&??qu eine Sißung des Ausschuffes desVundes-
und Steuerwesen sowie der vereinigten Aus- KanM. euer U- und Steuerwesen und für Handel und Na „Rü v.-G Brl.Ld.-U.Wai'* . Berl. euerv.-(_ 7. Marienwerderschen WaZlbe irk Brl- a8-'A--iatow) ist der Ober-Re ierungs-Rath e_he f er Bkl- ÖMZ; (konf.), welcher das andat zum Reichstage ZIM, a„Ser Beförderung niedergelegt hatie, mir 9861_ von CFH» gegebenen Stimmen zum Mitgliedekdes Reichs- Co - wiedergewählt worden. Der Geistliche Dr.“ von Trleegier (Pole) hat 3934 und Dekan Neumann-Hammar-
.in 2118 Stimmen erhalten.
_ (W. T. B.) Nach dem nunmehr amtlich feststehenden Resultat der NeichstagS-Ersaywahl in Nürnberg er- ?ielten der freikonservative Kandidat von Lerchenfeld 3745,
er Kandidat der Volkspartei Krdber 3637, Leidig 1868 Und Schönlank 701 Stimmen. Es ist mithin eine Stichwahl zwischen Lerchenfeld und Kröber erforderlich.
_ Die im Neichs-Eisenbahnamt aufgestelite, in der Ersten bezw. „Zweiten Beila e von Nr. 273 dds „R.-Ll.“ ver- öffentlichteUe ersicht der etriebsergbebntséxedeukt chxr Eisenbahnen fiir den MonatSexxtem er d. . ergie tfur die 68 Bahnen, welche auch schon im entsprechenden Monat des Vorjahres im Betrieb waren und zur, Vergleichung
ezo en werden konnten, mit einer Gesammtbetriebslange vgn Y4 2 7,78 km, Folgendes: Im September ,d. «J. war die Einnahme aus allen Verkehrszweigen auf ein ilometer Betriebslänge bei 48 Bahnen, mit zusammen 31600,69 km, höher und bei 20 Bahnen, mit zusammen 2627,09 km (darunter 2 Ba nen mit vermehrter Betriebslängr), medri er gls in demselben onat des Vorjahres. In der Zeit vdm egmn des Etatsjahres bis Ende September d. J. war'dieselbe auf ein Kilometer Betriebslän e der 51 Bahnen, mit zusammen 33 453,06k1o,2?ö er und bei] Bahnen,m1tzusawmen774,721rm (darunter 1 a n mit vermehrter Betriedslänge), exmger als in demsel en Zeitraum deS VoUYrds. er den unter Staatsverwaltung stehenden rivatbahnen, ausschließlich der vom Staat für eigene Rechnung verwalteten Bahnen, betrug Ende September d. I. das gesammte k on- zessionirte Anlagekapitai 2160990034 (1465500024 Stammaktien, 2454900 «14 Prioritäts-Stammaktien und 4500000 „14 PrioritätsObligationen), mid die Liinge drr- jenigen Strecken, für welche das Kapital bestimmt ist, 88,27 km, so daß auf je 1 km 244 816 «24 entfallen. Bei den unter Privatverwaltung stehenden Privgt- b a h neu betrug Ende September d. I. das gesammte ko n zes s i o- nirte Anlagekapital 579511229 «jk; (305516550 «xz Stammaktien, 79 381 650 „46 Priomtäts-Stammqknen" und 194 613 029 „Fk: Prioritäts:Obligaiionen), „und die, Lange derjenigen Strecken, für welche dies Kapital bestimmt ist, 3781,31 km, so daß auf je 1 km. 153 257 «14 entfallen. Eröffnet wurden: am 1. September dre Strecken Dt.:Krone- Kaliies 44,47 km und Teredpol-Schweß 6,19 km (Kgl. Eisenb.-Dir. Bromberg), Vechta_Lohne 7,78'km und Jev9r_ Karolinensiel 18,03 km (Großh. oldeyburgisghd Staatseisen- bahnen), am 2. September Schwerm-Krwiß 24,33 km (Mecklenburg. Friedrich-Franz-Eisenbahn), am" 3. September die Elbkaibahn m Riesa 0,88 ];m (Konigl. sachiische Staats-
eisenbahnencxz am 5. September SachsenYausen (Güterstation)_ e
linkswainis r Hafen 1,46 km , (Kg. „Eifenb-Dir. ckFrani- furt a. M.), am 17. September die'VerbrndungéZbahn rwzig Bayerischer BahnYof)_PlagwiH_Lmdenau 6,02 km (Königl. ächstfche Staatßei enbahnen), am 21. Septemder Bredebro_ Lügumkloster 9,19 Lam (Schleswrg-HolstetmsM Marsch- Eisenbahn).
_ Der Besißer eines Brunnens erstrebte den Bauuriter- nehmer Ch., ihm seinen Brunnen zu reinigen. Nach anfang- licher wiederholter Ablehnung,_wr1che damrt begründet wurde, die Bauarbeiter verständen sich' duf das, Brunnenreinzgen nicht, stellte Ch. jenem anheim, sich unm1ttelbar an emxn seiner Leute, den Arbeiter St., zu wendet). St, erkliirte sich zur Uebernahme der Arbeit bereit, soferxi ihm seni Diensiherr Ch. noch einen zuverlässigen Arbeiter mitgebe. Dies geschah, und Ch. gewährte beiden Arbeitern zur Vdrnahme der Brnnnxn- reinigung einen vollen Arbeitstag, gab ihnen Stricke und eme Leiter aus dem Baugeschäft wit, ließ auch den „St. emmql probeweise in den Brunnen hinab, untcrwres ihn m der Arbeit und erschien demnächst noch zweimal, um narf) dein Fortggng der- Zelben zu sehen. Nach Ausführung der eigentlicher) Reinigung
rannten St. und sein Mitarbeiter behufs Beseitigung der schlechten Luft den Brunnen mit Stroh aus, ohne ' jedoch die Brandreste wieder zu beseitigen, _und erhielten alsdann ihren Lohn von dem Brunnenmeister aussezahlt. Dem- nächst meldeten sie die ' eréolgtq Ausführung der Reinigung dem C , welcher da ei dre Ausbrennung als Überflüssig mißbilii te, und nahmen ihre gewöhnliche Arbeit wieder auf. Daß Sie die Brandreste hatten liegen laksen, ver- schwie?en fie, nachdem ihnen inzwischen das Fehlerha te dieser Unter assung klar geworden war, begaben sich vielmehr nach Feierabend ohne Vorwissen des Ch. nochmals zum Brunnen, um jene Reste herauizuholen. Der zu diesem Zweck in denBrunnen hinabgelaffene St. ist während der Vornahme dieser Arbeit erstickt. Das Reichs-Versicherunngt “hat in der Rekurs- entscheidung vom 4. Juni d. I. „(Nr. 600) angenommen, daß dieser Unfall den St. im Betriebe dds Ch. betroffen habe. Der Leßtere erscheint für die Brunnenremigrxng als der Arbeits- herr, denn dieselbewurde, wenn er auchkemen ausdrücklichen Austra zu ihrer Vornahme nithL ertheilt hat, mit seinem Einverßändniß, vermittelst seiner . erkzeuge und unter seiner Leitung vollzogen. Wenn nun die Arbeiter aus Unkenntnis; den Brunnen überftüsfigerweise ausbrannten so, verlor diese Handlung dadurch nicht ihren Charakter als thrtebßhandlurrg, und das Beseitigen der Brandreste, war lediglich eine Fort- ießung dieser Betriebshandlung undeme dersiändige Beeydigung der Reinigungsarbeit, da die Arbeiter die Brandreéie m dem Brunnen nicht „füglicb verfaulen lassen dur ten. Eh. würde auc? diese Arbeit, wenn er davon vorher Kenntniß ge abt hätte, sicher nicht verboten haben. Daß die- selbe na 0Feierabend vor enommen ist, läßt sie ebenfalls nicht außerhal e_s Betriebes alien. Endl“? ist bei dieser Sackx laßt; auch unerheblich, daß nicht Ch.,“ ondern der Brunnen- be 18er den Lohn ezahlt hat. (Ver [eiche Entscheidungen 353 und JJ,)„Amtli e Nachrichien des, .:V.-A.“ 1887 Seite 147 un .
. _ S. M. Kreuzer„Nautilus“ ist am 26. Oktober er. 111 St. Vincent (Kap Verdes) eingetroffen und beabsichtigt am 31. dess. Mis. die Heimreise fortzuseßen.
Württemberg. Stuttgart, 27. Oktober. (W.,T. B.) Zn einem gestern unter dem Vorfiß desPrinzen Wilhelm _attgebabten**'Ministerrath ist beschlossen worden, gegen den hiesigen Verbreiter des Artikels der Münchener „Neuesten Nachrichten“, betitelt „Unliebsame Erörte- rungen“, die Anklage wegen Beleidi ung des_ Landesherrn erheben zu lassen. Die Untersuchung it eingeleitet. . Der Minister-Präsident Freiherr vdn Mittnacht ist ?eute nach Berlin abgereist; derselbe mird den Zoll- an chluß-Feierlichkeiten in Hamburg beiwohnen.
Baden. Karlsruhe, 26. Oktober. (W. T. B.) Die Großherzogin konsultirte gestern nach mehreren Wochen den Hofrath ])r. Maier wieder. Die genaue Untersuchqu ergab, daß die Heilung des. Augenleidens günstig Krigeschriiten ist, immer in aber noch große Schonung der
ugen und vöUige Enthatung des Gebrauchs derseiben für eine Beschäftigung noch auf längere Lßtt nothwendig macht. Besonders erfreulich ist, daß die vieler ei Gemüthsbewegungen der letzten eit ohne Nachtheil für das Befinden der Hohen Frau vorii er ingen. '
Hessen. armsiadt, 25.0ktober. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 31 enthält eine Bekanntmachung des Ministeriums des Innern und der Justiz und des Ministeriums der Finan en, betreffend die Gleichstelluxig der Großherzoglich _ hexsischen und der Großherzoglich badischen techni1chen Hochschulen m Bezug auf die Ausbildung für den Staatsmenst im Baufach.
Mecklenbur - SchWerim S chw eri n , 26. Oktober. (Meckl. Nachr.) er Erbgroßherzog von, O ldenburg ist gestern Abend zum Besuch am Großherzoglichen Hofe hier eingetroffen.
Oesterreickj-Ungarn. Wien, 25. Oktober. (Wien. Addy.) Die Ausschüsse des Ab eordnetenhaufes werden 'in kürzester Frist ihre Thätig eit aufnehmen. Heute haben un Hause Bes rechungen der einzelnen Klubs stattgefunden.
_ ( . T. B.;? Das „zz-remdenblatt“ erfäért, daß der Minister des Neuß [::, Graf Kälnoky, seine G ückjw ünfckxe dem Minister yon Giers anläßii dessen Jubiläums in einem in sehr warmen Worisn abgefa ten Telegramm aus- gedrückt habe. '
West, 25. Oktober. (Wien. Ztg.) Der Regalien,- Auss-chuß des Abgeordnetenhauses beschloß die Strei- chung der Bestimmung des §. 2 in Betreff der Ablösung, eventuell E propriation der mit einem Neaal ver- bundenen ebäude. Bei §. 3, betreffend die Berechnung der Ablösungssumme, entwickelte sich über dux rage eines 15 prozentigen Abzuges eme sehr einge ende Diskussion, in deren „Verlauf Julius Horvérth „den An- trag stellte, an den Mampulationßkostei] 10 Proz. i_n Ahzug Zu bringen. Minister-Präsident von Tisza erklärte sich hwrzu
ereit, jednrb nur unter de_r Bedingung, daß die anderweitigen DiSpOfitZUwW "F;,“ ,“ __2;“-k-4 koi"? welche de. .. ..
G1;**_:;§5:..“..„, Union und Irland. London, 21. Okwbsr. (A. C.) L_ '.. . ck , *, minstex' “.;“- i;“drkd-2:“:eirrch-1io»7.i “:*-32; 511155 dat; «Lok». Verwallung-dewß neugegriiirdewii Kreises London.
Der für das nächste Amtsja r erwählte Lordmayo'r von London, Whitehead, wur e gestern, der Gewohnheit gemäß. dem Lordkanzler im HMF der Lords vorgestellt, um von diesem zu vernehmxn, da seine, Wa [ von der Königin bestätigt wordensei. Wä rend der eßige ordmayor, Polydore de Keyser, kat olischen Glau ens ist, tammt das nächste Oberhaupt der City von eorge Whitehead, dem Stifter der Quäker, ab. Seine Familie ist mehrere. Jahrhunderte in Westmqre- land ansässig gewesen. Hr. Whitehead hat auSgedehnte Reisen in Europa, den Vereinigten Staaten und den britischen Kolonien
emacht und sich seit 8 Jahren von den kaufmännischen Ge- ßchästen zurückgezogen. '
Aus Simla, vom 25. Oktober, meldet em Telegramm des Reuter'schen Bureaus:
Die von der jüngst im Hauptquartier angekommenen Abordnung vom Stamme Parari Sayad gemachten Vorschläae find als nicht befriedigend erachtet worden, und General McQueen hat in Folge dessen zwei Weitere feindliche Dörfer einäschern (affen. Oberst Crooksbank. der Befehlshaber der vierten Kolonne der Expedition, ist an der Wunde, welche er in dem Kampf bei Kotkai vor 14 Tagen davongetragen, gestorben. _ Ein hier vom Emir von Afghanistan eingegangenes Schreiben besagt, daß er fich beute nach dem afghanischen Turkeftan begab.
_ 26. Oktober. (W. T. B.) In der Verhandlung der Untersuchungskommission über die Anschuldigungen der , T imes“ egen Parnell beendete der AttorneZ General Webster heute ?ein Exposé, indem „er die Darste ung der historischen Entwickelung der Lgndliga und _der Natwnal- liga fortseste und schließlich eme lange Reihe „von Ver- brechen und Vergchen aufzählte, für welche er die Verant- wortung, wenn nicht die direkte Anregung, der Organixation dieser Verbindungen zuschrieb. Webster erklärte, da die Zauptleiter Parnell, Davitt, Biggar,„Harrington, Matthew,
arris, O'Brien und Dillon Kenntnis; von den Methoden und den Handlungen der Liga gebgbt hätten. Die nächste Sißun der Kommission soll am Dienstag, den 30. Oktober statcthfin en. In derselben wird Webster Zeugen namhaft ma en.
Frankreich. Paris, 26. Oktober. (W. T. B.) In einer heute abgehaltenen Versammlung der Senatoren yon der republikanischen Linken wurde festYeLsiellt, daß die große Mehrheit des Senats gegen die evision der Verfassung sei, da eine solche zugleich die parlamen- tauschen Freiheiten und die Handlungen der Exekutivgewalt kompromitnre. “ '
* Die Deputirtenkammer genehmi te heute den Gefes- entcrhdixxfü betreffend die „Verlegung der kademie von Douai na 1 e. .
“ _ 27. Oktober. (W. T. B.) Bei Gelegenheit einer Versammlung, welche der Bund der Nevisionisten gestern Adend in dem Wagramsaale abxalten wollte, kam es 31; heftigen thätli en Zusammen tößen. “Die Bou- langisten wolxten den _eputirten Vergoin zum Vorst enden ernennen, _die Antiboulangisten erhoben dagegen 'ebhaf- ten , Wider1pruck und" versuchten die Rednertribüne zu erstiirmen , auf weicher Lullier das Wort führte. In Folge dessen entstand em Handgemenge , Lullier feuerte einen Neovolverschuß ab, wurde darauf von der Tribüne herab- geriffen und, während er noch dreimal aus seinem Re-
9'77*7*t7"'1?!(?„ „orfalßrpn. durch
xirx. |.“! «Aix; .-* ': 1 ““er““
T*"ixxix: Crriarmkr den „Herzog UW We]?- J ' ' , _ „ Königs an die Natron, worm diesride anigcsdrderi mx», *::z.
“ “gehegten Wunsch des Königs wie des
volver schoß, mit Stöcken und Messern mißhandelt, bis es seinen Freunden gelang, ihn aus dem Saale fort zi Uhren. Die Ru e wurde erst wrederhergesteut, als das GUS! t vom Saale abgesperrt worden war. Nach den Meldungen der Morgenblätter smd bei dem Tumult gegen 20 Personen ver- wundet worden.
Rußland und Polen. St.Peterdburg, 26. Okiober. (W.T.B.) Das Telegramm desKai ers an den Mixiisier des Auswärtigen von Giers, anläßli dessen 50jähr1gen Jubiläums, lautete: „Die Kaiserin und Ich gratuliren
hnen von ganzem Herzen zum 50jäbrigen Jubiläum Ihres ehrenhaften und mühevollen DiensteH für das„Reich. Wir be- dauern sebr, hnen nicht, persönlich zu diesem Ihrem so wickkti en Tage nseren Glückwunsch darbrmgen zu können._ Gott ver eilFe Ihnen Kraft und Gesundheit für lange Ja re zur weiteren Audiibuna Ihres Dienstes, zum Wohle ,und Ru mRußlands.“ _ Dem Minister ist außerdem der Wladimir-Orden erster Klasse verliehen worden; derselbe wird ihm mit dem betreffenderx Reskript durch einen Feldjäger zugehen. _ Heuie'fand der dem deutschen Botschafter von Schweiniß em Galadiner statt, an. welchem außer Herrn und Frau von Giers sämmtliche Botschafter und Gesandten, nebst Ge- mahlinnen, sowie andere hohe Würdenträger„theilnahmen.
Barum, 27. Oktober. (W. T. B.) Die Kaiserlt e Familie hat sich heute nach Sebastopol eingeschifft. m
afen waren die Spißen der Civil: und Militärbe örden sowie -
eine große Menichenmenge aller kaukasischen Voi sstämme ur Verabschiedung anwesend und bra, ten den Maxestäten entZu- siastißche Kundgebun en dar. Die Kai erlichen Herrichaften dankien vm er Schiffsbiü e aus unau6geseßt. In Sebastopol Wird der Kaiser eine große Parade über die „Schwarze-Meex- Flotte“ abnehmen und dann mit den noch „111 Lwadia weilenden Mitgliedern des Kaiserlichen Hauses die Rückreise nach St. Petersburg antreten.
Niederlande. Amsterdam, 23. Oktober. (Köln. Ztg.) Der „Staatßcourant“ stellt heute fest daß nach dem Gutachten der Aerzte der leßte „Krank eitsan all drs Kdntgß
lücklich überstanden sei, ohne da derselbe irgendwelche chädliche Folgen zurückgelassen habe.
Griechenland. Athen, 26. Oktober. ,(W. T. B.) Der Bürgermeister forderte in einer öffentlichen Bxkannt- machung die Bürgerschaft auf, das RegierUUgS- Zibiläum des Königs in würdiger Werse zu feiern. _ ie. zuden Festlichkeiten eintreffenden Fürsten werden im ,Kdniglichrn Schloffe Wohnung nehmen. Der Herzog und die Hrrzogm von Edinburg treffen heute hier ein. _ Der vom König dem Sultan verliehene Erlöser-Orden wird demselben dem- nächst überbracht werden.
Rumänien. Bukarest, 27. Oktober. (W. T. V.) Der Direktor der rumänischer) Eisenbahnen, Douca, hat fich nach Wien begeben, um mit dem österreichischen Handels- Minister wegen des internationalen Dienstes auf der in Sequesiration genommenen rumänischen Strecke der Lem-
derg-Czernowrßer Eisenbahn eine Vereinbarung zu trcissxi.
Sevdim. Beixzrad, 20, Okwiwr. (W. «5. B.) DW „N-1*:i€1*-iuti“ vcrösfeuiiicßi di.“ Ziärdklaixi-riion drr);- Hinblick auf dM bevdrsishc-Uden500jäl)ri«.?§'1'.??“:QSMIZ- Gedenktag der Schlacht auf dem Kossowo-„Fcld im Verein mit drm König aus der Vergangenheit dre nöthige Lehre zu ziehen, um aUen Fehlern und Jrrthümern auß dem Wege zu gehen und Serbien eme schöne und glänßnde Zukunft zu sichern. Der König spricht die entschiedenste eberzeugung aus, daß Serbien keinerlei Drangsal von Außen bedro e.'Alie europäis en Mächte wünschen Ruhe und wollen den rieden und ver angen nichts Anderes, als in dem Genuss des Friedens zu verbleiben. Die Politik loyaler Anerkennqu der dem Willen Europa?, entsprechenden „Thatsachen, die Politik nuten Einvernehmen-Z der gegexiseitigen freundschaft- lichen Beziehungen zu den mächt1gcn Nachbarreichen, Oesterreich und der Türkei, mit denen Serbien durch 411: tägliche, vielseitige und gemeinsame'Jntereffen fo mannig- faltig verbunden erscheine, diese Politik, die er (drr König) persönlich angebahnt und seit jenen welterschütternden Er- eignissen im Orient _ als das mächtige Nussenvolk, desen edelmiithiger Herrscher, Alexander 11. du; Machi seines Staates und des Blutes seiner Söhne ür die Beiremng der CLristenvölker einseßte, und die tre_ue tapfere serbische Armee be denmiithig für die Unabhängigkeit des, Vßterlandes kämpfte, _ selbständig geleitet, diese Pdlitik sei dem ganzen Umfang nach auf dem Friedensbedürfmß Europas degrün- det, und mit dem Bedürfniß Serbiens, stch ruhig und friedlich zu entwickeln, solidarisch. Serbien bedrohs ,aber dieselbe Gefahr, welche einst den Verfall des_ serbischen Reicheß im Mittelalter herbeigefiihrt, _ derZw1st im MM). Deshalb sei es die erste Pflicht, im Innern der Zerfa rdnhett ein Ende zu bereiten und den neuersiandenen serbischen Staat in frischem, gesundem, geregelteniLeben xrstarken und u neuer Blüthe gelangexr zu lassen. Die Pgrteileideyschaften ?eien aber entfesselt, sie hätten sogar "ihren Hdhepunkt erreicht. Der Köni fordere deshalb die serbische Nation auf, die Stimme der wietracht verstummen zu lassen und ein- müthig das Gemeinwohl vor Augen zu haben. Die Fortseßyng des wüsten Parkeikampfs könne nur Verle enheiten „bereiten und das Land abermals zum _Schauplaß er traurigen Er- eigniffe machen, die es eit Beginn des. Jahrhunderts so oft und grausam heimgesu t hätten. Serbien brquche'vor Mein mehr ernste Arbeit; es müsse das Gleichgewrchi im Staats- haushalt herstellen und durch Sparsamkxit da m gelangen, daß es sowohl seinen Bedürfnissen als fernen erpftrchtungen aus eigenen Kräften nachkommen könne. Die “Sicherung des Staatswo ls sei nur auf Grundlage . emxr Ver- affung mögli . Die heutige Verfaffuxig sei nicht das
eri des Köm 5, obwohl er dieselbe stets enrrg sch ver- theidigt habe. er König halte die 500. Jahreswende des einstigen staatlichen Verfaüs Serbiens für eine selten feier- liche und'großartige Gelegenheit, an alle Parteien deß Landes ?u appeliirexi, um den König *bei der Audarbeitumz eines Ver- affungßproxekxs zu unterstüßen und ierdurch einem längst „ olks entsprechend eme Erweiterung der politi chen und bürgerlichen Rechte im Lande Tu bewrrken und so re Milderung und Erstickung des hell odernden Parteikampfes zu versuchen.
Amerika. New-York, 24. Oktober. (Allg. Cory)
Die, republikanische Preise ver ucht möglichst , Ml Kapital aus einem Briefe zuschlagen, nxelchen der britische
Gesandte, Lord Sackville, an einen naturalisirten Bür er „englischer Abkunft in Los Angelos, Cali ormen, geschrieben hat. Dieler hatte den Ge- andten um Rath gefra x, für we che Partei er bei er bevorstehenden Prä identenwahl seine Stimme abgeben, sdllte. Ldrd Sackpille erwiderte: „Sie wissen wahrscheinlich, daß 1ede_ politische Partei, welche gegenwärtig das Mutterland begünsttßt, an, Popularität einbiißen würde, rind die ießt am Ryder efindlrche Partei dies sehr wohl ein- fxebt. Die „Partei wünscht jedoch, freundschaftliche Be- zreéungen mit Großbritannien zu unterhalten und auch die au Catiada bezügltchen Streitfragen zu ordnen. . .. Man muß der politischen Lage, wre die Präfidentschaftswahl fie mit sich bringt, etwas zu Gute halten. Es ist mir jedoch unmöglich, *vqrher zu „sagen, weichen Weg Präsident Cleveland, falls er wiedergewahitwwd, in der WiedervergeltungSpolitik einschlagen wird.. Es liegt aber Grund vor zu der Annahme, daß er ver- söhnitch auftretep mird.“ _ Die „Evening Pos “ bemerkt J diesem Schreiben: „DerBrief hat an und für sich keine edeutunY, hochstens natürlich fiir Lord Sackville, für diesen aber gro e., Jeder Vertreter, einer ausländischen Re ierung, welcher sich 'in die innere Politik des Landes mischt, er beglaubigt isi, begeht _einen Mißgriff. Unsere Re- YUUW, kam) sich. 111 die, Privat = Correfpondenz Lord „ackmlles nicht mischen, die britische Regierung wird dies aber wohl nach der Wahl thun.“ _ Den eng- lischen„Standpunki giebt m Kiirze die „St. James' Ga- seite“ : „Es wäre heiser gewesen, Lord Sackviüe hätte den Brief an den Calrformer, welcher ihm offenbar eine Falle steller) wdllte, nicht' geschrteben, Bei der gegenwärtigen Lage der amerckqmschen Politik solite em _britiicher Gesandter selbst unter dem Siegel der Verschwiegenheit nicht solchen Brief verfaßt "haben. Daß Lord Sackvillx aber in volier Unschuld und in _utem_(Hlauben,handc-l'te, ist klar genug, und es ist daher _ ächeriich, daß ein Tlxrl der amerikanischen Presse verlangt, daß_ rhnz seine Passe sofort zuaestelit werden soÜten. Es scheint eme fixe Idee; der amerikanischen Politiker zu sein, daß" England bereit 1st zu. AÜem, um Cleveland's Wieder- erwahlung zu sichern. Dieser Begriff ist sehr irrig. Die ersop des Prastdenien der Vereinigten Staaten ist eine rem innere Frage," und Wir haben es noch nicht für nöthig befunden, zur Erwablyng eines besonderen Mannes, welcher uns angeblich geneigt ist, zu intriguiren.“
_New-York, 26. Oktober. (W. T. V.) Die meisten Leitungen verlangxn, daß die Regierung der Vereinigten «xaatexi dem eng11schen Gesandten Sackville seine Passe übersenden solle.
Afrika. Egyptexi. (W. T. B.) Nach in London ein- gegangener Meldu'ng ergiebt der AuSweis der egyptischen 'Staaiskas s e für das am 26. d. M. abgelaufene Rechnungs- 1ahlr): enTZnUeleerslßhuß Ir))on 214960190 PFD also 3000 Pfd. me 1: a im or1a re. er iesjä rige e er u i über- haupt der größte bis jeßt erreichte. sch ß |
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Zeitungsstimmen,
_ 1111291“ “drr rieberscbrifi „Di? deutscbirriiinnigr PMici in Woch ...d “zrtmt' drmerki dw „Post“: - (“»-«I leitende Organ der dßutsÖfrc-ifirmigcn Paris?. bringt eine r*.zrxe Hrogram'mariige Zusammsniteüung, was die Partei wiki und nicht will. Diese Zusammenstellung scheint allerdings noch von den Reichstagswahlen her auf Lager gewesen zu sein, denn sie berührt in der Hauptsache Angelzgenhetten deß Reichs und streift diejenigen Freu ens ,nur gelxgentltch. Jmmerbm bietet diese Zusammensteüung
legerzheit zu enzem lehrreichen Vergleiche dessen, was die deutsch- freisinnxge :partei im Munde fübr_t und wie sie handelt.
, 'Die reismnige Partei erklart, die Festigung der nationalen thtgung Deutschlands zu onen;_ sie hat in Wabrbcit gegen die Reichspcrfafsung gesxmrmt, zum Theil deshalb, weil nicht durch Ver- gewaltigung der, suddeutschm Staaten von vornherein dcr Keim mnereanaders 'm das neue Reich getragen War, sie hat gegen die einheitliche Jusitz-Ordmznx] _gefttmmt, sie hat versucht, in der Aus- wrisuggsfrage emZerwuynzß zwiscbxn dem Reich und Preußen ber- b_etzufubren, und ii selbst tn der Zett drohender äußerer Gefahr vor einem schweren Konflikt ayf dem Gebiet des Heerwe ens nicht zurück- gescbreckt, sie versucht epdltcb mit der Forderung von Reichßministerien das Vextrauenöverhaltnzß der Bundesstaaten zum Reich zu erschüttern.
Die deuticbfretfinmge Partei erklärt, Wahrung der Rechte des Voiks und Sicherugg der Wablfreihrit zu wollen; sie läßt aber die fchltmmsie Untrrdruckung der Wahlfreiheit durch die katholische Hierarchie nicht nur gxscbehcn, sondern hat ihrerseits nach Kräften daszu beigetragen, da? dieser bei der Wahlprüfung nicbt entsprechend ge teuert wxrd, m_1d st auch jeßt darauf bedacht, durcb Beseitigung des „stajatlichen Eznsprucbsrecbts der katholischen Geistlichkeit die volle
tcZeetrlmt dcs Mißbrauchs der geistlichen Gewalt zu Wablzwecken zu
n.
Die freisinnige Partei erklärt Förderung der Volkswoblfabrt innerhalb und am Grund der bestehenden GeerschaftSordnung zu onen; sie hat aber in Wahrheit die deutsäoe Arbeit schußlos dem Auslande pretheben'wollem sie sieht gleichgültig zu, wenn der deutsche Industrielle der englischen, der deutsche Landwirt!) der russischen Kon- kurre'nz unterliegt , der industrielle und der landwirtbscbaftlicbe Arbeiter brqtlos werden„ sie bekämpft die Sozialpolitik des prak- ttscbeix Cbrtsienthums ,wie jede, stcxatliche Maßregel zum Schuße dxr armeren und minder widerstandsfähigen Klaffen der Bé- volkeruxig ?egen Auswucherung und sonstige Ausbeutung.
Die reisxnnige Partei erklärt im Steuer ystem Gerecbti keit zu wollen; sie tritt gber mit der größten Zähigkeit für die Erßaltung Yer Steuerprivtlegten des Ertrags von mobilem Kapital, gegen die Verbesserung des_YeranlagungS1ystems behufs gleichmäßiger Heran- ziehung auch der ubn_gen Einkommenéquellen. und für die vrivilegirte Steuung dee Großstadte in Bezug auf die Tragung der Polizeilasten durch den Staqx e n!
Dre freisinnige Partei giebt endlkW vor, die Erhaltung der voUen be'rxraft des Volkes zu wollen; sie hat aber sowohl geaen das erste Migtar eseß vori 1874 gls gegen die Septennatheseße von 1880 und 1884 m t aller Kraft agtti'rt und gestimmt, und gerade das Heerwesen Zum ersten Ge enstand des Angriffs gemacht. Seit dem kläglichen Verlauf des nxytansturms von 1887 scheint allerdings für einige Zeit Habnin Ruy ebl'asen zu sein.
Die am „Schw e betonte .fesZe Treue gegen den Kaiser“ findet ihre cbaraktertstiscbe, Illustration m den planmäßigen Bestrebungen, die verfaffungömäßtge selbständige Stellung des Kaisers und vor Alley! des preußischen Königthums zu Gunsten des parlamentarischen Re xments zu beseitigen, wahrend die leichzeitig betonte Verfassungs- mä tßkeit nicht nur in dem eben ctirten Bestreben, die Reichs- ver a ungum uwandeln und den spezifisch monarcbi eben Charakter der , preußis en Verfassung zu verwischen, as Wahlrecht zu andern u. s. w. mehr, sondem auch in dem wieder- holten Bemühen, ixn Verein mit Herrn Windtborst und dessen Tendenzen zu Liebe in die Verfassung einen Sinn bineinzu- interpretiren, welcher sie zu Kampfmiéieln gegen den Schu des Deutschtbums gegen PoloniSmus und gegen die preußische cbule umgewandelt haben würde.
Bei den Wahlen muß aber die umgekehrte Re el la rei“en; a ihren Tbaten, „nicht nach ihren Worten soll mcIn d : araieiefn wär-Zerß 11:1? dwyach wird man sagen müssen: .Gewogen und zu leicht be- un en. -
_ In der „Deutsrhen volLSwirthschaftlichen Correspondenz“ lesen war:
Der Zollanscbluß der Hansestädte an das Deutscbe Reich veran- laßt uns., au'f die (erzchiung von Musterla ern zurückzukommen, welche bekanntlich tm Frublmg dieses Jahres eitens des englischen Kon- sulats 'm Hainburg geplagt wurde. Wir können nur wiederholen, was wir bereits damals aber diesen Plan bemerkt Haben, daß für Hamburg “eme Art 'von kommerzieller Genugtbuung darin e- legen ist, wenn die exglksche Industrie die Notbweudig eit erkennt, zur Förderung tbrxr Interessen ein derartiges Unter- nehmen zu grundetz; Allem nunmehr, nachdem der Zoll- anschluß der erster) Seestadt des Reichs erfolgt und zwar durcb ganz bedeuiende Seitens „des Reichs gebrachte Opfer erfolgt ist, hat unsere naZtonale Industrie wobl_ einen Anspruch darauf, daß Ham- bixrgs Burger sickx vyn der Auslanderei möglichst emanzipiren. das; fie unt ohjekttver Wurdtgun den deutschen Fabrikaten entgegenkommen und nicht mehr deshalb abrikate bevorzugen, weil sie eben nicht aus Deutschland kommen, resp. weil sie als „englische“ markirt find. Die az! dem Gewodnten iesthaltenden Hamburger Bürger haben zweifellos eme Vorliebe fur engl1sche Waaren; allein die Thatsache, daß sie unter der Schußmarke „"Englan'd“ zu wiederholten Malen deutsche Waaren bezogezi iind fur englische aufgebraucht haben, dürfte doch den besten Beweis liefern, daß es sich wohl der Mühe verlobxt, nunmehr den deutschen'Fqbrtkatsn mit größerem'Woblwollen zu be egnen. Die Handelxeznrtchtungxn, welche von Seiten des Reichs ewi ermaßen als Eniscbadtgung dafur gegeben wurden, daß Hamburg “(ck entschloß, seine Fre'tbafenjtelluxtg aufzugeben, sich in den OrganiSmus des großen Deutschen Reichs etn'zufugen, haben Dank den vom Reick) gebrachten Opfern nunmehr emen Umigng und eine Vollendung, daf; fie mit denjenigen der ersteti Handelsstgdie der Welt konkurriren können. Diese Opfer Werdxn nicht vergeblich gebracht worden sein, Wenn es eben gelingt, vermittelst des,Zollanschluffes amburg in innigere und konsumtive Verbmdimg mti drr deutschen ndusirie zu bringen, einer Industrie, welcher ja durch die englischen Bestrebungen,resp. durch die Erkenntniß, dgß zur Aufrechterbaltung des enéltschen Handels Einrichtungen, wie die von Mustericxgerxz es find, ge cbaffen werden müssen, das akler- beste. Zeugnis; fur ihre Leistungsfähigkcit und die Qualität ihrer Fabrikate auSgesteUt wird.
Den deutschen ?gbrikanten aber erwächst die Ehrenvflicht, unter allen Umstanden da ur zu sorgen,_ daß deutsche Waaren nur unter deutscher Flagge resp. unter deutjcher Marke in Hamburg figuriren. Deutsche Fabrikanten werden zugeben, daß der englische Handel durch deutsche Fabrikaie selbst gefördert wird, indem man von jener Seite. wie dies ja früher als selbstverständlick) galt, deutxcbe Waaren „vielfach unter englischer Bezeichnung in Hameurg vxrkaufen 1th. Wenn der_ englische Konsul in Hamburg es fur dringend notHWendig erklarte, daß die englischen Kauf- leute zum ZWeck der Aufrechterkzaltung des englischen Einflusses in Hamkzurg dortselbst mri der Errichtung von Musterlaqern vorgingen, sy wurdxn deutsche. Fabrikanten, „sich eines schMren Vergebens gegen dre ,natwnale' Wirtbschaftswlmk qnserer Regierung schuldig machen, Wenn He diese Bestrebungen durcb emen Verratb an der eigenen Sache unterstutzen wolXten. Wir erwarten, daß das nicht der all sein und daß drr Anschluß Hamburgs an das Deutsche Reich ich in kurzer Zeit iur aue Theile als segensreich und vortheilhast erweisen wird.
„ _ Zur deytschen KUWUÉWFD bemerkt die „Neue 51171111351146r eriung“: “ Fiir 1.111.542. [€*.an Zcit, ja 1557134111) 513
*" iüdawerikaniicHE -:-„“.rx7dki 1175.
" lag der gesammte Wsiraiiikbr wie
n Händen En lands, und scihst die Erzeygniffe der ?*2"§sri7972- iraxxziéiic'ien und iialiegniscben Industrie-fanden ihren Weg “3:5 '-_.-1*.-*€“*,a[ien mr über England. Welche Sunimen hierdurch der:. rixzxiéédsn wisäpenbandel zugeführt wurden, erhellt darqus, daß der Londoner ommisfionär nie unter 10 bis, 12 % Provision berechnete“. Erst die WeltauSsteUuugen und die Nicdexlaffung 'von Agenten deutscher Fabrikanten in den Haxptsecplaizen bewirxten . einen Umschwung, und brachten den Kau'fer dem ursprunglichen Produzenten näher. Ohne irgend eme „Widerlegung fürchten zu müssen, dürfen wir Deutschen uns 1th rybmen, uns „an der australischen Einfuhr nach England in ersier Reihe zu beibringen. 'Masébinen der verschiedensten Arten„ Gumtmwaaren, Wellbleche, Eisendraht, eiserne Träger und Stabßtfcn werden von Deuischland in fast ebenso großen Mengen eingefuhrt _als von Großbritannien. Die Textik-Jndusirie nimmt ebeyfalls eme hervorragende Stcüung unter den deutscben Ausfuhr- a'rttkeln ein ..... T_Oie „elsaffer Industrie hat bisher von dem austra- lischen Fandel sich ziemlich fernaebalten; es wäre aber an der Zeit, daß" sie ich lebhafter an dem „Wettkampf betbeiligte. Neben der Mulbauser Baumon-Jndustrie und den bedeutenden lothringer Eisen- _und St_ahlbuttetz wäre es auch die Bierbrauerei, welche in den uberseetscbcn Landern wtÜkomxnene Abnehmer fände.
Dcz Deutschland nun eme eigene Kolonialpolitik betreibt und dern h_ctmrfcben Fabrikanten neue Ybsa gebiete erschlie i, so bleiben wir nicht mehr darauf angewiesen, im ettbewerb die rosamen auf- zulesen von deux, was der Engländer und in der Ausbeutung der Kolonien noch ubrig gelassen hat, sondern wir können als erste Lieferanten auftreten imd dem auSgewanderten Deutschen seine lieb- gewsdnnenen Lebenßbedurfmffe bieten, obne Konkurenz befürchten zu mu en.
Die Anfeindung der Gründung deutscher Kolonien isi unberecbii t, denn wir bedizrfen so_[cher, und die Schußgebiete sind entschiedejigo fruchtbar als irgend e_me Koldnie. Das K ima ist ebenfalls nicht io mörderiscb„wte geschildert, iondern wird 'mit der Bebauung des Lande?, wit Kanaltsirung und fortschreitender Urbarmachun sich in ems fiir die Tropqn ndrmales verwandeln. Die Jnangriffna me der Kolorzmrung tft nicht immer eine glückliche gewesen und neigte dem franzofischexi System mehr “als dem englischen zu. Eine Monopolifi- rung der Kolonien von Seiten des Großkapitals wäre sehr verfehlt. Erfahrung lehrt, und es steht zu hoffen, daß dem persönlichen Vor- ZeZexb ?ndvxxagen der Ansiedler von cht ab ein größerer Spielraum c a r ir .
Statistislbe Nachrichtem
Nack) Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin sind bei den biefigenStandesämternin dei'Woche vom 14. Okto- ber'bis inkl. 20. Oktober er. zur Anmeldung gekommen: 591 Ebe- scblteßungen, 896 Lebendgeborene, 20 Todtgeborene, 515 Sterbefälle.
Kunst, Wissenschaft nnr? Literatur.
Das Reichögeseß, betreffend die unter Ausf lu
der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichtsverbcchindß lungen vom 5. April1888, erläutert von Dr. Georg Klein- feller, Privatdozent an der Universität zu Mün en (Erlangen, Palm 11. Encke 1888"; Pr. 2,60 .,“). _ Der Verfasser agi indem Vorwort dieser Broscbyre, die als Separatabdruck aus der Gesevgebung des Deutschen Reichs mix Erläuterungen erschienen ist: ,Das Bedürfniß nach eingehender Erlauterung dcs vorließenden Geseßes wird umso- wxniger geleugnet werden können, als die neuen Vorschriften eine der wichtigsten Emrichtungen unseres rozeßrecbtes zum Gegenstand haben und in denselben zugleich vielfach eranlaffun .egeben ist, nicht nur die Beziehungen wist?en dem Gerichtsverixafßn Saesetze und den
übrigen Reicbs-Iutiz e even, sondern auch den E d - geseßbuchs und des e chs-Preßgeseßes zu erwägen.!“ksxlu r ZAHNÄ- näcbt den Gesetzestext und dann die Erläuterungen zu den einzelnen Artikeln, Wobei die Rechtsprechung des Reichßgerichts tbunlicbst ver-
Von manchen Personen im '*Leben ma wohl das Wort elt : „Richtet Euch nach meinen Worten und nicht nach meinen Téateiitz'.
wertbet ist und die bisherige Literatur Berück 1 Seine Kritik hat der Verfaffer auf das NothZdiiRtneg b???§§r§t.bak
_ In R. von H„Oecker's Verlag, Berlin, erschien: ,Die Reichs- tagßrede des Fursien „Biomarck vom 6. Februar 1888“. Iambtfcb frei bearbeitet, xmt Vorwort und Einleitung von Caesar Astfalck m Köln am Rhein. Mit dem Bilde des Fürsten Biomarck. Im Anhang: Der Wortlaut_des Wiener Vertrages vom 7. Oktober 1879 nach dem Deutschen Retchs- und Königlich Preußischen Staats- Anzeiger vom 3. Februar 1888.
„_Von dem Reformationsbücblein (Verlag von Hugo Klein in Barmen), Preis 10 „3, 25 Exemplare 2 „sé, 50 Exemplare 3,50 „is, 100 Exemplare 6,50 «M, 500 Exemplare 30 „44, ist die 3. AuflageDerschtJeän. In 1“ t W ck W | f
_, er r“, utrire o en ri ürdieGes i te Brrlinß und der Mark, enthält in Nr. 4: Der Kaiserin Aégicibsta Victoria zum 22. Oktober 1888, von Ernst von Wildenbrucb; Io- bannes Wedigen, eine Berliner Geschichte von Oskar Schwebel (Fortselzung); Die Heldensiandbilder auf dem Wilhelmsplay, von Ferdinand Meyer (mit Abbildung); Die Straßburger und Friedrich der Große, vor) Hermann Ludwig; Von der Berliner Mittwochs- qesxllsxbaft; Friedrich Wilhelm 11. und der Gärtner Heidenreich, von Heinrich_Wagener; Kinder- und Wiegenlied, von E. Handtmann; FLYJTarkJsche Prodrnztal-Museum; Feuerlöscky-Anstalten alter Zeit
: ung.
Sanitäts-, Veterinär- und Quarantäneweseu.
Egyvten.
Der internationale GesundbeiiSratb zu Alexandria hat am 2. Ok- tober1888 beschlossen, Vom 29. September d.J. ab das Cholera- Quarantane-Reglement bezüglich der Ankünfte aus Bombay wieder außer Kraft zu setzen. (Vergl. „Reicbs-Anz.“ Nr. 259 vom 10. Ok- tober 1888.)
Portugal.
_Durch eine itz: „Diario do Governo' vom 13. Oktober 1888 veroLentltchte Verfuguzig des Königlich portugiesischen Ministeriums des „„zxinertz wrrden die bisher als cholerafrei betrachteten Häfen des
btltvptntschen Archipels: Manila. Capiz, Antigue Albay, - b_u, Coicxbatq, Sawbales “.ind JUocos-Sur für choleraveri eucbt erklart. Fur die uhrtgen Haien des Archipels bléibt die Verfügung, wonach dieselben gleichfalls als von Cholera verseucht gelten, in Kraft.
Submissionen im AuZlande.
Spanien. 9. Novembkr.' Madrid. Justiz - Ministerium: Lieferung von 8000 5Yam: Halbsttefeln (dorasguis) aus Kalbleder mit Doppeliohlen. Naberes an Ort und SteUe.
Verkehrs - Anstalten.
(W. T.,B.) Die Post rdn dem am 23. September aus Shanghai, ,aßgegang'enexi Reichs-Postdampfer „Braun- schweig“ ist m Brandtsi_c1ngetroffen und wird für Berlin vor- ausiicbtlich am 29. d. M. fruk) zur Außqabe gelangen.
Hamburg, 26. Oktober. (W.T B.) Der Poftdampfer „Wieland“ der Hawburg-Amerikaniscben Packetfadrt- Aktiengesel,l1chaft ist, von Hamburg kommend, heute früh in New-York eingetroffen.
_ 27. Oktober. (W. T. B.) Der Posidampfer ,Polinesia“ der Hawburg-AmertkantsÖen Packetfabrt-Aktiengesell- schaft. lst, ron New-York kommend, heute Morgen 9 Uhr auf der Elbe eingetroffen. _
London, 26. Oktober., (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Hawarden-Castle“ ist am Mittwvcb auf der Heimreise von „(Capetown abgegangen'und der Union-Dampfer .Trojan“ ist gestern auf der Aus::etse m Capetown angekommen.
Theater und Musik.
Im Deutschen Theater ging gestern das fünfakti e Auzen- gruber'sche Volksstück: .Der Pfarrer von KircbfZld' in Scene. Grundgedanxen, und Vcrlcxuf dieses vielumstrittenen Werks des volkstbumltcheri Verfasters, w2lches _ zur Zeit des Beginns der altkatboltschen Bewegung und des Kultur- kampses entstanden, _ den Kawpf eines der neuen Richtung ergebenen Pfarr-Geisiltchezi gegendte Tyrannei und den Gewissens- zwang der herrschenden Kirche schildert, dürfen wir im Allgemeinen als bekannt vorausseßen, da dasselbe früher fast alle größeren Bühnen Deutschlands pasfirt hat.
Wir können uns daher gleich einer kurzen Besprechung der Dar- steUung zuwenden, mit welcher das Deutsche Theater einen Haupt- treffer gemach bat: Hr. Sommerstorff in der Titelrokle, Hr. Pohl als Wurzelsevp,„ Kadelburg als Michel, TeWele als Schulmeister und'Frl. Ort_wixi als .De'andl“ Anna Birkmeyer boten gleich- mäßig Vorzugltches. 'Die Jnscenirung war ausgezeichnet; die Volks_scenen des Aufemanderplaßens des Hochzeitszuges der Kirch- feldcr_ mri der Prozesstoq der „Einöder' können, was Frische und Gesxhtck m der Gruppirung „anlangt,_ bei dem immerhin be- schrankten Buhnenraum gls em Meisterstück der Regie bezeich- net werden. Das gefullte Haus folgte mit wohlverdien- tem, ron, Aufzug zu Aufzug „fich steigerndem Beifall _ welcher bei_der Liebeswerburzg Michel's und der Bekehrung des Wurzelsepp mx 4, Aufzug seinen Höhepunkt erreichte _ der auSge- zeichnxten Aizffubrung, von welcher wir wünschen, daß sie noch recht zahlretcbr Wiederholungen Haben möge, nicbt sowohl im Interesse der Sozietat des Deutschen Theaters, als in demjenigen des Publikums.
Deutscheß Theater. „Anz nächsten Sonnabend, den 3. No- vewber, geht ein neues Lustspiel in vier Aufzügen von Paul Lindau: „Die beiden Lednoren,“ zum ersten Mal in Scene._Moraen, Sonn- tag, 'werden dre drei einaktigcn Stücke: „Frühling im Winter“, „Quantas Horatius lachs" und „Zwei Taube" gegeben, und am Montag findet die er, e Wiederholunég des Anzcngruber'ichen Volksstücks „._Der Pfarrer von Ktrchfeld“ statt., Has weitere Repertoir: der Woche nt fo ende'rmaßen festgestellt; Dienstag, 30.: ,Die Jüdin von T0- ledo ; Mittwoch, 31.3 ,Frubling im Winter“, „Quintus Horatius
laccuS“ und„Z_wet Taube“; Donnerstag, 1. November: .Der
farrer von Kirchseld'; Freitag, 2.: .Die Jüdin von Toledo“; Sonnabend, 3. und Sonntag, 4.: ,Die beiden Leonoren.“
Bellse-Alitance-Tbe'ater. Der durchschlagende Erfolg, welchen die Geiarigspoffe „Dre schöne Sara“ beim Publikum ge- funden, hat sich bisher von Ybend zu Abend gesteigert. Nach jedem Aktschlu muß der Vorhang trn'mer wieder in die Höhe gehen, damit die ral) reicbe'Zubörerfchaft dre Hauptdarsteüer durcb stürmischen Ypplnys auszeiwnen kann. _Unter den Mufiknummern erregen namentlich em reizendes Duett: „Die Jabreßzeiten der Liebe“, das von Lina Bendel imd Carl Swoboda gesungen wird, sowie ein köstliches, von Adolf Link vorgetragenes T'anzcouplet den lebhaftesten Beifall des
ublikums. In der morgigen, Vorsteuung wird übrigens Lina
endel ein von Paul Blumenrexcb' verfaßtes Couplet neu einlegen.
Central-ixbeater. Am Montag findet die 75. Aufführung des Repertoiresiyckes .Scbmetterlinge' von W. Mannstädt statt.
,- Der funfte Vortrag-_Abend der Vereini ung für Ka;mm ermus ik fand gestern im Saale des Architektenßauses statt, und die zablreicb_ erschienene Zuhörerschaft nahm die gebotenen Vortrgge recht de_ifauig auf; Beethoven's erstes Trio wurde mit ?Zräztswn außgefubrt. , Mit der zweiten Nummer, einer Sonate ur_ Klavier und Vtolme von Rubinstein, einem Werke voller Geist und vqn berauschender Melodienfülle, erwarben sich die Hrm. Pqpendtck (Klavicr) und Hol heuer (Violine) stürmi- schen B'etfall. Gleichen Anklang fan das neuere Quartett von Rheinberger, und erfreuten auch bier die Hrrn. Papendick, H'ol'ßbeuer, Kreae (Viola) und Di“: well (Violonceü) durcb wechsel- seitiges theils diskretes * IYletten, theils wieder schwun volles Vor- tragen der, Melodie. ese Concerte erfreuten si im ver- gangenxn Winter rech reqxrBetbeiligung. die eine wohlverdiente ist, da 111 ihnen gegen em billiges Eintrittßgeld (1.114) wirklich * gute