerung vorzugehen. Na111e11tlich Oesterreich sei ' dei Gefährdung des Friedens im Orient 11111". ge- stattet,. von- ernsten Vorstellnngen 1111d freundschaftlicher Medmtwn Gebrauch zu machen; dies fordere außer den Gründen der Gerechtigkeit nnd der Politik die Stammes: yerwatidtschaft einiger österre1ckiyehe11Völker mit ihren auf für- kischem Boden lebenden Stannnesgenoffen. Der Artikel räth der Reg1erung der Pforte Nachgiebigkeit gegeniiber den serbi- schen Forderungen 6111.“ Die beste Lösung der orientalischen Frage. ware wahrsehemuch eme solche, welche das politische Band der christlichen Bevölkerungen mit der Regierung der Pforte aufrecht erhalt, em Band, das die innere Selbststä11digkeitnich1 verkunnneri 1111d dabei die äußere gewährleistet. Wenn die christlichen Stamme 111 ihren Forderungen 111aßhalten, wenn die hohe Pforte politischxlug sich entschließt , das Unhalthare ohne Kampf fghren zu lanen, so könnten die den europäischen Frie- den ersch111ternde11Gefahren entweder gebannt oder doch für lange Ze1i hmtangehalten werden.

Znaim, 9.9111pe111ber. Se. Majestät der Kaiser ist heute 11111 6 th sruh von Znaim abgereist und vor 7 Uhr an* der 111ederosterre1ch1schen Landesgrenze angelangt, wo A(ler- hochstderselbe" vom Statthalter Graf Chorinskh, dem Landes- mqrschakl Furften Colloredo, dem Landesausschusse, zahlreiehen Mitßliedern des Adels und vielen Honoratioren erwartet wur e.

Grqßhyritgnnien. und Irland. London , 9. November. Ihre Majestat d1e K_önrgm hat dem Comité: zur Unterstühung der Nothleidenden 111 Quebec 300 fd. St. übermitteln lassen und dabei ihre Freude über das unehmen des betreffenden

onds _ausgesprochen. Es smd bis je 1: in London 9500 Pfd. terl. m die Kaffe des Comités gefto en. * Der neue Lord-Mayor, Alderman Gabriel, wurde heute

gefunden.

in seiner Abwesenheit in Stille begangen,“ Menschenmasse angesammelt hatte,

zurück mit anzusehen. neue Lord-Ma1or mit seinem Gefolge 111 Westminster anlangte, um sich der vorzustellen, und eben so lange währte es, bis der Zug mitten

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in der Guildhall vor den versannnelten Mitgliedern des Court of" Aldermen, den Sheriffs und Untersheriffs, den Gemeinde- raihen und den ersten „Beamten nach alter Weise für die eit se111er Amtsdauer 111 E1d und Pfiicht enommen. Nach er Eidesletstung nahm er nlsdann die Glii “wünsche der Anwesen- den entge en und bewirthete später mit seinem Vorgänger die bei dem kte zugegen Gewesenen mit einem Bankett 111 Man- sidn-house. ;- _Der Umzug des Lord-Mayor hat heute Naeh- 1nittc1g 111 ublicher Weise und bei schönstem Wetter statt-

Die Wahl des Dekans Kieran durch den Klerus als

Erzh1schof von Armagh und Primas von Irland hat die Be- “stäNgung des Papstes erhalten. * ÖVerganYenen Mittwoch stellten in Manchester in der GaI'fabri die dort beschäftigten Arbeiter , 260 1111 der Zahl, ohne vorhergeJßangene Anzeige plöleich ihre Arbeit ein. Sie hatten rorher rho'hung des Lohnes verlangt und das Comité hatte die Crwagung der Sache verschoben und in Folge dessen änßerten sie den Entschluß: die Arbeit nicht wieder aufz11neh111en, [ns man ihren Fyrdernngen naehgäbe. Obgleich die Anstren- gungen des Cdmiiés, andere Arbeitskräfte 1111 ihrer Stelle zu gewinnen, theilwe1se11 Erf01g gehabt haben, wird dieser Strike 111 Anbeiracht der _Iahreszeit 1111 des großen Gebietes, das von den dortigen Fabriken 11111 Gas versorgt wird , erhebliche U11- gelege11he1ten verursachen.

Der Geburtstag des Prinzen von Wales wurde gestern _, _ desto lebhafter war es auf den Straßen, 111 welchen sich eine ungewöhnlich große 11111 den festlichen Zug des Lord-Mahors von der Citi) nach Westminster und Es dauerte 1111 zwei Stunden , bis der

itte gemäß den obersten Richtern des Reiches

durch die dichten Massen wieder die City erreichte.

Der Glanzpunkt des Tages war das große Bankett in der (H„111ldhall. Es befanden sich unter den Gästen sänimt- liche 111Lond011 anwesenden Minister, die Spihen der City- behörden, mehrere hervorragende Mitglieder des Parlaments und des N11hterstg11'des, 110111 diplomatischen Corps jedoch blos die Ge- sandten Branliens, Spaniens, Port11„als, Mexikos, Perus und Colrnnhwns. ,D1e ersten Toaste galten ,er Sitte gemäß der König- l1chen 1111111101», dem Heere, der Flotte und den fremden Ge- sandten , ,und wurden respektive vom Kriemeinifter , vom Marmennmster und vom spanischen Gesandten erwidert. Der [unfte Toast galt dem Ministerium, und diesen beantwortete Lord Derby, der mit großem Beifall empfangen wurde, in 1111er langeren Rede. Disraeli , welcher den Trinkspruch auf dns Unterhqns zu beantw-orten hatte, ließ sich die Gelegenheit 111cht enischlnpfen, einen Seitenhieb auf Bright zu führen, der bekanntlich 111 neuester Zeit w1eder nicht sehr respektirlirh von der parlamentarischen Vertretung gesprochen hat.

AuskMalta meldet ein Privattelegramm 110111 8, d. M., daß Sch1ffe aus dem Schwarzen nnd Asow'schen Meere, aus Holland, Kronstadt, Antwerpen, Stockholm und Stettin der Quarqntmnevfdrtan enthoben sind. Fahrzeuge, die mit Ge- sundheits-Cernfikaten versehen aus England, Schottland, Frank- re1ch, Alexandmen, Triest, Algier, Taranto 1111d Brindisi ein- laufen„ werden noch 1111111er einer fünftägigen, irische Schiffe sogar e1ner siehentägigen Quarantaine unterzogen.

'Frankreicß. Paris , 10.910ve111ber. (Köln. Z.) Die Zahl der 111 der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag verhafteten Personen beträgt im Ga11ze1141, nämlich zweiAdvokaien, ein Arzt, zwölf Studenten, zwei etablirte Leute, acht Commis und sechszehn Arbeiter. Ehe sich die Polizei einstellte, waren 47 „Personen Versannnelt gewesen,“ sechs hatten sich aber in Folge e111esfhefti- Jen Streites bereits hinweghegehen. Die Nachsuchungen inden Wohnungen der Verhafteten führten zur Beschlagnahme emer ,AWßen Anzahl von Büchern , Broschüren und Schriften. Die Bekannten und Verwandten der Verhafteten stellten sich viel- LW, auf der olizei-Präfektur ein, 11111 Aufschluß Über das Sch1chsal der eßteren zu erhalten. Sie wurden aber allenbge- wiesen, da sich die Verhafteten in geheimer Haftobefmden. TäxchAßklage lautet auf »Theilnahme an einer geheimen Ge-

a

_ 11. November. Der heutige »Moniteur« meldet, das; der Kaiser den rinzen Napoleon zur Theilnahme an den Akbetten der militairischen Organisations-Kommi sion emgela-

den hat.

Toulon, 10. November. (W. T. V.) Das Panzer- Gxschwader hat Befehl erhalten, am 28. November abzugehen, w1e„ man versichert, um die französischen Truppen aus Rom zukuckzuführen. , _

Der Dampfer „Tampico“ ist heute in St. Nazaire ein- Akkwffcn,

"rzzpqmeu. D1e »Gazene de Fra11ce« vom 10. November veroffentlicht unter „Verwahrung Briefe aus Bayonne , in welchen m11gethe1ltw1rd, daß m Barcelona ein Aufstand aus- gebrochen, der 110111 Genergl Pr1111 inspirirt, gegen den Gene- ral Narvaez gerichtet sein soll, ]edoch keine antidynaftischen Zwecke verfolge.

Jtahen. Rom, 10. November. Ein Schreiben Glad-

stone s„ 1111 »Gwrnnle di Nomaec stellt die Mittheilung meh- rererZe1t1111gen bezuglich einer Audienz, die er beim Papste gehabt hahe, 111 Abrede. -_ Das »Giornale di Roma« erklärt d1e Nachmeht von einer femdseligen Kundgebung der franzö- sischen Legion be1 Uebergabe der päpstlichen Fahne für 1111- begrundet. Turkei. Aus Konstantinopel, 31. Oktober, wird Uher Marseille gemeldet: Prinz Karl von Rumänien hat seinen Munster Stirb'ei) h1er gelassen, damit derselbe einige noeh zu erledigende Emzelpunkte mit der Pforte in Ordnung brmge. Furß Michael pon Serbien hat seine Forderung wiederholt, daß einige kleine Gränzfesjungen geschleift werden und d1e noch auf serbischexn Gehiete wohnenden Türkenfamilien das Land verlaffen. Unr1chtig ist es aber, wenn gesagt wird, er, habe verlangt, das; d1e Türken die Festung Belgrad raumen.

Aus Kreta 11011128. Oktober erfährt 1111111, daß der Be- fehlshaber der franzößschen qutten-Statimi den Insurgenten 111 keiner Weise, a11ch1110ral1sch nicht, Vorschub leisten zu können erklart und zur Unterwerfung gemahnt habe, da der Aufstand von ganz Europa gen11ßbilligt sei. Auch die Schiffe der anderen Machte„ha-ben fich gewe1gert, den Insurgenten Schuh und Hiilfe zu gewahren.

& Nuszland und Polen. Warschau, 9. November. »sts. Ztg.) Aris_A11laß der Ver111ählungsfeier des Großfürsten- xhronsdlgers 11111 der Prinzessin Dagmar hat der Kaiser sa111111tl1che 11111 Aufstande von 1863 betheiligt gewesene Polen aus Galizien, welche sich noch in russischer Gefangenschaft befin- den 11nd deren Zahl nuf ea. 800,11ngegeben wird , begnadigt. Ihre Entlanung 111 d1e Hennath 1st sofort angeordnet worden.

Däncnzark. Kop enhagen , 8. November. (H. N.) Ihre Ma1estc11 d1e KÖ111gi11 Luis e ist hier heute Morgen um 10'5 Uhr „11111 dem Königüchen Dampfschiffe »)Slesviga von England uber Lübeck eingetroffen. .

_, 10. November. (Wolffs Tel. Bur.) Gestern fand zur J-e1er der Vermahlung der PruRessin Dagmar mit dem Grdßfürften Thronfolger von ußland em roßes Gala = Diner im, Köni lichen Schlosse und des 2 hends ein festlicher Ball im Ka 1111) statt, bei welchem der König und die Kömgm anwesend waren. Die Stadt war glänzend illu- 1111111rt, besonders zeichneten sich das englische und das russische Gesandtschafts-Hotel aus.

Amerika. „Ne 111-Y ork, 27. Oktober. General Sheri- dan hat am 23. Oktober in New =Orlea11s einen Armeehefehk erlaffen, worin er den Präsidenten Iuarez als anerkanntes Oberhaupt der liberalen Regierung von Mexiko bezeichnet, da- gegen Ortega, Santa Anna und andere Factionen verdammt und. ebenso gegen d1e Anhänger der so enannten Kaiserlichen Reg1eru11g von Mexiko ipricht. Die egierung des Iuarez werde allein von den Vereinigten Staaten anerkannt, sei aUein den Vereinigten Staaten wirklich Freund. Es werde den An- hängern anderer Parteien nicht estattet werden, die zwischen der liberalen Regierung von exiko und den Vereinigten Staaten gelienden Neutralitätsgeseße zu verlehen.

Andreryeits meldet ein Telegrannn aus New-Orleans 11011126. Oktober: General Ortega, der sich den konstitutionellen Praftdenien der Republik Mexiko nennt, ist heute Abend hier von New-York angekommen und ersucht die Blätter, zu mel- den, das; er in wenigen Tagen nach Brownsville abgehen und von dort in Mexiko einziehen werde, 11111 die konstitutionelle Regierun wieder herzustellen. Wenn dies geschehen sei, werde er einen , esandten nach Washington senden, sein Stab und eine Anzahk von Offizieren, die ihn erwartet hatten, werden ihn nach Mexiko begleiten.

Man berichtete, das; die North American Steamship Com- pany im Begriffe sei, vier neueDampfer im Stillen Welt111eere und zwei 1111 Atlantischen zu verwenden, 11111 mit der Pacific Mail Steamfhip Company zu konkurriren. ,

- 31. Oktober. In allen großenStädten der Union haben xenische Indignations-Meetings statt ef1111de11. Es „wurden

abeiVorschläge emacht, die gefan enen gemer zu befre1en,„ und den kanadischen“ ehörden wurde 0 chroy Leboten. Uebrigens hat Mr. Seward in einem Schreiben an Str Frederik Bruce ich für die Gefangenen ernstlich verwendet. Er hatte den ame- rikanischen Konsul beauftragt, sieh eme Abschmft der Prozeß- Verhandlungen zu erbitten und emen Aufschub der zinrichtun- gen zu verlangen , damit er die Prozeß = Akten prü en könne