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des vormaligen Ober-Ymtsdezirks Meisenheim und der Enklave Kaulsdorf. Vo11127.Ium 1867 ; unter
Nr. 6716 die Verordnung, betreffend die Einführung der in Preußen durch Geseß vom 27. Mai 1863 eingeführten Er- gänzungen und Erläuterungen der Allgemeinen Deutschen Wechselordnung in das vormalige Herzogthum Naffau. Vom 5. Juli 1867 ,' unter
Nr. 6717 den Aklcrhöchstcn Erlaß vom'24. Juni 1867, He- treffend dixe StenWel-Abgabcn und gerichtlichen Taxen m den an die Krone reußen abgetretenen , vormals Kömg-lich baye- rifchen Geb-ietst eilen, außer der Enklave Kaulsdorf,“ unter
Nr. 6718 den Allerhöchsten Erlaß vom 24. Juni 1867, be- treffend die Aufhebung des Konsenses der Bergbehörden zu, dxn Heirathen der Berg:, Poch-, HÜtten-'- und Salinen-Arbettcr m den neu erworbenen Landestheilen,“ unter
Nr. 6719 die Bekanntmachung, betreffend die Allerhöchste Genehmigun _ des rcvidirten Statuts der durch den Allerhöchsten Erlaß vom 3. Juni 1853 unter der Firma: »Landesprodukten- Fabrik u Lobuvga, mit dem Siße zu Magdeburg, genehmigten
ctien- 'csell chaft. Vom 2. Jun 1867 ,' und unter
Nr. 6720 die Bekanntmachung, betreffend die Yllerhöchste Genehmigung der unter der Firma: »Schieferbau-Acnen-Gesell- schaft Nuttlara mit dem Sitze zu Nuttlar, im Regierungs- Bezirk Arnsberg errichteten Actien - Gesellschaft. Vom 4tcn Juli 1867. ,
Berlin, den 19. Juli 1867.
Debits-Comtoir der GeseY-Saunniung.
Justiz = Niinifterium. -
Der Kreisrichter'Hillcr in Trzemeszno ist zum Rechts- Anwalt, bet dem Kretchricht in Bromberg UNd zu leich zum thar un Depaxdement des Appellatidnsgericöts zu _romberg, FttdAnwei-sung semes Wohnsißes in Polnisch = Crone, ernannt
or, en. » ,
„ Berlin, 18. Juli. Se. Majestät der König haben Aller- gnadtgft gcruht: Dem", remier = Lieutenant er-ihervn von Rosenbexg 1111 Wegßfalt chen„Küra-s 1er-Ne iment Nr. 4“ und “kommandwt als Adjutant ber der 1 . .Divixion zur Anlegung der yon des Großherzogs von Oldenburg KöniglicheHohcit ihm verltehenerz Schwerter zum Ritterkreuz zweiter Klasse vom Haus- Und Verdtenst-Oxdcn des Herzogs Peter inedrich Ludwig und dem Sdconde-Lteutena11t von Kalbacher- im 2. Schlesischen Grenadter-Negmrent Nr, 11 zur Anlegung des von desHerzogs von_ Sachsen-Coburg-Gotha Hoheit ihm verliehenen Ritterkreuzes zweiter, Klgffe vom Hexzogltch Sachfen-Erneftinischen Hausorden Allerhöchstthre Genehmxgung zu ertheil-cn. *
Nichto Mt xli ches.
Preußen. Ems, 1,7.Juli. Se. Majestät der König empfmgen gestern Nachnnttags eine Deputation aus Homburg 1_tnd wohnten Abends der Theater-Vorstcllung im Kursaale bei. „Heute Morgens machten "des Königs Majestät die gewöhnliche Bruyncnpromenade, “nahmen darauf den Vortrag des Civil- Kabmets eptgegen- undertheilten Audienz.
“Stettrn, 17. IUU- „Se. Königliche Hoheit der Kron- prmz traf gestern Nachmittag 4Uhr , von MiZdroy kommend, an Bord der »GUÜW hter em, fuhr nach dem kleinen Exerzier- plqß, stieg dasxlb zu Pferde, und ritt nach dex Krckower . etde, _wo, Höch tdexselbe “3th Bataillone und die hiesige
rttklerte „Un Dctml beftchtlgte und daranf eine aus sechs Batatlldnen und zwei Batterieen kombinirte Brigade unter dem Generalmaxor von Hartmann vor sich exerzieren ließ. Erst um 9. Uhr, Abends kehrte der Kronprinz an der Spiße der Truppe'y' uz dte Stgdt zurück. Heute früh 6 Uhr reiste Se._Kom-l1che Hohen nut Extrazug zu Jnspizirungen nach Pymß, S argardt, Colbch u. s. w. ab, begleitet von dem Oberst von Wtchmann , Chef es Generalstabes, de_m Rittmeister yon Buldw vom Generalstabe 2. Armeechs und dem persön- lrchen Adjutanten Hauptmann Graf Eulenburg.
Rendsburg , 16. Juli. (H. R.) Der General- n“- ecteur der preußtschen Artillerie, General von HindersinIatY Ber- lm, und dex als Jn-specteur über die Artillerie des 9. Armee- Corps fungtrende Gx119ral-Lßeutenant von Niebe-lvschüß aus Stettm sind a-ugenbltck11ch* h-ter anwesend, um den *Arttlle-c-ic- Uebungen aukx der Loher aide beizuwohnen.
, Ktel, 1 . Juli; Da, 80. Stuck des »Verordnu-n- sbla-ttes für Schlesw; ;Holstema brmgt eme Verordnung vom “4. Juni, betr. dte Em hrung*der Verordnung Über die Beßeuerung des im J'n-lande erzeugten Rübenzuckers vom 7. Augnft 1846 in
*den Herzogthümern Schleswig-Holstein (nebst 7 die Ausführung
vorstehender Verordnung “betreffende Verordnungen).
-'aufHo'lstein und Lauenburg 9868 l., Naffau 8
Hannover den 17. Juli. R.Hann. t' “. “ Gouverneur hat ,fich heute früh §ur InspecFoJ) des
Husaren-Regiments Nr. 11 nach Uelzen begehen, Morgcn LY? ,
der Herr General das Jnfanterie-Re iment 1.7k ' undhierauf das . Üsilicr-Vataillon Les 4, ' exftfä1.1Zn?cYkeurirg Neg1ments Nr. 1 111 Lüneburg besichtigen. e-
Frankfurt a. M., 15. Juli. (Fk. J,) ZU dcn.v011der7 _
Bundesliquidatidns-Kommission nun än li ' tet) Angelegenheiten gehören die sogenannten YriJeHchZlä-Y' Dieselben zerfalien ,n) m den Aufwand für die in FOlge deé Bundgsbeschluffes vom 25.311111" 1866 vorgenommene Armirxm und PromsantrrunZ der Festungen Mainz , Ulm , Rastatt un? Landau nut 526,6 6 „Fl. 6 Kr.,“ 11) in die Kosten der Schanzen bet Franks-urx a.M. nut 53,464Fl. 40 Kr. ,' c) in die Kosten der Ver- legung des StYes der vormal1genBundesversammlun nach Augs- burg 1mt 8041 Fl. 44 Kr., zusammen 588,162 Fl. ZZ KL. Diese nach dem 14. Zum 1866 entstandenen Kosten wurden auf diejenigen Staaten, welche hterFur ,emzutreten haben, repartirt und ihnen dte betxeffenden thkage 1m Abrechnungsbucl) zur Last geschrieben Vdn diesen Beträgen“ fallen auf die von Preußen erworbeneä Lander: aufHannover(ru_nd) 35,782 Fl., auf KutherZn 15,566 Fl., l., len- Homburg 548 Fl., Frankftzrt 131 Fl. _Nach frülzle FJsY'tel- lung hat Oesterreich von sememAussche1den aus der bisheri en Gemexnschaft des “deutschen Btmdes, d. h. von dem Ta e ““er Rattftcatton „des Prager Friedens am 30. August 186 ab, keme Vexpfltchtung mehr , an den auf das unbewegliche Festungsetgentbum gemachten Ausgaben Theil zu nehmen,
vielmehr “den Anspruch auf Erstattungxseines Ant cils an aklen. *
in dieser Art vernoendeten Beträgen. Diese us aben be- laufen Fey auf, zufgmmen 20027061. 38 Kr., und er matri- kularm YR Anthetl Oesterretchs hteran auf 62,955 Fl. 24 Kr. Lx-ßtew umme wurde" (116 Guthaben Oestekreichs und ander- seits als Schgld der ubmgen Regierungen vorgemerkt auf Preußen und dte neujerworbenetz Länder fallen. davon 32,277 [Z. NachdeydPreußen fich schon 111 der Sißung der Liquidation- Komnusston pom 13. Zum zur Uebernahme des gesammten Artille- r1ematcr„1als 111 Luxemburg, unt Ausnahme der unbrauchbaren 2c. Gxgenstaydemm dre voxrder Lokglkdmmission abgeschäßtenPr-eise [»e- rerd erklart hgtte, lteß _ es, 111 der „Sißung, VVMNLZ. Juni ein spezielles Verzexchmß d_e§]e,n-1;gen Artilleriematerials Überreichen, welches_von 16111 mcht uberno-mmen werden kann. Nach den- selben Grundsäßen wte bchn*2krt'xkkerikn1atcrial ist Preußen auch zur _"Uedernqhme deSGemematertals zu Luxemburg bereit. „Für _das N1chtzuubernehmende,__so wie für „die Gegenstände der Ka- 1ernen- und LaÉtrethausxusiung beantragte es den baldigsten Verkayf. A(le ev-dllmzächtxgten haben den Vorschlägen Preu- ßens m Betreff des Arttlxxr1§=Materie1ls beiJe'stimmt, und nach dem Beschlusse .der Kommtsstoxt wudde as Gouvernement Luxemdurg crs1tcht, den sosorttgcn Verkauf aller derjenigen Arttllerte-, Geme- 2c. Gegenstande, Welche Preußen nicht über,- mmmt, anzuordnen.
„ _ (L. .) Das Archiv der Bundesversammlung ist in YesfnsleßteZ d S
a ai xm er tadtbibliothek ebracht worden wo es am Grund xines"Veschl1_xs1es der Bun es-LiquidationÉ-Kdmmjsfion fortan m fyrsorgltchem Gewahrsam bleibt. Heute bak man begonnen, „d1e_ Biblwthxken der. Vundssversammlung “und der Bundcsmckttatr-Komtmsfi_dn aus dem Taxis'fchcn Palais nach
der Stadtbibliothek ;überzusiedcln, welcher diese werthvollcu '
Sammlungen zum Geschenk gemacht sind.
Trter, 16. Juli. Der Herr 1)» 11160]. Mathias Eber- hard(geboren zu Trter am 1. November 1815, zum Priester gewcxht den 23. Fehdua-r _1839, vom Papstc Pius ])(. zum Bxschof von Paneas 1. x). 1. und Zum Suffragan-Bischdf von Trxer ernanyt am 7. April 1862, onsekrirt zu Trier den ZW August 1862) wurde heute vom Domkapitel zum Bischof von Trier erwählt.
“Bayern, München , 15. Juli. (N. E.) Unsere Kam- mern wcrden tm Oktober auch zur Theilnahme an den Feier- ltchke_1ten„und Hof-fqstey aus Anlaß der Vermählun «Seiner Majestat des, Köm s berufen sein, und „es ist de halb aucb x_n dem dxr Kömgl. eyehmigun unterbreiteten Programme uberall Rucksjcht _aux dte Thexlna me der Volksvertretung ge- nommen. Dte fuer xche Trauung des Köni Lpaares wird 111
„einer unserer größerenKjrchen, in der Michael kirche, am 12. Ok-
tober d- I. stattfinden so da ein rö erer'K : T eil- nahme gestattet werdeé kann. ß g ß res der h
Oesterreich. Wien, 17. Juli. Se. K. K. A- o olifchs Majestät :| gestern, den 16. d. M., Nachmittags vvpn stLaxen- burg nach Ischl abgereist. „ .
Pest-h, 16. Iulr. Der, Ungartsche Handelsminister hat die Verfügung getwffen, daß dxe kommerziellen Bee1chte der Kon- sulate auch an das ungarische Handelsministerium gelangen
agen aus dem Fürstlich Thurn und Taxis'skhkn, '
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.und im ungarisxhen Yxntsblatte veröffentlicht werden. Dasselbe theilt heute bernks ein!?)e Konsttlatsberichte-nüt.
, Vel ien. Vrü sei, 15. Juli. Die Schulfrage kommt wteder le haftex Jux Sprache. Der Minifker des Innern hat dre Gouverneure er Provmzen aufgeforderx, die Provinzial-
" räthe zu vexmöJen, für die neu zu “errichtenden Schulen für
Erwachsene Gel nnttel zu gxwährei1. Die Organisaüon dieser Schulyn wurde _durch Kö11tgltches Dekret vom 1. September und em nnmstertelles Ctrxular vom 20. Oktober 1866 auf das Schulgefey von 1842 „ bastrt,“ wodurch die Geistlichkeit Einfluß auf dtese Schujen erhalt.
Gr-oszbrttannien und Irland. London, 16. Juli.
'JmOberhause zeigte gestern Lord Stratford de Redclifse auf nächsten Freitag folgende Motion an: »daß eine crgebene Adresse an bre Majestät gerichtet werde, mn Ihrer Majestät das Beileid des Hau es zu bezeugen über den bctrübcnden Tod von Ihrer Majestät nahem Anverwandtcn, dem Kaiser Maximilian, und um die tiefe Ent- rüstung des Hauses auszudrücken über dicVerlcßung der Mcn7chlichkeit und' des völkerrechtlichen Herkomm'ens, Welche durch die barbarische Hin- richtung jenes höchst unglücklichen und heroischen * rinzcn begangen wor- den ist.« Lord Carnarvon beantragt cinen usjveis Über die An- zahl der seit dem 1. Januar 1865 aus Neuseeland ab-beru-fenen Regi- menter und die Daten ihrer Einschiffung. „ Die an Sir G. Grey, den Gouverneur der Kolonie, ergange'nen Weisungen würden so saumselig ausgeführt, daß er fragen müsse, wclche Politik die Re icrunog in Be- Fg auf Neuseeland zu befolgen gedenke. Dcr Hervav. ucktng h ain
"mc ' tc zur Erwicdxrung, _daß nur ein Regiment mehr als verabredet in Neuseeland stehe; und die Politik der Regierung mü e von den Antworten abhän 'en, die s1c auf ihre Depeschen vom ouverncur erhaktc. Earl de rey and Ripon und auch der Herzog v. Cam- bridge unterstüßten die;;Ansi'cht des Lords Carnarvon, dessen Antrag defrauf genehmigt wird. “
Jm Unterhausc erklärte gestern der Schadkxxnzler auf Bc- fragen daß der Ankauf der Telegraphen dcs Vereinxgte-n Königreichs] von Seiten des Staates noch nicht beschlossen, sei,“ dte„Rc_ terung set noch mit Erwägung des GegenÉandes beschäfxtgt. - Str _t. North- cote erklärt es für ein leeres erücht, daß m Bombay emx Expedt- tion zu einem Einfall in Abysfinien ausgerüstet werde. Dt? Regre- rung wolle vor der Hand noch alle Gewaltanwendung vermnden; fie hgb'e Ausficht , auf dem Wege der Unterhandlung zum Ziele zy ge- langen und die Freilassung ihrer gefangenenUnterthanen zu erjvtrken. Der Schaßkan'zler zeigt an daß die chicrun „dem Hause Gelegen- heit Verschaffen Wolle, dem Éultcm und dem tc'ekömg von Egyp-
-ten seine Achtung zu beweisen, daher werde das Parlament für den
Rest der WWE halöc, Jerikn haben. . Die dritte Lesung 'der Reformbtll, istmm an der Ta cs-
“ ordnung und wird mit mancherleicharakteristischcn Reden eingeleitet. 5 ach
einigen andern Sprechern erhebt fich der S ck a 13 k a n 3 [er und behauptet, die Regterung habe 1ch nicht dicFJeringfte Inkonscquenz zu Schulden k„omme_n lassen;, denn 0 gkeicb im ahinet Lord Derb 's ,unno 1859 yber dxe Statthaftigkeit dcs Haushaltft1m1nrechts "eme emungsvcrschtedendett obgewaltct, sei es dochdarin einmüthrg, „cwescn, daß„cs (W 111111162- lichwar, danurgflccken-Census zu ermä tgxn, dhnc hxs zum aus al - Fimmrecht herabzugelangen. DasHausan-sge fich errnnern,_ aß ord kassel], Lord Liberdecn,Lord Derby und LordPalmcrston alle Mit dem Ver- 1vägung dieser Reihenfolge von lehrreichen iedcrlag'm, habe das gegen- wä'rtigc Ministerium dcn Entschluß gefaßt, das Prinztp _dcs Haushalt- ftimmrechts zur Geltung zu bringen. - Es 1| grade Mrtternacht und da kein anderes Mitglied zur Fortscßung _dcdDedattd das Wort, er- greift, stellt der Sprecher die Frage„ daß dre ,thl 1th zuxndrtttcn Mal gelesen werde.« Nur ein ctnztges schwächltches „Retna (von Oberst Williams) ertönt dagegen. Die „darauf folgende, Frage , »daß die Bill jcßt durchgehea wird 116111. 001]. (1161111116 contraämßnts) unter
suck) cincx ungenügenden ParlamentSreform Yscheitert seien. Erstnach Er-
' lauten und allgemeinen Cheers genehmigt. - Die Sitzung zieht sich,
in Folge einiger andern Geschäfte, bis nach zwei Uhr Morgens hin., - Für Sonnabend, den 20, tft großer _Revnetax? „der Fret- willigen in Wimbledon arzgeseyt. Der General) stmus dex Armee, Herzdg von Cambrtdge, hat Besehl crthetlx, daß dre Brigade dcr Haustruppen (die betderx Regtmentex Ltfx Guards und das Regnnent Horse Guards, samzntltche Kuxasjtere) dabei Antheil nehmen und wird von den „engltschen Fretwtlltgen-Corps möglichst starke Betheiligung gewufnscht upd erwartet. Alles wwd aufgeboten, um das Schauspiel zu el_nem_ unposantcn zu machen, zumal da der Sultan dasselbe nut semer Gegenwart beehren wird. ,
Im Laufe des Lestrigen Nachnnttags war großer Empfang des diplomattschen orps bei dem Großherrn tm Buckingham Palace. Der türkische Gesandte Musurus Pascha, der bet Gx- legenheit des Besuches seines Kaisexltchen Herm zum Muschtr erhoben worden ist, stellte nach der „Reihe dle verschtedenen Botschafter, Gesandten und Geschäftsfrager vor. Ihnen folgte eme Stunde später das Kabinet , das durch den Earl of Brad- ford, den Obersthofmarschall, präsenxirt wurde. An diese Herren schlo en fich darauf uach einander eme Reihe von «Yeputationen, d1e dre en überreichten, darunter dre Vertreter, der Stadt Manches er mit einer Einladung zum _Vxsuche, dte'ser Stadt, sodann die BauMwoll-Lieferungs-Affocmtwn m -Manchesxer, dere„n Deputirte begleitet waren durch Hyde Clarke, det) Vtec- ansidenten der anatolischen Baumwoll-Koxnnnsfion m der Turkei und eine Anzahl Parlaments-Mttgltedc-r. Außerdem
d1e_Dtrektoren der Ottoman-Railway-Company, dec Barna- Razlwa? -Company _und Deputa'tionen, der armenischen Ge- memdx „nLdnddn, Lwetpool und Manchester und der Gemeinde der bttnschey Juden. ' “ “
Nach dtesen Empfan Zanstrengungen begab sich der Sul- tan, beglertedvon Djem [ Pascha, seinem Botschafter in Paris, Zy exner Spaztexfahrt nach dem zoolo ischen Garten, indessen
1e„1ungen Prinzen„ So n und Re en des Sultans, dem Prmzey und der Prmzesm von Wales und dem Herzog von Cambrtd e thre Aufwartung machten.
- er Sultan hax heutddas Arsenal in Woolwich be- sucht und am Abend einem thm zu Ehren im Krystallpalast veranstaheten ßxoßerx Feste beigewohnt.
Aus Dub m, wtrd telegraphisch die Wahl des katholischen Kandtdaten O1“. Caroll nut einer Mehr eit von teben Stim- men zum ,Lordmayor von Dublin für 1 “ geme det.
Italren. In der Deputjrtenkammer kam am 16. d.„ 'wxe aus Florenz telegraphrrt wtrd , _die Interpellation Ferrariß' zur Dthussion. „Bon ,„mehreren Sexten wurden Anträge gestellt, dgs fruhere Mimstermm anzuklagen und seine Handlungen fur nyll xmd mcht1g zu erklären, weil fie, wie die Ernennungen der Bischöfe uyd andere an Rom gemachte Konzessionen, dic Ge„seYe xmd Prarog-atwe der Nati_on verleYen. Herr Natazzi be- nzuhte ßch, zu bethfetz, daß man dle Handlungen der früheren Re- glerun mchta1smcht1g bexrachtenkann. Er erklärte, dieRegierung werde eme1ve1terenV1schdfeernennen. MebrereandereVorschläge wurden gemacht, auch em Aytrag auf Ueber ang zur“einfachen Tagesordnung. erRaxtazzt verwarf densel en und sagte, mit dtesex ngesdrdr1ung wurde- sich die bestimmte Meinung der Maxorttat uber ,die qngeregten wichtigen Fragen nicht aus- sprechen. ,“r. thasolt “hat sein Verhalten erechtfertigt. Es habe, zum ,wecke gehabt, Europa zu beweisen, aß die italienische Reg1erung,1n._dem ste durch moralische Mittel nach Rom gelangen wollte,-z'ugle1ch dem ?)gpste genügende Garantie für die voll- kommene Unabhangtg ezt der Kirche Zewähre. Der Antrag auf Tagesordnung wurde_ 11th 231 gegen 11 Stimmen verw orfen ,'dar- «Jus schlug Herr Mancxm folgende Tagesordnung vdr : Die Kammer mdem fte yon der Erklärung der Regierung Akt nimmt, da:, durch SYezmlgxseße kern? Neuerungen zum Nachtheile der_Rechte und Prarogatwe der C1v1lgewalt in geistlichen Angelegenheiten eßngesuhrt werden*sollen, und vorbehaltend , daß das Ministe- rmm d1e Gesetze des Staates und die Würde der Nation “intakt bewahren werde, eht zur Tagesordnung über. Hr. Rattazzi mmmt dteseTage ordnung ,an, indem er jedoch die Auslegun , welche dle Lmke derselben. giebt , zurückweift. Einige Deputi-r e erklärtey, six so„annehmen zu wollen, da fie keinen Tadel für thasolt daxnx fa-ndxn. „ Der erste Theil der Tagesordnung des Hry.Mancmt1st emsttmmig , der zweite mit 192 gegen 93 Sttmmcn «ngenommen (21 enthielten sich der Abstimmung).
Amextka. NHw-York, 6. Juli. Der Kongreß hat be- schloffcn, some Thättgkeit für diese Sesston anReconftructions- YngcieFelnhettcn zu beschränken. Dem Repräsentantenßause liegt eme V1. vor, die den Distrikts-Commandeurcn dis retionaire Gewalt' über die Civil-Beamten giebt.
* Aus Mexiko wird berichtet, daß Vera-Cruz am 27. Juni kapitulirte. General Santa Anna wurde am 25. 11tLisal er- schossen. Juarez entschied, Alle, die unter dem„Ka-1s„er in der Armee gedient hätten, sollten dis zu ihrer Rehabtlrtanon durch die Central-Regierung des mextkanischen Bürgerrechtes verxusttg sein. Obersten sollten ferner ..mit sechsjährigxr, _Oberst-Lteute- nants mit 5jähriger und Capitains mit 21ähr1gcr Hafdbe- straft, alle auswärti en Soldaten verbannt und Katserltche Generale und hohe ivilbeamte des Hochverrathes angeklagt
werden.
Tclegraphischc Depeschen “ans drm Wolff'scbcn Telcgraphcn-Büreau.
Wien , Donnerstag, 18. Juli, Morgens. Die «Wiener Zeitungcc veröffentlicht im amtlichen Theile den österreichisch- bayerischenStaatsvertrag, betreffend den Bau und den Betrieb einer Eisenbahn von München über Braunau zum Anschluss an .die Elisabethbahn bei Neumarkt. Ferner veröffentlicht das amtliche Blatt die unterm 16. d. sanktionirten Geseße, betreffend die Abänderung des Z. 13 der Verfassungsurkundc und betref-
. fend die Einfeßung von Deputationen zur Verhandlung mit
dem ungarischen Reichstage.
London, Donnerstag, 18. Juli, Morgens. Währevd der gestrigen Flottenrevüe hat die Königin, an Bord ihrer Yacht, dcm Sultan den Hosenband-Orden verliehen. Der Sturm der- hinderte alle Manoeuvres und beschädigte die Schiffsbe- “leuchtungen. Unfälle kamen nicht vor. Das Regenwetter
„dauert fort. 3594 '