endabnen von Mailand nacb Gin ano und von ' ßAngelo. Näheres bei “111 ff Soncmo in Mailand und London. Kapital 4375 000 Lire. habn von Vercelli nacb Biella. tadtverwaltunqen.
äberes an Ort und Stelle.
Verkehrs - Anstalten.
London, 24. Januar. (W. T. B.) Die Union-Dampfer ßestem von Capetown auf der _ Dampfer .Athenian' druck rübrender Stimxnung eimreife abgegangen. _ Die gelan en dem Künstler Y)Iletchmäßig unübertrefflitb. Man kann von „ echt sagen, daß sie wie ein Waldvögel
letzterer am Dienstaa auf der Außreise in zwits ere dder wie em Frauenorgan fingc, so Weich, so hell und kl amvfer „Warwick sind _die Töne, welcbe mrt unbeschreiblicher Sicherheit und Voaendung
fehlt es aber nicht an kraft-
,Durban' uud .Trojan' find eimreise abgegangen. _ Der Unt te von Madeira auf der Castle-Dam fer ,Grantully- stle' und ,Dunrobin“ sind, ersterer etown angekomm
' ist heute an ,Ettore“ ist beute Abend aus K
Theater und Musik.
Deuts ches Theater. schreitet die Be vorausficbjlick) EZ ist deshalb die nächste Zabmung' auf Dienstag,
en. _ Der Castle-D
f der Anoreise von London abgegangen. dem Instrument entquellen. Daneben Der Lloyddamp fer voller Emp ndung und klarem, bündigem AuSdruck, wie es z. B. das
tinopel hier ein etro „_ Bruch'sche inale erfdrderte. In der selbst kom onirten Ca -
g " Fanta 1e brachte Sarasgte seine glanzvolle Technik pin allen NuraYFxn
17 Ge öers; JYilstM schrerxsesikaks könne In dem Befinden des Frl. Sorma YF gan r _e e? xepra en nen.
erung in erfreulicher Weise fort, sodaß die Künstlerin ] e em atze schr“ em Ende nehmer) und, “xs qm Schluß des Con-
r Woche wieder wird auftreten können. ZYZIZUYHQYYYT ZZYFZTW tmmer sturmtscber gestalteten und
u " v , ' " ' ' ' ' den 29ffYFLIFYQ xx:xeseFexvchxksvanstigm Klavierbeglettung zu, deren Vortrag wteder mtt lebbaftestexr Beifall
„Lessing-Theater. Hr. Ernst Poffart wjrd vor seinem Aus- _ 333“2.333“33333333“;„331333.8259313 AM. dIWThl. 3:3..Z13" MM Z:"MVWM ' . - - , . . an a ee o ä ig eits- oird: tatt, D „Advokaten Berent m Bxörnson SSW" Pkel „Em einige Poefien, darunter eine von ifbm se]bsteégYTJteYeYLFßldteerxt-YZ
ielen, um fich odann am M'ttw [ , ' “ - - . . . FW. und als ,sJean Everaéd“ oYaFerRFFZLFTZFeln Kmd der Bettlerin recht emdruckßvoll vor und fand Seitens des
„Der Strike der Schmiede“, der bei tm Lesfing-Theater zur Dar-
nfangs künfti
seinen berühmten Fanffement“ sp in „Freund Scene von Franyois Coppée:
diesem Anlaß zum ersten Mal
leßten Vorstellungen Hr. der diesem viel
wix i,mmer Dte bisherige Rolle des Hr
n. Ale ander, von Hrn. Worli x F
München ihr angekündi tes Alliance- Theater mit schönstem Erfßlge gelangtx das von den beliebten Gästen ferbayeötsZye FIFlksstkch “?ck“ Prozeß- er un an Teuer. we es mit einer ' ' seinenm polkstbümlicben Humor sosganz der Nachmxttagö-Ztehung: rsprngltchen Volkölebens aus den Bergen Dre _Darstellung war auch gestern 6 m allen Einzelheiten ganz Vor- auptroUen von den hier längst be- 174132 11 besetzt; „Hr., Neuert führte uns wieder die ganze Hartnacktgkett und den Stolz des . erns in'drasttscber Weise vor. voll brachte Kgrl: Hacker das Wesen der Tochter tung und erztelte durch den Warmen GefühlSaus s mpatbiscbes Organ malie Scbxm en darf die alte ., „ zal), t) und bat rubrender Naturltchkeit zur Geltung gebracht. gestaltete _den Gemeindediencr „Schlaucherl“ voll köstltcher und übermüthigster Komik. waren auInabmslos in guten woblabgerundeten und wohlverdienter Bei Hervorheben ,onen ersten Akt wtederholt werden mußte, Hrn. Albert Sageder ra _ Jm Saale derP fate gestern Abend sein e
;_;-„MMM, «;.-*. 4.3 ***-: “c - ,_-..3.-,-,- .'»- “,;';-.:, :* 39112597 .:- .„I „_ „„ .
Anmutbig und reiz-
ergreifendx Wirkungen. rl. Boten-Ltsl“ zu ihren be ten stern wieder mit
ermöglicht, dieselbe auch wieder zu einer Figur erfreu ichen gestalten balsen.
fall lohnte den Dartellern a 'd . wir aber noch, daßsder . n ck 16 km Akt
1; „ «. ., ZZ ;ck ; ck77 _. “.? FZZ
Sara ate's Geige mit
aufgenommen wurde.
hat fich in den le ten Ta en * chwank „Madame BBonivaFd“ Gebot. Außerdem wurden von H
bilbannoniscbe Orchester unter der Leitun eines Dirk ent
8 1011151171 Roca num- YkaJteKnogeÉkbde ogeF Fordenéu Welchesg ÉüBdem “ en Hrn.
. acm en eouver re" von . ra ms en Näheres bei den ekö nete. Der berühmte Geiger spielte dann mit bVelde Or esters das .Concert Nr. 3 in 041101] von Saint- Concert Nr. 1 111 641101] von Max Bruch und eine über Motive aus Bizet's .Carmen', welche von H !clbst arrangirt ist. Ueber die in ihrer Art einzige Meiler- chaft, mit welcher Sarasate kann füglick) Neues nicht mehr berichtet
Vortra e der
Instrument beherrscht, leidenschaftlitber Bewegung
der Künstler mit seiner Geige Der jubelnde Beifal] wollte nach
Sarasate mei kleine Piccen mit
zaereixb anwesenden Publikums Konigltcbe Kammermufiker Eugen Sandow
stellung kowmt, vom Berliner Publikum vorläufig zu verabschieden. FYÉtenmiékenÉeeerZZFsiß Suxxate
Eine intere ante Umbe e u im Wallner-TbeÜter in dxn?
vielen Beifal]. und Bruno Dehn
auch technisch beifalL'swürdig zu ' . von A Fisch d , eme Reverie vollzogen. Dre Rolle des 12111an dxKotnpqrxistßn Duval spielte_ in' den Empfißdung ÖngÜÜageeL'e Héélchxßl ereUD'saYZPXYt, ILVFMJF seitJY ekikbjxjkaürednitk INKL." stlfrobltxhen Stimme eine Arie 0116 „Don Juan“, Lieder von Schubert und durch stürmisack)? 1,2111)“er “ße" Durand und in Vertretung des durch Krankheit verhinderten Hrn seyten Hauses wied hkkt ?“ , es Barons Leo von Heyking ctnige andere Piécen. * “Cob au gezeichnet- u,nd, Frl. Tbcssa Klinahammer betheiligten 5
ampsaux, wurde emrger poetischer Gaben witknn
fcb dargestellt und be and T* ' - „ - . . nsemble ist heute nocbf so frsiifcc?) UWYVYÖWJQÄF Pudltkums, welches fur dre gcbotencn Gcnuffe retchm BeifaU spendete.
ersten Vdrstellung, und dj_e Wirkung der „Madame Bonivard“ wie des .Drttten Kopf“ noch :mmer eixje überwältigend heitere
_ Gestern Ahend haben die Mitglieder des Königlichen Tbeaxer's am Gartnerplaß in Gastsptel tm Belle - „ Zyx Auffü schon fruher hter gegebene banSl' von Ludwig Gangho herben becnswahrheit und geeignet 117, ein treues Bildu vor uns_ets1eben zu lassen wiedex eme tm Ensemblespiel wi treffltche; allerdirxgs waren alle H kannten und bewahrten Darsteller axs , rozeßbansl' baueri chen Cbarakt
Frl. Agnes Freund ck durch Deklamation gsvoU an der Unterhaltung des
Mannigfaltiges.
Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der gestern fortgeseßten
ieu d 4. 179- Königliob preußischer KlaZ hM “ Klass“
ssenlotterie fielen in
2 Gewjnne von 30000 915. auf Nr. 96 409. 160 437. 1 Gewznn von 15000 915 auf Nr. 178682. 3 Gewmne von 5000 915. auf Nr. 57576. 107 140.
27'Gewinne von 3000 „11 au Nr. „8604. 11205. 14 601.
17 722. 22 318. 24 402. 33 329.f 45 363. 62183. 63 608.
BMW zur Gel- 174589839 “5171836926 21115.0 €137538?5108719123. 139 458. 143088.
. . . . . 151 .
druck- d?" M 173 4046173 895. 175 295. 181533. 896
ewinne von 1500 915. auf Nr. 3509. 10456. 17 268.
19 252. 23 453. 26 920. 35 355. 36 325. 36 805. 41 076.
. Max Hofpauer 47 854. 60 764. 66 375. 67 475. 67782. 67 834. 73 016.
„ 75 495. 85981. 97 958. 102155. 106 770. 107187. 112 793.
ä d d_ Auch dte „NebenryUen 116 553. 121236. 124 213." 138139. 148 987.
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eicher und 176 2322. «178 959. 180 387. 189121. ' . - ewinne von 500 915 an Nr. 1193. 32 .
und daß dasSFYZYZJZFZ ZZZ 18 682. 31891. 32 563. 34897.f 36 714. 44 5442? 4? (755)
chenden BMU fand „Mauch verdient. 48 068. 52 007. 55113. 71477. 75 223, 85 507. 86 018.
„harmonie gabHr_Pab[„ .. SW. 87 056. 88 663. 97994. 107082. 118461.'11861-7. 121418,
Wetterber 5. Januar 1889,
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red. in Millim Temperatur 0 S.. = 4“ 31.
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Cbemni : : Berlin .S. . . Breslm't: Triest . . . .
1) Gestern Abend Wetterleuchten.
Uebersicht der Witteruu .
Ein tiefes Minimum, g Nord-Skandinavien, im ziemlich lebhafte westliche und südwestliche Ueber Deutschland ist das Wetter Die Erwärmung,
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1 wolkenlos
unter 727 111111 liegt über Nord- und Ostsee ebiete
verurfaÖend. trübe _und ziemlich mild. stern tm nordwestlichen Central-Europa sich Deutschland außgebreitet; döstltchen Gebietötbeilen Nennenswertbe Nieder-
Deutscbe Seewarte. F O„ Theater - Anzeigen.
Bönigliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- baus. 25. Vorstellung. Neu einstudirt: Ein Feld-
nur in den südlichen und nor [)errscbt noch leichter Forst. schläge werden nicht gemeldet
Oper in 3 Aufzü en von Meyerbeer.' Dichtung von L. ReÜstab. BYÜct von Paul Tagl'toni. Anfang 7 Uhr.
Schausptelbaus. 26. Vorstellung. Die Weis- heit Salomo's. Schauspiel in 5 Akten von Paul Hexczse. tAnfanÖ; 7 Ubhr. A f A
mm ag: pern aus. 11 Uerböcbsten Be ebl: Vorstellung für dZe „Schüler Berlins. fDie Quißows. Vgterlandtscbes Drama in 4 Akten von Ernst, v. „Wildepbrucb. Anfang 53 Uhr.
“ Usber dte sammtltchen BMW ist Allerhöcbst ver- fuÉIorsdenjb
, au pie aus. 27. Vorstellung. Fidelio. O er 111 2 Akten von L. van Beethoven. Dichtung 11205
dem Franzöfischen von F. Treitschke. Anfang7 Uhr. T
Deutsches Theater. Sonnabend: Die beiden
LeÉnorteu. Z
onn ag: ux eier des Anerböchsten Geburts-
tages Sr. MajeftFt des Kaisers und Königs: roloa, «sprochen von Marke Pospiscbill. Hierauf: ,um 1. M.: König Heinrich der Vierte. Histo-
rtfcbes Schauspxel in 5 Aufzügen von Shakespeare. Montag: König Heinrich der Vierte.
VJTerliner Theater. Sonnabend: Cornelius o . Sonntag: Zur_Feier des Allerböcbsten Geburts- Ygets Y (“VMI lff) M ro og u tu o . inna von B . Montag: Cornelius Voß. arbelm
XeMng-Theater. Sonnabend: Prinzessin Sascha. Lustspiel in 4 Akten von Paul Heyse. Sonntag: Prinzessin Sascha. - Montag: um _leßten Male: Ein Faliffe- ment. Schau piel m 5 Akten von B. Björnson. (Advokat Berent : Ernst Poffart, vorleßtes Auftreten.) Anfang 7 Ubr.
Waüner-Theatcr. Sonnabknd: Zum 108. M.: 78
Madame Bonivard. Schwank in 3 Akten v
Alex Biffon und Antonie Mars. Deutsch von Enki? Neumann. Vorher: Zum 108, Male: .Der dritte Kopf. Posse in 1 Akt. Mit theilweiser Benußung 7141103 l"?ngliscben Idee von Franz Wallner. Anfang
Sontitag: ur Feier des Anerbö st G b t - tagßserTxé McFistät fdes Zakserßrjxnd YHYÜSF ures?- “ . erau : er tte o .
Schluß: Madame Vouivard. pf um
Pictoria-Theater. Sonnabend: Zur Vorfeier
Ali Bahn.
_in 3 Akten u
von Vanloo u
bcarbeitet vo UH
Sonnabend: burtstages Sr. ier und Königs:
Zum 51. Male: ag iu Titipn. Anfang “7 Uör.
Nervöse Frauen. Blum und Raon
Scherz in 1 Auf Dramatischer
BeUe-„AUiance-Theater. Sonnabend: 3. En- chener Mitglieder des Königl- MterHLx-itung rn. ax o paar. Oberbayerisches Volksstück Akten von Ludwig Gaanofer Mufik von F, Voith. Anfang
Gastspiel der Münchener,
semble-Gastspiel der Mün Theaters am © des Kömgl. bayer. Hofschaufpielers Der Prozeßhanöl.
mit Gesang und Tanz in 4 undUh-Hans Neuert.
tät des Kaisers und Königs: [ ärtnerpla ,
Sonniag : 4. Prozeßhansl.
Central-Theater. Sonnabend: Zum 34. Male:
_ Gesangspo e in 4 Akt . MaäZLtadt. Musik von . Steffens.en „ÄRZ
Somitag: Dieselbe Vorstéllung.
.Adolph Ernsl-Theater. DreSdenerstraße 72- Sonnabend: Zum 3. Male: GesanngFffeZn Ö sAkt . ie ea st t t Görß. Musik von FZJRJH. Yilweise Sonntag: Dieselbe Vorstellung
Concert-Yaus, Leipzigerm. 48 (früher Bilse). Sonnabend, Abends 7 Uhr: 11. Coknponisten-Abend
Leuchtkugeln.
Die junge Garde.
en von“ Ed. Jacobson und
Berlin: nfang 731155
des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät
unter gütiger
Mitwi k ' Herrn Emil * uns des dämscben Componisten
artmann quo Kopenhagen, Concert
152 006. 152 308. 157 294. 157 338. 166 174 476. 178 779. 181 852. 183016. 187 174. 187 Y?
' Bei der heute fortge ehten ie un der 4. K 179. Köxri lich preußischer Ölasfen 8 h ?iele lasse
mittags te ung:
1 ewixm von 10000 „44 auf Nr. 60899.
0326Gewmne von 5000 916 auf Nr. 86290. 152361,
36 Gewinne“ von 3000 „45 au Nr. 7334. 18 21583. 23 464. 26218. 30041. 39f938. 51095. 590.88 74 972. 75 727. 98 617. 99581. 104 506. 108 603. 115559' 124035. 126 095. 128 539. 129121. 129 708" 131961. 137 837. 142 769. 156 635. 158 850: 11854394?" 168 565. 172260. 172752. 173 878.
32 Gewinne von 1500 „46 au Nr. 5415. 8988. 10 14192. 18819. 31860. 43302. f56060. 65617. 73 5233" 92769. 93 605. 101099. 102661. 110 206. 111760. 113176. 125 576. 129302. 130776. 143580. 159 275, 168377. 172 403. 175083. 176 473. 177 328 40 (3 188 894. 1550 607. '
ewinne von „17: auf Nr. 1662. 8001. 100 20 825. 22128. 22149. 23623. 32 009. 38461. 52 725)" 63 484. 65340. 68 235. 70 451. 75 511. 79 612. 86 600: 90981. 91885. 92161. 96861. 99413. 103971. 108724. 129???" 135 895 1:16 225 135 411. 117 988. 125 918. . . 3 . 723. 140 272. * 143 431. 169 222. 171721. 186141, 140 739“
lotterie
Am Sonnkag, den 27. d. M., als amGeburtsta e Sr. Ma'e tä des Katsers, wird die Volks-Kaffee- und Speisebaüen-gGesellscbaftxishrx erste .VolkH-Kaffee- und Speiseballe“ eröffnen. Dieselbe Yefindet fixb Ntederwaustr. 31 ((Ecke der Kreuzstraße), und die Er- offnung wtrd Mittags 1 Uhr erfolgen, wozu besondere Einladungen ergangen find, um'emem gröYeren Kreise die getroffenen Einrichtungen . Nachmtttags 3 U Spexsehaüe dem Verkehr des Publikums übergeben. Die Gesell- schaft wiÜ bekannt!:ch unseren minder begüterten Mitbürgern Kaffee d _andere Getrgnke außer _Spirituosen, nabr- und schmackhafte Speisen, sowie emetz freundltchen Aufenthalt bieten. Troß der bil- ltgstep PretsZ fonn dte VolkZ-Kaffee- und Sveisehallen ihrem Grund- vrinztp getzmß kerne WohlthatigkeitSanstalten sein, sondern nach gefun- den kaufmaxmtschen Grundsq en geleitet werden, um fich selbst er- bgltejz zu konnen. Eme Re"! e von Männern hat bereijs Geldmittel fur dtesen Zweck zur Verfugung gestellt. Um jedoch die wünschens- „ AUSdehnung dsr Anstalrkn alsbald zu ermöglichen, ryaren fernere ems, welcbe
r wird dann die erste Volks-Kaffee- und
Zeichnun en auf die Antheilscheine des Ver-
an dem ewimt bis zu 5 0/0 jäbrli bet eili : upd durch Verloosung rückzahlbar sein sollen, erwünscht. chDer ZereJn nimmt außer dxn Zetckonern von Antbeilsckwinen auch solche Mitglieder auf, welche, seme Bestrebungen andenveit thatkräftig unterstü en. Dre defimttve Konsittmrung der Volks-Kaffee- und Speiseba en- GeseUsxbaft ist am Donnerstag in einer Generalversammlung erfolgt; der Retch5tags-A'bgeordnete Graf von Dönhoff-Friedrichstein hat dyn"Vorfixz tn dem" von der (Generalversammlung gewählten Vor- HticxnxecsxxfetrerZmuÉept, wahzendKHF. Emikk Yin lo?l an der Spitze des 6 erung er a ee- un Oeiea e " Verwaltungsausscbuffes stsht. p sb n ubernehmenden
Augsburg, 25. Januar. (W. T. B. cute Na t k '
hiefigxxz ,B al) 11 h o f e eine F e u e rs [: r u nst )zunTO Ausbqu; FAZ? den Komgsjalon, , Bahnhof fahrenden Telegrapbenleitungen zerstörte.
London. 24. Januar. (A. C.) Durch den theilweisen Ein- sßurz des Eisenbahntunnels bei Cardi ' d - richten zufolge, nur zwei Arbeiter ums Leben JLYUYWJ-neueren Nach
Madrid, 25. Januar. (W. T. B.) Es warden ier we' verdachtige Männer verhaftet; dcr eine wurde bei Fer Horx bereitung etner Petarden-Explosion betroffen, bei dem
die Bureaux des Bahnamts sowie die nach dem
R des Kaisers 52dest t.??önigss:
us a ungstück mit" ro em B [lt nd 7 Bildern von Ch.gLec?)cq. :: e nd Bußnach. Für das Victoria-Tb 11 Dr. Max Bauer (Rusticus)
Soäntag und folgende Tage: Ali Baba.
dertch - Wilhelmjladtisrhes Theater. Zur. Vdrfeier des Allerböchsten Ge- Majestat des Kas Festvorsteaung. Jubel-Ouverture.
(m deutscher Sprache): Der Mikado, oder: Ein Burleske Operette in 2 Akten Musik von A.
Der Mikado.
Residenz-Theater. Sonnabend u. folgende Tage: Lustspiel in 3 Akten von Ernest [ Tochß, bearbeitet von Im Boudoir. von Franz Wallner und Tk).
rstes Concert. Zur Mitwirkupg war das 124 674. 127 254. 129469. 131014. 140220. 14 anderen wurden 40 Packete Dynamit gefunden ' lager in Schlesien.
des Kapeümeisters Hrn. Karl Merder mit einem aus 75 Künstlern (12 Solisten bestehenden Orcsbester. Sonntag: Fest-Concert. „infang 6 Uhr.
LM
Familien-Nachrixrhten.
Verlobt: Frl. Anna Telschow mit rn. Kan mann Karl Foerder (Berlin)._Frl. WKW von feters- dorff mtt Hrn. Lteut.Frbrn.Otto von Heintze ( erlin). _ Frl. Marggrethe Quincke mit Hrn. Pr.-Lieut. deorff (Berlm). _ Frl. Maria Bonnekamp mit Hrn. Ger.-Asseffor Karl Kornweibel (Düffel- dorf_Langenberg). _ Frl. Luise Ambrosius mit Hrn. Apotheker Georg Lehmann (Glaß).
Verehelicht: Hr. AmtsgerichtZrath Praöl mik
Frl. Friederike Strottmann (Neustadt a. Rh) _ r. Dx. 111811. Paul Sar anek m't [. El“ * * von Ettenhart-Rotbe (Sck?loß DürfteébTW tsabetb
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Reg.-' aufübrer
Wolfgang Schierer (Berlin). _ rn. 01 ans Andreae (Burgbrobl). _ Hrn. CZtos Vr. FLU- belm Altmann (Breslau). _ Hrn. Major Frhrn. von Canis u. Dallwi (POLSdam). _ Eine Tochter: Hrn. Nobert“ ruhm (Berlin). _ Hrn. Lßeutenant von Vabl (OSnabrück). _ Hrn. Prem.- Lreutenaut von Bernutl) (Koblenz). _ Hrn. Land- ratb von Oerßey-RepniY (Mogilno), _ Hrn. Apotheker E. F1Fcher ( eipzig). _ Hrn. Real- gymngfiallehrer Fascher (Elbing). _ Hrn. Stabs- BatatUonIarzt 1)1* 111811. Bücker (Hildesheim).
Ge storben: Fr. Karoline von NegreUi Moldelbe,
geb. von Weiß-Starkenfels (Wels in Oeterrei . _ Hr. Jujtizratb Adolf Scheven (Sttkalxund).clL r. Ober-Stabs- und Regimenßarzt Dr. von cbeyen (Wandsbeck). Hr. Geb. Kanzleiralb Ludwthnsel (Berlin). _ Hr. Kaufmann und Orgaytst Rudo1f_Renner (Berlin). _ Hr. Lehrer “Dr. 11111]. Hermann Hoffmann (Heiligenbeil). _ Frl. Mouy Deichmann ( annover). _ Hr. Dr. 111971. Ernst Weber (Helm tedt). _ r.Kreis-Medizinal- Rath Marianne Leube, geb. ieterich (Ulm). _ Hr. Fabrikant F. Schmidt (Königsberg i. Pr.).
Redacteur: I. V.: Siemenroth. Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der. Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-
Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
n in der Vor.
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Stuats-Auzeiger.
NH 23.
Erste Beilage
Berlin, Freitag, den 25 Januar
1ZZ9.
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Yiehlamtliches.
Preußen. Berlin, 25. Januar. Im weiteren Verlaur der gestrigen (26.)Sißung des Reichsta es erklärte bei der zweiten Berathung des Etats, Zöl e und Ver- brauchssteuern, der Abg._ Struckmann: Aus der dies- jährigen Uebersicht der Ent1chließungen des Bundesraths über die Beschlüsse des Bundesratbs gehe hervor, „daß der Vundeßrath dem Antrag auf Errichtung eines Nerchs- Tarifamts keine Folge gegeben habe. Dagegen vermisse er (Redner) in der Entschließung. welche Stellung der Bundes- ratk) zu dem (Heseßentwurp betreffend eine anderweinge Regelung dss Petrolenmfaßzokles, eingenommen. Er gedenke auf das MaterieUe der Sache erst deiErörterung der Pet1t1onen wegen Aufhebung des Petroleumfaßzolles einzugehen.
Staatssekretär v o n M alßa [) 11:
Der Bundesrat!) hat in einer Sißmxg vom März des Vergangenen Jahres den Beschluß Mußt, den vom Reichstage angenommenen Gessyentwurf, 11:11 den es sich (1181: handelt. abzulehnen, und den Ein- gabenö betreffend die Zoklbshandlung dcr Petroleumfässer, keine Folge
2 M.. zu g ( amit glaube ?ck), “ist formeÜ die Anfrage des Hkrrn Abgeordneten bcantjvortet, er selbst 111111117311 ja die Matérielle Diskusswn auf einen spätexcn Moment Versäwbkn zu schen. Es bleibt mir also nur übrig, in szng auf die Von ihm 0111“) an;;ercgte Frage der Errichtung eines Reich8=Tarif6mts aUck) Einige Worts zu sagen. Der Hkrr Abgeordnete bat seinerseits bcrciTs Hcrkorgcbobcn, das; die verbündeten Regierungen dex gegebenen Anrcgung kein? Folge gkgebcn baden. Ick) kann dem hinzufügc'n, daß, bei den schr eingehendkn Erörterungen dieser Frage, Welche diescr Entsckxcidung vorberaegangcn sind, ein Hauptmoment und das für die sclx-ließlickze Entscheidung, wie mir scheint, ausschlaggcb-cndc Momcnt. das gkwefen ist. daß man die Vor- züge, welche etwa die (Kijtfiäßrung cines Reichs-Tarifatnts haben könnt:“, nicbt für so zjveifellos und nécht für so erheblich angLsebc-n hat, das; sic gcsig-“cet wärm, djc- Bxdknken xu Ükerwindcn, die der Ei111ichtung cines solÉ-cn Amts vom v.*rfaff111196rechtlichen Stand- punkte 09:13 mit Ri'tcks-LÖT auf dis Verfassungéntäßig Mwäbrxe Selbst- Zänxigkeét dcr ZyllvsrtWéttmg-én dcr cinzelnxnBunK-cÉstacxten entgegen-
an 6". Abg. 90:1 Kardorff: Bek ÖM: ZoÜansäzluß Hamburgs [abe 65 sich heraUédesteÜt, d0ß in den Ortsn vor Hamburg
reßhefefabriken für den Exporx bestanden lzätten, welchc es cker ganzen Betriebe nach für unmöglich angesehen hätten, sich nunmehr in das Freihaféngkbiet zu begeben. Diese Fabriken pstitionirten daher, man möchte ihnen für die Ueber- gangszeit géwiffc Erleichtsrungen gewähren, um ihnen die Kon- kurrenzfähigkeit dem Auslande gegenüber zu erhalten. ES sei ihnen für die recht lange Fristvon 12 Jahrcn zugxsagtworden, daß,wenn sie mindestens 60 Proz. ihrer Erzeugnisse? cxportirten, sie den für ausländischss (556176101? bezahlten Zoll zurückerstatket er- ?ielten. Danedon ssion aber die Brennereien natürlich als in- ändische Vremwreien kontingentirt wordan, si? hätten ein be- stimmtes Quamum Spiritus zugkwiesen erhalten, was sie ,zu einem geringen Zolksch brennen könnten. Nun sei Folgen- des eingetreten. Einmal habe man diesen Brennereien eine Prämie darauf gesetzt, ausländisch65 Getreide zu verbrennen; denn da sie den Zoll für ausländisches Gstreide zurückvsrgütet erhielten, so würden sie sehr jhöricht sein , wsnn sis nicht ausländisches Getreide ver- brxnnten, darin liege also eine BsnackUHeiLigung unserer inländischen Getreideproduktion; daneben seien sie so kontingentirt, daß sie untsr günstigeren Bedingungen arbeiketen, als unssre gesammt6n inländischen Vreßhefefabriken, worüber sich diese mit Recht beklagten. Nextürlick) hätten jene Fabriken ein gewalti es Geschäft gemacht. Eine Fabrik in Wandsbeck habe sogar eschlossen, sich zu vergrößern. Er wisse nicht, ob der Vundesratk) Hamburg auch noc!) diese Latitude zugesichert habe. Eine Vergrößerung dsr Fabriken würde denseWen Effekt haben, als: wenn ganz nene Fabrikén in diesem Gebiet errichtet würden. Er richte an den BundeSratl) die Frage, ob dieser seinerseits nicht irgend etwas thun könne, um we11igsten§ der
Vergrößerung dieser Brennereiexr entgegenzutreten. '
Staatssekretär von Malßahn: _
Diese Privilegien gewisser Favriken 111 Folge des ZoÜansÖlustes _ es bavdclt sick) nicht um HambUra aÜem, sondern eine liegt in Wgndsbeck _ von denen der Herr Voxredner gexprochcn bat, beruhen gut denjenigen Abmcxchungcn, welche bei den ersten „Verhandlungen ubxr dcn ZoÜansÖlnß zwisckycn den Hamburgrschcn Bedoü- machtigtcn und den VcrtrcXcrn des Reichs vereinbart worden sind. Die Darstelluna dcr gewährtM Vergünstigun17en, Welche der Herr Vor- redner gegebsn hat, zeigt, daß die Vsrgünstigungen selbst fick) inner- halb des Rahmens dieser Bestimmungen so genau bewegen, daß fi? auch die 12 Jahre, Welche dic damals gcsckyloffcne Vereinbarung als den äUf-Zcrsécn Zeitraum solcher Vergünstigungen in Ausücht nahm, genau innege'k-alten babm. Ich muß aber in Bezug auf die leßten AuOfübrungcn des Herrn Vorredners anerkennen, daß be": aÜen diesen V::handlungen damals über besondere Ver- gunstigungyn in Folge des ZoÜa11schluffc§ von Hamburg die Ybficht gewesen ist. daß mcm die durÉ) den ZannsÖluß vorausfiCbt- 1lkk)_gefcl:c"1digten Getverbe in dM Stand seßen onte, ihr bis- kzertges Gescbäst Weiter treiben zu können. Ick) bin zWeifelhaft dar- uber, ob man aus dem damals geschlossenen Abkommen auch folgern kann, daß man Vergrößerungen des Geschäfts, namentlich solche, welche nach dem Moment des Zollanschluffes erfolgten, vox1 vorn- herein mit gleichen Privilcgien versevcü Wollte, als fie für die Fortxührun der bestehenden Geschäfte eräbrt werden sollen. Ick) möchte annehmen, da so!che Ahücbt nicbt bestandcn hat, weil sie der Grundanschauung Widerspricht, welche die Vertreter der verbündeten Regierungen damals mcmcs Erachtens gehabt haben. , ,
cb bin also, nachdem der Herr Vorredner dtese Angelegenhe'tt zur Sprache gebracht hat, bereit, von diesem (Gesichtspunkt aus m eine tveitxre Erörterung einzutreten. Selbstvcrständlicb kann ich über dén k;Aquall diejer Er_örterungkn weitere Erklärungen meinerssits nicht 0 ge en.
Abg. Gump: Er könne nicht zugdeben, daß die Vortheilx, welche von „Sexten, des_ BundeSraths issen Fabriken zu Thexl geworden seten, stel) 111 dem Rahmen bewegter], welcherx dte damal1gxn Berabxedungxn vorschrieben. Diejemgen Fabrtken, welche'stck) mcht 1111 Freihafengebiet anstedeln könnten, dürftxn doch mcht besser. behandel't werden, als diejemgen, welche steh tm Fre1hgfengeb1et „angestedelt hätten. Es wäre koxr'ekt, ge- wesen, „dtefe abrtken ebenso zy behandeln, wie dtexemgen, welche stck) im ollaußland angestedelt hätten. n Fol e der niedrißen Getretdeyretse hättßn jene Fabriken i ren etmeb und en Export 1hrer Fabmken ungemein erhöhen können-
“_
Man sollte die c'abr-iken so behandeln zvie das Haus den Zoll- anschluß, aber 18 nicht zuglet al? mländische und auslän- dische behandeln. Er möchte al o httxen, daß man nochmals die .Sa 9 im Interesse unserer hetmxschen Spiritusfabrikation wohlwo end erwägen mng.
Geheimer Ober:RegterungS-Rath Reymann: Der Bundes- ratl) habe die Vereinbarungen mcht 111'dtesemS_inne auffassen können. Die in Rede steheydenjFabriken aut den Export allein zu beschränken, hiexße ste emfach außer Betrieb, seßexx. Sie könnten unmöglich 1hretx Export so auSdehnen, daß ste den Betrieb in der alten Wetse ortseZen können. Daß diese Hafenbrennereien mit einem, Inlandskontingent arbeiten könnten, sei eine Konsequenz, d1e 11ch unmittelbar aus der Ver- einbarung er;;ebe. Daß diese, Veretnbarungen den Interessen unserer Spritintereffenten mcht gerade durchaus entspreche, habe wohl Niemand verkannt; indessen handele 63 sich um das große Ziek der Arrondirung des deutschen ZoÜgebiets, darum, den Zollvsreiu endlich bis zum Schlußpunkt1einer Entwickelung zu bringen. Diesem großen Zielgegenüber habeman diesé wenig ange- nehme Seite mitnehmen müssen. Daß eme F 0 großg Fabrik wie die Wandsbecker von dem neuen Braxmtwen1steuerge-1e in Folge seines bedeutenden Kontingents bedeutende Vort eile ziehs, liege auf der Hand. Eine Beschränkung dieser Fabrik auf den Export allein hätten die verbündeten, Negrerungen niemalß in Aussicht nehmen können. Wenn eme Fabrik sich auch ver- größert habe, wenn auch Bedenkcrx vorhanden seien, ob sis mit der Vereinbarung übereinstimme, 10 sei es doch bedLnklich, die Fabriken auf den Standpunkt zurückzzxsöhrauhen, den sie vorher gehabt hätten. Die Hauptsache ber emer solchenVereinbarung sei, daß sie auf gegenseitigen Konzessionen bsruhe, und daß man nicht die'. eigenen Vortheile durchdrücke zu Ungunstén dLÖ anderen Theich. _
Abg. Brömel: Die von ' Hrn. von Kardorfs angeregte Frage stehe in engster Verbindung mit der Aufhebung des .Jdentitätsnachweises. Als im vorigen Jahre der Antrag Ampacl) wegen Aufhebung des Zdenxität6nachweises berathen worden ssi, sei man von der Ansick1tau§gegang6m daß es wünschenswertk) sLi, diesen stntitäteZnachweis nicht blos zu b6seitigen für den. Getreidchandek, sondern auch für eine Reihe von Industrien, wäche das Getreide als Rohmaterial be- nußten, speziell die Preßhefefabriksn. Es wäre deshalb sehr an der Zsit, daß die vsrbündeten Regierungen Endlich zu dsr Frag6 dss dentitäthnacHWLises in irgend einsr Weise SteÜung nshmen, re 11. ihren ablehnenden Standpunkt motiviren. Der Reichstag habe dw, Erwartung aUSgesprochsn, derVundeSrath werde in der nächstsn Sessioxx dem Reichstage seine Entschließung mit- theilen. Seét 1885 bLfinde sich die Angelegenheit in der
Schwebs. Usher die Sache selbst zu«sprechen, werde der An:_
trag auf Aufhebung dev GLtreidezölLs Gelegenheit gsben.
Abg. Graf Mirbach: Zu seiner großen Freude und Ge- nugthuung befinde er fich 124.96mal in 901181: Uebereinstimmung mit den Ausführunaen des Vorredners. Er glaube, daß die DiSparität der Preise zwischen dem Oswn urid Westen durch Aufhebung des stntitätsnacthse-Z außerordentlich gsmildert werden könnts. Er könne also auch nur bitten, daß der Bundesratk) eine authentische Erklärung Über den Stand der
. Sache geben möge.
StaatssekrStär v o 11 M a l H a hn :
Ick) kann disse von den beiden HerrenVorrednern gewünscßte Auskunft dahin gebc'n, daß di? Fkage der Aufhebung des Identitäts- nachweises im Scbooße der VerbündétenRogierungen eingehend erörtert ist, daß aber diese Aufhebung zur Zeit einer ablehnenden Haltang der verbündeten Regkerungen bcgegnet. Es ist in neuester Zeit, im De- zember V J., von den verbündejcn Regicru11gen dcr Be1chlüß gefaßt, die dem BundsSrafH Vorliegendcn Petitionen, welckxe an Aufhebung des Jdcntitätsnaaxstises gerickkct waren, abzulehnLn, „ ,
Dem Bcispiek der beiden Herren Redner folgend,gebcich m dtesexn Augenblick nicht ÜUZfükéer) auf diese Angelegenheir ein. Ich will nur zWEi Punkte hervorheben, welche entscheidend geWesen sind für die SjeUungnakmk dcr verbündeten Rcherungxn. Du" eine (Erwägung ist dix, daß in dieser Frage die Jotercffen ganz Deutschkand-Z keinesMgs ganz gleiche und einheitliche find, daß diejenigsn Landestßéile, wclche vielleicßt duxcl) eine Aufhebung des Jdcntität§716chweifes _ ich sag: auch nur vielleicht _ cinen Vortheil 11013011 würden, nur einen Tbeil Deutschlands ausmachen. In anderen Theilen des Landes würde das Gegentbeil eintreten, und aus dixsen Landeßtheilen finden daher die Wünsche zur Aufhebung des Identitats- nachweises den ailerentschiedknstcn Widerspruch. Die andere Cr- wägnng, welche mit zu dcr für cht ablehnenden Stellung geführt hat, ist die, daß man keiNLIWLgs sicher sein kann, daß die Aufhebung des Identitätsnachtvciscs wirklich diejcnigen Folgen Haben würde, welche die Freunde dieser Maßregel davon errvarten. Der hier mit- wirkenden Faktorkn -sind so 151116 und so Verschiedenartige, daß es zur Zeit kaum möglich is?, 5. B. in Bezug auf die Preisbildung, mit einiger Sicherheit vorherzusagen. welches die Folgen der Aufhebung des JdentitäFSmachweises sein würden.
Abg. von Kardorff: Disse Begründuyg für die Haltung des BundLSraths sei 10 unr1ckttg, daß dxeser selbst stck) bald
von seinen irrthümlichen Vorausseßungen überzeugen werde."
Er (Redner) müsse den BundeSrath um so mehr um AUF- hebung des chhweises bitten, 013 „ein gxoßer Einfluß auf dxe sonstigen Preiw nicht wahrsxhemlrch, em Vortheil für dte Getretdepreise aber möglich ser. ' Staatssekretär von Malßahn: (Hr habe mcht behauptet, daß ein derartiges Vorgehen unter keinen Umständen emge- schkagen werden könnte, aber es müßten doch zuvor i'zber- wiegende Gründe für den Versuch sprechen. So lang? dteses Ziét der ; aßxl sei, sei es richtiger, das Bestehende wetter be- 6 en zu 0 en. Der Titel Zölle wird hierauf unverändert bewilligt. ' Es folgt der Titel T ab acksxe'uer (10 023000919). Dze Kommisswn beantra t die Bewälxgung des Titels ,und dle Annahme folgender esolution: Dte verbündeten Regterungen 238 er nchen, den mehrfach hervorgetretenen Klagen :xnd ünf en von inländischen Tabackbauern' gegenüber in eme Prü ung der Fra e einzutreten, in wie wett eine Erleichterung der ormen der eranlagung' und Erhebung der Tabacksteuer sowie der Steuersäße für Taback ff empfiehlt und,das Er- gekmiß dieser Unter uchung dem Net stage baldthunhchst vor- zu egen. . . Referent von Wedell-Malchow: Emer Erleuhterun in Betreff der Veranlagung und der Hebung der Tabackßeuer
Habe die Kommission zugestimmt, und auch der Staats- ekretär habe eine wohlwollende Prüfung dieser Frage zuz esagt. In der rage der Ermäßigun der Steuersäße set er von den mei? en Petenten vorgesch agene Weg einer Er- höhung der Zollsäße nicht als gangbar befunden worden, eine Ermäßigung der Steuersäße aber als möglich vor- gestellt, weil bei den gegenwärtigen Preisen die inländischen Tabackbauer kaum die Konkurrenz des Auslandes aushalten könnten. Der Vertreter der verbündeten Regier'ungen habe zum Theil die Forderung der Ermäßigung der Steuersäße unterstützt; doch habe er ernstliche Bedenken bezüglich einer dann etwa eintketenden Ueberproduktion, wie ste im Jahre 1880/81 stattgefunden, nicht zurückhalten können. Es andle sick) hier vorzugsweise um die Interessen von 180000 [einen Pflanzern, deren Klagen der Reichstag eingehend zu unter: suchen verpflichtet sei.
Ueber die? die Tabacksteuer betreffenden Petitionen be- richtet dsr Abg. von Goldfus; Alle Petitionen führten die Abnahme des Tabackbaues aus das Gsfeß von 1879 zurück. Ein Blick auf die Statistik weise denn auch emxn bedeutenden Rückgan der bsbauten Flächen auf. Ebenso set ein Rückgang in der Zahl der Tabackpflanzer erfolgt, während anderer- seitS die Einfuhr gestiegen sei. Ursachs hierfür sei zum Theil die unterlassene Sperre bei der Einführung des GSsLßSZ, zum Theil die Unterlassung der Nachsteuer, schließltch auch die Mängel der Staffelsteuer. Durch diese Umstände seien 111aff6nhaft Vorräthe aufgespeichert worden, deren Wtr- kungsn man noch jetzt verspüw, so vorzugsweise 9) dem Preis- rückgang. In einer schlesifchen Petition sei dafür em drastisches Beispiel angeführt. Es werde angenommen, daß dsr Morgen mit Taback bebauten Landes eine Ernte bis 8 Centner ergebe; das gebs einen Ertrag von 216 916 bei einem Preise von 27 „16. pro Centner. Von diesem Betrag gingen 144 «M Ste_uer, 30 915 als Pachtsumme und 30 914 mindesténs auf 011061"? Aue,?gaben. Es blieben also dem Pftanzer als Gewinn und Prämie»; für sein Risiko nur 12 5,16. Auch das Kredit- vsrhältniß 1ei für den Tabackbau äußerst drückend, da die Stsusr bei dsm erstmakigen Verkauf zu bezahlen ssi und der Pflanzer häufig durch Vorschüffe hic-rfür in die Hand des Käufsrs gegeben sei. Endlich werde bLn1ängest, daß der Taback ohne Rück- sicht auf die Qualität besteuert werde, sondern nach Flächen, dersn Erträge auch st6t5 schwankend seien. Rückscht auf die die Qualität 966 Tabacks beeinflussenden Naturerei nisse, wie Reif und Frost, hätte das Gesks auch nehmsn mÜJsen. Eine Versicbsrung, wie die gegen Hagel, würde die Unkosten noch wesentlich erhöhen. Auch die Wünsche auf Abänderung der Bestimmung über die vor Ende März zu machendekglaubhafte Angabe der bebauten Fläche durch den Pflanzer sexen gerecht- fertigt,. weil korrekts Schätzungßn hßer „sehr schw1eri seien. Vielleicht könnw man die Beamten mrt emer solchen äßung betrauen. Einheitliche Bestimmungen über den Zeitpunkt der Gewichtsermittelung seien ebenfalls wünschenswerth. Er beantrage schließlich, durch die Beschlußfassung über die Re- LoluticZn der Budgetkommission die Petttwnen als erledigt zu
etra ten.
Abg. Msnzer: Die Zollgeseßgebung_ von 1879 habe_eine außerordentliche Vérschiebung zu Ungunten der_ inländixchen und zu Gunsten der ausländischsn Tabaäkproduktton zur Folge gehabt. Die jährliche Ausfuhr sei seitdem von „111/2 au 41/2 Millionen Mark zurückgegangsn, während die: Emfuhr, von 24 auf 76 Millionen Mark gestéegen sei. Aus den_ Kretsen von Tabackbauern wie Tabackhändlern würden „dle schwersten Klagen über denNiedergang unserer heimischen Tabackindustrie geführt. Die “drei leßten Nachwahlen xn Vachn, welch? ein erheblich95 Anwachsen der sozialdemokrati1chen Sttmmexz zxtgten, gäben ein Bild von der weitverbreitetén Unzufrtedenhett m den ländlichen Kreisen. Es müßten [36le1de _Ma'ßregeln, er-
riffen weerden, wenn der deutsche Tabackbau mcht 1111 ausstchts- 0er Kampf mit der ausländischen Konkurxenz erltegen solle. Wenn d6r ausländische Taback allerdings emmal aus unseren Kolonien zu uns kommen fonte, so würde er auch gegen eine Zunahme decZ Imports nichts einzuwenden haden; denn dann hätte das deutsche Vaterland doch einen Anthetl daran. Aber der Import bewege sich aus einer anderen thhtung. Es seien hauptsächlich die Holländer, die hier Konkurrenz machten. Die Gegner der „unpraktischen Kolonialschwärmeret“ könnten an der Entwickelung von Sumatra innerhalb der 'leßxen ,zwei Jahrzehnte erkennen, welchen Gewinn eine Kolome m emexn so kurzen Zeitraum abzuwerfen vermöge. Vor etwa zwanzt Jahren set Sumatra der Tabackkultur ers [offen, 187 habe fick) die Tabacksinfnhr schon auf 30 ', und 1886 sogar auf 1400002860911 belaufen. Er gönne dxesen Gewmn den HoÜändern, aber lieber wäre 25 ihm, wenn etwa; davon den deutschen Tabackbauern zu Gute xäme- 5019 Süd- deutschen hätten die Erhöhung aller landwxrthschgftltchen Zöxle ut geheißen, obgleich fie z. B. an den Getretdezöllen fem Interesse gehabt hätten. Um so mehr müsse es_ uns schmerzen, daß der Taback immer noch als ein Kräutlem „Rühr' mich nicht an“ gelte. Die Verhältniss beim Tabackbau seien dix selben wie beim Getreidebau. Das Ausland erdrücke Deutsch- land eradezu durch billige Pretse; ausländtscher Tabac! werde inklnwe des „801193 mit 45 916 geliefert, da „könne Deutsch- land absolut nichk konkurrtren. Er bttte auch den Handel und die Industrie, unsere Beftrebun en zu unterstüßen. Nur so könne man dem Schi al des VoUmonopols, de en (Hegner er auch set, ent- gehen. Durch eine Ermä igung der Steuersäße würde alles din s ein AusfalX an den NeichSeinnahmen entstehen. Aber selb wenn er einige Mtllionen betrüge, dürfte er_ in kemer Wei1e in Betracht kommeq ge enüber dem Umstand daß es darauf ankomme, das Schtcksa von nahezu 200000 Tabac!- pflanzern wieder erträglich zu gestalten und ihre Familien vor demNuin u bewahren. Angefichts der Arxsfichtslofigkeit weitergehender nträge 1111er er dankbar sem, wenn die Resolution der Budgetkommtsfion von der großen Mehrheit des Reichstages angenommen würde. Aber er betrachte _. nur als erste Etappe auf dem Wege den wenn M dieser, so doch der nächste oder der nn“ olgende Re tas werde gehen müssen.