1888 / 295 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 22 Dec 1888 18:00:01 GMT) scan diff

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Lchaft nur 1: die Zukunft belasten und beim Vorkommen olcher der etriebSunternehmer des nicht angemeldeten B- triebes nicht nur zur Tra gung der durch seinen Betrieb ver- anlaßten Lasten bei der Umlage des olgendxn , son- dcxrrz auch zu den Lasten des Borja es mit erangezogen wir .

_ Die Bevollmächtigten zum Bundeörath, Königlich sächsische Gehxime Räthe Held und Böttcher, find von hier wieder abH-eretst.

Die Bevollmächtigten zum VundeSrath, Fürstlich schaum:

burg-lippischer RegierungscRath Spring und Bürgermeister,

der freien und Hansestadt Hamburg, Dr, VerSmann, find' in Berlin angekommen.

_ Der hiefige franzöfifche Botschafter, IulesHerbette, ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Bot- schaft wieder übernommen,.

_ Fur VegrüßunÉ seines Hohen Chefs , Sr. K a is e r- lichen oheit des ro ßfürsten-Thronfolgers von Rußland, ist_ eine Deputation des 1. Westfälischen Zusare 11- Reg tmen t I Nr. 8, bestehend aus dem Regiments-

ommandeur, Obersten von Szczytnicki, dem Rittmeifter und EScadron-Chef, Edlen von Graeve und dem Premier-Lieutenant Becker von Paderborn hier angekommen.

_ Das Schulgefcbwader, bestehend aus S. M. Kreuzér-Fregatten „Stofch“ (FlaggschiZ), „Chaxlotte“, „Gneisenau“ und „Moltke“, Ges wader-Chef Contre- Admiral Hollmann, ist am 19. November cr. in Fiume einge- troffen und beabfichtigt, am 23. desselben Monats wieder in See zu gehen.

Sachsen. Dresden, 22. November. (Dr. I.) Der König und die Königin smd heute früh von Schloß S_ibyllenort in der Königlichen Villa zu Strehl/en wieder eingetroffen.

Württemberg. Stuttgart, 20. November. (W. T. B.) Die Kammer der Abgeordneten ist heute von dem Prä- sidenten von Hohl mit einer Rede eröffnet worden, in welcher er dem Wunsche Ausdruck gab, daß da?- deutsche Vater- land auch unter der Regierung des Kaisers Wilhelm glücklichen Zeiten entgegengehen e. „Die schönen Tage des Besuchs des Kaiser?- und die stoße Kunde von dem Wohl- befinden dks geliebten Königs führten“, io äußerte der Redner, „das Jahr, nach dessen Beginn das Geschick schwer auf uns gelastet, zu einem freundlichen und hoffnungsvollen Abschluß.“

_ (St.:A. f. 28.) Die Kammer wird morgen mit der Berathung des Ge1eßes über die Krankenpflege-Ver- sicherung beginnen.

Mecklenburg - Schwerin. Schwerin, 21. November. (WdT' B.) Der Landtag ist heute in Malchin eröffnet wor en.

Oldxubnrg. Oldenburg, 20. November. DieLandes- s !; node ist heute durch den Mmuter Flor mit folgender Rede eröffnet worden: _, „Meine Herren Synodalen! '

'Se."Königliche Hoheit der Gro herzog Haben wir den ehren- vollen Auftrag zu ertbetlep erubt,_ ie, meine - en Synodal' , beim Beginn Ibrzr Arbe1t_ eundlicbst willkommen u heißen und ie 16. Landessynode nz Höchsttbrem Namen zu eröffnen.“ “ck.

Von den Ereignissen, welcbe unsere-Landeskircbe in der jeyt zu Ende gxbenden Synodalpenode bewegt haben, ist vor AUem des schmerzlichen Verlustes zu gedenken, welchen der deutsche Protestan- tiSmus durch den Tod zWeter [einer erlauchtesten und mächtigsten Vertrxter erlitten hat: Se. Majestät der Deutsche Kaiser Wilbelmist nach einem Gottgesegneten Lebenéabend ron_weltgeschichtlicherBedeutung im hoben Altxr czbberufen worden, und !cbon wenige Monate später hat Se. Majestat der Deut_1_ch_e Kaiier Friedrich nach langen, mit beidenhafier Geduld und chMil_lchek Ergebung ertragenen schweren Leiden _nacb Gottes unex_iorschltcbe_m Ratbscbluß feinem Hockxseli en Vater tm Tyde folgen mussen. Dic oldenburgiscbe Landeskirche at zusammen mtt__ganz Deutschland an dem Sarge dieser beiden fo innig verebrtxn Kaner getrauert_ und durch Anorknung von Trauer- gotiesdicnstxn in allen Gemeinden dcs Landes ihrer tiefen Theilnahme aucb äußerlich Außdruck gegeben.

Die Zahl der vakanten Pfarrstellen unseres Landes ist augen- blicklich_eme _größere als vor drei _Jabren: der Tod bat manche schmerzliche Lucke ynter upserer Geistlichkeit verursacht, vorgerücktes Ali'ex m_id körperltcbes Leiden haben mehrere Cmcriiirungcn norb- wendig e_rsche_inen lassen_ und leider hat auch in zwei Fällen durch diensigertchxlicbes Urtbetl auf Entfernung aus dem Arnie erkannt werden_ muffen._ Der Zudrang zum Studium der Theologie ist erfreultch_er Weise im siettgen Wachsen begriffen und läßt mit Sicherbe1x_crwarten, daß tn absehbarer Zeit das Bedürfnis: nach geist- lichen Krusten voll gedeckt werden kann, sodaß wir die große Zahl der vorhandenen Vakanzen obne Sorge betrachjen können.

Die Vorlagen, mit welchen Sie, meine Herren Synodalm, fich zu_ befcbäittgen bahen_ Weiden, enthalten zwar keine gesetzlichen Be- stimmungen von_nefemgre1fknder Bedeutung; dieselben werden anen aber Gelegenheit geben, _nach verschiedenen Richtungen bin zum Wohle der Landeskirche tbatig zu werden; insbesondere werden Sie Ihr Iniereffe _denx ktrcblichext Bauwe1en zuzuwenden haben und be- rufen se_tn, bedurfttgcn _Gememden unserer Landeskirche die Einrichtung ibxes Kirchenwesens _mrt_ opfertreudiger Hand zu erleichtern und mit Ruckficbt aus den gunstigew Stand der Central-Pfarrkasse das Ein- kommen der alteren Geistlichen auf gering dotirten PfarrsteUen zu verbessern. _

_ Und so geben St_e denn, meine Herren Svnodalen, mit Gottes Hiilfe an dre Erledtgtzng Ihrer Aufgabe! Möge Jbre Thätigkeit umerer tbeueren Landeskirche Heil und Segen bringen!

Im Ngmey und im Auftrage Sr. Königlichen Hoheit des Groß- herzogs erklare ich die 16. Landessynode für eröffnet.“

Lippe. Detmold, 19. November. (Köln. Zt .) Der L_andtag des Fürstenthums Lippe ist auf den 13. ezember einberufen worden. Derselbe wird fich Zunächst mit dem Etat und me reren minder wichtigen Vor agen zu beschäfti en haben. er KabmetQ-Minister, Freiherr von Richthoken hat _emen_ län eren Urlaub genommen und ist nach Ita ien gereist, wird al 0 den Verhandlungen des Landtages nicht bei- wohnen können.

Oesterreiäp-Ungaru. Wien, 20. November. (W. T. B.) Der Weh_rau_ss_chuß_ des Abgeordnetenhauyes nahm die auf die Ein ährtg-Freiwilligen bezüglichen Para- gr_aphen 24 und _5 des _neuen Wehrgesetzes unverändert mit all_en Zegen _eme Stimme an.

Die brei e _des Erzhxrzogs Franz erdinand _von Efie naß!) erlm zur Thetlnahme an den ofjagden m lmgen ist auf morgen Abend festgeseßt.

im und Irland, London,20. November. (W. T. V.) In der heutigen S_tßun _des Oberhaus“ gab Lord Salisbury die Verschieden t seiner Erklä- rung und derjenigen des Hrn. Go let hinfichtlich des DurchsuchungSrechts der Schiffe an der ostafrikanischen Küste zu. Die englische Regierung habe g_ laubt, ein fran- zösisches Schiff werde an der Operation thet nehmen. Goblet habe dies dahin berichti t, daß Frankreich nur Schiffe, die unter franzöfi cher Flagge' segeln, über- wachen werde; diese Ueberwachung werde die England bereitete Schwierigkeit betreffs der Sklavenschiffe beendigen, da England mit allen übrigen Mächten Verträge habe. Lord Dunraven scheine das Memorandum des deutschen Botschaftssekretärs Leyden als eine Erklärung der olitik. Englands anzusehen, während das einzige Schri tstück, welches England binde, die von thm_ (Salisbury) selbst unter- eichnete Mittheilung des Auswärtigen Amts an den Böt- Zchafter, Grafen Haßfeldt, sei. Lord Dunrapen übertreibe, den Effekt des deutschen Memoiandums, m welchem die Drohung einer militärischen Aktion nur aus Vorsicht angeführt sei; England sei- nur verpflichtet, sich gewissen Flotten- operationen anzuschließen; es bestehe _nicht die geringste Absicht, sich an den militäris en Operationen zu betheiligen. Er habe Zegen eine Unter recYung jeder Kommunikation mit der üste Einwand erho en und die Versicherung erhalten, daß eme _solche Absicht nicht vor anden sei. Die aUSgetauschten Noten beträfen nur das erbot der Waffeneinfuhr und Sklavenausfuhr. England handle in Bezug auf die Blokade a1_s Bundeßgenoffe des Sultans von Zanzibar gegen die _rebe11i1chen Sklavenhändler. Er glaube nicht, daß Frankreich den geringsten Zweifel hege über die Legalität der von England eingenommenen Stellung. Eine MeinunZSUerschiedenheit mit Frankreich_ sei nicht zu erwarten. wischen Deutschland und Frankreich sei betreffs dieser peration kein Gefühl der Feindseli keit und keine Gefahr von Reibungen vorhanden. Frankrei s Interessen verlangten, die unbillige Benußyng franzöfischer Papiere zum Miß- brauch der französischen Flagge_ zu verhindern. Die englische Regierung glaube, daß eme separate Aktion des deutschen und dcs englischen Admirals beibehalten werden soils. Wenn beide Admirale bei irgendwelcher Operation derselben Ansicht sein sollten, so zögere er, den britischen Admiral durch absolutes Verbot zu binden, welches den Entschluß, unter Umständen nach eigener Diskretion zu handeln, verhindern könnte. Er lege dem Gedanken, daß Deutschland und England von Emgeborenen verwechselt würden, wenig Gewicht bei, hoffe aber, daß die Operationen in Engkands Jntereffensphäre von britischen Kriegsschiffen geführt werden würden. Lord Dunraven sehe zu schwarz. Die jetzigen Operationen seien nur ein wirksameres Mittel egen den Sklavenhandel, als was schon jahrelang gegen den- elben unternommen worden sei. Daß man die aktive Hilfe einer so großen Macht wie Deutschland zur Unterdrückung des Sklavenhandels erlangen kon_nte, sei nicht zu unterschäßen. England sei dadurch in die beste _Lage gebracht, seinem Bundes- genossen, dem Sultan von Zanzibar, in der Sicherung seiner Unabhängigkeit beizustehen. Er glaube, daß Portugal, den erhaldmmeerfi, _ ng [S_emäß, kooperiren werde.

Ick Uan-er qus e F "rie der Staatssekretär des Krieges,

Stanhope: es e1en eg pxtscbe Truppen von der Grenze zurückgezogen worden, um dteGarnison von Suakim zu verstärken; es könnten daher 500 englische Soldaten zeitweilig nach As uan gehen, um im Nothfall bei der Ver- tl) ei digun g de r renze_ die früheren Truppen zu unterstüßen. ES sei nicht_ beabfichtigt, biinsche Truppen nach Suakim zu senden. c'§=erner_ thetlte Stanhope mit: es seien mehrere tüchtige deuts che Ölrbeiter aus So lingen herangezogen worden, um englische Arbeiter in der Schmiedung von Hieb: und Stoßwaffen u_unterrichten._ Die Kenniniß die1es Faches sei in England ?a1t_gänza_u€ge1torben. Dre deutschen Arbeiter würden bald m ihre Hetmath zurückkehren. _ Jm Fortgange der Sißung lehnte das Untorhaus das Amendement Gladstone's, beireffend die Rückstände der irischen Pacbtzinsen, mit 330 gegen 246 Stimmen “ab und nahm sodann die irische_Pachtankaufsdill in erster Lesung an. .

Bet Beginn der heutigen Sisung der Kommission in der Parizell'fchen _An e_leYenheit richtete der Staats- anwalt dle Auxnxerkmm ett es Gerichtshofes auf einen Artikel Kerry's _ tm „Sentinel“ dessen Eigenthümer, Edmond Haxrmgton, einer der An Sklagten sei. Dieser Artikel beschuldigt den Gerichtshof der arteilichkeit und be- ze1chn_et dense_lben als gefüJiges Werkzeug der Regierung und als emen Mttvexschwörer er „TimeS“. Auf Ersuchen des Advokaten Harrmgton's vertagte der Gerichtshof die Berathung der Angelegenheit auf morgen.

Nach aus Yukiand _heute hie_r eingetroffenen Nachrichten hat das eng11sche_Krteg_ssch1ff „Hyacinth“ auf den Hervey-Jnselu dre englische Flagge gehißt.

Frgukreich. Paris, 20. November. (W. T. B.) Depu_ttrtenka1_nmer. Bei der Berathung des Budgets für die Koldnten besprach der frühere General-Gouvemeur von Judo-Chzna, Constans, den in Rede stehenden Kredit von 15 Millionen für Tongking und wies nach, daß der Effektwbestand an Besaßungstruppen, der gegentvärti die Höhe von 14000 Mann_aufweise vermindert werden önne. Die Besaßung_ von Cochmchina (ei unnüß. Die Beseßung de_r offenen Hafen würde für Anam und für Tongkin aus- reichen. Viele Posten_ könnten aufgehoben werden; arum köxmte guck) der Kredit von 15 MiUionen redu irt werden. Die WeUerberathung wurde alsdann auf Donner a vertagt.

Der ehemalige F1nax1z=Minister Raynal übe andte an N__uma Gilly emen Brief, in welchem er denselben um Er- klaxmigen ersucht über die Angabe, daß 14 Mill. rancs an MitÉteder des Parlaments anläßlich der Ueberein unft mit den senbahtYeiellschaften vertheilt worden seien, und forderte ihn auf__zu e laren, ob auch er darunter emeint sei; widrigen- xalLH winde er GenugthuunZ durch Wa en fordern. Raynal

esttmmte _zu Zeugen Jules oche und Martin Feuillée, welche sich Vormma s zu Gilly _begaben, der jedoch erst Abends aus Nimes_ zurü erwartet mird. _ In einem Duell wischen Andrteux und Guyot, wegen eines Artikels des Lesteren m der „Lanterne“, wurde Andrieux leicht verwundet.

_ 21. November. (W.T.B.) Boulangistischen Blättern onlge_ fand gestern Abend, als oulanger das

enatssance-Theater verließ, eine öffentliche Kund-

inzufügt, mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. _ qs für gestern Abend projektirte Meeting, in welchem Gilly den Vorsitz führen sollte, wurde vertagt, weil Gilly

Hebung statt, in Folge deren, wie der „Jntranfigeant“

Italien. Rom, 20. November. (W. T. V.) Der Kkrmg und die Königin find heute aus Monza hier ein- ge offen.

Belgien._ Brüssel, 20. Norember. (W. T. B.) In de_r heutigenSißung der Repräsentantenkammer gab der meanz-Mtnister eine Uebersicht über die finanzielle

age, deren Ex éY-üiß für die Jahre 1887/88 ein Ueber- schuß von 14 Y" illionen sein werde.

Dänemark. Kopenhagen, 21. November. (W.T.B.) Der Großfürst-Thronfolger von Rußland hat heute früh 758. Gjedser dte_ Nü'ckreise'an etreten. Die gesammte Zöhnihgxiche Familie gab demse en das Ge„leit nach dem

a n o . _ -

Zeitmtgsftimmen.

Dl? „Wiesbadener Presse“ schreibt:

Zwei _Momente vornehmlich treten aus den Berichten über die Anwesenheit des Kaisers in Breslau plastistb hervor. Das eine ist der große_Fackelzug, den__14 000 Arbeiter der schlefischen Hauptstadt als Huldigung dem Kaner brachten und im Anschluß daran der Empfang der Deputation durch den Kai1er. der am reitag Abend erfolgte. Das andere Moment find die Worte, wel e der Kaiser wiederholt _an den Ober-Bürgermeister von BreSlau richtete und worm er seine Freude über den Wahlsieg der Kartellparteien aelegent- [1ch rer leßtex- Landtagéwablkn in Breslau aussprach. 14000 Arbeiter, die denz Kaiser und Kö_nige huldigen! Es ist gefragt worden: wo _bletben da die Sozialdemokraten? Man muß bei der Be- urtheilung der Stärke der Sozialdemokratie die bewußten Sozial- demokraten von denjenigen Arbeitern außeinanderbalten, welcbe, indem fie für den Arbeiterkandidaten stimmen, doch bimmelweit davon ent- fernt find, _damit auf die bestehende Staatßordnung attentaten zu wollen. St_e stimmen für den Kandidaten, der ihnen als aus ihrem eigenen Kreise hervorgegangen, präsentirt wird. in der Annahme, daß derselbe_ tbre Bedüanisie kennen. für ihreJnteresien eintreten und ihre all_geweme_Lage unt bcffern helfen werde. Dieser Jrrtbum ist er- klcxrhcb bet Leuten, die dom friihen Morgen bis zum Abend arbeiten munen, um (151) und die Jbrtgen zu ck_balten und die weder Zeit noch Gelegenheit haben, sieb über Politik, die Absichten der Regie- rung_ und die Stellung der Parteien aus solchen Quellen zu in- formiren, dre allein eine vorurtbeilslose Information gewähren könnten. Zsute in bebaglicbeier Lebensstellung thun di.s nicht einmal und b_eschranken sich darauf, die Belehrung hinzunehmen, die ihnen ihr Partetblatt _zu tbetl wexden zu [affen für gut befindet. Allmählich wird abe_r doch die Erkenntmß davon guck) immer tiefer in die Arbeiter- sch1chte_r] dringen, vvn_we_lcher Sxtte sie eine positive Förderung ibrer Jrzterenen, eine tbatsacblicbe Benotung ihrer Lage erwarten können. Die Huldigung, weiche die__Breslauer Arbeiterschaft dem Kaiser dar- gedracht bat, bxrechtigt zy dte1e_r Erwartung. Der Kaiser wollte Anfangs _feme Deputgtwnen mit Ruckficht_ auf 1einen kurzen Aufenthalt m_ der 1chlex1schen_Hauptstadt empsan cn, da es nicht wobl an- gangtg er1chten, bterbei eine Auswah zu treffen. Nun ist da- von ahgewichcn worden, und zwar zu Gunsten der Arbeiter- deputgtwn; hoffentlich werden__fich die übrigen Kreise, die fich u_m dre Ebre_bewarben, d'en Kaner begrüßen zu dürfen, nicht verletzt fublen urid dre bob? Bedeutung __erkcnnen, die gerade dem Empfange der Arbnterdeputgttowin Rückncbt auf den sozialen Frieden bei- wobnie. Der Kaiser nt dxn Arbeitcrn, die ihn Namens ihrer Ge- noßen begrfzßten, persönlich _gegenüberxxetreten und hat ihnen die Hande geichutte1t. Er hat ihnen der Wohl der Arbeiter am Herzen liege. Die Arbeiter Breslaus seien dre erste_n gewesen, wxlche dies erkannt und ihrer Treue AuSdruck e- g_eben bgtten. Er set uberzeugt, _daß sie_ ihre Treue jederzeit bet ä- ngen wurden._ Er hoffe imd wünsche, kay das Beispiel der Arbeiter Schlesiens_ bet den Arbeitern in allen Theilen der Monarchie Nach: ahmung fande.

__ Der „Hamburgischen Bdrjen-Halle“ wird aus Berlin geschrieben:

T_ie_Tbätiqkeit in den_Fabriken nimmt augenblicklich fast überall regelmaßtgkq Verlayf _ em Forts_chritt gegen frühere Jahre, wo wir stets um diese__Zett eme Abjckowacbung zu verzeichnen hatten. Die Industrie ist su; den lau_fenden BZdarf beschäftigt, die Fabrikanten befißen uwfangretexe Frübxahrsauitrage aus erster Hand. Der über- seeiicbe Exyor: giebt _vielen Betrieben Veranlaffung, obne Unter- bre_chung weiter zu arbeiten. Uyser überseeische!" Export bat eine Ver- schiebung erfahren;_ waren es in _frühcxen Jahren die uordamerika- m]chen_Staaten, dte uns vorziebmltcb tmr Ordres belegten, so treten die1e dteZmal gegen andere L_andxr zurück. Die heimische Judusirie bat m Jqlge großer südamxnkazuscher Bestellungen für Argentinien, Brasilien, eru und Mexiko ziemlich vie_l zu tdun. Die Beliebtheit unserer Fadnkafe schein_t auf den afiatijwcn Märkten wieder zuzu- n_e_bu_1en: iur Sbangbq; und Yokohama erbieiien einzelne Industrie- dt!_tnkie_ erhebliche Brixellungen und smd auch für Australien mebr be1chämgt, als un Vorjahre. In Eyrypa nehmen wir an der Ver- sorgung der Leyante, de_r Donau-Furitentbümer jetzt wieder regeren Anibal (116 fruher. V1ele__u_nscrer Industriellen batten es für gut befuxiden, m_Folg: de_r rixnnchen _Kreditverbältniffe sich von den dyrttgen Markten zuruckzuztehen; dte [esteren baden fich zwar noch nicht _erbebl_rch gehessert, aber man hat einen anderen Absa modus fur diese Lander eingeschlagen, _der sicb vortbeilbafter, als die rüberen erweist. _ Pian verlgßx sich ntcht mehr auf die in den verschiedenen Dona_ulandern ansafngen fremden Agenten, sondern hat an verschiedenen_ großen Pläßen selbst Waarenniederlagen errichtet, Von denen sich die Kunde:) direkt versorgen, über die man dadurch eine bessere Kontrole außuben_ kann, als dies von der Ferne aus möglich ist. Es find ferner aus S_panten belangreickoe Bestellungen eingegangen, und zwar; tbklls durcb Reuende, welcbe kyrtbin entsandt wurden, theils durch dortigeImporteure, Welche die deut1cheandustxieplätze besuchten. Es war xne recht gelgngen, den_ französischen industriellen Einfluß in Spanten zu verdrangen, derielbe war nur vor Jahren eingeen t worden. Wenn man nach den rxeueren Resultaten uctheilen so , scbemt es fast, ais wenn wir wieder einen Vorsprung genommen hä_tttn, denn e_s liegen gegen das Vorjahr vergrößerte spanische Auf- trage vor. Die deutschen Reisenden, die aus Italien zurückgekehrt sind, und welxbe fich dort befanden, um rübjabrsaufträge aufzuneh- men, klagen uber das Gefrbaftz die Beteüungen smd kleiner aus- gefallen als_son_st, manche_21_rtikelkonnten garnicht mehr abgese Werden, _wul die Jydufme m Italien in den leßten Jahren sex]? erstarkt ist, nur_nentltcb verschieden Textilwaare, Tuche, Buckskins haben Einbuße im Absatz e_rlitten. _

Das iylandischc Ge1cbaft_beschäfttgt die Fabriken in ziemlieh leb- ba er Wxne; es liegen_ aüetdmsgs nur wenig Aufträge vor, die sofort zu effxktutren wär_en. d_te Gxossi ten, unsere großen Konsumenten haben aber fur das Ftudxabr m gxoßetem Umfange diöponirt, als in den le ten Jahren. Dgs Wmtergxscbaft vollzog fich fast überall in nicht unb ie- dtaender Weise; aus d_te1em Grunde ist man mit größeren Neuanschaffun- gen hervorgetreten, wie dem) uberhaupt noch ein anderer Faktor sebr viel zur Hedung _der geschaftltchxn_ Lage beiträgt: Die feste Tendenz, welche die mufxen Robmatxrialien beherrscht, wirkt belebend auf das Geschäft und laßt dre Zuruckbgltung aufgeben, die viele roße Käufer beobachtet babe_n. _Der Detailhandel war in letzter Zeit ziemlich le_bbait er _scbetnt jetzt etwa§ nachgelassen zu haben, nachdem die Be- durfm _e, die Herbst u_nd Winter erfordern, gedeckt worden sind. Von dem EinfluFse dcs Wubnachtßverkebrs ist noch wenig zu merken. Die letzten Ponen brachten etnzze größere Aufträge für Argentinien, Uruguay, Brasilien und Chile; ebenso find japanische Aufträge ein-

e_ft, 21. November. (W. T. B.) Daß Ober aus nahm die Konversionsvorlag-e ohne Debatte an. h _

noch nicht von Nimes zurückgekehrt war.

Eganßm, Hauptsächlich bestellt wurden: Metallwaaren, Eisen- und tab draht, Konfektions-, Pvßwaaren, Strumpfwaaren, Möke],

önlich gesagt, daß ibm das ,-

ierwaaren, Porzellanwaarem Nähmaschinen, Pianinos, Zündbölzer,

waaren, S_pulwaaren. _

Nach vmluqendm Berichten au_s dem Jnlande haben die Eisen- ießereien vollauf zg tbun, Lokomottyen-, _Masebinen- und Wagen-

nstalten stellen _ubera_ll neue Arbeiter em, da fie große Aufträge befißm. Man_arbntet m _der Zapfen, MessinÉx und Lampenfabxj. kation ( an seit Monaten ziemlich fiott. D_er edarf nacb Bronze- ariikeln at sicb etwas gehobetz. D1e_chetmsche IUdustrie bezeichnet ihren Geschaftögang als _emen s_e1t Monaten ununterbrockxen ziemlich lebhaften, der _dte aßertings immer noch herrschende uebekprodukiion viel_ weniger fublbar macht, als im vorigen Jahre. In verschiedenen Textilbrancbxn macht sich jcßt der Saisonübetgang bemerkbar, der stets xine Abschwächung des Ver- kehrs bedingt, doch „sind Tuch-,-_ Kletderstoffy Möbelstofffabtiken mit Aufträgen m zixmltcb befriedigender Weise versehen. Die Strumpfwaarenfahrikatwn hat sich ganz _bedeutend ßeboben, auch die Hanvswubfabrikatww scheint _einer langiamen Auf effetung entgegen- zugebm; daacgcn liegen Setden- uno Sammeiwaaren immer noch majt. Für Leinenwaaren besteht regelmäßige, gegen das Vorjahr ge- befferte Nachfrage; die BaumwollWaarenfabrifen haben je t sämmtlicb langlaufende Konirakte. Die Beschäftigung der Lederindu irie hat sich ebenso wie diejenige der PortefeuillewaaremFabrikation in letzter Zett wieder gehoben. Doge en geht das Geschäft in der Mödxliabrikanon noch immer nicht leb aft genug. Mechanische_und ovtnxbe _Instxu- menie find reichlich eftagt. Die_elektroteck_:msche_Fabnkatwn _ist, wie das bei den Fortscßrittm, die dicselhe fait täglich macht, nicht anders zu emarten,_in lebbaftem Auxtcbwung begriffen. In den- jenigen Geschäftözwetgen, die hier nicht besonders aufgefybrt find, bat eine Bewegung, die sich von_ der normalen urxtersxhetdet, nicht stattgefunden. Die Preise find fast überalx noch ziemlich ge- drückte; trov erhöhter Beschäftigung, _troß Sxetgeryng der_ Roh- materialienpreise bleibt es überaus schwrerig, da_s fertig; Fabrikat in die Höke zu bringen; darüber herricht nur enze Stimme. Wu: lauben, daß der Widerstand, welcher dem Steigen der Industrie- Erzeugnisse entgegengeseßt wird, weniger von den _Konfum_enten oder den Grossisten außgebt, als die Schuid der Fahrzkaqten ist, we_lche oft in kaum zu verstehender Wciie fich gegenseitig m den_Pr_eisen unterbieten, um die Aufträge zu erhalten. In vielen Fabrtkqttons- branchen geht man allerdings jetzt damit um, durch gemeinsame Preisfestseyungen den steigenden HersteUungskosten Rechnung zu tragen.

_Die „Leipziger Zeitung“ sagt: _ _

Nach amtlicher Mittheilung aus Alcxandrrß werden Seiden: sammete hauptsächlich aus Frankreich bezogen, wghrend Baymon- sommet: vorzugéwkiie Deutschland liefert. J:! riefen) Artikel bst Deuschland den englifcken Wettbewerb i_asi ganz verdrangt, da es m der Anfertigung desselben große Fortschritte gemacht h_at. _ So smd namentlich Vorzüge der deutschen Waare der der Skike ahnliche_Glanz und die Widerstandsfäbigkeit gegen_ das Auéfloxxen _durcb _langerxs Lagern, Eigenscbaßen, die das englische Erzeugmß ntcht_ bcntzt, die sich indeß der böhmische Fabrikandbxyte aucb 1chon zu eigen meacht hat. Im Allgemeinen ist das Ge1chast ein [obnendeN nur ware es zu empfehlen, daß der Fabrikant die Einfubryrxa am Platze durch kleine Verkaufslager bei seinem Beitreter unternuste.

Statistische Nachrichten.

Nach der im ,Iust.-Min.-Blatt' veröffenilickxten UebersiÖt über die Geschäftstbätigkeit der preußischen und wal- deckskben Justizbehörden 1887 beirug dre Zahl der Beamten in etatkmäßigen Stellen der Amtßgertcbte: 2536 Richter, 97 _Ren- danten, 3075 Gerichtsscbreiber (inkl; 220 Dolmet!cher),_ 220 Gerichts- schreibergebü1fen (inkl. _115 Dolmetickoer), deSgl. 605 dtätarische_(1nkl. 45 Dolmetscher), 14 Kalkulatoren, 18 Kanzlxsten, 8 KanzletdrÖtare, 1903 Kastellane und Gerichißdiener, 77 ständige_ Hulißgericbtsdiener. Jm Amtherichtsbezirk wohnten 1561 Notare. Dre Zahl der Gerichts- vollzieber 3mix ?lchbfltirtß )der Hülfsgericbwvollzieber betrug 1527 darunter 4 ca t u ags , _

( An Civilsachen waren bei den Amtßgertebten 2375 811 Sachen anhängig. Mündliche Verbandkungxn fanden 1 043 232 stcztt, darunter 523 242 kontradikwtiscbe. Endurtbetle wurden 370 091 gefallt (in gewöhnlitben Prozessen 305 724, Urkunden- und _ Wechselprozeffen 63524, Arresten und einstweiligen Verfügungen 133, m anderm Ange- legenheiten 660). Sühnesachen mit Außnabme der Cbesacben l'a_men 1094 Vor, Vergleickze wurden 1074 aufgenommcn. Mahngejucbe wurden 33 091 zurückgewiesen, Zahlungsbefeble 1260 794 erlaffxn. An Entmündigungssacben waren 3911 anbarzgtxz, unerledigt blieben 709.' Konkurse waren 5436 anhangtg, darunter 2491 überjäbrig, davon wurden 2920 beendet, davon 813 durch Zwangs- vergleicb. An Vormundschaften und Pfieaicbaften waren 1426 522 anhängig, 130344 wurden beendet. Handelsfirmen waren an_1 Jahres- swluß 1886 eingetragen 111582. Im Jahre 1887 kamen hinzu 7269, wurden gelöscht 8269, blieben Bestand 110 616. Prokuren 17 447 (+ 1899 _ 1857) = 17 489. HandengeseUschasten 25118 (4; 2575 _ 2616) = 25077. Genoffensckyaften 2296 (+ 275 _ 79)_= 2492. Waarenzeicben 5436 (+ 626, _ 560) = 5502. Muster 41463 (+ 12 285 _- 10149) = 43 599 _

In Grundbuch sachen nach der Grundbuchorknmxg vom 5. M91 1872 wurden Einschreibung§vetfügungen erlaffen 1 046623. Die Zahl der Blätter (Anikel), auf denen der Erwexb des Etgentbums an Grundstücken eingeschriebenist, betrug 304 014, Uhertragxne Grund- stücke 432 782, übertragene Posten 198 662, sonstige Eintragungen und zwar: einmalige 512415, mehrfache 129 378, Löicbungey 619 455, Blätter (Artikel), auf denen Eintragungen behufs der Zuruckfubrung auf die Steuerbucber bewirkt sind, 20_() 069. _ _

In Strafsachen waren anbangtg 216 219 Strafbeseble m Forftdiebstablssackpen, 68125 Privatklaaesaxben. 114 407 Strgfbefeble (obne Forstdiebftablsfawen), 205 995 Anklagesacbexi ngewBexgeben, 179 614 wegen Uebertretungen, 3929 Vorunteriwbun _en; 287 874 einzelne richterliche Anordnungen. Die Swöffengextchte _telten 38 27; Sißungen und fällten 305 452 Urtbeile, die Amtsgericht? 52 310 Urtbeilx. Verurtbeilt___i_vurden 359 915 Personen, davon 305 217 durch die S öffenget te.

(th1 Rechtsbülfesacben wurden 322 300 Gesuche an das Amtögericht und 36 726 an die Geriwtsscbretberei gesteUt. _ _

Landgerichte. Abschnitt 1. Zahl der Beamten) etatsmaßtg gewährte Stellen: 1) Bei den Landgerichten: Prafidenten _92, Direktoren 183, Richter 860, Rechnungs-Revtsoren93, (Herr_cbtsscbrztber 400 (darunter Dolmetscher 36), eiatsmä ige Gerichtsichrexbergebglfen 140 (darunter Dolmetscher 15), diätaci (be Gerichtsjchrxthergebulsen 67 (darunter Dolmetscher 2), Kanzlisten_ 267,_ Kanzierdtäxare 127, GerichtSdiener und Kastellane 428, ständige Huliögertcbtsvrener 34; 2) bei den Staatßanwaltsckdaften: Erste StaatSanwalte 92, __Staats- anwälte 164, Sekretäre 204, etatSmäßige Ajfistenten 86, dj_atariscbe Asfistenten 43, Kanldiisten 594 Kanzleidiätare 39, Gencbtsdtener 36,

ändie üléerits ener . _ _ _ _ Ika Fürngrlicben Rechtsstreitigketten waren anbangtg in erster nstanz 56 437 gewöhnliche Prozesse, 9939 Urkundenprozeffe, 18 7(0 ecbselvrozeffe, 5628 Ehescheidungen u. s. w., vor den Kammern für Handelssachen 9842 gewöhnliche Prozesse, _ 12 636 Urkunden- (12567 Wechsel-) meist; in der Berufungétnstanz 24674 ge- wöhnliche, 166 U nden- (154 Wechsel- Prozesse. Mundltcbe Ver- bandlungen fanden statt in erster In aus vor den Civilkammern 117 047, vor den Kammern für Handelssachen 26 784. m der Be- rufungsinstanz 3869, in der Beschwerde-Instam 145. An Beschwerden in Civilsacben wurden 16 110 anhängig. _

In Strafsachen wurden 59 413 Antra e von der_ Stacxts- anwaltscbaft obne Weiteres zurückgewiesen und "6 577 an die zustan- digm Behörden abgegeben. Vorverfahren fanden 349 695 statt, dar- unter 15775 Vorunteriucbungen, Hauptverfahren erster Instanz vor den S wurgericbten 3640, vor den Straikammern 19 555 wegen Verbre en und 26 864 wegen Vergebetz. Die Schwurgerichie fällten 3178 Urtbeile (3204 Personen verurtbetlende, 1244 P. freisprechende), die Strafkammer in erster Instanz 39 627 (55 803 P. verurtbetlende,

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9206 . kreis ruhende, 17 347 wegen Verbrechen, 22280 we en Ver- gebm),Pin de? Berufungsinstanz 30836 (12 198 auf Aufbe ung des ersten Urtbeilß, 18 638 auf Verwerfung de_r Berufung).

Obex.Landesgerichte. ExatSmaßtg gewahrte _Stellen: 1) bei den Ober-Landeögeriibteu: Prafidenten 13, S_enats-Prasidentxn 37, Ober-Landeßgericbts-Rätbe 235. Re(bqungs-Reviforni und Justu- Hauptkaffen-Rendanten 26, Gerichtsscbrxtber u_nd ZGericbtsychreiber- gebülfen 245, Kanzlisten 56. ständige Hulißarbnter tm Bureau: und Kanzleidienst 29, GerichtSdiener und Kastellane 77; 2) _bet der Staatsanwaltschaft: Ober-Staatéarzwalte 13, StqaZYanwalte 11, Sekretäre 16, Assistenten 9. Kanzltsten 1_4. Kanzletdtatare 1, _ Ge- ricbtsdiener 14. Zahl der Referendare bet den Ober-LandeSgenchten und im Bezirk derselben 3426. _ _ _ _ _ Civilsachen. Bürgerliche Recht.sitretttgke-_tten in der Berufungsinstanx: 10491 Sachen (9821 gewöhnliche Prozzffe, 159 Urkunden- (132 Wechsel-) Prozeffe, 511 Entmundrgungen. Mund- licbe Verhandlungen fanden 17 627 statt. . _ _

,Strafsacben: Revisionen gegen Uribeile in erster Iystanz 14, dckgleichm in der Berufungsinstqnz _2143, Beschwerden _tn Straf- sachen 2275, Berufungen in _Rbnnscbtffabxtsiachen 2.- Die Stanis- anrvaltscbaft wies 1118 Antrage und Anzeigen ohne Weiteres zuruck und 1668 an die zuständige_Bebörde. _ _ _ _

Sachen nicbtstreittger Gextxbtsqukett erstxx Instanz

waren anhängig: 344 Lebn€=, 929 F1de1commrß-„_ 137 Stiftungs- und 25 Vormundschafts- und Pfiegschaftssachm. Die Gesammtzabl der B'escb werden betrug 3894. ._ Statistische Mittheilungen über das Groß_berzog- tbum Baden. Jahrgang 1888. Band_171. _ Nr.3entba1t: Die lanDWirtbswastlicben Anbauflächen und die Ernte des Jahres 1887. _ Nr. 4 enthält: Die Viebzäblung v_om _3. Tezembex 1887. _ Dte Farrenbaltung im Jahre 1887. _ Die Vtebseucben im Iabre 1887. _ Die jugendlichen Fabrikarbeiter tm Jahre 1887. _ Jagd- und Fischerkarten im Jahre 1887.

Kauft, Wiffensehaft und Literatur.

Von den „Annalen des Deutschen Rcicbö', bxraus- gegeben von Dr. Georg Hirth und Dr.Max_Seydel(Muz1cben und Leipzig), find die Hefte 10/12 (1888) erschtxyen und damit der Band abgeschloffcn worden. Im Jahrgang 1287 der .Annalxn“ S 309_398 und S. 865_957 bat dex Verianer unter dem Ttiel „Deutsches Kolonialstaaißrecht mit_Verucks1chtigung des mtcrxxatto- nalen K'olonialrechts und des Koloma_lstaat?rcchts anderer euryparscber Staaten“ eine Abhandlung veröffentlicht, 11) Welcher er zunachst de_n Begriff der Kolonien im Sinne des öffentlichen Rechts darlegte, die Erwerbung und (Gründung von Kolonien uberhaupt erörterte u_nd einen Ueberblick über das KolonialstaatSrerkxt von England, Frankreich und den Niederlanden gegeben hatte. Im Anschluß dqran war sodann die Gründung und Erwerbung der deut1chen Swußgcbiete untex r_echt- licher Würdigung der auf die einzelnen Schußgebtcte§5ezugltchen Rechtsakte besprochen, ferner die Stellung der dcuticßen Schußczebteie im Sinne des Staatsrecbts und des Völkerrecbts erortett, endlich die Vcrfaffung und die Verwaltung derselben dargestellt worden. Dte ersten Hefte 'der in Kürze erscheinenden ,Armalen “ces_ Deuts_ch_en ReiCbS' pro 1889 werden eine durckxaus neue Bearbeitung dle]?!

ro en Abhandlung bringen. _ _ _ _ _

(; ß_ Jm Vorlage von Fr. Wilk). Grunow i_n L21P51g erschien _fur den Weibnacbtétisck): „Sang und Klang, (in Hausschaß deuticber Lyrik“. (Freis: broscbirt 511 .“; sehr elkgant nz S_atm Zebunden 7 .“ ). _ iese Anthologie schließt sich an das bereits 111 zwei starken Auflagen erschienene .Altmodische L_iederbrzcb“: „Als der Großvatex die Großmutter nahm“ an und bildet dee Fortseßqu zu e_mer se_1t Jahren vorbereiteten ,Hausbibliotbek der deutschen Odetnxben Literaxur . Während dort die Klänge einer fast vergessenen Zeit, cines Gemutßs- lebens, von dem der moderne Geist sicb nur zu sebr entfernt hat, wieder wacbgcrufen werden, soil diese Sammxung das_Schöyste der lyrischen Dichtung in klassischer Form darbieten. Hier wird eme Außwabl geboten, welche die Perlen_der deytscbcn lvr1schen Dichtung in solchem Umfange vereinigt, dag fie _m der That als Muster- sammlung gelten und als solche _bleibendcn Werth behalten kann. ES soll wieder ein Buch _sein fur Jung und Alt,_ zu edclster Ergößung und Erhebung. Auch in der _Ausfiattzmg bgt dre _Verlags- bandlung F?rVorragendes geleiitet. Die Etnbande Und nicht _aus dem übli en, schlecht haltbaren Calico, so_nderxi _a_us da_uerbastem Satin hergestellt und Vorderieite, _Rücken sowie Ruckjette gletck) eleggnt verziert. .SanÖJV 1;er Ylarxgxbist jedenfalls eine recht paffende, schone Gabe für den ei na ts is . _ _ _

_ Jm Verlageder Aichendorff'1chen Buwkandlung tn Myniiez i. Westf. ist erschienen: ,Leitsterne au_f deux Lehxnsvsad . Zweitausend Aussprüwe neuerer deutscher Dichter i_ur Gent u_nd Herz. Mit vielen Originalbeiträ en lebender dxutscher Dtchter._ Geiammclt und beraußgegeben don einrich Ke_1ter. Mit Widmuygsdlatt und 4 Vollbildern in Farbendruck. (Preis: ungebunden 5 «44, in boxh- elegantem Originaleinband mit Goldschnttt 7 244) _ Das Buch enthalt einen außerordentlichen Reicbtbum gut ausgewahlier Senixnzen deutscher Dichter über alle Gegenstände, Welche des Menschen Gern und meutb zu berühren vcrmözen. Was die Samnzlzmg ixesynders aus*zeicbnet, sind eine große Anzahl ungedruckter Originalbeitrage bervorragendxr lebender Dickster, sowie der Umstand, daß hier zum ersten Mal aux!) die katholischen Dichter in außgiebiger Weise _benuyt sind. Der umfang- reiche Stoff ist in sehr überfichtlicher Weise nxtt Zugah; e_mcs alvba- betisÖen Inhaltsverzeicbniffcs geordnet. Die Yuxßyiatxuxgz 11t_eme_durchaizs vornehme und des gediegenen Indalt8_ wurdige. Donut konn_cn die .Leitsternc“ alsb ein(Zs der besten WethnaÖthescbenke, auch fur dre re“ ere u end, ezei net werden. _ _

ck _IHZack's ,Damenkalender“(Berltn_UF.,A.Haack) bteiet den Damen in seinem 15. Jabrgange eine:) zierlicher) und zugleich praktischen Jahresbegleiter, für den Frau Vtilamaria _e1_nen spannenden noveUistisÖLn Beitrag, „Ohne Jnschr1f1_' bettielt, gxlteserx hat. Der- selbe giebt das ergreifende Scelengemalde emer uberrczch h_egadtßn

rau, die in dem Bemühen, dies_er Begabung aucb außerltcb dre Höchste Stellung zu erringen, tragi1_ch 513 Grunde_ gebt. Dxr Kalender bringt auch ein vbotogravbi1ches Titelbild zu dieser Erzabxung und ist im Uebrigen so praktisch eingerichtet iind so iauber außgeitattet wre in den früheren Jahrgängen. _ Ein praktischer Co mptotrfqlezidxr mit Notizen, ein kleiner Wand- und_Taschenka1ende_r wwte ein kleiner Portemonnaiekalender ln sauberem Lederemhaxide unt Goldscbnitt und Messingecken smd in demselben Verla e er1chte_nen._

_ Von der Buch- und Antiquariatsbandlun von _arl_ Siegis- mund in Berlin W., Mauerstr. 68, geht an? oeben em tllustrrrter literarischer Jahresbericht u_nd Wethnachtßkatalog zu- ein sehr willkommener Wegweiser fu_r alle Lttxratur-Freunde. _Der Jahresbericht bringt, außer einer Wethngctherzablung von H. Seidel, nicht nur in praktischer Anordnung eine Ueberficbt aller befferen literarischen Erscheinungen, sondern_aucb kurz? _treffende _Befprecbunaen der einzelnen Werke von befähigten Kritikern," wre: Professor C. Gehlert, ])t. E. Lehmann, Dr. H. Reimann, L_)r. Ad. Ro enbcrg, Professor O. Seemaxm und Dr. Karl Hemewann. Auxerdem bietet der Jahresbericht eine 2119qu Probc-Jllustratwnen, welche die Durchficht des Katalogs zu etner recht gnterbaltenden machen. Wir erwähnen schließlich noch, daß alle m diesem Jahres: bericht angekündigten Werke in der oben genannten Buchhandlung zu

aben md.

b _sDie neueste UnterbalfungE-Nummer (46, 15. Jabrgangß) der .Jllustrirten Frauen-Zeitung'_ (Vexlaa von Franz vaer- beide. Berlin W., Potßdamerstr. 38) dringt eme quelle pop Balduin GroÜer: ,Die Last des Goldes“, sowie andere femlletomsttsckpe Bet- träge, wie „Rotbbaar-Goldköpfcöen“ _von _M. Busemanxt, ,Frquen der Tropen" eine Skizze aus dem geselljchaftltcben Leben Sud-Amertkas von Friedricß Z.Pajcken, „Zur Todtenfxter' von Margaretx Henke. und „Aus Roms jüngsten Kaiserta ei)“ (mit großem Holzschnitt). Dann folgen die 3. Tb. ebwfaüs iUutnrten Rubriken: Verschiedenes, Klinsi- ewerbliches, Aus der Frauenwelt, Die Mode, andarbeiten, me- ?tbaftlicbeS, Briefmappe. Außer -dem mit kuntleriscbem Geschmack

außgefübrten kolorirten Modebilde enthält die Nummer noch von den

„Blättern für Kostümkunde' das 231. Blatt der i_mnn Folge, dar- ftellend ein Mädchen aus Regenkburg._ _ Was_dte Mßdenumqeut der ,Jllustrirten Frauenzeitung“ betnfft, so_ bieten dte_ farbtgxn Modenbilder, zusammen mit der reichen FUN an _Totletten_ m dem Blatts selbst, dem Geschmack der we testen Kruse eine mehr Auswahl; die zahlreichen exakten Schnittmuster im _Veretn_1nit eicht- faßlicben Beschreibungen ermöglichen auch der wem er _geubten

die Selbitanfertigung der Garderobe. Das wette ebxet der Hand- arbeiten findet in der .Jllustrirten Fragenzettung' _wte in_ den als Beilagen erscheinenden Cxtrablättern und tu den farbigen Stickmuster- vorlagen eine eingehende Würdigung, wabrendder Unterhaltung und Belehrung, wie die obige analtSanx-gde einer _schben Namxner beweist, in dem reich illustärten bellemituchen Theil tbr Recht wrrd.

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Laud- uud Forstwirths-hast.

MilchwirtbscbaftlickpesTaschenbucb-“für 1889, Heraus- aegeken von Benno Martiny.__ Dreizebnter_ Jabrgana. Bremen, Druck und Verlag von M. Heinjms. (In Leinwaxid ae_bunden. Yk. 2,50 „44, in Leder gebynden 3 „FH) __ Das_M1l_chwtktbschastltche Taschenbuch bat die Aurgabe, jedem mtl_cbw:rtbjchaft_ltchen Farbmaxme in der Form eines Taschen- und Schreibkalenders tn allen Verball- niffen des Molkereiaerverbes einsammelndxr,_beratbende_r und belfender Begleiter zu sein. Von den neuen_ Beitragen des in der Aysgabe begriffenen 13. Jahrganges find beionders bervoxzubeben: Die Be- rechnung der Butterausbeute, Die Abrechnung bet G;;noffenscbaften, Die Bezahlung der Milch_nach Fettgehalt, __Der Bedaxs an Lab, Die Ausfuhr von Pflanzennäbrstoffen in Erzeusninxn der Milchwirtbscbaft; ferner die Außdebnung der Angaben von Einrichtungetx zur Förderung des Molkereiwesens auch auf Schweden,??ongen, Eitbland, Livland und Canada, bei Deutschland die A_ufnabme_ dex Molkereiverbäude unter diese Einrichtungen; endlich em _YSkZUÖUlß der milcbwirtb- schaftlichen Zeitschriften ZUerLänder. Die!? Angaben Über milchwirtb- schaftliche und milchwinenscbastliche Einrichtungezx Und immer nach dem neuesten Skande festgestellt. Der Stoff l_it übersichtlich ge- ordnet und die Einrichtung des Taschenbuws praktisch.

Sanitäts-, Veterinär: und Quarantänewesen.

Niederlande. _

Nach einer im .Nederlandsche_ Staathdyrant' veröffentlichten Verfügung des Königlich niederländi1chen anterZ des Innern vom 10. November 1888 wird unter Aufrezhierbaltunq der Verfügung vom 14. September d. J. ( .Reicbs-Anzetger' Nr. _243), durch welche der Hafen von Jacksonville für vom gslkcn Fieber _verseucht_ er- klärt ist, die Verfügung vom 22. Oktober 1887 (_,RerchZ-Ametget' Nr. 256) aufgehoben, so das; die _übrigen Haken de_s Staats Florida nicht mehr als vom gelben Fieber verseucht anzujeben find.

Getverbe und Handel.

In der ordentlichen_ Genkrglveriaxymlurzg der B_er1iner Aktien-(Hesellschaft für Ei1engiegexez gz1d_M_a!ch1ner_t- fabrikation wurde mitgetheilt, daß das_ Ge1chast sort1chrxitend in guter Entwickelung sicb beündet. Die Veriammlung gxnehmtgte bret- auf die Bilanz und das Gewinn- und Verlust-Conw wwre die Ver- ibcilung einer Dividende ro__n 911 0/0 und erjbetlte dem Aufsichtßratb und Vorstand für das verqunene Jahr Tegkarge. _ _

_ Die „Rhein. - Westf. Ztg.“ berichtat vom tHe_xntscb- Westfälischen Metallmarkt: Di? Haltung des rbetnt_!ch-wefi- fälischcn Eisenmarktes war im Veriauie der letzte): Woxbe eme feste, Wenn auch im Ganzen das Geschäft noch als sit_[l bezexxbnet werden muß. Im Allgemeinen betrachtet, baden sicb _dte_Pre11e gar 111cht oder nur wenig geändert und die Nachfrage hat 116) m den bisherigen d. l). für die meisten Produkte beicheid_enen Grenzen gedalten. Ja Rdeinland-Westialcn ist da-Z Erzge1chai__t ungemein lebbaft und die Gruben find kaum im Stande, dem an 1.12 tretenden Bedarj zu 2111" sprechen. Die Preise für Siegerländer Erze bgben sicb seit de_n nn leßten Berickote mitgetheilten Ziffern mcht gegndert._ haben 1edocb durchaus feiteTendenz, um so mehr, als auch _die spanischen Erzx eder tbeurer als billizer werden Fiir Lothringer Minette find dte Preise an- dauernd fest. In Robeis en iit die Kauslmt tm Ganzen und Großen noch nicht bedeutend, scheint jxdoch in [estex Zett zuaenownzen zu baberi. Die Käufer Werden 1chon dure!) dte_ [este Statistik des rbeinisch-westiäliscben Robeifenverdandes zu der E_mfi_cht gekommen sein. daß rodukion und Abé'aß in r1chtigem__Verha[tntß fteben_x1nd auf eine bscbwäcbung dcr jcßigen Marktpxxt1e_ nicht zu hoffen tit. _Bet der Festigkeit der Rohmaterialieupreise ut dies no_ch u_nwabrschen_111cher und für Puddelrobeisen ist bereits das Gxgentbxtl emgetrzten, my_em der rheinisÖ-westfäliicbe Robeisenverbqnd die _Notiru_1_192_n_ fur RobeUen um 1 .“ berauigescßt hat. In Sytdeletsetx lit i_ett dem lessen Bericht eine Veränderung der Ge1chqft§lage mcht e1_n_getr_e_ten und auch die Preise find unvxrändert gehluden. Tbomaszien 11t_axibal_- tend lebhaft gefragt; Benemereifen _zteuxliäy vcrnachlamgt. (Gießerei- robeiien findct in befriedigender Werse stetigen Ab]? und_ behauptet fick) fest auf den bisherigen Prxixcn. In Stabet en _nt das Ge- schäft noch immer kein befriedigendes zu nennen, aucb tm Jnlande macht sich bereits der Wettbewerb dxr außerbalbxes WalzwerkSverbandxs stehenden Werke fühlbar. Die Ausfuhr, wxlcbe nch qllerdmgs stellxnwetse in geringem Maße belebt bat, läßt noch 19 Zur wie _Ach zu wuxschxn übrig. Wenn bei verschiedenen Werkexx bet flotx eingehenden ?Hezt- fikationen die vorliegenden Auftrage emen_ annahernd rchlmaßtgen Betrieb ermöglichen, so macht fich _doch _txn_§!1ügemetnen etxi, wexm auch durchaus nicht dringendes Arbeitsbedursmß fublbar. Dte_Pre1se werden vom Verbande durchaus fest bebquvtxt und die Steigerung der Puddelrobeisenpreife dürfte diese Festigkeix echt vermehren. Die Bandeifenindustrie bietet in der [LWMFLM kernerfreultcbes Bild, da fick) eine ganze Reihe Von Werken wegen angel; an anderweitigen Aufträgen auf diesen Artikel gewoxfen _und dgdurcb eme U_eberproduktwn kervorgeruien baden. Daß die Preise em_ewe_1tere Abschwächung erfahren haben. ist unter den obwaltenden Verballmffcn kaum__zu verwundern; Nachfrage und Absak find im_Jnlan_de schwach und fur das Ausland natürlich noch in br") erem Maße. D_1e Grobblechwglzwerix find anhaltend in befriedigender Thätigkeit und bebagpten tbre Prene an- standslos. In F ein b l e ck en hält die in xckzter Zett gcxneldeie lebhaftere Beschäftigung an; wesentliche Preißvcranxerungen 1_md nicht zu ver- zeichnen. Das Waljdrabtgxsxbaft l_tegt noch immer im Argxn und die Preise sind bereits aus emem_ Nixeau angekommen, wo exn weiteres Zurückgeben kaum noch 111591161) nt; _dasfe1b_e grit auch fur gezogene Drähte und Drabifttfic. Dr_e Et!eng_1e_ßxreien und Maschinenfabriken find mmi _außkommlicb _be_1cha_mgt und auch die Vabnwagenfabriken kaben bermdtgende _quttgkxtt aufzu- weisen und sehen einem neuen Zuwachs_ derselben fu_r die nachste Zeit entgegen. Die Gelbgie_ßereien_ leiden guaendltcklicb sebr u_nter den gegenwärtigen boden Kupferpreijen, da die Nottrungen _dex fertigen Waare in keinem Verhältniß zu denen der Rohmaterialien mehr sieben. Die Fabriken machen sie!), troßkcm fast alle 1ebr gut be- scbäijigt find, gegenseitig so scharfe Konkxxrrenz, daß Brotizeguß m 1,80 „44 per Kilo angeboten wird,_tvo Kupfer nicht untxr 153 .“ pro 100 kJ zu erhalten ist und für Zinn 210 .“ bezcxbli wird.

_ Der Bericht des Vorstandes_des Weftf_alt_schen Draht- Jnd ustrie- Vereins zu Hamax fur_ das Geschaftsjabr 1887/8891ebt in seinem Eingang eine ausfuhrliche Darlegung der Grunde, aus denen ker Verein sich an d_er_ geplanten Konverinon der Drahtstiftsiabrikanten nicht betbetltgen _konnt_e. _Wexter- bin wird berichtet: In Riga wurde der Betrieb m_ bts_bmger Weise, das heißt im Winter mit gay] wesentltiber Emstbranknng, geführt; die Verkaufspreise erlitten zemvetxe _gegen_ alles Erwarten und troy der hohen Preise der Rohwatenalten wieder kleine Ab- schwächungen, bis im Frühjahr 1888 m Folge der _lebbaften Nach- frage mäßige ?pxeiöerböbungen durchzuießey waren. Die Vorausseßung, daß die rusfi che Regierung der Genehmtgung_ des Gescbä betnelxes des Westfälijcben Draht - Jndystrie - Vereins _keme cbwimg- keiten enigegenstellen würde, ist in vollem Maße emsetro en. ' dem 1. Oktober 1837 rubt jeglicher Betrieb in Dalsbruk wegen der

Zollverhältniffe zwischen Rußland und Finnland. Dcr Betriebdgewian