1868 / 47 p. 8 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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im Gcbrau c der Waffen schr geschixxt wären,. währeond unser Volk nach cincmch mehr als zrveihundrrtxghrt cn Jrrcdcn dtc Waffen mcht zu gebrauchen Wußte, und es lag fem rund vor, den Kncg gegen

alle '.fmndcn Mächte zu beginnen, denn unser Land. war nur eine kl'cinr Insel im Ostmccrc, so daß mcht anzunehmcn war, daß nnr un- sere Anficht gegen das Uebereinkommcn der Welt, daß alle Natroncn

Freundschaft halten müßten, ars ob sie in demselben ngse wohn- ten, allein bei den obencrwalmtcn Verhältmffcn wurdmr auf- recht zu erhalten im Stande sein. Darm!) sttmmten wn? zu, Vcrträge zu machen, Um die Freundschaft nut dem Fremden zu er- alten. h Es war ein großer Schritt für die Japaner, Bckanntsöhaft mit den Fremden zu machen, und einen Vertrag mit ihnen zu scklicßcn, nur bleibt es zu bedauern, daß wir nicht alle Daimios und das ganze Volk, sei es hoch oder gering, zu verschiedenen Malen befragten nnd über die Angelegenheiten konsultirtcn, Welche dic Fremden brtrach, damit fie später, nachdem wir übereingefommen, dic Fremden freund- lich zu empfangen, nichts mehr dagegen hätten einwcndcn können.

_ Die Nr. 8 (vom 21. Februar) des »Jrrstiz=Miniftcrialblattcsa enthält 11. A. folgenden Besch1uß dcs Königlrchcn Obcr-Appclla- tionsgcricl1ts vom 3. Januar1865: »Ist dir Strafklagc ohnr vor- gängige Voruntersuchung erhoben worden, sowuß dcr uber dtr Er- öffnung "dcs Hauptvorfadrms beschließendc 911cktcr bechurtycrlung der Zuständigkeit den Thatbcstand so, wie er m der Ankla c chrrft arxf- gestellt und behauptet worden ist, zum Grunde legen, es xcht 1611131: diesem JaUc nicht zu, auch die Beweisfraßc zu prufcn und VW Er- öffnung dcÖhalb abzulehnen, Weil er ]cncn Thatbcstayd 99113 oder zum Theil für nicht gcnügcnd dargcthan erachtct«, sdwrc cm Erkcnntmß des Königlichen Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetesnz- Konflikte vom 14. Dezember 1867, demzufolge ride Schul-Soctctqt nicht berechtigt ist, Anordnungen der Regierung„ durch wclche rhr Ler- stungcn an die Schule oder dercn Lehrer auferlegt werden, im Wege einer gerichtlichen Klage anzufcchten.

Kunst- uud wiffenschaftliche Nachrichten.

_ Der Schuh des geistigen Eigentlwms a11Schriftc11 und Kunst- werken ist erst in neuerer Zeit ein Gegenstand der Gescygcbuxrg gewor- den, Für das deutscheReich mußte derselbe durck) kaiserliche Prtd11eg1c11 erworben werdcn. Nach dem Vorgange dcs Allger'ncincn Prcußrschcn Landrechts wurdcn dcsfallfige Bcstimnnmgcn in die einzelnen Landes- gescßgcbungcn aufgenommen. Die Bundesbeschlüffc vom 5, Novem- ber 1835 und 9. November 1837 führten demnächst derr Schuß des geistigen Eigcnthmns in das gesammte Gebiet des deutuhrn Bunch ein. Verträge, wclche Preußen in den Jcrhrcn 1846 19181863 “11111 England, Frankreich und Belgien abschloß, und dcncrx dre nzcrstcn deutschen Staaten britraten, verschafften demselben einc 111tcrnatwnale Geltung. GleichWohl ist der Grundsatz der territoriachr Grltrzng dcs geistigen Eigcnthums nicht aufgrhobcn. Dic Schußmstcn smd in den einzelnen Staaten mehrfach verschieden,“ die Grenzen der unerlaubten Nachahmung, dlc Förmlirl::kcitcn dcr Erwerbung , der Kreis der künst- lerischen Production unterliegen in demclbcn einer von einander ab- wcicl)cndcn Auffassung, Wodurch die Wirksamkctt des Schchs nicht selten bcciuträcdtigt wird. _ Einen Schutz des Eigenthuxnrs an Er- findungen kennt dichscßgchng der deutschen Zollvereinsjtaatcn Über- haupt nicht. Das Recht des Erfinders ist der richterlichen Cognition nicht unterstellt und lediglich der polizeilichen Regelung unterworfen. _ Eine Ergänzung und Neugestaltung der Gewßgcbung auf diesem Gebiete fordert ein Werk des O-bcrbergrathcs R, Klostermann: »das geistige C'igcnthum an Schriften, Kurrstwcrkcn und Erfindungen nach preußischcm und internationalemRcchta (Berlin, 1867. J, Guttcntag), welches zugleich ein rcichcs Material für eine solche darbietet. Der bis jcßt erschienene [. Band giebt zunächst eine eingehende Vcrtheidi-

ung des geistigen Cigrnthums gegen seine noch immer zahlreichen Wider- acher, die kurze Geschichte deselbcn und eine umfassende Angabe der Rechtsquellen und Literatur. & cr Vcrfasscrgcdt dann zu einer Erörterung der allgemeinen Grundsäßc des geistigen Eigenthums üdcr, wobei er abweichend von seinen Vorgängern das Recht des Erfinders neben das litcrarisckye und artistische Eigenthum stellt. Ferner enthält diescr Band die Darstellung dcs Verlagsvcrtragcs und des Nachdruck§rcchts. Der Verfasser berücksichtigt die Praxts, namentlich die Gutachten des Literarischen Sachverständigeno Vereins zu Berlin, sowie die nicht- deutschc Gcsrßgcbung- ingesonderc die Englands und Frankreichs. _ Der 11, Band wird die Patcntgescßgcdung aller Länder und die Geseygcbung über den Muster- und Jorrmnschuß, sowie über den Schuß dcr Waarrnzeichcn umfassen. - Von Cannabich's bekanntem Lrhrbucl) dcr Geoxraphie

(B. J. 230th in Weimar) ist uns kürzuck) des ersten Bandcs vierte Lieferung zngcgangcn. Das Werk, 2 Bände stark, erschein“ bereits in 18. Auflage, bearbeitet nach den nmcften Jricdcnsbcstimr augen von Prof. 111“. Oertel. Die vorliegende Lieferung umfaßt Rußland, das crmanisckycTicflaUd und Oesterreich, und zeichnet fick), wie die früheren Lieferungen, durch eine faßlicl) überfielxtlichr Darstellung aus. London, 21. Februar. Lord Bulwcr Lytton, der bekannte Ronmnschriftstcllcr, ist von einem in Paris wohnenden englischen Arzte, 1)» Turnbull, von der Schwerhörigkeit, an der er schon seitIahren gelitten, geheilt worden.

Statistische Nachrichtcm

- Nach den Kommerzial-Ueberfichtcn für 1866 smd vom Aus- lande 588,008 Ctr. Salz in den Qollvcrcin eingeführt worden, wäh-

also eine Mehrausfuhr von 307,395 Cir. Früher war dies anders, der Zollverein bedurfte zu seiner eigenen Prokuction noch eines crbcv. lichen Zusch11sscs vom Araslandc, dcr im Jahre 1848 sich auf 1,541770 Centncr stellte und in den funfziger Jahren durchgängig noch 1 ill. Ccntner betrug. Seitdem ist dicser Zuschuß abcr crhcblich geringer geworden und seit 1863 ist der Zollverein nicht nur im Stande, durch eigene Production seinen Bedarf Vollständig zu decken, sondern kann auch erhebliche Mengen Salz an das AuZland abgeben. Es ist dies durch Entdeckung der bedeutenden Stcinsalzlagcr bciStaßfurt und Er- furt möglich geworden , denen in nächster Zeit noch ein weiteres, erst im vorigen Jahre neu entdecktes Lager bei Sperenberg in der Mark hinzutrctcn wird , Welches gleichfakls von großer Mächtigkeit sein soll. chngleich1vohl noch immer crhcblichcMcngcnSalz vom Auslande cin- gcführtwordcn find, so kommt dicrbci inBctracht,.das;ineinzelnenThcilcn dcs Zollwercins Wegen ihrer Enkfcrnungvon den in1ändisckcnSa_lzlagcrn die Versorgung mit ausländischem Salze fich rvcnigw fostsprclig sthte, Am bcdcukcndstcn ist die Einfuhr in den Ostscrhqscn gewesen (1866 377,180 CU,), namentlich von England, Torrcvtcja und St. Ubes, Auch aus Frankreich (Lothringen) find 159,421 Gtr., aus Holland 47,458 CU". hauptsächlich zur Versorgung der Rheinprovinz und Luxemburgs eingeführt worden. Preußen hat von dem in 1866 im- portirtcn Salze 556,442 Ctr. oder etwas über 94 pCt. erhalten. _ Dic AuSsuhr von Salz hat bedeutend zugryonnncn, sic betrug 1836 nur 1250 Ctr, stieg im Jahre 1842 bis aus 105,357 Ctr., ging dann nach und nach bis 1298 Ctr. im Jahre 1853 zurück, ist von da ab aber in fictcm Steigen begriffen gewesen, so das; für 1857 _ 181,473 Ctr, 1859 - 277,889 Ctr, 1861 _ 404,458 Ctr, 1863 _ 566,288 Ctr, 1866 - 895,403 Ctr. in Betracht kommcrx. Von dem letzteren Quan- tum smd 487,730 (Str., also Übcr die Hälfte , nach Hamburg, 150,857 Ccntncr nach Oesterreich, 132,207 Ctr. “nach den Nicderlandcn 50,858 Ccntncr nach Holstein und Lam*11[111rg,„.48,421 Ctr. nach Bremen, 14,615 Ctr. nach der Sckwciz, 9243 Ctr. traci) Mecklenburg ausgeführt worden.

Die eigene Salzproduction dcs Zoklvercins hat im Jahre 1866 ca. 9"; Mill. Ctr. bctragcn; rechnet man derselben die Einfuhr mit 588,008 Ctr. zu und bringt die Arrézfnhr mit 895,403 Ctr. in Abzug, so bleiben zum "Verbrauch ca. 9,200,000 Ctr. oder etwas über 25 Pfund pro Kopf der Bcvd'lkcmng, während der Kopfverbrauch im Jahre 1860 nur 19 Pfund betragen hat, Die Zunahme ist in weni- gen Jahren eine erhebliche gewesen, so brruhtnamentlich in dem Um- stande, daß in der Nähe der Stcinsalzlagcr bci Staßfurt mehrere bc- dcutcndc cdemischc Fabriken, welche die gcfördcrtcnKali- und Abraum- salzc verarbeiten, errichtet worden sind. Der durchschnittliche Verbrauch von Salz zum menschlichen Genuß hat im Zollverein biöhcr nur etwa 17 Pfund für den Kopf betragen.

_ Nach der vomHerzoglichenStaats=Miniftcrium vrröffrnilichtcn Ucbcrficht beträgt nach der am 3. Drzcmbcr 1867 erfolgten Zählung dic Bevölkcrnng dcs Herzogthruns Meiningen 180,24] Seelen, 2176 mehr als im Jahre 1864. Nur in dcr Residenzstadt und im Amtsbezirk Kmndurg bat die Eirrwdl)ncrzal)[ abgenommcn.

Kopenhagen, 19. Februar. Dic Kriegssteucr auf ein-

auf die Branntrveinproduction 440,114 Thlr., im Ganzen 1,208,858 Thlr., gcgen 1,193,009T'1)lr. während dcffclbmercitraums im vorigen Finanzjahr. Dic dänischen Zdslintradcn bclicfet fick) in den verflossencn 10 Monaten auf 6,561,903 Thlr. und zeigten eine Mehreinnahme von 345,268 Thlr. gcgen denselben Zeitraum im Finanzjahr 1866-1867.

Ge'werbe- und Handels-Nachrichten.

Berlin, 24. Februar. Vcrschicdcntliche zur Sprache gekommene Ausftcüungcn Zech die in den lcßtcn Jahren in den Militair- Bäckcrcieu in slufnalmrc gekc-nnncncn Backöfen auf Stcinkohlcn- Fcuerung haben, wie das »Mtlij.-Wdchc11bl.« mitthcilt, das Militair- chonomic-Departement dcs Königl. Krichminiftcriu1ns veranlqßt, Versuche mit den nach de_xn Prinzip der sogenannten Hochdruck-Waßxr- heizung konstruirtcn Wanrrhcizungs=Backöfcn, wie solche namentlrch von der Firma Wieghorst u. Sohn in Hamburg in deren Brotfadrtk cingcfül)rt sind, anstellen zu lassen. Die Nach diesem System von den Wicghorst u. Sohn in den Militair-Bäckcrcim namentlich zu Erfrzrt seit dem Jahre 1866 und hier hergestellten Backöfen haben in Verglcrch zu den Backöfen auf resp. Stcinkchlerp, Braunkohlen- 2c."FcucrunK vielfache Vorzüge herausgcstcüt und überhaupt sich so bewährt, daß es beabsichtigt wird, diese Art Backöscn bci vdrkommendcn Neuanlagen in Anwendung zu bringen, so wcit dic Lokalität dcs betreffenden Bäckcrci-Gcbäudcs solches nicht behindert. '

Kiel, 20. Februar. Auf der Werftc der Norddeutschen Schifbeaugescllschaft ward vor einigen Tach das dritte eiserne Dampfschiff vollendet. Dassclbc ist 106 Kommerzlaft groß und wtrd durch eine Actiengcscllschast in regelmäßige Fahrten zwischen Kiel und Gothenburg geseßt werdcn.

_ Der für die Instandhaltung dcs schiffbaren Theiles der Ems bestimmte e_tatsmäßige Fonds Von 5000 Thlr. ist, nach cmck Mittheilung der Königlichen Regierung zu Münster in Nr. 7 des Amtsblattcs, im Jahre 1867 bis auf einen geringen Betrag seinem Zwecke entsprechend verwendet worden. Obwohl der Herbst und drk Winter 1866/67 bedeutende und schr lange andauernde ochfluthcn gc- bracht haben, so find dadrrrch doch keine Wesentlichen cschädigungcn an den Strombauwcrkcn m der Ems entstanden und nur vielfache mehr oder minder erhebliche Uferabbrüchc zu beseitigen gewesen. T,)“ Buhnen unlecchtzäune hatten wenig gelitten. Nach der im FWU“ jahr 1867 amgenommencn Peilung dcr gar1zcnStromftreckc zeigen fick) nm“ 4 Stclicn, welche bei einem chclstandc von 2“ am Grevener

rend dicser 895,403 Ctr. nach dequslande abgescßt hat; es zeigt fich

Pegel und 9“ 7““ am Mcsumcr Pegel nicht 3 Fuß Fahrtiefc haltcn-

geführte Waaren [betrug in den [ckth 10 Minuten 768,744 Thlr. Und *

Diese seichten Stellen find durch gccigncthaßna men voll änd' - seirigt worden, und c;s rst nunmehr den Püntcnhcrmöglichß gclescbrT, nut voller Ladung bet emem Wafferstande von 2“ 6“ am Gradener und von 10“ 1““ am Mesumer Pegel bis nach Schöncfliéxh hinauf- zukommen. _ Zu derr Ufcrdcckarbeiten find verwendet wor- den 716 Schyck Faschchn , 762Z Schock Buhnenpfähle, 9 TéroéYOF-YUFFY 1,1,“5 OYchÉYUZkMB Steine , wozu die Uferbe- , ? “men, ' o 5 u um " “' “* StchZ unÉnngtxflstlichk(Zcigestcfurrt haben. h rpfahle und sammtltche cr .: der Ur au der Ems bis R(cinc hat 1' an ' '- sem Jahre nzcht gehoben und wird bis Grchn hinaufstéoß dér xxxtésxci- cn Wasserstandc und _des vorhandenen gutanahrwasscrs von'Jahr zu

(zhr geringer. Ju Rheine pasfirten dic Unterschlcusc zu Berg 299 5131111th mtt 3016 Last Lladung (also durchschnittlich 10 Last) _ zu Thal281 Pün- tcn 11111 41815 Last ( durchschnittlich 143; Last). _ Gegen 1866 find 313 Schiffe und 594 Last wcmger angekommen und 2022;2 Last weniger ab- gegarrgen. Zn Greven find zruc 36 Püntcn 11164583 Last (durchschnittlich 1%, _. „such an Holzflößcn find 59 Weniger den Fluß hinaboegan- gen, wre rm Jahre 1866, rmmljch statt 80 nur 21. “*

. Drgzu thme und Greve!) elösrhten Waaren bestanden in (He- tretde, C1chorrcn, *qups trnd Lenz amen, Oel und Oclkucbcn, Kolonial- waarcn, Wem, Krcrdc, Etsrn, Ziegelsteinen, Cement, Bauholz, Bret- tern, Kast, und Bratter, Dun cr, Thccr, Knochen, Stroh, Roggen und Ztcgclq btldeten dteHauptbc rachtung. Zu Thal gingen bauptsächlich Kaxkftrmc, Bauholz und Mehl, auch etwas Eisen, Steinkohlcn, Ko- lomalwaarxn, Wannen, Tabak und Buchweizcn.

GrethcrÉéYße ZaFrsZandQ§?1Y/,11.DFcbruaF) betrug am Pegel zu

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zu MMF! 9? er nmrtgstc zu (Hmm 0 2““, _ 5 on em_dcutschcn Mineralogcn Mauch i wie vom ?

der guten Hoffnung, 13. Januar, gemeldet wißd, eine EntdcÉUYY

von Goldlagcrn m der Kolonie gemacht, dercn einige bis 60 Mcicht

lang und 20 M. brett find. Das Gold kommt in Quarßadcrn vor.

Landwirthfchaftlick)? Nachrichten.

Berlin, 24. Februar Aus dem am Sonnabend 22 d 31

;Znachr:rß9réttgkxhazbtenBSchßfißungl des Kongresses Nor,ddeutsc*k))§*r, [ e ur era [1111 ? an ten ' " * ArtierlltbkerZI-IF: ck ) 3 g _ g Statut hcbcn wu frlgcnde

„_ Kr ic ; Zweck des Kongresses. Dur dir Gründum des Kon rcffes Norddeutscher Landwirthe soll ein OFM zu gemeinI- smncnrJusarmnrnwurkcn Behufs Wahrnehmung der Interessen der Landwckthschaft un gazrzcnUznfangc des Norddeutschen Bundesgebietes geschaffen werden. Dre Thcrlnahmr dcr süddeutschen Landwirtdc ist Willkommen. , * '

_ Artrkcl 2, _Wtr'kungskrciH des Kongresses. Dcr Kongreß Wird'cs als__cme semcr wesentlrchstcn Aufgaben erachten, neben all- gexm'm tcchxmchcn, solche wwtdschaf-xspolitischc Fragen zn verhandeln- bchdcncn dte deutsche Landwwthschat besonders bcthciligt ist , und dir aus den Verhandlungen fich ergeben cn Beschlüffe, auf dem im ein- zrlncrsr Falle fich enrpfehlcndeUchc zur Geltung zu bringrn, evcxchll dt_e_scloen den gcseßltchcn Organxxr des Norddeutschen Bundes zur Kennt- mßnahmr zu unterbreiten.

_Arttkcl 5. Vqrsamnrlung des Kongresses. Dcr Kongreß verxammglt fick) alléahrltch tm Mcnat Februar zu Berlin und konsti- tmrt src!) m der ertcn Sryrmg durch die Wahl seines Vorstandes.

Es lag zu der Bcrathungch Entwurfes eine große Zahk von An- tragen vor, von welchen nach langerer Disfusfion angenommen wnrden:

1) em Antrgg des Prof. 1)1*. Birnbaum: im Artikel 2 statt »xrcben allgemctn tcchntschen Lc. Fragen« zu soßen neben den tech- mschen 2x. Fragen.; _

2) ern Antrgg dcs I1rgicrungs-R,c1ths Haffer, als Absaß 7 des Art. 8 hmzuzufug'cn: *Die Kommisxionen sind beschlußfähig, wenn mmdcftens dre Halfte der Mttglirder anwesend ist. Die Beschlüsse werden rxacl) Strmmcmnehrheit gefaßt. Bci Stimmcnglcichheit ent- schctdc_t dre Strmme des Vorsißrndcm;

3) xm Antrag des Hrn. Mühlenbeck-WaMin: In Alinca ] des Arttkcl9 start »9 gewählt wcrdena zu soßen: »12 gewählt Werdena und statx »9 wcrtcre Mitgliedcrss zu sagen »6 weitere Mitglieders,“

' 4) W Antrag des Hrn. Prof. Birnbaum: als Ueberschrift zu setzen: ,»«Fatrtt fur den Kongreß Norddeutscher Landwirtl)e«.

, Dre ubrtgcn Arnkcl deßZ Entwurfes wurdcn genehmigt. Nach cancr errzcn UUtcrbxx-chung dre“ Wahl des Außschuffes vorgenommen. » Wahrend derZahiung dcrcmgegangcncn Stimmen durch das Bureau UH Kongresses gmg dre Vcrsammlung zur Zortsrßung dcr inder vori cn Slßung vertagthnDebgtte ribcr indirekte eftcucrungüber. An er Kebatte beth'xtltgten src!) dre Herren Kiepert, 1)1*. Franck, v.chcmeycr, Tierrdorf, (Hussen, Phtltppson und Sombart und es wurden folgende Antrage angenommen:

Von den Herren Sombart und v. Wedemeyer: Der Kon- Zkkß erklart:__ dtc Landwirtbschafc trägt fast zu allen durch. den Zolltarrs exhobrncn Steuern bei, wird durch einzelne cxselben z. B._dte Etsenzöllx wesentlich behindcrt. 12) Die Land- Jlkkhscvgft frrrchtet auf kemcm Gebiete der landwirthschaftlichen

Zoductron dte_ Konkurrenz drs Auslandes, bedarf daher keines Schuß- ?0 es:. 3) Ver dem gegemva'rtigen Umfange und dem Stande dcr sxhcbnttschcn Nebengcwerbe [regt es nicht im Interesse der Landwirth- naaf ; Hen Besteuerungstyodus fÜr Spiritus und Zucker zu ändern, aux1§ptl§ch wyrde die Etnfuhrung emer direkten Fabrikatsteuer nachtheilig rv' 1 re Qnt'wtckelung der Landwtrt schaft und deren Industriezweige ein-

tr en. Erne Besteuerung des ensaftes oder Krautes erscheint ver-

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Z wcrftich. 4) Der Ausschuß wird beau tra t ' d ' ' ; ßktxun,dunr cline BcrÜcFfichtigun dcfr F?rterlsxetTrßoocrrxJZWYirStlesychtfet Zleth 311111" Y!?citrlchundesIFtt? IZM chZoüthFrélamrnt festzustellenden _ „_ _ „crrn wpcr-z ari'nclde n ““ck R 151.111; [i??l ?)??“FFZleUZs-ZLZFTYX rctstandern : L?ck (('cxzongreßLcrfklärt :zch MYM)? .. „„ _ !- „cr-tcrun er 'r'tus ' ' Jvclchcr das ewerbe “dre gegenwarttgc Blgüthc crrYilchlt hafttzchZtetrledechel? thstÜZYrdei-JKFÉYHYTÜJ Yenerform landwirthschaftlicl) für twthwendig, fÜr dEringsenld geboten. cr « rseygcbrmg, welchevomJahre1819an datirt, s o t_e nunmehr nach der Tach-Ordnun " Js blandrvarthschaftlichcn_ Versicherungs - Wesens?) dfloklchZératYYJ unix)wlchtchÖLTLÜTIFTZLZHÜYOVY 'tchM Fr Wichtigkeit der Sache ' ck * en „et, en cgen'tand v '- JOUFFLFI iTZÖTsesftchdWreffcZ,ZZzuscYn, unsd cs d'r'm Zirrs?§)1§ßcraFch?1eK. , , n n„a cn “ongrc; auf die Ta 33111 bringer). _Der Prafidcnt und die Versanunlugnex;ck ?rrkdlxrutrejr? ls; ) darxnt' „cmvcrstandcn. „„Sodann wählte die Versamm- zxrngdlszkatgltcdcr dcr Kommtsnon für das Genossenschaftsrvcscn, die xcrrm 01Urcs" _, Oldenburg, Schumacher _ Zarcklin, ])1'. Lcttc z[Yon I?:zrbcl-Dobcrrß, Holß _ Alt-Marien, Professor Birnbaum _! p(ggwtß, von Corswandt, don Benda und ])1'. Wilkens. _ Da die Stmnrxzahlcr das 91cs„ultat dcr “Ausschußwahl noch nicht ermittelt so schntt man zum Schluß der Sißung. Herr Hirschfeld crgrifé sammlung den Dank für die Mühe aus mit de " ' _ r cr d' L - tzmg chr Angelegenhcttctz" unterzogen. ,Die Vcrfanrm'ltrénqllrcrlwexb Jh'wu drachtc deux Prajtdcnten ein dreimaliges Hock) aus". Der l„ckrastcht „von. San'g er dankte für diesen Beweis größer Freund- !“)kcJtt M11 fur dre bcwtrscne Nachsicht und schloß sodann die Sißung Elt'lelll Wuntchc, daß das R'esultat des Kongresses nicht blos für die Q-derl11ehzynxr, so_ndcrn auch „fur, die rveitcrcn Kreise ein günstiges sein wrrrc. N„Tachtéxlctcht Werde es eme Versammlung geben, so aus allen verschrercncn „xhczlen des Landes zusammengcscßt, so wenig bekannt, so wcmg vorbercttet, wclche m cmcr sechstägich Sißungs'dauer mit

' solls,)e'm Eifer, solcher Sachkunde und Präcisidn ihre Aufgabe elö-st.

Das Resultat der Versammlung sei ein auxerorden ' " ' & cr hoffe, dthttgltcdcr werden in ihrer Heirxmth fi'ttrlléenguzjjlvctigterä Kongreß Propgganda machen und der Krim, welchcr jcßt gelegt, er- frculrchc, *rvtcll'ctcht große Resultate erreichen. Diesen Wunsä) “wolle er den Mrtgltcdcrn mrt auf die Reise geben. Dies sei die Bitte, Welche cr an daß chcwohl knüpfe, das er den Mitgliedern hiermit zjurufq Hr.";Htllmann dat darauf, die ürnographischrir Vc- rrcdtc m großcrcr Anzahl drucken und im Lande verbreiten qulassen. Hr. Scl)1/r.trrachc'r„ (Mecklenburg). Meine Herren! Nicht 1112» wenn es so Ulktc ware, sondcrn weil mein Herz mich 12? l)c1ßt,§2 fordere 1ch_ dre „Mitglieder des Konqrrffes Nord- Z1U1Ychcr „andwtrthx aus, dqnncnigrn, der die verschiedenen Theile .10:_dcutschlands l-Vlchk' verewigt hat, dem Schirmherrn dcs Nord- ÖFXWWW „Bundes rm drctfachcs Hoch zu bringen: Sr. Majestät der .Zwuxg lehclm von Preußen, der Gründer nnd Schirmherr dcs Nord- 1111111611:Brandes„lcbr hoch! hdcl)! hM)! xDic Vrrsammlum erhob fick) undcstnnmte drrrmfa1 begeistert in den Ruf ein. Der 51. räsédent 110195 sodann dre Stßung und den Kongreß. _ In den pcrmanenkrn Ausschuß find gewahlt: von Sänger - Gradowo, "Räder _ Oldcnburq, Noodt _ Bcrlm, 1)» Bekker _ Greifswald, don Saucken _ Iulicnfcldr, 1313111 TIFFANY _J FlearY), szrrrLartb Ermsleben, Poagc-quqow, r' _ c 1 &. or 1". im _5“ *“ «"" -Ü**" von BkUFZ-IFWNJ- , aum plagntßQUtffcn Crtcle, _ " e rrsi t über die Weizen- und No en rci'c a “* Hdupt-(«dcherdcrnärkten der Monarchie. Um dicgstchleiIanguxuLeer? lctchtern, stxrd dre m den Börsenberichtcn notirtcnPrcksc, der Berliner Usance c11t1prcckend, auf 2100 Pfd. Weizen und 2000 Pfd. Roggen (loch 11.15m'd ohne S1ack-Z) [in Thaern berechnet. erzen. . erruar. . *cbruar. 15. 9er . 2,“* Komgsberg ..... 102417; J102§15 F1021/13ar 2 LJXLYM Danzrg ........ 78Z-111Z 97Z_108'; 95-11-2223 99-111)“; Poser) .......... 79-102“) 83_101*““*) 831-1021“) 83-1048) 5Stett'm 9655-1012, 962-1042 9675-1012 9656-1052 Bcrlm .......... 89-106 89-107 90-108 90-110 Breslau ....... 90-1012/5 90 -1005/,; 893-100“? Magdeburg.... 95-99 9395-9632 96-100 Cöln ........... 101'; 5 10122 1032, V1oggcn: ]. Februar. 8. Februar. 15. Febrxmr. 22. Februar. Komg'sbcrg ...... 79'/,; 80 80?- 82“; Danztg ........ 77-791; 74-78 75-80 ; Poser) .......... 75-79“) 744-784») 76-81“) _821) Stetxm 76-78 77_79 “"'-_80 _81 Berlin .......... 78';_80'; 7632-80 Breslau ...... . ,. 72),_76'/z 7142-7675 Magdeburg . . . . 79 -82 81-83 Cöln ........... 85 85

"'“) Nach dem Wochenbcricht.

Oppscln, 17. Februar. (Schles. Ztg.) Da amtlichen Nachrichten und Ermrttelrmgen zufolge dtc Rinderpcst in österreichisch Schlesien cr- 19schcn und dre 311,1cßt daselbst insizirt gewesene Ortschaft Lobenstcin frtr scuchcnfret erklart wordrwist, so hat sich die Königliche Regierung htcrselbft vcrm1l_aßt gesehen, tür dcnjmigcn Theil der Landesgrenze, welchcr „dcn Kress Lcobschüß von dem benachbarten österreichisch Schle- ficn schetdct, nunmc r„cbcn_fa[ls die Bestimmungen dcs §. 4 der Ver- ordnung vom 27. „arz 1836 (Ges. Samml. Nr. 173) außer Kraft und an Stelle derselben die" dch. 3 a. a. O. in Wirksamkeit zu sech. Der J. 3 besteht sonach, fur dre gcsannnte Landesgrenze des Regie- rungsbeztrks nunmehr [3121 auf Weiteres zu Recht.

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das Wort und sprach dem Präfidenten Nammcns dcr Vcr-„

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