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Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrat? für Handel und Verkehr und für Justizmesen htelten heute eme Stßung.
Laut Meldung des „W,.T. B.“ tft S. M. S. „Hertha“ am 1. Januar von Messma abgegangen, am 2. Januar Mittags in Neapel eingetroffen und Abends wreder nach Messma in See gegangen. ' ,
S. M. S. „Bussard“ 1st am 2. Januar m Durban eingetroffen und geht Übermorgen von dort nach Daressalam
in See. S M. S. „Charlotte“ ist vor estern in St. Thomas
(Kleine AntiUen) ein etroffen und g? t am 9. Januar von dort nach Horta auf ayal (Azoren) m Sex.
SM. Tpdbte. „ 90“ und „Taku“ smd am Z.Zanuar von Schanghai nack) Nanking abgegangen. .
S. M. SS. „Fürst BYsma'rck“ und „Ttger“ gehen heute von Hongkong nack) Satgon m See.
Oesterreich-Ungarn.
Der Kaise'r Franz Josep!) Hat dcn türkischen Bqt- cbaftsr Rcschid Pascha, „W. T. B.“ Ufolgc, _gcstcrn m Leierlichcr Andienz empfangen. Der Botßchaftcr ubexrercbte, nachdem er vom Kaiser begrüßt worden war, sem Ve- laubignngsschreiben und stellte alsdann dre Hercn der Botschaft vor. „_
_ In einer gcstcrn in 5Frag ab, ehaltcnen Gtßung der deutschen Landtags: nn Rei Sratsnbgcordncjen ist, obi cr anUe zufolge, beschlossen worden, dre Obstruktton im böJmischen Landtage fortznscßen.
_ Großbritannien und Irland. Wie das „Reuterschs Bureau“ erfährt, „wir?) der Bes nch des, Königs und der Königin in Berltn m der zweiten Woche des Februar erfolgen.
Frankreith.
Dem „Matin“ zufolge ist der Marineminister Pikcard damit beschäxtigt, eine Art-Inventur 'der gesamten Krtegs- flotte aufzutsllen, die ein genaues led Her Secmqcht'Frank: reichs gewähren und als Grundlage fur 01? zu gcnxartx e_nden Kammerdebatten über die Um estaltung der Marine tennen soll. Behufs Feststellung des ReZormprogramms soll demnachst der höhere Marinerat einberufen werden.
Rußland..
Der Präfident der Duma Chomjakow bat, nach elner Meldung des „W. T. B.“, den Vertretern der Presse _mxt: geteilt, daß er vorgestern während der Auptenz berm Karser alle vnn dcr Duma und den Komm1sswnen hehandelten laufenden Angelegenheiten sowie die Jnterpellattonen und Zwischenfäüe m den Dnmastßungen bernhrt hqbe. Erhahe den Eindruck erhalten, daß (1116 (Gerüchte uber die _Mogltchkett eines Erfolgs der auf die Auflösung oder die" Besettxgung der Duma gerichteten Intrigen zweifellos unbegrundct seten.
Serbien.
Nach einer Meldung des „K. K. Telegraphen-Korrespondenz- bureaus“ aben der Minister des Innern Mrlos awlxenyttsch und der inanzminister Popowitsck) src!) endgü tig“. ent- schlossen, zurückzutreten. “=
Bulgarien. _
Die bulgarische Regierung ist, wie das „K. K. Tclcgrq'plnxn- .Korrespondenzbureau“ meldet, vonKonstanttnopel nerstandtgt worden, daß man dort geneigt set, dre Verständtgungs: verhandlungen wieder aufzunehmen und _voraus- sichtlich wegen Festseßung der Entschad1gunnssumme eme nach- giebigere Haltung einzunehmen. Infolgedeßen hat, ma: 111 amtlichen Kreisen versichert Wird, der Mmtsterrat beschlossen, den Minister Liaptfchew Ends dcr laufenden Wochc als Delegierten zur Wiederaufnahme dEr Verhandlungen nach Konstantinopek zu entssnden.
-- Die Sobranjc hat, „W;. T. B.“ zufolgé, in ihrer gestrigen Sißung das Budget fur das Jahr 1902) an: genommen. Einnahmen und AUSJabcn balanzreren mit 153162000 Francs. Für hic Opfer _der Erdbebcnkaata- strophe in Italien hat die Sobrame 50000 Francs be:
willigt.
Dic Tagung der Sobranje ist bis um_13. Fe'bruar vcr- längert worden. Die Weihnachts- Und eu,]ahrsferten dauern
bis zum 23. Januar. Aüen.
ZsPahan ist in der Gewalt der Vachtiaxe11, die selbst zur Wiederherstellung der Ruhe schrctten. Nach Meldungen des „Reuterschkn Burenns“ wurde während des vor estrigen Tanks nut zertwcrltgon" Untcr- brechungan gekämpt, bis die Ankunft von Yerstarkungen der Vachtiaren der Partei der Unzufrredencn ern offsnhares Uebergewicht gab. Eine Anzahl Soldaten )ucbtß tm englrschen Konsulate anl11cht. Dcr Gaunerncnr", dcssen Palast _von Einwohnern gkplündert wurde, lst zuxuckgctretcn. An ferner Stelle hat sich der Anführer der Bachttaren zum Gouvernsur
von JSpnhan proklamiert.
- Die „Morning Pos “ meld81_ans Schanghai, daß Yuanschikai vorgestern Peking heimltck) verlasten habe und
in Tientsm angekommen sci.
lebcbe Vek- tigkeit der ste an der verschiedenen Richtung und dem
Fall innerhalb 100 km im Dur'cbscbnm halte teilung von Land und Wasser ,und die ver Erdrinde; erkennbar find
vetschiedenen Wert der Seb] «ft welche das rodukt auer jener
. „ er Schwerkrat gibt daher das Mittel an die Hand, die Abwés ungen des Geoä'os vom mathemati- ermittekn und “mehr oder weniger genau banden sich bei ck ck d Ed lx“Tll'szweicxptungen Ri tung na em rm 4: pun , Stärke der Schwerkraft in verschiedenen Teilen der Erdobetfläche. Jene find gering, immer nur lokal, voxkommendenfalis kaum einige in der Nähe der Küsten bis zu 10 Bogen- Diese jedoch ergibt erhebliche, genau meßbare und wichtige Aufschlüsse vermittelnde Verschiedenbeiten. .Scbwerkraft' wird zutreffend definiert als ,die (Größe der Geschwindigkeit eines fallenden Körpers , B stimmung befi en wir im Pendel ein aus;;ezexchnetes Mittel, se ner Schwingungen , der Schwerkraft ab. “Sorgfältige PendeLVergleiche bilden daher
der Schwerkraft.
schen Spbäro'so zu
zu bestimmen. Untersuchungen
um die verschiedene
Bogensekunden und nur minuten betragend.
ersten Sekunde". Intensität
Verschi-denbeiten Diese Beobachtungen erfordern aber einen kom- p).“izierten Apparat, denn die Fehlerquelle, wie der Einfluß des Luft- drucks, das Mitscbwingen des Apparates, find zablreich, und es 'b'cdatf zu ihrer Bestimmung und Ausschaltung noch sehr komvbzrerter Mit solchen Instrumenten find um dZe Mitte des vorigen Jahrhunderts eine Reihe von Messungen ausgefuhrt jvothen; volle Genauigkeit wurde indessen eryt erzielt, als durch den Oesier- reicher Sterneck das kurze Pendel in Anwendung kam. nahm die Pendelbeobachtung einen großen Aufschwung. qnügte fich nicht mehr mit relativen Vestimmun sondern bildete ihre Methoden zu so1cher Feinbet aus, daßficb be'ute die Dauer einer Pendelscbwin ung bis auf wenige Zabnmiüwnsiel der Im Jahre 1891 betrug
Untersuchung
Kontrollapparate.
en und Vergleichen,
Sekunde genau bestimmen . der Stationen für Pendelbeoba tungen 350, 1895 bxreits 8 1395, und gegenwärtig find 2000 über den ganzxn Erdbaü vexteilte Stationen für die Messung der Schwerkraft in Tatigksit. Sie haben Gesamtarbeit zusammenzufaffenve
„Sicht!:mre Massenan-
ErdobetfiäÖe . untcrirdische Defekte kompxnfiery unterirdische Defekte durcb Verdtcbtungen oben.“ Das belehrendste Beispiel hierfür bietet das H1ma1ay7gebirge, deffen im Durchfchnitt 4000 m mächti e Masse von durchschnittlich 2,4 durch einen entsprsÖenden Defekt Aebnliclze Erscheinungen st die Kompensation nicht „glekchmäßig an üdrande vorhanden, sondern wesentlich mehr nach Süden verschoLen. Schon Baku liegt außerhalb der Kompknsationszone. Auch Steiermark und Tiro! bieten interesante Beispiele“. Unterhalb der Tiroler Alpen ist ein relativer Maffendrfekx in der Erde vorhanden. Wie er fich in Wirklichkeit in der Erdkcujt: Verteiltxist nicht an- aebbar; doch ist es wahrscheinlich, daß die oberen ©ch1chten beseßt find. Bei den Tiroler Alpen scheint indessen keine vollstandige Kom- pensation Vethanden, vermutlich aber fehlt wenig daran. Die “Maxima der Defekte fallen nicht mit den Maximis decErbebungen zusammen. Im Fallé der Tiroler Alpen scheint das Maxinmm des Dxfektß nach Norden verseßt, wobl infolge eines bei Bildung dex Alpen snd-nordlicb gerichtet gewesenen Druckes. Festzuhalten und bisher uberall fejtaestellt ist, daß solche Kompensationen überall vorhandenofind, wenn auch nicht in rem Sinne, daß die einzelnen Gebirgekämme fur six?) «(lern kompensiert find, vielmehr beziehen fir!) die unterirdischen Kompsnaüonen meist Man darf ck aber diese"unter- irdischen Defekte keineswegs als Hohlräume „woe tellen, es genugt zu ihrer Erklärung die Annahme von DichlrgkeitsVErri-gerungen_von Wenigen Prozenten. - Im weiteren Verlaufe [eines Vnrtrages fuhrte Professor Hecker die zurzeit benußien Beobachtungkinstrumente in Lichtbildern Vor und gab von den Ergebniffen einer Reihe 11. a. wurden, SW 1 an 22 Stellen Messungen auf einer Linie von Kol erg zum Riesen- gebirge ausgeführt, deSgleicben don Arkona bis Elsterwerda. levtere Untexsuchnng ergab daß bemerkenßmerte Resultat, daß, wäbrynd eine Vermehrung der Schwerkrajt bei Ykittenwalde s1ch durch dic des Sperenbcrger der Annäherung
spezifischem Gewkcht kompensiert 1 unterha1b der vorderindi bietet der Kaukasu ssknxm Nord- und
eben Halbinsel.
auf die Gebirgsgebiete im ganzen.
in mehreren Tableaus Anschauungen von Schwerkraftmeffungen innerhalb des Meridians,
Deutschlands. 71 der Richtun
Gipslagers
durch die Braunkohlenlaner
an Elsterwerda rechtfertigt, versagt bezüglich eines bei Neu-Streli_ß festgestellten Maximums. Die Pendelbyobackytnngcn auf einer Linie HaderSlsben-Coburg, zeigte eine aroße Verstärkung der Schwerkraft bis zum Brocken; me bajnnderé Unterfuchum; des Schwerkraftverbaltens im Harz „ergab ein Maximum - des Ueberschusfes bei Andrezsbera, dagxgen DepxeMonen, an 29, O dcs Oberlandes. Unter dem Bodenste und dkm Rheintal [regt cin Maffendsfekl. _ _ , Während alle disse Unjersuckwnsxn ubercxnßimxncnd bewiesen haben, daß auf dcm Festlande Abnoeicbungen der Schwarkraft im (111- . nemeinen kompcnfiert wsrden, cntsjebt die wichtige angs: nnn Ver“- balfen s1ch in dieser Beziehung Kontinente und Özkan znetnanderL Die Beantwvrtunxz dieser Frage War lange Zeit aus „dem Grunkze nicht möglich, weil PSndelbeobncbtur-gen anf dem Sch1ff 511x113 dl?- Schwanknngen, also durch die beständige Vcrnndcrung dcr hortzontalen _, Bafis des Apvarals außgesch1offen waren. * Unanwendbarkeit des Pendels in WegfaÜ kam, z. B. auf dem Vom festeingeschlossenen Untersuchungen
Wo dikser Grund für dke
ergaben solche einer _sehr ,
Verbindung mit dcr Feststellung , UzkanUs-ben
Schwxrkcaff " Inseln, daß der Ozean wahrseheinlich die genereüe Kompenßation fur ist es s,:lungen, SÉ-werkraft- beob;chtunaen mit großer (Genauigkeit auch auf dem Ozean Vorzu- nehmen. Dieser Fort1chritt ist dem Norweger Moon zu ;)erdnnken, der für die Mrffurgcn der Schwerkraft auf das Queckfilbcrbaro- meter zurückgriff, dcssen aus mehrfachen Gründen nichtfabfo1ut nsnaue Angnbkn er durch wie Tkmvnraiuren kontroüicrt, bet denen Wasscr zum Kochen gelangt. Der diss“ Bedingungen yxre'ixxinende Apparat, der im Lichtbilde norgzzeigt wnrde, enthalt funf Q'necxfilberbaw- meter, "dercn Verändeirnknxzten fortlJaßuan PUTWÜUZMFW re,)lsxrlk? wax-n _ 3 * er ( man 9 das “n lumen ar Ekel, zerg e er or-
YJenJÉuWG die ?ntsprcckN-nd vergrößkrte Knrne der Borgmeter- ! wäre aber anch die Hinzuzie'hung yon Laienricbtcrn in den Betufungs- schwankungen, die allein durch R01]- und Stampfbewkgung nc6©ch1ffes beworgerufén WWW und in Rechnung aexogen werden mässkn, da auf jede 11 m nuf und ab im Luftmecr fich der Barometyrstand um 1 mm Erniedcigt oder erhöht. Ebenso ist in Reckynnng zu zkkbcn. daß die Spbäro'sogesialf der Erde „ steigeruden, am quuator Verringerndxn Einfluß nbi, in den Grenzen von + 2 mm und -- 2 mm gegen den Mittelwert.
die Kontinente bilde. Neuerdings nun
“cen Polen
Mit diesem
Kunst und Wissenschaft.
11.15". Die leß1e Fachfißxlng der Gesellschaft für Erd- kunde im alten Jabte brachte einen Vortrag von Profaffor Dr. O Hecker aus PotSdam über „die Schwerebe„stirnmung an der Erdoberfläckpe und ihre Bedeutun? fur dle Er»
12 ruste': Unter den verschiedenen Zweigen der Wissenschaft, dke in den levten Iahr- , zehnten teils neu erstanden, teils aus Umbandenen kleinem Anfange empor- eblübt nd, verdient die „Geophysik“ genannt zu werden, die zu einer elbsjänd gen Wissenschaft erstarkt 111. Eine der interessantesten von ihr behandelten Fragen betrifft den Aufbau der Erdkruste in vafikalischer und chem1scher Hinficht. Nachdem durch Newton, Huygbens, (Euler u. a. zweifellos festgesjeüt war, das; die (Gestalt der (Erde Von Der , Kugelgestalt abmeicht und Bessel die Abplattung des Crdespbärmds an den Polen auf 1/299 des Exddurcbmessers am A*quator festgestellt ; batte, fanden spätere Forscher, daß mehr oder xveniger belannreickpe Abweichungen von der mythemxtis en Spbärcnoscstzlt vorhanden ; find, und gelangten so zum Begri dcs „Geo13s“ fur die Gestalt der Erde. Die Ursachen dieser Abweichungen, die fich in jedem
mittlung der Massenwerteilung in der Er
aber durch die Uebung dcm VWöacbit-„r bannlicber
kom 11 ketten, & _ V ; bisherigen Schwwriqkeiten
wekdenden Apparat sind nunmebx 01111: " der Schwerkraftbestimmuna auf dem Meer uberwandcn, und bereits 1 eine beträchtliche Anzahl planmäßiger Bnobackdtungen gemaäot worden, der oben angegebenen, zum Teil nur theoretischen ct, zugleich aber auch gezeigt baban, daß die Höhen- störungen der Sphäro'sdmaffe erheblich klxiner als bisher anßenontmen find. Wäre e? anders, !o müßte dke Schwerkraft nuf ozeamscben Inseln schr viel größer sxin, als fie nac!) d_*_*n Messungen ist, scheinlich wied dke1e durch die Anziehunc; der Inselpjcilerselbst vzrringcrt. Im Jahre 1901 unternahm der Vortragende seine erste Schiffsbeob- ; achtungßreise auf dem Atlantischen Ozean nach Bahia. ; dabei bestätkgt, daß auch auf dem Meere Kompensationen de): aus 1 dem geringeren spxzkfistben (Gewicht 52! Meerwassecs fich notwendrg er- „ gebenden geringeren Schwe1kraf1 stztjfinden, „ , : bältnißmäW großen Diäzte kes; Meeresboxens erklaren können. zweite größere Reise Von BremerbaV-én uber Suez nach Australien, ? San Frarcisco, Japan, mit Zwischenlantzungm in Japan und Siam, und durch den Indischen Ozean zurück bestatigte vollkmbmen die vorher
* die zur LZ-xstäiigun Vorauöfichten ;]er
die sich nur aus der Ver- '
k
*
anzufeben ist, ein Geseß, das zurzeit allerdings neck Außnabmen
u erleiden Zcheiut, die sich wohl noch etwa durch besondere Verhältniß? beim Ue erganq zur Tiefsee aufklären werden. Nach allem kann man
[) ü 11 des Verhaltens der Schwerkraft die Erdoberfläche in 4 Gr- bxxjeg eitheilen: Im Innern der großen Kontinente ist die Schwerkraft normal, an den Küsten derselben kleiner als normal, auf den Inseln Lrößer als normal, in der Tiefsee normal. Die Eckkruste
o 1 tet nd, daß fie mit zunehmender Tiefe an Dickste zunehmen, LiengFcF ni t so gelagert sind, um in Gleichgewicthzustand zu
| aus MYM von sehr verschiedener Dichte aufgebaut, die kommen; zumal fie nicht flüsfiß, sondern fest find. Hieraus ergibt
sich ein unVollkommener AUSglech und die Folge. daß je svezifisch
leichter seine Masse, um so höher ein Kontinent über den Meeres- boden hervorragen wird. - In der fich anschließenden Diskussion verneinte der Vortra ende die Frage, ob die von ihm erwähnten bexonderen Verhältni e von Baku ihren Grund in dem Petroleum- ge alt des Bodens haben könnten. Indessen sei noch vieles aufzuklären und das Gebiet des Schrvarsen Meere: im be- sonderen in Fragen der Schwerkraft sebr intereffant. Der nächste Sommer werde den Vortragenden zu ekngebenöen Unter- suchungen dorthin führen. Zweifelloks werYe die"Vervollkommnnng der Methode auch zu weiteren Aufschluffen fuhren nher den Bau dchr obersten Kilometer der Crdrinde sowohl, als uber die Frage, ob in gewissen Tiefen des Ozeans hydrostatisches Gleicbgnewicht herrsche, wie es wahrscheinliäo sci. - In seinem Dank jur den gehörten Vortrag hob der Vorsißende, Kebeichr Bergrat Wabnscbaffe den Wert dieser Untersuchungen für die geologiscbe Forschung beWor, im besonderen für die Kenntnis dks Baues unseres deutschen Flach- landes. _
Die erste ordentliche Sitzung der Gesellschaft "fur Erd- kunde im neuen Jahre brachte nach einer kurzen Beqxußung dureh den Vorsitzenden und einem ehrenden Nachrufe auf Geheimrat Friedrich Schmidt in St. Petersburg, der seit 30 Jahren Ehren- mitnlikd der GeskÜscbaft war und um die geologikcbe Erfoxschung Rnßlands und Sibiriens vkrdient ist, dén Vom Generalsekretar ver- lesenen Jahresbericht. Es ging aus 1521 hervor, daßdie Gesel]- schaft für Erdkunde zuueit 1153 ordentliche, 60 knrrespondnrende und 54 Ehrenmitglikdcr befißt, im gamcn 1267 oder 43 mehr axs im Vorjahr. EI Wurden 10 ordentliche und 8 Faäzfitzungen Wahrend 1908 abgehalten, darunter die Jubiläumsfißung Vl)!!! 23. Mai. Die Gesellschaft ist zurzeit an folgeéndkn wissensckyaftltäoen erbextcu beteiligt: an der Hérausgabe das 13. Bauwes der 1315110113928. JSOJkQPYiEQ, an der Herstellung eines Inhaltsverzeichniffes dec Veröffentlkäyungen der Essellsckx-aft Von 1863-1931 und (aus den Mitteln der Ritterstistung unterstüßt) an denArbeiten der Hkrren Dr. Albsrt Tafel, Leo Frobenius, Dr. (Hagel und Prof. G. von Zahn über die Ergebnisse inter Reiskn unk) Spezialforfchungen. DM Vor- jrag des Abends hielt Seine Hoheit der Herzog _Adolf Friedrick) zu Mecklenburg über das Thema „Vorlauxige Ergebnisse der deutschen wisseknkcbaftlioben Zentral- Afrika-Cxpedition 1907/8“. U-zver diesen hoch1ntereffanten Vortrag ist an dieser Steüe 5178112 bei eine; frubecen ,Ge- legenheit (VLrgl. Nr. 294 v. 14/12.) nußxubrltch berxcbtet worden, Weshalb wir uns auf die “kattcklpng besÖränkxn, daß die überaus fesselnde thragswnse nnd der bkdentsnde Inhalt dieser Ergebnisse einer. fast einjährigen prscbunJSreike (11:11) vor dem Forum der (Hesell'slbajt für Erdkunde aYsettige-xn und großem Beifal] brgegmte. Viel bewundext wafdennua) Dic xchoncn farbigen Lxchtbkloer und die kinkmawgrapbijchen Vorfnbrungen Vom Besuch der Expeditkon beim Sultan Mstnga vnn Ruanda.
Die Humboldt - Akademie gibt soeben ib! _Vockesnnns- Verzeichnis für das erste Vierteljahr 1909 heraus. Die Yörerzapl dxr Akademie bat fich von Iak'r zu Jahr "oermuhrt. Im leßten Mexéel- jahr wurden in 149 Zyklsn 6205 Hörerkarten ausgcgrben gkgenukcr 5846 im gleichen Quartal 1907. Für das kommende SiuoiensxMester wurden die Zuschläge zu den Hörgebühren zum größten Tejl beseittgt und, wo fie noch bestehen, wesentlich herabgesetzt. Fxrner ist xum ersten Male die erste Vorlesung, abgesehen von den Vortragen in den Masken und einigen AnSnabmen, freigegeben wvrden. Für dieses VKerLelxabr (Be- qinn 7. Januar) fin?» 160 Vorlragszvklcn Oor,;usek)xn„ bkkrvon LW- MW: auf Natucwissenscbaftcn und *))?ekkzin 17, Phtlssc-phie nnd Raxinwnszosovhi: 24, bisdrndc Kunst und Musik 29, Literatur- gescbichte 20, Kulturgeschichte, Vöikkr- und LändexkundZs 16, Untarricbts- kurse in Krankenpfltge, Syrachenknnde', Pbotograpbte mw. 54. DW
* Vorlesungsverzeickoniq ist in den Buchhandlungen sowie im Haupt-
burenu des Wiffensckwftlichen Zentrawcreins in Berlin W. 35, Potédamcrstraße 27 5, Bill; 2, Für 10 .,8 zu haben.
Außerordentliche Versammlungder Landesgrnvpe „Deutschs- Rkiä)“ der Internationalen kriminaltstUchcn )Ycrcininung.
(Sestsrn vonnittaa tra! die Landesgrupp? „Daniiches Reick)" der
? Internakionnlen k1imitxn1i:_!'schen Vsreénigunq zu einer außewxdkns- ' lichen Tanunz im prenixtan Abgwrdnekxnbansc zusammkn. um zu
dem Veröff-x-tlicbtcn Ex-Ttvnrf einer nenkn Straßprozeß- ordnung Stsklung zn "sbmkn. Nachdem auf Vorsäüng „dcs (Gm "heimen Jnékizrats, Profrssors Dr. Von Liöxt (23671111) dsr Unterstantssefcexä: ;. (T)., Profeffor Dr. Von Mayr (Muncbxkn) zum ersicn, dkr GxnkcaUtaatsUnwult Dr. (äßcszler ('OtSSdrn) zum zweitun Vorfißenden, dcp S?:afzn-staltWirLkTN, Ge- heime Re,;ixrungé'örat Von En elbe'rt (2111an1113e11n) nnd der Amtéiricbler Dr. Fricdcberg (' .e'rlin) zu Schrif_tfubrkrn gewählt wwrden warc'n, erstattete in der gestrigen, ersten Sißung dcr Lank-
, gerichtsdircktnr (1.9) Dr. Ascbroit (Berlin) ein Generalrcserai über
den Gesetzentwurf. Der Redner führte aus, der Entwmf bilde im allnerneinen cinen Fortscsyritt, er (nihalte aber eine Reihe von
' Männcln. Erfreulich sei in dern Enthrf die klare Form, die schöne,
Vexständlich Svrackxe. Es s_ei in dem Entwurf (111125 in dem ver- ständ'ichslen Dentskb 1091111) geordnet. Zu billigen sei die Einschränkung dsr Oxffentliäpkeit bei dkxn Strafverfahren gcgkn Jagandiiäyé und beim PaiWklageoecYabren und die Ein- führung der Beiufnng ;;(gen Siraffannneruxxetle. Ein Weiters: Forxscbritt sei die Hinzuziebnn,- der Laien bei dcr Strafkammer. Zn wunscben
instanzen. (Fr müsse jedock) mitteilen, daß in einer vorgestern abnebaltenen Kommissionrfißnng die Gégensaße in di-xen F7agen zu einer sehr lebhaften AuzeinandxrseYung Anlaß genxbxn hätten. Mit Freuden sei zu benrüßen die" Erweiterung des Untersuchungs- vertabrens, sodaß dsr 15"-".éjc1atkz;1nwn|t nicht in allen FaUen Anklage erbebenmüssx. Zu tadeln sei andererseits, das; den vaafteten An- geklagten nicht yon vornherein ein Verteidiger zur Seite gegeben werde. Das Beschwerderecht gegen dix: Verhaftung al1ein sei keines- wegs auskeicbend gegen ein.- nngereckztkersiate V-rbnftuné. Wenn auch der Entwurf noch so manche Mängel habe, so könne man bn doch nicht ein- fach ablehnen. (85 würde sich Vielmehr empfehlen, an dxm EnZtvurf mit- zuarbeiten und so weit, aw tunlich, " Vesbesserungen einzufubren. Er Wolle nicht leugnen, daß diejenigen, die voUe Arbeit auf dem Gsxiete der Strafprozeßreform erstreben, ekne gewisse Selbs1entsagung uben, wenn fie 5311 Entwurf annehmen und wknn fie fich beteit erklären, an demselben mitzuarbeiten. Der Entwurf babe derartige Mängel, baß, wenn ein neue; deutsches Strafgesetzbuch in Geld?? treten werde, sich dieNotwendigkeit ergkben dürfte, wiederum eine" eihe yon Aende- rungen in der Strafprozeßordnung vorzunehmen. Man werde also in dem nächsten Jahrzehnt auf dem Gebiete der Strafprozeßreform nicht zur Ruhe kommen. Das sei zu beklagen. Schuld daran sei die Regierung. Diese sei vor einer Zerreißung der Refmm der Strafprozeßordnnng und des Strafgesetzbuchs hin- länglich gewarnt worden. Immerhin sei ein großer ort- schritt auf dem Gebiet der Strafprozeßreform xu verzei nen- Es wäre daher verkehrt, jumalda die'. Regierung und der Reichstag der
ewonnenen Ueberzeugungen, wie die Kompensation auf dem Meere
attfindet, sodaß fie nicht mehr als Hypotbeje, sondern als gültiges Gesetz
A me des Entwurfs im großen und gangen qeneiat seien, ihn ab- zu'thYen. Dami? würde die Internationale kriminalistische Vereinigung
bedingte Verurteilung jugendlicher Verbrecher. Oberlandeogerichts.
ausgeschaltet werden. Die Zufstimmung könne jedoch nur eine be- dingte sein. Es seien 3 Haupt orderun en zu stellen: 1) die inju- ziebung von Laien in den BerufungsinJLanzen, 2) die Selbstän igkeit des Hauptverfahreno unter vollständiger Abtrennung des aktenmäßißen Vorverfahrens, 3) die vollkommene Umgestaltung der Verfolgung“ es Strafverfahrens seitens der Staatßanwaltschaften. Obne Erfüllung dieser drei orderungen sei der Entwurf für die Internationale kriminalistische Verenkauna unannebmbar. Den StaatSanwaltschaften sei in dem Entwurk eine viel zu große Machtvollkommenbeit eingeräumt. Der Jusjiam nister habe sogar das Recht bei einer Reihe von Delikten, insbesondere bei Uebertretungen, die Étaatöanwaltschaften anzuweisen, Anklage zu erheben. Im Volke würden gegen dieses Verfahren politische Bedenken erhoben werden. Es dürfte dahin führen, daß gewisse politische Uebertretungen verfolgt, andere dagegen nicht ver- folgt rverden. Der Redner Wandte fich alSdann dem Ver- fahren «gen Iugendliäoe zu. In dieser Beziehung seien ja auch no mehrere Mängel vorhanden, doch sei ein großer Fortschritt zu verzeichnen. Selbst wenn der Entwurf ab- gelehnt Werden fonte, sei man dieser Einrichtung wegen dem Staatssekretär des Reichsjustizamtz zu großem Dank verpflichtet. Aus Anlaß der Einführung der Berufung sei die Entscheidung über alle heute von den Strafkammern abgeurteilten Delikte als erster Instanzen- ftelle eincm Richter als Votfißendetn und 2 Schöffen als Beifißern übertragen. Es müsse nun da ür gesorgt tverden, daß der Vorsißende ein tüchtiger Richie: sei. Ni t in der Zahl der Richter, sondern in der RichterauSwabl liege die Gewähr für eine gute Rechtsprechung. Der tüchtige Richter werde Vollständig imstande sein, auch bei schwereren Verfehlungen die Verhandlungen in geeigneter Weise zu führen, ja es könne nur eine Schwächung seiner Autorität herbeiführen, 'Wenn man ihm einen Weiten rechi§gelebrten Richter sur Serre stel1e. Die Fünfjabl im Koüegium sei für die end- gültige Cntsckpeidung zweifellos von großem Wert. Wo keine Be- rufung zugelassen sei, sei sie ekne wertbolle Garantie gegen eine unge- rechtfertigte Verurteilunéz, zumal da zum Schuldspruch 4 Stimmen ge- hören; woojedock) Beru ung zugelassen sei, liege diese Garantie in der BerufungStnstanz. Allerdings dürfe man nicht junge Richter oder gar Asseffcren 'zu Bors] enden wählen, sondern MYM dcn Vorfiß ältkren Ntchtern n ertragen, die in der 5 evölkerung ein gewisses „ Vertrauen genießen. Der Redner verbreitete sich dann ürer das Loyalitätsprinzip_ und die Privatklage. Er Fchloß: Professor Dr. Nagler in Basel sage, der Straf- prozeß bilde den Gradmesser für den politischen Sinn eines Volks. Möge das deutswe Volk bei der Reform des Straf- prozeffes fich bobe Ziele stecken. Gebeimcr Justizrat, Profeffor Dr. von Liszt (Berlin) schloß fich denyDarlcgnngen des Vorredners über Män el des Entwurfs einer neuen Strafprozeßordnung an. Ober- bürgermeiter _Dr. Adickes (Frankfurt a. M.) führte aus: Der Entwuerschr'tbe für die Strafkammxrn zWei recht§gelebrte Richter und drei Schöffen vor. Ersei gleichfalls der Meinung, daß ein rechts- nelebrter Rtchter genüge. Dieser müßte aÜerdings in hoher Stelluna sein" Bei zwei Richtern würde _einer ein jüngerer Richter sein. Er wurde also nicht die _erforderliche Autorität ,genießen. Das Streben gebe _dabin, den Richter von unnötigkr Arbeit zu entlasten. Die Einfuhrvng der Berufung in Strafsachen sei eine ganz neue Sachs. Bis zum 1. Oktober 1879 habe wohl für alle Straf- delikte eine Berufung, aber nur unter großkn Beschränkungen be- standen. Die jenige Einführung der Berufung 10112 aber eine Vou- ständig unbe1chrankte sein. Sie set infolgedessen ekne ganz neue Sachr, die jedoch erörtert werden müsse. Er könne es auch nicht biUigsn, daß in aÜen Fällen Berufunß zulässtg sei. Wenn es s1ch 3221. nur um Rechtsfragen handle, da dürfe dock; die Revision ge- nnnen. Nach dem Entwurf sei 95 a'oer nötig, erst die Berufung durch- zuführen, ehe man Revision einlegen könne. Wenn :. B. wkgen einer Polizxiverordnung eine Verurteilung erfolge, und es sich lediglich um die Frage handle, ob_ die Polizeiv;rordnung zu Recht brstebe, sei die Berufung dock) VollstandiZ;1 überflüjfig, es genüge vollauf die Re- vifion. Ebenso durfte es wo ständig unnötig sein, gegen die Straf- zumcüung eine Berufungkeinzulegen. Auch in diesem Falle dürfte die Revißon yoUständig genugen. Wenn bei der Strafzumessung das Ergebnis der Bernfnngsinstanz sei, daß anstatt auf 10 auf 6 «16 oder bei schnoereren Fallen anstatt auf 8" auf 5 odsr 4 Véonatc erkannt wnrde, so sei das doch im allgemeinen ziemlich gleichgültig. Man durfc auch nicht Vergessen, daß durch derartige von dsn unteren Gerichten ahwe chende _Ucteile der Berufunnsßetichte die richter- liche 5Yutorilat leiden wurde. Die Obergerickyte dürften nicht vcrgkssen, Dns; die Urteile der Unterrichtet im Ansehen des Volkes nicht leiden durfen. Er sei der ?Neknunß, daß, wcknn es zur Entscheidung komme, der Entwurf mix eincr inbe Von Aenderungen zur Annahme gelangen x_vrrde. Amtsgerichtsrat Köhne (Charlottenburg) äußerte sich hierauf uber kas_Strafvecfabren gegenJu,ze11dliche. Professor Dr. Lipmann (Kiel) jnbrte aus: Die Bestimmung über das Recht dkk Ablehnung per Geschworenen seitens der Staatsanwaltscbaft und des Angeklagten In der jesigen Fassung halte er für vollständig überflüsfig. Eine Ilblebnnng dec Geschworencn dürfe nur erfolgen wegen Be- sorgniß denBefangenbeit, wie es bereits bezüglich der Richter eingefuhrt set. Es sei daher nicht erfordexiich, daß 18 (Geschworene bci Bildung der Geschworenenbank antvesend seien. Außerdem würde F3 fich empfehlen, die Rxchtsbelebrung des Vorsixzenden an den Yesinn der Verhandlungen zu verlegen. Der Vorsisknde müßte den chchworenen noch"vor Brginn dex" BeweiSaufnabme ein klares, nnparteiistles Bild aber die Sache gehen. Es müßte dann, ebenfalls Vor der Beweisaufnalxme, dem Staatsanrvalt nnd der Verteidigung das Wort_ zur Ausfuhrung ihrer Behaupiunnen gegeben Werden. Dadurch kamen die GcschWorenen in die Lage, sich ein richtiges Bild
Über die Sache selbst zu machen. Sie wüßten alSdann, Worauf es im *
Wesentlichen ankomme, und wären in der La e, eei nete 5 eroei - anträge zu stellen. Im weiteren sei nich? zug v?xrkennY, dass; dxe Tätigkeit _eines Schwurgericbtsvorsißenden eine geradezu kunstlaxische Befabiguna erfordere. Deshalb sei es notwsndig, nicht nach etnem gewissen Schema Schwurgerich1§vorfißende zu ernennen, sondern nur alte bewährte Richter zu diesem Arnie zu berufen. - Staatsanwalt Dr. Feisenberger (Magdebut ): Er könne dem LandgerichtsUrekwr Dr. Aschrott darin nicht Ieistimmen, daß die KoUuswnsbaft entbehrt Werden könne. Es wird ohnedies nur in dringenden Fäüen von dem Rechte der Kollufionsbaft (Gebrauch ge- mnchx. Ferner 161,29 ein Uebelstand,„ das; ein Verbafteter zunächst detnßNichser vorgefubrt werde. Der Staatsanwalt kenne infolgedcffsn den erbafteten nicht. Er habe daher auch kein Intere e daran Fu prufen, 51) die Verhaftung geboten sei, da er cb sage: &„Du brauchst nicht richtxrlicher zu sein, als der Richter.“ LV_enn pn Verbaftete zunächst dem StaatßanWalt vorgeführt werden kyurde, wann wäre der StaawanWalt bedeutend schneller und besser in der Lage;, sich aber die Nonoendigkeit der Verhaftung zu informieren, als der Richter, da dem Staatsanwalt ganz andere Mittel zu Gebote Jänden und er am!) die Wege kenne, die einzuschlagen seien, um das Éerbrecben, dessen der Verhastete beschuldigt werde, festzustellen. r gebe zu, daß die Strafprozeßordnung noch sehr man elbaft sei. Wenn fie aber nicht nur Brot gebe, sondern auch keine, 1x) fiel six dock) nicht 3111111116 abzuweisen, da sie immerb1n Tue Reihe yon erbefferungen bringe. -- Professor Dr. Freuden- bal (Frankfurt a.M.) era tete es nicht für richtig, in hervor- Zagender Weise Lehrer bei en Iugendnerichtöböfen als Schöffen eranzuzichen. Lehrer seien woblSacho-rständige, man könne dann aber Zuck) mit demselben Rechte bei Jagdvergeben Förster hinzuziehen. jebrer dürften wobl ojtmals geneigt sein, auf Freisprechung der Lukendlickzen Verbrc er zu erkennen. Landgericherat a. D. Dr. blppmann (Berlin stimmte dem Professor Dr. von LiIzt darin n:“d daß d_as HaMVerfabren von dem Vorverfahren streng getrennt et en musse. an müsse aber die Betonung auf die Akten "legen End darauf hinweisen, in welcher Weise die Akten zustanke kommen. kr empfehle ein Vorverbfabren, wie es in England sei, wo xunächst ein ontradiktoriscbes Verfa ren yok dem Polizeiricbter statlfinde. Der ednet plädierte ferner fur ein Kindergesetz und für die
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(Bonn) bemerkte, er ek im großen und ganzen mit dem En - wurf einverstanden. Hu begrüßen sei es, daß der Entwurf detn Schuv der Jugend, die Erweiterung der Schö engerichte und die Einführung der Beta_fung bringe. Oberlandes ericht§ra1, Professor Dr. Harburger (Munchen) führte aus: In Éüddeutschland werde de_r Entwurf im allgemeinen gün-“tig aufgenommen. Allerdings wurden noch verschiedene Bedenken geltend emacht. Die Koüufions- baft sci seiner Meinung nach nicbt ju e_ntbe ren. In Bayern sei es nur durch Anmendung 'der KoÜufionSbakt möglich gewesen, dem Unfug des Haberfeldtreibens ein Ende zu beteten. Er erachte es für not- wendig, auch gegen die Strafzumessung Berufung zuzulasen; dagegen halte er im Revifionsverfahren, in dem es ch doch lediglich um Rechtsfragxn handle, das mündliche Verfa ten für entbehrlick). Justizrat Dr. Mamrotb (Breslau) bemerkte: Es denke niemand daran, einen Schuldigen der Strafe zu entziehen; es sei aber notwendig, die Strafprozeßordnung derartig ju gestalten, UZI nicht ein Unschuld1ger verurteilt oder zu scharf be- !trczft werde. 5 enn gesagt worden, der Entwmf gleiche dem Mczdcben aus dxr Fremde, das jedem eine „Gabe bringt:, so sei das bezuglich der Verteidigung keineswegs der Fall. Vom Standpunkt des praktischen Verteidigers könne er sich mit dem Entwurf ganz und gar nicht einverstanden erklären. Der Richter der Tatfxage habe eine zu große Macht. Wenn nun aber erst in einer Strafkammer nur drei rechtögelebrte Richter sißen, dann MK): 68 dem Angeklagten viel schwerer sein, exn Nichtschuldig zu erzielen. Das Vorverfahren sei in keiner Weise geandert. Dem Untersuchungßrichter stehe eine un- beschränkte Macht zu; es gebe gegen dessen Verfahren kaum eine Be- schwcrde. Das Beschwerdegericbt habe ihm in einem Falle geantwortet, gegen das Verfahren des UntersuchungSrickpterS lasse sich nichts drein- 1eden." (Es sei umvabr, daß von Kollnsionsvuhaftungen nur in beschranktem Maße Gebrauck; gemacht werde. Es kämen jah!- lose ungere [fertigte Verhaftungen vor, gegen die nur sehr schWer anzu ämpfen sei. Dem Verteidiger sei es auch un- gemein erschwert, mit dem Angeklagten im Untersuchungßnerfabren
gemacht und ibm eine Frist von 8 Tagen geßeÜt, ohne da der Ver- teidiger eineAbnung davon habe. Bei verhafteten AngeklaZten wexde es auch erforderlich, dem Verteidiger Wenigstens von der Zustellung Kenntnis zu geben. Ein weiterer Mißstand sei, daß über das Wkkder- aufnahmevexfabren das verurteilende GeriÉL- zu befinden habe, Es sei wider die mens liebe Natur, daß ein Rich!er einsebe, er habe sich geirrt. Deshal sei es an zu beklagen, daß dns Reichsgericht nur in selteneren Fäaen bei Au hebung 81:er Urteils die Sache zur nochmaligen Entscbekkung an ein anderes Geri-Iht wertvcisc. Es wäre notwendßg, auch praktische Juristen zur Bemteilung des Entwurfs beranznxteben. Dr. jnr. Breithaupt (Caßel) äußert?, er sei eben- [allö der Meinung, daß der Strafrichter eine zu große Gewalt aus- ube. Erforderlich sei ('s, die Tätigkeit des Strafrichters nicht lediglich als Durchgangsstatkon zu böhelem Verwallunasdienst anzusehen; dadurch erzkebe man nur das Strebertum. Es würde sich dringend empfehlen,spez1el]e Straßrichter auSzubilden und diese lediglich im StrafreYtkwejen zu beschaftigen. AlSdann trat eine Pause ein.
Na Wiederaufnahme der Verhandlungen sprach Professor Dr. vyn Lilienthal (Heidelberg) über =wcxitergebende Durch- fuhrung der Anklageform“. Die Ausführungen des Redners gipfelten in folgenden, von ihm befürwvrteten inlsäßen: „1. Die wich- tigste Aufaabe des Vorvxrfabrens ist die Vorbereitung dkr Anklage und der erteidigunq fur die Hauptvkrbandlung. Für die__Staats- anwaltschafx geschieht fie am besten dadurch, daß, abgesehen Von aan; einfachen Fallen, bieErmittlung persönlich geschieht, soweit nicht Vor- untersuchung eintritt. Von seiten des Beschuldigten istdazu erforderlich: 1) größere Bewegungöfreihüt und deshalb möglichst? Einschränkung der Unxcrsnchungshaft besonders wegen Kollufionsnefabr; 2) außgicbige Unterstußung durch einen sachkundigen Verteidigc'r und deshalb mög- lichst haufioge Bestellgng Von Amtsverteidkgern für mittellose Be- schuldi?te; 3) Unterstußung durch die Behörden bei Vorbereitung des Entlas ungsbeweiscs und deshalb rechtzeitige Bekanntmachung mit dem BelastungSmaterial in einem besonderen Termine, in dem die Anträge des Besobuldkgten auch weitere BeweiSerbebungen ent egenzunebmen find. Eine Able nung muß begründet und mit der itteilung ver- bunden werden, daß dem Beschuldigten weitere Rechtsbehelfe zu- stehen. ,Die im Entwurf vorgesehene Parteienöffentli keit bietet eine weiter?, aber fur sich allein nicht aUSreicbende Unter tüßung des Yeschuldigten bei der waxisvoxbereitung. 11. Die Ankla Sschrkft des HtaatSanwalis _ist spcz1finert akzufassen mit genauer ??ngabe der „Bcjvc1Srnittcl fur die einzelnen tatsächlichen Behauptungen. Dcr ; Beschuldigte hat das Recht, in einem besonderen Termin dem Vor- - Wenden des erkennenden Gerichts seine Einwände gegen die Anklage- = 1chrift vorzubringen und Beweisantxäge zu steüen; deren Ablehnung
muß „begrundet und mit der Belehrung über die weitere Wewelsbefugnis verbunden werden. 111. In ker Haupt- thandlnng hat der Staatßanwalt den Inhalt der Anklage- schrift munolich Vorzutragen. Der Bkschuldigée ist darüber zu ver- nehmen, was er zu seiner erteidigung vorbringen wiki. Er ist darauf hinzuweisen, daß er Erklärungen nicht abzugeben braucht. Iedk inquisttorische Befragung ist Verboten. Die Beweis- agfnabme leitxt der Vorsitzende. Die Akten des Vorwerfahrens durfen, abgeseocn von antizipierender"Bewewaufnabme, dcm Gerichte nicht „vorliegen. Die Fubrung des Entlastungobewciscs darf nicht beschrankt werden. Der Grundsax? des § 244 Abs. 1 Str.;P.-O. ist beizubehalten. Die urückwIisung von Beweis- antragen ist dnrch einstixnmtgen Gerichtsbeschluß möglich, wenn fie offensichtlich mcht zur Sache gehören, auf Verschleppung der Ver- handlungen gerichtet sind, unerreichbare BcWeiSmittel oder Tatsachen betreffen„ die das (?ericht schon zu Gunsten des Angeklagten für er- wiesen halt. Unzulasfige Beschränkung der Verteidigung bildet einen absoluten Revisir-nsgrund.' - Professor Dr. von Lilienthal bezeichnete es u. a. als erforderliäo, daß der Staatöanwalt ebenfaÜs der Disziplinargewalt des Votfißenden zu unterstehen habe. Es sei bekannt, daß dem Angeklagten zumeist der Staats- ankva_lt mehr imponiere, axs der ame Gerichtshof. (Er habe seine Ausfuhrungen in den Leitjatzen zu ammengefaßt. Er wolle nicht, daß eine direkte Abstimmung uber diese stattfinde, sondern es genüge ihm, wenn anxrkannt werde, daß das, was er in den Leitsäßxn niederge1egt, dén Bedurfniffen der Rechtspflege entspreche, und daß es erforderlixb sei, die Forderung in den Entwurf der Strafprozeßordnung aufzunehmen. Profe or Dr. Mittermeier ((Gießen) war der Ansicht. daß dem Beschuldikzten zu wenig Rechte eingeräumt werden. Auch der Verteidigung länden viel zu wenig Rechte zu. Es sei in dem Ent- wurf gesagt, dem Staatsanwalt könne die Anwesenheit im VorVer- fahren beim UntersuchungSricbter gestattet, dem Verteidiger aber brauche fie nicbt Versagtzu werden. Es müsse zweifellos in dieser Be- ziehung eine Abhilfe Yescheben, denn nach dem Entwurf würde das Vorwerfabren dem („kmeffen der Polizei anbeimgesteüt Werden. RechtöanWalt Dr. Hugo Heinemann (Berlin) bezeichnete den Entwurf als eine bedeutende Verschlechterung bezüglich der SteUung der Angeklagten. Den BelastungSzeugen dürxten ihre Vorstrafen nicht mehr vorgehalten werden. Die Beweißau nahme dürfe beschränkt werden, den Verteidigern könne die Anwesenheit im Vorverfahren gestattet werden, der Untersuchungörichter babe jedoch jederzeit das Recht, den Venteidkger aus dem Zimmer ja weisen, wenn er eine Gefabrdung des Untersuchungsverfabrens in der Anwesenheit des Verteidigers erbl1cke. Was babe auch die Anwesenheit des Verteidigers beim Vorverfahren für einen Sinn, wenn er nicht eingreifen könne. Wenn er Fragen stelle, dann dürfte es oftmals vorkommen, daß der UntersuéungSrichter sagen werde: Ieyt halte ich eine Gefährdung des Vorver abrens für vorliegend und fordere Sie Jus, das Zimmer zu verlassen. Jeder Nechtsanwa1t, der auf seine Wurde etwas ebe, werde sich einer solchen Gefahr nicht aussesen. Zum mindeten sei das Vorverfahren von der Haupt- verhandlung vollständig zu trennen. AmtSrichter Dr. Friede- berg (Berlin) bezeichnete es als dringend notrvendig, die
Ptäfident a. D., Wirklicher Geheimer Rat Dr. Hamm
Vorakten zur auptverbandlung heranzuziehen. Wenn der Richter das Voeren und das Milieu des Angeklagten n1cht kenne, so werde es ihm unmöglich sein, zu einem gerechten
wenn dem Vorsitzenden die orakten des Angeschuldi ten ni liegen, er nicht in der Lage sei, den Geschworenen gin drauéatls er Weise die Tat des An eschuldkgten vorzuführen. Es liege gerade 111 Zntereffe des Anycs uldigten, da die Vorakten dem Vor- 2Ztknden genau be
zu sprechen. Es würden dem Angeklagten oftmals Zusteüungen“
Beschluß be üglicb der Strafzumeffun xu k “ . - gerichtSrat, rofeffor Dr. HarburgeF (MünoTZMbemerOkltYleesßi ofimals Schwurgerich1svorfi ander gewesen und önne vexflcherné daß,
vor-
annt seien. O erlandes eri ts äd t . . ixklicher Geheimer Rat Hamm (Bonn)gerkclß1rt?rs1xicf)n eanfle,
für die Notkvendigkeit des Vorlegens der Vorakten in der au t e . handlung. Ohne diese könne der Vor sende schwer die VerbZdlZntLe; leiten. Justizrat Dr. Mamrotb ( reslau) führte aus: Ein großer Mißstand sei es, daß _den Verteidigern im Vorverfahren vielfach die Akten vorenthalten wurden. Es halte ungemein schwer, vom Unter- suxhungöriebter die Akten zu bekommen. Die Verteidiger mußten viel Zeit aufwenden, um die, Akten lesen zu können, selbst wenn das Verfahren bereits eröffnet sei. Die Akten befanden sich alsdann bei der Staatsanwaltscbaft und zum Teil in der Gerichtsschreiberei. Die Akten würden den Verteidigern vom Staats- anwalt vorenthalten mit der Begründun , daß eine Gefährdung der Untersuchung vorliege. Worin diese besteZen
Die Verteidiger besuchten oftmals ihre verhafteten Klienten im Ge- fangnis, dies geschehe aber nur zur Bexuhigun derselben, damit die Leute sehen, der Verteidiger interessiere Z
Kenntnis der Akten könne doch die Verteidigung gar nichts sagen. Die Gefahr einer Fluchtbegünstigung sei doch ausge- schloffen. Der Verteidiger handle nur im Intereffe des An- geklagten, Wenn er ihm sage, es liege ein so schweres Delikt vor, daß ein Haftbefehl erlassen werden könne. In solchen
solle, sei ihm nicht klar.
ck für sie. Ohne
Fäüen könne der Angeklagte Dispofitionen bezüglich seiner Familie,
GeschäflSVetbältniffe usw. treffen. In den jcßigen eiten des T-le ons und des Telegrapben gehöre _eine Flucht zu den Sthenbeiten. (Z? sei ganz und gar da egen, da 516 Vor ßenden in der auvtverbandlung Von den Persona akten Ge rauch ma en. Es wurde ge
akten enthielten nicht nur Belastungs-, sondkrn auchEntlastungSmomen1e. Um die entlastenden Momente geltend zu machen. genüge doch schon die Anklages rift. Der StaatSanwalt habe die Pflicht, nicht nur die belastenden, ondern auch d_ie entlastenden Momente in der Ankla e- schrift hervvrxubeben. Im ubrigen werde doch die Verteidigunq ür die Geltendmachung der entlastenden Momente zur Genüge Sorge trag_en. Der Vorfißende könne s1ch auch ohne die Personalakten ein aenugenkes Bild machcn. Iedenfaüs stimme er dem Professor Dr. Von Lilienthal darin bei, daß der Grundsa des § 244 Abs. 1 des Entwurfs festgehalten wexden müsse. ?)
der Bevölkerung zur Rechtjprcchnng sei erschüttert. Es sei dringend notivendig, daß dieses Vertrauen wiederhergestellt werde. Das könne aber nur aeschebsn, rvenn die Angéklagten die Ueberzeugung gewönnen, daß ihre Sache ersch Wenn ein Angeklagter die Vernehmung seiner Zeugen verlange, dann musse diese eben gestheben, anderenfalls halte er sieb für unschuldig perurteilt. StaatZ-anwalt DZ. Reifenberger (Magdeburg)erwiderte oem Vorredner, daß xeder anstanoxge Staatßanwalt dem Vertekdiger obne weiteres Einficht in die Axten geben Werde. Landqerichtsdirektor a. D. Dr.Aschrott (Berlin) xuht'te aus: Durch die Verhaftung Werde die Kollufionsgefabr nicht beseitigt, da die Kollufion zumeist von reunden und Verwandten begangen werde. Daß heute das Flücbt gwerden nicht mehr so leicht gebe, sei falsch. Wenn wir auch in don Zeiten des Telephons und Telegraphxn leben, so begünstiqe bier doch andererseits das Automobil, ewentuell auch der Luftballon die Flucht. Profeffor DnGraf zu Dohna (Potßdam) hielt es auch für falsch, daß der Voxfißende die Personalakten des Anneklagtcn in der Hauptwerbandlung heran- ziehe. Der Vorfitzxnde durfe nicht von vornherein von der Schuld cines Angeklagten uberzeugt sein, sondern müsse sich aus dem Gange der Verhandlung von der Schuld überzeugen. Es sei deshalb erforder- lich, daßxcr Saß: „Der Votsißende leiiét die Verhandlung“ gestrichen und dafur ness t werde: „Die Beweisführung eschiebt von den Parteien.“ Pro essor Dr. von Lilienthal (Heide! erg) war ebenfalls der Meinung, daß der Vorfikzende nicht von vornherein gegen den Angeklagten Voreingenommen
haben dürfe.
agt, die Personal-
as Vextrauen
öpfend und unparteiisch behandelt kvmden sei.
ein und fich bereits ein Urteil gebildet Hierauf wurde die Verhandlung auf Dienstag, Vormittags
91 Uhr, vsrtagt. Abends fand noch eine Versammlung von Aerzten statt, in der Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Aschaffenburg (Cöln) und Medizinalrat Dr. Leppmann (Berlin) über die Steljung der Aerzte znr Strafprozeßordnung sprachen.
Theater und Musik. »
Schillertheater 0. (Wallnertbeater.) Das Schillertbeater bat, um seinem Publikum cinen beiteten
Abend zu bereiten, den alten Schwank „Charlevs Tante" neu ein- studiert, dessen burleske Situationskomik auch hier ihre bclusti ende Wirkung „ebensowenig werfeblte wie anderwärts. Naturgemäß zum Geltnaen des Ganzen ein geeigneter Darsteller für die das Stuck tragende Verkleidungsrolle unerläßlich. Einen solchen befißt das Schillertheater, in Herrn Köstlin, der zwar minder drastisch ist (115 sein klassixkbes Vorbild Tbielscher, dafür aber einen sehr liebenßwunrdigen Humor einzusetzen hat. Die Be- sucher _dcr gestrigen Auffahrung folgten seiner Leistuna mit großem Vergnugen. Neben ihm bewahrten sich die Damen Becker, olms, Maylor, Hold, "die Hérren Werner-Kable, Kirschner, Förster, Werana. So durfte denn der Schwank auch an dieser Stätte manche Wiederholung erleben.
ist
wald,
Im Königlichen Opernhause wird morgen, Mittwoch,
„Aidn' untcr musikalischer Leitung des KapeÜmeisters Bl , it Fräulein Salvatini in der Titelrolle, aufgeführt. Jm übrigeencblmtxttjet die Besetzung: Radames: Herr Maclennan; Amneris: räulein Ober; AmonaSro? Herr Hoffmann; König: Herr Griswod; Rampbis:
Herr Mödlinger; Priesterin: Fräulein Urbanska; Tänzerin: Fräulein Kierschner.
Jm Königlichen Schauspielhause wird morgen das
Volkslustspiel Von Heinrich Lee .Der S [anbaum' zum t M [ wjederbolt. In den Haupfrollen sind diéb-Herren VoUmerérsKertnußnßcke, ZmeFer,isZ€§Flle;-, Eggeéinßxi, YoetkcherBVaUeF-ekn, Eichholz, V
a, ar, aen,un e amen ue, ,Abi,E , Schramm und HauSner beschäfligt. V ay ck schborn
ann-
(Der Konzertbericht befindet fich in der Zweiten Beilage.)
Mannigfaltiges.
B e r [in, 5. Januar 1909. Das unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin stehende
Deutsche Hilfskomitee für Süditalien hat fich mit dem deutschen Generalkonsul in Neapel und dem KonsulIakob in Messina in Verbindung geseßt. Messina wird eräumi“. In Neapel nd bereits 30 000 kranke und gesunde i? deutsche Hilfskomitee hat sofort 50 Lire an das dort aus dem deutsQen, österreichischen , enßleiscben u suckloatv ciebildete Hilfskomitee ü
or ab eseben von den mit der * ahn zu befördernden Hilfse ved n a s sch die Notwéndigkeit erweist, in Verbindung mit deTHambnrex:
fsbedürftige gelandet.
nd s weizerischen Kon. _ rwiesen. In eapel konzentriert äufig die gesamte ilfstätigkeit. Das Komitee beab ckügt,
mer ka-Linie beziehungsweise den Norddeutschen Lloyd Dampfe:
raschestens nacb Süditalien zu senden, um dort Verwundete
und Notleidende aufzunehmen. - Fortwäbrend laufen bedeutende
ZteldkxbeLtriäße aus gam Deutschland ein darunter von der “ kp]
Dr. Simon 3000 „Fi, James Simon 3000 .“ v -
beimen Kommerzienrat Goldberger 1000 «46, Fabrikbesiver Mimaki;
g 10000 „ji von dem (Geöeimen Kommerzienrat
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