1888 / 161 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 21 Jun 1888 18:00:01 GMT) scan diff

Die Nummer27 des ReichsOeseßl-latts, welche von heute

ab zur AUSJabe gelangt, ent "lt unter NF.1_8__08S51__e__Bekannt_nc;_ei_mg, _?etzäffenix_di_eßX ähi _:_;reirgß- ugm e r 1 an ner a un ee“: ei- ahrzeu en und Li? Berechnung der Steuermannsfahrzeit.

Vom 1 . Juni 1888. Berlin, den 21. ni 1888. Kaiserlrches Post-Zeitungs-Amt. Didden.

Königreich Preußen.

Verordnung

wegen Einberufung der beiden Häuser des Landtages.

Vom 20. Juni 1888.

Wir Will) elm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. _ verordnen in Gemäßheit des Artrxels 51 der Verfa ungs- urkunde vom 31. Januar 1850, aux den Antrag des taats- Ministeriums, was folgt: _

Die beiden Häuser des Landtages der Monarchie, das Herrenhaus und das Haus der Abgeordneten, werden auf den 2 . ?uni d. J. in Unsere Haupt: und Residenzstadt Berlin zu ammenberufen. _ _

Das Staats-Ministerium wird mit der Ausführung diejer Verordnun beauftragt.

Urkun [ich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen JnfieZZl.

Gegeben Marmor-Palais, den . Juni 1888.

U.S. Wilhelm, 1.11, _ von Bismarck. von Maybach. Treiherr von Lucius. von Friedberg. von Boetti er. von Goßler.

von Scholz. Bronsart von Schellendorff.

Graf von Bismarck.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänén und Forsten.

Der Forst-Affeffor, Premier-Lieutenant und Oberjä er im Neitenden Feldjäger-Corps, Jaeschke, ist zum Oberförigier ernannt und ihm die Oberförsterstelle zu Eichwald im Re- gierungsbezirk Gumbinnen übertragen worden.

Ministerium der ?eiftlichen, Unterrichts- und Medizina Angelegenheiten.

An dem Königlichen Astrophyfikalis en Observatorium auf dem Telegraphenber e bei Potsdam ist er bisherige Assistent 131". Müller zum bsewator ernannt worden.

Abgereist: Se. ExcelXenz ,der kommandirende General de?__ TF. Lérmee-Corps, General der Infanterie von Boehn, na res au"

Se. Excelienz der kommandirende General des 217. Armee- Forps, (Zeneral der Kavallerie von Heuduck, nach Straß- urg 1. .*

Se. Éxceilenz der kommandirende General des 11. Annex Corps, General der Infanterie von der Burg, nach Stettin.

Vollziehungsbeaümn mit dem entspr _ fie t und deshalb als die auftragge ende Ste e die GS

nden

ren selbst zu verrechnen hat. Die

an die ersuchende Stelle ab uführen find, ent“ nicht den diesseitigen Vors riften. Aber auch in dem aus Vorstehendem fich

zur Verfügung vom 28. Mai 1

antheile unverhältnißmäßigen Weiterungen und begegnet.

„M. in Abänderung jener V

Staatskasse zu vereinnahmenden Ge

Gebühr zu prüfen und zu vertreten. Berlin wieder abgereist.

der Schweiz begeben.

Bayern. M ü n ch e n , 20. Juni.

des

worden ist. Sachseu. D re 5 den, 21. uni.

N F ter des ver orbenen

Herzogs Friedri

Prinzen Leopold von Dessau, war

Prinzen Heinrich der Nieder ande.

in zweiter Ehe mit dem Prinzen Albert vo Altenburg.

Baden. K arlSru he, 20. Juni. heutigen Si fident v o n

(Heidelberg)

Jichtamtlishes. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 21. Juni. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta traf heute um 11 Uhr mit Ihren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin von Baden von Potsdam hier ein und begab Sich von dem Bahnhof nach dem Augusta-Hospital.

Vor der Abreise von Potsdam hatten B eid e M ajestäten sowie Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Heinrich Ihrer Majestät einen Abschiedsbesuch gemacht.

Im Königlichen Palais empfing Ihre Majeüät mehrere erren der Umgebung weiland Sr. Majestät des Kaisers ilhelm und um 4 Uhr den Reichskanzler Fürsten

von BiSmarck.

Die Rücheife nach Vaden:Baden findet heuterend 6 U21." 30 Minuten in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheit der Gro - herzogm von Baden statt.

_ Der Bundeleath sowie dessen Ausschuß für

Fandel und Verkehr, und die vereinigten Ausschüsse für

011: und Steuerwesen unh für Justizwesen, und fiir Handel und Verkehr und für Justtzwesen hielten heute Sißungen.

_ _ Die Verbindyng von Vortheilen mit der Ver- §_flich_tu_ng ur Nichiänderung oder zur Aenderung der

el_igion es Bedqchten hat nach einem Urtheil des Rei 0- gerichts, 17. Civrlsenats, vom 24. April 0. I., im el- tungsbereich des_ reußischen All emeinen Landrechts in der Regel als unfittli zu gxlten. F?r dies in einer leßtwilligen Anordnung gescheh9n,so ist die den ReligionswecLsel betreffende Bedingung als mch beigefügt zu erachten; er Erbe oder Legatar erhält das ermächtniß, ohne genöihigt zu sein, die daran geknüpfte Bedingung zu erfütlen.

_ _ Nach den Bestimmungen zu Nr. 8 der Anlage der CirkularveJügun des Finanz- Ministers vom 28. Mai 1880 smd bei eauktragung von Vollziehungsbeamten der Steuer- und _Kreiskassen mit Zwangsvoll- streckungen_ für die Verwaltung der indirekten Steuern dn; aufkommenden, zur Staatskasse zu vereinnah- menden Gebii ren an diejenige Kaffensielle abzuführen, welche _ ufirag zur _Zwan SvoUstreckun ertheilt ?_at. Diese Bestimmung bezieht 1ch ledigli auf die

affen per Verwaltrmg der_ indirekten Steuern, denen das Recht beigelegt 1st_, die Voleiehungsbeamten der Steuer: und Kreiskaffen unmittelbar mit ZwangsvoUftreckungen zu be- austragen. Anderen Behörden ist ein solches Recht nicht bei elegt; dieZ'elben haben vielme r in den geei neten Fa en das Er nchen um Zwangövol] reckung an die teuer-

den

ins Grab getragen wurden.

Weis eit der Gründer des

Reich hat alle Vorzüge der Erbmonarchie. Wie Kaiser die Liebe und VerehrunF Grab nimmt, so bringt dassel e

Sißung wurde hierauf aufgehoben.

In der Zweiten Kammer legte die N Nachtragsforderung zum Bau eines Pal Erbgroßherzogliche Paar vor.

Oesterreith-Un arn.

Wien, 20. Juni. Mit Bezug auf die

eutungen, welche eine rufes erfuhr, ist das remdenblatt“ vo

er schon mit Rücksicht auf seine dem Kaiser

und der aufrichtigien Herzlichkeit

und d_ie_ er auch sonst mißbiliige. österreichische Bimdrziß wiederholt Errungenschaft hingestellt habe, Gehässtgkert_ gegen Deutschland können. Die besagte Stelle sei nur dem einfache Gefühl entsprungen.

_ 21._Zuni._ (W. T. B.) Das „Armee- blatt“ publizirt eme Kaiserliche Kabinetsordre,

Jhm, der als die werde man 0

des Jnfqnterie:Regimen ilhelm erna_nnt mird. Zugleich wird angeordnet, daß Regiment Nr. _7 fortan den Namen „W Deutscher Kaiser und Köni von Preuß

Zu Ehre11_des _Gedächtnißses Kaiser fand am Vorm11t'ag m der protestantischen

Herzog Karl Ludwig in preußischer Uniform, ferner arl Salvator und

deutsche Botschafter iirst Neuß mit dem Militärbehörden, und zahlrei anwo nten. Gedä tnißrede, gnknüpfend an den Brief Riimer, wo eS_ erßt: „Ich halte dafür, daß die Zeit der Herrli keit nicht werth smd, die an

oder Kreiskasse zu richten, welche ihrerseits den ihr zugeordneten

offenbart wird.“

Königlichen Regierungen erlassenen Bestimmungen, wonach bei allen Requifitionen wegen Zwangsvollflreckun? die Gebühren P

schränkten Umfang soll die edachte Bestimmung der Anlage nicht ferner gustecht erhalten werden, da die egen denselben Schuldner _gerrchteten Zwangs- voÜßreckungen ich zumeist gleichzeitig auf die Abgabenrückstände verschiedener VerwaltungSzweige beziehen und die Verrechnung der den verschiedenen Verwaltungen zukommenden Gebühren-

Mit Rückficht hierauf hat der Finanz-Minister unterm d erfü ung bestimmt, daß fortan auch bei den Seitens der Behör en der Verwaltung der indirekten Steuern an die Volkziehungsbeamten der Steuer- und Kreiskaffen ergehenden ZwangSvollstreckrzn Haufträgen, ebenso wie bei den von anderen Behörden an die e Kassen ge- richteten Requifitionen wegen ZwanJSvollstreckung, die zur

ühren stets von den Steuer: und Kreiskaffen verrechnet werden. _Demnach haben die leßteren auch in aUen Fällen die Richtigkeit der erhobenen

_ Der Bevollmächtigte zum BundeSrath, Senator der freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Burchard, ist von

_ Der General der Kavallerie von Rauch, Chef der Land - Gendarmerie, hat sich mit mehrwöchigem Urlaub nach

_ Der General -Jnspecteur der Fuß-ArtiUerie, General- Lieutenant vo_n RoerdattSz, hat eine achttägige Dienstreise nach dem Schießplaß Gruppe und nach Posen angetreten.

_ _ _ _ _ (W. T. B.) Das „KnegS-Mimsierralblatt“ veröffenxlicht emen Armeebefehl Prinz-Regenten,_ dem zufolge das 1. Ulanen-Re: giment, dessen Chef bisher der Hochselige Kaiser Friedrich war, Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm verliehen

_ _ _ (W. T. B.) Die Prinzessin Marie von Sack) en-Altenburg ist heute aZt 12 Uhr ßestorben. Ihre KönigÉichx __Hoh_e__it, die älteste 0 me rt

reußen und der Prinzessin Maria Anna, Tochter des

14. September 1 55 und in erster E e vermählt mit dem 13. Januar 1879, vermählte sich Höchstdieselbe am 6. Mai1885

(W. T. B.) In der ung d_er Ersten Kammer gedachte der Prä- _ xyfrred in bewegten Wortén des Ablebens des Kaisers Friedrich. Geheim:Nath Hermann Schulze _ ab darauf einen Ueberblick über das Leben des sver_eW1gten _Kaisers _ und_ fügte hinzu: Wenn am Sarge des Kaisers Wilhelm die Erinnerungen an ein thatenreiches Leben uns bewegten, so gelten die Schmerzen bei dem Hinscheiden des Erhabenen Sohnes den geknickten Hoffnungen, die mit Dennoch stehen wir nicht hoff- nungslos am Sarge. Gerade je_ t haben wir die staatswännische sichs anzuerkennen. sonst as alte Reich mannigfach als Vorbild gedient hat, so werden ]"th die Klippen der Wahlmonarchie vermieden. Das

des ganzen Volks in SEM Volk dem Sohne das feste Vertrauen ent e_gen, daß Er im Geiste der großen Ahnsn mit sicherer Hand 16 Geschicke des Vaterlandes leiten werde. Die

des dem Hochseliqen Kcriser Friedrich von dem Präsidenten der RerchNathS-Deleganon, 1)r. Smolka, gewidmeten Nach-

mächtigt zu erklären, daß i m jede Absicht, irgend Jemand zu verletzen, voÜkommen fern gelegen habe. Smolka glaube, daß

dem Kaiser Friedrich ewidmeten, von dem wärmsten Gefühle eingegebenen hätte d_avor bewahrt sein können, in irgendwelche Beziehun- Jen M11 Tendenzen und Aeußerungen gewisser Organe ge- racht zu werden, welche gerechte Indignatio'n' hervorrufen

oder Preußen vorwerfen

Majestät der Kaiser WilhelmÖim Oberii-Jnhaber s

T r au eramt statt, welchem in Vertretung des Kaisers der Erz-

ranz Salvator, die Ho würdenträger, der _ _ ersonal der Bot- schaft, das diplomatische Co 0, Vertreter_ der Civil: und Je andere distmguirte Personen

Der Superintendent Schack h1_elt Fm _xrgreifende au 1

Au age ver-

von einzelnen

rechen hiernach

ergebenden b-

Schwierigkeiten

C a r l v 0 n geboren am Wittwe 1" eit

11 Sachsen-

Während

der Hochselige

egierung eine ULI fiir 002

(W. T. B.) gewisse Stelle

" Smolka er-

Wilhelm und Reden

das deutsch- werthvollste och schwerlich

n menschlichen

Verordnungs- wonach S e.

1.“ Nr, 34 das Husaren- ilhelm 11., en“ fiihrt.

Friedrich's Kirche ein

die Erzherzoge

_ an_ die Leiden dieser uns al1en ge-

_ Linz, 20. Juni_ (W. T. B.) Der Gemeinderat!) bejchloß einstimmig die allgemeine Theiln_a e der Bevölke- rung an dem inx "den Kaiser Friedri 's zurKenntniß der städtischen e örden Berlins zu brin en.

Pest, 20. ni. (W. T. B.) Der udget-Ausschuß der österreichi chez: Delegation erledi e sämmtliche = sitionen des Marmebudgets unverän_ und besch oß, 111 dem zu erstattxnden_ Bencht dem Manne-Kommandanten die Aneriennun _1ür seme MZF ' e Thäting und das voUe Vertrauen in ?eine fernere iMamkeit auszudrücken. Die nächste Sitzung wurde auf kommenden Freitag anberaumt.

_ Der Vierer-Ausschuß derungarischenDelegation berieth heute über den Kredit von 47 Millionen. Der Kriegs-Minisier legte eingehmd die Details des Erfordernisses und die in Ausficht genommenen weiteren Verfügun en dar. Bei der bixrauf folgenden Debatte trat auch der kinister: Präsident Tisza unter Hinweis auf die Ungewißheit der all: gemeinen Lage für die Forderungen des KrieJSressorts ein und stimmte dem Anfrage Hegedue's zu, daß die verlangte Ermächtigung zur Aufnahme des Kredits nur bis zur nächsten Sesfion der Delegation zu gewähren sei. Die Fortsetzung der Berathung wurde auf reitag vertagt.

In der Genera versammlung der hauptstädti-

schen Repräsezitanz hielt der »Über-Bürgermeister ._ dem Kaiser Friedrich, dem mächtigen VerbündernHesterz

araux beschloß die Versammlung einheUig, die schmerzliche Theilnahme der Hauptstadt m_ _einrm Protokol] niederzulegen und diesen JI Beschluß dem Minister-Präfidenten behufs Weiterleitung an ??'-

reich-Ungarns, einen überaus warmen Nachruf.

die kompetente Stelle u unterbreiten.

_ 21. Juni. ( _. T. V. Heute Vormittag um 11 Uhr fan0_m der eyangeltschen irche für den Hochseli en Ka11er Friedrich ein Trauergoitxsdienst Katt, welchem der Kaiser, der EMMA! Josef, die Vertreter der_ fremden Mächte, die itglieder des ungarischen Kabmets, des _gemeinfamen Ministeriums und die des Yarlaments beiwohnten. Ferner waren anwesend die

viele _Personen von Distinktion. preußische Unifom mit umflorten Epaulettes trug, wurde von dem General-Konsul empfangen. Pastor Gladischewsky.

(W T. B.) Im Unterhau e erklärte der Generalsekretär ur_ Jrlgnd,_Valfour, das Gerücht von seinem Rück- tritt fin: e_me lächerliche Erfindung der irischen Preffe.

Dublin, _20. Juni. (W. T. V.) Das AppeUgericht in Dr_mdalk bestätigie das Urtheil, wodurch der Deputirte Drllpn wegen einer Rede, in welcher er die Pächter zu un- gefeßltchen Handlungen ausreizte, zu 6 Mona ten Gefäng n i ß verurtheilt wird.

_ Frankreich. Paris, 19. Juni. (Fr.C.) Die Depu- t_1rtenxammer setzte in ihrer gestrigen Sißung die Debatte über dre Regelung der ArbeitSzeit der Kinder und Frauen in den Fabriken und Werkstätten bei Art. 8 der Vorlage fort und gelangte bis zum Art. 17. Unter den Be- sitmmungerz, welche durchdrqngen, sind zu erwähnen die- 1emgen, die den Theater-Dtreäoren verbieten, ohne beson-

der Präfekter) Kinder unter 16 Jahren auf der Bühne oder be1_C1rcusspielen Zu verwenden und die Arbeit von Knaben zwis en 12 und _1 Jahren_ in einzelnen Grubenwerken dann zula en, wenn ihnen täglich nicht über achtstündige Arbeit auferlegt und eme Ruhe von mindestens 14 Stunden

gewährt wird.

_ _20.Iu_ni _(W. T. B.) Der Präsident der Republ1k_theilte im heutigen Ministerrath die Antwort Sr. _Ma1estät des Kaisers Wilhelm auf das Briletdßtelegramm mit, wel es der Präfident anläßlich des Hinscheidens weiland Kai er Friedrich's an 2111er öchst- denselhen gerichtet hatte. Kaiser Wilhelm schließt Sich arin den diesseits zum Ausdruck gebrachten Wünschen für Auf- rechthalt_ung guter Beziehungen zwischsn Deutschland und Frankreich an.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Juni. W. TB.) Heute Nachmittag fand in der lutherischen e_trrkrrche ein feierlicher Trauergottesdienst für wxrland Kaiser Friedrrch statt, welchem der Großfürst Nikolauß der Aeltere, die übrigen hier anwesenden Großfürsten, der Minister von Giers, das diplomatische Corps, dis Gepcralität, Stabsoffiziere und die hier anwe1enden deutschen ReichMngehörigen beiwohnten.

ta_lien. Rom, 20.Juni. (M.T-B.) Se. Majestät der arfer Wilhelm hat den hiesigen deutschen Bot- schafter beauftragt, dem Köni e in Seinem Namen für die anläßlich des Todes des Kai?ers Friedrich vomKönige auSgesprochene Theilnahme zu danken.

Spanien. Madrid, 21. Juni. (W.T.B.) De- puiirtenkammer. Pie Budgetkommisfion bewilligte einen Kredit von 200000 Pesetas zur Betheiligung Spaniens an der Pariser Weltausstellung.

_ Schwei . Bern, 20. Juni. (W. T. V? Heute fand m der Miin terkirche em von _der deutschen Ge andtschaft ver- anstalteterTrauergottesdrenst fiir weiland Kaiser Friedrich statt. Demselben wohnten sämmtliche Mitglieder des BundeSraths, fasi das gesammte Personal der hiesigen Gesandtschaften und em sehr zahlreiches Publikum bei.

Der Nationalrath le nte 1an 108 gegen 9 Stimmen dxn Antrag Aerti ab, gescßli festzusteUen, m welchen Fällen pie LandeSverwetsung von AUSländern durch die Richter, und 12 welchen FäUen solche auf administrativem Wege erfolgen

nne.

Niederhmde. Amsterdam, 20. Juni. (W. T. V.) “_Der ehemalige Minister des Innern, Pynacker-Hordyk, ist zum General-Gouverneur von Indien ernannt worden. Serbien. Belgrad, 21. Juni. (W. T. V.) Wie der „Videlo“ meldet, brachten sämmtli e Blätter des Landes sympathische Leitartikel _ anläßli des Hinscheidens des Hochseligen Kaisers riedrich. -

_Die serbisch-bu arischen Delegirten zur end- Mlngen Re elung der regovafrage treten „Ende dieses onats in egotin zusammen. * _

Bulgarien. Sofia, 21. Juni. (W. T. B.) Prin Ferdinand und die Herzogin Clementine, we che na

u_melien reisen, werden von den Ministern des Aeußern, des Krieges und des öffentlichen Unterrichts begleitet sein.

pißen der Civil: und Militärbehörden, die Generalität und Der Kaiser, welcher die

. „_:_; “„ " d s Deut chen Reichstages jene Momente, welche die Hoff- Den Gottesdienst vollzog klösung e 7

Großbritannien und ?rland. London, 20, Juni. ;

dere Erlaubniß des Minißers der schönen Künste oder *

(W. T. B.) _Die lche ih S at Enn???

' R o utionen an,we rer_ ymp

er:?ig laer'id anläßlich des jüngst erlittenens weren

erluFes Ausdruck geben.

Chicago, 21. Juni.

mails. _ puxkklikanixche Konvention nahm in der

Zeitmthstir-meu.

Der „Ratio nal-Zeitung“ wird von einem Deutschen

Buenos-Aires geschrieben: -_ _ Die bier erscheinend_e____.?)er_1_tsc§_e _L_a Plata-Zertung' bringt aus in arauay)na eene oz:_ _ _ MFÉS ( at 1ch Hier eine Kolonisqttons-Gestxllscbaft mit eme_m vital von zwei Millionen Pesos gebildet. Dieselbe gedenkt zwolf lonien an der Küste der Flüsse Yaraguay und Par_ana, imd an der senbahnlinie von Asuncion nacb _ ncamacton zu grunyen . _ Ich halte es für meine P icht als alter L_andwirtb, de_x seit Jahren in Süd-Amerika zu aufe ist,_ es nur in _kurzen ancben- men verließ, in ganz bestimmter_Weise gegen die Verschleppun tscher Ackerbauer durch iheilwetse deutsche_ Unternehmer 13a raguay zu proteüiren. Der deutfcbe_Ackerbaue_r, der_ bei seiner bersiedelung in fremde Länder ein anxiabernd heimathltches Klima --t und bedarf, wird fich nie mit der Hitze yon Pargguxiy befrxunden. fehlt in Süd-Amerika nicht an Landstrichen, dre _tbtzx ktes an- -ernd beimathlicbe Klima bieten, und_ zwar ohne Betmnckwng von ndflöben, unzähligem anderen Ungeziefer, und dem neben den von enscbenhcmd angebauten Früchten wust _wuchernden Unkraizt, deffen seitigung mehr Arbeit erfordert, als die der schweren HWS unge- hnte Natur des deutschen Ackerlxauers zu liefern vermag. _Moge doch dort Kolonien von Italienern resp anderen Sgdlandern egen, die solches Klima gewohnt sind; Deutsche dort amtedeln zu Uen, ist ein Verrath an unseren deutstben Landsleuten.

_- Dem Jahresbericht der_Handels- und Gewerbekamxner Oberbayern entnimmt die Münchxner „?_lllgomex_ne itung“ nachstehende Y_Y_?erungen uber- die allgemwxe " des a res : _" _

' c-tifetsL*lcflgeeioon HEZnYel und Industrie wgr im Benchtßxahre we- tlicb km: die politische Konstellatiog h_eemflußt. Waren m de_n en Monaten des Jahres das Verhaltmß zu Frankreich und dre er dessen Eindruck nach Ablehnung des Septennats erfolgte

der Dinge herab- Mrnaten die Konz- welche die

friedliche Weiterentwigkelung es in den spateren und Rußland,

die so Waren _ -- zwischen Oesterreich __ rcbt vor einer kriegerischen , Lojung nur aUzu fehr * ' rten. “Nichts wirkt 1abmender_ auf den Gan der Ex- fte, auf die Blüthe 17er Industrir u_nd _des waer es,_ _al_s die irische Unsicherbeit. als die Ungewrßhxrt uber die_Stabtlttat d_er chenden Verhältnisse; der Eintritt cme_s Krieges ielbst könnte tn er Be'iehun kaum einen schlimuzeren Einfluß uben, Um _so dank- er haben da er Handel, Industrie _upd Gewerbe_die_Bemi_1buygen deutschen Politik be“ rüßt, die politischen Verhaltnisse friedlicher gestalten und zu anZolLdiZen ___ _e_;n Bestreben, dem bis heute ' t C 01 ni „tazupre en1_. _ _ xxnmEssenusmß rfalsg ein erfreuliches Zeichen _uxiseres wirtbscbgftlicben standes elten, daß, ab eseben von, Yen allieitß beklagien Wirkungen * politiseZen Verbäitni "e, der Gesrhaftsgang tm Berrcht§1ahre als im großen Ganzen günstiger bezeichnet werden darf. _ Großhandel und Industrie hubert deer Harzptsacbe _an befrie- ende Geschäftsergebniffe zurückzubjtcken, wenngleich _ wre schon im rjabre _- die Höhe kes erzielten Nuxens _mtt der Er_weiterupg Umsaßes nicht immer gleich?!) Schritt hielt. Um die Zwist Len das in Folge der, Koykurregz zu eerrtende mken * schützen oder fie in - die Hohe zu i_retben, wurden bestehenden KarteUe „gefestigt und_ ernxeitext un_d neue oründet, meist mit dem gewünschten Erfolg fur die Therlnehmer. ** engerem Anschluß unter sich warerz dre ProdÖZenten auch deshalb öthigt weil sie, von dem auslandtschen _arkt durch 3011- öbungén verdrängt, nun im Inland_e_ m [ckarferen Wettberverb ten und hier einen Rückgang der Prem; beiurchter_1_mußtezr. Vox !em, war es Oesterreich, das durch seine 1131 Zolltarif vom 21. Mar 87 promul irten Erhöhungen die Industrie und den Handel gxrade seres Bezir S schWer traf. Oberbayern,welches i_iachzwetSeiZen hm an erreicbiscbes Gkbiét grenzt, ist schoxr durch s_et_ne geographische Lage f den Absaß nacb riesem Lande unt _ancwteien, _und so i_nancher ühende Industriezweig wuZ in Folge dieser ?oüerhobungen fur _fexn_e eiterexistenz befürchten. azu kommt, Ya verschiedene Begunm- ngen, die von Oesterreich vormals Jtalterz zugsstanden waren und Folge der Meistbegünstigung ar_1ch_ Deutichland zu gute kamen, rch den neuen österreichisch-italumschen HandelSvertrag, welcher m 1, Januar 1888 an in Wirksamkeix trat, in Wegfall kameti. - Durch die Verlängerung des bisherigen FanYelsverirags zwischen cutscbland und Oesterreich wurden beffere_ usiayde mckzt geich9ffen d Handel und Industrie sehen sich, soweit sie eme_ Erfuuung ihrer züglichen Wünsche erhofften, aiif dj_e Zukurzft 0erwtes_en. _ : Die Preise der Waaren weisen tm Bextchtßxahre tm allgeznemen ine wesentliche Veränderun gexzen das _Vonahr aux; in verschiedenen 7 nzclncn Sparten zeigen si sotyohl stergegde gls sinkende Tendenze_n. Die Unsicherheit der politiicben Verhaltnisse mußte naxurgernaß ck) auf den Geldmarkt zurückwirfen. Tro_15dem, daß Geld zu reicher "lle vorhanden war, sank der Zinsius; nicht unter 096 Nivkari des r'abreö, sein Durchschnittsstand ist _sogar etwas_hoher 0161en_er abre 1886. Der Diskont der Reichshanx, denexi Durchschnitt * Jahre 1886 3,28 0/0 betragen battx, we_1st im Bertcht§1ahre emen urcbscbnittssa von 3,408 0/0 auf bez erhohtem Umfang der Baar- ttel der Van (durchschnittlicher 11:01an des Banknotenumlaujs1887 - -0 617 000 „46. gegen 802 178000 .“ rm Vonahre, Hur schmttltcher Metallbestand 772 363000 „14, ge?en 693 105000 «is im abreo188_6, so metallische Deckung der Ban noten 89,75 ("*/0, _gegen 86,40 /0 im Die Course der fremden Staaisp tere erfuhren gleich " n Coursen der Zza/oigen Pfandbriefe Einbu en von _ mehreren “* rozenten, und so war auch für den Grundbesitz dex Ab1chluß vo_n nnuitäten-Darlehen auf Grund 31 %iger Psgndhrtefe, bezw. _dte onveriirung älterer auf der Basis höher verzinslicher _fand_brtefe ) " ck)loffener Darlehen nur unier Tragung des d_urch das iSagio der zo/o igen Pfandbriefe bedingten Verlustes möglich. _ _ So zei te im Berichtsjahre der _stfuß in Folge der politischen ge eine siZwacbe Tendenz zum Ste_tgen; es kar_1n_ wohl kaixm _be- -eifelt werden, daß er bY Konsolidtrutkg __der pylßttschen Verhaltnisse ' 'n die rückläu e * ewegung em en en wit . _ 1edéötZite Lage des KZJngewerbes kann_ nach den uns vorliegenden Bx- chten nicht als ungünstig und keinesmlls als minder gunsttg_ denn m em vorhergehenden Jahre bezeichnet werden; besonderß den bei Bayxen eschäftiaten Gewerben erwuchs in Folge der umfang_retch_en Bauthang- it in München reichlicher Verdienst. Wenn auch_tn diesen Sparten, ie bei sämmtlichen Gewerken, über den zahlreichen Andrang zum ewerbe und die ungünstigen Wirkungen der grcyßexr Konkurrenz :- agt und Abbülfe biergcgen vielfach in der Einfuhrung des _e- bigun Snacbweises und der obliggtorischen Innungen gesucht wird, um diesen Erscheinungen gegenuber erwogen werden, daß mehr los im Kleingerverbe, sondem auf allen beteten auch des Handels nd der-Jnduftrie die nutzenschmälernden Wirkungen der Konkurrenz - ü lbar ma ten. _ _ _ ck fAYn weni fém Grund zur Klage möchtx in dieser Hinsicht _wobl f dem Arbertßmarkt herrschen. W? frerltcb nur geringere L_etstun- -, en verlangt wurden und zahlreiche Krafte uber Bedarf_sich_ andrangten, “*- ußte dies _wiez- B.!)eiden weiblichenKonfektionSarbertenxmen-aucb ? .i__e öbne drücken. In weitaus den meisten Branchen edqchw1rdentwe_der ) *. tabilität oder ein _mitunter recht bedeutendeS- tetgen der Arbeits-

. g auf ckten , kationen

Lk '“ lorjabre).

erverblicben Lobuarbeiter werden, was die Höhe der Löhne aylangt, n ibrer übemie enden Mehrzahl gewiß nicht Grund habkn, mit dem abgelaufenen Ja re unzufrieden zu sein.

Statistische Nachrichten.

Wegen unerlaubter Auswanderung wurden im Deutschen Reich währmd des Iabrxs 1887 bt w; 1886 19 527 Ge- fteiiungkp icbtige oder 1.40 9/0 der m den alpha etrscben uni; Restantxrx- listen G übrten bezw. 18 888 oder 1,35 0/o bestraft. Die Betbnxt- gun der einzelnen Armee-Corpsbeztrke an dieser! Bestrafungen ist tbei weise eine sehr ungleiche; fie bewxgt sich zwischen 3,48 ('/0 und 0,39 0/c- bezw. 4,61 0/0 und 0,38 0/0, wie aus der nachstehenden Zu- sammenstellung ersichtlich. Es wurden_ we m_ unerlaubter AuZwande- rung im Jahre 1887 bezw. 1886 bestraft m_r eztrk des Z7. Arm_ee-Cotps 3,48 % bezw. 4,61 % der in den alphabetischen und Restanienltsten Ge- fährten, des 11. Armee-Corps 2,96 0/o be_zw_. 2,95 0/0,_kes 1. Armee-Corps 2,82 0/0 bezw. 2,29%, des 11. Körzigxtcb h_avensckoenArmee-Corps 258 0/0 bezw. 1,63 %, des FU].(Köntgltch wurtxembergtscxen) Armee- Éorps 2,07 % bezw. 2,82 %, res ?. Armee-Corps 1,-90/o bezw. 0,91%, res1x.Armee-Corps 1,62 % bezw. 1,52 “/_o, des 17. Armee. Corps 1,31 % bezw. 1,30 o/o, der (Großherzoglich hesfischen (25) Division 1,27 0/o bezw. 2,15 %, des R. Armee-Corps 0,98 % bezw. 1,47 0/0, des 71. Armee-Corps 0,89 % bezw. 0,70 9/0, des F1. Armee- Corps 0,82 % bezw. 0,68 9/0, des 711. Armee- Corps 0.77 0/0 bezw. 0,88 0/0, des 7111. Armee-Corvs 0,72 % bezw. 0,75 9/0, des 111. Armee - Corps 0,64 % bezw. 0,74%, des 811. (Königlich sächsischen) Armee- Corps 0,56 0/0 bezw. _ 0,52 0/0, des 1. Königlich bayerischen Armee - Corps 0,49 9/0 bezw. 0,38 ('/0 und des 17. Armee-Corps 0,39 U/9 bezw. 0,39 %. Demnach haben sicb die Bestrafungen wegen unerlaubter _Auswanderung__v§r- bältnißmäßig in aufsteigender Skala vermehrt denn 11., R11. (Konig- lich sächsischen), 18., 1. Königlich bayerischen, 111, 71., _1., 7. u_nd 11. Königlick) bayerischen Armee-Cotvs ;_ dagsgen verxximdert beim 7111.,L17., 111., 711.,L. u. U11. (Könithäy württem_be_r_gijcben) Armre- Cotps, bei der Großherzoglich _hessis en (25.) vamon und beim R7. Armee-Corps. (Gleich geblieben find sie her dem 17. Armee- Co 2. rp_ Nach den Ueberficbtep, welche der_ Bericht der Finanz-Abtbei- [uns (“4 statistischen Bureaus der Vereinigten Staaten von N_ord- Amertkcz v“." 1, geben die „Berl. Pol. N.“ im Folgenden emen Uebexbltck " ?“ Einfuhr, Ausfuhr, Einwanderung und Schiffahrt der ck***Zeinigten Staaten im Jahre1887. Dem Werthe nacb betruß 18 '“ '»;- Waarenausfuhr der Vereinigten Staaten insgesammt r,und 05000 Don., wovon 703000000 Toll. auf eigeneErzeugmffe entfallen; dkao-sammteinfubr rund 709000000Doll. Gegen 1886 ergtebtsxch dqrnacb eian-«xigerungrer Ausfuhr um 2000 000 Don., WSU)? bauvxiCÖltÖ den e_lnbUWen Erzeugnissen zu Gute ge- kommen ist; der (;Imfybx um 43 000 , “Q 11. Von den zur Aus- fuhr gelangten embetmtscben Erzeugnissen wjfanen auf Brodsioffe 161 000000 Doll. = 22,94 %, auf Lebwémvtel 94 000000 Doll. = 13,34 0/0, auf Mineralöle 47 000000 Toll. = 6,670/0_ auf Baum- wolle 216000000 Doll. = 30,72 9/0, auf Tabac! 1.1 000000 Doll. = 2,97 0/0, auf andere Waaren 164000000 Doll. =__*-.t;_35 070 An Edelmetauen in Münzen und Barren Wurden ausgxruhnün Jahre 1887 rund 37000000 Doll., gegen 1886 weniger 3100000) Dol].; eingeführt 1887 6200000 Tol]. , gegen 1886 _mehr 3000000 Doll. Die Zahl der Einwanderer aus fremden Lanxern außer Kanada und Mexiko betrug rund 517_060, davon warxn mann- lichen Geschlechts 322 000, weiblichen 195 000. Unter 15 Jahren waren 99 000, zwischen 15 bis 40 Jahren 36 700, 40 Jahre und älter 51000. Der Nationalität nach entfallen Von den das_Hau t- kontingent stellenden europäischen Einwanderern auf Großbrttaxnrn und Irland 180 000, auf Oefimetch-_Ungam 39 (200, _auf Fran reicks 5600, Deutschland 111300, Italien 46 “200, Niederlande u__n__ Belgien 8000, Skandinavien 70000, Rußlcmd 31000Éch'ff1c' Schweiz 6500. Die Yb! der einhermrscherr i_md fremden 31831 Welche in ("1an der ereinigten Staaten erniiefen, betr_ug _ _____ mit einem .onnengehalt von 15661678 t, davon waren unbetmti ?

' ' ' 1 Tonnen ehalt von 3258489 r; fremde FIDE: ZMZZULMÜlTeULllenÜ-v TonnIng-bnk von 12 393181 b. AUS

' ' en äfen liefen aus: 9483 amerikcxnische Schiffe mit :JxxrlikaYZsrFiengeZalt von 3 214 839 1: u_nd 22 313 fremde Zchrßx rnit einem Tonnengehalt von 12 556 495 t_; mSgesammt also 31 796 Schjffe mit einem Tonnengehalt von 15 771 334 r.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Verla e von aul Kittel, _Kottbus, erscheint in Lteferuggxn ein zZJemäßes czZIZerk : éUnser Frtß ', Deutscher Kgrser i_md Kpmg von Preußen. Von He rmann Müller-Bohn. Dieses literarische Unternehmen ist von dem Verfaffer in Angriff genommen _wordcn, noch bevor die trauri c Katastrophe eintrat, welche Yen Leiden des erhabenrn Kranken für mmer ein 3121 setzt_e_. Es lag in der Absicht des Verfassers, wie er schreibt, voip Kaiter em getreues, m da_s Herz des Volkes tief cindringench Bild sem_es Charakters m_rd Lebens, des theueren Lebens, desien Gefahrdung _dte deuxsche Nation sch0n so lange in schmerzlichster Aufregung hielt, denen Erhaltung tn immer sich wieder erneuernder_Hyffnung und Zuversicht von vielen Tausenden tagtäglich durcb inbrumtrÉ Gebete erflebt wurde, zu ent- werfen, wie es selbst unter den ebrldeisten und Wohlhabcxiften unserer Nation nur sehr wenige besißxn. Dem Verlangen nach einern solchen Lebensbilde sollte der Ver1011er_m vorliegendem_B_uche 111 hohem Maße gerecht werden. Wenngleich er von der Zeit uherbolt wurde, und der geliebte Fürst bereits dem Erdenlebxn entr_uckt ist, so thut dies dem Werke keinen Abbruch, dasselbe behalt _semen Werth tro dem und wird jetzt, wo das Herz_der deutschen Naiierrscbwer gx- tro en ist von dem tragischen Geschick des Erlgucbten sursten, _mtt dem es so viele stolze Hoffnungen zu Grabe_ tragt, erst recht emen dankbaren Leserkreis finden, d_er 1th mit doppelter _Verehrung und Andacht das Bild des Dahm eschiedenen betrachten wrrd_. __ In seinem Buch bietet uns der Verfa er em Lebensbtxd von dxr irubeiten Jugend des Kaisers an bis zu der Gegenwart, _bet dem kein charakte- rististher Zu fehlt, und was _dem Buch emen geradezu kultur- historisrben LLM!) verleiht, da? ist der Umstand, daß der Vexfaffxr das geisti e Werden und Wach1en der _deutsckeen Nattyn, sowie die großen hi torischen Ereignixse, die den_ Hintergruxid zu drescm_ Fuxiien-

emälde bilden, in einge ender Weise und mit großer historischer Treue und Lebendigkeit geschildert hat. Der betgegebene reiche

ck, bis auf die früheste Ju enx zuruck- YZesÜrÉ'éwanuder Hand der_ hervorragendsten AJTUsterZ W. Campbausen, W. Ger- . Luders und v. A. m., sowie ein

, H " t . !

erordentli önes Liebtdruckvortrat Sr. Maresiat des K_msers 2013; einer OYgixtélaufnahme der Hofpboiograpben Reichart) u Lindner in Berlin als Titelbild verleihen dem ganzexi Werke eme_besonde_re ierde. Zur Erleichterun des Bezuges erscheint das Buch in 10 Lie- erun en, Welche in Zivis enräumen von 14 Tagen bis 3_ Wochen zur uSgabe gelan en. Jede Lieferung umfaßt_ 32 Seiten groß Lexikonformat mit extilluHFannen nebst Vollbildern auf Kupfer-

' und ko tet nur . _

dcuckprÜne trefflsicbe, reich illustririe K_atse_rnummer zum Ge- denken des verewigten Kaisers Friedrub ist_dre geuxste Folge_ (27) von Seborer's Jamilienblatt. _Dte tyurdt§_au_s Zitattete Trauernummer enthalt in Wort uxid Bild: Kaiser m_drr s (Ye- finnung im Zeu niß seiner Aussprache, Aus dem Fgmilienleben res Kaisers mit 4 orträts; ferner eine_ roße Illustration, Vorstellend: Der Held bei Wörth“, Ori inalzet nung vo_n (_H. Röchlth; der Freund der Kunst und Mi enschaft* die_ Schlosser des_ aisexs mit einer trefflich gelungenen Illustration, den Kaiser 11)" der Orangerie des Charlottenburger _ Schlosses dqrstellen_ der Kronprinz im Außland; der Kaiser als Freimaurer,

- ne emeldet. obne daß es immer gelang, einen exitsyrechenp höheren l'r,eis 9der fertigen Arbextsprodukte zu erzielen. Die industriellen und

' ' d die Süddeutschen; der Kronprinz tt_n LFE JMertacktoionunvon L. Dettmann, u. s. _w. Ferner ziert die Nummer eine Allegorie, entworfen und gezeichnet von Maler Fuß

Gehrke u. s. w. Preis dieser Nummer 50 4 (40 Kr.), mit Pyrto 60 „._z (45 Kr.) Das ebenfalls im Verlag von Seborer's Familien- blatt erschienene Porträt S. M. des gxoßxn Duidns auf extraieixrem Kupferdruckpapier, zum Einrabmen vorzugltcb geeignet, zu _dem billigen Freis von 75 „3 (Verpackung 10 *J- Porto 50 4) hat in der kurzen

1:1; tWeniger Wochen bereits eine Auflage von über 7000 Exemplaren er .

_ „Zur Erinnerung an den zwxibunderijäbrigen Todestag des Großen Kurfürsten“ betitelt sich xm von dem Hofprediger und Garnisonpfarrer 1). Bernhard Rogge in Potsdam heraußgegebenes Gedenkbuch. (Berlin, Verlag von Brachvogel u. Ranft). _ Es ist eine verdimitvolle_ Aufgabe, welcbe fich der Verfasser mit der Augarbettung dieses BMW, in welchem er uns das Leben und Wirken_ des_Großen Kurfursten schildert, gestellt hat. In schlichter _Wexse _fuhrt er uns _das Lebensbild vor und weiß geschickt all_ die wnbtxgerr Momxnte h_eWn: ders hervorzuheben, welche die Regierung Friedrich Wilhelms zu einer so bedeutun Svoüen und ihr) _1elbst zu dem gefeierten Helden machten, als wel er er in der Geichtchte Brcgrdenburgs u_n_d Preußens für ewige Zeiten dastehen wird. Der Verfanxr cbarakterryirt die Be- deutung des Großen Kurfürsten nm Sckluß mit folgenden zutrefferixen Worten: Aus dem tiefen Verxall, m welcbeux der brandenburmyche Staat sich befand, als Friedrich Wilhelm die Regierung antrai, hatte_ er denselben zu einer neuen Staatsbildung erhoben, _welche die Er_ryabc einxr verhängnißvollen Zuknnft in fich Trug. Fest m_ feinem polmichen Gefühle, durcb jungen, im Fluge erworbenen KN?JEle_ÖM_ geweiht, durch seine Stellung in dem protestantischen Norden _aur die großen nationalen Aufgaben der deutschen Politik hingewiesen, bg; xc: brandenburgisÖ-prcußisckpe Staat seitdem mit Allem, qu er fur iich selbst (;_ewann, dem gesammten deutschen Vaicrlande gedrent. _ DJS Rogge'1che Buck) empfiehlt sich in jeder Hinsicht zur Anicbgffunsi sur Volks- und Jugendbibliothcken und wird überall aufmerkxame Leser finden. _ _ _

_ Soeben ist im Verlage von Franz Vahlen m Berlin, 17. Mohrenstraße 13/_14, der fiebcnte Band (1887, 1888) des vom (Ge- heimen Ober-Juiiiz-Ratk: _:c. Reinhold Johow berauégegehenen „Jahrbuchs für Enticheidungen in S_cxcben der_nicbt- streitigen Gerichtsbarkeit und in Stramgchen' erichienen. _ Preis 5 „46 _ Inhaltsrerzeichniß: Erste Abt.)e1lung_. Sorben de_r nichtstreitigen Gericbiébarkeit: 1. Allgemeine Grundsatze ubsr rte Rechtsmittel der Beschwerde und der weiteren Beschwerdx. _11. (Erb- bescheinigungssaclxen und qubxaßsacken. 111. Vomrund1chait§sach0m 17, Grundbuchsacben. 7. Koiixn- Und Stempelsachexi. __ Zweite Abtheilung. Strafsachen: 1. Verfahren._ 11. Gewerbépolrzetltche Vor- schriften. 111. Stempel- und SteuergcieFe, 17. Preß- und Vereins- I?i«13_ 7. Jagd, Forst» Fischerei- und ' orfluihgeieye. 71. Chaunee- Md Waßenpolizeigeseße und Verordnungen. 711. Sonstige landes- keÉ-TÜÄL B“ christen. _ Anhang. _ In dem vorliegenden Band fiUd kl? Bes M0 des ersten Senats von den Kammergerickyts-Rathen BarsdeOtff, Kerstlvg, 131- Olshausen und Sckpulsenstein, dre Beschluffe kes Straßenats durcb „key Kammergericbts-Ratb Blümel bearbeitet.

_Ueber gleichzeitige Staatsangehörigkeit in mehreren dkutsckxen Bundesstagien und dere_n Einfluß auf die Beurtheilung der Status-_ und Famrllenvsrhältnigic von Affeffor Dr. „jur. Falcke, hesch bei dcr Krchbauptmannsckafi in Leipzig. Lcipzig,Druck und Verlag de_r_ RoßberJschsq Buchhandlung. 1888. Preis 1044 60 H. Der Ver- faUek bat 11ch dre Beaniwortung folgender anßen: 1. „Kann ein Deutsckocr leicbzeitig _SiaaFarw-ksökiook(11711011 an) mehrerer zum Leutschen Keie!) gehöriger s undesztaaxexr 1e1n1 um; 1x._.-:;9cm,...

méluß äUJern die auf gleichzeitige St_aatSangeborigkext m m'lTUÉM zum T.“'ks_rben Reich gehorigen Bundesitaaten bezugliéhen teich5rechLilche FI-ki'ßmmungen hinsichtlich der Anr_v_cndung der „§§-„7, 13, 15 und _16 d? «47qurlichen Geseßbucbs sur_ das KönigretchaMen, bez:chent_ltch ?? OÖN des sächs1schen GeJcSLS, einige ““de“***8?n kes BuxssrUÖ?" “"O-hes enthaltend, Vom 5. Novembex187d-Z- zur Amgabe gesieUt. _ l ["Fliegenden Aus- führungen durften in Ton Verwaltungs- und richter : k . ___.____ ___M beifälligen Aufnahme beg'cWem da sie Fragen) h_ebande n, _w .., ___" schon dieselben ort genug PkaUxß-“h werden, bis reist noch einer wn .. schaftlichen Bearbeitung cntbehrten.

Land- und Forstwirthschaft.

ournal "ür Landwirthichaft. Jiri Auftrage desCentral- ausiciJzuffes der sKönigl. Landwirtbichafis-Geycilich_a1i zu___ Call; Und unter Mitwirkung der latxdwirthichcxftltÖen Institute, „aboratorten und Versuchsanstalten deut1§bec Hochichulxn, herausgegehcn_ voxi 1)_r. W. Henneberg. ordentl. Professor und Direktor der landwrrth]chart- lichen Versuchsstation, und 131“. G. Drechsler, ordcrrtl. Professor urid Direktor des landwirthsckiaftlickxn Jnstrtuis zn Gyttmgen. Berlin, Verlag von Paul Parey, Verla Wandlung in_r Landwirtbsebaft, Garten- bau und Forstwesen. 1888. 1. eft.__Jnhaix. Ortgtyalabhanixlurzgen. Zur Frage über drn Einfluß drs Wanerkoniums aur den _Nahxitoff- verbrauch der Thiere. Von W. Heyneberg. _ Usher Waiie_rlextung, Wafferkapazität und Durchlüftbarkctt des Bodexi-Z. Von ?.!on Dr. Max “cha in Tokio. _ Ueber _Bokenahsorptwn, V0n_Prox. Dr. Mar eJca. _ Anbaurcrfuche mit verschiedenen Rothklceiaaten und Kleégrasgemengen in den Jahreri 1886 und_18_87. Yon Getier?!- Sskretär H. Putensen in Hildesheim. __ Wie iind die Ergebmic geologischer Untersuchungen, besynders die geologischen Karien,___am besten für die praktische Landwtrxb1chast nutzbar z_u mackzen? «on Prof. Dr. A. von Koenen in Göttingen. _ Ueber die Verankerungen, welche die Eiweißsubstanzen der Lupinen und des Ro_ggcn_s unter der Einrrirkuna gewöhnlicher und gespannter Wafferdaprpse____erletden. Von 1)! S. Gabriel in Breslau. _ Gemeinschaftlicbe „*unaungs- versuche in der Provinz Hannover im Iczhre 1887._ Von Ox, Eyler- Göttingrn (Ref.). _ Ist untxr den heutigen Verhaltnissen kre_Mt__lch- viehhaltung rentabel ode_r 111ch1_? Voq F. Behrens. _ Dlé_ Qnt- wickelung der Landwirtwcha'st eines mrt_i_leren Bauexgbofß wahrexid der beiden leßten Yenéixnk Von H Host. _ Der Hack [che Kraft- . on 131". . «ce er. _ _ meffer- Yenische Jäger-Zeitung, Organ fur Jagd, Fischerei, Zucbi und Dreffur von Iagdbynden. (J. Neumann, Neudamm.) Nr_ 24. _ Inhalt: Schiveißbunkvrüfung. Von Georg_ Pobl. _ Kr111.c_her BirsÖgang durch die Jagd- Und Hunde-Yußixellung des Vereins Hektor“ zu Berlin vom 18. bis 22. Mai 1888. unter_ beionrerer Bezugnahme auf das vorhand_ene Gebrauchßxund-Materral. Von egewaid. (Fortsetzung.) _ Em Jagdausflug nacb _xem_ Kaukaius. Llätter aus meinem Tagebuche. Von_ E. L. L. (sortiehung.)__ Ein Beitrag zum Kapitel Wander-Rebhubner. _Vorz_1)r. von Kgdick). _ Weiteres über dasVCinbkzrgerrz desRabrrserianticZYnTJtnÉldes. 11 von ome er. _ ruteiser einer 8 enn._ _ _. „_ Yi“; hübschßs EZlebniß mit einem Fuchs. V_oxi Friedrich ;zrhr. von (Haiöberg-Sckpöckingen. _ Jagkverern in Korzxgörzvtrrter. Yon K.__ Jagdergebniffe der Gräflic? __?toYerg-YßrängerodiMRrDJ_kreÜiYe ' -'re1.Aril108/. cn_u_er._ _. - ZFUZFXLUZYU ___Wp 110801138. _Von Friedrich Frhr. yo]: Gaisberg- Schöckingen _ Aus dem Jagdjchuß. Von D. _ Bries-und Frage- kasten. _ Inserate.

Sanitäts-, Veterinär- und Quarantänewesen.

ortu al. _

Durch eine unter dem 121. Iun?_1888 veröffcntlichtx Verfugung des Königlich portugiesisckpen Min_i__§t_er_tmxrs des Innern ist der HafeL

von Pernambuco seit dem _1. a_1 fur von_ Gelbfieber „verseucht und die übrigen Häfen der gleichnamigen Provinz als derselben Krank- heit ,verdächtig' erklärt word_en. Sud-Amerika. _ _ Durch Erlaß der Reg__ierr_mg Ter Republik Peru vom 1. Ma:

' ol endes an eor ne wor en: _

188815stDTTe Jus dem thlantiscben Occhn mit reinem Gesundberiöpaffe in cru ankommenden Schiffe werden in den Hafen _von Peru obne vorFergeganaene Quarantäne zugelassen, sofern si_e beim Pasfiren _der chilenischen Küste nur Häfen angelaufen haben, in denen Cholerafaüe

nicht vorgekommen find.