a_uf eine in “dieser Beziehung an die Firma gerichtete Anfrage eme wissentltch unwahre, den Anfragenden schädigende Aus- kunft ertheilt worden, so ist nach einem Urtheil des Reichs- gerichts, 1. Civilsenats, pom 21. April d. I., die gndels; esxllschgft Fchadenerfaßpflrchtig, wofür die (Hefe 1chafter olidari1ch Mit ihrem ganzen Vermögen haften.
_ Einem Arbeiter, welcher eine schwere Augenverleßung xrlilten hatte, war Seitens der zuständigen Berungenoffen- 1chaft eine Rente von 75 Prozsnt der Rente für völkige ErwerbSunfähigkeit gewährt worden. Der Augenarzt hatte eine Rente von 50 Prozent für aUSreichend erachtet. Auf Grund eines späteren Gutachtens desselben Sachverständigen, welches ergab, daß der Fall in seinen Folgen ab eschlossen war. wurde die _Rente nach ungefähr Jahreslirist auf 40 Prozent herabgewßt. Den gegen das auf erhobene Be- rufung ergangene abweisende schied9gerichtliche Urtheil ein- gelegten Rekurs be ründete der Kläger damit, daß weder in Bezug auf seinen örperlichen Zustand, noch seine Erwerbs- verhälinisse eine „wesentliche Veränderung“ eingetretew sei. Das ReichéZ-VersickJerunKSamt hat diesey Angriff für verfehlt „Trachtet, und den Rekurs mittelst Entnheidung vom 28. Mai 11. I. (Nr. 583) aus folgenden Gründen zurückgewiesen: Indem die Beklagte, hinauedehend über den von dem Arzt angenommenen Grad der Erwerbsunfähigkeik, dem Kläger eine Rente von 75 Proz. der Rente für völlige Erwerb-Zunfähigkeit gewährte, hat sie den thatsäcblichen Ver- hältnissen insofern besonders Rechnung Tragen wolLen, als fie berücksichtigte, daß der Verleßte 111 der ersten eit nach der Verleßung in 1einer Erwerbsfähigkeit verhältni mäßig mehr beschränkt wurde, da er im Gebrauch lediglich eines Auges noch nicht hinreichend geübt war, die Entfernungen noch nicht zu schätzen vermochte, auch wohl das verbliebene Auge noch 1chonen mußte. Nachdem sich nun aber herausxzestellt hatte, das; der Fall in seinen Folgen als abgeschlos 111 zu betrachten, und die Gewöhnung eingetreten war, ers ien die Berufs- genoffenschast berechtigt, auf Grund erneuter Prüfung eine Minderung der Rente vorzunehmen (§. 65 des U11fal]versiche- runUSgeseHes; Entscheidung 415, „Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.“ 1887 Seite 352).
_ Eine Berufsgenosfenfchast hatte die einem Arbeiter für den Verlust einer Hand etwa ein halbes Jahr hindurch gewährte Rente für völlige ErwerbéZunfähigkeit durch neuen Bescheid um 1/.„ gekürzt, da demselben inzwischen eine künst- liche Hand beschafft sei und er sich an deren Gebrauch ge: wöhnt habe. Obschon anerkannt'wurde, daß der Besiß der künstlichen Hand an sich die ArbeitSfähigkeit nicht erhöhte, hat das Reichs:Versicherungsa1nt doch in einer Rekur-Z- entscheidung vom 28. Mai d. I. (Nr. 584) die im §. 65 des UnfaüversicherungsgesetzeS für den Erlaß eines neuen Be- scheides vorge1ehene we1exitliche Veränderung in den für die Feststrllung der Entschädigung maßgebend gewesenen Verhält- nissen als vorliégend erachtet. Abgesehen davon, daß regel- mäßig der mit einer ,künstlichen Hand versehene Arbeiter leichter wieder Veschäxtigung zu erhalten pflegt, als wenn er statt dessen nur _dcn versiümmelten Arm zur Schau tri'ige, lehrt die Erfahrung, daß ein Arbeiter, welcher ein wichtiges Glied verloren hat, 111 der ersten Zeit nach Beendiguxig „des Heilverfahrens meistens noch nicht im Stande ist, d1e 1hm zurückgebliebenen Gliedmaßen in geeig- neter Wetse zur Arbeit zu verwenden, hierzu vielmehr einer längeren Uebung bedarf. ES würde nun den Interessen der Arbeiter zuwiderlaufen, wenn man„in dem Ablauf dieser eit beziehungsweise Uebungsperiode mcht eine wesentliche er- ändcrung im, vorbe eichneten Sinne erblicken wollte, da anderenfalls d1e BerUngenoffenschaften gezwungen sein würden, von vornherein ohne Berücksichtigung jener Uebergangsperiode die Rente; nach demjenigen geringeren Grade der Erwerbs- 11nfähigke1t zu bemessen, welcher nach den Umständen der Ver- letzung als bleibender a11geno111me11 werden muß. Jm vor- liegenden „Faxl durfte aber angenommen werden, daß der Arbeiter die 1111 seine fernere Erwerbsthätigkeit maßgebende Uebung seinsr gesunden Gliedmaßen erlangthabe.
Baden. Karlsr'11he,9. Oktober. (Karl-Zr. Ztg.) Der Großherzogund d1e Großherzogin sind heute Nacht gegen 12 Uhr 111 Schloß Baden eingetroffen. Heute Vor- m1ttag besuchten Ihre Königli en Hoheiten die Fürstin Josephme von Hohenzo lern und die Gräfin von Flandewn, „welche bei der Prinzessin Marie von Baden, Herz_og111 von Hamilton, abgestiegen find. Sodann wurden d1e Großherzoglicheu Herrschaften von Ihrer Ma1esiät der Kaiserin Au usta empfangen und begaben sich 11191an _nach dem Bahxiho? zum Empfgnge Ihrer Majestät der Kon1g1n von Sach1te11, welche, d1rekt von Dresden kom- mend, heute ?egen 1 Uhr m Bqden=Baden eintraf. Ihre Königlichen Hohe1ten gx e1teten d1e'Kön1gin nach Höchstihrer Wohnung bei der Herzogm von Hamtlton. Danach empfingen Höcbstdieselben den„Besuch dcr Prinzen Hermann und Gustav von Sachsen- Weimar. Nachmittags begaben sich die Großherzoglichen YSFichastM zum Besuch be1 Ihrer Majestät der Königin von
a en.
_Oefterreich-Un arn. Wien, 10.0ktober. (W. T. B.) Kaiser Franz Jo eph, König Albert von Sachsen, Prinz Leopold von Bayern und die übrigenTheilnehmer an den Jagden m Steiermark sind „heute Nachmijtag 4 Uhr von Mürzzyjchla hier wieder eingetroffen.
_ (W1en. tg.) Dre für emige Zeit vertagt gewesenen HandelsvertragsZVerhandlungen mit der Schweiz smd gestern im Pala1s_ des Ministerinms des Aeußern unter dem Vorfiß des Sektions-Chefs von Szög ény wieder auf- genommen worden. ,D1e Verhandlungen dür ten, der „P. C.“ zufolge, vorausstchtltch längere Zeit in Anspruch nehmen.
Gryßbritanußetx und Irland. London, 10. Oktober. Ueber die E_xped1t1on nach den Schwarzen Bergen wxdtder „T1mes“ aus Kalkutta telegraphisch Folgendes be: U L :
Kalkutta, 7. Oktober. Der Feldzug nach' den Schwarzen Bergen koxnmt schnexl zum Ziel, obgleich die Stämme, unterstüyt von de11 Akazais und Hmdu-Xanattkern, jenseits des Indus erbitterten Widerstand versuchen. m 1. d. hielt General McQueen einen Krtegßrath, zu welchem aUe Abtheilungs-Befcblshaber und Regiments- Commandeurx zugezogen wurden. Es wurde beschlossen, am 3. in der folgenden Wctse vorzurücken, falls die Stämme das Ultimatum nicht an_nebmxn sollten: 'die erste Koloxme sollte gegen den K'airkat- Zohentucken auf Cbtttabut zu vormar1chikcen; die zweite unter General
hamzer solL'te dcn Varacbar hinauf Bampur Gali als Ziel haben und ein Regiment nach Ntmla abschwenken lassen, um mit General
MxQuecn Verbindung zu balken. Der Letztere, als Beieblshaber der braten Kolonne, Wollte den Sumbalbut entlang n_ach File und von dort über die Berge nacb Seritücken. Ten Kbvber-Jagern blieb eine von den drei Kolonnen unabhängige Aktion in der Gegend von Sejri yorbebal- ten. Die Truppen erhielten Proviant für fünfTage und für euzen Tag ekochte Rationen; Dec einziae Stamm, Welcher sicb dem Ulttmatum ügte, war der Likariwal. Dieser zahlte auch wirklich die ihm auf- erlegte Geldbuße von 1000 Rupien. Die erste Kolonne nahm Mana- kadana. Eine große Masse Feinde marschierte die Berge jenseits des Indus entlang, in der Richtung, in welcher die Darband-Kolonne an- greifen sollte. Die dritte Kolonne stieß auf den Feind am 5., auf einem Bergrücken 95erbalb Sejri. Sechs Soldaten des Suffex-Regi- ments und zweiStkbs wurden verwundet. Die vierte Kolonne beseßte Kotka nach _bartnäckigem Gefecht, in welchem Kapitän Beley getödtet und Kaprtan Badford vom 4. Punjab-Jnfanterie-Regiment und Lieutenant Cleeve von der Artillerie verwundet wurden. General McQueen hat volle Civil- uvd Militär-Voümacbten erbaltxn. Das Endziel der britischen Politik ist noch nicht endgültig festgestellt worden. Einige sind für Annexion an den Indus-Distrikt und meinen, daß nur dadurch dauernder Frieden hergestcÜt werden könne. Lord Dufferin will aber seine Genehmigung dazu nicht ertbeilen.
Dem „Reuter'sthen Bureau“ w1rd we1ter gemeldet:
Simla, 8. Oktober. General McQueen traf auf dem Rück- marsch ron dem, westlichen Abhang der Schwarzen Berge gestern, Vom Feinde bchg verfolgt, mit der dritten Kolonne auf dem hinter dem Gebirge liegenden Höhenrücken ein; 3 Sepoys Wurden gctödtct und 2 verwundet. Auf einer Rekognoßzixung wurde eine neue Straße ausfindig gemacht, welcbe jetzt angebesiert wird. Bei dieser Arbeit wurden 3 Soldaten getödtet und 1 verwundet. Dic zweiie nnd dritte Kolonne find ie t in xinem Lager verewigt.
Simla, 10. O tober. Die Stämme des Sch1va_rzen Gebirges scheinen sicb gegen den Indus zu wenden. Ter Oberbefehlsbaber der britischen Expedition, Mac Queen, wird_ eme beherrschende Pofition des Landrs besetzen. Derselbe benach11cht1gte die Stämme: er werde, faUs sie sich nicht vor dem 15. Oktober ergäben, das noch auf dem Felde stehende Getreide vernichten.
Frankreich. Paris, 10, Oktober. (W. T. V.) Der Prä ident Carnot ist heute Vormittag von Annecy ab- gereist und gegen 2 Uhr 111 Beaune eingetroffen. Das Nachtquartier wird der Prästdent in Dijon nehmen und morgen Abend nach Paris zurückkehren. _
Der „Temps“ kommt von Neuem aus den Empfang zurück, welchen der Präsident Carnot auf seiner Reise gefunden, sowie auf das von der Bevölkerung bekundete Ver- trauen, und weist mit Rücksicht hicrauf jeden Gedanken an einZckVerfassungsrevision als verbrecherisch und thöricht zuru .
_ 11. Oktober, früh., (W. T._B.) Der Präsident Carnot 1st gestern nach emem zweistündlichen Aufenhalt in Beaune in Dtjon eingetroffen. Bei einem von dem (He- ueralrath ihm 11 Ehren veranstalteten Banket hielt Hr. Carnot eine Re 9, in welcher er zur Einigkeit und Ein: tracht-ermahnte, um so alle Gruppen der Franzosen zu einer E1nhe1t zu verbinden. '
_ (Khlnßtg) Der Kr1egs-Minister de Freycinet hat 1113 dre. Arme? - Corps .= OberbefehlShaber ein Rund1chre1ben g_er1chtet, worm er die Dauer drr letzten Manöver beurtheilt' und tadelt, daß die LebeneZmittel mcht zur rrchten Ze1t und erst Abends in Eile ver- theilt xvxixden. Ueber die zukünftigen Manöver macht der M11111ter folgende'Benterkungen: „Die Herbstmanövrr dürfen mcht ausschlteß11ch als eine Uebung für die Truppen betrachtet werden. Man 111uß die Truppen unter der Fahne nach 1111d nach an_' dte Kr1egSstrapaze11 gewöhnen. Was die für e1n1ge J'xage emberufenen Reservisten anbelangt, so ist es gut, von xhnen nicht übertriebene Anstrengungen zu ver- langen. DW 93026 des Generals, dem das Geseß die In- tendantur unxerftellt, „muß den rsgelmäßigen (Hang deS Verwaltungsdtenstes fichern. Dieses ist gegenwärtig einer der hauptsächlichsten Theile seiyes Amts. Es genügt nicht, Befehle zu ertheilen; er muß d1e Gesammtheit der Maßregeln für dxe Ernährung der Truppen und den guten Gang der versch1edenen Verwalxungsdienste treffen. Das Land“ _ schlteßt da;“; Rundschre1ben _, „welches an allen militärischen c“ragey em lebhaftes Intßrefse „nimmt, verfolgt mit leiden- chaftl1cher Aufmerksamkeit. die verschiedenen Phasen der Manöver. CH Lst nothwe11d1g, daß die Eindrücke, welche die von der M111tärbehd'rde für eine Uebungszeit einberufenen Soldaten erhalten, m dem Herzen eines Jeden das Gcfühl des ertrauens wie der Kraft erwecken, welche einer Armee der m1t Fürsorge und Vorausficht au§geübte Obsrbefehl giebt.“
Rußland „und Polen. St. Petersburg, 10. Oktober. (W. T. B.) „Dux Kaiserliche Familie ist heute Vormittag 111 T1flis e1ngetroffen._ Der Botschafter am Berliner Hofe, Graf Paul Schuwaloff, ist von seinem Landgut nach St. Petersburg gekommen.
._ 11. Oktqber. (W. T. B.) Die Königin von Grzechenlgnd tft gestern'Abend mit dem jüngst geborenen Vr1n zen 111Begleitu11g ihrer Mutter, der Groß Ürstin Alexandra, und 111199 Bruders, des Groß ürften Demetrtu's, nach Odes1a abgereist.
, Nach 2111er MeldunZ aus Tiflis haben der Kaiser und die Karyerin gestern Dachmittag den außerordentlichen Gesandten des Schahs von Persien, we1cher dieselben 1111 Name11 des_Schah-Z zu der Ankunft im Nachbargebict wiÜ- kommen hieß, 111 fßierlicher Audienz empfangen. Die Bevöl- keru11g hat dem Kxnsßrlichen Paare einen glänzenden Empfang 1191781161; der grus1n1sche Adel bildete die Ehrenwache. Auf d1e „Huldigungsqnfpra'che des Adelsmarschall§ erwiderte der Kamer: er zw'e1fle 1Ucht an der unveränderlichen Ergebenheit des heldenmüth1gen grusinifchen Adels.
Türkei. Konstantinopel, 9. Oktober. (Wien. Ztg.) Der d011 Abschluß eines Anlehens mit der De11t1chen Bank 1111 Betrage von 1500000 türkische Pfund sanktio- mrende Jrade 1st heute erschienen.
Amerika., New:York, 9. Oktober. (21. C.) Der Oberste GeIrtchtshof von Utah hat in letzter Instanz in dem von derselben gegen die Mormonenkirche angestrengten Prozeß wel er die Auflösun der Kirche und Konfis- kat1on 1 res ermögenS bezwe t, ein Erkenntnis; zu (H„unsten der Regterung der Vereinigten Staaten efällt. DLS. Morrnonen onen gegen das Urtheil beim Oßersten GerichtshOs der Vereinigten Staaten Beru ung einlegen.
" Llfrika. Egypten. Kairo, 9. Oktober. (21. C.) Die fix): d1e „Bewäs'sßrung der vom Nil nicht überschwemmten Lgndereten ergriffenen Maßregeln nehmen einen befrie- d1genden, Fortgang, und das Defizit in Ober-Egypten wird wahrsch'emluh nur 180000 Pfund ngptüch betragen. Das egypttsche Heer w1rd wahrschein11ch um eine Brigade ver- starkt werden, wodurch das AUSgaben=Budget um 80000 Pfund Egyptisch erhöht werden dürfte.
_ 9. Oktober. (Wien. Ztg.) Die Regierung ver- sendet morgen an die Mächte ein Rundschreiben, in welchem die Verlängerung der gemischten Gerichte unter ge- wissen Abänderungen, namentlich unter Ausdehnung der Kompetenz derselben in Strafsachen, verlangt wird.
Zeitungsstimmen. '
. Die „National-Zeitung“ feiert in einem pom 10. d. M, da_t1rten Artikel den Einzug Sr.Majestät des Ka1sers in Rom. Sw sagt 11. A.:
Zu den denkwürdigen Tagen dieseß ereignißreicben Jahres gesellt sich morgcr] ein neuer: von dem Kömg des geeinigten Italiens und dem röm'11cben Volk jubelnd empfangen, zieht der junge Deutsche Kaiser als Gast des ihm innigbefreundeten Fürstenhauses in die ewige Stadt ein, die zweimal die Herrscherin d:r,Kulturwelt geWesen. ZU dm Zeichen der Zeit, welche den Anbruch einer neuen Epoche, eine: neqen Entwickelung Europas verkündigen, gehört auch dieser einem Trmmph gleiche Einzug. In die fcrnste Vergangenheit wie in die fernste Zukunft führt er unwtllxürlich die Gedanken.
Unzcrtrennlich find die Ge1chicke Deutschlands und Italiens seit dem Tage verbunden ßebliebcn, wo Cäsar die berühmte Brücke über den Rhein schlug und seine Legionen binüberfübrte. Nichts bat fie auSeinandcr zu reißen vcrmocht. Weder die Schlacht im Teutoburger Walde noch die Reformation hat den römischen Zauber brschcn und das Band sprengen können, das uns Deuticke mit den Italienern Verknüpfte. Hatten 11116 die Römsr in den ersten Jahrhunderten Unserer Zeitrechnung sch1ver und grausam heimgesucht, ein Jahr. tausend lang habkn es ihnen die germanischen Stämme heimgezahlt, Gothen, Vandalen,'Longobar_den und Frank_en haben Italien nach allen Richtungcw _hm verwüstet und. beberr1cht. mehr als einmal das doppelt, betltge Rom _" die Stadt der Jmperatoren und des heiligen Petrus _ gcsturmt und geplündert. Auf einen de11t_schen Barbarenkönig ging der Name und Titel des römischen Kai1erS, der damals alles Höchste in fich schlof1. über. Besaßen wir aber, wie der D1chter singt, den Zewaltigen Willen und die unzer- brechlicbe Kraft, so strahlte von «zialien der Zauber der Schönheit :snd der Bildung (1119, der, wie er die Ahnen magisch lockte, so auch Heute noch ,die Enke'l crnziebt. Er War es, der die Herzen der Ottonen' und, der Frtedrtcbe bald mit erbabenem Ehrgeiz erfüÜte, bald m11 Uefjter Melanchohe beschlick), der den Einen auf den stehen Hügeln das Trugb1ld der Weltherrschaft dcs Cäsar und des Augustus _vorgaukslte und den Andern auf der un- geheuren _ Tr'ümmcrstatte des Forums und des Palatins die Verggnguchfett des _Irdiscben predigte. Nicht nur der Zwang der polrttsrben Perhaltmsie, die Unmöglichkeit, die einmal, vom praktischen Gcstchtspunkt “YS betrachtet, zum Unheil und zum Verderben einge- aegangene V_erbmd11ng des deutschen Königtbums mit der römischen Kirche zu_„lö!en, mcbt nur die Rubmsucht und der Drang der Er- oberung fuhrten fort und fort dre deutschen Könige über Die Alpen, düngten fort und fort die Gefilde Italiens von der Veroneser Klause 516311111 Fuße des,Aetna mit dxutschem Blute: auch das Gemüth und die Phantaste sprachen be1 diesen Romfahrten mit. DMU noch waren a_1le BildungSelcmente in Italien bescixloffen: hier max der SM. _der Kirche, der Mittelpunkt des Cbristmtbums mit unzahltgen Hetltgtbümern nnd Reliquien, hier waren die Ruinen der qlten ert und _d1e Anfänge der Rechtöwiffenschaft. Nrben dem sinn11chen Reize des 1chöne11 Landes war _es der geistige einer uralten Kultur, der die deutschen Stämme, die Sachsen im Norden so gut wie d1ekSchwabenn im Südén, unterjocbte. Aber das Endxesuitat dics_er Zuge uiid Ka111pfe konnte bei beiden Völkern zunächst nur der Haß sem.- DieJtal1ener verabscheuten die Deutschen als die plumpen u11d gramamen Barbarep, d1e 1516 Städte plünderten und zerstörten, die Deutschen schalten dte Jt_aliener, Weil sie auf jede Weise fich des YFM Iocbes zu erledigen 1uchten, ein tceuloses und heimtückisches
o .
Diese feindselige _Ges'mnung versxhärfte sich noch, als nach einer kurzen Trennung Jtalrcns rot) Deut1chland, wo die spanische Welt- macht dre deutsche Hegemdme'm der Herrschaft über die Halbinsel er'seßte, das Haus Oesterreich 1111 18. Jahrhundert in der Lombardei wieder zu Besitz und Ansehen gelangte. Wie die römische Kirche den Abfall der _Protestantcn 513 auf den bemigcn Tag nicht verschmerzt hat,_ so wüten aucb dt? Italiener, wie es schien, nie den dcu11ch1n ' Druck und M deutsche Herrschaft verschmerzen lernen: _emen Druck, der_1 fie um so bitterer empfanden, je starker 1br „Selbstbewußtsein und ihr Freiheitdgcfühl erwachten, ]? höher 1th Gemus' in ihrer wieder auflekenden Literatur und Mufiksem'e _Ech1vmg§n regte. Sie überjrugkn ihrln Haß gegen das ökterre1ch_1jche Regiment auf alle Deutschen, bis die Ent- wicklung der europaischen Dinge seit dem Jahre 1848 fie ihres Irr- 111111119 belehrt? 11nd dcn Zu1axx1menhang zw11ch2n den italienischen und deu1schen VerlYltntsjen, 3191107811 der SteUung und der Politik Yreu-ßrns und Savoyen?) erkennen, ließ. Zur selben Zeit wie wir sind 11e emrg geworke11,'d1cs§e1ben Schicksalsfügungen, die unseren Bundes- staat schufen und'm Stoßen befestigten, haben ihnen Venedig und Rom, gxgeben, en) Gefuhl mniger Gemeinschaft und Zusammen- ge_hörigkc11 11,1 011 die Stelle dernfrüberen Abneigung getreten, eine An- ngherung, wte s1e in d1eser Schaßung der grgenseittgen Vorzüge, in d1e1xr 21chtung dcr gegensettigen Selbständigkeit niemals zw1ichen zwet Volkern „geherrscht, bat sicb in diesen lcßten fünfze1111 Jahren zwischen Jmltenern und Dc-utscben vollzogen. Der Traum, der unklar, 'Verwoxren und getrübt durch die kirchlichen VorstélLungen und antike Erninerup-gen, dkn' Otwnen und ten Pohcnsmuien yor- fcbwcbtx. bat md 11131 berw11k1icht: in der Gemeinsamkeit ihrer Jnteresten urzd Bestrebungen, in dcr Gemeinsamkeit ihrer „Kultur „und ihrer Ideale b1lden beide Völker, jsßt, unbcschadet ih'rcr Etgrnart, d1_e gerade ihrem Bunde die Mannigfaltigkeit rer- lx1bt," eme Embett 121111 Kraft, Größe und Zukunft, die 1111) MF de'm politischen, dem volkswirt5schaftlichen und _dem iu'nstlertsch'en Gebiete mit jedem Jahre stärker auspragt. Nicht die Staatskunst, nicht die Errigniffe allem haben eme so tief gehende Wirkung erzeugen können: es bat des" Adels und _dcr'scbönen Mcnschlichkeit einer wahrhaft 1115111911111111111111 Persönlichkeit bedurft, um so ein Fürstenhaus an das andcre, 1111 Vol_k „(111 das andere zu binden. Niemand kann morgen unserm jungen 5101161,“ wenn er den Boden Roms betritt, ein Wil!- komxnen! zzuufen, mehr „der König Umberto, nicht der schlichteste rö1111sche Burgcr, ohne seines crlauchten Vaters zu gedenken. Hier erntet 17011 und ganz der Sohn, was der Vater gesäet. Der dcutscbx Kronprinz, deny nur so wird unser Kaiser Friedrich in dem chächtniß dcr Jtaltenxr 1011111211, war daß Sinnbild. dic fichtbare Verkörperung der Frxyndjchaft zwz1che_n Italien und Deutschland, er hat das 2111111111111, das ursprunglich die Thatsachen und die realcn Interessen aUem gewoben, zu einem 2811111111 der Sympathie gemacht. „_ „ , Citi Empfang, nne ibn Rom unserem Kaiser bereitet, Ut nie _einem tntttelalterlichen Kaiser zu Theil geworden. Denn dem 1011111111111 Volke galten drei,? eisengspanzerten Ottonen, Heinricbe und Zrtedricbe als,d1e barbamchen Unterdrücker seiner Freiheit, jeder ,„511'belruf, dcr s1ch erheben wollte, Wurde von Verwünschungen erstickt. Wte oft mußte der Eingang zur Peterskirche mit Waffengewalt xr- zwungen 1111111811,“ 11112 oft folgte der feierlichen Krönung die e1ltge Flucht des Exkronten vor dem wilden Aufstand des Volkes! Ie tsebcn d1e Italiener 111 dem deuxscbxn Kaiser ihren besten Freund, d11en Be- Wb glxichsam eine, feierliche Anerkennung ihres Rechtes avs 21111111 1s„t. „W519 immer die Staatskünfiler denken und saß?" mo_gen, fur d1e meqche Empfindung der Völker drückt der (811111111 thser thheltys 111 Rom als Gast des Königs von Italien dqs Ste el ynter d1e Thatsache der Eroberung Roms. Eine neue Zeit fck? tstck) em ncues Recht, wie-Deutschland allen Protesten R'nd Fettzdschmtep zum Tro _ feine Einheit, so befitzt Italien Rom_: un gewissen Sinne haben ck nur zurückgenommen, was ihr unveraußex- ltches Gut und Erbe war. Wie fonte darum dieser Tag nicht “"
unvergeßlicher ,in dem Lebey „Unseres Kaisers, ein bedeutsamer in der Geschichte des_1ta11en1sch:deutschen Bundes sein! Ge- waltige Exndrucke sturmen anf die Seele des jungen Herrschers ein. der zunx ersten Male diesen wclthistoriscben Boden betritt und bet sernem Zuge durch die Straßen fich von einen! unabsebbaren Ge1stergefolg_e umwittert fühlt, dem in eincm großatngen Momente Ück) sag111um1ponnene Vergangenheit und Gegenwart, Ahnung 111111 unmitxclbarc Wirklichkeit verschlingen. Aber mächjig wie d1eser Eindruck wird auch die Wirkung dieses Besuches auf die W11t sem. Er „ßchert Europa den Frieden. er giebt Italien die Bürgschaft, daß, sem Rom unqnjastbar ist, so durch die Kraft und den Willen imncs „Volkes „wre durch die Freundschaft der Deutschen, und eröffnet_ ketden Natwneweme Zukunft inniger Gemein- schaft, fröhlichxn Gedetkens und lebendtgen GedankxnauStausckxes, in dem fick) der ita11e1111che und der germanische Genius immer tiefer durchdringen und m1t emander verickzmclzen Werden.
Dasselbe Blatt schretbt; _
Die Veröffentlichyng ch Tag_ebu§bs Kq'ner Friedrich's hat nach einer Seite bin unstreitbar eme gunstige Wtrkung gehabt; ein Theil der; xusfischen Presse, roran „Now,. Wrcm.“„vnd „Graibdanin“, bat aus derselben eytnommen, daß kcmeéswcgs Farsi BiSmarck als der Mittelpunkt der Femdsckpast gegen Rußland zu betrachten sei, daß vielmehr gerade er es war, welcher dem egen Rußland gerixbteten cnglischeu Zinfluffe cptgegentrat. Das 131113111 31111151 erwähnte Blatt
reibtu. .: _ ' _, . , '
stb So lange Fürst B1E11191ck semen 195111211 w1ch11gen Posten ein- nehmkn wird, läßt fich dreut behaupten,'raß ZZzwiscben Rußland und Deutschland nicht zu111Krteae kommen erd. Ww behaupten sogar, das; die Mißverständnisse zwischen Deutschland und Rußland ihre (Existenz gerade der Pol1!1_k Englands reßrdankknq, und daß die Saat dieser Zwietracht, 5111 so große Frucht? 111111171, krreits vom verstorbenen Beaconsfield gesimzt worden ist zur int des Be:- liner Kongreffcs, Gewöhnlich w1rd dte gai1ze_Sch1ild dem Fürsten Bißmarck zugeschoben; aber warum verg1ßt man Englands, desien Jutriguen dock) wobl bekannt genug sein dürften; man braucht bloß der chten IabXe des Vat1_ex1berg'1chct1 Regimcs in Bulaarien zu gedenken. AUerdtr-gs bat Für1tB1§march das Bündnis; mit Oésterreick) zu Stande gebracht, das gegen Rußland gerichtet ist - aber blieb ihm etwas Anderes zu 151111 iibrig a_ngefichts des Grolls, der nach dem Berliner Kongreß gegen ihn in Rußland zu Tage trat? Es wäre vom Standpunkt der Intere'ffew beider Nachbarstaaten äußerst wünschenswertb, daß diescLZ Er1191111; (die Veröffentlichung (1119 dem Tagebucbe), das so viel Larry 111 Europa gemacht 501, zum Pfand einer weiteren Annäherung zw11chcn Rnßland und Deutjchland würde.
_ Ueber die Kaiierreiiew äußert 11ch das „Jo urnal de St. Pétersbourg“ 101210191:
Die uns zugehendenZeitungcn bringen nicht_ Mir zablreicbe Einzek- beitcn über den Aufenthalt des Deutschen Kaiiers in Wien, soydxrn sie knüpfen daran, jede von ibrcni Standpunkt aus, «ck v011t11che Betrachtungen jeglicher Art. Einige daruntcr stellen _dte Rene des Deutschen .Hrrrfchkrs wie eine Art 215101111111 zu_ fernem Besuch in Peterhof dar und meinen, das; Se. Maxestax Ver11f11cht,u11„gen nachzq- kommen beabsichtigt, die er Rußland gege'rzuber „111 H11111cht auf M bUlgarischcn Angelegenheiten eingegangen 111 Ema derartige, Ver- muthung erscheint uns doch schr iübn.„_Nach'Allc111. 191113 111 den oifizieüen Blätfern über die Besuch: 51111111 Wilhelm's 11. an den fremden Höfen gesagt ist, ist es exdlaubt“k)inz11„:,1111"1ge11, dqß der chck dicser Bcsucbe geiresen ift: einerseus 0111 feikrltche Ark d1c gutkn Bc- ziehungen Sr. Majestät mit ken bitreffcndrw Höien, anderer- seits die friedlichen Abfichjen des neucn, Régtments zu kon- statircn. Es können also Verhandlungen ngendwücber 2111 über ipezielle Fragen garnicht in Frage kommen. Wahre'nd 1211116 21111- entbalts in Peterhof bat Kaiser 515311521111 sicherlich dte Ucberzeugung von den friedlichen Absichten dis rmfischen HofexZ gcwonnen und Se. Majestät wird fich anqclegen sein lassen, von diey'cr Ueberzrugung 111151) den Wiener Hof durchdringen zu lassen, und wird, we11n,er es fur nöjbig lxält, dies in gleicher Weise 111 Rom 117-1111. Ju _kxtnem Fall aber wird dies das Resultat irgendwelckykr Vcrpf11chtung ]e1n.
Deutsches Handels-Arcbiv. _Oktbbxrbest. _ Inhalt: Erster Tbcil. Geseßgebung und Stanstik. Gewßgchng. „Deutjckns Reick): ZoUrcgulativ für die Uriterwcser. _„Normatwbesßmmungen für die Hafenregulative. _ Vestimmuggew ubrr dcn Tabackxroben- verkehr. _ ZoUcegulativ für Reis1chalmublen.-_ Rxgulatw, bc- trcffcnd die Aubfublvergütuna für Taback. __ _Bcfanntmaxhuna, bc- treffend die Einfuhr von Pflanzen und somimen Gegxftanrcn drs Gartenbaues. _ Anleitung zur Prüfung 0911 Labendelol ,und R09- marinöl, welche als Zujaß zum allgemenien Branntwem-Denaku-
rirungsmittel verwendet Werden. _ Türkei Und Serbicn: Handels- 1011011111011 zwischen beiden Länkern. _, Schwctz:_2711nresgeifetz. be- treffend die Erfindungspatente. _ Emfuhr au-Zlgndiscbcn 211105016 zum Zweck der Denaturirung. _ Tarixéwicheidungen des eid-
genössiickren Zolldepartements im Monat AUÜUst „1888. _ Spanten: Zeitweilige: Schutz der Erfindungen, Fabrik- und Handels- marken 21. auf spanischen Au?stcll1:11_qc:_:. _ Erhebixng emes 311115111139 zur Auc-fubrabgabe im Haxen 11011 21115013: _ Zochkxandluna von Pfeffer bei der (81wa51 ans curc1_10_1schen Ländern. _ Errichtung önotcchniscbcr Stannen zur Unternmzung und Förderung des spanischen WeinbanchI, _ L?cdtngungen zur Criavgung des Markensck11ßes._ Gesundbe1tl1che Bcochßtmkg dcs Ungefübrten Viebs. _ ZoUtarif-Ent!cheidungen. _ N1ede_rlande: ZoUbebandlung verschiedener Gegenstände. _ Portugal: (8111111111190 auf Cißarrcn und verarbeitete Takacke für Madstra und die Yzorey. _ Verbot der Einfuhr ron Saccharin. _ Reglement 1111: die Fabzikationsstcuer auf Kunftbuttcx. _ Poriugal_und Chma: Jreund- 1151019- und Handelsvcrjrag zw17cken beiden Lavdcrn. _ Rdßland: Yusxetcourssexung der polnischen Fünf- und Zcbngrosxbcnstucke. _ ZrUfreie Einfuhr gewisser Waaren ngcb den_Jen1ffct- und Ob- Mündungen. _ Ermäßigung ch finn11chen Emgangkzrlls anf Salz und Wein bei der Einfubr aus R11 land. _ Rußland uyd Spanien: Zusatzprotokoll zum Handels- und Schiffabr1Ökatlage Urlsckken bxtden Ländern, betreffend die Zollbrbandlung fin111schen Ylkblwls bet der Einfuhr nach Spanien. _ Vereinigte Staaten 11011 Au1cr1ka: ZoUtanf- Entscheidungc11._ Frankreich : Zulassung vo_11 Medtztnal-C_rzeugn1ffc11. _ ara1ür schwereOele 11111) Petroleumtbcer 111 Petroleun1fasie111„_ 911- bebandlung von Weinmost mitZusav von Alkohol. _ (217111191110: olle und Abgaben für das Gebiet von Talamancq _ Turns; Aufbebupg des Ausfubrzollcs auf Wolle. _ Südafrikamsche chdubltk: ZoUtar1f- andctungen. _ Italien: Zuschlagsteuer von dem bet der Hersthun-g dcs Anatherinwaffers, des Chloralbydrats und des Saffaparrüa- Syrups verwendeten Alkohol. _ Ursprqngkzcugmste fur 5111111111111- waaren aus öffentlichen Niederlagen in Trrcst. _ Ursprnnsxszeugnisix iUk„POstsendungen nach Italien. _ ZoUbebandlqng dcr Salaccbmt (kleine Heringe). _ Zollbcbandlung von Maxolcka- und PurrzeUan- waarcn nach dem Vertrage mit Oesterreich-U1111a1n. _,AUÖfllkaWs“ vorschriften zu dem Gescß, betreffend die Sp1z1tu6-Verkaufs- abgabe. _ Festsetzung der natürlichen z2_llk11k)ol_stc1rke "der zur AUÖber gelangenden Rotöweine für d1e Ruckvergutuna„ der Steuer, _ ZoUbebandlung woÜener Shawlrj und Tucker mit, Seidenstickerei und Scidenfraxisen. _ Zollbehgndang von Gulvvre. _ Aenderungen des amtltcken „Wgarenverzmchmnes zum onarif. _ Italien und Griechenland: Kundigung dxs Handels-_und
chlffabrtsvertragcs zwischen beiden Landern. _ Sta_11ft1k. Deut]che_s RM): Produktion der Ver Werke, Salmen 11111) Hutten des preußi- ichen Staats im Jahre 188 . _ Großbritannien: Der auswarttge Handel im Jahre 1887. _ Sebiffkvcrkebr und Handel der australi- 1chen Kolonien im Jahre 1887, verglichen Mit den Vorjahren. _ Oksterreich-Ungarn: Der Waarcnvetkehr 1111901119 1111 Jahre 1887. _ Peru: Ausfuhr von Gold und Silber 111 der 3111 vom 1.I1111 1887
bis Ende Juni1888. - MünJrägung in der int vom 1. Juli 1887 bis Ende Juni 1888. _ tal1e11: Der auswartige Handel im Jahre 1887, insbesondere der Verkehr mtt Deiztsävland. _ Schweden und Norwegen : Handel und Schiffahrt Schupedens tm Jabre1886._ Egypten : Handelsbewegung im Jahre 1887._ Schweiz: Wgarenverkehr m1tdcm Auslande im Jahre 1887. _ Literaxur. erzetchniß der Kaiserlich deutschen Konsulate. _ Zweiter sztl. Berichte über das Ausland. Europa. Gala : Handelsbmicht fur das 301121887 und Bericht über den Berke 1: in den untxren Donayhafen 11". dem nämlichen Iabre. _ Konstantinovel: SebiffSrerkebr tm qure 1887. _ Han- delsbericbte für das Jahr 1887 ays Kreta, Bilbao. _ Schweden und Norwegen: Die wirthschaftuckren Verbaltmffe Schwedens im Jahre 1887 und bezw 1886. _ Stockbßlm: Waaren- und Schiffs- verkehr im Jahre 1887. _ Bordeaux: 07111- und Ausfuhr von Wein und Spirituosen, sowie Schiffsberkebr 1111 Jahre1887. _ Afien. Handelsberichte für das Jahr 1887 aus Shaugbm, Samos. _ Smyrna: Die Lage des Zuckermarktes. _ „Calcmta: DaSIndigo- Frachtgeschäft. _ Verkehr deutscher Sch1ffe in den Häfen von Calcutta und Chittagong tm Jahre1887. _ Cantdn: Hundes?- überfichtcn für das Jahr 1887. _; Dre Lage „des Seidenmarkts. _ Afrika. Tunis: Handelsbertcbt fur das 711136116 Halbjahr,1887. _ Handelsberickxte für das Jahr 1887 arts; Mozambique, Tripolis. _ Kapstadt: Der Handel der Kapkolonie nn,Jabre 1887. _ Amerika.- Vereinigte Staaten von Amerika: D1e wwthschaftlicben Verhältnisse und die Produktion der S1aa1en Ohw, M1ch1ga_11, Indiana, Kentucky und West-Virginia im Jahre 1887. _ Kolumbien: Geldverbälfniffe und Wechselccurse. _ HandelsbeUÖte fur'das Jahr 1887 aus: Port of Spain, Matanzas, Georgetown (Britisch-Guahaya). _ Gugte- mala: Zuckerausfuhr aus Central-Aryertka nach Kaliwrnien im crjten Halbjahr 1888. _ Bolivien: Jortiuhrung der Eisenbahn ron Anw- fagasta in der Richtung nach Voltmen.
Vcröffentlichungen des Kaisxrlicben Gesundbei1§= umts. Nr. 41. _ Inhalt: Gefyndbettsstaxd. Volkßkrankbettexi 111 der Berichtswoche._ Volkskrankhrtten und Sterblichkeit im August 1888. _ Sterbefälle in deutschen Stgdjen von 40 000 und mehr Ein- wobnern. _ DeSgl. in größeren_ Stadten des Awdlandes. _ Erkran- kungcn in Berliner Krankenbay1etn. _„DeSgl. 111 131111107611 Stadt- und Landbezirken. _ Cholera1n Ostmdtrn. _ Witterung. _ Zeit- weilige Maßregeln 2c. _ Thierkscucben 111 der SÖwriz, März 111111 April 1888. _ Tbierfeucbcn 111 Egyyten. _ Veterinärbolizeiw'be Maßregeln. _ Medizinal-Gesxhgebung xc. (Preußen.) Viehtransport nach den Nordseebäfcn. (Verl1n.) Mmeralwaffcr-Fabriken. (Braun- schweia.) Anwesenheit der Lebrcr bet den J'mpftermincn. (Schwarz- burg-Rudolstadt.) Coca'jn in Apotheken. Mtkroskopisrhe Untcr1uchung des SchMineflcisches. (Hamburg.), Ayswandcrerweken. _ Recht- sprechung. (Reichkgericht) Verzenkmffe der verpflichtetcn Fleisch- bcstdauer in Oberbayern. _ Kongresse, Verhandlungen ron gesetz- gebenden Körperscbaften, Veremep 11. (1171. Deutscher Aerztetag.) Gebeimmitxklwesen. _ (Frank1e1ch.) „Gyvsen dcr Wej11e. Vérwrn- dung des Saccharins bei Nabr11n0§m11te11_1. _ Vermiichtes. Preis- au§schreiben dés Niederrheixiischen Vereins 1111: öffentliche Gestxndbeitö- pflege. _ Niederöstertcick111che andes-Gebär- und J111de1m11talt. _ Sterbefäkle in deutscken Orten 11111 15000 und 111151 Einwohnern für 'dendMonat August 1888. _ .Desgl. 111 größeren Städten 279 21115- an es.
Statistische Nachrichten.
Ueber die Steigerung der Preise von Weizen und Roggen im Laufe dicses Jahres geben die TabeUcn des Kaiserlichen Sta- 1istiscbcn Am1s, welch bekannjlicb seit 1879 monatliche Nack)- 1reis1mgcn über Großhandelspreise wichtixxcr Waarcn voweincrAnzc-bl deutscher Plätze für bestimmjc Mustersorten veröffentlicht, wlgende Auskunft. Cs kosteten 1000 kg Mark : -
im Januar im August mithin betrug die 1888
1888 PreiHLt/eigerung ,“0 &. Weizen. Berlin . . . . . 162,62 172,17 5,87 Breslau . . . . . 152,00 166,00 9,21 Danzig“) . . . . 124,85 141,52 ' 13,35 Franksurt a. M. . . 179,60 185,90 3,51 Halle a. S. . . . 158,00 172,10 8,92 Köln . . . . . . 172,37 183,90 6,69 Königsberg . . . . 152,00 172,00 13,16 Leipzig . . . . . 167,78 179,92 7,24 Lindau . . . . . 186,50 209,50 12,33 Magdeburg . . . . 165,00 176,94 7,24 Mannheim . . . . 196,20 210,00 7,03 München . . . . 186,00 202,50 8,87 Posen . . . . . 153,30 172,20 12,33 Stettin . . . . . 167,23 177,72 6,27 Stuttgart . . . 200,00 215,00 7,50 *) Tranfitwaare; urbcrzollt. 1). Roggen. Berlin . . . . . 118,05 138,83 17,60 Breslau . . . . . 113,00 142,00 25,66 Danzig . . . . . 102,19 124,26 21,60 x"rankfmt a. M. . . 137,90 146,55 6,27 Zaüe a. S. . . . 122,30 141,95 16,07 Köln . . . . . . 131,62 140,70 6,90 Königsberg . . . . 99,50 125,00 25,63 Leivzig . . . . . 123,72 147,31 19,07 Lindau . . . . . 163,50 168,50 3,06 Lübeck . . . . . 120,00 142,00 18,33 Magdeburg . . . . 122,88 138,88 13,02 VNannbeim . . . . 144,70 153,30 5,94 München . . . . 135,50 160,00 18,08“ Posen . . . . . 102,20 122,50 19,86 Stettin . . . . . 115,33 136,94 18,74 Stuttgart . . . . 155,00 165,00 6,45
_ Ueber die im Jahre 1887 im O_roßbcrzogxbuxn Hessen stattgebabten Geburten, Sterbefallc, Ebe1ch11ef11z11ge11 und Ehescheidungen bericht.t die Nr. 419 der Mittbeaun 1:1 der Großherzoglich bcsfischcn Ccntralstelie für M Landesstgnstik: „511 der Provinz Starkenburg betrug die Zahl der Geborenerz 11:1 Ganzen 13743; davon waren ehelich geboren lebend 6345 1110111111159, und 5835 weibliche, ehelich todt 283 männliche 'Und 203 wctblicbe, unehelich lebend 542 männliche, 491_ rvcibltche, 111185111111 1th 31 männliche, 13 weibliche. ZwälmgSgcburtcn gab, es, 154, DriUingsgeburten 1. Die Zahl der Gestorbenen etnschxtcßlxcb der Todtgeborenen betrug im Ganzen 9191,“ davon waren mann11ch 4772. weiblich 4419. Die Zahl der Eheschließungen beltef fick) auf 3073; Ehescheidungen kamen vor 25.“ In der Provmz Oberbeffen stellte fich die Zahl der Geborcnen nn Ganzey ayf 7762; davbn waren ehelich geboren und zwar lebend 3483 mannltchx, 3445 M15- liebe, ehelich 1th 121 männliche, 103 we1blicbe_; upebel1ch leberzd „316 männliche, 274 Weibliche; ehelich ,todt 9 mannliche, ]1 weibliche. Zwiüingßgeburten gab es 107, Drillingsgeburtxri 1. De Zahl der „Ge- storbcnen cinschließlich der Todtgeborencn bel1cs sich auf 2974 mann- liche, 2939 weibliche, im Ganzen, 5913. Me Zahl der Ebe- scblizßungen stel]! sich auf 1836, die der Cbeschetdungxn auf 14. In beinbeffen belief fich die Zahl der Geborenen auf_1n§gesammt 9881; davon Waren ehelich und „lebend geboren 4574 znannliche urid 4263 weibliche, todt 195 männ11che unde1'72 wetblichc. unehelich lebend 322 männliche, 314 weibltche. Zwrllmgögeburten kamen vor im Ganzen 124, während sich die Zahl der Drtümgßgeburten auf 4 belief. Die Zahl der Gestorbenen élnsch11eßltch der Todtgeboreyen beläuft sich Alles in Allem auf 6972; dgvrn waren 3661 mannltrhe und 3311 weibliche; die Zahl der Ebescbließunéen stelxt fich auf 2268, die der Ehescheidungen auf 40. Zieht man das Re ultat fur das gesammte
Großbetzogibum, so ergiebt die Summe alleyGebur'ten, Sterbefälle, (Eheschließungen und Ehescheidungen in den drei Provmzey Folgendes: Die Zahl der Geborenen stellt sich Alles tn Allem fur 1887_auf 31386. Ehelich und zwar lebend geboren find davon 14 402 mann- lichen, und 13 543 weiblichen Geschlechts; todt geboren find 599 männlichen und 478 weiblichen Geschlechts. Unebelich geborerx wurden lebend 1180 männliche und 1079 weiblicbe, todt 58 männltcbe und 47 weibliche. Zwiüingsgeburten gab es 385 Dr1l11ng§geburte11 6. Die Zahl der (Hestorbenen einschließlich der Todtgeborenen belauft fick) ianesammt auf 22076; männliche 11407,_ wxiblicbe 10669. Eheschließungen gab es Alles in Allem 7177, Ebe1che1d11ngen 79.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
In der Verlagßanstalt für Kunst 1111?) Wissenschaft, vormals Friedrich Bruckmann in _MünÖen, er1chetnt vom 1. Oktober ab: „Klassischer Bilder1chc113', herauégxgebcn von Franz vgn Reber und Ad. Bayersdorfer. D1eser Sammeltitel [oll fur die Kunst dieselbe Bedrutung baberz, wie „Reclam's Universa!- bibliothek“ Oker .Mcyer's Volksbüchcr 1111" die WYZliteraYur', den1_1_d1e Herausgeber bsabfichtigen, unter diesem Namen die 1ammtltcben Menier- werke der bildendkn Kunst aller Zeiten und aller Ku1turwerke 1111111 und nach in vollständig gleicharjigec Ausstattung, zu dem nied'rtgen Preise von LF „3 anfdas cinzelneBlatt berechnet, zu vereinen ; 011113211111, 011€ Kaltbr- völfer soßen gleichmäßig berückfichtiatwerden,__dxnn das xmztge Reqmfit für die Fähigkeit zur Aufnahme in den .K1a1111chn 231011115013“ soll sein: künstlerische Bcdcutung. U:"ber diese zu e11tjche1den w1rd _Sacße dcr Herausgeber: des Direktors der Königlicbcn Pinakothek _altxrcr Meister in Müncbrn, Profkffor _Franz Von Rcbcr. und des 51911111- vators derselben Galerie, Dr.AdolsBavcrÖdorfer, 16111. Der „Klammcbe BildérscHQTZ' ericheink in Halbmonatßhcstcn zu 50 „Z. Jedes HSFt enthält 6 Blättsr 111 Folio auf sta1kcm Karimi. Paptergrbße 23 : 31 0111. Bildgröße 17 : 25 0111. Akan kann aus JabreS-Scrien von je 24 Heften 050111111111. Einzélnc Hefte und Blätter werden nicht abgegeben. _
_ Deutscher Kalender 1889. 34 Zeichnungen von (811111 Doeer d. J. Mit Beiträßen v:n FeLir Dab11._ 222109211 111111- iarbig auf Büttcrwapier. (Berlin, Verlag 111111 Rembold Kühn'Hof- buchhandlung, Lcipzigcriéraße 1151116) (Pr. 1 016) _ Zum merten Male 1111521111 dcr .De1111chc Kalender“ für seinen 11111 1201111 Jahre wachsenden Frkun'cskreis, und in glücklicher Uebereinitrmmung bqben Dichter und Künstler dazu bcigxtrascn, dcn Jahrgang 1889 2111111 würdigcn Genossen seiner Vorgänger wsrdcn 5111011111. Julnzs Wolff und Ernst von Wildenbruch 61111211 ihren Nachfolger in Felt).- Dal)", dessen prächtige Verse drn Deut1chen Kalcnder18849 211111151111, nnd ihrn ein vöUig 1181123 Gewand geben. _ Die rcizcn'rcn Gaben Dabu S_bat die Kunst Emil Drcplxr's d. J, mit originellen Umrahmungen geschmuckt. Jn sixmigster Wrise wird der Lauf des Jahres durch das chen de_s Wribes illustrirt. _ Daß Kalendgrimn 121111 „in gewohnter Wms 12 Achoricn, weche dic Kaiicrbäuwr dcs De1111chcn Nerchs verzinn- bildlichcn 1111d seliene ältere 21nfichten von 12 deutichen Stadten bringen. Daran schließ1 fich ein Panorama vom Nisderwald 11er der Regententafcl, gegeuüber der .Stammbanm' _des Dcutscbcn Reichs, und beschloffén wird das Wrrkxßcn 511111) Meiiter Guttenbsrg an drr Presse. _ Obglcick) der Umfang des Karlenders wtedcrum vcr- mchrt ist, wurde der billige Preis von 1 „44 be1behalten.
_ Die Reform der direktey Steuern, izisbesondere die Einführung der Selbitctnschätznng 111 5Yreußcn. Ein M0hn11§ort an Tie rwußischcn Landtagswählsr 13011 L; Henrich, Notar zu Völklingen a. d. Saar, stellvertrcwnrem Vornyenden dexs „Vereins gegen Muchar im Saar-Gcbiete“. Berlin, Car1H-171nanns Verlag, "1888. (Ladenpreis 1 „FH) _ Die vorlirgend€__Schr1ft soll ein 2110511111911 an die Wähler zum nächsten preu511chen Land- tage sein, we1ches die Einen über die Richtuyg Yer noth- wkndigen Reformen der direkten Steuern auszuklaren ,und sie durch Hinweis auf 112 große sozäale Bedrutung dieser Frage in ihrem eigenen Jnterene zur eifrigen und 1116.11 durcb deutsch-
rcismnigcs Phrasengeklingcl bceiwflußfcn Erfüllung ihrer Wablvfitcht anzuspornen, die anderen, die bc1iyendcn Klassen, daraß 311 mahnen bezweckt, „daß fie freiwiüig auf unbedingte und kyrz1tcht1ge Pflege ihrer cgoistiscbrn Jnteresien verzichten, daßsicibren Einfluß vcrweyden, um ihr Steuchrivilsgium 111 vermirwcrn, daf; fie gern mehr leisten, daf: fie, wie schon Schäffle sagt, nach dem Grundmxx „1101116352 056,29“ handeln und so cine Frage aUgemem berrtedigcnd zu lösen helfen, wclche kein unbrstrcitbares Naturrecht zu ent- scheiden im Stande ist.“ Damit aber 111129 Mdbnwort _nack) bsiden Seiten das Gewicht_ bat, welches zu e1ncr_n Erwlge nothwendig ist, hat dsr Verfasser, ioweit 13 die ?arstellung'der Art der Verwirklichung der Reform und deren Begrygdung betrifft, auf jede 11111111 Ausführung verzicßtet und giebt 111 _d1e1er'Beziebung nur, zum Theil untcr wörtlicher Anfübrung, dasjcntge w1ed11,_ was hervorragcr-de Volkswirthschaft171ch1er gclebrt, 110111511112 Schr1ft1teller geschriebrn und angeikbene Parlamentarier 9111119117111 haben. Der- selbe hat seine Tbätigkrtt daher nur daran.“ beschrankt, das_, was er bedeutenden Gewäbrsmänncrn e11t11om1111n hat, zusammenzmtellen und Einzelncs Tbatiäch11ck1e ergänzend einzustigcn.
_ (A. ercrt'ö wiss. Corr.) 2111381112111 wurde beklagt,. daß Gustav Nachtigal's Werk über 12111e in “ren Jabrc11v1868'b1s 1874 angefübrtc bkdeutungsvolle Afrikareiie in Folge 1319 1111518111961! Trdks des Forscbcrs 1111110110121 geblieben ist,. da nur der, erste und zwcite Band erschienen. Dasselbe 111th den T1ie_[: „Sahara untd Sudan “ Ergebnisse scÖT-jähriger Reimx in Amka (Bcrlm 1.880 bis 1881). Um so erfreUlicbcr wird 1111 zahlreichsn „Freunden des kuhnrn Reisenden und den weitesten Krciscn des 131116111211 Publ1§ums UL Nacbricht 11111, das; 19 110111 Ordnung der nachgcla11e11111 Y11fze1chyungen endlich gelungen ist, das Werk der VoUeiidung 3113101151111, ioweit dns 11achdemTode dcs Vrrfaffers 1152111011191 111611111!) war., Der dritte „Band, die Reise durch Wada's und Dar-For 1childe_rnd, wird dcmnackxst im Verlage von F. A. Brockhaus erscheinen. Die 111 d1e1e111 Bande zur Veröffentlichung gelangenden RciIZLscbildcrungsn 131". Nachtigals beanspruchen gerade in der Gesienwakt 11111 10 höheres Jnterene, als sie diejenigen Länder des östlichen Sudan betreffen, von denen die Mabdi-Bewegung dcr lcyten Jahre ihren 211121101113 genommen. Durch ein Gesammtregisier Übar 0118 drei Bände wird das Werk z1_1 emem vollen Abschluß gelangen, und dieser drjtte Band wird daswlbe zu einem würdigen Denkmal des großen Rcijcnden gbrunden.
_Geschicbte dcsrömischcn51aiserrc1ch2 rondchch10cht bci Artium und der Erobkrung Egyptrns 115 zum Embrxch drr mearen, von Victor Duruy. ULÖLUWT 11011 Proicnor Dr. Gustav Hcrßbcrg. Mit ca. 2000 Jllunratwncw, Ycrlag von Schn1idt 11. Günther 111 Leipzig. 81. bis 83.Heft, (5111212128055) _ Zu diesen ncucstrn 3 Lieferungen 118325321713 wnd d1e rr11111che Kaiscrgcscbicbte durch folchde Abichnitke we1tcrgesübrt, wrlchex 3111111111) den Inhalt kennzeichnen: Tacixus, Ptobus und'Carus; Car111u2 und Numerianus; Dioeletian und Maximiczn odcr dtx chik111erherr1chaft (284 biI 293); Die Vietkaiserkcrrscbaft; Neugcstaltung der Verwal- tung; Eeseygcberisäxc Thätigkeit Diocletian's. Yon dcn 57 Tcrx- iUustrationcn und VoUbildcrn crwähncg wir folgende . als die bemerkenéwertbestcn: Ruinen des Sonnentcmpels 111 Pal- myra. Dcr Träger des Drache11ba1m€rs, Ruincxi des Palastes der chobia, Bilknif; dcr chobia, An, einen Wager) gespagnte Elcpdanten, die einen Tburm tragen, Gladmtcrrn zu Roß, Gemaidc aus “ompcji, dcr Sonnengoft. (3111 in Pari? gesundcncs ringsöwxiiges (93175 mit 311951111, 2111113 Dioclctimi's aus dem Kczpitol, Kolonales Sißbild des Jupiter, Eine zu Trier grfundcne Trinkichale aus G'las, auf welcher der große Circus bei dieser Stadt dargestexlt ist, Namen der Bäder in eincr römischen ViÜa, 1811 zu Bignor in Suffex ent- deckt, Die 16 antiken Säulen der Kirche San Lorenzo in Mailand, Die Pompcjussäule in Ale andria, Cin Panzerrcitcr, Dcr Perser- könig Narses, Münzen des rajan, auf deren Kehrseite der Phönix mit dem Heiligrnschcin auftritt :e. :e.
_ Die am 13. Oktober d. J. erscheinende Nr. 2363 der .Illustrirten Zeitung" entbält u. A. folgende Abbildungen: Die Nordfaqade dcs wiedcrbcrgestcllten Ratbbauscs in Lindau. _
Kaiser Wilhelm 11. 111 Münchsn: Der Einzug am Abend des
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