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Pkinisterium der geistlichen, Unterri-htS- und
_ Mkedizinal - Angelegenheiten.
Der ordentliche Lehrer am katholischen Gymnasium in Breslau Vr. Görlixz ist an das katholische Gymnasium in Glogau als Oberlehrer verseizt worden.
Am evangelischen Schullehrer-Seminar zu Biitmi» Fist der Kantor und Lehrer Haering aus Wollstein als Musiklehrer angestellt worden.
Berlin, 22. Mai. Se, Majestät der König haben A(ler- gnädigst geruht, den nachbenannten Offizieren die Erlaubnis; zur. Anlegung der von des Königs der Belgier Majestät ihnen verliehenen Deeorationendes Leopold-Ordens zu erthcilen, und zwar:
des Großkrcuzes:
dem General der Infanterie Freiherrn Von Moltke, Chef des Generalstabes der Armee,
des Comthurkreu es: AUZrhiichstibrem Fliigel-Adjutanten, dem s.,bersten von S tie h [e, 1111
des Offizierkreuzes: dem Premier-Lieutenant Miille r l. im 2. Niederschlesischen Zn- fanterie-Regimeni „Nr. 47, kommandirt zur Dienstleistung bei dem Fürsten zu Hohenzollern-Hechingen Hoheit.
““W“" „ WW Ni cht am twl iche s,
„ Preußen. Berlin, 22. Mai. Seine M ajestät der Konig nahmen heute den Vortrag des Civil-Kabincts, so wie die Meldiiirgen des General-Maxors v. Stülpnagel, Conmmndeur der 5. Divesioii, des Conmmirdeurs der 28. Infanterie- Brigade v. Schmelmg, des Olzerst-Lieutenants Wahlert, Commandcurs des Pdnimerscheir FitiilierRegiments 34, des Königlich Bayeri- schen Gencral-Maxors Grafen v. Bothmer entgegen und empfin- gen eme Deputaiwn aus Gütersloh.
Oldenhurg, 20. Mai. (Wes. tg.) Heute trat der außerordentlich einberufene L andtag zu ammen. Namens der Regiermig hatte der Staatsrath BUch01Y sich ein efunden, auf deffen Erzrladnng _der Abgeordnete Pancraß als lterspräsident den „Vormz ubernmrmt. Von den 50Aligeordneten, aus denen der Landtag besteht, sind 47 anwesend. Es erscheint der Mi- 1119 und eröffnet den Landtag mit folgender
nister von Röss Ansprache:
. »MeineHerren! Seine Königliche Hoheit der Großherzo haben nur den chrenxollcn Auftrag ertheilt, den Landtag des Großherzog- thums zu eröffnen,
Die Veranlassung Ihrer Beru un wird [nen bek nn ' . Schreiben des StaatHniiriisteriiijiisfmi? dem »)Ytrage aZf ZtußititithraiF des geedrtenLandiags zu dem Entwurf dcr-Verfassung des Nord- deuisäien Bundes, wie. er aus der Schlußberaihung des Reichs- tages hervorgegangen “rü, Wird sofort in Ihre Hände gelangen, *
Unter Ihnen, meme .Herren! wird Keiner sein, der nicht von“ der hohen Bedeurung de;; zu fassenden Besckiuffes durcbdrun eri ist, und Jedem von _Ihnen Wird der Gedanke fern liegen, seine Zuftirmnung JZ dem nationalen Werke Versagen “u wollen. Möge der Höchste seinen SLIP ZU diesem Werke fiir das ge ammte Vaterland geben!
_zm Namch Sr. Königlichen Hoheit dcs Großherzogs erkläre ich den LLndtag dee; Großherzogthmxis für eröffnet.«
„ Dum Prasidenten des Landtags wird in geheimer Ab- stimzriung der Abgedrdpete Lenxz mit aUen gegen eine Stimme geweihlt, Juni Vwe-Prasidenren der Abgeordnete PancraY. Die Regrerungß-Yorlagen betreffen die Bundesverfaffung mit dem anrage crm ZustrmmmiZ,“ einige Aenderungen der Geschäfts- »rdnung 111 Betreff der Yagegelder und Reisevergiitungen der Abgeordneten ,und der Mriglreder der Provinzialrcithe, sodann vervchiedeneymn Yrerrßen geregelte Verhältnisse wegen der oll- anelegenheiten des JUksKMhUms Lübeck und Wegen der alz- iteuerÖund Brarrmalzsteuer im Herzogthum.
Sachsen,. Weimar, 21. Mai. (Weim. Ztg.) Der Landtag des (Zroßherzogthums hat in vertraulicher Sißung der seitens VHB„DTÜÜTSU'JWTUÜJ mit der Krone Preußen ge- schlossenen “MLUTÜLWOUVLNÜVU, sowie dem Vertrag iiber das Postwesen 1eme verfaffunmeäßige Genehmigung ertheilt.
_Anhalt. Dessau, 21. Mai. Der Anhaltische Landtag hat iowohl dem Entwurf der Verfassung des Norddeut- sMche [11 Bundes, als „der Mirnsterial-Erklc'irung in Betreff der ThijriixiZilsFeFiOCZXaYethx méi tPreußen, die denen mit den
, , „ 011 e ' “ seine ZustimmungÉrtheilt. HMM abgeschlossenen gleich L|,
" _" gyern. tinchen, 20. Mai. re ' " ' Konrgw-Mutier und Se. Königliche HI!?eit YrJYFaÖrTLF haben sich heute Morgen zum Sommeraufenthalt nach H ' schwangarr hegeben. _. Nach der bis Mitte dieser Woche erfx)[= enden Ruckfehr des Generaiquartiermeisters General-Majors
rasen von Bothmer rvird die Ernennung des bayerschen Militairbevollmachttgten für Berlin erfolgen.
Rath Graf Tauffkirchen zum Gesandten in Petersburg er-
nannt worden. Oesterreich.- Wien, 20. Mai. Der (telegraphjsch
bereixs erwahnten) Rede des Fürsten Auersperg [»eiEröffnung dcs Herreiihaiiyes entnehmen wir fol ende Aeußerungen:
»Der Zeitraum, m welehem die Thätig eit dcs Reichsrathes ver. bannt war, umfaßt Erlebnisse, welche die politischen Gefühle und Rechtsanschamxngen auf das 1chmerzlickste berührt haben. Die schw» wregenden Ereignisse der unhe1_lvollen Vergangenheit haben auf die Irrwege unserer Geschicke, so ttcfe Schatten geworfen, daß es nicht mehrdag werden wollte in danemiikhern und das; bereits die Mö- lichkeit ablanden gekommen zu sein schien, dem erschöpften Reiche frisches Lc en 'clnlehauchcn rind dessen Bestand zu sichern. “
Da fiel em Lichtstrahl m das Dunkel der düsteren Erwartun en und der jchlcnhenden Furcht,“ em wohlbcdachter Griff hat das ck der Verjyrckclnngen zerriffcir, um den Faden des Rechtes hervorzuholcn 1“sz ZeZtteßichiti dei?! eZZztigendnntäiigßchken WahvzciMn soll nun das, o x_n 1,6 e au zert et, er 111 iliim unter 0 en rver honeZthtdasitxelrndc Öcjväbr erlan en. ;] 3 g den und
«„Nur e en WU“ nach einer 5 cihe bitterer Er alrun en an entscheidenden endepunkte,_daß fiir Oesterreichs lefku)11ft ?jcltc |W?! rechtliche Grundiagetx geschaffen werden 111üssen. Diese dürfen aber um uxibedenkliche sem. Es ist dies eine tiefernste-Aufgabe, deren Schwierig. Fetten, unter den gegeixenen „Verhältnissen auch den kühnsten Muth uberbicten mußtetx, hatte nicht der Allmächtige in jede Brust den Selbsterhaltungstrtcb gelegt, weicher die Hoffnung niemals aufgiebt, daß es dem ernsten und_festen Willen, dem unermüdlichen Eifer und dem opferbcretten .Gcmemfinn gelingen muß, das theucrstc (Gut, das Vaterlaiid, zu. verjizsngter Kraft zu bringen.
Mdgcn die Prufungen und die Opfer, welche dem österreielzisckim Patrtottsnrus xauferlegt find, emen fruchtbaren Abschluß finden und wolle es die Vorsehung gnzrdtxx fügen, daß der Fernblick der Betheilig- ten ungetrubt bleibe, danyi" ze emen Abschluß erfinncn , welcher der wahrhafttge Beginn der Kraftigung und des raschen Gedeihens des rpeiten. IYatserretches Werde und den Schmerz mildern könne, daß der ofterrerckztschekPgtrtot fortan ein gctheiltes Herz haben müsse.
Aber Wie, immer aitch die Würfel fallen mögen, das Eine steht fest und das zft die Pflicht unserer Misfion: Wir müssen an ein Lic! gelangen, das uns cm unangefochtenes- Verfassungsrecht gebe, dainit dte Völker 111 dem „Glauben an ihre politische Berechtigung erstarkcn _und das Bewußtsein auflebe, daß ein wichtiger Theil ihrer Geschicke in ihren Handen _rubt und daß sie die Pficge ihres Wohlergehens ,un- VUÜÉUYW Uurdin Edle? Eintracht Vollziehen können.
r enn ic eierzeugung al1seitig creift ein wird da das Uizgiitafiberre Recht der Theilnahme an TM? legislßitiven Arbeiteßi zur kraxtigen Yertretung der allgemeinen wie der eigenen Intereffen be- fat)“: e, dmx: kann auch e'rj'var'tet werden, daß das Wesen und die Vor- tbei e der Ousanmiengchorigxeit im Wege gemeinsamen Wirkens volle 63e1tung erlangen, und daß 11ck um Oesterreichs Völker das Band der Yruderlichkcit unlösbgr sckZlmgcn Werde, Welches bereits vielfache Stürme uberdauert hat und m Berbmduyg mit unwandelbarer Treue für das angeYrammte Herrscßerhaus „den staatlichen Verhältnissen und Zustän- den ie Yethe ]cner Unerschutterlichkeit zu verleihen hat, Welche aUcin NchrYtZMdcn und die Entfaltung Ansehen gewinnender Macht
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*Jn derSiHung des Ab eordneten a ' dent [)x-„ Gika'rq das Wort !Jie folgt: h uses nahm der Pran AmtTLmd'ge Zeißt :| es Leits dcm Momente, als
„, te “»! ungen tees hohen „Hauses qeschloffen hat und still und ode standen die den eil' * 5 ' , ' geweihten Räume. h igsten Interessen der Völker Oesterreichs
Schmerzlich empfindet es wohl jeder Oesterrei er und nur mit umflortcm Auge kann der Freund des Vaterlandes lZitiblicken auf die Periode des Jnterregxiums unseres Verfassun slebens, auf jene Periode- m welcher 61116 schone Provmz dem Rei e verloren egangen, in welcher die hmgebendste Tapferkeit der Armee und die in einem Theile des Reiches errungenen glänzenden Siege nicht zu hin- dern der1110chten, , dakß Von der anderen Seite der Feind in das erz des Reiches gedrungen Und vor den Thoren dcr .tHaupttadt „gestanden, daß der tausendjährige Verband mit dem Mut- Ilande „des RetheH gelöst wurde, 111 der „die Finanzen des Reiches s ,rdver heilbar geschadiget ryurden, daß der Volkswol)lftandvielfach gelitten 91131 zurirckgegarigen, das; das, Schrryergewickyt deSIkeicheserschüttertund, was u er a s Alles, daß das Gefuhi der Zusannnengehörigkeit zu einem ?,rotßen Gememrvesen 111 so vielen „Herzen von Oesterreichern Verflück)“ ig , Ysternatisch die Bande der Zusammen ehörigkeit gelockert-ivurden, t roß sind, die Aufgaben, dre ihrer Lö ung durch die Reichsvcrtre- ung und ReYieiun „harren. Nicht blos gilt es, lang Versäumics netdchzuhtAen,8 te S _aden der letzten Zeit zu bessern , die Finanzen zu or dnen, die Bolksrmrtshschaft' imd die Steuerkraft im Lande zu heben AZ)] Lil beleben und die aYsetttg anerkannten, vielbeklagten und doch nie deSe teuererbienUebelfiandetnderVerwaltungzu beseitigen,dichffkw Res chlendriatis und der Geivohnheit zu brechen, durch eingreif?nde * eTolrrnen dem nxatt gewordenen Organismus neues Leben einzuhauchM7 Fr! e" igenzk und zArbeit zu den maßgebenden Faktoren in allen Zwei en Ee. effetntlickyen Wattens zu machen sondern auch die constitutione M
t,t1chungen, die durch den, bloßen Schein derselben in früherer ZU 11) Oesterreich arge Einbuße erlitten, wirklich zu Ehren zu brrngen, den Staaisdürgem die Rechte freier Mön"cr FL ewahren, den Natwrralitaten die Bedingungen ihrer E ißenz und deZ unlglohne Bergcrvalnßung der Minderheiten und ohne Échädtgung aberpo ! iscZTn Ge111ex_t11veens, den Ländern die nöthige Autonomie- ohne bbruch fur das Ganze, u gewähren, allen Konfession?"
mein Vorgänger im
__ Wie der „N, Ca bestimmt vernimmt, ist der Ministerial-
gleiche Berechtigun zu geben und taat's eivilt 1 “ " md t tJhurkr zu entlasten von en Folgen ungliickseligergVecrträge, déiaÉeist Fes
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' 'onalismus und des Fortschrittsin allen ZWetgen des ZYÉYUYWMJZ; lebendig zu machen und alle „hier vertretenen, a1_1 Bil- d ii uudWohlstandin1Rcichehervorragendenander mindestens ntcht1_n
Uriéigcrem Maße jener parlamentarischen Einrichtun en theilhafxig gcrden u lassen, die in einem anderen lecile des eiches bereits chtktivir? wurden und mit jcnemThexle des 3leiches dei) langersehnten “reineren und wahren Frieden zu schließen .und zrr festigen, de". heiß- ;trsehnten Ausgleich in einer Art 31“: Stande zn brmYen, daß bei aller Anerkennung und Achtung 'ensettigcr Rechte und xtgenart doch die wirthschaftlichcn Kräfte diesseits der_Leitha mcht§ preisgegeben, daß die finanziellen Lasten nach Gerechtigkeit und Billigkeit geordnet werden und durch was immer für Einrichtungen doch die Macht des Ganzen
' d ' t e ädigt werde.« , ' mchtsFZrsLFFULFÉPYé gIstcrh der. heutigen Siyung der Deputir-
[ o Mano'lovics seine Interpellation , „wann die Ver- irjxtteTfederz eilitärgr1en e einberufen werden, zuruck. ,
Die neun Abtheil m en der Deputrrtentafel haben [ich heute
konstituirt und hat ein heil derselben dre Berathung uber den
“ t ur bereits be onnen. , , ersteizl Frexkireijzj120 f Mai. Ing der heutigen Landtags - Sißung
be lo “en daß die an Se. Majestätgerichtete Adresie, Fittllxxftendschdies'Beantwortung auf die Köriigliche'Vorlage vom 23. April d. J., mittelst einer Deputatio'n 'ub'erreicht iverde. Hierauf wurde debattirt , ob das Königliche Restript, den, Jnnnunitätsgeseßartikel betreffend, als, Allerhochste_ Sgnctwn angenommen werden könne.- Hr._ Sto1anovié- (Uniomst) be- hauptet, daß nur ein gekrönter Kdnig GeseYe janetromren teinne. Der Landtag beschloß, das Kömgliche Re kript als Allerhöchste
' 1 an une men. _- * „ , , Sane/an Liard? ein aus 9 Mitgliedern bestehendes Connie:
Ansärbeitun eines Preßprdgrarnms und schließlich ein “aus Mr Mitgliedern gbestehendes Cdmrts zur Verfaffung, der Ju- sirnetion, betreffend, dieArtsfertigimg des Jnauguraldiploms m der Kriirimigsangeiegenheit, gewahlt.
Gro britannicn und Irland. L,'011„d1911, 20. Mai. Nachdem ergen in der Hans'kapelle des Königlichen Schioffes zu Windsor die Taufe der [urigen Tochter des Prinzen Christian von Schleswig-qustenr statrgefunden haben wrrd, begiebt sich Ihre Majestät *die Konrgin mit dem Hofe fur einen dreiwöchentlichen Aufenthalt nach Balmoral.
'ankreicb. aris,-20. Mai. Gestern «ist das leßie Schif?S der französischY Flotte im mexikanischen Meerbuserz, die Korvette »Magellae11«,n1it dem ,Contre-Adnnral Cldue an Bord, in Brest eingelauferi. In jenen (Hewafferir bleibt nur als detachirtes StationSschiff zum „Schnye frazizosiseher Unter- thanen dieDampf-Korvetic »Phlegetona zuruck, die zur Zeit in Sacrificios vor Anker liegt.
ortu al. Aus Lissabon schreibt manodem »Mom-. teure?3 daß 9die Pairskammer mit 40 Stimmen gegen 17 den Geseßentwurf wegen der Verbrauchssterter vdttrt hatq - Die Deputirtenkammer hat ihrerseits einen Vorschlag der Regierung, betreffend den Bau der Eisen- bahncn von Oporto nach Brgga und von Opdrto nach Regia durch den Staat eprizft., Troß „des WidersYruchs mehrerer Redner wurde die es Proxekt rn seiner Totalrtat an- genommen, und die Kammer ist ummttelbar zur Vcrathung
iiber dieeinzelnen Artikel iibergegangen.
Türkei. Konstantinopel, 21. Mai., Mehrere ]u'ngere Prinzen werden den Sultan aufsemer Reise ngch Paris be- gleiten. -- Der Schah von Persien hat die leadxzng des Kaisers Napo leon nach Paris abgelehnt. 7- _Die rusnschc Ye- gierung verweigert den nach der Türkei enngrrrten Tfcherkejjen
die Rückkehr nach dem Kaukasus.
Rumänien. Bukarest 21. Mai. (W.“ T. B.) Fürst Karl ist von seiner Reise in/die kleine Walachei hierher zu- riickgekehrt. Der Fürst hat zwölf Dißrifte besucht und wurde Überall, besonders in Crajowa, enthusiastisch empfangen.
Amerika. New- ork, 4.„Mai. Jn„Ch1cago haben sich neuerdings die Ver Ytniffe zwischen Arbeitern und Arbeit- ebern in etwas gebejert,“ in andern Distrikten aber “L| die age de !) .trauriger. In dem „Bergwerkdistrikte vdri Potts- ville, rm östlichen Pennsylvanien, ssmd Geivqltthatigxeit und Mord in diesen Streitigkeiten mehr e1ten. Nicht wem er als 50 Mordthaten hat dieser eine Distrikt m den legten pier „'ahren aufzuweisen ohne daß es geiänge, gegen die zur Haft gebrachten Verbrecher Éeugen aufzutreiben.
Telegraphischc.DePeschen aus dem WÜolff'schen Tclegrapben-Bürean.
Hamburg, Mittwock), 22. Mai, Morgens. Eine gestern
rovin “ YZZMZV IYorg'en oder 19,8 Prözerik, Schlefien 4670,451 I)"??on oder
Versammlung , an welcher etwa 1000 Personen, größtentheils aus dem KaufmannSstande, Theil nahmen, beschloß, den _Sencit in einer Supplik zu ersuchen, die Vorstadt St. Georg, 10 wre den Hammerbrook und das Gesammtgebiet zwischen Elbe und Alfter in den “Zollverein zu ziehen.
Weimar, Mittwoch, 22. Mai. Der Landtag hat den Antrag von Fries und Genossen auf Ermäßigung der Do- mainen-Rente des Großherzogs mit 18 gegen 11 Stimmen
abgelehnt. ' London , Dienstag, 21. Mai, Abends. Ein Regierungs-
Erlaß verfügt, daß alles importirte Vieh in den Landungs- häfen sofort geschlachtet werde. Nur von Loudon, Harwich und Southampton aus darf importirtcs Vieh lebendig “weiter befördert werden.
Zur Kunde der volkswirthschaftlichen Zustände des preußischen Staats. (S. Nr. 117 d. Bl.) 17. Forstwirthschaft.
Dic Waldungen in den alten Provinzen umfassen 26,800,029 Morg. = 1243 (IMeilen oder 25 Prozent_ vom GÉammtareal des Landes.s Auf die einzelnen Provinzen vertZZtlt fich diese ZKF Zolgendexmaßen: Preußen 4,904,075 Morg. oder Prozent der e ammtflache der ofen - 2,449,132 Morgen oder 21,6 Prozent, ommem
29". » ro. Brandenbur 5,041,858 Mor . oder 22,3 Proz., chen 107522390z orgen oder Prozent, Weralen 2,202,384 Morg. oder 27,9 Pro. und Rheinland Z,222,709 Morg. oder 30,7 Proz. Die Verhältni mäßig anedehntesterrJorsten mzd hternach inden Pro- vinzen Brandenburg und Rheinland, die gertzrgftcn m Pom- mern und Sachsen vorhanden. In dei) großten zusammen- ängenden Waldkörpern im Stagte 'gehoren „m der Provenz Zöreußen die Tuchelsche Haide m:t_ emem _Flachenuryfgug vozr etwa 600,000 Morgen Landes und die Iohanmeurger Harde, Dre PrOvinz Brandenburg-hat namentlieh nach den meckxenburgrschcn, pon)- merschen und schlesischen Grenzen hm startliche Forsten, m welchen die Kiefer ihre eigentliche Heimath hat, auf bcfferen Stellen aber auch Eichen, Buchen, Birken und Erlen vorkonzmen. Besser beßanden gls die brandenburgischen Wälder m_id dyrchZan9tF"Schlefiens gorstm im Glaser und Ri'efeng'ebir c, so wie seuxe drj achen an der Oder und Spree. In West alen nden sich anichnltche Walduxigen,„besonders im Herzogthum cstfalen, Fürstenthtxm Paderborn, tm Wrttgxnsi'em- schen und Siegerlandc. In der Rheinprovinz enthalth dre Forßen der Bezirke von Trier 954,509 Morg. „ von Cohlenz 9-9/7/0 Morg. „ und von Cöln 474,652 Morg., während m den mehr dem Gebirge an- gehörigen Theilen der Bezirke von Aachen und Quffelddrf der Wald auf Yächen von 420,620 und 893,149 Morg. zuruckgedrangt tft, , en vorgedachten 26,800,029 Morg. Wald 19 den alten Provtzr-
en treten für die hohenzollernschen Lande 136,700 Morg. und fur die neuerworbenen Landestyeile 4,893,271 Morg. hinzu, _so daß atfo die gesammte Waldfläche im Staate g_ege1_nvartrg 31,800,0_00 Motz; gen beträgt; es treffen davon aus 1ede Quadratmeilc 4982 Morgen und auf jeden Cimpohner 1,4 Morgen. Unter den neuen ' Provinzen bat Hannover unt 1,910000 Mor en das ausgedehntefte Waldland , hauptsächlichauf dem Henze, rpo eaubhdlz vorrherrschend ist , sowie in der Lüneburger UUdßHlldLShelMY-k Gegend, Ihm nahe steht Kurhessen mit einer Waldflagye von" 1_,o00,000 Morgen , . unier welchen bedeutende Buchemvälder m vorzugltch schyonen und theilweise ganz reinen Beständen vorhandexi find. Auch NanauZWaldretehthum ist im Verhältniß zu seiner Größe bedeutend,“ es hat ck39,100 Morgen Forsten , wogegen Holstein und Lauenb_urg nur 265,000 Morgen, Schleswig nur 190,000 Mdrgcn aufzuwetsen haben.
Was die Befißkategortecn der„Waldunge1,1 anbelangt, so machen die Staatsforsten einen wesentlichen Theil de_rxelbcn aus," fie umfassen in den älteren Provenzeri 7,322,1;)/ Morgen_ oder 27,3 Prozent der gesammten Waldstäche. Die umfangrerchßm liegen in Preußen (2,557,ZZ7 Morgen , m Brandexiburg (],-173962 Mor .) und in Pommery (696,67 M_org.)„; dann Ilgen Sachsen mit 664,054 Mor ., Schienen mit 615,332 Morg., „ofen mit 565,904-Morg., Rhein aud nut 564,542 MM)); und Weftxalm mit 184,148 Morg., während in Hoher oUern kemeOtaatsforften vor- handen sind, Von den Staatsforsten md 1,18§,500 Morg. mit Land- holz, 4,480,200 MMZ. mit Nadexholz und 860,400 Morg. i_mt ge- , mischtcmLaub- und zTadelholz bestanden, übethupt also «29,100 Morgen, oder fast 90 Prozent der bewaldeten Flache Hocixwald, wah- rend der übrige Theil sich _auf Mittel"; und Riederjvcrld , Pfianquld und .? iitungsdistrikte, sowie auf Gewaffer, Wege, Graden :e. veriheilt. Dic rivatwäldcr, deren bedeutendste m den Provinzen Schlesien und Brandenburg liegexz- „l)aben einjAreai von circa 14 Miaionen Morgen Landes; die ubngetx 4 Millionen. Morgen bestehen aus solchen Forsten, wclche Gemeinden, Kirchen und anderen Instituten angehören. Die Benußrmg und Bewirtbschaftung der Privatwäldek ist Seitens des Staats un Allgememen freigegeben,; nur für einzelne Landestheilc bestehen bezüglich der den Gemeinden und öffentixehen Anstalten gehörenden Jdrßen Beschränkungen, indem der Staatsregie- rung Wegen des regelmäßigen Betriebes und rationeller Venuyungsart ein Oberauffichtsrecht eingeräumt ist. - „ „ _
Die Reinerträgc der Waldungen in Altprcußcn imd be: RETUR-
Abend unter Vorsiß des Herrn C. Woermann stattgehabte
rung der Grundsteuer auf überhaupt 9,819,798 Thlr. oder 11 «gr,