1866 / 289 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

" 4216

Orte n11'i1-311 sic behufs der regelmäßigen Beförderung sich auf eigene Korsten einfinden. L 4

Rekruten oder Reservisten, wclche einzeln direkt zum Truppentkeile einbcdrdcrt werden, mithin das Landwehr- Batailldiis-Stabsquartier odcr einen andern Sammelplaxz iiicht berühren, ()abcw cbcnfglls drci Meilen unentgrltlich zuriick- zulcgcn. Fiir die weitere Eiitfcrnmig erhalten sie fur die Marschtage, sowie fiir den nach je drei Marschtagen gestatteten Ruhetag, Vergütung fiirrolle Marschderpflcgung, welche auf jeden Tag beträgt:

für Rekruten, Gemeine, Gcfreictr, Spielleute - sechs und

einen viertel Groschen; .

fiir .Sergcantcn, einschließlich Vicefcldwrbcl und Vicc- Wachtmeisicr, Feuerwerkcr 2er oder Zier Klasse, Tinker- offiziere, Bombardierc, Oberpioniere, T.r0111pctcr,„.§)aut- doistcn , Kurschmicde -- sieben und einem Viertel Groschen. “_“ fiir Oberfeuerwcrker, Feldwebel, Wachtmeister, Odrrzncqtcr, Feuerwerker 1ster Klasse, Portepeefähnrichc, Norarztc -- zehn und drei Viertel éroschcn.

Vefindet sich der Truppenthcil_ dcs Einbcdrdcrtcn ani Orte des Stabsquartiers seines Landwchr-Baiailldns, so hat er nicht die Vergütung fiir Marschwerpflcgung iiach dem Z, 4, sondern das Meilengcld nach dem I' 1T3ujcmpsangcn.

. 0.

Das Nach" den vorstehctidrn Grundsäßeii sich berechneiidc Meilcngcld oder die Vcrgüiimg fiir Marschderpflcgung wird den Einbeordcrtcn nach dem Eintreffen am Einbcdrderungsdrte von militairischcr Seite ausgezahlt.

Diese B'ekanntnmchimg soll. in die erste Abtheiliing der Ge- seYsammlm-tg fiir das Gebiet des ehemaligen Königreichs Han- nover aufgenommen werden.

Hannover, den 27. November 1866. * Königlich Preußisches Gencral-Gouvernenwnt. Departement des Innern,

Heinrichs.

Bekanntmachung vom 23. November 1866 -

betreffend die Anfertigung, den Vertrieb und

die Aufbewahrung, sowie die Versendung des s. g. Sprengöls (Nitroglycerins).

Zur Verhütung gemeiner Gefahr bci dcr Anferti ung, dem Vertriebs und der Aufbewahrung, so wie bei der ersendung des als Sprengmittel zur Anwendun kommenden 7. g. Spreng- öls (Nitroglycerins) wird von Uns Fr die Provinz Hannover in, Anschluß an die dariiber" fiir ic“ alten" Provinzen der Monarchie [r-Lstehenden' Vorschriften, auf“"Grund' dcs Z. 10 des Polizeistr'äfgesexzcs vom 25. Mai 1847 , das Folgende vor- geschrieben: § ]“

Ueber“ die Anfertigun und" den Vertrieb, sowie iiber die Aufdewahruu des prengöls habrn die Vorschrifté'n dcr L§.;158 dez. 15 und 160 des Polizciftraf eseßes vom 25. Mai 18-173") iiber die Anfertigung undden ertrieb, so- wie “iiber die Aufbewalrung des" Schießpulvers und ähnlicher, leicht *entziindrnder StoKe sinngemäß Anwendung, vorbehältlich der Zusaybestimmung es fol“ etzden Z. 2.

Gefäße, welchcSprengöi'em-halten, sind unter allen Um- standen so aufznbewahren, daß sie weder von selbst fallen, noch durch herabfaliende GegenstätxdeZbeschädigt werden können.

Für“ die Vers endu ng deÉ Spreiigöls gelten sinngemäß die Vorschriften der ZZ. 161-163 des Polizeistrafge'seßes vom 25. Mai

§. 158.“ -

.;X * (Zeldbuße bis I- zu “25 Thaler Iverwirktß kvcr 'ohne- Genihmigimg derJ

Obrigkeit "Schießpui-Ver s. g. Schießwolké“ oder "ähnliche" ileicht- enizünx dende .Sroffe verfertigr'oder dan§1ir1 Zlüdel treibt.:-

' Fermer: wer zii ßoichem Handel zugekaffen, größeren Vorrath im) .Hause-hat, als obrtg eitlich gestattet ist, oderden “Vorrath ni t oben

im Hause „unter dem Dache odcrxgsonst an anderem Orte“ 0 er auf andere Weise aufbewahrt, ,als obrKWiilich bestimmt ist.

Desgleichmx-werzUm-Han cl-Wit Pulvern." s;. w.] nicht _*“*béfiz'§iF, “und ohne obrigkeitliche Erlaubnrsrj mehr= als ZJ-Pfd'. Pulver “ödér-dtr sMÜ-an *:bestimnite-*gengereOuantität Pulvers-"Schießwolle "_U“. s, w. ;thxßtaliis-Fvorrächrg,«.oder-'- den*«erlaubtm Vorrath“ nicht' “sicher ver-

.)a -.

18475255?) iiber die'; Versendmx drs Schießpulvers, undeschadct der durch besondere Vorschri ten iiberhaupt untersagien Ver- sendung des Sprengöls mittelFt Fer Eisenbahnen und Posten,"

Außerdem treten fiir die' Versendung dcs Spreng5[s ?u ?tandc Und zu Wasser die folgenden besonderen Vor- chri en ein: ' 1) Das Sprengöl mus; in Flaschen von Blech oder 11 Glase verpackt sein. , MMM 2) uanerschluffc der Flasche find nichi Glas-, sondern Torkstdpsrl anzuwenden.

3) Die Gleisflaich muß mit einer korbartigen Umhiillunig, *

versehen sein, wrlche cine Einlage von Stroh enthält,

4) Die ziir Versendung von Sprcngöl dienenden Blech- oder Glasftascheii sind mit Stroh, Heu oder dcrglcickycn in festen Holzkisten zu verpackexi und mit der AUffi'hrist* vSprengöla- deutlich zu verjehcn. ' ' Das Gewicht des Sprcngöls in einem Collo darf 15 Pfd. , das Gewicht des Fanzen Collo mit Einschluß des Sprengöls in drmseibezi 0 Pfd. nicht Übersteigen,

1.)

Während der kälteren JaFrcsZ-eit ist bei der Handhabung des Sprengöis iiberhaupt wegen der alsdann größeren Explodirbarkcii mit crhöhctcr .VZrftcht zu Werke zu gehen.

Zuwiderhandlungen gegeii die Vorschriften der §§. 1»5

* unterliegen Geldbuße bis 31125 Thlr., soweit nicht peinliche oder

sonstige Polizeiliche Vorschriften zur Anwendung kommen. Hannover, den 23. November 1866. Königlich Preußisches General-Goudernemeni, Departement des Innern. Heinrichs. *

«-) §. 161. Desgleichen: deutlich sichtbarer Aufschrift VPUWÉZ versehen [)at. Desgleichén: wer mit Fithrwcrk, 'auf welchem Piilvcr eladcn ist,

in einer Ortschaft'oder sonst in_ der Nähe von- Gebäuden, ofern dort nicht' der Bestimmungsort ift, 1i§ch ]aZthhält.

Sichcrungsmaßregcln, Anzeige' zu machen.

Niehtamtliekzes.

_ ' Berlin, 29. November. _ der König smd, nach telegraphischer Meldung aus Dessau, 2

Preußen. Se, Majestät

in Begleitung Sr. Königlichefi Hoheit des Kronprinzen und

sdwie dcr Prinzeß Friedrich Karl eingetroffen Und von Sr. Hoheit em Erb'prinzen von Saldern. und anderen hdfc empfangen ivorden. H [N'Tueds K *" f | wer er, ronprinz _cmping ge ern: den 27. d. Mis, cine Deputation aus Neustetiin. derselbe nahm am 28. mehrere Uii'liiairische

höheren Hofbeamten auf dem Bahn-

lichen Hoheit befindet, sich, der persönliche Adjutant, auptmann von Jasmund. Dic ,Ueberfiedelung dcs Kronprinz ichen Hofes nach Berlin findet FreitaYdZi 30. d. Mis, statt.

Abgedrdn e„te11l)a.-us es wurde“ die Berathungxiibcr „den Etat- des Mimstermms fiir Handel, Gewerbe und STentlicheiArbeiten beendet. Der Antrag .. der Abgeordneten Gra

und von Kardorff anf Vorlage eines Oder-Negulirungs-Planes- wurde- zu Gunsten des vom Hause angenommenen Antrags des AbJeordneten Laßwiy, durchwelchen in „nych ausxzedehnterer

WLW * as gleicheErsuchen an die Staatsregierung ge teilt wird- !.»erkiä'rte. „die' Bereit-

zuriickgezo en. . ,

. „„Der ,- „Handel&xiimster “Graf, IZ e n::p [iy willigxeit er Regierung, für den Ausbau der Ostssehäfen Und fÜk':.'dle Flußregulrkuagm auch ferner in-Sorge- zu..; tragen. - Die Abgeordneten ,von“ Vincke'(Hagen), "irgel'er, Ka-ntak und VO"

Denzin betheiligten sich an den Debatten., Sowohl die fort,? ? dauernden, alsauch die .einmatigenxAusgadcn. des ganzen Etats .

wurden nach den'Regierungsanträgen genehmigt.

Morgcn

Wir

delSminister vokgccht wcrden Ml“

: Bei der Königlich prcuszi1chcn „FZ vicrpfiindi e

nirte WaZyis “„ , Bootskanoiicji von Berlin crhciliezi und werden mri diesen Gc- schiixzen in nächster Zeit Schrcßndimgen avgehaiicn.

dsr Königlichen Prinzen Karl, Albrecht Vater und Sohn, Friedrichsort garnisdnirendc Ariillrric ist von den Schicßiibnn-

estern dortAbends ZW See-Batailwn uach Friedrickysdrt abgegebene Deiachcmcnt ist

Anhalt, General-Licutcnant von Stockmarr, Baron von hicrsclbst wicdcr eingetroffen.

Palais, 28. November. “Seine Königliche (J, Dienstag, Hochs: Meldungey entgegen und fuhr um 4 Uhr “zu Wagen _vom Neuen Palais nach Großbeeren, um sich daselbst dem Extrazug Sr. Majestät

des Königs nach Dessau anzuschließen. Im Gefolge Sr. König- Berliner Bundcs-Kdnfcrcnz deputiri.

„en. Vethusy-HUC-

4217

„-- Die riickständig gewesenen Englischen Posten aus

L 2011739117 den 27. d. M., friih Und Abends, sind laut telegra-

[scher Meldung xm das hiesige Gcncral-Post-Amt [,wie in Cöln eingetroffen. , - Aus Kassel , 28. November wird mrtgcthrili, daß der

2 ObersiaUUWistck Hans 1) on Eschwege und der Geheime Hof-

rail) Wilhelm Vogel da[rldst "auf ihr Nachsmhcn i:"; den Ruhestand versth worden Und. & .

Hanau, 27. NOVLMÖTU, „(„-“zr. J.) Hertie traf Gknerai Und Commandeur der_ 21. DlVlsWn, y. BMM , hier eiii imd inspiziric die hier garmsomrendxcn zwei Baiaillonr des, 82. In- anterie-chiments. Dreier Tage fand hier das Kreis-Erwß-

geschäft statt, welches in aller Ruhe verlief.

Frankfurt a. M.", 26. November._ DieBundesiiquidatidns- Kommission hat, wie das »Fr J,..- berichtci, den Antrag Oester-

- reichs , auch das unbewegliche Bundeseigcmhum in die Aus-

einanderseizung mii aufzunehmen, abgelehnt. Nach Mittheilungen

aus Wien beabsichtigt mm, Oesterreich, da der Weg bei dcr “' Bundesliqiiidations-Kdm„miffwn mcht zum Ziele geführt hat, ] seine Anipriichc bci den.]cmgcn Staaten, welche in den Be-

stß dcs unbeweglichen Eigcnthums gelangrn, geltend _zu machi'n. glauben 11ichi, daß davon cm befferes Resultat zu erwarten sein wird, weil bei dcr [»eircffexiden Verhandlung

- im Schooße der Liquidatidns-Kdmmission Ziehen dem formellen“ "? Grunde, wrlchcr die Ablehnung dez? österreichischenAntrages be- dingte (Nichikdmpctcnz dcr Komunsfion), von den einzelnen Bc- . vollmächtigten auch bereits

die, materiellen Griindr “hervor- qehdden worden sind, warum bei dcmunbeweglichenEigcnthum

_; "eine Theilung desselben Und ebenso eine etwaige Abfindung?»-

zahlimg zu drn Unmöglichkeitcn gehöre. Es wurde dabei ua-

* mcntlich bemerkt, daß die im Besiy dcr frühcreiiViindcsfestungen J befi11dlichcn Regierungen, wenn sic dirscidcn mcht emgchcn las1en, ? die Lasten fiir die Instandhaltung 2c.

Wer beim Transporte von Pulv'cr u, s, w. miro» durch eine Abfindung doppelte Zahlung zu leisten haben wiirden.

sichtig ist, insbesondere wer das Fuhrwerk odcr Schiff, auf wclchem Pulver geladen ist, nicht mit schwarzer Fahne oder Flagge und mit ; __ , __ wclche znr Vcrathung drr dri Einfuhrung dcs p_rciißis-cheri Berggcseycs in dem Gebiete des, vormaligen Herzogtlwms ; Naffau zu treffenden besonderenBestimmungen Unter dem Vor-

allein zu tragen imd

Wiesbaden, 26. November. Die gestern Ybendzxach viertägiger Dauer gcschlosycncnVerhandlungen dcr KNMUUUOU,

fire des Bcrghaupiiimrms Dr. BraUcrt 'von Bonn dahicr zu- " sanimengcirctcn war, haben das Ergediiiß geliefert, daß unter

Ferner: wer mit einem Schiffe, _"jnÜ welchem Pulver gciaderi ist, vollständigem Eiichrständniffc sänimilicher KonnnissiouZmii-

anlandct, ohne sofort der Ortsbcl)ördc, zum Zweck anzuordncndcr

qlicder der Entwurf zu einer Verdrdiimig, die Einfiihrung des Berggcscizes betreffend, zu Stande grkommcn ist, der dem Han-

Kriel , 27 . November. (Kiel. Z.)

Marine,“ wcrden jryt _ gezoge'ne .;)mtcrladuUngeichiiHc ciirgcsiihri. Das hirr statio- chiff »Thciisa hat in diesen Tagcn zwci solchcr

Schleswig-Holséciu.

Die in gen bei Nenmiinstcr zuriichkchri Und das vom hier. liegenden

Wkrchcnburg. Schwerin, 28. Nddcmbcr. (Mccklenb.

Zig.) Sr. Königliche Hoheit dcr Großherzog ist heute Mor-

gen von Wernigerode hierher znriickgrkchri _mrdS wird" sich Mittags nach Ludwigslust begeben, wohin [*Zrcits „zhre Komg: [iche Hoheit die Frau Großherzogiii-Muiirr heute Morgen mit den »“ dchfiirstlichcn Kindcrn zur Graiiilatwn Ihrer Komg- lichen Hivcit der Frau Erdgroßherzogrxi geWhrcn ist. Hamburg, 27. November. Dem 2239411110. ,Cdrrespw zu- folge ist dcr Senator Kirchcnpaucr l;)anwiirgiiihcrsrits zm: (W. T B.) Die

Saäxstn. Dresden, 28. Ndvrmbcr.

ngcordnetmrkammer genehmigte in ?hl'k'x [)WÜIM SÜWUI rin- stlmmig den Friedensvertrag 1111ÖPW-Ußenk WWchklIke . erl' “. , . ' dei" - - ' B in, 29 November In der gestrigen Siyung - und genehnugte dic „„ . - - 7 auf die Eisenbahnlinie Lc'lPHlFPcIaU-ÖNZ/ "“ck AWM 15 des

die Staatsrc ierung zur AuBfiihrung der Bestimmungen desselben g Anwendung des Exprdpriatidns = Gescch

Friedensvertrages. Die Debatte war“ äußerst lebhaft und er- fUlW die Regierung Seitens der Linken starke Aiigriffc. _ , “* Das »Drcsdner Jonrnala veröffentlicht eme Ministerial-

* verordnung, welche die mwcrziiglichc Aufstellung der Wahlliften ; sum Reich?:tagc des Norddeutschen Bundes anordnet.

Sc. (Karlsr, .. Ztg.)

Altenburg, 27. November. (Lp.„Ztg.) Hoheit

der Her [) i leute nac!) Mecklenburg gereist. VaZcZ. st Harlsruhe, 27. November.

_“ Se. Hoheit der Prinz Wilhelm vonBadcii ist in. der Nacht

vom 25, auf den 26. d. M. von hier nach Konstanz gereist,

' um de der. dorti en Kreisversannnlung anzu- n Verhandlungen, , g Se. Hoheit der,

Prinz Friedrich von Hessen“ und „,deffen Gemahlin, , Prinzessin.,

Wohnen, welche heuteihrenAnfang nehmen.

Anna von Preußen Königliche Hoheit, sind heute von Baden kommend- zum Besuch der JWßhU'zogljcheU Familie dahier cin.- getroffcn; aiich Sc. Durchlaucht der Fürst Egon von Fürsten- berg hat sich heut? zu gleichem Zweck von Baden nach Karls- ruhe degedex. Die hohen Gäste sind am Abend wieder nach BadeZ zurucigekehrct.

' * arxerxx. V iirnderg, 27. November. Neue en 0 ziellrn Mittheilufzigrn zufolge , berichtet der »N. C.«, Lird (Y:. Majestat _der Komg LU dwig 11. nicht vor Freitag (30. No- vember) 51er riziircffen.

_ Oxyterrqtch. Wien, 28. November. (W. T. B.) Der mrdcrosterrcichisckx Landtag hat in heutiger Siizunq die Adresse bei namentlicher Abstimmung mit 44. gegen 8 Stämmen ange- nommen. Der Regierunchrtrctcr hielt die in der Adresse ent- haltenen Darlcgixiigcn deix Thatsachen Nicht vollkommen ent- 1prcxhend und crilarte, _ daß U11 Ministerium keine Spaltungen bestanden und daß die Berufung des Reichsraihs mit dem 1Adlxikich der Verhandlungen mit Ungarn gleichbedeutend sein vr ..

Se.Majcstät der Kaiser hai durch . and reiben vom 26. d. auI Schönbrunn den Grafen M ercaÖndiisick zum Präfi- driiten des durch Kaiserliche EntschließUng vom 21. d. 1161: er- richtcten Obersten Rechnungshofes ernannt,

-- Die ZKWWU. Ztg.« veröffentlicht nachstehende telegraphische Landtagsdcrichte:

Agranfi, 27. November. Der »POZOVG sagt: Der Land- tag des dreienngen Königreiches möge cine rescrdirte Haltung azznehxnen imd sich weder für noch gegen Ungarn aitsfprcchen, bis nicht „die Resultate des bcrorstchenden parlamentarischen Kampfes UU ungarischen Landtage bekannt sind.

Lemberg, 27. November. „Zwei Jnterpcllationen von

Krczrczunowrcz mid Koczynski, [vcireffcnd die in der vorigen SessicJ-n beschlossene Bczirköciuthciiung und die Abänderung der Wcch1clordmmg, werden vom Regierungs-Kommisséir dahin bcantwdrtet, das; beide Vorlagen noch Kiten?) der Regierung imerlcdigt seien. Sodann erste Lesung der Laiidcsausschuß- vorlage, betreffend die Schulreform. Es wird die Wahl einer EducaiwnZ-Kommission beschlossen. , Linz , 27. November. Die Berichte des LanchauSWuffes m Angelegenheiten der Grimdlasten-Adlösung und dcr Ackerbau- ichiilc werden demFinaiiz-Cmnitc': zugewiesen; DieOrganisirung der LandeShiilfsc'imtcr und die Erhöhung der Gehalte der KonzeptSdcamtcti wird geriehmigt.

Niederlande. Haag, 27. November. Der Kriegs-Mi- nister van den Bosch hat der Zweiten Kammer einige Modi- ficationen des in der vorigen Session cingebrachtenBudgets des Kriegs-Ministcriums mitgetheilt. Das ganze Bridget beläuft sich danach auf 12,988,164 Fl,. In ,der Aiisfiihrung wird an- gegeben, daß die Cadres bei dcr Infanicric vergrößert werden soilen, dic Depots von 3 Regimentern Infanterie sdllcn DVU 2 quf5Com- pagnircii gebracht werden. Drirch die Auflösung des deuiickwiiBun- ch, sagt der Minister, wird es iiberfliiistg, das VundeZ-Kdnimgent fiir Limburg im Stande zuhalten. In Folge davoxi wird ,das 5. Dragoncr-chimcnt aufgelöst, ddii) sdllcii dic ricr iibrigen,- Regimenter sd verstärkt werden, das;- immer 16 VOUZJHUJL Schwadroncu bereit sein werden. Das Regimczit Fcldartillcrie 1011 um 3 Compagnicrn vermehrt werden. Bei der Festnngs- artillcric wird die Instructions.-Cdmpagnic verstärkt. Das Sapeur- Und I)iiiicnr-Bataiilon „wird Um eine Compagnie Urr- ftéirki. Die Armee soll dadurch in dcnStand gcscßtwcrdejnwtch nöthigcnfalls, selbst- Ync Einziehung der_deurliiudtcn Milizen, augenbiicklich auf den Kriegsfiiß jtcücii und ]eden Punkt der Grenze b.cschn zu können. Es sollen immer verwcuddar und marsch- fcrtig sein 36 Bataillone Infarzterie, zusammen 11,000 Mann, 16 Schwadroncn Kavallerie unt 2000 Pferden, 14 Battrrteen Feld- und 4 Battericen reitende Artillerie, ]cde zu vier Siuckcn, 1 Bataiilon Sapcurs imd Mineurs, etwa 500 Mann, und 1 Corps freiwilliger Scisilzeii zu „etwa 200 Mann. Die In- fanieric-Vatailionc kdiinen ]edcrzcit m Vierzehn Tagen durch Einberufung der Miliz „auf 20,000 Maiiii gebracht UNd die- Sapeurs durch 250 Milizen verstarkt werden. In weiteren sechs Wochen können dann 8 Ncsqrév-e-BaixirlldiicInfanterie, etch 6600 Mann, 3 Schwadroneu Kavalicrw, 300 Pferde und 36- Feucrschliinde aufgestelltwcrden, arißcr 20,000 Mann aus de_n dienstthitendcn.Schuticreieu. Es wird demnach stets fcldbcreit sein ein mobiles Corps von .ctwaa * 15,000 Mann alier Waffen, in eit von ,virrzehn Tagen 35,000cMann' undnnack) etwa -zwei , Tomaten mri Jude riff der" Schuttereicn 62,000 Mann mit 2300 Pferden und 1 8 Geschußeii, und zugleich m denFeskmigen 6500 Mann Fesiiiiigsar-tiiieric.' Dresen konnen sich dann noch 30,000M9111i aus den., inactiven Schuttereien anschließen. , Man denkt die.,Fcftungeir Masiricht, Venlo, „Ber- genZopZ-„Zoom und das,.Fort Bath eingehen zu (affen. Der-