der Königlich preußischcilit unddder Großherzoglich wccklcnburg-streliy- en Rc icruni vcrthci wir. „ ,
Mrd allZibrlicl') sofort nach Feststellnizg_ mid Einziehung der Ahgabc
det Großherzoglich mecklenburg = strclitzxchcn Rxgtcrung Mittheiltzng
machen und dcn Ihr gebührenden Anthcil an dir von Ihr zu dezent)-
nendcn EinnahmcsteUcn abführen lassen.
sollen, insoweit undinsolangc nicht die beiden Länder Theile cmcs (: einheitlichen kQollgcbict-cs bilden, den Reisenden und
den auf der _ , _ „ , d der zollamtlichcn Abfertigung alle Erleichterungen gewahrt wer en,
welche mit der Zollgcseßgrbung imd dcn all betheiliaten Staaten vereinbar smd. ligten Länder in das andrrc zum Welche nach anderen Stationen,
798
Die Königlich prUtßische Regierung
Artikel 15.
übernehmen, auch mit den disponiblcn Lokomotiven wi'iierz,
iilrcn. . . IZiYLcitung aller solcher Traiisportc blciöt jedoch lediglich dcm
Dienftpcrsonal der betreffenden Eisenliqhnvcxxvaltung ühxrlaffcn, desen“ Anordnung während der Fahrt unbedingt Jolgex'zu lcixtcn 1st. Hin- sichtlich des an die Eisenbahnvcrnxalmng zu entrichtcntxtn Fahrgeld, tritt wie unter ]. cine völligeGlxrchstcllung dcr gegenseitigenMilitajx. Verwaltungen ein. Als Fahrpreis fur den Transport von TruppM,
Um den Verkehr auf der Bahn soviel als möglich zu begünstigen, Militaire ekten und sonstigen Armccbcdürfniffcn sollen keine höherM,
bc immt find, werdcn, ol) , „ ' (Hirtenzämtcrn unterworfen zu wcrden, zur sofortigen Durchfuhrung
nacb iren Br*?innnungs ' dcs“ gc?eßlichcn'Rccl)ts dcr Zollbehörden, dic Wanken und Effekten
ausnahnrsweisc ami) ,indcrsivo, als am Bcstimmunisortc, cincr Visi- tation zu untcrwchcn, und vorausgeseßt, „_
cin Zollamt befindet und die betreffenden Vorschriften der Gesetze und der allgemeinen Reglements beobachtet smd.
Dic Großherzoglich mccklcnbrzrg-ftre'lißschc' Regierung schert der Königlich preußischen Regierung fur. cwrgc Zcitcn die Befreiung “aller auf der Bahn zu bcfördcrnden nnd mcht zum Pcrßlxtbcn 111 dem Gros;- hcrzoglicbcn Staatsgebictc bestimmten Gcgenstan» «'der Art von allen Steuern und Abgaben zu, es i_nögcn dtcsclbcn fur Rechnung Hes Lan- desherrn, der Landschaft, von Kommunen odcr Prwatbcrcchtigtcn er- obcn werden, und einen Namen hgbciz, welchen fie wollen. Der- glcichcn Gegenstände sollen, Wenn 116 m Vcrsclyloffcncn Wagen ohne Umladung durchgefiihrt wrrdcn, von _ Q und Revifion , sowie vom Kollovcrschluß, sowohl im Innern, al:) an „
den Grenzen frriblciben.
Ueber die VerHältiriffe der Königlich preußischer! Postverwaltuxig hinsichtlich der Benutzung der im Großherzogl» mecklenburgzstrclrtz- schen Gebiete liegenden Strecke der Ciscxibalm ist, vorbehaltlich des Abschlusses einer besonderen Postconvcntton, Nachstehendcs verabredet
worden: . , 1) Die Großherzoglich mecklenburg =firelißsche chrcrunLfichcrt der
2)
3)
& lißsclw Gebiet auf der Eisenbahn zwischen Berlin und Stralsund
verwaltung ist man über folgende Punkte übereingctommcn:
])
2)
ihren Effektcn imd Bahn beförderten Waarcn binsicbtlich der Förmlichkcttcn
gemeinen Reglements der V
Die aus dem “einen der bother- Verblcibc eingehenden Waarcn, als den an der Grcjlxzc bclc,cncn, ne cincr zollamtliclxcn Rcmnon an den
orten vcrstattrt werden, jedoch unbeschadet
daß fich amz cstimnmngsortc
Artikel 16.
der Declaration, Abtadung
Artikel 17.
Königlich preußischen chicrung dcn ungehindertciz '.xrxmfit der Königlich preußischen Posten und Postsendungen ]edcr Art auf der Eisenbahn zwischen Berlin uiid Stralsuyd durch das Gros;- [)erzoglich mccklcnburg-strcliysche“Gebiet auf 10 lange zu, als 'die gedachte Eisenbahn besteht und im Betriebe crhaltrn WU'd. Dieser Tranfit wird nnttclst besonderer durchqrhcndcr Eisenbahn- Fosttxvacn oder vermittelst der Wagen der Eisenbahngcscllschast
att m en. Dic Eiscnbahn-Poftwagrn können zuglcich_ auf vorangegangene Vereinbarung zwischen der Königlich preußischen und dcr Groß- herzoglich merktenburg-strclißschcn Postverwaltung zur Aufnahme mccklrnburgischcr Postsendungen bcnußt wcrdrn. Die Königlich preußische Postverwaltung Wird der Großhrrzog- lich mecklenburg=strelitzschcn Postvcmvaltung als Entschadigung für den Posttransit durch das Großherzoqlicl) mccklcnburg-strc-
alljährlick) eine Vergütung zahlen, welche den (Hcsaznmtbctrag des der Großherzoglichen Postverwaltxmg fiir die prcrzßrschcn Post- sendungen im letzten Jahre vor Eröffnung des Betriebes zu zal)- lendcn Transitportos nicht iibcrstcigcn soll. _ " Dic Großherzoglich mccklcnburg-strclißschc Regierung erklart fich damit cinvcrstandcn, daß die Eiscnbahngcsclltchast verpflichtet werde , der Königlich Preußischen Postverwaltung in dem Groß- herzoglich mccklcnlvurg-sirclitzschen Staatsgcbicte untcr allrn Uli)- fiändcn ganz dasselbe zu leisten, was dirsclbc (1er dem im Ko- niglich preußischen Gebiete bclcgcncn Theile zu letytcn l)at.
Artikel 18. “ Rückstchtlich der Benutzung der Bahn zu Zweckcnder Militair-
Für alle Transporte von Militairpcrsoncn odcr Militaireffcktcn, welche für Rechnung der Königlich preußischen oder der Groß- l)crzoglich mecklenburg =strclißschcn Militairvcrwaltunq auf der Bcrlin-Stralsundcr Eisenbahn bewirkt werden wird ren beider- seitigen Militairvcrwaltungcn völlige Gleich cllung- zugefichcrt, dergestalt, daß die Zahlung dafüran die Eisenbahnvcrwa[tung nach ganz gleichen Grundsätzen erfolgen soll. Wenn in Folge außerordentlicher Umstände auf Anordnung 13er Königlich preußischen oder der Großherzoglich mccklcnburg-ftreliß- schen Regierung größereTrup cnbcwegungcn auf der mehrgcdacb- ten Eisenbahn stattfinden so en, so liegt der Eiscnbahn-Vcriyal- tung 'die Pflicht ob, fiir diese und für Sendungen chn _Wafscn, Kriegs= und Vcrpflogungsbcdlirfniffen, sowie von Militaircffektcn jeglicher Art, insoweit solche Sendungen zur Beförderung auf Eisenbahnen überhaupt geeignet find, nöthigrnfalls aucl) außer- ordentliche Fahrten einzurichten Und für dergleichen Transporte alle Transportmittel, dre dcr ungestört fortzusrßcndc regelmäßige Bctrtxb nicht in Anspruch nimmt, zu verwenden und, soweit tbunlicl), hierzu in Stand zu scßcn, nicht minder die mit Militair- Personen besetzten und die mit Militaircffcktcn beladenen, von einer anstoßcndcn Bahn kommenden Transportfahrzcugc, vor-
zur Erhebung gelangen.
wir auch bei dem „ . „ Kommissarius zu bestellen, welchem die Balnchrwliltung ]cdc fur seine
Zwecke Nöthigc Einsicht zu gestatten, bezichung'swcisc Auskunft zu „. theilcn hat. *
('s die Üwcilig auf den preußischen Staatsbahnen gcltcndcn Säß,
Artikel 19. ' Dic Großherzoglich 111kchlcnbUkJ-ftkk[ißsche Regierung behält fia,
or, zur Ueöerwackzunq ihrer Interessen und Gerechtfamc bei dem Bam,
Bctricbc dcr Bcrlin-Stralsundcr Eisenbahn ein„
Die zu konzesfionircndc Gesellschaft ist gehalten, auf Verlangen
der Großherzoglich mccklcnöurg-strclißsthcn Regierung inrrcrllglb dcs Großherzoglichen Gebietes cincn_ dort wohnhaftcn Bevollmachtigtenzu bcstcllen, Welcher zur vollständigenVertretung" der Bahnvcrwaltung gegeniiber der Großherzogliche? Regierung crmachttgt ist.
Q rtikel 20. _ . Dafcrn die cine oder die andere der Hohen kontralnrcndcn chi,
rungen von dem Ihr nach Z. 42 des Könizzlicl) prcußi1chcn (Heseßcs vom 3. November 1838 zustehenden Rechte Ge . Eigenthum der innerhald Ihres Staatsgebietes lvxlcgcricti „Eisenbahn. strecke erwerben sollte, so soll, dieser Veranderung'm ch Elg-crzthums- verhältnissen ungeachtet, nie eine Unterbrechung 111 dem Betriebe auf der gesammten Bahn eintreten, es sollen vielmehr auch dann “me chen Erhaltnng cines ungestörten einheitlichen Betrteßes auf der'ganzcn Bahnlinie in diesem Vertrage gctroffcircn Vcftizmuungcn,„insofern nicht eine anderweite Verständigung Vereinbart nur?, nach ww vorin Kraft bleiben. *
ranch machen, und das
* Artikcl21. ., , Gegenwärtigcr Vertrag soll zur liiiichhcrrliclwn Gcnchnngung
vorgelegt und die Aitswcchselung dcr Ratifications-Urtundcn spätestens
binnen vier Wochen in Berlin bewirkt werden. , „ .
Dessen zu Urkund ist drr Vertrag von den beiderseitigen Bevoll
mächtigtcn unterzeichnet und untcrstegelt wordcnx
So geschehen Berlin, den 31. Dezember 1860. 1-- 8.) Paul Ludwig Wilhclm Iordrin. (11. 8) Ludwig August Wilhelm Heise. (1..Z.) Otto Heinrich Jaspar von Wickede,
Dcr vorstehende Vcrtrmz ist ratifizdirt und die Auswechsclungd Ratifications-Urkundcn in Berlin bcwrrkt worden.
Reichstags:Angelegenheiten des Norddeutschen Bundes
Dic letheilunaen des Reichstages haben sick) konstituirtu smd in folgender Weise zusannncnchßtx
1.- Abtheilung. Dichrrrn: Agricola, 1):*.Bcck'cr(D,ortmu1xd Graf v. Bcthusy=Huc, dc Cha caurougc, v.Chlapozvskt, Drlitls, Dl Graf v, Dyhrn, Görz, v. rävcnitz, v. Kalkstein, 1)1'. „Kosich Kräßig, Krygcr, 1).Ohciml) (Vorsitzender), Ptslaski, [);-.ch, RMI Richter (Nordhausen) (Schriftfiil)rcr), Runge, Salznrann, Schcpl 1)» Schwarze (Stellwertrctcr dcs Schriftfiihrers), Severin, v. Simply Graf zu Solms-Barutl), v. Stcinmcy, v. Sybrl, v. anul) (Verl! (Stellvertreter des Vorsitzenden), 1). Warnstcdt, Wiegand, WOL
Zaclzariä, 1):'. Oetker. „ . 11. Abtheilung. Die Herren: Ahlmann, von Armm-Kro
lendorff, Graf von Baudiffiu, Evans, Jorkcl, „Franz (Wanzlebx Gebert, von (Hottbcrg, cyl, K_önig, Laster, Furst von Ltclznow. Meier, Müller, von Mitnchhamcn, Graf vori Opprrsdorff, PW Graf Piickler, von Puttkamer (Sorau), Reichcnhetm, “)L R,“
Römer, [)1'- Röpcll, Rohden, von Noon, «Ole:
von Waßdorf (Weimar) (Vorsißcndcr), Weber, Windthorst- P!NK“ 111. Abtheilung. Die Herren: Graf v. Bredyw, Franß(' ligcnftadt), 1)r'. Freitag, Fries, Nr. 1). Gerber, Freiherr v. d. G' Grunxbrccht, Günßcr, Graf Henckel v. Donnersmarck (Stellv- Schriftfiihrers), Freiherr v. Hilgers, Fürst zu Hohenlohe, Herzog " chst (Stellv. dcs Vorfißcndcu), 1)1'. Jaeger, Kannqießcr, 017. Ka) Graf Kcyscrling-Routenburg, v. chinsorgcn (Schriftführer), Kryg Nidda, v. Lavergnc-Peguilhcn, 1)1*. Lotti", Michaelis, Miquel, PM] HOLM v. Ratibor, 1)» Ncuning, Freiherr v. Rothschild, SL“? 1). rschüz, Graf v. Schwerin-Pußar (Vorfißcndcr), Scztl, 1». OW rethcrr v. Unruhe-Vomst, Baron v. Vacrft, 1)1'. Wiggeks (N“'
llf. Bccker._ , 117. Abtheilung. Die .Herren: von Bcerfcldc, von Benni
Evelt (Stellwertretct Schriftführers), Haberkorn, von Hqgke, crbig, Hinrichs, Hoffm Holzxrrann, Graf von Hompcsck), Kanta, von Kehler, Graf von LOS, Lucke, v. Mallinckrodt, Motty, Ur. PWM; v. , Sachsse, von Salza und Lichtenau (Schriftführer), Schrader, Sl Simson, Graf Eberhard zu Stolberg-Wcrmgcrode (Vorfißcnch ', Otto zu Stoiber -Wcrnigcrodc, von Tyszka, 1)1*. Wigard, Ur."- a 'H. Abthei ung. Die Herren: Graf v. Bismarck-SÖOUL“ Graf v. Blumenthal, Bofclmann, Bode Stellvertreter ckst „ührersZ, v. Bodelschwingh (Vorfi-ßendcr), olßc, Born, v. B““)
- oune, v. Bra-uchitsch, v. Carlowiß, Dannenberg, Dechs-
Erxlcbcn (Stellvertreter des Vorfißcndc?
ausgesetzt, daß diese dazu geeignet find, auf «die'cigme Bahn zu
* Buderus, Graf zu DohnazKoßcnan,
» Szuldrzvnski, v. Thaddcn, Freiherr v.
, mehr als
LBBZ); . )r. chnmlz, von Treskow, Wachler, von Waldaw und Reiten“1
von Bisnmrck-Bricst, Bloemcr, [)x-. Braun (Plauen), von Colle
[)1“. KÜU
799
v. Holzbrin rhr, v. Hüllcffem, Kitz, Perfius, v. uttkamcr rau- skadZ, __v._ Rösrng „(Stellvertreter des VorsÉ v. ängcr, (“.-"ZFUW, y, chomng (Schriftfulxer), Graf v. d. chulcnburg-Beeßendorf, Schulz?) Frhr. v. Schwarßfoppen, Graf v. Scydcwiß, Slomann, 1)“ LixLZlar'li“ZL"l D' “ As; A .» _1 cl un . tez crrcn; mann, v. ucrswaldSchri t- fiihrcr), Ausfeld, (Kras y. ;asscwiß, v. Blankenburg, 1):-.'EllisscTr, Graf zu Eitlcnburg, J'Uedkll'l) Carl, Prinz von Preußen, Vogel y, Falckcnstcm, Franic, Hergenhahn 1)1-. Holzer, Iiingkcn, Knapp, Köppe, Graf v.,„Lcl):Zdorff,.Graf v. Y'kalßan, zur Mcgedc (Stellvertre- ter dcs Schriftfithrcrs), Frlgr. rz. Moltke (Stellvertreter dcs Vorsißen- dcn), Graf v. Yieffelrodc- Ehreshofen, Oehmichen, Fürst von Pleß, ür zu SYUW-HONUsOUUE-Lych (Vorfißcnder), Graf u Solms- „ÄZU ach , (FlttaVZUHaZ'M ,v UBZTW'W “(LFWWV W)agcner Wettstettin), agner cn urg , . * a; or » ic cn ur v. edcmc er 1)1'. Wiggers (Berlin), Wölfrl, Wei sig. g ' y “ 1711. Abtheilung. Dre Herren: 1). Arnim-Heinrichsdors, von Bethmann-H'ollwcg, Braun (HersfchZÖUr. Braun (Wiesbaden) (Vors. , _ „ . unckcr (Berlin), Duncker(Halle;, v.,FrankenbergzLudwigsdorf, Yatß v. Front, Freiherr v. Hammer- stcm, v. Hennig,. ermg, Honus, v. Ja ozv, Jensen, IUngcrmann (Stellv. d. Schrank, Graf von Renarii, icdcl (Sachsen), Freiherr ». Romberg, [);-. Schaffrath, Schund „v. Spankeron," Stumm, 1 _ „ zZinekc (Hagen) (Stellv. des Vors.), Freiherr v. meke (Oldendorf), Wachenhuscn, chgold, Wisse- lmck, v. Wurmb (Schrätfuhrcr), v. Zehnten, v. Schenk. _ _ - - 25. Frbmar. Die Zahl drr Mitglieder des Rcichstagcs, wclche st„ch bis heute Abend 'auf dem Bureau desselben gemeldet hatten, be- lauft sich auf 237.
v. Dörnberxcré “Or. Falk, Graf v. Frankenberg, l)1'- Yaknikk- chbncr, ,
Die Kunstsammlungen der rirm'n Landestheile. 1.
. Indem wir den Kunstsaizimlungcn der neuen Landesthcile eine eingehende Betrachtung zu widmen uns einschicken, stellen wir aus emem Grunde die Gemälde-Galerie im Schlosse Bellevue zu Kassel voran; se ist die umfänglichstc, F;»önste und
für die Oeffentlichkeit jeßt “erst zugänglich geworden , und elbst in dcr
Wiffcnschast noch nicht, xvie fie es verdient, berücksichtigt.
„_ Jm _crgc:1tltchstcn «mne als der Gründer der Kasseler Ge- maldcsannnlung rst der Landgraf Wilhelm 7111. von Hessen, 1752-1760, zit betrachten. Dieser hatte, während sein regierender Bruder Friedrich 1. als Gemahl der Prinzessin Ulrike Eleortorß von Schroeder), der Schwester und Erbin Karls )(11., (in “erster Ele War „er 'rxnt Louise Dorothea Sophie, cincr preußi- 1: )en Prmzxstm, vermählt gcjvcscn) fich m SÖWedcn befand, 1chon als (Graf 13911 Hanau die Verwaltung des Landes c- firhrt, und in Diensten der Generalstaaten von Holland ei längerem Aufenthalte daselbst Geschmack an den Werken der Kunst cwonncn. Zu Preisen, die nach heutigen Begriffen sehr niedrig sint), qufte er sowohl ganze Cabincte in Holland, als auch einzelne Bilder hier und an anöcren Ortcn._ Sein Sohn und Nachfolger Fric- drich 11.,* der 1760-1785 regierte, wandte seine Aufmerksamkeit an- deren, eigenen Plancn in höherem Grade als der Gcmäldcsaumr- lyngzu. ' Außer gelegentlichen Ankäufen beschränkte er sich darauf, die Grmäldcsammluna gemeinnütziger zu machen. Gleiche Wege be- trat sem Sohn und Nachfolger Will)cl1n1ckch., seitdem vermittelst dcr Lifte vom 8. Oktober 1802 die Landgrafschaft Hesscn-Kaffcl zum Kur- furstenthitm erhoben worden, als Kurfürst Wilhelm 1. Er hrachtc dic dnrch die unruhigen Zeitläufte derangirtc Galerie wieder in Ordnung und [tkß 1819 einen Katalog anfertigen, der 1048 Rumuxrn umfaßt. Mehr verdankt die Gallerie seinem rin- ztgcn Sohzi und "Nachfolger Friedrich Wilhelm 11. Währcmd 1cmer Regierung iyizrdc' fie ansehnlich vermehrt, geordnet und aufs neue katalogisirt. ,Das Y eric i chiiiß vom I a h r e 1880, yon dcm_kurfursi[1ch [)csfitclwn * ildcrgalcric-Jnspcktor Ernst Friedrich *crdrnatzd Robert abgefaßt, beweist das Vorhanden- 1em von 1415 Gemälden, von denen jedoch, außer im Schlosse Bellrpuc , rmc beträrbtliche Anzahl in verschiedenen kurfürstlichen Schloffcrn ihre Unterkunft gesunden hatten. Seit der preußischer: Occupation smd iiidcffcjx 1chon die im Schlosse zu WilhelmZh-Zhe bc- fmdlich gewesenen Gcmaldc mit dem Stamm der Galerie im Schloffe Bellcvrtc vereinigt.
Die Kasseler Galerie reiht sich unmittelbar "den ersten deutschen Gcryaldesammlungch in Dresden , Wien, München und Berlin an, ]a. fur Rembrqndt'ubcrtrifft fic alle jene und steht an Zahl wie an ausge- 3_e»1cl)x„1cter Schönheit der Werke dicses Meisters nur der aus ihren eigenen SCHULEN _gclpachscpcn Sammlung der Eremitage in St. Petersburg UW. Dic italiämschcn und spanischen Schulen, ja selbst die franzö- 1lschen und dxnt chen, find bcgrciflichcr1veise bei" dcr angcgcbcncn Entstehung dcr alcrtc viel schwächer vertreten, als die niederlän- dxsckZen, doch haben allx„l)öchst achtbare, ja wahrhaft ausgezeichnete und einzige Woch atzfzuwcncn. Da die Sammlung von einem geschmack- V9 en Gcmaldcltcbhahcr und zu einer Zcit au rcbracht ist, wo überall die Kunst „der Malerei die Zcit ihrer höchsten [äthc hinter fick) hatte, karin cs 111cht Wunder nehmen daß man hier nur Werke der besten Zeit und der darauf folßcnden criodcn antrifft,“ und auch von diesen 1| nur das beste hier gc lieben, da eine umfassende Auöwahl dcs bci dem Ankauf gaizzcr Sammlungen in Bausch und Bogen angehäuftrn schlechten Materials, vorzugsweise aus Bildnisscn bestehend, zu einem sehr pa'ssrndjcn Schmuck der vom Landgrafen Wilhelm 1)(. erbau- ten, kunstltcl) alt gemachten Locwcnburg im Park von Wilhelms-
h0he ausgeschoffen ist. Dazu kommt noch ein seltener und sehr hoch
YT!) eit und die a xn „angerichtet haben. Ein großer Theil der Bi mentlich m Hylland, von derselben Wänden erworben, an denen sie aus der Werkxtattcxbrcr Meister kommend aufgcbängt worden waren, uxn'd. wo ]eder zerstorcnde Einfluß ihnen. fern geblieben war. Wo aber Wude'rherstcllungm nothwendig waren, da hat meist der jeß' e Galerisznspcktor, ProfeFsor Karl Aubel, mit eben so viel Ges ck acllsl» |D53crältßr1ircéilc Zéaadxyns 31316 ckbsTscsiti Ul: gewußt, ohne die Bil r „ . n e ar "' " ' '
» emÉYnYnt voni; Untergangc gerctteé ß e Stmk ist so durch seine . ncrne men nuxunehr cine Rund an über “e ' „vorhandenen Werke“, wybci an dicser SthcsckZic RamenxingxleY? KatalczgeséJ ohne daß wir eine Verantwortung für dieselben überneh- 111k11„1111 & anzen maßgebend sem müssen, da eine kritischeBegründung
abweichender Benennungxn zit weit führen wiirde.
_ Die Gxschichtc dcr rtaltänischrn Malerei beginnt hier erst rnit dem Cm uccento. Em sehr“ gcriihmtcs Bild des Lionardo'da BLUU (145-1519) rst vertchollcn; auch Antonio Alle ri
C o r r e g 1 q , 1494 - 1534) und seine Nachfolger feh en. *; ur, cuir. *opzc Her Io, von Jupiter umarmt (46), aus der Berliner Galerie, sm_det fich, und von Correggio's berühmtestcmRach- solch, dc_m„mqmer1rtcn und abfichtlichcn Francesco Mazzuoli (11 ] usronnZlaijw,“ 1507?) 7- 1540), eine nicht bedcutcnde Verlobung der lergetYKatharma (59) mid ein Portrait des Königs ranz 1. von Frankreich (00), das selbst hier bei der Ueberfülle der mei crha te- ch?“ N'clrdeFitféxqct ZS-“YZ „h_teha-uptct 5;an von der vortheilhaftc en “ „c “ tg C1 res . ci ers cine nckauu ' . ' von Im nurl Wife [Faust Chr'isti (1179). ') ng giebt Berlin hat
em ,] et a. im Portraitfacbe vor (1 li aus ' chopo Carurci (j] kontormo, 1499-4535É'31),chSchülcFYéYYth d'rea Vanurchi (3. (181 Zarto, 1488-1530), wird das Bildniß cines Manner; nut Barett (45) zugeschrieben, von dem es jedoch zweifelhaft bleibt, ob es uberhaupt italiänisch ist. Eine, Kreyztragun Christi (62) „yon Daniele Ricciarelli (1). (1:1 1- 01101111, 15 9-1566)- rcprästntirt die Richtung und Schule
anthchlagender Vo ug der,Ka clcr Bilder, daß- “nämlich der Zahn
seines Meisters Michelangelo Vuonarotti (1474-1563, Die“
heilige Veronica ist im Begriff, das Schwei tucl an das Ge: t dcs
untxr dcr Krcuchlaft zztsammongcsunkcncn Hßc-ilat'ids Zu. legen. Etwas
M?xkstillFrd Maria, die der Schmerz überwältigt, von zwci Frauen O.
Von dem Stolz der Maler, dcm Raphael Santi von Urbino (1488-1520), besitzt dir Galerie nach dem Kataloge ein kleines, schr l!Lbll„chLZ„B1[d, cuir [)UU chamilic in einer schöncn Landschaft (29). Mgrtg laßt das Kmd'au „cinem Lamm reiten, während Joseph wohl-
rfallig zxficht. Ésßlst dies aber nur eine gute alte Kopie eines in as Ente scmcr (zlorcntrncr Zcit fallenden Originalcs in der Galerie ' vo/g Madrid. Eine Kopie von Ros s i vergcgenwärtigt Raphaels Schule 13011thth (35). - Von Raphaels Nachfolgern
_cmpfichlt fiel) besonders Francesco Primaticcio (1490-1570)
durch sein Bild: Diana mit ihren Nymphen im Badr entdeckt dcn Fehltritt dcr Kallisto (88). Die ettvas gesuchte Eleganz und Zartheit dcr Former) ist doch nicht ohne Geschmack,“ der Ausdruck der Scham und, Neue in Stellung und Antlitz der Kallisto vortrefflich. Dcr hin- ter Thx ftrhcndc Amor selbst nimmt lveincnd Theil an ihrer Betrübniß. Das Fleisch _l),at eincn„crgenthinnlichcn röthclartigcn Ton, durcb dcsscn BchaLdlrnxg'cmc Anpahcruzig an die Wcichhcit und WärmeCorrcg io- schcr ,;lrtscytrinc crrcrcht Wird. Berlin hat fcin Bild Primaticcio's axtfzuwciscx,-Bon Pietro Buonaccorsi(1)10r1m) (151 Paxu, 1500-1547) existirtdir Jungfrau Maria mit dem Christkindc, umae- bcn von mclrcrcn Leilichi 57). Die Haltung dcs Ganzen ist sébr dunkel, Wyk) zun) „dhcll in Folge schlechtcr Bchandlu:1g.§e§ Bildes, das (11111) ('UUJL Risse davqngctraqen hat. Die Madonna ist lieblich, du's Kind .rccht ;_mw. "Diesem Meister werden in Berlin zwei kleine B1§dcr_(Pcn5aytI) 'Vc1'11111thU11gÖ1Nisc zugcschricbcn. - Ein weibliches Brustbild mit m dchÖhL gcrrchtctchopfe (nicht katalogisirt) vertritt derZZcIFnutlygcn Pellegrino Tibaldi (1'911. [)8110J1'1111. 1527 __ „ „
- (Zur Pariser Ausstellung). Warschau, 13. cbruar (Ostfi'Ztg) Die filr dgc Pariser Weltausstellung bcstimnFen Er- crtgnxsjc,der,La11d1virtl)1chaf_t, dcs Bcrgbaucö und der errcrbthätigkeit rs Königreichs Polen smd bereits durch zwei in diesen Ta cn von hier abgegangene Extrazngc gn den Ort ihrer Bestimmung eförder-t worden." Dix Zahl der Qlusjtrllcr wie der zur Ausstellung --gcbrachten Gegenstande, ist diesmal doppelt 10 groß, Wie fie bei der letzten Welt- ausstellung in London war; ÖW der Aussteller beträgt 35.
. NcwR-York, 23. Februar.. Profcffor Agassiz hat den Posten rmch Qltzsstcllungs=§romnnffar 111 Paris abgelehnt. Professor Gibbs 1| fur diese Stelle ernannt.
Gewerbe: und Handels-Nachricbten.
Bavrcntl), 24. Februar. Dem Jahresberichte der Kreis-Ge- lverbc- und Handelskammer von Oberfranken für1866 ist daZNachstrhendc cntnommenx Dcr Bamberger Srbifffahrts =Vcrkchr _cntziffcrt fur das; Jahr,18,06 cm Quantum von 40,300 Zoll-Cent-ncrn, m_J'olgr dcr Kriegscretgzn e 3000 Cmtnrr wcia-igcr als im Vorjahre. Dic Stcmkohlcnrycrkc bez. tockhxtm ßnd .in: besten Betrieb,'die „Haupt- «xizsbcute wwd mdrß fur pen ergoneu Bedarf der damit vcrbUn-denen Eisrmvcrke, verwendet. „Die Glasmrlenfabrication bci Bischofsgrün erreichte„emc bisher _me geka'nntekHöhe; gegenwärtig md zehn neue Huttxwrm Bau hegmffgn. Die“ bU diescr Industrie dire t und indirekt beschäftigten Arbeiter durftcw ca. 2500 an Zahl sein, und das Ge-
ngeschicklich eit der Restauratoren Yer“ sebr dwcnis , er war e na- “
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