326
von Overbeck und von Gerlach Gardclc cn). Dcr Ncg1c- rungF-Kommiffar, Geheime .Obcr-Z'xmanz- ath WoUny, be- antragte, Über den Michaclts'1che11A11trag und dre Amendc- ments zur TagesordnunYNübcrzxtgchetx. , „ „
Kiel, 24. Januar, tttagI. Dic feterltchc ?Zroclamatton des Best ergreifungs-Patentes hat soeben stattge unden.“ Dte Königlicx preußische anggc weht„aus „dem Schloss, die Ge- fchüße der im Hafen [tegenxctx KrregZychtffe gaben Qgs Samt. Im großen Saale des Schloncs hatte fich schon vor 12.1lhr em zahlreicher Kreis von Gästen emgc x_mden. Unter dtesxn be- merkte man die Mitglieder der 5 [tterschaft und an1atcn, sämmtliche Ober-Veamten mit Axth1ghme 161161) “_chlche in ihren Bezirken mit der gleichen Feier be]chaftxg_t,„dtc Gclstllchkelk, fer- ner 'die DistriktSdcputirtcn dcr adcltgen Gyter,_d'ze S_tgdt-Koyklc- ien von Kiel, die Professoren der Umycrfxtat, ]axnmtluhe Höheren Offiziere und Militairbcamten,_sowxe vxele walbxthUe.
Kurz nach 12 Uhr Mittags crfchten der Oher-Prastxe1,1t Baron von Scheel-Plcffcn, gefolgt vox1 dem C1ml-Connmßch für Schleswig und den Mitgliedexu bctder Regierungen, bestieg eine zu diesem Zwecke in Hem außerst geschmackvoll und„nnt zahlreichén Emblcmcnd dekortrtcn Saal crrxchtete Emporbuhne
1d iclt ol-cndc Re e: „ , „ m Ihkcktchdfch3 Se. Majestät der Kömg durch das schoncm das hiesige „Verordnungsblattcé aufgcnmnmcnenGescß vonx 24. De- cmbcr v. I. die Vereinigung dxr Herzygthmzxcr Schlesjvtg=H01- ein mitder prcußischenMonarchte und die EmsuhruLg dcr prcußt- schen Verfassung in dieselben mit dem 1. Oktober d.„§. angeoxdnct haben, ist mir 1th der A(lxrhöchste'Bcfchl zugygangen, dwfforxn- liche Befißergrcifung dcr IYcrzygxhunter Schlxsxvxg=Ho1stem 1111 Namen Sr. Majestät dcs Kdm s zu bewxrten. Ste, meme Herren, haben sich aufmcine Au ordcrung htesc1bsk versqunclt, um dem Akte beizuwohnen, „d_urch welchen dre chrunßung der neuen staatlichen Verhältnzsje, “m welch)?“ dle Herzygfhunwr eingetreten sind, ihre chte formltchx Bes19t1g1111g erhalt., Ste werden mit mir von dem Gejuhle ,hoch1tcr Bxsrtcdigzt11g erfüllt sein, daß jeyt _ endlrch jeder Zweifel uber das Schicksal dieser Lxmde gehoben 111. Zwar ist mit der Vergangentht „ dex , chtocrslostcqcn mer Jahrhunderte längst abgeschlonenz nut drescmANchlußc wuxden aber jene Zweifel nicht gehoben; ste bewe tyn 111117 Heunruhtgteu noch lange die Gcmüthcr der Menschen. Lit athemandcr gmgcrz die Wünsche und Ziele derer, denen das Wohl ihres Vaterlgnch am Herzen lag ,' tiefe Wurzeln schlug de_rwaspqltHer Ansichxxn, manches Freundschaftsband wurdc zerrls1cn,„sel.b1t m dey Kchcn der Familien wurde der innere _Frtede zerstork. Ic_xzt [„tz'gt, auch dieser Kampf hinter uns. Wir haben voliancwMyctt, sx) volle Gewtßheit Über die Zukynst der Herzogxhumcx, wxe es überhaupt in Beziehung auf 1r_dtsche Dinge eme gcocn kann. Die Schleswig-„Holsteimcr smd forxan Prcxxßsn. Mit diesem Worte ist jcdcr Anlaß zu den inneren Kampfcn dcr leßten Jahre verschwunden. Ni_emandem kann zugemutlzxt werden, daß er seine Vergangenheit verleugne, Zeder strttt fu? das, was er fÜr recht hielt, für das, wovon er glauvtz', daß es dem Interesse seines Vaterlandes am Bcstcn exxtxprcäze. Aber die Thatsachen haben entschieden, Und Thatsachen smd xs, die mit so Überzcugcndcr Kraft reden., dat; Niemand fich ihrer erwehren kann. Der Sclylcsjvtge-Holstetncr, dxr sein spezielles Vaterland liebt, kann ]eHr mchk anders ,' cr" mnß Preußen lieben, ihm vo'n ganzer _Scclse _.JUZT= than sein,“ denn “jenes ist cht cm Thxtl dlcscJ-GQZ- zen. Drum verschwindccht dcr AUZdruck »Fprcußtschß Parthexa mit seinem Gcgcnsaße; er gehört ]th ebenw wenig hierher, wie er in irgend einem alten Thexle dcr VJkonaxäxte würde verstanden wcrden, Und mit dc111AuSdrUck vexschnxmde dcr Hader uud Streit Um".- werde, der Vergangenheit Yver- liefcrt. Mögen Alle sich zu dem emen großen Ziele vc1*_c_mcn, welches sie als vollberechtigte Mitbürger dcs preußUchcn, des mächtigsten Deutschen Staatxs zu erstrc_bc11l)abc11, VM- bercchtigte Mitbürger sind wir dlcscJ_Staa1Ls,_dcr von S_cmcr Majestät dem Könige Wilhelm |. nut WLlshUt und krcxsngcr Hand regiert wird, des Staates, ch; den Glauben der Menschen als ihr höchstes Gut schußt und ehrt, deffm) bx- währte Institutionen, dlc längst sch9n_dcn Nachhqren haufjg als unerreichtes Vorbild-gedient, dle ergiebtgsxe,Entrptckclung aUcr Hülfsmittcl geistigen Und materieljen Woyljcixxs ftchcrn, der den ihm Angehörigen jede Freiheit gewährt, dte unt dcm Wohle des Ganzen vereinbar ist. , „
Wohl ist es ein schönes Loos, das uns _dte Vorsehung durch des Königs Hand verliehen. Unscx Recht [| abcr gxctche Verpflichtung mit denen, wclche Mesem Staate laz1gst angehört haben ,' wie sie ihre Pfttchtcn “gcgen Kymg “und Vaterland erfüllen, davon zeugen die" Jahrbuchcr der ruhmvollen Gefchi'chte Preußens, “ daruber haben uns die glorreichen Thaécn dcr leyten .Vcrgangcnhctt belehrt. Sie werden fortleben in der Gesch1chte Europa's
* dankbarer
und wenn , wie wir Alle hoffen „und er Thon„ Gottes Segen mit Prcußen und scmen Komgcn em Wird, Wie er es thhcr gewesen, dann werden die „Vcwo ner diescr Lande von Geschlecht* zu Gcschlccht dtese', «vl)atcn in Erinnerung behalten, dc_nen_ fte qs schul- digen, daß auch ihnen der Segen 311, Thctl wird. Sie _:_vcrdcn ihnen als Vorbild treuer Pflichterfullung dlcncn und 116 zum Wcttcifcr anspornen inx Gehorsam und chl[»stvcrleugncndcr Hin- gebung gegen den König und das gcmcmsamc Vaterland, in unerschütterlichcm Muth, wo es gilt, dem preußischen Namen Ehre u nmckcn. _ - -
(„Hierauf folgte die Verlesung des Patentes und der PW- clanmtion. S. unten.)
Sie haben die Königlichen Worte gehört, welche den Her30g= thümern eine glückliche Zukunft verhctszcn. Des Königs Wille ist vollzogen; der König hat von den Herzogthümcrn SAMS- wig-Holstcin förmlich Vesiy gz'nonnm'n. Das eben Verlesene Allerhöchste Patent und die Proclamation jst in die- sem Augenblicke an allen Orten in den Herzogthx'j- mern zur öffentlichen Kunde gebracht. - Vom nächsten Sonntage an werden die Gebote der treuen Unterthancn des Königs in allen Kirchen des Landes für Se. Majestät den König und das Königliche Haus zum Himmel cmporstcigen. Mir bleibt nur übrig, dcm Wunsche einen Ausdruck“ zu ver- leihcn, der in Millionen Herzen und auch den unsrigcn lobt, dcm Wunsche, daß es dem Könige, der gleich seinen Vorfahren und uxttcr ihnen dem großen Könige gleich, der am heutigen Tage vor 155 Jahren das Licht dcr Welt erblickte, seine Heere zum ruhnwollen siegreichen Kampfe führte, dcm Könige, der ]cßt ein Deutsches Reich unter seinem Sceptcr vereint, so groß und mächtig, wiec's seitviclc11Zahr?undc_rtcnnichtbestemdc*11„dcn1Könige, der uns das schönste dcr irdi chen Güter, dcn äußern und inneren Frieden, gab, und desen. Auge mit Königlich väterlicher Huld wie Über alle seine treuen Unterthancn, so auch cht Über Uns wacht, daß es Ihm noch viele Jahre bcschicdcn scin 111ö5chtc, die Früchte Seiner Thatcn zu ernten, der Treue und Liebe Seiner Unteréhancn Sieb zu erfreuen.- .
Lange lebe Sc. Majcstät König Wilhelm 1.
Die Versammlung, die vor dem Schlosse in Parade auf- estclltcn Truppen, sowie die zahlreich versammelte Volksmcnge tjmmtc in den begeisterten Hochruf cin , dic prcnßisM Flagge cntfaltckc M) „auf dem Schlosse, dic Musikcorps spielten die Volkshynme LMV dcr Donner dcr Gcéchüyc begleitete dcn feier- lichen Akt. Außer den öffentlichenGebäuden, Kirchcn 2c. haben viele Privathäuser dic prcußisxhe Fahne aufgchißt. Beim Ober- Präsidcntcn findet ein Gala-Dincr, m der Harmonie cin Fost- esscn von Mitgliedern alicr Parteien, zur Feier des Tages statt. Abends ist Fcstvorstcllung im Theater. Die Bevölkerung zeigt große Theilnahmc an dem freudigen Akt.
-- Das obencrwähnte Patent wegen Besißnahme dcr Herzogthümcr Holstein und SchlcSwig hat folgen- den Wortlaut: *
Wir HWNZZzylm, von Gottes Gnaden König vo11Pchßen2c., thun gcgen Iedcrnmnn hiermit knnd:
Nachdem in 17cm Wiener Frieden Vom 30. Oktober 1864 der König O_OU Däncnmrk allow seinen Rechten auf die Her- zogthümcr Holstein Und Schleswig zu ).ln1“c1'cn und des Kaisers von Oesterreich Gunsten cnxsagt Und in dem Prager Frieden vom 23. Angust “1866 der Kaiécr von Oesterreich ach stine im Wicncr Frieden erworbenen Rechte auf Mc gcdachtcn Herzog- 1'l)ümcr 11112? Üvchragcn hat, so habM erl»c§chlo1“scn, dieselben mit Artsschluß des dem Großherzoge von Oldenburg mittelst Vertrages vom 27. September 1866 abgetrcfcncn Antycils mit Unserer Monarchie zu Vereinigcn und zu diesem Bchnfc mit Zustinmmng beider Häuser des Landtages das Gcscß vom 24. Dezember w. I. erlassen und verki'mdigt.
Dcmzztfolge nehmen Wir durch gcgenwärtigcs Patcnk dic gcdachken.Herzogäyinncr Holstein und Schleswig mik allen Rock)- tcn dcr Lamdcshohcit und Oberherrlichkctt in BcsiY' und cin- vcrlcibcn dieselben Unserer Monarchie mit sämmtlichen Zubehör- dcn 11111) Anypri'tchcn.
WW wcrden Unserem Königlichen Titel die entsprechenden Titcl hinzufügen. ,
Wir befohlen, die preußischen Adler an den Grenzen zur Bezcichnung Unserer Lanchhcrrlichkctt aufzurichten,_smtt der bisher angehefteten Wappen Unser Königliches Wappen an- zuschlasgxin und die öfsc11tlichenSjcgcl mit dem preußischen Adlcr zu vcrc)et1.
Wir gebieten allen Einwohnern der nunmehr mit Unserer Monarchie vereinigten Herzogthümer Holstein und Schleswig, fortan Uns als ihren rechtmäßigen "“König und Landesherrn zu erkennen und Unseren Gesuch, Verordnungen und Befehlen nut pfiichtmäß.gcm Gehorsam nachzulcben.
YIM wcrden Jedermann im BcstYc und chmffe seiner
327
wohlcrworbenen Privatrechte schüßen und die Beamten, welche
für Uns in Eid und Pflicht gescyter treuer Verwaltung belassen. Die gescßgebende Gewalt führung der preußischen Vcrfaffun
zu _ nehmen sind,
allein ausüben.
, . _bei „voraus- un Genusse threrDteystcmkÜnstc werden Wir drs zur Ein-
tr onen di? Geseye und inrichtungcn der Herzogthü- mer erhal_ten , soweit sie der Ausdruck berechtigter Eigenthüm- lichkei_tcn stud und in Kraft [)lciben können, ohne den durch die Einheit des Staates und semcr Interessen bedingten Anforde-
rungen Eintrag 11 xhun. Unser Ob'erJ räsidem, Baron von Scheel-Zslessen, ist von Uns angewxesxn, hternachßie VefißnZZme au“zuführen. Hterämch ?csäyicht Unser ille. 2. Januar 1867. -
(l.. 8.) Wi [heim.
(Hr. von BiZmarck-Schönhansen. Fr r. von der von Nyon; Gr. vonJyenpliH. von kühler. Lippe. von Selchow. Gr. zu Eulenburg,
' » ZOie Allerhöckyste Proclamation an die Einwohner der Herzogthumer Hoxstem und Schleswig lautet, wie folgt:
, , Durch das Patxnt, welches Ich heute vollzogen habe, Der- etmge Ich Etzel), Exnwohner der Herzogthümer Holstein und Schleswig, nut Mcmen Uuterkhancn, Euyen Nachbaren und deutschen BrÜdern.
Durch die Enkscheidung des Krieges, durch völkerrechtliche Verträge und durch die Neugestaltung des gemeinsamen deut- schen Vaterlandes nunmehr aus Verbindungen gelöset, die Ihr schon lange nur mit Widerstrebcn getra en, treter Ihr cht in den Verband eines großen Staates, de1en Bewölkcrung EUch Wrch Stamxnesgemcmfchast und Sitte verwandt und durch Gemeinsamkeit der Interessen befreundet ist. .
Wenn Manche Unter Euch sich nicht ohUe Zögern von anderen Beziehungen lodesagt haben, so ehre-Zck) auch hierin die bewährte Festigkeit Eures Stammes und würdige dieselbe als eine Bürgschaft, daß Ihr und Eure Kinder auch Mir und Meinem Hause mit Treue. angehörrn werdcé, Ihr werdet die
Gcgeöen Berlin, den
eydk r. zur
des nicht verloren sein, so gebietet cs'cbcnso die Pflicht der Selbst- erhaltung, als die Sorge für die Förderung der nationalen Interessen, die HerzogthÜm-er mik Prknßen fcsk und dauernd zu vereinigen. Und - wie schon Mein in Gott ruhender Herr Vater es ausgesprochcnR1xur Deutschland hat gewonnen, was Preußen erworben. _
Dieses werdetIhr mxtErnst erwägen, und so vsrtraue Ick- Eurem deutschen_und redltchen Sinn, das; Ihr Mir Eure Treue eben swanfrtchttg geloben werdet, wie Ich zu Meinem Volke Euch aufnehme.„ . -
Euren Gewerbxn und Eurer Laxxdwirthschaft, Extrem Han: ? “ del und Eurer Schifffahrt
' , , eröffnen sich durch die Vcreiuigung nut Meme!) Staaten rctchcrc Quellen. Eurem Flerßc Wirksam entgegenkommen.
und pünktliche Justizpflege, kurz alle die Garanticen , welckze Preußen zuDem gemacht, als was es sich [W in harter Probe bewährt hat, werden Euch fortan gemeinsame (Hüter sein.
. „ - ,' ' “ , 3 '“ ' , . - Eure kriegstuchtlgc Jugend Mrd ßck) cko BUMM m „ Yd_ressc zusammenzusaffcn und diejclbc Ew. K.K. Majestät hicrnnt in „ttcsster Ehrfurcht zu untcrbrcitcn.«
Meinen anderen Staaten zum Schuye des Vaterlandes treu anschließen, und mit Freude wird die preußische Arche Und Marine die 'tapfcren und seetüchtigcn Schleswig-Holßeiner empfangen, dsnen in den Jahrbüchern deutschen Ruhmcs mm- mchr ein netws Blatt eröffnet “ist.
Die Diener der Kirchen wcrden wahrer des väterlichen Glaubens sein. _
EurenLehranstalten, denvicljc'ihrigenPslegcrinnen deutycher Kunst und Wiffenschaft, werde Ich Meine besondere Aufmerk- samkeit widmen , 'uny wexm der_preußische Thron, je länger desto, mehr, als der Hork der Freiheit und Sclbstftämdigkcit “Des dcntschen Vaterlandes erkannt Und gewürdigt wird, dann wird auch Euer Name unter denen seiner besten Söhne verzeichnet werden, dann werdet auch Ihr den Augenblick segnen, der Euch mit einem größeren Vaterlandc vereinigt hat.
Das walte Gott! Berlin, den 12. Januar 1867.
auch fernerhin 'die B6-
Wilhelm.
Flensbnr , 24. Januar. (Flensb. Ztg.) Schon heute Mor en verkü1§dete Kanoncndonncr ch Anbruch des für dre ukunft Schleswig-Holsteins so wxchtjgcn Tages. Gegen 12 Uhr Mittags zog das Militair unter klingendem Spiel nach dem Nathhause und stellte sich dann auf dem Holm und in dcr Großenstraße in Parade auf. Auf dem Rathhaufe ver-
Notlszwendigkeit des Geschchcncn erkcnmn; denn soklcn die Früchte chweren Kampfes und der bluttgcn Siegs für Deutschland -
Meine Vorsorge wird -“
., cation des Einverleibungs-Patentes
Fammeltcy sich ,die Generalität und die Stabsoffiziere der Gar- MMU,- f_ammtl1che Béamte, Magistrat und Stadtverordneten, sy xvre eme große Zahl angesehener Bürger. Hier wurde nach etmgexx emlettenden „Worxen des Bürgermeisters Bong-Schmidt yo„n_dt„esem das Komgltche Einverleibungs-Patent und die 51011ngth Proclamatwn verlesen, dann trat der Bürgermeister a11s„che11ster, verlas nochmals vor dem versammelten dicht- gxdrangtyx „Volke DLL Königlichen Erchse, mit einem Hoch anf Se. Majejtat unseren aYergnädigfi'en önig Wilhelm schlie- and. Dgs »Hetl DU: tm Stcjgerkranza, vorgetragen von'der egmrcntsmuUY, schloß die Fetex, worauf von den am afen quxgestelltez) Bollern 101 Salutrchüffe folgten. An allen öffent- Ih“? €(?éßauden und manchen Privathäusern weht die schwarz- et e a ne. . Altona , 24. Januar. Heute Mittag hat hier die Publi- unter zahlreicher Vetheili-
gung Zdes Volkes m feierlicher Weise stattgefunden.
_ Auch aus „den andxm Städten des Landes wird gemeldet, daß daselbst d1e„Publtcatwn des Patentes dem aufgestellten Programm gemaß erfolgt ist.
, „„sie-„aß. Gera, 23, Januar. (L. Ztg.) Das Fürstliche Mnnstermm macht bekannt , daß als Wahltag für die Wahl enzes Abgeordneten Öttr Nationalvertretung der 12. Februar fejtgeseßt 1:11? von Gr. Durchlaucht dem Fursten der Beschluß des Landtags, daß dem zu wählenden Abgeordneten ein Tag- gel? von 4 Thlr. und Eryaxz der verlegten Beförderungskosten aus dxr Staatsfaffe zu gewähren ist, angenommen worden ist. * «effet;- Darsm' stapt , 23. Januar. Durch Beschluß des Großherzogllchcn Ministeriums des Innern vom 21. [.Mts. ist die Wahl, der Abge'yrdneten _zum Reichstag des Norddeutschen Bundes m den noxdltch des Mains gelegenen GebietStheilen 1l;)es dGroßherzogthums auf den 12. Fedmar [. I. anberaumt
or en. , Bayern,. München, “23. Januar. (R. C.) Die durch eme tclchqphtsche Depxsche nntgetheilte Nachricht dcr Verlobung Sr. Y_kajextat des Konigs _mtt Ihrer Königlichen Hoheit der HERZOJM Charlotte 5Yuguste 1:1 Bayern (geb. den 22. Dezember 1840," hqt Ote Bevolkcxung der Residenzstadt heute Vormittag vollstandig, abßr auch in freudigster Weise Überrascht.
, Oeskerretcäj. thn, 24. Januar. Se. Majestät der Kmser ger-uhten heute Mittags 1 Uhr, wie bereits telegraphisch
,. , . , ,. . „ ; Wehrsystems stets ausgeübt haben. Eme gleiche Bcrtheilnng der Staatslasten, eme zweckgemaße ,? mit der ver lichtendcn Achlm-n M M „r z t , ' energische VerwaltUng , sorgsam erwogcnc Gesexze, eine gerechte . pf “ ) * g f s“ B“ “kla"d erlassene
nutgethetlt wurde, dix Adrene„ des ungarischen Landtages in Angelegenheit dez? Heereserganzungsgescßes, in Gegenwart Sr._ Excellenz des MIZchtx Ké. ungarischen Hofkanzlers von Majl-Jty 13111) Sr.,xyurftltchen Gnaden des Herrn Oberstkäm: merers, Fursten" Yxncxnz Auersperg , allergnädigst entgegenzu- nehnzen. Zunachst ,richtetc der Vtcepräsident des Oberhauses, Gras Johann Cztraky folgende Ansprache an Se. Majestät: »Ew. K. K. Apostolische Néajcstät! „ Allergnädigstcr Herr!
, Erne" uxtuntcrbrochcne Reihe von Gescßcn, welche unter der glor- rcrchen Regierung _dcr Vqrfahren Ew. Majestät zu Stande kamen, bezeugt ]elxetxgcsc'ßltchcn Emfiuß, welchen die Stände des Königreichs Ungarn ruckjtcytltch der Feststellung und zeitweisen Umgestaltung des Die am 28. Dezember v. J
11va von_deren P;:blication an in's Leben zu treten bestimmte Aller- hocystc .Hccrcserganzungs-Vcrordnung hat demnach dcn landtäglich
** bcrathenden Ständen und Vertretern inmitten ihrer legislativen Thä-
tigkeit dic Vcrpftichtung auferlegt, ihre verfassungLTmäßigcn Bedenken
!
einstimmig zum AuSdruckc zu bringen, in einer allerunterthänigsten “'
_ S-ydaknn fuhr dx? Vtcx-Präfidcnt des Abgeordnetenhauses, Graf Julrus Axxdruxsy, sOlgendcrmaßcn fort: .Ew. K. K. Apostolische Majestät! . A(lcrgnädigstcr Herr!
Dre alleruntxrthz'migitc Adresse der landtäglich versammelten Stände und Vcrtxctcr bmx teh ,so glücklich, En), Majestät mit der chrfurchts- oncn Bttte zu ubcrrctcycn, Ew. Ma1cftät mögen gcruhcn, dieselbe xmt Königli_chcr Huld wohlwollend entgegenzunehmen und die ver- sassungsmäßich Pcdcnkcn der „Nation aklcrgnädigst zu bcl)cbcn.«
. Sc. Maxcscht Dcr „Wiser gcruhtcn Folgendes zu er- Mchm: [3 Mal d ,s d ßM
ck gc e. i ) cr xoffmmg hin, (: 5 ein demnäch u crla cn-
dcs K. Reskript die Bedenken, Welche in dcr Mir so cbetstj izjbcrrcicJtcn Allcruntcrthänigstxn Adresse zum Ausdrucke gelangten, beheben wird.
„ Vcrstchern Sze lere Kommittcntctx auch vis dahin Meiner König- ltchcn Huld so wxx dejscn, daß Ick Mrch bereit erkläre, die Wünsche des Landes zu'ersull'c11„„sobqld, es, durch wechselseitigcs Vertrauen gc- lungen sein wxrd, dtc «chwrcrtgfetten dcr thatsächlichen Bildung des verantwortlichen ungarischen Mmistcriums zu beseitigen.
. Belgzen. Vrüs1el_, 22. Januar. Der »Moniteura giebt eme _verglexchcndc Ueberstcht uber _die Einnahmen der Eisenbah- nen m_) dxn Jahrxn 18é§5 und 1866. Die ersten zehn Monate von 1366 haben 29,156,818 Fr., chen 29,704,317 Fr. in 1865, qufgebracht. Dagege_n hat der xelegraphendienst eine Mehr- emnahme von 114,936' Fr.