. . . „_ * „,.- -.*«-:-.- .»„MNMW»«,M »„e*«-«WM„.»„„KMMÜMYWwÜ-WWW»YM«N««ck * “ “ ' . „. * ' "" “ ' .. . ..., .. ,...... ... . ... . . .... , „ ., .. „, .. . „. _ „ * ' _, , “* „ '""_“" "*** “"""“ " '“ ““"““ "“*"“ * ** * ***-“- -* -' ** *- -* . * » ...-.*. .“ . z-, ., . - ,. ... * - ,.. „__ . „ -„_ „ „„ „ __- ,., * . „___. _. .___,1; „ :D“ _. ___ ,. „___; _ ,., .. _„. .*-.:.-_ _; __ _, -.K „ -;* *_ » '- __,_. ** - - e „ . “ .* * » -“*-“ '“ ““ .. * « “-* -* - ' «*. -:,__ . « .' “.?-. '“ .'*.;.;.“7.:“; “;;-.'“; “ - “. “» .'.1“;*"'*'3 ** “- -' "“ "" “““-** ““*" '" -*« “ - “ ' “ "“*" "- ' "*** *"-*--'o* “» -
des Ministeriums des Innern theilnehmen werden. Minister- Präsident von TiSza wird dann erst entscheiden, ob und wann in dieser e'Sirage eine Enquete mit Beiziehung von Experten stattfinden ?soll.
Großbritannien und Irland. London, 10. Juli. (A. C.) Das Kabinet hat beschlossen, eine Herbstsession de? Parlaments zu halten, da es nicht möglich ist, das legislatorische Programm der Regierung innerhalb der laufen- den Session zu erledigen, falls dieselbe nicht ungebührlich ver: längert werden soll. Das Haus der Gemeinen wird sicZLalso am 8. oder 9. August vertagen und in der dritten oche des Oktober wieder zusammentreten. Wenn möglich, soll jedoch die Lokalverwaltungsvorlage noch vor der Vertagung des Hauses erledigt werden.
Die 1"th bei Spithead ankernde Flotte zählt 26 Schiffe mit 10500 Mann. Nachdem in den letzten Tagen die Schiffe „Neptune“, „Thames“, „Racoon“, „Aretbufa“, „Mersey“ und „Graßhopper“ hinzugekommen smd, ist das 4 -Geschwader nunmehr voklzählig und hat die ihm zugewiesenen Stellungen eingenommen. Das bei Portland befindliche, vom Admiral Tryon befehligte ]Z-Geschwader hat fast dieselbe Stärke, und seitdem der „Rodney“ und die „Volage“ zu demselben ge- stoßen sind, ist auch diese Flottenabtheilung vollzählig. Gutem Vernehmen nach 1011 das Q-Geschwader bis zum 14. oder 15. d. M. in Spithead bleiben. Es bestsht aus den folgenden Schiffen: Wasserlinie: „Nortbumberland“, Flaggenschiff des Admirals Baird„,Northampton“, gepanzerter Kreuzer, „Hotspur“, „Collingwood“, , Monarch“, „Conqueror“ und„Benbow“, Thurm- schiffe, „Aretha a“ und „Iris“, schnelle Kreuzer, „Tartar“ „Racoon“ und „Graßhopper“, Kanonenboote. Leelinie: „Agin- court“, Panzerschiff, Flaggenschiff des Admirals Rowley. „ nflexible“, ,Neptune“ und „Velleisle“, Thurmschiffe, „ ron Duke“, Panzerschiff, „Shannon“, gepanzertsr Kreuzer, „( nconstant“ und „Rover“, Kreuzer, „Mercury“, SchneUkreuzer, „ hames“ und „NattlecF-nake“, Torpedofänger, „Archer“ und „Mohawk“, Kanonenboote, und „Hardy“, Schleppdampfer. Viele dieser Schiffe, wie die beiden Flaggenicksffe und dsr „Iron Duke“, gehören zu den ältesten Panzerschiffen der briti: schen Marine, und der „Hotspur“, der „Monarch“ und „Velleisle“ sind die ältesten Thurmschiffe, wslcbe gebaut wurden. Es ist zweifelhaft, ob die Flotte mehr 010 10 Knoten die Stunde auf der Fahrt durch den Kanal machen kann. _ Am Sonn: abend platzte eine der großen Dampfröhren des bei Portland liegenden „Warspitek. _ Von den eingezogenen M a n n: schaften sind noch immer 200 nicht zur Stelle und an Bord ilirer Schiffe. Auf dem „Nortbumberland“ aÜein fehlen 40 Urlauber.
Airs Durban, vom 8. Juli, meldet ein Telegramm des Reuter'ichen Bureaus:
An dem Gefecht des leßien Montags wlars'n zum großdn Tbkil die Eingeborene Polizei und die Basuws cngagirt, während die regulären Truppen als Reserve dienten. Die Rebellen verloren 300, die Engländer 60 Mann. Jsbinguna bat eine Stellung zwischen M*Konjeni und Ceza eingenommen, wo Dinizuiu vr'rblcibt, Jo'sm Dunn ist mit 1800 Mann an die Front gerückt. Es sic5t dahin, in wie weit die Rebellen von WÜFZM Unterstüßt werden.
_ 10. Juli. (W. T. . In der heutigen Sißung des Unterhauses beantragte Smith, daß die Vorlagen der Regierung während des Restes dieser Session zuerst berailxn werden sollen, ließ dagegen in der Lokal-Verwaltungéxbiil den Paragraphen, betreffend die Ernennung von Kreißräihen, fallen, zog ferner mehrere Vorlagen, darunter die tech: nische Unterrichtsbill, zurück und sch1ug a[sdann vor, daß das Haus nach Erledigung der dringendsten Arbeiien, ein:: schließlich des AUSgaben-Budgets, sick) im August bis."- zur leßten Woche des Oktober ()de zur ersten Woche des November vertagen solle. Das Unterhaus nahm diE Anträge Smith'Z einstimmig an. _
Das Oberhaus berieth in zweiter Lesung die Bill, betreffend die Reform des Oberhauses. Hierauf zog Lord Salisbury die Vorlage zurück, weil zur Fertig- steklung derselben in der gegenwärtigen Session keine Zeit sei.
Frankreich. Paris, 10. Juli. (W. T'. B.) Der Senat nahm heute in zweiter Lesung den Artikel 37 des Nekrutirungßgeseßes an, welcher die Dauer der aktiven Dienstzeit im Heere auf 3 Jahre und die Dienstzeit in der Reserve auf 61/2 Jahre festseßt. _
In der Deputirtenkammer' wurde der Einwurf, b0: treffend die Vertheidigung der Häfen von Cherbourg, Brest und Toulon, sowie die Absperrung der Rheden dieser Zäfen für Donnerstag zur Berathung _ an- ?eseßt. er Marine-Minister verlangte die Dring-
ichkeit des Antrages, damit der Entwurf vor Schluß der Session berathen werde. In der Budgex- kommission erklärte der Marine = Minister in Bezug auf das Projekt der Hafenvertheidigung, ma_n müsse die Häfen in einen solchen Zustand verseßen, daß _sie egen einen Handstreich gesichert seien. Die Kommission be- Fchlloß, die weiteren Erklärungen des Ministers geheim zu 01011.
Spanien. Madrid, 11. Juli. (W. T. V.) Die Königin-Regentin ist mit dem König nach San Sebastian abgereist, um dort während deS Sommers Aufenthalt zu nehmen.
Rumänien. Bukarest, 8. Juli. (Wien. Ztg.) Der ehemalige Gesandte Vacaresco wurde zum außerordentlichen Gekqndten und bevoÜmächtigten Minister in Wien ernannt. Ghika wurde als Gesandter von BeFrad nach Athen verseßk. Der diplomatische.2[gent in Sofia, . oldiman, wurde zum
Gesandten in Belgrad, der politische Abtheilungs:Chef im
Ministerium des Aeußern, Djuvara, zum diplomatischen Agenten in Sofia und der _ Frühere Legationß-Sekretär Alexander Lahovary zum politischen Abtheilungs-Chef im Ministerium des Aeußern ernannt.
Bulgarien. Sofia, 10. Juli. _(W. T. B.) „(Tele- ramm der „Agence Havas“. _ Die diplomatischen genten Oesterreichs und riechenlands haben von den Agenten der Gesellschaft des Baron Hirsch und der Gesellschaft Vitalis, welche von der BahnstatidnBeÜova durch Briganten fortgeführt wurden, telegraphischeNach: richten erhalten und in Folge derselben S rttte bet der Regierung gethan, um eine Verfolgung und“ estrafuxig der VU anten zu verhindern für den Fan, daß die fortgefuhrten Per onen von den Briganten in Freiheit Rseßt werden. _ Prinz Ferdinand ist mit feiner * utter von Kaloser nach Burgas abgereist und begiebt sich von da nach Varna.
schweden und Norwegen. Stqckholm, 10. Juli. (W.T.B.) Der König und die Königin von Sachsen
smd heute Mittag 12 Uhr mittels Extraxuges, begleitet von dem deutschen Legations-Sckretär Prinzen Lichnowsky, welcher denselben bis Malmö entgegengefahren war, von dort hier eingetroffen. Der Kronprinz war den Majestäten mit dem General-Lieutenant Grafen Lagerberg, der Staatsdame Gräfin Gyldenstolpe und dem Ober-Kammerherrn Grafen Levenhaupt bis Gnesta entgegengereist. Am Bahnhof waren der König, die Kronprinzessin, Prinz Eugen und die Herzogin-Wittwe Therese anwesend und begrüßten das sächsische KöniJSpaar auf das Herzlichste. Vor dem Bahnhof war eine Ehren- Compagnie mit der Fahne und Musik auféestellt, welche bei der Einfahrt des Zuges die Nationa hymne „Heil Dir im Siegerkranz“ intonirte. Die Majestäten fuhren sodann in zwei sechsspännigen Galawagen, geführt und gefolgt von ze einer Schwadron der Leibgarde, nach dem Königlichen Schlosse, wofelbst eine aus der Svea-Leibgarde und Dragonern e: bildete Ehren-Compagnie aufgestellt war. Bei der n- kunft am Bahnhof und bei dem Eintreffen im Schlosse wurden Salutschüffe abgegeben. Jm Schlosse begrüßte die Königin die Gäste auf das Herzlichste. Auf dem ganzen Wege vom Bahnhof bis zum Schlosse waren die Straßen prachtvoÜ geschmückt; unter den Flaggen zeigten sehr viele die sächsischen Landesfarben. Eine zahlreiche VolkéZmenge begrüßte die hohen Gäste mit sympathischen Zurufen. _ Nachmittag findet eine Ausfahrt nach dem Lustschloss Rosendal statt, woselbft das Diner eingenommen wird.
Amerika. New:York, 9. Juli. (N. B.) General Sheridan ist in seiner bei Nonquit in Massachusetts bs- legenen Villa angekommen, wohin ihn das Kriegsschiff„Swat0ra“ gebracht hat,
_ Asien. Bombay, 10. Juli. (N. B.) Nachrichten «aus Asg h a nista n zufolge wurde auf B0fehl des Emirs 0011 dem Höchstkommandirenden, G l) ol am H a i d er K 1) an, bei D 01) Sarakh eine große Truppenmacht zusammengkzdgen beßufs Eröffnung eineE Feldzuges gegen den aufständischsn S in- wari-Stamm.
Zeitungsftimmen.
__Zu 50:21 (Heießentwurf iiber die Alters.: und Invaliden- verncheryng bemerkt die _„Magdeßurger Zeitung“:
Ju fachmännischen Krcisxn begrüßt man es meist als einen Vor- tbeil, den die A1tersver?ox“gung§vorlage in den Ausschüssen des Brindks- 101116“ JLWOUUM bat, indein daselbst die Streichung der Berufs- ga'noiienscbaftcn als Träger der Arbeitcr-Altchvrrsicberung beschlossen ward. , . . Die JLUÜUUE Erwägung in den L*)undeßrathsaussck)üffen, die fick) ans„die begründeten Gutachten_ und Bedenken dsr (Einzel- regierungen 116251, hat rvoblauck) die Verfasier drr urspriinglicbcn Vorlage überzeugt, daß durch Uebernahme der AlterIdersorgungSaeWäste die Bkrussgenoisen1chafiexi vor eine Aufgabe (1060111: Werden wiirden, deren Schwierigkciten _fie bei ihrer jutzigen Organisation nicbt gewachscn smd . . . Die Bundesratbsausschüme babcn nun(äbnlich wie es schon bei der Unfachrsickierung der land- und sorsiwiribscbaftli(17.911Arbsiter geschebeyist) an Stelle der BerqugenoffensÖaftrn territoriale Ver- bände gepcßt, die ja allerdings im Gegensaß zu der ibeiiiveis iiber dxs ganze Reick) gebendrn berufsgenossenschaftlichen Vkrficberung dcn (Fiiizel- sicxat, Yenigstens die größeren derselben, selbständig berdortretrn lassen, 0110 Umtrcitig einen partikularistischen Zug an sio?) tragen Werden. Aber man wird doch nicht umhin können, au wenn man gcrncentrali“'irenden Neigungen huldigt, von der vorhandenen und einmal zn Recht bc- irebend-sn föderativen Grundlage der deutschen Reichsverfassung Vor- theil 311 zikben, wv sie Einen solchen eben durch dieje ihrs Natur von srlberbietet. Man hat einen Landstrich 211110 von der Größe einkr Preußiickwn Provinz als solchen Verband angenommen, der zum Trägcr 811161 Versicherung tauglich Erscheint. Man würde“ dann ungefähr 20 derartige Verbände oder einig? xnebr erbalkkn, je nachdem sicb die kleineren Skaaxi'n zusammenscbließen. oder in ein- zelnkn FäÜen an größere Taaten anlehnen, um mit Theilen von ihnen gemeinsam einen Verband außmmachen. Die Vereinfachung "und Verbilligung der Verwaltung, die Ersparniß an Beamten, die dadurch gewonnen wird, springt in die Augen Der Gedanke einer nock; Weiter- gebcnden Vereinfachung ;.)-:s Altersverficherungswesens durcb Errichtung einer einzigen aÜgemeinen Reichs-Vkrsicher1111srsanstalt, wobki 1111111 ja den einzelnen Landrsbebörden einen nicht unerheblichen Aniheil 011 der Verwaltung immerhin zrisichern könnte, ist wiedsr aiifgéiancht und wird, sei es WM im BundeSraihsplenum, fei *.*s erst im Reichstage, seine neue Erwägung finden.
_ Ueber die preußiiche Staats-zisenbahnpolitik schreibt der Berner „Vund“:
Diese Neubautcn von Bahnen, 11121050 der Staat, obne ängstliÖZ Rücksicht auf deren Rentabilität, als Besißer,der alten Neye aus- sübren ließ,__sind obne Zireifel hauptsächlich Mit der_Grund, dgß di: große Mane des Volks _ denn breiter; Sclzichtsn dcs1elben kamrn diese Bauten zu gut _ sicb inz_ AUgemeinen 521110- digt zeigt von der Uebernahme des Etienbabnbetriebes durcb den Staat. Der leytere hat damit das sozialpolitische Moment im seine Thätigkeäé aucb auf diesem Gebiet eingefügt, was allerdings nur möglick) war, indem er gleichzeitig den Fiskusburbhalter zu Hami- ließ. Der Staat wird auch anderwärts nicht anders handeln dürfen und können, cmck) nicbt bc_zü lich der Hauptgrundsatxe, Welche im Be- trieb der schon erstellten Bachn zur Aitwendixn0_ gclapgcri sollen und biZstickZUitck) welcher der preußische AkbeitS-mel'tkr in 1einem Be- rt a :
,- _enn das bisherigc_ fmanzielXe Ergebnißdxr Versiacitlichung sicb günytig gestaltet hat, _10 ist doch die txiögltchite Skeigerung dsr Ueberschüffe DL!) Staatsbalmen nicht das Ziel, der Staatseisenbahn- pokitik. Leßti're ist virlmebr vorwißgcnd auf die Pflege und Förderung dcs wirtbfchaftlicben Wohles des Landes gerichtet._ Damit fie 0501 dieser Aufgabe in vollem Maße genügen kann, ist es nötlhig, dre: Rente der Bahnen in günstiger Entwickelung zu erhalten.“
_ Die „Leipziger Zeitung“ ichreibt:
Aus Handelskreisen, also aus unvrrdächtiger Queue, liefert der Dresdner Handelskammkrberickst folgende Beitrage zur Würdigung des Terminbandeks: _
1) Weizen. Von din einzelnen Artikeln des (Hetreidebandcl-Z yabm im Berichtsjabre Weizen insofern das Happtmtereffe itz An- 1pruch, als die _PreiSbewegung darin in, Folge e_tnkr in Berltn_tn- icenirten Spekulation sebr bedeutend war. Der eme unserer Bericht- erstatter äußert sich darüber wie folgt“.- „Jm Frübjabr 1chienendie Vorrätbe von Weizen im Inlande knapp zu werden „und glxicbzcitig tauchten Gerüchte von neuen Zoilerhöhungen ayf. Em Hauf1ekons91- 1ium von mehreren Berliner äusern kaufte m den_Monaten VMM; bis Juni große Posten Weizen auf Termin und_trie_b dadurch dcn Preis von 160 „ja auf 190 „,k-Y Eine ähnliche Preissteigerung fand 'in der Provinz statt, da dic.- Baisiepartei viel auikaufte und zur Kündi- gung nach Berlin brachte. Die KündigungsPosten wurden von der Hanse prompt aufgenommen und zum Theil unter grdßen Opfern vom Berliner Markt fortgeschafft, um daselbst den Pzeis bochbalten zu können. Ein Unterschied in der“ Qualität wurde in Berlin gar nicht mehr gemacht. Der beste märkische Weizen, welcher 15--20 „18 mehr werxk) ist, als die sonst übliche zumeist aus Rauhweizen be- stehende Kündigungswaare, galt jest nicht mehr als diese. So Yam es, daß„ma1_1 in Dresden und anderen Elbstationen schöne Qualitaten zu verhaltntßmäßig billigem Preise kaufen konnte. Dies war nun -an_und für P kxin Nachtbeil, doch füblie Jedermann, daß diazier Zustand ein unnaturlicher war, und Niemand hatte das Vertrauen,
daß fich die Preise auf die Dauer halten würd _ „ fürchtete, daß sich eines Tages die Hauffepartei mitkUÖt). Ruben- unter der Hand einigen würde, um die kleinen :idement, frei an Provinz und dem Privatpublikum auf ihren HauffeeAugust_ 14,05, zu lassen. Ein Preissturz oder wenigstens em starke Stetig.
war aber auf jeden Fall, selbst ohne eine solche'“).,- Kaffe? erwarten, denn die Ernteaussichten waren in fast allen „Ur. Juli länderr-i vorzügliche. Was man vorausgesehen hatte, trä1€zember Im Juni brach zunächst die amerikanische Hauffe zusammeg, ..
den deutschen Märkten roße Quantitäten sehr schönen Wer:“... zugeführt wurden. Im onat Juli war auch die Berliner Hauffe- bewegung zu Ende: man nimmt an, daß keine der fick) bekämpfenden Parteien, obrvohl beiderseitig große Anstrengungen gemacht worden sind, einen bedeutenden Nußen davongetragen hat. Die Börse ba! zwar die Aufgabe, Angebot und Nachfrage zu regeln und bei knapp werdenden Vorrätben durch Preissteigerung dem zu schneUen Ver- brauch einen Damm entgegen zu saßen, aber die Maßregeln, welche an den Terminbörsen oft angewenDZt werden, um Preissteigerungcn und Preisberabseßungen zu erzielen, sind als verwerfliche zu be- ze_ichnen_und zu rerurtbeilen.“ Ein anderer uns vorliegender Berichk stimmt im Allgemeinen mit diesen Ausführungen überein, nur inso- fxrn weicht er davon ab, als er den schädigenden (Einfluß, welchen die geschilderte Spekulation auf das legitime Geschäft gehabt hat, schärfer 5210111 und bcrvorbebt, daß nach dem Zusammenbruch der Hauffebestrebungcn sick) sowohl Getreidkbändler als Mühlenbesißer im Bcsi tbeurer Waare befunden bätten, an Welcher der Verlust um so eim) mdlicher genossen sei, je mehr dis neue Ernte den Preisdruck ver- schärft habe.
2) Kaffee. Der Rückblick auf das Jahr 1887 und die Ausschau auf das begonnene neue Geschäftsjahr gewähren Wenig Freude und Befriedigung, und ganz bewnders der Zwischenhandel im Inland 50: Grund, mit aroßer Brsorgniß und Beunruhigung in die Zukunft zu sehen. Der Terminbandcl, diescr Auswuchs des SpekulationSgeistes, Welcher früher nur auf der Fondsbörse seine Blütben trieb, Hat sich auch des Kolonialwaarenbandels bemächtigt, und einen Hauptartik-el drs [eyterem Kaffre, im letzten Jahre mehr und mehr in die (Ge- iabren des Differenzspicls gerissen. Diese früher so solide Handel_s_- branche ist leider einer ungezügelten Spekulation berfaÜen; es 111 nicht mcbr die flsißige, auf solid? Fachkenntnisse gestüßte_ Arbxtt, welche für das Gedciben des Geschäfts maßgeberid !Jt, cs smd nicbt mr_br die reeUerx Hauptfakwren, Produktion und Koniumtion. welchc britimmend aus den Preisstand einwirken, sondern es herrscht die Spielwutk) vor, Welche eine gegebene Produktion willkürlich aus dem Papier viele Male kauft und Verkauft _ an den drei Termiribörsen Hamburg, Havre, New-York wurden im Jabre1887 ca. 53 Millionen 25011011 Brasilkaffee gegenüber einer wirklichen Ernte 11011 3 MtÜiorien umgeieYt _ und ein Jeder, der über Geldmittel verfügt, kann swb an dem Kaffeehandel betbeiligen, obne den Artik21 näher zu kennxn, kann auf Lieferung kaufen und Verkaufsn, obne daß dieselbe,wirkl1ch stattfmdat. DMW dicses zuerst in New-Yorf begonnene und in Habre fortgeskiztc Treiben mag aUerdings die Handelsbedcutung dreier Plaßx. erböbt wérden, wie es auc!) wobl keinem Zweifel unterliegt, daß Hamburg, Welches, dem Beifbiele von Havre und New-York folgend, im letzten Juni die Terminbörse einaerichtet hat, und besonders die Hamburgrr Kommissionärc und Makler ein außerordentiicb umfang- reickZes, durch die entfallende Provision anck) schr nußbrmgench G0- schäst machen; aber das Meine davon geht auf Kosten des _brnpxn- ländischgi Handelsstandes, welcbcr, da unter heutigen Perhaltmsien jede kaufmännische Berechnung aufhören muß, gezwungen ist, entweder 101110 Unternehmungen auf 1108 kleinste Maß zu be|chränken, getmffer- maßen bon dri: Hand in 752.41 MUnd zu leben, oder, dczs Feld solider Arbeit verlaffend, s:?!) auf die schiefe Ebene des Wettspiels zu begeben. und dabei Gefahr läuft, d-xn mühsam erworbenen Gewinn früherer Jahre zu Verlieren, wie die in letzter Zeit vielfach in der Kaffeebraxicbc vorgekommenen Fallimente zur Gcniige beweissn. Auf dem Kaffee- mark“; hat im Jahre 1887 die Spekulation ganz aklein dre Jührnzig i:“bernommrn. 111?er den worarissichtlicheit Gang dcs Artikels im 11711211 Jawre [asien sicb keiRe Verrnutbungen ausspr'eckoen, weil, wie chwn friibcr artsg-“xfübrt, nicht mehr die positivan (Grundlagen, Pro- driktion und Verbrauch, iondern der unberechenbare Faktor ,der Spekulation und die mehr oder minder geickÜcktestMaÖe der beiden Parteien, Treiber (H::usfiers) und Drücker (BaUfich), ausschlag- gekend sind. 1111101" allen Umständen erscheint cs tief beklagenswertb, das; ein so wichtiger Konsumartikel wie Kaffre aus der Bahn des ebr'sicberi Handels bin-xuszzedrängt worden ist und der, solide Fach- xauWnath 1111121.“ der zWeifelhaften Moral dss Termmbandels zu eidcn a.
_ Dem Bremer Bsricht des „Handelcöarchiv8“ iiber das Johr 1887 sntnimmt die „Norddeutsche Allgemeine Zsitung“ bszüglick) des Termmhandels, Folgendes:
Einen böck)st nacbtheiligcn Einfluß auf dzeSolidität dcs Waaren- r,eschäft5 11111 in stets 1vachsendem Maße dj_e unger€chtferiigte Aus- debnun-Z des Tcrminbandels; dcriklbe Wirkt 1611211812101), Wenn er sich in isincn (egitimenGrcnzen hält; wenn er, 111116111 Beispiel von vielen zu nennen, den Fabrikanten es ermöglicht, die Rohstoffe, deren sie 3111." Ausführung größerer Aufträge bedürfen. 111101 sofort Knivsangenbezw. bezablrn zu Müssen, sondern ihnen gestattet,"die1clben in kleineren Mengen nach und nach von den Hgndlern zu beziehen; durch Eine solche Einrichtung können die _ Fabrikanten Liefe- rungen, derem Fi'rtigftellung viele Monate erfordert, „übernebmdn, ohne von den Preißschrvankungrn destbstoffes" abhangig_zu_sem. Diese gesundrn Schranken hat der Tcrmmbandel langst Überjchrttten, und zumal in dcn lsßien Jabrcn bat er cine AuÖdebnung ganommen, die geradezu derderblick) wirkt, dic_der wildestenSPekuxation Vorschub leistet und, da die Termingcscbäste fich der Oeffentlichkeit entziehen und man nicht beurtbeilen kann, wer fich an demelben betbeiligt, das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der Käufer schwer erschüttert. Hoffentlich wixd der gesunde Sinn des Kaufmannsstandes bald selbst die Mittel finden, diese Auswüchse zu beseitigen und den Termin- handel wieder in seine legitimen Grenan zu bannen., Es muß hinzu- gefügt werden. daß Bremen. wv nur weniae Artikek auf Termin gekandelt werden, hauptsächlich indirekt zu leiden bat.
'».
Veröffentlichungen des Kaiseriicben Gesyxzdbeixs- amis. Nr, 28, _ Inhalt: Gesundheitsstand. Volksxrgnkhettrn in der Berichtswocbe. _ Pocken aus" Kuba. _" Sqnttatsbcricht 1":er die deutsche Marine 1885/87. _ Sterbefalle uz deuksM'n Städten von 40 000 und mehr Einwohnern. __ Desox. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in Vcrimer Krankdn- häusern. _ Desgl. i:. deutschen Stadt- und Landbeztrkep, _ Er- krankungen im Reg.-Bez. Schwaben und Neuburg. __ Wt1tkr1111g _ Grundwasserstand und Bodentemperaturen in 25011111 und München. Mai 1888. _ Zeitweilige Maßregeln 20. _ Tbicrßuchry iirGrF- britannien. _ Tuberkulose bei Schlachtibteren. _Vc1ertnarpolczetli e Maßregeln _ Medizinalgeseßgebung :c. (Preußen. Berlin) Bau- polix,eiordn1m_g. _ (ch.-Bez. Strglsund.) HundesuhrnZerke. _ (Reg.=Be'z. Hildesheim.) Schlachtbauier._ _ (ch.-Bez. Dusseldorf.) Desinfektionsapparate. _ (Sachsen.) thcbentransport. _ (Mecklen- burg_-Schwerin,) Rotblauf- und SchwemeseuÖe. _ Sebafraude. _ Cn11chädigung aus AnlaÉ von Tbiersxucch. _ (Anbali) Leichen- transport. _ (Lübeck,) esgl._ (Danemark) Margarmsfarben. _ (Spanien.) Einfuhr Von Al_kobolen. _ Recbxsprecbung, (Kammer- gericht zu Berlin.) Ankündigung von Arzneimitteln in Berlin. _ Verhandlungen von geseßgebenden Körperschaften. _ (Italien.) GesundheitSdienst. Geießentwurs.
Statistische Nachrichten.
Die zwangsrveise Veräußerung landwirtbfchaft- licher Anwesen in Bayern ist, nach einer Zusammenstellung des Königlich bayerischen Statistischen Bureaus seit dem Jahre 1882 standig
»......„-*,*
- . *ä.-':'*Jch „. , __:„k ' ""W“ ck &“ WMW» ;_;. **
". ."§..
sowohl in der Zahl der Subhastationen als Die Zahlen waren 1882 15 665 ha, 1887 .r subbastirten Anwesen war 1882 2071, 1887 ad auf 922 (Gemeinden vertbeilt. Von den 1eräußerten Anwesen sind 186 oder 16,7 0/0 JUWigrundfiäckie von 1047,5 ba langere oder „er Bewirtbfchaftung geblieben. Wegen Zwangs- 1 (be in den Vorjahren staitgefunden batte, standen im M 111711) 18 Anwesen außer Bewirtbscbaftung. Strat man ---_ _ ..-oer „landwirtbscbaftlickxen Anwesen gleich der Zahl der land- wiribschaftlichcn Betriebe, was im Aügemetnen _nicht zutrefferzd sem diirfte, und vergleicht man hiernach die ZwangsveraußerunTn mrt dem (Ergebnis; der landwirtbichaftlichen Betriebsstaiistik des „cabrcs 1882, so ergiebt sich, daß im Königreich bei 1111,Amresen von den tm Jahre 1882 ermittelten 681521 ]anWirtbscbaithchen Betrieben 0,16% zur Zwangsveräufoerung aclangten. Von den tm_Jabre 1887 zwangsweise veräußerten 1111 Anwesen find belegen txt Unterfranken 182, in Oberfranken 174, in Niederbayern 145, 'in Oberbayern 144, in Mittelfranken 144, in der Oberpfalz"139, in Sibwaben 112,'1n der Pfalz 71. Von der Gesammtgrundflacbe der 1887 zrvangsMise ver- äußerten Anwesen mit 793465 118. treffen auf Oberbayern 154947 118, Oberfranken 1369,77, Niederbayetn120635, Oberpfalz1094,43, Unter- franken 1024.52, SÖWaben 738,58, Mittelfranken 736,33,_ Pfalz 215,20 118. Die Durchschnitt§größe eines zwanngxÜe veraußerten AnWescns berechnet fiel) auf 7,1 118. Die AUWesen bis zu 10118. als kleine, über 10_100118 als mittlere und 11521100 11:2. als größkrc be- zeichnet, ergiebt fick) nachstehendes Bild : Der Zwangsveraußerung Wurden urxiersteüt: Jm Königreich: 895 kleine ArMsen (80,4 0/0), 215 mitt- .lere Antvcsen (19,4 0/(,), ] größeres Anrvese11_(0,1 0/(„). Daz? leßtere ist" in Obcrbayern gelegen mit 102 da. Bei den' 1111_ Fallen dsr ZwangSVeräußerung landwirtbscbaftlicher Anwesen ist m 584 (also in 52,5 0/0) ein konkurrircnder Gewerbebetrieb vor anden gewdsen. Mit 82 drr 584 Antvesen (odcr mit 14,0 % drrsciben) war em Wirth- schaftSJeMrbe verbundcn. _ _ _
_Ueber die liegenschaftlichen ZwaxigsVLraußerr'ngen, die Pfandeinträge und die Pfandstrtche 1886 im Groß- Herzogtbum Baden giebt die Nr. 9 des 17. Bandes der „Stati- stischen Mittheilungen über das Großhxrzogtbum Baden“ folgc'nde Aufschlüsse: Im Jahre 1886 kamen im Ganzen 815 zwangsrveise Veräußerungen von Liegenschaften vor, 753 oder 92,4 0/0 auf ricbter- liche Verfiigung im Mahnverfahren, 62 0de 7,6 ()./0 im Konkurérvegc. Von den 586 FäUen, in denen das Haus (em oder mehrere (Gebäude, d. b. überbaute Grundstücke) zum„Verkauf kam, betrafen 119 aus- schließlich Gebäude, 467 Gebaude und Gelände; _ sodann 585 ein 253051150118 (54 zugleich _landwirtbsÖaftliche Wirtbjchastégebäude, 32 GeWcrbSanlagen, 14 beides) und 1 _chveernlage (Waaren- magazin). Die 3051 der ?inzelnen Gebaude oder überbauten (Grundstücke ist nicht erbobrn wwrden; dieselb: wird im Ganzen Wohl ctwas größer als die Zahl de_r Fälle dcs Hausdcrkaufs sein, da wahrscheinlich ist, daß in Einzelnen derselben zivei oder mehr Gebäude zurn Verkauf kamm Von den 696 FäUcn, in denen Gelände verkauft wurde, betrafen 229 *nur (Gelände und 467 Gelände nebst Haus; ferner 692 larzdjyirtbsckaftliibcs KUUWgrlände (mit oder ohne ionsiigs F1äch)e), 412111 iolchcs, sondern nur Wald. Von den 467 Verkäuft'n vrt: Gelande nebst .Hcms Murde in aüen Fäklen ]and- wirtbschastlicbcs Gelände betroffen. Das dcrkauite Gelände Hatte im Ganzen eine Fläche von 1783 118, 1100011 1429 landwirtbschaftliche Anbaußäckxc (1105 118 Acker- und (Hartknland, 46 Rebland, 278 Wiese) und 354 118. sonstige Flächc_(228 1111 Wald, 125113, Weide und Reut- icld, 1 da S1tsinbruch und Kastanienbmch). Faskin aÜen Fällen war die Cinzelfläche gering; nur in 30 FaÜsn war die landwirt sebastlicbe Anbaufläche größer als 10 118, in 8 JäUen mehr als 20, in 4 FäUen mehr als 30 118, „die größte Fläche n'ar 56,10 118. Di.: Häufigkeit der Zwangsverkaufe drückt sich in deren Verhältnis; zu der Zahl der Bcvölkrrung oder der Hausbaliungrn 0118. Im Durchschnitt kcym 1 Zwangsverkauf überhaupt auf 1965 Einwvbner und auf 406 HaUÖhaltungcn, ] Verkauf eines landwiribichafilichen Anwesens auf 3428 Einwohxier, auf 709 Hauskaliungen aller Art und auf 497 landwirtbsÖastbcbe Hauxbaltungen. In der Mehrzahl der FäÜe (719 oder 88,2 0/0) traf der zwangsweise Vcrkauf das ganze liegensadafilicbe Vermögen des Schuldners; nur in 96 Fällen (11,8 0/0) kam ein Theil desselben zum Verkauf. Beim Verkauf von Ge- bäuden obne Gelände War das Gebärcde in 114 Fällen von 119 (95,8 0/0), bsim VékkÜUs von leände ohne (Gebäude in 174 FäÜcn von 229 (76,0 0/0) das Gclande: der einzige bkzicbungswéise ganze Besiß deY Schuldners. Der Vcrkauf bon Haus und Gelände betraf_1n 431_Fallen (92,3 0/0) das ganze, in 36 Fällen (7,7 0/0) nur cinen „Theil. des licgcnscbqftlicheu Vermögens. Die ;“Zirangsrrräußerung ist 1131? in „den"Vorxqbren am häufigsten dnrcl) eigene direkte Vcrschyxxung herbeigefizbrt, hauptsächlich durch schlechte .Haiisbaltung, Nach_lasiigkgit, nghcrt und Trunksucbt. Frciwiüige ungünstige urid lerchxseriige Uebednabnie von Liegenschaftetx und Ge- schäften, sowie Ungluck im Gefebafiéigang, we_lche in der „Hauptsache aucb anf eigener Schuld bxrubqn, wirken gleichsaüs und wie bisher in erheblichem Maße. Unfretrvilltgc Uebernahme cines überlastcten Be- sitzes, Krankheit, Unfall und _andexcs Unglück dss Besixers oder der Familie erscbcmrn ach) noch 111 an1ebn1ichem Maße, wä rend schlechte Ernten und Zeiteii, uberhaupt allgemeine Natur- und Zeitereigniffe, sowic “rie Schu_ld dritter ersopen durch Uebervortbeilmrg, Ausbrutung 2c. (und 0011 Viehhandel) verbalt'mßmaßtg seltM die Zwangslage bcrbcifübri'n. Dcr Eisammtbetrag der im Jahre 1886 eingetragenen Pfandrechte war 152 729000 „;(-, wahrend er in den vorhergehenden Jahren war:
1885 . . 127871000 „18 1884 . . 119 860 000 „ 1883 . . 117021000 ,. 1882 . „_ 119685000 ,
" Das Jahr 1886 zeigt al1_o eine erhebliche Sjeigrrung der Ein- jrage (um 24 858 000 „M mehr als im Vorjahr). In den 10 Städten mit mehr ms oder nahezu 10 000 Einwohnern wurden im Jahre 1886 im _Ganzen 66 890 000 „511 liegenschaftlicbe Pfändcr eingetragen (an ] Einwohner 240,2 “M, anf 100 «16. Steuerkapital 20,9 818), und zwar bedungene Pfander 28 808 000 „;ck, richterliche Pfänder 1 246 000 „;(- vnd Vorzizgxreébte 36 836 000 „M, nämlich Kaufscküüinge 35 045 000 „% iznd Gleichstellungsgelder 1791000 ck“", und zwar mehr als 1885, irn ©031an ]7_489 000 „M, an bedungenén Pfändcrn 9650060 „118, an richterlichen Pfanddrn 578 000 „M, an Vorzugörechten 7 261 000 „48, nämlich an Kauiixbiümgcn 7 660 000 „176, nur an Gleich- steUungSgeldern 399 000 „% wemgrr. Im ganzen Lande wurden 1.886 überhaupt 24 858000 „je: mehr eingetragen als 1885, sonach in den übrigen Gemeinden 7 369 000 „;ck Im Jahre 1886 wurden 124 458 Pfandeinträ e im Gesammibetrage von 131429000876 gestrichen, und zwar auf be?ondere Bewilligung 46 351 oder. 37,2 0/0 im Betrage von 89 891 000 «xs. (68,4 9/0 des Gesammtbetrages), auf richterliche Ver- fugung 1110 oder 0,9 0/0 im Berra ge Von 1880 000 a“- (1,4%), im Wege allgemeiner Bereinigung der Pfandbücher 76 997 oder 61,9 0/0 im Betxage von 39 658 000 «14 (30,2 0/0). Der Durchschnittsbetrag eines estrichenen Eintrags war 1056 «14 Von den gestrichenen Einträgen
etraflen 13 667 oder 11,0 0/0 bedungene Pfandrechte im Betrage von 34 683000 „175 (26,4 0/0 des (Gesammtbeirags), 30 374 oder 24,4 0/0 rlchtekltche Pfandrechte im Betrage von 16 993 000 «is. (12,9 9/0), 80 417 oder 64.6 0/-: Vorzugörecbt'e im Betrage von 79753 000 (60,7%), wovon Kaufsckyillinge 72 363 000 „zu (55,1 0/o) und Gleich- tellungSgelder 7 390 000 «16. (5,6 0/0). Nack) dcm Berufsstandc„ welchem
)der Sch_Uldner zur Zeit des Eintrags angehörte, fielen von der Summe „„ der Sirtche aus besonderen Antrag und auf ricbtcrliche Verfügung
(91 771 000 „M) 27 840 000.118an Lcmdwirtbe (30,3 0/0), 52 333 000.“ auf waerben Handeh und Verkehrtreibende ( 57,0 0/0) MW 11598000 «M aizf sonstige ersoncn (12,7 0/0). Für die im Wege aUgememer Bercmi ung gestr1chenen Psaudeinträge läßt sick) ÖSV SWW de_x Schuldner zur cit des Eintrags oder des Striches nicht voll- standig nachweisen, weshalb „vori ciner bezüglichen Angabe abgesehen werden muß. Der durchschmttlrche Betrag des einzelnen Pfandsiricbs war im Ganzen im Jahre 1886 größer als im Jahre 1885, aber klemex als in den Jahren 1884 und 1883; am höchsten rvar dkrselbe emerseits da:: den Streichungen auf besondere Bewilligung, am ge-
ri"n sien bei dcnjenigezi durck) allgemeine-Vereinigung, andererseits am bo sixn ber den Strichen von bedungcnrn, am geringsten bei denjenigen von richterlichen Pfandrechten.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Die durch das Professoren-Kollegium der K. K. Akademie der bildenden Künste in Wien vorgenommene Wahl von E„b_renmitgliedern der betreffenden Akademie bat dieBe- stattgung durch den Kaiser von Oesterreich erhalten.
Es sind zu Ehrenmitgliedern ernannt: Die Kunstfreunde: Karl Graf Lanckoroüski-Brzezie, Mitglied des Herrenhauses in Wien, Adalbert Ritter von Lanna in Prag und Ludwig Lobmeyr, Mitglied des Herrenhauses in Wien.
Die Maler: Eugen Ritter vou_Blaas, Professor, derzeit in Vededig, Eduard Cbarlemont, derzeit in Paris, Robkrt Ruß in Wien, Emil Jakob Schindler in Wien, Gyula Benczur, Professor in Pest, „Hermann Baisch, Professor an der Kunstschule in Karlsruhe, Christian Ludwig Bockelmann in Düsseldorf, Wilhelm Diek, Pro- fessor an der Akademie in München, Friß August Kaulbacb, Direktor der Akademie in München, Wilhelm Lindenscbmit, Professor an der Akademie in München, Ludwig Löffzt, Professor an der Akademie in München, Arnold Böcklin in Basel, Edortard Jean Bayr. DetaiUe in Paris, Sir Frederick Lrigbton, Präsident der Akademie in London, José». Villegas aus Sovilxa, derzeii: in Rom.
Die KupéersteÖer: Karl Kocpping aus Dresden, derzeit in Paris, Charles Albert Wallner in Paris. _
Die Bildhauer: Joseph Edgar Böhm, derzeit in London, Anion SÖAlff, K. K. Kanzmer- 11111) Miinzmedailleur in Wien, Victor Oskar Tilgnsr, Profe'swr in Wien, Rudolpb Wevr, Profeffor an der Technischen H0chschule in Wien, Friis Schaper, Profrssor an der Akademie in Berlin.
.Die Architekten: Karl König, ProFeffor an dcr Technischen Hochschule in Wicki, Joseph Mocker. Dombaumeister in Prag, Aiexander_ Wielemans Cdlsr von Montewrte in Wien, Georg Hauberrisier. Professor in München, August Ortb 111 Berlin und Ed. G. H. Cuypers in Amsterdam.
_Jm Verlage vonSismenrotb u.Wormsi11Ver[in ZW., Wilhelmstraße 129, ist_ socbrn erschienen: „Sammlung der Bescheide, Beschlüise und Rekursentscbeidungen des Reichs-Versicbcrungsamts nebst den wichtigsten Rund- schreiben desselbsn. Svstematiscb zusammengesteklt von J. Schmiy, Herairsarber ':er .Arbeiter-Vkrsorgung“, Central-Organ fiir das Axbei1“er-Verficb-érumiswksen." (91.80. Preis: geb. 6 «M, ,gcb. 7 916) _ Ayßer zaklrcicben Rundschreiben bat das ReickW-Ver- sicherungSamt Übsr 500 Bescheid?, VLsÖlüffL und Rekurs- entscbeidungen Veröffentlicbt. Dieselben bezirben fick) 1105er aus- schließlich aus*, dus_ sogenannte _.UnfallvsrsiÖerungSgeseH“ (aucs) Wahl das mdustrteilc UnfaÜVLrÜcherungsgiietZ genannt) vom 6. Juli 1884 und die NoreUe dazu dom 28. Mai 1885. Da indessen die inzwischen in Kraft gctretcnen Gesetze vom 5. Mai1886, be- treffend die Unfaüversicbrrurig der in land- und forsiwir1b1ch0f11ich2n Betriebcn beschäftigten Personen, Vom 11. Juli 1887 über die Vcr- sicbkrrmg der bei Bauten beschäftigtcn Personen uud vom 13. Zu1i 1887, die Unfallberficherung_der Seeieute betreffend, iiibaZkilicb mit den Grundgedanken des indyitriellrn UnfaUv-ersicbcrungé92111301 übcxein- stimmen, so haben dis bezctcbtiexrn Entscheidungcn zweifellOÖ «mH für die Jntercffentsnkreise dcr ipatereix UnfalTvckrsicherung§gsseZe Be- deutung und Jnterciye, und scthn diexcr Umstand rechtfertigt binläng-» lick) eine Sammlung Jener Cntycbeidungen. .Die [013101211 505111 sicb dazu aber auch 111 einer 10 beträchilichen Zahl angehäuft und smd sowohl m den „Amtlichen Nachrichtsn“, als in dcr „Arbeiter-Veriorgung“_ der Natur der Sache nach mit Viklktn andern Material io durcheinandkrgewiirfelt, daß das Nachschlagen und die Gewin'nurig einer Uebersicht mit erheblichem Z-Zitverlust verbunden ist. Dabei: wird die durch die borliegxnde Sammlmig gcgebenc über- sichtliche Zusainmrnsiklbmg den bicliack) bei der Aquiibrung der UnfaÜvcrficherm'g bstbeiligten VLLWÜÜUUJÉÖLHÜÖM, sowie den ehrenamtlich miiwirkenden Gcnoffenschait§mitgliedern zwckifelios willkommr'n sein, wir! dieselbe einrm tbatsäcblickxen Bedürf- niß entqegenkomrni. _ Inhalts - Uebersicht. Erster Abscbnitt. Allgemeine Britinimmtgen: .1. Geltuungereick) der Unfali- Versicherunaszcheygebuxxx. 13" Umfang der gescleicßen Vcr- fickxerungspfbckit. ().eratirtar11ch„: Ausdehnung der Versicherungs- pflicht. 1). Selbsiverfick»3r11ng der Unternehmer. _ Zweiter Abschnitt. Die 11nfal1für1orgex1. Vorausseyung, d. i. Unfal] „581111“ Betriebe. 11. VerbälZniß zu Krankenkassen; Armenverbänden 20. 111. Umfang der Cntscbadtgung :m Fal] der Verletzung. 117. (Entschädigung im Fall der Tödtung. 17. Abfindung ion ausländisckxen EntscbädigungH- berecbttgien; 171. Voraussetzung drk Verfahréns behufs Feststellung der _Enticbadignng. 1711. Feststcllung der Entschädigung. 7111. Be- rcchttgu11gsausweis. 111._V1?_1ä11derung der Verhältnisse. )(. Amvei- sung 11110 Zahlung der ':Fnticbädigung. Zl. Berufung und Rekurse. _ Dritter Absclmitt. Die L_ZetriebSunternebmer und Berufsgenvssen- schafter: 1; Rechte „und Pflicbten der BetriebSumternebmer. 11. Ge- noffenichaftliM Glxcderrxng der Betriebe; Gcnoffenschaitékataster; Mttglledschem; (Yefabr-xntaris. 111._ Das Genossenschaftsstatut. 117; Gdziossensch0itsamteu 17. Strafbesugniß des Vorstandes. 171. Ge- scbastsfuhtung. 711. Vkrwaltungskosten. 17111. Vermögenswerwaltyng. 121. „Umlage und Erbebungchriabren. _ Vierter Abschnitt. Die Tbexlnabmd dEr Arbeiter an der Unfallversicberung. _ Fünfter Ab- schnitt. Die Ynfallverbütung. _ Die Sammlung wird durch Aus- gabe von Erganzungsbesten fortgefryt werden.
-- Von Hackländer's illustrirten Romanen: „Handel u1"1d Wandel “, „ Der Augenblick desGlücks ", „ Der Tann- bausxr“ _(in Lieferungen zu xe 40 .H bei C. Krabbe in Stuttgart) sind die Lieferungen 11 bis 14 soeben erstIÜenen. Friß Bergen bat auch diese Hefte mit zahlreichen treffend charakteristisch€11 Zeichnungen ausgestattet.
Land: und Forstwirthschaft.
Wasbirigton, 10. Juli. (W. T. B.) Dem Monatsbericht _d_cs Landrvirtbschaftlichen Bureaus zufolge wird die dies- jabrige Baumwolletiernie in allen Staaten später als gewöhnlick') erfolgxn. Im Allgemeinen ist der Durchschnittsstand der BaUMWolle ein Mittlerer; die "flanze ist durchweg kräftig und schnell wachsend." Der Dnurchscbmtt's tand der Ernte ift 867/10. Der WinterWeizen ist im Suden „bereits emgebeimst, der Ertrag ist in Süd-Carolina, Nord-Carolma, Georgia und Alabama hinter der Erwartung zurück- geblieben, bat sic!? jedoch in Pennsylvania, Ohio und Illinois exwas und in Michigan erheblich ebessert; auch von der Pacific- kuste lauten die Berichte b.cxsßer, der Durchschnittsstand ist vori 733/10 auf 765/10 gestiegen. Der Stand des Frühjahrs- ryetzens bat fich zum großen Theil grbeffert und verspricht einen großen Ertrag., Der 00 ememe Durchsc'ixnittsstand ist von 923/10 am 1. Juni auf 959/10 geJtic-gen. Das, mit Mais be- baute Areal hat sich um mehr als 4% vergrößert und umfaßt nahezu 76 000 000, Morgen. Der Stand der Ernte ist je131 ziemlich gut, der allgemeine Durchschnitt ist „93; der- Durchschnittsstand in Hafer ist 959/10, in Gerste 91, 111 Winter- und Frühjahrs- roggen 968/10
Sanitäts-, Veterinär:- und Quarantänewesen.
_ __ _ Oesterreich-Ungarn.
Die Kontgltcb izngarifcbe Secbehörde zu Fiume hat auf Grund des amtlich konstattrten Ausbruchs der Cholera in Neapel mittelst Erlasses vom 2. Juli 1888 angeordnet, daß alle S iffe, welche aus dem Golf von Neapel mit nicht" reiner Ueberfa rt (trayersata 111001111118) dder unter sonst verdachtiaen Anzeichen 0011611110111 111101111811) etnireffen, in das Königliche Seelazaretb zu Martinchizza dirigirt werden, wovon die Seebehörde sofort texegrapbisch zu ver-
ständi en ist. Im anderen Falle findet nur eine strenge ärztliche . - ]. grey Printers aus 32r/46r 167. Stetig.
Unter uchung statt.
Geloerbe und Handel.
Die Geychäfte der Kur-_uud Neumärkisrben Ritter-
“slchafxltcben Darlebnskasie haben fich im vergangenen Jahr. wie Wir der „Verl. Börs. Ztg.“ entnehmen, wieder höchst erfreulich gelxtaltet. Besonders lebhaft entfaltete fick) die Thätigkeit der Dar- le nskgffe _bet den PYandbriefs-Umwandlungen. Jm Geschäftsjahre 1887 ist cute ga_nz beiondrre Ausdehnung des Geschäfts auf diesem Gebiet: zu_verze1chnxn, zumal auch im Kreise der kleineren bäuer- lichen Befiyer m _ hervyrragendem Maße das Bestreben zu "Tage trat, die Zinslasten durcb Konvertirungen za ermaßtgen. Bei , dem nur _ noch verhältnißmäßig geringen Materia! o_n 49/0tgcn Pfandbrtefen und der dadurch bedingten _Sckynncrtgkrit, _größere Summen durch Ankauf an der Börse zu be- "kckmffcn, box em großer Theil der Besiizer es vorgezogen, den Weg dcr K'onvetttrung durcb Ankauf zu verlas1en und die 40/0igen Pfand- briefe zur Baarzablung des Nenntvertbs aufzukündigen. Es sind zur Baarz'ahlung des Nennwertbes_ gekündigt und fast auzfchließlich durcb Vermit_telung der Darlebnskaiie in Pfandbriefe geringeren Zinssatzes kynverttrt wordenn:._a zun] Johannistermin 1887 : 6 212 250 „46. 420192 Kur- und Neumarkt1che Pfandbriefe und 8 738 050914 4 %ige landschaft- 11che Central-Pfandbriefe, _5, zum Weihnachtstermin 1887: 3 941 700.1“: 4% Kur: und Neumärkiich Pfandbriefe und 6 641000 „78 49/0 land- 1cha_7tltche Central-Pfqndbriefe. Die „Zahl der Conto-Corrente dir;- schließlich der Pfandbriefs-Cdnten belief fick) am Schluß des Jahres 1887 auf 2365 gegen 1906 tm Vorjabrk. Als Einlagén, beziehungs- weise Krédtt-Unterlagen im Conto-Correni batte die Darlebnskaffe Ende 1887 Effekten zum Nennwertbe don 3104260091 gegéx; 37 2,94 150 „!k- 1m Vorj. und Depot-Weckysel auf Sicht in der be- wiÜigten Kreditböbe von 1531300 „16. 920211 1760500 818 im Borj. Die 5111th gedanntc, bewilligte WLÖiEl-K1editsurnmc ist nur in Höhe von 1012 800 446.111 Anspruch denommen wwrden und zwar don Affociirtcn des Ritterschaftltchen mid Nkueri Brandenburgischen Kredit-Jnstituts. Emm hervvrrageiiden Play tm (HescbäftSverkebr der Darlebnskasfs behaupteten auch, im Jahre 1887 die Vorscbüsse in Pfandbriefs-Be- lxtbuniissackyeit, m ivechen die Mitwirkung dsr Darlebnskaffe für einen Betrag von rund 40 Millionen in Anspruch genommen wurde. Der Gesammtumscbiag des Geschäftsbetriebs der Dariebnskasse gestaltet sich wie folgt,: Esiind 1n Kredidund chetzusammen 1646129483816 oder durchschmttltch pro Tag 4 572 581 „15. umgesetzt worden. Hierbei ist zu bemeran, 'd0ß__ der Geschäftsbetrieb der Ritkerickyaftlichen Darlebnsk0710 in Folge der Centralixation der Kassengesckyäfte die des Kur- _ und _ Neumärkisckxsn Rittcrscbaitlickxn und Neuen Brandxnbuxgrscben Kreditinstituts, sowie der Central-Landschaft in aller) Pfandbriesztnszahluxigen. Pfandbriefsausfertigungen und Coupons- rcaulxsationcn mtt umiaßi. Nack) Abschreibung der sämmtlichen Ge- schast§unkostcn und 20 0/0 drs buchmäßigen Inventarienwertbes„ sowie nacb Zablrmg der' vom Haupt-Jnstitujsfonds vorgeschoffenkn Kosten des“ Aufbauxs? 'Ein-SS _ dritten Stockrverks aiif dem Quer- gebaude des Rittrrschastlichcn Geschäftsgrundstiicks mit 12046 „76, weist das Geivinn- und Verlustconto fiir das am 31. De- zembsr 11887 der Rechnung noch als Grundlage dienende Stammkapital von 1857 002 «18 einen Nuxiungscrtrag von 502 419.36 11001), das iii 27,05 0/0. Von dicskm erßungSertrage dienen zur Ver- zmiung dss Stammkapitals siatutenmäßig 310,70 (64 084 „W); die verbleinnden 438 335 «18. sind gkmäß des Generalversammlungs- BSsÖLUULJ 11cm 16. November 1887 folaendermaßcn zu verwenden: 1) zu Tantiézmrn, Gratifikationrn :c. 15000 „xx, 2) zur Verstärkung dcr Zinsen der Spezial-Amortisationéfonds 32 000 «16, 3) zum 2111101111ations-Zuscbußfonds der Rest mit 391335 „FQ Der bor: jabrtge zur Vertheilung gclangte Verkvalturigsüberschuß betrug 366 654 „16 ' __ Gewxrbcballe, Organ für den Fortschritt in aÜen Ziveigeii dcr Kunstmduiirre; Uniér Mitwirkung bewäbrter Fachmänner redigirt von Lwaia Ersenlobr und Carl Wcigle, Architekten in Stykigarf, Stuttgart, Verlcig von J. Engéldorn. 26. Jabrqang. “.“. Heir. (Pr. 1,50 914)"_ Die]? ULUCstL Nummer der monatlich er- sch01110nd1n Yorlege-Bladtcr-Sammlung fiir KunstgchLrbtreibéndö isi bcionders _retck) an tt_efslicben Arbeiten der älteren Zeit. Zunäcbs: finden __rbtr darin 01? Abbildung 111106 Wkibwassarbcckens aus dEr Kirche Santa Annunziata zu Florenz (aufgenommen von Fr. Miltenbergi'r in Nürnberg), eines origineuen, PHÜYÜJÜUÖLU Werks aus der Barockzeit. Dann folgen zwci 111 Holz gcschnxtzie rznd bcxdolddte Aliarlrucbier aus dem Kunst- grwerbe-Muieum 111 Berlin (aufge110mmen von (H. PoÜex hierselbst), ebenfalls 0116 der Periode des Barockstils. Eine KoÜektion schmiede- ciferrri'r Beichlage _(im Privatbc-fiß, aufgcnommcn vom Architekten Rudolf Hindcrer in Stuttgart) giebt aufs Neux'. Zeugniß von dem Gedanken- und Erfindungsiceichtbum sowie der sinnigen PbantaFie. dem Humor und dem feinen Formensinn der alten Schloner. Sehr micrcffant ist auch_ die letzte (Farbendruck-) Tafel, Welche schön? Pilasterfuüungcn und Friese mit auxgebobenem, gescbwärztem Grunde (17. Jahrhundert) 9118 der Domkircye in München (aufgenommen 15917. Anton Lehmann daielbst) vor Augen führt._ An neueren Entwürfen und Arbeiten bietet die Lieferung einen Spiegel nebst Aufsatz, ßntworsen von ane und Stegmüüer, Architekten in Berlin, 111 vergoxizcter Steinpapde ausgeführt von Carl Röblick) daselbst; em Pi_anrxno und2 P:)lsterstüble (Rococo), entworfen von Lambert und Stab! Arcbttxkter'. in Stuttgart, ersteres außgefübrt Von der de-Picindéortefabrtk von Schiedmayer und Söhne, letztere von der Hox-qu-zlfabrik von F. W. Brauer daselbst; endlich einen Büffet- ichrcmk im Stil Henri11., ausgeführt von Mazaroz-Ribalier in Paris.
_ In der axn 6. Juli abgehaltenen Generalversammlung der Morschen - Wxißenfekser _Braunkoblen - Aktiengesell- i ck)11ft wurde, _w1e_ schon kurz mttgetbeiit, die Dividende für das ab- geiaufene Geschafthabr auf 1.10/9 festge1eßt; die ausscheidenden Mit- alredrr des VerivaltungSrach wahlte die Vermmmlung für die neue Amtsperiode wieder. _
L_on_don,_9. Juli. (21. C.) Der Handelöausweis für Jtznt laßt ersehen, da der seit Anfang des Jahres eingetretene Wiederayischnnmg des andle_ in „fast allen Zweigen ansehnliche Fxortschritß xrxaéyi. So hat die Einfuhr im Gesammtbetrage von 21 555 000 Psd. Stekl. gegen" den gleichen Monat des vorhergehenden Jabres um 2924 000 Pfd. Stekl. oder nahezu 103% und die Aus- fubr im Gesammtbetrag von 19 043 000 Pfd. Sterk. um 1,722 000 Pfd. Sterl, oder fast 93 % zugenommen. Für die verßoffer'en sechs Monate d. J. stellt sich, verglichen mit dem entsprecbxndeu Semester von 1887, der Werth der Einfuhr: um 10 863 000 Pfd. Sterk. oder etwa 60/0 und der der Aus- fuhr iim 8382 000 Pfd. Stekl. oder 80,70 böbér. An der Zunahme der Einfuhr smd zoufreie Prdvisioncn, Metaüe. Chemikalien, Oel-z, Rohßoffe fur_qndere Industriezweige, als Textilfabrikate, und andere Artikel betbetltgl, wahrend lebendes Vieh, verzoübare Provisionen, verzollbarcr Tabgck, Rohstoffe für Textilfabrikate und vkrschiedene andere Artiiel eme mehr oder weniger bedeutende Abnahme auf- WMW. Die Abnahme in verzollbaren Provisionen bescbxänkt sich auf Kaffee, Cargo, Wxinc und Spirituosen, während von onfr'cien ro- vifionen Weizen, Hafrr, Gerste, frisches Hammelfleisch, unraffimrter Zucker, Butter und Margarine in bedeutend größeren Quanti- täten importirt wurdkn. Eine bedeutende Vermehrung voUzog sich auch im Z'mport von Kupfer. Was die Ausfuhr im verflossenen Monat betrifft,. so Weisen sämmtliche Stapelartikel eine Zunahme auf, die bei Garnen und Textilstoffen am bedeutendsten ist und sich auf 470171 Pfd. Stekl. beziffert. Kupfer, rohes und veraxbeitetes “Meta", Mes1e1schm1ekwaarem Telegraphendräbte, Dampfmaschinen und Lokomotiven, Eisenbahnwaggons, Steingutwaaren, Glas und Papier wurden in aUSnahmswetse gro en Quantitäten exportirt.
Lo_ndon, 10. Juli. (W. T. .) Wollauktion. Tendenz fkst, antmrrt. _ An der Küste angebot-cn 9 Weizcnladungen.
Manchester, 10. Juli. (253. T. B.) 12r Water Taylor 6F, 301 Water Taylor 8:1, 20r Water LeiZb 71, Mr Water Clayton 8x, 321: Mock Brooke 8x, 40r Mayoll ?, 40r Medio Wilkinson 91- .32r Warpcops Lees 8,1, 36r Warvcops Rowland 82. 40r Double
Weston 98- 80r Double courante Qualität 12, 32“ 116 WS 16 )( 16