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's wrden unbe u- ter Wei c um Einmaischcn benutzt 0. Vertretungsverbinblichkcit fur__vcr_W1rkte Ge_ldstrqfen_ ZLZMYUY'Y sbxll dieÉcrechnTnZg der Sixuezr und der DcfraubZtions= Z. ()6, "Wer Brennerei _trcibi- muß fur se") Gesch- seine Dlxncr, strafe in dcrArt geschehen, daß auf jeden dritten Tag von der Stunde Gcwerngchulfen und scincgm Hausc_befi_ndli_che (_.begattixi, KWK ““ ““ “““““ “'““ “““““ ““M““ “““““ r““Zl'er*“f“::“3.::r “„rixxxnrsiirii 31.31“. ixxxiéfxx““§;.r??xxxrxg- “' " * *“ ' d' 'i e 'imuai um an enom- cn c ra r r _ c _ “ , c c i c- LTZRIYd [Us zur OM dcr Cntdcckung & n W 3 g mögen haften, ipcnn die Gcldytrqsr mid dre Steuer wege!) Unvermx. F. 55." Sind in Brennereien, wo Brannthin aus nicht mchligcn gens dcs eigentlich Schuldigen 1_Ucht_bc1Jekklch Werden fonnrn. Dcr ,. Stoffen bereitet wird., DcftiUirgcrätbc, welche von der Ste_ucrbchördc Stcucrbcrwaltung bxcibt aber in d_iesem Jailrborbchltcn, dic GEW- außer Gebrauch gesexzt worden, unbefugter Weise wieder in Betrieb bußc bbn deni subfidmrrsch _Vcrbaßeien einzuziehen 01er start denen, gebracht, so werden die verkürzte Steuer und der Betrag der Defrau- und nut Verzicbiung _hili'éllls, _d_ic ,"", Unbermbgerisfallc an dir Stelle dationsftrafc uach derjenigen Matcriainicngc zum höchsten S_tcurr- Y_cr chbbußc zu_ VLkl)ll11gLUdL_(FkUhcltsßkaFc WJUUCY (m_ DFZ! eigeniuxh sch berechnet, wclcke seit der Stunde, wo das unbefugtrr Weise ge- L_?ÖU'WLJLU vollstrrckrn zn lasicri, ol)n_c__dasx lrßtchizz'alls OU: Verbind- brauchte Dcstillirgeräil) zuletzt amtlich untcr Verschiuß gesundcri wor- lichkeit dcr subsidtarisck) Vcrbafictcn Uickfikl)ll1ck 1er Steuern dadurch den ist, bis zur Zeit der Entdeckung auf diesem Gerat!) bat zuBraimt- aufgehoben Wird. __ _ wein verarbeitet werden können. „ „ «, 1). Zusammentreffen mehrerer Ourordcrhandlungcn
L. 56. &. Anwendung der Dcfraqdaiwnöstryfgbci drr _Yer- Ach!) dW Griebo. _ _
[LBUÜI VM sixati0n§bewilligungcn.) WWF) ÖM bci JlxaNOUIÖUWUl= Z. 67, Treten dcr uwrvrrbandlrmg chen dir“ Bestimmungen IUNIM festgescßten BLBMIUUIM FUT VU'kUkHUUI,Nk Steuer MUMM" dicser Icrorbnung andere Vcrgchcn oder Ver rechen hmzu, 10 kommen gehandelt, so tritt die Strafe der Dcfraudation UU- dic allgemeincir Strafgescßc znr Anwcnbung. _
' 13. Besondere Strafbcstimmungcu. Zst_ unt _cmrr Dcfraudation zugleich eiii Bcrlcyung Öcivndcrcr
Z, 57. (1. Strafe der heimlichen odcr anZZicldémgswisYigcn HDW Yßrnfhrrftcß diHsicr FINTHEN [YerkberchWIZULETZT!daraux ges»
' 7- ai e. ie Iimnai un cr " ra e m er cge icr r e ic » e "( U _ , . bereitung Md Aufbewahrnng von M sch ) g Im Falle mehrerer odcr wirdcrboltcr vardcrlxandlrmgcn gegen diese Verordnung, welche nicht inDcsraudationrn bc_1tcl)en, soll, Wenn die Contrabcntibncn derselben Art sind und gleichzeitizz cntdcckt werden- die Contrabcntionsstrafc, iiisbesondcrc Die durch die §§._57 und 5.3 verhängte Strafe von Einbundcrt Tbalcrn gegen den mbstdiarisch Vcrpflichtctcn, gleichwic gegen die eigentlichen Tébätcr und Tbcilncbmcr nur in cinmaliYm Betrage fcstgcscßt werden.
1). trafe dcr Bcstccbung dcr Beamter. _
Z. 68. Wer einem zur Wahrnehmung des Stcucriiiteremcs ber- pflichteten Beamten, mit welchem cr im Amir zuihun hat, Geld oder Gcldechrtl) zum Geschenk anbietet _odcr Wirklich giebt, soll dcn vici"- undzwanzigfacbcn Betrag des anqcbotcncn oder gegebenen Gcscbcnkcs zur Strafe crlcgcrr. Ist iiber den Betrag nichts auszumiiicln, so tritt eine Geldbuße von zehn Thalcrn ein.
D". Strafe der Widerseßlichkeit gegeii Bcaznie.
Z. 69. Eine jede Widrrscßlichkeit gegen die m AUSUbun-g ihres
Amtes begriffenen Personen, mögen es Stcucrbcmntc oder aiibcrezur
“ubercitunz von Maische, dic drm Stcucrbcazntcn gar nicbt angesagt, chr dic aZi anderen Tagen, in anbrrrn Raumc1_1 oder in anderen Gefäßen, als den in dem ayitlick) bcftatrgtcn Betriebsplrrnr dazu_ an- chcldctcn vorgenommen Wird, soll an und fur fich mit einer (Held-
c von Ein undcrt Thalerm vori weicher dcm Entdecker FWU" Drit- tlxxeßle zufallenh und mit der Conftscath'j drr gcbrxuchtcn Gefaße bc- straft wcrden, die gcscizlicbe Dcfraudatxonsstrafe "daneben aber mir alSdann eintreten, wenn die Absicht cincr Verkiirzung der Steuer
i en wird. _ _ _ 11achg§éw58s (2. Strafe der unterlassenen odcrunrichtigcnßAmneldung steuerpflichtigcr Stoffe,) Wenn der Vorschrift des §._ ]] cntgcgrn steuerpflichtige Materialien entweder gar nicht angezeigt, bdcr .*," größerer Menge, als solche nacb dcn Bxstimrnungcn der §§._Z()rmd 07 straffrei ist, oder an anderen Orten, als das Vorratl)_svcrzcic_bmß und der Betriebsplan ergeben, vorgefunden Werden, so fmdri cine Geld; bußc von Einhundcrt Thalcrn statt, von welcher dem Entdecker zwci
" ' [ [len. Wird bei Zrnviderhandlungcn obiger Art zugleich _ _ _ _ FellHtllbesLlthbch Stcuerberkiirzung nachgewiesen, so tritt außerdem noch Wahrnehmung dcs Steueriiitcrcffcs verpflichtete Beamten sem, 1owic
' 8 ions1ra c [in u. _ _ auch die Versagung der im J. 46 den Gcwrrbtrcibcndrii 3le Pflicht ÖW YXYLLTÉZ. S11raxc Zerzuntcrlaffcuen odcr unrichtigen Anzeige der Jctnacbten Hiilfslcistung, soll (11) dem__Schuldrgen, soweit mcht nacb Gcrätbe.) Wenn die Brennereigcrätbe oder die damit vorzunehmcn- cn allgeixicinczi Strafgescxch eiiie bartrrc _;Strgfr Plgß gre1ft,__nut den ober borgcnonmrenen Veränderungen riicht,_ wir im J. 6 vor, c= zehn bis mnfzig Thalern odcr mri bcrbaltmßmaßigcr (J. 70) (Mang- schriebcn ist , angezeigt worch, so tritt dicConftScaiion dcr berscbwtc- nißftrafc geahndet werden. _ __ _ _ qcncn , bcrändcrtcn odcr anderZwohin gcbrachtenStuckc und eine Gcld- _ Die Wahl der Strafgaitng blribt uach dcn Umstanden „Link“ itrafc von 25 bis 100 Thlr. cin. _ _ ]edcn einzelnen Falles dcr Vchordc chrlaffcn, welche in dcr «ache
§. 60. (4. Strafe der unterlassenen Anzeigcbcim Ucbergangc bon selbst zu entscheiden hat. __ _
Geräthcn in andere Hand.) Wer der Vorschrift tm §. 7 zuwrdcr _ 6.1[11Yer1110gcnl)rrt. _ _ Brennerei: odcr Defttllirgcrätl)c, ohne Anzeige bei dcr Stcuerhcbesteüc §, 70. Berdcm Unbrrizibgcn zxir Entrichtimg der Geidftraic tritt und darüber erhaltene Bcscheiniguug, cinem Anderer! ubergicbt, VW in allen durch die ge enwartigc Vcrqrdnmig mrt Geldstrafe bedrohten ällt in eine Strafe von 5 bis 20 Thlr., wclche bci Wiederholungen Fällen bcrhältnißmä ige, nach den dlLZfä_[[tgL1_1_BQÜUUZUUUILU dcr all- auf 20 bis 50 Thlr. erhöht wird. „ _ gemeinen Strafgesetze zu bemc ende Gcfarigmßstrase em. _
L. 61. (5. Strafe der MMM! senen Gerathe-VczetcbnuziF.) Wcr- Dieselbe darf im ersten traffallc die Dauer von Emrin Jahre, den Hic im §. 8 vorgeschriebenen czcichnungen der Gerais untcr- beim ersten Riickfallc die Dauer von zivci Iahrerx und bei weiteren lassen, so kommen die Strafbcstimmungen dcs J“. 59 _ ur levcndung. Rückfällen die Dauer von vier Jahren "ZM Überstejgen_
". 62. (6. Strafe der Abweichung von der Mai ch- uiid Brrnn- 11, Verwendung der. Strafgcldcr, _ zeit.) Abwcichunqcn von den Tageszeiten, in ibelche11ei11gc111aisck)t J. 71. Von den auf “Grund dieser «Zerordnxmg cmgrzogcnin werden soll, soxbie Abweichungen von den dcklartrtcn Tagén drs Strafen und bon de_m Erlöse aus Konfiskatcn wird -_- mit derm Blasenbctricbs, oder von der an diesen Tagen gestatteten Brcnnfrift dcn ». 57 und 58 festgesetzten Ausnahme - ein Drittlctl dcn Steuer- werdcn mit 2 Thlr. und bei Wiederholungen mit 5 bis 20 Thlrn. bcamten, ingleicben dcn P_olizei-, Forstbeamtcn und cndarmcn al:“ bcsirast. _ Belohnung zu Theil, iniofern fie die Zuwiderhandlung entdeckt oder . 68. (7. Strafe dcs ordnungswidrigcn Verfahrens mti drn zu der Entdeckung Hiilfe geleistet haben,
Betriebsplänen und Matcrial-Vorraths-Vcrzeichmffen.) Eigenn'iacbtigc Die anderen zivci Dritthcilc verbleiben dcr Stagtskaffe. Veränderungen in dem von der Steuerhebcstcllc vollzogenen Brtriebs- .]. Verfcxl)ren gegen die Kontrqvenrenten. „ plane (Z. 10), insofern dadurch nicht eine härtere Strafe bcrwrrkt isi, Z. 72. In Amrhnng des Verfahrens _bei Verfolgung von ":zu- wcrdcn mit 2 bis 50 Thlrn. bestraft. Jm Wiederholungssqilc tritt Widerhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung kommcn Verdoppelung der Strafe und im dritten Uebertrctungsfzillr uberdcm die Bestimmungen iiber das Verfahren bei Zoll-Contrabcniwncn zur der Verlust dcr Bcfugniß zur Betreibung der Brennerei em. Auch Anwendung. _ _ _ _ _ __ _ „ derjenige, welchcr seinen Betriebsplan mehr rcmlrch aufbewahrt oder I'. 73. Der Finaiizmmistcr )| unt dcr Ausfuhrung dwschcrord- Nicht bereit hält, solchen jederzeit dcm Rcbifionsbcanitcn glc1c[)_vor- nung, insonderheit nut Nr Bestimmung der Hebestcllxn und Bemxztcni [LIM JU können, wird schon chhalb UM Ein bis fiinf Thaler bkstkklftx Welchen die Erhebung der Braxmtwcinsicuer und dlc Controle UWH wenn auch nicht errveislich isi , daß derselbe, um eine Contrabcniton tragen wird, so wie dem Erlaßc der erforderlichen Controi-Vokskbkli“ zu verbergen, weggeschafft oder beschädigt worden. ten und Instructionen bequftragt. Auch ist__ders_clbe ermächtigt, sl) ch
Was vorstehend in Betreff der Betriebspläne angeordnet worden, nach den örtlichen Vcrhältmffcn das _Bedurfmsz bon Erleicbicrunßxxi gilt auch für die Material-Vorratbsverzeichniffe ( . 11). „ bezüglich der in ben §§._ 16 bis 42 dieser Verordnung crthciltcn „:-
§- 64. (Z- VLMBUUJ dcs Vcrßbluffes oder kk VLJACVJUUI dcr trrebIborsrbriftcxi 1ich crgirbt, solche Erleichterungen anzuordzxcn. „ GEMÜ?) Wer den MÜNCHEN Ver chlußi durch Welchen Matschxi De- So weit die Vorschriftcri dieser Verordnung auf preußt1ckc_Wal)' stillir- und andere Geräthc außer Gebrauch geseßt worden; abmmmt, rung und preußischcs Gemäß sich beziehen, hat der Finanzzmrzistxr- verletzt oder sonst unbrauchbar macht, diovorgeschrtcbene Bezctcbnung nach Bcdürfniß, diese Vorschriften in ihrer Anwmdung aus die "I der Geräthc (§- 8) zerstört; verändert 0de 11ach111achti Wk?“- WMU dem betreffenden Landesthcile geseßlich bestehende Währung und da“ auch eine Stcucrbcrkürzung nicht beabfichtigt wordezi , bci einerVer- bestehende Gemäß näher zu bestimmen. _ „__ , änderung oder Zerstörung der vorgeschriebenen Bezeichnunget) mat dcr §. 74. Diese Verordnung tritt mit““dcm ]. Juli 1867 m Kiafk- im . 59 bestimmten Strafe und bei Verletzung des amtlichen Vcr- Yon demselben Zeitpunkte ab werden die gcscßlichen Vorschriftem wxlck WMFW der Maisch- und Destillirgeräthe Mit einer Gcldhuße von _2 uber die Besteuerung des Branntwoins in denjenigen Lcmdcsthsllk"1 bis 0 Thlr. belegt , fakls nicbt glaubwürdig dargethan wrrd, daß die Zerstörung der Bezeichnung oder die Verleßung dcs Vcrschlusch durch einen vom Steuerpflichtigen nicht verschuldeten Zufall entstan en, und davon gsl_eich, nachdem solche wahrgenommen worden , Anzeige ge-
e en 1 . fck h§. 65. (9. Bestrafung sonstiger Geseß-Ucbertretungen.)_ Die Ueber- trctung a erer in dieser Verordnung enthalienen Vorschriften und der in Gemä eit derselben erlassenen und_gehörig bekannt gemachten Ver- waltun s = Vorschriften, auf welche kerne besondere Strafe gcseßt wor- den, so mit einer Geldbuße von 1 bis 10 Thlr. geahndet werden.
B WPF.“ diese Verordnung ergeht, zur Zeit bestehen, außer Wirksam- ci ge e . „ Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigeu Unterschrift und bil“ gedrucktem Königlichen Jnficgcl.
Gegeben Berlin, den 11. Mai 1867.
(b. 8.) Wilhelm. Gr. 1). BiZmarcf-SchönZausen. Frhr. v. d. Heydt. v RVM“
GR M Ißsnpliß. v. M hler. Gr. zur Lippe. 1). Selchow“ Gr. zu Eulenburg.
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Verordnung Weganestcuerung des Brairmalzcs in denRegierungs-
Bezirken Wichqdcn und Kaffcl, so wre in dem Gebiete des vor-
maligen Königreichs Hannover und der Herzogthümer Schleswig und Holstein. Vom 11. Mai 1867.
Wir Wilhelm, voii Gottes Gnaden König von Preußen rc. yerordnen fiir die durch dichrbrdnung vorn 22._Jcbruar 1867 (Gesek- Smnml. S. 273) grbildeicn RegierungJ-Bezirkr Wiesbaden und Kaffeb crncr fiir das Gebiet des vormaligen Königreichs Hannover, so weit
dasselbe dcm Zollverein ang'cscbloffcn ist und für das Gebiet der Hcr- .
zogtl)Ümcr Schleswig und Holstein, und zwar vorlänfiZ mit Aitsnaimie der aus dem Zollberbgndc _dcrscxbcq ausgeschlbßxncn andeZthcile, auf den Antrag Unseres Staatsministeriums, was folgt:
*. 1. (Besteuerung des Braumalzcs.) Wer Bier aus Getreide verfcrtigt, soll von jedem Centricr MalÉschrot odrr Gctrcidcschrot, welch es um Bierbrauen vcrwcnch Wird, 20 gr. entrichten. Ist mit der Vier- Jraucrci zugleich eine Esxgberciiung verbunch oder wird'Esfig aus Malz in cigrnds dazu betimmtcn Anlagen im Großen um Verkauf bereitet, so muß aucbzvon dcmScbrotc, Welches zur Qsfigbcrciiung verwendet wird, dicsr Steuer entrichtet werden. _
J. 2. (Stcuerpsiichiigkcrt ch; Bruitogcrvicbts.) Bei der Ver- wiegimg bon Braumalz wird fur den Sack nichts abgerechnet, arich macht es keinen Unterschied, ob das Malz trocken od_cr _angcfcuchtet ist,“ dagegen wird bei einer eribicgimg jeder Malzpost cm Ucbergcwrcht unter ck Centner nicbt bcruck1tchtxgt. _ _
. 3. (Wann die Steuer zu _zal)_[rn 1ft.)_ Die Versteuerung dcs Braumalzcs muß erfolgen, bevor die EUUUÜUCHUUJ gcscbrchi.
§. 4. (Fixation) Die Versteuerung kann xigch Ucbcrcmkoznmcu mit der Steuerbehörde unter dcnbon derselben festgcsrytcn Bcbmgun- acn durcb Entrichtung cincr Abfindungssnmme aus emen bestimmten '“;Kciiraum erfolgen. _ __ _ _ _ _
““ “. 5. (HanStrunk.) Dic Vorfertigung drs Hauvtrunkcs in ge- wöhnlichcn Kockzkcffcin ist von _dcr “Steuercntrtxhtung ga_nz fret, wrnn dic Zubereitimg allein zrzm eigenen Bedarf in Jamrlrcn von nicht mehr als zcbn Personen über vierzehn Jahre geschieht. _
Wer von dieser Bewilligung Gebrauch machen Will, m_uj; sol_chcs dcr Steuerbehörde zuvor in ]cdxm Jahre anmelden und daruber cinen Anmeldeschcin sic!) crtheilen lasirn. _ _ _ _ _
. 6. (Bcscbränkung dcs Bierablasjrns bei Hausbrauercien.) „In den Fällen des I'. 5 ist ein ]cdrs Ylbiaiscn der zubereiteten Gctrankc an nicht zum „Haushalte gehörige Personen untersagt.
§. 7. (Vergütung der Steuer _bci Versendung in das _Aquand.) Wegen Vergütung der Steuer bci Vrrscndungen von Bxcr m das Auézland werden im Falése dcs Yedürfnisses besondere Bestimmungen vom ("inan“mini tcr crla en wer cn. _
?s8. (Ylnzcikxe der vorhandenen Brauyfazmen und Yraubottiche.) Wer Esig zum Verkauf, oder , ohne nacb J. 5 voii de_r «tcuxr bcfrxrt Justin,“ ier brauct, ist gehalten, der Steuerhcbestclle eme Nachweisung cm- zureicbcn, worin die Räume zur Brauerei, die Brgupfanncn und Brau- boitichc, inglcichen dcr Jnhait der_frlben ni preußischen _Quartcn genau und vollständig angcgcben_ sc1n_ muffen. Gleiche Vcrpflrcbtung zur An_- zeige binnen drci Tagen liegt ihm ob, wenn nextes Gerat!) angeschafft oder wenn das vorhandene gzmz oder zum Theil abgeandert oder m ein anderes Lokal gebracht_Wird. _ “*
Inhaber von Brauereien, so_ir-ie anbcrc Personen, Wenn _leßtere Braupfanncn blos besaßen odcr 1ic bcrfcrtzgcnbdcr Handel damit tret- ben, diirfen dieselben Weder ganz noch theilweise, weder neu noch aus- cbcffcrt aus ihren Händen geben, bcvbr fie cs ber Stcuerhcbestellc ihres Wohnorts angezeigt und darüber eine Bescheinigung von dieser erhalten haben. _ _ _
Z. 9. Ersordcrniß cincr Waage.) _ Jede Brauerei soll init cirier gcscßlich zulässigen Waage, worauf Wenigstens funf Ccnrner auf em- mal abgewogen werden können, und nut dcn xrforberlichcn geaichtcn (Gewichten versehen sein._ Bis solche angeschafft worden, kann der Betrieb der Brauerei ver1agt wcrden.
*. 10. (Aufbervabrung und Verwendung des Malzschrots.) In der Trauer ist verbunden, seinen Vbrratl) an Malzscbrot nur an einem gewissen ein-für allemal zu bcstnnmendcn Ort_c aufzubcivahrcn.
Beim gemeinschaftlichen Betriebe der Brauerei und Brennerei darf zu lcßterer reines Malzschrot nicht verwendet werden, Die Ver- wcndnng cines Gcmc'ngcs von Schrot aus grmalztcm und ungcmalz- tcm Getreide ist zulässig, die Mischung mus“ _]cdoch vor dem Schroteri auf der Mühle in den Körnern geschehen. Wird neben der Brauerei Branntwein aus Kartoffeln gebrannt, so soll zwar der Gebrquck) von reinem Malzschrot zu leßtcrcm Bchuf gcstattcx werden,“ das hierzu so- ",Wbl, als zur Brauerei zu bcrwcndcnde muß ]ed_0ch besonders bccla- rirt und aufbewahrt werden, und sind auch die Raume fur ]cncs unter Aufsicht und Kontrolc der Stcucrbcamien zu sech. _
, §. 11. (Verfahren bei dcr Versteuerung.) _Wrr cine Brguerci br- tretbt, ist verpflichtet, der Stcuerhcbestckle fthklstllch anzuzeigen, ww viel Malzschrot er zu jedem Gcbräudc 11ch1ncn,_an wclchemT-agc und Ju Welcher Stunde cr cinmaischcn wird , und die Steuer von der an- gemeldeten Beschickung gleichzeitig u entrichten. _
Es stehtdcmStcucrpflichtigcn zfrei, diese Anzeige, so o_ft cr brauei, JU machen, oder im Voraus für einen bestimmten _Zcitraiun. Im letzteren Falle kann er die Steuer für den ganzen Zeitrarzm _voraus- bezahlen, oder für jede Maischung besonders vor derezi Eintritt.
Z. 12. Declaration dcs Bierzuges.) Die Declaration de_s Brauers, Bchufs der “ erftcucrnng, soll sich auch darauf erstrecken, 1Vl_eV18[ Birr er aus dem angegebenen und zu versteuernden Malzschrot ziehen Will.
§- 13. (Anmeldung und deren Berichtigung.) Die „Anmeldung Miß; xvenn des Vormittags gemaischt werden soll, spateßcns am Naxhuuttage des vorhergehenden Tages, und Wenn Nachmittags ch matscht Werden soll, spätestens am Vormittage desselben _Ta es drei Stunden vorher, in beiden Fällen auch während der Dien stunden (§- 20) erfolgen.
Berichtigun en dieser Anmeldungen bei der Hebeftelle sind zulässig, wenn fie mmdc ens an dem der beabsichtigten Veränderung vorher- gehenden T_age geschehen.
(Zoll dre Beschickung darnach verstärkt werden, oder sollen neue Gebraude hinzutretm, so wird die Steuer davon lcichzeitig entrichtet.
SOU cm_ Gebraudr eingestellt oder die Be chichung vermindert werder), so bringt der Steuerpflichtige die schon entrichtete Steuer bei der nachsten Qthung m Anrechnun].
Z. 14. (EMUWLstlMUJ) Die inmaisckzungrn dürfen nur gesche- hen m de_n Monaten vom Oktober bis einschließlich März von Mor- gan 6 bis Abends 10 Uhr, m den übrigen Monaten aber von Mor- gens 4 bis Abends 10 Uhr.
_ Z. 15. _ (Erwarten ber Steuerbcamtcn.) Dcr Brauer ist ver- pftichtrt, 'die Ankunft cines Stcuerbeamicn zur angezeigten Stunde des Einmaisibens (Z. 11.) abzuwarten.
Findet fich dersclbe ein, so muß alsdann sogleich das Malz in dessen Gegenwart abgewogen und mit der Einmaischung borgeschrit- ten werden; der Brauer darf aber die Einmaisthung erst, nachdem eine Stundwgcwartei worden, ohne dessen Gegenwart verrichten.
Z. 16. (_Nacbmcziscbcn.) In der Regel soll die ganze Beschickung JUf cdtmsiial cmgcmmscht werden, so daß keine Nacbmaiftbung stattfin-
en ar.
Wird aber eine Brauerei regelmäßig mit Nachmaisihrn betrieben, so muß ein- für allemal angezeigt wcrden, in wie viel Abtheilrtngen und mit welchem Gewichte fiir ]cde Beschickung gcmaiscbt werden soll.
§. 17. (Revifionsbcxugniß dcr Steuerbcamtcn.) Das Gebäude, in welchen) cineBraucrci betrieben wird, kann, sobald darin gearbeitet wird, zu ]edcr Zcit, sonst aber mir von Morgens 6 Uhr bis Abends 9 Uhr von den Steuerbequcn Bcbufs der Revision besucht, und muß ihnen zu deurJBcbusc sogleich geöffnet Werden. In demselben erstreckt sich ihre Rebijionsbrfugmß darauf, nach rischen, daß dieBrau- pfanncn und Bottichcunvcrcind'ért so dieselben md- wic fie angcgcbcn, auch bezeichnet worden, daß keine un_angcmcldctc Gcräihc vorhanden, d_aß außer Gebrauch gescßtc Gcräthe iich noch in diesem Zustande be- finden, daß das Malzscbrot nur an dem dazu bestimmten Orte auf- bewahrt wird, und daß nur zur angemeldeten Zeit und Stunde ein- gcmaiicbt, (11111) die Einmaischung 5Jebörig versteuert und daß keine größere als die angemeldete (Z. 12) Iicrmengc gezogen ist,
Z. 18. (Haussmbung.) Ist gegründeter Verdacht Vorhanden, daß Unterschlcifc, um dem Staate dic verschuldeten Gefälle zu verkürzen, be angcn worden und dcs1)alb eine förmliche HauSsucbung erforder- li ), es sei bei Personen, Welche Brauerei betreiben, oder bei andern, so ist dazu ein schriftlicher Auftrag cines Oberbcamtcn oder einer noch höheren, der Steuerhcbeftelle vorgeseßten Behörde erforderliii), und fie darf nur unter Beachtung der fiir Haussuchungcn im Aljgcmcincn vorgeschriebenen Formen und an solchen Orten stattfinden, die zur Begehung dcs Unterschlcifs oder Vcrhcimlichung von Beständen ftruer= pflichtigcr Gegenstände geeignet sind.
Z. 19. (Verpflichtung der Hülfsleistung.) Diejenigen, bci Welchen rcbidrrt wird, und deren Geivcrbsgehiilch find verbunden, den revi- direndcn Beamten diexcnigen Hiilfsdienftc zu leisten oder leisten zu lassen, welche crfbrderltch sind, um die Revifion in den vorgeschriebenen Grenzen zu vollziehen.
J. 20. (Verpflichtung der Steuerbeamten.) Dic Dienststunden, in welchen die Stcuerbcanitcn an den Wochentagen zur Abfertigung der Stcuerpfticbtigcn bereit sein müssen, bestimmt die Verwaltung. Als Regel wird fcstgeseßt, daß, wo die Hebeftellen mii zjvei oder mehreren
Beamten beseßt find, die Dienststunden folgende sein sollen: in den
Wintermonaten Oktober bis Februar einschließlich, Vormittags von 8 bis ]2 Uhr und Nachmittags von 1 bis 5 Uhr. Ju dcn übrigen Monaten von 7 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 U?r.
An anderen Orten find die Dienststunden au die Vormittagszcit von 9 bis 12 Uhr eingeschränkt. _ _
Wenn es nöibig ist, muß auch außer dieser Zeit die Abfertigung der Stcuerpftichtigen möglichst bewirkt werden._
Abweichungen von vbrstehcndcn Bestimmungen sollen an den Orten, wo dergleichen stattfinden, besonders bekannt gemacht werden.
Z." 21. Von den Steuerschuldigen dürfen die Steuerbcamtcn unter keinen Umständen für irgend ein Dicnsigeschäfc ein Entgelt odcr Geschenk, es sei an Geld, Sachen oder Dienstleistung- rs habeNamcn wie es wolle, verlangen oder annehmen. Andererseits dürfen die Steuerpflichtigcn dergleichen unter keinen Umständen UND unter keiner- lei Vorwand geben oder nur anfragen, ohne fich straffallig zu machen.
Außer den bestimmten Sicucrsäßcn wird nichts erhoben.
Quittungen und Bescheinigungcn der Steuerbehörden wcrden ge- bührenfrei erthcilt.
§. 22. Zu viel erhobene Gefälle werdcn zurückgezahlix wcnn binnen Jahresfrist, vom Tage Der Vcrfterzcrung a_n gerechnet, der An- spruch 'auf Ersaß angemeldxt und bqgrimdcx wn'd. _Wenn der An- spruch ganz oder theilnwisc zurückgewiesen Wird, so_ [__| dagegen der Rekurs an die vorgeseßtc Behörde binnen einer Praklrtsivfrift von sechs Wochen zulässig. Wendet nch dcr Rcklamant_an cine inkom c- tcnte Behörde, so hat diese das Rekurögcsucb gn die_kompctcntc c= hörde abzugeben, ohne daß dem Rcklamantcn die Zwrschcnzeit auf die Frist anzurechnen ist. _ __
Zu wenig oder gar nicht erhobrnc (_Hcfalle können gleichfalls inner- halb Jahresfrist, vom Tage des Eintritts der ?ahlungsvcrpflichtung an gerccknet,_ nachgefordcrt werden. Nach Ablau des Jahres ist jeder Anspruch an! Zuruckcrstattun oder Nachzahlung dcr Gefälle, beziehungs- weise gegen den _Staat und en Steuerschuldigcn erloschen, dem Staate bleiben «doch seine Re_chte auf Schadenersatz gegen die Beamten, durch Herrn Schuld die Gefalle gar nicht oder unrichtig erhoben worden, xcdcrLrit vorbehalten, ohne daß die Beamten befu t find, die Steuer- ckul NY W(eYn dcr Nachzahlun der Gefälle in? nspruch zu nehmen.
§ trafbestimmungen. Wer eine Gewerbshandlung, von