1888 / 314 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 13 Dec 1888 18:00:01 GMT) scan diff

"*.-734

sei. Dinge, die mitgesähicbtlicher Nothwendigkeit sich gestalteten, könne man niemals als einen Fehler bezeichnen. Die Gewerbx freiheit sei eine Nothwendigkeit für die ganze moderne Ge- werbegcstaltung, sie sei eine Durchgangsform zu neuen Formen. ES handsle sich nicht darum, ob es nützlich sei, Innungen,

die sich den alten Innungen näherten, zu schaffen, sondern"

darum, wie die Interessen der Arbeit im Allgemeinen sicher zu stellen seirn. Bei den Bestrebungen, die dem Antrage zu Grunde lägen, dre e es sich um die Interessen nur eines einzigen kleinen .rheiles des Handwerkerstandes. Die Ehrs des Handwerks lie e gar nicht beim Meister- stand, sondern beim (Hefe enstand. Dieser sei der Re- präsentant der "Geschicklichkeit des Handwerks. Auf ihn müsse man sich auch bei der guten Lehrlingisausbildung stüßen. Heute sei in den Handwsrkerkreisen der Lehrling nur ein Aus- beutungsobjekt. Der LohrlingSmis-dre könne nur ein Ende Fmacht werden durch Errichtung von Lehrwerkstätten. Der

efähigungsnachweis, den die meisten der jeßigen Handwerker für ihr Handwerk zu führen hätten, würde sich nur auf eine eng begrenzte Rrihe von Leistungen beziehen, wie sie durch die sehrmeitgreifknde Theilung der Arbeit bedingt sei. Ein Drechsler- meisjer z. B„ der sich an der Agitation für die Innungen sehr eifrig brthsilige, fsrtige nur Häkelnadeln, Strickstöcke. Was würde da Eik! Lehrling für eine mangelhafte Ausbildung erhalten! Es wäre das eine Ausbildung, zu der nur einige Wochen ndthig 161611. Im Uebrigsn wäre er der Knecht des Lehrherrn, von dem seine Kraft ausgebrutet würde. Heute hätten wir LS in den Innungen nicht mehr mit den Erzeug- nissen eim-„r organischen Entwickelung zu thun, sondern m1t denen eines krankhaften Eigsndünkels. Das Handwerk als solches könne bei der gegenwärtigen Produktionsweise nicht besiehsn dleibrn, es müsse zu Grunde gehen. Damit sage man Nichts.?) gegen die Ehre des Hawaerks, son- dern nur etwas, was durch die Thatsachen selbst bewiesen sei. Es könne sick) lediglich darum handeln, die gesammte Arbeit, a[le Verafe genossenschaftlich zu organisiren. Eine wahrhafte Innung der Zukunft müsse darauf hinauslaufen, die Untsrschiede zwischen Arbeitsherrn und Arbeitsknechten aus der Welt zu schaffen. Es werde auch in Zukunft der Tüchtigere in der Wsrkstätte den Vorzug und die Leitung haben, aber nicht als Arbeitgeber nach Maßgabe der kapi- talistischen Jutersssen. In diessn Zustand wachse sich thatsäch- lich die GeseUFchast aus. Die Arbeiter fühlten auch gut heraus, daß es sich hier um die Konstituirung eines neurn Privi: legiums fiir eine genau abgegrenzte Gruppe von Arbeitgebern handle; sie sähen, was die JnnungHmeister seit der Erwei- terung ihrer Privilegien an Arbeiterfreundlichkcit geleistet hätten. Die Innungen seien )'th Übermüthig gegen die Ar- beiter _geworden wie keine andere Arbeitervereinigung, so weit, daß sie sogar daS gesetzliche Koalitiortsrecht der Arbeiter anzutasten wagten. Die Zünftler hätten die schwarze Liste, die VerrufSerklärung zu einem unerhörten, skandalösen System auSgebildet, wie nie zuvor. Wenn man die Zahl der Handwerker auf 2 MiÜionen annehme und bedenke, daß 203 000, also kaum 10 Proz. zu den Innungen gehörten, so müsse man sich wundern über die Kühnheit, mit welcher die ZnnungSvertheidiger glauben zu machen suchten, daß 211186, was den Innungen beliebe, auch im Interesse des ganzen großen Handwerkerftandes gelegen sei. Selbst diese Zahl _von Mitgliedern würden übrigens die Innungen nicht qufwetsen, wenn man nicht durch aÜerlei Kunststücke, nament- [lch durch die Privilegien im Lehrlingßwesen, noch in der leßten Stunde viele Meister förmlich in die Innungen

hineingetrieben, hätte. Wenn dieses Geseß rückwirkende Kraét erhielte, so könnte man h1nficht11ch der Innung?)- mei ter sein blaues Wunder erlebext; denn dgß darunter V1ele seien, die lediglich durch den Beftß von Mttteln m _d1e _Lage gekommen seien, fich selbständig zu machen, und n1cht1hr§r (Fähigkeit die Selbständi keit verdanken, stehe _fest. N1cht dte Zähigkeit im Handwerk ei deute entschxtdend, eme selbstandtge tellung einzunehmen. Die e Zeiten sxten e_1n_ für allcmal und unwiederbringlich vorbei. Die wirklich fah1gen Handwerker müßten zumeist in der Stenung als Gesrüßn-verhaxren. _Unter diesem GesichtSpunkt verliere der Bxfahtgungxnachwets 11118 und jede Bedeutung. ' Der Schwmdel set nicht durch die Gewerbefteiheit in das Hgndwexk gekommen; schon mit dem Ver all der ünxte 1m 14. Jahr- hundert begönnen diese lagen. Na seiner Erfahrungkanien übrigens z. B. im Bauhandwerk me)r Bauunfäkle auf Rech= nun der Innungéomeifter als der sogenannten Upternehmer. Es omme nicht darauf an, eine erhöhte Zäwgken, sondern einen besseren Geist in das Gewerbe einzu ühren. Gemsen- haftigkeit werde man aber troß aller Bemühuygen _mcht durch den Befähigun Snachweis schaffen können, sie set abhängig von den wirtYschastli'cb sozialen Zusammenhängen und _Ver- hältniffen. Er gebe sich der Hofmung hm, daß auch dteses Mal der Antrag zu keinem praktischen R_esult_at führen werde. Abg. Schmidt (Elberfeld): Die Fre1s1n111gen wiirden dte Vorlage ablehnen wie früher. Die_Herren vom BundYL-rath dokumentirten ihr Urtheil über diesen Antrag durch e_m be- deutsames Schweigen. Der Abg. Meßner habe heute d1e Be: ründung des Antrags auf einen anderen Boden gestellt. Ex Jabs den Kapitalismus angegriffen, der alle ehrliche Arbett aufsauge. Darüber habe er von dem sozialdemokratischen Redner bereits die Quittung erhalten. Dannmeinte er, daß jeder ver- nünftige Mensch überzeugt sein müsse, daß dem Handwerker nur durch den BefähigungSnacbweis aufgeholfen werdsn könne. Der eigentlich vernünftige Standpunkt in dieser Sache sei der Schornstein, in den man alle diese Forderungsn hmeinschreibe. Man berufe sich immer darauf, daß aus den Handwerker- kreisen keine Aeußerungen gegen den BefähigungSnachweis laut geworden. Die Handwerker und gerade die, die etwas leisteten, hätten etwas Besseres zu thun, als die sogenannten Tage zu besuchen, au denen die Nummern, die dem Ver- gnügen gewidmet seren, gewöhnlich dreimal so groß seien, wie die der Arbeit gewidmeten. Der Tischlertag in Frankfurt a. M. kla e darüber, daß die Innung?- meister diese „Tage“ ni t genügend besuchten. Man habe dorx deshalb den Antrag gestellt, es möchten Maßregeln cr- grinen werden, um d1e JnnungSmeister durch Strafen zu ztnngen, an dtesen „Tagen“ theilzunehmen. Das sei doch der ?Jwang im _höchsten Grade. Wo in schon die jetzigen Zustände ühxten, zeige ei11_ Fall aus romberg. Dort habe das Fleischergewerbe sich bei dem RegierungH-Präsidenten darüber _eschwert, daß auf dem Markte die Landwirthe nicht nur ihr geschlachxeteß Vieh verkauften, sondern auch Pro- duk_te_ aus diesem Fleisch, 3. B. Würste. Der Regierungs- Prästdent von Tiedemann solle da 11 geäußert haben, d1_e geschlachteten Thiere und Theile derielben seien als land- wrrthschaftliche Produkte an usehen, und er Zabe dem Fleischer- gewerbe gesagt: _ ,Jhr be lagt Euch darü er nur aus Brot- ne_1d, der Markt_ 1s1 eigentlich nur für die Produkte der Land- wrrthschaft da, lch werde Euch Fleischer demnächst davon aus-

schließen.“ Die „Fleischerzeitung“, welche die Innungs- interessen vertrete, hab? dagegen ausseführt, daß dann ]a auch em Gutsbeßßer weitergehen und eine Ger-

berei anlegen könnte für die Häute de_r selbstgeschlach- teten Thiere, und schließlich würden dw Schuhe u_nd Stiefel auch als landwirthschaftliche _Prodxzkte __anzusehexi sem. Ja, man könnte noch weiter geben: daß die Baume, die" von dem Gutsbesißer geschlagen würden, 1hm das _Recht gabkn, eine Tischlerei zu errichéen, worin denn v1e1le1cht auch der Sarg gcferligt würde, in welchen dieseZwang-swmmigen hmem- gelegt würden. Das Fleijchergewerbe fühle m_ diesem Faile am eigenen Leibe die Schäden der Intereffenpolmk, welche m dem Deutschen Reich großgezogen würde. In dem Zustande, “den die Gewerbeordnung geschaffen habe, liege kein Moment der Gefahr für das Handwerk. Die Besxrebungew der AntragstelXer würden auch nur von einem klemen The1l der_ Handwerker unterstüßt. Auf den sogenannten „Tagen“ set nicht 1/30 des gesammtendeutschenHandwerkerstandes vertreten.

“Dieser Antrag sei nur der Anfang von dem Ende, auf welches

zugesteuert werde, und das sei die krgffeste Zwangßinnung. Die Freisinnigen erblickten darin nur eme weitere Forderung

des Kampfss Aller gegen AÜe, der leider schon jsßt zu weit '

getrieben sei, . Dieser sei aber weder im Interesse des einzelnen Standes noch in dem der Gesammtheit. _ _

Abg. Lohren (Reichw) erklärt, daß die Stellzmgjemer Freunde zu diesen Anträgen unverändert dieselbe set; dieselbe habe in dem 1887 von der Partei eingebraxhten Abänderungs- antrag ihren Ausdxuck gefuuden; der glsiche Antrag würde auch dieses Mal in der zweiten Lesung wiederholt werden.

Hierauf schließt dis Diskussion. _ _

Als Mitantragfteller bittet Abg. Htße rm Schlußwort die Anträge [0 anzunehmen, wie sie seien. Das Ziel der Zwangs- innungen liege in denselben nicht.

Als Mitantragsteller des konservativen Antrages bemerkt der Abg. von Kleist:Neßow: ES handle s1ch_l)1er_ um den Schuß eines der bedeutendsten sozialen und polttischext Stände. Der Handwerkerstand leide, weil die einzelnen Individuen den mächtigsten Elementen des modernen StaatSlebens, dem Kapitalié-mus und dem Fabrikwesen, entgegenzutretew mcht im Stande seien. Ergen das Kapital als solches habe seine Partei sich nicht gewehrt. Es gebe aber ein gewisses Kapital außerhalb des Handwerks, das sämmtliche Handwerker zu (Heseüey herab- drücke. Der Reichstag habe sich bereitfinden lassen, die Land- wirthschaft und die Industrie durcb Zölle zu schützen. Nur für daS Handwerk scheine der Reichsta kein Herz zu haben. Das Manchesterthum sei bereits so tie gewurzelt, daß_man sick) nur mit großen Schwierigkeitén davon loswachen k'onne. Schritt für Schritt ssi es nun gélungen, ihm Boden abzgge- winnen, und die Konservativen würden es noch wetter urückdrängen. Wenn die Arboiterschußgeseßgebung geschaffen iei, wssentlich um dem Umsichgreifen der Sozialdemokrane vor: zudeugen, so müsse man auch den Haudwerkdrftand, aus dem sich [Licht ein großer Theil der Sozmldemokratie rekrutiren könne,-vor dieser bewahren. Nur ein kleiner Therl des Handwerkerstandes wisse nicht, wasihm fromme, und tre_te nicht für die Anträge ein. Der Abg. Duvigneau könne kem wahrsr Freund des Handwerks sein, denn Alle, die dem Noth- stande in diesem abhelfen, Ordnung und Wohlfahrt_ herbet- führen ontsn, müßten den Anträgen zustimmen. S1e ddten auch das wichtigste Mitlel gegen das Heruntersmken der Lohne im Handwerk. _ _

Die Verweisung an eine Kommission wurde mcht beliebt, es wird daher die zweite Berathung im Plenum stattfinden.

Schluß 41/4 Uhr. Nächste Sißung Donnerstag 1 Uhr.

1. Steckbriefe und UntersuÉyungs-Sa en. 2, Zwaggsvoüstreckungen, ufZFHote, orladungen u. dergl. 3. Verkaufe, Veryachtungen, erdingungen :c.

4. Verloosung, Zmßzahlung 2c. von öffentlichen Papieren.

Oeffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit-Gcscllschaften auf Aktie .Akti - ell . 6. Berufs-Genoffens aften. n 11 en Ges fck 7. Wochexi-Auswäse cr deutschen Zettelbanken.

8. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steckbriefe und Üntersuckzungs - Sachen. [47447] Steckbriefs-Erlediguug.

Minna Mehner aus Staßfurt in den Akten PotSdam, den 10. Dezember 1888.

., . 17) Hermann Friedrich Wilhelm Maa edoren KoniglrckZLStaatßanwaltschaft. _ am 15 Mai 1864 zu Berlin, ß“ 9

13) Max Ferdinand Karl Lausch, geboren am 23. Mai 1865 zu Berlin 14) der Buchalter Éustav Friedrich Hermann LYZJuzÉgesiorXiaßmdö'Lz-h o b - - . rn ar ten er ge oren am Der unterm 18. «zanuar 1883 hinter dre angebliche 3_ September 1866 zu Berlin, g,

„1. 24/83“ erlassene Steckbrief wird zurückgenommen. UUIUYYY ZTZZUWMLM“ geboren am 29.Ja-

8. August 1866 zu Berlin, März 1865 zu Berlin, 9. August 1866 zu Berlin, 1864 zu Berlin,

am 24. April 1864 zu Berlin,

40) August Franz Max Matthäi, geboren am

41) Rudolph Friedrich Mayer,

42) der Buchhalter Richard Emil Max Nahre, geboren am 1. November 1864 zu Berlin,

43) Meyer Neumann, geboren am 14_ April

44) Reinhold Wilhelm Hugo Neumann, geboren

67) Friedrich Wilhelm Karl Reh e eboren am 30. Oktober 1864 zu Berlin, s , g

68) der Vergolder Otto Emil Paul Renter, ge- boren am 19. Oktyber 1864 zu Berlin,

69) der Marroge Ernst Paul Robert Risrhow, geboren am 8. Marz 1864 zu Berlin, *

70) der Schlosser Karl riedrich Rohde, geboren am 5, Dezember 1864 zu algallen in Rußland,

71) der Baus loffer Karl Gustav Otto Richter, geboren am 22. eptember 1864 'zu Berlin,

geboren am

[47448] Steckbriefs-Erlediguulg.

_Der gegen den Buchhalter Kar Recht wegen wiederholter Unterschlagung in den Akten .). 1111). 156. 83 unter dem 1. März 1883 erlassene Steck- brief wird zurückgenommen.

Berlin, den 10. Dezember 1888. StaatSanwaltscbaft bei dem Königlichen Landgericht [.

[45129] Oeffentliche Ladung.

In der Strassache gegen Thürmer und Genossen _- .). 117.0. 1001. 88 - werden nachstehende Per- onen:

]) Clemens Moriß Thürmer, geboren am 16. Juli 1865 zu Luga, Amtshauptmannschaft Baußen,

2) der Sattler Paul Karl Johann Laudt, ge- boren am 18. Januar 1865 zu Rambin, Kreis Bergen auf Rügen,

3) der Commis Georg Freundt, geboren am 2. Au ust_ 1864 zu Breslau,

4)- * mtl Richard Johannes Andrée, geboren aSm 811. Mai 1865 zu Stargard i. P., Kreis

aa tg,

5) der Schneider Franz Albert Hermann Meyer, ebdren am _22. März 1866 zu Freienwalde i. P.,

rets Saaytg,

Y_Johann Karl Heinrick; Graepp, geboren am 6, ars 1860 zu Stargard i. P., Kreis Saaßig,

7) der Sattler Otto Reinhard Wei el, geboren am 30. Oktober 1865 zu Lichtenow, reis Nieder- Barnim,

8) der Versicherungsbeamte Paul Ernst Hermes, Jcboren am 5. Dezember 1865 zu Hermsdorf, Kreis kieder-Barnim,

9) Karl Friedrié) Wilhelm Grothe, eboren am 6. Februar 1865 zu Stolp, Kreis ieder- Barnim,

10) Max Emil Fritz am 10. Februar 1865 zu BM?“ KchK [Wld

er o ar i elm Robert Len eboren c“11121HPSelWeZckieric158f53Ozu Berlin, 3, g

' au enr * tto Linke eboren am

10. kaber „1865 zu Berlin, g .

ugo Fraede, eboren ankow, Kreis ieder-

18) der Seemann Max Otto Alexander Maurer, geboren am 18. Januar 1864 zu Berlin,

19) Theodor (Georg Meßke, geboren am 12. Juni 1864 zu Berlin,

20) Franz Karl Gustav Müller, geboren am 23. November 1864 zu Berlin,

21) Arthur Ludwig August Messerschmidt, ge- boren am_ 1. _September 1865 zu Berlin,

22) Friedrich Karl Maaß, geboren am 31. Mai LZZZKZLLZWWP [M fck !) S

i cm an er , e orenam13. e -

tember 1865 zu Berlin, 3 g p

24) Karl Otto Max Meyer, geboren am 6. Fe- bruar 1865 zu Berlin,

25) Friedrich Wilhelm ermann Mettke, geboren am 10. Februar 1865 zu 5 erlin,

26) Karl Wilhelm Paul Mai, geboren am 4. November 1865 zu Berlin,

27) der Seefahrer Max Felix Meßoldt, geboren am 8. August 1865 zu Berlin.

28) Max Faul Richard .Marquardt, geboren am 21. Okto er 1865 zu Berlin,

29) Karl August Milde, geboren am 5. No- vember 1865 zu Berlin,

30) Friedrich Wilhelm Milde, geboren am 5, No- vember 1865 zu Berlin,

31) Ewald Gustav" Miiller, geboren am 3. Ok- to???) Fi? “513 Birlixstiiiu b 7

:" :) an er, ge oren am 2. Juli 1866 zu Berlin,

ZZZ Karl Auaust "Gustav Müller, geboren am 19. anuar 1866 2131: Berlin-

34) Bernhard ilhelm Theodor Miiller, geboren am 20. Avril 1866 zu Berlin,

35) Reinhold Louis Iulius Mazurowski, ge- boren am _10. Dezember 1866 zu Berlin,

IFD Fktedrick) 'Albert Mertius, geboren am 2'37)ar61iii;66KM12Z§-ilin“ b 3 I

r ar eurer, ge oren am . uni

1866 zu “Berlin, _

38) der Mufiker Karl Paul August MarMorl, geboren am 19. August 1866 zu Berlin,

39), raxtz Hermann Iulius 'Maskow, geboren am 1. Uli 1866 zu Berlin,

45) Franz Karl Nicolis, geboren am 17. De- zember 1864 zu Berlin, 46) Maximilian Alexander Otto Neumann, ge- boren am 4. Dezember 1865 zu Berlin, 47) Otto Julius Ernst Friedrich Neumann, ge- boren am 15. September 1866 zu Berlin, 48) Max Karl Wilhelm August Neumann, ge- boren am 23. Dezember 1866 zu Berlin, 49) der Kaufmann Gottlieb Hermann Mar Proschwth, geboren am 29.August1863 zu Berlin, 50) der Kaufmann Otto Leopold Penzlin, ge- boren am 20. Februar 1863 zu Kiew in Rußland. 51) Karl_ Friedrich Hermann Panier, geboren an15229.KAplr1[GL8_é_54 zrÄdVlefrlin, ar u av o anko eboren am 10. Februar 1864 zu Berlin??; ps, 9 53) Ernst (;Hottlieb Pause, geboren am 20. Juli 1864 zu Berlin, 54) Max Motiv Perl, geboren am 5. Januar 186)? zuHBerlm, I b ermann 1) (1111128 on ou bo 18. Januar 1864 zu Berlin?3 s g' ge “" am 56) Hans EmilPöhu, geboren am 18.Mai1865 zusYirii'Zilbl Fr P 1 b 1 e m an au 11 3. Oktober 1865 zu Böcklin, P| g, ge orm am 58) der Koblenzieber Hermann Albert Theodor Karl Pfeffer, geboren am 23. September 1865 zu Berlin, B59i)nPeter Pedotti, geboren am 6. Juli 1866 zu ? - 60) Arthur Perl ebor 3. WTFFUJYUFURW , g en am September 9 ep ard b . : &le 1dZ66 (F Bsxkrlirx PO tsch, ge oren am 2 Fe er ien -ne t tto RichardKal geZZrenCZm[2É).RJTnutarJ1866 zu Berlin, r Pahl, are 9 er (: ues i vol 1864Z),eZli118siZZ ZI L_)Zerlin,qA P 9 , geboren am * 'ov us o annes nto i s anF510.dMaiVYZ§56szu Ferllin- n u Pinke, geboren * er aroc ar CmilRi ' ar * mr Hermann Rack am- 4. Februar 1864 zit “Berlin, her, geboren

72) der Kellner Ferdinand August Max Röhnfth, geboren am 14. Dezember 1865 zu Berlin,

73) Karl Alfred Maximilian Ruft, geboren am 27. Juli 1865 zu Berlin,

74) der Schlosser Karl Ernst Paul Reliß, ge- boren am 26. September 1865 zu Berlin,

75) _Johann Josef Friedrich Riedel, geboren am 2. Juli 1865 zu Berlin,

76) Karl Ludwig Ritter, geboren am 1. Juli 18??)z§ BÉrlix, Alf

er an mann red Rein ardt eboren am

10. Dezember 1865 zu Berlin, h , g B78) Max Lewin, geboren am 20. Juli 1867 zu

er in,

79) der Kaufmann Karl 0 ann il ou geboren am 2. März 1864 zuIZBLrlin, Ph ipps ,

80) der Gärtner Georg Otto Emil Plum, ge-'

59er FLF" bJYiliaZ 1865 zubBerlin, M

o e e ert e oren am 28. är 1865 zu Berlin, , g s

82) der Kaufmann Otto Wilhelm Richard Lanßner, geboren am 13. August 1865 zu Berlin,

83 Franz Hermann Lomché, geboren am 16. De- zember 1865 zu Berlin,

84) der Architekt EuZen Theodor Rudolf Liebert, geboren am 16. Novem er 1866 zu Berlin,

85) Hellmuth Gustav Otto Köller, geboren am 22. Mm 1865 zu Marienwalde, Kreis Arnswalde,

86) Eduard Adolf Wilhelm Mewis, geboren am k2v1.ldNovember 1864 zu Lenzenbruch, Kreis Arns-

(: e, ,

87) der Laufburscße Hermann Karl Adolf Gebel, deren am 27. Marz 1864 zu Reichenbach, Kreis

YJeibachK s L

er an mann ucian (Loses) Scha ua, e-

borxn am 21. Oktober 1865 zu Schwerirli a. TLZ.- Krets Birnbaum,

89) Max Levy, geboren am 30. Oktober 1865 zu

-Schwerin a. W.,“Kreis Birnbaum,

90) der Buchdrucker Karl AugustRudolf-Slhwabe- x_x)el_1orexiy am 9. April 1866 zu “Priywalk, Kreis Ost“ r egm ,

91) der Schiffer:tReinbold Albert Emil-(Mnhme-

geborxn am 5. April 1864 zu Hammer, Kreis Nieder- mm,

BFL) der Kaufmann Robert Julius Adolf Eulberg,

geboren am 24 Oktober 1864 zu Sagan, Kreis

a an, __

Sgß) Johannes Gustav Julius Wi1ckx, geboren

am 10. Juni 1866 zu Swinrmünde, Kreuz Uxedom- oni“-

W94) Karl Hermann August Roloff, geboren am

29, August 1865 zu Gandeniß, Kreis Templin,

95) der Kellner HermannKari August Schulz, geboren am 11. Dezember 1865 zu Polcbow, Kreis Regc-nwalde, . _ _ o

96) der HandlungKommts Elms Frank, gcborxn am 29. Dezember 1859 zu Schönewalde, Kreis Schwäniß, _ _

9?) Albert Loms Adolf Hoype, geboren am 28, Juni 1862 zu LHWenberg. Kreis Löwenberg.

98) Max Franz Paul Linke, gsbdren am 28.0k- tober 1867 zu Frankfurt a. O., Kreis Frankfurt

. D.- a 99) Karl Julius Heinrich Vittel, geboren am 14, November 1867 zu Frankfurt a.D., Kreis Frank-

urt a. O..

f 100) Richard Otto Eryst Nitschke, gxboren am 1, Jaanr 1867 zu Frankfurt a. O., Kreis Frank- urt a. .,

101) August Friedrich Schmidt, goboren am 22, Februar 1864 zu Genthin, Kreis Genthin,

102) Gustav Wilhelm Schmidt, geboren am 8, Juli 1865 zu Genthin, Kreis Genthin,

103) der 8111115111: Emil Noth, geboren am 23. Noyember 1861 zu Heringen, Kreis Sanger- aufen, h104) der Gärtner Karl Friedrick) Tallmamz, geboren am 10. Juni 1863 zu Marienfließ, Kreis

Saa lg,

10?) August Gustav Mhhns, geboren am 23. Ok- tober 1859 zu Zachun, Kreis Saatzig,

beschuldigt, als Wehrpflichtige in der Abficbt, fich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubnis; das BundeSgedtxt verlassen zu haben beziehungßweise nach erreichtem m111- tärpflickdtigen Alter fick) außerhalb des Bundesgebietes aufzuhalten. Vergeben gkgen §._ 140 Abs. 1 Nr. 1 des Reickxsstrafgeseßbucbs. Die1elben wrrden auf den 11. Februar 1889, Vormittags 9) Uhr, vor die 111. Strafkammer des _Königlichen Land- gerichts ]. zu Berlin, Alt-Moabrt 11/12, Saa1 68, xurHaudtdrrdandlung geladen. _Bei unentschuldrgtem Ausbleiben der Angeklagten Wird zur HayptVLrhand: lung geschritten werden und werden Yeselben an] (Grund der nach §. 472 der Reicbs-Strafprozeß- Ordnung von den betreffenden zuständigen Erfas- Kommisfionen über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen außgesteklten Erklärungan ver- urtHeilt wcrden.

Berlin, den 17. November 1888. _ Königliche Staatéanwaltschaft beim Landger1cht1.

[47446] Beschluß.

Zur Deckung der den fahnenfiüchiigyn Oekonomie- bandwerker Eugen Marcelin Bouchaux, geboren am 9. Juni 1867 zu Blodelsheim, möglickperrveise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrenö wird das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des Genannten, insbesondere [ein noch un- etbeilter Antbeil an nacbbezeicbneten, im Banne von Dlodelsbeim gelegenen Lirgenschaften, nämlich:

1) Sektion 4. Nr. 998, Klasse 5, _ 24 Aren

12 Centiaren Acker am Roggenbauser Weg,

2) Sektion 13. Nr. 507, Klasse 4, - 10 “Aren

57 Centiaren Acker, Pfohlacker, 3) Sektion 11. Nr, 306, Klasse 5, - Haus im

Dorf, 4) Sektion 12. Nr. 306, Klasse 1, _ 2 Aren 30 Centiaren Hofraum im Dorf, mit Beschlag belegt.

Dieser Beschluß ist im Deutschen Reicbs-Anzeiger und Gebweiler Kreisblatt bekannt zu machen. (§. 325 u. 326 St.-P.:O.)

Colmar, den 30. November 1888.

Kaiserliches Landgericht. Strafkammer. gez. E. v. Klöckler. Weber. Dr. Weber. Für richtige Abschrift: (b. 8.) Der Landgerichts-Sekretär: Diebels.

[47445] _Vermögeusbeschlaguahme.

Gegen dre Nachgenannten ist durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserlicden Landgerichts zu Colmar vom 9.November1888 wegen Verle ung der berpflicbt die Beschlagnahme des im eutschen Reiche befindlichen Vermögens bis zur Höhe von je 1000 .“ angeordnet worden:

1) Kieffer, Victor, Knecht, geb. 8.12. 65 zu Orschweier, leyter Aufenthaltßort Berrweiler,

2) Rosenthal, Ludwig, Tagner, geb. 2. 2. 65 zu EnfiSber-n,

ZÉHerrer, Eugen, Fabrikarbeiter, geb. 11. 2. 66 zu ubl,

wéi) Lidl), Xaver, Tagner, geb. 6. 7. 66 zu Geb- et er,

Y_Stadelmann, Eugen, Schlosser, geb. 11. 8. 66 zu ubl,

6) Backxmamt, Franz Xaver Georg, Koch, geb. Z. 1. 66 zu Gebweiler, leßter Aufenthaltöort Nürn- erg, w7_) Ober, Alexander, geb. 16. 9. 66 zu Geb- el er, 8) Groß, Dominik, Bäcker, geb. 4. 6. 66 zu Gundolsbeim, ?) Rovner, Sebastian, geb. 24. 12. 66 zu Hatt-

10) Weill, Paul Armand, Handlungsgebülfe, geb. 22. 10 66 zu Hattstadt, zuleyt in Colmar,

11) Ben inger, Jofef,Zuckerbäcker, geb. 4.11. 66 du Lautenba ,

12) Hay, Julius, Klempner, geb. 22. 9, 66 zu S??)matt, X

_ Lamey, aver, Tagner, geb. 11. 1. 67 zu Winzfelden bei Sulzmatt,

14) Miiller, Karl, geb. 9. 11. 67 zu Bühl,

15) Herzog, Karl, geb. 13. 1. 67, Schlosser zu

YYY“ I sf E B ck)!) 1 b

euhh- o e ugen, u in er, ge .

3. 7. 67 daselbst,

17) mmele, Ludwig, Meßger, geb. 12. 11. 67 zu a tadt,

Llß) iemtot, Conrad, Knecht, geb. 5. 2. 67 zu

U 1, 19) Kar er 0 e abrikarbeiter, eb. 7. 6. 67 du Oberberxxhbeiku,I sf“ F g

20) Vogel, Christian Jakob, geb. 15. 7. 68 zu Berrweiler,

a

_21) Jetter, Ludwig, geb. 15. 4. 68 zu Blodeks- erm,

Y_Y_?eiurith, Emil, Sch1offcr, geb. 10. 10, 68 ZU U ,

23)_Stoeblcn, Andrsas Thomas, geb. 24. 11. 68 da1e1b1t,

25) Bachmann, Carl Franz Xaver, Kaufmann, geb. 19. 11. 68 zu Gebweilcr, [ester AufenthaltSort Nürnberg, .

26) Burgert, Joh. Bavtist, Fabrikarbeiter, geb. 15. 12. 68 zu Ofenbaub, 27) Deiß, Ludwig, 20. 8. 68 zu Grbweiler, 28) Dufoztr, Jfier, Anseyer, geb. 1. 4. 68 zu

Niederberghnm, _

29) Eymann, Heinrich, Fabrikarbeiter, geb. 22. 6. 68 zu (Öcbweiler-

_ [Z?) Franeois, Emil Eugen, geb.*11. 5. 68 da- e t,

s31)_Haas, Adolf, Fabrikarbeiter, geb. 26. 8. 68 da e 1“ t,

32) Hirß, Philipp Eugen, geb. 1. 5. 68 zu Geb- Weiler, leßter Aufenthaltsort Cbemniß,

33) Klein, Florenz, Fabrikarbeiter, geb. 2. 3. 68 zu Wisch, Kreis Molsheim, zuletzt in Gebweiler,

314)Hoffmann, Leo, geb. 25.1. 68 zu Geb- wet er,

35) Knopelspieß, Johann Jakob, Seidenband- weber, geb. 27. 12._ 68 daselbst.

[[Zii) Kuster, Jostf, Schuster, geb. 2. 3. 68 da- 6 , *

37) Leibe, Carl, Maurer, geb. 22. 5. 68 zu Westhalt-zn,

ZZ) Linder, Jdbann Jakob, geb. 31. 10. 68 da- e1 .

s 39) Liuderme- Jokann BaptistJosef, geb. 24. 6. 68 zu Gehweiler, _

4(l))st2NeL)er, Alfred,Fabrikarkeiter,geb. 29.12.68 daseq ,

41) Meyer, Heinrich, Weber, geb. 13. 7. 68 zu Colmar, lcßter Aufenthaltsort Gebweiler,

42) Millot, Josef, geb._6. 5. 68 zu Gebweiler,

??ZsRM, Johann Bapttst, Spinner, geb. 29. 2, 68 dae t,

44) Schiveiger, Mathias, Gießcr, geb. 9. 10.68 zu Jebsheim, zuleßt in Gebwerler,

45) Spira, Jakob, Meßger, geb. 25. 6, 68 zu Gebweiler, _

46) Troendle, August, Scbretber, geb. 5. 1. 68 daselbst,

471?)_§Vogt, Franz Xaver, Schlosser, geb. 20. 11. 68 dase ,

48) Wittmer, CamiÜ, Schlosser, geb. 6. 2. 68 daselbst,

49) Zimmermann, Albert, geb. 24. 2, 68 daselbst,

50) Beltzuug, Franz Xaver, Ackerer, geb.1.12. 68 zu HartmannWeiler,

51) Harter, Josef, Tagner, geb. 8. 12. 68 daselbst. _

53) Frieß, Ernst, Huf]chmred, geb. 21. 8. 68 zu Jsenbeim, _ _

54) Pflieger, Franz Xaver, Fabrikarbeiter, geb. 2. 12. 68 daselbst,

55) Klein, Josef, Weber, geb. 1. 10. 68 zu Schweighausen bei Lautenbach,

56) Ramseyer, Marie Eduard, geb. 8. 2. 68 zu Lautenbach,

57) Wipf, Bernhard, Tagner, geb. 30. 3. 68 zu Münchhausen,

58) Erni), Emanuel Peter Paul, geb. 29. 6. 68 zu Murbach, _

59) Ernst, Franz Xaver Nikolaus, Ackerer, geb. 6. 12. 68 zu Oberenzen, _

60 Fiesch, Leo, geb. 11. 4. 68 zu Pfaffenbetm,

61 __Hunold, Carl, Knecht, geb. 22. 4. 68 da es .

62) Haseuforder, Josef, Tagner, geb. 11. 6. 68 zu Regisbeim,

633 Sager, Emil, geb. 8. 7. 68 zu Rufacb, 64 Fink, Johann Josef, Zimmermann, geb. 29. 8. 68 zu Sulz,

65) Gugel, Ludwig, Weber, geb. 1. 4. 68 daselbst,

d _(ZYstHabecker, Josef, Sattler, geb. 20. 12. 68 a e ,

67) Kroepfien, Moriz Josef, Bäcker, geb. 21. 4. 68 daselbst,

68) Schmitt, Alfons, geb. 25. 1, 68 daselbst,

69) Schneiderliu, Anton Viktor, Spinner, geb. 2. 3. 68 daselbst,

d 70bstSeckler, August, Gießer, geb. 21. 11. 68

a e ,

71) Baer, Marcell, Klempner, geb. 25. 10. 68 zu Sulzmatt,

d s72 stEbelmauu, Jakob, Gießer, geb. 11. 11. 68

a e .

73 Groß, Romanus, geb. 14. 4. 68 daselbst,

74 Letscb, Georg, Sattler, geb. 4.5. 68 daselbst, d _“??ZstTsihaenn, Johann Baptist, geb. 29. 2. 68

a e ,

76) Bruder, Johann Baptist, geb. 28, 4. 68 zu Ungersbeim,

77) Sittler, Jakob, geb. 19. 8. 68 daselbst,

78) Deutfther, ranz_Xaver, geb. 24. 3. 67 zu Mühlbach, Kreis 5.1) olshetm, zuletzt zu Markiecb,

79) Bloch, Leo, geb. 12. 6. 65 zu Walf, Kreis Erstein, zuleJ zu Barr. '

Wo der tand der Angescbuldigten nicht an- gegeben, ist derselbe unbekannt, und wo nicht anders angegeben, ist der Geburtßort auch der [este Aufenthaltßort.

Colmar, den 8. Dezember 1888.

ür den Ersten StaatSanwalt: Unterschrift), Staatöanwalt.

Seidenbandrveber, geb.

2) Zivan svollstreckuitgen, Aufgebote, orladungen u. dgl.

[44509] - _Anfgebot. Dre Sparkaffenbucber der städtischen Sparkasse zu Spremberg: _

1) Nr. 8800 uber 6 .“ 11 „3, außgefertigt für den Walker ermann Fischer zu Kottbus,

2) Nr. 9374 ü er 11 .“: 22 „ck, aus efertigt für die verebelicbte Walker Fischer, Marie, geb. Schulze, zu Kottbus,

3) Pr. 10 486 über 243 .“ 92 „K, außgefertigt fur den Auggsthuckzer zu Groß-Luja,

4) Nr. 11026_ub_ek 56 «46- 87 -5, außgefertigt für die minderjabrtgen Geschwister ?)aul, Fnedrick) und Marie'Smalla zu Kantdor , '

[ind angeblich“ verloren worden und sollen auf An- ;rag vorgedacbter Personen bezw. deren Vertreter

[41819]

zum Zweck der neuen Ausfertigung aufgeboten wkrden.

Die Inhaber der Svarkaffenbückyer werden auf-

gefordert, spätestens in dem auf den 21. Irmi 1889, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeich- neten Gerichte, Zimmer Nr, 4, anbcrqumten Aus- gebotktkrmine ihre Rechte anzumelden und die Spar- kaffenbücber vorzulegen, widrigenfaüs die Kraftlos- erklärung derieibrn erfolgen wird.

Spremberg, dyn 23. Novembrr 1888. Das Königliche Amtßgericht.

Aufgebot. _ Das Fräulcin Anna 035215 zu Wrc1chen, vertretrn

durch den Rechtsanwalt Arnold zu Krotoschin,__ Hat als Eigenthümrrin des Svarfaffenbuchs der städmchen

Sparkasse zu_ Krotoschin Nr, 3177 auf ihren Namrn

und über eme Einlage von noch 139 „14 42 „)

lautend, das Aufgebot mit dsr Angabe, daß es ihr verloren gegangen ssi, beantragt. _ Der unbekannte Inhaber des Sparkasßnbucheß wird aufgefordert, seine Ansprüche sdätestens im Aufgebotstermine am 3. Juni 1889, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 25, anzumelden und das gxdachte Buck) vorzu- legen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt werden wird. Krotoschin,_ den 3. Novrmber 1888.

Königlichcs Amtsgericht.

[35703] AufFieöot.

Das Sparkaffenbuéc) r 1597 über 472,05 «44, noch laufend auf die aufgelöste Sternberg'cr Spar- kasse, ausgeferéigt für Ernesrine Rettig 61115 Radack), zur Zeit in der Irrenanstalt zu Sorau, ijt angeblich verloren geggnqen und soll auf den Antrag des Vor- mundes derielben, nämlich des Koffätden Samuel Krüger zu Radach, zum Zwecke der neuen Ausferti- gung amortifirt werden.

Es wird daher der etwaige Jnhabrr drs Buchs aufgefordert. spätestens im Aufgebotstermine am

2. Mai 1889, Vormittags 9 Uhr, bei _dem unterzeichneten Gerichte seine Reckyxe anzu- melden und das BUCH Vorzulegen, widrigensaüs die Kraftloöerklärung desselben erfolgen wird. Droffeu, den 7. Oktober 1888. Königliches Athgericht.

[47458] Bekanntmachung.

Die Wittwe Krüger, Rosalie, geb. Hüblyr, zu Bitterfeld hat das Aufgebot dcs Einlagebuäys der Sparkasse des Bitterfelder Kreises Nr. 32 278- über 77 „44 9 H, welches fie mit anderen Papieren ver- brannt baden will, beantragt:

Der Inhaber des Sparkaffenbucds wird aufgefor- dert, spätestens in dem auf den 28. Juni 1889, Vormitta s 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, immer Nr. 19, anberaumten Aufgebots- termine seine Rechte anzumelden und das Buch vor- zulegen, wrdrigenfails die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Bitterfeld, den 6. Dezember 1888.

Königliches Amthericht. Rittler. *

[41326] Aufgebot.

Nr. 65869. Johannes Greif zum Hafen in Söf- lingen, Oberamts Ulm, früher Bierführer in Usm, vertreten durch Rech16anwalt A._Mayer in Ulm, hat das Aufgebot des 15111 an eblrch in der Zeit von Ende August bis Anfang ovember 1886 abhanden gekommenen, auf seinxw Namen eingeschriebenen «andbriefes der Rheinischen HVPNhekenbank in

annheim Serie 45 11116, (ck. Nr. 1002 über 500.46 verzinßlich zu 4% beantragt. 23er Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spatestens in dem auf den 24. Oktober 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem Er. Amtsszertckyt 21th. 111. dahier be- stimmten Aufgebotstermin sein Recht bei dem Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfaüs auf_Antrag die Kraftloserklärung der- selben erfolgen wird.

Mannheim, den 7. November 1898.

Der GerichtSschreiber (Hr. Amthericbts. (l.. 8.) (Unterschrift.)

[41325] Aufgebot.

Die -Wittwe des weiland Halbmeiers Friedrich Wieneke, Minna, geb. Gnade, zu Hagen bei Pyrmont hat das Aufgebot einer auf das Colonat Nr. 12 in Schönemark am 25. Februar 1856 zu Gunsten des verstorbenen unverebelrchten Adolf Schnatmann von Nr. 19 in Berlebeck eingetragenen Hypothekenforde- rung über 150 Thaler beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 26. Juni 1889, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 10 des Landgerichthebäudes, anberaumterz Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und dre Urkunde vorzu- legen, widrigenfalls dre KraftloSerklärung der Urkunde erfolgen wird.

Detmold, den 5. Nodember 1888.

Fürstliches Amts eriéot. 111. gez. Eber ardt.

Fiir die Ausfertigung: _

(11. 8.) Arnold, Sekretar.

[47462] Aufgebot.

see gefundenen Sa en, und zwar:

Kette, eines Armbandes und

Geld

unterzeichneten Gericht,

geschlossen werden wird. Berlin, den 7. Dezember 1888. Königliches Amthericht 11. Abtheilung 9. [47454] Bekanntmachung.

im Gemeindebezi

Auf Antrag der Finder werden die Verlierer oder Eigentbümer folgender im Jahre 1888 bei Steglitz, bezw. auf der Tem elbofer Chaussee und bei Hallen-

einer filbernen Cylinderuhr Nr. 23154 nebst

eines Damenportemonnaies, enthaltrnd einen Schlüssel und 20 Mark 16 Pfenmge baarek

aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 25. Februar 1889, Mittags 12 Uhr, bei dem allescbes Ufer 29-31, Zimmer Nr. 8, ihre Re te und Ansprüche anzu- melden, widrigenfaüs ihnen nur der Anspruch auf _ erauSgabe des durch den Fund erlangten und zur

eit der Erhebung des Anspruchs noch vorhandenen

ortheils vorbehalten, jedes weitere Recht aber aus-

Bebufs Anlegun eines Grundbucbblattxs für das Volkmannsdorf, Kreis Neisse, belegene, unter Artikel 160 der Grundsteuermutter- rolle und mit Kartenblatt 1 und Parzellennummer

inhalt Von 3 a 55 qm werden auf Antrag des Be- stßers, res Häuslers Franz Hosemann zu _VolkmannY- dorf, alle Cigentbumsprätendenten auiaexordert, „spa- jcstens im Aufgebotstermine den 15. Februar 1889, Vormittags 11 Uhr, ihre Ansprüche_ bei dem unterzeichnc13n193erich2 anzumelden, wa-rtgensalls sie mit idren Ansprüchrn und Recbri'n auf da? Grundstück ausgeschloffen und bezüglick) de-sexb-n det Anlegung des Grundbuchblatfes 1;th bcrückßch213t Werden würden. '

Neisse, dcn__ 7. Dezembrr 1888.

Königliches Amtsgsricht.

[47463] Aufgebot, 1) Auf Antrag des Zimmermanns [eker Ewe zu Westerhüsen wird dessen Schwager, der Musikus Simon Valrntin Augnst Kanye, gclwren zn Kl. OUchleben am 27. Oktober 1828, welcher im Jahre 1859_aasgewandert und scit dern Jahre 1864 verjchoUen iii, _ 2) Auf Antrag der Ehefrau drS Kürschnermeiitcrs Gdstav Adolf Haas?, Yiinna, ch. Ripke, zu Magde- burg wird dsren Ehemann, dér am_31. Mai 1828 zu (Grünberg in Schlsfien geborrnc Kürschnermsisr'er Gustav Ydoif Haase, wrlch_e_r im thre 1877 scinLn WobnordMagdeburg verlamkn Hat und seitdem dsr- schoUen iit, _ _ _ aufgefordert, 1ichspätrjien§ im AukUebotstermine am 4. Oktober 1889, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzsichneten Gerichte, DomrFaZ 9, Zimmer Nr. 1 zu meldrn, widrigctifalixß dicielben fiir tddt erk1ärt werden. Ykagdeburg, den 1. DEZEMÖLU 1888. Kdniglicdrs Amthericdr. Abtheilung 6.

[47464]

Nachdrm auf Anirag _

1) der LMU König, grö. Seyxartk),

2) der Emilie Seyfarth, _ _

3) des Bückosenmachers August Sedlartb,

4) des Bäckermeisters Robert Seysarth, sämm_T[ich in Medliö, _

5) dés BÜch18nmachrrsPei11rich Seyfarth in Lissa,

6) der _Amande Brandt, gel). Seyfarrh, in EÖLÜZ"

bauwn,

das AufgeboTSverfahren 5851th Ermittelung des am

21. Februar 1851 geborenen Büch1enmachers Gustav

Emil Ernst Seyfarth aus Mehlis, eines Bruders

der 5111) 1-6 Genannten, wrxckyer im Jahre 1874

nach Amerika auSgewandert 111 11111; na_ch cidlicher

Verficherung seiner vorgenannten Gexchwixtrr seit dem

Jahre 1876 keine Nachricht Von [105 gsgsben hat,

bezüg1ich dessen Erden Eröffnet worden ist, wird Auf-

gebotstermin auf den 20. Dezember 1889,

Mittags 12 Uhr, anberaumt. __

Der bezeichnete Vexschollene und denen Erben werden hiermit aufgesdrdert, in dem Tlufgesz= termin vor dem unrerzerchneten AmtÖgericbt entweder in Person oder durch einen _gehörig_legi1imirten Ver- treter zu erfcheinrn, ihre Amprüche wärestens in dem Termin anzumelden und zu bc1cheintgen, widrigenialls der Erstere für todt erklärt und sein Vermögen an die fich legiiirnirenden Erbbexechtigten bez. an den Fiskus obne Caution überlastet: werden wird, seine Erben aber, welche fick) nicht gemeldet haben, mit ihren Erbansprfzchen werden außgeschlosien werden. Eine Wiedereimeßung in den vorigen Stand gegen das ertheilte Ausschlußurtbeil findet nicht statt.

Außerhalb des Gerichtsfißes wohnhafteBetbeiligte Haben am Sitze des biefigen Amtherichts einen Be- vollmächtigten zur Annahme künftiger gerichtlicher Ausfertigungen zu bestellen.

Zella St. Blafii, den_ 6. Dezember 1888.

Herzogl. Säch]. Amthcricht. Hartung.

[47461] Aufgebot. Auf Antrag des bestellten Pflegers Ortßvorstehers Zernick zu Marienfelde werden die Nachlaßgläubiger

aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf den Nachlaß

erschöpft wird. Berlin, den 30. Nove_mber 1888. Königliches Amthertcht 11. Abtheilung 9.

[47457] Aufgebot.

Auf Antrag

1) des OrtSdorsiebers Zergick zu Marienfelde, als bestelLten Pflegers des Nachlanes des am_3. März 1888 daselbst ohne Hinterlaffung eines Testaments ver- storbenen Gastwirtb? Albert Mees, und

2) des Gemeindekanen-Rendanten Reinhold Schultze zu Friedenau, als PfLegers der am 9. Juli 1886 da- selbst verstorbenetx Vermttweten Scbmiedegesell Sophie Emilie Luiye Habermann, geb. Wulkow

werden die unbekannten Erben dieser beiden Érb- [asser aufgefordert, ihre Anjprüche und Rechte auf den betreffenden Nachlaß spatestens im Aufgebots- termine am 14. Oktober 1889, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Hallesches Ufer 29-31, Zimmer Nr. 8, anzumelden, widrigen-

gesprochen werden wird. _ Berlin, den 30. November 1888. _ Königliches Amtsgericht 11. Abtheilung 9.

[35934] Bekanntmachung. _

Der am 28. September 1817 in N1ederrodenbach geborene, im Jahre 1837 nach Amerika ausgewan- derte und seitdem dersckyollene Heinrich Strauch, Caspars Sobn, bezw. dessen etivatge LeibeSerben Werden auf Antrag des Vormundes des 2a. Strau aufgefordert, in dem auf den_ 26. A ril 1889, Vormitta s 11 Uhr, bestimmten" ermin ent- weder per önlich oder diirch emen Bevoleäcbtigten dabier zu erscheinen, wtdrigenfalls _Iener für todt erklärt und wegen Verabfolgung sxtnes ca. 670 .“ betragenden Vermögens an die prasumtiven Erben das Weitere verfügt werden wird.

Weitere in der Sache ergebende Verfü un en werden nur durch Anschlag an der Gerichtstaiel e- kannt gemacht werden.

Hanau, den 6. Oktober 1888.

Königliches Amthericbt. 1.

/

169/105 bezeichnete Grundstück mit einem Flächen-

Bezzenberger.

und Vexmäcbtnißnebmer des 9m_ 3. März 1888 zu Marienfelde Verstorbenen Gastwrrtdß-Albert Mees

spätestens im Aufgebotétermine am 15. April1889, Mittags _12 Uhr, Vor dem unterzeichneten Gericht, HaUe1ches Ufer 29-31, Zimmer Nr. 8, anzumelden, widrigensalls fie_ die- selben gegen die Benefizialerben nur noch inwweit geltend machen können, als der Nachla , mit Aus- schluß al1er seit dem Tode des Erbla ers ausge- kommenen Nußungen, durch Bestiedigung nicht

falls der Nachlaß dem landesherrlichen FiSkus zur

** ?? „**-* “**- .i.?-*_*ch --. ., - *--.-'«17-*- *.*: .*, ,;

„.J- « „€;. “»I,

"* ,-.*:y-“;.“:x„_-c;