1867 / 104 p. 6 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Kontingcntcn fir die neuen Landesthcilc 1'11 verhältn1ß1näßi cr Gleich- heit mit den &rundstcucr-Hauptsummcn dcrxaltländ1schen rovi'nzcn. Die zu dieser Jcst cllung erforderlichen Ernuttclungcn und Vorarber- ten, so wir d1e cmnächstigcn eigentlichen Vcranlqgungs- und Ein- sclyäßungs-Arbcitcn find nicht ohne Mitwirkung der 1111 Gesch [»ezciciz- neten Organe der Landcsq Provinzial: und Kreisvcrtrctung, welchc zur Zcit11ichtvorl)andcn, durchzufü?c11. Theils zurS1chcrftcllux1gdcr verschic- dcnartiz cn, hierbei konkurrircn cn Interessen, thctls zur Feststellung der- nigcn I?)?ittcl und Wege, 1vclchc_zur Erreichung des Zwecks am ange- 111csscnstcn ei112uschlagc11 sein möchten, bedarf es ferner schr sorgfäl- tiger, dic [oka cn Eigcnthümlichkeiten bcrückWtigcndcr Untersuchungen und ErwägmUcn, welche an und für fi ) einen nicht unerheblichen Zcit- nnd Ko en-Aufwand erfordern. 52er diese Umstände in Ver-

dindung mit der Betrachtung, daß das Grandftcucrgcscy überhaupt"

nicht ohneWesentlicheAbänderungen in den 11cuana11destl)cilcn durch- znfi'thrcn sci11.d1"n*ftc, umszten cs angemessen erscheinen lassen, in der zu erlaffcndcn Verordnung 8) nur den Grundsaß auSzusprcchen, daß die Grundstcucr-Kontingcntc für die neuen Landcsthcilc in verhältnis;- mäßigcr Gleichhrit mit den GrundsteueroHauptsummcn der alten Provmzcn fest ustcllcn seien, 6) der Verwaltung dicEr1nächtigung zu crthcilcn, mit xen 311 lcßtcrcm Zweck crfordcrlichcn Vorarbeiten (ins- besorzdcre Vermessung und Kartirung) unter Anwendung der Bchufs Ausführung des Grundstcucr-Gcschs vom 21. Mai 1861 erlassenen Vorschriften vorzugehen, ferner 0) die Bestimmung, unter welchen be- sonderen Maßgaben 9113111. das lcßtgcdachtc (Hcscx, so wie das Gesetz von demselben Tage Wegen der für die Aufhebung der Grundsteuer- bcfrciungcn zu gcwährcndcn Entschädigung in den neuenLandesthcilcn zur Ausführung zu bringen und über den Zeitpunkt, von Welchem ab dic'ncu veranlagten Grundstcucrn cgcnchfall dcr biShcr bestan- denen 111 Hebung zu soßen, cinem bcLMDercn Gesch vorzubcl),altcn, xndlich WM) 11) hinsichtlich der Besteuerung des Grund und Bodens m den neuen Landesthcilen schon jetzt solch Erleichterungen eintreten zu lgffcn„„wc1che fich zur erstellung der erforderlichen Gleichmäßi keit Zn FWH“ Beziehung mit cn altkändischm Provinzen als unerlä lich M c en. .

, Auch in Betreff dicses-Punktcs und der darauf bczüglichcn Spe- ztalegsttmxnyngc-n für die einzelnen Gebietstheilc findet sich die er- Yorderltchc nahere Begründung untcr Darlegung der gegenwärtig uberall hcftchcndm Bcstcucrtmgs-Verhältnissc in den mehr erwähnten Denkschrtften.

Wgs dic Gebäqdcstcucr betrifft, so hat es, ungeachtet der Verbin- dung, 111 welche dteselbe nach der Gcseßgcbung vom 21. Mai 861 11111 der Grundsteuer vyn dcn Liegenschaften gebracht ift, Hoch mcht zjvmfelhaft crschcmen können, deren Einführung m der) neuen Landcéthctlen sogleich anzuordnen, theils wetl d1e Ausführuyg in einfacher Art zu ordnen und im An- schluß „an d1e. schon .ubcrall"bestehenden-Haussteuern leicht zu bewirken 1st, thctls 113111 dannt fast sannntlichen neu erworbenen Gebieten gegen d1e gxßxnwarßge Bclgstung der Gebäude eine nicht unerhebliche Steuer- _E„rma tgung 311 T_hctl werden wird, welche séch schon den neu einzu- suhrenißcn pcrsönl1chcn Steuern gegenüber als nothwendig darstellt. D1e„nach dem Gßscß Vom 30. Mai 1853 ((Gesetz-Sammlung für 1853 Sorte 449) emgcfuhrtcAbgabc von den Eisenbahnen, welchc cbcn- fa_[ls zu den direktenStaatsstcucrn Jehört, bedarf zu ihrer Einführung kemor besonderen Vorarbeiten,“ übcrxies für die einzelnen Landesthcilc Da jedoch'die im sich 11och11ichtvo[l-

fcincx verschiedemn Auffassung und Behandlunx. Uxbrtkgexx, hterber event. 311 beachtc'ndcn VerhältniJsc standig xtberschcn lassen, 111 davon Abstand genommen, schon mittelst _dcr vorltcgmden VcrYrdnungcn cine hieran bc Ügliche Bcstinnnung zu treffen; wehnehr behalt fich das Staats-Mini terium vor, die Einfüh- rung der E1senbah11=Abgabc mittelst cincr alle 11eue11Lanchthcilc um-

fassenden Verordnung so zeitig in Vorschlag zu brin cn, daß mit Ferm; Erhebung ebenfalls vom 1. Juli d. I. ab Vorggcgangcn wcr- cn ann.

Geweinsaxn füx alle Landesthcilc tritt die Nothwcndigkcit hervor, daß cmeinhetls d1_e a_uf dic Steuex-Vcrwaltung bczüglichcn allgemei- nen gcscßl1chen Vyrsthrtstcn glcichzc1ti, zur Geltung gebracht werden und andcxsn Checks die Elcmentar-Lrhcbung und Verwaltung der Steycrn fur 1eßt und bis die in dieser Beziehung fiir die altländischcn Thctle des, Staats [»cstchxydcn gesetzlichen Vorschriften und Einrichtun- gen vollstandtg ur Ausstzhrung gebracht sein werden , einstweilen den 111 den n_eue11 «„andesthetlcn vorgefundenen Einrichtungen angepaßt und prov1sor1sch g„eordnet wird.

- Zu den erwahnten allgemeinen BcstimnmnYn gehört insbeson- dxrc, Haß untcr Aufhebundeer cntchcnstehcndcn - or christen 3) über d1e Hohe dcr veranlagten trekken Steuern die Verpflichtung zur Zak)- lxmg derselben dcr Reclxktswcg fortan nur insoweit stattfinden darf, als dtes nach, den Grundsaßcn „Her preußischen GescÉgcbung zulässig ist, und b) 111 Betreff der Verzahrung der direkten teucrn d1e betreffen- den Bestmnnyngxn des Ge'eßes "von) 18. Juni 1840, welche überdies den Steuerpfltchttgen schr vtcl gunsttgcr find, als die ähnlichcn in den Y§1r1scknt1e5sxsncn Landesthetlcn bestehenden, zur Anwendung gebracht wcr-

u en.

Dre aufgestellten Vcrordnun s-Entwürfc find überall untcr Mit- w1xkung der betreffenden Ccntral-_ chördcn in dc11verschiedcnanandes- the1lcn, 111ehrfach_ auch unter Zuzrcshung von Vertrauensmänncrn aus den Stcuexpfnchttgen selbst sorgfälttq durchbcrathcn und geprüft,“ daher 311vcrfichtl1ch erwartet werden darf, daß fich die vorgeschla enen Bc- stnnmxmgen durchweg als den Verhältnissen entsprechend un , praktisch durchxuhrbar erWe1sx11 werden;, So weit es ohne die gesetzliche Grund- lage uberhaupt zulasstg, smd ubrjgens die Vorarbeiten für „dies Vcr- a11l,agu11JS-Werk „schon uberau 1111 lcbcndigstcn Gange und dergestalt gefördert, Has; als'bald'nack) dem Erscheinen der Allerhöcbstcn Vcr- ordgmpg 11111 Her ctgentbchcn Veranlagung nnd Einschätzung 'der struck- pfitchttgcn Objekte 11111) Pcrsonen vorgegangen Und der rechtzeitige Ab-

schluß des Ganzen zu dem 6eßim111tcherm1'n, ungeachtet des Um angs dcr Llrbmtcn und der zu Überjvmdcndcn Schwierigkeiten, mit emiger Sicherheit in Aussicht genommen werden kann.

Euer König1ichc11 „Majestät überreicht das StaaW-Ministcrium in dcr Ylylggc zunachst d1e _Pcrordmrngs=E11t1vürfc 11) für das ehemalige Kö111grctch Hannover, 11) ]111; das ehemalige Kurf1't'rstenkl)u111Hcsscn, (:) fü,. d1e Herzogtht'nncr Schle§1v1g-Holftcin nebst den dazu gehörigen Denk. sxhriftcn mit der gllc1'1111tcrtl)z'1'nigftcn Bittc, dieselben Allergnädigst Voll- zrchcn und demnächst mitteln der im Entjmn'f beigefügten Allerhöchsten Ordre dcm 111.1tuntcrzxichyctcn FYmnz-Miniftcr z11r-wciterenVcran. [qffung hyldrctchft zuscrtrgqn 11111111, auch gestatten zu wollen, daß dtcscr Bcrwht Und dxc Spezml-DcykWriftcn zur näheren Erläuterung dex" erordnungcn selbst demnächst durch den StaatS-Anzcigcr vcr- öfscntl1cht wcrden.

Dcr Verordnungs - Entwurf 111 Betreff des chcmaligcn Herzog. thums Naffau u, s. w. hat noch in Betreff einiger Punkte zu Rück. fragen Vcranlassuyg gcgcbcp," wird jedoch ebenfalls binncn kürzester “rtft Ener Kö111glrchcn Majcstat A(lcrhöchstcn Bestätigung scitcns dcs

taats-Ministeriums unterbreitet werdcn. ' *

Berlin, den 27. April 1867.

Das Staats - Ministerium.

Verord111111g, betreffend die Einführung der preußischen Gesc cbun in Betreff der direkten Stench in dem (Hrbictc dcs voi'11111ligenß216nigg- ).“Uchs Hannovcr.

Vom 28. April 1867.

WU." W1lhe1m,' von Gottes Gnaden König von Preußen Tl., veroxdnc11_.fztr'da,s nut Unserer Monarchie Vereinigte Gebiet desvor= 111q113c1x§10111grc1ches Hannover auf den Antrag Unseres Staats- thftcrmms was folgt:

. §. 1. Vom ]. Jult 1867 a[» werden folgende zur Zeit bestehende dtrcktc “Staßtsstxucrn aufgehoben: 1) die Häuscrftcucr, 2) die Personen- stcucr, 3) 514" Yesoldungsstcuer, 4) die Erwerbftcucr, 5) die. Gchrbc- steuer, 6) dw E111k01t1111c11stxucr.

Z. 2. An Sxellc der m'Wegfall kommenden Steuern find von dem W Z. 1 bczco1chnetcn Zyttpunktc ab zu erheben: 1) die durch das (Hcsctzyom 21.291111 1861 ( Gßscßsannnlung für 1861 S. 317) eingeführte Gc- baxxdencucr, 2)d1c Yurch Yachscß von11.Mai1851 ZGcscßsammlung für 1851 S. 193) cmg-efuhrtc 5111111111- u1'1d klasfiflzirtc Ein ommcnstcucr, 3) die durch das Gcscß pozn 30.„Mat 1820 (Gcscßsanunlun für 1820, S. 147), ULD pas Retmgc Abandcrungcn des lcßtcrcn befke „ende (Hofes vom 19. „11111 1861 (Gcseßsamnzlung für 1861, S. 697) eingeführte Gewerbesteuer,“ un? wcrden, zu drcscm Bchufc die vorgenannten preu- ßtschcn Gesche 119611 allen dieselben erläuternden, ergänzenden und ab- andcrndcn gcsxßltkhcn Vorschriften eingeführt.

F . *Dtc Grsundsteucx von den Liegenschaftcn ist in Gcmäßheit dcs & cscßcS, vom 21. „Mar 1861 (Gcscßsannnlnng für 1861 S“. 253) betreffend dtx anderwcttc Regelung der Grundsteuer, und der dazu cr- gaxxgenen crlautcrndcn, crgayzcndcn und abänderndcn Vorschriften ander- wxrt zu vergnlagqtz, „und,. d_1c Grundsteuer-Hauptsumme für das Gebiet de_s vormaltgcn Komgrc1chs Hannovu' in verhältnißmäßigcr Gleichheit Wtstt Fr:? Grundstcucr-Hanptstnmncn dcr altländischcn Provinzen fest-

1 cr.

. Bci den zu [cßtcrcm Zwecke auszufi'tlrcndcn Vcrmc 1111 s- und Kartn'ungszArbcxtcn ist nach Anleitung der)bci Auöführmxsq 1986 vor- gcdachtcn Gcscßes crgqngencxz Vorschriften zu verfahren. '

Dagegen blctbt d1e Beftnnmung darüber, unter welchen besonde- rcxx Maßgaben da;? 11xxl)rgcd«1chtc Gcscß, sowic das (H'cscxz vom 21. Mai 1861, betreffend d1e fur Zlufhebung dcr Grundsteucr-Bcfrciungcn und Bevorzugun en 311 gewahxcfydc Entschädigung (Gescßsammsung für 1861KS11tc 27), znx Ausfuhrung zu bringen und die Bestimmung ZYUFYFÉFTTYY évcldclchzz died1s1fcu zu vcranlagcndc Gruudstcucr , - 1 c e e)1'11 c11«1'1m 131111“ in.? 1“ '. bcsondxreu Gxscß vorbxhaltcn. * 991111111 zu WM, ctncm 7 BZF 311 d1cs1§111 Zcxtpuyft ist die: bestehende Grundsteuer von den thgcnxchasten 1111t_E1n1chluß der aus den Hausgärtcn bis zur Größe 118617E11JWYDYZUF111LYM Moxchn haöfltetndcn Steuerbeträgc, vom 1,Juli

1111 et w' ' ' ' ' - bctragcs szchhcbcn- Z fhctlen 1hrcs b1shcr1gcnIahres , „i ie “guderweitige Organisation der Verwaltun sbc ördcn 1111 vyrmangcn Königreiche Hannover erfolgt sein wird? fixd die Functtoncn, welche nach den 1111 Z. 2 bezeichneten Geseßen den Regie- rzmgcn obltchn, von “dem, Ober-Steuer-Kollegium unter Theilnahmc cmcs (??ynnmffars dcs Fmanz-Minifters, Welchem insbesondere die obere,?“mtung deer Veranlagungé-Arbciten oblie, t, wahrzunehmen.

.Uc Fxmctwnen dcr Zarxdrakhc fallen dcn Zbrigkciten (den Yem- Frn und 111 den sxlbststgndtgcxt Städten den Magtfträtcn, sowie im STFTrHFYellkxgiduM K1rchtsp1elsg§r1cthtenÉbczicéhungsweise den, dem Ober-

- 111 un er eor ne en cam en 0 =- rufendcn KFZUFiffakicn 31? * der besonders zu be

. . m wei 111 und so [an e eine kreis= und rovin ial än- _d1schc Vcrfqssung 111111) _den Grund äßcn dcr. preußischer? Gcscchbsxmg 1111 vormaxtgcn Kömgxctckxc annover nicht eingeführt ift , treten fol- ?)cndx Beftxxnmungcn 111 Km ?““. 51) die Veranlagung der Gebäudcsteuer, Och der Klassen- und klasstftzwxen Einkommensteuer erfolgt inner- 111116811311 dtcscm chcke zu btldcndcn Vcranlagun sbczirke untcr Mithrkung von Komynsfiomn, welchc untcr dcm ornße der die Functwncn dcr Landrathc ausübendcn Bcamtcn(Obrigkcitc11) odcr

Kommissa-ricn 21. (J“. 4) oder von Stellwertrctcrn derselben nacl Ma;- gabc der bestehenden Bcstimnmngcn und 111ithachtu11g dcr dic)scrl)11lsb

fassen.

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- “nan -Mini er zu erlaffcnden beFondcren Vorschriften „BUMM vom FlDiezMitglsitedcr dicser Kouxmisn'onen 1v_erdcn durch d1e stgdtt- en'Kollegien, beziehungsweise d1e LUUts-Vermnnnlungen gewahlt. 11) Zur Entscheidung ÜbeerZe“Reclaxyattonen und Bxxunxngcn gxgen dic Einschäßungen zur klamnztxtcn Ctnfonunxnstßncr 111 cznc BczrrkI- Kommission (Z. 2-4 des Gesetzes vom 1. Mm 1851) zu btldcn, dercn ' ' r - ' «FJUFZ vormaligen Königreichs 39a11119vcx durch dre. Landdrostetqn, “(Zunächst aber aus Einkomnwnstcucrpf11chttgcn dcr xmzclncn chw- dungs-Bczirke durch“ die betreffenden Regtcrnngen bcrUsen werdcn.

' "tcktli der Gcbäudcstener fiyd 11achstxl)cnde_ Yoxsxhrqtcn , héäcZ'thYlI'ÉcicZZcraUlagung dcr (Hebaukxe gc1ck1cht d1e [xeytxtcleng JLU" Nußungswcrthe dcr crstxren (§.4 ch Gc1cßes_,vonz 21. M11: 1861) betrckffcnd die Einführung cmcr atlgemctycn Gchaudextcucr) ohne„„BeJ 'rücffichtigung der dazu gehörigen H111zsg11rtcn. 6) Dez.: nuttlche 11161»- liche Miethswcrth' der Gebäude (§. 6 ,dxs zju 3.3911gcxgyrtanGeseßkß) ist nach dem Durchschnitt der Jahre 18531118 1,30? c1111ch111ßlrch 111:- ustcllcn 0) Die Bekanntmachung des Ergebmffcs dcrxVetanlagqu 2111 die Éigenthümcr geschieht durch Offenleguyg dxr erankaguygs- Nachweisungen (Z. 10 Abs. 2 des gchchtcn (&)Ueßcs) wahre,“,nd _c111es Zeitraumes von 111111dcstcns vierzehn 21119111. 11) DW vxcr1vxche11t11chc Reclamationsfrist (J. 10 Absaß 4 des gcdach1111x63csc߀§) lauftx 1301-11. ersten Tage der Offenlegung der Veranlagungö-Oeachwcn11111]. 6, OW erste Revision der Gebändeftcycr-Veranlagung„_,(Z. 20 ch „gedachten Gescßcs) erfolgt gleichzeitig nut .der-ersten Revmon der Vcranlag1mg in den älteren preußischen Landesthctlen.

. . B 118 Veranlagung der (Hexvcrbcstcucr 1118) d1e Stadt HanYmZer 111Fdfcm KönigkichmgSMoß- 11115 Gartenqeztrt, „derÉYor? stadt Glockcnsee und dem Ortchudcn der cr7xcn Abthetluyg 1111 Y111111 des Gcseßes vom 30. Mai 1820 wegen Entxtchtunchr Gew'crvestxmr Und der- Beilage 13. zu demselöcn znzuthetlcn, wal)rcndd)_1xxS'tak:te Osnabrüch,Hildesl)ci1n, Lüneburg, CellemxtdchIlltcnceUerq 3.611111'1111- unk Hehlen-Vorstadt,“ Harburg mit dem «MM und Hgfenbczqk, Got- tin en , Emden und "Leer der JWLÜYU lejßcxlung zu uberweimx 113118. 6) 3 is zur Eintheilung dcs vormaUgcn-Konanetchs Hannover 111 .)11- . gierungs-Bczirke gehört das ganze (Hebtet-des elyen zur ersten lethxr- lung 1m Smnc der». 4, 5 und 8 des Geschs von:;19._Iu[1 1861, betreffend einige Abänderungen dcs Geseßes. wegctx Cntr:chtyng_6_e1 Gewerbesteuer vom- 30. Mai 1820. _Andcrwettc Bcstmnnung zn dum Beziehung bleibt nach erfolgter Btldung von ch/tyerungsbeztrxendvpc- sonderer Königlicher Verordnung . vorkxehaltcn. 9) «0 («ge, d1e§§111= theilu-ng dcs vormaligen Königrexchszxannovcr 111-11111111aty11che .Ztrenc nicht eingeführt ift, treten „Behufs der Veranlagung dex Ge16e'rhkc1cu1r für die “nach Mittelsäßcn inGcscUschaftcn|111_cr11de_n-Gewermbcwcydx? in der vierten Abtheilung an Stelledex Kreqe (Z. 26 zu 6§11e661e1§9 vo11130.Mai1826wegenEutrichtung dchxchrbcytcuer1111d.?1.8d11 . c1- lage 13 zu demselben) die zu diesem Zwecke u b11denkxc11Vera1zlag1111g§bzcztrkcé ä) Bet der ersten Veranlagun dcr ewerlxestcucr erxolgt 11.1 QZa) der Abgeordneten für die Kla1 e 11. 11, sonne dcr Gtxgvextrxter erf- "selben, durch diejenigen Gewerbetretbxndcn, wclche 1.11 51011111117111ad Behörde, beziehungsweise der dBFZuxc'twnctn d&sl YTLÖYUZJ a§118111121§e €?

** ' o nmi ar . _ e1t11n1z1 _. . . . FIRTH voodte11 159,1Juliff1861(? bctrcffcnY e1n1ge Abgndcrungen ;ch (He- seßcs Wegen Entrichtung der Gojvcrbeneuer vom 30. Mar 1820). _

* inkommcn der Mitglßedcr dcr Jamila; _dc's Hamzo- Versch§én8KöYJZhéuscs bleibt von Entxtchtung' der klasnfizrxxelem kommensteucr befreit. Auch, smd d1e 1111 2159111 dxrsclbeanmd 1chen Gebäude, insoweit solche setther von der Hamerftcucr Ocnctt waren, der Gebäudefteuer nicht unterworfen. , .. ' & _

§ 9. Die Zahlung 'der neu veranlagxe'n dn'crtcn Steuern xaxs durch-Reclmnationen nicht aufgehalth we'cdxn, mus; vtelmch, 11511 Vorbehalt der späteren Erstattung des Zuvrelgczahlfen, zu 1111 e- stimmtenFälligkeitZ-Ternnnen erfolgen. . . '

* §. 10. In Betreff der Erhebung *u11d Bettrerbuug dcr d1re1tc11 Steuern bleiben, bis NL 111 dieser Bezwhung nacb dexn GmYsaYn „der" preußischen Ge eßgcbung unkaerwaltung-„zu tycffenéxn anrrch- tungen ausgeführt Lein werden,drc nach der hannovchen 1311011611111] vom 30.-März 1859 für die Erhcbzxng, 2111111alxn1111g und chcr ung der direkten Steuerngclfcndcn BeynmmunJeZ. 111 thrafZ [) und Ver

' ' 1 . 1 be ci neten Gcseßen _e 1111111 cn . e e- " anlaZFgYeZieitthn yamz Zr Gebäudc-, Klassen: 1111d Gewerdbesteuxr fließen zur Staatskasse. Aus denselben erhalen d1e chnetm LZ! em Prozent,)“ofern fie bei dem Veranlagungsgeschaft n1'1tgew1rk ha en.

* §. 11. Bis die neu veranlagten Steuern (Gcbaudcsteuer, Klasse:?- und tlasfifi irtc Einkonunenßeuer,„Gewerbeste11erk§.2 311 1,2, Z))vtr: lich zur-Hc ung gekangen, jmd d1„e auf der *b1shxr1g1n Stelztexgletßxh gebun' beruhenden Steuern T1111135§111t111131earcth KrYUMZYYYZZNTW)[tlcn ' ' 'r Ür 1e „et e . - YZFägLUZJiltUYÜUJoY daf ab zu entrichtenden neu veranlagten Steuern,

§ 12. In Betreff*der Verjährung der direkten Steuern kymmen die bktreffenden Bestnnmungen des Geseyes vom, 18. ?'an 112134110 (Gescß-Sannnlung S. 140) nebst ßen dazu erga'anen eZ au er11.c , ergänzenden und abändernden Bestnnnmngen-zm ['nwe'n ung. =

Rcclamationcu WegenSteucrn, welche vor Puhltcatwn d§1 gcgcT1 wärtigen Verordnung entrichtex worYen find„so nne Nacth erunchs Wegen Steuern aus dieser Zett, mussen, bet VYu'st hes nspxtu d) , bis zum 1. Juli 1868 geltend gemacht werden. 5111,de „zux Zöm ' ert Publication dieser Verordnun vorhandenenStxttßx-R11ckstza11 ,estl cgm? die im §, 8 des gedachten ch eyes festgeseyte vtcrxahrtge Berxaxung - frist mit dem 1. Januar 1868

Z. 13. n Angelegenheiten der Vcranlagxmg 11116 Handhab1111g der direkten * tcnern findet der Rechtsweg nur 111so1ve1t statt, als das

für die nächste Veranlagung aus Einkommenstcuerpflich- '

1117?!) 17.211 allgemeinen Grundsäyen der preußischen Geseßgcbung zu- a tg 11. _ Z. “14. Mit dem 1.“ Juli 1867 treten alle die bisherigen dm'ktcn Steuern betreffenden hannoverschen Geseke und Verordnungen, welche den Bestimmungen der gegenwärtigen Verordnung entgegennehen oder mit denselben mehr zu vereinigen smd, außer Kraft.

§. 15. Die Bestinmmngen dieser Verordnung finden ayf de1_1 mit “dem Herzogthum Braunschweig gcmeinschastlichm Thctl des Harzes, den sogenannten Communionharz, keine Anwendung. J“. 16. Die den Bewohnern, insbesondere den Bergarbeitcxn 1,3011 und mit dem Steiger abxvärts, 111 dem zum vormaligen Kömgrctche Hannover ausstl)licß11ch “gehörigen Theile des Harzes und der _dem Staate gehörigen Hüttenwcrkc bei Elbingerode nach den t)_annovcr1ch_ex1 (Heseycn zustehenden Befreiungen von der Häuscr-, bezteh11ngs1vc1]_e Pcrsoncn- und Gewerbesteuer bleiben noch bis zum 1. Hangar 1868 in Kraft und sind die gedacktcnK1affen von Einwohnern bzs dahm 111111) von der Entrichtung der veranlagten Gebäudc=, Klanen- und Gewerbesteuer freizulassen. _ _ _

Von dem bezeichneten Zeitpunkte ah unterlzxgcn d1e Erjtcren jedoch der Steuerpflicht ebenso, wie die Übrigen Emwohncr dcs ehe- maligen“ Königreichs Hannover.

§. 17. Der Finanz-Minister ist mit _dxx Ausführung dicscx Ver- ordnung beauftragt und hgt die zur Ausxuhrung derselben erforder- Uckcn AnMisungen zu crlamcn. .

Urkundlich untcr Unserer Höchstcigenhändigcn Unterschrift und be:- gcdrucktcm Königlichen Jnsiegel. Gkgcbcn Berlin, 1121128. April 1867.

(1..§.) Wilhelm,

(Hr. v. Bistnarck-Schönhausey. Frhr. v.„d.He11dt, v. Noon. Gr. v.Jßenp113. v..Mui)1er. Gr. zur Lkppc. », Setayow. Gr.311Eulenvurg.

Denkschrift zu dem Entwurfe- der Allerhöchstcn Yerordyung, be- treffend die Einführung der PreußischenkGe1eßngyng, Uher“ d1e d1reften Steuern in dem Gebiete des vormaltgen Komgretchs s,)annovcr.

Das Gebiet des vormaligxn Königreichs Hannover umfaßt 698,42 [IMeilcn mit _1,923,492 Eitz'nwhnern nach der [exten akige- meinen Volkszäykung 1111 Jahre 1864.

In demselben bestehen zur Zeit [01g9nde direkten Stcucxxr, ,und zwar: 1) die Grundsteuer, 2) die Hauftrstcyer, 3) an peryonttchxn direkten Steuern: a) die Personenftcucr, 6)_d1e Bexoldungs-„und Er- wervstcuer, 0) die “Einkouynensteuxr, (1) d1e Gewexvestetgr. Dazu treten 4) die sogenannten nxirtcn Neuem. _Von dtesxn Steuern bc- ruht 1) die Grundsteuer ithxsMtlxckyen aus den (Hestßcn- vom 9ten August 1822 und vom 3. Zum 1826. _

Danach ist diese“ Steuer. vpn “allen nußbaren Liegenschaften, em- schließliéy der Dem Saatß g(xhörtgen, 3,11 entrtchtxty Besrxtt vo11_derse1- ven sind die zu den Kömchyen Schloserrx gehyrtgxn Garten, „10 Me nach dem 'Geyey vom]. Iulr 1835 d1e-Lxege111chastcn 2er Yrtvgtper= sonen im Harzdistrikt, wahrend d1e den getstltcyen unH Schulmftttuten gehörigen Grundstücke zugestandcne (Hrttndsteuerbqfrexung. durch das Ü'Gescy vom 5. September 1848und„ zwar gegezr d1e mt Gesche vom 28. Juni 1851 festgestellte Entschad1gung wreder aufgehoben wor- den 11. '

Lxur Zeit der ersten Verankagung. der Grundsteuer waren Vox!- ständtgc Karten von den einzekncn Jeldmarken nur ausnakzmswerse vorhanden, "bei dem „Mangel von genauenVexnuffungexxbegnngtc man fich, den Fiächcnmyalt der zu veranlagendcy Grundßucke dura) geo- metrischeUcherschlagung dcr Lä11gen m1d„Bxcttc11,_ oder durch „Schaßuyg nach dem Augenmaße zu er1mtteln; rucfnch-tltch der gememschaxtltcy bcnußten Weiden aber den zu besteuerndcn Rcmertrzzg pcrselben (das Steuerkapital genannt) nach der Anzahl dcs thatsachl1ch_darauf ge- wcidcten Viehs nach gewissen allgememen Normen zu bcnunmcn. _

"* Hierdurch trägt dieser Theil per" Grundsteuer mehr den Charakter einer Vichstcucr ais cinex „eigentl1chen Grundsteuer an fich.

Der S'chäßung dcr Übrigen "Kgltrtxartxtr 1st dercn Rohertrag zum Grunde "gelegt, nach Abzug derfur d1e erztzclnengklasen vorweg be- stimmten Quote für die Kultur:, und (He-jmnnungskysßey. _.

Die auf “diesem Wege-ertnzttclte. Grundsteuer 1 1111 Jahre 1826 auf jährlich 1,350,436 Thlr., d. „1. 10,9, Prozent des Stc'uerkapttals fest- gestellt worden, hat aber demnachst 111-Folge dev Therluxtg 'von Ge- meinheiten, sowie der Kultur-„Veranderungeq und 'der Bemhtrgung Yon Irrthümern mannichfacheYbanderungxn erlitten, so dgß yntex Beruck- 1ichtigung des seitdem verqnderten Munzfußes cgcnwarttg d1e Grun)"- stcuer 11*/10 Prozent des „m den Grundsteuer: uttcrrollen nachgenne- senen Steuerkapimls betragt. _ " .

2) Die Häuserfteuer wn'd 111Gcmczßhcrx dxr Gescße vom 20. Dezezn- ber 1822 und vom 22. Scpt_e1nber 1856 lcd: ltch yon den Wobngebau; dcn entrichtet, und zwar nut 4Groschcn8 fe11n1ge = 4Sgr, 9,6 Pk- preußisch für je 100 T_hlx. des durchSachverftänd1ge ernuttelten Netto- kapitalwerthcs, wobei jedes a11ge1angenc Hundert als voll gerech- net wird; " 0 _

Die1e «teuer 1st mdeffen durch dc11„h0ch|cn Saß voxt 40 „1,1911. für ein Wohngebäude limitirt , und da ]cnem Ste_ucrsaße d1e Annghme zum Grunde liegt, daß der Bruttmniethswcrtl) emes 5BZ-olwgebaudes - drei Prozent seines Kapitaljverthes beträgt, so berechnetnch d1e Steuer auf 53; Prozent des Bruttomict13swerths. _ . '

Von dieser Steuer find außer den Komgltchen «chlöffern, dcn

öffentlichen Armcn- oder Krankenhäusern und andere, d1e PWW,