dem Jahre 1861 nachgewiesen. Es bleibt yns„noch übrig,-dcn Jort- schritt, den das preußische Volksschulwcscn m'cmcm größeren Zeitraum zurückgelegt hat, zu betrachten. In der geschichtlichen Darstellung des preußischcn VolksschulwcsMs1 WLW? „Preußisches Voikssch1111111111 nacb Ggschichte und Statistik- (Gotha, Rud. Besser, 1867) 111-cbt, 1| 11achgcwic1cn, Welche Linfirengungcn die brandcn[1111911111-1111111111691 Regiexung auf die Förderung des Elcmentar- 1111111116116,„1161111111541, auch 111 dcn 1815 mit Preußen ncu- odcr wiedervcrcnngtcn Probmzcn unablässtg verwendet und Welche Erfolge
. „ „ Lctdcr„kon11,cn wir aber bei einer siatistischcn Vergleichung nicht 11111111 znruckgcbcn als bis zum Jahre 1816, aus welchem die 1111111 cnngctnmßen Vollständigen 6011111115111 Materialien (in den Mitihmlungcn dcs„ftatistischc11 Viircans von Dictcrici, Jahr- gqng 1. 1848, Nr; 33) vdrlicgcn, bez. bis zu111Jahrc1819, fiir Welches die crstxn Classif1111tio11s=Tabcllcn dcr Schmirn vorhanden sind. In- dcm wir daher "1111 Allgxnwincn anf Thilo's obcnangcfiiln'tcs Werk 1111We111'n, bcschrankcn 11111 uns darauf, nachstehend den Status dcs Clcnicntatschnljvcscns vom Jahre 1864 mit dem von 1816, bez. 1819
fie dadurch erreicht hat.
W. Thilo in seinem Buch
und 1846 in den Hauptrubriken zu vergleichen.
"""-“'Es betrug dicZabl dcr Clctncntarscbulcn in den Provinzen
Preußen ..... Posen .......
Brandenburg
Pommern. . . Schlesien . . . . Sachsen ......
Westfalen . . . Rheinprovinz
1816 3,635 1,056 3,318 2,579 3,575 3,092 1 ,817 3,407
JnsÉtaat 22,479
Die Schulen haben fich also vom Jahre 1816 bis 1846 um 2267 (10pC1.), vom Jahre 1846 bis 1864 um 1720 (7 pCt.), und 110111 Jahrc1816 bis 186411n1 3987(18pC1.) ve11nchrt. Am stärksten ist die Zunahme in der Provinz Posen gcjvcscn, _wo fie nahe an 21,11 pCt. betrug. Daß in der Provinz Brandcnb111g dlz? Sybulcn in der Periode 1816 bis 46 abge- nommen haben, 11111111 Dtctexm a. a. O. durch eine irrthümlichc Zählung 1111 Jahre 1816, wo nn Regierungsbezirk Frankfurt die' Mädchenklaffcn
als besondere Schulcn gerechnet Wurden.
1846 4,459 1,911 3,078 2,589 3,851 2,953 1,965 3,940
1864 4,946 2,298 3,253 2,685 4,091 2,809 2,055 4,329
24,746 26,466 (ohne Hohenzollern
nnd Jadcgebict).
Eine Vergleichung der Zu-
naymc der Schulen mit der Volksvcrmchrung giebt keine Resultate, weil dem _gcstcigcrtcn Schulbcdiirfniß nicht allein durch Vermehrung der Schulen, wndcrn auch durch die der Klasen 1111111111 11011111 ist, über die Zahl 1111311111111 aber aus den früheren Jahren die Daten fehlen. Vom al)1ek_1861 bis 1864 bat sol) *die Zahl der Schulen in Prcnßcn 11111 111.111 6,19/ auf 26,580, 0110 11111 383 (1,5 pCt.), die der Klassen aber von 39,727
auf 41,158, also um 1431 (3,6 pC1,) vermehrt, woraus daß die Zunahme der „Klassen bci Bcfricdignng des Schul em 1D1ch11g1111 Faktor ist, als die Vcnncbrung der Schulen.
Ick ergiebt, cdiirfniffcs Wenn
dahcx in der Provinz Sachsen die Zahl dcr Schicken in der Periode 18461116 64 1111111111111111111 (101, so wird der 211121111] 1111 («2113111111 gewiß kctch11ch 111111,» d1cZunalnnc dcr Zahl dcr Klassen aufgcwdgcn worden
sein.
Allcin in dem Zcitramn von 1861 bis 1864 ist die Zahl der
Klasscn in diescr Provinz 11.111 4585 anf 4724, 6110 11111 159 (3 pCt.)
gcsticgcn.
Nach den im 301111 1819 aufgestellten KlassificajionsZabcllcn wnrden in dtcscm Jabrd 111 Prcußcn 2462 städtische und 17,623 länd- licjxc, 311111111111111 20,(185_öff1*11111c1)c61111111110116111111gezählt, die sei» bis zum Jqln'c 1864 111115035, 25 5111031111, 11111111111110111'11. Dic éiffcn1lic11n evangeliscbcn Sebulon 111 den Städten 111111111111 11111 227, 14 Prozent, auf dcm Lande „11111 1824, 14 Prozent, 1111610113111 11111 2050, 14 Pro- zent, die katholischen Scléulcn 111 den Städtcn 11111 250, 34 szcnt, auf dem Lande Um 2374, 47 Prozent, 1'111G1111zc11 um 2624, 47 Pro-
zent, zu.
Die Zahl der Schulkinder in den Clcmcnfarschulcn betrug
in der Provinz
Preußen ..... . Poscn....... . Brandenburg . Pommern Schlesien Sachsen . ..... Westfalen.. . . . Rheinprovinz .
1816 154 ,947
38,370 17] ,i“ 97
851794 269,259 205,812 157,806 198,557
Jm Staat 1,282242
gesteigert.
1846 234,089 193,513 316,006 180,438 485,084 314,522 245,442 456,057
2,425„151
1864 444,598 224,414 410,633 233,220 537,845 356,955
72,139 536,469
3016273" (obne .Ho-
„ . [cn ollcrn 1111d „ade cbit . Die Zabl dcr Scbulkindcr [1111 fich (1110811111 Jabre181c6 biL 1841; nm 1,142,909 (89 pCt.), 111111 Jahre 1846 bis 1864 nm 591,122 (24 1:61.) und vom Jahre 1816 bis 1864 11111 1,734,031 (134 pCt.)
Ten Schuibxsuch Wrist die folgende Tabelle nach, 111 wclcber berechnet 111, wieviel Prozent der schulpflichtigcn Kinder in dem be. treffenden Jahre die E11111c1111§§16chulc11 besucht habcnx',
Provinz Preußen..... Yoscn . ...... 1randenburg Pommern . . Schlesien .....
Sachsen Westfalen . . . Rheinprovinz
Jin Staat
53 pCt. 21
, 69 6] 65 83 68 48
5911
p p » » » » Ct.
1846: 49 p 68
83 76 83 93 83 89
,
))
C1.
1864: 79 pCt. 80
88 82 91 92 86 88
77 1961. 87 116.1". (obne Hoden-
zollcrn und Jadcgcbict).
2
schen Schulverwaltung und Gcscßgcbung deutlich aus," namentlich i - find, 1111) im
gewicscn. Die Provinz:
Prcußcn ...... Posen ,...,... Brandenburg .
wmmern . . . a*lblcficn ...... Sachsen. Wkftfalen oecd. 1,844 Rhein ........ 3,731
Jm Staat 25,045
1816: 3,848 1,022 4,224 2,7 52 4,023 3,601
1846: 5,370 2,904 5,017 3,168 5,142 4,1 18 2,386 5227 33,332
1864: 5,901 2,659 4,948 3,576 5,873 4,490 2,815 6,394
36,656 (obne Hohenzollern).
vom Jahre 1816 bis 1864 11111 11,611 (46 pCt.) vermehrt.
enthalten.
rung nm 53 pCt. c1111p11ch1n wiirde. Schülern:
Preußen ....... Posen ..... . . . .. Brandenburg. . . Pommern . ..... Schlesien „...... Sachsen ........ Westfalen ....... Rhein ..........
Jin Étaat 51
1816 : 40 37 40 30 66 56 85 51
1846: 43 60 62 57 94 76
102 87
73
1864 : 73 82 76 63 89 78
94 82
Fur _das Jahr 18.64 ist, da die Zahl der Lehrer in den Privat- schulen nicht bekannt 11'1,.dqs Verhältniß der Lehrer in den öffentlichen C1111111111111ch111111 311 dcn dicse Schulen bcsu'cbendcn Kindern berechnet, 1111111116 1111 (Hauch dcnchrbältniß sä11111111ichcr 8111111311 sämmtlichen Schuch cntsprccbcn wird. Die 11111 58 pCt. höhere Durchschnittszabl
traf.
Elcmcntarscbnlcn gicbt eine von F. L. Stricz im Schulblatt fiir
1111111119 3111 Yrrglcich1i11g “dchcrbc'iltniffc des Jahres 1819 mit denen des „11111118 1864. Wahrend 1111Ial11c1864 keine Stelle unter 50 Thlr.
2287 zwischen 20 und 40 Thlr. und 2826 zwischen 40 und 60 Thlr. Diese am 1411151111111 bcsoldctcn Stcllcn, die im Jahre 1864 gar nicht
Lanchbullchrcrstcllcn.. Die Klassen von 60 bis 80 und von 80 bis 100 „31111. umfaßtcn 1111 Jahre 1819 5790 La11dschullchrcr, also nahe an 32 pCt., so dqß 67 pCt. in den 100 Thlr. standen, 111 denen fich im 7 16.1. _Rbcfandcn. 2111111 unter den ßädtischcn chrom gab es 1111 J. 1819 noch 122 11111 cinem Gehalte von unter 50 Thlrn. und 493 von 50 bis 100 Ihn), 311111111111cn 615 pCt. unter 100 Thlr., Wahrend stch dtesc Klasse 1111 I. 1864 auf 148, 1,04 pCt. verringert 1111111. Auch, die Kia e von 100 bis 150 Thlr. hat sich von 20 auf 5 pC1t81Y111mnd8rt' 1911 is 1 64 iiberall entsprechend gestiegen. Beispielsweise Weist die Tabelle 10111 I. 1.819" auf dem Lande 11111 18 Lehrer (0,1 pCt.) nber 4(.0 Tl111.11c1ch, wahrend die Nachweisung vom
Lchrcrn bezogen im I, 1819 11111 13 (0,3 pCt.) iibcr 600 Thlr. im 3,118 111443 3381112 1' "1 ,1„ ? „1 1. as 111 „am chnllc rer 1819 85 Thlr. 19 Gr.,81864 185 Thlr. ) “ s h . Die 111111111611111111211011111 dcr La11dscs*11llcl)rcrs1clch1 betrugen im Iahrc-15819 111111116) 1,556,229 Thlr., im Jahn 1864 4,776,854 Iblr, Llso 3,220625 Thlr., 207 pCt. mehr, die der städtischen 1819: 796,523 „x_balcr, 1111 Jahrc1864: 3,265,383 Thlr., also 2,468,860 Tblr., 310 1111131111 1111131. Im Ganzen haben sicb dic Lchrcracbälter 111111 Jahre 1819 bis 1864 11111 5,689,485 Thlr., 240 pCt. 11116111, während die Zahl der Lehrer nur um 9625, 35 pCt. zugenommen hat.__
Ueber die Erntc-Ergcbnissc des Jahres 1867 theilcn wir nach dcm Jahresbericht des Maklers E. Meyer in Ber-
1111 die folgende Gcsan11111=Ucbcisicht mit.
In der vorßehcndcn Tabelle drücken fich die Erfolge der preußj.
_ erßchtli-cl), Wclxbe Resultate im Großherzogthnm Posen erreicht wdrbcts1t
. , Jahre 1816 11111 21 pCt. dcr schulpflichtigen Kinder den 111111111ch1 111 den E111111111arschulcn genossen,“ auch in der Rheinpro- mnz hat die preußische Verwaltung schon in der ersten Periode die M911gcl,„welche „da? Volksfchnlwcscn im Jahre 1816 dort im Ver- glcich 111111111 ubrtgcn Provnizcn zeigte, boüständig ausgeglichen. Daß die bei dem Sch111b1111ch fcblcndcn schnlpflichtigcn Kinder (131161. 1111 Staat) kcincéjvcgs"sai1nn111ch ohne Schulunterricht find, ist im 111. der C'mgangs c1wahntcn Attikcl (Nr. 302 (18 1867) bereits nach-
Zahl der Lehrer an den Elcmcniarschnlcn betrug in dcr
""Die Zahl der Lehrer hat fich also vom Jahre 1816 bis 1846 um 8,287 (33 pCt.), vom Jahre 1846 bis 1864 11111 3324 (10 pCt.) und
In dxn Zahlen für das Iab11864 smd die Lehrer an den rivat- schulen , uber1vclchc dic Ucberficht keine Auskunft erthcilt, nicht mit- 1 Die Zahl der Lehrer betrug daher im Ganzen im Jahre 1864 etwa noch 3000 mehr, was gegen das Jahr 1816 einer Vcrmcb-
Ein Lehrer kam in den Provinzen auf folgende Anzahl von
807011111 Hohenzollern).
dcd Jahres 1864 beweist, das; sich die Sch1ilgcldci1111abn1cn der Lehrer FU 11111§I11111c 1816 gebessert haben, ohne daß im Ganzen cine
cbcrbu11u11g dcr Lclncr cmgctrctcn war, da im Durchschnitt der Mo11a1ch1c gerade die Normalzahl von 80 Schülern auf einen Lehrer Ueber die Besoldnngcn der Lehrer an den bffc111lichen die Provinz Brandcnbm'g 1838, S. 434 initgctbcilte Tabelle Vcran-
jährlichen Einkonnncns vorhanden war, gab es im Jahre 1819 auf dcm Lande 1111111 323 Stellen 1111111 10, 857 zwischen 10 und 20 Thlr., “'
1111111 vorkamen, beliefen fich 1111 Jahre1819 auf fast 35 pCt.sän1111tlichcr
Gebaltsklasscn bis Jahre 1864 nur noch
„111 den höheren GcWUÖklassM 1| der Prozentsaß
„ „ „ . 1864 598 ., Lehrer (2 pCt.) 111 diesen Gehaltsilaffcn aufzäblt. Von an ßädtischcn , .
“3 ähnlich wicFranfreich la11geZeit„hi11du1ch, eine gute Ernte zu gew nnen, da bis zur Blütlnzeit [11,11 cm uppigcr Stroh- wuchs mit zahlreichcn Achren im Felde war, die gber,du1ch Nacht- ftöße derart Schadcn litten, daß den ziemlich ubcr_ein|1n1mc11dcn Schäßungcn nach ein Ausfall von 101161. 111 der Weizenernte gegen voriges Jahr ßattgefundcn hatte. Die vorjahrige Weizenernte Eng- lands wurde auf 10,198,429 Ortrs. berechnet, das find (100 (11118: 529,05: preuß. Scheffel) 53,956,221 Schxffcl odcr 2,158,249 Wispel. Demnach würde das Minus circa 215,825'W11pcl allein 111 We1ze11 bctragcn. Irland scheint dem gegenüber eine,vollc,C*1nte gewonnen zu haben, jedoch smd 37,283 Acres weniger 11111 Weizen bebaut„ und haben die übrig gebliebenen 261,908 211116, die 11111 dicser Getreidcart bepflanzt find, 11111 ungefähr 91,000 Ortrs. p1od113111, was einen schwachen Theil der lokalen Bedürfnisse 1111101111611. DieGerstxncrnte ist reichlich und wird 10 pCt. i'ibcr M1ttcl gcscbaßt, bci a11§gczc1ch111111 Qualität; Hafer ist noch bc cr geratlnn und giebt 20 pCt.uberM11111, allein in Irland sind 40,28- 211113 dem Anbau c1itzogcn,„was eme Verringerung von ungefähr 250-300,000 Q1113. ergeben wurde. Bc- kannllich repräsentircn Gerste und Hafer, vereint 11111 England, 1111 wichtigeres Produkt als Weizen, indem Gerste die Grundlage der E1- 11c'il)1ung der ländlichen Bevölkerung Nord-En lxmds nnd Sch01110nd6 und, was noch mehr, das Ha_11ptcl11111111 der- 111-Fab11ca11011 111, In England scheint 11111" die Gra1schaft Suffdlk, und zwar vorzugswnse dcr Kiiftcnstrich, cine mittelmäßige Weizene111tc.gc111ach1 zu haben. Aus den übrigen Grafschaften vcrnqhmcn "11111" nur, von unbe- friedigendcin odcr gcringcin Ertrag. Dic 1chwach11e„ Weizeqernte bat stattgefunden in Warwick1bire, Yorkshire, Norfolk, Lincdlnshirx, Glon- cestcrshirc, Essex, Cambridgcshire. Nur wenig befriedigend ift fie 111 Devonshirc, in Nord-Snffolk und an der Ostkuste von S-chottland, während die Westküste einen guten Extrag hat. „Den dffiziellcn Er- hebungen zufolge beträgt der Durchschmttscrtrgg 1111 Wc1zcn_11u1" 24,4 Bushcls (1 Bush. ca. 33 Scheffcl) gegen 26 1111 Iahxe 1866, fur: die Gerste 33,7 gegen 35, fiir Hafer 41,2 gcgen 45,8, 1111 Banen 27,7 gegen 30,5, für Erbsen 22,9 gegen 31,1 "1n1J111111 1866; alles pw Acre 1 Acre = 1158494 preuß. Morgen), walnmd die 11011) langen Jahren
1111111111111 Durchschnitts-Erntccr111191 fin" den Weizen 29, fur die Gerste 372, fiir den Hafer 462, fur die Bohnen 5215, fur Erixsen 30 Bushcl auf je ] Acre find. -- chijedcn und Nochéicn Und von ihrer Ernte nicht befriedigt; 11111 Außnabmc 110155311011 streift Roggen, das Hauptcrnährungskorn der Bevölkerung, an eine,)“ehlcrnte, was sein Hauptmotiv in dem Verspäictcn Sonnncyfmdct, mdcm erst im August die Nehren fich dcm Halme zu entwmden8111110151111. Dänemarks Weizen ist reichlich und von schöner Qualitcit, dachxn giebt Rog 111 nur eine halbe Ernie, quer e111.e11'D111ch1cl)n111, 11111 cine Zwei1rittcl-Er11te, jedoch beide 11111 befriedigqndcr Beschaffenheit Und gutem Gewicht.-J11 Nord-Rnßland nnd 111 den russischen Oftsccprovinzcn wird iiber Weizen 1111111191) geklagt, Roggcnnst schr mittelmäßig und bat quantitativ den gewohnlichen Du1ch1ch11111111ckt erreicht, das Korn ist zwar gut, aber sebr leicht. Hafe111'i fast n11ß111tl)en und das wenige gewonnene Korn ohne Gc1yich1. In Mttte 1791 uß land 111111'1das Resultatiiberausscblccht11c111csc11 111111111.ch,3,1nbl,1ck aufdieMaßregcl, welche der Provinzialratl) von Nowgorod bereits nn September ge- nommen, indem er eine Summe 11011150,080 Rubel 111111111191 hat zu Gctrcide-Einkänfcn, 11111 der Noth dcr Bevolkcrung dicser Provinz zu Hülfe 311 kommen. Im Süden hat das Getreide, anfangswon dcr Hißc, alsdann von einem Ucbcrmaß_1wn Regen "derart'gclittxn, daß die Production weit hinter der „vor]alnigcn zuruckgcblicbcn 111. Vorausstcytlich wi'rdcn danach die Häfen des, Schwarzen 1111d 2110111- schen Meeres weniger cxportircn können, als 111 andcrcn Jahren. In Polen, einem großen Tycil von Bessarpabicn iind 1111 Gouvxrnc- 1111111 Chors 011 ist Weizen, arg durcb Nasse [3116110111ng sebr 11111111- n1äßig, Gerste ist in Bessarabien unter dem Durchschnitt. Zn denn nördlichen Distrikten dcs Gouvernements Katharindslaf, 1111 Su- den und Osten des Gouvernements Kharkof iind im Wcsien des Gouvernements Poltawa ist eine D111chsch11111611n1e ubixrtroffcn. Die Umgegend von Tanganrog hat viel und schönen Weizen und Roggen. ImJnncrn wurde der Roggen durch Regen beschadigt, wo- durch seine Qualität verdorben 1st.„- Dix Ostsecprdvinzen Preußens Fanden untcr denselben ungünstigen Emslnffen wic RußlandÉ und ist 11111 Resultat bekanntlich schlecht. An der 111edercn [be und in Schlcswig-Hol|cin ist der Ertrag 1chwz1ch' und. wechselt die
nalität je nach der Bodenbefebaffcnhcit. „Königreich Sachsen ist mit am bcborzugicstcn, indem die Berichte von da 1111111111111 lobend sind, so daß man für dasselbe fast emen Durchschnitt anzu- nehmen bcrccbtigt ist. In der Provinz 911nove1 „ist durch- schnittlich der Bedarf nicht gcwonncn, wofux eme ansehnlichen Bezie- hungen aus Böhmen, Ungarn und'von hier sprechen. Westfalen und die ganze Oberweser habcn, eme schlechte Roggqnernte und Wer- den das ganze Jahr hindurch Bczichungcn machen mussen. 211qu3-
eprägtestcn scheint dies im Münsterlande. „Rheinlgnd und Sud- Zcutschland smd Weit hinter den anfanglichcn gukcn Erw'xirtungcn zurückgeblieben, und beklagen namentlicb'Bayern und Wurttem- berg eincn empfindlichen AuEfaU 111218113111 und Spelz, so d'élf'ß dort, wie im ganzen Rheinlande dic. d1es1ayrigc Ernte dcr vorxahngcn natbstcht. Mecklenburg giebt seinen Mmdercrtrgg von Weizen guf 20 pCt., von Roggen auf 30 pCt. gcgen eme'Mittchrnte an„ wab- 1end Gerste eincn Durchschnitt, Hafer ansehnlich daruber"rrzt-clt a1. -- Ungarn ist in diesem Jahre das bevorzugtcstc 0,1111 Lander. 1e Ernte ist dort und in seinen Nebenländchi fur szcn und Roggen auf ungefähr 164; Mckcn pchocb, und fur Mais, Gerste, Hafer auf 20 Mcßcn per ungarisches Joch (1200 Q11akra1kieaftxr) gcschaßt. 'Auf Grund “dieser Berechnung beträgt das Vodcncriragmf: dcr t1ansl111h9- Nischen Länder: Weizen 7.0 M1“U.io11m, Roggen 25 M10, Mais
England ho te,
55 Mill., Gc1'st128Mill, Hafer 51 Mill. Mcßcn. Fiir danxpdrt sind 11111 Weizen und Roggen von Bedeutung. Nach Abzug Von 9 Mill.
Mcßm Weizen fiir den Anbau und 35 Mill.,_Mc'1zen Weizen, Welche im Lande selbst konsumirt werdcn, verbleibt fur die Ausmhr nur em Quantum von 25 Mill. Meßen, wovon noch etwa 2 Mill. Meßcn ungarischen 213113an für die Approvtsidmrung Wiens 1n„Ab1cchnung cb1ach1 werden müssen. Von dicser ftir_dcn E 911 bestimmten Gc- ammtmcnge waren Ende Dezember bereits 15 5“ 1111. Mcßxn 1111011111, während der Rest von 11 Mill. Mcßcn zur Ausfuh1"bcre11 111g1_und blos durch Verkehrsstörungcn odcr Mangel an B8f0kd€k1111g§x111t16111 in den verschiedenen Lagerpläßcn zurückgehalten nnrd. Dic ubrigxn Fruchtforten find.fii1 den Export 11011 geringmn Belange. Hafer ist reichlich geerntet worden, konbcnirt aber nicht 3111 Llusfuhn, Mais Wird hauptsächlich für die inländischen Brennercicn 11ndz111Jnttcrung verbraucht und cht nur in geringen Quantitäten nach Italien. erst'e, welche in den nördlichen Komitatcn in großen Quantitäten vo1rathig ist, wird für Rechnung von ausländischen Brennereien 111 bc- 11ächtlichcr „Mengc gekauft. Der neue Weizen Mährcns “nnd Ungarns 1,11 vyrschieden, jedoch iiberwic end gnicr Qualitat; sehr ,gchhaßt „ 111 die reichlich gewacb ene mährische (He1fte. Galizien ist durch Ucbcrscbwcnmmngen und chengnffe derart beschädigt, „daß von einem nennenswerthcn Export von da 1111111 die Rede 111. DLL, Wallachci hatte eine sehr gute Wcizcn-, gute Roggen- und mäßigchrftcncwte; dem entgegen bleibt die Production dieser drei Cerealien 111 der Moldau weit unter Durchschnitt. Die Maiscrntc, das wichtigste Produkt , wird jcßt nicht 111111110 gelobt wie vor einigen Monaten. Die Nachrichten aus N 11111änic11, Sa- lonicbi und der Türkei bezeichnen (ibrc ganze Ernte als eine gute, und ist auch Mais gut gcraiben. - Kleinasien erfreut sich in a[_lc_n Cerealien gleichmäßi guter Erträge. -- Italien beklagt ein Defizit." Die Maiserntc ist 111 11311 m 0 nt schwach, in dcr Lombardei111i11e1111ä11ig, in dcn anderen Provinzen Italiens besser. Auf der Insel S a1d1111e 11 hat der höher gelegene Theil befriedigend geerntet, wogegen Ca g [1611 eme„1cl)r schlechte Ernte hat. Ebenso ist fie inSicilien, wo nur die Gebirgs- Jegcndcn eine reichliche Production hatten. Sie werden das Defizit cs südlichen Theilcs der Insel auszugleichen haben Und nichts 111191- 111111 können. Spanien und Portugal haben zwar, eine vorziig- liebe Qualität geerntet, jedoch so empfindlich weniger 111 Quantitat, daß die Ccrealicn-C'insnbr freichcbcn wcrden 111111311, und waren sie in Marseille seit August Haupt äufcr fiir Weizcn und Mehl. Nur wenige Provinzen find besser bedacht. , Nordafrika, Tunis, Algier _1111d Marocco haben eme vollständige Mißernte gemacht und [)err1cbt daselbst fast Hungersnotb. Man berechnet, daß Algier allein eincn Jmpoxt von etwa 4,500,000 Hectolitrcs Getreide zu machen gezwungen sein Wird. Fast ebenso ungünstig war es 1111 Mutterlande “rankxeich , und [1111 war 1,13 wiederum der Norden, der am 111611111 (111111111 hat, 11111) erade _die besten Bodenarten traf das härteste Loos. Necker, die _01111 cine D111ch1chnittscrnte von 132 Schffl. für den preuß. Morgen aufzuwei- sen hatten, brachten in die1cm Jahre 1111111 1111111 1v1c5Z-734 Schffi. Während eine sebr geringe Zahl günfiigsicr Berichte 1111111 _Ernte'aus- fall von 11111 10 Proz. annimmt, glaubt man du1chsch1111111ch m11 20 bis 25 Proz. unter einer Mittelerntc „geblieben 311 sein. „Aber auch einige südliche Departcmcnis haben emen bedeutenden Ruxkschlag cr- fabren und kaum eine halbe, ja 11ich11eltc11 nur eine d111111E1111e erhaltcn. Zu diesem Ausfall an Mengc kommi nun nqcb dic bedeu- tende Beschädigung der Giite des Weizens. Frankretcb hat ganz außerordentlich bon Rost und Insekten 911111611 so daß e111x11nge- wöhnlich leichte Frucht zu Markte gebracht 111115. „Kaum wird das ,cctolitrc-(chicbt 75 Kilogramme (etwa 82 Pfd. 1111 den prcuß11chen «cl)cffcl) crrcichcn. Das Exposé der Regierung nennt die Ernte 1m Süden und Westen schlecht, in der Mitte, im Nordwesten und Nord- osten wenig zu wünschen iibrig lqffend, imnNordcn schlechter, dc11 Er- drustl) im Ganzen mangelhaft, die Qualitat besser als un Vorjahre. -- Can ad 11 wird entschieden bedeutend mehr als in aljcn andexcn Jahren 1 1101111111 können; es ist jedoch _umnb'glicb, heute schon eme genaue Écbäßung der von dort zu gcwärtigcndcn Zufuhren zu machen.
Die Ernte der Vereinigten Staaten war in ihrem Gesammt- durchschnitt vorzüglich, und wird fie sicher einen bedeutenden Ueber- schuß über die Ernährung der heimischen Bevöikcrung dcm Außlande ab eben können. Selbst 111 den Siidproyinzcn ist die Ernte 1111111 gut 1111 fie werden nicht mehr gezwungen sem, vom'Westcn 1111111 Bedar u decken. Man scbäßt die dics]äbriqe Production von Weizen an
2,500,000 Bush., Mais 800 Mill. Bush., Roggen 27 M16, Hafi"): 230 Mill., Gerste 21 Mill., Reis 500 Mtll. Bushcl. Verglichen unt dem Jahre 1860, welches, dem Kriege vorausgcbcnd, das einzige zum Vergleich geeignete ist, ergeben die Zahlen cine Vcrmchrunq von 30 Proz. Weizen und Roggen, 28 Proz. Hgfcr, 53 Proz. Gerste, da- gegen eine Verringerung von 5 Proz. Mais. Euwpa hat demnach hier eine Hauptkornkan1mcr gefunden. Californien hat eine noch glän cndcrc Ernte gewonnen als im VOLUME, und durfte mindestens ebcnéovicl, Wenn nicht 1111111, für Europa 11b11g haben. Vom 1. Juli bis 19, Oktober waren in San Francisco circa 130,000 W1pl.Wcizcn und Mehl [11311116 auf Weizen reduzirt, verladen, theils 1111 Brafilicn, zum größ1cn Theil für England, Frankreich und den Kontinent. 210311 roßc Erwartungen diirften auf dieses Land ,]edocb nicbt u “bauen Lein, Weil es, eine scbinale Landzunge, 11011111 die Große 11011 rei frqn- zöfischcn Departements hat. 32111111 Chili durch 111ck1 „weniger als im vorigen Jahre zu cxportircn haben, «doch beginnen seine Abladungcn erst im späten Novcmbcr odcr Dezember,
Hermann Schievelbein.
Hermann Schicvclbcin (1111611 zu'dcnjenigc'n 5111111111111,- die 1111 nach Ueberwindung vielfacher Hmdcrnißc die k11111111111che Laufbahn verfolgen konnten. Er wurde am 18. November