befunden atte, leidet eit ei _; Taxe" katarrhalis _ Erkrankung er obere 7“ Luftves'e, ver unden mit sexkett und heftichn Hustenanf [len. Der Zustand Sr. Maje t ift aber glückltchexweise bts jest derart geblieben, daß Höchftdieselben Sich mcht genöthigt sahen, in der bis- herigen täglichen Lebensweise eme Aenderung eintreten zu lassen. Nachdem der kalte Wind fich gelegt und dte Lufttemperatur fich wteder gehoben hat, ist anzunehmen. daß die akute katarrhaliscbe Erkrankung einen normalen Verlauf nehmen wird. Am 15. d. M. ist der Reise-Marschag- eiherr von Brüsselß aubeck in Urlaub von N1zza ab_g _szund-hat an, dessen Ste e der am 16. Je- bruar daselb t " emßetkoffene- Hofmarschall Freiherr von Wöll- 1_v_?rth=Lauter:)urg ie Führung des Königlichen Hofhaltes u ernommen.“
Anhalt. Dessau 20. Februar. (Anh. SNA.) Der Landtag erledigte in feiner gestrigen 6. Sitzung zunächst in dritter Lesung durch Y_nnahme bezw. De arge-Ertheilung die Vorlag e, betreffend die Veräußerungen_ andesfiskalischer 2c. Grund Tücke, den Abs 1111“; der erzoglxchen Staatsschulden- Verwaltungskaffe für 4887/88 un den Haupt-Finanzabschluß für 1887/88. Dann folgte die 2szeite Lesung der Vorlage, dixBeseitjgung des eingetretßnen ohnungswangels für die Bekgarbe'iker des Herzogltchen _ Leopoldshall betreffend. Auf Antrag des Bertebterstatters Abg. Wittig wurde der Antrag der Herzoglichen Staats- regierung: „Der Landtag wolle sein Einverständnis; damit erklären, daß dre noch vorhandenen skalischen Bau- stellen zu an:;eMessenen Preisen-an beliebige auunternebmer verkauft werden“„ OLne weitere Debatte angenommen. Eben- falls in zweiter'Le ung wurde „der Geseßentwurf, betreffend einen Zusatz“ zum Geseß, die AnsteUung von Kreißgeometern betreffend, angenommen. Der nächste Gegenstand der Tages- ordnung war die Berathung des Antrages des Abg. von Krosigk und Genossen wegen Ahänderung der Steuergesetze. Der Antra lautet: „Dte Besttmmungen des Gesekes Nr. 724, die Einfü rung einer Einkommen-. und einer feten Grundsteuer betreffend, Faden bei ißrex Durchführung nach mehrfacher Richtung in so er eblrche Unzuträglichkeiten gezeigt; und zu so* lebhaften Klagen und Bedenken Veranlassung gegeben, daß exne schleumge Revision * des Steuergeseßes, wie solche bet Erlqß: desselben auch vorbehalten ist, dringend geboten-erschemt. Ebenso hat die Zur Zeit bezüglich der Kommunalbesteuerun “noch zuläsfigß - Doppelbesteuerung sich bei der AuslführuZF er neuen geseßltchen Steuervorschrif- ten in einer so chen» eise belaftend erwiesen, daß sich eine- Beseitigung dieser Verhältnisse unbedingt nothwendig erweist. Die Unterzeichneten stellen deshalb “den Antrag: Herzogliche Stamsregierung woÜe dem Landtage, wenn irgend mögltch noch in 'der laufendxn Diät, Vorlagetx-wegen Abänderung der jeßigen Sleuergeseße 111 dem obigen Smne machen.“. Im Laufe der Debatte erinnerte der Staats-Minister von Krosigk daran, daß das Geseh am“ 1. uli d. J. erst seinen_Geburtstag feiere “und von „da ab die Zu age wegen_'Nev_isron m Kraft trete. Redner
dle . m Anspruch genommene
des nächtli n Schlafes, Sich bisher körperlich leidlieZäwohP ““ 5 an ';
Salzwerks
über. ein halbes ahr
ver.:w » sich-geen WnYlerit '«Ob JanZZträglickjkeiten; vorlügen, sei HM„
wo*"“dasöé“-*Gefts- e «wenig «111-476;- W :=nWt-xßestzukkellem in?; 7““Q“-isser“ Sefß-onx- m_it Abänderungen „ hervorzutre1kenx Mich “gelangte“. Folgender: *Außangzes «Abg.ch_1)r. Funk Q:; em i _, LWL; „ZnEmväg-un ,.daß'dte Revifion MM bmitsx-bet deFen'_Berat ung von Herzoglicher SW rungx zugesagvmno. dtese Zusa e heute wiederholt mochnri ,“ ehkxder-Landtag zur Tagesor nung über.“ Ein Antkag des -'Rümelin u. Gen.: Die-Heirzoglicbe Staatsregie- rung“ um Prü ungxder indem Gejeß-vom 19. Februar 1872, ab esehm von den allgemeinen Erfordernissen, aUSgesprochenen beißmderen Besäzränkung der Wählbarkett für den Landtag- sowie:- um“ emeVorlage für die nächste Diät zu ersuchen, durch*welche “den aus-jener Bes änkung fich ergebenden Un- Jträglichkeiten abgeholfen wir “, wurde nach eingehender 'skusfion abgelehnt.
Oestervéich-Uu am. Wien, 20. Februar. (W.T.B.) Der Vud-getéAus chüß“des“Abgeordnetenhauses hat den jVo_r'a*n“schl'ag des Staatshaushalts ro 1889 1?qu YEN." Es-"ergiebt: fich'darnach- ein Ueber chuß von 2,820, __ Flß, ,während*dek-“ vom Finän -Minifter präliminirte Uéberfäzxxß nur 169 459 [.? bet .* er von dem Budget- Aa'ss _ 7-7 “veranWLexßt-xgr ßere Ueberschuß ist auf das größere Ekksä“ “uf; der 'Refuntxxrungs-Einnahmen * der Kaschau-Oder- bekgtxr Bähn, -den--Gervmnantheil des- Staates von der Kaiser denand-Nordbahn und auf die höhéren Eingänge aus der
mtussteuer „zurückzuführen.
_ 21.. .*,Fxbruar. W T, B. Die „Wiener. Zei- tung“, führt m ihrem nzchtamtli en „Theil die aus Anlaß dxs Todes des _Lrynprmzen Rudolph in dem Ministe- rmm des Auswarttgen „ hier emgegangknen Beileids- bezxygungen auf:, Außer von sämmt ichen europäischen Regdexungen _erfolgten, solche Beileidskundgebungen“ auch von qufikten, Chmaz-Zapan,_Lrberia, Siam und den Vereinigten Wien von Nordamextka, sowie ferner vom DeutZZFn RWtage, dem preußtsxhen Herrenbause und preußi- n Abgeoxdnetenhause, dem ttalienischen Senat, der italienischen Dxputtrtenkamme der portugiefischen Pairskammer, der rfechi chen “NanosalversammlUng', der serbischen Skupschtina
111511113? 'ém rutnänische'n Sénat und der rumänischen Deputirten-
kämn'tek.'_ Pest, 20. Februar. (W. T. B.) Bei der heute im
Unterhause- ortgefevten BeratÉung überden Artikel 14
des W'éhrgefeßes, betreffend die ixirung desRekruten- konxtngen'ts, bekämpfte der bgeordnete H edues die ge_ftr1gen Au6_jühru_ngen Apppn'yi's und trat lelTßaft, unter wzxxxrholtex, tünmscher uFttmmung der Ma'orität für den Mmffter-Präsidentetz von tsza ein. Forvath slpra'ch gegen die Voxlzxge, €xxxxläxte jedoch.: die Oppo ttion wünsche ebYalls Alles zu vermetden, was die Harmonie zwischen dem "ron und der Nation stören könnte.
Der Wehr_ausschuß des Unterhauses at dieVor- lei e der Regterung, nach welcher mitRü steht auf das on-Én der Belvihung befindliche neue Wehrgeses die dies- ]ä*_*rige Aushebung-der Rekruten hinausseschoben
soll, angenomüren.
, Großlor'ikäuüieu uud7rland. London, 20. Februar. FMF m Sckxloffé Win d or fand gestern Nachmittag unter 1
seit einigen Tagen .
Es sei-unmöglich,» chow *
-
ments zu verlesendeTbronrede redi irt und von der
-Möna 1 Mbps pürde. ,demTo'nse [wurde derKöni W “" „GMP [gt W die Gräfin Dohm, H
""T-Z'“ v s 5 * “MHS“! 'risch“ B tsch fters 8 [lt mane err ! unga en o a ,vorgee, und der neu ernannte s anische Botschafter, Don José Luis Albareda, überre Yu fein Beßlaubigungsschretben.
- 20. ebruar. (W. „B.) In er heutigen Sisung der Parnell- ommission gelangten die von dem Fenier Davis an Pigott gemachten Mittheilungen zur Verlesung. Darnach hätten Parnell und andere irische Parteiführer im IJahre 1881 in Paris eine Konferenz abgehalten, in welcher epressalien gegen die en lische Regierung beschlossen worden wären. Nach der Ver aftung Pamell's seien Invincible, Tynan und Byrne na Cannes gesandt worden, um den Prinzen von Wales un Gladsione daselbst wäYrend des Karnevals zu ermorden, doch hätten dieselben nick) s unternommen. Hieran schloß fich das Verhör Pigott's.
Frankreich. Paris, 20. Februar. (W. T. B. Der räsident Carnot hatte heute Morgen mit dem enator aye eine Unterredung. S äter wurde Freycinet zu arnot berufen. Gutem Verne men nach erwiderte derselbe
auf den Antra Carnot's, ein neues Kabinet zu bilden, daß er, bevor er _tch erkläre, mit sxinen wennden sich berathen müsse. Freycmet atte darauf eme Be'prechung mitFloquet. In einer heute bend zwischen dem Präsidenten Carnot, Méline und Freycinex stattgehabten Konferenz seßte leßterer außeinander, daß es aus verschiedenen Gründen von Wichtigkeit sei, wenn Mé-line den ,Vorsiß in dem künftigen neuen Kabinet inne habe. Méline gab dem Drängen, eventuell das Präfidium Zu übernehmen, nach, während Jreycinet versprach, ihn n seinen Bemühungen für die ildung des Kabinets “zasunterstüßen.
_ - 21. Februar._ (W. _T. B.) Mehrere Morgenblätter brm en- folgende Mmifierl1ste: Méline Präsident und Mimster des Ackerbaues .Freycin et Krieg, Barb ey Marine, Constans Inneres, Rouvier Finanzen, Sarrien Justiz, Loubet öffentliche Arbeiten unh Dautre8me Handel. Das Yortefeuille des Auswärtigen set Ribot, das des Unterrichts
érier angeboten, deren Antwort im Laufe des Tages er- wartet werde.
Mäline ist es in. Folge der Schwierigkeiten, die sich, aus der Vertheilung der emzelnen Portefeuilles ergaben, nicht gelungen, das _ neue Kabinet zu bilden. Ribot _erklärte, er könne "nur das Portefeuille _des Innern annehmen; m ZFR dessen gab Méline es neuerdmgs auf, das Kabinet zu 1 en.
Rußland und Polen. S t. P et e r s b u r g , 20. Februat. (W.T.B.)Nack Meldungen aus Ts? ard s h ui leitet Abd u r r ah- m_anKhan persönlichin Mazari cherif den ProZeß g egen d1_e Theilnehmer an dem Auf stand 2 Ish a Kh an's. Dre unter dem BeMl des Generals Ch r i | i a n i in Barki stehende russisch e ilitärkolo n n 9 befindet fich in voller Feldausrüstung , 'edoch wird eine O ensivbewegung der Afghanen gegen uchara und die Ru en sebr bezweifelt.
um General-Goüverneur des a ghanischen Tur-
estan an Stelle. von _ k-Khan, wird (8 holam Chan der, herz Be «er des Ghilsahi tammes und" des Aufstandes Ishak Khan's ernannt Werden. „3. _ .
1 Italien. R. “m-,“20.-Febr'uar. (W. T. B.) DieDepu-
tirtxnkammer seßte _heute die erste Berathung der von der Regrerung' vorgeschlagenen Finanzmaßnabmen fort. Der Deputixte Brunialti “beantragte, die' zweite Lesung abzu- lehnen. Lucca verlangte Ersparungen von 9 Milüonen' Lire bei den AUEgaben für die afrikanische Edeition, an Stelle der_ Wiederhexstellun eines; Zehntels der rund uer. Mar- tim wolXte eme Ve chränkungder Aktion in A rika. Blafio wünschte, daß das Gleichgewicht im Staatshaushalts-Etat durch Er_s arungen hergestellt werde. ToScanekli beantragte ein M1 trauenßvotum gegen die Regierung.
Der Papst empfing heute anläßlich des Jahrestages seiner Erwählun die Glückwünsche der Kardinäle und wird zum 3. ärz, dem Jahresta e seiner Krö- nung, die Glückwünsche des diplomati chen Corps ent- gegennebmen.
Niederlande. Haag , 20. Februar. (W. T." B.) Der König_ verbrachte die leßte'Nacht unruhig, doch hat sich das Allgemembefinden nicht verschlimmert.
Rumänien. Bukarest, 20.“ Februar. (W. T. B.) Die Deputirtenkammer wird morgen über den von Vlarem- bexg_ und_Genan neuerdings eingebrachten Antrag, das Mtntstertum ratiano m Anklagezustand zu ver- setzen, verhandeln.
Zeitnagöftimmeu.
In_ der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ lesen mtr: _
Der Minister des Innern ging in der Sonnabendfi ung des vxeußiscben Abgeordnejenbauses auf eine Frage ein, deren chwierig- ketten wobl keinem unbesangencn Beobachter unserer ländlichen Kom- munalverbältniffe entgehen konnkenzauf die Frage der-Landxxemeindex ordnung, nachdem _der Abg. Svmbart eine diesbezügl che An- frage an den_ -Mmistersisch gerichtet hatte. In , den *Andeutun- gen_ des Ministers wird im Lande wobltb'uend berühren, daß 'in der ganzen Angelegepbeit crjt nach planmßßiger Erforschung der be- stehenden Verhältmffe _ eine (;_efotzgebensäxe Thätigkeit.,xenttaltek werdxn -soll, und daß gletchzeitig die auf demokratischer Seite ebegte geschichtSwidrige Anschauung über; Geseßgebung 'm solchen, Fragen yntex dem Bexfaxl der anderen Parteien zurückgewiesen wurde. Auch. in dteseux Falle“ „lxeß sich wieder erkennajn, daß'parteidoktrknä're Erörte- rungen emex Lösung der Aufgabe zunächst nur- hinderlich sein können, und auch dre Forderung des Hrn. Rickert, daß wenigstens “über das Wahlrecht ejbiffe' grundsäßlixbe Punkte- aufgesteat werden könnten, rytrd, obwo. [ fie, wre nat" [ich, diesem Abgeordneten sebr am Herzen 11_e en mag, wegenibrerS ablonenbaftkgkeit nach seinen Anschauungen nt t durchgeführt x_xerden können.
Aus den Erklarungen des Ministers ergaben sich gewisse leitende Gedanken, von denen- die Vorbereitungen zu jener Geseßgebung ge- tragen werden. Es kbaben zunächst die Ober-Pcäswanten und die Regierungs-Präfidenten 'auf ministerielle Aufforderung “' allgemeine Berichte :über das Bedürfniß nacb geseygebcrtschcr Ordnung der-länd- lichen kommunalen Verhältniss erstattet, auf Grund deren dann einzelne ragen an die nachgeordneten Behörden bis zum Landratbxberab, gestellt nd, deren Beantwortung nunmehr abzuwarten sein wird,“:be ein weiteres Vorgehen stattfinden kann. *Die bßerbei in Betracht kvmmenden Gesicbjspunkte berühren zunächst die Beseittgung der Zwergbilduu n in Gemeinden“ und Gutßbeztrken, ferner die Ueberfübrung- aufget eilte: Gutßbez'uke in Gemeinden und die Vereinigung solcher Gutsb'ézirké
_ _ H der Königinein Ministerrath statt, in welchem du am Donnerstag anläßlich der Eröffnung des Parla-
und Gemeinden, die derartig miteinander verWJchsénsnd, daß ge- sonderte Behandlung ihrer kommunalen Verhaltnisse kaum mehr
m lieb erscheint. Eine; Frage betrifft die geseßlicbe Regelun - AYlingunzmder *kousmunaien Bedürfnisse aus Steuern, die geer zie ua“ der ékmiWAWn zu Leistungen von Gemeinden aßen und zur Geineindeve ua durch Gewährung von timmr Ferner hat der Minister wegen der eventuellen Bildung von Ver." änden aus Gutsbezirken und Gemeinden behufs Tragung gemeinsam,; Lasten uxtd Lösung größerer kommunaler Aufgaben angefragt, Naeh Ein. gang dieser Beriebte sollen die Verhandlungen mit Vertrauens- männern in den einzelnen Provinzen, deren Verbälxniffe sehr von ein. ander abweichen, beginnen. Dabei will der Minister über die hoch. wicbtige Frage Klarheit gewinnen, inwieweit bei Gestaltung der FWU Vorlage die Mitwirkung der Selbstverwaltungsbebörden in “_n vrch) zu nehmen ist_und ob das Schwergewicht in die Provinzen, dte Kruse oder die Beztrkezu legen ,ist.
Bei solchen gründsiäpe'n Vorbereitungen des GesevÉebungsweckeg darf es nicht befremden, wenn vom Ministertifcb die rklärung ab: qegehen wurde, daß nicht versprochen werden könne, ob die Vorla e beretts zu Anfang der nächsten Session an das Haus gelangen werde, _ Mit Achtung vor dem historisch Geworbenen soü_also das Werk m Angriff genommen werden. Eine mechanische Lötung der Frage durcb Aufhebung der Gutsbezirke und deren Vereinigung mit den Lgndgememden erscheint damit außgeschloffen. Diese Achtung vor dem historisch Gewordenen beherrscht auch die große Mehrheit des Hauses, wre u. A; aus den Erklärungen der übrer der konservativen Und frei. konservattven Partei hervorging. an erkannte es lebhaft an, daß nicht in schablonenbafter Weise vorge augen werden soae_ sondern unter Berückficbtigung der onkreten Verhältnisse, Daß die Freisinnigen mit einer solchen vorficbtégen Gefes- gebung nicht einverstanden sein können, liegt klar auf der Hand, denn durch dieselbe werden die stillen Hoffnungen, die fie an eine andgemeindeordnung von jeher geknüpft haben, zerstört. Auch Hr. Rtxkext mußte zugestehen, daß nicht über das ganze Land eine gleickxmaßtge Schablone gezogen. werden könne. Aber die Selbstän- digke1t_der (Gutsbezirke und Gemeinden, die nach"“den Ausführungen des Mmisters nur zur Lösung größerer Aufgaben und zur Tragmxg“ gemeinsamer Lasten, also für bestimmte Zwecke einen Abbruch erleidcn sollen, aufrecht zu erhalten, erklärte Hr. Rickert für ..keinen ganz_ glücklichen _ Ausweg“, und er äußerte auch seine 'wetfel, ob dres durchzuführen sei. Deingegenüber wäre ervorzubeben, daß die wirth chafxlichcn, sozialen und politi- schen Bedenken, welche der * intster gegen jede _ mechanische Lösung solcher Fragen geltend machte,-ein Vorgehen in dteéem Sinne als emen der fol enfchwersten Mißgriffe erkennen lie en. Das Programm für die enkcrung der ländlichen kommunalen Verhält- nisse, welches der Minister aufgestellt hat, geht im Wesentlichen'dabin, dj_e beffernde- Hand nur da anzulegen, wo ein Bedürfmß “vorliegt„ und rvtrd _ficher, bei aÜen unbefan enen Beobachtern der Verbältniffein den exnzelnenProvinzen auf Zustimmung rechnen dürfen. Darnach erschetnt aber auch die Annahme berechtigt. daß man auf dem be- tr,etenen_ Wege zum Ziele gelangen wird, ohne -Störung berechtigter Ir_1_t_eres1e1_1 _:md ohne daß der geschichtlichen Entwickelung Gewalt an- ge an Mr .
- Uebex die Jntereffengemeinschajt von Groß: und Klezngrundbestß äußert die „Danztger Allgemeine Zertung“:
_Beß jeder_aucb noch. so unpassenden Gelegenheit bemühen fick) die Fretfinmgen, emen Gegenfaß zwischen Großgrundbesißern und Bauern zu konstxuiren und fich letzteren als wohlmeinende Beschüßer und ertreter ihrer Interessen zu empfehlen. Wir haben dies wiederholt bet der Frage der Getreidezölle wie auch bei der BrannWein- steuerreform erlebt, wo auf der einen Seite behauptet wurde, daß den Groß rundbefißern ein .Geschenk' gemacht werden__sol1e, während au der anderen Seite daraus eine Be- nachtbexltgung der Intereffen der- Bauern berauSgerecbnet wurde. Man hat sogar, um das freisinnige Interesse für die Bauern zu betbätigen, einen. .aügemkinén .keatscbm Bauernverein“ zu arüxnden7versuchtx welcbe: auf der Voraussetzung eines grundsäßli en Unterstbieds. zwischen den Interessen von Klei_n-_ und _Großgrun be 13 beruhte, der aber - so zu sagen - völxig tm Sande verLaufen ist, eben weil jene Voraus- sesung_grundfalsch war.
_Dte Bexveggründe di_eser Haltung und dieses Vorgehens der Frei- sinmgext erklaren fich allem aus dem Bedürfniß nacb Stimmenfang; tbnen 1st es ein Dorn im Nu e, daß die große Masse der Klein- grundbefi _er politisch _dieselbe thblschnur befolgt, wie der Großgrund- befiß. te ahnen mcht, daß diese Ideengemeinsckmft auf wahrer Interxffxngemeinfcbaft beruht. Dazu kommt, daß, die dem Fort_schr1tt huldigenden Politiker wie auf so vielen anderen Eebreten, so auch in dieser Beziehung fich von längst uberwxmdenen _und veralteten Anschauungen leiten lassen und noch !mmee tn den VorsteÜungen befangen sind, welche vor
lutionären Bewegung führten. Damals war der GroßgrundbefiZ mit den größten_ rechtlichen Bevorzugungen auögestattet, während der * auer
yon ihm in Abbängigkett befand. Die Emanzipation der Bauern hat aber völlige Gleichheit des Rechts und der Be- sxeverung zwischen ihnen und dem -Grvßgrundbefiy ergestellt, dre persönltche _Untertbansnschaft hat aufgehört, dingl-i e_ Lasten find fast vollstandig abgelöst, jeder Bauer hat das Recht freien Erwerbs und freien Befiyes von Grundeigentbum. Ero_ß- und Klein- grundbesitser bezahlen nach ihrer wirthscbaftlicben Leitungsfäbiakeit dieselbcn Steuern, Großgrundbefißer und Bauern suchen und finden bei demsxlben Gericht Recht, ste wählen ein Jeder in seinem Ver- bande mit voÜer-Stimmfxeibert bei den Kommunalvectrctungen, und völlig.gle1ch.isti-bc-F-Stimmr'ecbt bei den Reichstagswahlen, währen_d bei den Landtagswahlen der Census KlYeneintbeilungen bedingt, die aber alle Stimmberechtigten, welchen eruf sie auch haben mögen, in gleicher Weise jrifft.
Zu der rech11ichen Gleichstellungmischen Großgrundbefisern und Bauern kommt nun aber ein Gcsichtspunkt, welcher ihre „Interessen- gemeinschaft völlig außer Zweifel stellt; ste find ein Stand, fie_ be- treiben beide dasselbe Gewerbe, nämlich das "Gewerbe der Landwtrtb- schaft. Die Sonne und der Regen machen keinen Unterschied zwisehen dem Acker des gro en und dem des kleinen Landwirtbs; berde säen und ernten, ie haben das gleiche Interesse an der Verwertbung ihrer Produkte, und wenn die “Preise für le_ßtere hqruntergeben, so leiden die Großgrundbefißer nicht mmde_r wre die Bauern, Beide empfinden in gleichem Maße dre Doppelbesteuerun durcb Personal- und Grundstéuem, beide haben dieselben egyer in den städtischen, industrieaen und Handels- mtereffen, wklche 1o kange ausschließlich die Geseßgebung be- herrschten. In dieser Beziehung ist zwar schon Manches durch die neuere_wirtbschaftliche Geseßgebung _beffer geworden, immerhin sind aber dre“ Einwirkungen der großen industriellen," wirthfcbaftkicben und HandelScntwickelung dieses Jahrhunderts noch groß genug, um allent- balben dem großen wie demskleinen Brüser diexNachtbeile fühlbar zu machen, die der landwirtbsckvaftlicben Produktion überhaupt bierqus entstanden-find. DieseTbatsacbe weist s1e von selbst auf eine gemem- same “Vertretung ihrer» Interessen bin.
_ (Gleichwohl ist ein Unterschied in der wirtbschaftlichenLa e beider mcbt zu verkennen. Der Großgrundbesitz vermag sich den fe ndlichen Einwirkungen und den großen Belastungen gegenüber im Ganzen ver- bältnlßmäßkg wohl noch immer etwas besser zu halten,. während der Wucher _sowoblwie die gesteigerte Konkmrenz die-.bäuerlicbm.Existxu-' en ruinuen oder zur Auswanderung treiben. Ihre Intereffengemem- Zchaft aberfordert, daßsZ'in diesem Kampf ums Dasein- zusamnxen' balten und daß der Starkere d_em„Schwäcbe'ßen Schußund Half? gewährt. Ein _Verscbwinden des Mitte efißés würde dem Großßéundbefiß m “der landwirthfchaftlichén Produktion“ Aufgabw zuwei en,“ diser nicht erfüllen kann, und dies würde nicht nur ihm selbst,! sondern dem ganzen Staat zum Unse n“ gereichen. S 'on die Gebote des_praktischxn;Cbristentbums erfor ern, daß der SU! ere sich dem Schwacheren _nabert und durch seine Hülfe “*diexen-für den Kampf ums Dasein stark:. Hierdurch wird auch der Gro grundbefis
selbst sich eine starke und kräftige Stütze schaffen, obne welcbe “
3.35
hundert Jahren zu jener großen von Frankreich außgebenden revo- '
S*ürmen revolutionärer Zeitm- nicbt gewachsen sein würde. Gros:- ' er und Bauern 11115 auf einander angewiesen. Möge diese & in der Folgextt __immer mehr _zu praktis er Betbätigung det tereffengemeinscba fuhren und Mtttel und ege finden,- um - ein usammmfaffen „dex starken und schwachen landwirtbscbaft- Krä e-den Wali zu kra__ftrgen. welcher die gesellschaftlicbe Ord- ung vor, Erschütkerungm s_chu t Nur _so wird die Landwirtbsxbaft und werden insb vndere dxe auern em starkes Bollwerk bluben, :uf/ desen allmä liebe Abbröckelung und Lockerung die Feinde von Staat und Gesellschaft spekulkren.
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Statistische Nachrichten.
Erwerb und Verlust der Reichs- und Staats- ngehzrigkeit in reußen während des Jahres 1887. 7Staj.Corr.)-Die atx dem Bundeskatbsbeschluß vom 19. Dezember 1882 beruhende statisttiche Erbebupg_ über den Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatßangebörigkett ist in Preußen zum leyten Mal für das Jahr 1887 zur Ausführung gelangt, von da ab aber nach Maßgabe des BundeSratbsbescbluffes vom 9. Dezember 1887 in Fort- [1 gekommen. Die Aufberettung _des für 1887 eingegan enen Uy- materials ergab, daß wäbxend dteses Jahres 5464 Perßonen dle „„ußiscbe Staatöangehörigkett erworben und 8917 dieselbe urkund- lieb verloren haben. Der Erwerb der Staatsangehörigkeit erfolgte durch 549 Aufnahmeurkunden für 1538 Angehörige anderer Bundes- staaten, durch 1255 Naturalisationsurkunden für 3281 Ausländer sowie durch 139 bezw. 198 Wiederverleibungßurkunden für 324 bezw. 32] frühere ReichSangebörige, welche im Auslande verblieben oder in das Reichsgebiet zurückkehrten. Unter den 3281 Naturalifirten befqnden ck 991 Angehörige OesterreiÖZUngazns, 268 solche der Vereintgxen Staaten von Amerika, 1062 Niederlander, 418 Dänen, 124 Bglgter, 63 Norweger und Schweden, 55 Schweizer, 63 Englandxr, 38 Franzosen und 27 Russen. Der Verlust der S1aatSangebör1g- keit geschah durch 210 Entlaffungsurkunden für 524 Personen, welche die Aufnahme in einen anderen Bundesstaat nachsucbxen, und durch 5413 Cntlaffungsurkunden für 8393 fe_rnere, wxlche ms Aus- land ziehen Wollten; von diesen gaben 6373 dre Vereintgten Staaten von Amerika, 534 die Niederlande, 400 Oesterreich=Ungqrn, 190 die Schweiz, 149 Großbritannien und Irland, 127 Belgten, 73 Dänemark, 110 Rußland, 25 Schweden und Norwegen, 41 Frankreich, 23 Afrika, 43 Asten und 84 Australien als Retjeznxl an. Außer diesen Füßen des Verlustes der _StaaTSangebörtgkett find 1887 nach den Mittheilungen der preußischen Kretsbxhörden noob 27 739 Personen - 11108 Einzelne und 4340 Famrlxen- obne Cntlassungéurkunden ausgewandxrt, von denen obne Zwetfel eine große Zahl ebenfalls dem preußischen Staatsverhande verloren eben w1rd,und zwar nach zebnjäbrigexn Aufenthalt tm Auslande. ie angegebene Ziffer stellt jedoch fctrxeSchs dre gesammte Aus- wanderung dar, während sie anderersetts aucb solche_m1tentbalten mag, welcbe M), anstatt ins Ausland zu ziehen, an em_em anderen Orte der Monarchie niedergela en haben. In kem Zeltraum vo_n 1872 bis 1885 betrug die Zak) der Personen, welche urkundljch die preußische StaatSangehörigkeit verloren hatten, 16.29 0/0 und dre Zahl der nach Angabe der Kreisbebörden obne Entlaffung5urkunde_ Aus- gewanderten 37,16% der Personen, Welche -_ unt_er Hergnzxehung der Ergebnisse der Volközäblungen [Ltd der Regrsterfuhrung uber Ge- burten und SterbefäUe - dem Staathebtet durch Wanderungen mindestens verloren gegan en find. _ _ _ Dem Geschlecht na unterschteden sich die Yperjonen, _weche die vreu ische Staatsangehörigkeit im Jahre 188 _ urkundlrck) e_r- worben oben, in 3147 männliche und_231_7 werblrche; urku_ndltch gaben die StaalSanaebörigkeif 6671 mannlrche und 2246 wetblicbe auf, und ohne EntlassungSurkunden wanderten 15146 magnltche und 12 593 weibliche Personen aus. Dem Alter nach haben dre Staats- .angebörigkeit unkundltch _ in den Klassen erworben Verloren] m den Klaßen erworben verloren 0- 1 Jahr . 138 156 21-30 Ia r . 868 2312 1- 6 . 710 689 30-40 „ „1195 847 6-10 . 580 514 40-50 , . 632 452 10-14 427 501 50-60 , . 248 301 14-17 216 1 741 60-70 . 98 132 17-21 „ . 338 1 251 über70 , . 14 21 In Hinficht des Familienstandes war_en von den Emgewanderten 3341, von den Aukgewanderten 6999 ledtg, 2046 be w. 1760 _ver- beiratbet, 72 und 154 verwittwrt, 5und4gesch1eden, em Reltgtons- bekenntniß nach wurden bezeichnet: als von den Personen, welche urkundlich eintraten
, . .. . _ be- evangelisch katholtscb 1ud1sch 6321511912111 M 2629 2524 256 55 . außscbieden 6404 2 204 263 46 sonst auswanderten 14 765 12116 664 __ _ 194 _ Dem Stande und Beruf nacb vertbetltxn nch dre Empfanger von Aufnahme- bezw. Entlassun Zurkunden m 146 bezw. 178 selb- ändige Betreiber der Landwtrtbßchaft U., 320 bezw. 212 deSgl. der ndustrie sc., 225 bezw. 123“ dekgl. deß_-Handels und Verkehrs, "764 bezw. 1806 Gewerbe- und HankelSßebulsen und Fabrzkarbeiter, “257 bezw. 1798 Tagelöhner und_Dienst oten, 173 bezw. 436 andere Personen mit angegebenem" Berus. endlich 256 bezw. 1070 Personen unbestimmten oder nicht ermittelten Berufs.
London, 19. Februar. (A. C.) Dem „Ysyapapsr krass Virsatorx“ für 1889 zufolge erscheßnen gegenwarng in (_Groß- britannien und Irland 2176 Zettqngen, von denen sub 463 auf London, 1277 auf die englischen Pryvtnzerx, _89 auf Wales, 190 auf Schottland, 146 auf Irland und _23 aur dre Kanal-Jnselg v_er- tbeilen. Von der Gcsammtzabl von Ze1tungen_erfcheinen 174 tagltch, und zwar 133 in England, 6 in Wales. 19 m_Scbottland, 15 111 Irland und eine auf den Kanal-erselq. Dre Zahl der_ Zeit- schriften, einschließlich der vierteliabrlub erscheinenden, tft 1593, von denen über 400 religiöser Natur sind.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Amtliche Berichte aus den Königlichen Kunstsammlungen.
* Das . [) bu der Köni lieb preu lichen Kunstsaxnmlungen“ e_rscbeint i(m VerFYervoF G. Große biersel st vierteljährltcb, zum Preise von 30 „46 für den Jahrgang.)
1. Königliche Museen. 1. Juli bis 30. September 1888.
11. Gemälde-Gaxerie,
Das Gemälde der Königlichen Galem von Andrea dxl Sarto (Nr. 246, Thronende Maria mit Heiligen), welches durch eme Keiner Zeit viel besprochene“ Restauration vom Jahre 1867 febr__unsche nbar geworden war, ist im Einverständni_ mtt_ der Sachverstandigenkom- mission durch den Restaurator der önigltcben _Galerie Herrn Hauser einer Herstellun unterzogen worden, welche kurzlich ihren Abschluß gefunden hat. ieselbe wurde dadurch ermöglicht, daß xin im Jahre 1867 angewandter, seitdem trüb und fleckig gewordener Ftrniß, welcher mit den bisher üblichen Mitteln nicht entfernt werden konnte. nach dem. 'von Professor Pettenkofer zur Beseitigung alter und verbärteter Oelfirnisse neuerdin 9 angegebenen Verfahren (in Keims Technixcben Mitthei- - lungen ür Malerei) fich abnehmen ließ. Nach Entfernung des irnifses und der nicht glücklich aukgefü ten älteren und jüngeren ' etoucben eigte das Bild einen weit esseren Zustand, als sein bisheriges usseben batte erwarten l_assen; insbejoudere waren die Köpfe und Fleiscbibeile im Wesentlichen noch gut erhalten (die Ungleichheiten .in der nackten Figur h_es Onupbrius erschienen it:" dv“? “"p'sZFsxk“ “““ "“Y""- “hW'Fr'Mgg .???ÉY xk?- ZM er er vom 11 er angewan en e an an „„ _ eine Anzahl ganz feiner kleiner Risse berheigefubrt batte). Nur 111
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b 12 als bestanden, YYaßxensKch b::Zr daSselbe in den Besitz des Museums (i. I. 1836, aus der Sammlung des Louis Pbilßdpp'S) uberging, zogen wur e; „„
. d ts auf olztafeln ntcht selten vorkommt. _ des xy, und F7] Jabrbun er H Entfernung der Ne- Eschen. - Neues spam
toucben aufgenommen worden, tadt Rom.
11 trt. Die Fleiscbtbeile zeigen fich im Wesentlichen unverletzt: nur tm Kopf des heiligen Markus ist ein _ (vom Beschauev aus). ferner eme kleine Stelle neben dem Profil der hl. Katharina, welche noch einige ganz unbedeutende geblättert.
erstellun darauf zu c _ ancbluß LnFärbung und Zeichnung des noch Vorhandenen und m
sorgfältiger
worden, den dasselbe,__ wie fich aus den Akten ergiebt, erst im
abre 1845 erhalten atte, _ _ gJedrückte Ansehen der sonst so frei und großartrg tbronenden Maria - dite BiHZtafel übeleXm umewa am ero e. Bildes als einer Verbesserung“ um so leichter entschlossen, als mzm meinte, ,die Bildertafel sei nicht nur oben, sondern an allen vrer Seiten stark beschnijten'. daß diese Annahme auf einem Jrrthum bexubte. In der That tft das Bild an allen vier Seiten nur um em Wemges, soweit eben die Ränder verletzt waren, beschnittey wvrden. Es wuxde daher, zumal es an jedem Anhaltspunkte dafur fehlt, daß ursprunglickx die Tafel wirklich höher gewesen, das un Jahre 1845 oben ange1eßte Stück wieder abgenommen.
bisher neun Bogen„ von dem, Pergamon“, welcher Bogen gedruckt. _ _ ist auch in diesem Quartale wetter gearbettet worden.
11. Abt “[ der mittelalterlichen und Renaissance- bel ung Plastik
verzeichnen.
Maria mit dem Kinde von vier _ ist ein charakteristisches, außgezeichnetes Werk des Kunstlers aus seiner
äteren _ belreichen kleinen Falten des wollenen_M9ntels erkennen lassen. Die Jnnigkeit der Empfindung, die __eigentbum_ltch großartige Kompofitton, die völlig eigenhändige Durchfuhrung, d:e_ fi _ _ Falten verfolgen läßt, namentlich aucb dee kunstler1sche VoUendung in der Bemalung und Vergoldung, _ _ an keinem anderen bekannten Bildwerk _der Zett, [affen dj_ese Arbext als ein Hauptvoerk des großen Künstlers m _semer Art erscheinen. Dxe Wirkung der Farben, namentlich der. zierluben fgrbigen Muster, dre mit Lasuren auf dem glänzenden-Goldarzmde bet den Windeln des Kindes, dem Kleide der Maria, dxn _Fiugeln_ der Engel_und hem Grunde aufgetragen find, ist so pracbttg wie 111 den Gemalden eines CriveUi.
Mantuaner Geistlichen und Dichters Gio. Battista Spagnoli, ein Werk vom Ende des F?. Jahrhunderts, von emem bildner aus der Schule_des Donatello. _ Lebenswabrbeit und hat eme prachtvolle Panna.
Ge enke erhalten, _ _ kouTZen und zu deren Annahme die Allerhöchste Genebmtgung er-
theilt wurde. Tbonfigur der knieenden Maria, x_trsprüng1icb zu einer Gruppe der Verkündigung gehörend, ein treffltcbes, fem empfundenes Werk von
einem hervorragenden Florentiner Bildhauer um die _ 217. Jahrhunderts, etwa in der Richtung des Bernardo Roffelltno.
darstellend, zum Geschenk.
Zeichnung, ganz besonders der schönen Hände.
den Gewändern, sowie in der grauen ärbung dxs Hintergrundes traten kahle Stellen zu Tage, an denen dsfe Farbe ganzlich abgefallen
fick) aus den Akéenüau! der eit der Resßeratdiye: er :! anzune men war: a 1 on von vorn die-aurb bei jener Restauration
Es ergab
als das Bild vor ungefähr
Jacques Lafitte. des bekannten Banquius einer ersten größeren Herstellung unter-
dergleichen auf italienischen Gemälden
wie denn
, 1, welche nach der Durch eme Photograph e find die Fehlstellen deutlich
schmaler Streifen auf der linken Seite
die Waage und Nasenspi e streift, und Steuer! im Körper des nupbrius_ ab- Defekte treffen Hintergrund und Gewander. ßmäßig günstigen Sachverhalt hatte sich die
Alle übrißtux bustchränkm, die fehlenden Stellen in strengem
Bei diesem verbä
e ränkun auf ihren Umfang zu e_rgänzen. _ Gleichzeitixxcbist dais; Bild von einem spateren Zusatz befrext
indem man - mit Berufung auf „,das
Kopf der Madonna in ihrer gan_1en Breite Man hatte sich „zu dieser Erganzung des
Eine genauere Untersuchung ergab indeß,
J. Meyer.
13. Sammlung der Skulpturen und Gipsabgüsse. 1. Antike Skulpturen.
Von dem iUustrirten Katalog der antiken Skulpturen_ wurden Bande 7111, 1 der .Altertbumer von die. Inschriften der Königözeit enxbält, fieben An der Jnventarifirung dcr pergamemsÖen Funde
I. V. : Pucbftein.
Die Abtheilung bat eine Anzahl Hervorragender Erwerbungen zu
s tt'ck da unter ist ein großes Tbonrelief von Donatello, Da Haup su r Cherubim umgeben darstellend. Es
Zeit, wohl bald nach seiner Rückebr aus Florenz, wie die
ck bis in die kleinsten
die bier so gut erhalten ist* wie
Ein Stück von ähnlicher Bedeutung ift die Bronzebüste des.
adUaner Bronze- Die Büte ist von großer
Außerdem hat die Abtheilung verschiedene Bereicherunge_n durch die an Wert!) dem oben genannten Stuck nabe
Sc. Hoheit Fürst Leopold von Hohenzollern schenkte die bemalte
Mitte des
Graf Dönhoff-Frixdrichstein machte ein kleineres _gla rtes Thon- relief des Luca della Robbia, Maria mit dem Kinde m Haldex Figur Die Sammlung erhält dart_n d1e_erste glasrrte Arbeit dieses Künstlers, ein Meisterwerk durch dre Jnmgkeit des Ausdrucks, den Geschmack der Anordnung und die treffliche
Durch Herrn Carl Schnitzler erhielt die Abtöeilznzxx ein kleinxs Marmorreliex, das Brustbild des Giuliqno de' MedlCl mg Profi_l_m etwa halber ebenögröße darstellend. Dte sxrecheqde Indwxdualrtat, namentlich im Mund und in hen Augen, laßt kcmen _Zwetfel, _daß der Künstler das Bildni die1es am 26. April 1478 m der Kirche Sta. Croce ermordeten ruders des Lorenzo Magmfico nqck) dem Leben modellirte. Daß .das Relief dre bekannte Arbeix etnes be- rühmten Florentiner Künstlers war, geht _aus der Nachbildung des- selben in der Medaille des Nicolä Fiorentmo hervor, von der das Berliner Kabinet das einzige bekannte Yemplar best t. Der Künstler erscheint als ein Meister in der icbtung des errocchto; von seiner Hand erscheint nach nyfaffung und Arbeit auch das Reliefporttät des CosimoKde' Medtct. das x_msere Sammlung schon 1842 in Florenz als ein Werk des Verrocchto erwarb. _ _
Herr Graf Wilhelm Pourtalds schenkte ein Stuckreltef, Mana mit dem Kinde in balberFigur, ein hervorragendes Werk von einem der Florentiner Tbonbildner _aus de_r ersten Hälfte des 15._ Jabr- bunderts, von dessen Hand die Berliner Sammlung schon cm fehr verwandtes Madonnenrelief besiyt. _ _
Weitere Zuwendungen erhielt dre Sammlun wtedec durch Herrn Otto Wesendonck: cin lieblicbes Stuckreliek der adonna von_ Andrea della Robbie: dessen Arbeiten nur sehr _selten als Stucknacbbtldungen vorkommen, fowie das bemalte Stuckrxltef dcr Madonna von Alberto di Arnoldo. deffen Original in Stem fich_1m Bargello befindet. Lehrens ist von besonderem Interesse als eme der frubesten Stuck- nacbbildungen, die bisher bekannt find.
Im verflossenen Sommer kam_ der große illustrirte Katalog der Originalbildwerke zur Außgabe. Dae Nummern des Katalogs find auf den Bildwerken angebracht worden. Bode.
(Fortsehung folgt.)
-- Das ebruarbeft der „Internationalen Revue über die gesamxtxnten Armeen und Flotten“ (Verlag von Baben- zien iu Rathenow) hat folgenden Inhalt: Boots- und Landungs- kanonen. -- Benacbtung über die eventuelle Neubewaffnung d_er deut- schen Kavallerie, von Otto v. Montetoq. - Betrachjungen uber das Exerzier-Reglement für die quanterte vpm 1. September 1888, von Fr. (ScHluß.) - Ueber den Sauer'1cben Angrtff gegen feste Pläve, von -r. - Napoleon als Feldherr, Studie, ("Wust durch das gleichnamiae Werk des Hauptmanns Grafen ork von artenburg. 11. Theil. 1808-1815 von O_hexst von Wallbo m_. ( ortsevqu.) - Uebex die Nomenelatur der Schtffötyxen. -- Mitte m_eetftudten und Skizzen zeitgemä er Art, von Carl Stichler, "- Jtaltenisäye Corre- spondenz, von R - 1-65 1111110an5 ä'auromus st 1-
Der Empfang der außerordentlicben Gesandtschaft des Sultans von Marokko durch Kaiser Wilbelm 11. am 6. Kaiséwalaft-in Straßburg. - PKWs Marie von Bayer! und ik Verlobter, „Erbprinz mW der deutschen böberen Reichsbeamte_n. - N ck Götter. Gemälde von Henryk Siemnadzk . Obstmarkt ju Zanzibar zur Muds ,“ + in der Nacht zumch5ÖkZe ruar. - e - - Wa'mi-Katarakte; Die chihßen des Kangergebirges, von
Februar. - neue
riedricb von 11 alt. - Die „11 dem-
eit d , inri t . - ram von
3 er ck m1151517111211)Leistnger. -_-
Afrika. 2 Abbildu en: Dre onda aus "
- Das Wappen der
StZldat. - Aus Deuts es 5-Pesetasstück.
Sanitäts-, Veterinär- und Quarantäueweseu. * Nachrichten
über Verbreitung von Thierkrankbeiten im Auslande.
Oesterreich. Laut der am 21. Januar 1889 vorxiegwden Meldungen. Land: Zahl der mfizirten Orte:
Luügenseuche.
Galizien . . . .
Mähren . . 25
Böhmen . „_ . . . . „27
Nieder-Oesterretcb . . . . 7
Schlesien . . . . . . . 5
Steiermark . . . . . . 1 Maulscucbe.
Galizien
Maul- und Klauenseuche. Mähren . . . . 2 Böhmen . „_ . . . Rieder-Oesterretch . . Ober-Oesterreicb . . . . . 10 Salzburg. . . . . 5
Milzbrand.
. 18 . 18 und 7111. und L. Bezirk von Wien.
Galizien Böhmen . . . . . Dalmatien. . . . _. . . Scbafraude.
Nieder-Oesterreicb . . . ._
Laut der am 31. Januar 1889 vorliegenden Meldungen. Lungenseuche.
Galizien . . . . _. . . Mähren . . . . . . . 24 Böhmen . ._ . . . . . 28 Nieder-Oesterretch . . . 8 Schlesien . . . . . . . “€
Steiermark . . . . . . Maulseuche. Galizien . . . . . . . Maul- und Klauenseuche. Mähren . . . . . _Z
Böbmen...... _ _ Nieder-Oefterreicb . . . 12 u.1F.'_Beztrkvon Bren.
Ober-Oesterreich. . . . . 7 Salzburg . . . . . 6 Mtlzbrand. Galizien . . . . Böhmen . . . . Dalmatien . . . . . . Schafkäude. Nieder-Oesterreich . . ._ . Laut der am 7. Februar 1889 vorlregenden Meldungen. Lungenseucbe. Galizien . . . . . . . Mähren . . . . . . . 25 _ Böhmen . „_ . . . . . 30 _ Nieder-Oesterretch . 8 u. 711. u. F. Bezjrk
von Wien. Schlesien . . . . . . . 7 Steiermark . . . . . . 1 Maulseucbe. M'aul; lind. Kalau'ens'euckze. . . . . . 16
. 17111. 711. u. I.Bezirk von Wten.
Galizien
Böhmen . . . . Nieder-Oesterreicb .
Ober-Oesterreich
Salzburg . . . . . Mtlzbrand,
Galizien . . . .
Nieder-Oestermch .
Dalmatien . . . _. . . Schafraude. Nieder-Oesterreich . . . 2 Ungarm Vom 8. bis 15. Januar 1889. _ Milzbrand . . in 1(_)_ Komitaten, YZ Gememden.
Lungenseucbe . . . . , . . Maul- und Klauenseuche . 1 1
Vom 15. bis 22. Januar 1889. _ Milzbr d . . in 17 Komitaten, 25 Gmunden. L::ngméxnuche. . . . . . 8 1-2 Maul- und Klauenseuche . 1 „ 1 ,
Schweiz. Vom 1. bis 15. Januar 1889. Maul- und Klauenseuche. Kantone:
üricb . . . in 1 Gemeinde: 1 Stgll mit 7 Rindern. ppenzea a.Rb. in2Gemeinden: 3 Stulle , 41 , venzell i.Rb. in1 Gemeinde: 1 Stgll . 4 , T urgau . . in5Gemeinden: 5 Stulle , 26
Gewerbe und Handel.
Der Geheime KommerzicmRatb Franz von Mendelssohn, ältester Chef des Bankhauses Mendelsjobn u. Co. und früher lange Jahre Vorstßender des Aelteflen-Kollegtums der Berliner Kaufmann- schaft, ist nach langem Leiden gestern NaYnixtag plövlicb sefttwbeu.
- Bericht über den Hand el_mtt tarke, zusamm nacb Mittheilungen der Vertrauenömanner des W der Ynteressenten in Deutfcbland. (Woche vom 13.-19. Februar 1889.)
n der verflossenen Woche find so wenige Musalun en über den andes in Kartoffelfabrikaten eingegemÉe , daß 11 auf_Grund derselben kein Bild über den Umfang des s fta geben laßt. - In ]. Kartoffelmebl ist der Verkauf von 600 Sack zu 25,50.“ ab Station der Berlin-Lebrter Babu, Ka 11 Februar, Abnahme W 1. September d. J., gemeldet worden. trockener 1- Kar- toffelstärke wurden 200 Sack zu 26,75 „14 ab Hamburg, pro zu liefer_r_1.?§rkk1_uft. Idafeuchter Kattoffelftär e find Absch e i t m e ei wor en, nch ___Öie nächstÖBuörseZverksaimEmYchzu YZ" findet am 25. eruarim.erner o' e . mm _ _ ondon, Y_Februar. „TV.) An der KKK: 15 Deneu- adun en ange o en. eris, 21. Februar. (W. T. B.) Wie dnn „Bs m_:s K??? telegrapbißt wÉ? MYobßeüFeMegyptiLY Li t ons, a e die von en en en von lung mit dem Finam-Mini verbleibenden 120
lau." .uidxi- zitten Eg tern zu investiren, wodurch die Gesammt eservm dk
gaorrs. _ Die am 23, Februar erscheinende Nummer 2382 der .Illustrirten Zeitung" enthält 11. a. folgende Abbtldungen:
Löbe von 55000 Pfd. errticben.