1889 / 2 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 03 Jan 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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.rung überwunden werden.“

2113775?stme „sich, auf 21 25,6. 90.7 ?Pfd. Sterl. gegen

so würde die ebegeb r von vier, rozent. méltbe eine Ver- gütung für d e mit ieser Ei img verbundene M _ walnm sein soll, zu medrig ein. Bei Einzie ' .“ sämmtlScben Beiträge dagegenxird der ver ltnißmäß e ebr- aufmand an Mühe und Kosten, welchen d e kleineren Beträge verursachen, durch die' mühelosere Einziehung bei den größeren Beträgen aus glichen werden. Unberü .rt bleibt iervon selbfiverüändliäß der Fall, wenn die Gemeindebehörde tc!) da- mit einverstanden er lärt, daß die Verficherungöan lt von Unternehmern die zu jener Gemeinde e ören, die rämie'n unmittelbar emhebt; einem solchen V a ren würde iessetts nichts entgegenstehen.

_ Der hieß e amerikanische Gesandte, George H. endleton, s? na Berlin zurüxkgekehrt und hat die EÜ. äfte der Gesandtschat wieder übernommen.

* _ Der General-Lieutenant von Arnim, Commatxdeur derl“?ß Division, hat Berlin nach beendetem Urlaub Wieder ver 0 en. -

_ Der Prinz Albert zu Sachsen-„Nltenburg, Herzo zu Sach en, Durchlaucht,“ General-ngor ä 1a_su1to der rmee, wel er vom 1. Januar d. I. ab bis axxfotxeres zur Dienstleistung bei dem Stabe der Garde-Kavallerte-Dwtfiyn kxmmandirt worden, ist zum Antritt dieses Kommandos hter «getroffen.

Baden. KarlSru e, 2. Januar. (W. T. Dei; Großherzog hat bei em Jahresschluß dem taats- Minister Turban sowie den Mitgliedern des Staats- Ministeriums ein Handjohreiben zugehen [affen m welchem es heißt: „Sehr befriedigend estaltet fick) inen) Rück- blick, wenn ich n erme en suche, wel e Stüße mtr m dem ereignißreichen ahr 18 von denen u Theil wuxde, die mit mir die Sorgen und ?Lftichten der Regierung zu iheixen berufen md. Zhnen zunächt sage ich meinen aufrtchttgen Dank ür alle Hülfe, die Sie wir stets und in allen Lagen mit Jo großer Hingebung gewährt haben. Frei von aUer Selb t- liebe und frei von Vorurtheilen stehen Sie-über den weck)- selnden TageSans-hauzmgen der Parteistandpunkte und helfen dadurch das Steuerruder durch dis Hochfluthen sicher lenken. In gleicher Dankbarkeit schäße Lck) dis Treue und Mit- wirkung der Mitglieder des StaatS-Mmisteriums an den vielfachen, ihnen obliegenden, zum Theil so schwierigen Re- ierungSarbetten und ergreife diZen Anlaß, Ihnen Allen für

ck

hr treues Waltes und erfolgrei es Wirken meinen warmen

ank zu sagen. Wie bisher, 0 baue ich auch im neuen Jahre auf Ihren und Ihrer KoUegen treuen Beistand und hoffe, daß es Ihrer gemeinsamen Flirsorge gelingen wird, die vielfachen Aufgaben, welche das-Landesintereffe zu behan- deln erfordert, zu gutem Ziele u führen. Trachten wir dar- nach, daß die Störungen in die?er Arbeit, welche so lei t aus dem leidenschaftlichen Kampfe der Parteianschauungen ich er- geben können, durch die möglichste Unbefangenheit der Regie-

Sachseu-Weimar-Eisenatx. Weimar, 2. ?änuar. HTH. C.) Am Großherzogli en Hofe unterblie en die onst am Neujahrsta e üblichen Empfänge mit Rücksicht auf die schwere Erkrcm pg der Erbgroßherzogin. Der Gro „herzog und die Grdßherzogin empfirJen außer den “ofstqaten nux das thsterirzm. _ In dem efinden der Erb roßherzogin hält die seit einigen Ta en ein- getretene endung zum Bessern an, sodaß die offnung qusfchbgltdige Wiederherstellung der hohen Kranken gerechtlsertigt er em .

Der neugewählte 0xdex1tliche Landtag des Großherzog- thums wird nach den- [US 1th geltenden Absichten im Laufe des Februar zusammentreten.

Anhalt. Dessau, 30. Dezember. (Anh. St.-A.) Der

Kürst von Schwarzburg-Sondershausen ist heute orgen von hier nach Sondershausen abgereist.

Oefterreixlnyu ara. Wien, 2. Januar. (Presse.) Die WeYrgeseH-kommi sion des Herrenhauses wird am näch ten Monta-Z die Debatte über das Wehrgeseh ab- schließen. _ Ge"tern_ Nachmittag fand in der Hofburg unter dem Vorsitz des Kaisers die erste Militärsisung in An- gelegenheit der Reform des Exercier-Reglements statt.

_ 2. Januar. (W. T. B.) Wie das „Telegraphen- Korrespondenz-Vureau“ vernimmt, wurden zu Mit liedern des Herrenhauses ernanyt: Geheim-Rath Ri ard Graf Clam = Martiniß, der Präsident der niederösterreichischen

Handekskaminer Rudolf sbary , der Land - Marschall vdn Nieder-Qefterreich Chmstian Graf Kinsky, der Käm- merer Rohann Gra Ledebur-Wichejn der Proipst des

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Kollegiqték'apitels V „sehrad, ])1'. Anton_ enz, der Kämmerer Arthur Graf Potoc 1, der Dom-Baumetster Friedrich Baron Schmidt, der Ministerial-Nath in ?Zenfion Fran Ritter von Schneider, der Univerfitäts-Pro essor, Hofrat Ritter von Sickel, der zweite Präsident des Obersten Gerichtshofs, von Strem r, der Kämmerer und Gutsbefiver Franz Graf Thun-«Holéen tein-Sardegnaund der Geheim-Ralh und Gesandte Kaxl. Fre herr von Frankenstein.

Gro britaunien und Irland. London, 2. Januar. A. C? er „Herzo von E'dinburg, welcher eit der

eier es RegierungS- ubiläums der Königin, im Juni 1887, von “England abwesend ist, übergiebt im März den Ober- befehl über das britische "Mittelomeergeschwader an einen Nachfolger, den Admiral Hosktns und kehrt nach Lon on zurück.

Mr. Lexo-nard Courtney, der Vorsitzende der Aus- schu sißungen des auses der Gemeinen, und Baron Henry de orm-s, der nter-Staatssekretär für die Kolonien, smd zu Yitgliedern d-e-s gehe1men Staa-ts-caths ernannt wor „n.

Das Handexsamt hat die Gründer des L'anal- Tu nnels benaém'chtigt: es werde ;wie ehedem die Pflicht-der Regierung se 11, die, Vorlage .für die Gewä . ng der Etla'ubniß "zur WiedeX-auf'na _me der er nchs- arbeiten, deren Einbringung un arlament beabficht t-sei, zu [xe ä-mpfen.

„roßxbritanniens Staatsemkünfte 111 dem am 31- :beendigten dritten QuarEal des- laufenden

. , . Sterl. im entsprechenden Quartal des Jahres 1887, also ma. 109 427 Pfd. Sterl. weniger. Stempelge'fälle,

,- Heimath, j

“' xnm'en einen Minderertraß von“ 350000

Ster xinM-r * von 240573105. Stekl. aus den . - _ „'*', ber “Tettau esieuer, der Telegraphen- vmvaltu 051ändereien, der Su kanal-Aktienverzin-

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sung und anderen Einkünften gegenüb. ellt._ den bis jeßx verflossenen drei Quartalen des Fuzanzxa res 1888/89 weisen 'die StaatSeinnahmen, verglichen mtt dem ent prechen- den Zeitraum des vorhergehenden Jahres, eine "Zuna me von 371 162 KYb. Sterl. auf.

Aus irma liegen folgende Telegramme der „Times“ vor:

Rangun, 29. Dezember. Sawla aw, Häuptling der _Rotbe'n Karenz, ist den gegen ibn gesandten rappen entgegengeruckt mtt 500 ManBevon denen 300. bewaffnet waren, und hat das große, auf britischem biet liegende Dorf Ky a u k m y a t geplündert. In Kvaukmvat lagen mit 40 Militär-Poli isten und erwarteten dieselben de_n Angriff in ihren befestigten Baracken. Oberst Harvey, der Befehlshaber des von Unter-Birma gegen Sawlapaw außgefchickten Zuges, sandte eine Abtheilung zur Verstärkung. Als dre leßtere ankam, batte sicb Sawlapaw schon zurückgezogen. Oberst Harvey hat von Rangun Verstärkungen erhalten. Zu leicbistibm aber der Beer ertbeilt wvrden, in seinem Vormarsch innezu alten und die Grenze; zu schusen. Es werden noch zwei weitere Kämpfe KY)?" der Militärpolizei und den An- hängern Sawlapaw's berkcbtet. Haupttrupp, welcher gegen ihn vprrückt, ist von Fort Stedman außmarsäbirt und wird sicb beute bei Sabat konzentriren und morgen_ nach Tawlow zu aufbrechen. Die siamesischen Grenzbeamten unter'tüyen unsere Truppen aufs Herz- lichfie. Von Bbamo ist eine Abtheilung Truppen auf ebrocben, um die Militärpolizei in Mogoun in der Bestrafung von ünf Kaebyen- stämmen zu unterstüßen. Im Geka'angni von Schwebo meuterten die Gefan- genen und versuchten zu entfliehen. ei der Unterdrückung der Revolte

wurden 7 Sträflinge von den Posten getödtet und 3 verwandet.

Das Militär batte jedoch selbst aucb 1 Todten und 4 Verwundete. Nach dem „Mandalay erald“ batte der Fluchtversuch darin semen Gsund, da- die Sträf inge Jnsurgenten waren, welche ihre Waffen freiwiklig a geliefert batten, in der Hoffnung, begnadigt zu werden. Trotzdem waren e eingesperrt worden . .

"Jm Yau- ande in Ober-Birma ist eme aufständiscbe Bewegung auSgebrochen. Hundert Mann britische Infanterie und 200 Sepovs sind von 'Pokoko abmarschirt, um die unweit Eungaw stehenden Au-frtändischen anzugreifen.

Frankreich. Paris, 2. Januar. (W. T. B.) Der Zustand des Minister-Prästdenten Floquet, welcher sich bereits seit einiger Zeit in Folge emer Erkältung, unwohl Fühlt, hat fich durch die ge rigen Empfänge etxvas ver- hcllZlimmert und ist der Minister gezwungen, das Zimmer zu

ten.

Ru land und Polen. St. Petersburg, 3. Januar. (W. T. .) Das „Journal de' St. Stersbourg“ weist auf die das Vertrauen auf die Erha tung des Friedens ausdrückenden Antworten hin, welche der Köntg 'von Italien und der ungari che Minisxer-Prästdent von Tisza auf die ihnen dargebra ten NeYaYrSglückwünsch'e xr- 1heilten, und bemerkt dazu: 2180 öl er wünschen aufrichtig, daßchdas Jahr 1889 diesen glücklichen Voraussagungen ent- pre e. '

Dem „Rusfis en Invaliden“ zufolge hat der Kaiser die Etats für die ntendantur, für den Lasttratn der Gebirgs-Batterien u Fuß und zu Pferde, sowie fZir den der fliegenden _und mo ilen, Artillerie-Parks bestätigt.

Griechenland. AFEU, '2. Januar. (W. T. B.) Die Unionbank in ien- hat mit .der hiesigen R_e- ie-rung einen Vertrag abgeschlossen, nach wel em die- elbe Loose im Betrage von 20 Millionen xancs nominalkübernimmt, welche für Zwecke der archäologtschen Gekszellschaft außgegeben und vom Staat garantirt wer en.

Serbien. Belgrad, 2. Januar. (W. T. B.) Bei der Berathung über den Verfassungsentwurf in der heu- tigen Sißung der Skupschtina fungirten als Referenten der _Ausschuß-Majorität Stojan Ribaraz (liberal) und Stojan Protic (radikal. Leéterer verlas den Bericht, welcher die Vorzüge des ntwur s hervorhebt und die Annahme des- selben empfiehlt. An der Debatte bethxiligten sich der Liberale Kundovic und der Radikale Iovanoptc. Der Vertchterstatter der Minorität, Maksimovic erkannte dzezVorzügeder neuen Ver- fassung an,. meinte jedo : hinsichtlich der persönlichen und olitifchen Freiheiten sei Manches außgeblieben, auf das as erbische Volk mit Recht Anspruch erheben könnte, Der erichtersiatter der Majorität, Ribaraz, hielt die Schluß- rede, in welcher derselbe betonte: der König habe verfassungs- mäßig das Recht, die unveränderte Annahme des Entwurfs uverlangen. Der Minister 'des Aeußern, Mijatovic, be- Lchwor die Versammlung mn begeilxterten Worten, das Ver- assungßprojekt einstimmig an'zune men; dasselbe sei ein Geschenk des KönRs; das serbusche Volk möge einen Beweis einer politischen eife liefern, indem es durch einstimmige nnahme des Entwurfs Demjeni en Dank zolLe, der es frei- willig mit der Freiheit beschenkt abe. Die Skupschtina nahm hierauf mit 494 gegen 73 Stimmen “den Verfaffungßentwurf «zu 13100 an. DreiDeputirte enthielten sich der Abstimmung, 17 waren abwesend. Dieses Resultat wurde mit großer Begeisterung aufgenommen.

Amerika. Philadelphia, 31. Dezember. (A. C.) Der Kon reß wird, seine Arbeiten) am nächsten Mittwoch wieder au nehmen; der Senat wrrd über die Tarif-Bill berathen und das Repräsentantenhaus zuerst die Nicaragua-Kanal-Bill vornehmen.

Zeitungsstimmen.

,Das ,Dxesdener. ournal“ äußert unter der Ueber- scbrtß: olmsche Rückbli e“:

.„§n Sor en haben wir das Jahr 1888 begonnen, in Rabe durften wir's durcble en und mit boffendem Ausblick auf das neue Jahr haben wir es soeben beschlolxsen. DerSe en friedlicher Tage lag auf un erer Arbeit und förderte ülfreicb das erk- unseres Geistes und un erer Hände; das Glück ungestörten nationalen usammenlebens ließ uns die gebietende Macht.,des geeinten großen aterlandes recht er ennen und-schä en und es gab uns- vermehrte Kraft in dem Streben, des Reichs nneren Bau zu vollenden und allem Guten Wahren und Schönen in deutkchen Gauen „eine Stätte xu scha7fen, die nach menschlichem Diin en geschirmt ,ist gYen die Fugungen des Stbicksals, gegen das'Wechselßpiel kommender reiJiffe. Von Herzen gedankt sei darum der bo en, Klugheit unserer tgatsleitungen, daß e die a Europa vor den Gräueln eines mehrfach dro enden Krieges bewahrten. Denn mit Stolz darf es der Deutsche sagen, daß seiner einflußreicben Männer Weisheit, 1ein_es Volks Webrkraft aueh in diesem Jahre die fremde Unbesonnenheit und Begehrlichkeit in un- blutigem Kampf niedergezwungen haben, troßdem es im eigenen

Bemösens- undkkinkommensieuer und Postverwaltung er-

use viel Leid zu extremen und mancherlei Unfrieden zu be- ämpfen galt. -

_- des Handels eine

"1886 und 1887 'das weitaus beste gewesen *1888 sa en, daß, von Außnabmen natürlkch

* Den greifen Si sten nabm uns der man der Natur, den „cdl So : ', „te :.»berzlose Laune des eschi 0. Zwei Kaiser r , . a *r “fiand dus Reit!) und in herrlicher Treue bewäbrten ck ,die d'euthn Men. Nicht obne Gefahren für - des Staats gedeihlicbe und in lange erkrobten Formen geleitete Entwickelun nicht ohne Besorgniffe um d e ungestörte Fortarbeit der mit vie -. jähriger Sorgfalt und Erfahrung einsichtsvoll gegliederten Reichs- or ane verlief die kur e Regierungszeit des todtkranken Monarchen. it unberechtigtem Se bstbewußt em durfte eine Kartei ihr Haupt «Heben, die seit beinahe einem Ia rzehnt an der dur schaffensfreudiges Mühen / gewonnenen innerpolitiscbe'n Hebung des Vaterlandes “den allergeringsten Ansbeil genommen und oft genug das emporrollende Rad des .Fortscbrittß' in doktrinärer Verneinuna aufgehalten hat; und in dem unerquicklicben Streit, den dieser raktion anmaßendes Gebabren zu erregen wußte, konnte das Anse en der Kaiserlichen Stellung nicht an Umfang gewinnen. Daß in dem leidenschaftlkrb efübrten Kampf auch von hüben allzu scharfe Streiche fielen, er- Zöbte die Schwerkraft des endlichen Aus angs und steigerte die Reiz- barkeit der Parteien in so außerordentli cm Maße, daß neben der Person des Kaisers auch diejenigen Männer von dem aufwirbelnden Sbtßutbe berüört wurden, denen Deutschlands: ungetheilte Dankbarkeit ge r .

Der Tod des heldenbaften Dulders endete alle Hoffnungen und Befürchtungen; es war ihm nxcht mehr vergönnt, auch durch sein Beispiel die Thatsache zu erbarten, daß ein deutscher Kaiser mit keiner ungetbeilten Neigung bei der -. großen Mehrzahl derjenigen einer Landeskinder steht, die er oder seine Vorgänger als un- wandelbar treu und deutsch gesinnt erkannt haben. Ein jugendkräftiger Herrscher bestieg den Thron, und schnell gewannen ihm sein'es Wesens maßvoüe Art, die Spannkraft und die frixdselige Auffaffun seines Berufs die Herzen der Nation. Auf seinen Friedensfa rten eroberte er sick) die bewun- dernde Theilnabme fremder BUMI ein FriedenSgast weilte er beim

s einer Handlungm

russischen Czaren, ein aufrichti er reund tauschte er mit Oesterreich- Ungarns und Italiens Monar en ru? und Kuß, und ab „so der Welt das überzeugende Versprechen, mt seinem ganzen önnen und Wollen über Europas Ruhe getreue Macht zu halten.

Ibn lockt nur dex Lorbeer friedlicher Arbeit und Mancherlei ist während seiner Reacexung schoii gethan und vorbereitet, um den schwer erworbezten BeftÖ des Reichs zu wahren und das 2008 der vom Segen außeren lücks wenig begünstigten Untertbanen nach Möglichkeit zu bessern. Seine vornehmste Sor e widmete der Kaiser, wie er gelobt, dem kostbaren Vermächtni seines Groß- vaters, der Weiterfüerun der sozialen Geseßgebung; bereits bat die Regierung dem arlament einen Entwurf unterbreitet, der des Arbeiters hohe Lebensjahre vor Kummer und Noth schützen sol], und man darf wobl der Hoffnung Raum

eben , daß diese energievolle Arbeit unserer Staats- eitun en, wenn auch in Einzelheiten geändert und verbessert, zu That- säcbli er Verwertbung achangen und den staatsfeindlichen Bestre- bungen der Sozialdemokratie einen wesentlichen Theil ihrer Grund- lage entziehen wird.

Kann damit in naher Frist das siaaklicbe (Gebäude durch einen neuen sozialen Pfeiler gestützt werden, so hat sicb uns auch die Mög- lichkeit cröffnet, in absehbarer Zeit den rechtlichen Unterbau des Reichs durch das Inkrafttreten des deutschen bürgerlichen Gesesbuchs Zu vollenden, wenngleixb es noch eines an sicbbeträchtlicben Zeitraums

edürfen wird, „ehe dte,vrelfach verschiedena'ftige und theilweise ab- fälLiY3 Beurchtlun in thxem Werth gewürdigt und bei der Feilung des erks beruckfi igt wird.

Auf den starkverzwxigten Gebieten des Handels und der Industrie machte fich besonders seit der" Tbronbesteigung-Kaiser Wilbelm's, die den Blick in die Zukunft sebaxfte und erhellte, eine große Reg amkeit bemerkbar und mit, unerschöpftem Eifer ist man tbätig. den rzeug- nissen deutschen Flet es und de_utsayer Geschicklichkeit einen stetig ver- breiterten Absaßmart zu scha en und den Vorzügen unserer mate- riellen Kultur in „al1en egenden der Windrose gebührende Anerkennung zu gewinnen. Daß diesen Bemühungen meist'ens der Erfolg zur, Seite steht, ist in erwäbnenSwertbem Maße auch der bülfrerchen Tbeilnahme der Kaiserlichen Regierung zu danken, die durch tbr tbatkräftiges Einschreiten gegen den entsetzlichen Sklavenhandel auch die Segnungen geistiger Kultur da mit aüem Nachdruck in ihre Obhut nimmt, wd fie im Auslande noch keinen Ein- gang gefunden und menschenunwürdige Zustände zu vermindern oder aufzuheben nicht vermocbt baben. _

So ist das geendete Jahr in seinen für uns bestimmten Gaben sebr launisch gewesen, es hat unsere Herzen, unsere Gedanken schwer erschüttert, aber es.bat uns auch über viele leidvollen und betrübendcn Geschehnisse und Exfahrungen getröstet und uns mit froher Hoffnung erfüllt auf eine lichtete Zukunft. Möge ste uns bold sein und des Deutschen Reichs Macht und Größe schirmen und erhöhen!

_ Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ bemerkt:

Wie am Schluß eines Jahres der Einzelne sick) sofort Rechen- schaft über die während desselben erarbeiteten wirtbscbaftlichen Erfolge ablegt, so haben auch die nationalen Wirthscbafthemeinscbaften den erfw, möglichst bald und fieber zu erfahren, wie fich für sie als Gesammtheit das Resultat einer IabreSarbeitstellt. Für diesen Zweck das erforderli e Material zu beschaffen, ist die Aufgabe der bericht- erstatteuden T ätigkeit, welche Handelskammern und sonstige wirth- scbaftlicbc Organisationen entfalten.

Diese Berichterstattung erfolgt jedoch meist erst, nachdem eine längere Zeit verstrichen ist; der Mehrzahl nacb erscheinen die Berichte der Handelskammern erst im Hochsommer. Desto dankenSWerther ist es daher, wenn einzelne Kammern bereits am Jahresschluß ibren Kommittenten vorläufige Ueberficbten über die wirthscbaftlichen Ergeb- niffe des zur Rüste gegangenen Jahres unterbreiten, aus denen dann bereits auf das aus sammtlisben später erscheinenden definitiven Be- lr)i_chftcn zu abstrahirende Gesammtrefultat Schlüsse gezogen werden

ur en.

Solche vorläufigen Berichte liegen bereits aus Hamburg und Mannheim vor. Die Handelskammer der ersten Hafenstadt Deutsch- lands erstattete, wie stets, so auch dieSmal am lehten Tage des Jahres „einem ebrbaren Kaufmann“ Bericht über ihre geschaftliche Thätigkeit in Verfolgung der speziel! das Interesse des dortigen Han- dels berührenden Angélegenheiten. Dabei wurde jedoch, wie schon er- wähnt, auch über die wirtbschaftlicbe Gesammtlage ein, und zwar recht erfreuliibes Urtbeil abgegeben. Wenn konstatirt werden darf, nach Ueberwindung der im Anfang des Jahres hervoxgetretenen politischen Beunrukxigungen at sicb „auf aUen Gebieten

lebhafte Thätigkeit entfaltet“ ,- so läßt sich schon hieraus ein dem wirtbscbaftlicben Gesammtergebm günstiger Schluß ziehen. Noch mehr ist dieses der Fa , wenn gesagt werden * kann: das mvortgescbäft dürfe als ein „recht günstiges“ bezeichm-t werden, das elbe babe so ar theilweise eine erhebliche Ausvebnung erfahren und für den Ausfuhr andes" könne ,ein noch bedeutendere; Aufschwung“ konskatirt werden. Die für den Export arbeiLenden deutjcben Industrien seien „während des ganzen Jahres lebhaft beschäftigt“ gewesen und hätten zum Theil wenigstens ihre [Preise erhöhen können. Als-bezeicbnend hebt der banseatifcbé-Bericbt e_rvor, .qu das ominöse Wort ,UebeIxoduktion", welches in den meisten Verkehrsber ten der levten “5“ eine so gro e Rolle spielte, in diesem Ja 're fast ganzaus densek e-u verschwunden st.“ Für die inländi chen Verhältnisse der wirtbstbdftlichen Lage giebt der Hamburgis e Bericht einen Beurtheilungsmaßstab, indem er betont, die starke Zunahme des Waatenverkehrs auf den deutschen Eisen- bahnen zeuge für die Lebhaftigkeit des inyeren deutschen Handels.

Mit den hierin gegebenen Gefichtßpunkten für die euribeilung der Wirtbscbaftslage von 1888 stimmt es überein, was die Mann- heimer ?andelökammer für ihren Gesckxäftsbezirk“ "erklärt: wenn sie vom Ia re 1887 hätte sagen können, es sei voii den Jahren 1885 so dürfte "ste vom Jahre

ab xseben, Handel nnd Industr e eine recht befriedigende Periode abgescßloffen haben. Das

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einzige, allerdings schwer Bedauerlicbe sei, "daß die Ernte in ganz Deutschland eine weder Quantitativ, noch qualitativ gute ewesen.

' Vorstehende!!! i die Beurtbeilung der wirtbscha tli en Er- .gebni e des abgelaufenen Jahres Seitens unseres gtöJzen See andels- ;plaßes und eines Platzes gegeben, der im imeren irtbschaftsleben .eine bervorra ende Stelle einnimmt: beide stimmen darin überein, daß diese Ergebni e günstige genannt werden dürfen,

Wenn nun auch die bereits bekannt gewordenen Berichte'über die .in der Koblen- und Eisenindustrie, im Schiffbau und im Lokomotiv- Bau obwaltenden Verhältnisse im Allgemeinen günstig lauten, wenn der Eisenbahnverkehr ganz allgemein größere Einnahmen ergeben hat, dann wird man mit Fug und Recht die Erwartung “aussprechen dürfen, das; das schließlicbe definitive Urtbeil über unsere Wirthschafts- lage und unsere Wirthschafföerfolge im Jahre 1888 günstiger lauten wird, als man nach bis in die letzte Zeit vermutblick) zu stark betonten Einzelerscheinungen glaubte annehmen zu dürfen.

Daß natürlich der von der Mannheimer Kammer betonte Um- stand einer xcblecbten Ernte einen Schatten in das günstigere Bild der wirtbscba tlicben Lage wirft, liegt auf der Hand.

_ In, einem von der „Weser-Zeitungé veröffent- xlichten Bextchte der Bremer ?andelskammer über die Geschäfts- thätigkett tm Jahre 1888 he: t es:

Das geschäftliche Ergebnis; des verflossenen Jahres kann troß der erschütternden polijischen Ereignisse, troß der verheerenden Ueber- scbwemmunaen, welcbe weite Gebiete Deutschlands heimgesucht und ihre KaufkrYt auf das Crbeblickpste vermindert haben, tro des natur- gemäß für temen hemmenden Einflusses des Zollanschlu es im Axlge- meinen als ein günstiges bezeichnet werden. Die im leßten Jahresberichte geäußerten Hoffnungen Und in hervorra endem Maße m_it Rückficbt aufdie Rbederei eingetroffen. Die Frachten ba en einen dauernd günstigen Stand behauptet und zu zahlreichen Verträgen über recht bedeutende Schiffs- bauten Anlaß gegeben. Die Aktien der Rhedereiunternebmen wie die der Schiffsbaugeseüscbafien wiesen ein erfreuliches Steigen der Course auf. Zu erwähnen ist hier auch „die erhebliche Zunabme_ des Petro- leumverkebrs Bremens in Tankschiffen durch die Ein"_tel1ung von zwei neuen großen Dampfern, sowie die Beschaffung meorerer n_euer Fischereidampfer. Von letzteren smd in Bremerhaven-Gees'temunde jeßt acht im Betrieb, hier Weitere im Bau. Auch im Uebrigen ist die Unternehmungslust der Bremischen Geschäftswelt eine rege gxwesen. Zeugnis; davon giebt die Gründung einer großen Iute-Spmnerei und -Weberei. die erhebliche Vergrößerung der Bremer Woll- kämmerei zu Blumenlbal sowie die Gründung verschiedenerPlantagen- gesellschaften für den Tabackbau auf Sumatra, um die direkte Zufuhr der Erzeugnisse desselben auf den Bremer Markt zu befördern, endlich 'der Beschluß der Deutschen Dampfschiffabrthesellschaft Hansa,_ mrt Beginn des Jahres 1889 eine regelmäßige Dampferverbindung zwischen Deutschland und Bombay-Kalkutta kei zunächst monatlichen Fahrten ins Leben treten zu lassen, welche die direkte Ausfuhr deutscher Industrik-Erzeugnisse, wie die Einfuhr fremder Rohprodukte zu heben bestimmt ist und beso-"ders dem exfreulich aufstrebendenBremer Baum- vamarkt eine neue Stärkung bieten wird.

_ Unter der Ueberschrift „Geixeidepreise und Getreide- zoll“ sagt die „Danziger Allgemeine Zeitung“: Die „Frankfurter Zeitung“ führte kürzlich unsere Stadt als ein Beispiel für die Vertbeuerung des Brotks durch die 35119 an 11170 steUte dabei fest, daß in Danzig das Brot um 25_30 0/0 billiger tft als in Frankfurta.M. Es scheint also, daß die „Frankfurter Zeitung“ vorausseßt, ihre Leser feier) des Glaubens, es bestehe eine olllime zwisehen Danzig und Frankfurt. _Denn sonst wäre es doch unmöglich, "enes Beispiel gegen die Getreidezöüe außnußxn zu woÜen; dasselbe eweist vielmehr. daß die Wirkung des Zolles auf die Brotpreise jedenfaUs nicht nach der Richtun , welcbe der dema ogische Freihandel behaupten will. hingeht. Kürzlicß brachte dasselbe * latt sogar eine Notiz, daß in Plauen die Browre'ise nur 14 % tbeurer geworden, während die Roqgenpreise um 40 0/9 gestiegen seien; in Danzig aber soll die Brot- preissteigeruna gegen 40 % betragen Haben. Derarti e Unterschiede zwischen den Orten innerhalb der ZoUlinie selbst mii ten doch die Börsendemokraten längst aufgeklärt haben, daß der Getreidezoll mit den Brotpreisen Wenig zu thun bat.

Marine - Verordnungs- Blatt. Nr. 28. _ Inhalt: Instruktion für den Pumpenmeister. _ Instruktion für den Kom- mandanten eines Von S. M. Schiffen 2c. _ Geschüyrobre, Lafetten und Geschosse. _ Bebaudlzmg oxydirter Abzeichen. _ Koblenkarte. Koblenbescbaffun . _ Verzmnung der Röhren in den DestiÜir-Appa- raten. _ Schi sbücberkisten. _ Cylinderschmieröl. _ Brot und Zourgge. _ Yerpflegungszuscbuß. _ Proviant-Lieferunqsverträge. _

ergutun fur Naturalverpflegung. _ Personalveränderungen. _

Benacbri tigungen.“„ Amtsblatt des Reichs-Postamts. Nr. 55. _ Inhalt: Erhöhung des Meist-

Verfügungen: Vom _28. Dezember 1888: betrages der Postauftrage.

Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheits- amts. Nr., 1. _ Inhalt: Gesundheitsstand. Volkskrankheiten in der Berubtswoche. __ Volkskrankheiten und Sterblichkeit im November1888. _ SterbefaUe in deutschen Städten von 40000 und mehr Einwohnern. _ DeSgY. in größeren Städten des Aus- landes. _ Erkrankungen in Berliner Krankenhäusern. _ DeSgl. in deutschen Stadt: und Landbezirken. _ Pocken in Sizilien. _

nfekttonskrankbetten in Moskalz. _ Geburten und Sterbefälle in

rankfurt a. M. 1886. _ Witterung. _ Grundwasserstand und

ydenxemperaturen m Berlin und München, November1888. _ Zeitweilige Maßregeln :e. _ Tbierseuchen. Büffel- und Rinderseucbe auf den Philippinen. _ Thierseucben in Oesterreich, September und Oktober 1888. _ Veterinarpolizeiliche Maßregeln. _ Medizinal- Geseßgebuna 2c. (Preußen.) _Verbütung des Kindbettfiebers. _ (Ungarn.) Regelung des Veterinärwesens. _ Rechtsprechung. (Kgl. preuß. andgeriät Lüneburg.) erstellung von Gemischen von Weinen mit Sprit und Wasser, um ck unter anderem Namen zu verkaufen. _ Verhandlungen von ßeseßgebenden Körperschaften 2c. (Oesterreich,) Arbeitseintbeixung desO ersten Sanitätöratbes. _ Vcrmischtes.-Hospiz des Vereins fur Kinderbeilstätten in Norderney. _ Gefchenkliste. _ Sterbefälle in deutschen Orten mit 15000 und mehr Einwohnern für den Monat November 1888. _ DeSgl. in größeren Städten des Auslandes.

Eisenbabn-Verordnungs-Blatt. Nr. 34. _ Inhalt: Bekanntmachung des Reichskanzlers , betreffend “Ausführungs- bestimmungen und Dienstvorschriften zu dem Eeses vom 20. Juli 1879, betreffend die Statistik des Waarenverkehrs.

Statistische Nathrickxteit.

Statistik der Aerzte, Apotheken «nstalten im Deutschen Reick; nach dem Stande vom 1. Oktober 1888. _, _Der kürzlich erschienene zweite Theil von „Dr. Paul Böryers RetchO-Medi inal-Kalender für Deutschland auf das Jahr 1889 bringt eine an Grund des Personalverzeichni seo» sämmtlicber Aerzte im DeutfcbenRetch zufatmnen esteate Stati lik, der wir folgende Angaben entnehmen: Auf einer (Zesammtfläcbe von 540 522 km mit (am 1. Dezember 1885) einer Bevölkerun von 46 840 58 Köpfen waren am „1. Oktober 1888 überhaupt 7 690 Aerzte vorhanden sodaß auf je 100 qkm durchs nittlicb 3,27 und auf je 10000 Eénwobner 3,77 Aer te entfielen; au erdem praktizirten mn dieselbe eit im Deutschen ,;eicb 570 im nland approbirte Za n rte. ie Zahl der otbeken belief steh auf 4712, die dei?

eilan alten auf 2770 mit 37 092 Betten. Mitb n kamen auf je

und Heil-

»

1,0000 Einwohner dmchscbriittlicb 1,01 A otbeken und 0,57 Heil-

anstalten und auf jede der leßteren 49,49

etten.

Wie sich die be-

treffenden Verhältnisse bei den einzelnen Bundesstaaten gestalteten, er- giebt sich aus folgender NaÖweisung:

, Aerzte Zabn- Apo- Sta aten. . überbpt.

Yreußen ........... 10 186 2575 ayern . .' ........ '. . 2149 53 636 Sachsen ........... 1 246 34 262 Württemberg ........ 652 19 269 Baden ............ 726 19 190 Heffen ............ 459 11 . 105 Mecklenburg-Scbwerin . . . 214 14 68 Sachsen-Weimar ...... 147 4 41 Mecklenburg-Streliß . . . . 59 _ 14 Oldenburg .......... 125 3 46 Braunschweig ........ 181 9 41 Sachsen-Meiningen ..... 68 1 27 Sachsen-Alfenbura ..... 63 3 15 Sachsen-Coburg-Gotba . . . 101 6 25 Anhalt ............ 87 5 33 Schwarzburg-Sondersbausen 27 1 13 SÖwarzburg-Rudolstadt . . 32 1 15 Waldeck........... 30 1 11 Reuß ält. Linie ....... 14 1 4 Neuß jüng. Linie ...... 39 3 12 Schaumburg-Lippe ...... 17 1 3 Lipve-Detmold ........ 42 2 15 Lübeck ............ 40 5 8 Bremen ........... 82 11 17 amburg ........... 363 27 56 lsaß-Lothringen ...... 541 „8 211

Heil- B'etten,

ärzte tbeken anstalten Pläße 328 1501 77 225

474 18 914 107 8036 187 8 993 87 2 941 41 2 588 28 954 27 884 10 167 23 1 185 12 1 015 13 735 3 370

6 270

9 469

4 96

4 113

5 141

2 60

2 47

2 44

4 318

5 270 15 950 123 4 650 76 5 657

Kunst, Wiffeusckxaft und Literatur. Festgabe fiir die deutsche

„Heil Kaiser- Dir!“ ugend zur aiser Wilhelms 11.

ersten Geburtstagsfeier Sr.

Ma'estät

Düsseldorf, Verlag von L. S wann.

(Preis 40 Y.) _ Vorliegendes Schriftchen stellt fich die Aufgabe,

die deutsche Schuljugend mit der Person des regierenden und Königs bekannt zu -machen.

sprache zum Deklamiren

geeignete volkstbümlichen,

kommenden Sprache sowie seiner

dem Verständniß der

neue

Kaisers

„Dasselbe enthält eine An- an die Kinder, ein Lebensbild des Kaisers und einige Gedichte. Schuljuaend würdigen Ausstattung (durcb

s einer entgegen-

Wegen

zweifarbigen Druck und Beigabe eines Porträts) eignet es sich als

passende Erinnerungsgabe zum

Anleitung zur würdigen Feier des Der ungemein niedrige Preis. der sich

27. „anuar.

Es ist aber auch als aiser-Geburtstages zu schätzen. bei Bezügen von 100 Exemplaren

auf 30 43 und bei 500 Exemplaren auf 20 6 stellt, ermöglicht die

Vertheilung in den Schulen.

_ (Gesetze, betreffend Wasserrecht und Wasser-

polizei im preußischen Staat.

Textausgabe mit Anmerkungen,

sowie mit zu ebörigen Entscheidungen derGerichts- und Verwaltungs-

beb örden.

usammengefteüt von . Frank Breslau, 1888. Verlag von Wish

Regierungs-Ratb.

oft!.Korn. _ Das vorliegende

Buch, welches den Wortlaut sämmtlicher, das Wasserrecht und die

Wafferpolizei im preußischen Staat betref Zileicbzeitig als Ergänzungsband u dem * bere-

fenden Gesetze bringt,dient [ts besprochenen, in zweiter

uflage von dem Regierungs- atb F. F ra nk umgearbeiteten und

ergänzten Werke: „Wasserrecht und Wafferpolizei im preußischen Staat

von A r n o l d Ni e b er d i n (Le“ ; denn die wYt'iFsten der bei Umarbeitung e

des Werkes benutzten Entf“ behörden sind in einem ziveiten es ist durch Zahlen am

wiesen.. Diese Entscheidungen beziehen fich

idun en der

cth- und Verwaltungs-

bscbnitt zum Abdruck gebracht, und

Rande des- Textes der Gesetze auf diese ver- vorzugsweise auf die alten

preußischen Geseße, da sich der Verfasser darauf beschränkt hat, im Anschluß an die ausführlichere Behandlung der in den alten Pro- vin eit geltenden Geseke unter Benutzung der Rechtsprechung der

56 sten Gerichtsböfe nur ganz

die schlägige iteratur einzugehen. _ Die

kurze

Lehre von dem Klaggrunde,

Andeutungen über das, was die Gesxxe in den neuen Provinzen bestimmen, an uschiießen, ohne auf echtprechung der trübex zuständigen Geri tshöfe und die ein-

den Einreden

und der Beweislast mit besonderer Rückficbt auf die Reichs-

Civilprozeßordnung und den Entwurf eines neue buchs für das Deutsche Reich dargestellt von ]) Iustiz-Ratb und Landgerichts-Direktor a. D.

Geb.

11 bürgerlichen Gesek- r. Karl Reinhold,

zu Weimar.

Berlin, Verlag von Siemenrotk) u.Worms. _ Der Verfasser bebt in seinem Vorwort hervor, daß es em Jrrtbumsei, Wenn man glaube, die Lehre von der Beweislast habe durch das in der Reichs-Civil- prozeßordnung aufgestellte Prinzip der freien Beweiswürdigung einen Yoßen Theil ihrer Bedeumng verloren, denn die Freiheit in der

eweiswürdigung beziehe sich nur auf die Ergebnisse der Be-

weisführung, nicht auf die Verbindlichkeit zum Beweise.

Wie die

Motive zur Civilprozeßordnung exgeben, ist die Frage, was eine Partei zu beweisen bezw. zur Begr'undung oder Beseitigung eines An- spruchs vorzubringen habe, als eme materiell-recbtliche zu erachten,

und so hat denn an

das Deutsche Reich die Beweisla

Vorschriften behandelt.

ck der Entwurf eines bürgerlichen Geseßbuchs für st'm einer Reihe von allgemeinen Die vorliegende, klar und gründlich ge-

schriebene Abhandlung, welcbe überall das römische Recht mit in den Kreis der Betrachtung zieht und auch die neuere Literatur berück- sichtigt, wird sowohl in der praktischen Anwendung wie auch bei dem theoretischen Unterricht treffliche Dienste leisten.

_ Die Nr. 53 von .Schorer's Familienblatt“ bat olgenden Inhalt: Ein Scheidegruß. Gedicht von C. Müller-Kol-

erg. _ Die arme Schönheit.

(Schluß.) _ Jnko nito.

.Hofconcert'. _ as ist das Le en? ofer. 71. _

iener Gigerln.

Von H. jZZroben.

Novelle von

M. zur Megede.

Zu dem Kunstblatt

Von O Freund oder Feind? Von Theodor KoUer. _ Die Von Ed. Pößl.

Hans Schließmann. _ Die Frau Recthanwalt.

Gayer. (Schluß.) _ Memoiren eines Offizierburstben.

Oskar Klaußmann. 71. Mit

Sylvestergeschichte von Anna Fromm.

junges Volk in Waffen. _ Kunstblätter: Hofconcert.

monetti. _ Unser junges Volk in Waffen.

einer

Nach dem E

Vignetxe. _ Die Uhr. Mit Vianette. Zu dem gleichnamigen Bilde. _ Beilage. emälde von Ettore Si- Von Petronella Peters.

tto Neumann-

Mit 7 Originalzeicbnung'en von

Roman von O Von 21. Eine _ Unser

Land: und Forstwirthschaft.

(Köln. Ztg.) Nach einer Statistik des französischen Ackerbau- Ministeriums wurden im Jahre 1887 in Frankreich 701 Wölfe etödtet, nämlich 16 Wölfinnen mit ihren Jungen, 315 gewöhnliche

ölfe und 370 kleine Wölfe. Für die ersten wurde eine Belohnung von je 150 Fr., für die zweiten *von je 100 Fr.,

je 40

Fr., im Ganzen 47000 Fr. bezahlt.

für die legten von

Sanitäts-, Veterinär- und Quarantänewesen.

Nach

richten

über Verbreitung von Thierkrankbeiten im Auslande. Oesterreich.

enden Meldungen.

Laut der am 30. November 1888 vorlieTrt Land: Za? der infiz en Orte: , Lungen eucbe. Galizien . . . . 3 _ Mähren . 16 Böhmen . . . . . . . 25 . Nieder-Oesterreicb . . . 7 Schlesien . . . . . . . 4 Steiermark . 1

Maulsembe. Galinen.......9 Milzbrand. Galizien . . . . . '. 3 Dalmatien. .

. . . . . 1 Maul- und launtseuckze.

Mäbren . Böbmen.......10 ' Rieder-Oesterreicb . . . 12und UBezirk von'Wixu. Ober-Oesterreich . . 1

Steiermark . . . . . . 3

Salzburg ; .

-- Scbéfrä'udé. ' Nieder-Oesierreicb . . . . Laut der am 7. Dezember 1888 vorliegenden Meldungen.

Lungenseuche. Galizien . . . . . . . Mähren . . . . . . .18 Böhmen . . . . .28 Nieder-Oesterreich . 7 Schlesien . . . . . . . 4 Steiermark . . . . . . 1 , Maulseucbe. Galizien . . , . . . . 7 , Milzbrand. Galizien . . . . . 3 Dalmatien . . . . . . 1 Maul- und Klauenseuche. Mabren . . . . . . . 2 Böhmen . . . . . . . 13 Nieder-Oesterreicb . . . 16 u. 11. Bezirk von Wien. Ober-Oesterreick) . 1 * Steiermark . . . . . . 3 Salzburg . . .

Schckfräiide'. ' Nieder-OesterreiÖ . . . . 1 Laut der am 14. Dezember 1888 vorliegenden Meldungen.

Lungenseuche. Galizien . . . . 3 Mähren . 20 Böhmen . . . . 32 Nieder-Oesierreicb . 8 S lefien . . . . . . . 4 Steiermark . . , . . . 1 _ _ Maulseuche. Galizien . . . . . . . 5 Milzbrand. Dalmatien . . . . . 1 Bukowina . . . . . . . 1 Maul- und Klauenseche. Mähren . . . . Böhmen . . . . . . . 18 Nieder-Oesterreicb . . . . 16 u. U. Bezirk von Wien. Tirol und Vorarlberg . 1 Ober-Oesterreick) . . 2 Steiermark . . . . . . . 3 Salzburg . . 2

Schafräude. Nieder-Oesterreicb . . . . 1 Ungarn. Vom 13. bis 20. November 1888. Milzbrand . in 16 Komitaten, 25 Gemeinden. Lungenseucbe . . 10 17 ,

Maul- und Klauenseücbe' : 1 1 Vom 20. bis 27. November 1888. Ykilzbrand .

. . in 18 Komitaten, 31 Gemeinden. J Lungenseuche. . . . . 12 , 21 , ,. , Maul- und Klauenseuckoe . 2 . 2

Vom 27. November bis 4. Dezember 1888. “*

Milzöra-nd . in 21 Komitaten, 34 Gemeinden. J Lungenseuche . . . . . , 12 . 20

Maul- und Klauenseuche , 2 2 Vom 4. bis 11. Dezember 1888.

Milzbrand . in 17 Komitaten, 30 Gemeinden. Lungenseucbe . . . . . 11 17 , Maul- und Klauenseuche . 2 , 3 ,

cbweiz. Vom 1. bis 15. November 1888. Maul- und Klauenseuche.

Kantone: St. Gallen . . in2 Gemeinden: 5Stäl1e mit 74 Rindern, 30 Schwei- nen und 4 Ziegen. Thurgau . . in 1 Gemeinde: 1 Stall mit 6 Rindern. . Vom 16. bis 30 November 1888. Maul- und Klauenseuche. Appenzell a.Rb. in 1 Gemeinde: 1 Stall mit 5 Rindern. St. Gallen . . in 3 Gemeinden: 3 StälXe mit 22 Rindern.

Getverbe und Handel.

Die Deutsche Bank beruft die dritte Einzahlung auf die Aktien Serie 7 im Vetta e von 25 0/0 = 300 „M für ede Aktie auf den 15. Januar ein. ie letzt; Einzahlung von eben alls 25% ist am 10. Juli zu leisten, doch ist Vollzablung jederzeit gegen Ver- gütung von 4% gestattet.

_ Vom rbeiniscb-westfäliscben Koblenmarkt wird der „Köln. Volks-Ztg.“ unterm 31. Dezember Folgendes beri tet: Der starke Vegehr nach Hausbrandkoblen dauert ungeschwäcbt ort. Die. Nachfrage nach Koks und Koks-Kobleu bat eber zu- als abgenommen, und die Yreise zeigen in Folge dessen Neigung, anzuziehen. In den übrigen ewerbe-Koblensorten find Nachfrage und Preise unverändert geblieben. Die Fettkoblen-Vereinigung bat sick) bisher bewährt und Nachfrage und Preise derart geregelt, daß [exten all- mäblich bedeutend erhöht werden konnten. Nich minder günstig ist die Lage der Magerkoblen - 'ecben, da die aufbereiteten Magererzeugnisse sicb einer starken achfrage : eu und die Preise fortwährend steigen. Von Bestrebungen, wel e eine Erweiterung des Ab aßgebiets gerichtet wären, verlautet sebonfeit

eraumer Zeit nichts me r, da es sich ergeben bat, daß die Gesamtt- ördermenge der ecben zur Zeit kaum hinreicht, den Bedarf des gegenwärtigen Mar 6 zu decken; Ganz bedeutend zugenommen hat der Kohlenversandt auf dem Rbem. Während früher die Koblenlaaer in den'Rbeinbäfen Hochfeld, Duisburg _und Ruhrort beinahe stets ae- füllt waren, sind dieselben jeßt, troß erhöhter Zufuhr, fast 10er, und fofern der bisherige Wa erstand des Rheins andauert, diirfte (b der Koblenverkébt auf demselben noch erheblich

er Koblenversandt nach Belgien und den nikderländifcben Gren;- gebieten bat gleichfalls größere Aukdebnung angenombien, troßdeu der Ausstand der be! Wen Koblenarbeitor als beendet betkaibtet werden kann. Dieser erscmdt beschränkt |I indéß vorne'bmkiB „auf die vorzügliche Gaskoble des Gelsenkiräjener ezirks. Die aleligeuiéin'e La : des Koblengieweröes zeigt schon seit längerer eit ne . fa ende Acbnlicbket mit „der, u Anfang „d.?kßebeMep bre, , der Hauptvkkdrauckper, das“ 'e'n-kaßsßberb'e, n " latioé ' jenem Höhepunkt wieder angelangt isl.

Meiningen, 2. Januar. (W. T. B.) Gewionziziebu-É de:

Meininger 49/oigen Prämien-Anleibe: 105 ckck See. 2025 Nr. 20, 30000 .“ Ser. 909 Nr. 11. je INFO “397 Nr. 25, Ser. 2503 Nr. 3, Ser 2611 Nr. 19, kt. 7 r..'1

Set. 2876 Nr. 12, Ser. 3021 Nr. 9. , _ 1“ Meininßen 2. Januar. (W. T. B.) Seri" ck MeininHer (. Loose: 113 126 303 482 488 55 5 762 858 3 96 1059 1075 1333 "1685 1704 1807 2383 ; ,“ -' „:* 2148 2179 2198 2297 2319 2378 2447 2455 2482 17 “; ' 2995 3063 3242 3275 3306 3430 3634 3661 3675 3721; ' -