unterbalten. Der kommeroielle Verte : bringt die ölker näher, _der Verkehr gestaltet sich amiliärer. 11 diese Entwicklung wurde man mit rauher Han bineingreifen, wenn man die aus- ländischen Werte in Deutschland so stark belastete,_ daß sie bei uns unmöglich werden. Dadurch würden uns fur Krixgs- zeiten die Reserven entzogen und unsere Zahlungsbilanxwmde verschlechtett werden. Das ÉÉlimmste aber wake die Schadigung des politischen Einflusses, den wir erleiden wurden. Und das in einem Augenblicke, wo in Frankreich der Finanzminister be- strebt ist, die Abonnementssteuer wieder los zu Werden, wetl er mit Schmerzen sieht, wie der Einfluß Frankreichs auf dem Weltmarkt überall zurückgedrängt wird! Denn es ist nicht zu leugnen, daß in Frankreich sich nur noch minderWertige Werte herumtreiben, während die befferen sicb ;. B. nach Deuischlgnd hinziehen. Da foüten wir nicht Fehler nachmachen, die andere Staatßn vor, uns gemacht haben. Die Sozia1demokraten haben 86 oft als em Axwm aufgestellt, daß fich unter der kapitalistischen Wirtschaft ein Konzentrationsprozef; des Kapitals vollzieht. Es ist ja«zwar nicht richtig, daß die kleinen und mittleren Existenzen nach und nach aufgesogen werden, aber im Bank- wesen vollzieht sich in der Tat eine Konzentration, und diese wird zweifellcs befö1dert werden, wenn man den kleinen und mittleren Provinz- banken das (Geschäft noch schwerer macht. Die Banken müssm fich mi! Notwendißkeit syndizicren und karteilierkn, Weil" sie dadurck) stark werden, um die Belastuna auf das Publikum abzuwalzen. Dichrren rechnen sich sehr hohe Einnahmen aus der Stsuer heraus; solche Gcfeße sind ja sehr 1asch gemacht; sie Werden nicht so gemacht, wie man sonst in Deutschland im allgemeinen zu arbeiten pfieat. Man hat einfach eine Anzahl17011Steuernzusammengsreäpnet. bis 500 Million€n zusammen waren. Man wird fich aber in dem (Effekt täuschen, und die ganzen Ziffern werden schwinden,_wie die Butter unter der Sonne, wenn die Industxie ins Ausland Verlegt wird, und durch allerlei Vexationen und VerkehrSexscbun-„rungen die Unter- nehmungslust krftickt wird. Der Reichskanzler hat in seiner Rede Vom 19. Nowember 1908 auf die Bedeutung des Auslands- geschäfts hingewiesen. Er sprach damals den Saß aus, daß finanzielle Macht politi1che Macht sei; wir müßten noch Viel reicher werden für unsere ganze wirtschaftliche und politische Stellung 111 der Welt. An dieser Stelle des stenograpbiscben Berichts ist verzcich11et: Schr richtig! rechts. Was aber hier Vorgeschlagen wixd, ist wetter mchts, als eine Erdroffelungsstcuer, gerichtet gegen Jndu1trie u.".d Handel. Damit schädigen Sie den politischen EinflußDe111schla11dsinder Welt. Diese verkehrsfeindliche Politik ist aber auch eine anttsoziase Politik, die sich r'chtct gegen den Konsumenten und vor allzxn Dingen gegen Industrie und Arbeiter. Wir haben, große nalwnxle Aufgaben zu erfüllen; wir smd genötixt, cm _starkes Heer zur Er- haltung des Friedens zu cr6alten, 11: Flotte auszubauen. Wir haben große Xufgabcn für die werdenden 1111d wachsenden Kolonien. Unsere Sozialreform ist die erste der Welt, wir haben dadurch die Industrie stark belastet. Wir sik-d gcnötigi. in den Beamtenbesoldungcn nene Wege zu gehen, usd durch diese großen Aufgaben, die sich auch in der Zukunft noch vxrtncbren wc1den, erwachsen uns immer neue AuZaaben! Wir stehen in der Finanzreform 0117!) nicht am Ende, und da müssen wir dafür sorgen, daß die wir11chafjliche Entwicklung nicht ettötet wird. Wir dürfen du1ch dic Gkseygebung dée Quell:_11 dér Einnahmen nicht kerstopy-n. Durch den Kobicnausfuhrzoll würden wir in internationale Schwierigkeiten hineingetatep, die für die ganze deutsche Industrie _sebc fatal sem können. Das Angland könnte Represmlirn Ergreifen. Daxu 101111111, daß der Koblenzoll im Grunde eine Koblensteuer ist. Dtc syndijierten Koblenwerke würden ihn einfach auf die Konsumenten abwäljen auf jeden Haushalt bis zum kleinsten Haushalt hinunter. Noch cin Wort über die aÜgemeine politische Laar. Wir haben in diesen Fragen enße Füblung mit unseren polttischen Freunden im Reiche behalten, wie sich auch aus der zahlreich besuchYen Ver- sammlung des Zentralvtyrstandes ergab. Wir sind 111 diesen Dingen vollständig einig. Auch unsere politischen Freunde im Lande sind der Meinung, das; 1rir ketner Finanzrefoxm zustimmen sollsn, die nicht Eine allgemeine Besiysteucr ent- hält. Man hat uns vorgewaen, U51) der Reichska11118r ist aus aÜgemeinen Betrachtungen heraus auf diesen (Gesichtspunkt zu sprechen gekommen, daß wir Vorschläge ablehnen, we1l fie Von der Zentrumsseite kommen, daß wir sie prinzipiell für unannehmbar erklären, weil 1116 Zentrum 71: bcantragt hat. Das ist ein 11011- ständiger Irrtum. Ick dms in dieser Beziehung namentlich auf das Zusammenwirken Von uns mit dem 312111111111 und auch den Kon- fervatiVen auf dch großén Gebiete der Soztalreform btnthsey. W116 wir allerdings nicht wollen, ist, das; wie früher das Zent111m 111 die präponderierende Mackytsteüung eintrilt 11:1d dem 91c1chstc111e mehr oder minder seinen Willen aufzwinat. Dax; werden die Herren im antrum doch begreiflich f1'_11den. Wir wollen nicht, daß volkswirtschaftlich falsche und schadlich5Gesche anf dcm Stcusrgebiet gemacht werden, lediglich deshalb, wctl das chtrum cs w:;l]. Wenn wir die Verbivdung don Konsethiden 1111d Zentrum beklagt haben, 10 deébalb, weil wir 136 als ctnc Karzßchtigkeit bezeichnen müßen, wenn man, Wie GKUJLUÜLÜ 1111111131, dem Zentrum wieder zu seiner früheren :Ua'achtsiellang 3011131521611, WWU das Zentrum wieder _Geseßc wachen kann [)LU1S mit der Rcchtcn, morgen mit der Linken, 10 111711011 die Konsexdaiidsn einskbkn, daß das Zentrum aucb 1171161? Umständen Live ibx1en höchst fatale radikale Politik machen kann, z. B,. auf dem (Hebtete der Sozialreform, und dann werden Sie (nach rechts) bcdaußrn, diesen Weg gegangen zu sein. Die .Krcuzzeituna“ hat auf die Be- merkung einks freisinnigcn 23101108, daß es sicb fiir dic KdnjcrvatiVLU dock) wahrlich nicht um die 530111111116 11011 Erbschaftssteuern 1,1011 0111 könne, sondern um ganz andkre Zwecke handeln müsst, eine “3114on gegeben, die, wie Sabor 10111, 1111 blicken lä t;_ es handelt 7111) 11111 rie WablrechtSrcform in Preußan und 11111 die ' esürcbtung, das; bei Fort.- seßung der Blockpolitik die pre1tszische Rxaisrung zu Konzesswnen an diesem Webiste gedrängt wkrdcn könnte. Das wäre wirklich cine sebr kurzsicbjige Politik. Eine Wabltefmm, die unbedingt notwendig ist, wie fie fich z. 23. meine Freunde im preußischen M)- eordnetenbause denken, können Sie schließlich nicht aufhalten.
ine solche Reform kommt als notwendiaec Außdrnck der tnddkrncn Entwickluna im Staafsleben, in Preußsn wi-r in der Türkei. Am 25. Rodember 1908 meinte der 71551 Erzberger, auch an eine Ausfübrvng der Kreuneituna anknüpjend, das Zentrum werde als eine Art Reserdetrnppe bctracbjet, die rwxntuell auf einen Wink aus dem Busch herauskommt, um gegcn die Linke 111 marschieren; 80 sei das ein äußerst" schlau angelegtes Manöver, es hieße aber dem Zentrum 6111 geradezu polizeiwidrigks Maß 11011 Dmmnbeit 3111100711, wcnn 16 ohne 1118116176 darzuf eiwgcbc. Legt man den Nachdruck auf „ohne weiterck“, dann ist viel- leicht doch ein Uebergang 111 711111711, FürsYBiqurck hat auf die Einigkeit 11011 Industrie und Landw1rtschaft 1mmer 1ekck großen Wert gelegt, und Fürst Bülow bat diase Politik in 110111111 Umfange fort- geführt. Der Bund zwischen Industrie und Landwirtschaft, der in der Forderung des Schnxzes der nationalen Arbeit gtyfelte“ hat fich dureh die Jahre als ein durchaus nützlicher und fur 5811)? Teile ersprießlicher bewährt. Heute 111 die Industrie in eine Kampsstgllqu gedrängt, die nationallihekale Partei hat, tbrc Freundscbait fur dte Landwi1tschaft bei- der hinter uns l1egenden Gsseßgebuya be- wiesen. Allein auf der andkren Seite find wir n1cht in der Lage, für den Eroßßrundbefiß Steuerprkdilcgieq zu ge- währen. Vielleicht hängt die große (8112011119 'der Öffentlichen Meinung damit zusammen, daß man bikr gegenuber einsr ganz besonders intensiVen Anjpannung der Verbraucher noch besonders statke neue Privilegien dieser Art 111 schaffen_ fich bemubt. Man staat sich: ist es angkzeigt, den Boaen so zu uberspannen und den Unwillen über Begehrlichkkit und Eénfxitigkeit dermt Wach- zurufen, wie es geschehen ist? D.".durch ist dte große Bewegung in Handel, Industrie und Gewerbe entstanden. ©:wiß m11ß die Land- wirtschaft bei Kräften erhalten werden, ka? ist auch ,ur-sere Meinung; wenn ein Glied notleidet, leidet der ganz: Orgamsmus,
treiben Kolonialpolitik. Wir sind Ynötigt, eine roße Flotte zu
und wir wollen doch den Staatskörper gesund erhalten. Die agrarix en Kreise müLen aber doch selbst einsehen, daß es damit auch en Bewenden aben kann und muß, daß man nicht noch weiter geben und einseitig gewi e andere Teile der Bevölkerung berauögreifen und ihnen Lasten au erlegen darf. Außerdem sehen wir in der Steuerpolitik,“ wie [ie uns vorgeschlagen wird, eine mittel- standsfeindlicbe Pol1tik, de die Konzentration der Großbetriebe befördert und Lasten auferlegt, die auf dem Wege der Abwälzung Verkehr und"Umsaß in solcher Weise belästigen, wie es durch diese Vorschlage geschehen muß. Auch wird durch diese Art yon Gesevgebung der Gegensaß zwischen Stadt und Land 111 einer Weise verschärft und großaezogen wie wir es bisher immer zu vermeiden gesucht haben. Wo so es denn bin, tvenn immer bloß noch der KampfeSrUf erscballt? Wir sind uns doch schließlich auch alle bewußt, daß eine der größten Gefahren für unser ganzes politisches Leben die starke Sozialdemokratie ist. In den Blockwablen hat sie ja eine Niederlage erlitten, wenn ich auch gereébt 0611118 bin, anzuerkennen, daß ihre Stimmenzahl nicht zurückgegangen ist; dieser Umstand beweist ja gerade, daß wir im Kampf gegen sie nicht rasten und nicht rosten dürfen. Glauben Sie, daß uns dieser Kampf erleichtert wird in dem Augen- blick, wo Sie eine Geseßgebung vorschlagen, die nicht_n11r den Teil der Neukelastm'g, der notwendigerweise auf den Maßenkonsum ent- faüen muß, sondern darüber hinaus gerade auf die breiten Muffen noch weitere Lasten, ja den überwiegendsten Teil der ganzen Last legen wiÜ? Das erschwert den ganzen Gesundunas- prozeß, der im Gange ist, und auf den auch der Kanzler wiederholt hingewiesen hat. Sie werden doch nicht leugnen woÜen, daß in den Reihen der deutschen Jndustriczaxbeiter der Gedanke d:»r Organisation außerhalb der Sozialdemokratie in steigendkm Wachsen begriffen ist. Man glaubt nicht mehr daran, daß der ZukunftOsiaat zu verwirklichen ist. Dieser Umbildungsprozeß hat in der deutschen Arbeiterschaft sch011 weite Kreise ergriffen, immer zahlreicher treten sie in nationale Organisationen ein und arbeiten so kcr durch die Sozialdemokratie „gkfördcrten Verbitterung entgegen. Diesen GeLundungOproxeß gefabrden Sie durch Ihre verkcbrte Steuer- poltik. Die nationalliberale “Partei ist bereit, an dem großen Reformwerke mitzuwirken, da Wir wie jeder Patriot genötigt sind, anzuerkennen, daß die Reichsfinanznot beseitigt Werden muß. Wir haben schon1879 die Beseitigung dkr Matriknlar- beiträge Verlangt, um das Reich aus [Er Abhängigkeit Von den Einzelstaaten zu befreien. Leider ist das damals nicht gelungen, und lcider mit konserVativer Mithilfe die Franckensteinsckye Klauscl angenommen und durcbaefübrt wwrch. Wenn wir jetzt mitarbeiten Wollen, so geschieht es 119181 dem Vor- behalt, daß die Reform nach unserer ehrlichen Ukbsrzeugung auch (1111, gsrecht, sozial Und 1101: unserem Gewissen Veraniwortbar sci. Unter diesex Vorausseßung, die auch eine allgemeins Besitzsteuer in sich begreift, 1vetden wir weiter mitarbeiten. An der jetzigen Stimmung der öffentlichen Main*»:ng in Deutschland kann man nich! eimfach vorbeigehen. Dex kdpservatids „RsichIkwte' hat 11561 die Vorschläge der Kommisfion ein vernichtcndes Urteil gkfällt, er hat ausgeführt, Wki' die Kotikrungsstcuer den Kredit, 1101119111116) auch für die (Gemkinden und den Kredit für die Bauten Verjeuert und damit dem Baugewcrbe den Rest geben muß. Die große Kundgebung vom 12. Juni 10118 man durch Spott und Hohn nicht' aus der Welt schaffen. Ihre Bedeutung [1011 nicht in dem Zusammensein von 6000 ersonen, sondern darin, daß unter di-„sen fich die Kapitäne der großen In- dustrie befanden, daß diese Herren sich zusammcngetan haben mit den SpiYZn und Koryphäen unserer Banken und unserxs (Geschäfts- lebens. 076 waren in dieser Versammlung Handel und Industrie vcr- einigi, Freibändier und Schußzöilner, GeWerbe und Handwe1k, (Groß- und Kleinkapiéal, Mittelstand und Beamte,*Jnnungen und (Gewerbe- Vercine, alles zusammengebunden in einer Kampfeßorganisation gegen Eigennuß 1111d antisoziale EinseitiUkeit. Wie hoch muß die Flut des Un- w1Ü€11s gestikgen sein, Wenn sich diese doch reichlich heterogenen Elemente in einer Organisation zusammenfinden konnten! Untsrschäßen Sie diese Organisation nicht. Die Arbeitgeber- organisation gegen die Sozialden1okratie_wurde auch in ibrcn Anfängén mit Spott und Hohn übergoßen 11115 ist Henle doch ein VéaÖtfaktor durch das Mittel der A116sperrun0 geaew dis Sozialdemokratie geworden. Dabei ist_ ayisallexd die Tat1achr, daß neben den großkapitalistischen Kretsen 011111 die Byr- treter des Handwkrks Und der Minen Gewerbxikande standkp; so haben in der Versammlung auch ein Vertreter dsr Detatl- geschäfte dex Tsxtilbranche und der Vorsitzend-k des ,antral- ausschnffcs der InnungIVerbände Deutschlands H. R1cht (18- spwchen, dessen Ansprache am bemerkenSWcrtesten war, „und der sagts: „Ein Familiensinn, von dem man 1111101111181, da[; er 11111 bestehen könncz, wenn die Erbschaften 1111561111111 und 11110011611th auf die Kinder 1111611101181, ist 111611, das; er U'lftökt wir“). (Ein solch falschür Schein hat nichts gemcin mit deutsckper Ari. Die Organisation der Junungsn, deren M11- alikderzabl €rfr€11licher'wei"e: schon 300000 überschritten hat, und die wir geschaffen 505-311 zur Abwkbr Unbereciotigter, Fordc- 1111111-„11, stellen wir zur Verfügung.“ _ Das war also k€111 (11071- kapitalisiisclysr Vertreter, sondern am Jummgßmeister. Wenn man bxdcnkt, daß ein (Großgrundbesitzcw dcr 21116 Million in 11012111 augsbundcnen Besitz 5.11. 1116516 3111 Stcußr- reform beiträßi, dcr höchstens zur Policknsteuer herangezogcn wird, und daß ein Kathalist, der mit Jtidustriswerten nichts 511 tun hat und sein Vkrmögen in Staatépapieren odsr Hypotheken 0110811111 5111, 11111911 k01811 Heller gibt, ebenso wie derjenige, dcr 1811 Kawiial ins Ausland gibt, so ka1211 man 1"th nicbt 1111111d€r11, daf; dixsc (10111: Steuexgxseßgkbung 111111€recht „ist. «16 wkrlangen, daß die Regierang vor d1ejemkWe1ke 101 1001818111001 Mehrheit _ klerikal will ja das Zentrum 1111111 mehr [18111811 _ dte che1streichensolk Ick meine, die Regierung ist auf dem richtigen Wege und wi1dsiegen, wenn sic inmerlick) stark ist, 01111) wcnn .*)131111155lcn ge- macht werden solltcn, 1101: dknxn ich für meine Pétion n1chtzu1ucksche11e. (Gewiß können Neuwahlen 111 10165811 Zeiten dkk Sosialdemokxatie leicht WahlerfolJe bringen. Aber diese („815115112 sind nicht 51115131- schäßx11, denn in dieser Wab1beweg11ng sixbt dw 91811i01111111Jei11tg 11111 dem ganzen liberalen Bürgertum da. Wtr massen dock) 11521 1909 Rausschaucn. Meinen Sie denn, daß bei den neuen Wahlen 1911,
nn inzwisthen die 1)e1kzbrsfeindliche und 111111€r€€b1é Finamrefqrm gemacht ist, die Stdßkraft dcs Bürgkrtums gkgennbcr der Sdztal- demokratie ebenso gewaltig sein wird? D.“;nn werdcn 1110511851 die Tausende Mitläufer in einer Periode der ailgmneinen 111111tfriedenbeit, wo man 8171 (11186 das empfinden wird, 11106 512111“: „111 den Steuewrojekken der Kommission noch nicht erkannt tst,„der Sozialdemokratie ganz andere Erfolge Verschaffen 016 18131. Bei dieser Sachxage ist die Verantwortung des 9171396101151016 nnd dcs Bundesrats sehr groß. Kann 111011 (101-." k1k1 ein- mütiges Votum von Industrie und Handel, Handwerk und Mittelstand eine Reform akzeptieren, Wk? sie die;- Mehrbsit der Kommisfion beschlossen hat, eine Rüform, ant1soztal, ein- seitig, die', allgkmeine Heranziehung des Befißcs (1519011015 eine kaorm, die im Endresultat die Chancen dFk Sozialdemokratie wieder Vermehren wird, weil ihr der _oberite GU111dsav fehlt: 1118131110. 7011118111611611111 1012110111111, eme kaorm, diekauckd die deutsche Weltmacht im Ansehen dcs Aus1ands schadigt§ck Wird man sich 0111er das Jock) einer solchen Reform kcugen.) Das ist nach den 581111111211 Ausführungen dk-s Reichskanzlers zu 1381111111811. Wir sind überzeugt, daß di“ Regierung bei 11119111 Programm fest bleiben muß, und d(xß 11? kik? ker gedeiblnben Weitercntwicklung des Vaterlandes Vcrdkrblicbe Finanzgeseß- gebung bintanbaltsn wird. Der Kanzler sprach heute wieder vom Blockgedanken, und meim? Freunde stimmen il)1n 111, es ist ein guter und gesunder (Gedanke, der der gesamten Cntw1cklu11x1 des Vater- landes dient, der auch eine gute „exztebexiscbe Wirkung auf das Zentrum gehabt hat. Diese Blockvolck-k, dxe in vielZn deutschen Hekzen einen großcn Iubkl ausgelöst hät, nnrd ein Ruhmesblatt in der Amtsgeschichte drs Reichskanzlers sein. Ich bin ube1zcugt,
daß er dicien Ruhm nicht dadur zerstören wird, daß er einer Finanz- reform zustimmt, die dem Libera towns ins Gesicht 1ch1ägt.
Darauf wird um 51/4 Uhr die weitere Beratung auf Donnerstag 1 Uhr vertagt.
Verdingmtgen im Auölande.
Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „ReicHZ- vnd
taatßanzeiger' ausliegen, können in den Wochentagen in deYen
Expedition während der Dienstftuxder; von 9 bis 3 Uhr eingese en wer en.
Italien.
Maxineministerium in Rom sowie Generaldirektion der König- lichen Arsenaie (])11'0210116 (7161167816, R. R,. 1415011811) in Spezia und Neapel, 25. Juni 1909, 11 Uhr Vormittagß: Lieferung res Bedarfs dsr Königlichen Marine, des Königlichen Arsenals in Taranto, cm ungckochtem und gekochtem Leinöl für dke Gesamtsumme Von ungefähr 30 250 Lire. Sicherheitsleistung 3025 Lire.
Statistik und Volkswirtschaft.
Ein- und Ausfuhr einiger wichtikzer-Waren im ersten Junidrittel der beiden eßtcn Jahre.
(Einfuhr | Ausfuhr im Spezialhandel
(12 : 100 kx;
1909 13 457 1 640
15 195 1791
57 349 10 17 051 201
Warengattung
1909
140 904 11 260 15 945 34 803 20 666
13 856 2 522 187
1908 Baumwolle . . . . 68 378 Flachs, gebrochen, ge-
schwungen usw. . . Hanf, gebrochen, ge-
sÖWUngen usw. . Jute und Jutewera . . MerinovacimSchweifz Kreuzzuchttvoüe im
Schweiß . . . Eisenerze . . Steinkohlen Braunkohlen . . Erdöl gereinigt . Cbilefalpeler .
12550
16 121 492 1 007 890 560 408 4 229 704 2 258 964 5 752 294 2 065 966 2 673 333 8 269 102 813 95 977 40 . 189 692 151 808 8186
Roheisen . . .
. . 52 722 61008 137090 RohluppenRobschienen, Robblöcke usw. . . 588 128 594 Träger . . . . . . 168 105 158 Eisenbabn-, Zabnrad-, lattfchienen . . . _ 107 838
Ci enbahnschwellcn aus . . . 14 839 1 6191
Eisen. . . _ Kupfer . . . . . . 49706
Berlin, den 17. Juni 1909.
Kaiserliäpes Statistisches Amt. va 11 der Borgbt.
29 589
Auötvanderung im Monat
deu1sche überseeische Zeitraum dss
1909 und in dem gleichen Vorjahres.
Es wurden befördert deutsche Auswanderer im Monat Mai über 1909 1908 Bremen . . . . . . . . 1303 1166 Hamburg . . . . . . . . 737 717 deutsche Häfen zusammen . . 2140 1883 fremde Hafen (sowéit ermittelt) 845 309 überhaupt . . 2 885 2 192.
Aus deutschen Häfen wnrden im Movat Mai 1909 neben den 2040 deutschen Auswanderern noch 25 792 Angehörige fremder Staaten befördert, dadon gingen über 2317111011 14 375, über Ham- burg 11417.
Die Mai
Zur Arbeiterbewegung.
Der AUsstand der Darmschleimer auf dem städtischen Zentralviebbof in Berlin ist, dsr „Vos. Ztg.“ zufolge, Von den Ausständigen nach fünfwöckoigkr Dauer für beendet erklärt worden. Die Stkllen der Aussjändigen waren gleich nach Niederlcgung der A1b:it von Arbeitswilligen befaßt worden.
In Elberfeld sind die Schmiede- und Stellmacher- gcsellen in dc11A1161101d getreten. Die Meister haben, wie die „Köln. Ztg." meldet, beschlossen, keinen der Ausständigcn wieder ein- zusteÜen, wenn bis zum 22. d. M. die Arbeit nicht wieder auf-
genommen wird.
In Auboch find die Arbeiter der Vereinigten Werke 13011 Pont-Q-Mousson Wegen Lobnstreitigkeiten in den Ausstand gekreten. Da es vorgestern abend zu ernsten Ausschreitungen kam, ist, wie die „91511. Westf. Ztg.“ mitteilt, gestern morgen franxösisches Militär in Stärke eines Bataillons zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein;“,etroffen. Die auf 30 Mann Verstärkte (Gendarmerie Wurde mit Steinwücfen empfangen. der Polizsikommiffar aus Bricy schwer miß- bandelt und dem Bürgermeister die Schärpe abgerissen.
Wie „W. T. B.“ aus Nancy meldet, kam es zwischen aus- ständigen Bergleuten und Gendarmerie in Auboch 311311- sammenstößen und Ruhestörungen. Fünf Rubesiörer wurden Verhaftct.
* Aus Maxseille wird ,W. T. B.“ »beriäztet. daß die Mann- schaft des Da111pfers „Felix T0uache', die auf der Auskeise nacb Tunis den Hafen bereits verlassen hatte, vom Kapitän eine Gratifikajion verlangte. Da diese Verweigert wurde, mußte der Dampfer in den Hafen zurückkehren. Die Mannschaft ging an Land. Die Fahr- gäste mußten mit einem andere'n, mit Mannschaften der Kriegßmarine bemannten Schiff nach Tunis befördert werden.
Wie „Echo de Paris“ (1116 Ajaccio gemeldet wird, sollen morgen in Bastia zweihundert (Geniesoldaten eintreffen, um den infolge des bereits fünf Wochen andauernden Eisenbahnerstreiks unterbrochenen Eisenbahndienst wiederbexzustellen. Die Bahnstrecken und Bahnhöfe werden militärisch bewacht.
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zum Deutschen Neichsanzeiger xmd Königlich Preußisäzen Staatsanzeiger.
140.
Statistik und Volkswirtschaft. Deuticke Seefischerei und Bodenseefischerei für Mai 1909.
Den (GewichtSrnengen sind die Stückmen 811 3111111 nen, die angegebenen Werte (14) auf beide beziehen.9 5 ck
& sodaß
Seetisre und davon gewonnene Mengen in
Erzeugnisse kx
Rordseegebiet Wert Mengen in [Stück „(6 142 | Stück
1. Fische.
38 101 50 088 46 406 123 483 8 035 151 61]
57 072
49 407 88 069
8 807 15 417
Schellfisch, groß . . . . 69 536 mittel . . . 144916 klein . . . . “184 088 17./s.Sorte 779 515 Weißlinge . 52 361 IEländc'r . . 973 920
Kabliau,
388 906
groß . . . . mittel, klein Dorsch) . . 342194 Sländcr . . 660 948 Rochen . . . . 88 388 Seebecbt . . . 54 746 Scho11e (Gold- bu1t,5 1111), roß, 1n111€l 33020, 2800 11111 . . . , 162615614180 SckerIsbsnd 270 166, 42 200 ohne näbcrs Bezeich- nung . . . Blindiina (rauchckwlle, f;;lscchunge) Knurrbabn, qraUer (aucb Seeschwalbe) 59 073| Petexmann 1 (rotcr , Knurrbabn) ] 127 593 Petermann, kcht1?r. . . . 3 - 2 Köhler und Pollak(Vlau- ßscky). . . . . L?11(1_._... . KaifirY. . . . alfis . . . . 58 907 Notzunge, groß, mittel 148 384 klein . . . . 59 325 Stör ..... 1 135 Yeilbntt . . . 31722 «eezmtge, gro . . . . 76.61 mittcl, klein 6 454] Steimbuif 1 (Turbot), _, ; groß, mittel 22 198 klein . . . . 20 702, ohne nähere Bszcich- nung . . . x Glattbntt ' (111810110013- 111itlel. . . 547 Min ... . 373 ' Lachs ..... 9 Zandkr „. . . . 31.“ H8cht (FlUß- “ 1 [)(-„M). . . . 703 Karvfsn. . . 28751 Stint. . . . . 151 Ziegen . . . . _ ' Yémßscb _ (Goldfisch) . 146 9.5, Barsch . . . . Rdtbarsob (Bcgilt) . . Kaulbarsch . . Karausche. . . Ucklei ..... BlciWraffen) Scharbe Kliescbe, ( laren) . . . * _ Schlei . . . . _ , Hering . . . . 257480 Sprotte ELYäiitling) . ng . . . Aal ...... Quappe (Ratte) . . . Seeteufel . . Makrele . . .
[under . . . _ ornbecbt . . _
Teer orelle
(La sforeÜe) 64 _ 887 Plöß (R01- auge) . . . . _ Schnäpel . . . _ 60 Wxißfiscb
© ester) . . _ _ 9778 Zrte..... _ _ 1895 Verschiedene (Gemengfiscbe) 4731 _ 37136
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15 661 38 905 126119
2 017 230 630
1 | 7 4981 1
8 6451 3 210
9 129
40 676 8 059 2 433 9 792
84 019 11610
7 308 23 801
19 661 12 521
511488 95 332 21410
42 209 28 571
)
128 933 1820 2 000
10 335
1531. 1 956 6 551
37 972 5 931-900
14 987 124 000
_ 3 720 39 585 _ 41 055 _ _
257 417 2 065155 8 1 128 12 265
60 670
1165 4811
Ostseegebief')
17 220
87 745
41962 _ 57112
28 108 12 355
Wert «“
11]!!!
3195 8810
1 256 200 7 886
321 7 220
7 166 3 300 2 687
4 378 4 714
1 682
60
5 377 1 009
3 694
zusammen 6 635 002 362231 1 229 963 885 034 8 617 395 420 415
1) Die Angaben für das Stettiner Haff stehen noch aus.
Dritte Beilage
Ve
Nordseegebiet Ostseegebiet Wert Mengen in kg [Stück „46 ](J
11. Schaltiere.
Seegranat . . 455 _ 112 Krabben (Garneelen, ranat). . . 315 361 ummer . . . 77 eekrebse. . . Taschenkrebse . Austern . . . . Muscheln usw. 20
zusammen 315 913 14 271
Scetiere, und davon gewonnene Erzeugnisse
Mengen in Wert | Stück „16
_ 77 120
10 237 _ 8 844 369 _ 4 942 449 _ 475 12 _ ]
78 300
111!!!
111. Andere Seet
Delphine . . . _ Seehunde .. _ 6 58
zusammen _ 6 58 -
117. Erzeugnisse von Seetier
48 _ 576 , _ 614081 _ 36073 _ 77110 _ 2837 __
691239 _ 39 486 __ i,ierz11 111 . . 6 58 12 38
][ . . 315913 14271 78300 14 _ 41 7 6635002 362231 1229 963 885 0348617395 420415
Kaviar . . . . Fischlebern . . Fischwgen . .
zusammen
„ 1..
zus. [_17 7 642 154 376508 1 347 807 885 048 8 617 407 420 494
Nord- und Ostseegebiet Gesamtwert ........
Bodenseefischerei.“-')
420 494 * 1 768 301
SüßWassertiere und Mengen in datwn gervonnene Erzeugnisse k.k."
WerktÜ 1 Stück „xs
1 146 2 605 333 168
2
35
1 641 5
5 108 15 374 423 2 138 26
1 620 395
Blaufelchen . . Gangfisebe. . . . . Sand-(Weiß-)Felchen . Kilche (Kropffelcben) . Matänen . . . . . . . Forellen: a. Bach- SO) . 1). Schwe - oder Silber- . 0. Grund- . (1. chenbogen- . 0. Rbeinfd1e116n . Saiblinßc (Rötel) . Aeschen. . . . . . . . . 182 Trüschen . . . . . . . . 306 echte . . . . . . . . . 1479 ander . . . . . . . . . 13 Barsche (Egli, Kräyer) . 2 502 Karpfen . . . . . . . . 406 Brachsen . . . . . . . . 677 Schleie. . . . . . . . . 245 Barbe . . . . . . . . . 341 Weißfisäx (Ales, Nasen usw,). 3 744 Aale . . . . . . , . . 80 Welse . . . . . . . . . 4
zusammcn 13 264
1479 "
|]||
248 199 1 121 82 6 12 947
111|l||11l|||111
1479
11. Erzeugnissé Von Süßwassertieren.
. . _ 57000 Ü 108 hierzu 1 . 13 264 1 479 12 917
zusammen 1_11 . . 13264 ] 58 479 13 055 L') Die Angaben der Fij'cherei;1011011enschaft stehen noch aus. Verxin, dcn 17. Juni 1909.
Kaiserlich»; Statistisches Amt. Van der Vorab t.
Fischcier
Handel und Gewerbe.
(Aus den imReichsatni chJnnern xusamrnengsstellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Norwegen.
Zollbefreinng von Sirup. (Gewöhnlicher Sirny und Mekasfe sind in Norwcgen 11015 den Bestimmungen des Tarifs zoll- frei, wenn sie wenigcr als 70 v. H. Zuckergehalt haben. Die ge- naueren Bedingungen, denen die Ware zur Erlangung der Zollircibeit genügen muß, werden vom Fcnanz; und Zolldepartcment festgesexzi. Das Departement ist nunmehr ermachtigt worden, aucb gewöhnlichen
Haushaltsfirup von 70 v. H. Zuckergehalt und darüber zoÜfrei ein- zulassen. (1901514 1101110911110.)
Handel und wirtschaftliche Verhältnisse von Ciudad Bolivar 1908.
Das Jahr 1908 ist für den Handel Von Ciudad BoliVar in Venezuela ein ungünstiges 1181116101- In den ersten Monaten des Jahres wurden Quarantänemaßkegelu getroffen, die den Verkehr mit der Insel Trinidad erschwerte", und der 00:14 Tage fahrende Flußdampfer durfte keine Tranfiiwaren von dort bringen, noch in Ciudad Bolivar Verschiffungen von Produkten annehmen. Die Folge daVon 1var, daß dix Transitgütcr in Trinidad sich während zweier Monate anbäuften und ebenso die La_ndesprodukte die Lagerräume der Handelshäuser in Ciudad Bolitmr fullten, obne verschifft werden zu können. Da egen w„11rde zwar der Seedampfcr „Manzanares', den eine neu e ildete Küsjenfabrtunternehmuna von der Orinoco- Damvfer-Gese61chaft übernommen hatte, dem Handel |11r Verfü 111111
gesteÜt, aber mit Bedingungen, die dem Handel yon (Ciudad Bo ivar nicbt nüven konnten.
252 _
1909.
Im allgemeimn z-igte sicb infolge dieser Schwierigkeiten eine Abnahme der (Gesamtemfubr. Der Wert der Einfuhr 1908 betrug 3602 665 VOÜVarkS 1112311 6 836“ 012 230111111168 im Jahre 1907. Im einzelnen gestaltet: sich : Einfuhr folgendermaßen:
Wert
ATFLHI“ Verkehrsart Einfuhrwaren in „ Bolivares Trmidad Tramsit an'en aller Art und Lebens- mittel Von Deutschland, (ÉnJland, Frankrsich,Nord-
aMerika . . . . . .
Trinidad direkte Einfuhr Zemierxt,l Reis, Mehl, Lebens-
m 1 e . . . . . . .
Zement, Reis, Mehl, Lebens-
mittel . . . . . . .
Waren aller A1tu11dLebens- mixtel in Ssgelscbiffen
LebenGmiltel, Stacheldraht,
Pclcoleum, Harz und
andere W01cn in Dampfern
_ 724 277 Stxarin und andere Waren uber Carupano . 30 775.
Der Wsrt de_r Ausfuhr bat betraaen 1908: 12641123 Boli- vares gegen 13 627 293 Bolivares im Vorjahr. Der Unterschied ist bauptsachliä; entstanden du1ch den verminderten Wert des ausgeführten Robgummis und die geringere Ausbeute an Gold. Der Verschi ung der Von April 516 Juli angkhäuften Produkte traten die erwä uten sckxwierigenS if(abrtSVerbältniffe bindernd entgegen. Fastaüe Waren wurden in dre norwegischen Dampfkrn mit voller Ladung nach New York Verschifft, darunter viel: Güter im Transithandel über New York (ur Europa. Im einzelnen nahm die Ausfuhr von (Ciudad Bolivar im Jabre1908 nacb Mengen,1venn nichts anderes angegeben in Kilogramm, (und Wert in Bolivareo') folgenden Umfang an: Kakao 104411 (108128), Kaffee 9915 (7347), Copaibaöl 20211 (49 684), Gummi: Ormoco-Para 177487 (964008), Orinoco-Caura 94 681 (389350), Valuta 1.596 584 (5 827 446), Ochsenbäute _ 9?an 120 000 Stück _ 1 325116 (1791359), Rebfclle 58 859 (110 878), Ankere Félle 357174916), (Gold 13 208 Unzen (1312 212), Tonkabobnen 28 221 (90105), Tabak 194 252 (131 881), fcitte Reiherfedern 1219 (795168), andere Federn, Vogelbälge und Flügel 4272 (53 998), Simaruba und Cbinarindk 4120 (2203), Verschiedenes 31836 (91 630), lebende Ochsen 91,66 Stuck (906 600), Pferd?, Ykaultiere, Esel 82 Stück (4160).
Ueber die Hauptausmbrwaren ist nachs1ebcndes zu berichten: Von Kakao wurden1044111chZ gegen 39609 im Vorjahr angefÜbrt. Allerdiygs hat der Anbau in dem Orinoco-Del-“agkbicte zugenommen, und du: an den Ufern der Flußarme gele,„8ncn Pflanzungen wyrden mit den Jahren mehr und mehr krtragsfäbia; es war aber Verboten, Sgndungen in kleineren Schiffen nacb Trinidad zu bringen, wodurch dte Händler geznwngen waren, größere Posten nacb Ciudad Bdlivar zu schaffen. Außer über Ciudad Bolivar gehen manche kleine Ladungen durch den Flußarm .Pedernales' nach Carüvgno, und solchc Verschiffungen entziehen sich der Zollstatistik von Ciudad Bolivar. Die Ankünfte vom oberen Arauc1f111ffe haben auch etwas zugenommen. Orinoco-Para- und -Caura-Gummi wurde 111 einer Menge Von zusammen 272168 kg gegen 258 404 1:3 im Vorjahr exportiert; es wird erwartet, daß im Jabr81909 die Zu- nahme größer sein wird. Bala1a 1eiate1908 eine Ausfuhr von 1596 584 kg gegen 1237 385 für 1907; die Zunahme troß erschwerter Ausbeute wegen der immsr weiter in die Urwälder zu verlegenden Sammelstell'n ift beme:kenswert. Zn Tonkabobnen wird für 1909 eine sehr große Ernte er- wartet. Die AuObeute an dissen Bob1xen. in Verbindung mit der (Gummigewinnung, gibt dem Caura-Fluszbezirke eire don Jahr zu Jahr zunehmende Bedeutung, die aber dadurä) gemindert wird, daß jene feuchte Urwaldgegend sich nicht für frkmde Einwanderung eignet. _ Die durch hindernde Minengeseße und 511111) die Ablenkung der Arbeiter nach den Balatauntc'rnebmungen zurückgkgangenen Arbeiten zur Goldaewinnung in dem Yuruarvbezirke wexden erst wieder gedeihen könnc_11, wenn von der Regierung wieder mehr Freiheiten gewahrt werden und Wenn ernstlich: Verbesserungen für Wege, und Befördkruang-„legen5811611 zur Ausführung kommen. Die Gewmnung von 2101161010015 wird nur in geringem Maßstab: und ohne System bstrieben. Für die Bearbeitung Von Quarßgängen mit maschineüen Ei11richtu11gen besteht nur eine englische Gesellschaft, die „Goldfields os Venezuela Limited“, die mit gwßcn Mitteln ausgerüstc't, von Weijblickcndem Unternehmunasgeich g-leitet und in bedeutender Ausdehnung bsgriffen ist. Neruerdings bat fich eine ebenfalls englische GLséllschast gebildxt, die Rio Del Oro Limited“, zur Ausbeutung der Ablagerungen in dcm Flußlauf dcs Yuruary mit Baggermascbinen, zwischen den in frü eren Jahren sehr bcdeulcnden Goldminen 11011 (El Callao und Nacuvav. Aus den Wäldern des unteren Orinoco sind in den [ELTEN Jahren Posten yon Rundbölzern nach Trinidad gesandt, 17011 wo Re als Produkt jener Insel weiter auSgeiübrt worden find. Die Verladungsn find in der ZoUstatistik von Ciudad Bolivar nicht auf- geführt. Es besteht im Delta 81-8 Orinoco ein subr großer Re1ch'um an starkem Baumwuch mit schönen Rundbölzern, und es ist in Aus- sicht ge119mn1en,_ei11e regelrkcbte Ausbeute einzurichten uxd V::- schiffungcn nacb (81110110 311 5111111711.
Die Stadt (Ciudad Bolivar ist dxzrä) ihre Lage 011 Tem großen Orinocofiuffe aÜerdings ei11 bsdcutcnder Hase", abcr 11111" für den Handel, und die 10:13: Bevölkerung_ lebt 111.11 Von diescm. EI be- stebkn keine Mas inen- odcr Jnd111iréeu11tcrnebmun.;en 0113) nicht außerhalb der Stadt, und es ((!).-1111 anch ksme A11§11cht 1111 die E111111icklu11g der Stadt 111. dieser Hinsickot vorvarden zu sei". Dcutscbe Fabrikanten und (Händler, dic keine besondcren Neksendcn unterhalten können, werdcn ihre" Wünsche für vermehrtkn 215108 nacb Bol1var am bksten erreichen, wenn si: mit den Kommi'ficnöbäasern in Hamburg und Bremen ode'r Berlin arbeiten. Di:?kte Verbindungen mit klcinere'n Eescbäitkn in V::muela führen häufig in Schwierig- keitcn wegen der 111ns1ä11diich911 1111ngefäbriiche11 3011981181, die zu Irrtümern nnd kostwieligen Geldstran'n Anlaß; geben. (Bericht des Kaissrlickoen Konsulats in Cindad Bolivar.)
1850 715 14 823 35 726
916 313
Barbados „ „ Hamburg „ „ New York „ „
Amsterdam Transit
Konkurse im AuUande.
Galizien.
Konkurs ist eröffnet über das Vermögen der registrierten Firma Wiener Kommissionswaren-Magazin 1)01*01311011111 811 11011916 C. M. Bernfeld sowie über das Privatvermögen der Eigentümerin Czarna Malka Bernfeld in Lemberg, mittels Beschluffes des K. K. Landes- als Handelögeriibts, Abteilung 71.1, in Lemberg vom 8.J11ni 1909 _ Ua. 1:2. 8. 7/9. _ Provisorische: KonkurSmaffeverwalter: Adwokat Dr. Max Schrenzel in Lemberg. Wabltagfabrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmaffwer- walterS) 28. Juni 1909, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen stud bis zum 31. August 1909 bei dem genannten erickst anzumelden; in der Anmeldung ist ein in Lemberg wobnbafter Zusteaun sbevollmä
1111er namhaft zu machen. Liquidierungstagfabrt (Terran nn F .
ste ung der Ausprüche) 7. September 1909, Vormittag] 9 Uhr.
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