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Rctmss uud Staatsanzeiger Nr. 101 vom 6. Mai 1931. S. 4.
b) Bestand an Hypotheken, Kommunaldarlchen und sonstigen Dar1ehcn.
S_„__._ ___-_.. „_-„-_„._._.„__.__-y „ (dvvotbekcn Okffknt-ljch' "“"/“121111108 ? DWÜÜM" B ez e i ck 11 u n g “7 , ** YOUR » ' JuSgesamt am am Aknenbanken kW ' Anstalten 28. Februar 31. Mär] “""“?UU') 1931 1930 Zahl der berichtenden Anstalten . . . . 31 70 12 113 113 114 z. Neugeschäft: 1)Hypotb eken:21“) Landwirtsch3111iche Hypotheken ....... 738 790,3 1 887 018,3 241 454,6 2 867 263,2 2 863 297,1 2 733 366,1 11120071 au.! 7141118111 11:- Oeatxcben KenkenbanÖ -1( 7211110113111“ . , 18-1 307,0 431 194,4 2308.16 038 «587,0 015 007,3 7-18 586,3 (10001: 1:11/ Koxxen 1111118110 ...... 2.“ 090,6 60 494,2 1 152,9 91 637,7 93155,9 100 683,5 Sonsjiqe (städtische) vaotbeken ..... 4 113 071,6 1 345 678,3 98 290,4 5 557 040,3 5 491 624,5 4 576 058,0 1100011 aa/ gewekdl. Zetttebxxmnäxtäcßen 4) „€* [ 512 337,5 133 067,0 22 498,5 667 893,0 9) 658 440,1 ") . „ „ Maßnunxsneudauken . . . . . x 1356 297,1 91 858 642,5 63 014,5 2277 954,1 9) 2185 134,7 ") . b) Ko1111nu11aldarleben91 . . . 839 473,8 2388 921,1 56 746,9 3285141,8 3270 717,1 2723 033,1 11011011 1k/0fmunxxnxubau/xyyot/teseen mit ' 2113512111110, kommunakek Züxxsc'ba/x . 98 043,8 10 017,1 254,5 108 315,4 107 811,2- . 1100017 011/ 170211211 lautem! . .... 21384 9 583,8 _ 11 722,2 11 752,0 12 009,9 * ., ., 701112 „ . . . . . . _ 1 400,1 _ 1 400,1 1 483,8 1 53 „9 c) S 011111111" D (1 110136 11 9) 5) . , . . . . 402,9 54 602,9 140 755,1 195 760,9 195011,5 . 11011011 50110/31911101112/2911 . . . . . . . -- -- 14 782,0 14 789,0 44 949.0 . . 111011070110113'11071211811") . . . . . 403,9 93 091,9 LZ 293,0 45 787,8 45 280,5 . . 5011511571- 1)ax/e'kren . . _ 32 511,0 102 680,1 135 191,1 134 812,0 . SW,". 11 „ , „ 5 091 738,6 9071; 220,6 597 247,0 11905 206,2 11 820 650,2 10 032 457,2 u. Aus Aufwertung entstanden: 11)H1111011)e'fe11: L*.111d1xé111ck15111111bc ..... , , „ , „ , 74 435,1 364 717,3 61210,0 500 362,4 498 857,3 535 284,5 0011111119 1111111111111 ..... . . . , , 14.391213 132 264,8 40931 1595 421,2 15995119 1643 011,5 11) 11 9111 11111110 ! d a 1“ 1 € 1) € 11 7) . . . . „ „ , „ 3193602 428 744,5 - 468 104,7 469 686,2 411433,4 011011111111: D111c118115) . . . . . . . . --- 161793 451054 20684,7 20623,1 , Summe 11 , , „ 1 572 918,6 941 905,9 69 748,5 2 584 573,0 2 588 678,5 2 589 729,4 (". Außerdem befanden sich in dcr Tcilnngsmassc: 11) 00-5 “211111111'11111111 8111011111811: “) .*)111111111111'11 . . . . . . . . . . . . 58 708,8 20 590,8 _ 79 299,6 83 627,5 148 436,7 51111111111111310011611?" . . . . . . . . . . . . 3 506,0 23 494,3 984,7 27 985,0 27 985,0 98 463,6 151111111111? Darlehsn“) ..... . . . . . . ** “* 67,6 67-6 57,6 - 11) .1115 91.110111111'1'1111811 11811 gewährt: .“.)111'1'1111'11'11 ...... . . . . . . 4 590,0 _ _ 4 890,0 5 147,7 . 1131111111111101darlcb1'11 ...... . . . . . . “" "* *" '" "'" '"" 191111111111: D11111'1181151 . . . ..... . . . *“ "" * _ "* "- E11111111c (*, , „ „ 67 104,8 44 085,1 1 052,3 112 242,2 116 827,8 246 900,3 |]. Gcfnmtsunnnc . . , . . , 7 331 762,0 6 662 211,6 608 047,8 14 602 021,4 14 526156,5 12 869 086,9 111111011 111/1201110001: . . . . . . . . . . 0' 1119 019,1 3 750 269,5 401988,1 10 604 276,7 10 542 000,0 9030156,8 „ 1ch01111111111111170712118n . . . . . . . 882 340,0 2841 159,9 57 731,6 3 781 231,5 3 768 388,3 3 232 930,1 70 792,2 115 029,1 210 513,2 215 702,2 .
.. 9011911'x0 12177/011205) . . . . . . . „702,9
». -, ,- ... . .. __1____.
, *) (111111111. (551105611111111'11. _,Ü) Obnc 116 aus Aufwertun? *) Wk" 11cw1-1111111'c Vstrtcksznunksiücke smd 113111113 Grundstücke anzuswen, die ganz oder überwiegend gewer
(oder Ablösung) Entstandenen. _ “ZlYnscbl.LérUULreniend§leZenö 17 1 genu wer en, z. . a r -
1101131101111, 510110: 11110 (L11*1'ch_äftsl1ä11scr, aucb Hotels. _ '*') Sonstige Darlehen sind:,Sc1,1_iffsk)ypotheken, MeliorationSdarleben und lan - 111111111" 2 111171111, 118 195-dcr „1111991111611 111.111) Darlehen an öffentlich-rechtliche Körperschakten 11111), wie z.B. an Waffergenossenjcbaften, Dei - 1111111111111» 9.111111171111101011011schaftm1u1w. _ 6) Meliorationßdarwben aus Mitteln der Emisfion der Fentrale für Bodenkulturkredit, der
521111111111:-1111'11111'111111111101111'1116 und aus sonstig-m Misteln der Deutschen Rentenbank-Kreditanséalt. _
Zum Einlösungswert eingesetzt. _
“) Von 1111111111 Anstalten wird in den monatlichen Nachweisunaen der jeWeilige Stand der Tei1ung§massen nicbt bericbiet. Es find daher für
die- 101110111011 9111711111111 diejenigen Bcständc der Te'1111111113111affen an
im Dc'utfck'cn 21Tcicbsm1zciger nachgewiesen wvrdcn find. _ 9) Unvollständige Zahlen. _ 10) Die starke
Aufwertnngs-Hyvotbeken und Kommunaldarlehen eingesetzt, die in der
unabme gegenüber dem Vormonat
911'1'11111111110119111111 1111er dcn Stand der Teilungsmassen am 31.Dezember 1930 gemäß § 60 der DurchführunTverordnung zum Aufwertungsgefcß
11111111 “11111 311111 1115110811 Teil daraus, das; 'für Ende März 1931121116 Hypothekenbank zum erstenmal vaot eken auf Betriebsgrundstücken und 11111 LZ1*1*11|1111]I1161100111811 gexondett nachgcwmsen bat. _ ") Vorliegendes Zahlenmaterial nicht vergleichbar.
Berlin, den ]. Mai 1931.
Der Präfident des Statistischen Neichsamts. I. V.: Bramstedt.
Preußischer Landtag. 232. Sitzung vom 5. Mai 1931, 12,20 Uhr. (240111111 d.9111111111111111111'110??? dBcrcins deutscherZei111113151101.'1cgc17*,)
“6111 Eintritt in die Tagesordnung der Heutigen Plenarsixzung dcs “1:1'0111111111c11 Landtags Hält 211) . B 1“ .111-dcn11-11 1" ;] (*Zoz.) 111 111101“ 6111111111111, die gegen 0011 ForJtmeistcr “21611. Gieseler (D. Nat.) 0111011111011 Vorwürfe Wegen Akkord-Driickcrei aufrecht. Die Er- 111'1'1'111111 161110151 mit 91111 Fay WWUS: „Der Weltgeschichte Lans 111111 111-„'der Ochs noch Esel auf!“ '
2)l1111._ Vo rck (T. Nat.) erklärt, „der Sckxlnszsaß -dicsc1 Bsntcr- FZZYNUW1111111116 511160611022 nicht den 11111'1111111'11111111111011 (“*5cpfloqc11-
c .
. “141111103111 Barts 1 meint, das; darin nicht eine Vcrlcßnng 11'111'1101'11162- :)111111'01'd11ct1'11 gelegen habe.
Zur Geschäftsordnung verlangt Abg. B a e ck 6 1“ - Berlin (9111101110ka die Absetzung der Abstinunung über den Vertrag mit der Kroll-Opcr, da die Arbeiten des Kroll-Opcr-Untcr- suchungöausschusses noch nicht restlos abgeschlossen seien, Da kein Widerspruch erfolgt, wird die Abstimmung von der Tagesordnung abgesetzt,
.Das Haus scßt dann die 1111 cm-eine Aussprache zur 2. Lcjung des Haushalts es Staatsmini- steriums und des Ministerpräsidenten fort,
Ministerpräsidcnk Braun nimmt das Wort zu einer Entgegnung auf die gestrigen Ausführungen der Redner.
Meine Herrcn! Dic gestrige Debatte über meinen Etat gab an sicl; sehr 1111111719 Gelegenheit, eingehend darüber zu sprcchen. Es ist eine Reihe von Angelegenheiten 3111- Sprache gebracht Wooden, *die nicht meinen Etat, sondern die Etats anderer Rcssortminister berrafcn. ,Ich Werde diese Angelegenheiten, soWeit die Herren, die sie hier erwähnt haben, Gcwjcht Darauf legen _ oder so1veit sie es nicht für zWeckmäßig halten, diese Angelegenheiten bei der dritten Losung der betreffenden Etats zur Sprache zu bringen _, im Geschäftsgang den betreffenden Ministerien zuleiten.
Damit könnte ich eigentlich - insbesondere, um Herrn Abg. Schulz (Neukölln) Recht zu geben, der gestern monierte, daß ich sehr Wenig gefprächig sci _ abschließen. Ich will Herrn Abg. Schulz (Neukölln) nur das eine sagen: abgesehen von vielen an- deren Dingen unterscheide ich mich gerade darin am meisten von ihm. (Sehr gut! links.) Einige allgemein politische Dinge jedoch, die gestern hier Gegenstand der Erörterung Waren, ver- anlassen mit doch, einige Ausführungen zu mackxcn.
Meine Herren, wer gestern hier die Debatte gehört hat und zur Ergänzung die literarischen und journalistischen Aeußc- rungen der Rechtspresse in den letzten Wochen heranzieht, wird
___-„.___. __ _
*) Mit 2111211ahme der 0111 Sperrdruck hervorge obenen Reden der Herren thstcr, d1e tm ortlaute wiedergege 11 sind.
10051 mit mir Den Eindruck haben, daß Vor -allen Dingen dar Ge- danke 11112 diese Aeußerungen uwd Bestrcßungcn durchDringt: wie trennen wir das Zentrum von 'der Sozial- dc m okratie ? (Sehr richtig! 1111-19), Meine Herren, Das kam gestern so überaus deutlich zum AuSdruck nicht nnr in Reden, sondern auc!) 111 Anträgen _, *daß man wirklich “sagen muß: das scheint doch jetzt das .“. und 0 Der ganzen Rechtspolitik zu sein. Herr Von Oldxknburg-Jannschau, Der jcßt ja als Haupt'vertretcr des alten Preußentums im Kampfe 11111 .das Volksbegehren heraus- gestellt 111010211 ist, hat es ja kürzlich sehr deutlich 111 einer Ver- sammlung ausgesprochené die Hauptsache für seine Partei ?sei jeßt, Dew Bruch zwischen Sozialdemokratie und Zentrum Herbcizuführen. Nun, ich glaube, 'das Zentrum wird selbst w1ssen, wie es seine Politik einzurichten “hat; ich brauche mich daher dariiber am aller- menigsten 311 äußern,
Nur auf einen Punkt, der geflissentlich in die Debatte hinein- - geschoben Worden ist _ sei es journalistisch, sei es parlamentarisch _, möchte ich doch, um keine Unklarheiten Bestehen zu lassen, ein- gehen; es handelt sich um_ meine Stellung zum Freidenkertum, die kürzlich unter Bezugnahme auf eine Ausführung von mir in einer VLrsammlng im Sportpalast Gegenstand !der Erörterung gemesen ist. Meine Herren, ich möchte da erklären, Was ich stets in Dieser Sache erklärt habe, daß ich nämlich eine freidenkerische Agitation, die darin besteht, den Andersdenkenden, den kirchlich Eingestellten 'durch Beschimpfungen, durch Verächtlichmachung oder durch andere Herabseßungen zu verletzen, mit aller Energie und allem Nachdruck zurückWeise. (Bravo? im Zentrum und links.) Ich habe auch in Verteidigung der Notvero-cdnung des Herrn Reichs-präsidexrten, insbesondere der Pasus, der sich auf den Schuß der Gefühle der religiös ?lnders-denkenden Bezieht, in jener Ver- sammlung im Sportpalast fokgendcs erklärt _ ich haöe, um Miß- deutungen vorzubeugen, in dieser Versammlung ein Stenogramm aufnehmen lassen, Weil ich frei gesprochen habe, und Weil sonst in den Zeitungen die merDvürdigsten Berichte erscheinen und danach meine Aeußcrungen zum Gegenstande der "Kritik gemacht Werden _ _ _ (Zuruf rechts: Sie h&ben doch den „Vorwärts“!) _ Für mich ist das maßgebend, was im Stcnogramm steht, nicht mar irgendein Zeitungsberichterst11tter in einem gekürzten Be- richt gebracht hat! (Zuruf: Es steht aber im „Vorwärts!“) _ Ick) bin nicht Verircxter “dcs „Vorwärts“, sondern der Preußischen Staatsregicrnng. (Lebhafte Zustimmung links _ Zurufe rechts.) Ich habe in jener Versammlung über diesen Punkt folgen- des gesagt: Gestatten Sie mir, noch folgendes zu sagen! In Freidenker- kreisen'sind sehr s_t_arke Bedenken laut 1311100111211, ob ni_cht durch
dcn Wor11011t dicser 91010610101111119 die Freidenkerbechung 9:4;81111111 10115811 10111110. Man rief 11111" 511: Durch die Ausführung! _ Fa, dabei kommt es auf die Llußführung an. Ich bin aber der Meiuung, auch die F1*eidc11101de1veg11ng hat nicht nötig, mit hcrabseßenden vergiftcnden Verdächtigungen oder Be- schimpfungen 511 arbeiten, sondern sie kann sich darauf be- schränken, im gcistigcn Wettstreit die Ethik ihrer Welt- anschauung der der Weltanschauung der Kirche gegenüberzu- stellen. Das kann in Formen geschehen, die niemand verletzen, oder den Menschen doch zum Nachdenken über die Gestaltung seiner Weltanschauung führen. Nur Verleumdungen, Verx unglimpfungen un-d Beschimpfungen, die das politiFche Leben vergiften, die Roheitstatcn, dic GeWalttaten, die zu dieser Ver- wildcrung des politischen Kampfes geführt haben, sollen durch diese Verordnnng schärfer als 'biShcr bekämpft Werden. Jch Weiß nicht, 011 jemand etwas Berechtigtes gegen meine Auf- fassung einrvendon kann. (Schr richtig! links. _ Zurufe rechts.) Ich stehe auf dem Standpunkt vollkommener Toleranz. (Sehr richtig! bei der Sozialdemokratischcn Partei.) Ich glaube, das Zeutrnm, das jahrzehnrre'lang unter der konfe'ssion-ellcn Intoleranz bei 11112“; in Preußen gelitten hat, wird am ehesten für diesen toleranten Standpunkt Verständnis haben. Das Zentrum ist in [1111er Wkltauffassung und 111 seiner Kirchc derart gefestigt, daß" es diesc Toleranz üben kann, die Sie von der Rechten jahrzehnte- lang 013111 Zentrum gegenüber 1111111 91101an üben zu können. (Sehr gut! bei der Sozialdomokratischcn Partei. _ Lebhafte Zu- rufe rechts und bei den Kommnniftcn.) Soviel über 0101011 715111111! (2111daucrndeZur11fe bei den 5101111111111isjcn. _ Glocke dcs Prkési- 00111011.)_ Die 2111111e11d1111g dcr Notvcrordnnnq ist 1110111 111111121 bei der zweiten Beratung ch 0311119» 905 Minislcrs dos 311110111 cingohend und mit Einzelfällen 1111910111111 111919311. Ich kann mich daher darauf bcschränkon, hier 0119511111611", 0.11; ch bedauerlich ist, Wenn Mißgriffc hier und dort bci der :)111- 190001011] der Nowcwrdnung in den ersten Tagen 11111.'11cl'11111111c11 sind. (Lebhafte anufe bei den Kommunisten: In den krsien Tagckck!) Ich bitte Sie, sich 0111111111 zu überlegen, 1111 nicht 111111) 111 7111171101“ Zeit bei der 2111102110001] 0011 11e11c11 Vorordnnngcu 11110 Goscch, insbesondere Wenn die D11rc'1'1f1'1h1'111111 in Die 13.111?) von mehreren tau-send örtlichen Polizeivewvaltungcn gelegt Wordcn ist, in der ersten Zeit gewisse Mißgrisfc 0010210111010" sind, (Lebhafte Zurufe rechts und bei den Kmnnmnisten.) *.*-.ch muß Ihnen offen sagen, der Umstand, daß so Wenig 111*1'ccy1i_11:e Bcsch1vc1dcn Über Mißgriffc eingeg'angan sind, bchist, das“, "012 Verord111111g docs) zweckmäßig und 1111-11“ chckb-estinnnnn-g 1111- sprechcnd ausgeführt Worden ist. (5361161117165 hört, hört! 1191 ken Ko1111111111iste11.) Dort, ivo berechtigte Bcs1h1verde11, auch Von Ihrer Seite, meine Herren von links, 901,1ctragc11 111010111 sind, ist ?llzhisfe geschaffen 10010611. Dort, w:) Beschäoerdcn 1101510- 101011th sind, die unbchchtigt 1001111, 111211 ord111111gs1näszjg 1111d 5111cck111äßig die Vsror-dnung Mchndt morden ist, 1111111 10111121111- hilfe geschaffon Wcrden. Da können 1011 dizjcnig-en Abhilfe schnx'f-sn, die durch ihre 51111151: Agitation gegen die Notverordnnng vcxstosYc-n (lebhafte Zustinnnuwg bei der Soziald-emokrabisclx11 PaUci), gegen „die Notbcwrdnnng, die bestimmt ist, die Verleumdung, die Lügen nnd „die Herabselzung des Gegner:? aus der Oeffentlichkeit 11111011951111111111211 111111) Der Verwildcrnng des po»1iti'sche11 Kampfes im öffentlichen Leben zu steuern. (Schr gnt! Bei der Sozialdemo- kratischcn Partei _ Lachen und Zurnfc *bei den Kommnniswn.) Es muß doch schlecht um eine po1itische Sackxe bestellt sein, 1001111 1111111 1111111111, sic nnr mik Vcrlcumdnngen, Lügen und Verdäch- tig1111gen des Gegners führen zu 1131111211. Eine Sache, die 1111 sich g111 ist, sei es eine Weltanschauliche, sei es eine 110111111121, 11111ß mit sachlichen, durchschlagenden Argumenten geführt Werden können und 1611111119 111101 die persönliche Verdächtigung und Her- (1111'11311119 des (929112123 511111 Hauptkmnpfmitt'el zu 111111111211. (L?cbhnfte Zurnfc “bei 0611 Kontntunisten.) DLÖWTILU sage 111) 01111): E:» ist falsch, 11121111 behauptet wird, daß diese Rotverordn 11 ng 111 ihrer AUWendnng Dic Agitation für das Volks- begeh1an behindert "habe. Sojvcit sich dies? Agitation in s-ach1ick;'bercc11t“igtc11 Grenzen gehalten 11111, wird sie, 01111) Wenn sie noch so scharf ist, Durch »diese Nothrordnnng michi“ *belzindcxt. Lediglich dort, 1011 .dic1'e Agitation das Verleßt, Was dix: Not- verordnung schützen will, ist sie angewandt Worden.
koch ein Wort zum V0 1 k sbeg ehren, das ja gestern auch hier Gegenstand *d-er Erörterung ge1vesen ist und vielleicht auch in Den Nächsten- Monaten noch nicht aus der öffentlichen Debatte Vcr- sch-winden wird; denn Sie (nach rechts) sind ja nun einmal Gc- fan-gcr1e »dieF-es xbcgonncnen Kampfes. Sie müssen ihn ja nun auch, wie Herr Dr. Heß ganz richtig *sagte, bis 311m bitteren Ende durch- führen (Zuruf rechts: Wir Wo11e11 das 1111111!) _ Ich nehme ohne Weiteres an, «daß Sieédas Wollen. Sie können ja auch gar nicht anDcrs, Wenn Sie sich nicht unksäglich “blamieren 113011211. (Sehr richtig! “bei Der Sozialdemokratischen Partei.)
Meine Damen und Herren, vorWeg eine Bemerkung! Es ist eigenartig, =wre manche Leute unld auch manche Korporationen sich mitunter ihrer Vergangenheit schämen, sel'bst Wenn diese Ver- gangenheit nach meiner Auffassung Weit besser ist als ihre jeßige S1ellungnahme. Ick“) habe in den öffentlichen Erörterungen kürz- lich darauf hingewjesen, daß der „Stahlhelm“, .der sich jetzt als der unerbittlichste Feind des jetzigen Regimes in der Oeffent- lichkeit gibt, zur Zeit Feiner Entstehung stramm republikanifch War und sich auf den Boden der Republik gestellt hat. (Zustim- mung bei “der Sozialdemokrati“schen Partei _ Widerspruch rechts.) Ich habe das dokumentarisch nachgewiesen und habe mich des- wegen geivuwdert, daß gestern Herr Sch-wecht a11Sgerechnet a11ch diese Sache noch einmal Hervorheben zu müssen glaubte und cr- klärte, daß der „Stahlhelm“ sich niemals auf'den Boden der Republik gestellt hätte; ja, er sagte sogar, der „Stahlhclm“ habe_ von Anfang an in schärfster Opposition zur Regierung gestanden und ihr stets heftigsten Kampf angesagt. Ja, meine Daan und Herren, es ist ja im Grunde genommen eine Neb-ensächlichkeit, und ich lege gar kein Gewicht darauf, diese Sache ausführlich zu be- harodeln; aber es ist so bkzeichnend für Ihre (nach rechtS) Kampfes- art, daß Sie an diesen Kleinlichkeiten hängen und nicht zugeben wollen, daß es doch an'!) einmal awders gewesen ist! Das ist doch gax keine schlechte Vergangenheit. (Sehr richtig! “bei der Sozial-
(Foriscßung in der ZWciten Beilage.)
zum Deutschen Reichsanzeiger und Pr
Nr. 104.
Zweite Beilage
Berlin, MittWch, de_n 6. Mai
Pl
(Fortsetzung aus der Ersten Beilage.)
demokratischen Partei.) Wenn es heute noch so wäre, wäre das 'für Sie doä; sicherlich überaus ehrenvoll, Aber Wozu etwas ab- streiten, Was doch dokumentarisch festliegt? Nehmen Sie doch ein- mal den Aufruf des „Stahlhelms“ bei seiner Gründung im Jahre 1918 zur Hand; da steht ganz deutlich:
Wir stellen uns auf den Boden der Republik und unter- stützen die Regierung mit allen unseren Kräften. (Hört, hört! und Hkiterkeit bei der Sozialdemokratischen Partei. _ 311ka rechts: Damals ging es gegen den BolschewismUS!) _ Davon steht in diesem Aufruf nichts. Und in einem weiteren Aufruf des „Stahlhelms“, der zu gleicher Zeit Verbreixet Warden ist, hsißt es: .
Wir steuen uns rückhalrlos auf den Boden der neuen Zeit
für die Regierung und treten mit allen Kräften für sie ein.
Wir bekennen uns zur republikanischen Staatsform. (Hört, hört! und Heiterkeit bei der Sozialdemokratischen Partei.) Angesichts dieser schriftlichen BeWeise kann man doch jetzt nicht das Gegenteil bekveiscn wollen. Ich meine, Sie müssen doch anderes Material haben, Wenn Sie eine solche Auffassung ver- treten. Wenn das nicht der Fall ist, dürfen Sie doch nicht immer wieder mit solchen 11111vahren Behauptungen kommen, obwohl einwandfreie Dokumente das Gegenteil beweisen.
Meine Damen und Herren, dabei möchte ich nebenbei be- merken: Wenn der „Stahlhelm“ damals erklärte, daß er sich rückhaltlos auf den Boden der neuen Zeit, auf den Boden der Republik stelle und die Regierung mit allen seinen Kräften unter- stütze, so War das eine rein sozialistische Regierung. (Hört, hört! und Heiterkeit bei der Sozialdemokratischen Partei. _ Zuruf rechts: Es ging doch damals darum, den VolscheWi-Zmus niederzuschlagcn!) _ Jch Weiß ja nicht, ob Sie dabei Waren, Herr Gieseler. Welche Motive Sie hatten, 1'st ja auch gleichgültig. (Zurufe bei der Sozialdemokratischen Partei. _ Gegenmfe rechts. _ Glocke des Präsidenten.) An der Tatsache ist nicht zu rütteln, daß der „Stahlhelm“ sich auf den Boden der republi-
-kanischen Staatsform stellte und die Regierung mit allen seinen
Kräften zu unterstüßen versprach, das heißt, sich der rein sozialisxischen Regierung rückhaltlos zur Verfügung stellte. (Hört, hört! 591 der Sozialdemokratischen Partei. _ Zuruf rechts: Sonst wären Sie auch heute nicht am Ruder!) _ Doch ich habe das nur neuenbei bemerkt.
Sehr interessant waren gestern die verschiedenartigen Aus- führungen über den ZWeck des Volkaegehrens. Wir haben ja darüber in der ganzen Agitation in Flugblättern und in Versammlungsrcden der Befürtvorter des Volksbegehrens schon eine Menge Variationen gekLsen und gchört. Die einetr erklärten, es gehe gegen das ganze System, die andren erklärten, es käme nur darauf an, den Landtag so schnell wie möglich zu beseitigen und dergleichen. Gestern hat nun der Herr Abgeordnete SchMcht das so ausgelegt: das Volksbegehren wolle in erster Linie einen anderen Ministerpräsidenten. (Heitevkeit) Ja, meine Damen und Herren, wenn ich nach meinen persönlichen Wünschen und Interessen hörte, dann würde ich sagen: Ich auch! Dazu braucht man doch aber nicht ein ganzes Volkacgcyven (große Heiterkeit); dazu gibt es doch einen anderen Weg. Herr Stendel war der Meinung, um die Haltung der „Volkspartei dafür zu begründen, dasz sie sich auch in die Gefolgschaft der Stahlhelm-Parteien begeben hätte: Wenn man sechs Jahre in der Opposition steht _ und, Herr Stendel, nicht unverschuldet! _ (Heiterkeit), dann kann man nicht Von uns Verlangen, daß wir der Regierung ein Vertrauen aussprechen. Er hat also das Volkacgehren zu einer Vertrauensfrage fiir die chicrung ge- 1nacht. Den Herren von der Volkspartei möchte ich nebenbei doch das eine sagen, daß sie, 10cm: sie der Regierung das Ver- trauen cntzi-chen und das Volkacgehren zu dem Zwecke mit- machen, um ihr Mißtrauen gegen die Rügierung zum AuZdruck zu bringen, bei denen, denen sie dabei so getreulich Gefolgschaft leisten, durch diese Haltung bisher noch recht Wenig Vertrauen erWorben haben. _
In diesem Zusammenhange möchte ich darauf hinweisen, daß Herr Von Olden-burg-Jan-uschau, der ja 'der Heerrufer des alten Preußens ist, das durch Das Volksbegehren an Die SteUe des neuen gesetzt Werden soll, in einer Versammlung in Elbing ein- ;fach e111ärt hat: Ja, das mit der Volkspartei ist ganz nett; aver Wewn er die Leute so sehe, dann falle ihm immer das Dichterwort ein: Ihr naht euch wieder, schWan-kende Gestalten! (Große _HeiÉerke-it.) Und er meinte dann in Fortspinnun-g dieses Fxrdens: Ja, mit «der Volkspartei ist das noch so eine Sache; beVor sie unsere Fre11111d-schc1ft ermerben könne, müßte sie erst ordentlich ent- laust werden. (Andauernde große Heiterkeit. _ Zurufe bei der Volkspartei. _ Abg. Kasper: Herr von Eynern, Sie müssen jetzt entlaust Werden! _ Erneute Heiterkeit.) Meine Damen und Herren, ich wi_ll mich in dieses familiäve Verhältrris, das die Be- griffe noch so ettvas aus der KriegSatmosphäre nimmt, nicht H1neinmkschen-; aber ich möchte die Volkspartei doch bitten, zu Überlegeér, ob sie, nur Weil sie sich in der Opposition befindet, politisch Wirklich richtig handelt, wenn sie sich in die Gefolgschaft derer um Oldenburg-Januschau begibt. Mit der Unabhängigkeit der Partei wivd es leßten Ewdes dann auch sehr schlecht bestellt [ein. Aber, meine Damen und Herren, aus dieser Rede des Herrn von Oldenburg-Januschau ist noch eins Bezeichnend. Er wies den EinWand zurück, daß es doch keinen Zjveck habe, nur. um einige Monate früher zu wählen, die hohen Auf-Wendungen aus öffentli'chen und sonstigen Kassen zu machen. Er meinte in jener Versammlung ganz offen _ und das schätze ich an diesem meinem "alten ostpreußischen Landsmann, daß er persönlich oftmals [eine Meinung frei heraussagt, die andere hinter Ausdrücken sehr ab- strakter Art zu tarnen versuchen _: Es stimmt ja, daß das eben etwas kostet, es mag ein paar Millionen kosten, aber andererseits bringt es Hunderte von Millionen ein, Wenn wir nur ein halbes Jahr früher an die Regierung kommen. (Große Heiterkeit. _ _Zurufe rechts.) Er hat sich nicht darüber geäußert, wem da!
einige hunderte Millionen einbringt, wenn er und seine Partei- genossen früher an die Regierung kommen.
Es ist ja jeßt so viel in der Agitation vom wahren Preußen- tum, auch davon gesprochen worden, daß Preußen wieder preußisch Werden müsse, und gestern hat Herr Oelze seine Rede Wohl damit [ geschlossen, daß er sagte: Wenn die jehigen Inhaber der Regie- rungsgeWalt die Sessel räumen, dann müssen sie Wixkljche Preußen einnehmen. Ja, meine Herren, ich bin ja nach der Ansicht des Herrn Abgeordneten Oelze längst kein wirklicher Preuße mehr,_ Herr Abgeordneter Oelze stammt Wohl aus Schießen, ich bin aus Ostpreußen. Man folgert also: ich bin kein richtiger Preuße mehr. (Zuruf bei der Deutschnationalen Volkspartei: Die Geburt allein , macht es nicht!) _ Nein, nein, aber die weitere Entwicklung „ verpfuscht mitunter die gu'te Geburt, nicht wahr? (Sehr gut! und Z Heiterkeit links und im Zenkrum. _ Zurufe rechts.) Man bleibt schon bei dem guten Kern, den man von Geburt und von seiner Jugend her hat, wie ich es in meiner 4öjährigen politischen Tätigkeit getan habe, ohne jede WandlungSfähigkeit, durch die fich mancher auszuzeichnen glaubt. Ich glaube aber, Ihrer Auffassung nahezukommen, wenn ich aUs-spreche, daß das eben Ihre Meinung ist: dieser Herr Von Oldenburg-Januschau, der glaubt, Wenn er heute ein halbes Jahr früher an die Regierung komme, daß das ein paar hundert Millionen einbringe, ist der Wirkliche Preuße, den Sie wieder auf Den Siß häbcn Wollen, ist eßen der ,Prototyp des alten Preußentums, wie es uns jeßt Wieder lobend empfohlen w'ird. Man kann sich jeßt ja über die einfachsten Dinge schMr einigen, auch über das, Was preußisch und Preußen-tum ist, nicht. Man hat Philosophen herangezogen, Spengler u. a. m.; Preußen- t11m ist ein Begriff, ein Lebensgefühl, behauptet man. Einer hat, um es konkreter a11§311drücken _ denn schließlixh konr1che man ja den absiraklen Bogriff den alten Jnftleuten und SchaxWenkern auf dem Lande, die unterschreiben sollten, nicht klarmachen _, gesagt: Wey nicht von dem Rhythmus eines alten Soldatenm-arsches mitgerissen wird, der Weiß nichts vom preußischen Lebensgefühl. (Heiterkeit links und im Zentrum. _ anufe rechts.) Und da sich darunter einzelne immer noch nichts Rechtes vorstellen konnten, hat man ihnen auf einem großen Plakat und auf einer Ansichtskarte den Krückstock des Alten Friß _ nicht seinen Geist, sondern den Krück- slock _ (Heiterkeit nnd Zurufe linkS) dargestellt. Aus diesem Flugblatt strömt nicht der Geist des Alten Friy in das dort ab- gebildete Landtagshaus, sondern er stakert mit dem Krückstock im Landtagsgebäude herum. Das ist also die Inkarnation des Preußentums, wie es sich bei Ihnen vorstellt: Krückstock und Soldatenmarsch! (Bravo! bsi der Deutschnationalen Volks- partei, _ Lachen und Zuer links.) DeZWegen haben Sie auch im Volksbegehrenskampf die These vertreten, daß doch eigentlich Mussolini Mehr Preuße sei als Schlange-Schöningen, 061001)! der eine 111 Pommern und der andere in Italien geboren ist. Ich Weiß nicht, _ selbst Mussolini ist, soviel ich ihn von früher ke1me, klug genug, sich nicht zum richtigen Preußen stempeln zu lassen. Und Schlange-Schöningen! Mein Gott, dafür, daß er nun Nicht Mehr, sagen Wir, fast besinnungslos Ihre Agitationspolitik mit- macht, sondern aus den Vevhälmi-ssen geleknt hat _ (lebhafte Zurufe bei dcr Deutschnotionalen Volkspartei), ja, meine Herren, das scheint für Sie eine furchtbare Sünde zu sein, wenn jemand aus der Entwicklung etWas [errrt- _ (sehr gut! links), dLZWegcn, Weil er ettvas gelernt hat und z. T. durchaus verständigc An- sichten auf den verschiedenstsn Gebieten Vertritt, wird ihm einfach, obtvohl er in Pommern geboren ist, das Preußentum ab- gesprochen. Ja, meine Herren, Wer so mit diesen Begriffen operiert, kann nicht erWarten, daß man ihn ernst nimmt.
Das nur nebenbei! Ich will wieder zu dem Volksbegehren zurückkommen. Dieses Volksbegehren, das nun Vom Stahlhelm und den ihm untertänigen Parteien als Sieg angegeben Wurde, hat 5,9 Millionen Unterföhriften von 26,3 Millionen Stimm- berechrigten eingebracht. Gewiß, insofern haben Sie einen Sieg errungen, als das Volksbegehren nun erfüllt ist. (Zurufe bei der Sozialdemokratischen Partei und der Deutschnationalen Volks- partei.) _ Jatvohl, man muß bescheiden 12111. (Heitevkeit) Aber dieser Erfolg ist _ darüber müssen Sie sich klar sein,“ Wenn Sie einmal die Einzeichnungslisten nach Landesteilen ansehen _ dort zum großen Teil errungen worden, 100 durch eine gewisse Wirt- schaftliche Uebermacht wirtschaftlich abhängige Leute zur Ein- tragung in die Listen 14 Tage lang gezwungen Wurden. (Leb- hafte Zustimmung im Zentr-um und links.) Was auf diesem Gebiet in den ostelbischen Gutsbezirken geleistet wird, geht viel über das hinaus, Was bei früheren Landtags- und Reichstags- Wahlen vor dem Kriege dort an Terror nnd Druck geleistet worden ist. Ich wiirde stundenlang reden können, wenn ich die Menge des Materials hier vorlegen müßte.
Nun hat Herr Abgeordneter Steudel gestern gesagt: Es ist auch von anderer Seite entgegengesetzte: Terror in der Richtung außgeübt Worden, um die Leute fernzuhalten. (Sehr richtäg! rechts.) Die wirtschaftlich Uebermächtigen können nur gering an Zahl sein, denn ckck glaube kaum, daß in den GutSbesißerkre-isey oder Unternehmerkreisen viel Leute sind, die Leute fernhalten Wollen vom Unterschreiben, und die anderen haben sehr Wenig wirtschaftliche Uebermacht. Wenn Sie glauben, daß die Arbeiter bei den fünf Millionen Arbeitslosen noch eine große, starke Uebermacht in wirtschaftlicher Beziehung haben, um, Anders- denkende zu zwingen, politisch in ihrem Sinne zu hand'ésn, dann vevkennen Sie doch die Tatsachen. Die Sache ist doch so, daß in der Tat, nachdem eben zu Beginn der 14 Tage mit diesem Terror in den wirtschaftlich rückständigen Kreisen gearbeitet wurde, eine gewisse Gegenwehr in den anderen Be-
zirken, Wo diese wirtschaftlich übermächtigen Kreise nicht diesen Einfluß ausüben, sich auch geltend
gemacht hat,. (nber lediglich als Antwort auf den Terror, der von den WirtschaftL-ich Starken gegenüber den wirtschaftlich Sch-Wachen einseßte.
Wber was i-st derm sonst auf dem Gebiet geleistet 'worden?
Ich weise nur darauf him, wie diejenigen, die wixht mitmachten,
euszischen Staatsanzeiger
1931
zum Teil öffentlich in offiziellen Aufrufen infamiert mwdm sind. Ich habe hier einen Aufmf, der von einem OriZausschuß für das Volksbegehren ergangen ist, in dem es heißt:
Wer sich nicht in die Listen zum Volksbegehren einträgt, der
ist ein gemeiner uwd feiger Lump, (hört, hört, links)
ein erbärmlicher Verräter an seinem preußischen Vaterland. (Hört, hört! und Pfuirufe link.) Nennen Sie das, einen Kampf mit noiblen und ordentlichen Mitteln führen!?
Was haben Sie jeßt erreicht? 5,9 Minionen haben sich ein-
- getragen und über 20 Millionen nicht. Diese 20 MiUionen sind
nach Ihrer Auffassung die fe'vg-en Lumpen und Verräter am Vaterland. (Zuruf rechts.) _ Das ist vom Ortsausschuß für
' das Boltshegehren SchildaU in der Schildauer Zeitung Nr. 45
veröffentlicht ivorden. (Zurufe links: Aha! _ Zurufe rechts.) Ich weiß nicht, ob der OrtSauchhuß für das Volksbegehren offi- ziekle Bebanntmachungen erlassen kann. Ich muß das annehmen, Wenn er es publiziert. Aber das ist nur einer von den vielen ähnlichen Aufrufen, die veröffentlicht Worden sind. (Sehr richtig! links.) Nun ist das eigenartige: Sie haben 5,9 Millionen Unter- schriften aufgebracht. Um den Volk-Zentscheid zur Envscheidung zu-bringen, müssen Sie noch mindestens 8 Millionen hinzu- gewinnen, denn die Wählerzahl vermehrt sich bis zum Herbst, 1110 1121“ Entscheid stattfinden wird, denn dann Werden nicht die ReichstagZWahllisten zu-g-pundegclegt, sondern neue Listen anf Grund der tatsächlichen Zahl der Ztimm-bcrcchtigten. Sie 1111111111 also noch etwa 8 Millionen dazu gewinnen. Glauben Sis, (111; diesen feigen Lumpen und erbärmlichen Verrätern noch 8 Mil- lionen unter Ihren Fahnen 5,11 sammeln?! (Sehr gut! 11110 Heiterkeit im Zentrum und links.) Sie sind doch offenbar der Meinrung, daß das nach 111621 hemmungslosen Agitation sehr schwer halten wird. Es ist chhakb interessant, daß der Deutschen Allgemeinen Zeitung hier in Berlin nach dem Volksbkgedhren dock) (Was schwül dabei Wurde, wie man nun aus disser so stigmmti- sierten Masse die 8 Millionen Volksentschsidler herans'holen soll. Sie schrieb daher:
Atbek auch eine große Anzhal derjenigen, die die Einzcichnung
nicht gewagt haben, müssen als stumme Ankläger gegen das
heutige System gekoertet Werden.
(Heiterkeit im Zentrum und links.) Also erst feige mepen und Verräter Vor Nm Volksbegehren, Und nach dem Volks- begehxen stumme Ankläger des Systems. Und da Wollen Sie die 8 Millionen Stimmen herausholen, um den VolkSentscheid zum Siege zu führen! Das glauben STe natürlich selbst nicht, meine Herren, und chwcgen kann ich Ihr ganzes Gsschrei Wenig ernst nehmen. Es ist nur schade, daß durch diese Vervegung, die monatekang noch gehen wird, das Volk zerrissen, 021112131 101113, nwd daß die nachteiligen wirtschaftlichen WirXun-gen, die der Wathlausfall vom 14. September schon hevbeigeführt hat in der Verstrickung und Versteifung un-seres Kreditwesens _ donn disse Bewegung wird im "2111221111010 viel höher gexvertet, als wir sie nach Kenntnis der Sachlage Werten _ noch monatelang anhalten Werden. und zu cinem Wesentlichen Te1l läßmend auf unser Wirt- schaftsleben 9111111111211 “wekdcn. 21er Weiter durchgeführt muß" es Werden. 'Sie sim“- GLFangene des Anfangs. Wer A gesagt hat, muß B sagen. Ich sage 31911211 zum Schluß, der Entstheid wird Ihnen einen großen Reinfall bringen. Die Entscheidung fällt bei den LandtagZWahlen. Da Wird cnbschieden worden, 01) das none Regime in Preußen in der ruhigen kontinuiLr-lichen We'vse die ?bufbauavbe'rt fortscßkn s01l, oder 011 Wir zu einer Katastrophenpolitik kommen, wie sie Ihnen vorschwebt. (Bravo! bei der Sozialdonrokrotkschen Partoi) '
211111, Riedel (1D. Staatsp.) 119111131 25, daß der 5111111211- Vertrag bald zur Ver-abschiodnng kommen 1021112, Das VMS- bQJehren habe Die Hoffnxun en Der Rechten schwer 2111111111110; Der Stahlhelm würde 12131 aleß Um den V011§entsche1d h-maus- uschieben. Aus Verleg-en!beit zteße m11n 112131 sogar den Faß .:- Ürten heran, nm abzu-leqken u-nd We1ter 219110111111 KEIM d1e Re ierung zu machen. D-„r A'bg-eordnxte'SchZWecht “(D. ax.) habe VS» 1111; tungen wi-ederholl, Deren Un'rtch-ttgkett e_xmesen ser, troß- dem 0 r daran (] it-atvrische F01 xrungen geknu [!. Herr _Oelze (D. Nat.) habe gsagt, sämtl-iche Höhere Beamte eten verp'flt tet, dée Politik Der soTi-crkistischen Mtrxlster zu ver,tr_eten, Das (192 ein Dentichn-atiowa er, Wer selbst hoherer p_reußtscher Beqyxter 121. Herr Steudel (D. Vp.) aber "habe -d19_ Reg1erurzg a_ cgrtjsein, ob- Wohl seine Partei sich 'so eifrrg bemuht hgbe, »m MUZ Regterung 111-ein““11k-0mmen. (Zuruje 5er Volkspaxtet.) Das 1111950911112):
be edi, lich 1n*n-erpolitrsche_ Unruhe m das Volk 'm dex Zett
wirtschaft icher De ression htnemgetrqge-n, „Der Re1chsregrerung ollie „damit ein nüpch xwischen dre Betne geWo-x-fen Werden, *cm halbe der Regierung Terror, vorgenwxfen. „ W111 aHer Habs
man für das Volee-gshren »a-git1ert? (HW); fuhrt d_“er Redner zahlre1che BeispieTe an.) Ein Pfarrer Yve g-eschrxeben“: das Volköbe-ge-hren Wolle 1111121: V'ater1an-d vor r_ Holle Des Bolsche- wiSmus retten 11:11) es 11111 Tvezterer Verwck'deruwg bxth-en. Die Religion “sei auch "sonst m-tßbr-amcht Wovden zu etnfett-th LolitiscZer PropJKan'da. Was 11) e, man dazu sa en, Wenn * t u'isen and in erssbur zum Ktrchgang emgela 11 hab?, um.
den Sieg“ Des Volksbe-ge texts zu ferexn? Die Voäxsyartex be die ' git-at-ion gegen eine Reg-tecu-ng wtxgemacht, die 1bre_n 2111 eng minister Stre-1emann so stark amt fußt ha'be, 11111) Ökogznx Hax ive n der mchtkt
Verbot des ,Sta elm“ bekä t, s , . ; machung diefer ?&Yenpolibik W t “sei. ue_rl1ch seren d Erft) e des Volksbegehrens im ten für den dteie Regierun beson; rs viekl getan habe. Das kxür-fe nicht abhwl e_n, dre stWn sachlich zu beurteilen und emen Grenzfonds m den Eva ei eßen. .
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