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_ P a s s i v a. 6 Banknoten ini_ Umlauf .................. Thlr. 1326551100 7 Dcpofiten-Kaprtalrrn * _ » 20,209,000 8 Guthaben der Staats-Kassen, Inftrtute und Privatpersonen, mri Einschluß des Giro-Verkehrs ......................... » 7 ,268,000 Berlin, den 22, Februar 1868. _ Königlich Preußisches Haupt-Bank-Direktorium. von Dcchend. Kühnemann, Boese. North. Gallenkamp. Herrmann.
Nichtamtliches.
Preußen. Berlin, 25. Februar. Se. Majestät der König empfingen heute die Vorträge des Ministers des Kultus und Unterrichts von Mühler, des General-Maxors vonJreÖrfow und des Contre-Admirals Jachmann, nahmerr nulrtarrrsche Meldungen entgegen, und erthrilten einer Dcputatron von Men- noniten Audienz. - Der Hauptmann von Scholtrzr vom 4. Garde-Rrgiment 3. F. Überrerchte Sr. Majestat dem König den Rothen Adler-Orden Erster Klaffe des verstorbenen General-Lieutena-nts a. D, von Scholten.
_ Ueber die Einrichtung und die Zusiändtgkrrt des Bun: desrathes erZollvereins enthält der Vertrag v01118.J_1111 1867, betreffend die Fortdauer dcs Zoll: und Harrdelsvrrems zwischen dem Norddeutschen Bunde, Bayern, _Wurttemberg, Baden und Heffcn, unter Artrkrl 8 folgende Bestrmmungrrr:
T. 1. Der Bundesrath besteht aus den Vertretern der Mrtglrrder des Norddeutschen Bundes und der Süddeutschen S_taaten.
In dem BundeSrathe fiihren: Preußen 17 Stimmen, Bayern _6, Sachsen 4, Württemberg 4, Baden 3, Hrffrn 3, Mrcklenburg-SMverm 2, Sachscn-Weimar ], Mccklenburg-Strclrß ], Oldenburg 1, Braun- schrvcig 2, Sachsen-Meiningen ], SachsenoAltrnburZ ], Sachsrn-Coburg- Gotha 1, Anhalt], Schwarzburg-Rudolstadt], S warzhurg-Soyders- hausen ], Waldeck ], Reuß ältere Linie ], Reuß ]ungcrc Lime ], Schaumburg-Lippe ], Lippe 1, Lübeck 1, Bremen 1, Hamburg 1, zu- sammen 58 Stimmen“: _ „
Z. 2. Jeder Vereinsstaat kann so viel Bevollmächtrgte um Buzrdes- rath ernennen, wie er Stimmen hat; doch kann die Ge ammthcrt der zuständigen Stimmen 11ur „einheitlich ab egcbxxr iverd_en. Nicht der- tretene oder nicht instruirtc Stimmen wcr rn n1cht_gczah1t.
. 3. Der Bundesrat!) bildet aus seiner Mitte dauernde Aus- schü e: 1) für “Zoll- und Steuerwesen, 2) für Handel und Verkehr, 3) für Rcchnungchscn. _ _ _
In jedem dieser Ausschüsse Werden außer dem Prafidrum mm- drstens vier Vcrrirrsstaatcn vertreten sein, 1111d_führt rnncrhalb der_sel- ben jrdrr Staat nur Eine Stim1nr._ Die _Mrtglteder der Ausschusse Werden von dem Bundesrathe gewählt. Dre Zusammensrßuzrg _d1csrr Ausschüsse ist für jede Srsfion drs Bundesrathes resp. _mrt ]edrm Jahre zu erneuern, wobei die ausscheidenden Mitglieder _wrcdcr wahl- bar find. Den Ausschüssen Werden die zu ihren Arbeiten nöthtgrn „Beamten zur Verfügung gestellt. (Der Aufwand für diese Beamten wird, nach Nr. 7 des Schluß-Protokolles von demselben Tage, zwischen dem Norddeutschen Bunde und den süddcrxtschcn _Staaten nach dem Verhältniß vcrtheilt werden, in Welchem dre 111 dre K_affc des ersteren fließenden Zölle und Vcrbra11chsab§_1aben zdu dcn Olnthctlrn stehen welche die lrßtercn von den nach Arti el 10 es Vertrages 111 die cmeinschaft fallenden Abgaben erhalten.) _
F. 4. Jedes Mitglied des Bunchraths hat das Rcchi, 11_11 Zol1- Par ament zu erscheinen , und muß daselbst auf Verlangen jederzert gehört werden, um die Anfichtrn seiner RrLierung zu vcrtrrtcn, azrch dann, wenn dieselben von der Mawritä dcs Bundesrathes mcht adoptirt worden find. Niemand kann gleichzeitig Mitglird des Bundes- rathes und des Zollvarlamenis sein. _ _
J. 5. Dem Präsidium liegt es ob, den Mitgliedern des Bundes- rathes den üblichen di lomatisch'en Schuß zu gewähren. _
Z. 6. Das Prä1diu111 steht der Krone Preußen zu, Welche _m Aus bung desselben bcrcchligt ist, im Namen der veriragrndcn Thr1le Handels- und Schifffahrtsverträge mit fremden Staaten einzugehen.
Zum Abschluß dicser Verträge, durch Welche die Bestimmungen des egcnwärtigm Vertrages in keiner Art rcrlcßt werden dürfen, ist die ustimmuna drs Bundesrathcs und zu ihrer Gültigkeit die Ge- nehmigung dcs Zollparlamrnts erforderlich.
§. 7. Dem Präsidium steht es _zu, den Vundoérath zu berufen, zu cröffnen, zu vertagen und zu schlreßcn. _ _
.8. Die Berufung des Bundesraihes findet alljährlrch statt. Das Zollpgrlament kann nicht ohne den Bunchrath berufen werdcn.
§. 9. Die Berufung des Bundesrat-hes muß erfolgen, sobald ste von einem Drittel der Stimmrnzahlverlangt wrrd.
Z. 10. Der Vorfiß im BUndesrathe und die Leitung der Ge- schäfte sieht dem dazu designirtcn Vertretcr rrußcns zu. _
Derselbe kann fich in Leitung der Ge chafte durch )edes andere _Vthlicd dcs Bundesrathes vermöge schriftlicher Substrtutwn vertreten a en.
Z. 11. Das Präfidium hat die erforderlichen Vorlagen nach M_aßgabe dcr Veschlüsse dcs Bnndcsrathes an das Zollparlament zu brmgen, wo sie durch Mitglieder des Bundrsrathes oder durch beson- dere, von lehterem zu ernenncndc Kommissaricn vertreten werden.
F. 12. Der Besthlußnahme des Bundesratbcs unterliegen: ]) die dem Zollparlament vorzulegenden oder von demselben angenommenen,
unter die Bestimmung des Artikels 7 des Vertrages fallenden geseß- lieren Anordnungen, eiuschlicßiich der andels- und Schifffahrtsvcr. träge; 2) die zur Ausstihrung drr gcmcmschaftlichcn GcscßZedung die. nenden Verwaltungs - Vorschriften und _Einrichtunßen; .) Mangel, Welche bei der Ausführung der gcmci111chaftlichen Gesetzgebung her- vortreten; 4) die von dem Ausschuß für Rechnungswesen vorgelegte sélicßlickzc JcfiftcYung dcs Ertrages dcr Zölle und der im Artikel 3, J . 3 und 4 bezcrchnctcn Steuern. „
Jeder über die (Hrgcnfiände zu 1 bis 3 von einem der Vereins- staatcn oder über die Gegenstände zu 3 von einem kontrollirrndm Beamten gestellte Antrag unterliegt der emci_nschaftlichen Beschluß. nahme. Im Falle_ der Meinungsverschir enhert giebt die Stimme des Präsi iums ber dcn zu 1 und 2 bezeichneten alddann den Aus. schlag, wcnn fie fich für Aufrechthaltung drr bestehenden Vorschrift odcr Einrichtung ausspricht, in allen übrigen Fällen entscheidet die Jrhrhseit der Stimmen, bei Stimmcnglcichhcit die Stimme des Prä. 1 mm .
» Die heutige (16.) Plenarsihung deZH err en ha uses wurde von dem Präsidenten Grafen Eberhard zu Stolberg =Wernigc- roch_ 11_11t mehreren geschäftlichen Mitthcrlungen 11111 121 Uhr er ne.
Am Ministertische befanden fich der Finanzminister Freiherr v. d. .? ehdt, drr HandclSminifter Graf zu Iheupliß Und meh- rere egierungs-Kdnnuisfare.
Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet die Schluß- berathung iiber den Gesc entwurf, betreffend die Verstärkung der Geldmittel zur Abhitlfe des 111 den RegierunZsbezirkrn Königsberg und Gumbinnen hcrrschcnde11 Nothstandr .
Referent Frhr. v on Tett au-T 0le hat den Antrag gestellt:
»Das Herrenhaus wolle beschließen: dem vorbezeichneten Geseh- Entwurfe in U11verärrdertrrFaffung, wie er vom Abgeordneten- hc1_1_;sr_angenonnnen rst, dre verfassungsmäßige Zustimmung zu er 11 r11.« _ An_ der Dehatte bethciligcn fich außer dem Referenten der „Herr J-manzmrmster und die Herren Graf Caniß, v. Brünneck, Frhr. _v. Manteu el und v. Senfft = Pilsach , worauf das Grieß _m der 130111 bgeordnetenhause herübergckommcnen Fas- sung rmftmnmg angenommen wird.
Es folgt der _zweite Ge enstand der Tagesordnung, die Schlußberathung Über den cscY-Entwurf, betreffend die Ver- wendung der Jagdschemgebührcn in den durch die Gesche vom 20. Srptember und 24. Dezrnrber1866, mit der Monarchie veremrgten Landestheilen Und die Gültigkeit der Iagdscheine im ganzen preußisrhen Staatsgebiete.
_ Referent rst der_ Freiherr v. Bodelschwingh-Plettenberg; sem Antrag geht dahin:
Das Herrenhaus wolle beschließen: dem vorstehend angeführten Gcseßentwurf m Uebereinstimmung mit dem Abgeordnetenhause un- deränderr dre verfassungsmäßigc Zustimmung u erthcilen.
_An der Drdatie_ betherligcn sich nur der Referent und der Rrgrerungs-Kr-mrmsxar, Landrath Graf von Westarp. Dann wrrd der KomrmffionSantrag ohne Debatte angenommen. -- Es folgtder dritte und [chte Gegenstand der Tagesordnung:
Berrcht der 17111. Kommission über Petitionen, die aus
Anlaß des Gcseßrntwurfs , betreffend die Einrichtung und U11- terhaltunß der öffentlichen «FolkZschulrn und die Pcnfionirung 1_md Penrons-Berechtrgung der Lehrer und Lehrerinnen an dffentlrchcn_lekSschulen, der dem Herrenhause eingegangen Und der unterzcrchnetcn Kommission iiberwicsen sind. _ Der Referent Herr von Meding empfiehlt: Die Peti- trorrrn dem Herrn Kriltusministrr zur Kenntnißnahnw zu Über- weisen und das Haus tritt _11ach einigen kurzen Bemerkungen d.)." Herren Pros. Tellkampfs Und von“ Kröcher ohne Debatte drm Anfrage drr. _
Der Präsident schlrrßt die Sißrmg 11111 2 Uhr und be- ranmt die nächste auf morgen Vormittag 11 Uhr an und
seht auf die Tagesordnung “derselben: ]) Bericht über den Grieß»
Entwurf, betreffend die Ablösung der Gewerbe-Bcrcchtigung 111 den neuen Prdvmzen; 2) Brrickyt iiber den Gesch - Entwurf, betreffend die Zinsgarantie für die Eisrnbahn Posen - Thorn- Vrdmbcrg, 3) Bertcht der Budget-Konrmission über die allge- memen Rechnungen des Jahres 1864.
*- Nachdem im weiteren Verlaufe der gestrigen Sißung “desAbgeordnetcnhauses noch der Abg. l)r.Forchan1111er das Wort zu Gunsten des Amendrments Warburg genommen hatte, wurde zur Abstinnnung geichritten, Der Z. 1 mit dem Amendrmrnt Twesien wurde cmgenmnmen, dagrgen der Aritrag Warburg abgelehnt. Auch Z. 2 wurde mit drmAntrag Twestcn genchnngt,“ deLgle1chen dre folgenden ZZ. 3 bis incl. 5 und das g_1_111_56 Gesch m1t Unierschmft und Einleitung. Es folgte der fun te Gegenstand der TageZ-Ordnung: Schlußbcrathung über den Antrag der Abgg._Frech und Voehmer auf Annahme des nachstrhenden von 1h11en vorgeschlagenen Gcseßcntwurfs:
Wir Wilhelm, v_on Gottes Gnaden König von Preußen 11. s. w.- verordnen mit Zustnmnung beider Häuser des Landtages Unserer Monarchie, wie fo1gt: »drm Z. 11 des Gesetzes über die Eisenbahn" Unternehmungen vom 3. November 1838, (Heseß-Sannnlung S. 505
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wird am Schlusse die Bestimmung zugefügt: Im Bezirk des Justiz- Senats zu Ehrenbreitstein steht dem Eigcnthümcr, wenn er mit der Festseßung der Entschädigung durch die Verwaltungs - Behörde nicht ufriedcn rst, dcr Rechtswex zu. - Die cntge enstehende Vorschrift dcr Yeaffauischen Verordnung 5/26. August 181 wird aufgehobe11.a „
Der Referent Abg. Dr. Br 11 u n (WreSHaden) hatte ursprüng- lich beantragt, das Haus der Abgeordneten one beschließen: dem vorbezeichneten Geseß-Enrwurfc d1e verfassungsmäßige .u- ßimmun zu crtherlcn,“ zog ]eddrh diesen Antrag zu Gun ten des nach olgcnden Vcrbefferungs-Vorschlages des Abg. vox Gucrard zuruck:
»Das Haus der Abge rdnetcn wolle beschließen, folgendem Ge- scßcntwurf dre verfassungsn-"ßige Zustimmung zu geben: Gcscß-Ent- wurf, betreffend das Expror-rtations-Verfahrcn im Bezirk drs Justiz-
Senats zu Ehrenbreitstein. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von- Preußenrc, derordncn nut Zustimmung beider „Häuser des Landtages unserer Monarrhre,w1e folgt: Z. 1. Die zrvangsrvci- en Eigcnthums-Ent- ziehungen aus_Gru11den dcs öffentlrchcn Wohls erfolgen fortan im Be- zirkc des Justrz-Senats zu Ehrenbreitstein in der Art, das;, wenn
über den Betrag der Entschädigung kein Einverständnis; stattfindet, dcr- selbc nach dem Ermessen vcreidrtcr Sachverständiger zu be immen ist. Die Regierung ernennt die Taxatorcn und leitet das bschäßungs- verfahren unter Zuziehung beider Thc.'..-. Dcr Eigenthümcr ist ver- pflichtet, gegen Empfang odcr gerichtliche Depofition des von der Re- gierung festgesetzten Taxwert-hs das Grundstück dcm Expropriations- Berechtigten zu übergeben und wird näthigenfalls von der Regierung hierzu angehalten. Gegen die Festseyuna der Entschädigung kann in- nerhalb drcier Monate, vom Tage der Jnfinuation dcs Resoluts an erechnet, von beiden Theile» auf richterliche Entscheidun über den
erth angetragen werden. Ein anderer Rekurs argen dtc Höhe der Entschädigung findet nicht statt. Z. 2. Das nassauischc Edikt vom 25. und 26. August 1812, betreffend die Enfchädigung wegen Weg- enommenrn Prwat-Eigrnthums, wird fiir cn Bezirk des Justiz- chats zu Ehrenbreitstein aufgehoben».
Drr Handels-Miniftcr Graf von Ißenpliß erklärte, die Königlrche Staatsregierung sei mit dicsenrAntrage einverstan- den, wenn dadurch den Wünschen der rechtsrheinischen Bevölke- rt-mg entsprochen werde. Auch die Abgg. Frech und Boehmer nahmen 111111111ehr'ihrrn urspriinglichen Antrag zu Gunsten, des von Guerard'schcn zurück und der lcytcrc wurdc sodann mit roßer Majorrtät angrndnnncn. Es folgte der sechste Gegen-
and der Tagcs-Ordnung: der 111iindl'ichc Bericht der Kom- misfion zur Prüfung des StaatßhauLhaltL-Ekats Über den acht- zehnten Bericht der Staatsschuldcn-Kommifsion über die Ver- waltung des Staatsschuldrnwefrns im Jahre 1866. Der Berichterstatter Abgeordneter Aßmann beantragte: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: der König- lichen Hauptverwaltung der Staatsschulden über folgende Rechnungen Decharge zu crthcilcn: «4, die Rechnungen der Staatsschuldcn-Tilgmrgskasse fiir das Jahr 1866: 1. über den Hauptfonds; 11. über die Tilgungsfdnds: 1) der Staatsschuld- ichcinc, 2) der Ku'rmärkifchcn Schuldverschrerbrmgcn, _ 3) der Neumärkifchen Schuldverschrcibungc11, 4) der prdv111zrc[1_e11 Staatsschulden, 5) der Staatsanleihen Von 1848, 6) vor1_18_00, 7) von 1852, 8) von 1853, 9) von 1854, 10) der _StaatS-Prämren- Anleihe von 1855, 11) der zweiten Staatsanlcrhe _von1855, 12) der Staatsanleihe von 1856, 13) der Staatsanlerhe von 1857, 14) der Staatsanleihe von 1859, 15) der zwcrten Stagts- Anleihe von 1859, 16) der Staatsanleihe von 1862; 111. Über den Depositalfdnds nebst Effekten-Rechnung,“ ]Y. uber den Be- triebsfouds 1111-1111 Effrkten-Rrchnung; 17. über dre Verwaltungs- kosten,“ 13. die Rechnungen der Eisenbahn-Hauptkascn Über Ver- zinsung und Tilgung dcr Actien und Oblrgaxronen: 1 der Niederschlesisch-Märkischcn und 2) der Münstcr-Hammer 1se11- bahn für 1866; (ck. die Rechnungen der Kontrolc der Staats- papicre: 8) das D0ku111c11tr11-Tableaufiir 1866, d) dre Rechnun- gen iibcr die Verbriefung und Artsgade neuer Coupons: 1) der Staats-Anleihe von 1853, 2) der StaatZ-Anlcihc von 1857 und 3) dcr Niedcrschlesisch-Märkifchen Eisrndahnschulden fiir drc Jahre 1863 bis 1866. Der Referent konstatirte, daß _dre Kommrssron in dem Berichte überail der rößtcn Gründlichkert und Ordnung begegnet sei, Das Haus bc chloß dcm Antrage gcmaßz -_ Es folgte der siebente Gegenstand der Tagesordnung: Mundlrchcr Bericht der Kommission zur PrüfunB des Staatshaushalts- Etats Über die den beidanäusrrn dcs andtages nnttelst A(ler- höchster Ermächtigung- vom 20. November 1867 zur Ent- !Nstung der Staats-Rrgierung vorgelegte allgrmeme Rechnu11g uber den Staatshaushalt des Jahres 1864 nut der besonderen Rechnung von den Einnahmen und Qlusgaben der Hohen- zollern'schcn Lande, den Bemerkungen dcr Obcr-Nechnungs- Kammer, der Rechnung der Rendantur des Staatsschaßcs nebst den zu dieser gehörenden Bemerkungen der O_ber-Rcchnungs- Kammer und den iibri cn Anlagen. - DerVerrchtrrßatfer Abg. Dr. Virchow empfahl olgcndanntrag der Kdunmsston: *Das
Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die Entlastung derKönigl.
Staats-Re ierung in Bezug auf die allgemeine Rechnung über den Staats au halt des Jahres 1864,sowiei11 Bezug auf dre _Verwal- tung de Staatsschayrs für daffclbeIahr auszusprechen. DreserAn-
1ng der Kommission wurde mit großer Majorität angenommen. CI folgte _der achte Gegenstand der Tages-Ordnung. Schluß- berarhrrng ubrr den _Antrag der Abg.Born und Genossen: Die Königliche StgatSregrerung aufzufordern, dcm dermaligcn even- tuell drm nachftfolgenden Landtage eine Gescßes-Borlaße zur Berathrrng 1: ck Beschlußfassung vorzulegen, bezweckend ie für den Regrerung. .*ezrrk _Wcmdaden erlassene Königlrche Verordnun vom 2. September 1867 (ermgc Abänderungen in der Her 0 li
mssaruschen Yerordnung vom 12. September 1829, MF Her fkhrcn der 61uter-Consolrßdatwnen betreffend) außer Geseßeskraft zu setzen. Der Antra des Referenten, Abg.Gleim, lautete:
Das Haus der A geordneten Wolle beschließen: 1) den von den Abgeordnetrn Born und Grnosscn geftelltanntrag in der allgemeinen
_assunq, nur er gestellt worden, abzulehnen, dagegen aber 2) die König- 1§_he Staatsregrcrung aufz_ufordcrn , drm dcrmaligcn, eventuell dem nach|folgcnden Landtage eme Gesetzesvorlage zur Berathnng und Be- Ychxrtßfassung vorzulegen, bezweckcnd dcn§ 2 der Vcrordnunq vom .Ueptenx-brr 1867, b_etreffcnd dicGütcr-Consolidation im Regiérungs- Bezrrf Wresbaden, mrt Llus11ahme dcs Hinterlandkreises (Gcscß-Samm- lung YZF. 1462), gqnz, und den Z. 4 Saß 2 derselben Verordnung, so wett cr dre B**stnnmung des Consolidations-(Hcomcters betrifft, aufzuheben, und d1e__durch diése Bestimmungen abgeänderten früheren ZFÖXWWZÉ nassau11chcn Rechtes wiederhrrzustellen, beziehungsweise
Nachdem der Abgeordnete Gleim seinen Antrag befür- wortet hatte, nahmcnwcrtrr das Wort die Abgeordneten Vorn und Dr, Braun (Wresbaden) und der Minister für die land- wrrthsehaftlrchen Angelegeyheiten, v o 11 S e lch ow.
Nach Schluß der Derusfion und 11achden1 der Abgeordnete Born fernen Antrag zurückgezogen hatte, wurde der zweite An- trag des Referenten angenommen.
Um 4_ Uhr 35 Minuten wurde die Sißung geschlossen.
- Dre heutrgc (56) Plenar-Sißung des Abgeordneten- hauses wurde vom Präsidenten von Forckenbeck um 101 Uhr crdffnet._
Am Mmrstrrtrsche befanden sich der Finanzminister Freiherr von der Heydt, _dcr Handelsminister Graf von Ihenpliß, der Munster für dre _landwrrthschaftlichen Angelegenheiten von Selchow, der Justrzmmißcr Ur.-Le011hardt und mehrere Regrerrmgs-Kommiffare.
Vor Eintrrtt des Hauses in die Tages-Ordnung erklärte der Abg. Frhr.__vo11 Hoverdeck, daß er auf Grund der von ihm der_lesrnen Erklarung dcs Rrgierungs-Kommiffars, den in Ge- meinschaft 111.1t dcm Abg,_von Sauckcn (Julienfride) gestellten Antrag auf Steuer-Erlaß m Ost-Prrrtßrn wieder zurückziehe.
Dre Verlesung dcr Interpellation des Abgeordneten Windt- horst(MePpr11) wurde bis zum Schkuffe der heutigen Bera- thu11_§;_en ausgeseYt. Es wurde hierauf von dem Abg. Agricola ais eferent dcr Kommissionen für Finanzen und Zölle und fur Handel _11nd GeWcrbe mündlicher Bericht 1) Über den mrt der Pfrinnerschaftlichcn Saline zu Halle 11. d. S. am 7. Februar 1868 abgeschldffcnen Vergleich, und 2) Über den mit den Jntereffentexr dcr Salmr zu Lüneburg am 10. Dezember 1867_abgeschlds1rne11 Vergleich, sowie über die Petition dcs Magrstrats der Stadt Halle erstattet.
Der Antrag der Konmrissidnen:
Das Haus dcr Abgeordneten wolle beschließen: zu den vor- hlxzrlichnetcn Vergleichen die verfassungsrn'äßigc Zustimmung zu er- cr en, _ Wurde mit großer Majorität angenommen.
Den Bericht der )(117. Kommission zur Vorderathung des Entwurfes eines Gesches, betreffend dieEinfiihrung von Grund- 1111d Hypotheken-Büchern und die Verpfändung von Sceschiffrn in Neu-Vorpdnnncrn und Rügen, erstattete der Abg. Wagener (Franzburg). In der Generaldiskussion ergriff nur der Abg. Or, Waldeck das Wort.
Der Justiz = Minister 131: Leonhardt Vertheidigtc dcn Geschentwurf, der hierauf ohne DiSkussion nach den Beschlüssen des Herrenhauses im Ganzen mit großer Majorität angenom- men wurde. _
Es fol te die Beschlußfassung iiber die gcschäftluhe Behand- lung der esey-Errtwürfe: _
3) betreffend die fernere Geltung der Verdrdmrng [1011130221111 1849 (Gesc =Sammlung S. 205) für drr Wahlen zum Hause der bgcordncten 111 den durch die Gesche _vom 20, September und 24. Dezember18661111t drr prcußrschen Monarchie vereinigten Landesthcilcn, _
. 5) betreffend die anderweitige Feststrllrmg dcr Wahlbczrrke fiir das Haus der Abgeordneten. _ _
Nach einer län eren DiZkussion , «111 wclchkr sick) dre Ab- geordneten von Vin “e,(Mir1dcn ,_ von Unruh, Graf Schwerm, Tivcsten, Frhr.vo11Hovcrbeck, ?.»mdthOksl (Meppen) UNd LaZker betheiligtcn, wurde beschloffrn, dcn GrscH-Errtwurf _zu 1. einer Ko111m11sion von 21 Mitgliedern zu ubcrwerscn, dre Beschluß- faffung über die Vorlage zu 2. aber auszusehen, _ _
Den Bericht der Konnnisnon fur Finanzen und Zölle Über den Entwurf eines Geseßcs wegen Aenderung der Stcmpelsteuer
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