1866 / 284 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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die ungünstige Beschaffenheit drI gegenwärtigen ELYUYgI-Saulcs und der Nebenräume hcrvorlwbcn. Der Antrag drs Abg. yon Unruh, daß die Angelegenheit _wcgcwchNciidaurI cmrs 919x- 1amcnisgcbäudcs imd vorläufiger Crwritcrung Und Bordciic- rung der gegenwärtigen Lokalitaicii “LMU“ bcidndcrcn Kom- missidn von 7 Mitgliedern ziir Berichterstaitiiiig Udrrwwfrn werde wurde mit großer Majoritäi„aiigciidnimrn. .

5Öci Vrrathimg dcr Airsgadcii fiir dax? Staatsdiiiiisixriitiii bildete der Dispositidnsfdnds fiir allgemeine pdlimchc ÖMcké dcn Hauptgegenstand ciner lebhaften Debatte". . Der Mimst? drs Innern, Graf zu Eulenburg, mid „1361;Gch.-NLIWXUUJO= Rath Wagener befürworteten dir Bewiiligimg dicses JSTLÖZ, fiir den sick) auch dir Adgcordncicii Gras Schwerin, Graf BLUMV-HUC, Stavenhagen, Graf Eulenburg, V. Blankenburg aiiswrachcn , wogegen die Abgeordneten Twcftcii, Jung,ch1it, ])1'. Techdw , Schulxie (Berlin) , Liiskcr imd „())-. N(Zichacliv „dic beantragte Summe von 31,000 Thlr. fur dreien Fonds nicht bewilligen wollen. _ ,

Bei namentlicher Abstimmung wurdc dir. Sitmmc vdxi 31,000 Thlrn. fiir den DiSposiiionI-Fdnds mit 146 gegen 123 Stimmen bewilligt. * _

Barmen, 21. November. In der gestrigcwSiiididcrdrd- netcii-Sixzimg fand, wir dir »Eldrrf. Ztg.« imithxilt, dic Neit- wahl des für die Vertretung der, Stadt 1111" He'rchhanc dcsignirtcn Beigeordneten statt, und “wurde fur die Wiihrnch- mung dieses Amtes der. bisherige VrtgcordrirrcKommerzic-nrath Aiigiist Engch auf fernere 6 Jahre gewirhii. ß

Neuß. Gera , 21. Ndvrnibcr. (2501111. Zig.) Das Fürstliche Miiiiftcrium veröffentlicht auchsrhlSr, Durchlaucht des Fürsten das Statut dcr NatiOiial-Jnva[idriisriitiiiig, dercn Cri-itrai-Cdmité in Berlin seinen Sry hat, und fiigt den von Sr. Durchlaucht kiindgegcdcnrn Wunsch hinzu , da[; der Fluf- abc, welche der Stiftung gcsirllt wdrdrii ist , auchckrn hicytgcii ( iirstenihiiin Förderung und wrrkthatigc Unterstiitzung zu Theil werde.

Hessen. Darmstadt, 21. November. (Dariiist. Ztg.) Sc. Königliche Hoheit dcr Großherzog hai he_utc Mittag den zum Königlich daycriichcn aiißcrdrdciitlickycii Geiandten und be- volimächiigien Minister an dem Großherzoglichen decrriiann- ien Kämmerer Freiherrn von ThU-ngcii behufs Ucdcrgadc seines Creditivs in deiondcrcr Audienz empfangen. _ ,

W'iirttemberg. Stuttgart, 22. November; Wir. der heutige »Staaisanzrigcra meldet , hai Profeswr Pauli iii Tiibingen die nachgesuckyte Diensteiitiaffurig crhaitcw Dic »Biirgcrzeiiungir theilt mit, daß_a[l_e m Tiibingen siiidirciidcii Wiirttrmbergcr sich durch Unterichrifi verpflichict hatten, die Vorlesungen des Professors Pauli nicht zu dryuchcn.

Bayern. As chaffendurg , 20. November. Um 4 Uhr Nachmittags kam SexMäjrfiät der-Ki'inig hier aiif dem Bayri- hof an, wo sich die städtischen Kollegicii , dic Pfarrgcistluhkcit und die verschiedencichrcinc ziir Begrüßung Vrryammrlt hatten.

Großbritannien und Irland. London, 20. Novem- der. Das Waser ist in den iibcrschwemmten Distrikten nach den neuesten Nachrichten bedeiiicnd im Fallen, und wenn kein weiterer Regen folgt, so werden voraussichtlich in einigen Tagen die aiisgctretciieii Fliißchcn Und Bäckze wieder ihren um diese Jahreszeit gewiihniichcn Wasscrftand haben. Man hofft, daß die Nachrichten iiber den Verlust sd dieler Menschenleben in *Lceds-drdrtttmrdübertrieben waren. Es fielen, wir es scheint, nur 20 Personen ins Wasser imd von dicscii sind 1_2_15 ge- rettet, Die von allen Seiten einlaufcnch Brrichtc iiber den trostlosen Zustand, dcn dic Uederschwcnmmng an allen Orten, ?wo sie grwiiihei, herbeigeführt, giebt cin schmerzlichcs Bild von Zerstörung und Jammer. Bis 1th ist es mir möglich, eine annähernd richtige Idee von der Größe des angerichteten Scha- dens zu gewinnen , doch scheißt man jetzt schon denselben auf “1,000,000 Pfd. St.

Airs Norwich wird von gestern Abend telcgraphich der Verlust des Schiffes »Jsalsrllaa- von Hull gemeldet. Die beiden gestern als verloren erwähnten Schiffe waren die Schaluppe »Thomas« und die »Jricndshipéa Das Wetter war sehr stiir- misch, 'Ein weiteres Telegramm aus Hull theilt mit, daß „Earl dc 'Grry7c _ 790 Tonnen _ auf den North Pike Sandbanken sckxtekittertc. Die Mannschaft wurde mit großer Sihwirrigkcit gc- re e.

_ _ 21. November. Der preußische Botschafter nebst Familie ist, von St. Leonards zuri'i'ckkelrcnd , hier eingetroffen. , „Wie es heißt, wird die irländ-iZch-e Regierung unver- züglich die in Sligo und andern westlicheii-Städteiistatidnirtcn “Truppen verstärken. In dcn'leizten Tagen soll den sämmtlichen Pdlrzerftatidnen von Dublin angezeigt worden sein, daß der- ]Ln'ige, welcher Stephens im Falle seiner Rückkehr nach Fiilxtz'landikrrhastei, eine Belohnung von 1000 Pfd. Sterk. rr- " 71 en d . Eine großeAnzahlHinterladimgsgcwehre (Snidcrs System)

sind im Lager vori Aldershot cingcirdffrn und werden unver- züglich an die vcriMcdcncii ddrx „sichrndcn Truppenkörper der Infanterie Vertheilt werdcn. Dir Instruciion der Offiziere, Unicrdffizicrc Und Maiinsihaftrn uber den Grbrauch der neuen Waffe wird sofort beginnen.

Dcr »Grr at E 71 st cr Ua wird zii Aiifang des nächsten Jahres cincr gründlichenAuSdcsßrnng Unterzogcii werden Und alSdiinn mit neuen Schraudcnkcjycln Verschrn,'1md im Innern m„ cqnipiri zu seiner urspriinglichen _Bcstnnmimg, nämlich zur Aufnahme von Paffagicrcii 1. Klamc, hergerichtet werden. Die Direktdrrn haben diese AitIqabc gcmachi,da das Schiff von

'.

einer französischen Gesellschaft a]s Paffagicrschiff gcchartcrt und bestimmt ist, während des 1156911611 Jahres zwischeii Ncw-York imd Brest zu fahren, um Besucher der Industrie-Lliisstcllung hrriidcrznbrsdrdcrn. Es wird gegen Anfang März umi) Nen,- Ydrk abgehen.

Fort imd fort treffen UOch ).,[ngliickspdsicn von der Scekiistc cin. Bci Ramsgaic wiirde die mit Kohlen W„ Shields nach Diinkirchcn gehende Brigg »Jdscph and Elisabeth„- auf den Strand gcworfrn, dic Mannichasi wurde glücklich go: rettet. Bci HaZdordugl) iii Norfolk scheiterte die Briganiinc »Anmzdnces aus Diinkirchcn Und noch zwei andere Fi'lhkchge, Auch hier kamen dir Mannschaften durch die wackere Hiilfe der Rettungsdddtc mit dem Leben davon. EineFlaschc wurde aus der See herausgefischt, die die Worte enthielt: »12. Novcmb. Schiff John Shaw von und aus Falmouth cntmastct, leck und in hoffnungsldscm Zustande, beide Boote sind Vcrldrcn.«

_ Dcr Lordkanzler hat gestern im Namen der Königin erklärt, daß die Eröffnung des britischen Parlaments aufs Neue verschoben und auf dcn15.Ianuar festgeseßi sei. Da diese Prdrdgation iiicht von der iiblichen Formel dcglciirt ist, daß die Häuser an diesem Tage zur Erledigung der Geschäfte zusammentrctcn wiirden, sd vermuthct man, daß das Parla- ment seine Siyungcii in Wirklichkeit in der ersten Hälfte des Februars aufnehmen werde.

Frankreich. Paris, 21. Nddrmber. Dic Thatsache, daß die Franzosen iiicht schubwcise, „sondern auf einmal von Mexiko abziehen, ist nun offiziell durch ein Rundschreiben ch Krichministcrs an die Intendanturen bestätigt. Darin heißt es: »Das ExprdiiionZ-Corps von Mexiko soll lejständig in den ersten Monaten des kiiirftigrnZahrri nach Frankreich heim- kehrcim Dcr Kriegsminister befiehlt deShald, alchnscndungen nach Mexiko cinzuftcilcn, UUÖ fiigt hinzu, die bereits nach St. Nazairc exprdirtcii Colli wiirden mit dem Pakctbdotc des 16. November nicht mehr befördert werden , wenn sie nicht durchaus dringlich seien. Daß der Kommandani der öster- reichischen Legion, General Thu 11 , Mexiko Verläßi und nach Europa hcimkrhrt, wird von mexikanischen Blättern drstäiigt.

_ Aris Toulon , 17. November, meldet der »Mcssagcr du Midi«, daß die zwei Panzer-Frcgattcn ,»Prdvencca imd »Magna- nimca auf vier Monate Lebensmittel an Bord haben und am 25, zur Abfahrt fertig sein müssen. Ihre Verwendung ist noch Gchcinmiß. -

_ 22. November. Die heutige »Francca- sagt: Die Ankiinft des Generals Castelnaii und die Haltung der Vereinigten Staaten haben die Ursprii-nglichcn Entschliiffc drs Kaisers Maximilian modifizirt. Das Zusmnmentrrffrn diescr beiden Thatsachen schien ihm die Lage. wesentlich zu ver- c'mdrrn. Kaiser Maximilian hat vor seiner am 22. Oktober cr- foigien Abreise dem General Bazainc seine Machtvdllkdnimcn- heit azwertraut. Die »Franccsc fügt hinzu: Angesichts dieser Nachricht, deren Qucilc ganz unverdächiig ist, ist es als wahr- schciiilich anzusehen c'rlaudt, daß der Kaiser nach Europa zurück- krhrcn wird und hat derselbe seine Rückreise in diesem AUJM- blicke vielleicht schon aiigrtrcten.

Spanien. Madrid , Donnerstag , 22. November. (W. T. B.)“ Man versichert, daß die Königin Isabella dem Kömgc 5,011 Portugai in den ersten Tagen des Dezember in Lissabon einen Besuch machen werde.

Rußlcind imd Walen. St. Petersburg, 22. No- vcmdcr. Dcr ck2R1lffisi'hc Invalidea dcmcntiri dir von der Ueber- 1andpdsi gebrachic Nachricht von der Konzentrirung. cincr bl- deuiendeii riissischcn Heeresmachi dei Samarkand.

_ Aus Mittel-Asien cingegange Nachrickyten melden , daß die Festung DMM, der leYte Stiißpunkt drs Emirs von Buchara im Sir-Darjaih'ale, von den Ruffen nack achttägigcr Belage- rung“ erstiirmt worden ist.

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Dänemark, Kopenhagen, 20. November, „© -Jk1„„'d_er.heutige11 FOLkethiUJssiHung legte .der „Conseilv- Yxasidcnt Graf Frijs-Fkljsenborg den bereits friiher angl- iiiiidigtcii_ Gcscßentwurf, betreffend einc Vrautausstciicr und Mltglst für M Prinzessin 9399111411“, Vor. Er bemerkte dadev daß das GMB Mit einem "ähnlichen unter denselben Verhalt-

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nissen gegebenen iibcreinsiitiiine, nur sei" die Summe aus naheliegenden Kauf, dcn genhehenen Veriinderungen basirt-cn Griinden etwas kleiner, als bei friiherer Grlrgciihrit. _ Dcr Marineminister legte den gewöhnlichen jährlichen Bericht iiber die Vereiniguxig dchönigl. Marinewersten auf dem Myhoiina, sowie iiber die dort_ ausgefuhrtrn Arbeiten vor. Es wurde daran die erste Behandlung des Finanzgeschs fortgesetzt. Dcr Marineminister dxrkiindctc iwihwcndigc neue Leuchtthurms- bauten anf Sprdgd , wo das ]cxzigc Lcuchtfeucr zii schwach sci,

Amerika. New-Ydrk, 20. November (Per Atlant. Tc- [egraphc11). Cs wcrdenAnstrengungen gemacht, einen Kompromiß zwischen Prasident Johnson und dem Koxigrcffe zu Stande zu bringen.

Statistisches aus Nassau.

1711. (S. Nr. 277 des Pr. St. Anz.)

- Dcr Bergwerks= und Hüttenbctricb.

Das Herzogthum Nassau ist reich an Mineralschäycn dcr mannig- faltigstxn Ari. _"

Dic Ober-Ausnrht über das gesammte Bcrg- und Hüttenwesen führt die LandesrrZicrmig, bei welcher für das Bcrgwcscn cin teck)- nischcr chcreni bc clit isi. Das Land ist in vier Bergmcistcrcien zu Dillenburg, Diez, ?Zchilbiirx] imd Wiesbaden cingcihcilt.

Diese 4 Bcrgmcrstereicn erfordern nach dem Etat für 1866 einen Aufwandwon 35,072 Fl. Die Einnahmcnan Bcrgivcrksstcuern Jud dagegen fiir“ 1866 auf 5791 Fi. fiir ein Simpcl veranschlagt. _ iir die Anribildiing von Bergleuten ist mit dem Pädagogium zii Dillen- burg cinr besondere Bergschule verbunden, an welchcr 4 technische Lehrer wxrkcn.

Dcr Ertrag der der Domaincnkaffe gehörenden Bcrg=, Hiitien-x

und Hammerwerke ist für 1866 auf 479,31] Fl. berechnet, wovon indcß dichrwaliungsq Betriebs- Und sonstigen Kosten mit363,238 Fl. in Abzug zu bringen sind, so daß also der Ueberschuß dieser Werke

116,073 Fl. beträgt. Die Brutto-C'rträY der einzelnen Domaniai- Bergwrrkc belaufen fick): von den zur iichelbachcr Hütte gehören- den Ei1cnstcingrubcn auf 28,000 Fl., von den im Amte St. Goars- hausen bclegcncn Schicfcrgruben auf 41,641 Fl., von den in den Aemtcrn Dillenburg und Herborn bclcgencn Eiscnftciiigrubcn auf 206,12] Fl. , von den BraunkohlenirubenOranien, Nassau und Waffen- fcld (im Amte Marienberg) auf * 1,167 F[., von den Schicfcrgruben bei Nauroth, Springen und dem Hofe Dornbacl) (im Amte Langen- schivalbach) aut 12,936 Fl., von den zur Ennnchhauscr Hütte (Amt Usingen) gehörenden Eiscnstcingrubcn auf 36,956 Fl., sowie von den im Amte Weilburg bclcgcncn Eiscnftcingrubcn auf 105,000 Fl. Die Donmnial-Hiittcn- und _“ amnicrwcrkc, zu denen dicHiitten zu Michel- bach, Eibeshauscn, Stra cbcrsbacl), Emmershausrn, Löbnberg und die Hämmer zu Michelbach , Bitrgscknvalbach und zu Rod an der Weil gehören, liefern einc Bruttc-Einnahme von 11,189 Fl.,

Um die hohe Bedeutung des nassauischcn Bergwerks- und Hrittcn- bciricbcs anschaulich zu machen, ist zunächst zu erwähnen ,' daß der Geldwertl) dcr Production auf den im Jahre 1864 in Betrieb gewe- senen 953 Bergwerken 1,982,405 Fl, nnd der von 37 Hüttenwerkcn 3482645 Fl., zusammen also 5,465,050 Fl. betragen hat.

, Bci dcn Bergwcrkcn wurden im Jahre 1864 8524 Ardeitrr be- schäftigt; nimmt man für jeden Arbeiter mir 3 Familtcnglicder an, sorrgicbt fich einc Bevölkerung von circa 26,000 Seelen, wclche un- mittelbar vom Bergwerksbctricbc [eben. Hierzu treten noch dwm dcn Huttcnwcrkcn beschäftigten 1312 Arbeiter, so das; fich _also die Zahi dechrg- und Hüttcnarbcitrr auf 9836 und einschließlich ihrer Ange- hörigen auf circa 30,000 Köpfe, mithin 6,4 Prozent der Gesmnmt- bevölkerung des Landes beläuft. Nicht minder wichtig ist der Bergwerks- und Huttenszctrieb fur dichrwcrthung der Produkte der Waldungen drs Landes,“ die „dadurch veriniticlte Consumtion hat nach einem 30jährtgen Durchschnitt (von 1831_60) _circa 29 Prozent der Holzfällimg im ganzen Lande betrg- JM. Im Jahre 1864 sollen an Ban- und Brandhoiz undlan sonsti- FM Brennmaterialicn beim Gruben- und Hiittcnbctricdc 4625 Kleister 8 100 Kubikfußx Grubenholz, 45,276 Klaffer Holz zu Kohlen, 4047097 Ctr. Coo s, 174,083 Ctr. Steinkohlcn imd 5190 Ctr, Braun- fo[)len zur Verwendung gekommen sein. , x

Ueber die Production nnd dcn Werth der im nassauischcn Berg- bau vorkommenden Mineralien und Hiittcnproduktc wcrden ch) fur den' Zollverein aufgestellten Tabellen des Bergwerks und Hutten- bctricbcs fiir das ahr 1864 folgende Angaben entnommen: .

Auf Braun ohlen waren im Jahre 1864 28 „Gruben im Be- trieb, auf welchen 1,031,917 Ctr. Braunkohicii UU Werthe von 1017517 Fl. gefördert worden sind. Im Jahre 1828 waren nur ]4 Gruhen im Betrieb, auf denen 321,870 Ctr. Kohlen UU) Werihc von 33,850 Fl. gefördert wurden. Von dem im Jahre 1864 geför- derten Quantum sollen 658,930 Ctr. Kohlen im Jnlqnde verbraucht U.,"d 372,987 Ctr. zur Ausfuhr gekommen sein. _ Die Zahl der m sanimtltchcn Kohlengrubcn b'éschiiftigtcn“ Arbciicr hat 714 betragen.

Der Eiscnstcin-Bcrgbau und der dzmiit in Verbindung |ckcndi" Eiscnhiittcnbctricb bildet die Wichtigste „Branche der nL*ffkUUsclwn BcrgivcrkZ-Jndustric. Dic Eisenproductwn „Nassaiis, le namentlich in den Bezirken von Diez, von Dilienburg UNd Voir Weilburg von Bedeutung ist, machte früher einen nicht im- wesMtliCth-TMU der deutschen Eiscn-Productwii iiberhaupt aus.

Dies Verhältniß hat fich allerdings in den [cktcn De cnnien dur d“ , , ie naiiientlZR in dcr RithrLrgcnd entstandenen großarztigcn Eisenciliwrke sehr dcraiiicri; doch find U? l_ciztercn fiir den Aufschwun dcs nassaui- schcn „Eisenstein-Bergdaurs m1_osrrn wieder von Wichtig eit geworden, als swziim großen ZHUl „ans den Bezug auf Nassauischen! Eisenstein gngezmcstn smd. „NWR iiniidcr„l)abcn auch die durch die Eisenbahnen im Yahn= imd, Dillthalc_ gunstiger gcftelitcn TranSport-Verhältnisse aiif den Betrieb der Eisenerzgrubcn dcn erheblichftcn Einfluß aus- gcubt. J11„i_Jal)rc 1864 wurden 520 Eiscnsicingrubcn betrieben auf denen von 3561 Arbcixern 6,508,568 Ctr. Erze efd'rdert wurdcnl dcr Werth der Gcsauniitforderung wird auf 940,1 7 Fl. berechnet , Die PWÖUFÜNL betrixg im Durchschiiitt: von 1831 _35 855,386 Tir, ift siti 1830 um das Lichtfache gestiegen. Von dem im Jahre 1864 ge- fdrdcxtécii Quantum smd 1,379,563 Cir. im Lande vcrhiittct worder und ZZZZZHlR'ckCdY' zur,l;2:iisfix_l)r gekommen. * * _ enng ei ) rc ma ) ige ?dnkurrcnz der Rulr und Saar an den Brtricb drr naffaurschcii Eisciiwiiirn, naincntlicl))beziiglich der Pfrcise 'V'lilfalh „eiiien unguxißigcn Einfluß geübt hat, so genießt gleiclzwohi die vorzugliche'O-ualttgi des „aus den reinsten Rothristnstcinen darge- sxrlltrn iiaffaiiischcn 'Erscns immer noch einen ausgezeichneten Ruf. Qs ??.Ud. im Jahre 1864, auf 15- Hohöfcn, bei Welchen 914 Arbeiter beschaftigt waren, 471,998 Ctr. Roheisen , 98,518 Ctr. Guß- waawn aus Erzen und 19,672 Ctr. Gußwaarcn aus Roh- ciscn nn Gesamniiwcrtl) _vdn 1,816,595 Fl. produzirt worden. Die bedeutendsten Hdiwscn h_cfindcn sich in dem Bezirkvon Diez (3) und Dil- ixiiburg (7), Mit der_yycrftcllung “don Stabci cn, qewal tem Eisen und WivarzbieiX) haden mi) 15 Werke mit 158 lrbeitern Zcfaßt und zu- sgmmcn 43,214 Err. Stabciscn, 1468 Ctr. gewalztes Eisen und 17,830 (iir, Schiyarzblrch geliefert. . Es waren auf dicscn Werken 9 Frisch- fruer,.4 Puddelofcn, 20 Klemfeucr- Schweißd'fcn 2c., 11 Stabhämmér, 3„Kleinhamme_r i_md 3_Walztycrkc im Betriebe. Die bedeutendsten dicsrr Werke (“7)_ liegen 1111, Bczrrkc_don Dillenburg, es sind von ihnen allein 29,802 Qtr. Stabciscn, 795 Ctr. Kleineiscii imd 17,830 Ctr. Schwarzblcch hergestrllt worden. Die Zahl der im Betrieb befindlichen Silber- und Bleicrz-

gruben betrug im Jahre 1864 25, auf welchen von 2191 Arbeitern

133,272 Ctr, “Silber- und Bleicrze im Werthe von 316,120 Fl. ge- fordert Zvordcn sUL). _ „Dic gcwdnnrnen Bleicrzc, namentlich der Blei- gianz,_1m„d „zum wheii Ulberhaltig, ]cdock) ist dcr Silbergrhalt cin ver- haltnißni'aßig nur geringer und steigt in seltenen Fällen his zu ] pCt. und daruber. Eine Ausfuhr dcr Erze findet nicht statt, dieselben wer- den vielmehr auf chii drei 'Silbcr- und Blcil)iittcn zii Holzappcl, Eins und LZWZUÖÜCH vcrhuitet, die iniJahrc 1864 192 Arbeiter bcschäftigien Und'1'7,864 Mark Silder iin Werthe von 431,868 Fi„ 49,450 Ctr. Blei ch Werthe von 517,569 Fl. und 18,356 Cir. Glätte im Werthe von 176,015 Fl. produzirt haben. *

Auf dci) BL." rubi'zi werden gleichzeitig ami) Zinkerzc mitge- womicn, 1864: 73,773 Hir. im Werthe von 64,330 Fl., die sämmtltch VZJ'Iusgchihkt worden Und, da «Zinkhiittcn bis jeßi im Lande nicht ch l en.

. Dic Production Rasmus an Kupfer ist zwar an und fiir sich nicht von hervorragender Bedeutung, indcß ist daffrlbc von vorzüg- licher Qualitat. JmJahrc 1864.1varcn 20 Kupfercrzgrubcn mit 459 Arbeitern im Betriebe, die tämmtlich im Bezirke der Berg- iiieist-erci Diklcnburg belegen find, während außerdem noch etwas Kupfcrcrz (ius dcn. Bleigrubcn im Bezirke von Diez mitge- womicn 'Wird. Dic Gcsammtförderung belief fich auf 11,677 Ccntner im“ Werthr von 72,657 Fl. Das am meisten vor- ?ommciidc“Kupfcrerz isi dcr Kupferkics, welcher an einzelnen Stellen in' vorzuglrxhcr Reinheit und _frei don Schwcfclkichcimengung auf- tritt, so daß_3U 1 Ctr. metalliichcii Kupfers mir 3 Ctr. Erz erfordert wcrden. Die Production ist seit 1830 Um das 5 icrfach iefticgcn; sic beirug nach 101ährigcm Durchséhnitt: von 183140_2700(Ztr., von 1841/50 _ 6784 Ctr. Und von 1851/60 _ 5091 Ctr. Dic geförder- teii Kuyfercrze werden *mit geringen Ausnahmen im Lande verhi'iitczi; dic Vcrichmclzung bcsorgiew in den leisten Jahren die Jsabcllcnhiitte an, der Nanzciibach und die Dorothcaliittc gn der Dicizhöhlc hei Dillenburgi beide beschäftigten 1864 48 [rbciier und haben 1436Ctr, (Harkuyfer im Werthe von 81,600 Fl. hergrsicllt.

Rickelerze „sind seit dem Jahre 1843 gefördert ivorden. Gegen- ivartig siehcn 4 „Nickclcrzgruben im Betriebe, von denen die 3 bedeu- tenderennn Bezirke von Dillenburg, und cine, die erst in neuester Zcii M der_Gcmarkung Odersbacl) eröffnet Wdrdcn ist, im Bezirke von Weilburgiicgcn, Sic förderten 1864 mit 47 Arbeitern 19,567 Ctr. Nickelcrzc im Werthe von 38,069 Fl.

Braunstein (Mangancrz) kommt in sämmtlichen Bergrevicrcn vor, in größcsirr Menge im Bezirke der Bcrgmeiftcrci Weilburg, Die älteste Belehnung auf Braun cin datirt aus dem Jahre 1767. Erst im Jahre 1822 wurden neue O_elchmmgrn (m_f 2 Gruben in den Gc- markimgen Weinback) und Griivoncck und 1826 die erste. Verleihung bci Niedcrticfcnbach (im Amte Hadamar), ivo fich das reichstr Brannz steinrcvier befindet, crhcilt. Jeyt smd 50 Gruben im Betriebc, aui Welchen 1864 von 485 Arbeitern 289,197 Ctr. Braynftein im Werthe von 192,646 Fl. gefördert wurden, die fast sämmtlick) ausgefiihrt wor- den find, zum Hauptthcii nach England und Frankreich, in geringerer Menge nach den Zdecrciiis-Staaten. Dic stärkste Förderung hai das Jahr 1857 mit 670,200 Ctr. im Werth vo_n1,164,000J*[. qufziiweisen; seitdem ist aber ein Rückgang ciugctretcii, der eines Thrils der in den [ckth Jahren aufgetretenen Konkurrenz des spanischen B-Z'ailiiftcliibcrgbau-LZ, hauptsächlich aber der durch die politischen Zcrimxrfmffc in Amerika hervorqcrufcncn Baumwollcn-thl) zugeschrieben Wird. ,

Wichtig sind die ThLUgl'chn, da das Land reich an edlem Thon ist, der theils zu sogenannten steinernen WWW und feuer- festen Steinen, thrilsin seinen fciiisicn imd reinsten Sorten als Porzellanthon Verwendmig findct. Im Jahre 1864 wurden 109