W tümer od; Lesser an sichtbarer Stelle mit einer Nummer versehen
a mer odann die ' 11_52 der Eventualvorla e Fritm geringsen Aenderu11ge§§angenommen hatte, erfolgte dJe Annahme des gesamten Eventualgese Entwurfs rn namentlicher Abstimmung rnit 40 gegen 37 itmnten; Dre sozialdemokratischen und freismnrgen Antrage auf Einfuhrung des allgemeinen, gleichen, gehernren und direkten Wahlrechts beziehunqsweise auf Wiedereinfuhrung des Wablrechis von 1868 wnrden gegen 5 Stimmen abgelehnt. Dre zum Wahl- geseß voriie enden Petitionen beschldß dre Kammer auf sich beruhen zu affen.“ Hierauf wurde dre Sißung geschloffen.
Württemberg.
Die Kammern find auf Donnerstag, den 10. Dezember, einberufen. Hamburg.
Das Staatsbudget für 1909 weist, „W. T. B.“ zu- fol e, bei einer GesamtauSgabe von 140 610 038 „16 und einer Ge amteinnahme von 133 77623034 „emen Fehlbetrag 'von 6833808 „(6 auf. Der Senat wrll jedoch troßdem keinen Höheren Steuerfaß als im IaZre 1908 „beantragen. Von Uebersckxüffen früherer Jahre stet noch LM Restbetrag von 1 618000 .li: zur Verfügung.
Deutsche Kolonien.
Dur eine Verfügung des Staatssekretar's des Reichskckzlonialamts vom 5. November'd. I. ist dem iskus dcs Jnselgebiets der Karolrnen„Palau, Jiariancn und Marschali-Inseln, vorbehgltitck) wohl- erworbener Rechte Dritter, die Sonderberechtrgnng ziim ausschließlichen Schärfen und Bergbau auf dre in F 1, 1 und 11 der Kai erlichen Bergverordnung vom 27. ?ebrunr 1906 bezeichneten ineraiien für das genannte In elgebret erteilt worden.
_ Der Kaiserliche Gouverneur von S_am () er hat unterm 17. September d. J. Line am 1. Oktober in „Kraft getretene Verordnung, betreffend die Erhebung einer Wagen- und Fahrradst euer, erlassen, die folgendes bestimmt: § ]. Für eden Wagen, soweit er nicht 1in Fyrtbewegung ledig- lich durch Mensxenkrast bestimmt isi, sowie fur jedes „Fahrrad im Schu gebiet Samoa hat der Eigentümer oder Yesiser eine Struer zu entri ten, die jährlich beträgt: für jedrn_vi€rradrigen Wagen 20 «16, für jeden zweirädrigen Wagen 10 „Fl, fur Jedes Fahrrad 5.35. _ 2. Die Veranlagung der Steuer erfolgt fur die zweite Hizlfte des Ziecbnunxßjabres 1908 nach dem Stande am 1. Oktober, in: jedes weitere Rechnun'sjabr nach dem Stande am 1. April. Falls ein Wagen oder Fa rrad nach diejsm Zeitpunkt steuerpflichtig wird oder aus der Steuerpflicht ansicheidet, erfolgen Zu- und Abgangs- steilung der Steuer von dem Beginne des auf den Eintritt oder das Erlöschen der Steuerpflicht folgenden Kalendervierielxabrs ab. _ § 3. Zum Zwecke der ersten Veranlagung find samtliche Wagen und Fahrräder nach dem Stande am 1. Oktober 1908 bei dem Gouvernement anzumelden, und zwar bis zum 1.November 1908. Verpiiicbtet zur Anmeldung sind die Besitzer. _ § 4. Das Ergebnis jeder Veranla ung ist dem Zablungépflrchtigen beiannt zu machen. Binnen vier B§ochen nach erfolgter Bekannthacbuna ist die veranlagte Steuer zu entrichten. Im Falle eines spgteren Abgangs_ wrrd die überbobene Steuer auf Antrag nach Maßgaoe des § 2 zuruckerstatiet. _ § 5. Der Steuer unterliegen nicht: &. Feidbabnwagen, b. Waffer- und Pfianzungswagen, die nur zum Betriebe innerhalb der eigenen Pflanzung verwendet werden, 0. die dem LandeOfiskus von Samoa gehörigen Wagen und Fahrräder, ck. ie Wagen und Fahrräder, d_ie gewerbs- mäßig im Schuß ebiet berge eilt oder in dieses ein efubrt werden, “M““ fie fkk ni t in Ben g bxfinden. Die Abga eines solchen “U “" Eier: Stück! ist beim ouvernement binnen einer Woche anzu- 6. Jeder steuerpflichtige Lastwagen muß vorn Eigen-
di von dem Goudsrnement gegen Erstattunß der Selbit- Fefxxnßeiieiert wird und dauernd zu führen isi. Das gleiche gilt fur die sieuerpfiicbtigen Fahrräder. _ § 7. Wer die in dkn §§ 3 und 56 vorgeschriebenen Anmeldungen unterläßt oder der Vorschrift des § 6 zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 ..“ bestraft, an deren Steüe im Nichtbeitreibungsfaile Haft bis zu sech Wochen tritt. Die fäUige Steuer ist außerdem zu zahlen.
Nach einem Bericht des Gouverneurs von Samoa hat die von den Eingeborenen erhobene Kopjsteuer rm laufenden Jahre, in dem die Tauleaiea zum ersten Male 10 «(6 pro Kopf 11 zahlen hatten, einen _ (Gesamtertrag von rund 105000 „(6 (gegenüber 92875 „(6 rm Vorxahre) erbracht. Die: Erhebung ging glatt von statten.
Qefterreich-Ungarn.
as Reqierun, sjubiläum “des Kaisers Franz Joserk) wurde gestern? in asien Teilen der Monarchie und auch im Auslande durck) Festgottesdienite und_patrwttsche Ver: anstaltungen gefeiert. In der Haupt: und Residenzstadt fanden glänzende Hoffestlichkeiien statt. „Der Kaiser, dem auf der Fahrt zur Hofburg beqcifteric Huldigungen dargebracht wurden, wohnte, „W. T. B.“ ufolge, mit den Mtiqiiedrrn des Kaiser- lichen Hauses dcm 0ch_nmte 'm- der Pfarrktrchß der _Hof: burg ber. Daran schloß irch dre Huldigung der Kaiserlichen amilie in der Hofburg. Ter Erzherzchi _Franz Fer- cZincmi) richtete eine Ansprache an den arser, nuf dre dieser dankend erwiderte. Sodann _nahm der Karier'_die Glückwünsche des Hofnaaies _unter Fuhrung des Mininers des Kaiserlichen und Kom lichen Hauses und des Aeußern Freißerrn von Y_ehrenial enthegen. _Im Stefans- dome veranfta tete der Hofstaat einen Feigotiesdrxnft, dern der hohe Adel, die grmeinsam2n__ Minister, die oiterrerchischen Minister, der ungarische Minriterdes Innern Graf Andrafft) als Vertreter der ungarischen Regierung, dre Generalrtat' nnd die Spißen der Zioilbehörden brrwobnten. ' Auch das Mtlrtqr beging den gestrigen Tag dnrch Fefigdiiesdrenste, zu denen dre Garnison mit klin endem Spiel ausrncktx; deleerchen fanden für die gesamte Schulxugend Gottesdienne und Fesicrkte stati, Nachmittags smpfing der Kurs er den Retchßkrregö: minister Schönaich, dm östmeixhischrn Landesverterdrgungs- minister von Georgi, den Stnaißiekreiar von Bolgär als Ver- 1reier des erkrankten! Honvedmrmjwrs und den Chef der Myrme- sekiion Grafen Montecu. :oli 'm Audienz. DL? ReichsfrrWSmrmster
““;Öönaick) Überreichtr namens der gesamten ehrmacht Wirk einer Ansprache ein Errunerungßzerchen _an das Jubiläum. Der Kaiser dankte und betonte rn seiner Er-
wideruna, daß in den schweren Sorgen, die ihn'bedrücktenwer Blick an? die Wehrmacht für rhn ern chbiblicksen Um 416 Uhr fand ein Familiendiner sinti, an dem alle in Wien werienden Erzderzoge_und Erzherzogmnen teilnahmen.
éiern die Ver än ung des Standrechts notwendig Zeinacht. Fernerh sin§ durch Bekanntmachung der Polizei- Direktion alle Ansammlungen auf den Straßen uniersggt, dre Schließung der Hauptiore von 8 Uhr Abends an vcrfugt und jedes öffentliche Tragen von Vereins: und sonstigen Abzeichen verboten worden. „ „ Gestern vormittag hatten wreder großereYns anrmlungen und AusschreitungerY3 stattgilrfunden, uber die folgende en des ,W. T. .“ vor iegen: MelZurTY, 2. DeZember. Heute sammelte sich in den ersten Vor- mittagsstunden wieder eine roße Menschenmenge, zumeist junge Leute und augenscheinlich zu Auskebreitungen neigende Elemente auf dem Graben an. Als dann die Couleurstudenten aus dem Kasino beraus- traten und ihren Bummel beginnen wollten, entstand ein furchtbarer Tumult. Da die Studenten von der Veranstaltung des Bummels nicht absteben women und die Gefahr befti er Zusammenstöße drohte, wurde zur Räumung des (Grabens ges ritten. Nach der Räumung wurde der Graben abgesperrt und erst nach 11 Uhr wieder steige eben. ra , 2. De ember. Gegen 11.) Uhr Vormittags wurde eine zwei MaYn siarke zSicherbeitswache zu Pferde yon einem eWa 150 Köpfe starken Trupp ijun er Burschen in der am Riegerplaß vorbei- fübrenden Straße mt teinen beworfen. Die Wache jagte die Burschen auSeinander, die über Ziokow Toben. Die dorthin entsandte Polizei fand die Vurschen nicht mehr. Um 121 Uhr kam es in dem Bezirk Königliche Weinberge zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Polizeibeamten und Exzedenten, bei dem viele Personen verlevt wurden. ' ' Wie die „Neue Freie Presse“ nreldet,_ ist die Feier der Grundsteinlegung für die deutsche Universitat abgesa t worden. Auch in Brünn kam es gestern abend zu Kun gehangen
d Retbun en wis en Deutschen und Tschechen, sodaß Militär zur ZLiedeerertellung der Ruhe herangezogen werden
mußte. Frankreich.
Na einer Meldung des „W. T. B.“ haben Frankreich und Schchweden einen HandelSvertrgg abgeschlossxn. Frankreich erhält gegen Weitergewä rung i_emer Mimnxaiszolle wertvolle Verqünsttgungen hrnsichtlr der Einfuhr franzosr cher Weine nach chweden. «_ “ «„ ;,- * _ Auf dem m Parts tagenden Seemannsko'ngreß wurde, obiger Quelle zufolge, gestern. beschlossen,_ sich“ als „00ni'éciéräij0n U8§10l1316 (168 83711810ar§ 1118111111168 zu organisieren, um die Intereffen der Syndikate zu verirrten und fich mit aÜen Fra en, die _srch auf dre HandelSmarrne und ihre schnelle Entwi lung beziehen, zu beschaftrgen.
Rußland.
Die Reichsduma verhandeltr in ihrer gestrigen Stßung über die Bewilli an von vier MiUionen Rubel zur Unter- stüßung der ir engemeindeschulen und von „sechs Millionen Rubel zur Förderung der 911 'em„etnen Elementarbildung. Ferner ' wurde uber dre rnfubrung der Selbstverwaltung in Sibirien beraten. Die Du_ma erkannte, nach Meldun“ n des „W. T. BJ“, diese Geseheniwurfe als wünschrnswertub und beschloß, fre den entsprechenden mi ionen u ' en,. _ Kom nssder A end g der Dania beantwortxte der_ Gehilfe des 'nifters des “I u, eine Interpellation uber dre polt- tische Polizei in 11713; “sik eincheii besckxuldigt wnrde, zum weck der Aufteizung Waffen und aufrührerr che Schnfien einge chmug elt zu haben. Dre Duma nahrn ! ließlrch eine Uebergangsßormel zur TageSordnung an, die dre Reorgani- sation der politischen Poli ei'als wunschenswert bezeichnet, rm übrigen aber die anrieden ert des Hauses mit den abgegebenen Erklärungen ausspricht.
Italien.
Die Deputierten kam mer seßte in_ der gestrigen Sitzung die Diskussion über de 11 Antrag Frrfrnaio, die_ Kammer möge der auSwärtigen Politik des Kabinetts rhre Biürgung aus:
re en, ort. sp Yard kfzem Bericht des „W. T. B.“ ab der “2159; Galli der Meinuna Ausdruck, daß internationale Yol tische „Vertrage nicht un- verlevliÖ seien. Er sprarb dann über die Nachteile, die der Berliner Vertrag für Italien in Gsfolge gehabt habe. Die kurzlich erfolgte Verlesung dieses Vertrages habe den bisherigen Stand der Dinge ge- ändert. Der Redner biliigte weiter die Unabhängigkeits- erklärung Bulgariens, betonte, daß die Gefahr eines Vor- sioßes Oesterreich - Ungarns nach Saloniki auSgeschaltet sei, und empfahl. die Annexion Kretas durch Griechenland zu be- günstigen. Er forderte die Kammer auf, die Regierung zu untersiüßen, erklärte dann, die von OesterreiÖ-Ungarn fur die Annexion Von BoSnien und der_ erje owina angeboixnen Kom- pensationen seien wertlos und beschaft gte ck weiter des langeren mit dern Dreibund. Er bezeichnete es als PfLichtItc-liens, in dem Bunde zu verbleiben, bis der Vertrag abgelaufen sei. Spater könne man ihn unter neuen Bedin ungen erneuern oder sich Rizßland, Frankreich und England nähern. inftweilen müsse man dafur sorgen, die Grenre und die Armee zu stärken. damit Italien err seines Geschickes ser. Der Abg. Baccelli sprach sich für "die Politik Tittonis aus und erklärte die gegenwärtige Lage Italiens fur besser, al_s sie es nach dem Berliner Kongreß gewesen. Die Politik Italiens musse die Interessen des Landes scbuven und fi: gleichzeitig mit dem obersten Intereffe des Frieders in Einklang bringen. ' Der Aba. Sonnino fu rie aus, er habe in der Vergangenheit die Politik Tittonis bei vers iedenen Gelegenheiten _unteriiuizt und zwar auf der Grundlage der Erklärun e_n Tittonis nber die guten Beziehungen Italiens zu den übrigen achten _nnd uber das voll- kornmene Einvernehmen mit Oesterreich-Ungarn uber die Balkanfrage, das den Frieden des Landes in Ehren zu sichern schien. Auf die Unierredungen auf dem Semmering und in Desio sei indeffen die überraschende Ankündigung des Baues der Eisenbahn Yvac-Mitrowißa efoigi und auf die Unterredung in Saljhurg dre uberraschende und ?ensationelle Meldung von der Annexion Bozntens und der Herzegowina, die die Bestimmungen des Berliner VertrageH offen und unzweideutig verleße. Sonnino erklärte ferner, daß die von Oesierreicsztharn infolge der Annexion gegebenen Kompensationen,q vom italienischen Standpunkt aus beirachtet, nur ichembare seien. Ferner sagte er, daß die von Titioni in seiner Rede in Carate Versuchte Abschwächung der Bedeutung der „Annexion und seine Versicherung, die Ereigniss hätten ihn als Minister des Neu Im nicht unvor- bereitet etroffen, ein schwerer Jrrturn gewesen 11) ren, deffen Fol en sich aux auf der nächsten internattgnalen Konferenz, falls dese stattfinden sollte, fühlbar machen wurden. Es_ sei ein Jrrturn gewesen, der bei dem Minister eine falsche Abschatzung nicht allem der äußeren, sondern auch der inneren Lage offenbart habe. Es wäre viel einfacher und richtiger gewesen, bei dieser GeleJenbeit Zuruck- baltun- zu bewahren, abzuwarten, welche Auffaffung m allgenxeinen die vericbiedenen Si natarmäcbte des Berliner Vertrakzs zeigen wurden, und sich des im Iaßre 1871 auf der Londoner Kon erenz einstimmig festgeseßten Grundsaßes des Völkerrechts zu erinrem, das; Ver- träge ohne Zustimmung aller unterzeichneten Parteien nicht ge- ändert werden können. Sonnino fragte darauf, wo denn gegen-
ei, da a Tiitoni am 6. Oktober erklärt habe, in der Annexion nur Line Aircrkennung des schon vorher bestehenden, tatsä lichen Zu. standes ju erblicken, während Iswolskv energischer arauf be- standen babe, die Annexionsfrage vor eine Konferenz zu bringen, und jede vorläufige Erklärung, durch die das fart. 8000111911 an. erkannt werde,„ verwei ert habe. Der Redner gab dann seiner lebhaften Sympathie ür das liber_ale Regiment in der Turkei Außdruck, dessen Erstarrung er wunscbe, und empfahl militä- rische Vorbereitung, erklärte aber, keineswegs an_ einen Krieg mit Oesierreich-Ungarn zu denken. Er trat weiter fur eine direkte und aufrichtige Verständigung zwischen Italien und Oesterreich-Ungam ein und erklarte, er sei überzeugter Parteigänger des Dreibundej und be. tracbte ihn als Element des europäischen Friedens und der Sicherheit für Italien. Als aufrichtiger Freund des Dreibundes möchte er jede Wai): cbeinlichkeit ernster Meinungsverschiedenbeiten in dem Vorkzeben der erbündeten entfernt sehen. Er wi e nicht, ob die Kon erenz zustande kommen werde oder nicht. s sei ihm aber gleich. ültig, da die Handlungsfreibeit Italiens durch die Rede in arate beeinträchtigt sei. Das ganze Kabinett fei fur die befolgte Politik verantwortlich. Er gälaube nicbt, daß der Augenblick zu einer Abstimmung über die auSw rtige Politik gunstig. sei. Da die Regierung es aber wünsche, erkläre er, sich vollstandig von den Oppositionelien zu trennen, die die auswärtige Politik verurteilen, ihre Richtung ändern und eine tolle Agitation gegen Oesterreich-Ungarn betreiben wollen. Trovdem er jedoch anerkannter Anbän er des Agen. wärtigen BündniSsysiems sei, werde er geaen den An rag Fu naio stimmen, ilediglich als Protest gegen die Haltung Tittonis in der e ten e t.
l y De? Ab „De Marinis erklärte, man babebei der gegenwärtigen Debatte We? Hauptpunkie, die die Grundlage der Haltung Oesterreich- Ungarns in der boöniscben Frage ewesen, zu wenig beachtet. “Erstens babe Oesterreicb-Ungarn seit dem erliner Vertrage BoSnien juridiich und politisch als Teil des Reichs betrachiei. Zweitens babe Oester- reich-Ungarn in seiner boönischen Politik niemals zugegeben, daß über eine edcntuelle Annexion jemals Vermittels terri- torialer Entschädi ungen mit Iialien verhandelt werden könnte. Der frühere MinisJer des Aeußern Robilant erklärte, daß er vor der Erneuerung des Dreibundes 1887 versucht habe, Oesterreich-Ungarn die Bedingung zu stellen, daß es im Falle einer, Annexion Bogniens Italien Gebiewabtretungen bewillige. Der Minister sei aber mit seiner Forderun nicht durchgedrungem Einige Abänderungen in diesem Sinne sesien damals in den V:rtrag aufgenommen worden, Oesterreich habe aber verlangt, daß man nicht vom Tren. tino als KompensationSob'ekt fur die Annexion BoSniens spreckpe. Er sei der einung, daß man _bei der Be- urteilung der Politik ItalienZ dieses unerscbutterliche Pro- ramm Oesterreich- Ungarns beruckfitbiigen muffe. De Marini Lchloß: „Seien wir auch weiterhin ein Element des Friedens in Europa und blciben wir dem Dreibunde "und den Mittelwert- abkommen treu, die unsere" Beziehungen zu den ubrigen Mächten yor- trefflich gestalten. Unsere Abmachungen mit Rußland werden diese Politik befestigen.“
Darauf wurde die Weiterberatung auf heute vertagt.
Belgien.
“n der gestri cn Sißung der Depuirertenknmmer gab dJer Ministerpräérdent Scholiaert uber dreMilitarfrage auf die Anfrage des Abg. Woestes, ob das ._Kabinett 1: dem Kriegsminister Helebßust tstehe, eine Erklarung a , dre, . T. B.“ uol e ea: „W Der KrieazSnTinß'tér babge seinen Kollegen Kenntnis der Mit- teilungen eaeben, die er der Kammer zu machen gedachte. Helebaut babe ledigkich sein Wort gehalten, indem er der Kammer die (Er- fahrun en mitteilte, die die R ierung mit dem Ersa männersystem WW? habe- Er habe 711: eine En7uete en chlofsen aber Leinen Oeseßentnmtf vor “_ sodaß al o das Miniéerium auch zu einem so! e be a ut-uebuen De_r Miniser- präsident sagte, daß er nur am
Ruder bleiben könne, wenn er sich aus eine Majorität der Rechten stützen dürfe. Alle Generale hielten das
' rn ür nü li , nur sei die verlangte ahl der Volontäre YTRFJWU Gfegenwxrtiß aber verfüge Belgien ?ber 180000 Mann im Kriegsfalle, denen 44000 Mann Bürgergarde gegebenenfalls Hilfe leisten könnten. .
Nack) Erklärungen des liberalen Deputierten Hymanns wurde die Debatte vertagt.
Türkei.
Der italienische Botschafter in Konstantinopel hat, nach einer Meldung des „K. K; Telegraphen-Korrespondenz- bureaus“, bei der Pforte Schritte wegen Aufhebung des Boykotts auf österreichische Waren getan.
_ Türkischen Blättern zufolge ist dre Eroffnung des Parlaments für den 14. d. M. festgeseßt.
Amerika.
Nack) Meldungen des „W. T. BY“ aus Port (Zu Prince haben die Revolutionäre die Regierung gestu'rzt, sich ohne Kampf in den Besrß der Stadt esetzt und eine pro- visorische Regierung ernannt. Zum __ rasrdenien wurde der General Leqitime erwählt. „Der Yrasrdent Nord Alexi? hat sich an Bord des französrichen euzers „Dugay-Tronm
geflüchtet. Asten.
Ein abermali es, durch Maueranschlag bekannt gegebene? Manifest des chahs über die NichtberufunH des Medschlis hat, nach einer Meldung der „St. eicrß burger Telegraphenagentur“, den russischen und den englischen Gesandten in Teheran veranlaßt, neuer- dings bei der persischen „Regierun? zu protestieren. Daraufhin haben die beiden Ge andren dre amt- liche Erklärung erhalten, daß das Anschlagen der Proklamation nicht mit Genehmrgung des Schuhs erfolgt set- Dieser habe den Gouverneur von Teherqn zur Verantwortung
e ogen und ihm befohlen, dre schuldrgen Unterbeamten zu Zefirafen. _
In Täbris haben gestern Neuwghlen zum dortigen Endichumen stattgefunden. Gewählt smd sechs Kaufleute und vier Geistliche. _
_ Die Krönung des Kaisers von China hat. „W. T. B.“ zufolge, gestern. unter großem Zeremoniell statt- gefunden.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Bericht über die estrige Sißung des Reichstags befindet sich in der Ersten eilage. ")
_ Der Reichstag seßte in seiner eutrgen 170.- Sißung, welcher der Staatssekretär des Innern Kdr.. vnn _ “Y mann Hollweg und de Staatßsekreiär des Yetchsxusttzam Dr.Mieberding beiwo nien, dre Drskussron uber die vom Zentrum, den reifinnigen, den Sozialdemokraten und Polen
über der am 29. September dieses Jahres nach der Unter-
_ Dre durch Wochen oridauernden Kundgehungen und Ausschreitungen in Prag, Lie durch die gewohnlichen Macht- mitiel nicht unterdrückt werden konnten, haben, mie gemeldet,
edun wis en Titwni und Ilwolskv veröffentiichten Erklärung einer Zoukoermineneckrdr Uebereinstimmung der Ansichten diese Uebereinstimmung
. . .. d ern. ebrachten nträge beziehungsweise Gese entwurfe, betr_ 811, , die bänderung der Verfassung un der Gesche: ls ordnung, fort.
Abg. Graef (wirtsch. Vgg ): Wir haben die von uns beantragte Adresse an den Kaiser nicht auf die Tageöordnung zu seßen vor- eschlagen, behalten uns aber vor, es später zu tun, wenn wir dies
ür wünschenswert halten. Wenn wir nun auch keine Veranlaffun
haben, einer Debatte über die Reichskanjkecveranlworiiicbkeit usw. aus dem Wege zu geben so können wir doeh ein gewisse? Bejdcxirern m e gen der Anschein erweckt, als ob die jeßige Debatte im Zusammenhang stände mit den Ver- handlungen, die am 10. und 11. November statt esunden haben. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß an einer rein ichen Scheidung
darüber nicht unterdrü en, daß die Anträ e
gerade Stadium eingebracht sind. Es wird dadur
Jahrgang 1908 entbält u. a. eine Zusammenstellung über die im ewidmet. Die 15. Lieferun brint eine tre li e Würdi- zwiscben beiden Materien _ unter allen Umständen festzuhalten Iabre1907 inÖeutschland beschäftigten l:Zitgendlichen Fabrikarbeiter und Jung des harten RealiSmus ?Meuniexs, Robins, ffBYrtbolomés, ist. Wenn etwas eine nuchterne, leidenxcbaftslose Beurteilung erwachsenen Fabrikarbeitetinnen. Dana wurden in 89 211 abriken und die modernsten Pariser Plastiker s ließen sich an. Dann erbeifibt, so" find es diese Dinge. möchte meiner Be. 449236 quendliÖe Arbeiter unter 16 Jahren bes äftigt; folk eine Kritik uber Klinger ais ildbauer, über Adolf friedigung daruber Ausdruck geben, daß die Reicharegierung unserer hierunter be anden sich 13054 Kinder unter 14 Jahren, idebrand und die in seiner Weise arbeitenden Künstler.
dieSmaligen Debatte beiwobnt und eine Erklärung lassen. Diese Erklärun ist im .Vorwärtk' einer abfäUigen iti unterzogen worden. her ich meine, die Reichsregierung aus ihrer bisheri en Reserve, pflogenbeit, an Initiativanträgen des Ha berauögetreten ist,
Lösung dieser schwierigen Aufgabe im Reichstage
die im Laufe der Jahre gepflogen sind, wenn man
Reden vergegenwärtigt, so kann man
klamaiionen des Ab .Ledebour des Gefühls einer gewiffen Ves ämung
nicht erwehren. I haite bei „einigen Stellen der Ausfü des Abg. Ledebour das Gefühl, als ob er das Milieu, uns befinden, etwas verwechselt hätte, als ob wir Deutschen Reichstage, sondern wären. Meines Erachtens kommt einem Aufgabe eines berufömäßigen Spaßmachers, antwortlichen Volkstribunen ju. Ledebour waren geeignet,
sondern
Er sagte mit großer
um diese siaatSrec-hilicbe Frage zum Ab chlu zu bringen.
Ledebour eine Glanzleistung genannt. Ueber den Geschmack läßt si nicht streiten, mir aber Vszcheint der Geschmack des .Vorwärtß“ etwas pervers zu sein. as die Anträge selbst betrifft, so sind meine Freunde bereit, sich an der Beratung in der Kom- mission zu beteiligen. Die Bestimmun en der Geschäfts- ordnung über die Behandlung von Interpe ationen scheinen auch uns abänderungshedürftig zu sein. Es ist einfach unwürdig, wenn der Reichstag mehr in der Lage ist. an Interpeliationen sachliche Beschlüsse zu knüpfen. Wenn ir end etwas hierzu geeignet war, so war es die neuliche Kaiser chatte. Sachliche Schwierig- keiten dürfte die von uns gewunschte Aenderun? nicht bieten. Was den sozialdemokratiscben Antrag auf die Mitwir un des Rei 9- tags bei Kriegßerklärungen betrifft, so wüßte ich ni t, wie ei unseren Parteikonsiellationen, zum Beispiel zwischen der Zentrums- partei und den Nationalliberalen,_eine Mehrheit sich finden könnte, die ein sachgemäßcs Votum daruber abgeben könnte. Es könnte doch auch mal sein, da? eine sozialdemokratiscbe Mehrheit zustande käme. Wie soilte eine olche Mehrheit über diese Frage entscheiden? Die äußerste Linke hat doch grundsävlich antimilitaristische Tendenzen; schon wegen der Gefahr einer sozialdemokratiscben Mehrheit kann man dem Reichstag niemals diese Entscheidung geben; und wenn erst nach dem sozialdemokratiscben WUZche die Frauen das Wahlrecht haben, dann würde vielleicht auch osa Luxembur , die blutige Rosa, an der Entscheidung teilnehmen. Ebeno ist der Anlraß wegen der Verfassunqsänderung be üglicb der Einberufung es Reichstags für meine Freunde unanne mbar. Allerdings war im Jahre 1900 die Sa e mit dem Cbinafeldxu nicht ganz einwandfrei, und es wäre wunscbenswert ewesen, daß damals der Reichstag einberufen worden wäre. Aber ieser Antrag hat sowohl praktische Schwierigkeiten wie auch politische Bedenken. Der Antrag Ablaß stellt das Prinzip der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers fest, aber es fehlt an den notwendigsten Bestimmungen, wie das Prinzip außgestaltet werden soll, worauf die Verantwortlichkeit Lieb erstreckt. „welrhes Verfahren einzuhalten ist und welche Wirkungen ck daran knupfen sollen.
(Schluß des Blattes.)
___
Bei der Ersaßwahl eines Mitgliedes des Hauses der Abgeordneten die am 30. November in dem tadt- und Landkreise „ serlohn, _dem Stadtkreise Lüdenscheid und dem Krer e Alteng rm Re ierungsbezirk Arnsberg statt- fand, wurde, wie die „Köln. Zi?“ erichtet der Handelskammer- santkus Hirich in Essen n.) mit sämtlichen abgegebenen 3 7 Stimmen gewählt.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Einnahmen deutscher Staaten aus der Jagd. verpachtung in fiskalischen Forsten.
In den leisten Wochen batTHch eine Reihe von Blättern der Tagespresse mit der Frage der erpachtung forsifiskalischer Jagden als einer sebr ergiebi en neuen Einnahmequelle eingehend beschäfii t. Während die mutma liche Einnahme sich anfangs in dem noch 3e- fcheidenen Rahmen weniger Millionen bewegte, bat neuerdings ein Blatt den zu erwartenden Pachtertrag auf 30 000 000 «(6 ftei ern zu können eglaubt. Demxzekzenüber dürfte es von Interesse se 11, die Jagdpx teinnabmen e 11 ger deutschen Staaten, die die Jagden ihres Staatsforsibesißes ganz oder teilweise durZ Verpachtung nußen, zur Vergleichung heranzuziehen, um auf dieser rundlage der Wahr- ;Feinlichkeit mehr entsprechende Folgerungen für Preußen ziehen zu nnen.
Nach der neuesten Statistik waren in El'jaß-Lotbringen von dem rund 154000 1111 umfaßenden Staaisfor ibesiv rund 78 000 119. mit einem durchschnittlichen IagdpaÖtergebnis von 1,10 «M* für das Hektar öffentlich verpachtet.
Entlprechende Angaben für das Großherzogtum Baden besagen, daß der m Jahre 1903 vorhandene Staatsforstbesiv von 94 486 1111 öffentlich meistbietend verpachtet und daß dabei ein Iagdpachtaufkommen von 53 217 „js, ai o für das Hektar 0,56.“ ju verzeichnen war. Im Jahre 1904 bat- aden begonnen, die aus der Pacht kommenden Jagden wieder in ei ene Regie zu übernehmen, wird aber noch Jahre Frauchen, um die unden zu heilen, die die Iaßdverpachtung seinem
ildsiand geschlagen at.
Von dem Staats orsibesiv Bayern! mit rund 937 000 ha waren nach bei Verhandlungen im anhaltischen Landtag im Jahre 1906 ge- ma ten An aben die Jagden auf rund 400000 118. verpachtet. Das kPa tergebn s bxtrug _in der Pfalz 0,8236 für das Hektar, östlich vom Rhein 0,22.“ fur das Hektar. Nach der neuesten Statistik bat die Jagd- vxrpacbtung hier eine Einnahme von 115 037 ..“ oder bei 400 000 113 fur das Hektar 029 ..“ ergeben.
_ Der preußische Staatsforsibesitz umfaßte im Jahre 1907 eine Flache von rund 2900000 1111. Zieht man in Betracht, daß schon das reiche Baden nur ein Iagdpachtaufkommen von 056 ..“ pro Hektar erzielen konnte so dürfte im Hinblick auf das siarke Ueber- Wiegen der Staatsforiien in den ärmeren östlichen Landesteilen selbst
hat ab eben
gerade der Umstand, daß ibrer Ge- uses nicbt teilzunehmen, beweist, daß sie wrklich gewillt ist, an der mitzuwirken. Wenn man die Verhandlungen über denselben Ge enstand durchliest, [1 5 ß " ts ä isch A f (b die d?maligen
wungvo en un von gro er aa m nn er u a una ge ragenen fck sich über de gestriÉen De-
rungen in dem wir nicht im in einem Theater oder Zirkus Abgrordneten nicht die eines der- Die Ausführungen des Abg. das Niveau des Reichstags 'berabju- drücken, beispielSweix auf das eines sozialdemokratisthen Parteitages. mpbase, das deuts : Volk wäre mündig onrtden,
on em Teil des deutschen Volkes, der durch seine reunde vertreten ist, läßt sich das nicht sagen. Trovdem hat der ,Vorwärtß' die gestrige Rede des Ab .
/ =
Iagdpachtau kommen nach A
9 Hand dex Fiskas zurückgelangen würden, teilung uberlaffen bleiben.
Jugendliche und weibliche Personen in den Fabrik- betrieben Deutschlands.
und zwar 7295 Knaben und 5759 Mädchen.
und 150 847 weiblichen Géscblecbts. Im sprechenden Ziffern des Vorjahres hat sich die Arbeiter um 24 735 erhöht" von der männliche und 1140 auf weißli
wurden, z t eine Zunahme von 5250. Die eschaftißung von über 16 arbeiterinnen at ebenfalls eine Zunahme 449 436 16 bis 21 Jahre und 696 099 über 21 J Gegen das Vorjahr bat die Zahl der Fabriken, Arbeiterinnen beschäftigen, um 4623, die Arbeiterinnen von über 16 Jahren um 49 636 zugenommen.
Bodenbenuvung im landwirtschafilichen Betrieb Bayerns.
überwiegend zu rein landwirtschaftlichen ili dies nach
iertel der Gesamifiä _ lionen Hektar Gelamtflä (73,10/0) landw rtfchaftlich benuvt, Wieseuland, Weinberge, reiche Weiden.
(4,70/). Forstwirtchaftlick; sind 1,3 22,201, benußt; dies ii _ Betrieben zusammenhängende
öher, ist jedoch für die
Was die einzelnen Benuvungsweise, je nach dem Umfange der Betriebe, intensivere, teils auf extensivere Kulturen. Während [)
äblung von 1907 noch nicht ermittelt.
ei den klein-
Roile spielt. Bei den P 58,6 % ihrer F1äche landwirtschafili? benuyt, anteil beruht jedoch nur auf dem [
(Größenklasse eine Anzahl Betriebe mit Rück scheidende _ kleine landwirtschaftlicbe während sie noch eine große Forsifläcbe daneben besitzen.
weiter festgestellt wurde,
. 0/ 118 0 ..
der Gesamt e Aäerland . . 2 790 134 48,0 flach Gartenland . . 59 115 1,0 Wiesen . . . 1 332 319 22,9 triibe Weiden . 45 660 0,8 Weinberge . 22 698 0,4.
Als Ackerland werden landwirtschaftlicben Betriebe ayerns benußt. erhöht sicb bei den klein-, mittel- und großb Gütern auf 51,2 bezw. 50,0 und 47,2 %, UebersiÖt zeigt:
Ackerland Wiefenfläch
ö ,L *I Z in der ZZ. 5,3 5:8 Hz Größenklasse 1111 :I "LZ 113 “TY“ ":I _ ?.Z- „ ow I..“? Z dw
© ?ck Y Z unter 2 118 . . 105 337 36,9 63,0 46 825 16,4 28,0 2- 5 „ . . 360142 51,2 65,8 167 831 23,8 30,7 5_ 20 „ 1 458 043 50,0 66,0 699 798 24,0 31,7 20 -100 , . . 805 797 47,2 66,0 385 528 22,6 31,6
100 118 u. mehr . 60 815 29,8 58,5 32 336 15,8 31,1.;
Die häufigste Nußunq des Ackerlands besteht im Getreidebau die hierfür verwendete Fläche beträ t 1751401 11a oder 62,8% des Ackerlands, 41,2 0/0 der landwirtscha?tlichen, 30,1% der Gesamtfläche. Am auSgedebntesten ist der Anbau von Roggen (5,5 Mia.2§ektar), 1321816199ng )Hafer (481000 ba), Gerste (334 000 1111),
a . Nach (Größenklassen betrachtet, erscheint die Getreide- kläche um so bedeutender, je größer der landwirtschaftliche Betrieb st, nur der Großbetrieb macht hierin eine AuSnabme, wie folgende Zahlen besagen: Ausvebnung der Getreidefläche:
Prozent Prozent Prozent Prozent
der der landw. der der G r ö ß e " kla s s e 119. Acker- benuvten Gesamt- gesamten
fläche Fläche fläche Getreidestäcbe unter 2 119. 49 265 46,8 29,4 17,3 2,8 2_5 „ 212199 58,9 38,8 30,2 12,1 5-20 „ 924 681 63,4 41,8 31,7 52,8 20-100 . 531010 65,9 43,5 31,1 30,3 100 118 u; mehr 34 246 56,3 33,0 16,8 2,0.
Auf die bäuerlichen Betriebe (2-100 11a) tre en, wie vor- stehende Berechnung in der le ten Spalte ergibt, ni t weniger als 952% der gesamten Getreide äche Bayerns, und zwar nd es vor- ne mlich die mittleren Bauerngüter (5-20 118), de sich durch Getreidebau aukzeicbnen' : stellen mehr als die Hälfte der Lanzen Getreidefliithe. Das mittlere Bauern ut erweist cb emgemäß nicbt bio in Lozialer, Fondern auch in vol wirtschaftli er Beziehung als Ru grat er bayer schen Landwirtschaft. .
Literatur.
Die Kunst des 19. Jahrhunderts und der Gegen- wart. Ein Grundriß der modernen Plastik und Malerei, mit 603 Abbildun en, von Dr. Berthold Daun, Privatdozenten an der Yerxogli en Technischen Hochschule zu Braunschweig. Lieferung 13_15 S luß). Preis je 1,20 „76. Verlag von Georg Wattenbacb, Berlin. _ Nach der Auögabe dieser drei Lieferungen von denen die levte allein 10 Bogen stark ist, liegt die 790 eiten umfa ende, mit reichem IUusiraiionSmaterial versehene Kunstges ichie vo endet vor.
Wie schon bei Besprechung der früher ers ienenen Lieferun en bemerkt wurde,
_ unterscheidet sie sich von anderen Wer en uber die moderne Kunst vorteilhaft dadurch, da die führen-
ZUf ein durchschnittlicheö Iagdpachtauxkommen von 0,25 „(6 pro ktar aum gerechnet werden können und ie angekündigten 30 Mi ionen
den Meister ein ebend behandelt sind, soda ein klares Bild der ganzen Kunki'tentwicklung vom Beginn des 19. Jahrhunderts
auf noch ni t eine Million xufammenschrum fen. Wie boch Fick das 51an der er ien Pachiperiode stellen könnte, wenn, wie in Baden, vollständig auSgeschoffene Jagden in die möge vrzrurteilsloser Beur-
Das'17. „Vierteljabrsbeft zur Statistik des Deutschen ReiÖS',
Von den inneren k Leuten zwischen 14 und 16 Jahren waren 285335 männlichen Ver [eiche mit den ent- abl der jugendlichen Zunahme entfallen 1067 auf e Kinder sowie 17 006 auf männliche und 5522 auf weibliche jugendli eArbeiter zwischen 14 und 16 Jahren. Auch die Zahl der Fabriken, in denen diese Arbeiter beschäftigt e
Jahre alten Fabrik- erfabren. In 85143 Fabriken wurden 1145 535 Arbeiterinnen gezählt, von denen abre alt waren.
die erwachsene Zahl der beschäftigten
Die landwirtschafiliiken Betriebe benußen ibreFläche naturgemäß
Zwecken. nVa ern der neuen Betriebsfiatistik von 1907 für anezu Frei der genannten Betriebe. Von 5,8 Mil- werden nämlich 4,2 MiUionen Hektar d. b. als Acker, Garten- Dem gegenüber trifft au unkultiviertes sowie sonstiges Land nur ein Areal von 280000 113 Miliion Hektar oder i aber nur die mit landwirtschaftlichen " orstflache; die gesamte Forsiftache einschließlich der reinen Fortbetriebe sieilt fich wesentlich
rößenklassen betrifft, so erstreckt sich die teils auf
„mittel. und großbäuerlicben (Gütern die landwirtschaftliÖ
benuyte Fläche 77,8 bezw. 75,8 und 71,5 0/11 des Gesamtareals ausmacht, beträgt dieser Anteil bei den Groß [) etrieben (über 100 118) nur 50,9 9/0, da hier gleichzeitig der Forstbetrieb eine nicht unbedeutende arzellenbetrieben (unter 2 119.) sind dieser geringe Prozent- orma en Grunde, daß in jener "sicht auf dix _ bier ent- Flache mitzuzablen waren,
Von der landwirtschaftlich benutzten Fläche sind, wie
iernach 48 0/0 der Gesamtftäche der Dieser Prozentsaß äuerlicben wie die folgende
eisen-
aucb die Plasii zu ihrem vollen Rechte.
gewidmet ist. Dann folgt eine
allem werden Vegas und Siemerin Richtung eingehend geschildert. Bildhauer Karl Echtermeier,
in der modernen Malerei". Als Italiens wird Segantini gefeiert.
gegriffen.
als ernsten Gelehrten außzeicbnet, das moderne Kunstleben befähigt.
gemeinverständlicher Darstellun en „Aus Natur die der Verlag von B. G. wieder eine Reihe
;neuer Bände oder
Universität Kopenhagen Dr. Edv. L eidentum und Christentum, in ystik aus grauer Heidenzeit bis in die
folgt wird. Nach einer Einleitung,
spezifisch religiösen Mystik bestimmt wird, niedrigsten Stufen ei den primitiven Völkern, der orientalischen Kulturvölker (Chinesen,
tums zuzuwenden.
eiterentwicklung in der gr Es folgen Abschnitte über die deutsche Luthers und die der Quietisien. mit einer Schilderung des Einflusses
die Romantiker. _ Im Band 225 behandelt Kalweit knapp, aber insiruktiv und übersichtlich
von besonderem Interesse sein. Es bandekt sich
baupten vermag. bedeutsamsten, seit Kant
sie erörtert , von
denen die einen die
Religion,
verknüpft Sittlichkeit ;
sie.) aber auf das
weit abweist. egel wieder läßt die allgemeinen GeiteßprozeÉ ber-"orgeben; zielt dage en darauf ab, ige
zur Aner ennung zu bringen.
Natorp und Höffding zusammenfaffende Erörterung des Problems schließt
werden darf. Weinstein „Die Entstebun der
dargeiellt und besprochen. Die bibli der bylonischen zusammenbebandelt; es eschichten der Phönizier, Araber, Aegypter, nder, UYro-Finnen, Eskimos, Indianer
lichen Tßeorien und Hypothesen Naturpb losopben und die anderen Philosophen des die in neuerer Zeit Franklin aufgestellten Theorien.
gewaltig re chbaltiges Material behandelt. einen genügenden Ueberblick über die Frage erhält
für seine Gabe, kurz und doch volkstümli In dem mit 20 Abbildungen versehenen Dr. Christian Gas de eine kurz aefate
Altertum bis auf die (Gegenwart).
Darstellungskunst und der rarcbitektur mit
bis zum Impressionißmus modernster Bübnenbelden
ihren e durch bbildungen erläuterte Dar teilung darf jedem, liebhaber zum verständnisvoiien Tbeaterfreund sicb empfohlen werden. _ In re Bänden 219 und 220 der Re tSanwalt P „Die Jurisprudenz im häuslichen Leben“ erste Band handelt von der Iuriöprudenz in de Erörterung der grundlegenden Begriffe Form das für den und Erbrecht vorgetrFen. Der reiche Stoff einer dur acht bende fortgesetzten
haltung ge oten. Die für Li
a en. namentlich
_ Von der rühmlichst bekannten Sammlung wi
schon
Inder, nach (Griechenland, um sich dann eingehender der My
„ In diesem Abschnitt werden die mystischen banomene sowohl im neutrßamentlicben Christentum,
U
Religion Schleiermachers nart und Selbständi keit der Religion
wie aus den kurzen Andeutungen schon berdorgebe führung in das für unsere Zeit so wichtige P _ Viel Intereffe dürfte auch das 223. Bändchen finden, in dem der Geheime Regierun skat, Professor Dr. W. B. elt und der Erde nach Sage und Wissenschaft“ be andelt. Im ersten Teil der sehr lesens- werten Schrift werden die sagenhaften Erszählungen von der W
ömer, Germanen, Kelten, Slaven, Chinesen, Ia
wandernden Mimen des Mittelalters und dem Renaissance auf. Ferner versucht er die Stilschulen innerhalb der neueren deutsehen Schauspielkunst von den Bestrebunßen der Neuberin
r Familie. wird in Laien Wiffenowertesie aus dem
belebrenden
an bis zur Ge enwart entsteht. Neben der Malerei kommt darin _ _ In der 13. Lieferung wird zunachst das Kapitel uber den Realiömus in der Malerei Deutsch- lands zu Ende geführt, dessen Schluß dem Freilichtmaler Liebermann _Darsieilung der Geschichte der deutschen Skulptur in der zweiten Halfte des 19.Iabrbunderts. Vor als Gegner in ihrer künstlerischen E n größerer Raum ist auch dem der in der Grabmaiskunfi neue Ziele erfolgreich aufsuchte, und Friß Schaper ais Monumentalbildner ge-
as vorleßte Kapitel des Werkes behandelt die realistische Malerei in Italien, Hannd und Belgien, das leßte .Idealißmus AlbedeuthdsiÖrumJ ich1iß si
Sgroer oäner et ISraels an, als Engländer Herkomer, Rosetti, Burne-Iones u.§ Von den Franzosen sind Moreau und Puvis de Chavannes beraus- Böcklin, Thoma, Klinger werden als bedeutendste Künstler der idealistischen Richtung in Deutschland charakterisiert. gutes Buck), mit dem Daun die kunstgeschi tliche hat. Der Leser kann aus ihm viel Brie rung schöpfen und wird durch die stets sachliche Behandlung des Stoffes, die den Verfasxer zu einem selhständigen Urteil
geht der
nungen
_ In dem Bestre en, der Religion für Humanitai und Kultur eine Bedeutung zu sichern, kommen zu einer Umdeutung derselben. Heim suchen zu vermitteln zwiséhen Religion und Kulturleben.
olgen die Schöpfungö- Iranier, (Griechen,. aner, Mongolen, Poivnesier, der Au tralier und afrika- ni (hen Völker. Im zweiten A5schnitt werden dann die wissenschaft- kuu erörtert; zuerst die ionischen Altertums, danach don DeScartes, Wbiston,
Buffon und
Eingebender wird dann Kants Theorie und im Anschluß an sie diejenige von Laplace behandelt. Zulext finden die Theorien von Lord Kelvin, Ritter und Artbenius etucksichtißung. Auf dem engen Raum von 139 Seiten ist also ein Daß der Leser dennoch
spricht nicht nur
für die Beherrschung der Materie durch den Ver asser, sAdern auch
darzu ellen. _ Band 230 gibt
„ , Geschichte des
Theaters (Schauspiel aus und S auspie unfi vom griechichen
ndem der Verfa er ein ild
von der Entwickelung des Schauspiels und der Schau pielkunft ent-
rollt, deckt er zugleich die L?saxnmenbänge der klassisckj-Yiecbisäoen ea e
dem piel des Tbeaterbau der
ie Leistungen der
Meiningser wie der Darsteller des Moskauer künstlerischen Theaters, aus chicbtlichen und psycholo ischen Bedingungen zu erklären. Die
der vom Theater- beranbilden will,
i ansprechender Form weiß in den .Bienengräber über
zu erzählen. Der k Nach napper Ebererht Form Unter- pröde
wird in
Damen,
Materie gewinnt dadurch an Intere'kse, zumal die zur Erläuterung
beran erogenen Beispiele recht gescbiä't aus den Vorkommnissen des
dann in ähnlicher Form dasjenige, Haushalt von der Jurisprudenz wiffen sollte.
dur
und
bältniffe der Dienstboten. Iedes derV
reiche Gebiet des Rechts vielen willkommen sein. _
tägli en Lebens gewählt sind. _ Der folgende Band (220) behandelt was die Haus
rau für ihren Da werden zu-
näth die für die RechtSJefcbäfie geltenden aUgemeinen Grundsä e gesprothen; es folgt ein Belebrungöabend über die Begrixe BesiyO und Eigentum sowie zwei weitere über Kauf, Werkvertrag
arlebn und über den Dienstvertraq, insbesondere die Rechtsver- ändchen, denen ein Wort- und Sachverbzeichnis beigefügt ist, bildet ein in sich ab escbioffenes Ganze, doc? ste en sie naturgemäß inhaltlich in engem Zu ammenbange. Sie dür ten als praktische und angenehme Begleiter in das
an Irrwegen Es sei noch der-
nd Romantik er Maler
Es ist ein Literatur bereichert
üer
enschaftlich- und eisteßwelt', eubner in Leipzig berauSgibt, ließt erschienener n neuer Auflage Vor. Es sei hier *nur auf einige dieser wertvollen Büchlein kurz eingegangen: Der Band 217 enthält die Ueber- sesung einer Schrift des Dozenten der ReligionSgeschichte an der ehmann über die Mystik im der der Kreislauf der Gegenwart ver- in der das Wesen Vder er- faffer den bisiorisYen Erscheinungen der Mystik nach, Von ihren
dureh die Religionen Perser) hindurch itik dcs Christen-
wie in ihrer ethischen und römischen Kirche“ erörtert. Mystik, besonders die Die Ausführungen schließen der Mystik auf der Liz. Dr. Paul die Stellung der Religion im Geistesleben; die Schrift dürfte in unseren Tagen, in denen sich überall neues religiöses Leben verbeißungSVoll re
r den VerJasser um die Frage, ob die Religion sich innerhalb des Geisteslebe
t, vielen
ns zu be- Er sucht die Frage zu entscheiden, indem er die hervorgetretenen Anscha Reli ion anderen Seiten des geistigen Lebens anzuordnen während andere ihr ihre Eigenart und Sonderstellun So vollzieht Kant die strenge Scheidung zwischen 5
“"über möglichst estrebt waren, sichern wollten. iffenschaft und innigste mit der Fries seizt die Religion in Verbindung mit dem Aesthetischen, während Kierkegaard alle Beziehung auf Aesthetisches aus Aeitiyeti? r e
Eucken und Eine die Arbeit ab, die, n dürfte, als Ein- roblem empfohlen
lt (he SYöpfungSgescheichethfits1bYL