1868 / 7 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

in Bayern sowohl auf eine möglichst pollkomznene Waffe, wie auf Herstellung eines mit, dem het den nbrtgen„ de_ut- schen Truppen eingeführten xnögltcbstgletchen Kgltbers Ruckstcht genommen werden solle. Bavcrw wurde das Zundnadelgewchr ohne Weiteres angenommen haben, wenn dieses nicht durch inzwisch0n gemachte neuere Erfindungen Überholt worden wäre.

Paris, Donnerstag, 9. Immar, Vyrmnxags. Dcr preu- ßische Botschafter, Graf v. d. (HOLZ, lst hter wxedcr eingetroffen.

Washington, Mittwoch, 8.,Ianuar. (Pr. citlantischc's Kabel.) Die Staatsschuld der V000m1gten Staaten hat sich sert dem 1. Dezember v. I. um 3 Mtklwnen Dollarsvermehrt und der Staatsschaß sich um 4 Miklionen Dollars vermindert.

Im Senate wurde eine Vill angenommen, wonach dte Steuer auf die in den Vereinigten Staaten zu erntende Yanm- wolle für das Jahr 1868, Und der Eingangszoü auf auSländxsche Baumwoklc, welche bis zum April 1869 geerntet werden wxrd, aufgehoben wird. - Der Militärausfchuß des Senatschat empfohlen , sich gegen die Abseßung Stanton's zu erklären. - Das Nepräsentantenhaus hat eine Resolution angenommen, welche die Regierung zum Verkauf von 54 überetatsmäßigen Panzerfahrzeugen ermächtigt.

Landtags = Angelegenheiten.

Berlin , 9. Januar. Die Rede , mit welcher „in der gestrigen Stßung ,des Angordnetcnhaußs dex Rc terungs- Komxmffar, Gehenne _Insttz-Rath Sydow dte Dtskus 1011 über den Etat des Iufttzmmtstcrmms emlettete, lautet wie folgt:

Gestatten Sie mir nur einige erläuternde Bemerkungen zu dem Ihnen vorgelegten Etat der Iustiz-Verwaltung. Er schließt in dcr Emnahmc mit einer Summe Von 12,714,800 Thalern, und in der Ausgabe, sonwit fie die dauernden Bedürfnisse betrifft,. mit einer Summx von 15,523,500 Thalern ab. Es ist daher auch tm nächsten Jahre em crheblrcher Zuschuß für die Iustiz-Verwalfung, nämlich in

öhe von 2,808,700 Thalern erforderlich, zu welchem das Extraordi- narmm unt 572,150 Thalern hinzutritt, so daß der Gesammtzuschuß 3,380,850 Thaler beträgt.

Was die Einnahmen betrifft, so ist zu bemerken, daß bei den emzelnen Ansäßen überall die nöthige Rückficht genommen Woxdcn ist auf die dem Staatsgebiete hinzugetretencn nenen Landes- thetlc.,-, Was zunächst den Titel ] anlangt: »An Gerichtswften, emschlteßlxch der von den Gerichten zu verrechnendcn Stempel und banken Austagcna, so 1“th sich der dafür aus eworfene Betrag von 11,400,500 Thalern zusammen aus demjenigen ctrage, Welchen der Etat für 1867 bereits enthalten hat, in der Höhe von 10,024,970 Thlr., und aus dcrnnigen Summe von 1,375,530 Thlr., Welche für die neuen Landesthejle in Ausficht genommen worden ist. Wie für die nxucn Landesthetle diese Pofition ermittelt worden, ergiebt die Er- lauterung, Welche dem Tit. ] des Etats beigefügt ist, ich bemerke nur noch zur näheren Beleuchtung, daß für das Gerichts-Departement

annoVer der Saß von 415,860 Thlr. ermittelt worden ist nach der

ractron der Jahre 1864, 1865 und 1866, ebenso für das Gerichts-

cpaxtc111cnt Frankfuxt a. M. Für die Gerichte in denjenigen Lan- desthetlcn, m denen dte VerordnungEen Vom 26. Juni 1867 Geseßcs- kraft „erlangt haben, find 954,850 l)lr. in Ansatz gebracht. Diese Pofitzon tst gefunden worden unter Zugrundelegung der EinWohner- zahl tn der Art, daß der in den altländischcn Provinzen nach der Jractwn von 1864-1866, aufgebrachte Kostenbetrag. nach Maßgabe der Bevölkerungszahl ftJr ]edes_Departement in Ansatz gebracht ist, je- doch, nach Abzug 3) ctncs bestimmten Prozentsaßes als Betrag des Gertchtskostct1zuschlags, welcher in den neuen Landestheilen überhaupt mcht erlxoben 1131113, und ferner 13) eines anderweitigen Prozentsaßes als_Ausfall der Emnahmen, bei den Vormundschafts-, Nachlaß-, Rc-

ultrungs-_und Hypothekenkoften. In Beziehung auf [eßtcre ist zu

enterkcn, daß 1100) den besichenden Verhältnissen m den neuen Landes- thetlen dte Geschafte m dtcsen Angelegenheiten den Gerichten eine ge- rxngere Yrbxrtslast veryrsachen als in den älteren, und daß die An- saße dqfurnn den (_Hertckyxsfostengejeßcn der neuen Landesthcile deshalb auch mcdxxger gegrtffen Und, als 111 denen der alten Provinzen.

Zu 5.2.1161 2ÉE1nnahmcn, welche als Emolumente für

Beamte zur e_rrvcndnng kommen, wird nichts u bemerken sem, es kehren dtese Pofitwnen sämmtlich in den betrc enden Aus- gabe-Ttteln wxeder. _ _ Zu Tttel 3, Straf_en, ck zu bemerken, daß der Betrag, Welcher 1m Etat der alten Provmzcn pro 1867 mit 240,000 Thlr. angeseßt gewesen, dem an'cttqnssaß annähernd um 25,000 Thlr. erhöht wor- den 1st,„1m Uebrigen- ck der Ynsaß für die neuen Landestheile ebenso nne ber den Gerichtskosten, namlich für dicGerichte in Hannover und Frankfurt, am Manx nach der Fractions von 1864-1866, für die Gerechte 111 den übrigen neuen Landestheilcn nach der Bevölkerungs- zahl bemesen worden. *

, In _Bezug auf den Titel 4 wird nichts zu erinnern sein, und bei T1t'el51st nur zu bemerken, daß ein Ansaß für die neuen Landes- thetxe htcr mcht hat erfolgcnkönnen, weil in keiner Weise ein Anhalt dafux Vorhanden war welche Einnahmen aus denselben zur Justiz- offiztant0n-Wrttwenka e fließen werden.

W915 dlc_ Ausgaben anlqngt, so cstatten Sie mir wohl, nur unt wemgen Worten auf dtejenigen ofitionen Bedacht zu neh- mcn, Welche klarer auseinander scßen, um wie viel fich diese Ausgabe- po11t10nen vexmchrt habenjge en die Ynsäße vom Jahre 1867. Ich bemerke dabet, daß auch hter er Ansatz für die alten Provinzen ge- schteden Werden muß. von Hem Ansaxze für die neuen Landestheile. Seite 13 des Etats tft beretts bemerkt, daß der Mehrbetrag für die

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alten Provinzen 367,630 Thlr. bpttägk und für die neuen Landestheile 1,220,665 Thlr. Was den Ansaß für dte alten Landestheile anlangt, so ist derselbe entstanden aus den Mehrausgaben von 368,490 Thtr. nach Abzug der bei Titel 11 in Frage kommenden 860 Thlr. Weniger Llusgabcn für die Examinations =Kommisfion. Unter diesen 367,630 Thlrn. befinden slch aber 191,730 Thlr., welche lediglich aus dem Etat dcr Finanz-Vcrxvaltung Übernommcn worden find und diejenigen Gehalts- Zulagen betreffen, welche für die gerichtlichen Unterbeamtcn bereits im vorigen Jahre von deux Hause bewilligt waren, damals aber sämmt- lich auf dxem Finanz- Etat standen, jeßt aber auf die einzelnen Etats und somtt in dem genannten Betrage auf den Etat der Justiz =Vcr- waltung Übergcgangcn find. ,

Zieht man diese 191,730 Thlr. von der MehrausY-be, die ich vorhin genannt habe, ab, so bleiben 175,900 Thlr. als ichrausgabe für die alten Provinzen. Davon kann ich vorweg nehmen diejenigen 40,980 Thlr., Welche in Tit. 43 an Kriminalkosten, und diejenigen 45,343 Thlr., welche im Titel 43 an haaren Ausla_cn und anderen Ausgaben in Parteisachcn nöthig geworden find. DieLclbcn find ledig- lich durch den erhöheten Jractioxtssaß der letzten drei Jahre erforderlich geworden und deShalb so hoch gestellt, damit der Etat auch nach Möglichkeit inngehalten werden kann. Eigentliche Mehrausgahen find also, Wenn man diese 86,323 Thlr. für Tit. 42 und 43 abzieht , für) die altxn Provinzen nur 89,577 Thlr., von wcl- chcn ctnzclne Pofittonen fur sächliche Attsgaben, andere für einige neue Stellen, welche ber den betreffenden Behörden aufßcführt worden sind, und andere zur Deckung sonstiger kleinerer Ausga en erforderlich geworden sind. _ ,

Was dw neuen Landesthetlc anlangt, so beträgt das Mehr gegen das vorige Iahr , nne ich „mir schon zu bemerken er- laubtc , 1,220,565 Thaler. Es ergtcbt fich diescr Ansay, Wenn man ck bei dxn Ttteln 1 , 8-10, 21-23 und 44 ermittel- ten Mmderbetrage, zusammen mit 71,930 Tlmlcr, in 21sz brmgt von der gc1ammtcn Mehrqusgabe von 1,292,495 Thlr. Dre e leßtgenannte Summe seßx stcl) tn der Weise Zusammen, daß bei Ttt. 18-20, betreffend_ dre Ausgabe_ für das 2 ppellationsgericht zu Celle und d1_c Obxrgcxtchte dcs dorttgen Departements 4329 Thlr. 18 Sgr. 8 Ps., bet Tttel 24, betxeffxnd das Appellationsgericht in annkfurt a. M. 25,590 Thlr., ber Tttel 33-35, betreffend die han- noverschen „Amtsgerichte 223,128 Thlr., bei Titel 36-38, be- xreffcnd dre, Krets - und Amtsgerichte in den Landesthcilen, m welchen dre Vnoxdnu-ngen vom 26. Iuni1867 Gescßcsfraft haben, 770,808 TM., bet Tit. 39-41 für das Stadtgericht und die sonstigen Gertchxsbfelwrden erster Instanz 111 Frankfurt 65,600 Thlr., bci Tit. 42 an Krtmmalkosten 55,531 Thxr, bci Tit. 43 an baaren Auslagen und anderxn Ausgabcn m Partci1achcn 143,733 Thlr. ]] Sgr. 4 Pf. nnd bez Ttt. 45 zur Unterhaltung der Iustizgebäude mit AuLschluß der größeren Ncubautctnund Haupkxeparaturcn und zu den Kosten bau- lxcher E11111chtungen „m den Gcfangniffcn 3775 Thlr. mit Rückficht “auf dte neuen Landxstherle mehr in. Ansay gebracht worden find.

Zu Vermetdung von MißVcrständniffen erlaube ich mir, jedoch darguf gufmerksam zu machen, Hgß dicse Positionen, welche den An- schetn, elner außerordxntlrxhen Hohe annehmen , in den bezeichneten Vetxagen duychaus xttchx Ubexall' eigentliche Mehrausgaben gegen das vyrt e Ighr brlden. Cs ts_t na1n_ltch in Betracht zu ziehen, daß zunächst dte etragc, welche fur dre GerrehYSbehörden zu Frankfurt a. M. aus- gxworfx-n smd , eben ganz neu m dem Etat erscheinen, indem für dtcse cm_Etc1t, des Jahres 1867 nicht zur Unterlage gedient hat, daß ferner W der ich hgnnövcrschen Amtsgerichten mehr angescßten 223,128 3.101. aus Gebuhren bestehen , Welche früher nicht durch den Etat ersxchtltck) wurdcn, ]cßt abcr_nach den allgemein angenonnnenen Grundsaßen Tzarm _aufgcnonm10n find. Daß ferner die für die Kreis- und Anttchnchtc 111 den Landesthcilen, in denen die Verordnungen vom 26.Iu1n 1867 Gescßeskrajt haben, mehr angeseßten 770,808 Thlr. 013011170le 1,90le uberhaupt nicht als Mehrausgabe, theils nicht als eme dtc Bovolkexrung neu belastende Mehrausgabe anzusehen smd.

Ez? tft dabet namlich die frühere, einzelnen Landestheilcn eigen- thu_ml_1che Art der„Koftenerhehung zu berücksichtigen:. Die Kosten für- dtc]_entgen Akte, fur welche dix Parteien eine gerichtliche Thätigkeit in Amprzxch nahmen, wurßen namlich mehrfach von den Beamten direkt und fur steh, als 100 Emkymmcn, 016 (Ybühren erhoben , 0 ne daß fie durch dte Stgatskaffe gmgcn, so„m Schleswig-Holftein be anntlich d,ur_chang, auch rn Nassau zum Theil, und dicse Gebühren find natür- [1612 fruher ,gar mcht zur Anrechnung gekommen, weil der Etat dafür kxme Positron haben konnt_e. „Außerdem kommt in Betracht, daß in emzelnen Landesthctlen, bctsptelswcise auch in Kurhessen, die Gerichts- kosten„durch Stempel erhobenuwordcn find, die der Finanzverwaltung ?unfloßen und_ der chrag dafur" alsZ im Etat der Justizverwaltung xuher ar mcht exsch1en. Es laßt nch also aus diesen an sich beträcht- lxchcn dummen mcht_etwq derSchluß ziehen , daß die Ausgaben für die Iusttzverwaltung 1010 111" diesen Landestheilen um diese Beträge the_urcx geworden nnd als fruher der Fall war. Hiermit glaube ich dtexemgcn Vorbemerkungen gegeben'zu haben , Welche mir an A(lge- memen nöthxg schlenen und behalte tch mir vor, bei denjenigen Post- ttonen, ,wo eme besondexe Auskunft noch wünschenswerth sein sollte, kund bet den gestellten einzelnen Anträgen auf Spezielleres zurückzu- ommen.

- Der in der SiZung des Abgeordneten auses vom 7ten 1). MW. durch den Handels-Minister hGrafen von IH011P11§ vorgelegte Entwurf eines Gescxzes, ,be- treffend dle _Abanderung des fÜr das Vormalige Königreich Hannover zur Anwendung kommenden Gessxzes über Gemeinde- wege und Landstraßen vom 28. Iuli 1851, hat folgenden Worthut: - WU: Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 20.

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mit u immung beider Häuser des Landtages Unserer MFZYXÉ für dZsftmit derselben Vercimgte (Hebtct dcs vormaligen Königreichs annover, was folgt:

Z, ], cr Betrag der Umlage, sowohl zur Wegeverbands- leistung nach Z. 35 als zum (z),»sxxemde-Voraus nacb §. 37 des Geseßés über Gmncindechc unk x'andsiraßen vom 28. Iulr 1851 wird ermittelt unter Zugrundelegung n) ,der nach J. 3 _der Verordung vom 28. 2113111 d. I. „1111 (Hebtete des vormal1gen Königreichs Hannover bts auf „Wctxeres zu erhebenden Grund- steuer von den Liegenschaften 1n1t Einschluß der auf den Haus- ärtcn bis zur Größe eines preußrfxbcn Morgens hqstendcn Steuer- ?)cträqe in der dort bestimmten 63000 0011-4115 der fruheren Steuern; daneöen 11) des ganzen Betrages der Gebaudestcucr (Z. 2 Nr:, 1 der Verordnung vom 28. „April d. I.) Und 0) von zjvn Funftckn der Klaffen- nnd klasfiftzirten Emf-meenfteuer: sonne (1) von zwei Fünfteln der Gewerbesteuer mrx AuZnahme der vom Ge- werbebetriebe im Umhcrzichcn zu entrichtenden Sxeuxr (J. 2 Nr. 2 und 3 derselben Verordnung). Dabet sou ]ekzocb fur,1olche Gewerbe- treibende, welche die Wege 01 besonders exhehltchex Wctsc bxnußen, auf Antrag des Wegeverbandes von der Obrtgfett bet der Erxmttxlung des Betrages der Umlage auch eine größere Quote als zwe: Funftel 'der Gewerbesteuer bis zu deren vollem Betrage zu Grunde gelegt werden

MMZ. 2, Die Obrigkeit hat in dementgen Jallxn, m welck)en,a'uf Grund des F 21 des Geseßes vom 19. Jul: 1861, betreffend emxge Abänderungen dcs Gcscßcs wegen Entmchtung Hex Gewerbesteuer vom 30. Mai 1820, die Gcwcrbcsteuer von1J1nqnzn11n1|xr herabgesetzt oder erlassen ist, die Verbands- odeyVorausletstung fur daH Jahr nach Verhältniß, unbeschadet der nöthrgen Ylhrundnng, zu" eruxaßtgen.

§. 3. Die Obrigkeit ift befngt, tm Emverstqndznffe mxt_ dcm Wegeverbande den Beitragspflichttgen, welche zur Klascnstcuer m der Stufe ]., Unterstufen 3. und b. beschrteben fin?) , Wegen Yrmutk), Ge- brcchlichkcit odcr tcmporairen Mangels an Verdtenft dre Bettragsletftung

* ganz oder theilweise zu erlassen.

Z. 4. Für das Halbjahr vom 1. Juli bis Ende Dezember 1867 behält es bei der noch in bisheriger Werse geschehcnen Feststellung der Landstraßcn-Umlagen auf der Grundlage d'er fur das Jahr vom 1. Juli 1866-67 entrichteten Hannoverschen dtrekten Landessteuer sem VeWenden. ' ' .

§. 5. Als der für dre Verthetlung 5er (Hnnemdewegelgst nach Z, 25 und . 27 des Geseßcs über Gememdejvege und Landstraßen vom 28.JU[11851 aushülflick) zur Anwendung kommende Landstraßen- fuß gilt für die Zeit vom ]. Ianuar 1868 der 1111 Z. 1 des gegen- Wärtigen (Heseßes fcstYftcllte'Fuß. _ ,

Z. 6, Die den * orschrtften dcs gcgenWartxgcheseßeF Mbek- |reitendcn Bcstimmunqen des Gcseßcs vom 28. Iult 1851 uber Gc-

m 'nd w' e und Lan“, raßen find aufgehoben. _ _ U §.e7.LgDcr Z))kinisikefri für Handel, Gewerbe und Öffentltche Arbettcn

hat die zur Auöführnng dieses Gesetzes nöthigenVorschristen zu treffen

Vereinöthätigkeik für Ostpreußen.

Berlin, 9. Ianuar. In der »Spenerschcn Zeitung« Werden folgende nähere Mittheilnngcn über die Bestrebungen des Vater- ländischen Frauen-Veretns gemgcht. . '

Der von Ihrer Majcstät dcr Könrgm gletcl) 11qu dem Frtcdens- schlusse im Jahre 1866 ins Leben gxrufene Vcrem hat 610 Auf- gabc, bei jcdcm größeren Nothftande xn dem Vqtcxlande dte'Kraftc der Mcnschcnfrcundlichen nach Möglichxett zn vcrnm'gcn und 1310 Noth besonders auf den der Frauenhilfe zugangl1chen Gebtetcn „zu lmdernk.

Er hat deHhalb, sobald die traurige Wtrkung dcs Mtßxvachscs 111 einem sehr beträchtlichen Theile von Ostprxußcn heryortrat, von An- fang November an sein Augenm0xk auf dteselbe gertchtet, und 111 set- nem Kreise umThcilnahme hierfur ebeten; . _

Anfangs bat er nur um Geld, obald„ [hm ab_er dre Fraxhtfrethett für Lebensmittel, Kleidungsstücke und Arbmtsmaterml'zu Thetl Wurde, hat er auch hicrum am 4. dM. öffentljch auf das Dringendfte echten. Seine Bitten sind nicht unerfüllt gchltcben , und es 1st [[)111 050011) möglich gewesen, seinen Zweig-Vere1ncn_ m Ostpreußen nut anschn- lichen Gcldhilfen bcizusprmgen,“ auch fahrt Zr von Woche zu Woche fort, und die ZMig-Vereine wecken thrersctts, em ]eder_1n [einem nächsten Bereiche, mit gutem Erfolge die Thetlnahxne dex Mtldtlxatigen.

Der Bazar, welchcr, um dem anuxn-Vernn r_oße„re Mtttelfzu gewähren, auf Veranlassung Ihrxr Ma]eftät der Köntgm m dxn schön- sten Theilen dcs hiesigen Königltchcn Schlosses stattfinden jvtrd, ver- sPr1cht sehr guten Erfolg.

Der Frauen-Verein hat das Ney seiner ZWeig-Vereinc über alle '

Theile der nur zu großen nothleidenden Gegenden Ospreußcns Her- brcitet. In Königsberg und (Humbmnen smd Beztrks-Vereme

thäti .

310111011001) wirkt der Frauen -Verein mit hem von _dcs Kryn- xinzen Königlicher Hoheit vor Kurzem gebildeten Htlfsvereme ur Ostpreußen auf das Jrcundlichste zusammen. ,Dg ,der le tere fich ausschließlich die Aufgabe gefteklt„d0n Arbeitsfahtgen ele- gxnheit und Mittel für häusliche Axbcxt zu geben, so benußt; er fUr die Lösung derselben gern die Mtigltcßcr des Frauen-Bercms, Wclche ihrerseits von den Organen des Hilfs-Vcrems fur 1hre_Ar- men das Arbeitsmaterial mit Frcupcn ctnpfangen und verthetlcn.

Dcr Frauen-Vcrein selbst muß scme Mtttcl, zumal ]eßt, che dte von der Regierung unter Zustimmung Her Landesvertretung angeord- neten großen öffentlichen Arbeiten recht m Gang kommen können, be- sonders auf die Ernährung von Hungernden wenden. Fur dtescn Zchk hat er zunächst für die Kreise Gumbinnen, Insterburg, Anger- ÖUL'I- Darkehmcn, Lößen, Ragnit, „Landkrejs Kömgsberg, Gerdqnen, Braunsbcrg, Rastenburg, Labiau, Fnchhauscn und andere nach Kraften

Geldmittel gewährt. Daß an recht vie,len Oxten_1vohl eingeri_chtete Suppen-Anftalten zu Stande kommen _mögen, tst sem exnftcs Anliegen. - Der vaterländische Frauen-Verem hat gestern emen Transpoxt Lebensmittel und eine dritte Geldscndung von 8000 Thlr. fur dte Nothleidenden in Ostpreußen abgesanspt. , » 1; - Der »Berliner Hülfsverein fur dte Nothletdenden tn Ostpren- ßena bittet für die Letzteren in einem Aufrufe um Lebensmittel, Klet- dcr, Wäsche und Geld. Pr.:.Holland, 6. Januar. Am 2. Ignunr z. B. hat der zahl- reich besuchte Kreistag u Pr.-Holland einmuthtg beschlossen, den drs- poniblen Kreischauffcc-Uonds emen neuen 0 enen Kredtt von 30,000 Thalcrn hinzuzufügen, um an fünf Stellen es Kreises Arkxejxsstellen für Chauffcc-Bauten zu etabliren. 1500 Thlr. find als Be1hu_lfe zu- Zcstchert, wenn die Königliche Regierung dre„begonnengKanaltfirutn es Sorgefluffcs im Frühling fortscßt. Geschtcht dtes n1cht, so 11111 eine sechste Arbeitsstelle für einen Chguffeebau angelegt. 200 „xhlr. find beiden Städten des Kreises zur Emmchtung von Suppen-Anßal- ten überwiesen. Das Kriegsministerium öffnet den Vorrath seiner Magazine,“ der Kreistag garantirt dic Rückgewähr deTNDFgeliZeZthen. - . r. . - Zum Besten der Nothleidendxn in Ostpreußen hat der Direktor der Ackerbauschule in Nienburg (Provinz an'nover), [)1'. Schröder, Vorlesungen über Gegenstände aus dem ebtete der Naturwissen-

schaften angekündigt.

Lejexrapbjz 0110 Fitternnggborjobte ?. 8. .]3111131'.

81. 1531. 111117 “1'011: „111177 . 1111 011101110 UZ Mt" 9.11. 7.111. 11,1) 17.111. WMC 1113111121833810111. 8|1)31"i8 ...... [337,8 -- _ 2,41 - [UWG fa8t771111181. 1101100111. 9. „13111131. 6 111011101 ..... 341,1 4,2- 9,4J-5,5 0., 811110. 1101100111. 7 Uöni'Zsberx 341,3 4,2 _]0,6€-6„4 508., 8011773011. 1104100111. 6 [1311213 ..... 341,1 3,9 -- 4,5 -2,4 S., 8011773011. 110110011t, 11011113. 7 0681111 ..... “140,6 4,5 -- 3,5, -0,9 30., 8011773011. 1101100111. 6 31011111 ..... 741,3 4,0 -- 2,6 "10,4 R0., 8011773011. 1101100111. » 911111118 339,2 4,5 -- 2,0 -0,1 80., 8011773011. 1107761110 » 13011111 ..... 339,2 3,2" 1,7 11,2 0., 8011773011. ZMB 110600111. , 1)08011 ..... 338,0 2,6 - 4,0 "10,1 0., 1113881Z. 1011110. , Ratibor . . . 331,7 1,4 -- 3,0 “12,2 U., 1113881Z. 1101100111. , 131081311 . . . 334,4 1,9 - 2,6 "11,2 1108, 8011173011. 1111110. , “l'orx'zau . .. 336,4 2,3 - 2,2 10,4 080., 1113881Z. neblig. » ILÜUIÜEL' .. 338 0 3,1 - 3,3 -3,1 kW., 8011173011. 1111110. » 06111 ...... 337,7 2,6 - 2,2 -2,0 080, 3011173011. 1101100111.- » "1'1'101' ...... 334,2 2 0 - 3.1 -2,9 kW.. 8011173011. 110110-011t, 11011113, * 010118111113 . 340,7 - _- 2,1 -- U., 8011773011. 1101100112. 8 [“:-1018. ..... 340,0 _- --1,3 - 8011773011. 1101100111, 111011101“ 1101101. , 13155501 . .. 339,7 - - 1,4 - 151110, 8011773011. 8001 1107701113 , 113 31311113. 334,7 *- -1(),4 - W., 801177301]. 301101. » 110 Zinxkors -- - _ -- -- -- » kst0rsburg. - - - - _ * - » 111§3 ...... 341,0 - -- 9,4 - 8011773011. 1101100111. » [1111311 ..... _ - - - -- - » 1110811311 - - - -- - -- » 8100111101111 . 338,9 -- - 8,0 - 1771116811110. 11011.,Z08t.1111011(1 111ij01 111711111. 8111911. -4,8. 111111. ---8,2. » 8111111081138. 345,4 -- - 1,6 - 080., 1118011. 1101101-,1-11171Z,8ti11. » Eröuin§0n . 341,2 - -- 3,5 - 0., 8611. 1101100111. » 11011100 . . . . 341,0 - - 4,0 - 80., 81111. 1113881Z ruhig. ); 1101116831111. 337,7 - 1.3 -- ().. 8011773011. 110301. 011118113118. . 340,0 - 3,4 - ZW., 1118011. 1101100111, 1101111113,

Königliche Schauspiele.

Freitag, den 10. Januar. Im Opernhause. (7. Vorftxl- lung.) Der Postillon von Lonjumeau. Konnsche Oper m 3 Abtheilungen, nach dem Französischen _des Leuven und Brunswick von M. G. Friedrich. Mustk von A. Adam. Magdalene: Frl. Grün. Chapelou: Hr.. Wachtel.

Mittel-Prcise.

Im Schauspielhause. (9. Abonnements-VorsteUung.) Aschenbrödel. Schauspiel in 4 Aufzügen von R. Venedtx.

Mittel-Preise. '

Sonnabend, 11. Januar Im Opernhause. (8te Vor- steklung.) Marie, oder: Die Tochter des Ranments. Konnsche. Oper in 2 Abtheilrwgen, nach dem Franzostschensdes St. Ge- orges. Musik von Donizetti. Marie: Frl. Art0t. Hternuf: 1.3 §0Z111011113, spanischer Nationaltanz vom K. Balletmetster P. Taglioni.

Mittel-Pretse.

Im Schauspielhause. (10te A60nnen1011t3 = Vorstellung.) Spielt nicht mit dem Feuer. Lnstsptel m 3 Akten von G. zu Putlixz. Vorher: Die drei Curmtter. Schwank m 1 Akt von P. Thys und M. St.Germam, deutsch von P. Helm.

Mittel-Pretsc. „* , _ _

Sonnabend, 11- Januar. 171011110008 1'091'0801113110118 (10: 1111 9011110111118, ("011101110 011 1111 3010 010 1111“, 10090101 11311170, 113 1131110 (10 11101101, (7011101110 011 1111 3010 (10 “11118. 1700111101“ 01 11105701, 1110110 (1111110110, €01110c1j0 011 1111 30t0 (10 11/118,

)(37101' 1)111701'1; 01 113112311110,