1889 / 35 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 07 Feb 1889 18:00:01 GMT) scan diff

_' *, _Btüsselös. M*WQB.) Die Siei

i QQ 2.137? eingestellt.

wITden. Zmi d'erselben sind heute ge

Subxissionen int Auslande.

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Vöraziscblag 19 440 Lire, Kaution 59/0. auch n G e n u a ,

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. gelassen). Ferner in Aussicht stehend:

4) Palermo. Direktion der sizilifcben Eisenbahnen: 30 _ 2 Drehscheiben zu 5,50 und 4,50 111 Durchmeffer; in dx'exe'r Saison so zahlreiche Personal des Victoria-Tbeaters darin

beschattgt ist. Die drei in der .Germania' vorkommenden Ballets bai Hr. Severini bereits fertig gestellt. Bilder verbinden, sind durch Kapellmeister Raida einstudirt, und die aus den Chören hervortretenden Sologesänge werden durch Frl. Lejo, Hrn. Schmidtler und jenen Tenoristen auSgefübrt, der in .AliBaba“ ein so berechtigtes, Aufsehen erregte.

_ Die zweite Aufführung der „Neuen Akademie der Tonkunst'Fand gestern im Saale dcs Concerthauses vor einem außerordentlich zahlreich"- erschienenen Publikum statt. standen die Klaviervortrage in Vordergrunde. Schumann uiid Beethoven wurden mit einer über sonstige Schüler- letstungen weit hmauSgehenden Vortrefflicbkeit ausgeführt. Weise gelangen an;!) die Concerte von Chopin und Rubinstein. In den Leistungen der Eleven des Violin- und Cellospiels wie der Gesangsfckyüler waxen erfreuliche Fortschritte zu erkennen. besoridercs Lob verdienen aber die Erfolge in der Komposition, die fiel; in einer sebr formgewandt auSgefübrien Snite für Streichorchester (von Otto Eblerß) glanzend bewährten. _ Die Wahl des Concert- bauses kann als cine derartigen Aufführungen sehr günstige betrachtet

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zeiger“. 5. März, 11 Uhr.

Schweden.

WetterbeHi

58- s'!»

vo 7. Februar1889 r Morgens.

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Paris . . . . 751 Münster. . . 750 Karlßrube . . 754 Wiesbaden . 752 München . . 754 5 bedeckj _1 Cbeuxniy . . 750 7 wolkig _3 Berlin . . . 746 4 balb bed.-") _] Wien . . . . 754 2heiter _1 Breslau . . . 747 3|bedecht _1

Je d'Aix . . 760 '

6'wolkig 3 wolkig 8 wolkig 2 Schnee 2 bedeckt 2 bedeckt 2 bedeckt 1 bedeckt

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4 bedeckt 2 bedeckt 4 Schnee 1 bedeckt

WNW 4 bedeckt 8 W . 757 O 3 wolkenlos 3 T . . . . 757 still wolkenlos 3

1) Schnee und Hagelböen. 9) Nachts Gewitter. * Nachts Schnee. 4) Nachts Schnee. 5) Gestern

agel und Schneesturm.

Uebersicht der Witterung.

Dos Minimym, welches gestern über Süd- SÖwxdcn lag, ist nach dem Rigaisthen Busen fort- Ysibniien, em anderes Minimum von geringerer „ufe liegt in der KanalgeJend. Bei böigen, west- lichen und mzrdwestlicbenW nden und durchschnittlich normalen Warnxeverbältnissen ist das Wetter über Deutéchland veranderlich und zu Schneefällen geneigt. Lam urg_ batte Nachts Gewitter. Schneehöhe:

winemunde 2, Berlin 7. Bamberg 8, Wiesbaden 9, Altkircb 11, Hamburg 19 em.

ei ivelles baden bebufk Lohner!) 5 kam es würden Zusammenstoß. wobei mex?! der Strikenden

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somit am Sonntag die vor edachungs- in der .Germania“ von Rolle der

.Mubamed-Abdallab' Duönsing und Hr.

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Königliaze .Frhauspiele. Freitag: Opern- bazzs. 36._Vorstel1ung. Tannhäuser und der Sangerkrteg auf der Wartburg. Große roman- ttsée ZN? !:)le ZRAk'tsesn vo?) R.SIlLagner. TDiri- en: r. a . egi eur: r. aomon. an- ßäufer: Hr. Sylva) Anfang 7 Uhr. ( n

Schauspielhaus. 38. Vorsieüung. Weltunter- gang. Volksscbausptel in 5Akten von Paul Heyse. ;FnUkScene geseßt vom Direktor Anno. Anfang

)r.

Sonnabend: Opexnhaus. 37. VorsieUuna. Die Quitzows. „Vaterlandiscbes Drama in 4Akten von Ernst von W1ldenbruch. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 39. VorsteÜung. Marie, oder: _Die Tochter des Regiments. Komische Oper in 2Akten von Donizetti. Dichtung nach dem Franzofiscben des St. Georges. Zum Schluß: Solotanz. Anfang 7 Uhr.

Deutsthes Theater. Freitag: Zum ]. Male:

Yrria und Messalina. Trauerspiel in 5 Auf- zugen von Adolf Wilbrandt. Sonnabend: König Heinrich der Vierte. Sonntag: Arria und Messalina.

Berliner Theater. Freitag: 21. Abonnements-

Vorstellung: Die Braut von Messina. Sonnabend: Der Kaufmann von Venedig. Sonntag: Der Kaufmann von Venedig.

Tesßng - Theater. Alexandra.

Schauspiel in 4 Akten von Richard Voß. (Alexandra: Clara Heese, vom Kal. Hof-Tbeater in München.) Sonnabend und Sonntag: Alexandra.

Freitag :

WaUner-Thtater. Freitag: Zum 121. Male:

Madame Bouivard. Schwank in 3 Akten von Alex Biffon und Antonie Mars. Deutsch „von Emil Neumann. Vorher: Zum 121. Male: Der dritte Kopf._ Pose in 1 Akt. Mit tbeil= weiser Benn ung einer englischm Idee von Franz WHM:“.b nfanT Z Ubr. ([

onna end un onntag e te Sonnta s-Vor- stellung): Madame Bopivaßd. Bergdritte

Deutsche Seewarte.

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MWM

Berlin er Theater. In der morgen, Freitag, stattfindenden Braut von Messina“ spielt Clara Ziegler die „Donna

sation“, Uixooo wertlotk W111- monbxt“ oder 17017131]: äosetjo“; L's univ"); a

Isabeüa', während die Rolle der „Bea _ . dem neu engagirton Mitgliede des Theaters, dargestellt wird. . Lessinq-Tbeater. Das Schauspiel .Alexandra_' von Richard kann mit Clara Keese in der Titelrolle nur noch funfmal wieder- üusilerin durcb einerx früher abgeschlossenen Gasispiel-Vertrag mit dem Tbalia-Tbeater in Hamburg gezwunJen ist, am kommenden Diensta Berlin wieder zu vexlaffen. Cs w rd te und am Montag die levte Vorstellung des Stücks mit Clara Heese tattfinden. . Victoria-Tbeater. .Durcb die kollegiale Liebenßwürdigkeit des Hrn. Direktors Barnay ist es ermöglicht worden, daß Hr. Tauber Ernst Scherenbera die wichtige allegorische „Geschichte“ und die Auch Fr. Benzinger daß die Hauptproben begonnen haben.

Mannigfaltiges.

Die „Baugewerks-Zeitunq“ bringt folgenden Artikel über den neixen Kaiserpalast in Straßburg i. E.: Kaiikxpalast ist in der „Zeit von 1883 bis 1888 nach den Plänen und Unter der speziellen Leitung des Landes-Bauinsvekwrs Eggert aus- „Der „Palast steht an der Stelle der Stadtmainwr und warb mtt der Kaiser Wilhelm-Universiiät, dem in der Ausfuhrung begxtffenen Landesausschu_f;gcbäude, dem in Aussicht genoqmmenen großartigen Postgebäude nebjt der Landesbibliothek eine Gebaudcgrußpe von hervorragender architettoniscber Bedeutung bilden. Da_ das Gebaudc xmr für den vorübergehenden Aufenthalt der deutschen Kaiser bestimmt ist, sind deffen Abmessungen geringer bemessen, als die _Der im Allgemeinen rechteckige Bau bat eine Frontlange von 73 m und eme Tiefe, mit Einschluß der VorhalXe, 0011 56 m und enthält KeUer-, Erd, Mitte der Vorderfront »vorgelegter Säulenbau dient als Unterfabrt und Vorhalle. Das Aeußere des Palastes zeigt die edlenEFormen dex Renatffanxe-Architektur florentinischer Paläste, und der indruck wud durch retcben Schmuck an gediJener Bildhauerarbeit in schönem

n.

des,;Hauptportais zeigt in der Mitte das Wappen des Deutschen Reichs, n. dqruber dre Kaiserkrone; »zu beiden Seiten des Wappens füllen die WirkungsvoUen Gestalten der Macht und des Rechts die Giebel- ecken aus. Bekrönt wird der Giebel von einem FriedenSengek mit goldenem Palmenzweig. Von besondcrs hervorragender Wirkung ist der erhebende Kuppelbau,

sichtbar sein wird. Aus Kupfer getriebene Heroldßgeftalten neben dem Flgggenmast' bekrönen den oberen Abschluß der Kuppel und tragen Wesentlich zur Bildung der reizvollm Silhouette derselben bci. gegen der berxschenden Ansicht, daß Monumentalbauten mit Metall-

Gußkoks

trice“ von Hedwig Bleibtxeu,

historische "Partie des Lange - Pratorius, Frl. sind bereits eingetroffen, so- Das Stück enthält dcn Neuengagirten das ganze

Die Chöre, welche die

Wiederum Die Concertsäße von

In gleicher

Ganz

Der Straßburger

alien

Haupt- und Obergeschoß. Ein in der

as Giebsifeld des Säulenbaucs

' welcher mit bestimmten Flaggenmast Weithin

n und wenn li mit einem Kupferda ver b w b mMn, ider aukfübrIntY Architekt hier ein Da _ ausseTen er en

der Keb en und Grafe u. s. w. benußt. Die Farbenwirkuug des s 511 :)eiönten Sandsteinmaterials_ mit dem dunkelrotben Ziegeldacb oll chon jetzt eine sekt harmonische sein und wird später. nachdem die aus Kupfer be e tellten Herolde, der Adler und die Abdecksireifen der mäcbti en Rund ogenöffnungen der Kuppel sich mit einer Patina über- zogen aben, noch bedeutend erhöht werden.

Das Innere des Gebäudes ist wie folgt eingetbeilt: Von der Rampe des Hauptportals „gelangt .man in das große Vestibül', an welches sich zu beiden Seiten etwas höher liegende durcb Säulen- stellunqen abgetrenntx Halley anfchließen. Links befinden cb prächtig ausgestattete Wobnramxte fiir das Kaiserp ar, wäbrend re ts von den- selben eine Wohnung fur emen einzelnen “fürstlichen Gast liegt. An der Vorderfront enthält, jede dieser Wohnungen Vor-, EmpfangS-, Wobn- Schluß, Badezimmer u. s., w., während an der Stadtseite noch e, n schön dekbrirtes Gartenztmmer und zwei Salons für die Kaiserin liegen. Hinter den soeben angeführten Räumen läuft durcb d_as ganze Gebäude ein von zwei Lichtböfen beleuchteter Kor- ridor, an deffentemem Ende das eben erwähnte Gartenzimmer und an dessen anderem xm Nebeneingqng für die Tbeilnebmer an großen Festlich- keiten liegt. Hinter demKorrtdor, gegenüber dem EingangSvestibül, be- findet"sich die Haupttrepve mit Garderoben- und Toilettenräumen für die Festgaste. In der Mixte der Vorderfront über dem Vestibül liegt" der Audrenzsaal, settwarts mit schmalen Säulenreihen und darüber liegenden Logen versehen., Vor dem Audienzsaal öffnet sich die Säulen- halle, aus welcher sich em"flachrunder Balkon vorsireckt, von welchem aus xnawden Kaiserplaß ubersehen und auf welchem der Kaiser bei Festlichkeiten von der Vylksmenge: gesehen Werden kann. “An den Yudignzsaai schließen sich ltnis die Räume für den Kaiser, rechts die fur die Kaiserin an. Dre Raume für den Kaiser bestehen aus Melde-, E.MPfangs-x Wobm, Schlaf-„und Ankleidezimmer, Bad und Garderobe, Ztmxnex fur die Kawmerdiener und den Leibarzt. Die Räume für die Kaiserin sind,äbnltch gestaltet.

Der ganze" hmtxre Bau wird im HauptqesÖoß durch eine einzige Flucht bon Halen eingenommen, welche durch offene Arkaden in drei große Einzelsale getbeilt wird und deren Gesammtlänge 70 111 beträgt. Der Hauptsaal ist 22 m lan , 17 m tief und 12 m hoch, dagegen babexi der rechts [tegenbe Vcréammlungssaal und, der links liegende Speisesaal nur ein? Hohe von 7 m Die Decke des Hauptsaalcs ist reich ausgebildet nut zum Theil weit gespannten Gewölben und zum Theil, kassxttuten Decken. Ueber den leßtgenannten Nebensälen befinden sich die Firenerschafxswobmzngen und ii er den Gemäckoern des Kaiser- paares dre Wobnrgum; fur das Gefolge. Alle 3 Säke bieten bin- reichenden Raum fur dre Bewirthung von 350 Gästen.

IYYganze Bay ist tn aiim seinen Theilen mögliebst feuerficher a,us Stetwund Eisxzt Hergestellt; die Zwisckiendecken bestehen aus* etsexncn Tragcxn, zwx1chen welchen Platten aus Tuff und Gips ein- aefugt bezw. emgegosicxi siiid. Die Trägerflantscben sind sichtbar ge- blieben, bema't oder tmt eisernen Ornamenten bekleidet. Zwischen den Ynsteru bes Obergeschosses, Weichcs'als Fries außgebildet ist, find die

appsn einzelner deutscher Stabte m_ gediegener Bildhauerarbeit an- gebracht„ es fehlen aber auch mcbi die Wavpsn des Fürsten BiSmarck und de? Grafen Moltke, der Haupimtibegründer des Deutschen Reichs. Von beyonders großaxtiger Wirkung iti noch die im Mittelbau gelegene Haupttrcppx. Ein Garten von 1,2 ba. nm,]isbt von 3 Seitsn den Kaiserpalast. Hinter dein Pa_last und Paiasigarten, von leyterem durch eme Straße getrennt, itegt em Nebengebäude mit dem Marstall nebst Remifen, sowie ein_Mtlitäerwachtgebäude. Die Stallungen reichen für 18 Pferde aus. Die Remise bietet Raum für 6 Wagen. Die Kosten des ganzen Baues betragen, etnschlicßlich der ***/4 Millionen für den Grunderwerb, 2 600 000 „;ck

Die 17. Geflügel-Ausstellung der .Cypria“, welcbe morgen iznter dem Pxotektorat _Jhrer Königlichen Hoheit der Prin- zesfin Frtcdricb Carl m den Salen des Hauses Kommandantenstraße Nr. 10/11 eroffpet werden wird, ist von 17? Ausstellern mit 1046 Nummern beschickt Wocden. Dic Schau ist somit eine der größten,. dre Berlin 12 gesehen.

Stolze'!cher Stenographen-Verein. Hauptversamm- lung: Freitag, d. 8. ebruar, Abends 8 Uhr, im Renaurant „Zum, Gambymuö', Friedri straße 8011. Tagesordnung: ]) Vortraa des Hrn., Redactcurs Giesen über den Werth sienographischer Wett- scbretben. 2) Vexeinsangelegenbcitcn; _ Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Vereinslokalc, Friedricbitraße 80111., Leseabsnd. Etwa

Eni-

, In Vorbereitung: Das Schützenfest. in 3 Akten von R. Misch und W. Jacoby.

Uictoria-Theater. Zum 125. Male:

Freitag: Die Kinder

Grant. Ausstattunasstück mit großem Ballet in D'Ennery und Jules Anfang 7 Uhr. Sonnabend und folgende Tage: Die Kinder des

12 Bildern von Musik von C. A. Raida.

Kapitän Grant. In Vbxbereitung: Germania. stattungsjtuck von Ernst Scherenberg.

Triedrirh-Wilhelmßädtisckes Theater. mit Hrn, 1 Mit _neuer glänzender Ausstattung, zunz 54. Male (in deutscher Sprache): Mikado,'oder: Ein Tag in Titipu. Operette in 2 Akten von W. S. Gilbert.

Freitag :

von A. Sullivan. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Der Mikado.

Residenz-Theater.

Wallnex. Vorher: Jm Boudoir. Scherz m 1 Aufzuge von Franz Wa Brandt. Anfang ?ck Uhr.

Belle-„Alliance-Theaier. spiel der Münchener, unter Leitung des Königl. bayer.

Hofschauspielers Hrn. Max Hofbaur.

Der Herrgottsohnißer vou Ammergan.

bayerisches Volksstück mit Gesan

Aufzü Fin skvon ?dMJPéNg oßelr f undNFlZW 111 von . . re ee. nan r. Sonnabend: _Gastspiel det Z))iünchener.g *

Neuert. Herrgottschniher. Central-Theater. Lencbtkn eln. Ge 11 s ' 4 Jiaätéstäd . I'FkuskksavßnpoÉe m :. Sonnabknd: Dieselbe Vorsteuung.

Adolph Ernß-Theater. Dresdenerstraße 72. Freitag: Zum 16. Male: Die junge Garde.

E:sangspoffe in 4 Akten von Ed.

Freitag u. folgende Tage:

Nervöse Frauen. Lustspiel in 3 Akten von Ernest Blum und Raoul Toché, bearbeitet von Franz

Freitag: 16. Gaff-

Freitag: Zum 47. Male:

. Steffens.

100. steyograpbische Zeitunx-erx verschiedener Sprachen und Systeme, sowie die neuesten sienograpbiickwn Literaturcrzeugniffe liegen aus.

Leop. Civ. Die Gesangsiexte theilweise von Gust. Görß. Musik von Fr. Roth. Anfang 75 Uhr. Sonnabend: Dieselbe Vorsieüung.

"“ Familien-Nachrichten.

Veylobt: Frl. Margarctbe Gneist mit Hrn, Rittexgutsbcsißer Otto von Alten (Kolbergermünde _(Criwan). _ Frl. Martha Kirchner mit Hrn. Otto Sckwlz (Berlin). _ Frl. Lucie Hawelke mit Hrn. (Ernb Maß „((BMW-Berlin). _ Frl. Agnes Biesenbach unt Hrn. Jakob Geyer (Düssel- dorf_Bottrop i.,W.). _ Frl. Hcdwig Gesecus

GerichtSrefercndar Alfred Preyeil (Danzig).

Verehelicbt: Hr. Lieut. Kock) mit Frl. rida Schaeper (SülidorZ. _ Hr. Dr. Oskar ilda' mit Frl. Martha aron (Breslau).

Gcboren:_Ein Sohn: Hrn. Reg-AffefforLands- berg (Trier). _ Hrn. Ober-Jngknieur Rudolf Klostermann (Kladno). _ Hrn. Franz Fri sche (Hamburg). _ Eine Tochter: Hrn. riß- Langnes (Berlin). _ Hrn. Hauvimann von Gevso (Berlin). _ Hrn. GeriÖts-Affe or Schild- knecbt (Berlin). _ Hrn. Gericth-A effor Hans- Cramer von Klausbruch (Nentershausen). _ rn. Theodor von Gimborn (Emmerich). - Hauptmann Wollenbauzzt (Görliß). _ H Rechtöanwalt Pieper (Ludenscbeid).

Gestorben: Hr. Alfred Gutsche (Berlin). _ Hr. Auaust Wenzel (Berlin). _ Hr. General-Major 3. D. Guido Sontag (Nassau). _ Hr. Lieutenant a. D. Graf Leopold von Schwerin (Bobrau). _ Levte Woche. Frau Kreis-Bauinfpektor Anna Haubtner. geb.

Ober- ottgetreu (Schumm). _ Hrn. Regierun s- und Tanz in Baumeister Ztsseler Tochter (Northeim). _ Zr.

Fabrikant Wilhelm Gerdes (Meerane i. S.).“ _ rau Vr. Auguste Raven (Harburg). _ Hr.

i bör-Posßsekretar Louis Hildebrandt (Stargard

. omm. . *

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Halbe Preise. des Kapitän

Verne.

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Der Burleske Musik

Dramatischer

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Der

Akte" YYY B li Redacteur: I. V.: Siemenroth. er n: Verlag der Expedition (Scholz).

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/ /

Erst e V eila-g e

zum Deutschen Reicixs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Lluzeiger.

ck 35.

Berlin, Donnerstag, den 7. Februar

xx-

Yicijtamtsicijes. -

Preußen. Berlin, 7. Februar._ Im weiteren Verlauf der geftrigen(35.)Sißung desNetchsxages beaniragten zum Kapitel „Allgemeine Fonds“ die Abgg. Pirchow, Hermes u. (Hen. im Titel, „Unterstüßung für den deutschen Fischereiverein zur Forderung der künstlichen Fischzucht“ statt der beazitragteri 30000 „45, 40 000 „46. zu bewilligen, und ferxter 'die verbündeten Re- gierungen zu ersuchen, in denxnächsijährxgen Etat, als „Unter- stüßung für den deutschen Fischereiverein zur Fördxrung der künstlichen Fischucht“ die Summß von 50.000 «15 emzuseßen.

Abg. Dr. irchow: Er habe im preußisxben Abgeordneten- baufe immer an dem konstitutioxiellen Prinzip fest ehalten, der Regierung nicht mehr zu bewilitgen, als ste sel st verlange.

Man befinde sich aber hier auf einem anderen Boden, und er sr-

innere daran, daß gerade diese Summe uxsprürxgltch m ahnitcher Weise in den Etat hineingekommen set. Die Hauptgründe, schon in diesem Jahre eine Erhöhyng der Summe zu bean- tragen, lägen in dem großen Bedürfmß, das sichberausgestelh habe. Man habe viele Jahre gebraucht, YM übexhaupt die öffentliche Meinung zu Gunsten der „kiinstlichen Fischzuchi zu wenden. Man habe die Sache ursprünglich als eme, Privat- angelegenheit der Fischereibesißex behandelt'und ersi tm Laufe der [LHTEU Jahre habe sich die große tyternationaxe ' Bx- deutung derselben herauSge'fteÜt. " DW "Schmiengkett liege darin , daß unsere drei großten „_ Fkuffe ' nur zu einem gewissen Theil Deutschlanb angehorten, dieses also genöthigt sei, in nahe Beziehung mit den Nachbarstaaten zu treten, wenn überhaupt etwas geschehen soÜe.' Was die Weichsel betreffe, so sei in unserem deutsche): Gebiet derselbxn überhaupt kein Plaß, um m1t Sicherheit nxnge La Limit 111 Beweaung zu setzen. Versuche, dye m kleixien Ne _enflussen von Westpreußen gemacht werden kd'iznten, . hatten kZme Aus- sicht, weil sie einem ganz anderen 1schgebtet qngehbren, als für die Aufzucht der jungen Lache nothwendig sei., Man müsse schon nach den quüfliiffew hmayfgehen bis nanch Galizien, und auch dort set nur em kleines Gebiet dafur passend. n Galizien babe Deutschland (3111021 Entgegeq- kommsn ge unden; orgamstrte Kdrperschaftexi hatten sich sLW.“ interessirt, daß sis mit dsnDeutsch-en m em Karteiivsrhmttziß getreten seien. Deutschland habe ihnen Anfangs dieLach561€r geliefert, aber in neuester Zett zahle „auch die riisftsche R?- gierung eine gewisse Quote Jux Untersiußung. "DLL Quarzit- tätén, welcbe bis jeßt hättsn eingesetzt werden konnen,_ seiexi entsprechend den geringezi M:tteln dcs beutschen F17chexei- vereins und den noch geringeren anberer Körperschafter) „nicht außreichend. Man habe in der „Pembdc 1887/88 4 MLÜWULU Eier angekauft und nachher die Fische ms FWW, gelgssen. 4 Millionen Eier kosteten etwa 24000 «FQ Das Reich liefere dem Fischereiverein 30000 „élé- Es blieben also_ nur " nqch 6000 „% übrig, mit denen mcht mel zu mgchen set. Bezugluh des Rheins seien ja die Verhandlungen tint qlland bekannt, UNd wie schwer Deutschland dadurch bedruckt et, dgsz Holland an der Mündung siße, die La se wegfazige und" 010 Aufzucht der jungen Lachse nicht tintertüße. ' Em vexnunfüges VFW- hältniß mit Holland s€1 noch txtcht exretcht. In, „Sud- deutschland habe man noch ein viel komplizrrteres Werk. Die Donau führe die 'Flsck)? aus _unseren Ge- bieten andeken Völkern. zu. Sie besitze .gew1sse besondexe "ische, andkre dagegen mcht, vor Allem 'nicht den Aal. " DW

rage, ob der Aal in der Donau emgebixrgert werden konne, ei vom Fischereivkrein lange e_rwogen ,woröen; Dq andere Gebicqe am Mittelmesr reich an Aalen, seien, schiene dW Sache des Versuchs wertl). Der Versuch sex m _großem Maßstgbe gemacht und mit einem solchenErfolg, daß 1th schon 111 Sud- dxutici)land der Aal in stattlichen Exemplaren 'm den ber- schiedensien Gegenden ,gsfangen werde. So ski „z. B. eme Mühle einmal zum Stillsteben gsbracbt wyxden, weil sich Aqie in großer Anzahl Umsehen dcix Rudern fextgyssßt [)'attM. Fur die Aalzucht in der Donau set besqnders die TlEilnayme der ungarischen und rumänischen Regierungcn not wenbig, uni) beide hättexi auch angefangen, voxt unseren schlesw1gcholsteu nischsn Küsten aus Aalbrut zu beziehen. EFI [er unsere Ehren-

flicht, dieses nüßliche Werk, zu _gedeihltchem Exide zii Zibren. Bei der Lachszucbt isn es immer, noihwendig, auf künstlichem Wege nachzuhelfexi, WWU nicht em fuhlbarer, Nack)? laß Lintxetsn solle. Der Fischßrswerem „habe „also die dxei Hauptaufgaben: die Lachszucht m der Weich'sel, 1:1 dem Rhein und die Aalzucht in der Donau. _Der Vexem habe aber_ noch allexlei andere Aufgaben, und diese_gehsrt€n zu den 1111?!“- effantest-zn; z.B. habe er mit der künstlichen Zucht der Maranen und ander große Fortschritte gemacht. 'Em? besbndexe Auf- gabe 81 es, den Zander in bas ,RhS-MJLÖWT emzufuhren. Wie weit Ls gelingen werde, ist 91116 Frage ber'Zukunft. DLL Arbeiten des Fischereivereins betrafen_ em Gebiex, daz?- Jeder- mann gleichmäßig interessire. Er bitte, nicht nur die Reso- lution fiir das folgende Jahr anzunehmen, [mzdern auch schon in diesem Jahre die höhere Summe zu bewxutgen.

s ekretär von Boetticher:

KZNtZerren! Daß die verbiiizdetcn chierungen dex Thätigkeit dcs Rutschen Fischereiverein?) xine bxsonbers warme Tbetanbme ziz- wenden, bas ,abe ich bereits srüber m diesem, Hausqauszusubren die Ehre gehabt. Wir verfolg-sn die Fortschr1itc, die' der deutsche Fixcberciberein bei der Lösung der Aufgaben, xte er sich gesieüt hat, macht, mit Interesse, und nur bcgrüßcn 96 11111" Freudcn, daß er diese Fortscksritte gemacht hat und daß cr in LMU“ sebr dankensweriben Art die Anregung gegeben hat, um den Bestrebungen iiach Vermehrung des inländischen ; iscbbestandes neue Nahrung zuzxxfnbren. _Cs thut mir Ursönlich au xrordcntlicb leid, daß :ck Ste gleicbwvhl bitten muß,

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die vorlie enden Anträxie nicht anzunkbwen, und ich Lime das lediglich aus dem rundc, weil ich es für recbt bo'dcnkltcb halte, daß der Reichstag eine höhere Summe in den Etat einstellt und Yadurckyben BundeSräik) in die Zwangslage verscßt, entweder ohne Weiteres dieser höheren Summe zuzustimmen, oder den Ciat voii) einmal an den Reichstag zu bringen. Das leJicre würde ja naturlich bei einem so untcrgcoxdneten Betrage voraus 1chtlich nickt geschehen, allem icb halte es, wie geßagt, für nicht gerechtfertigt, daß der Re1chstag den Bundes- ratb über aupt in eine Zwangslage br ngt. Ick zweifle gar nicht daran. daß. wenn das warme Interesse, was dex Bundcsratb bem Dcujscben Fischereiverein zuwendet, auch heute hier im Reichstage emen ähnlichen Ausdruck findet, -im nächsten Jahre der Bundesrat!) ernstlich

“&

an die Frage herantreten wird, ob es möglich ist, die Subvention, welche das Reich dem Deutschen Fischereiverein giebt, erxjsprecbend zu erhöhen. Ob das bis zum Betrage von 50000 «ck wird geschehen können, darüber kann ich natürlich heute eme, bindende Zusage yicbt erlbeilcn. Dafür aber will ich sorgen, und ich habe mich in dreier Hinsicht schon des Einverständniffes dcr Reichß-Fix1avzberivaliung ver- sichert, daß die Frage der erhöhten Subvention mit Wohlwollen be- handelt werden wird.

Die Möglichkeit ist indessen auch nicht ausgeschlossen, daß inner- halb des Kreises der verbündeten Regierun en Bedenken vorgetra en Werden. Ich bin solchen Bedenken bereits ?rüber begegnet, man at mir entgegengehalten, daß es eigentlich in der ngpisaäpe Ausgabe des Deutschen Fischereivereins sei, die Maßregeln, die xr zur Forderung seiner weckc fiir notHWendig hält, nun auch möglichst batch eigene Tbätig eit und aus eigenen Mitteln zu fördern und sicb m d_er Aus- dehnung diefer Maßregeln nach seiner Decke zu sirecxen, das heißt nach den Mitteln, die ihm zu Gebote sieben. Ich tbeile, wie gesagt, persönlich diefe Beder-ken nicbt. Ich erkenne es mit dem Herrn, Vorredner als eine Aufgabe des Reichs an, daß das Reich mit seinen Mitteln zu einem wirihschaftlicl) so wichtigen Ziel, wie das von dem Deutschen Fischereiverein angestrebte ist, seinen Beitrag leistet, aber_ ich habe mich für verpflichtet gehalten, iéervorzubeben, daß, auch em anderer Standpunkt möglich ist. Ich wünsche nicht, daß dieser ander; Stand- punkt demnäckpst ausschlaggebend zur Geltung kommt, und mocbie das Haus nur bitten, dem Wohl ollen der verbündetet) Regiexungen zu vertrauen, daß sie im näcb im Jahre diesen Ctaitttel erhoben, f'ur diksés Jahr aber den Antrag des Hrn. Abg. Dr. Virchow, den 1ch materiell. sympathisxb begrüßt habe, abzulehnen.

Abg. Virchow zieht darauf seine Anträge zuxück. ; '

Abg. Ackermann: Die Bestrebungen des Frschérewerems und seine Bedeutung für die' Volkswohlfahrr erkenne er poll an und wolle hoffen, daß es ihm geimge, den' fruhererz Fisch- reichthum in unserenGewä ern, der in Folge _emer irrationeüen Behandlung theilweise ge chwxmden ser, Wieder herzustellen. Der Fischereiverein genieße die dankbare, Anerkennung am Meer wie im Binnenlande und erfreue sich auch des Wohl- wollens auf allen Seiten dieses Hause?. Wennnnun regie- rungsseitig eine Erhöhung der Subvention 1m_,nachften Etat zu hoffen sei, so sei Alles erreicht, was man wxinscheii könzite, wsil man die bisherigen Bestrebungen des Fischereivereins, und insbesondere seines Vorfißenden, des Hrn. Behr-Schmoldow, dankbar anerkenne.

Abg. Schuster: Man habe gehört, welchen grbßen Werth irisbesondere die Lach§zucht habe, und daß fie einer Untex- stüizung bedürfe, wenn sie nicht zu Gxunde gehen solle. " Die LachZzucht komW nicht allein den Fischern m den Strombn zu Gute, sondern auch den Fischern am Meer. Aus den Mit- ?heilungen der Sektion für Hochseefischerei entnehme maxi, daß der La sbsstand auch theilweise zugxnommen habe. Die“ Ost- “see, bis er sehr arm an Lachsen, zeige an _der ostpreußischen und besonders an der samländixchen Kiiste emen zunehmendey Lachsreichthum, dessen" Werth chon ern _sehr bebeutender set. Er verlange aber die 10000 914 schon ]eßt, weil inan an weitere Vermehrung der Lachse Vedaxht nehznen wisse.“ DW einzelnen Regierungen könntet) nuz: ihre Mittel fiir Btnn'zxn- gewäffer aufwenden. Obgleich die Antragg bereits zuruck- gezogénl seien, möchte er sie dennoch der Regierung dringend em 2 en. .

prng. Rickert: Er freue sich, daß ber Abg. Virchow seine Anträge zurückgezogen habe, denn wuZ sehr er auch seiya Autorität auf diesem (szbiste jchäße, hatt? ex doch gegen, dte- selben sick) erklären müssen. Die 1000036. könnten (zus emem anderen Wege aufgebracht werden, 0181100191 duxck) eiii Exira- orditiarium. Es gebe verschiedene Promnzmk:F1scherewereme, die zusammen eine solche Summe wohl aufbrmgey konnten, und er bitte diej€nigen Herren, welche an der SPLHL solchsr Vereine ständen, diesen Weg zu versychen. , ' _

Abg. Ackermann: EML Subvxniion duxck) die Emzelftaaien scheine ihm nicht angebracht; denn_ wenn irgendwo, so musse hier eine Untersiüßung vont Reiche gerechtfertigt schemen, wcil der Fisch nicht an die Grenzen des Partikularsiaats ge: bunden sei. , _ '

Die Diskussion Wird geschlos1cn und 018 AusZabM be- willi t, L?Bei den Atisgaben zur Förderung der chhsex: fischerei bittet der Abg. Hermes den_ Staatssekrexar, im nächsijährigen Etat auch eine Erhöhung dieses Fonds m Aus- sicht nshmen zu wollen.

BeidenAuSgabenfiirdasKaiserlich?GesuqdheiicZaytt weist Abg.“ Duvigneau auf die gßfährl1chen Erscheinungen hm, die oft bei der Verwendung thierischer „Lymphe 314 Tage 99-- treten seien, und wünscht, daß dw bezüglichen Petitionen bald zur Verhandlung kommen m'ochikn. , -

Abg. Gehlert: Der Abg.'Beb€l habe ihm vorgeworfßn, daß er lediglich deshalb für die Deklaration der Gewerbe xm- getreten sei, um den Landwirihen guf Kosie'n der Armen ihre Taschen füllen zu helfen. Er sei ststs fÜr Deklarcziton der GEWSLHL eixmetretckn, und bedauere auch, daß man seine Vor- schläge bezüglich des Kunsibuttergeseßes nicht angenommen abe, anderenfalls wäre das Geseß nicht Mit den Fehlern be- Faftst, 1107911 Wirkung sich 1th heraussieÜe. Er habe be-

hauptet, daß die ganze Kunsibutterfrage nur eine Frage der

komme. Er habe dém Abg. MeZeU ena gegenüber nach- ewiesen, daß gerade die kleinen onsumenten den SchußdeZ Staates brauchten, und fick) auch von dem „Namen „Margque keinen sonderlichen Schuß gegen Betrügereisn versprachen. Die Vorwürfe des Abg. Bebel _ seien also ungerecht- fertigt. Er habe ihn aber niemals g_anz_ ernst. ge- nommen, weil er wisse, daß tkm YM" immer das Wort und dann erst die Gedan en amen. , Er habe auch hier genau das Gegentheil von dem mitgethetii, was er esat habe. Er appeüire an alle loyaleir Manner dxs an es, ob es gestattet sei, die Aeußerungen eines, Gegners m solcher Weise für das Partei-Jnterejse zu'fruxttfiziren. Wenn er die Herren vom Freisinn als Hmpermß nx dxr Frag'e dex Dekiaration der Gewerbe finde, so sex das erklärltch, weil ine Doktrin des Manchesterthums und die Doktrin des Sozialis- mus ganz entgegengesetzt seien., Wenn yr aber auf Znesem Wege einen Vertreter der Sozmldemokrgtie finde,_ der immer nur ganz allein die Ursachen der Noth m der Bevölkerung zu

kennen vorgebe, so nehme ihn das sehr Wunder. Mit einer

Konsmtiknton sei, und daß dis Landwirt schaßikaum in Bétracht ]

Deklaration der Gewerbe könnte man gerade vielleicht 519 Noth der arbeitenden * Klasse minde'rn; der Ab . Bebel set aber nur immer mit der unge bere1t,-*während x m gelegent- lich die Augen und Gedan en fehlten. _ '

Abg. Singer: Was Bebel über i_ne Wirkungen des Kunstbuttergeseßes aUSgeführt decke iich mit den Anschaumxgen seiner artei. Eine himmelblaue Färbung der KunstbuUer würde em armen Manne den Genuß diesexs Nahxungßmtitél verekeln. Gegen den Vorwurf des qllzett “bereiten'Wortes und mangelnder Gedanken brauche er emen Matin mte Bebel nicht u vertheidigen. Er überlasse es denz Urthxtl des Volkes, ob de en Leistungen auf politischem Gebiet seit. 20 Jahren sich mit denen des VOrredners messen k'onnten. Im Uebrigen ssi es ja Geschmacksache, einen abwesenden Kollegen 111 so uner örter Weise anzugreifen. . , .

b . Gehlert: Hr. Bebel habe den ganzen Streit m der zweiten esung vom anne gebrochen. Danzals sei er (Redner? abwesend gewesen. etzt, wo xr Geiegenbett habe, Hrn. Bebe zu antworten, solle er src? mcht semeyHaut wehren dürfen! Das sei „auch ein Einwan ,_aher em sozmldemokratischer.

Die Position wird bewrlltgt. _ ' ,

Bei der AUSgabe für_ die Phxsxkal'tschétechnéfséé Reichsanstalt weist Aba. Witte xm die bisherigen. E, o ge diefer Anstalt hin. ' Die seinex Zeit Legen die Zwettßexlung derselben in eme wiffenschqftltchx un xxakttscheAbt eilzmg erhobenen Bedenken hätten sich mcht bestatigt.. Die praktische Abtheilung Ybe sich bereits bedeutende Verdienste erworben. Es seien 3. . eingehende Untersuchun en angestellt_ worden über das Verhalten des Glases zum aÉser. Es hätten fich

nämlich bei den sogenannten feinenWa erwaagen m kurzer Zeit ganz eigenthümliche Schwatxkuxigen erauSgefteilt. „Dies habe auf dem Gebiet der Artillerie m Bezug auf die r1chtx e Einstellung der Kanonen die qLerwesentltchsten Nachthet e hervorgerufen. Man habe nun diejenigen Glgssorten heraus- gefunden, bei welchen solche Schwankungen nicht zu erwarten sein dürften. Bei den fortschreitender) Aufgaben dieser Anstait dürfte es nur eine Frage der Zeit sem, pte Technische Re:P- anstalt aus der Technischen Hochsainxle innCharlottianurg in einen Neubau zu verle en. Schließlich mocbie er btttey. das offizielle Organ dieser eichsansiqlt nqch Krafte); zu fördexn.

Abg. Schulß (Lupiß) bestätigt diese Ausfuhrmigen aus eigener WUÜTUL mung. Die _RetchSanftalt „habe em gutes Stück Geld geko tet, aber fi? ietste auch Vorzüglrches.

Die Position wird betmlitgt. .

Bei den einmaligen AUZJaben für den Nord-Oftsee- Kanal stellt Abg. Graf Udo zu Stolberg folgenden Antrag: „Aus diesem" Fonds können auch die Kqften der _Seelsorge in); die bei dem Kanalbau beschäfti ten Arbeiterbestxttten werdxn.

Abg. Lingens beantragt, iese fakultative m eine obliga- torische Bestimmung umzuwaztdeln. . ' .

Abg. Graf Stolberg: Einer weiteren Begründng bedürfe sein Antrag nicht. “Er nehme an, daß dre bereitgestelltxn Mittel in paritätischer Weise würden verwendxt werben. , D_1e oblixiatorische Form der Forderung wiixde xmen Eingriffgn die Verwaltungsbefugniffe enthalten, die seine Partei nicht billigen könne. . ' _

Ab . Lingens: Nachdem für die Beixürfmffe der evange- lischen lrbeiter beréits gesorgt wordßn set, komme es darauf an, auch für die Seelsorge der kathqlischen' Arbeiter, i_i sorgxn. In dankenswerther Weise habe bis Kanalkommt sro't) dies Bedürfniß anerkannt und den Bischof von OSnabrzuk ge- beten, das Nöthige veranlassen zu zvolLen. Darauf h!" habe sich der Herr Bischof mit dem, Erzbischof von Gnesen m Ver- bindung geseßt. Dieser habe einen auch der polnischen Sprache mächtigen Gsisilichen zur Versügxm „gefieÜt, Unter der Be- dingung, daß außer den gottesmen tl1chen Gerathey u. s. w. ihm Wohnung und Kost gegeben würbe. Die Kanal- verwaltung habe sich außer Stande erklärt, etwas mehr als das erforderliche Lokal leisten zu konnen. Deshaib' ineser Antrag. Der Antrag Stolberg sei gexade pom parttgttsckzen Standpunkt unzulänglich, denn für die evangelischen Bedürfnis e sei bereits gesorgt worden. Es handeie fich um Hundete, vielleicht Tausende von katholischen Arbeitern, auch qus Jtaxien, Polen, Bayern. Nur sei er sehr tm Zweifel, „ob m den Ya- racken die genügenden Lokale für den Gottesdienst vorhanaen seien,-und wenn, ob sie nicht auch für profane Zwecke ver- wendet wiirden. Am besten wäre es, dem Herrn Bischof von OSnabrück in dieser SÜYL freie Hand zu geben; Die. Opfer, welche das Reich tragen olle, würden durch die 1chitreue der Arbeiter reichlich aufgewogen werden. Die atholischßn ' Geistlichen aber würden sich ihrer Aufgabe gern und freudig unterziehen.

Staatssekretär von Voettrcher: _ _

Ick) babe bei dcr neulichen Beratbung, glaube ub, unzwetdcutig die Gencigtbeit, der ReiÖSverwc-ltung zu erkennen gegeben, auf diesem Gebiete den Wünschen, die damals der Hr Ab . Lingens aussprach, cnxgegenzukommcn. Dicse Geneigtheit besteht au beute noch und sie zeigt sub u. . auch darin, daß _die Einrichtungen, welche für die Abhaltung der gottesdienstiichen Versamtxilungen zweckmäßiger Weise getroffen werden maßen,“ bereits m _den ! Baracksn getroffen wvrden sind. Ich habe hier eme photographische Aufnahme einer Baracke, das ist dievAufnabme, vbn der der Hr. Abg. Lingens vorber gespwchen hat; da zeigt ich, daß uber dem Mittelbau auch ein Tbürmckpen angebracht ist, wxl es kennzeichnet, daß der dar- unier liegende Raum zu gotichienstitcben'Versammlungen bestimmt ist. Wenn decHerr Vorredner dcn chtfel außgesproiben hat, ob die sonstige Bestimmung dieses Raumes „gerade verträglich set mit seiner Bestimmung zu gotteSdiensilicberz Versammxungen, so kann ich diese Befürchtung nicbt tbeilen. Es wird elbsiverftandlicb dafür gesorgt werden, daß, wenn und so lan e dieser aum zu gotxes- dienstlichen Versammlungen benußt wird,"a es Profane entferizt wird, und daß er eine äußere Dekoration empfangt, welche der Wurde der gottesdienstlickpen Bestimmun ent pxicbt.

Die Kanalverwaltung it au tm'Uebrigxn sebr ern bereit, den Wünschen der Konfes onen und derjemZLen geistlichen ellen..welche nun in kerster Stelle ür die Cura der rbeiter zu sorgen baben, ent-

e en u ommen.

g 0 FC!) babe neulich hervorgehoben, daß die Verhandlun en mit dem evangelischen Konsistorium in Kiel bereits den Erfolg ge abt baden, daß für die Arbeiter evangelischer Konfesfion ein geordneter Gott:?- dienst eingerichtet ist, und zwar obne Kosten der Kanalverwaltung,

und da die Ver andlungen mit dem bocbwiirdigey Bis(bof von Osna- brück 1": er die RLgelung der geistlichen Cura fur die katholischen