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deren AUEÜÖUUZ die Entrichtung drr Branmaizstcrtrr abhängig ist, ;
vornimmt, hat,- wcnn solibc entweder ar"11icht odcr dxrgcstaliun- richtig angemeldet ist, daß daraus eine 3 erkurzimg der Steuer folgt, die Strafe der Defraudatio» verwirkt. K _ “_
J“ 24. (Dcfraudarionsstraic. _Crsicr ?FÜU.) DU; Sirasc drr Dc- frandation bciicbt in einer Geldbuße, welcbe dem birrfaxbcn Betrage dcr vorenthaiirncir STCUU' gicicbkommi. Dic Stcucr 11T chrdrm VOU d Stra i' Uiiabbän» ix ZU cniricbten. . Wr J 2.7; (Zwéiich Z'uiil) 'Im Jaga dcr Wiederlwlinxg nach vor- lxrgcgangcncr Bcsirafmrg wird dir Strafcoans dcn NÖtiachW Betrag der vorcntbaiirnen Sicurr bcimnmt. Außerdem dar) der Srbuidigc, wenn er Brauer ist, das Rckbi, zu braucn, in einem Zeitraumc bbzi drci Monaten weder scibst ausiiben, iwci) durch cinen Lindcrcn zu 1cl- 11cm Vorticii ausüben Lasrn.
Z. 26.) (Dritter Juli.), Im dritten Fglle de_r UcbertrctimT nacb vorbrrgcgangcncr zwciiimligcr Bcftrgfung ix_t dcr 1eck)§le)niachx Nrtrag der nicht crl-cgtcn Siciicr als Strafe verwirkt, uiid _11t dcr-Scbriidigc cin Brauer, so darf er das" Gewerbe dcs B-i'aiiciis me .und zu „krmcn Zeiten weder selbst aUSiibcn, iich durch einen Andrrenzn icmcm » ori ciic aUSiibcn la“c:r. _ . „_
* F. 27. (Unterlaffxnc Nizmcldung drr Gcräibc Und „dcr Brrandc- rrmgcn.) Wenn die Braripsaiiich imd Ydtiicbc oder die daintt vor- genommenen Vcrändcrnngcn iiicht) Wie J. 8_vdrgcichr1cbcn isi, aiigc- zcigi wrrdcn,“s0 tritt di? Konfiscirtion _dcr verschwiegenen, rcmndertcn odcr andrrÉ-wobin gcbrmbirir (H„cratxbc cm. Urbcrdrm bfat „dcr Yrancr eine Geldstrafe Von 25 bis 100 “.Wir. bcrwrrir, wciiric im Wieder-
0 un s'allc VOL'ÖO'U'lt wird. _
h [ SWH unangrzxixgtc Braupfcmiicn und Bbtirkbc 311111 Braiicn anch benutzt worden, so wird dir drrdurcb begangene Dexraridatwn iwci) bcsondch nach W. 24, 25 und 20 bestraft, . “_
„L 28. (Eininaisck)1mg obne Anmeidung imd OMCÖMÜUÖUUJ ohne Befugnis?) Hat ein Brauch dbirc vorbergcgangcnc Yiiriirgidiiiig und Versteuerung cingcnmii'cbi', 10 wird di'c'Siclli'k und die Strafe nacb dcr Beschickung, dic ZU einem ganzen («cbraudc gciwmmxxr zu werden pflegt, voll bcrccbnct. «Har „rr abcr bibs'cmc Orgrbmgiichng Unbr- fngtrr Weise vorgenommen, 70 wird er, es mag, rind Dcrxrtrzring dcr Gefälle ermittelt werden oder „nicbt, allcmai m cmc Sirene voii 5 Thlr. genommen, wciibc bci Wiederbbluiigctz verdoppelt wird. Die Strafe der Dcfraudation bcstrbt imabwrngtg birrvon, wenn eine Ver- kiirzung dcr Gefälle Kirixgrfrmkcn bai. ' . .
§. 20. (Bicrbcrfarii aus» Harxsbrqxirrcicn). Wer blos HW" rige- UM HariIbrdarf zu brauen dic Brmgmß rrbaitrn hat, Und Birr gcgen Bczablrmg im Hause arisicbänit, ddrr anixcr icmrr Wohnung anPcr- sonen, wclche nicbt ziim Harisstaiidc_3ii rciimcii smd, gcgen Bcnglring odrr Vergriiung iibcriäir, bar, Wickii dic “STEMA" “imd- gcwdwxiicbc Dcfraudaiionsftrafc niib'c biibcr crniitrixit wird) 10 «*„baicr Straic zu erlegen Und wird mit Iiiii'isii'bi hierauf bci Wixdcrbolnngrn nach. den allgemeinen Vriti1miiimgcn (§§ 2:3 und 26) beitrast.
Y. 80. (Uiitcrlasicm Yinmcidimg T*('H-530115fkilllkbckfcyitiliig). Wem die fki'ii'ZUÖkaiiUUF, rrii Bier aus MaizWror_critcrttci__iit, dcr berfalit, Wenn er cs unicric'iiir, jiibriiib cincr T-lnii_1cldiing§1ii)riir Uri), deshalb aus? zuwirkcn (“Z. 5), in eiiir Ordiiiingsstraxrvon 1 [MI 3 '»hlr) die bei Wiederholungen von 2 bis 10 Tblrn. itcigi. _ ' - ,-.
Z. 81. (Abwcirbiixigrn VOLL der-cclaratwn iii Bezug mix Erzi- maiscbnngszcit Und Bicrzitg.) „Hai cm BL'ÜUCL' zn cincr aridrrrn Zcit, als woche bdrgcsibrirch (“W 11 Und 14) und von YM angezeigt worden, oder vor Liblmif dsr Stitndc, welcbe o_rif deri_Sicucrbcainicn gewartet werden mu?"; (Z. 15), cingcmaiscbt, 10 bersiilii „crm cmc Strafe von 2 Tbirn., welcbe bci Wicdcrboluiig aiif z') bis 20_Tl)i_r. erhöht wird. Außcrdcm muß, wcnn nicbt dic Bcicbiirrmg fur ein volles Gcbräudc axichicidct icin sollte, die Steuer und dtcStraic fur so viel O.)?aizscbrbt erich werdeii, als zu cincm vollen Gcbrandc mcbr gciwmmrn zu werdeii pflegt, wir im vorliegenden Falle ang'cmcidct worden. Abwriibnngcii von dem dcilaririanicrzugr, welcbe 10 Pro- zent Übersteigen, sollen rbcnsd, wic Tibwcicbriiich von der aiigcmeldr- ten Zcit dcr Eimrmisrbmig brstrast werdcn.
Z. 32. (Mrbrbcfiiiid bon Maizscbroi gcgen Declaration.)- Lilies Maizirbrot, weiches sicb idwobi an dem dazu bestimmten Orig (§10), als anderwärts bei dem Braiicr iibcr dir zur EiiiiilaistßllUJNLÜUJÜPLI fiir den folgenden Taxi drkiirrirtc imd verstcitcrteMrnge vorimdct,_wll obne Riicksiibt auf die angcbiiibc Bestimmung, als Gcgciijtand cincr beabsichtigten Deiraudaiion angesehen, Und die L_infbcwahrrmg an einem anderen als dem dazu deklarirtcn Orte, abgesehen von der Drfraudaiionssimfc, mit einer Ordnungsfirafc von Einem Thaler fiir den Ccniucr geahndet rrcrden.
. ZZ. (AWOc'indigrmg von Braucrcigcrätbcn ohmc Ayzrigc.) Vraucrci-anabcr und andere im Z. 8 erwähnte Personen, bewndcrs Kupfersclynicde, welcbe Braupfanncn obncAnzcigc bei dcr Stcucrhcbc- stelle und dariiber erhaltene Bcscbciuigung cinem Anderen übergeben, fallen in eine Strafe von 5 bis 20 Thlr., Welche bci Wiederholungen auf 20 bis 50 Thlr. zu erhöhcii ist. _ „
Z. 34. (**ertrctungöbcrbindiichfeit fiierrwirktc Geldstrafen). Wer Brauerei als Gcivcrbc bcirribt, mriß für sein Gesinde, seine Diener, Gerricrbsgclsilch und seine im „Hause brfindlicbc Ehegattin, Kinder und Aiwcrwaudicn, was die auf Grund dieser Verordnung verhäng- ten Geldstrafen und die vorenthaltcncn Steuerbeträgc betrifft, mit seinem Vermögen haften, wrnn-dic Geldstrafe Und die Steuern wegen Unvermögens dcs cigcniiick) Scizrildigcn nicbt beigetricbcn werden kön- nen. Der Steuerverwaiimig bleibt aber in diesem Falle vorbehalten, die Geldbuße von dem subsidiariscb Vcrbafteicn ciiiziizicbcn odcr statt dessen, und mit Vcrzichtlcistung hieraus, die im Unvermögcnsfallc an dicStcllc der Geldbuße zu vcrbängcnde Freiheitsstrafe sogleich an dem eigentlich Schuldigen vollstreckcn zu lassen, obne das; [cßtcrcn Falles die Verbindlichkeit dcs ,subfidiarisci) Vcrbaftcirn riickficbtlich der Steuer dadurch aufgehoben wird.
. 35, (Zusammentreffen mehrerer Zuwidcrhi'indlimgcn gegen die (Hcscße) Treten dcr vaidcrhandlung gegen die Bcstimmungcti dieser Verordnung aiidrrc Vcrgrbcn odcr Vcrbrcrbcn binzii, so komm'n dic allgcmciircn Strafgcfcixe in Anwendung. '
Ist mik cincr Dcfrandation zugleicb cine Vcrjcßung ÖcsOiidcri-r Vorschriften dieser Verordnung verbunden, so tritt die darauf qcscßxc Srrafc in der Regel der Strafe der Dc'srandatiorr biuzu. Im" Fall:- mehrerer odcr wicdcrbolicr ZUwidcrhandlungcn gcgen dicse Vero». nung, wclche 11icht in Dcfraudationcn bestehen, soll, Wrnn dic Commi. Ventioncn derselben Art sind Und giricbzcitig rnidccktwcrdrn, die Con- travcntionsstrafc gcgen deu subsidiarisci) Verpflichteten gleichwic gegen den eigentlichen Tbätcr odcr Theilnchmcr mir im cinnmligrn Bciraqc festgescßt wcrden. "
§. 86. (Strafe der Bcsiccbnng drr Strucrbcmntcn.) Wer einem zur Wahrnehmung dcs Stcucrinicrcfics vcrpfiicbtcicn Beamten, mit welchem er im Amte zu thun bat, (Held odcr Gcldcswertb zum (H„- schenke anbietet oder wirklich macht, soll den bicrundzwanzigfachcn Bc- trag des angebotenen odcr gegebenen Gcscivcnks zur Strafc crlchx Ist iibcr den Betrag nichts auszumiticin, so tritt eine Geldbuße “yon zehn Tbalcrn ein.
„C. 37. (Strafe der Widcrscßiichi'cii ZMA] Stcucrbcmntc.) Eine jede Widrrscßlicbkcii gegen die in Ausübung ibrcs Amtes begriffenen Personen, mögen es Steuer- ddcr andere zur Wabrncbimmg ch Stcncrintcrriscs verpflichtete Beamten sein, so wir auch eine Vrrsaqunq dcr Hiilfslcistimg, deren die chnicn bci iiircm Revisionsgcscbästé ab*- scitcn dcr Gcwcrbtrcibcnch bcdiiricn (HJ. 19), soll an dem Schuldiqcn, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgcirixrir cine bäricrc Strafe Plak greift, mit zrbn bis iiiiifzing)alc1'n odcr mit [erU'xltUißiUäßiiicr (§. 39) Gcfängnißftrafc geahndet wcrden. “
Die Wahl der Strafgattimg bleibt mach den Umständcn cines jeden cinzclnrn Falles der Behörde Überlassen, welcbe in dcr Sakbc selbst zu entscheiden hai. /
J“. 88. (Strafe der Urbertrrirmg sonstigcr Vorschriften). ch Ucbcrtrctmig aller andcrn in diescr Vcwrdmmg gcgcbrncnVorschriften und der in Grméißbcii dcrscibcn erlassenen imd“ gehörig bekmmt qc. machten Vcrwa[tungsbbrscbriftcn, auf wcliiic keine besondere 'Zlkiifc gescyt irwrdcii, soll mit einer Gcldbrcßc bon ] bis 10 Tbaicrn gcabn: drt werdcn.
_ §.:-'0. (incrmiigcnl)rii.) BcidcmUnbrrmiigcirziir Entrirbtnngdcr Geldstrafen tritt in allcndurcl) dic gcgenwäriixic Vcrdrdmixigmit Geldstrafe bedrohten Fällen bcrhäitnißmäßigr, mich den dicsfälligcn Bcftiimmmgin der allgemeinen Strafgcsch zu bcmcssmdc Griiingmßsirafc cin. Dii- sclbc darf im ersten Straffalic dic Dcmrr VON Einem Jahre, beim ersten Riickfallc die Dauer bon zwci Jahren und bei weiter:! I)iiiciisäi- [cn die Dauer von vier Jahren nicbt iibrrsicigrn.
Z. 40. (Vrrwrndmrg dcr Strafgrldrr.) Von deri anf Grand dic- ser Verordnung eingezogenen Strafen und von drm Erlöse aus Con- fiSkatcn wird ein Drittbril dcn Striicrbramtcn, ingleirbrn dcn Polizei, Jorstbcamicn mid Gendarmen als Belohnung zu Tbrii, insdfcrii sic dic Zuwiderhandlung cntdrcki odcr zur Eirtdcck'nng Hiiifc geleistet bach. Die anderen zwci Driitbcilc verbleiben drr Staatskrissc.
Z. 41. (Vorfahren gcgen dicKontrabrnirntcn.) In Ansehung des Verfahrens bei Vcrfblxiimzp bon Znwidcrbandlmrgcn gcgen die Be- stimmungen dicsrr Vrrordmmg kommen die Bestimrmmgrn iibcr das Verfahren bei Zollcdntravcmiiown 5nr Anwcndun .
Z. 42. Der Fiimnzminisirr ist mii dcr Ansi'iibrung diescr Vcr-
„ordmmg, insondrrbcit mit drr Brstimmnng dcr Hrbc'stcllcn und Bi-
amtcn, wcichrn dir Erbchng dcr Braimmlzstciicr UUÖ dic Kdntrolc iibertragen wird, i'd wir mit dem Erlass der criordcrlirbcn Kontrol- vorschriften und Instructiomn beauftragt.
_ Soweit die Vorschriften dieser Verordnung auf preußische Währung und prcrrßiscbcs Gemäß ficb bczicbcn, hat der Finanz- minister nach Bedürfnis; diese Vorschriften in ihrer Anwendrmg auf die in dem betreffenden Landcstbcile gciciiliri) bestehende Währung und das bcstrbrnde Gemäß mibrr zu bestimmen.
“J“. 43. Diese Verordnung tritt mit dem 1, Juli 1867 iii Kraft. Von demselben Zeitpunkte ab werdcn dic gescßliibcn Vorsrbriftcn; welcbe, iiber die Bcstcncrung des Bieres und Essigs und des Malch m “den]cmgcn Landrsrl)cilrn, fiir welcbe diese Verordnung crgch, ziir Zcit bcstcbcn, außer Wirksamkeit gefrbt. _
*Urkixndlirb untcr Uiricrcr Höcbstcigrnbiindigcn Uut-crschrifi iixid bcigcdruckicm Königlichen Insicgcl.
Gcgcbcn Brriin, den 11. Mai 1867.
(3.5) Ißilheln»
Graf v. BiSixiarci-Schiiirlmusen. Freiherr ». d. Heydt. v. Noon. Gras v.Jiicnpl1iz, v. Miihlcr. Graf zur Livvc. v. Selchow. Graf zu Crilenburg.
Verordnung wi'gcn Erhebung der Steuer vom inländiscl)cn Tabak nr dcn chicrungd-chirkcn Wicöbadcn und Kassel, sowie in dem Ge- bicte des vormaligen Königreichs Hannover und der Herzogthiimck Schleswig und Holstein. Vom 11. Mai 1867.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2T.“ verordnen fur die durch die Verordnung vom 22. Februar 19,0i ((Hrseiz-Samnil. S. 273) qcbildcicn Regierungs-Bczirkc Wiesbaden un?" Kaste], ferner fur das Gebiet des vormaligen Königreichs HanUOUSU soweit daffcibfe dcm Zollvereinc angeschlossen ist, und fiir das Gebtxx dcr Herzogthumcr Schleswig und Holstein, und zwar vorläufig 111lc Auanlmir der aus dem Zollvcrbandc derselben ausgeschlosicnk" Landestheile, auf den Antrag Unseres Siaatsminiftcriums, was isliikk
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. 1. Die Steuer vom inländischen Tabak wird nach der Größe
der chUjiithrlich mit Tabak bcpfianztenGrundfläch in vier Abstufungen iibic. „ - “ „ .
Mkr €. 2. €"-:icsoll1)0111kkNl);5 PkknßlsCÖ-M Orwdratruihcn (cinem Dreißig xbcilYiorgcn) mri 'zxabak bepflanzten Podens in dcr crsicu Klasse 6 SIR- 1" drr zwcttcn 5 SIN m der dritten 4 Sgr., in der Vierten «; Sak- jähriiib betragen. _ _ " , * Z. )kacb wclibcm diricr Sabi“ die Steuer zu cnirichtcn isi, soli «mf érstaitcics Gritaicbicii dcr. Prox)iiizml;?Berwgitungs- iind Steuer- behörden durcb dcn Hii-nzirziriiiiister im Cinderitmrdniß mit dem Mi- nister fiir die iandwrrtbiibaftlicixn Angelegenheiten zeitweise festgescyt
1 11. "ML. 4. Wo die Quadratrutbrnzahl dcr Gcsammifiächc, bon Welcher dicStcucr crhobcn wird, durcb sgch nirbt thrilbar ist, bleibtdas untcr icibs *.)intbcn bctragcndc Maß bci drr “Si"?iii'k,Uiibcruckilcljtlet,.
“ I', 5. Der Inhaber einer mit ::.abak bepflanzten Grun fläche von sxchs und mehr Quadrairutbciz ist ycrbmidcn, Wr-")..WUUTf dcs Mo- nats Inli dcr S_irrrrrbrbordc dic bcpxlanzicn Grundstuckc cirrzcln nacb iyrcr Lage und («rbßc'm Morgen und Ouadrairntbcir prcußiicb genau und wahrhaft) sriiriiiliib odchaii'ci) mrmdlicb anzugeben und erhält dariibcr voii rcrscrbcn cine Bcicbriirigirirg.
§. 6. Die St„i'xiikl'T-JBTHÖTÖL pruit diesc Angaben anf dcm cin- fachstcn undziwcriaiiigjtcnWege, 913116 daß dadurch jedoch dj_cuzTabaka- pflanzrr bciondcrc Bcrmcssungskostcn bc1*iir1aci)t wcrden durfen. „Dic
Gcmcindcbcamtcn siiid verpflichtet, sic bci diescr Priifung zn untcr- stiißrn. 7
. . Wer bei cinem auf einer Grmrdfläche von sechs oder mehr Ouadratrutchr betriebenen Tabaksbau dic vorschriftsmäßigc Anzeige qanz untcrläßt, chht fick) cincr Steuer-Dcraudation schuldig und ivird nach den Weiter unten folgenden Bcstmnmmgcn ZZ. 17 ff. be- straft. Wer dagegen diese Anzeige zwar macht, dabei aber die (Hruiidfläcbc dergestalt unrichtig angicbt, das; das verschwiegene Flächcnmas; bei einer 120 QuadratrUMn erreichenden odcr übersteigen- den Arisdcbnung der mit Tabak bepflanzten Grundfiiicbc mehr als den zwanzigsten Theil der letzteren, oder bei einer geringeren Ausdeh- nung des mit Tabak bepflanzten Bodens (; Qnadratrxxthcn odcr mcbr ailsi1mchk, verfällt nur in eine Ordmmgsstrafc, welche bis zur Höhe der dopprltcn Steuer von dem vcrscbwicgcncn Jläcbcnmaß festgescßt werden kann. Ist der Unterscbied zwischen der Angabe und dem Be- fundlc geringer, so wird dir gcscßlickycStcncr dhnc wcitcrcStrafc nach- erbou'ix.
L.8. Dcr Eigcnthiimcr, Pächter oder andere Inhaber cines
mit Tabak bcpftanzicn Gruridstiicis hafter _fiir dczi vollen Betrgg der Steuer, auch wenn cr dcn Tabak gcgen emen bcsmnmtcnAnibciiodcr “'
untcr sonstigcn Bedingungen durch einen Andern bar anpflanzen und behandeln lassen.
J". 9. Nach gcscbchcncr Priifung der Angaben wird dem Tabaks- pfiaircr die zu entrichtende Steuer brrcchnct und bekannt gcumcht. Die Zahlung muß zu Ende Jiilius des nach der Erndtc folgenden Jahres erfolgen.
Z. 10. Eine Vergütung der Steuer fiir den ins Audiand ver- kauften “Tabak findet nicht statt. Tretrn dagegen gänzlicher Mißwachs oder andere Unfälle cin, die außerhalb des gewöhnlichen Witterungs- wccbscls licgcn, und die Ernte ga-nz oder zum größtenTbcii bcrdcrbcn, so soll die Steuer nacb dcm Umfange dcs Schadcns erlassen werden können. Ueber die Bcdingrmgcn und das Verfahren bei dicser Rc- mission wird durcb dcn Finanzminister das Nähere besonders ange- ordnet und bekannt gcmgc'yt wcrden.
J". 11. So [auch der Steuerbetrag noch nicht fällig ist, kann die Steuerbehörde die vorhandenen Bestände an Tabiiksblättcrn insoweit imchschcn, wic erforderlich ist, um sich von der Größe des Vorraths in Beziehung auf die Sicherheit der verschuldeten Steuer zu iibcr- zeugen.
» 12. Ist gegründeter Verdacht vorhanden, daß Unicrschlcifc, um dem Staate dic berscizuidctcn Gefälle zu berkiirzcn, begangen worden, imd chlmlb ciiii'. förmliche Haussuchung rrfordcriick), "cs sei bei Por- wnrn, webbi“ Tabakchau betreiben, oder bei anderen, so ist Ör'iZU cin Wikifkiiibcr Auftrag cines Obcrbcamicn odcr cincr 11011) höheren, dcr Steuerbcbcstciic borgcscßtcnBehörde crfordcriici) Und sie darf nur untcr YMMUM der fiir Hausiitckmngcn im Allgemeinen vorgeschriebenen ?);OLILJ'U'U und an solchen Oricn stattfinden, die zur Vcrbcimlicbung von Bcitcindcn stcncrpftichtigcr Gegenstände geeignet 1ind.
13. Diejenigen, bei welchen rcdidirt wird, und deren Gc- PZrngrlUilfcn sind verbunden, dcn rcbidircndcn Beamten diejenigen HUliödicnstc zu leisten oder leisten zu lassen , welcbe erforderlich sind, um die Revision in den borgcscbricbcncii Grenzen zu vollziehen.
M J. 14. Die Dicrzftstundcn, in welchen dicSicucrbramt'en ax) dcn «»Wkntagrn zur Abfertigung dcr Siciicrpflicbtigcn bereit sem muffcn, bestimmt die Verwaltung. Als Regel wird fcsigcscßt, daß wo die ZL,Öcsxcilcii mit zwei oder mehreren Kaffcnbcamtcn besetzt find, die “xtcnititun-dcn folgende sein sollen: in den WinternwnatcnOktober bis Uebruarrmschließlicb, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags ZM ] bx? 5 Uhr. In den iibrigen I)iormtcirbon' 7 bis 12 Uhr und PM!?[UO 5 Ybr. An anderen Orten sind die Dienststunden auf die «zdrmrttagszcit von 9 bis 12 Uhr eingeschränkt. „
S , Werra c;; nöthig ist, muß auch außer dicser Zciidic Abfertigung der
tUWfoltOtigcn möglichst bewirkt werdcn.
Abivrichungcn von vorstehenden Bcftinnnrmgcn sollen an Orten,
w“) dikiilktcben stattfinden, besonders bekannt gcmacbi werden. k' §- 15. Von deri Stcuerscbitidigcir diirfen„dicStcucrbcamien unter scinen Umstanden fiir irgend cm Diciistgcscbafr cm Entgelt oder (63e- ;ckiMki cs sci an Geld, Sachen oder Dienstleistung, es habe _Namcn “W,? cs Wolle, verlangen oder annehmen. Strucrpflichtiic_ diirsxn dcr- Ilklckicn dagegen unter keinen Umständen und unter chmericr Vor- Wand geben oder mir eintragen, ohne sich straffällig zu machen.
Außer den bcftiim'nten Sicuersäßen wird nichts erhoben. Quit- Litnygyért und Bescheinigungen dcr Steuerbehörden werden gebührenfrei
' ct .
. 16. Zu viel erhobene Gefälle werdcn zurückgezahlt, wcnn bin- nen a,!)rcsfrift, vmeage der Vcrstcucrung an gerechnet, der Anspruch auf (,t a]s a:)gcmcidct und bcgriindct wird. Wenn der Anspruch ganz oder tl)ci[ibcisc zurückgewiesen wird, so ist dagegen dcr Rckiirs an die v,z)rgcscß_te„Bcl)ördc binnen einer Präkiuiivfrist von sechs Wocbcn zu- las11g., Wendet sicb dcr Rcklamrmt «m cim inkompctcntc Behörde, so hat „diese das" Rekursgcsuck) im die kdnwcicntc Behörde abzugeben, ohnqstdbß dcm sicklamantcn dic Zwiicbcnzcic arif die Frist anzirrcch- nen 1 .
Zu wciiigyodcr garnicbt erhobene Gefälle können iiicicbfails “inner- halb Jahresfrist, VOM Tage des Einiriiis drr Zak)iiiiiqsvcrpflichtung «m Jcri'cbnct,_ nacbgcfordcrt werden. Nuri) Abliiiif ch Ialzrcs ist jeder Anspruch aus Zurückcrftattung odcr Nachzabiiwg der Gcfiiiie bczicbungs- weise gcxcn den Staat Und denStcucrscbuldigcii crioscixxcii, dcm Stabio bleiben ]cdbck) seine Rccbtc (mf Scbadcncriaß IMU! dic Bciimicii, durch deren Schuld dic Gefälle gar nicbt odcr Unriiixtig crbdbcn werden, jederzeit vorbehalten, dhnc daß die Beamten befugt siiid, dic Sicnrr- fcbkuldigcn wcgcir dcr Nachzahlung dcr Gsiiiiic' in Anspruch zn neimcn.
„. 17. Die Strafe der Dcfraudatidn F. ?) bcsrcbi in einer Gcldbiiße, welche dem birrfaiizcn Betrage drr rwrrntbaiiciieii Stciicr gleichkommt. „
Die Steuer ist iibcrdcm von der Siraie rmabbiingig zu ruiricbtcn.
Z. 18. Im Falle der Wicdcrholmrg nacb bdrl)crgcgarigcncr Bc- sirafung wird dicStrafc auf den achtfachcichtrag der vdrciiibaliciren Steuer bestimmt. " .
Z. 19. Im dritten Falle der Ucbcrtrciimg iiach vorbcrgcgaiigrncr zweimaliger Bcsirafung ist der sechszebnfaibc Betrag der nicht erlegten Steuer als Strafe verwirkt.
- §. 20. Wer Tabaksbau bcircibi, muß fiir icin Gesinde, sciuc Diener, Gcwcrbsgcbiilftn und seine im Hanse befindliche Cheoaiiin, Kinder und Anverwandtcn, was die auf Grund dieser Vcror nung Verhängtcn Geldstrafen und die borentbaitcnc “Stoner betrifft, mit
_ seinem Vcrniiigcn haften, wenn die Geldstrafe und die Steuer wegen
inei'mögcns dcs eigentlich Schuldigen xricbi bcigc.ricbcn werden können. Der Steuerverwaltung bleibt aber in diesem Falle vorbe- halten, die Gcldbrtße von dem subfidiarisci) Verbaitctcn einzuziehen odcr statt dessen, undmichrzichtieiftung hierauf, die im Unvermögeiis- falle an die Stelle der Gcldbnßc zu verhängcndc Freiheitsstrafe so- gleich an dem eigentlich Schuldigen bollstrcckcn zu lassen, ohne daß leßtcrcn Folie:? die Verbindlichkeit dcs subfidiarisch Vcrhastetcn riick- ficbtlicb der Steuer dadurch aufgehoben wird.
Z. 21. Treten dcr Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen dieser Verordnung andere Vergehen odcr Vcrbrccbcn hinzu. so kom- men die Vorschriften der allgemeinen Siraigcscße in Anwendung.
Z. 22. Im Falle wiederholter Zliwidcrbandlungcn gegen diese Verordnung (J. 7), welche nicbt in Dcfraudationcn bestehen, soll, wenn die Contravcntionen gleichzeitig entdeckt werden, die Contra- vcntionsstrafe gcgen dic subsidiarisib Vcrpflicbtctcn, gleichwic gegen die eigentlichen Tbätcr odcr Thriliirbmcr nur im einmaligen Betrage fest- gcscßt werdcn.
23. Wer einen ziir Wahrnebimmg dcs Sicuerinicrcffcs vcr- pflicbietcn Beamten, mit weichem er im Amte zii tbrm har, “(Geld oder Geldwirtl) ziim Geschenke anbietet, odcr wirklich macbt, soll den bier und zwanzigfacben Betrag des aUJLÖOTMLU ddcr gegebenen Gc- scbcnks zur Strafe erlegen.-
Zst iiber den Betrag nichis aquuxiiittrin, so tritt eine Geldbuße bon zehn Thalcrn cin. ,
Z. 24. Eine jede Widerscixlichkcii gcgen dir in Austibung ihres Amtes begriffenenPersonen, mögen es Stcucr- odcr andcrc zur Wahr- nrhmung dcs Stcucrintcrcffes verpflichtete Beamte sein, sowie auch eine Vcrsagmig dcr Hiilfslcistung, deren die Beamten bei ihrem Re- vifionsgcschästc abscitcn dcr Gcwcrbtrcibcndrn bedürfen (§.1Z), soll an dein Schuldiicn, soweit nichr nach den allgemeinen Strafgcscßcir einc härtcrc StraZe Platz greift, mii zebn bis imifzid, Tébaicrn oder mit bcrhälinißmäßigcr (§.26) Gcfängnißstraic geahndet wcrden. Die Wahl der Strafgaiirmq bleibt nach den Umständen eiiies jeden einzelnen Falles der Behörde iibcriaffcir, welche in dcr Sach selbst zu cut- schcidcn hat.
Z. 25. Die Ucbcrtretung der in Gcmäßbcit diescr Vcrordming erlassenen und gehörig bekannt gemachten Icrwa[tungsborscbristcn, auf welche keine besondere Strafe gefrbt worden, soll mir einer Geldbuße von 1 bis 10 Tbalcrn geahndet werden. _
Z. 26. Bci dcm Unvermögen zur Entrichtung der Geldstrafe tritt in allen durch die gegenwärtige Verordnung mik Geldstrafe bedrohten Fällen bcrbältnißmäßigc , nacb dcn dicéiiillichx Bcstmrznungcn dcr all- gemeinen Strafgcscßc zu bcmcffendc (Hcsangmßstrafe cm.
Dieselbe darf jedoch im ersten Strassallc die Dauer von Einem Jahre, beim ersten Riickfallc die Dauer von zwei Jahren und bei Wei- teren Rückfällen die Dauer von vier Jahren nicht übersteigen.
Z. 27, Von den auf Grund dieser Verordnung eingezogenen Strafen wird ein Drittbeil dcn Stcucrbcamtcn, inglcicben dcn Poli- zci=, Forstbcamtcn nnd Gendarmen ais Bciobrmng zu Theil, insofern slickdic Zuwiderhandlung cntdccki odcr znr Entdeckung Hiilfe geleistet )a ien. ,
Die anderen zwei Driitbcilc Verbleiben der Staatskasse.
Z. 28. In Ansehung des Verfahrens bei Verfolgung von Zu-“ widrrhaiidlnngcn gchn die Bestimmungen diescr Verordnung kommcn die Bestimmungen iiber das Verfahren bei Zollcontravcntioncn zur Anwendung. _
Z. 29.“ Der Finanzminister ist mit der Auéiiihrung dicser Ver- ordnung, insonderheit mit der Bestimmung der .chcstclicn imd Vc-