1888 / 267 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 20 Nov 1888 18:00:01 GMT) scan diff

zuxn leßienHauÖ Sein ganzes Sein erfüUten. In diesem Sinne wunschen wir, als die Vertreter der Reichshauptstadt, deren ststige Entwickelung für Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät Hock)- seligen Gemab1 allezeit ein Gegenstand anregender, fördernder und ichn ender_Tbxtlnabme War, zum blexibendrn Andenken an weiland Kat er Friedricb's Majestät eine, Alierböcbsideffen Namen tragende Stiftung zu begründen. Diese Kaiser-Friedricb-Stiftung soll im Sinne des Hochseligen Kaisers und Königs der För- derung der , allgemeinen VolkSwoblfahrt gewidmet sein und aus den Mitteln der Stadtgemeinde mit dem Beira e von fünfhunderttausend Mark außgestattet n-erden, Die nähere ZZestim- munq des Zwecks der Stiftung haben wir einbeUig beschlossen, der Entssckxeidung (Fw. Kaiserlichen und Königlichen Majestät ebrfurchtsvoll anheim zu geben. Der erhabenen Genosfin aller idealen und auf Förderung ,der Volkswoblfabrt gerichteten Bestrebungen des Hoch- seligen Kaisers, der verständnißinnigen Vertrauten Seincs Dichtens und Trachtens gebührt die Entscheidung, welchc Art der Betbätigung am bestxn dem Sinne des Hohen Verkliirten entspricht". Wir haben fcrnerxinhellig beschlossen, daß kem-Hocbseligen Kaiser Friedrich unter B(ibeiljgung der Vevölkeruna in der Reichshauptstadt ein Denkmal errichtet werde, welcbes das Bild 816 edlen, hocksinnigen, dem Herzen des Volkes so nahe stehenden Fürsten in lebendiger Erinnerung erhalten soll für aÜe Zukunft. (Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät unterbreiten wir am heutigen Tage diese Beschlüsse zu Alierböchster gnädiaer Kenntniss, als ein Zeugnis; der innigen Liebi, Dankbarkeit und Verehrung, mit der die gesammte Bürgerschaft das ?Ungekenken an seinen geliebten Kaiser Friedrich 11]. hegt und für immer bewahren wird. Mögen (Ew. Kaisrrliche und Königliche Majestät AULrgnädigsi gerubcn, in diefen Kundgebungen der getreuen Bürgerschaft von Berlin den Ausdruck „der tiefen Dankbarksit und Verehrung für den verklärten, geliebten Kaiser zu genehmigen, Welche in AUcr Herzen unauslöickilicb fortlebcn wird. Möge die Bétbäti“ gung des Willens, im Sinne des_uns Allen zu früh Entrissencn zu schaffen und zu wirken, Ew. Kaijeriichén und Königlichen Majcsiäi eine Linderung dks Schmerzes sein, den zu verkiärcn, nack) (EwKaifc-r- lichen Majesiät Allerhöchstselbsi gewähltem Wort, „nichts so trefflich lehrt, als das Bemühen, fremdem Leid zu wrbren.“

Gott erba1te (Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majesiät das gläubige Vertrauen und den Sinn wie die K'raftxitei-sr werktlyätiger Liebe, die jedes Leid zu stiller Versöhnung mit Allem führt, was durch Gottes Rajbickoiuß uns auferlcgt wird.

In tiefster Ehrerbietung Verharren wir *

Ew. Kaiserlichen und Königiicben Majestät allernntertbänigsic, treugchoriamsie Magistrat und Stadivrrordncirn zu Berlin. von Jorcienbeck'. Stryck.“

_ Auf das Teflegranim des Magistrats von Berlin an den General-Adjutanfen Sr. Majestät des Königs von Italien ist, dem „W. T. B.“ zufolge, nachstshende Drahtantwort (in Uebersetzung) exingrgan en:

Neapel, Königlicher Pala t, 17. Oktobkr.

Nath'kem Sr. Majestäf, meinem erbabenen Herrn, IlJ-r Telegramm ringebändigt rvordcn, hat Se Majestät, erfreut, daß die Freundsäsaft zwischen der deutschen und italieniscbkn Nation durch das [)ochbedent- same Ereigniß des willkommencn Beiuchs Sr. Mnjrstät dcs Kaisers Wilhelm 11. in Italien befestigt worden ist, mit bcsondcrcm Wohl- gefallen die verbindiickien Ausdrücke cntgsgcnnrnommcn, Welche Ihm von dem Magistrat dortiger berühmten Stadt zugegangrn sind, und beauftragt miri), demselben Seinen w::rmrn Tank auszusprechen.

General Graf Pafi, Erfier Adjutant des" Gencralstabcs.

_ Ein Ehegatte ist nicht als ein in dem Bcixiebe des andern Ehegatten beschäftigter „Arbeitsr“ oder „Vetriebs- beamter“ im Sinne des §. ] Abiaß 1 des UnfaÜversicherupgs- geseHeH anzusehen (vergleiche „Amili 6 Nachrichten des 91:58:81.“ 1885 Seite 3 Ziffer 10, Seits 16) Nr. 6; 1887 SLM 142 Ziffer 341). Dadurch wird nicht ausgeschlossen, daß durch

ufnahme eines Ehegatten als Arbeiters oder BZLriebH-beamtsn in die von dom andern Ehegatten als Vetrieaniern-Zhiner eingereichte BetriebSamneldung (?. 35 dcs Unfaliversicherunns- geseßes) und in die Lohnnachwei ung (8. 71 Abfaß 2 a. a. O.) unter Umständen ein formell=rechtliches Versich9rung4verhältniß be kündet, und dadurch Seitens dex: fo Vsrsickierten ein Renten- anLZpruch erworben wird. Auch kann im Falle statutarischer u'lässigkeit die Selbjtverficherung eines solchen Ehegatten als

itunternelimers in Frage kommen. Die vorsteixenden Griind- säßx hat das Reichs-Versicherungsamt in einer Rekurs- ent1cheidung vom 18. Juni d. I. (Nr. 592) aufgestellt aus Anlaß der Geltendmachung eines Nentenansprucbsz Seiten?- eines Ver- leßten, welcher als Betriebsbeamter seiner Ehefrau in der von der- selben als BetriebSunteinehmerin eingere-ichten Vétriebsanmel- dung sowie mit seinem Gehalt in der Lohnnachwetsung auf- ?efiihrt, von drm Geno!senfchaftsvorstande' aber wieder ge- trichen war, sobald dem elben das eheliche Verhältniß zur Betriehßunternehmerin bekannt wurde, Und bevor iibérhaupt noch ein Umlagebeiirag Seitens der Letzteren geleistet worden war; Aus den Gründen: ES entspricht den hinsichtlich des ehelichen Verhältnisses obwaitenden grundsäßlichen Anschauun- en im Allgemeinen nicht, die Beziehung von Arbeitgeber und

rbennehmer als zwischen Ehegatten rrchtlick) möglich anzuer- kennen. Die sittliche Auffassung der Ehe als des Verhiiit: nisses zweier zu ungetheilter Lebenßgemeini'Wst berufene: Personen verirägt fich'nicht mit den das bezeichnete soziale Verhältniß 'bcycrrschenden Begriffen, welche in das Verhältniß dyr aklgetnemen Gleichberechtigung der Ehegatjen dcn damit nicht vereinbaren Gegensatz wirihschaftiicher Abhängigkeit des einen vom zindern hineintragen wiirden. Demgemäß hat das Reickxs-ersicherunJSamt auch in festste ender Praxis abgelehnt, den in einein verfickZerung-spflichtigen e1ricbe des einen Ehegat- ten 52scha1t1gten an eren Ehegatten auch beivölliger Aehnlichkeit de§_a„ußeren Verhältnisses mit demjenigen anderer daselbst be- schä1t1gter Personen für einen nach Maßgabe der Bestimmun- gen der UnfaÜverstcherungSgeseße versicherten Arbeiter zu er: achten. *Diese Anschauung ist alierdings in dem Vescheide 341 („Amtliche Nachrichten des R.-B.:A.“ 1887 Seite 142) [edi lich mit Beziehung auf den Begriff „Arbeiter“ zum Ausdru ge- bracht worden. Indessen besiand bei dieser, dem tvaisächlicben Anlaß zu dem vorerwähnten Vrscheide entsprechenden Be- schränkung dezs Grundsatzes auf den „Arbeiter“ keineswegs die Ahsicht, dam1t einen Unterschied zwischen Arbeitern und Be- triebsbeamten offenzuhalsen. Vielmehr kann nach dem ange- führten Grunde fiir den Ausschluß des Ehemannes aus dem Kreise der im Betriebe seiner Ehefrau beschäftigten V.?rfonen kinn Zweifel datüber bestehen, daß auch bei einer Beschäf- tigung nach Art eines Betriebsbeamten für den Ehemann die Anwendyng des UnfaÜversichemngSgeieY-Zs außgeschlossen ist. Wenn em Betriebsbeamter auch den Ar eltern gegenüber eine

Höhere, Steliung einnimmt, so theilt er doch mit ihnen dic: wirth- chastlich? Abhängigkeit vom gemeinsamen Arbeitgeber, und eben diese würde dem durch Grieß und Sitte benimmten Inhalt

596 xhelichen Verhältnisses wtderspreckien. Es kann hiernach sügliZ unerörtert bleihen, ob der Kläger als Arbeiter oder als etriebsbeamier im Betriebe seiner Ehefrau angestellt gewesen ist. Die Frzme, ob auf Grund der Aufnahme des Klagers als Betriebsbeamten in die von seiner Ehefrau

eincZereichte Beiriebsanmeldunn beziYungsweise in die Lohn- na weisung em formell-rechtliches ersicherung§verhältniß zu seinen Gunsten hat begründet werden können, schridet hier aus, weil, ein solches Verhältniß im vorliegenden Fall that- sächlich mcht zu S_tande gekommen ist. Im Uebrigen könnte die Bejahung dieier Frage in Betracht kommen, wenn der Ehemann mit Wissen der Organe der Berungenoffenschast von der Ehefrau als Vetriebßnnternehmerin unter den versicherten Personen in der Lohnnachweisung mit aufgezählt wäre, und die Berungenoffenschaft jahraus jahrein Beiträge nack) Maßgabs einer solchen Lohnnachweisung, mithin auch unter Anrechnung des Lohnes oder Gehalt?- des Ehemanns, erhoben hätte. Denn Treu und Glauben verlangen auch auf diesem öffxntlich-rechtlichen Gebiet, daß das Bestehen lange ZIM hindurch übereinstimmend von den Betheiligien als indend anerkannter Verhältnisse nicht dann von der einen Seite inFrago gesteiit werden darf, wenn sie zu Gunstsn des anderkn etheiligten in Kraft treten soUen. (Vergleiche„Amt- liche Nachrichten des R.-V.:A.“ 1886 Seite 55 Ziffer 138.) Was endlich die von der beklagten Bsrungenoffensctzafi ange- nommene statutengemäße Möglichkeit für die Vetrieb-Zuntsr- nehmer angeht, den Ehegatten unter gewissen Vorausseßnngen (z. B. bestehender Giitergemeinschast) freiwillig zu versichern, so behauptet der Kläger selbst nicht, daß seine Ehefrau davon Gebrauch gemacht habe, so daß auch dieser sonst in Betracht zu ziehende Grund, det.": klägerischen Anspruchs (vergleiche den vonder Selbstversrcknrung der Genoffenschastézmitglieder han- delnden §. 49 deS Normalstatuts _ „Amtliche Nachrichten des ?i-V-A.“ 1885 Seite 9 _) nicht weiter in Frage kommen ann.

_ Der Königlich sächsische auszermdentlick)? Gesandte nnd bevollmäcknigte Minister, Graf von Hol cnthal und Bergen, ist am 18. d. M. nach Vcrlin zurii gekehri und hat die Geschäfte der Königlich sächsischen Gesandtschait wieder übernommen.

_ Der Königlich niederländische Gesandte am liesigen Aüerhöchstsn Hofe, Jonkheer van der Hoeven, ist vom Urlaube nach Berlin zuriickgrxkehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder übernommsn.

Potsdam, 18. Oktober. (W.T.B.) Die Grundstein- legung zu dem_ Mausoleum des Hochseligen Kaisers Friedrich, welches an der Nordseiie des vor deri“ Friedens- Kirche belegenen Vorhofes angebaut wird, hat heute Nack): mittag 2 Uhr in Gegsnwart Ihrer Majestät der Kaiseérin und Königin“, Ihrer Majestät der Kais-xrin Friedrich sowie Ihrer Königlichen Hoheiten derPrinzessinnen Victoria, Sophie und Margarethe, Sr. Königlichen Hoheit des Kronprinzen von Griechénland, Sr. Hohrit des Erbprinzcn und Ihrer Königlichßti Hoheit drr Erbprinzessin von Sachssn- Meiningen und Sr. Köniniickwn „Hoheit des Prinzen Friedrich Lropold staitgefundsn. Nach 61116111 einleitenden ©6991 ch Hofpredigers Windel und 911181.“ kurzen Weiheredo dex. Predigers Persius fand dis Verlesung der Grundstein-Urkunde durch dsn_ Prinzen Friedrich Leopold statt. „Hierauf wurde dsr kupserne Kastc-n mit der Urkundc, vielen Münzen und Schriftstücken vsrmauert. Alk: dann thaten die Kaiserin Augusta Victoria, die Kaiserin Friedrich sowie die anderen Höchsten Herrschafton die üblich2n .';ycimmérschläge._ Nach beéndeter Fsier begab Sich Jbre M1- iesiiit die Kaiserin Friedrich mit den Prinzessinnen-Töchtern, HentKronprinzen von Griechenland und den sachsen-1neiningen: 1chenHerrschaften nachGolm, um einer in der dortigen Kirch,: peranstalteten liturgischen Gediicbinifzfyier beizuwohnen. Zu der Feier, welcbe Nachmittags gr-gßn 3 Uhr ihxxn Anfang nahm, hatts sich mit Ihrer Majestät und den Höchstén Herr- schaft-en eine sehr große Trauerversainmlung daselbst eingefunden. Die Predigt lziilt Superintendenx Reifenraih; derselben war Vers 16 des 4. Kap. der ersten Epistel St. JoimuniH: „Und wir habrn erkannt und gsgiaubrt die Liebs, dis (Hoti zu uns hat; Gott ist die Liebe, Und wer in der Lie-Öe bleibei, der bleibst in Gott, und Gott in ihm“ zu Gruniae gelegt. Ati die Predigt schloß sich dix! Einweihung des Knilleffckxn, die Hochzeit zu Kana darstélienoen Altarbildek- sowie des Kronleuchters. Die Geslmge wnrden Theils von der Gemeinde gesungen, iheils vor, dem Chor :non Vornim und dcm gegen 100 Stimmen ziibiendc'n Chor DLS hiesigen Victoria-Gymngsiums, das 1111121: dem Protcftoraxc Ihrer Majestät der Kaiterin Frisdrich stein, aus- gefiihrt. _ Nach dem Schlußgefang der Gemeinde: „Ach bleib mit Deiner Gnade“ begaben Sich Ihre Majsstät die Kaiserin und die anderen Höchston Herrschaften zu Wagen nach der Q.LildparkStation, von wo um 4 Uhr 40 Miruien die Riickfahr: nach Berlin erfolgte.

, Baden. Karlsruhe:, 18. Oktober. Der„KarlSr. Ztg.“ Wird ans Mannheim , vom 16. Oktober, berichiet:

Der Besuch Ihrer KönigiichenHoheiten de;?" Erbgroßbexzogs und der Erbgroßberzogin bat diE Bevölkerung unserer Stadt in 6111? fre'udig-frohe Stimmung versexzt. Di? Stra en Waren am kantigen TMO vom frühen Morgen an fortwährend di )x bevölkert von N-Zugieiigen, welcbedas Erbgroßherzoglichx Paarfchauenwoijten._ Einen Glanzpunkt des ganzen estprogramms brldcte die gestern Nachmittag ausgeführte Rhein- und 5.) e*ckarfahrx. Die bohsn Herrschaften wurccn am Rcckarbafen, woselbst die Einschiffung erfolgte, von "den Mitgiicdern der hiesigen Handelskammer unter Führung ibixes Prasi'r-enten, Kom- merzien-Ratbs Diffené, emvfangen. Die A.bfal)rt erfolgt-z gegen 3 Uhr Nachmittags unter krackxenren BöUerscipüssen und stürmischen Pochiufen der zahlreich am Ufer versammelten Volksmenge. Die Fahrt ging neckarabwärts bis an die sog. Neckar- spi e, wosclbst _in izen Rhein eingebogen wurde; Nun- me r ging es rheinaufwäris bis zur Rheinbrücke. Hier wurde umgelenkt, und es erfolßte nunmehr die Einfahrt in den Hafen- Tnnal. Sämmtlicbe im R )ein und Ncckar zur Zeit ankernden (Zchiffe haben festlich geflaggt. Auch das Ludwigshafener Ufer dxs Rheins hatte sich in Flaggenschmuck gehülli. Das Fesbcbiff war unt Fahnen vnd exoiischen Gewächsen verziert. Der Ober-Ingenieur der-isicsigen Waffer- und Straßenbau-Direktion, Hr. Fieser, erkiärte Ihr2nKönigltchen Hoheiten während dcr Fahrt die großartigen Wafferbauten. Dic Lan- dunn erfolgte gegen 4 Uhr und zwar am Gebäude der Lagerhaus- gesellscbaft. Hierauf fand eine Besichtigung dieser ebenfalls reich dekorirten Gebäulicbkeiten stait. Der Erbgroßberzog sprach sick; mxhrmals sebr anerkenni-nd über die roßartigcn Einrichtungen aus.

ierauf Wurde die Rückfahrt na dem- Schloffe angetreten.

m Abend fand im Hoitkeater Frstconcert statt. _ Heute besuchte _der Erbgroßherzog mehrere gewerbliche Etablisse- ments, wahrend die Erbgroßberzogin den hiesigen Wobltbätig- keiisanstalten Besuche abstanete. Am heutigcn Abend brachte Mann- beim dem Erbgroßberzoglicben Paar eine großartige Ovation. Ueber 25600 Personen füllten die weiten Räume des Sc'c-loßbofs, der durch neue GaSanlagcn herrlich erleuchtet ward. 16 Gesangvereine brachten den Fürstlich_keiten eine Serenade, die von vortrefflicher Wirknng war. Das Erkgroßbcrzoglicbe Paar dankte dem Dirigenten, Concertmeistcr

Schuster, sowie den Vorständen dei“ (Gei'angvcieine in leuiseligster

WT? Kein Unfall wurde troß des großen Menstbenandrangs ge- me e .

Am 17. d; M., Nachmittags 2 Uhr, haben die Erb- großherzoglichon Herr1chaften, der „Karlsr. Ztg.“ zu- xolge, unter de_mj lauten Jubel der Bevölkerung ihron Einzug in das aufs Festlichste geschmückte Heidelberg gehalten.

Merklenburg - Schwerin. Schwerin, 17. Oktober. (Mcckl. Nachr.) Ihre Königliche Hoheit die Großherzogn- Muttxr' hat gr1t9rn ihren Wohnsitz vom Greenhouse nack) d_em hiesigen Palais verlegt. _ Zum Beiuch am Großherzog: lichen Hine Wird am Freitag dEr Ankunft des Großfürsten imd der Großfürstin Wladimir von Rußland mit ihren Kindern entgegengesehsn.

'Sackxsen-Weimar-Eisennck). Weimar, 18. Oktober. (Weim. Ztg.) Anf Höchsten. Befshl wurde in Folge des Ab- lebens Sr. Königlichen Hohert des Landgrafen Friedrich Wilhelm von Heiien eine heute beginnende achttägige Hoftrauer bis inkl. 25. Oktober angesagt.

Schwarzburg - Sondershanfen. Sondershaus en, 17. Oktober. (Léipz. Ztg.) Der Landtag deß ; ürstenthums ist gestern von dom Stant§=Minister von Wo ffersdorff eröffnet worden. Es fand sogleich die Priifung dcr Wahl- akthn nnd _die Konstitnirung de?- Landtach statt. Der bis- herige Präsident des. Landtagcs, Geheime RenisrungS-Rath Drechsler, wurde Wieder gewählt, ebenso der Vize-Präsident Geheime Schulrath 1)1'. Kiefer; zum Latidtagssyndikus wurde Justiz=Rath Värcvinkel aus Arnstadt gewählt. Dem Landtage smd vorgéiegt: ein GLseHenlwurf iiber die Vsrmehrun der Gehaitsalterxsklaffen der Geistlichen sowieein Geseßsrxtwur?iiber Aufbesserung der Gehalte der Voiksschullehr2r, iiber Ve- Zkzrrilig'ung der StaaicZkassQ und Entlastung der Gemeinden ier er.

Qefterreiäx-Ungarn. Wien, 18.0ktober. (WTV) Der Kaiser stattete heuie Nachmittag dem König von Serbien einen halbstündigen Absckxiedsbefucl) ab. Un- mittelbar darauf fuhr der König nach der_Hofburg und ließ dort, da er den Kaiser nicht antraf, icin? Karte zurück.

Der niederösterreichische Landing ist heute unter beneifterwn Hochrufen auf Hen Kais er geschlossen worden. Der Landmarschall hob in 1einer_Schlußrede hervor, daß wäh- rend der [„Yten Session der Kaiier die Freude gehabt habe, seinsn hoben VundeSgenoffen, den Kais er Wilhelm, in Wien zn begrüßsn, und daß dieser Besuch des hohen Aliiirten auch Wien in freudige! Stimmung verießt habe.

Der „Polit. Correfp.“ zufolge wird fich der Chek der Marine, Vize-Admircil Freiherr von Sterneck in Beglei- tUng dec"- Vräsidial-Chefs der Marinestktion, Almsiein, und ieineS Adjutanten, LinienschiffILieutenaniH Goedel-Lannoy nach dem Piräus Einschiffen, um im Auftrage dec?) Kaisers Franz Joseph den König _von Griecheniand zum 25jährigen Regierungsjsubiliium zu begliickwiinséhen.

Pest, 18. Oktober. (W. T. B.) Im Unterbause gab der Miiiisiér:Präsideiit 1). Tisza heute ein Exposé, in welchem sr ziffMnniiszig die Recllität de-Z Voraufchlags der Einnahmen und AUSgaben nachwiss und her- vorhob, daß, 01375951 sich in Folge der Erfordernisse fiir die gemeinsame nnd die Honved-Armee die Hoff- nungsn um 31/9 Millionen verschlechtert hätten, bezüglich der Herstellung des Gleichgewiclns dennoch schon in dem Budget für 1889 ein großer Schritt vorwärts ge- schehen sei, inden: dai; Dcfizit um 5 Millionen abgenommen habe. Nennen-chrtve Kreditüberschreitungen seien nicht vorgekommen. Tie Lage der Staatßkaffen sei giinstig ge- wesen: die Einnahmen in den ersten 8 Monaten des laufen- den Jahres seien um 4 Millionen günstiger gewesen als ,in dém gleickn-n Zeitraum dss Vorjahrss. Die Regierung habe iiberall Sparsamkeit 1)€oback)tetz die Einnahmen aus der Branntweinsteuer seien nur nnt_ 10 Miliionen priiliminirt, obschon vorauLsichtlick) im nächsten Jahre hieraus 4 bis 5 Miilionen mehr zn erwarten ieien. Hr. v. Ti-Zza sprach ferner die Ueberzeugung aus, d_aß, obwohl im Jahre 1890 bei mehreren Ressorts unausschiebbare AUEgaben in Aussicht ständen, doch in dem Budget pro 1890 das Gleichgewicht ohne Defizit vnustiindig [)ergesieÜt sein werde. Dor Minister gründet seine Hoffnung auf die Branntweinsteuer sowie auf die successive Steigerung der StaatSLinnahm-zn, namentlich in Folge der Verhinderung des Schmuggels, au? die Tabacks- gefälle und aus die in geeigneter Weise durchzu ührende Kon: vsrsion und endlich auf das Festhalten an der strsngsten Sparsamkeit. Die Regierung habe ihr Vers rechen, demnächst eine Reform der Finanzverwaltung dem Hauäx Lu unterbreiten, eingehaiten. Die Rede wnrde mit großrm Beifa aufgenommen.

Frankreich. Paris, 18. Oktober. (W.T. B.) Die Jnitiativ-Kommission der Deputirtenkammcr hat es abgelehnt, den Antrag des Deputirien Dugué de la cFiauconnerie, nach welchem vor der Revision der Ver- igskxung das Land befragt werden sollte, in Erwägung zu zie en.

Rußland und Polen. St.Petersburg, 18. Oktober. (W. T. B.) Nack) Meldungen aus Tiflis haben der Kaiser und die Kaiserin Zinondal verlaisen und sich in das Tionst'sche Lager begeben.

_ 19. Oktober. (W. T. B.) Der kommandirende (Hensral der Truppen des Charkow'er Militärbezirks, General Ra- deßky, ist zum kommandirenden General der Truppen des Kiew'er Militärbezirks ernannt worden.

Bulgarien. Sofia, 18.0ktober. (W. T. B.) Turck) einen Ukas des_ Fürsten wird die Eröffnung der Sobranje auf den 27. d. sestgeseßt.

Amerika. Washington, 18. Oktober. (W. T. B.) Der_Kongreß beschloß, die Session am 20. d. M.- zu schließen. Die Tarifvorlage bleibt somit unerledigt.

Afrika. Egypten. Suakim, 16. Oktober. (A. C.) Die Rebellen stehen noch immer in ihren Verschanzungen. In der letzten Nacht feuerten sie mehrere Granaten m die Siadt; eine davon drang in das Haus eines Eingeborenen, wiihrend ZXi? nnZeren keinen Schaden anrichteten. Gelödtet wurde

teman .

Zeitungöstimmen.

Die ,National-Zeitung“ schreibt: _

Der Ton, in welchem die römiscbePreffe den Kaiierlicben Besuch bespricht, [*qt fich mehr und nicbt gesteigert. Die cntsckieidenve Note für die Auffassung des jungen Herrschers durck)_ dic Itaiicncr _ denn die ganze Nation ist jest birr vertreten _ bat indes1c'n die gestrige Parade angeschlagen. Hier sahen sie den .Imperator" sich gegenüber; und einen .Imprraior“ verlangt ja diese ebcrne Zeit. _Ein Mann von Fach, wie ein Laie konnte hier erkennen, kai; der Kaijcr sich auf einem ihm in déi! kleinsten CinzklbcitM Vertrauten Félde bcwcgte. Die PotSdmner Schule und das von Kaisrr Wilhelm ]. aufscstcilte einzige Muster, die Parade abzunehmrn, 11111 sick) anch aufdrmFelde von Csnto- ceUe nicbt verleugnet. DchiaiicrlicheReitcrim blixzendenSilbcrbelm und weißen Rock auf dem feurigen schwarzcn Höngstc. beide wie eins, Hat sich drr Phantqsie_ der Italiener bsmäcbtigt. Einem Hctnokratisäxcn Blatt ist der Kaiier auf dem Paradcii-ld wis eine Vi1ion aus den Nibclungen vorgekommen. Dic Empfiniungen der Italiener smd andere, als die waren, “oi? sie ihrem Liebling Kaiser Frirdrickx zu- wandten, den sie gleiÖiam ais cincn der ilirigen bcirachteten. Dcr freundliche iriirdci'ollc Ernst Kaiser Wilhelm's hat ikzm sympathische Hochachtung gewonnen und das Vcrtcauen zin sainer Herrscherbegabung _ das isi eine außerordentlich gesunde (Grund- lage für die Beziehungen des dcuischen Herrschers zur italicnisckyrn Nation. die so jveitschancndc Pcrspkktivcn zeigt. Langsam reift, was Dauer haben soll; ein besseres Ergebnis; scheint mir geradezu

' unmöglich,

(Es ist keine kleine Ausnnbr, dir Kaiser Wilbelnnin Rom zu- gefalien ist; wie mannigfack) sind die chräscniationspfliMen, DiE ibm obliegen, wie Verfckiiekcnariich mnf; er zu vereinigen suchrn! Tausende von Aunén sind nnnusneseyt anf ibn gkrichtciz mit ruhiger Sicherheit gibt er seines 517394368 u:;d mii“ stolzrr Fryude sehn 'die Deutschen, wie er diesen i_o richtig zu nehnwn Weiß. Auck) daf; Kaiser Wilhelm den Toast des Königs druisch eiwidorte, hat ihnen wohl- gethan; gerade wir die Vcrbiniung von aufrichtiger H2r5;1ichkeit nnd abgewogenem Maß in dem Trinkspruck) ielbcr. Hier in dem Lande der Super1ative auch für den Ausdruck der Empfindungen ist richtig abzuschneidcn ebenso nothwendig wie schwierig.

5 d_MDer „Standard“ schreibt in seiner Nummer vom 1 , . .:

Rom ist ZLUJL vieler Wunderbarer imd rnajciiätiscinr Anblickc gewesen, dock) hat es in den mehr als 1iiniundzwanzig Jahrhunderten seiner Größe und Wechieivollen Vergangenheit nicmals cin eindruck- voücres und inbaltichwereres Särauspirlerlebt, als es gegenwärtig der Welt darbiejet, Es iat viele fremde_ und glänzende Gäste empfangen, aber niemals, während 1ein€c gamen Gesckncbic, hat es vorher zn gleicker Zeit einen Papst, eiren Deutschen

' und einen König von Italien bcberbexgt. Wenn seii der Zeit seines bridniicinn Niekeraanqs nnd VerfaÜs, Welcher von den größten engiiichcn Geschichtsschreibcrn so vrächiig dargesicut worden ist. ngliose Bksuckwr nach Rom geströmt sind, so kamen doch mächtige Herrichsr auInaHmHlos mir als be- drückende Eroberer oder als beinah;- ebenso kostbare i_vie nrausaine Schuxzberrcn. Heute, wo die römi1chen Bürger die Straßen ibrcr bcxübmten Stadt mit den Rufen „1478 Cassar, jmpath“ füUcn, befindkn sie fick) weder am Anfang noch am Ende eines blutigen Streites. Selbst Dante's ernster Gcnins könnte aus der Brgkgnung des Kaisrrs Wilhelm mit dem König Humbert oder mit Leo )(111.

- keinen Aniaß zu düsteren Terzincn entnehmen. Die Träume Hoffnungs-

reicherer Patrioten aber als der des begeisterten Florentiners find dnrch die Ereignisse der leßtcn Wenigen Tage völlig erfüllt wordrn. Wir wiirde selbst nur vor wenigen Jahren geahnt haben, daß wir in unfercn Tagen das Haupt der stäifstcn miiiiärisclxu Naiion Europas Worte würden an den König don Jialien richten ichen, wie wir sie diesen Morgen in unserm Telegramm berichtet baben._ Ob es nun wx-br ist ok-er nicht, daß das deutiiix-italienisM Biindniß den Frieden 1chafft, jedenfalis kann kein Zw-sifel an der. Existenz des Bündnisses auf- kommen, da beide, der König und der Kaiser, in 11)an Reden bei dem offiiieüen Gastmahl in Auédriickcn Darauf anspieltcn, dcrcn Sinn nicht mißgedeutet werden kann. . . .

_ Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ bringt nachstehenden Artikel:

Die Deutschkreisinnigen'entwickeln in ihrer Wahlagitation einen großen Eifer, durch Wort und Schrift zu versichern, sie seien auch monarcbisch gesinnt. Die Maske, deren fie fick), um diese Versiiherung glaubhaft zu machen, bedienen, ist bekannt; sie braucht hier nicht weiter beleuchtet zu Wirden. .

Trotz alledem leidet diese Versicherung an einem Mangsl innerer Wahrhaftigkeit. Die deutschfreifin1.1ige Partei ist eine 5empkrattsche Partei, sie will nichts Anderes sein, als die Ver1reii-rm bürgerlich- demokratischerTcndenzen. _ . . ,

Wer monarcbiscb gesinnt ist, ist es, weil er die Institution der Monarchie für die allem richtige Staatsform hält. Wer mn der Institution willen 1nonarchisch_gcs1nnt iir, ier kann eben nur fiir ein starkes Königtbum sein, nur eine verfaffungkmäßig mititarken Kron- rechten auSgerüstete Monarchie kann ihm sein Ideal erfiiüxn. " _

_Kann nun wohl Jemand für eine starke Monarchie, fur ein kraiivoli entwickeltes Königihum sein und gleichseiiig für den soge- nannten Wahrhaften Parlamentarismus schwärmen, der doch nichts Anderes ist als eine andere Redewendung ,für Parlamentßixcrrschait?

Für den Parlamentarismus,_ in Wahryeit alw für Parlaments- berrsck/aft, sind aber die Freisinnigen, Wié jede demokratiici) gesinnte Partei, die dm Zeitpunkt für den Uebergang zu “cer ,böberen“, der republikanischen Staaiéj'orrn, „noch nicht“ _s-„rkonimen ck_acbtit, l;:- geistert; in Wort und Schrift prciyen sic kirscn wahrbasten Parla- mentariSmus als den anzuiirebendrn Idealzustand. _,

Wenn nun aber dieses Ideal erfiillt Werden soll, nmffen die Kronreckzte auf ein _Minimum rcduzirt Werden, ein starkes Kömgthum ist neben einer Verinifunthmäßig oder auch nur faitisck) besiihenden Parlamentéiherrschait nicht ienkhar.

Wenn also die Demokratie nach dem Ideal des .wabrbaften“ Parlamentaxißmus strebt und ihrer Natur nach da_r11c1ch.streiicn muß; wenn ferner qufzer Zweifel_sio:bt_, daß die deutichfreifinmge'Parti: eine dcmokraiiicbe ist oder scm_w'.ll, dann kann fie nicht gleichzeitig für eine durch die Verfassung starke Monarchie sein. Weil abcr, wir moncircbiscb ist. für eine starke Monarchie sein muß, und wcil die heutscbfrcifinnige Partei für eine starke Monarchie nicht sein kann, io kann auch ihren Versicherungen, wie andere Parteien monarchlsch gesinnt zu sein, Glauben so lange nicht beigemesscn werden, 1le fie ein für alle Mal davon abfiel)i,_ den mabi'haftcn Parlamentarismus, so wie fie denselben versteht, antirebsn zu oncn.

Marine - Verordnungs - Blatt. Nr. 23. _ Inhalt: Reglement nber die Ergänzung des Sekrctariats- und Registratur- Personals bei den Marine-Stations-Intendantnren._Hafenordnungen tur WilhelmObavrn. _ Pcrsonalverändirungen. _Benachricbtigungen.

Statistische Nachrichten.

Die Bran niwein-Produktion O esterreich-Ungarns

1:21 Cam 1) (; gn e - Ia [) r 1887/88 stillt sich für die ersten zehn

Monate folgeniermaßrn: Es rvurden vom September 1887 bis inclusive Juli 1888 folgende Produktionsmengen angemeldet:

Oesterreich Ungarn Zusammcn Hectolitergrade Aikobol

32 297 763 49 598 662 81 896 385

49 246 752 26 595 864 75 842 616

35Y24 472 164 825 288

81 897 639 76 666 650 158 564 289

78 517 724 78 317 866 156 835 590

Xroduktsieucr . . , . . *auschalirung . . . . . Ablösung . . . . . . Zusammen 1887/88

, 1886/87

Die Anmeldungen weisen gegen das Vorjahr nue gerinne Aende- rungen auf; im Vorjahre waren sie in beiden Theilen der Monarchie fast gleich, geZenwärtig ist Oesterreich etwas vorgeschriiien, Ungarn etwas zurückge lieben. Im Ganzen bcirägt das Mehrergebnis; un- gefähr 2 Millionen Hektolitergrade. In Oesterreich überwiegt die Pausckpalitung, während in Ungarn Produktsteuer vorherrscht. Dre vorgeschriebene Steuersummc kelrug rund 17,5 Millionen Gulden, welche sich in folgender Weise auf beide Reichsbälften veribeilen: Oesterreich Ungarn Zusammen

Gulden österr. Währ. 3 552 755 5 435 847 8 988 602 5 417145 2 985 546 8 402 691 32842 50 938 * 89 789 9 008 742 8 472 331 17 481973 1886/87 . 8 636 948 8 604 963 17 241 911 1887/88 . . + 371 794 _ 132 632 + 239 162

Das Mebrerträgnif; der Steuer keiäiift sich also auf 239 162 Fl., das ganz zu Gunsten Oesterreickxs entfällt, während Ungarn eine Ab- nahme von 371 784 F1. außweiii.

Proxuktsieuer Pauirbalirung Abiöxung .

Zusammen

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Se. Majestät der Kaiser Wilhelm 11. hat, wie uns mitßelheilt wird, die Vervielfäliigung Seines vom Profesior von Angeli (Wien) gemalten Bildes dem Leßtexrcn unter der Bedingung gestaltet, daß die Herstellung von dem Künstler selbst übeiwackst und zwei Berliner Firmen übertragen wird: die _Aus- fühxnng in Pbotonrapkzic dcn „Königlich Hoxspbowgrapben Reichard n. Lindner, dic Vrrvielfältigung in Farbcniacfimile und Kupfer- druck dem Wilhelm Greve'srbcn Kunstinsiiiut. Bereits zum bxvor- strbindcn Weihnachtsfest wird ferner eine unter spezieller Anleitung des Professors von Angeli bcrgesieilie meisterhafte Radirung diescr; Kaiicrbildes znr Aquabe gelangen, und können schon jetzt Bc- steÜungcn auf die besÖränkie Anzahl von Kiinsiierdruckc-n, mit den Unterschriften dcs Malers Und Radircrs, bei Buch- und Kunsthand- lungen sowie bei dor Veriagßbuchbandlung von Max Pusch, Berlin ZW., Lindenstraße 70, bewirki Werden. _ '

_ Der akademische Rath zu Dresdrn Hat das akadcimsckxe Reisestipendium im Betrage von 2000 „Fi o_yf zrvei Iabre d'en: Bildhauer Bruno Fischer, einem Schüler Schilling's, für" seine Bewerbungsnrbcit „Nach dem Sündenfall" verliehen. Der Kunstlxr erhielt im vorigen Icihre im Verein mit eincm Architekten den Preis in der Bch-rbung um einen monumentalcn Brunnkn fiir die Stadt CYÖnixiß. Er“ hat das Wanderslebdcnkmal im Brrggarten zu Gotha ge ,a en. _

_ Sitzungsberichtk der Kiininlicb _preußiicben Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Bersin, Bering d. Ak. d. W.; in Korrmisfion bei Georg Reimer. _ In _»Hcii35, Vom 19. Juli., wird 61118 Abhandlmig Von W. Diiihcy Veröffcntiicht, welche die Frage bcireffs Dcr Möglichkeit einer aUgcmeingülfxgen Pädagogischen Wissenschaft zu brcmtrvorten sucht. _ Ferner eniknilt das Heft eine Abhandlung von Otio Pirscbfcid: „Zur GUÖiÖW dis riimxschen Kniicrcnltus', in wclcim“ zugleich nachgewiescn wird, daß “cis: altere christlich: Kirche für 1171? Konzilien und Priester die äußeren Formen, Namen und Abzeichen ibeilwciie dcm provinzialen Kaisxrkult „entlcbns hat, der drri Jahrbundcrie liindnrä) ins heidnische Wahrzeicknn der römischen Reichseinlxeit im Ostcn Und Westen gebildet hatte. _ Sodann (*criÖiet (in einer vyn-Hrn. Curtins der Akademie i*0rgcie_gtrn Vciitdkiinng) Prof. (Gustav Hirschfeld in Königsberg Über In1chriitcn aus dem Norden Klein-Ysicns, besonderk- ans Bitiynirn und Papblagonrcn. Diciciich sind zum giößeren chii wn kern Ritttmistcr W._non Dieft auf einc'r Reise gesammklt, welche er ixn Anschluß an FCM: Aufnnbme _der Pcrgameniscßin Landsckyast gemeiniam mit dem PUUZLU Carolatl), Lieutenant im 1. Gézrde-Regimcnt 3. F, durch das nörd- liche Pbrynicn nacb Bithynien im Sommrr 1886 unternornrncn Yat. Tikscn Inschriften [)at Pryi. Hirich'sxld noch diejenigen btnzuacingt, dic er selbst Von seiner Paphlagonisckcn Reiie im Herbst des Jahres 1882 nrijgebracht léat. _ Die Nummer 36, vom 19. Juli, entiiält eine von. Hrn. 'on Hrimbolß vorgelrgiq Miiibciiring des Hrn. Prof. Ferdinand _ Braun in Tübingen, 1102! clcktrnchc Siröme, entstanden durch eiasiiickchefor-mation, sowie eine Untxr- sucinmg von Hrn. Wilhelm von Bezold über eine nahezu 261_agige Prtiodiziiät dci.“ E-croiiicr Erscheinungen. .Das von Brmm, Horn- stein, Liznar, P. A. Müller und Adolph Schmidt ,in „ciner jcdcn Zwäirl auSschiießmwcn Weise konstaiirte Vorhandensein einer nahezu 26tägigcn, mit Der Dauer der Sonncnroiation zusanxmrniaiirnden Periode in den Schwankungén der Vkrsclücixrncn crdntagne_ttschen Elrmente wird darin 5011 Bezokd auch fiir die Häufigkeit odcr_Hcftrg- keit der Gewitter nuchgrwicsen. - In Nr. 37, voin 26. Juli 5. I, kommen drci Von Hrn. von Hrimhoixi der Akademie rxorgelegix Yr- bciten zur Vcröffcnilickknng. Die erste dxrsilben enthalt experimen- tclle Unirtsucbnngxn über die psyébolesiicbc Fyndamcntalformxxl m Bezug auf ien Gesichtsfirn, von Dr. Arthur König und ])r. (ZZU-ch Brodhun in Berlin. Dann “folgen: Untersuchungen über dicStrqlüung fester KölVi'k, von Prof. H. J chtzr in Zürich (erste Mittinziiung: Das Emissionsgesey drr Strahlung). Die dritte, Arbeii bc- stebt in einer zweiten Mittheilung vrn' Prof. Fcrdxnand Braun in Tübingen: über Deforniationsßrömr, insbesondere die Frage, ob diei'olbcn aus ntagnstisclnn Eigenschaftrn erklärbar find. „In rmxr durcb Hrn. Waldeycr vorgelegten Arbcit von 131". ank; Virchow in Berlin werden die physikalisch zu erklärenden (T_igen chaftcn dargelegt, nclä'c am Dotter dcs Hühnereies bei dcr mikro|kopischen Unteriuchung sichtbar werden. Endlich bringt dns Heft eine weitere Fortsetzung der umfänglicben Abhandlung des Hrn, L. Kroncckcr: Zur Theorie der allgemeincn komplexen Zahlen der Modulivsieme.

_ Von Heinrici; Heine'sxfämmtlichen W_erken, „5:1?- ausgegebcn von Dr. Ernst Eijtcr(Leipzig,BibiiograpbiicbeH Institut) find der vierte und fünfte Band erschienen Diese Axisgabc bieter duxcß Korrektheit des Textes, Reichhaltigkeit dcr Einleitungen und Anmixr- kungen sowie durch übersickotliche und zum ersten Mal genaue und voii- ständige Lesarten mehr als irgend eine ihrer Vorgängerinnen und Vlék" bindet mit vornehmster Ausstattung den billigen Preis von 164.46 für 7 starke gebundene Bände. Der vierte Band nimmt zum ersten Mal Heine's „Salon' unter diesem Titel und unverändert in Heinc's .Sämmtlicbe Werke“ auf. Der fünfte Band bringt .FranzöfisM Zustände“ und .Die romantische Schule“.

- Im Jahre 1838 wurde die erste Eisenbahn in Preußen (von Brrlin nach Potsdam) eröffnet und in demselben Iaiirx aucb Has Eisenbahngeseß (vom „?.November 1838) erlassen. Zeitgemaß erscheint es desbaib, auf die hinter uns liegenden 50 Jahre der (Entwickelung eincn prüfenden Blick zu werfen. Dies wird wesentlich erleichtert durch die kleine, im Verlage des Berlinrr Liibograpbischen Instituts (Iulius Mofcr) erschienene „Eisenbabn-(HeschichtskarteqvonMittel- Europa'. (Preis 1 Mi) Dieselbe bietet eine Ueberiicht der Eisen- babn-Cröffuungen vcn1830-1889. Die neu hinzugekommenen Eisen- bahnstrecken sind für jc-des Iabrzebnt mit besonderer Farbe bezeiQn-rt. In klarer und augenfäliiger Weise giebt diese bildliche Darsteliung Aufschluß ükrr Fragen, Welche aus tabellarischen Zusammensteijungen mtr stückweise und mit großem Aufwand von Mühe und Zeit be- antwortet werden können, z. B.: Welche Eisenbahncn bestanden im Jahre 1862 in Schlesien x.? Welchen Eisenbahnweg mußte man im Jahre 1850 einschlagen, um von Berlin nach Paris, von Kassel nach Wien :e. zu fahren? In welch-xm Jahre ist: die Eisenbahnlinie Köln-Ftrankfurt (M.)-Basel 2c. vollendet worden? u. a. m. Troß des geringen Maßstabesxon 1:5 Millionen sindin der Karte auch die Nebenbahnen (Oekundarbabnen) bezeichnet; die'elbe kann also gleichzeitig als Eisenbahn-Uebersickytßkacte benuyt werden. Die Längengrade, welche sich auf _andercn Karten meistens nur in niehr oder weniger weiten Zwischenraumen angegeben finden, sind „hier fur jc z Grad, also von „je 2 zu 2 Zeiiminujen ausgezogen, von je 10 zu 10 Minuien aber mrt vcrstärkten Linien bezeichnet, Z daß ein Blick genügt, um den Zeitgnterschied Zwischen beliebigen rtcn bis auf & Mmute richtig abzusckyaßen.

_ Die am 20.5.5171. erscheinende Nr.2364 der .Illusirirten Zeirung' enthält u. A. folgende Abbildungen: Klvtta. Marmor- 1taiue im Kaiseraang des nruen Hofburg-Tbeaters in Wien. Modekiirt von Johannes Benk. _ Helmuth Freiherr von Malßabn-Gülß, der, neue Staatssekretär des Reichs-Scbaizamts. _„ Villa Reiß zu Kron- berg im Taunus, erworben von der Kaiserin Friedrich. _ Der Bsiuck) Kaiser Wilbelm's 11. in Wien. 2 Abbildungen. _ Das Kaiserliche“ Iagdsch1oß Mürzsteg. - Das Kaiserliche Iagdxchloß zu Neuberg. - Majwr Barttelot. _ Die Quandt'icbe Tabacksmüble, derStandpunkt Napoleon's während der Völkerschlacht bciLeipzia. __ Zum 75 jährigen Gedenktage der Völkerscblacht bei Leipzig. 14 Abbildungen. .

_ Dcr socbcn erschienene 111. Quartalbnnd der bei Carl Grüninger in Stuttgart erichrinsnden .. Neuen Mus ik- Zeii'ung' zeichnet fick) wiedér durch Reiciyhaitigkeit des durch- weg fesselnden Inhalt:? aus. Da finden wir Biographien und Porträts von Professor Dr. Immanuel Faißt, Peter Cornelius, Florian Zajic und Hermine Spies, eine Fülle interessanter Aufsäße und Erzählungkn von Dr. August Reißmann, von Ernst PaSquéx, Emil Ionas, Sacher-Masocb, L. (Erbach, C. Gerhard, M. Knauff, J. Valy, Elise Polko und anderen schr belirbtrn Autoren, fernrr Kompositionen für Klavier, Lieder und Vioiinstiicke Von Franz Abt, F. Zajic u. A,. sowie einige weitere Lieferungen der als Gratisbeilage erscheinenden „Illustrirtrn Musikgeschichte" von ])r. A. Svoboda und Von Rob. Müsiols .Musiker-Lexikon“, endlich eine Menge kleiner interessanter Nettigkeiten, Humoreskan und Anekdoten.

_ Wie die ,K'arlkrnher Ztg.“ anzeigt, hat der Großßerz o.; von Baden 5111 Privatdozentin 111“. Ernst Fabricius von der Uniwersiiät Berlin zum außerordentlich.“)! Professor für alte G€schichtc an der Uniweriität Freiburg ernannt.

Gewerbe und Handel.

Vorn obersÖlcsischen Montanmarki geben der „Boss. Zig.“ am _17. d. M. folgende NaÖrichten zu: Nachdem die Erz- bestände alls dkn Förderungen fast iibrrali berabgegangen find, ww- nenen der Bedarf ein ansehnlicher ist, [)ält auf den beriibaulicven Unternehnmngcn in Oberschlesien eine schwungbaftere „“x“-Zbätigkeit an. Die Forderungen für (rsté Zinksorten lauteten auf 3850-3860 «Fi„ auch mehr. Lisi Raffinirzink bewegten fick) dieselbkn zwischen 37,30 _37,50-37,6(.) „17: Die anderen Zinksortcn steÜte mcm billiger an. Hochgkläuiertcs Vici rückte tOeilivcise im Preise auf und wurde. je nach Posten, zu 28_28,50_29 „119 sowic tHeurer berechnet. Andere Sorten iianien entsprrchrnd niedriger im Praise. Fertigfabrikate der MetaÜinkustrie zogsn weiter an. _ Die Verhältnisse auf den Rob- eissnhiitten sind hin1ichtlich des ferneren Bcirichrimfangs nocb nicbt unbidingt fcitsichsnd. (Hrößsre AbwäÖungen darin könncn sich in Kurzcm ergeben. Es Fängt ins 11 71 von dem Fortkcirieb oder dem Kaltsteilen cinzcsncr abgenußier Betrieb? genannter Art ab. Wir stärkcr; Axisnuyuna des Hochofrns anf dcr Falvahiittc bai drn Robrisenmarir bisinng unbrriibrt gclaffen, wäbrend dic Inbetriebseyitng _dcs nenrn .Hockwfcns auf der Friedens- büiic der _obcr1chi."siichen Eisendahnbediirfs-Aktiengeselisäyaft nur einen wünicbrnsrvrrtbcn Zuwachs von Roheisen eigener Erzrngung eintrggcn wird. Der Eixen- und Stablwalzwerksireirieb in Ober- schlsiien hat noch nie so große Mcnnen ron Hochöfenprodukten aui- gczebrt, wie in diescm JaHrc, namentlick) im Hrrbst. Bei den Eisen- gießercicn äußcri fici) wicdkrum ?in P?i“hrbcdarf an nntcm QUali- täiSinaicrial. Dic Robciicnausfnhr rxird fortgesetzt. Als TagsßprLis gelten für gewöbxliÖi'I KokSroHeiscn bis 534, für Giéßcrcisoricn 6- 615.46, aucb 6,20-630 „14 Den zn Buck) siebcndrn BestcÜUngen iiir Fkriinciicn Wich sick) fortwährend mur an. Die" Srimmung im Eiscn- nctchäft bleibt zuvcrfic1)tlich. Ab Hütte fosici Siabciscn 14_14,25 „16, gnxr Qnalttät, Fcinforn nnd Spezialfabrikat mrbr, Forrnciskn 16-165!) „;(-, (Fisriiblcck) 16,50_17_17,50 „jk, Grundpréis. Obgleich aur DEU! Steinkohlenmarkt alle Voranßscßungcn fiir ein roch Herbst- nesckäft, starker Vidarf an Industrie- und Hanskmlisiobien, ante Nacisragr fiir gakbnliine und backcnde Sortxn :(., sowohl vom In- lank-e als von auswärts, Wihandcn find, konnte sick) der Eisenbahn- verkehr noch nicht in dem erhofften Maße entwickeln. Die Kohlen- abladungcn rrasicrwärts smd lebhaft. Mit den PrsiSanstr-llungcn ?in später iyi man [761 sämmtlichen Kohlensoricn sebr zurückhaltend.

_ Dem Geschäftsbericht des Bochumer Vereins für Verg- bau und Gußstablfabrikation pro 1887/88 entnehmen wir nach der „B. B-Ztg.“ Folgendes: Di,“. Bischäftigung der Gußstablfakrik in dcm abgelaufcncn (Geichästsjabrc War befriedigend. AÜerHings war sie geringcr als in früßrrsn ngrcn, jcdo-X) etwas beser als in den leisten drei Vorjabrkn. Die Geiaum-tprodukiion an verkauften Fabri- katen, cinschließlici) des verkauften Robeiscns, betrug 154 815i im Rcckmunngejrage von 19157 892 „sk gegenüber 144 597 b ein- schließlich Robcisrn und 15948 295 „46 Einnahme in 1886/87. Nack)- dem die Verkaufspreise von Exportscbienen durch die Aufhebung des internationalen Kartciis iinicr die Selbstkosten berabgedrückt waren, wurde dieser Export cingcyiizränki, dagegen an Stelle der Schienen das enispreckxnde Quantum Ryheisen abgesetzt, dessen gegenwärtige VcrkaufT-prcise cinen mäßigen Gewinn einbringen. Auch wurde die Erzrngung und der Away mebrwerthigrr Stahlartikel mit gutem Er- folg géfördert, sodaß dadurch höhere Geidcinnahmen erzielt worden sind, denen allerdings auch vermehrte *Tlusgabcn für höhere Hersteuungs- kosten gegenübrrsteben. Nack; der Bilanz beträgt der Vratto-iLeber-. schuf:- 2522152 «16- gegen_ 2281777 „16 in 188687. Abzüglich der zur richtigen Werthbcmenung erfordxrlickaen Abschreibimgen im Be- trage mm 965 096 „56 gegen 1056 374 „ck in 1886787 verbleibt cin Riingcwinn von 1557055 .“ gegen 1225 403 “M in 1886/87. Da der Rcscrvefonds die statutgemäße Höhe erreicht hat, ge- stattet der Reingcwtnn dem Vorwaltungsratl), nntér Bc- rüchfichtigung “Oer staxcutarisÖcn und kontraktlicbcn Tantiémen, der (:Heneralvcrsammlung die Genehmigung einer Dividende von 90/0 gegen 7 % im Vorjahre vorzuschlagen, mit dem Anfrage. ken Ueberichuß, wie_ in früheren Jahren, nach dem Ermessen OLS, VerwaltunJSratbs, für UnterstüyungSzwche und zu Gratifikationen zu ' verwmden. An unerledigten Aufträgen find in das neue Rechnungs- jahr Weitenungen im Brians von ca. 63 900 r gegen 51400 i am 30. Juni 1887 übrrnornmcn winden. Am 1. d. M. betrug das vor- handene Arbeitsquantmn 58 009 b gegen 57 000 t im Vorjahre. Irn erixen Viertel des laufenYen Geschäftsjahres beträgt der Gesammt- ab!,as einniilicßlick) Robei1cn 39 202 v gegen 36 091 1: in 1887/88.

Frankfurt a. M., 18. Oktober. (Getreide- und Pro- dukten'oericbt Von Ioscp_b Strauß.) Für Weizen iii ')effere Tendenz eingetreten; der Bemerung lia'gt 'die größere Thätigkeit des Konsums zu (Grunde; ab Umgegend sei): stramm 181-1546, man “spricht von 19 „46, frei hier 19? «ck bezahlt, heute 192 „ck gefordert, kurbessischrr für Export 192-20 „16, russische Sorten 223-223 „ckck: _ Roggxn mehr. beachtet, biefigcr prima fehlt, zu 16-3 ckE- gc- [)andelt, ruifiscbc Sorten 16:1.“- bezahlt und käuflich, Bayern und“ Kurhessen bleiben anhaltend Käufer. _ Gerste fiau; man drückte die Notiz für f_ränki7che auf 17 berah, fiir Ricd- und Wetterauer auf 161-2 „16, Wahrend prima ungarische sehr unragelxnäßig gehandelt wird, 19_21§ „46. _ Hafer bleibt sehr knapp angeboten; der Bedarf mußte erhöhte Forderungen bewilligen, die Notiz 13i-2“ „ki; blcibt, exquisit dariibcr. _ Raps anhaltend gefragt, 271-282“ «45 _ Kartoffxln erfreuten sick) lebhaften Begebrs zu steigenden Preisen. _ C b '. l i s g l p e t e r und Thomas;)bospbatmebl wenig Ges cbäft ; ia Preise ab auéwarts sebr bock), smd hiesige Reflektant-Jn per Früh- jahr zurückhaltend. _ Mehl verkebric diese Woche in entcbieden günstigerer .Hc:ltung' Lokowiiare War sowohl von Seiten der ändler als auch der Bc": ereien in erheblich besserer Frage. _ Hicsig» Weizenmehl Nr. 0 32-34 „46, Nr. 1 29-31 „jk, Nr. 2 27-28 „„„ Nr. 3 25z_262 „76, Nr. 4 21-22 „M, Nr. 5 18-19 M:, Milxbbrot- uni, _Brotmebl, im Verbande 553-581 „M Nord- deutiche und Westfälische Wetzenmehle Nr. 00 271-284 „ck Hiesiges ' Roggenmehl Nr. 0 26-27 „je:, Nr. 0/1 24-25 «76, Nr.1 22-23 „46, Nr. 2 181-191 „47; _ Roggenkleie 42-5 „M., Weizenkleie 4i"i* „FF, Moostoissireii, prima 1,35 „FZ Speizspreu 15/10-5/16 „kü _ Mats sebr :uhrg, 14ck „16 übrig. (Sämmtliche Artikel bei Ak- naixmc von 200 Ctrn. an.) Rüböl im Detail 62-63 «“