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vollendete Thatsache. Seiner Ankunft in Fiume darf bmnen acht Tagen cntgegengesehen wcrden. ' , ,
- 6. April. 'Das-Amtsblatt brmgt eme Allerhöchste, Exu- schließung, mit welcher Emertch'Fest zum Stgatsscxretazr U11 Handelsministerium ernannt Wird,“ (Lerner pte Mttthezlung, daß Graf Alex. Tcleki die definitch_ 'rlaubmß erhielt, 111 der Heimat zu bleiben und seine konfiszirten Güter zurückerhal= ten habe.
Niederlande. aag , 6. April. (Köln. Ztg.) thder gcstri en Sißung der weiten Kammer sagte der Mynstex dcs uswc'irtigcn, Graf van Zuylcn van Nerelt, m.scr- ner Antwort auf die Jntcrchatwn des Herrn Thorbecke, er wisse, «daß der Groß0erzog dre Frage wegen Luxemburgs ernst- lich und genau unter ncht habe und daß er m'xch langer Unter- suchung zu der Uebcrzeugung gekommen scx, daß das In- teresse von Hokland die Trennung der dynasttschen Ver- bindung, dic. , wenn auch noch so schwach , MYM den Niederlanden und Luxemburg besteht„ verlange. on der Vorspiegelung von Millionen und Schäßen, deren man er- rvähnc hat, ist durchaus keine Rede gewesen. . _ . schädigung gefordert worden wäre, so" würde _dtcse so gering ge- wesen sein, daß fie noch nicht die Hälfte würde betragen _hqhen von den Domainen, die 1816 zuerkannt wurdcn.« Der ;Mtxnstcr iebt zu,“ daß Holland kein Intercffe in der [U 'enzburgtsclch
rage habe, jedoch nur in dcr Voraussexztxng, da 'die _Vexhalt- nisse von Limburg genügend und Vollständ1g gerxgelx seien. Er habe bei der Preußischen Regierung im Jntexeße euxes guten Einverständniffes zwischen Holland und Frankrctch so nne zwischen Holland und Preußen darauf gedrungen, daß alle Beschwer- den, welche aus den Verhältniften von Luxemburg „erwa'rb-s'ey könnten,*bescitigt- würden; Preußen habe it] dieser Vezte ung dtc ausführlichste Erklärung ge eben. (Der Mmifter verla dte de_- reits erwähnte Note,) »ch) glaube,« so- schloß“ der M1- nister, «daß ich das Ziel der holländischen Regierungxeutnch kund gegeben habe. Es versteht fich von selbst,'daß'ich dtc (“rage 1th dem Repräsentanten des Großherzogtths übérlaffen' „ann, welcher gegenwärtig hier ist. Heute, wo ich die Gewiz'ß Lit er-
langt habe, daß dre Angelegenheiten Limburgsxrledig' sind", füge ich-hinzu, daß ich mich mit 'der Angelegenheit von'L-uxem- burg weder offiziell noch offiziös beschäftigen" werdc.«
Belgien“. Brüssel,:5. April. Die Kammer der Re-
präsentanten hat heute die DiSkussion der einzelnen Artikel des Gescßes Über. dieWahlreform begonnen. Ein Vorschlag von derIRechten, den Gcseßentwurf und alle dazu gestelltenAmcndc- ments'a'ndie Central-Section zurückzusenden“, ward mit 70 gegen 32 Stimmen abgelehnt, eben so" ein Vorschlag des Verichtcxstat- ters der Kommission Über die Folge in der Berat0ung der verschiedenen Anträge. Es wurde mit dem Geseßvor chlag der Regierung begonnen und der erste Artikel , welcher das gescß- liche Alter cines Wählers auf das Mininatm W112] Jahren herabseyt, ohne Widerspruch angenonnnen. -
Großbritannien und Irland. London, 5. April. In der gestrigen Sißung des Unterhauses erwiderte Lord Stan- lex) auf eine Interpellation wegen der rusfiscl) samerikanischen Unter- handlungen: Ich habe so eben ein Telegrmnm aus St. Petersburg erhalten, Welches im Wesentlichen sagt, daß dort die amtliche Nachricht vom Ankauf des russisch:mncrikanischcn Gebiets Seitens der Regie- rung der Vereinigten Staaten eingetroffen sei. Ich denke dcnmack),
daß die Salbe vollständig abgemacht ist , so weit es auf die Exekutive ;
der Heiden Länder ankommt; aber das Haus weiß, daß nach der „ „ „ , , „ amcrtkanischcn Verfassung die Akte der Exekutive vom Senat bc- ,' UU Krtcgcs Mk Ruhe 1111ds0gar, WW lll) IMMI Unt BUUIWIW- stätigt werden müssen, und dies, glaube ich, ist noch nicht geschehen. ; gesehen haben. Was mm M' erstere Frage betrifft, ob wn" dcn Kimm '
Ich. kann noch nicht sagen, ob die Aleutischen Inseln in der pro- ]ekttrtcn Uchcrtraguyg mit inbegriffen find. Ick) xenke nicht, da fie 1111 Allgcmcmcn alssz“, untcr d'er Regierung auf der-afiatischen Seite stehend angesehen thrdcn. H1z1fichtlich der gegcnwärtigen Bc ichungcn Etzglands zur spamschcn chwrung, erklärte derselbe auf efragcn: Letdxr schweben zwischcn uns und Spanien zwei Fragen ,' die eine betrt t den Tornado, die andere die Victoria. Was den lcßternFall [Z,ctri' t, so kann ich nux sach, daß die Korrespondenz, so Wett fie cht, nch m den Händen des Hauses befindet, und daß ich auf meine Jcßtc Depesche keine ErwicDerung erhalten habe.
Im Comité „dcs Hauses legt der Schaßkanzler das Budget vor. Dcr„1vese11tl1chc Inhalt seiner Rede war folgender: Es ist dem Hause („Hluckfzu wünschen dazu, daß troxz der durchgemachtcn Geld- krtsts dle Exnnahmc Hes Jahre?? 1866-1867 den Voranschlag um Z,?41,000 Psxmd/„Stcrlmg überstiegen hat. Der Voranschlag war 67,013j000 Psd. Otcx'l, dre wirkliche Einnahme, großenthcils in Folge cmes unerwartet hthrn oll- und Acciscertrags, also einer um c= sxhwächtcx) Konsumtwnskra t, 69,434,000 Pfd. Sterk. Anderseits Fc- ltef fich'dte auf 620314000 Pfd. Stekl. veranschlagte Staatsausgabe nur auf 66,780,000 „Pfd. Sterk, was eine Ersparnis; vvn 251,000 Pfund Sterling crgtcbt. „Ersparnis; und“Einnahmen-Mehrbetrag Yldeq also zusammen emen, Ucbcrschxxß von 2,654,Z14 fund “Sterlmg. In derselben Werse IZcit die Bilanz in dcr ckaß- kammer sich von 5,851,314 fund Sterling auf 7,294,000 Pfund Stekl. gehoben. Die Ausgabe des Jahres 1867-1868
Wenn eine Ent- “
nun.ift laut Voran la fü ,„ntcr'e en der Nationalschuxld 26,000 fd. St., andei'e'kgonÉZideréxZ nds-Éstcn ], ,000, Armcc15,253,0W ,loxtte 10,926,000, _W'ilftaat di'cnst'8,203, _ ,Newcnuc'Ü-Einsamurl'ung
5143,000,' Postpacket-Dict1st 807,000Z „Summa 68,134,000 Pfd. St, :c Einnahme ergiebt fixch aus folgenden V'oranschlägcn: Zollertrag
22,000,000 Pfd. St., Accise 20,700,000, Stempelgebühren 9,550,000,
lefchäßungssteucrn3,500,000, Etgcnthmnsstc'Uern 6,000,"000, P
4650,000, Kronländcrcien 340,000,
Summa 69,340,000 Pfd. St. _
Nachdem nun der' alte Ueberschuß von 1866-67 auf verschiedene
Stcucrnachlässe verwendet worden, fragt es steh, wie der im Jahre'
1867-68 zu erwartende Uebe chuß von 1,206,000 Pfd. St. benußt Werden soll. Im Laufe des, letz cn Dczcnniums ist die Steuerlast um ungcxähr11,000,000 Pfd. St.)ähklich erleichtertwordcn, so daß keine Steuer von chretcndcr Ungerechti kext oder allgemein drückendem Charaktermchr
Vorhanden ist. Zuxeinem l'ngriff auf die Malzstcucr berechtigt das veran- -- schlagte Surplus 11tcht,dazuift es viel zu gerin . Dagegen kann es zu dem '
lobenswert en und patriotischen wack dcr chuldentilgung verwerthet werden. ndem dcr Schaßkanzlcr m diesem Punkt den Prinzipien
seines “VorZJngers Mr". Glädftone) gerechte" Anerkennung zollt, schlägt “**
er Vor,'24, 0,000 D.St. der Natwnalschuld dadurch zu tilgen, daß er „fie tn zwet yxrschxedene inbre11ten (annnjtiss) verwandelt, welchc Hells am 5. Apxe 18,85 u.nd* xhcils am 5. Juli 1885 erlöschen sollen. „ ach Abzug dxr fur .das JaYr'1867-68 anf 750,000 Pfd. St. berech- neten Converttrun'skostcn “leich von dem in Aussicht ,gcxftéUtén Surplus “456,000 3 fd.“ St. übrig. Von dieser Sumnje verwenöct er
210,000 Pfd. St. dazu , die Scevcrfichcrunkzsgcbührcn auf 3 D'. per --
100 un? _bei Zeitversickyerungcn“ für mehr a ,s sechs Monate auf 6 .D, zu ermaßtgexq. Der nun noch zyrückbleibmde Rest des Ueberschusscs, un Betrage v9n'246,000 Pfd. St., „sollßnich't angetastet wexden."“' Es cntsptnnt nch hierauf eme Diskusfion- dic daxüit““endet, daß das Haus den Resolutionsantrag dcs Schaßkanzlcrs aufTr- yxttxruxtg der "eben ablau eydcn Einkonnnenstcuerbill ohne Widxrspruch. anmmmt. ' " . *" * '“ * - In der hxutigen Unterhausfißung stellte R. Peel chen- der luxemburgtschen Angelegenheit e_inc Interpellation, dercn Hauptfragen Rl) aus der folgenden Beantwortung Lord Stan- lcy's crchy: Jedermann weiß, daß die franzöfischc _Regie- rzmg_das _ ebtcts von. Luxembur] zu erwxrben wünschte. ES ist*auch ?txmlxch allgemcm *bekqnnt, da der König von Holland bereit war, czncn Best; unter ge1vrssen BcUngungen aufzugeben.... Aber es ist mcht dereFall, daß er berctt _war , 176) von dem Gehict ohne alle Bcdmgxmg zu trennen. Wie ich berichtet bin, schlug er mehrere Sttpulationen vor, auf dcncn er im Falle der chcrtxagung bestehen w-lete. Die erste war eine 'gejyise Entschthgung, aber ob se die dixektc pckuniärc Form haben sollte, lst mtr, mcht bekannt,“ die zweite Bedingung war, daß dgs lu_xc111bu1'g1sch,c*Y9lk rzm seine Wünsche befragt werden sollte, und die drtttc wax die Wmvtlligung der Großmächte, namentlich Preu- ßens. _Als dre Sache zur Kcnutniß Preußens kam , richtete es eine Mttxhetlung daruber_an dre andern Mächte, die den Vertrag vom Apr1l 1830 yntcrzctchnet haben. 'Eine dicscr Depeschen ging Ihrer Ma1estat Regierung, und ich erhielt sie am vori- gcx1 Sonntag. Im Wesentlichen wurden zwei Fragen an nnch gcfteUt,“ exstxens, ob die britische Regierung fich bemühen wo_llte,_ dem, Köxng von Holland vom Beharren in den ver- mcmtltch cmgelcttcten U11tcrhandlungen abzurathcn; zweitens,
wclche Auslegung die britische Regierung dcm Garantichrtrag von ,. * 1839 gebe.
, , Aus die zweite Frage vermochte ich nicht ohne Weiteres mzt Bcftmnnthctt zu antworten, wcik England nicht der einzige Unter= zctchner ]encs Pertragcs ist . . . Deutschland - und ix!) fur'mcn) Theil freue mich dcéscn - geeinigt in einem Grade, ww cs„d,1es mc gcwcscn - ist Vollkormncn im Staxxdc, sck) selbst zu verthctdxgcn, und :ck Henke, es wäre nicht sehr leicht, darzu- thnn, d_as; Englayd verpflichtet sci, cinzuschreitcn, um eine Vereinbarung zu verhmdcrn,“ dre eine kleine Vergrößerung Frankreichs zur Folge haben könnte, nachdem dicchierung und das Volk von England dickoloffale Vcr- größcrung Deutschlands odcr eigentlich Preußens als Folge des [cy-
voq Hollank) bercyen wollten, von der Unterhandlung fich “zurück- zuztchen, so lst meme Antwort, daß die Zustimmung des Königs von
Kokland, wie ich vernommen habe, an die erwähnten Bedingungen ge- __
nüpft war. Und von Ynfang an hatte ich sehr lebhaft die Vor- stellung, daß Preußxn semc Eimvilli ung niemals geben werde. Ge- stxrn kam„the Nachricht an, d'aß die 5 btrctung Luxemburgs aufgegeben set. 'Bcstattgt wurdc, fie nur durch den niederländischen Gesandten, Her mxch'hcutc Ngchtmttag besuchte und zur Mittheilung dicses Factums 3111 Namen scmcr Regierung ermächtigt hat. Damit, denke uh, tft dlc,?xage, so, wie fie Holland angeht, zu Ende. Ob ?ckth das wn ltchc Ende der Frage ist, die daraus entstehen mögen, kann man unmöglich sagen. - Auf eine weitere C“Mage ccls sagt Lord Stanley: Vonxincm schriftlichen Profe c Nu lands YIM dcn Hgndcl habe ich 1th zum ersten Mal von dem Herrn 5 arqnct gehört. Das auswärtige“ Amt hat von einem solchen Schrztt des russischen Kabincts keine Kunde. Was die Frage betrifft- ob dtc Abtretung in Folge der Vorstellungen Englands aufgegeben
! worden, so denke ich, gesagt zu haben, daß ich in Anbetracht der
ho'lléz'ndtschcn Bedingungen, wie des Umstandes, daß Preußens Ein- 1vrl11gu11g_11icht erfolgt 1st nyd schwerlich erfolgen wird, mich nicht bk- rufetx gefuhlt habe, irgend eine solche Vorstellung zu machen, und der Verz1cht_auf das rojckt, wcmx der Verzicht wirkltcl) Thatsache ist, kann gervÖß mcht irgcn eincm Schrrtt der britischen Regierung zugeschrich wer cn.
- 6. April. Die Liberale Partei hielt gestern inGlad- *
. „ ostertrag . diverse Emnahmcn 2,600,000„
geeinigt wie es jetzt ist '
* von Puebla aufgegeben.
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snle's? au'se in Betreffzder' „ “t; Whey Maßkcegéln bex„,der Ümfdrnng der Reforn'xhtll“ deTUNxZsékyÜg emchxsazmnlup „. Der'*Fi'lh'rer der OPP'Ost_ttox1 erklärte, es sex x„rnstxlxch d1e_A_-hs1 t def" Liberalen„ die Regierung m ihren Bemu ungen,. cm?“ , be- friedigende Bill durch; das Haus ?ubrmgcn, zu unterstußen. IU dteser Absicht machte er den Vor chlxtg, daß auf Hey Antrag, dastaus möge über die Vorlage m die Conntefiyun “em- treten, ein weiterer Antrag gestcklt werden solle, wodur der- selbe ermächtigt werde, die Klauselnm Bezug, auf “Besteuerung in dem Entwurfe zu modifizx'ren Uixd far die Zulaffqng zur Wahl in diesen Abschnitten eme bestnnmtc Grenzqzu ztxhen, , Der SUltan von ' anzibar hat ch)- ehemaltgxnsudstaat- lichen Kriegsdampfcr » henandoah« kaufltch an fich gebracht. Frankreich. Wiedie „Köln. Z
_tg_.« nach ,der_ »Preffea meldet, hat der Staatsrath den Antrag der" Komnnsfion über die Lamartine'sche Dotation wxeder .abgeandert._ Herr von Lamartinc soll ein. unangretfbares Kapttal von 500,000 Fr. erhalten, dessen Zinsen ihm zufallen, und das nqch fernem Tode der Hinterlassenschaftsnmffe zu Gute k_ommen Wird. ,
_ - Der »Monitcur de, la Flotte-e zdetgta11,_daß,xcheM§1rschal,l Bazaine sich in'Vera-Cruz eingeschxfft hat, ck_untxcs 1716 Offt- zierc und Mannschaften der nwxxkamschen_Flothy-D1V1sxo11„eme gewiffc Anzahl von Ehrenlegionskreuzen unp Mtlttmr-Medatllen vcrthcilt hat. Er. ließ bei dieser Gelxgcnhxtt- emcy Tagesbefehl veröffentlichen, um die Flotte wegen threr m;Mcxtko gememfam mit der Armee geleisteten ausgezetchnetcn Dtenste zu beloben.
, Portugal. Die Abgeordneten-Katnmer hat mit eine; Majorität von 73 Stimmen skinnntliche Entwürfe,; der admi- nistrativen Reformen, ebenso ww auch“ dle "ganze. Rethe der von der Régierung vorgelegten neuen Auflagen bervtmgt. ,
Der Marquis von"Mo11tl)o_lon, außeroxdentltcher Ge- sandter und bevollmächtigter „Mimstcr des Kmsxrö Napoleon beim“ Könige vonPortugal, hat am 30. März semen Gesandt- schaftsposten in Lissabon angetreten. -
Jkalien. Florenz, 6. Aprjl._ (W. T. B,.) „ Der König hat Rattazzi mit Bildung des Mnnstermms hcauftragt, nach- dem General Menabrea wegen des Todes fcmes Sohnes ab-
gelehnt hatte. ' „_ , - Beim Empfang der von beiden Kammern uberretchten
Adressen theilte der König mit, daß er Rattazzi mit d„er Bll- dung cines Ministeriums beauftragt habe, welche§ dxe Ver- söhnung zwischen Regierung und Parlament erbctfuhren „solxe. Der König“ hob ferner hervpr, daß von a “en, augenblicklich vorliegenden Aufgaben die Fmanzfrage dte wrchtrgste set, er set von der Bedeutsamkeit derselben derart dtxrchdrqucn , daß er fie persönlich zum bcsondchr1Gcgc11fta11de ferner Prufung mache.
Griechenland. Athen, 5. April. Ricciytti (Hayi- baldi ist mit 150 Gefährten Über Korfu xmch Italien abgeretst. Die Zuzüge fremder Freischaaren nach Griechenland haben auf- gehört.
Türkei. Konstantinopel, 6. April. (W.T.B.) Omxr ascha wird statt Des Obcr-Komnmndos in Theffalten 'das 111 andia Übernehmen. ,
Der hiesige russische Gesandte, General-Lteutenant u1_1d
General-Adjutant des Kaisers von Rußland, JgnatTeff, [|
zum Range Lines außerordentlicben Botschafters erhoben.
R::szland und Polen. St. Petersbuxg, 7. April. Das »Journal de St. Pétcrsbourga „ragt Angxstchts der uber- stürztcn Urtheile der inländischen Prcnc Über dre Y_btrxtnng Per Wsstschen Besißungen in Nordamerika, daß man erst dteDetmls,
die Ursachen und die Tragweite dieser Angelegenheit kennen“
müsse. Vorläufig könne man blos sagen, daß eine für beide Thxile vortheilhaftc und die erworbenen Rechte achtende Trans- actton wahrscheinlich sei. Es würde sich darum handeln , dxe Osifibirischen Häfen zn begünstigen, den Kolomeen, welche nur Ulcht gebührend auszubeutcn vermochten, Aufschwung zu geben und den beiderseitigen handelspolitischen In„tereffen 1m St1llen Ocean vollkommene Genugthuung zu gewahren.
Amerika. New-York, 5.„April. Imhöchstcnchrßchts- hofe chllxtde eine Petition um Einstellung der chonstruktronSakte emgerei .
„ Aus der Havannah berichtet xnan, daß Marsxhall B„a- Fall?]? mit der französischen Flotte dtescn Hafen am 2.7. Marz er 16 .
Nachrichten aus Mc'iko zufolge wurde Mejia 091,1 EZcobedo geschlagen, Hic Kaiserlichén hatten San Lats Potosi wieder-gcnommcn Und die Liberalen die Belagerung
, 'Der «Dampfer »Shannona, der in S9uthampton “MUM bringt die neuesten Posten ans Brastltcn und vom
La Plata. Präsident Mitre war in Buenos Yyres ein- etroffen und stand im Begriffe, die Regierung. wxeder m die Land zu pehmen und ein neues Ministertum zumbtlden; Vor yrupgtty war in den Operationen. der Allnrten eme ge- Mffe Sttlle emgetreten. Namentlich seit dem 2. Februar, wo man den großcxz Sturm auf die Festung gemacht, war das Bombar- dement sextcns der Brasilianer nur lässig betrieben und von den Befestigungswerken auch nur mit wenig Energie beant- wortet ryoydcn. Den erwähnten Sturm hatte man unternom- men, wre ]th nachträgUch verlautet, um, so lange die Armee noch zusammen war, noch einen xntscheidenden Schlag zu ver- suchen. Kurz daraufzogen denn dte 5000Mann Argentiner ab, Paunero u Kilise, der, von den Insurgentcn bedrängt, aber„ vor der An un t der Truppen schon durch Oberst Arredondo verstärkt wurde. Der Aufstand, der bedeutende Dimensionen angeyommen hatte, sah ziemlich drohend aus, und es hieß all- gemem, die Rebellen würden demnächst den Regierungstruppen ein Treffer) liefern. Ueber die Ursache des Fehlschlagens der leßten Action gcgen Curupaity, berichten die Zeitungen aus Buenos Ayres, die Flotte habe die Werke mit so großer Ener- gie beschossen, daß es der Vesayun unmöglich gewesen sei, auf den Wällen zu bleiben. Als.ß11 effen dieLandtruppen zum Sturmc heranrückten , waren dre Panzerschtffe gcnöthigt, das Feuer einzustellen, um nicht die eigdenen Truppen zu beschießen, und so gelang es den Belagerten, en Angriff abzuschlagen.
Telcgraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telcgraphcn-Büreau.
„München, Montag, 8. April, Morgens. Die amtliche »Bayersche Zeitunga konstatirt, der König habe die Absicht ge- habt, eine vierwöchcntliche Reise _zu unternehmen, fügt aber hinzu, das Reiseprojekt sei Angesichts der sich ernstlich gestalten- den politischen Verhält11iffesogleich definitiv aufgegeben worden.
_ London, Montag, 8. April, Morgens, Zwei englische Panzerschiffe sind von Malta abgegangen , angeblich nach Cadix wegen der bekannten Tornado-Affaire.
Aus New-York wird gemeldet, daß Präsident Johnson den General Franc Blair zum Gesandten der Union in Wien ernannt hat. _
Paris, Sonntag, 7. April, Nachmittags 5 Uhr 30 Mi- nuten. In den Departements ist eine ministerielle Affichc ver- breitet, welche die Nachricht dementirt, daß die Regierung an Preußen ein Ultimatum gerichtet habe. Die »Patriea enthält dasselbe Dementi und bestreitet ferner die Berufung des Mar- schalls Mac Mahon, "sowie die gcrijchtswcise behauptete Bil- dung cines Lagers von 100,000 Mann an der Ostgrenze. Sie stellt fernek in Abrede, daß eine Anleihe von 300 Millionen bevorstehe.
Florenz, Sonntag, 7. April, Abends Das neue Mini- sterium soll folgendermaßen z'usammcngeseßt sein: Rattazzi Inneres, Ferraris Finanzen, Revel Krieg, Pescetto Ma- rine, Correnti Unterricht, ViZconti Vcnosta auswärtige Angelegenheiten, Tecchio und Cambra 1) =Digm) werden für Justiz“'resp. Landwirthschast genannt.
Kunst- und wiffenschaftliche Naohrichten.
Peter von Cornelius in Düsseldorf und München.
11 Düsscldorf begann unter Cornelius Leixu11g cin rüstiges Lehm und trcbcn. Der Meister der idealen Kgnst [cttetc auch scme Schixlcr in seine Bahnen. Dic Steifheit akadechhcn Regclzwgn es, dix lhn selbst der Kunst zu cntfrcmdcn gedroht, dcn röjmschcn KunZlcrkrcts ux
lucht auf neutralen Boden gezwungcy hatte, war verbannt. _1e Freiheit “und Selbständigkeit der künstlcrtschen Entwickelung wurde für unverlcßlich und unveräußcrlich gehalten und der Individualität Voller Spielraum zur Entwickelung gestattet. Eine große Schaar bedeutender Schüler sammelte fich um ihn, den Meister in seinen Riescnarbcitcn zu untcrftüßcn geschickt und befähigt, durch eigene hervorragende Werke den Ruhm seiner Ktznst und Lehre zu befestigen. Wir crmncrn hier nur an den dem Mcrster vor Kurzem im Tode vorangcqangencn Jacob Gößcnbergcr, an Karl Stürmer, Hermann Stilkc, Adam Eberle, Ernst Förster und vor Allen Wilhelm von Kaulbach, der freiltcl) in seinen sclbstä11digenSchrittcn von dem Meister selbst dcsavouirt wurdc. _
Den wirksamsten Sporn für die Jünger dcr Düffcldorser Kunst- schule bildete die Ehre, dercn fie gewürdigt wurdcn, Cornelius bei der Ausführung seiner monumentalen Schöpfungen zur Seite zu stehxn. Denn zwischen Düsseldorf und München war seine Thätigkeit gctbctst.