1908 / 252 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 24 Oct 1908 18:00:01 GMT) scan diff

Nachrichten

iiber den Stand der Herbstsaaten und der Kartoffeln im Deutschen Reich nm die Mitte des Monats Oktober 1908.

Staaten

Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt.

Um die Mitte des Monats Oktober War der Stand der Saatcn: Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 9gtut, Nr. 3 mittel (durcb- scbnittlicb), Nr. 4 gering,

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Weizen.

Winter-Spel: (auch mit Beimischung Von Roggen oder Winsen).

Winter- Landesteile.

Roggen. Kartoffeln.

Um die Mitte des Monats Oktober war der Stand der Saaten: Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 5.,?ut, Nr. 3 mittel (durch- schnittlich), Nr. 4 gering, r. 5 sehr gering.

Winter-Spelz (auch mit Beimischung von Ro gen oder

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Winter- „Roggen.

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Weizen. Kartoffeln,

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Die Witterun des abgelaufenen Berichtkmonats - Mitte Sep- tember bis Mitte ktober - war, namentlich während der leßten drei Wochen, in allen Teilen des Reichs beiter, trocken und Warm, an einigen Tagen sogar sehr Warm; die bier und da gefallenen Nieder- Zchläge Waren von geringer Dauer und Ergiebigkeit. Daher wird auch

erichtet, daß wegrn der großen Trockenbeiides Bodens die Besteüungs-

arbeiten vielfach noch nicht in Angriff genommen, Verzögert oder nicht beendet Waren. Durchdringender Regen wird aÜseitig gewünscht. Aus den verschiedensten Teilen des Reichs wird besonders über Mäuse und Schnecken, aber aach über Hamster, Engerlinge und andere Schädlinge geklagt. Für die Ernte der noch auf den Feldern verbliebenen Halm- und Futterfrücbte sowie der Kartoffeln war die Witterung sehr günstig, während sie beim Ausheben der RübeM-wächse in schwerem, hartem Boden Schwierigkeiten, Verluste und ehrkosten verursachte.

Winterung.

Wie bereits erwähnt, ist die Einsaat der Winterbalmfrücbte wegen der großen Trockenheit vielfach noch im Rückstande. Wo brsteklt

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Bemerkungen.

werden konnte, sind die Saaten zum Teil noch gar nicht oder lücken- haft aufgegangen; nur ganz früh besteüte Saaten, vorzugsweise Von Roggen, zeigen, besonders in Süddeutschlamd, einen guten Stand. Cin zuderläisiges Urteil läßt sich über den Stand der Winteriaatcn noch nicht abgeben; soweit Noten vorliegen, beziehen fie fich nur auf die bereits aquelaufene Saat. Jm Reichs5urch|chnitt ergibt fich eine Note fur Winterweizen Von 2,7, für Winterspelz don 2,2 und für Winterroggen von 2,6.

Kartoffeln.

Die Kartoffeln sind vieifaä') bereits eingcerntei; die angegebenen Noten beziehen sich daher nur auf die um die Mitte Oktober noch auf den Feldern stehende Frucht; sie wird im ReichSdurcbschnitt mit 2,5 bewertet. Ueber den rtrag an Kartoffeln wird je nach Grgend, Sorte, Boden und Lage des Ackers recht verschieden geurteilt; der Ertrag entspricht an Menge und Güte in einigen Gegenden nicht den gehegten Erwartungen, in anderen Gegenden übertrifft er sie oder

Deutsches Reich Oktober 1908 2,1 1907 2,4 1906 2,4 1905 2,6 1904 2,4 1903 2,4 1902 2,7 1901 2,4 1900 :,5 1899 2,3 Dagegen im Oktober 1899-1907 :,5

wird als gut bczeikxner Im Durchschnitt scheint man auf eine

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Mittelstufe rechnen zu können. Von der Kartoffelfäule wird berichtet. das; Nr vielfach durch das trockene Wetter gehemmt worden sei und das; fich nur bei empfindlicheren Sorten oder in nassen und schwerer. Böden größere Prozentsätze an erkrankten Kartoffeln zeigen.

In der obenstehenden Tabelle bedeutet ein Strich (--), daß die betreffende Frucht gar nicht oder nur wenig angebaut ist, ein Punkt( . ), daß Angaben fehlen oder nicht vollständig gemacht sind.

Die Saatenstandsnoten sind bei jeder Fruchtart unter Bericks sichtigung der Anbaufläche und des Ertrags berechnet worden.

Berlin, den 23. Oktober 1908. Kaiserlicbes Statistisches Amt.

I. V.: Dr. Zacher.

Personalberänderungen.

Königlich Preußische Armee.

Offiziere, Fäbnriche usw. Ernennungen, Beförde- run en und Versrsun en usw. Berlin, 21. Oktober. v. auer, Oberstlt., beaufgtragt mit der Führung des Kaiser Alexander Gardegren. Regis. Nr. 1, unter Verleihung des Cbarakters als Oberst, der Abschied mit der geseßlicben Peniion bewilligt. Gr. v. Schliß gen. v. Görß u. Wrtsberg, Major brixn Stabe des 4. Garderegts. 1. F., der Absckoied mit der geseßlichen Yension und der Erlaubnis zum Tragen der Regis. Uniform

willi t. 0. Hevniv, HAUPKM- im 4. Gaideregt. ;. ., unter ntbebung von der Stellung als Komp. Chef, zum Stabe des Regis. übergetreten. v. Stbrortter, Hauptm. in demselben Regk, zum Komp. Chef ernannt. Heypke, Major und Bats. Kommandeur im 8. Oitpkeuß Inf. Regt. Nr. 45, nut der geseßlicben Pension zur Diop. gestellt und zu:?! Kommandeur des Landw. Bezirks Gumbinnen ernannt. Haering, Major im 2. Kyrbrff. _Jnf. Regt. Nr. 82, unter Enthebung von dem Kommando zur Drenitleixiunq beim Reichskolonial- amt, als Bals. Kommandeur in das 8. Ostpreuß _Jnf. Regt. Nr. 45 versetzt. v. Schoenermarck, Rittm. a.D. und Pierdevormusterungs- kommiffar in Stettin, im aktiden errr, und zwar mit seinem Patent als Rima. und Vorstand der Miiitarlebrftbmiede in Königsberq i.Pr. angestellt. Bergl, K. K. österreich. ungar. Lt. der Res. a. D., auf sein Ansuchen in der Preuß. Armee als Lt. des Landw. Trains 1. Aufgebots mit einem Patent Vom 16. Mai 1904 angestellt. Walther, Lx. des Lauda). Trains 1. Aufgebots (Görliy), behufs Uebertritis in Königs. sächs. Militärdienitx drr Abich1€d bewilligt.

Berlin, 22. Oktober. Ihre Königlich Habkit die Yrinzessin Eitel- Friedrich 5017 Prxußen zum Chef des

rag. Regis. von Arnim (2. Brandenburg.) Nr. 12 ernannt. Prinz Eitel-Friedrich bon Preußen Königliche Hoheit, Hauptm.

im 1. ;Garderegt. ;. F. usw., von der Stellung als Kommandeur der Letbkomp. dieses Regis. enthoben und bis auf weiteres zur Dienstleistung beim Leibgardebusarenregiment kommandiert. v. Roeder, Hauptmann und Adjutant der 1. Garde- Jnf. Brig., als Komp. Chef in das 1. Garderegt.z F. verseßi. v, Kretschmann, Hauptm. im Gardejägerbai, zum Adjutanten der 1. Gardeinf. Brig. ernannt. v. Roeder, Major un) militäriicher BeJleiter des Prinzen August Wilhelm von Preußen Köni liche Zo eit, unter Entbehu-g von dieser Stellung, in das Kaiser ranz ardegren. Regt. Nr. 2 Vcrsetzt und auf ein Jahr behufs Verwendung als Vorstand der Hofbrrwaltung Seiner Köni licbxn Hobkii des Prinzen August Wiibelm bon Prrußen beurlaubt. thx. 0. (Ende, Obérit. im 1. Garderegt. 3. F., dieier unter Beförderung zum Hauptm, und v. Mackensen, Lt. in demselben Regt. und Zwriter militärischer Begleiter des Prinzen Au ust Wilhelm von Peeu en Königliche Zobeit, - zu prrsöylickpen djatanten Seiner Königli cn Hoheit des rinzen ernannt; dieselben tragen ihre bisherige Uniform.

Oxlll. (Königin!) Württembergische8) Armeekorps.

ffiziere, Fähnricbe usw. Schloß Friedrichshafen, 18. Oktober. Jm aktivrn Heere. Krusemarck, Königl. preuß. Hauptm. und Kbmv. Chef im Füs. Regt. Kalkar Franz Joseph bon Oesterreich, König von Ungarn Nr. 122, von die er Stellung enthoben. Niebur, Ob3rlt. im 8. Ins. Regt, Nr. 126 GroßbetzÉ] Friedrick) vo_n Baden, uriter Befördsrunx, zum Hauptm., als Komp. bef in das Fus. Regt. Katser Franz J-.*]'epb von Oesterreich, König von Ungarn Nr.122, Feßmann, Oberli. im Inf. Regt. König Wilhelm 1. Nr. 124, kommandiert zur Dienstleistung bsim Bckltidungsamt des Armeekorps, unter Befördernng zum Hauptm. vorläufiz obne atent, als Mitglied zum Brkleidumxsxmt, -- vrrs-tzk- Herbert, berlt. im Inf. Neat. Kaiser Wllbelm, König bon Preußen Nr. 120, Ullerich, Oberlk, Herzog, Lt., im Grrn, Regt. König Karl

Nr. 123, - in das Jnf. Regt. Köniq Wilhelm 1. Nr. 124 verseßt. v. Döbn, Lt., bis 31. Oktober 1). J. in der Schutztruppe für Südwestafrika, mit dem 1. November d. I- im Armeekorps, und zwar im Gren. Regt. König Karl Nr. 123- wiederangesteilt. Iulius Gr. v. Schaesberg, Lt. im Drag.Regi.

König Nr. 26, Koetbe, Oberlt. im 4. Feldart. Regt. Nr. 65, *

ein Patent ihres Dienstgrades verlieben. Hu , Lt. im Trainbai. Nr. 13, bis auf weiteres zur Dienstleistung bgeim Traindepot des Armeekorps kommandiert. Appold, Königl. preuß. Zeugoberlt- beim, Art. Depot in Ludwigsburg. von die er Stellung behufs Verwendung beim Art. Depot in Ozdenburg ent- boben. Bindert. Königl. preuß. Zeugoberlt, kommandiert nach Württemberg, bisher beim Art. Depot,in Straßburg i. E„ dem Art. D_epot in Ludwigsburg überwiesen. Dobel, Lc. im Inf. Regt- Zilt-Yutrttemberg Nr. 121, der Abschied mit der geschlichen Pssst!)" ewt g. '

Zl Fäbnricben befördert die Unteroffiziere: Klett im Dras- Regt. Königin Olga N:. 25, Krieg im man. Regt. König Karl Nr. 19, Ritter im 4. Feldatt. Regt. Nr. 65.

Land- und Forstwirtschaft.

(Getreidebandel in Syrien.

Das Kaiserliche Konsulat in Beirut berichiet unterm 11. d. M.?“ Die partiellen Getreideausfubrverbote die für den August d. I- vor der Provmziasregierung für Aleppo, Öoms und Hama erlassen worden wgren, sind wieder aufgehoben worden. Infolgedessen fand eine be- iÉutendte Tornausfubr aus den Häfen von Beirut, Akku, Hals“ und

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Nur die Bevölkerung bon Aleppo hält mit ihrem Gt“

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treide zurück, aus Funbt, daß die große Menge von Heuschrecken die nächste Ernte vernichten könnte. Im einzelnen sind an Getreidkarten im Laufe des September folgende Mengen aus Beirut aus,;efübrt worden: Weizen 136,4 (12 nach Smyrna und dem Archipel 553 ., nach Aegypien 191,7 (12. Preis für 100 kJ 22,50-23 Fr. f. a. b. . Gerste . 20,6 (12 nach Smyrna 14,2 , nacb Aegypten 347,3 . nach England 382,1 (12. Preis für 100 kJ 15 Fr. f. a. b.

Gesundheitswesen, Tierkraukheiten med Absperrungs- maßregeln.

Oesterreich.

Die K. K. Seekebörde in Triest bat die für Herkünfte bon Port-of-Spain angeordnrten sanitären Maßnabmen wieder aufgehoben. (Veral. .R.-Anz.' Vom 10. 0. M., Nr. 214.)

Die K. K. Seebebörde in Triest bat unterm 28. September veriügt, daß wegen des Auftrekens der Cholera in St. Peters- burg und in Odessa die Herkürifre aus diesen Häfen nach den Be- stimmungen des Runderlaffes dom 12. August 1904 --- Nr. 2468 - zu behandeln sind. (Vergl. .N.-Anj.“ Vom 1. Dezember 1904,

Nr. 289.) Niederländische Besißungen,

Der Gouverneur von S.:rinam hat wegen des Herrschrns von Pest auf Trinidad angeordnet, daß alle Von Trinidad kommenden und dikjenigen SMM, Welche mit den aus Trinidad kommenden Schiffen unterwegs in Verbindung gewesen sind, bei der Ankunft in einem Hafen von Surinam der Quarantäne zu unlerwerfen sind.

Aegypten.

Der internationale Gesundheitsrat in Alexandrien bat beschloffen- gegen Herkünfte aus Riga, Archangel und Novorossisk das Cbolerareglement in Anwendung zu bringen.

Handel und Getverbe.

(Aus den im ReichSamt des Innern zusammengefrellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Erste internationale Jagdausstellung in Wien 1910.

Die erste internationale Jagdaussiellung in Wien 1910 findet nacb den Saßungen des Ausstellungsregulativs in der Zeit Von Mai bis Oktober 1910 in der Rotunde und auf den dieselbe umgebenden Garten- komplexen des Prater in Wien statt. Anmeldungen dazu sind, soweit es sich um Pläß! handelt, die zur Auffübrung der die jagdlichen Ausstellungs- egenftände enthaltenden Bauten und Gartenanlagen der Fremd- ßaaten sowie etwaiger anderer spezieller Etablissements bestimmt sind, bis zum 1. Nobember 1908 auf den dazu bestimmten Anmelde- bogen beim Genercxikommiffariat der Ausneliung in Wien 111, Lothringecstraße 16, einzureichen“ für alle anderen AuMellungSobjekte ift Lie Anmeldefrist bis ipälesens zum 1. März 1909 ausgedehnt wor en.

Ausfieüungsregulative nebst Klassifikationen werden von dem Genseraxktommiffariat der Aussteilung auf Ersuchen den Jntereffenten zugear .

il Nach der Klasfifikation gliedert sich die Aussteklung in 4 Ab- te ungen:

Abteilung 4 umfaßt die Jagd und deren Betrieb, und zwar in Gruppe 1 den historischen Teil der Jagd, in Gruppe 2 die moderne Jagd und den Jagdbetrieb.

In der Abteilung 13 werden Industrie und (Gewerbe dar- estellt, und zwar in Gruppe 3 Waffen, Munition und optische In- rumente, in Gruppe 4 IagdauSrüstungSgegenstände, in Gruppe 5

Wagenbau, Sattxetei uud die damit xusammenbän enden Gewerbe, in Gruppe 6 Kraftwagen, Automobile, Motocycies, abrräder, Motor- boote usw., in Gruppe 7 Bekleidunasindustrie und in Gruppe 8 Verkehr.

In Abteilung () finden Kunst und Kunstgewerbe Aufnahme, und zwar in Gruppe 9 Kunst und Gruppe 10 Kunstgewerbe.

Abteilung 1) umiaßt Land- und Forstwirtschaft, und zwar in Gruppe 11 Landwiriscbaft und in Gruppe 12 Forstwirtschaft.

Bergwerksindusirie in der spanischen Provinz Gerona.

Die Provinz Gerona besißt einen ungeahnten Bodenreicbtum an Melonen und Mineralien, deren HebunZLjedoch aus Mangel an Kapitalien nicht in der wünscbrnswrrien eise betrieben wird. Für das Vorhandensein dieser (Erzeugnisse spricht die große Zahl von Gruben, deren Ausbeutung bereits dor langen Jahren begonnen wurde, abcr meistenteils wesen Kapitalmangels eingesteüt werden mußte, obgleich die zutage geförderten Erzeugnisse den Erwartungen eniipracben. Ferner läßt das auffällig zahlreiche Vorkommen mmeralbaltiger Queiien, welche man namentlich von Gerona ab in dem ganzen nordwestlichen Teile der Provinz antrifft, auf das Vor- bqndensein von Mineralien schließen. Die Ausbeutung der augen- blicklich bearbeiteten Gruben geschieht vorzugsweise mit englischem und etwas spanischem Kapital; deutsches Kapital ist in diesem Industrie- zweige nicht vertreten.

Es dürfte |U erwäbnen sein, daß die Anlage von Hochbabnen dem Bergbau der Prcvinz Gerona von Nasen sein und mancher Trans- Wrtfcbwierigkeit Abhilfe schaffen könnte.

Die gewonnenen Mineralien und MetaUe sind Kohle, Eisen, Blei, Kupfer, Antimon usw.

Koble wird in der Gegend bon San Juan de las Abadesas durch die Compaüia Minera del Noxte mit dem Siße in Bilbao gefördert; der Transport derselben nach Barcelona Ysebiebt mit der bis nach San Juan geführten Eisenbahnlinie ranoUers_Vich. Es handelt sich um ein der sogenannten Magerkoble äbnelndes FrodÉkt; der franko Barcelona erzielte Preis beträgt 30 bis 35 Pesetas

ro onne.

Eisen wird hauptsächlich in den bei Cela“; unweit Gerona sich bkfindltcben Minen „Hierros del CLUÖ“ gehoben. Die gewonnenen

isenerje werden von deri Gruben mittels eixer Hochbahn an die Eksenbabnstatiori Celré. befördert. Aus Kapitalmangel wird dies Unternehmen nicht gerade sehr umfanareicb betrieben. Weitere eisen- reiche, aber unausgebentete Gebiete befinden sich in den Gegenden bon Unglss und Camprodon.

Blei ist das Metall, dem man am meisten be egnet und an Webern besonders die Gegend zwischen An 165 und mér reich ist. Es befindet sich daselbst eine Reibe von (Gru rn, von denen aber nur die der engliicben Gesellschaft „The Mines of Ofor Ltd.“ _mit dem SW in London energisch ausgebeutet werden. Diese Gesellschaft ist aUseublicklich damit beschäftigt, unterhalb der bestehenden Galerie eine neue von ungefähr 1000 m Länge zu bohren, von welchem Ver- suche man sich große Erfolge verspricht. Die übrigen in genannter Cssend sicb befindenden Bergwerke bestehen unter dem Namen „Minas de San Julian ke Llor', befinden sich in spanischen Händen, werden ab“ i"folge Kapitalmangels nicht hinreichend ausgebeutet, man sagt,

? Gruben seien sebr wertvol]. ,

. I! der Näbe von Camprodon bruien zwei spanische Gesellschaften

MRT Gruthferfolgreicb aus, welche außer Visi auch Kupfer und mon eern.

Die Gegenden von Olot und Camprodon sind äußerst reich an «Kreide, Kalk und Zement, we1che Eczeuqni aber in olge Mangels an geeigneten Verkehrsmitteln nicht im Verb ltnis zu ihrem Vor-

ndensein in den Verkehr kommen. armor findet man bei dem Oertcben La SeÜrra in der Nähe von Angléz, derselbe eignet 114) aber nur zu Bauzwecken. Die atceloneser Firma, welche die Hebung dieses Produkts unternommcn

batte, stellte ibre Zahlungen ein, und es liegt infolgedessen das Unter- nehmen brarb.

Bei Olof ist noch die Gewinnung von Vasaltpflafter. steinen in großem Maßstabe bemerkenswert, fast alle Hauptstraßen von Barcelona sind mit diesen Steinen gepflastert.

Mineralbaltige Wasser findet man in groZer Menge in der Provinz, es kommen aber nur einige davon in den andrl, während andere wieder Kurorten als Exist'nz dienen. V0" d?" ersier-n 8713 besonders erwäbnenswert das Vichy Catalan, welcbzs bei Caldas de la Maiaoeila gewonnen wird und dem französischen Vichy an Zusammeniexzrmg gleichkommt, kann das eisenbaltige Agua de Madre- maüa aus Madremaü; bei La Bisbal, ferner die koblensauren_Waffer don Amér und Ribas und schließlich das iitbiumbaltige Waver don Vilaiuiga. 2,11€ Vorbenannten Orte werden auch als KUrorte viel von spani'kcben Gästen besucht. Zu Kurzweckxn werden außexdem die Orts: Bobolus (sciiwe-“elbaiiige Qurilrn), San Hilorio Sacalm (kohlensaqre Wseffer) Und die 2301103 de la Merce?) 1wischkn Fi,;ueras und La Ytrquera (s..?)wxfcibaliige QULÜSN) viel besuch, diese lysieren W *ffer kommen jedoch nicht in den Handel. (Nach kinem Béricht drs“

Kaiserlicbén Vizekonsniais in San Friiu de Gaixols.)

Erweiikrnnz des Hafens Von Esbjerß (Dänemark).

Nach einem im där-ischesi Reichstag angenommenen Gesetze können zur Erweiterurrg sowobl des Verkehrs- als des Fischereibafkns Von Esbjerg im ganzen 3812 000 Kr. verwendet Werden, und zwar Werden don dieser Summe bis zu 100000 Kr. für das Finanzjahr 1903/09 zur Verfügung gésieüt. Die Arbeiten sind im Laufe Von 6 Jahren zu bolifübren. 5-1*3_eickingung für di? Ausführung der Projektierten Er- weiterung des Hxixxs ist, daß die Gemeind: Esbjerg der Staatskaffe den Betrag von 350 000 Kr. erstaxiet.

Ein Plan für diese Hasenbauien liegt während der nächsten 3 Wochen im Bureau der „Nachrichten für

andel und Industrie“, Berlin, Luisenstr. 33/34, im

immer 241, für Interessenten zar Einsichtnahme ans.

onstige näbxre Angaben über die vorzunebmenden Bauten sind noch nicht Veröffentlicht. Nach Anaabe des dänischen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten ist der Wafferbaudirektor mit der Ausarbeitung eines detaillierten Plans beschäfii t, der urxier Umständen dem nächsten Reichstag vorgelegt werden wird?; WITWMW «“*“-“*“???

Die in Ansicht genommenen aufen dürften auch für die deutschen Fischerscbiffe bon Wichtigkeit werden. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen (Generalkonsulats in Kopenhagen.)

Konkurse in Cobile.

1) Serapio Ferrer in Santiago, vorläufigsr Konkursverwalter Modesty Merino.

2) Pedro Ceriani in Santiago, vorläufiger Konkursverwalter Luis C. Udeda Gonzalez. 3) Barros eres, ebendaselbst. 4 Eier. de guas Minerales m Concepciön.

5) Mi url Nacrur in Antofagasta, vorläufiger Konkursverwalter Ambrosio aras Almeida.

6) Ramon Covarrubias in Santiago.

7) Ramiro Valladares in Valparaiso, verwaltet Fernando G. Court. 83 Cia. (Fsvlotadora del Rio Baker in Santiago.

vorläufiger Konkurs-

9 Pedro Papon, ebendaselbst. 10) (Habino Orioloxaga, ebendaselbft. 11; Oskar von CbriSmar, ebendaselbft. 12 Torres & (Guzman, ebrndaselbst. :

Für die Cia. Elsctrica dr Quillota ift Homer:) Castro in Quillota endgültig als Konkursverwalter bestellt worden. (Bericht des Kaiserlichen Generalkonsulats in Valparaiso Vom 27. August 1908.)

Einfuhr von Baumwollenwaren nacb Kalkutta im Jahre 1907/08.

Unter den sämtlichen Einfuhrartikeln Kalkuttas nebmen die Baumwollenwaren den ersten Play ein. Ihr proxentualer Anteil an der gesamten Einfuhr des Warenhandels betrug im Jabre 1907/08 nicht weniger als 45,10 0/0 u:.d siebte einen Wert Von 237 309 815 Rupien gegenüber 186 279 442 Ns. tw. Vorjahre dar.

In bezu auf baumwollene Garne und Zwirne ist zu berichten, da?, abgesehen von türkischrot- und alizaringefärbten Gamen, die Einfuhr im allgemeinen ziemlich bedeutende Fortschritte aufzuweisen gebabt hat. Vor allem ist die Zunahme für Garne Von der Stärke über 50 engl. sebr bemerkenswert. Sie dürfte wobl in erster Linie auf die erneute "Tätigkeit in dem indischen Handweber-

Fur Erklänme? der im vorgebenden genanntei „Durgab' und „Kal Poojabs' s erwähnt, daß e die höchsten religiösen Festlich- keiten der Hindubevölkerung sind. 11 ibreZeit fallen die sogenannten ,bejdya' und „devali'-Tage,_ welche von den eingeborenen Händlern als besonders gute und gluckbrinaende Tage mit Vorliebe benußt werden, um neue Geschäfte einzugeben oder unx Aufträge 11! erteilen. Man darf wohl bebczupten, daß diese Tage anabrlicb im aUgemeinrn den jeweiligen Geschaitsganq widerspieézeln, oder beffer gesaat, in ge- wiffer Vsziebuwg die Aussicbien aiif 1- e bevorstehende Geschäftssaison wiedergeben. Nach dem AUSfäÜ dieser Tage, d. b. nach der Höhe der Auftragerteilung der bedeutenden (Eingeborenenbändler in den Kalkuttaer Basare“ während dieser_Tage werden in der Regel Von den euro- väiscben KbmmiisiMbäuiern die jeweilizxn DiWositionen für die kommexide Saison getwffex'.

Dem deuiichen Fabrikrmtem wbrr Exporteur, wslcbkr Indien be- reisem 1591. MM d:.ber xyr «"bczimzxestsüt werden, 15er za 17chl-._n, “daß „sein Vertrxier ;_U 51216: 38: :xiweiemd ist, d-Irn wem; Geßbäite zu machen sind, iii diczxr Aug-nblick der gÜx-iiissie. Die Zéif der .Poojgbs' ämdert sicb ir! jedem Jahr; ix: der ngkl fäijt sis j€50ch gegen Ende SKVkéMbkk, Anfang Oktdbrx. (Nxcb einrm Be;ichr des HandrlsfacberrstäxUxe» &: drm Kaiieriickyexx Yxneraikdniulsi “in Kaikutia.)

Samos.

Wertschäßungöiarif ,für die Verzoilung. Dic Re- gierung bon Samos hat für die EinganZSverwsle einen fast aÜe eren urniaffeixden Wrrtssbätzunzstarif aafgesteb't; Waren. die in diesem Tarif nicht aufgeführt find, werdrn auf Grund der Original- fakturtn onamtiich abgeschätzt, Der Tarif iii bkreits seit dem 19. Ok- tober 8. J. in Kraft,

Ausschreibangen.

BeleuchtungundKraftübertragunginNeufaZ(Ünaarn)- Der Magistrat der Königlichen Freistadt Neusaß (Ujdidék) be- abficbtiqi, mit Anwendung des Erdgases des Brunnens beim dortigen Artesiscben Bade eiue Beleuchtungs- und KraftübertragungIsinrichxuna herstellen zu laffrri. Koitenanfchlag: 45 000 Kr. Awwbotx sind bis zum 16. Nodember 1908 an dcn Magistrat zu ri ien. (Oesterreicbiicber Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferun-ZSwe m.)]

Neue Eisenbahn in Spanien. Am 13. Januar 1909, Mittags, wird im kowgww-Ministerium (Uiujgwrjo (18 1701118080) in Madrid der Bau und Betrieb der Eisenbahnlinie Nipoli bis zur französischen Grenze bei Puiscerda vergeben. Näheres cm Ort und Stelle (KSJooiaäo (18 (3011088162 )- Songtruccjöu (16 1780»- (28171188, 11110181er (10 1701118010) und (in spanischer Sprache) beim .Rcichsanzeiger' (0011 9 bis 3 Uhr).

Gasbeleucbtung in Tournai (Belgien). Die 40- mjajgirarjoy (30111111011816 in Tournai nimmt bis zum 1. Januar 1909 Vorschläge für die Konzession der Gasbeleucbiung vom 1. Sep- tember 1911 ab entgegen.

79"? Oeffentliche Arbeiten in Natal. Nach einem in der .UZQQ] (30761'111116110 Sassri-S“ vom 11. September 5. J. Veröffentlichten Ge- seßentwurf soil der Gonderneur ermächtigt Werdéü, für Eisenbahn- bauten, Hafenbauarbeiten in Durban, Herstellung bon Telegravben-o linien und Ansfübrung anderer öffentlicher Arbeiten eine Anleihe vou 500 000 Pfd. Stekl. aufzunehmen. (158 130816 01,1'1'306 .10017181.)

Wagengestellung für Kobler, Koks undZBriketts am 23. Oktobrr1908: Rubrredier Oberschleiiscbes Revier Anzahl der Wagen 21149 8580 1002 -.

Der große Ausschuß des Verbandes deutscher Waren- und Kaufhäuser, e. V., ist zum 4. Nodember,Nachmittags Zi Ubr, zu einer Sißung im (Gebäude der Berliner Handelskxmmer einberufen. Es sind die Abmachungrn mit Verschiedenen Konventionkn, so mit der Porzellan-, Trikotagen- und Pnßkonvention zu genehmigen. Mit dem

Gesteüt . . Nicht gestellt

! Verbande deutscher Detailgefcbäfte der Tkztilbrancbe in Hamburg hat

der Verband deutscher Warxn- und Kaufbauser eine Intereffenaemein- schaft für die Verbandkungrn mit den Kondentionen abéesckoloffen. Ferner steben auf der Tagesordmung Referate über das kaumännische UnterrichtSwesen, über die WarenbxUsiieaerbeitrebungen und über die Aenderung des Geseßes (“gen den unianteren Wettbewxrb.

Nach einer durZ „W. T. B.“ übermittelten Meldung des

gewerbe, dem infolge der .SwadesbibewegunÉ', d. i. die Proba anda zur Förderung und Unterstüßung derindischen ewerbe und Jnduiirien, neues Leben zugefübrt worden ju_sein scheint, zurückzuführen sein. Aber auch in der in Indien so iiark verlangten Nummer 40 enßl. waren die Zufubren um ungefähr .) Millionen Pfund größer als im Vorjahre. Bedeutende Nachfrage herrschte infolge der we teren Auf- nabaxe der Wirkerei in vielen Distrikten nacb (Garnen in den Stärken Von 16 bis 30 für die Herstellung bon Wirkwaren. , .

Der Gesamtwert der Garneiniubr betrug 11 _Mtllionen Ns, (12 Millionen 1135.) gegenüber 81Millionen Rs. (101-Mil1ionen 155.) im Vorjahre.

Die Einfuhr von baumwollenen Webwaren betrug 13304 Millionen Yards im Werte von 216) Millionen R::vicn im Ver- leicb zu 1160Z Millionen Yrrds im Werte von 170 Millionen Ziupien im Vorhergehenden Jahre. Die bei weitem größte Quantität der nach Indien eingeführten baumwollenen Waren besteht aus un- gebleicbten Artikeln, wie die nachsiebende Aufstellung erkennen [affen wird. Im ail emeinen ist der indische Konsument ju arm, um den besseren geblei ten Artikel erstében 11: können.

Die Einfuhr von baumwolienen Webwaren ergab für die nach- stehend angeführten Jahre das folgende Resultat: 1907/08

1906/07 Yds, Rs,

Yds. 598 662 126 580 938 633 146 321 1 105 267

1 890 472 140 681 22188 266 294 42 878 2 308 659

1 670 392 117 348 20 481 122 159 26 577

1100231 170113 1330499 216702.

Außer Garnen und den angefübrten Wrbwaren wurden ferner nocb sonsti e aus Baumwcüe bcrgestellte Fabrikate im Werte von 9576000 3311. bezogen, so daß die Eiixfubr von säunlicben Baum- wollenwaren sich zusammen auf etwas uber 237) Millionen Rupien gegenüber 1861 Millionen im Vorjahre bezifferte. '

Was die Preislage betrifft, so 118111; sich während des verfloffenen Jahres der DuccbscbnittSwert der eingefuhrten Webwaren auf 2 Annas 7 Pics (ungefähr 23 6) das Yard.

Die Preise für baumwollene Artikel waren während des Jahres 1907/08 von Anfang des Jahres bis zu den .Durgab-' und den folgenden „Kali Poojab'-Festlichkeiten im Einklang mit den hohen

reisen für den Robartikel und der starken Beschäftigung der ancafbirespinner stetig im Steigen. Um die Zeit der „besagten Feste trat jedoch ein Rückgang ein. Es wurde nunmehr 1iemlich klar, daß infolge eines spärlichen Monsoons in vielen Distrikten bald eine Hungersnot eintreten würde, sodaß das Geschäft täglich mehr abfiaute. Zudem langten die von England gemachten Vrrs iffungen an, welche die Lage nur noch verschlechterten. In der Zwis enzeit wichen dann die Nobbaumwoklpreise, denen eine Warenpreisermäßigun in Lanca- sbire folgte, welche ihrerseits die Lage auf dem indischen ' arkte der- artig verfcblimmerte, daß viele Händler gezwungen waren, ibren

Un ebleicht: rit. rkunft . . Nicht rit. Herkunft Gebleicbt: Brit. Herkunft . . Nicht brit. Herkunft Gefärbt, bedruckt usw.. . . . , .

* Konkurs anzumelden.

] ausweis

Kaiserlich russischen Finanz- und Handeleebolimäckpti ten für Deutschland und Oesterrricb-Umgarn gestaltet sich der ochen- der Nussiichen StaatSbank mm 21. Ok- ] tober d. I., wie folgt (diE eingeklammerten Nummern ent- ; swrechen dxn gieicben P011ionen drs bekannten Bilanjiormulars der z Staatsbank bezw. den iffern der Vorwoche), alles in Millionen Rubel: AktiVa. Gold in den Kaffen und auf besonderen Konten (Nr. 11) und 2) 1064,9 (10.638) (Gold der Bank im Ausiande (Nr.3 und 4) 155,3 (151,9), Sil er und Scheidemünxe 66,0 (66,6), Diskont- und Spezialrecbnungen (Nr. 5) 190,9 (185,1), Spezial- rechnungew, sichergeitellt durcb Wechsel und Wertpapiers (Nr. 6 und 7) 125,6 (128,6), Sonstige Vorscbüffe (Nr. 8 und 17) 136,7 (132,6) protestierte Wechsel und dxolongierie Schulden, sicbergestelit durcb unbewegliches Eigentum (Nr. 18 und 19) 7,8 (7,8), Wertpapiere (Nr. 20) 99,0 (99,5), Wertpapiere aufKommisfion erworben Nr. 21) 3,3 (4,7), Summen zur Verrechnun? mit den Adels- _und auern- agrarbanken und anderen Regierungs nstituiionen (Nr. 22) 1,7 (1,6), anosten der Bank und verschiedene Konten (Nr. 23) 40,3 (39,7 onto der Bank mit Kontors und Filialen - (-) Saldo der

Konten mit dén Nrichrenteien (25 Aktiva, 14 Passiva) 12,8 18,8), zusammen 19043 (1900,7). Passiva. Kreditbillette (Di, erenz xwisckoen ] passiv und 18 aktiv) 1193,1 (1197,6), Kapitalien der Bank (Nr. 3-5) 55,0 (55,0), Einlagen und laufende Rechnungen (6, 7, 81) 0 (1 6, 9) 438,0 (429,3), laufende Rechnun en der Departe- menis der Reichsrentei (Nr. 83) 2,0 (84,2), ver cbiedene Konten (Nr. 2, 10, 11, 12) 951 (97,1), Sa1do der Rechnuna der Bank mit ibrenFilialen(Nr. 24 Äktiva und 13 Passiva) 51,1 (37,5), Saldo der (FWF?) mit den Reichsrenteien (14) *- (-), zusammen 1904,3

Kopenbagen, 23. Oktober. (M.TB.) Die Nationalbank setzt ab Sonnabend, den 24. Oktober, den Diskont um ko/g Von 6 d. 6x 0/0 auf 54- 8 60/0 berab

New York, 23. Oktober. (W. T. B) Der Wert der in der vergangenen Woche eingeführten Stoffe betrug 2433009 Doliars gegen 2663000 Doliars in der Vorwvche.

,

Di: Preisnotierunsen vom Berliner Produkte;“.markt 11- finden sich in der Börsenbeilage.

Berlin 23. Oktober. Marktbreise nacb Ermittlungen des Königlichen Polizeipräfidiums. (HLckpite und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für: Weizcn, gute Sorte?) 20,40 .“, 20,32 .“. -- Weizen, Mittelsorte 1") 20,24 .“, 20,16 .“. - Weizen, geringe Sorte?) 20,08 c“, 20,00 .“. - Roggen, gute Sorte's“) 17,25 .“, 17,22 .“. _Ros en, Mittelsorte 1“) 17,19 “, 17,16 .“. - Rogogen, geringe Socks ) 17,13 .“, 17,10 .“.- Futtergersie, gute Sorte ) 18,00 .“, 16,80 .“. - Futtergerste, Mittelsorte') 16,70 .“, 15,50 “. -- Zutteraetsie, geringe Sorte") 15,40 “. 14,20 .“. - .Hafer, gute

orte") 18,30 .“, 17,70 .“. - Hafer, Mtttelsorte) 17,60 .“, 17,10 .“. - Hafer, geringe Sorte*) 17,00 .“, 16,50 .“. - Mais (mixed) ute Sorte “*,“ .“, “,"“ M- "" Mais (mixed) ' geringe orte -,-- „“, -,- .“. "- Mais (runder) gate