3702
J". 7. Die gemäß §§. 3-5 dcn Staatsdicncrn obliegende Bci- tragspfi1cht zu den Kommunalabgaben erstreckt fich auf alle diejenigen Beträge der lcßtcrcn, welcbe innerhalb der Zeit, da der Pflichtigc dem betreffenden k011111111n11lc11Verbande angehört, auf ihn vcrthcilt und auch fällig werden, nicht aber auf spätcr fällige.
§. 8. Jeder chntc ist bezüglich der Ko111111u11albcftc11cr1111g seines Dic11stci11ko111111c11s als Eimwohncr desjenigen Gc111ci11dcbczirks zu be- trachtcn, in 1111115111 die Behörde, der er angehört, ihrcn SW hat.
Z. 9. Von 11111111 «1111111111111 besonderen Vermögen haben auch die nach Z. 3 begünstigten Staatsdiener, cbcn so die Offiziere der unter §. 1. Nr. 2 bczctchnctcn Kategorie, dic Geistlichen 111111 Elcmcntarlchrer, 1hrc Beiträge zu den 5101111111111allastc11 gleich anderen Angehörigen der betreffenden Verbände zu entrichten.
ZL. 10. Dnrcl) die nach den vorstehenden Bcstinnnungcn 311 bc- 111cffc11dcn Gcldbciträgc find die Pftichtigcn zugleich von pcrsönlzchen Ko1111111111aldic11stc11frei. Sind fie jedoch Besißcr vo11'Gru11dst1'1ckcn odcr betreiben fie cin stehendes Gewerbe, so müssen fie dtc 11111 d1ese111 Grundbefiß odcr (Hrnwrbc verbundenen pcrsönlichcn Dienste entweder selbst oder durch Stellvertrctcr leisten. ' _
Geistliche und Elcmcntarlchrcr bleiben von (111111 persönltcbche- meindcdicnstcn, soweit dieselben nicht auf ihnen gchör1gc11,Gru11dsi11ck111 lasten, befreit; untere Kirchcndicncr insowe1t, als 11111111 dtcsc Befremng seither rcchtsgültig zustand. „ ,
Z. 11. Zu den indirekten Gcnwindcabgaben mussen auch 111-: nach §§.1--5 begünstigten Personen gleich anderen Gc111ei11dx-E1n- 111011111111 beitragen. Sie smd nicht befugt, was fie hierauf entrtchten, bei ihren direkten Ko11111111nalbeiträgen 111 Anrechnung zu bringen.
Die Militair-Speisccinrichtungcn und ähnliche Anstalten bleiben indessen von Verbrauchsfteucrn in dem in den altpreußischen Landes- theilcn bestehenden Umfan c befreit.
f Zl. 12. Alle entgegen chenden gesetzlichen Bestimmungen werden a11gccko cn.
Wo jedoch Weitergehende J1111111111itätc11 für Beamte, Militairs, Geistliche odcr Lehrer nach statutarischc111 Recht oder besonderen Privi- legien bestehen, soll in denselben hierdurch nichts geändert werden,
Z. 13. (Hrgmnvärtige Verordnung tritt mit dem 30. September d. I., unter Anwendung auf alle von diesem Tage an zur Qlusschrci- bung gclan cndcn direkten Ko1111n11nal-A11flaécn, 111 Kraft.
Der Tiniftcr des Innern wird mit lusführung derselben be- auftragt. _
Urk1111d1ich untcr Unserer Höchstcigc11hä11digcn Unterschrift und bei- ged1'11cktc111 Königlichen Jnficgcl.
Gegeben Baden-Badcn, den 23, September 1867.
(11.8) . Wilhelm.
(531.1).Bisnmrck-Schö11l1a11sc11. Frhr. v. d. nydt. v. Selchow. Gr.311Eulenburg. *
Allcrhöchstcr Erlaß vom 17. September 1867, betreffend die Stcmpclabgabe von Konzesfioncn 11. s. w. in den chicrunngczirken Kassel und Wiesbaden.
Auf Ihrcn gcmcinscbaftlichcn Bericht) vom 16. September 1». J. bcfti111111c Ick für den Ncgicrnngsbczirk Kassel und für den Regie- rungsbezirk Wieslmden, 111it 2111611019111“ der ehemals freien Stadt Frankfurt, Folgendes: 1) Vom 1. Oktober d. I. ab Unterliegen cincr Stcmpclabgabc 11011 15 Silbergroschen dic Ausfertigungen: 11) von Konzcsfioncn 311111 Betriebe cines stobcndcn GcWerbcs, zu dcsscn Be- ginn einc bcsondcrc Obrigkcitlichc Erlaubnis; crfordcrlich ist,“ 11) von Konzkfsioncn zur Errichtung oder Veränderung derjenigen gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen obrigkcitlichen Genehmigung untcr- worfen find," 1: der Verleihungsq Konsolidations- und Deklarationö- Urkunden dcr cr-gbchördcn und sonstige amtlicheAqucrtigungcn dcr- sclbcn, sofern sic in 111111 Stcmpeltarifc 110111 19. Juli d. J. (Gesek- Sa111111l.S.1204)11icl,1:tbcsondcrstaxirtsmd. In Betreff der Erhebung dieser Abgabcn kommen ausscßlicßlick) die Vorschriften der Vcrordaung vom 19. Juli d. I. (Gcseß-Sannnl. S. 1191) zur Anwondung. 2) Aus- 1111111116111111'1" ist 311 den i111§.1 bczciclmctcn ftr111pclpf11chtigc11 Aus- fertigungen nach dem (331111111111 dcr Behörden nur ein Stempel von fünfSilbcrgrosMn zu gebrauchen, wo dichrhältniffc dcs E111pfä11gcrs oder die Geringfügigkeit des Gegenstandes dic Ermäßigung der Abgabe begründen. Z) Konzcsfionen 311111 Betriebe der (Haft- odcr Schank- 1111rthschaft und 311111 chinhandcl mit Getränken find stcmpclfrci zu crtheilcn. 4) Alle diesem Erlasse cntgegcnstchcndcn Vorschriften treten außer Kraft; inézbcsonderc 1111111111 dic Bcsti1111111111gc11 3) in den W. 69 bis 73 des f11rhcsfischcn Gcscßcs Über die Verwendun von Stcmpcl- papier 110111 22. Dezember 1853, und 11) 111 dem Turi 1, welcher dem 11affauischcn Gcscße über die Stc111pclabgabc 110111 1321119111? 1859 angehängt ist, unter den Pofitioncn 2 (Acticngcscllschaft), 5 (Agentur), 11_JAffckuranzgcseUsäzaft), 19(Vclci)111111g), 34(K011solidir1111g), 37(Ko11- zesnon), 531E1'f111du11gswatcntc), 55(Erla11b11if»sck1ci11c), 58 (Feldcsrcquli- rung), 59 (Frist1111g beim Bergbau), 64_(Ha11firsckcine), 80 unter Nr. 2 (Muthsthnc 311 Bergwerken), 91 (chulirunq dcr (Grubenfelder), 98 (Sch1ffcrpatc11tc)- 100 (SQurfschcinc), 13-52 (Wirthschaftsbctrieb); so- wie 0) im leßtcn Saße des F. 5 der Verordnung 110111 9. 11, M., bc- trcffcnd den Betrtcb 5151111111 Gcwcrbc 1111 Amtsbezirke H0111burg, (Geseß-Samml. S. 1441) 110111 ]. Oftobcr d. I. ab aufgehoben.
Dieser Erlaß ist durch dw (Hcscß-Sannnlung zu Veröffentlichen.
Gegeben Berlin, den 17. Skptembcr 1867. *
Wilhelm. Jrh1xv. d. Heydt. (81.1). Jßcnpliß.
An den Finanznünistcr und dcn Ministxr für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbe1ten.
Ministerium für Handel, Gewerbe un ““ Arbeiten. d offentliche
Dem Civil- 11 cnicur Franz Wind au 5111? 11.111 WM"111.11 3111611311113121“,«1231132911591?HK;".UZZTWTYZZM " ;)eManZ31Yxs5chx1xiniku,Anwcndung bekannter Theile dF. 1.11.7111 111111111 5.1'1M111111111115 .... "11111-
Bekanntmachung.
Ppst-Da111pfsch1ff-J-ahrten „Stralsund-Ystadt,
Dtc Fahrten der Postdampfscwffe zwischen tralsund 1111d Ystadt werden nur Ablauf des Monats September d J fur dle folgenden Monate eingeschränkt. ' '
„Vom 1. Oktybcr d. I. ab finden die Fahrten bis auf Wetteres nur zwe1mal wöchentlich statt, nämlich: , 11116 Stralsund 1ede11 Montag und Fre1tag drei Uhr Nachmittags, , , aus Ystadt jeden M1ttwoch und Sonnabend elf Uhr Abends.
Re1se11de„ welche am Montag und Freitag vonVcrl111um 8 Uhr 45 Mmuten Morgens per Eisenbahn Über Angermünde nach Stralsund fich begeben, erreichen fahrplanmäßig 111 Stral- fund de11 Anschluß an das Postdmnpfscbiff nach Ystadt; die- selbe11 köpncn vom_Ba_h11h0f in Stralsund direkt nach dem Sch1ff n11ttelst des für d1ese11 Zweck bere1tstehenden Post-Omni. 5116 fahren. .
Berlin, den 25. Septmnber 1867. .
* General-Post-Amt. 11011 Philipsborn.
Das 100. Stück der Gescß-Sammlung, welches heute aus-
gegcben Mrd, enthält unter , Nr. 6847 die_Verord111mg, betreffend die provinzialstän-
dtsche Verfaßung 1111 Gebtctc dcr Herzogthünwr Schleswig und Holstem. 23011122. September 1867; unter
„Nr. 6848111 Verordnung, betreffend die Organisation der Kretsch und D1str1ktsbehördcn, sowie die Kreisvertretung 111 der Provmz Schleswtg-HolftUn. Vom 22. September 1867; unter
Nr. 6849 d1e Byrordnung, betreffend die Landgemeinde- Verfassung 1111 (Heb1cte dcr Herzogthümer SchleSwig und Holstem. Vom 22. September 1867; unter
Nr. 6850 den, Aklcrhöckyften Erlaß vom 17. September 1867, betreffend dte Fortseßung des Spiels der Lotterie zu Frankfurt a. M.; und unter
Nr. 6851 den Allcrhöchsten Erlaß vom 20. September 1867,-[zetreffe11d die endgültige Erledigung der Beschwerden über Pol1ze1l1che Beschränkungen der VLL'L'UÜJUUJ odcr Zersplitterung vo11,Baucrhöfe11 111 der Provinz Hannover durch dem Ober- Prastdentcn. _
Berlin, dcn 26. September 1867.
Debits-Comtoir der Geseß-Saunnlung.
Justiz - Wiinisterium.
Dcr Rechtsanwalt Schwenns "en 111 Apenradc ist zqu 311111 Notar 1111 Departcnwnt dcs Appellationsgcrichts zu K1el- 1111tA11we1s1111g sc111csWohnfiHcs 111 Apenradc, ernannt worden.
Dex Rechtsanwalt (Jülich zu Pinneberg ist zugleich ZUM Notay 1111 Dxparteuwnt des Appellationsgcrichts zu KW 1111! Anwe1s1mg semes Wohnsißes in Pinneberg, ernannt worden-
, Der Rechtsanwalt und Notar Moeger zu Jbbcnbürenisl 111 gle1cher Etgenschaft an das Kreisgericht zu Dortmund, 171" Anwmsung somos Wohnsißcs daselbst, Verscßt worden.
Der bisherige Rechtskandidat (Sidious 611 zu Meldorl 1". z11111_Rccht_sa11walt bei dem Kreisgericht in Flensburg UND [)“ den 111 dcsxcn Sprengel bclcgcncnA111lsgcrichte1y so 11116 311ng zum Notar im Departement des Appellationsgcrichts zu K“- 1111t Anweisung seines Wohnsich 111 Leck“, crnmmt worden.
„ Der bisherige Gerichts-Affcffor Hübcner in HalbkksWrZ M 311111 RcchtSanwalt bei dem Kreisgericht in HalberstadeZ; zugleich zum Notqr im Dcpartcnwnt dcs Appella111311§111ek1chc2fÖ JU Halberstadt, nut Anweisung seines Wohnsißcs in Oftkkwle * ernannt worden.
Allgemeine Verfügung vom
3703
Ministerium der geistlichen , Unterrj , ts :
ü ung vom 18. September 1867 _ betre end d' Verf 9- Staatsprüfung der Aerzte. ff 1e
Nachdem durch die Verfügxugen 110111 6. Juni und 18. Juli s, die Vefugmß “zur Ausubung ärzt1icher Praxis für das 111111te Stgatsgebtet geregelt worden tft, kommt es darauf auch dw, Anforderun en (111 1316 wissenschaftliche und “sche Vorlnldung dcr Qerzte 111 entsprechender Weise fest- [1en. _ „ , „ , , Un1„d1es, so1ve1t es f111 ]exzt thu11l1ch1st, herbeizuführen, be- stimme 1ch, kxaft der 11111 durch dle Allerhöchste Vcrordnung vom 13. M91 d,. Is- *" Gesc =Samml1111g Seite 667 »- er- theilten Er111acht1g11ng, Unter ufhehung dcr cntgegenstehenden Vorschriften, fur d1e,Reg1Zr1111gs-Be1rke Cassel und Wiesbaden und für das _ehe111al1ge K„Ö111gre1ch . annover, was folgt:
Z. 1. Dre Stgatßprufung der Aerzte ist vom 1. Oktober H„Js. ab a1tsschl1eßl1ch nach Maßgabe des chlenwnts vom heutigen Tagc_z11 bc1v1xke11. "
J". 2. Dre vollständtge Erf11ll1111g der Bedingungen, von welchen nach Z. 2 destglements 516 Zulassung zur Prüfung abhängt, soll nur denxemgen Ka11d1date11 der Medizin angeson- nen werden, Welche nach dcm 1. Oktober 1869 zur Prüfung ge- langen. Die 1tbr1ge11Ka11d1dgte11 sind zur Prüfung z11zulassen, wenn sie alle nach,de11.b1shertgen Geseßen ihrer Heimath eiten- den Bedingungen für M „Zulassung zur ärztlichen Staatsprüfung erfüllt Und die Würde 9111es 131: 1118115011181»- an einer der jrßigen LanöcZ-Univcrsitäten erlangt haben.
Hinsichtlich der Anforderungen, welche in der Prüfung selbst 1111 die BefähicZung der Kandidaten zu stellen sind, findet eine solche Unterschei ung 111cht statt.
Z. 3. Die in den Eingangs genannten Landesthcilcn be- stehenden Prüfungsbehörden für Aerzte treten mit dem 1. Okto- ber d. Is. außer Thätigkeit, sind jcdochjemnächtigt, etwa bereits begonnene Prüfungen nach den bishertgen Vorschriften fortzu- sexzen und zum Abschluß zu bringen.
Berlin, den 18. September 1867. . .
Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Med1zmal- Angeleenheiten. v o 11 11 h l c r.
___-„.___-
18.September1867 -- betreffend die pharmaceutische StaatSprüfung.
Da es nothwendig erscheint, innerhalb des exweitxxtcn Staatsgebiets überall gleiche Anforderungen 1111 „Re MPU- schaftliche und praktische Befähigung zum selbftftandmen Vetrtßb derApotheken zu steklen, und nachdem sich xrgeben hat, daß4d1e Pharnmzentische Staats - *rüfung, wie sie 111 den altexen Pro- Unzen sich gestaltet hat, in einigen Beziehungen cmcr Ver- emsachung fähig ist, so bestimme ich h1erd11rch für den Umfang der Monarchie, unter Aufhebung der cntgegenstehenden Besinn- mungen, was folgt: , „
Z. 1. Die pharnmccutischc Staatsprüfung 111 vom 1. Ok- tober d. I. ab ausschließlich nach Maßgabe des Reglements vom heutigen Tage zu bewirken. „ '
Z. 2. Die vollständige Erfüllung der Bed111gunge11,„ von welchen nach Z. 2 des Reglements die Zulaßunßyzur Pryfung abhängt, soll nur denjenigen Ka11didate11 dcr harmacxc an- gesonnen Werden, 111111191? nach dem 1. 24113111 186945111" Prufung ?ÜMJLU. Die übrigen Kandidaten 11115 3111 Prufuggzuzu- «MLU, wenn sie alle nach den bisherigen Gcschn 1hrer 39c1111ath geltenden Bedinguugen für die Zulassung zur phar111aceut1schc11 Staatsprüfung erfüllt haben. _ „
. Hinsichtlich der Anforderungen, welchc 111 dcr__Pr11sung W| an die Befähigung der Kandidaten zu steilen Und, findet eme solche Unterscheidung nicht statt.
Z. 3. Die Behörden, welche in den auf G11111d der Gesetze LW 20. September und 24. Dczcnwcr 1866 . - GU- S S*,5551 875, 876 -- mit der Monarchie vc1'c1th1tc11Lg11dcs- t[)e1len mit Abhaltung der Phar111accutischc11 «tagtspryfung betraut sind, haben diesen Theil ihrer „a111tl1chc11,That1gke1t, so- fern mit einer Prüfung nicht bereits begonnen 1st, vom 1ste"11 Oktober 13. I. ab einzustellen. Die bereits begonneqcn Pru- fUUJM sind nach den bisherigen Vorschriften zu bec11d1gcn.
Berlin, den 18. Scptc111bcr 1867. _ , „ ,
Der Minister der geistlichen, Untermchts- und Mcdtznml- Angelegenheiten. von Mühlcr.
11'1§1x*r'*1§11 Organisation der Medi- naligen ÖTVXVFWUM Nassau.
1 67. th11111 Nassau bestehcnyc O1"- dcn älteren
Allgemeine Verfügun? zmal-Verfaffung 1111 c )11 Vom 17. September.
11111 die im ehemaligen chzo , „ gM"11111011 der Mcdizinal-V1"1'sas1111g 11111 der 111
T. e1olentder „Monarchie bxftehenden Einrichtung so weit als n thtg 111E111kla11g zu brmgen, bestimme ich kraft der mir durch d1e Allerhöchste_Verordnung vom 13. Mai 1). I. - G. S. S. 667 - erthetlten' Ermächtigung für den Umfang des ehemal1e11 Herzogtépums Nassau, unter Aufhebung der ent- gegenstx c11dcn Vox chr1ften, was folgt:
1) dte 111 den Ytsher1ge11 deizmalbe irken angestellten Aerzte uzxd Th1erarzte ,b'lc15e11 1111 GenuÉ akler, 1hne11 nach der thhemgcn Medtztxml;Vexfaffung zustehenden Rechte. -- Sle "durfen, s_0wc11 ne fur ihre ärztlichen Bemühun en Gcbuhren bez1chen, nach der „durch die Allerhöchste er- ord111111g vom 2. 31111 1). I. emgeführten neuen Taxe li- q111d1rcn. - Dagegen behalten sie alle ihnen vermögc 1hres" Amts _obltYenden Verpflichtungen. Ein Aufrücken
. 111 hoher dot1rte «1111111 findet fortan nicht statt.
2) De_n 111 Nr. 1fbeze1ch11eten Aerzten und Thierärzten sieht
fret, unter Verz1cht ayf'alle mit ihrer Anstellung verbun- denen Rechte, wobe1 thnen [edoch der Anspruch auf die Reltkfxenversorgung erhalten bleibt, von der 111116) die Versygung „110111, 18. J11l1„d. J. g“?1vährte11"Freiheit der Aus11b11n arztltcher Praxts Gebrauch zu 111ache11 und auf 1hre„ ntlaffung' aus dxm Amt anzutragen. das.,Insntut „der Kre1s-Med1zinal-Beamten (Kreis-Phyfiker, KreW-WunWrztc, Kre1s-Th1erärzte), wie solches 111 den altexen Thctlen der Monarchie besteht, soll auch 1111 che- n1ql1ge11 Herzogthum Naffau eingeführt werden. Der“ Ze11p11nkt,_11111 welchem die neue Einrichtung für die ein- zkl11e11 Kre1se mskLeben tritt, wird von der Königlichen Regterung zu W1esbade11 bestimmt. M11 der Anstellung der K_reis-Medizinal-Vcamten, welcbe als Organe Hes „Staats sur hie Medizinal- und Sanitäts- Pol1ze1„s0 1v1e fur d1e ger1chtl1che Med1zin zu dienen haben, hören d1e entsprechenden regel111äßigc11Functionen der auf Grund der htsheUgcn Medizinal-Verfaffung des Herzog- th11ms Naßgu angefteklten Aerzte und Thierärzte auf, Ste haben d1es§ Functwuen nur noch vermöge besonderen Auftrags zu ube11, WWW zu ertheilen dic Königliche Reg1eru11gfzu W1esquen ]edcrzejt ermächtigt bleibt. In 1hre11 sonst1gen Vcrpft1cht1111gef1y 1111111en111ch hinsichtlich der A1111en-K11111ke11pftege, tr1tt h1erdurch keine Aenderung ein. D1e Med1z1nalbca111te11=Stelle11, welchc durch den Abgang dex „unter Nr. 1_ bezeichneten Aerzte und Thierärzte 1111- 111al1g 3111 Erled1gu11g gelan en, werden nicht wieder bc- seßx. Dre fur d1eselbcn 1111 der Staats-Kaffe fließenden Bew1d1111ge11 11nd Cmolnmentc werden eingezogen.
D1e Verpflrchtung de_r Gc111einde11 zur Zahlung der in dem Geseß vom 1. 31111 1859 angeordneten Zuschüsse zur Besoldung der Med1z111albean1ten fällt bei der nächsten Erled1g1111g der e111zclne11Stellen fort. Dagegen haben die Gemeinden von diesem Zeitpunkt ab für die Armen- Krankenpflcge selbst ?11 sorgen. J11wieweit den Gemeinden h1erz11 bet nachgeww enem 1l11ver111ögen einc Bcihülfc aus Staatsfonds gewährt werden kann, läßt sich nur 1111 ein- zelnen Fall beurthcilcn und bleibt besonderer Erwägung vorbehalten.
6) Die vorstehende Verfügung tritt mit dem 1. Oktober d. J. in Kraft.
Berlin, den 17. September 1867.
Der Minister der geistlichen 21'. Angelsgcnheitcn.
von Mähler,
Berlin, 26. September. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Major von 8006 vom 2. Garde- Negimcnt zu Fuß und dem Hauptnmnn und Compa 11ic-Clyef von Vrederlow vom Garde-Füsilicr-chimenk zur 2?111cgu11g des von des Königs von Schweden Majestät ihnen verliehenen Ritterkreuzes vom 1101"111cgis11)c11Orden des heiligen Olaf,“ so wie dem Direktor der gcsannnten Musik des Gardc-Corps, Wieprecht , zur Anlegung des von des Kaisers der Franzosen Majestät ihm vernehcncn Ritterkreuzes der Ehrenlegion Aller- höchstihre Geneh111ig1111g zu crtheilen.
Nene Post-Expedition auf dem Bahnhofs dcr * Ostbahn.
Mit dem Tage der Eröffnung des Betriebes“ anf der Eisen- bahnwutc Bcrlin-Cüftrin » dem 1. Oktober 0. - tritt auf dem Vahnhofc der Ostbahn bicrfelbst cine Post- Expcdition 111 Wtrksmnkeit, 1111111117 die Bezeichnung "Post-Expcditio11 „Nr. 34- Ostbahnhof) erhält und innerhalb der Bcstjnnnnngcn des 2 eglemcnts zum .Postßeseße vom 5. Juni 1852 _:111“ Annahme von Yoftsendungcn jY jeher Art befugt ist.
* erlin, den 25. cptember 1867.
Der Obcr-Post-Direktor Sacbßc.
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