Berichtigung.
DieUebersriftdesinNr.2des 's- blattes Ji.- u. SQ-A. It. 33 vom 5. Februar 1 )Geftstehsaltenen "“““-332? 88.885.888 8.8- 88.8.8578 .. 88.8.8- . , en mp un aven n e ; un
:: * Schuh der deutschen Intereffßn in Oft-A a. '
Die Nummer 3 des Reichs-Geseßblatts, welche von heute
ab zur AUZZZbe'gelangt, enthält unter
, Nr.“:1 dte „Verordnung, betreffend die Ausübung der
nsen 1711chtSbarke1t aus Anlaß der ostafrikanischen Blokade. m 1.5._Februar 1889.
Berlm, den 19. bruar 1889.
Kaiser iches Poft- eitun s-Amt. DiddZn. g
Königreich Preußen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:. den Landräthen von_Groote zu Ahrweiler und Freiherr von Har f zu Schletden den Charakter als Geheimer Regterungs- „atb, und „dem Krets-Phyfikus ])r. Kraft Fu Nummelsburg i. Pom., ßwte ben praktt chen Aerzten ])r. ü chaur zu Graudenz und r.R1chter zu euthen O.:Schl. en Charakter als Sanitäts- Rath zu verlethen.
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Berlin, den 19, Februar 1889.
Se. Hoheit der Prinz Albert zu Schleswig-
Holstein ist gestern Abend, und - Ihre Durchlaucht die Prinzessin Luise zu
S ck [ e s w 1 g 5 H„ol st e i 11 heute Mittag h1erselbst eingetroffen und tm Kömglrchen Schlosse abg estiegen. Ihre Dnrchlauchten der Erbprinz und die Exbprtnzesstn zu Mtttag wieder abgereist.
Schaumburg-Lippe find heute
Des Königs Majestät haben mittelst Allerhöchster Ordre vom 8, d. M. die Emberufung des 15. Provinzial- Landtages der Provinz Brandenburg
. zum 3. März d. I. zu bermmen geruht. '
te Mttglteder desselben kind in Fol e dessen eingeladen ittags 12 Uhr, im
worden, si an dem ?edachten Tage, e zu Berlin zur Eröffnungssißung zu
Provinzial: andtagshau versammeln.
Den Herren Abgeordneten wird, wie früher, Gelegenheit eboten sem, gememsam an dem Sonntags-Gottesdienst im om Thetl zu nehmen.
Potsdam, den 16. Februar 1889. .
Der Ober-Präfident der Provinz Brandenburg. ' * Staats-Minister von Achenbach.
Ministerium der geistlichen, Unterri ls: und Medizinal-Angelegenheiten.ch
Der bisherige Kreis=Wundarzt des Kreises Ieri um 1, 1)_r. Dtetrich in Möckern ist zum Kreis-Physikus des reifes Lxebenwerda ernannt worden.
Bekanntmachung.
ür die Turnle rerinnen-Prüfung, wel e im FrübÉhr 1889 zu Berlhin gbzuhalten ist, habe ich c«éermin au ontag, den 20. Mat d. I., und folgende Tage an eraumt.
Meldungen der in einem Lehramt steléenden Bewerberinnen find bet der vorZefthen Dtenftbehörde pätestens bis zum 13. Apr1l_ d., ., MeldunLen anderer Bewerberinnen un- mxttelbar bet mxr spätestens WJ" ch§ 4d P f
1e'na , . es rü ungS-Reglements vom 21. Au ut 1875 betzubrzn enden Zeugnisse über Gesundheit, FühanTz und Lehr1k'hang ett können nur dann Berücksichtigung finden, wenn stem neuerer ett ausxzestellt sind.
Berlin, den 13. ebruar 1889.
. . .Der Minister
der ge1stl1chen,xUnterr1chts- und Medizinal-Angelegenheiten. Auftrage: de la Croix.
is zum 28. April d.I. anzu-
Königliche Akademie der Künste.
Bekanntmachung.
Vreisbewerbung bei der Köni lichen Akademie - der Künste zu Ber in.
'Die diesjährige Bewerbung um den groxen Staats- pre1s_1st Ur das Fach der Bildhaueret betimmt.
Dte nmeldunaen" zur Theilnahme müssen schriftlich bis Montag, den 4. Marz d. I. bei dem unterzeichneten Senat eingeZan en sem.
us hrltche Programme, welche die Bedingungen der anassung zur Konkurren enthalten, können von der unter- e1chneten Akademte der ünste, dem hiesi en Künstlerverein, ow1e„von den Kunst-Akademien 1: Wien, Züsseldorf Königs- erg 1. Pr., Kassel, Dresden, sinchen, den Kunstschulen in Stuttgart Weimar, Karlsruhe und dem Staedel'schen Institut zu Frank an a. M., bezogen werden.
Berlm, den 14. Februar 1889.
Der Senat der Königlichen Akademie der Künste, Sektion füeri;3 binenden Künste. . e er.
(WELS. erlsüek Reith;
Preußen., Perkin, 19. Februar. Se. Majestät der Kalke: und König arbeiteten gestern mit dem Kriegs- Min fler, dann mit dem des Civilkabinets und nahmen . einen länZleren Vocttaß des eichskanzlers ent egen.
Am bend „sahen, Majestät eine An ab von Generalen und Stabsoffizxeren, vornehmlich der rttllerie und des Ingenteur- und Pwnier-Corps, bei Sich.
_ Ihre Majestät die Kaiserin und Köni in Auguth empfinF heute den ersten und zweiten Vorfißen en -des_ stadtischen O behufs Entgegennahme weiterer Mit-
theilungen über diese nstalt.
_ Der S lußbericht über die aestri e Sitzung des Herrenhau es befindet fich in der Ersten eilage.
_ n der heuti en (17.)„Sißung des Hauses der Abgeor neten, wel er der thster des Innern, Herrfurtl), betwohnte, ehrte das Haus zunächst das Andenken des am 1S7'ß d. verstorbenen Abg. Trimborn durch Erheben von den
1 en.
PerBericbt über bis bisherige Ausführung von Besttmmunge'n vex chtedener Geseße über den Er- werb von Prtvatet enbahnen für den Staat wurde ohne Debatte erledigt und daraux die zweite Berathung des Entwurfs . des Staatshaushalts-Etats fortgeseßt, und zwar bet dem Etat des Ministeriums des Innern, dauernde AUSgaben, Kap. 87, „Standesämter“.
. Abg. vgn Schalscha bequgte, daß in dem Kreise Gnesen dre StanpeSamter fast s(immtltch m der Stadt Gnesen zusammen- elegt sexen, so da dte Leute aus den Grenzbezirken des
re1ses we1te' Ent ernungen zur Vornahme der bezüglichen Anzetgen zurückzulegen.!)értten. Zu wünschen sei ferner, daß die Standesbeamten mcht zu sehr mit statistischen Arbeiten Überhauft würden.
Der Minister des Innern, ?errfurth, meinte, daß die Standesamxsverhältnisse nn Krei e Gnesen wohl au! dem Mangel geetgneter Persönlrcbketten beruhten. Die statitischen Arbetten seten mcht sehr groß, außerdem würden die Standes- beamten dafür entschädigt.
. Abg. Dr. von Iazdzewski bat, die in den Registern falsch emgetragenen olnischen Namen zu berichtigen.
Abg. We el. regte an, die Beurkundung des Personen- standes den Ger1chten zu übertragen. Was die Entfernung des Standeßamtes anlange, so komme es doch nicht darauf an, ob dre Leute vom Lande, dte bei Hoch eiten, Kindtaufen und Begrabmssen ohne „tn tn der Stadt zutZun hätten, einen etwas wetteren Weg ma ten.
Abg. von Schaxscha hielt es nicht für richtig, den Land- bewoJern fol_ch wette Wege zuzumuthen.
ax Kapuel wurde bewiÜigt ebenso Kap. 88 u. 89.
Ver Kap. 90„ „Landräthlicße Behörden und Aemter“, bra. te Abg. Lottchms hen beabfichtizten Verkauf des Schlosses Met enherm, m dem 1th der Lan-drath des Kreises wohnte, zur Sprache“ es wüxde für den Landrath eine andere geeignete Wohnung sÖpper zu finden sem.
Dex Mmister pes Innern, Herrfurth, erklärte, daß ihm noch, mchts" von dteser Abücht bekannt geworden sei. Im U_ebr1gen wurden beim Verkauf fiskalischen Eigenthums auch dre anderen Ressorts gefragt und ihre Interessen wahr- genommen.
Ab? 1)r. ,Nitter bat um eine ErZöhung des Minimal- gehalts" er Kretssekrexäre, die den höher esoldeten Regierungs- Sekretaren formell gletchgeftellt seien und, namentlich bei Ver- tretung des Landraths, eme dem Publikum gegenüber expo- mrtere Stelxung einnävmen.
_ Dex thster des Innern, Herrfurth, bemerkte darauf, daß dre Regterungs-Sekretäre ihrerseits sich wieder Über eine Be- vxorzugung deeKretssekretäre beschwerten, die viel schneller zu emer etatSmäß1 en Stellung gelangten,
Abg. von eyer (AynSWalde) bat um Auskunft über die Verwendung der für Dienstaufwands-Entschädigungen mehr bew1Ütgten 50000 «16.
. Dex Minister des Innern, Herrfurth, erklärte, daß zunächst dte vorlregenden drmgenden Anträge wegen Vermehrung des Bnreauyerfonals der Landrathßämter beriicksichtigt worden YUM; d1e weneren Vertheilungen würden erst erfolgen, wenn ie Ober-Vräftdenten Bericht erstattet haben würden.
Daß Kapitel 90 wurde bewilligt.
Bet Kap. 91, „Ausaaben für die Polizei in Berlin“, wandte slch dex Abg., Dr. Arendt gegen den Extrablatt- schwmdel, der m Berlm getrieben werde und sich als grober Unfug darstelle. Dte qutzei müsse einschreiten, um das laute AuSrufen und „den dtrekten Betrug, der in dem Verkauf von Extrablbjtxern m1t alten Nachichten liege, u verhindern.
„Der Munster des Innern, errfurth, erwi erte, daß die Poltzet gegen „den Redacteur und Verleger nicht einschreiten könne, o ne eme Censur u üben; das sei aber verfassungs- 1ntdr1g. „ egen dte Verkäuéer könne sie nur einschreiten, soweit dtese bet thretn Straßengewexbe die bestehenden polizeilichen Vorschrtften' Überschrtttenn dtes ge chehe bereits jeßt. Man sqlLe doch mcht 1mn1er gxetch nach er Polizei rufen und es vtelmehr dem Publzkum 1elbst überla en, Abhülfe dadurch zu schaffen„ daß es stch auf den Kauf olcher Extrablätter nicht mehr emlaffe. _
Dae ngg. Rtckert unb Vr. Windthorst erklärten stch mit den Ausfuhrungen des Mmisters vollkommen einverstanden. 2chprR FurlebewilHigt. d P
ei a “. , „ usZa e für ie olizei in den rovin en“, bexchwerte 1ch Abg. von Czaxlinski über den AuYschlUßzpol-c Lxréxr, vom Btfchof approbtrter, Gebetbücher von der Col-
e. _ Bex Minister des nnern, ?errfmth, bemerkte, daß es s1ch m dem betreffenden aUe um en Mißbrauch der religiöscn Form behufs nanonaxer Verbeßung gehandelt habe; es stehe ja 1enem Colporteur fret, den Weg der Klage u beschreiten; die Verbrextung der Schrtft nur deswegen, weil te als Erbauungs- schrtft bezetchnet set,.könne nicht gestattet werden.
Abg. von Czarlxnskt meinte, über die Zulassung von Ge-
thbxchern habe allem der Btschof, Niemand anders zu ent- e1 en. '
Abg. Dr. Windthorst unterftüßte die Ausführungen des
Abg. von Czaxlmski.
Der Mm1ster des Innern, Herrfurth, erklärte, da ihm
liche Approbath hätten. ebenfalls liege nunme r “di .
scheidung einer Selbäverwa tungsbehörde vor, in hwelejxe Zuni“
zugreifen er nicht zu Fündig sei. ' Das Kapitel wurde bewilligt. (Schluß des Blattes.)
_ Dem Hause der Abgeordneten [md zu e an .
seitens, des Ministers für Landwirthschat 2c., YZ, ZM: herrn Lucms von Vallhausen:: eine Denkschrift, he- treffend Maßregeln zur Abwehr von Ueber. schwemmungögefahren . unter spezieller Berück- sichttgung der sschlesischen Gebir sflüsfe;
von dem Prä tdenten des Herrenhau es: der vom errew hause unverändert angenommene Entwurf eines Ge eßeg betrekfend dike Erleichterun der Abveräußeruné einze ner The1le von Grund tücken in der Provinz Hannover'
_ferner berEntwurf einesGeseßes, betreffend die Abänderung bes Geseßes über die Bewilli ung o,on Staatsmztteln zur Hebung der wirthscJaft; ltchen Lage tn den nothleidenden T eilen des Regterungsbezirks Oppeln, vom 23. Fe ruar1881,
Der leßtere Gesetzentwurf lautet:
Wir W ilh e lm . von Gottes Gnaden König von Preußen :e. verordnen, unter Zustimmung beider Häuser des Landtages der Monarchie, was folgt:
, Der §. 3 des Geseßes, betreffend die Bewilligung von Staats. mitteln zur Hebung der wirtbscbaftlicben Lage in den notbleidenden Theilen des Regierungsbezirks Oppeln, vom 23. Februar 1881 (Ge- setz-Samml. S. 25). erhält folgenden Zusatz:
Aus der in Ziffer 1 bezeichneten fammtbetrage von zwei Miuionen Mark Veibülfen zu Flußreguli, rungen an öffentltcbe Waffergenoffenschasten, Deichgenoffenscbaften und Kommunalverbände na geseyten Grundsätzen gewährt werden.
Urkundlich :c.
_ Die soeben erschienene, im Reichsamt des Innern herauSgegebene' „Amtliche Liste der Schiffe der deutschen 'Krtegs- und Handels-Marine mit ihren Unterschetbungs-Signalen für 1889“ bildet den An- hang zum mternationalen Signalbuch, welches in erster Auflage nnter dem Titel „SiZnalbucb für die Kauffahrteifchiffe aller Nattonen“ 1m Juni 187 vom Reichskanzler-Amt und in zwener Auflage unter dem Titel „Internationales Signalbuch“ tm Ianuar 1884 vom Neichsamt des Innern heraus»- gegeben tft.
Da? Signalbuch gewährt den Schiffen die Möglichkeit, duxch Signale s1ch_ zu erkennen zu geben und s'pé.'M“M5: thetlungen unter emander, sowie mit Signals“ “ dann au-Zzutauschen,„ wenn die fignalisirend-“Produx'te ' schxedener Sprachen stcl) bedienen. pk- FW“ 11
Zu dtesem Zwecke enthält das S' naZ-Y0ÖGO., Anzahl sowohlvouständiger SäHe, ab;?) ch ; - 0 438-- emander geetgneter Saßtheile, emzelmq ÜNB ) 96.7- .» Buchstaben und Zahlen, welche durch Grunau "13; ckth der 18 Stgnalbuchstaben 13, (ck, 13,1", (3, „x. B.) O..;
1), (3,12, 8, '1', 7 und W be eichnet sind. 6000 B., d' PPM, deren jede gnders geordnete o er andere BUB. Unv nthält, als alle üortgen, giebt es 306 von 48 2 Sbruztr chstaben
130, 131), 131", 130 u. s. m. bis 1777), 96 oonéaufx Signal-
uchstaben (1301), 13017, 1300, 13011 u. . w. bisNaxW') und 73 440 von je 4 Signalbuchstaben (1301318, 1301" 130133, 13513.) u. s. m. bis 777188). T . » ,
Alle 306 Gruppen von 2 Signalbuchstaben, aüe 4896 Gru pen von 3 S1gnalbuchstaben und von den Gruppen von 4, S1gnalbuchstqben die ersten 18 960 (130131? bis EKW?) dtesnen ur Bezetchnung der in das Signalbuch aufgenommenen Saße, aßtheile, Wörter u. s. w.
. Von den übrigen Grup en von 4 Sianalbucbstaben sind d1e 1440 Gruppen von ()*-(J 0 bis 017??? zur Bezeichnung der Scknffe der Krteas:Marinen und die leßten 53 040 Gruppen von 111301) “bw UMWS zur Bezeichnung der Schiffe der Handels:Mar_1nen in der Art bestimmt, daß jedem Kriegß- und beztehungStyetse Kauffahrteifchiffe eines dieser (1440 + 53040 =) 551480'stS1gnale als Unterscheidungs-Signal zuzu-
et en 1 .
Iedem Staat stehen che UnterscheidungS-Signale behufs Yerthexlung an dte Schtfxe seiner lagge zur freien Ver- fngung. Sch: e von vex1chiedenen lagaen führen daher melfach dasselbe UnterschetdungßSignal, Schiffe unter der- selben „Flagge memals.
_ Dte Vercke1lung der Unterscheidungß-Signale auf die emZelnen Schtffe tmrd durch die zuständigen Behörden der vex chtedenen Stanten bewirkt. Iedem deutschen Kauf ahrtei: schtffe mr_d gletch bei der Eintragung in das chiffs- regttt'er _em solches “Unterscheidungs - Signal zugetheilt und m setnem Schtffscerttfikat vermerkt. So lange das Schiff unter deutscher Flagge fährt, „behält es dieses Unterscheidunge- Stgnal aueh „betm Wechsel semes Heimalhshafens oder seiner Regtstexbehorde unverändert bei.
D1e_ nach der systemqtischen Reihenfolge der Unterschei- dungS=S1gnale geordnete List,? ergiebt, welche Unterscheidungs- Signale den, emze'lnen Schtffen der deutschen Kriegs- und Handeljs-M'arme betgelegt worden sind.
Für dte Schtffe anderer Staaten, welche das Signalbuch ebenfalZs angenommen haben, sind ähnliche Listen vorhanden. . Dre Art, und Weise, ,wie die Unterscheidungs-Signale zu stgnaltstren smd,_erg1ebt stch aus dem in dem Si nalbuche ent- Yltenen Abfchmtte über „Einrichtung und ebrauck) des
'tgnalbyches“. 'thl em Schiff sich einem andern Schiffe, emer ngnalstatwn u._s. w. u erkennen geben, so muß es außer semem Unterschc-„Zdungs- ignale stets auch seine National- ;lagge ze1 en, da, wre oben erwähnt, Schiffe verschiedener taggen melsgch dasselbe Unterscheidun s-Signal Führen.
Em Selnff, welcheH das Unters eidungs-S gnal eines anbern Schtffes wahrmmmt, kann sodann 'dessen Namen- Hetmathshafen, Ladungsfähigkeit und Dampfkraét aus der betreffenden Ltste sofort ersehen. Besißt es die Lite nicht, so nnrd ee s1ch_ “behufs späterer Feststellung oder Weitermeldung Lieb Nanonalttat und das Unterscheidungs-Signal zu merken
a en.
AÜjährlicho erscheinen neue Aus aben dieser Schiffslifte und im Laufe jedes Iahres drei Na träge zu derselben.
_ Die Vorschriften in dem Erlaß vom 25. ebruar d.I-„ betre end d1e Zahlung der geseylichen Wa sen elder für be m Anstalten des PotSdam chen großenMFlitär- Wa1s'enbanses au genommenen Soldatenwaisen (Miw- B_l. für dte mnere erw. 1888, S. 80) sind, nach einem im Emvernebmen mrt dem Kriegs-Minister ergangenen Bescheü'e des.M1msters des Innern, vom 30. Dezember v. ., aus- schlteßlich für die in die en Anstalten untergebrachten Wai en maß-
nicht bekannt sei, ob die betreffenden Gebetbücher die ischöf-
gebend und können keine analoge Anwendung hinsichtlich
umme können bis zum G:.“
ck den im §. 6 Absatz 3 dieses Geseßes fest- *
öglinge nden, deren Aufnahme in das Militär- “'JBL-Er iexlungs-Inßitut zu Annaburg oder in eichSmiékteln unterhaltene militärische ErzieZungs- .mftnlten erfolgt. Dße Au a e emes nach Maßga e des Geseßes vom 20. Men 1 ( .-S. S. 298) xvaisengeldberech- tigten Kindes m eme der lestgedachten Erstehungsanstalten kann irgendwelchen Emfluß auf den Waisengeldbezug nicht begründen. -- Der General-Lieutenant von Claer, von der Armee, hat sich nach Magdeburg zurückbegeben.
_- Als Aerzte haben sub niedergelassen die Herren:
11 o Schröder in Sqntomischel, Asststenzarzt ])r. Munzer in
Fiss?! i. P., Dr. Kmdler m Horka, ])1'. Schomerus in Oenabrück, ])r. Iunkermann in Ktrchberg.
, _ S. M. Kren er-Fregatten „Moltke“, Kommandant Kapitän zur See S ulze und „Gneisenau“, Komman- dant Kapttän zur See S warzlose, smd am 17. Februar er. in Maddalena Insel Sardinien) eingetroffen und beabfichtigen, am 19. dess. s. mteder m See zu gehen.
Sachsen-Weimar-Eisenack). Weimar, 17. Februar. (W- C.) Heute Mittag eröffnete der Staats-Mimster ])r. Sjichlmg im Auftrage Sr. Königlichen oheit des Groß- herzogs die ordentltche Tagung des andtages'. Die verlesene höchste Propositionsschrift weist darauf knn, daß die Hauptvoranschläge eine erfreultche Gestaltung der Fmanz- lage des Staats ersehen lassen, welche zu nichtgeringem Thetl den günsti en finanzieüen Beziehungen zum Reich zu danken sei. Diese be gestalte nicht nur, neue und erhöhte Verwen- dungen im Interesse der Staatsverwaltung und der Landeswohlfahrt, zur Förderung von Landwirthschast und Gewerbe, auf Schule und Kirche zu bestreiten, sondern auch durch geeignete Entlastun der Gemeinden hinfichtbch der Wegebau-, Heimalhs- u-n Schullast erhebliche mxttelbare Steuererleichterungen für die Staatsangehörigen herbeizufü ren und damit einen angemessenen Steuererlaß zn verbin en, Durch die vorhandenen Ueberschüffe früherer Fmanzperwden seien Mittel geboten zur Befriedigung za [reicher außerordent- licher Bedürfnisse und zu einer außeror entliehen Schnlben- tilgung. _ In der Ansprache, die der StaatS-thster ])r. Stichling nach Verlesung der Propositionsschrift an den Landxag richtete, gedachte derselbe mit Worten deelebbaftesten Anerkennung des bisherigen lan jährigen Prästdenten des Landjages, ])r. Fries, und spra die Erwartung aus, daß die Thätigkeit des neuen Landtages, getragen vom gegen- seitigen Vertrauen zwischen Regierung und Volksverxretung, eine gedeihliche sein werde. _ Es folgte alsbald d1e Kon- stituirung des Landtages. In den Vorstand wurden ge- wählt die Abgg. MüÜer-Berge: Präsident, von thenban: erster, Landgerichts-Präsident Appelius: zweiter Vtze-Prä- sident. Abends war der ganze Landtag zur Großherzogkchen Tafel geladen. _ Unter den bis jest eingegangenen Vor- lagen befindet fich eine solche über ein AusführungSgeseß ,um ReichSgeseß über Abwehr und Unterdrückung von Vteh- ?euchen, über einen Nachtrag zur Medtzinaloxdnung, über dte Heranziehung der Eisenbahnen zu den Gememdeabgaben, über die Entlastun der Gemeinden auf dem Gebiet des, Volks- schulwesens, Lerner die Ueberficht über die Ergebmffe des Staatshaushalts in der Finanzperiode 1884/86, der zufolge jedes der drei Jahre im Durchschnitt einen Uebexscbuß von 489 777 «M. ergeben hat, und der Staatsvertrag mtt Preußen über die Hersteüung einer Eixnba 11 von Oberröblingen nach Nüstedt der die unentgeltli e A tretung des Terrams und einen Zuschuß von 50000 «16. erheischt.
andere aus
Oesterreith-Ungarn. Pest, 18. Februar. (W. T. B.) Im Unterhaus e beantragte heute anläßlich der Verhand- lungen über den Bericht des Prästdenten wegen der m Folge der jüngsten Excesse getroffenen Maßna xnen behufs Aufrechterhaltung der Ordnung die äußerste , tnke die Ueberweisung des Berichts an den Immunttäts- Ausschuß, um Vorschläge zur Wahrung der Immunität der Abgeordneten zu machen. Nachdem der .Mimstex: Präsident von TiSza sowie der Iustiz-Mintster dre gelegentlich der Begründung des Antrags ge en die Organe der öffentlichen Sicherheit und die Gerichte ge allenen Aeuße- rungen zurückgewiesen hatten, wurde der Bericht, entsprechend dem Wunsch des Hrn. von TiSza, ohne irgendwelche Instruk- tion, lediglich zur Erwägung und Meinungsäußerung dem Immunitäts-Ausschuß Überwiesen.
Frankreitl). Paris, 18. Februar. (W. T. B.), Wie verlautet, beabsichtigt der Prästdent Carnot nach der Btldung des neuen Kabinets eine Botschaft an die Kanxmex zu richten und darin den versöhnlichen Charakter des Mtntstermms zu betonen, zugleich aber die verschiedenen Fraknonen der republikanischen Partei drin end aufzufordern, „diesen le ten Versuch, während der Ausste ung eine Art polittscher Wa en- ruhe herbei uführen, nicht zu vereiteln.
Der räsident der Deputirtenkammer, Méline, hatte heute Abend eine Unterredzmg „ mit mehreren Deputirten und tbeilte denselben dabet mn, er Fbe fich von der “Unmöglichkeit überzeugt, die unter den „epublikxanexn vor- handenen Gegensäße u versöhnen nnd „em Mimstermm zu bilden, in welchem sßch alle republxkamschen Gruppen ver- treten fänden. Er sei deshalb von dem ,thm zur Btl- dung eines neuen Kabinets erthetlten Mandat urückgetreten. Dem Vernehmen nach w1rd„nunn_1ehr "Freycinet den Auftrag erhalten,'das btsherige Mmistexmm Zu reorganifiren. Für wahrscheinkch gtlt, daß Freyctnet as Ministerium des AUSwärtigen, „Gobxet das Justiz- Ministerium und Constans das thstermm des Innern übernimmt. „ . _
Die Deputirtenkammer htelt eme nur wemge Minuten dauernde Stßung und vertagte stch dann auf mor en. Ein - Vertagun Santrag auf nächsten Donnerstag wur e mit 292 gegen 26“ Stimmen abgelehnt.
Rußland und Polen. St. etersbuxg, 18. Februar. ZWIB.) Bei dem deutschen otxchafter, Generat von chweiniß, findet heute ein Gala iner statt, an welcbem der Großherzog und der Erbgroßherzog von Hes en Theil nehmen.
Italien. Rom, 18. Februar. (W. T. B.) DieDepu- tirtenkammer hat in ihrer heutigen Sißung _den Antrag Fazio's und anderer D utirten der äußersten Lmken, welcher den Grund für die urdisyositions:Stellung des
Generals Mattei in dessen am 22. Dezember v.. 3. gFen die Re ierung abgegebenen! Votunt über d1e_ an er- ordentl' en Militärkredtte erbltckt und dtes für eine Verlesung der parlamentarischen Prärogatwe erklärt, mit 171 gegen Stimmen abgele nt. 38 Deputirte enthielten fich der „Abstimmung. Dxe Er lä- rungen des Minister-Prßstdenten CriSpt und des; Kriegg-Mjnisters, daß dte ge en_den General Mattet er rif'ene Maßregel mit dem von 1 m m der Kammer ang ge enen Votum in keinexlet Zusammenhang stehe, wurden von der Kammer. zur Kenntmß genommen._ _ Morgen gelangen die Finanz-Maßna men der Remerung zur Be?" ung.
Neapel, 18. Je rugr. (W. T. B.) Im Laufe des heutigen Tages anden hter wiederZolt _Störungen der öffentlichen uhe d'urch bes äfttZätongslose Ar- beiter statt. Durch emen aus etwa Maurern , bx stehenden Haufen wurden beretts am Vormittage tumultuartsche Scenen herbeigefü rt. Der Haufe zerstreute sxch indeß, als er von der Poltze aufgefordert wurde, ausemanderzugehen und steh an die Behörden zu wenden. Mittags sammelten sick) die Maurer indeß aufs Neue „an und zogen mjt emer schwarz-rothen Fahne, auf welcher dte Worte „Kommxthmus'“, „Anarchie“ standen, _durcb dte Straßen. Die Polt ex schntt darauf ein, konfis irte die Fahne, zerstreute die Ar etter und nahm mehrfache Éerhaftungen vor. Am Abend herrschte m der Stadt Ruhe.
Niederlande. Haag , 18. Februar. (W. T. „B.) Ein heute Abend aUSJegebenes amtl„1che_§ Bulletm sagt: Der ustand des Königs hat [;ck m den leßten Tagen vers limmert. Se. Majestät letdet von Neuem am Mund und am Halse, das Schlucken ist erschwert und schmerzhaft. Der König nimmt wenig Nahrung zu slch, wodurch der Kräftx zustand erheblich beeinträchtigt wrcd. .
_ 19. Februar, Vormittags. (W. T. B.) Der Köntg hatte eine ruhige Nacht; die Entzündung im Munde und Halse hat nicht weiter um fich gegrtffen.
Rumänien. Bukarest, 18. Februar. (W. T. B.") Der Senat *berieth heute über den Erlaß der mtt der (Hoß'schen Waldausbeutungs-Gesellfchast perembarten Abgabe. Em von der Minorität gegen die Regierung „beantragtes Tadelsvotum wurde mit 65 gegen 35 Sltmmen ab-
gelehnt.
Bulgarien. Sofia, 18. Februar. (W. T. B.) Bei den gestern stattgehabten Er_saßwahlen zur Sobranxe wurden 7 Anßänger der Regterung und 1 Anhänger Rados- lawoff's gewä lt.
Zeitungsftimmeu.
Der „SchwäbischeMerkur“ yagt:
Die Dcutschfreifinnigen haben aucb,in dieser Tagung des Ab- geordnetenhauses ein Schußgeseß 'für dle Lankwirtbe gegen Wilb- schaden eingebracht, dessen, wie jeder Prakttker zugiebt, unmoglxcb durchführbare Besttmmungen (wirbaben den Wortlaut neulxchzmt- getheilt) das Vor eben der von ibreuxMißerfolg vonvornberem uber- zeugten Antragste er lediglich im Ltchte der polrhschen „.Bayern- fängerei' erscheinen lassen, welchen Vorwurf sonst die , retfinntgen' ihren Gegnern auf der Rechten sebr freigebig zu ertbeilen p egen. Sie haben denn auch nicht einmal aus den Reihen der befreundeten Cen- trumsdemokraten Unterstützung für ihren Antrag erbalfen, der, Wenn er überhaupt zur Verhandlung gelangt, seinen Zweck auch außerhalb des Hauses völlig verfehlen dürfte. Der Geseße'svorschlng will nam- lich SÖWarz-, Rotb- und Damwild nur noch 111 Revteren zulassen, deren Eingatterung eine solche ist,. daß es weder ausbrechen noch an fremden Grundstücken Schaden anrichten kann Da eme solche wirk- same Eingatterung so kostspielig ist, daß fich nur am xe1che_Herxen in kleinen Revieren diesen Luxus gönnen, können„ 9 wgre dre obtlge Gase esbestimmung so ziemlich der Beseitrgung obtger thdarten gletch zu a ten; denn jeder Grundbefi er oder Pachter u. s. w. soll befugt sein, das außerhalb der mgalterungen auf seinem Acker befindliche Wild obne Rückficht auf Schonzeit zu erlegen unp fich an- zueignen. Die Wildschadenfcage kann cn'gerechtex und volkSwrrthscbaft- lick) befriedigender Weise nur durch _ein EntschadtgnnnggLesetz geregelt werden, Welches die Jagdberren zwmgt, da, wo tbr [ld auf, den benachbarten Aeckern fremder Befißer Schaden verursacht" hat, diesen Schaden vollkommen zu erseßcn. Den Jagdltebbabern wurde dadurch allerdings ihr vornehmes Vergnügen erheblxcb vertbeuert werden. auch der Staat in seinen Forsten Wesentltcb nztt belastet werben, aber die Vertbeuerung würde nicht entfernt eme „solche fem, wre bei gefeßlicber Verpflkchtung genugender Emgatterung, " und wesentlich auf Vermehrung und Anstellyng von Wcldbulern, welche den Austritt des Wildes verhindern, binauskommen. Leider ist es vor etWa 6 Jahren 'nicht gelungen, das ,vom Minister Lucius eingebrachte Jagdgesey nn HaUJe zu verabschteden, da hierin auch noch andere Interessen und „Bestimmungen in Frage standen, bei deren Beratbung es fich schlteßltcb als unmogxtcb beraus- steUte, eine Mehrheit für die gesammte Vorlage zu vereinigen, so daß He fallen elassen ward. Seitdem ist der Versuch, an die nach ver- chiedenen ichtungen etwas dornige Angelegenheit wteber beranzutreten. noch nicht wieder erneuert worden. Die Art, wie die .Freifinnigen_' seit einigen Jahren und so auch jest wieder aus dem Handgelenk mtt einem Geseßentwurf von 2 Paragraphen dteFr_age vor tbren WaHYern abmachen. ist zu bezeichnend für TZ!“ ganzes poltttscbes Wesen, und tbre Auffassung von dem Verständnißß rer Wabler, als daß fie mcbt etwas niedriger gehängt zu werden verdiente.
_ In einem Artikel ber „Mecklenburger Nach- richten“ über _das dem Reichstage zugegangene Wetßbuch über Samoa Llßt es:
Aus allen ericbten geht klar und deutlich hervor, daß Ende 1887 unter der Regierung des Königs Tamasese Rabe und Frieden auf den Inseln herrschte und daß selbst die Vertreter aller amen- kanischen Fandelsintereffen sich veranlaßt sahen, in xmer besonderen Urkunde i ren Gefühlen bezüglich der günstigen polnischen Lage m Samoa öffentlichen Ausdruck zu geben. Erst die frctnden Heßexeien baben bier die Sache auf den Kopf gestellt_untz jest tft es zunachst Deutschlands Sache, volle Eenugtbuung fur dre mannk fachen Schä- digungen und Kränkun en zu fordern die inzwiZcben deutsche Untertbanen und deuts : Handelsintereßen erlitten, aben. Vor Allem handelt es sich je t zunächst um Vergeltung fur, die schweren Opfer welehe deutsche oldaten und Offiziere der thderbexstellung des ösxfemlichen r edens haben bringen müssen. Daß m diejer Hm- ficht die deuts e Regierung diese Genugtbuuna voll und unbetrrt nehmen wird, Ut selbstverständlicb, aber zum Ruhm des deutschen Reichskanzlers wird es stets und immerdar gereicben, daß er auch bier fich nicht durch den berechtigten Zorn des Augenblicks bat hinreißen lassen, sondem daß er den Grundsaß aufstellt, es komme bei der Bestrafung der Schuldigen mehr darauf an, daß sie gerecht und nachdrücklich sei, als daß fie schnell erfolge. Ueberbaupt wird dieser Erlaß des Reichskanzlers an den kom- mandirenden Admiral Freiherrn von der Gol vom 5. Februar über die völkerrechtliche Lage fremder StaatSange öriqen auf Samoa für die weitere Entwickelung des internationalen Völkerrechts von größter
tun und ibre Vertreter nie von di er ksargewaemn anrecbtliéat Linke abdränßen lassen, selbst dann ni t, als ameriWLTUntertbam, aus ibrem bwberigen heimlichen Wüblm bewortr , o _
mit den Aufständtseben egen die Deutschen machten,
Leary den Aufständischen 'Für! die EntstbeidunLSsckvlacbt seine Hül : m- sagte, als amerikanische Firmen den Aufftän ischen Waffen und Mu- nition lieferten, als gar noch am 24. Dezember v. I. der amerikani (be Vize-Konsul Blacklock Ech wei erte, die für die im Kütgözuftmd mit dem Deutschen Reich efindli en Aufständischen besti'anuten 3501!) Stück Patronen mit Beschlag zu belegen. Alle diese Be (bwerden verdienen um so mehr große Beachtung, weil der Zufall w , da in der kurzen Berichts eit drei verschiedene deutsche Beamte den u- sulatSposten innege abt und unabhängig von einander diese mannig- fachen Beschwerdepunkte bekundet haben.
Eisenbabn-Verordnun s-Blatt. Nr. 5. _ Inhalt: Erlaß des Ministers der öffentl (ben Arbeiten: vom 6, Februar 1889. betr. Dien'tvorscbrift für die Einrichtung der Werkstätten- und Weckstattmaterialien-Verwaltung, sowie für das Buch- und Rech- nungswesen derselben.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von dem „Klassischen Bilderscbaß' „( ünchen, Ver- lagöanstalt für Kunst und Wissenschaft, vorm. Frted. Bruckxnann) liegen uns zwei neue Lieferungen, die 9. und 10. vor (Preis der Lieferun 50 41). Die erstere enthält sechs Blatter nach Raffael, Guido eni, MuriUo, Ostade, eine Madonna von einem unbekannten portugiesischen Meister und ein merkwürdi es Altarbild aus der Kirche zu Ortenberg in Oberbeß en (Rbeinis e Schule?. In der 10. Lieferung ffnden wir sechs Liöbtdruckblatter nacb Orig nal enjälden von Rogier van der Webden, Schongauer, Veanco da ouubra, Pietro Vannucci gen. il Perugino, Guido Rent und Barthel yan der Helft. Das Unternehmen der VerlagSfirma, welche durch" dtese überaus billigen Reproduktionen der bervorragendsten Werke von alteren Meistern aller Länder ein den weitesten Kretscn zugangltcbes .Mittel für die Bildung und Hebung des Kunstgescbmacks btetet, verdtent den Fxxfall und die Unterstüßung sowobl der Kunstfreunde wie der a agogen.
Gewerbe und Handel.
Unter sebr zahlreicher Betheiligung begannen beute Vormittag im Generalversammlungösaale der Bär] e (St. Wolfgangstraße) die Ver- handlungen der 21171. ordentlichen Plenarverfammlung des Deuts cbenHandelstages. Der zweite Vorstßende, Kommerzien- Ratb Frenkel (Berlin), eröffnete gegen 1018 Uhr Vormittags die Versammlung. Zunächst nahm der Staats-Minister von Boettisber das ort zu folgender Rede: Meine Herren! Es gereicht mirx auch beute, wie immer, znr größten Freude, daß ich die Ehre habe, im Namen meiner Regterung den Deutschen Handelstag zu begrüßen, Diese meine Freude ist un: so, grbßer, da ieh aus Ihrer Tagesordnung ersebe, daß Ste steh unt emen! Gegenstand beschäftigen wollen, der mir ganz besonders am Hecksen liegt und der wohl geeignet ist, unser Vaterland zur wirtbschaftli „en Wohlfahrt und zum sozialen Frieden zu führen. Ick) kann jedoch nicht umhin, gleichzeitig meinem Bedauern Ausdruck zu geben, paß der von mir bochverebrte Mann, der so viele Jahre dre Ber- bandlungen des Deuthben andelstages elenet bat. pres- mal durch Krankheit ver indert it, an den Ver andlungen Tbetl zu nehmen. Ich bin überzeugt,„daß ich in Ihrer Aller Sinne handle, wenn ich im Namen memer Regierung den Wunsch und ?n Hoffnung aussprecbe, daß Hrn. Geheimen Kommerzien-Ratb Delbruck ebr bald volle Genesung beschieden sein möge. Meine Herren, Sie treten in einer Zeit zusammen, in der Handel ,und Industrie nicbt klagen kann. Ist auch in einigen Jndustxiezwetgen die Zahlung böberer Löbne wünscbmswettb, so blüht dock: nn Allge- meinen die deutsche Industrie und find auch dementsprechend die Arbeitslöhne besser geworden. Es md der deutschen Indutme neue Absaßgebiete nach dem Auslande ers [offen woxden. Der deutscb-chwet e- rische HandelSvertrag, die Welt-Ausstellung m Melbourne ba en se. r wesentlich zur Förderung der deutschen Industrte betgetra en. „Es'tst mit Sicherheit zu erwarten, daß dem deutschen Exporx ck) m mcbt zu ferner Zeit ein weiteres Absaßgebiet im fernen Otten erschließen wird und dadurch der Lohn der deutfcben Arbetxer sicb immenmebr bessern wird. Wenn ich mich nun zu den Gegenstanden wende, dre Sie diesmal beschäftigen werden, so bedauere ich, daß tch bebxndert bin, an “Ihren Veratbungen Theil zu nehmen. Ich hatte ewunscbt. dqß der Handelstag mit den Kommisfionsberatbungen des * eicbstages, in denen die Alters- und Jnvalidenverficberung zur, Verhandxung steht, nicht zusammen gefallen wäre. Ich hätte gern eingehender uber dtesen Gegenstand zu Ihnen gesprochen, als es mtr un Rabmen_einer kur en Begrüßungßrede möglich ist. Ich bin überzeugt, es ware mir _n einer eingehenden Besprechung möglich gewesen, manche Zweifel, dte fick) ganz besonders bezüglich der OrganLatwn des Entwurfs noch eltend machen, zu beseittgen. Soweit j aus den Verhandlungen brer Kommission erstbe, besteht zu memer großen Freude aber has anzustrebende Ziel bet Ihnen bereits volle Eimgkeit. Es ,ist nicht hoch genug anzuerkennen, da auch im Reichsmge alle Parteien aber das Ziel, deren Basis die A erhöcbste Botscbgft vorn November 1881 bildet, einig find. Die Wege, wie das. Ziel erretcht werden soll, geben allerdings bisweilen er eblicb außemander. Es ist nur noth- wendi , bei der Diskussion 1": er diese WeJe Maß zu halten, damtt die Agusfübrung nicht außer Möglichkeit ommt, und zu empfehlen ist, den Grundsatz nicht außer Acht zu lassen, daß dgs der Feind des Guten ist. Solchergestalt wir? es gewtß möglicb sein, alle ScbWierigkeiten, die fich der Ansfubrung des Gesc es noch entgegenstellen, zu beseitigen. Selbst nn BundeSratb ma e_n fich ja verschiedene Anficbten über die Aus brung geltend. Dae preußische Regierung will 3. B. das Gesev an Grund der Berufs- eno enscbaften aufbauen. Einzelne Regierungen seßen dieser Bestrebung edenken entge en. Allein diepreußiscbe Regierung in nicht gewillt, dieser Meinungßvers iedenbeit wegen das Geseß scheitern zu lassen. Dte preußische Regierung macht daraus keine Kabmetsfrane. Diese Hal- tung der preu ischen Regierung ist zur *allgxmxtnen Naämbmung zu empfehlen. s ißt zwar bekannt, daß bezuglich der Organisation große Meinungsver chiedenbeiten vorbanden find. Jedenfalls ist das reine Umlagefabren undenkbar. Wir dürfen be: Beratbung. eines solchen Gesetzes keine Mö lichkeit außer Acht lassen. Im Falle eines Ktieges oder wirtbscbaftli en Niederganges _ und daxan find alle Schichten des Volkes betbeiligt -- dürfte es nicht mögth sein, die festgesetzte Last zu tra en und wir könnten in die Lax kommen. die dem Invaliden der rbeit laut Gesch versprochene ente nicht zahlen zu können. Dagegen emp eblt fich das Pramienverfabren. Dies Verfahren, das weder rbeitgeber nocb Arbeiter (“_tber- mäßig belastet. ist man wobl im Stande, allen Ansprüchen zu genugm. Meine Herren, es wäre verlockend, noch auf weitere ragen einzu- eben. allein leider bin ich dazu nicht in der LaxZe. o Lebt aucb Zhu Meinungen über die Lege auseinander eben m en, ich in üben zeugt, Sie werden nicht an er Acht la en, da ck vor - DinFn darauf ankommt, das ese Tu Staude zu bein en, wie es den rwartunZen des Hochseligen a sers Wilhelm und einer beiden erhabenen Na folger entf richt. Daß das GMI- in diesem Sinne zu Stande kommt, da ür bürgt die dents * Treue und die deuische Einigkeit. Meine Herren, was die Fukunft uns !; wird , wissen wir nicht, allein wenn r unsere politi ?: ;:de finanzieléeff Stexlungd ::erth den WWWWÖQMW renwr ven, a er eenvor g . J ÉÜWM
Beneke
wird und daß wir den rbeiten ur Hebung unserer w Wohlfahrt und unseres sozialen
Bedeutung werden. Trotz der mannigfachen und geradezu empörenden
Hehereien amerikanischer Untertbanen haben sich die deutsche Regie-
Y eben! und mit voller Rub * können. Mö e und dabei der WQ? Gotdes nicht fehlen. *de- grüße Sie al?o nochmals mit der erßcberung, daß dk --