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Von Oa'aca [)01' war nichts Bedeu- Die Ge angenen des 8. Cazadorcs- Diaz noch immer gut behan-
Meerc aufgesteüt wäre. tendes gemeldet worden. „ _ Bataiklons wurden von Porftxxo „ delt. Derselbe hatte der Fa1111l1e des Yrafekten Franco gestat- tet, sich nach Teffuacan zu begeben. * [lem 11ntxrwegs wurde Franco selbsdt von den Ba11d'1ten wegge chleppt. Dux von) _Oberst- Lieutenant e Gallifet befehl1gte Contrcguerüla 1st stets 111 Be- wegung, 11111 die heiße Ge end zu überwachen., A111 19. De- zember wurde die Bande orquemada's von 1hr uberfalle11 und zersprengt. _ Die »Florida“ war (1111 18..Dezember 11111 24 Offiz1eren und 912 Soldaten 0011 Vera-Cruz 11ach,St. Na- zaire abgefahren. Dcr Gesundheitszustand dcs Expedttwnscorps ist ausgezeichnet. "
Telegraphis-che Depeschen aus dem Wolff'schcn Telegraphen-Büreau.
Dresd en , Dienstag, 5. Februar. Die Wiener Korrespon- denz des »Dresdner Journalsa versichert, daß Graf Belcredi seine Demission nachgesUcht habe, weil Freiherr von Beust keine Verstä11digu11g 11111 ihm Über den Weg zur Rückkehr zu verfassungsmäßigen Zuständen erreichen konnte. Freiherr von Beust sei vom Kaiser mit der Vervollständigung des Ministe- riums beauftragt worden. Der außerordentliche Reichstag sei aufgegeben , an seine Stelle werde der engere Reichsrath 011-1130- rufen werden. _
Wien, Dienstag, 5. Febr1tar„Vorn1ittags. Die Wahlen zum niederösterreichischen Landtage find sä111111tl1ch zu Gunsten der Verfaffungspartei nach den Vorschlägen des Central-Wahl- comité's ausgefaljen. _ Das »Fre111dcnblattcc meldet, daß der neuernannte italienische Gesandte Graf Barral, welcher am Sonnabend hier angelangt und bereits von Herrn von Beust empfangen war, heute eine besondere Audienz beim Kaiser haben wird.
Triest , Dienstag, 5. Fcbrmar, Vormittags. Der Lloyd- dampfer »Dianaeé ist heute Nachts mit der oftindischeu Ueber- landpost aus Alexandrien hier eingetroffen.
Brüss el , Dienstag, 5.Februar, Morgens. Die Verlobung des Grafen von Flandern mit einer PrinzessinvonHohenzollern gilt in gut unterrichteten Kreisen als bevorstehend. _ Der »Moniteur belgea enthält einen'Königlichen Erlaß, durch wel- chen die vorläufige Einstellung aller Viehmärkte angeord- net wird.
Florenz, Montag , 4. Februar. Das erste Büreau der Deputirtenkannner hat das Finanzprojekt des Finanzministers Scialoja gleichfalls verworfen. Die »Opinionea dementirt ein Gerücht, demzufolge der Minister geneigt wäre, den Geseß- entwurf zurückzuziehen.
1
Landtags - Angelegenheiten.
Berlm , 5. Februar. „ In der gestrigen S1131111g des Herrenhauses h1elt der M1mster-Präs1de11t Graf von Bis- marck bet Bergthung des GeseH-Entwurfs, betreffend die Ver- mehru11g des C1senbahnbetmebs-Matertals 1c„ folgende Rede:
D1c Kötxjgnche Stgatsregierung hält die durch das Gescß geforderten" Aysgqben f_ur 1111 höchsten Grade nicht nur nützliche, sondern auch dxmgl1chex fie wurde es daher lebhaft bedauern, Wenn die Leistung d10ser Ausgabxn „durxh Einmischung prinzipieller Frage“» verhindert wurde, wenn 110, m dte Lax e käme, 010 Ausgaben nicht leisten zu kön- nen, welche fie 1111 Jnterx e des Wohles des Landes für nothwendig gehalten, und wozu fie 010 Mittel gefordert hat,“ sie würde dies 11111 so mehr behauern, «1ls„wte schon mehrfach dargelegt ist, der materielle Untexschted der vcrsch_1edene11 Auffassungen ein äußerst geringer ist,“ die Kömgl1chxStaatsrcg1erung hat nicht die Abficht, und hält sch nicht 111 befugt, E1setxbahnen zu veräußern, über deren Erträ e cseßlich 0 er durch Vexpfandung dauernd verfügt ist, sei es Beh111s .:.ilgung von Staaxs-Gseybahnschulßen, sei e„s_„zu anderen Zwecken. DieseMemung hat 010 'Reg1eru11 fakttsch bethattgt durch,ihr Verhalten gegenüber der Wcftfal1schen E') enbahn. D1esclb§11 Krtterien, Welche sie bestimmt haben, zur Vcraußcrung dcr Westfal1schen Bahn die Genehmi ung des Landtages nachzusuxhen, treffen . auch Hei fast allen anderen isenbah- UM JU; Dex fa„ktxsche Untersch1ed sz'chen beiden Auffassungen ist * da, er em gexmgfxtg1ger, und um so bcdauerlicher wäre es, wenn ver- YnYesxärtrYxtenYquY sNaQtlur Tier im „ctmdern Hause gestellten Abände-
, tee neee11e1 ein ' ' = schworen werden soklte. g h nemr Konfl1kt ?ZZYLYH
ewilligung
, „ D e Köni li e Staatsre ierun mcht entschlteßen, auf ein System ein?,uFehen, welchesg die 23
; so beLried-i end verlief,
tion des Verfassungsrechtcs abhängig, n1acht._ Sw hat fich mcht_gc. weigert, Bedingungen anz1111ehme11, d1e unxmttelbar auf neu bcwüYgte Bahnen Anwendung finden , 113,10 fie km, der Pommersch-Cösltner Eisenbahn gezeigt hat. Sie hat 1101) aber mcht dqzu perstchen Fönmn, eine prinzipielle Verfassungsfrage „111 derf'Alolgenzemhett, 1v1e l)1er ver- “sucht worden ist, bciGelegenhcjt emcr Nußl1chkctt3cmxagc zur Entschei- dung zu bringen. Es könnte d1eses System zu we1tf11hrxn4 wenn man es cinrcißen l1eßc, dieses System, welches auf der Ftctton beruhen würde, daß das materielle Wohl des Landes dem Labdtqge 1ven1ger am Herzen läge, als der ch1erung, und daß „man auf 010 Sor falt der chterung für die Wohlftht chLandeZ dte Spcculatwn baZren könne, die Genehmigung nüßltchxr Anlagetz so la11ge,z1„1 versagen, als die Regierung fie nicht durch dtcse oder Jene prmztptellx Konzcsfion erkauft. Dem muß die Regierung vor engen, so “germg auch in diesem Falle der matericYe Inhalt der angc sem „1111153. Die Königliche Regierung host Überhaupt „ntcht 111 1310 age zu kommen, daß fie eine Eisenbahn_- „Veraußerung zu beantragen hätte, nachdem dem nächsten Bedürkmjxtc dur_ch Aylethe und. durch
üllung dcs Staatsschaßes vorgesehen 1 . Sze wurde nur „11101111 außcrftcn NotYallc, den sie nicht erwartet, 01110 solche Bc1v1ll1g1111g beantra cn. «ic will auch gar nicht daran exmncrn, von, welchem Nuch 1111" die Politik des Landes es gewesen 1st„ daß wemgstens die Köln-Mindcner Bahn Nach der Meinung der Regterung 11011 der Vor- bedingun gescßlicher Genehmigung zu ihrem Verkaufe mchx chroffcn wurde. c1111 wir diese Hülfsquelle 111cht hatten, so konntxn 111111111111 dic Politikdcs vorigen und vorvorigen Jahres machen, ohnx fmaxxwlchag- nisse zu laufen, von denen ich kaum weiß ob wn" fie hatten 11 ernehmen können. In der Lage, wo uns jeder „Beistand, dcs Landtach versagt wurde zur Durchführung der auswärt1gen Pol1tik, wo U11s dtZMitFUek für den dänischen Krieg ebenso abgeschla cn_ wurden, ww sp'ater 1111 den österreichischen, wo die Regierung an 010 Ressourcen 0ll01n 011111- wiesen war, die sie ohne Zuftinnnung des Landtages augc11bl1chlrch fl11ss1g machen konnte, in dem Augenblicke haben wir uns zu dem le)rxtte mit der Köln-Mindener Eisenbahn entschloffen. Wir hoffen, daß eme ähnliche Situation" nicht so bald 1v1 eder vorkommen 11.101171, eine Situation , in der selbst Angcfichts des großen quöwar- tigen Krieges zahlreiche Parteimänner vor-handen und m dem auf clösten Abgeordnetenhause vertreten waren M10 zur Herx- scha1t elangten, die ihr artei-Jntereffc und ck10 Parter- Politik 0 hoch über das Interc e des Landes stellten, daß 1[)xnen „dex Krieg gegen das eigene Ministcrtmxt wichtiger war, als dcherthxtdt- gungskrieg gegen das Ausland. W1rjl)offen Alle, daß das mcht Wreder vorkommen werde. Allerdings ist es eme entmuthigende Wahr_11cl)111_1111g, wenn so unmittelbar nach dem Schlusse eines tiefgreifenden Konfltktcs, den die Regierung eben so schwer empfunden hat, wie das Land, ohne allen Grund eine Frage über ein Prinzip zur Entscheidganebracht wird, von dem man mit Voller Bestimmtheit wußte, daß 10 Regte- rung ihm entgegentreten zu müssen laubte. Die Regierung würde ge laubt haben, fich 11111 Frieden des auch zu Wrsündigen, wenn sie er lärt hätte: Wir werden diese Eisenbahnen nur dannxbauen, wenn der Landtag uns irgend eine prinzipielle Konzesfion macht. Dann würde 11_1a11111itRecht sagen: dte chixrung hat den Konflikt gesucht und s1e hat „aus der Vergangenheit nichts gelernt. So liegt die Sache „111cht. Es war, kem Grund Vorhanden, die Prinzipien- frage_ 1th *zur eqschetdung zu treiben; wir sehen hier, daß U91n1ttelbc11' nach dtcscn Erlebmffcn, von denen wir gla11bte11„sie hatten , wenn 1111111 eme ttef begründete Abneigung, doch eine gerssc Scheu vor 1111nöth1gcr Stellung solcher Fragen crzeuqt, die einen Kon- fot h0rvorb1111011 können, schon 1th die Wiederkehr einek solchen Oxtuthy 111,01] ich wird, **daß in solchem Moment sogar mit großer Lx1chtt kett eme Konfliktfragc aufgeworfen wird. Ja, meine Herren, d1ese Qrfahrupg ist entmuthigend, und es sollte mir leid thun" 11.101111 fie da[)m führen 111üßtc, diesc Scsfion _, die sonst im Ganzen „ mit einer Disharnwnie zu schließen. Aber 1e cgicrung würde nicht anders können, fie würde lieber dte bca11tra(Zte11 Ausgaben unterlassen, als das Prinzip sanctionircn, das; solche elcgenhcit Wahrgen0111me11 werden könnte, um prinzipielle
Verfaff1111gsfragen in solcher Allgmueinheit zur Entscheidung zu brin- cn. S1e würde lieber den Mangel des Yveiten Geleises der Ostbahn _orxdaUern lassen, fie würde lieber die » crbindunngahn in ihrem ]eß1gen Zustande belauscn selbst wenn die polizeiliche Schließung der- selben 11dtl):g wcrden ol11e. Sw würde in diesem Punkt nicht null)- geben können. " -* _
. Me111e Erklarxtyg hat gcze1gt, daß wir das Verfahren Welches 11111 001 deereftfal1schenBahn beobachtet hatten, auch in 'Bezug aus alle 111 gle1cher Lage„beftndl1chen Bahnen jeder Zeit einzuhalten ge- sonnen find. Wtr wurden auch das Amendcment, das die Bedingun-
das der Herrn
Welches auf demselben Prinzip, wie ahn angewendete, beruht, würde annehmbar sein. Mit
und das Amendemcnk bei der Cöslincr "Ö
Regierung voklständig dem
quent in allen Zweigen durchgeführt, dahin führen
von der Zustiunnun des Landes abhängig gemacht werden, denn es
gierung verfügt„ die Einnahmequellen durch dauernd gesckad1 t Werden könnten, wenn eine Staatsregierung Über- haupt von der
nicht selten vorzuschweben Pflcgt. Bei den Cautclen, mit denen die
pflegt, bei den Vor tsmaßrcgcln, mit denen die 17010"
von Nüßlichkeitsausgaben von M111100me dieser oder jener Interpreta- ,
* wendig zum Nachtheile des Landes
' sein, wie ch , ' . * 00er aber tft d1e Rcdefreehett,
|ck
gen einschränkt, auf die neu zu erbaucnde Bahn eventuell annehmen, '„
Vorredner bin ich, in Her Beziehung einverstanden, daß das Vcrbok der Verpachtung eme E1n1111schung in die Verwaltumkz 111-t dick: xondsx-
, „ önnc a te Betr1cbsgrundsaße, etwa der Staatsforsten, in ]edem einzeinen Falle
ist UUZWelfelhaft, da bei dem großen Holzbe ande, über den die Rc- cbcrhauung der Forsten ;)
11 wäre, wie sie bei parlamentarischen Verhandlungen “'“ *
ohnehm schwieUgeGFFYäftSfülxung der Regierung umgfeben 11 werden 7
„ „ 1 ewegung der Reg1xrung e111gecn t _wird _solltc man meinen, daß eine Regierung "* an sich eme gememsch dl1che mrichtung sei, gegen deren Lebensäußc-
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Geseß-Entwurfts anführt, da_ eine ähnliche Bestimmun in un erer Landesverfassung ände,so ist dFeT atsache allerdings richti ?aber ich siehe
run en das Volk nicht sor sam genug_ ?ejchüßt werden kann, da pr" umirt werden muß, daß 1e jede Fäh1Z 0111 sich zu bewe en , noth- m1ß rauchen xvexde. » enn dies Prinzip nicht die Abstimmung mancher unserer Mttbürger beherrscht, so ist es unbegreiflich, wie man zu der Vyrausseyung kgme daß eine Regierung an fick) einen inneren_ Drang mhlen solxte, cme éo nüßliche Jinanzquelle wie die Staatsetscnbahnen muthwttltgcrweie zu ver- äußern,“ wir würden es„au dann mcht thun, wenn die rechtltcheBe- fugniß der Regierung steter l'ge, als auch wir, nach eben den Erklärun- gen, die ich hxer abgegeben, annel)111e_n. „ Bei der Berathung des Bemchts uber den Geseß-Entwurf,
betreffend den Schuß wahrheitsgetreuer, durch die Presse er-
statteter Ber1chte über 010 parla1ne11tar11chen Verha110111ng011 des Reichstages des Norddeutschen Bupdes, außertc sich der thster- Präsident Graf von B1s111arch folgendermaßen:
Die KöniZliche Staatsre iexung glaubt in der Bewilligung der Rede- freiheit dem 510100011tsch0n »lctchvstage gegenüber so weit gegangen zu von irgend c1ner Sette verlangt worden ist. Etwas An- ' etwas Anderes die Freiheit, das'enige, was gesprochen 101rd, durch den,Druck zu verbreiten. Ich wi nicht darauf hinwxison, daß 111011" 311 01110111 schr viel größeren und in vielen Fällen wcmgcr _urthe1lsfah1g011 Publ1ku111 durch Die öffentlichen Blätter spricht, gls von „der Trtb_üne her, sondern nur auf den Uebel-
and, daß, wahrend zede M0111ung, die in einer parlamentari- chen Versannnlung gegußjcrt wrrd, ihr Korrektiv in der Wider- legung finden 101111, _dtc 100 yon der Tribüne zu Theil wird _ daß dieses Korrektw 111 de11]e111ge11 Klassen, denen die zahlreichften Zeitungsleser angehören, fortfällt, wcil dieselben nicht z1vci Zeitungen
' verschiedener Farbe [escnÉ 11111 stel) cin 1111parteiiches Urtheil zu fichern,
sondern sich an eine eitung halten. nur die cxtre111fte_11,§)1eden und Aeußcrungen ihrer Par führer wicderzmehen; derxen1„ge,„- welcher das,liest, ist nicht in der Lage, getch seinem v1clletcht 111'theilsfäl)1geren_Vertreter im Par- lament, diese Aeußcrungen und Parteiaufsassun en nach dem Maße der Widerlegungen, welche, sie erfahren, a zuwägen 11110 das Richtige uns dem W1derftreit verschiedener Meinun- gen herauszuziehen," sondern, er vexnimnxt nur den Einen Redner, welcher gerade dér Freund „dteser Ze1tu11g 1ft.- Ich führe dies an, 11111 nachzuweisen, daß die Regterung dic D1skusfion der “ragen, die uns beschäftigen werden und Hie das Woll der ganzen ation berühren, in den weitesten Kreisen mcht scheyt, Zondery daß fie nur eine gleiche Vertheilung von Sonne und 2331110 bei d1csc1' Gelegenheit wünscht auch in derjenigen Arena, die nur dem Zeitungsleser 311- gänglicl) ist: außerhalb. der parlamentarischen Kämpfe. Dies ist aber in diesen Krc1sen 1111erreixhbar, und deZl)alb ist die Korrektur durch das PreßgeseH 11101ncs Erachtens unentbehrlich, weil E zesse, Ueberstheitungcn, d1e W1de1'lec ung und Würdigung, di“e Le im8 arlamcnte finden, im Publikum an egenüber dem einzelnen Leser nicht finden können. Außerdem 1st es 1001 fraglich, ob es der öffentlichen Ruhe -und Entwickelung der deutschen Verfassung förderlich
Dice eine Zeitunxxevpflegt 1
* sci, 11901111 dieses Mittel dex Yufrc ung, was die Presse bietet, für _ einige an der Presse bethetltgtens
bgeordneten in einem ganz unbe- Yenzten und 110111 Strafrecht durchaus exe111pten-Maß0 bermlli twird. as Parteit1'e1ben tst bet uns noch ntcht durch eine lange konj itutio-
; nelle Gewohnheit so weit gemildert Worden, daß den leitenden Kräf-
ten in jedem Wählerkreise das Vaterland höher stände, als die Parket. Wir haben in dteser Bcz10hu11g nocykin den ]üngstcn Wochen traurige Erfahrungen gemacht 091111101“, daß 010 Partci-Le1denschast, die persön- liche Eitelkeit, das Bedurfmß, Recht'zu behalten, doch schließlich höher stehe, als das Interesse füx 11110110 eme natwnale Einrichtung. Hoffen wir, daß nicht gerade dte schimnnsten Vertreter nach dieser Rich-
(3.51' tung hin gewähkt werden; aber möglich ist es doch immerhin, daß Leute,
die jeden staatlichc11_Zweck in „ihrem ganzen Ver- lalten negiren, und sich für berechttgt haltctx, d1e unbesxhränkte Preß- Zreiheit dictando 11011 der Tribüne her rückn'chtslos auszubcuten, ge- wählt werden in das Norddeutsche Parlamept. Nehmen Sie hen Fall an, daß Leute, welche fick) vom Vaterlgnde, 111 dem fie rechtl1ch wählbar sind, vollständig losgxsa t habeq, 1ch darf sagen, schamlos losgcsggt haben, Leute, die offen undig 1111 Solde des Auslandes gcgen 1h1' eigenes Vaterland dienen und schreiben, _1111d solche sind als Kandida- ten aufgetreten, wirklich ins Parlament gewählt 10010011, so möchte ich doch fürchten, daß von diesen Leuten mit eherm'r S111'11, denen 610 Begriffe der Ehre und des Vaterlandes gänzlikl; _verloren gegangen find, das Recht, beliebige Leitartikel ftraffrc1 zu d1kt11'en und 1111'Lande zu Verbreiten, in einer Weise gc111ißbrauc_l)t_werde,n könnte, dtc auch den entschlossensten Freunden der Preßfre1be1t zmmdcr few, würde. „ ,
Im weitern 5 crlaufe der_ Debatte fand der M1111ster-Pras1- dent Graf von Bismarck s1ch noch zu folgendenAeußerungen veranlaßt: .
Ich will zunächst noch ein- paar Wort? fager) zur Cntschuldi ung des Umstandes, daß kein“ RegierungZ-Ko1nz111ssar m der Kommis 1011 an- xpesend war. Es herrscht im Haus; eme „nicht gagz konstante raxis 1111er die Mittheilungen 1111 die Re 1e1'un 111 Betreff der Kommi fions- S1Zzu11ge11. Gewöhnlichwxrd 0111 „chlus e dchittheilung, die an den Mmiftcr-Präfidenten ger1chtet 111110, „esagtk daß die Herrn Ressort- 1n1nifter _ in diesc111Fallcder Herr Ju tzmimfter und der Minister des Innern _ direkt von dem Herrn Vorfißxnßen unterrichtet wurden, und in Folge dessen geht das an den thstcr-Präfidenten gerichtete Schreiben bei diesem gewöhnlich 1111 0010, wenn derselbe nicht als ayswärtiger Minister ein direktxs Interesse 011 der Sache hat. Bei dleser Mittheilung war, so viel 1ck)„habe er1111tteln können die direkte „Eröffnung an den Ressort-Miniftem ncht erfolgt und in tft kein Kommissar anwesend gewesen; ' ,
Wenn der „Herr Vorredner als Grund für dtc Annahme des
olge dessen „
daraus nicht den elben Schluß. fassung (10 1030 01011311 handelte, so würde 1
1
» enn“es fich in Bette
unserer 5 er- cy eben so se?r daYegen eut-
kämpfen, wie gegen die Anwmdung der Befttmmung an den
schen Reichskag.
gewählt würden von
, Allein es handelt sich bei uns um be elendes
Geseß und gült1ges Verfassungsrecht, was anzufechten ich1s1tic1)tfür
meme Aufgabe halte. So ganz_germg möchte ich übrigens den Uebel-
stand mcht anschlagenéck wenn. emzelne Abgeordnete in den Reichstag e
r Kategorie, deren Bezeichnung der „Hr. Vor-
redneyrichtig' Verstanden und wiedergegeben hat denn es eint mir doch n1cht gletchgültig, wenn auch nur ein Abgéordneter 0013) Privile-
halten , sondern
gium hätte, Reden entschieden landesverrätherischen In alts ni tnur u ' ße für ausländisches (Held in hunderttausch Exe111- plcxren be1 uns 1111 Lande verbretten zu lassen und schußxy, daß seme e1genen strafbaren Aeußerungen mit a ler Genauig- ke1t wwdergegeben seten.
1ch dam1t zu
1866:
ben.
don.
Zagen. 111
seßgebun .
_ Die Nr. 5 Blattes enthält 11. hoch zur Entscheidung der
You?, ]. Februar) des Justiz-Minifterial- . f , Zendes Erkenntmß des Königlichen Gerichts- ompetenz-Konflikte vom 13. Oktober
»Wenn durch eine Anordnung der Polizeibehörde ein solcher
V_crwaltu11gen« D1c Jndußxw-Bahncn Rhcßnlands und We falens 11111 Karte dersel- Vcrsugung der Pheuuschen Eisenbahn-Verwaltung, betreffend die Ruhetage der Bahqwartcr U11d Wetchensteller. _ Vereinsgebiet. _ _ Buscht0hradcr Etsenbahn, Konzesfion. Projekte und Bau: T11s1t-Jn erbuxg. HaUe-Caffel. CöUm-Danzig. SchwadowiH-Königs- ham. _ Betrteb: Jyduftme-Bahnen an der Hcsfischen Ludwigsbahn und_a11 der Na amschen Eisenbahn. ermäßigung 1c. verkehr.
merikan.
3
' ersonal = Nachrichten. Etsenbahnen tmfsIahre 1866. Holland, Goes-Sloe. Dänemark, Eisen- bahn-Geseßentwurfe. Personen-Verkehr auf den Eisenbahnen in Lon- Proquten-Verkehr der englischen Eisenbahnen. Iunclion-Statwn be1London. China. _ Technisches. von Zusammenstößen auf doppelgeleifi en Bahnen durch Weichen-An- Hydraulische Loch111aschinen. Preu en. _ L1terat„ur. Gewand, das WallachischeEisenbahnneß. _ Rechtsfall', betreffend dre Verantwortlichkcit des Spediteurs bez.Fracht- uhrers Ynstchtltch
kUsfi1ch=
Tc egraph. _
sorßfältiger VerIp?
Emgriff in Prßpqtrechte erftZlgt, für Welchen nach den geseßlichen Vor- Lchrxxten Entschadtg'unq'gew'ahrt' werden muß, so findet der Rechtsweg aruber statt: o„b _em Émgrxff dteser Art vorhanden sei, und zu welchem Betrage Entschadtgung dafür geleistet werden müffe.«
_ Das »Amtsblatt der Königlich preußischen Tele waltungcc (Nr. 3 vom 30. Jaxmar) enthält folgende zwci 521erf1'jgungen: Vom 23.Ja11uar: Jnftructwn über die Vermittelung von Baar- ?thlungcn durch den Tclqgraphcn; vom 24. 1mmungen zum Abschmtt 7. der Telegraphcn-Dienft-Jnstruction.
_ Die »Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn- (Nr. 5 vom 2
raphen-Ver-
Januar:- Erläuternde Be-
. Februar' hat folgenden Inhalt:
(He-
Rl)einische Eisenbahn, Tarif-
ranzöfifcb und Belgisch -Deutsch-Rusfischer Güter-
Ausland: Die schweizerischen
Willesden Vermeidung iffardsche Da111pfstrahlp11mpe11
ackung. _ Preußens Tele rap cn. orddeutscher Lloyd. _ Migscellle)w
51111160
!olesrapbisovo ""jtternjxxoberiebw.
]300ba0btu11382011.
Ort.
_-
13310- 1110t01. [*:-1118. 111111011.
'ksmye- ratur. liéau- mur.
4113011101110 111111111018- 3111810111.
11711111.
VAUKVVYBUUV'BUUIIKUYODK U
. 111011101 .....
1161113811013 ]):111213 ..... 911111118 ..... (1681111 ..... 81011111 ..... [13011111 ..... 1'08011 ..... 111ij118101' . . . 1013311 . . . 131081311 . . .
* (36111 ......
[10111101 . . . *1'1101' ...... 1'111'18 ...... 131118801 . . . . 1111 111811113. 110 811131018 1301018111113 . 111 3 11131111 ..... Mogkau . . . Stockholm .
8111111081138 . (1116111113011 . 11011101 ..... 1101116801111. (3111181111118. . 1710118111113 .
334,1 333,9 333,6 328,8
333,4 331,1 332,1 330,0 329,5 329,6 331,5
323,2
332,1 327,2
333,8 334,6
331,1 329,7
_ 1,0 0,0 0,2 1,7 2,1 3,8 1,8 3,3 5,1 1,8 3,2 0,5 3,0 3,1 4,1 _ 8,0 _12,0
_ 3,4 _ 0,2
332,2 _2,6 3319 3,5 327,1 “_ 0,8
330,8 1 „3,0
5. 1701111131.
Z., 8111111. S., 813111. 880., 818111. Z., 11138813.
JSP„ 8tark. ZW., 1011111111. Z., 8111111.
Z., 8011113011. ZUR, 1011111111. 80., 81011. W., 801111. Z., 1011111111. Z., 801111173011. 80., 801117711011. Z., 8011110011. SDM, 801111'2131].
1101101. 1101101. 1101101. 1101100111, 1103011.
1101100111. 1103011. 2101111. 1101101. 1111110, 1103011. 110000111. 110171761111. 80111 1101101“. 1101t01'.
1101101“.
0111708 10 111 t. 110117611108 Z 1101100111. 1101761111. 1101761111.
1101100111.
11181 1101101. (10810111 111101111 1178117. 8011111. 11181(. 3,2.
111111. -_3,0.
HUSUM, 801117. 80., 11138813.
W., 8011170011. 880, 801111711011.
88110, ;011173011. WZUU 81:31'1k. ZW., 801111711011. “
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