1931 / 243 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 17 Oct 1931 18:00:01 GMT) scan diff

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Reichs: und Staatsanzeiger Nr.243 vom 17. Oktober 1931. S.

Zu der Weiteren Aussprache nimmt zunächst

Abg. Ripvel (Chr. Soz.) das Wort- Er erklärt die grenzenlose Not sei der beste Schritmlacher der radikalen 111gel- Trteien. Aach wir, so betont er meixex verlangen, daß 51 arbeit,

*Ihrheit 11111) Reinheit wieder 111 d1e Welt einziehen. Es sind Hoffnnngcn erweckt 1vo1de11, die 111111) die radikalen Pakteien nie- mals erfüllen können, “Ich 111911112, es ist gut, 11121111 wir eine Ver-

a11dl1111gs- nnd Ll115sprachebasis finden, wie sie Herr Hitler in eZ11-c111 offenen Brief 1111 den Reichsianzler geiunden hat, (Zwischen- r11,"e bei den Naxio11-1lsozialisten.) Ter Redner verliest unter an- dauernder Unruhe dez Haujes verschiedene Stellen aus dem Briefe Hatlers, Ick) habe (1115 keiner Rede des Herrn Tr. Gocbbels den Exndrnck „aenwnnen, daß er diefe Plaxtform KLsUUde häl- Er hat versucht, e111e11 Boykott a11511kii11dige11. . Ob die N11.i;)1111lsozialisten 221111!) dTe “.'éotverord11111111e11 Aufxrieb bekommen heben, Weiß ich 1ticl)1„ aber ic!) frene 1111111, das; Dr. Tberfohren e1'klä1't hat, daß _die 3011e11 der 111111111110111111'11'ch1'11Klopffechxerei vorbei si11d, EH 1st d1e Zcit gek11111111c11, 11111 11111“ Iclarheit und Wahkheit Verlanxxxn 1111111011 111111 denen, dje :ie Regierung für sick) fordern. Hier gibt's ke111 Mnnöspißcn, hjcx muß gepfifßen Werden. Ter Reichskanzler hat 111 [einer Rede bestätigt, daß ie bisherigen Maßnahnwn der 3111511111114] ann gedient haben, ie Selbstkosten dcr Wirts'haft zn Ve11111;1:'1“11, die ?lnsgaben der öffentlichen Hand [)ernbzuseyen. Die fliese DOI Abg. Diugeldey begann mit der NoUvendigkeit der Se11f1111q der Ulme 1111?) endete mit der No:!venHngeit der Senkung der 1/111111e_1111d der Löjung der Myangsbewirts1'11af11111g der Arbeit 1711111411117111110111113 der Tarife, Ick habe leider_ Weder bei T1." '4 114,11111'1) noch bei T1“. T*berf0hrc11 eine klare Stellnngnahnte g;!)111'1, 1111111ewett sie auf die ,51111111111'9116111111jckmftnn der Wirt- 111131111 nnd _der Produktion durch die Kartelle, Syndi «te und die 11111115e1'11p11l111f der (Mos; 1:11-d SOWerindnstri-e ihren Einflns? aus- nben Wollen. Tie 11111'1sci)11f11111)e11 angen müssen dnrci) eine iicken- lose Llrbe11§51e111ei1xsch11f1 111 Trd111111 gebracht Werden. Wir machen eme Politik, die dée S1111vch1che11s1x1a1111ch1 11117) die Starken 111111111 laßt», 111611 11111. Wir stimmcn T1“. Oberfo ren zu, wenn er 111th „30511111611k1111111'1'r ist, Wer Ers11l11111g§polit1k aus (15111113- 11113 1111111,“ Gerade bei dem Reichskmnzler trifft das nicht 511. 1211“ lelz11e11 es mb, 11; em 7111'11111'1111011If11ß ohne Boden zn opfern 1111?) d11*_„€11*11e111 des Volkes ebmkalls in ein solche,; “TMZ ohne Vx)1*1*11 f111' “1411111311111155'1111'11'11 ve1s11vi11de11 zu lassen. Das Volk [1111111 1111191 1er Last der Steuern znsantmen. Wir 1111'1sse11 das 9111111'11e1K111111de15 Ueberei11a11der- nnd Gegeneinanderreaieren 111 Remi), “3111111 _1111d (150111011111111 (111111111111. Ter Sparkontm'issar muß '11e11111e11111g1 d1_evBcrhalrni]se von 1913 wieder herbeiführen. Der 3153731131" beschastxgt stel) 11111 den lohen (Mi“,ältern 111 der 5151th- 11111'f1xsclx11st." 9111 d_ie Nationalsozialyiste11 1111131 er folgende Fragen: 1_. «st 111111cl)c11 MAN“ und dex dentschen Wirtscl)11ft§fi'1[)11111g *Ver- 6111111111 11101'd1'11, daß die N11tionalsozialisien sich gegen die (715111)er- 111111111-1111113 die Tarijerträge einseyen? 2, Hat die National- YUMYUM)“ “15111tc1 d1e Absicht, ge1ne111sa111 mitÜHerrn anenberg te &:0511111101'11111111111111 der Arbeiterschaft zn zer chlägen 1111d**in eine 111111111" xparkasxe 11111511111011111'111? 3, Sind ie entschlossen die 470cl111111'hal1cr und Höchstpensio11e11 zu beseitigen? Wir for,?)ern emo Front der st11111§bej11he11de11 Arbeithneinschaft,

?ll1g._ T1". Neuba 11er (Koj11111.1: Rei skanler Vriiuin der [101 fernem Antritt als Führer des" KabinetY derszntsold-ateY 11181111-f31 111111130, steht heglte Vor dem Bankrott seiner J'unen- nnd 911175111pol111k. Dte Remernng konnte nicht einen Schritt 11111 0 ne das (x111ver110h111e11 mit den f'rqnzösjschen Imperialisten. Yer FwntMldnt 241111111111 mußte den .Wanossagang nach Paris antreten. Ter szng 3311111115: 111111 dns SWnbol der Erokberuu Deutschlands 1111111) d'en franzosqchen J111p-e1'ic1li*“411111s. Deutschlanßz ist heute ein 1115!le 111 det .11111111111'11111111111ck der reaktionären kapitalistischen „15-311 gcgen S-vaetruszland. Auch eine Rechtsregierung wird keine ampere _“Llnßenpoitt'ik führen können, Nach vier Wochen national- [0111111111scl11'1' §]Zeg1e1'1t11z1'Wer-den die Massen ihnen den Rücken L111'e11. Ter 211011111p11al1§111115 dettkt nicht daran, ihnen zu helfen. *? 01“ .)iedner e1111111cke11 _d111111_d11s “111011111111111 del" kontnnxnisti'chen „111131111- 1111d f21§111scl)11_f1§p111111k 1111d richtex eincn Appell zur «011- 1111111111 1111 d1e f1'11113_0s11che Arbeiterschaft, (Lebhafte Unruhe und .)l11-51“1111111T1e1's1'131111ge11 311111111011 der Linken und der Reck)1e11.)

. “11111114 “J.Volatlx (Wirtskl). V) verléest folgende Erklärnn] s1'111111',“1111110111 Tw 11011111“111111ix»110lle11 Felgen e111e1' zehnjähriqeü 111'1Z11211121*11d_e_11 ,111111115- Und W11'1s1'l'111115pol111k 111 Verl.1111d111111 1111: 11111:1'1111111'1111111111 II“.“thÖOilc'jl nnd s1'l1111e11'11 Fehlern 1,1111'1'11 da,",n 11e- 11l;1*1, ckck.]; 111!) hente'nikdt 11111" die geéunme denxsrlze 7311111111, x1111d1'111 «1111: große Te1le d1*1'.[1ej'111111e111'11 :'(1'111'111'1'1'111-111'1 111123" dez 1111111011111115 „(1051131111019 “141111111“ 1111d dn; 1111115e 111 den zehn Inhxen 111'1'111117511'1111Pe1e “311110111 !1'1'11de11. ,J“11l)1*eln11a [1111 qemde die W111- s1111112*:*11«11'1e1_ sl_k[)- 11e11e11 die 1111011113110 91:1»«161111111111,11: 1111d gegen d1e 111111111111f1sfei11dlick1c “141111111 qexoendét. Tie Nelen M1l- 1111111'11 junger.Menschen nnd junger Wähler, die hinter der sik!) 1111_de11de11_ 111111011111011 Fron: stehen, sind einer der Werwollsten kac 11111ere§ „1111111911 Volkes, Der ideale Sch1v1111q die:"er Jugend aus 111101117111_1ck)tc:1__der Bevölkernng, ihre Beqeisterunqsfähinkeit und tbr Opserjmn Und neben dem “.'lrbeitswillen, der hoben 'In- 1011111e115_d1*r dentsxlxen Arbei111ek)111erscl)-.1f1 1111?) dem Sparsinn der Yatteljcvxäzten unteres Volkes das größte Aktivnm des de1ttsche11 Yolkes. Nack) der durch die VolilJ? der letzten zehn Fabre immer s1ck111111'1e1' Werden-den Verwirrung aller anderen Faktoren und Be- r11f_§stande„ unsexes Volkes sind diese Kräfte vielleicht die leßte Rckerve, uber dte Dc111sch1a11d noch verfügt. Wenn diese Reserve e111gefevt _wird, mxtß d1e Gewißßeit gegeben sein, daß das mit Er- Ila „gescbteht. Dte Fvak1io11 der Wirtschafthartei, die durch die “11stt1'111111111g 511111 Mtfztranensvvtnm den Weg freimachen [Vll für d_1e Vleuxta e111er Realernng, in der diese Kräfte führend vertreten jmd, 1st s1ch der Schwere der Veranmvortnng ihrer Entschließnnq Doll hejvnßt.“ Um so selbstverständ11cher War es de§halb für die txraktton,"1112311cl_0st von aller Parteipolitik, einzig und allein die ebe11§1110911ck1ke11e11 der deutschen Nation ins Anme zu fassen und zu prnfen, ob der Einsatz dieser Kräfte mit unbedingter Sicherheit znm Erfolge fuhrt. Tenn, Wenn diese Kräfte eingeseßt werden, oh11e daß dte Wahrsckwtnlickkeit des Gelingens groß „(12111111 ist, wird dtexer Jugend 1111d der de1111che11 Nation der schlechteste Dienst 11e- letstet._ We11_11 ,dte Regiernna sich heute nicht durcbx'evt Neqenüber den 11nrtschc11111che11 Schwierigkeiten, sind die Folgen Unabfehbar. T1e K011111111111st11cke Partei spekuliert und rechnet damit. Das ist leßteL Endes auch der Grund, weshalb die Koxnmunistische Partei den «111171 der Regiernnq Brüning und das Einsetzen der natio- nalen“ Frent anstrebt. Sie spekuliert, daß unter den schwierigen Verhcrltmsseq des_ bevorstehenden Winters auch eine nationale Regxeknng [rgb n1chtud11rch1eßen kann. Das Wäre nach unserer Aufrassunqem verhangnisvoller Schlag für die gesamte Be- Wca11ng._ (Zuruf bei den Kommunisten: Jeßt kommt der Dreh! - Lachen ltka.) Daher Wollten wir zunäcbst wissen, ob zu erWarten tsx, daß e111e Besfer11nq der politischen Situation und der Erkennt- nts der Volker in emem Sinne, der Deutschlands Chancen in der Welt vergroßer1,_ in den nächsten Monaten wirklich erWartet werden kann. ,Wtr wollten wissen, Welche wirtschaf1s litischen Maßnahmen d1e Regierung Brünina und Welche wirts afkspoli- ttsckken1Mas1nahmen die Führer der Deutschnationalen und Natio- nalsoztaltsten vorgesehen bq_ben. Wir Wolken wissen, ob die Bere'nschaf: besteht. Im perhangnißbolle Entwickluna dadurch auf- zu_ha.te11, des; u. a. endl1ch die gesamte deutsche und besonders die mrttelstand1sche Wirtschaft dnrch rücksichtslose Abkehr von der Fesse- lung angekurbelt wird, Wir Wolken wissen, ob soWobl bei den Degtschnanonqlen wie bei. den Nationalsozialisten und bei Herrn Vrzmnxa e_ndltch die Erkenntnis vorhanden ist, daß die weitere agssckxbeßlnF Stüßuna der Großwirtschast u Lasten der mittel- stgndtsxhen , ndtvid11alw1rtschast dem deuts en Volke zum Ver- bqngnts wexden muß. Wir Wollten wissen, ob auch Weiterhin eine rnanzpqltttk betrieben Werden soll, die ausschließlich den Groß- anken dient und die Kreditinstitute der Jndividualwirtschaft ver-

7nichten. Wir wollten wissen (Rufe links: Was die Wirtschafts-

partei nun eigentlich win. - Gelächter), ob endlich wieder der

Persönlichkeit gegenüber dem Großkapital und der Gewexkx'chaßs- bürokratie Geltuna Verschasfi Werden "ol1. Tiexen Verhandlungen ist die Oeijcmlichkeit mit großem aneresse aekekat, Diejenigen, die die von Verantwort11ng§bewuß1*ein _qc.rage11e11 Verhandlunßen so ausleyen wolken, als bätle es sieh QTek 11111 irgenkxeinen klein- licben Scherhcr aeöc111del1 (Gelächter), 1011111211 11:11 de;;bqlb 111 einer [olck'en _Llujfassuna kommen, weil solche Tc:-*de1t;e11 kei den Ver- 1chicde1111e11 Regieru11ch1§bild1111gen der [(Neu 1!) Juvre dns ?( 11113 O der Verhandlungen waren. (Hö!!! Hdrukjknsekz Das „(1121 111 ganz bes'onderem Maße (11111) für die Z051111dc1110f111tie dic 11n1er dem Deckmantel des Schutzes fiir die ?l111eÖT11ebmek7Öüsl immer wieder Maßnahmen durchgesesx hat, die leö:et1 Endes nich: der Arbeitnehmerschaft, sondern der *141112eii11'11'051'11xie in den ver- schiedensten Wgern zugute kommen. Wir haben bei unkeren Ver- h1111dl1111ge11 11111): überall und 1111111 in allen e11119211e1: Vnukten die Klarheit gewinnen 1131111111, die fiir eZ1'.e so 1;*l'.1»er1111c51e11dx E11;- scheid1111§1 bede1111111q§voll ist. Vor allem haben wir aber 11ick1 die Ueberzengunq „(1e117i1111e11 können, daß 1)e11:e dée Ch-Jn-xen fÜr einc MchrheRÖNldunq der Rech1e11 a11dere gcjvoxden sind als vor e111em Jahre, 1111 wir, um dTe Véidnng einer RLIÖLkUU-F der 111121e- 1tal_e11_Fr0111„-z11 er1111'u1l1111e11, Minister Vredt (1115 dem „111111111211 251111111111 511r1lckge11111e11 haben, um damit den Anstoß 11:1 213.1511113 e111e1' so „11ear1e!_e11 ?)ieaierunq zu geben, Die Führer des- „7313112111111;- haben uns _1v1sje11 lassen, dasz der E112schl11s1 dcr Ze111111111§frc§21011, 1111 gege111vart111e11 Zeixpunkt eine ewtl, Regierunq der nationalen FWU! 1111121 111 wlerieren, 11111er keinen Umständeq 11111;11st0s*e11 ist. EML Minderheixsregierung der naxionalen Front 111111 Natioxtaé- sozialixten, W1111ch11f1Hpar1ej„ VolkSpartej 1111d (3711111111111 wiirde so- 11111 eine arbeitsfäbiae Minderheit d111'stelle11, 911111) irqe11dwie er- z1111111x1e11e NeuWaHlen würden die Sit11c11ion nicht ä11der11185e- la_ch:er rechts), da nach dem Ergebnis der Wawien in Hambnrg feststeht, „daß .a11ch_dann das Zentrnm fiir eine Mehrheitsbildnng netmendxq 112111 Mrd. Das sind wol)! 111111) die Gründe gemesen, dte den Herrn :)ieick1§präside111e11 11011 Hindenburg, hinter dem 111111)

„wie Vor das Gros des deutschen Volkes steht, Veronlaßt haben, den

.“)ieiclxé-kanzler Brünina 111111) einmal 11111 der Kabinensbilduna 111 bea1111111g_e.11., Dem neuen Kabmett Vrünimq gehört eine Rethe 111111 Per1o1111ch1e11e11 1111111 mehr 1111, deren politistlée Täxig- xe1t 111111) (Jer der W1rts1ch11f1qurtei Bedenken gefunden hal. IlnYerseUs 1st Dr Vrunmg nrclzt gelungen, sein Kab-inett zn ergnnzen dn'rklx Mannex die 'dqs Vertrauen der nakionUlen Front 1111d deer1rtxchnf1 habe11__W1r haben mit vielen anderen Par- te1e11 des hohen Haxzses deshalb auch schwere Bedenken gegen d11s nene K*ab111ett 211111111111, (Rufe rechts: Aber . . .) Aber wir rechmexxdqnut, Daß auch Herr Re] «ZHräsidenx von Hindenburg diese grundsaßluh-en Bedenxe:11 111151“, )w1ertgkeite11 kennt und daß er 3"de _qeetgnexen Ze1tpunkt dte 1111bedingt notwendige Aenderung dev xystems 1111111 gegen den thlen _der widerstrcbenden Kräfte erzwmgt, Wenn d_1€ gegebene Z'n'sage elner grunkdsävlichen Svstem- a'11derung 111cht 11111eqehalten 1v1rd. Wir Werden in unverbri'nb- lzckxer Treue (Whg, É-t_11:b3b_endorff [D.Nat.]: Fiir dreiviertel Mil- l1011011Mark 1111Ue16r11chl1che Treue! » Pkäsident Löbe erteilt de111_Abq. St11bbe11dorff eincn Ordnnngsrnf. -- Abg. St'nbben- dorfs: Der „Verjv-arté“, schreibt es doch! - Präsident Löbe: Wa“?- dee „Verwarts“ sclxrextth'g-e-Ht uns gar nichts an! - Mroße Hetterxext 1111 Hause und Händeklatkckyen bei den NationalsoNa]isten. _- Vrasrdent Lohe: Ich Habe den Abg.St11bbe11dorsf gerügt für die Unterstellung, d1e 111 semem Z11r_11f lag.) Wenn wir im Ver- trguen auf den Herr_n Reichsprasthenten und anj die Persönlich- keit des Herrn Uz'etchskanzlers dudsen sch1verw1egenDe11 Schritt 11111, [0 gesch1eht dtes 11111“, nachdem der err Reichskanzler uns dte 111111ed111-g1e Znsrebernng-geqeben bat, er „qewi-[lt ist, eine grur1dsaßl1che Schivenkung 111 der Polittk der letzten zehn Jahre vo1'51111el1111e11 und allen N011ve11digkei1en der sebbstäwdigen Mittel- sch1chten Jtnseres Volkes Rechnung u Tragen. Wir Werden in 1111- vc1'b1'1tclz-Ztcher Treue dem Herrn e1ck1§präs1dcnten von Hin-Ben- [11qu (1111 s-emem Wege folgen und das von ihm berufene Kabinett de?k1alb 111111 de111e-11111.“:rech*e11d trotz aller Bedenken Tolerieren. (9111a111fe "rechts. B-etfall bei der Wirtsckygftspartei.) Zu dieser Er- 1101'111151 fugt der ReYncr 11011) hinzu: Gegeniiber M11 verschiedc11s1en Pressemeldungen _11111chte 1ch sagen: Es rst eine Jnfmnie, zu be- 111111111011, daß 111 d1eser SclscksalHsxunde des ganzen de_ntscben Volkes 111' 11'ge11'de111e anstandxge pollitvsche Partei eine Gelds11111111e -- 111 Welcher Hohe 111111) immer 7 trgenDeinen entsclwidenden Ein- !l11ß gehabt [)(1111e.__(G1*_0s;er_ Larm rechts und RUfe: Nnr ent- céyetdenden?) Es 111 111111011111 das F111'ck11l1111'ste 1111 dem (Bestbick deHO'e111'11l1e11 Volkes, _das; in allen entscheidenden St1111de11 die *.)l1151111c111der1e111111ch1e11 1'm111er_ wieder eine solehe gehässiae Form 1111110111111'11. (SLHL' r1cht1g! bet der Mehrheit. Lärm rechts. Abg. „Ulemek [DMW 11111; Unekhöxte Frechbeit! - Er 61111111 ei11e11 Ord111111g§111f.) ZUR „Klemzer, d1e Unterredungen der leßten Tage [)J-ben 111111) dnr)(1us darm bestärkt 1:11kd meine Freunde Teilen dl-ese Anffasscnng, daß es__ei11fc1ch unmöglich ist, in dieser Form der Veeheßung „nnd der personl'ickx-en HCYQVWM'UUJ iiberhanpr zu einer großen .LtU-le im Interesse des gonzen Volkes zu kommen, Ick) 11111110 n1ch_t 2111111 „(111 eine„be_raäbseßende Methode gegenibber Herrn Hitleri 111-1td1'm 1-11) peksonltck) g-espr_oche11 babe 1111-13 Von dem ick) unbequt den E111-“_dr11ck e111er axbwlnt ehrlichen Ueberzeug'ung harte. Gerade in d1ese1: Zen, 1110 der einzelne von Ihnen (11ach xecleZ) Vrelle1ch1 119ch 111c[)t „(111115 begriffen smt, Welches Opfer wir 111 dteser Srunxde.b17111Ze11_(Lache11 rechts) müssen wir leider auch bezjve1jel11, [ob Ste 71; u'b-er d-1e ganze Größe der EmstbexiD-unq klar smd, d1e darm leegt, da WM in dtesem Augenkb-lick dnrch unsere telbungnabme 1ene gro e Bewegung 3:1trjjckgebalte11 haben, 111 emem letgewbltcx, Wo.sie vielletcht entfesselt nnd losgelassen mcht das Ztel_erre1cht_ hätte, das erretcht Werden muß, Wenn Deutschland Meder ge111n*den son. (Beifall bei Eder „Wirtschafts- parte1.)

Reichskanzler Dr. Brüning: Meine Damen und Herren! Ich habe mit!) zum Wort gemeldet, um einige Wenige Bemerkungen zu der Disruffion der vergangenen zwei Tage zu machen. Es ist nicht meine Absicht, polemische Erklärungen abzugeben. Ick) habe die Linie der Politik der Reichsregierung zu Beginn der Debatte Ihnen auseinandergeseßt und habe auch nach gewissen Seiten hin auch kritische Bemerkungen gemacht, die ich glaubte, im Inter- esse der Aufklärung des Volkes machen zu müssen. Jch habe den Debatten sehr aufmerksam zugehört und bin sehr dankbar für eme Reihe von Anregungen, die gegeben Wurden sind. Die Reichs- regierung widerseßt sich keineZmegs einem Antrage, eine Rethe von formulierten Vorschlägen beziehungsweise Anträgen auf Ab- änderung von Notverordnungen einem Ausschuß zur Weiteren Be- ratung zu übertveisen. Wir halten nicht in dem Sinne an einer Linie fest, daß wir glauben, nun in jedem einzelnen Punkte einer Notvewrdung absolut recht zu haben. Wir sind nur der Ueber- zeugung, daß an den Wesentlichen Dingen, die dem Wirtschafts- und Finanzgebäude unter allen Umständen die feste Klammern liefern soUen, nicht gerüttelt Werden darf. Aber Wenn ich die De- batte nach einer anderen Seite mit ansehe und aus den An- regungen der verschiedensten Parteien ettva glaubte, etrvas über eine andere Gesamtlösung entnehmen zu können als der Weg, den die Reichsregierung bisher beschritten hat und Weiter beschreiten wird, so muß ich sagen, daß ich eine solche andere Gesamtlösung nirgendwv gehört habe. (Sehr richtig! im Zentrum.) Ich danke außerordentlich den Rednern der einzelnen Parteien ebenso wie dem Führer der Nationalsozi-alistischen Partei für die Vornehm- heit, mit der sie sich meiner Person gegeniiber bei al1er Kritik em- gestellt haben. Das ist zjveifellos eine Besserung mancher poli- tischer Methoden gegen früher, von der ich wünschen möchte, daß sie bis in die letzte und kleinste Verfammlnng im kleinsten Orte

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des Landes überall eingeführt würde (lebkzafte Z11s11111n11:11g tm Zemrumd, eine Besserung der polixiéchen Mexhoden, Die 11115 zu unjerer Freude 3111111 e€1ter großen 9111511)! ven MaZnahmcn en:- heben jvéjxde, die wir nick“: 331 unserem eigenen Gemxß 11211 aus freiem WMW 111 die *.]Toxverordnunsea Haben hi11e11112ch211en 1111171111. C5 171 kame erUöe, der Presse 37111111géa115'ia11e11 1114111211 51; „1111sfex1, 1:11) 111:- :;'L'1*.*.*;'1'_ :e T-c11 Tag 11911211, 1179 es dllrti) eiz1e f1ei- willige eeecn'seiÜ-xe 11:11:19119 der Prcsse un1erei1131xder 11151111ch sein würde, auf 111154: TZUgc „311 1e151chte11. (Beifall 1111 Ze1111111n.)

Jm 111111131311 de.rf 1.11 cxnekz defenders hexvoxhcbxn, 11115 m;?!) mit einer gewisjx'n E11121111Zch1111g e1'1'i'1ll1 hat, und Das 151 die bei aller 11e1111112éche11 Liebex1ßw111xé§11e11 Tcharj ablehnende Xäxixéf der Te111z'axex1 Landdoxspgrleé. :*]äzéne Horw», ich Tage C21:1é“'1:11'11;1111g, 1111D 1.14; 511518 das 170111 311111Ip1111k1 eines F1'e1111de5 de'." LJZWWÜYT- fck)611, (Fehr 11:11! im (Ye:1:r;:111_) Tenn e111e11 Mi111s1er 11) „111511- grcifeu, dexn cz daS ("köchixick 1111Zerleg1 17:12, 11111" ?lbl1111111111ß111111111c11 gegen dLe Arkejxc11chast 111145 ciner Zxrenngage heraus 11111511- 11:1;111111, einen Mann, der sich Zehen 111 früheren JWren 1111101 die Kous11111c112e11 gex'tcllt "11111 1111d sic!) mutig für den Schuß der Lend- wirréclxaft erklärt hat, mZt derurxigen Vorwürfen zu belegen, ist ein histori7cher Fehler vom Standpunkt der de111sche11 Landwirt- sclyaft selbst, (Lebhafter Beifal] 111 der Mi::e.) Seien wir uns dock) darüber klar, neben der ungeheuren Schnl-den- und Zinsen- last, die auf der La11d1virxjchaf1 r11h1, neben der Ueberspannung a11de1er öffentljcher Lasten leidet dock) dZe Landwirtschaft hema in Temschland 111 stärksten: Maße darnnxer, daß die Kaufkraft der K'011s11111e112c11 so weit gesunken ist, daß sie ihre Produkte 111cht mehr absetzen kann. Sehr Wahr! in der Mitte.) Das ist das “141111111111. (Zuruf rechts.) - Ick) lehne es gar nicht ab, Hex:: Wendl,!a11se11, oder Wer das gerufen hat, mit einem so klugen Manne wie Herrn Dr. Heim übereinzustimmen. - Deshalb geht es (11111) nicht mit solchen Raadikallösungen der Produktionskosten- senkung auf einen Schlag, wie sie anscheinend einzelnen Rednern der Mixte, vielleicht auch dem Herrn Abgeordneten Dingebdey, vorgesckbet haben. Vor allem aber muß ich doch einmal scharf betonen, Herr Kollege TingeXdey: Wenn ich in den Tagen, wo die Banken und Sparkassen geschlossen Waren, Maßnahmen ge- trofJen hätte, *die das ganze Volk erregt hätten, dann wäre es nicht möglich gewesen, die deutsche Kreditwirtschaft und den deutschen Staat überhaupt zu retten. Ruhe mußte ich schaffen und nicht Unruhe in diesem Angenblicke in die Bevölkerung hineinWerFen. Tenn leßken Endes sind es nicht die Maßnahmen des 'Name?- gexoe'scn, die unser Kreditsystem gerettet haben, sondern es ist der Glaube des Volkes an diese Maßnahmen gexvesen, der die Hilfe gebracht hat. (Lebhafte Zustimmung.)

Wenn der HCN“ Koklege Tingeldey gemeint 1111, ich hätte den (“*JeN*-„111011 der :'l1'1be11sgemei-nschaft doch schen fküh-er verwiv-k- lichen s-ollen, sv habe *ich gestern schon in einer kurzen V-e111e1'k11ng darauf erwidert, dasz ich das 13111111 ersten Angenblick meiner Regie- rung an versucht habe und schließlick) die Benuühuwgen im leßten Augenblick gescheitert sind, schon 1111 Vorigen J-ahxe. Aber die faktische ?lrbeitsge111einsck1aft habe ich in *den vergangenen Mo- naten nnd im stillen insofern [)evbeigefüsst, als ich gemeinsam mib meinen engsten I.!kjlarbeitern im Kabinett stets und immer wieder mik Wirtsckzafts-fii-hxern verschiedenster Art und Berufe, aber auch mit den Vertretern der Arbeitnehmer und 'der Landwirtschaft “dancrnd gesprochen, Verhandelt nnd Veksucht habe, eine gemein- same Linie zu finden. Ick) bin [der waerzeugung, daß es mög- lich ist, eine solche Li111e zu finden. (Zuruf von den K-0111111-11nistenl Eine Hnngerlinie!) KeTUeSWegs eine Hnngerlinie! Ihre Politik („511 den 51011111111111sten) führt leßten Endes zu einer Hnngerlime! (SOT): 9111!)

Aber, meine Damen und Herren., lassen Sie mich das ein- mal offen anSsprechen: So geht es wirklich nicht, das mitten in Diese Verhandlnngen hinein vieT-[eicht gntgemeinte Aufrufe 13011 Sp"113cmorga11isntio11e11 hineinpl-aßert, die sofort zwei scharfe, sich restlos *se1'11ei11e11de Fxo111e11 im dentschen Volk schaffen. (Sehr Wahr! im Zenkrnm.) Das ist meine Ausgabe: 511 Verhindern, daß .das deutsche Volk in d1es-e1n sch1versten aller Winter ausein-aUD-er- gerissen Wird. „(Lebhafte Z11s1111111111ng. _ ?lbg-eokdneter Graef [Thüringen]: Das können Sie 111.191" 1111111!) “2111er ganz bestimxmt Sie, Herr Kollege Graef; 11111011 bin ich überzengt. (Sehr 11111! links unxd inxder Mitte,) A-ber ich w-e11de um dicke an-gabe kämpfen.

Das ist die Linie dieses Kabinetts, das keine parteipolitische Färbung hat und keine Front nach irgendeiner Seite hin ein- nimmt (Lachen bei den Kommunisten), sondern das sich betvußt ist, daß es sich sogar in eine Verteidigungsstellung hinein- manöVrieren lassen muß, um stärkste Polemik, stärkste Angriffe und Gegenangriffe zu Vermeiden. Denn 'das Ziel des verant- Wortlichen Politikers muß 111 diesem Augenblick eins sein, ein

"Ziel, das ütber aÜem anderen stehen muß: zu verhindern, daß

über der Not dieser Tage, Wochen und Monate, über diesen inter- nationalen Spannungen äußersten Grades das deutsche Volk n7cht, wie schon oft in der Geschichte, in zWei feindliche Lager auseinandergepissen wivd. (Lebhafte Zustimmung.) Dafür, meine Damen und Herren, kämpfe ich. Und schon neulich habe ich in

einer Rede erklärt, man möge und könne mich ruhig angreifen, man möge auch sonst über mich sagen, Was

man Wolle - man hat ja sogar die Vethmann-Akten wieder entdeckt, und der Alldeutsche Verband hat ja geg1aubt, den Fall Bethmann aus dem Jahre 1917 schön nach Schema 17 wieder reproduzieren zu sollen --, das alles möge man tun, es wird mich nicht stören. Und wenn Herr Dingeldey mir vielleicht freund- schaftlich den VorWurf gemacht hat, ich hätte in den vergangenen Wochen nicht genügend in der Oeffentlichkeit gesprochen, so babe ich das beWußt deZWegen nicht getan, Weil ich gerade in den ver- gang-enen Wochen, Wenn ich hätte reden müssen, in einer scharfen Form gegen die aufgezogenen Intrigen (hört, hört!) undgegen die gehässige Form der Angriffe hätte Stellung nehmen müssen, daß ich dadurch vielleicht vieles für die Zukunft zerschlagen hätte. Meine Tanten und Herren! Wollen Sie es mir bitte 'nicht als Feigheit und Unentschlossenheit auslegen, Wenn ich mich nicht gegen jeden Angriff Wehre, der kommt, jeden Tag und jede Woche in irgendeinem obskuren, von einer gewissen Stelle bezahlten Blatt! Ich habe Wichtigeres zu tun. (Händeklatschen in der Mitte.) Ich habe einen tieferen Glauben an den edlen Charakter des deutschen Volkes als diese infamen Skribenten. (Bravo! und Händeklatschen in der Mitte.)

Rei“: und Stutduzeixee str. 248 u- 17. Oktober 1981. s. 8

Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Herr Kollege [ Tingeldey hat gestern gefragt, wrkhalb ich den Vorschlag eines j Konzenxrationskabinetts nicht praktisch durchexerziert hätte. Ich , Weiß nicht, ob die Vorbilder in andern Ländern zu einem praktischen Durchexerzieren reizen, Wenn man nicht vorher eine bestimmte Gewißheit des Gelingens sich schon verschaffen kann. (Sehr gut! in der Mitte.) Wenn ich sehe, daß auf der einen Seile dieses Hauses _ mögen die Männer noch so pratiotisch sein, und mögen sie das beste Wollen, genau so, wie die Männer auf dieser Seite des Hauses - als erste Voraussetzung für eine Politik immer der Kampf gegen die andere Seite proklamiert wird, dann kann ich nur feststeUen: es ist eben nicht möglich, die VolkSgemeinschaft in ihrem politischen AuSdruck herbei- zuführen, die wir in dieser historischen Stunde des deutschen Volkes unter allen Umständen haben müßten. (Bravo! in der Mine.)

Lassen Sie mich hinzufügen: Eine Maxime ist es ge1vese11 in all diesen Wochen und Monaten neben aller Arbeit, die zu leisten War: Ich halte es für unmöglich, einen Weg zu gehen, der uns über diesen sch1veren Winter hinlvegführeu sol], der von vornherein eine scharfe und geschlossene Front gegen die Arbeiter- schaft begründet. (Händeklatschen) Wer glaubt, das tun zu können, der wird meines Erachtens in ganz kurzer Zeit versagen. (Sehr Wahr! in der Mitte nnd bei den Sozialdemokraten.)

Aber hinter dem Versagen, meine Damen und Herren, steckt dieses Mal etWas anderes. (Lebhafte Zurufe Von den Kom- munisten: Hört, hört! Sehr Wahr!) Und wenn es auf diesem Wege nicht möglich ge1vesen ist, so bin ich eben“ zu der Ueberzeugung gckxynnnen, Herr Kollege Dingeldey, ein Kabinett zu bilden, das an sich in seinen Maßnahmen und in seinem Programm von jedermann akzeptiert Werden könnte; denn die Linie, die gegangen Werden muß, Wenn Deutschland gerettet Werden soll, Wird doch immer eine Linie des ?lusgleichs und nicht der Unter- drückung nach der einen oder der anderen Seite sein müssen, (Händeklatschen) Weil der Weg nicht möglich (var, den ich von Herzen gern geWollt hätte, der aber, Wie die Erkenntnis mir zeigte, praktisch nicht zu gehen ist, mußte ich die parteipolitische Basis, Wenn Sie Wollen, in diesem Paxlament verengen und die ReichSregierung stärker objektivieren als in der Vergangenheit, dcmn aber gleichzeitig den z1veite11 Schritt tun und dem Herrn Reickzspräsidentcn vorschlagen, einen Wirtschaftsrat zu bilden, der nach ;.1111cht des Herrn Reichspräsidenten und nach dem Wunsch des Reichskabinetts keine parteipolitischen Gegensäße kennt (Zu- rufe von den Kommunisten), sondern, nur aus Sachverstän-digen bestehend, Hie. Brücke über alle Parteien bilden soll und 111 seinen Beratungen dieses Kabinett in jeder einzelnen Maßnahme unter- stützen so!!,

„Im üörigen, Wenn man glaubt, in dieser schwierigsten außen- polätischen Zeit einfach Wechsel in den Regierungen vornehmen zu können, dann muß ich etw*as sagen, Was ich aus eigenster Er- fahrung, bitterer Erfahrung, kennengelernt habe: jedes neue Kabinett mit eme“: anderen Etikette oder Firma hat zunächst für einige Zeit mit stärksten: Mißtrauen im Auslande zu kämpfen (sehr Wahx! in der Mitte), und dieSmal können wir keine Zeit verlieren. Wir können, Herr Kollege Dingeldey, Das in den Zeiten, für die Sie mir vielleicht vorwerfen, zögernd ge1vese11 zu sein, Erarbeitetc und 111 einer doch sehr starken Veränderung

der ganzen a11ße11politischen Sitnation Erreichte nicht aufgeben, 1

11111 in diesen entscheidenden Monaten von Grund aus neu an- zufangen. Nehmen 11111: einmal den theoxetischen Fall einer Rechts- regiernng! Wenn sie den Weg, der zur Freiheit nnd Reitung fiihren muß, gehen Will, dann Wird sie den Weg fortseßen 1111'1sse11, den wir gegangen sind. (Sehr 111111143!) Aber ich fiirchte: sie, wird Exklärnng-en gegenüber dem Auslande abgeben müssen, die diese Regierung nicht akzzugebe1 braucht. (Lebhafte Zustimmung. - Widerholte ZurUfe von den Ko11111111111sie11.) Damit ich nicht miß- vekftanden Werde, betome ich: ich habe kein W011 von einer 5151111111111ionsekklärnng einer solchen Rechtsregierung gesprochen. Ich glaube, daß es keine Partei in diesem hohen Hanse gibt, die jemals auf den Gedanken kommen würde, eéne solche KapitU- l-ationserklärnng abzngeb-en. (Erneute lebhafte Zustimmung. -- Widerspruch und Zurufe bei den Kmmnunisten: Zollunion!) Das gleiche trifft in anderer Beziehung auf eine theoretisch gedachte Rechtsregierung zu. Wie soUen sich denn die Anschauungen der einen Partei 111d der anderen Partei anf der Rechten, soweit sie dieses hohe Haus bislang gekannt hat, überhaupt, Wenigstens im Awgenblick, auf einen Nenner bringen lassen? (Sehr richtig! in der Mitte.) Die Persönlichkeiten, die 111 Harzburg zusammen Waren, haben jedenfalls für den Außenstehenden die heterogensten Ansichten, und man foUte doch ewdlich einmal von diesen Parteien ans klar erklären, Was man will. (Sehr richtig! in der Mitte und links.) Dann ist die Steüungnahme des gesamten"d-eutschen Volkes in dieser Situation voükommen klar.

Nun habe ich nicht die Möglichkeit gehabt, “den „Offenen Brief“, “den Herr Mdol'f Hitler an mtich gerichtet hat, heute morgen „Felber ganz durchzulesen. Das “bedeutet keine Kriri-k; ich mevde 111111 durchbesen. Aber mir sin-d ein paar Stellen unterstrichen Wor'den, umd muf diese Aquührungen möchte 1'ch mit eÖn-ixgen Süßen ein- gehen. Herr Hkt-ler sagt in seinem „Offenen Brief“:

Wenn Ihnen, Herr Reichskanzler Brüning, selbst n'ur vor- übergehend das Ziel einer wirtschawfklichen Saräer-u-wg gelungen Wäre, hätte. kein Mensch in der Welt an eine Revision auch wur des ““Young-Planes gsd-ach1.

Hier biegt mei-nes Erachtens 91-11 grundsätzlicher Fehler vor, oder 7011 den Auffassungen mancher Herren vielfach wiederkehrt. Ich habe ja gar nicht mit einer Revifion 1des Young-Vla-nes ange- fangen, sonBern meine Aufgabe war es zunächst, unter bitteren Opfern, die dem deurschen Bobke aufzuerlegen woven, coin finanziell wankemdes Gebände zunächst ei-nma-l zu stüßen, um darin leben zu können. Der Nveite Schritt - das kann ich heute much vor dem Ausl'awde ganz klar auSsprech-en - war: wir hwben erfüllt. 11111 sind die erste Re-güevung gewesen, die a-us eigener Kraft erfüllt hat, nicht auf Grund von Anleihen, sonkdern auf Grund efn-er bestimmten Gesta-lt-un-g der Hamdelsbrilanz mit albem, Was demit zusa-nmnenhängt. (Rufe von den Kmnmwnisten: Mit Lohn- raub!) In “dem Augenb-l'icke zei-g-te [ich neben anderen Dirvgen, die Mit 'der Erschütt-evung der Weltwirtschaft und der Kreditwirt-

schaft der Welt zusammenhängen, daß es so .mi-t den Repambionen

nicht geht, (“Sehr Wahr! in der Mitte.) Ennoeder gibt man uns das Geld, um es wieder zurüäzuzahlen.- und auch dak hat am Ende _, oder man schafft uns die Möglichkeit, die Reparationen 11111 oinem riesigen Exportübersehuß zu zahlen. (Zustimmung "m der M-ine.) Levteves können die Völker eben auch nicht vertragen. Aber man mußte einma! den Mut haben, diesen Weg zu gehen (sehr richtig! in der Mitte), trotz aller Unpopularität im Innern. Ich entsinne mich eines Auffayes, den ich geschvieben habe, der unter einem anQeren Namen veröffenüicht Wooden ist, Wo ich im Jahre 19-19 schon als Ziel, rein aus theoretischen Erkenntnissen heraus, hingestellt habe, daß, Wenn man an das Erfüllen ohne ausländische Kredithilfe geht, es sich in fürchtet Zeit zeigen wwd. daß es nicht möglich ist, in diej-er Form und in dieser Höhe die Repararionen zu zahlen, (Sehr richt-i-g-x) Diejes offene Wort Wiko man uns vielleicht im Anstande hier und da verübeln, aber ich glaube, die Methode, die Von dieser Regierung gewählt w-ovden ist, 11111 ckck Aufklärung über die wirkliche Lage Deutsch- lands in der Welt zu schaffen, ist wi-rksamer ge1vescn, als was man vielleicht auf manchen Seiten dieF-es Hohen Hauses gefoodert hat, oder wie man es manchmal in der Vergangenheit gemacht hat. MoiNe Herren, Denkschrj-ftcn, "dickleibig-e Bände, Exposés und fnl-mina-nte Reden 1vevden dke WM wicht von der Notlage Deutschlands überzeugen (sebr 1vahr!), sondern eines wird über- zeugen - umd das hat überzeugt! -: Wenn eine Regierung den Mut ha1, die „Dows-equenzen aus allem in der Wirtschafts- unk) Fincmzpolq'bik zu ziehen, ihre Karten wufzwdecken, so daß jeder sie sehen und WM Ein-sicht nehMen bann, nich: zu stagen: wir wollen mit allem, Was uns auferlegt ist, mit einem Schlage brechen, sondern zu sagen: kommt her und seht, Was mit uns los ist, und seht ein, daß es m'cht möglich ist, die Dinge so fortzuneiben, Weil ams diesem Ruin und aus diesem Wirksal Teutschlanßzs letzten Endes, w-ea'l DWMHVUMD noch Immer das Herz Europa:“; ist, der Rwin 11111!) Die Verwirrung der ganzen Welt e*"vntreten wivd! (Zn- rufe von den Konrmunistem) Dos ist die Methode, unfd diese Methode ist nicht neu: sie 'ist von Völkern, die best-egt Wovden sind, immer wieder und Wieder in der Geschichte benutzt Worden, um zu ebnem Eofol-ge zu kommen, umd Wenn Herx Adolf Hitler mutig gen-ug risk, mir nicht meine n-at-ümale Gesinnung abzusprechen, was h-iwd-ert idann - 1111?) damit möchte ich sch-bi-eßen -- vier Fünftel dieses hohen Hauses, sich einmal zu entschließen, für ein paar Monate Parteipobitoik beiseäe zu lassen (lebhafter Beifall) 11111) nur

daran zu denken, das Vaterland zu retten unkd fich dem Vater- ;

l-a11'de zu opfern, um M*dlicl) Glück nnéd Freiheit zu schaffen! (Stürnvi-scher, laNgUnhalten-“de; Beifall links, in Der Meitte und rechts.)

Abg. S ch mid 1 -Hannover (D. Nat.): Nach der Begründung unserer Forderungen durch den FraktionWorsißenden Dr. Ober-

fohren haben wir be1vu 1 darauf verzi tet, im Schattenspiel der ?

Verhandlun 11 dieses rlaments no in die'D1skuFs1on em- ugrei en. Jie heutigen Ausfuhrungen des Re1chskan1ers und Sie si verdichtenden Gerüchte über neue Vertqgungsah1chte11_des Reichstages veranlassen uns, fo_lgendes zu er_klaren: Em Wexter- regieren dieses Kabinetts und eme ne11e_Aus1ck)altung des 3121 s- in s würde eine außen- und innenpolmÉche La 2 1101110 trag1s_ er S&Were schaffen, daß ein Abgleitey eut1chands 111 _chaonsche Zustände unvermei-dli wäre. (Gelachter und Zurqfe links.) Es it Ihrer Aufmerksam eit vieflleicht entgangen, daß 111 den leßten agen nnd Nächten ?enug Schuffe in Berkm und anderen Orten

des Reiches gefallen

Millionen anDexer pfl'111getre11er Volksgenosen 111111111137." Aber Brüning ist nicht Tentschland. (Leb aste Zurufe) Der Mrfzerfolg seiner mit nie dagetvesenen Vollma ten aysgestgttetcn Regterung liegt klar Vor aller Augen. Ihm Wax dre Auxgabe _gesteUt, dxe Finanzen des Reiches zu sanieren, dte Land1o111sch1111 Und Den deutschen Osten 1311 retten, Brüning [ckleth0, Wexx e_r s1ch aus der Abhängigkeit (1011 der SozialdemokraUe nt t 511 beseewn Vermochte. (Znstim-ntnmg rechts.) Ter Reichskanzlee at 111 [emen Rede vom 13. Oktober ausgesprochen, und die he11t1gen A11s1_ul)r11ngen stekgen 11: mancher Veztehung im Widerspruch Dazu: S1e, dle Partewn dieFes Hauses, tragen die VerantWortung fur cxÜeZ, Was kommen wird. Wir gehen heute dem MWerordnungskarlecr und den- jenigen, die Versuchen Wollen, ihm zu einer Mehrhen zu yerhexsen, Dieses Wort in seiner voUen s-chWeren Sch-Were zuruck. Tn: Trager der Regiernnq Werden nicht von der Verantw-or'tg'ng enkb11111den, Wenn joe (11111) noch mehr akls bisher die Antqrttat des Retcl)s- präsidenten und seinen geschichtl1chen Namen m' :den poltt1schen Streit und in die komkmenden Wirt]ehaftsaUZetnanderseßyngen hinein iehen. Die Erklärungen des Retchskayzlers haben s1ch 111 einer echtfertigunZ der Vergangenhe1t erschopjt, Auch heute hat er keinen Weg in' je Zukunxt ewwsen 11nd_s1ch auf allgememe Andeutungen "beschränkt. (Le haJte. Zuruxe ltnks.) Es tsZ sehr interessant, daß der Reichskanzler seme Zu txmmun gerade 1mmer von se1ten der Sozialdemokratie erhält. (Be1fall “ce ts.) Mtt Nach- druck hat sich der Reichskanzler nur ITW Fortseßung der b1Z-her1gen Außenpolitik bekannt. Wenn der e1_chsk-anzle_r d1e BefYrchtung ausgexxrochen hat, da eine Rechtsre 1erung_j1ch zu „Erquarungen dem UZlansd gegenü r veranlaßt _fehen w_urde, dte dteF-e Re- Jierung nicht abzugeben hat, so mussen W1r unser B-efremkzen ' arüber aus"! rechen, daß der Kanzler uberhaupt an solche Mog- lichkeiten den t. Wir können ihn wber'beruhtgen: Tas Verstauen des In- und auch des Aus-lawdes zu emex klaren RechtSre 1erung Wird größer sein als .das Vertrauen [ZU semer etgenen hun ..rtfach überlebten Regierung. Der „_Bankerott gerade der Außenpqlnk dieser Re ierung ist in erschutternder Wetse durch den Berz1cht au die [111an zutage getreten unkd durch den Rucktrztt des Mmisters Curtius betstatigt morden. Sg vorbelatet wckl der Reichskanzler ,in die ommenden Ynternattonalen erh-ankdluygen eintreten. Sol e Vorbelaxtung W1egt chrocrer _als dte Vesurch- tun en hinsicht ich einer ommenden ' echxsr 1erung d1e_der Rei skanzler ausgesprochen. hat. Damxt ftetgt te Geahr emes dritten Tribukpianes und elner Berem ung der deztts en Webr- losigkeitx an. Dem egenüber 1v1ederho en ryir dte schon auf dem Mars nationa en Parteitag in Stettm e ebene Ex- klärun daß wir neue internationale Lasten und B1 _unqen, d1e diese 2 ierung überni-mmt, nicht anerkennen, Dte erant- Wortung Für die Uebernahme Lol er VerpfltchtungJen durch diese Regierun würde denen ur Lat aUen, dte dtefe. egierung nicht stür en. s geht heute ni 1 um eine_1_1 , rlamentar1schen Kabmettsc we sel, es ehr um den rund1ah1chen Systemwechsel, Herr Brüning ist er Mann des ente 2Fer! endext Systems. Neben dem Zentrum hat sofort unid ohne rbe alt 1111 Soztabdemokratte ihm» das Vertrauen ausgesprochen. Sehon aus dtesem Grunde kaxm dteser Reichskanßler niemals der Fuhrer einer Reg1erung Zern. die alle nationa en Kräfte zu aktiver Sexbkthétlxxe zusamnzen aT. Der Reichkkan- ler hat am 13. Oktobex erklart: a1_1_darf s1 ni t abdrängen lassen von klaren mud uberle ten po-thtschen en. Das ist unser Wille. Wir lassen unsjnth abdran-gen von _dem klaren( überlegten We, auf dem Wir __eutchlawd aus dteser Kerenzkiperiode der Ha bheiten, aus tzem l_xuro ratischen T_erot'ts- mus dieses Verordnungsstaates himz-berfu ren Werden 111 eme neue und starke Zukunft. (VeifaU bet den utschnatwnalen und Nationalsozialisten.)

ind. Ter verantwvrtliche T_réiger der ReinZs- Z politik ist der Kanzler. Tak er nach bestem W1s1erz [eme Kxgxxe eingeseßt hat, Versteht (?ck von selbst. Es ?ebt 1r)n 1111111 uber ;

. Dr. Ros e !! feld (Sozialtstii e Arbeiterpartei) erklärt die Märung der Wirtéchqftßpami la e deutlich erkennen daß“ d!" N“ "kanzlxr bie; LTW“ Konzemonen gemacht habe, Schon dtesx Tat ache _hatte d1e YMm-vkrane zu einer anderen alt-unq besttmmxu massey. Die z-aldemokrane scheine mit rüninq durch du! und h_uqn gehevx zu wollen und werde dadurch immer weiterUkopwromnnert. Dte Tolerierun itil war uns ichon unertr lub unter dem ersten Kabinetz tuning. Die Zu mmm- fassung e_s Wehx-_un§d Innenministerlums in der Hand roeners bedeutet dte Mil1tard_1ktatur der zweiten Regierung Brüning, Vor wemgen Mogmen hatte nicht me! daran gefehlt, daß die Mehr-

xtt der_Sozmxdenwkratischeu Yartei sich gegen Brüning erklärt _tte. _D1e Sozmldemokrane scham durch 1 re Tolerierungspolitik mcht d1e Stamsform und nicht die Verfa ung, sondern nur den Artikel 4f_3. Wir haben den Glauben ver orm, daß die Sozial- demyqutüche Partei Zieh zu einer unerßchrockenen Bekämpfung des Kapttabstxtus aufruf en kann. Auch ie deutschen MacDonalds werden emmal von "der Partei angeseblosjen Werden, Lieber tausendmal mit den Kommunisten als einmal mit (onener.

Nbg 1), Strathmann (Christl. Sox): WU,“ bekennen uns mit heißer Liebe zur Natéon, aber die hier gehörien Reden haben uns nicht überzeugen können daß die nationale Oppoßtion die richtige Politik vertritt. Die Reden der Rechten illustr1eren den Begriff der parlamentavischen Klopjfeckxerei. Ter Rcdyer erklärt, man habe in den letzten Jahren le1der eine Fassadenpolmk e*„rieben, zu der auch die Veamtenpolitik gehöre. Die Lviung der &eutschnattonalcn: das deutsche _Volk braucht teme Nothxd- nung sondern Arbeit und Brot er1nne'ce auch an parlamentaxqckye Klopffechterei, Die deutsche Familie und der Nachjvus set ge- xä- rdet. Bei Verhandlungen 11111 Frankreich solLe 1114111 sehr Wk“ 1 tig sein, Nur an: dem Weqe der Siedxung fe1 d1e Arbe1ts- loi keit zu mikdern Und zu überwinden. D1e Mexhode, den _katbo- li en Kanzler im politischen Sinne als ,papsthor1g“ zu hezetchnetr und ihn als Vaterlandsverräter hinzufteÜen, sei jviderWarttg und verächtlich, Auf die große Lime gesehen, kb1111e unter den aegen- wärtigen Verhältnissen in Deutschland _„kem anDevernWeg „qe- angen Werden, als der, auf den Dr. Brunmg ups gefuhrt Habe. Dcr Redner erklärt, er möch1e gcrnk'wisscn, Zvohm der Weg dec sogenannten nationalen Opposition fu_ ren solle, Wolle n1a11«z.B. die Bankenan'Zsicl): (111f[)-1'-be11? (Aba. (raf Rewenxlow !Nat._sch,oz.].: Nein!) Wolle man die Kürzung der hohen Penstonen bese1t1gen?„ Wolle man die Forxführung dcs Siedlun smerkes_ Verhzndern? (Zuruf bei den NaLionalsozialisten: Rem!) 'arum smd Ste Denn, so ragt der Redner, nicht für Brüning? (He1t_erke1t.) Ter Rednev ri tet Weijere Fragen 1111 die Narwnalsoztalxsten, 11m_z11 er- fahren, „Wohin die Reise geHe“. Wenn man 11111 der natxonalen Opposition gehen olle, 11) könne man doch 'd1e 5111131 _mcbt mo Sack kaufen. Tr. erfohren sei in seiner 5111111 MUM 1111 Negq- tiven hängen geblieben. Den Weg ins Dunkle ungermffer Expept- mente könne man nicht veran11v0rte11.'3111 Chrtsten-t-um 9112111, nicht im c?)?)(ationccliÉZnZÉts, liYge die Möqvchskett, den Volsche1v1s-mus in DMU" and 11 11 TWin en. _ ,

Abg. SollTn an 11 (Soz.) ersucht, ohne A11s1ch11ß1bexa1u119d1e sozialdemokrafischen Anträge sofer1_anzu11-e*hmen sZwe1t ste dw Aßle-hnung akley Pläne auf Vexelttgung odex -l11»hoh111ng des anifrechts, die Durchfühknng emer W111terhxlfe_-_unD d1e Neu- regelung der Füthenak-fi11d11ng Verlanxéen. Ex Weqt zur Veogrun- dung auf das kulrzlißhe Urtetl zugnntcn des Herzoghause» von Mecklembu Strei in. __ __

Abg. ZH 1 11q-8Scl)waben (Bayer. Bauerzz'b.) erklart, Haß ]21112 Freunde die Mißtrauensanträge ablehnen WYMU. Dgnzlt btlltg- ten sie aber nicht alle Maßnahu1c11_des_Kal1111etts Bruntyg._Der Redner verlangt Schuß für die bauer!1che__VereDelqus-wtarhast und Einstellunq der Devi1e11berei1st-ekl11ng fur Folc'he Cmsuhrguctver, die im Inland aanejchen'd hergestellt WerHeu 1011111911. «1111 übrigen eien keine Wege gezeig: 1119173011, dre beßer Waren alZ die des abinetts Brümng. „_

Abg. Me ex -.Han1101)e: (D-Hannov. V.) evklxxrt, der Kam f gegen ie Gottlosenpropagan-da habe „noch _mehr z11m Erst) ge geführt, die Reichsxecxorm [er noch mcht e111111al 111 LlngrtY: genommen, die Lage von ea11Dw1rt1sch9ft un-d Mttt-elstand 111) Zticht gebessert. Wenn s1ch d1e &;eutW-Hanquergneetrotzdem: yon den Mißtrauensamrägen fernh1elte11, so set dafux dte Person des Reickzsxanzlers maßgebend. _T1e1e111 Mann, der 111 ehrlrchem heißesten Bemühen an einer B3s1eru11-g der Lage des Vaterlandes akbeite, Nächten die Hannoveraner Vollste Hochqchtung entgegen. Namentlich habe die auswärtige Lage dUrck) d1e Fubrunq Brnxrmgs eine We11d1111-_ erfahren. Der Redner erYartet,_da1 Vrumng seine Weitere irksmni'eit auf Die innekcn Eck)111__12r111?ke1_te11 lenken 1ve1de und erklärt, die Dentsch-Ha1111oveka11s1" 1L11pde11 stel) bet der “21111'11111111111111 über Die Mjßtranensvoten der “5111111113“ e111H-alten.

Abg. H a ag (,LandVolk) bedauert, daß 7111111) d1e Erhowxmx] de_r Z11ckerste11er die Lage des Winzer nocl) M:“:sä)leck)1e_rt WN-den set. Der Redner bittet, noch heute cmem Antrag 311511111'1111111'1111161' d1e Zuckerstener füx Zuckex 5111 Wei11bearbe1l1111g antheben 111111.

Damit schließt die Anssprache.

Es wird dann zunächst abgesttmmt uber hte. An1r,age der Kommunisten, Deutschnationalen unh chtwnalsoztaüsten, dem Gesamtkabinett das. Mtßtxanen aus- zus prechen. Dafür stimmm Mit, den Antragsteüern der größte Teil der Deutschen Voékspartet, das Landvoxk 11nd dre Sozialistische Arbeiterpartei. Von der Volkspartet st“.mmen unter anderem die Abgeordneten Dr. Kahl, 'Glaqtz el und Thiel gegen die Mißtrauensantrgge. Auch dte ertscbaftZ-

artei st1mmt dagegen. Die dre: Hanxoveraner enthalten Üch der Stimme. Die Mißtrauensantrage werden mtt 295 gegen 270 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. (Beifall bei der Mehrhett.) .

Es folgen die kommuntsttschen'Mtßtrauens- anträge gegen einzelne Mtntster, und Mut gegen die Minister Schtele, StegerWald und G r o e n e r. .

Vor der Abstimmung erklärt Abg. Dx, Le1cht (Bayr. Volks-p.): Jedenfalls zu dem vaeck,_ d1enA-bst1nrmung szu deem-

lussen, ist ein anonhmer Zettel m dte Hande von,.prote t'anttschen Zislitgliedern des Hauses gelegt Wurden, der_ Vortvurfe gegen m1ch- enthalt. Ich fordere den anonymen Schxtftstellex auf, den_Mu1: aufzubrin en, zu agen wer er 1st_. (Larm be1 den Ngnonal- ozmlistenJ Der ttek ist überschrwßen „Das mahxe Gesxcht [zes LYrälat-en Leicht“. In dem Zettel Mrd behauptet,. 1? hatte 1111 Oktober 1930 auf den Zuruf des Abg. annk U,:- „Ww _teht es mrt Ihrer Toleranz gegen den_Protestc1nn§mus? s1chtl1ch verlegen entgegnet: „Sorgen Sie dafür, daß d1e gro e Sande __die vor vter- hundert Jahren eingetreten _ist und an (1 em Unglzu! !Juld Yk, wieder rückgängig gema 1 Mrd! Dann brauchen ww n t me 1: über Toleranz zu reden.“ Ich frage den Abgeordneten ranké ;;? er sich einer solchen Aeußexung ermnert. (Abg. Dr. x_an . !Nat. So . : Nein.) Er erklart, daß er ck de en 111171 ermnere, ch näml? auch nicht, Sel-bst vor sol ext rtdeln re_ckt xnan mcht zurück, um die Abstimmung zu beexn lusen! ( türm1sche Pfuirufe dem Zentrum und bei der Va us 11 Volkspartei.). Abg. Din eldey (D. V.-P.):* ck habe namens memev reunde (ZuruTe bei den _Kommuniten: Welcher Freunpe?) ediglicb zu erkl ren, daß_W1r es, ua 111 Mr _in der vongen A'bstimmun unserer polmxchen Halthe zur Reg1er-u Aukdruck gegeben ha 11, ablehnen ommunistis _n Dempnstrat vantrß n uzustimmen. (Beifalx sei der Mehrhert.) Wu: werden dteen Anträgen unsere Zusttmm-un verWe1gern. "

D1eselbe Erklärung g1k1t bg. Dobrich (Landvolk) fur seine Fraktion ab. ' , .

Für den MtßtraueUSantra gegerx thster Groener stimmen nm: die Kommumsten, dte Deutsch- nationalen und die Nationalsozialiften. Das Landvolk ent-

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