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essischen Truppenkörpqrn statt.. - Gestern verließ die vicrtr «chwadron des ehemaliYn zweiten kurhesftschrn HitsakeU-ngi- ments (jeyigen 14.) die & armson zu Grebenstein, um die neue zu Eschwege zu be ichen. Jtr Zukgnft werden die beide); ersten Schwadronen ncbZt dem Regnnentsstahe m Kgffel garmwmren, und die dritteSchwadron ihrStandquartier in Grebenstein behalten. - ._eute Mittag 12 Uhr rückten das in Ailem etwa170Ma11n star 6 Depot des e cmaligen furl). Leibgarde-Regimxnxs ?11111- mehri en 80. Inf.-§) egts,» sowie die Mannschaften des ranlcm ca. 20?) Mann zählenden vormaligen kurh.1.Infanteric-chtZ. (nunmehrigen 81. auf den Vahiihdf. Das Leid- GardeéRegi- ment wird in iesbaden, Biebrich und Weilburg,_und da:? 1. Jnfanterie- Regiment in Mainz garnisdniren. Dre Deddts beider Regimenter wurden Nachmittags nuttelst chßgewohn- lichen Zuges nach ihren neuen Bestimmungsorten bcsdrdert. - 11. November. (Fr. I.) Das Allerhdchstx angeordnete c'“riedensfest ward heute in allenKirchensdwdhl ais Zur!) m der ynagoge durch entsprechenden feierlichenGoterd12117xbegangen. Die äußere Kundgebung bestand in dem Gclautc g lchldckcn, dem Abfeuern von 101 Kanonexrschiimen und dem zlaggcn aller öffentlichen Gebäude. , „ -ulda, 10. Norember. (Fr.,J.) Gestern Abend FMd zwxi Bataillone des Jnfanterie-Regimcnts Nr. 83, W:) Brcsiau mit der Eisenbahn kommend , als bleibende Garnison hier em- eriickt. . „ g Hanau, 10. November. Seit heute hadenwir hier wieder eine Garnison, 'die neu organisirten 82er unt eme_1_n Theileder Offiziere und Mannschaften unsers frühern kurhesstxchen zweiten Infanterie-Regiments. ' , _ Mecklenburg. Schwerin,12.,Ndvcmber. (Meckl. Z.) Se. Königliche Hoheit der G r o s; h e r d g ist am Sonnabend Abe_11d von Ludwi Zluft, und Ihre Hoseiten die LUPO". Marre , so wie der . erzdg Johann Lilbrccht „von, erlm hier wieder eingetroffen. - Ihre Königliche Hoheit die Frau Großher-
zogin-Mutter wird heute um 6 Uhr ebenfails mit dem
Vahnzuge von Berlin hierher, zurückkehren, „ Sachsen. Dresden, 12. November. (Dresd. Jortrn.) * Bei J reii Königlichen Majestätxnj findet heuie Nachmittag große afel statt, an der Ihrr Königlichen Hoheiten der Kron- prinz und Prinz Georg Theil nehmen,;md zu welcher der Staats- und Kriegsminister Grueralnmwr don Fabrixe, so- wie von der Königlich preußischeii Vesaizung der Hochst- kommandirende General von Boum, der Kdnnnandaxit der Festung Königstein General-Lieutenant voii Briesen Und sammt- liche hier anwesende Stabsoffiziere mid die Jesanmrtewhicr an- wesenden Königlich sächsischen Generale UU Stabsoffiziere zu- gezogen worden sind. ' _ _
Die auf ente zu einem ordentlichen Landtage Undern- fenen beiden ständischen Kammern werden morgen Vdrnnttag ihre Me vorläu “ge Sißung halten.
iirttem erg. Stuttgart, 12. November. (W. T. B.) In der gestrigen Versammlung Großdeuxschxr kgm folgen- des Programm zur Annahme: Vildrzng emos sriddeytschen Staatenbundes mit engster staatsrechtlichezr und nrilitairifcher Verbindung, gemeinsames Wehrsystrm mit allgemeiner Wehr- pflicht und möglichst kurzer Dienstzeit. 'Em permanenter „Aus- schuß soll für dieses Programm in Heidelberg, unter Leitung Welcker's , wirken, .
Bayern. Bayreuth, 11. Nodember. Unter Einhaltung der im Voraus bestimmten Fa rzert traf, Se., Ma1estät der ' König estern Abends auf der stbahn hrerrm. Von Mit-
gliedern Jes Stadt-Magistrats und den Gernrmrdechdollmäch- ti ten im Vahnhofe empfangen, fuhr er in" einem offenen
agen in die illuminirte Stadt unter dem Geiaute dcr Glocken und dem Abschießen von 101 Kanonenschiisxctr cm. Heute wird Se. Majestät im Theater einem Konzerte beiwohnexi, und am Montag wird die Stadt einen Bail geben. Am Dienstag wird sich der König nach Hof und von dort nach Bamberg verfügen.
Schweiz. [eßten Siyimg hat der
Bern 10. November. (Köln. Ztg.) _Jn „seiizcr
Bundesratl) auf Antrag ch_M1l1t«ir- Departements eine neue Organisation des „Parktrams dcr Ud- genösstschen Armee genehmigt, der zufolge scmeMannschaft und
Pferdezahl nicht undcträchtlich vermehrt werden soil,. Dic Mmmschastwird nach der eidgeiiössischen Scala auf die Kan- tone vcrtheilt werdeii, während die Stellung der Pferde einst- weilcn der Bund übernimmt. - Die leiste Katastrophe auf dem Montblanc hat eine Zusammenstellung aller Unglücksfälle ver- anlaßt, welche sich auf diesem Berge seit seiner ersten Besteigung dUW- Sauffure im Jahre 1786 ereignet haben. Diese Zu- sammenstellung zeigt 12 Opfer,_von welchen allein 6 auf das Jahr „1866 kommen, in dem aber auch die Besteigungen am zthretchstxn waren. Man zählt deren nämlich in diesem Jahre mcht wemger als 18.
- Abstnnmung dafür ausspreche.
- 12. November. _ Gezidarme die Ordnung in Genf hexrgestellt, ist die Ruhe nicht weiter unterbrochen worden, tvcshalb ein weiteres Militain
Aufgebot unterblieben ist. Die Eröffnung des Skrutiniums “
fand ohne Störung statt.
Zt )Néederkande. “ g. wahlen, dem bevorstehenden 13. d. Mis, einen heißen Streit geben, uiid das Gcgrniheil wäre um so weniger det'ikbar, als gerade dieses Mal bei der Menge vakant gebliebener Deputirten.
pläye (21 von 75) die Entscheidung hariptsächxlich von der zwei.
ten Abstimmung adhangen wird.
Großbritannien und Irland. Nach einem aus
London cingexangcnen Telegramm der »Öamdurger Börsen: *
hallca vom 1“. November ist der aus Westindien eingetroffene Dampfer »Atratda- unweit Southampton untcr Quarantainc gestellt worden, da während der Reise an Bord, 34 Personen am gslben Fieber erkrankt waren, wovon 14 gestorben sind,
Frankreich. Paris, 11. November. Der Kaiser ist wieder so wohlauf, daß er auf der Za d von Rambouillet vor- gestern mit, eigener Hand 350 Stärk » ild abgethan hat. Im Ganzen wurden .an jenem Jagdtage 1160 Stück Wild erlegt. Gestern fuhr der Kaiser im Daumont mit der Kaiserin in den elyseeischcn Feldern spazieren und besuchte Abends die Vorstellung im Gymnase.
Italien. Das Annexidnsdekret M a n tu a lautet wörtlich:
»Victor Emanuel 11. durch die GnadeGottc-Z und denWillcn der Nation König von Italien. In Anbetracht des Geseßcs vom 17. März 1861 Nr. 4671,“ in Anbetracht des Resultats dcr all« emcinenAbstimmun , mit welcher dicBüra cr drr befreiten italienischen rovinzen, am 21.1111 22. des vergangenen „ kidders in die Wahlcomitien zusannnenberufcn, die Vereini ung mit drmKönigreich Italicnunter dcrconftitutioncllcho- narchie ictor Emanucl's und seiner Nachfolger ausgesprochen haben - habanirnacl) Anhörung Unsercs-Mjnisterrail)s beschlossen und be- schließen wie folgt: Art. 1. Die Provinzen Veneticns und die Man- tuas machen einen integrircndcn Bcstandthcil dcs Königreichs Italien aus. Art. 2, Der Ari. 22 der Verfassung wird au die obengenann- ten Provinzen seine Anwendung finden , bis ic sel | im Parlament ihre regelmäßige Vertretung haben Werden. „irt. 3. Gegenwärtiges Dekret wird dem Parlament vorgelegt, um von ihm in ein Gesetz umgewandelt zu werden. Wir verordnen, daß gcgcmvärtigcs Dekret, mit dem Staatsstrgcl versehen, in die offizielle (Hcseßcs- und Dekretcn- sammlung des Königreichs thlien ansgenommen werde, mit der Weisung für Jedermanxi, danelbc zu beobachten und beobachten zu lasen. Gegeben zu Trirm am 4. November 1866. Victor Emanuel. Ricasoli, Borgatti, Scraloja, Depretis, Cugia, Jacini, Cordova, Berti, Visconti=Venofta.«
Dänemark. Kopenhagen, 12. Ndvcmbcr. (W.“TB.) Heute, Mittags 12“; Uhr, hat die feierliche Eröffnung des R ei ck s ta g e s stattgefunden. Die vo_n dem Könige verleseneThrdw rede giebt der Zuversicht zu einer irgensreicich Wirksamkeit des Reichstages, sowie der JrrUd-c iiber die Vermählung dcr Prin- zessin Dagmar und Über die zahlreichen Beweise der Treue und der Theilnahme des Volkes an diesem für das Königliche Haus so wichtigen Ereignisse Aiisdruck. Der König bezweifelt nicht, die Repräsentation des Landes werde bercitwilligst die fiir die Prinzessin verlangte Arissteuer bcwlkligen.
Dann heißt es in dcr Thrdmede wörtlich: Bedeutungs- vollc Begebenheiten haben die Politischen Verhältniffe Mittel- europas verändert. Ohne vom Kris; Zunglück betroffen zu sein, wird Dänemark dock) nicht von den 'esultaten des Krieges un- berührt bleiben. Preußen hatNdrddeutschland unterseincr Füh- rung vereint und gleichzeitig im Prager Friedensverträge sich ver- pfiichtet,a11Dänenmrkdcn nördlichcn Theil deZHerzdgthumsSchch- ng zurückzugeben, sofern die Bcvölkcrun desselben sich in freirr Diese 3 estimrmmg ist bisher noch nicht znr AUZfÜhUlUg gebracht , jedoch der Wortlaut des Triiktates und die nationale Richtung, in welcher sich dir euro- paischen Verhältnisse entwickeln, vcrdrirgen uns , daß auch wir die unsern Staat sichernden und für unser Volk natürlicher Grenzen_ erreichrn werden, ein Ziel, auf wrlches unsere Hoss- mmg srit dem „Wiener Frieden stets gerichtet gewesen, und dessen Berechtigung die neutralen , befrsundeten Mächte längst anerkannt haben, vor Allen aber der Kaiser der Franzosen mit einem Intrrrffc, wclchrs zu tiefem Danke. verpflichtet. In der Wieder- vcremigimg mri itxiscrn treuen dänischen Brüdern in Nord- Schleswig schen „wrr dic Erfiillnng cincr Billigkeit gcgen sie Und unsere Nationalität, und wollen zugleich mit Freuden darin e_ixi Unterpfand erblicken , daß -unser mächtiger Nachbar gewillt ist, mit Dänemark ein festes imd dauerhaftes Verhältniß emzu ehen.
ic Thrdnrede verheißt zum Schluß neue Aenderungen zur Verthcidigtmg des Landes, insbesondere die Einfiihrimg
von V c n e d i g und
(W. T. B.) Nach dem gestern Abend 1
Aus dem Haag, 10. November. (Köln. * Aller Voraussicht nach wird es auch am Tage der Neu- “
[ zulegen.
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verbesserter Schußwaffen. Die finanzielle Auseinanderseyung mit den Herzogthiimcrn sci im Wescnrlichcn geordnet, auch böten die Finanzen des eigenen Landes keinen Anlaß zu Bc- sdrgniffen. '
Asien. In dem Schreiben des M*iffionars Riedel aus."
Korea werdeii folgende Eiiizclhciten iidcr dic Ercigniffe mitge- theilt, welche die Intervention des Adnurals Ndze in die Ange-
lcgcnhriten dicses Lauch herbeigeführt haben: vAnfangs dieses ] 5,300,()00 Thaler gekürzt worden.
, , „ -. xkoth vdrule cii bin i no 1“ ' ' L ' ' Dic Kdnmmndanten derselben verlangten die Konzesywn von * s 3 g ck ck 11chtm der age, mdeß darf
Jahres kamen russiichc Schiffe an die nördlichen Küsten Kdrca's.
Terrains zur Errichtung VM Comptoirs. Diese Forderung erschrocktc den Gouverneur, der, wie alle Völker dcs äußer- sten Orie'nts , dcn Airsschluß der Europäer als Prinzip auf- stellt. Der Prinz-Regcnf, welchcr der Vater des jungenKönigs, Adoptivsohncs der Königin Tsd, ist , ließ sofort die Bischöfe zu sich laden, die sich, wie er wußte, in Korea (die Grfeßc verbieten ihnen den dortigen Aufcnihalt) befinden, um sie Über Mittel zu konsultiren, wclche gestatten würden, diese Schiffe auf pancnde Weise hcimzufcnden und den Krieg zu vermeiden. Msgr. Vcrncux, der sich in den nördlichen Provinzen befand, leistete der an ihn ergangenen Einladung Folge. Ungliicklichcr Weise crhiclt der Prin =chrnt im Augenblicke, wo der ge- :mnntc Gcixtliche dic «tadt betrat, einen Brief, worin ihm die Gcsandtsckxi t, die jedes Jahr den Tribut nach Peking dringt, fäischlicdcr Weise ankündigte, daß die Chinesen die Christen im ganzen Kaiserreiche ermordeten. Die Regierung des Prinz- Ncgcnfcn bcnuytc dcn Vorwand, um sich der Missionare, die ihr schon lange zur Last waren, zu cntlcdi cn. Msgr. Verncux wurde umgebracht und der Befehl, alle Fhristcn, dercn man habhaft werden könnte, zu cnthaupten , in die Provinzen gesandt. Auf dicse Weise starben Msgr. Darelm), die Mis- sionare Beaulieu , de Vretenicres, Doric, Aumaitre, Hu'm, Pourthie und Pckitnicdlas , so wie eiiie große Anzahl rinEbd- rcm'r Christen. Ich selbst bin seit drei Monaten zum „rode vcrurthcilt und halte mich zwischen zwci Mauern in einem christlichen Hause versteckt. Mein Signalcmcnt ist iirjedcr Stadt gegeben und ich erwarte, jeden Augenblick verhaftet zu werden ..... Enigc Mandarinen sind Übrigens mit Mensch- lichkeit aufgetreten. Dcr des Districtcs, in welchem ich mich befinde , hat bis cht noch keinen unserer eingeborenen Christen verhaften [asscn' andere haben sich darauf beschränkt, sie aus- pcitschcn zu la en, und wieder andere haben, aber nur der Form nach, die' Abschwörung ihres Glaubens ?cfdrdert. Was die Soldaicn dcs Prinz-chcntcn betrifft, so ha cn sie nur eine Sdrgc, nämlich zu stehlen und „ZU ranken. Die Furcht vor dem Arisbruchc einer Revolution hat die Regierung gezwungen, sie VOL“ der Hand aus den Provinzen zuriickzuberuch.
Tclcgraphischc Depeschen aus dem Wolff'kxhrn Tclcgraphcn-Biircau. Kopenhagen, Montag, 12. November, Abends. »Ver- lingskc Tidcnde« bringt einen offiziöicn Artikel, welcher die Nothwcndigkcit, neue „Hintcrladungsgcwchrc in die Armee cin- zufiihrcn, cröricrt. Es werden hierzu brdcntcnde Bewilligungen, wie cs heißt 1,350,000 Rigsdalcr rrfordcrlich sein.
Landtags-Déngelegcnbeiten.
Berlin, 13. 'idrcmbcr. In dcrLc,strigc11(2Hstrn) Sitzung des Abgeordnetenhauscs hielt der (xinanzmmistcr Frhr.
don der Heydt bci Ucbcrrcichung dcs Staatshaushalts- ck
Etats fiirdas Jahr 1867 folgcnde Rede: „ - Ich bcchrc mich, dem hohaname «mfGrund Allerhdchstcr
Ermächtigung dcn Etatsrntwursfiir das Jahr 1867, sammt ,
dem Vorbericht, zur vcrfaffumgsmäßigcn Brschlußnahme vor-
, Mit Riicksicht auf die wichtigen Ereignisse, die der Auf- stellung ch Etats vorhcrgcgmigcn sind, glaube ichI rani'm- schen zu entsprcchcn , wcim ich nicht mtr Üdcr dcn nhalt des Etats, sondern anch iibcr die allgemeine Lage der Finanzen cmigc Bemerkungen hinzufügc.
Bis Ende des Jahres 1865“ sind alle Rechnungen abgr-
1chldffrn, und cs besteht aus dicser Zcit hcr fiir die Staatékasxc
kcinc VcrpfiickUung, für welche nicht die Deckung rcfcrvirt und
Vorhanden wärs. Eine Uebersicht der Einnahmen imd Ausgaben fiir das, J Jahr 1865 werde ich vdrznlrgcn die Ehre haben. ' Die Einnahmen und Auégabcn dcs laufendrn Jahres sind ;
* indirekten Steuern 775,600 Thlr. L Wegfall gekommen didEingangs- und AUSZÜUJZJJJLÖL von , 280,000 Thlrn., die Rhemschifffahrtsa(«gabe mit 140,“
; die Strom- und Kanal-(Hcfälle um 100,000 Thlr. . sind höher angesetzt: die Rübcnzuckrrstcucr um 450,000 Thlr., , die Branntweinsteuer um 145,000 Thlr., die Braumalzsteucr um 7 160,000 Thlr., die Schlachtftcuer um 175,000 Thlr., dic Mahl-
! selbstredend noch nicht vollstäxidig zu übersehen, auf einige Ein-
nahmequeilen hat der Krieg rnrenungiinstigxn Einfluß gcaußert, dagegen smd in anderen Einnahmen giin1igere Erscheinungen
' vorgekommen. Im Allgemeinen ist anzunehmen, daß die Ein-
nahmen ausreichen, alle ordentlichen Ausgaben 11 decken - es sind alle Verpflichtungen des Staates, so weit es iiberhaupt thun- lich war, crfitilt worden,“ und so sind namentlich auch die Staatsschulden nach den bestehenden Bestimmungen um Eine Uebersicht dcr Kriegs-
ich schon )'th erklären, daß es nicht nothwendig gewesen ist, bis jetzt von dem Kredit Gebrauch zu machen, der durch das Grieß vom 28. September auf Höhe der 60,000,000 notirt war. Es haben die dorhgndenrn Mittel ausgereicht, um die Kriegskdsten, sd weit sie uberhaupt liquidirt waren, zu zahlen. Es smd iiach dem vorher erwähnten GcscYe dcm StaatSschaHe 27 Millwncn Thaler zugewiesen worden, und ebenso ist es thunlich gewesen, deri Verkauf derjenigen Effekten, welche mit zur Dcckrmg dcr Kriegskdstcn dienen sollten , schon im Monat September zu ststircn. In dem Etat von 1867 ist ebenfalls keine Aitsgabc fiir Anleihen vorgesehen: es sind keine neuen, ketrreerddhtenStcuern vorgeschlagen, auch keine cxtraordinaircn Zusrhiisye, wofiir _mcht die Deckungsmittcl vorhanden wären - cs Ut selbst Riicksigyt genommen in dem Etat einmal auf den AUÖfall dcr Sch'tssfahrts-Abgabcn auf dem Rhein , auf den Wegfall des Grrtchtékostcnzuschlagcs von 6 Sgr., und endlich (sititf cine C;)rmaßtgnng dcs Bricfportd's vom 1. Juli ab, (Zu- tmnmng.
Zn dciriibrigcn hat „die Veranschlagung der Einnahmen nachedcn bisherigen bewahrten Grundsätzen stattgefunden, so daß im Allgemeinen die Einnahmeansäßc erheblich höher ange- nommen werden köimcn, sd daß-die gesanmrte Einnahme im vorliegenden Etat die Summe von 168,804,000 Thlr. beträgt. Darunter [)cfmdct sich ein extraordinaircr Zuschuß aus den Kricgscdntributidncn von 4,600,000 Thlr. zur Verstärkung der Marine. Nach Abzug dieses ertraordinairen Zuschusses wiirde also die vermuthlichc Einnahme sich belaufen auf164,184,000T lr. Sic Übersteigt mithin den Voranschlag für 1866 um 7,210, “ Thlr.. Es wrrd davon der Mehrbedarf von Betriebskosten dcr vcrychicdrnen Cinnahinczweige mit Z,495,000 Thlr. abgezogen. Sd ergiebt fick) schlléßllch' cine Netto-Mchr-Einnahme von 3,715,000 Thlrn. Von dieser Summe treffen auf die Domai- ncn 114,000 Thlr., auf die Forsten 24,000 Thlr., auf die direkten Steuern 642,000 Thlr., xiämlich auf die Eisenbahnabgabcn 263,000 Thlr. und zu glclchcn Theilen in den iibrigen. Auf die Emkonnncnstcuer, Klaffenstrucr und Gewerbesteuer, auf die Es sind ermäßigt, resp. in
Thlrn, Dagegen
steuer um 79,000 Thlr. und die Stcmpclsteucr um 220,000
“ Thaler. Auf das Salzmondpdl 89,830 Thlr., auf den Gewinn- ] anthcil der preußischen Bank 245,000 Thlr., auf- das Seehand- z lungs-Institut 100,000 Thlr., auf die Tclegraphen-Verwa[tung
99,000 Thlr., auf die Verwaltung für Vcrg=, Hiittcn- und
Salincnwcscn 349,000 Thlr.
Dic Brutto-Einnahme dieser Verwaltung hat sich um
* 2,810,000 Thlr. erhöht , wovon 2,246,000 Thlr. auf die Bergwerke, ; 455,000 Thlr. auf die Hüttenwerke und 87,000 Thlr. auf die ; Salzwerkc treffen.
_ „ Die BctriebZ-Artsgaben haben sich in ent- sprechender Werse um 1,867,000 Thlr. gesteigert, so daß die vor- dcmerkte Netto - Einnahme verbleibt.
Auf die Eisenbahn-Verwaltunß 575,000 Thlr. Die Brutto- Einnahmcn diescr Verwaltung sin um 1,592,000 Thlr. estic- gen, wovonaufdicNiedcrschlesis =Märkischc Bahn700,000“ hir, auf die Verbindungsbahn 21 00 Thlr., auf die Ostbahn 150,000 Thlr., auf die We fälische Bahn 100,000 Thlr. , auf die Saarbrücker Bahn 21',000T.h[r., auf den Antheil des Staates an Pridat-Eisenbahnen 406,000 Thlr. treffen. Die Be- tricds-Ansgadcn sind dagegen Um 1,000,000 Thlr. gestiegen.
Das Resultat bei den znleßt bezeichneten beiden Verwal- tungen ist um chwillcn sehr erfreulich, weil es zugleich Zeug- nis; giebt von eincr giinstigen Entwicklung der Industrie , des Handels und des Verkehrs. _ _ ,
Bei den iibrigen VcrwaltungSzwcigen smd die Verände- rungen bei der Einnahme nur von gcrmger Bedeutun . Bei der Postverwaltung ist eine Minder-Errumhme von 50,000 Thaler, die sich aus der beabsichtigten Briefpdrtd - Ermäßignng erklärt. Was mm die Verwendung der Netto-Mchreinnahmc von Z,715,000 Thlr. betrifft, so habe ick) zunächst zu erwähnen, daß dieser Stimme noch hingctrctcn: crstlich dcr Uebreruß, der pro 1866 verblieben ist aus der veranschlagten Einnahme