1868 / 46 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Niederschlesischen

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Protokokl aufzunehmen, welches von dem zugezogenen Polizei-

oder Kommun'al-Beamten mit vollzo, en wird.

Auf die in den Fällen der W- 3 “und 36: des Zollgeseyes' vom 23. Januar 1838 behufs spezieller ollamtlicher Kontrole ?chränkungen der vor-

zu führenden Handelsbücher finden die Be stehenden-_Verfügung keine Anwendung. Berlm, den 3. Februar 1868. ' Der Finanz-Mimster. Freihérr von der Heydt. An sämmtliche Herren Provinzial- Steuer-Direktoryn (exkl. derjenigen zu Kassel und Hannover) und dle Königlichen ReJierungen zu Potsdam und Frank- furt a. O. und «16 .?aupt-Stcueramt für inländische und auslän ische Gegenstände hier.

Yiinisterium _dxr geistlichen, Unterrichts: und Medtztnal = Angelegenheiten.

Dem Lehrer an dem Königlichen Institut für Kirchenmusik

hierselbst , Albert Löschhorn, ist das Prädikat »Professorec verliehen worden.

Der Chemiker und Apotheker HT». [)bi]. August Kind zu Cassel ist zum pharmaceut1sche11 Affeffor des Medizinal-Kolle- giums der Provinz Hessen ernannt worden.

Finanz = Ministerium. Bekanntmachung.

, Auf Grund des Geseßes vom 23. Dezember v. J., betreffend dle Ahhülfe des in den Regierungsbezirken Köntgsberg und Gumb_1nnen herrschenden Nothstandes (Ges.=S. S. 1929), wer- den Re nach der Verordnung vom 18. Mai 1866 ((M.-S. S. 227) von der Königlichen Hauptverwaltung der Darlehns- kaOsen axtsgefxrtigten und noch nicht vernichteten Darlehns- ka enscheme un Betrage von 1,228,000 Thaler wieder in Umlauf gesexzt, und neue, von der Königlichen Hauptverwal- tung der Stagtsschulden ausgefertigte Darlehnskaffenscheine im Be- txage von Emer Million Thaler ausgegeben. Indem ich daher dle Anordnung vom 5. Juni 1867, nach welcher die erstgedach- ten Darlehyskaffenscheine nur noch bei der KöniYkichen Dar- lehnskaffe 111 Berlin und bei den Königlichen e ierun s- Hauptkassen angenommen und von denselben eingelöÉ werden sollten, „hierdurch aufhebe, brmge ich «(ckck zur 13 entliehen Ketxntmß daß beide Arten von Darlehn kassenscheinen in Ge- mäxhett 6er §. 2 des Geseßes vom 23. Dezember v. I. bis auf Wetteres bet allen öffentltchen Kassen in Zahlungen nach ihrem vollen annwerth angenommen werden.

Verlm, den 21. Februar 1868. Der Finanzminister. von der Heydt.

Preußische Bank. ,Bekanntmachung.

In Gemäßhett dxs Z. 112 per Vank-Ordnung vom 5. Ok- tober 1846 1st von,nnr dle Errichtung einer Kommandite. der Yreußtschen Bank 111 lensburg beschlossen worden. Ueber den

eschäftsumfayg und dte Eröffnung derselben wird das Haupt- Bank-Dtrektortum das Nähere bekannt machen.

Berljn, den 20. Februar 1868.

Der thster für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, Chef der Preußischen Bank. Graf von Ihenpliy,

Se. Maje|ä„t der König haben Allergnädig geruht, Zu der von des Furften zu thenzpllern-HWingen oheit be- chloffenen Verleihung des Furftltch hyhenzollernschen Haus- Ordens an dte nachbenannten Personen , und war:

. des Ehrenxreuzes erster Klaése:

an den Genexal-Maxor von Mirbach, Commandeur der

18. Infanterte-Vrtgade,“ des Ehrenkreuzes zweiterKlasse mit Schwertern: an den ObeHen von Burghoff, Commandeur des 2.

nfanterie-Negiments Nr. 47 ; des hrenFreuzes zweiter Klasse: an den Ober-NegwrungS-Rath von Wegnern bei der

Negiérung zu Liegniß an den Fürstlich hohen oUern-hechin en- chzhxn öGeneralbevoklmäéhtigten , Wirklichen GeheZmen Finanzßath r rer;

des Ehrenkreuzes dritter Klasse mit Schwertern: an den Oberst-Lteutenant von Brandenstein und an

ÖM Hauptmann Ma 1: vom 2. Nieders lei en t ' . Regiment Nr. 47; 7 ck . „ck s sch Infanx erte

des Ehrenkreuzes dritter Klasse:

an den auptmann Bat vom Köni s=G n d' . “. ment (2. We preußischen) NUV,- g re a ter Regt

an den Feldwebel Schroth und an den “Ser santen ' Schooz vom .„N1ederschlefischen Infanterie-Regiment der stlbernen Verdienst-Medaille:

Infanterie-Regiment Nr. 47 und an den Feldwebel MaiWald ments Nr. 7, Allerhöchstihrc Genehmigung zu ertheilen,

dem thcimen Kymmerzien-Rath Simon Oppenheim u Cöln dxe Erlaybmß „zur Anlegung des von des Kaisers von Oesterretch Majestät thm verliehenen Ordens der eisernen Kron, 11. Klasse und zur Führung des damit verbundenen erblichen

Rath Abraham Oppenheim ebendaselbst in den Freiherrn. stand zu erheben.

K

Personal - Veränderungen. Offiziere, Portepee=Fähnriche xc.

3. Ernennungen, Beföxderungcn und Versetzungen, , Dctx 15. „Februar. Frerhcrr v. Amelunxéen, Major vom Niederrhem. Fu .-cht. Nr. 39 und kommandirt a s

v. Hoxlebejt, Ma'or vo1n.Gener_alftabe, vom großen (Hencralstabe zur 22. DW. verseßt. ander, Ma]. vom Gencralstabc, von der 22. Div, zum großen Generalstabe verseßt. Steffen , Pr. Lt. vom 2. Rhein, Inf, Regt; Nr. 28, unter vorläufiger Belassung in scinchommando Jr ,'Ausbtldung m der französischen Sprache nach Paris und unter

efordcrung zum Hauptm, dem Gczwralftabc der Armee aggregirt, Jaensxh, Px. Lt. aggr; dem 2. Rhem. Inf. Regt, Nr. 28, in das Regt. ettxrangtrt. v. Btlow, Sec. Lt. vom 5. Pomm. Inf. Regt, Nr. 42, m das Pomm. Drag. Regt. Nr. 11 verseßt. Riedel, Sec. Lt. vom 8. Brandenb. Inf. Regt. Nr. 64 (Prinz Friedr. Karl von Pr.), m das 2. Hanseat. Inf. Regt. Nr. 76 versetzt.

Den18. ebruar. Regely, Hauptm. €» ]a suits des 1i1en Wcftpr. Gren. Tegts. Nr. 6 und Lehrer an der Kriegsschule zu Han- no_ver, unter Entbmdung 1301) diesem Verhältniß und Belassung ck13 §u1t6 des gedachten Rxgts, m den Ncben-Etat des roßen General- anbes verseßt. Bötttxher, Hauptm. aggr. dcm ]. hür. Inscht. . r. 31 und kommandtrt zur Diensté. bei dem großen Generalstabe, unter Stellung 3 1a suits dcs gedachten Regts., in den Ncben-Etat des großen, Generalstabes vcxseßt. v. Zglinißky, Major von der“ 3. Art. BUI. und kommandtrt als Ad1ut. bei dem Gen. Jeldzeug- mctfter und Chef dexLlrt. Prin cn_Carl von Pr. K. H., unter Ver- scßung zu den Offiztcren der djutantur, zum persönlichen Adjut,

dZs _Prin en Carl von Preußen K. H. ernannt. (Hr. v. Scyßel d Alx, aupt'm. und Bakr. Chef im Rhein. Feld-Art. Regt. Nr.8 und ommandrrt zur Dtenstl. be: des Prinzen Carl yon Preußen

zen Carl von Preußen K. H. kommandirt. Militair = Justiz = Beamte. Durch Ver ügung des Gcneral-Auditeurs der Armee.

Kommandanturgericht in Stralsund, vom ]. April d. I. ab verseßt. Beamte der Militair-Verwaltung.

Durch Verfügung des Krie s-Mini eriums. Den 10. Februar. g |

chistratur-Asfistenken ernannt.

Bekanntmachung. bezirk Cassel, und Friedrichswn'th, Herzogthum Sachsen- obur oGot

Telegraphen-Verein) eröffnet werden. Frankfurt a. M., den 20. Februar 1868. Telcgraphen-Direction. chmidt.

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 22. Februar. Se. Ma'estät der K 6 mg „begaben Allerhöchstsich gestern in Begleitung dler KönigU' chen Prmzen _nach Potsdam zur Besichtigung der Rekruten des 1.'Garde-Regnnents zu Fuß, nahmen alsdann das Dejeunck betm Offizter-Corps des Regiments, besichtigten die Anlagen auf Hsm Babelsberg, xmd kehrten mit dem 2-Uhrzuge nach erlm zuruck., Nachnnttggs arbeiteten Se. Majestät der König nut dem, thster-Prästdenten. und besuchten Abends den Subscrtpttons-Ball im Opernhause.

Heute nahmen Se. Majestät der König im Beisein des Gouverneurs und des Kommandanten milttärische Mel

der silbernen Verdienft-Medaille mit Schwertern; *** r. 47,“ ,' *, an den Sergeantcn Gerhardt vom 2. Niederschlestschen

vom 1. Bataillon (Jauer) 2. Westprenßifchen LandwehrMegi=

Seine Majestät der König haben Allergnädigst WKW;

Freiherrn-Titels zu ertheilen, sowie den Geheimen Kommerzien-

Ydjut. bei dem“ » Gen.-Komn1ando des 711, Armee-Corps , unter Ueberweisung Zum ; . Gen,-Kommando dcs ], Armec- Corps, in den Generalstab verseyt„

K. H., als AHut. zum Gen. Fcldzeugmcister und Chef der Art. Prin-

_ Den 18; ebruar. Ab el , Garnison-Auditeur in Stralsund, m gletchcr Exgensckhaft, an dgs Kommandanturgericht in Thorn, Kir- "_ ftetn , Garnrson-Audttcur m Thorn, in gleicher Eigenschaft an das

Blume Jn'tend. Re iftratur - A likant bet der Intendant. des )(. Armee-CÖrps, zum übZrzähl. JnteHdßntur-

Am ]. März 01'. werden zu Marburg, Wanfried Regierunßs- Telegraphen-Stationen„mi_t beschränktem Tagesdicnft ((JÜ'. . 4 der, Telcgraphen-Ordnung fur dte Korrespondenz im Deutsch-Oefterreichischen

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thung über den Entwurf eines Geseßes, betreffeyd die Verwen- dung der Iagdscheingebühren in den durch dre Geseße, vom 20. September und 24. Dezember 1866 mit der Monarchte yer- emigten Landestheilen, und die Gültigkeit der Jagdschemc tm TMM Preußischen Staate, beantragte der Ab eordnete 131:

n nt e en empfingen den General-Lieutenant & 13 Juice Zyrnxlermeexsßriézen u Bentheirn-Txcklenbuxg-Rheda, und ließen Allerhöchstfich vom ikitär- und erl-Kabmet Vortrag halten.

...Ihre Majestät die Königin besuchte gestern die ver- wittwete Königin in Charlottenburß und erschien Abends mit Sr. Ma'estät dem Könige auf em Opernhausfefte.

-- e. Königliche5§ohei1§ der Kronprinz empfing vorgestern den Militair-O erpredxger thheltm aus Stettm, die Köni lich sächsischen OffiJtere Oberst von . Monbéz und Ober =Lieutenant von Te tau , eme Deputatron ays Ostpreußen und den Prediger Schiffmann, wohnte m Bethanien der Leichen = Feierlichkeit ür die, v_erstoxbene Oberin, Gräfin Stollberg, und Abends er Fxstltchkett bet, Sy. Königlichen Hoheit dem Prinzey Albrecht „bet; Se.Mq1estät der K ö nig statteten einen Vesuchktm Kronpxmzltchen Palgts ab,

Gestern begab Se. Köletche Hohett Höchststch nn Ge- folge Sr. Majestät des König zur Rekruten-Bestchtlgung nach Potsdam und erschien Abends auf dem Opernballe;

- Die heutige (15) PlenarfißunZ des Herrenhauses wurde von dem Präsidenten _Grafey berhaxd zu Stolberg- Wernigerode mit einigen geychäftltchen Mttthetlungen um 11-3; Uhr eröffnet. , . _ "

Am Ministerttsch befanden fich: der mester fur Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten Grgf Ißenplty und der Justtz- minister ])1'. Leonhardt, sowie emrge Regterun sroxmmffare.

Der erste Gegenstand der TageZ-Ordmmg betrx t die Schluß- berathung über den Gesehentwurf wegen Beschränkung der m den neuen Landestheilen m Verwaltungs =Angelegenherten zur Erhebung kommenden Gebühren und Sportely.

Referent ])1'. v. Düesberg empfahl dte Annahme des Gescßentwurfes und beantragte:

»Das Herrenhaus wolle beschließen: Dem vorstehend bezeichneten -

Gesehentwurfe in Uebereinstimmung „nzit den) Abgeordnetenhause gleichfalls unverändert die_ verfassungsmaßtgeZußtmmuyg zu erthetletz.«

Das Haus trat dtesem Antrage ohne jede Dtskusfion bet.

Es folgt der zweite Gegenstand der Tagesordnung: Schlyß- berathung Über den Geseßentwurf, betreffend quRecht der tm preußischen ).lnterthanen-Verhc'jltnxß siehextden Ctvtlhean1txn des Norddeutschen Bundes zum Emtrttt m dte Allgememe thtwen- Verpflegun Z=Anftalt. _

Der ntrag des Referenten Herrn von Saltsch: »Das Herrenhaus wolle beschließen: den vorangeführten Geseßentwurf

, unverändert anzunehmen,« _- wurde ohne Debatte vom Hause

angenommen. - Ebenso wurde „der drittedGegenstand der Ta eZordnung: Schlußberathung uber Hen Gcseßentwurf, be- tre end die Verwaltung der durch die Veropdnung vom 15. September 1867 geschlossenen Beamten-, thtwen- und Waisen-Kaffen und die Vcrwendun ihres Vermögens, nach dem Anfrage des Referenten Herrn, enhard:

«dem bezeichneten Geseßentwurf m Yer vonx Abgeordneten-

hause angenommenen Fassung unverandert dte Zustm1mung

zu ertheilena

0 ne Debatte erledi t. "

h Der leyte GegeLstand der Tagesyrpnmxg betyifft deysmund- lichen Bericht der Petitions-Komnnsswn uber dre Pextt1011 der Aeltesten der Mennoniten in Preußen (Gerhard Penner m Rocze- lißki bei Marienburg und Genossen), welche den Antrag gestellt haben: _ .

»Das Herrenhaus wolle dahm 1vtrken: daß dgs tm Retchstage angenonnnene Reichswehrqcseß, welches „duxch seme Inkraftsetzuyg eincm Verbannungsurtheiie aller rcchtglgubtgexj Mennomtcn„ gleich käme, insoweit es" die VFTcnnonitcn betrtfft, ngcht zur Ausfuhxung komme, und die Gewiffetisfrcihcit dcr Mennomten, durch Befrcmng Vom Militairdienst, auch ferner gezvahrt wcrdxxx, &

Berichterstatter Herr y. Brunneck motivtrte den Antrag der Kommission, welcher dahm geht: . _ ,

»das Herrenhaus wolle beschlxcßcn: d;,uY vo'rangcfuhrtx Petttzon der König ichen Staatsregierung zur Bcruckfichngung zu uberjxetsen.«

Gegen diesen Antrag nahm dgs Wort der Handelsnnxnster Graf von I'ßenpliß, welcher dte Competenz der preußtschen Regierung zur Erledigung dieser Frage 111„Abrede steklte.

Referent Herr v. Brünneck? sprach fur den Antchg dxr Kommission, welcher nach längexer Debatte, an der fich dle Herren 1). Senfft-Pilsach, v. Kletst-Reßow, Graf York v.Wa*c- tenburg, Ondereyck, Camphausen, Graf zu Eglxnburg, Bloemer, Graf Rittberg, v. Bernuth und Uhden, bethetltgten, nut roßer Majorität angenommen wurde. Demut war cdle Ta esor nun erledigt. Nächth Sißung am Dienstag, den 25. d. . Schlu der heutigen 1 2 Uhr. '

*- Im Verlaufe der gestrigen SWMJ! des Abgeordnez tetxbausestrat dasLeßtere dem von dem bg.Lampu n_ant befurworteten, und in der gestrigen Nr. d. Bl.m1tgehe1lten Antrags ohne Diskussion bei. '

Beim dritten Gegenstand der Tages-Ordmmg: Schlußbera-

rancke, als Berichterstatter der Kommission: as aus der

bgeorpneten w,o[le beschließen, dem vorbezeichnetep, esey-Ent- wurfe m unvexcinderter Fassung die verfaffungsxnäßtge Zustim- munZzu ert ellen. _

„teser ntrag wurde ohneEinspruch enehnngt. Es fczlgte der vierte Gegenstand der Tagesordnung: chlußberathung uber den Antra des Abg. Francke und Genossen, betreffend die Ale- hebung pe Jagprechts auf fremdem Grund und Boden m Schleswtg-Holstem. ,

[ t?.)er Antrag des Referenten ])1'. Braun (ersbaden) auee:

Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die Königliche Staats-Regicrung aufzufordern , auf vcrfa ungsmäßi em Wege auch für die Provinz Schleswi «Holstein das Jag recht auf remdem Grund und Boden , in Ueberein immung mit dem Gesetze vom 31. Oktober 1848, aufzuheben und gleichzeitig die erforderlichen jagdpolizeilichen Anordnungen zu treffen. . ,

Ueber den Francke'schen Antrag entspann fich eme langere Debatte, an der die Abgeordneten 01: Braun ?Wtesbaden), von Dieft, Waldeck Freihxrx von Scheel-Plx sen, Le_tte, von Zastrow und 35er Munster „für dte landwrrthschaftltchen Angelegenheiten von Selchow thetlnahmen.

Nach Schluß der Diskussion wurde das Amendement des Abgeordneten von Dieft, in dem genannten Antrage die Worte: in Uebereinstimmung mit dem Geseße vom 31. Oktober 1848, zu streichen, in namentlicher _Abstunmung mu 139 gegen 132 Stimmen an enommen,“ hierauf „wurde ohne dte genannten Worte der ytrag selbst genehnngt. Um 5 Uhr erfolgte der Schluß der Stßung.

- Die heutige (54) Plenar-Sißung des Ab eordneten- hauses wurde von dem Präsidenten 'von orckeybeck gegen 10T. Uhr mit kurzen geschäftltchen Mttthetlyn en eroffnet.

Am Ministertische befanden sixty-der Fmanztmm er Frcthxrr von der Heydt, der Handels-thster Graf von IZeanxß, der Minister des Innern Graf zu Eulenburg, der Mm1ster für landwirthschaftliche Anoelegenhetten von Selchow und mehrere Regierungs-Kommiyare. '

Der Referent der )(111. Komnusfion, AHF. LaZker, er- stattete zunächst mündlichen Bericht über: 3.) en Aytrag her Abgeordneten v. Hennig und Genossen, betreffend die Crrtch- tung einer Hülfs'kaffe zur Linderung pes Nothstandes m der Provinz Preußen; 13) den Entwurf emes Geseßes, betreffetzd die Verstärkung der Geldmittel zur Ahhülfe des in den Regte- rungs-Bezirken Königsberg und Gumbmnen herrschenyen Noth- ftandes; 0) den Antrag des Abg. Kosch, betreffend dte “weitere Ausgabe von Darlehns-Kaffenschemen, und (1) mehrere Petitionen. Derselbe begründete die folgenden Anträge der Kommtsston:

[. Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: 1) den Antrag der Abgeordneten von Hennig und Genossen abzulehnen,“ 2) den Geseß- Entwurf, betreffend die Verstärkung der Geldmittel, zur Abhülfe des in den Regierungs-Bezirken Königsberg und Gumbmncn herrschenden Nothftandcs mit folgenden Abänderungen. anzunehmen: 1) das Gesetz einzuleiten mit den Worten: Wir thhelm, von Gottes Gna- den König von Preußen 2c. verordnen nut 'Zustnnmung der beiden Häuser des Landtages dcr Monarchte, was folgt: 2) im J“. 2 des Entwurfes das vierte Wort vom Anfange »bcsondersa zu streichen; 3) zwischen §. 2 und §. 3 des Enthtxfes folgende zjvci neue Paragraphen einzuschalten. §. Z. Die gericht- lichen Akte, welche die gewährten Vorschüsse urxd Darlehnc er ordcrltch machen, mit Einschluß dcr hypothekarischen Enztragquen, _ mschrct- bungen und Löschungen erfolgen kostenfrei. Fur , dre aufzu- nehmenden Urkunden und Gesuche wird ein Stmppcl mcht exhoben. J. 4. Die Vertheilung der Geldmittel an dte czt1zelne1) Kreise und die Vcrxveudung derselben in den einzelnen Krmsexr xrsolgcn unter Mitwirkung cincr Provinzial-Kommisfion , deren Mitglieder vpn dem Provinzial-Landtagc der Provinz Preußen, und _von Krets-Kom- misfionen, deren Mitglieder von dem Krexrstage„]edes betrcjffxndcn Kreises zu wählen find. Den Vorfiß in jeder dtcscr Komnxtsnozren führt ein von der Staats-Regicrung zu bcftcllcyder Koynznssarms. Das Nähere hierüber bestimmt die von dem Fmanz-Mmzster und dem Minister des Innern u erlasscnde Jnßryctton. 4) Dze Zahlxn der nachfolgenden §§. Z, 4, , 6 und 7 der Rethe nach abzuandern m §§. 5, 6, 7, 8 und 9. '

11. Das Haus der Abgeordneten one ferner bexckylteßxxz: 1) den Antrag des Abgeordneten Kosch abzulehnen. 2) Getchzetttg zu er- klären: Das Haus der Abgeordneten nimmt Akt von der Erklarung der Königlichen Staatsregierung in der Plenarsitzung vom 12. Februar 1868 in gleicher Weise von der Namens der Bankverwalxung gemach- ten usage des Vankpräsidentm v. Dechenh, welche 'dahm gdehen, daß die preußtschc Bank in der La e und berert tst, während es Noth- standes in Ostpreußen die Lei ungen 'von Darlehnskaffen zu erseßetz, insbesondere, abweichend von „den gßwö nlichen Normen, aucb'Jabrt- kate zu beleiben und so rveit dteBedürfmffe es erfordern, den thmal- betrag für Darlehne auch unter 50 Thlr. herabzuseßen, und exwartct demnach, daß die Preußische Bank auch den kleineren Gewerbtrctbenden

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