alles einverstanden darüber, daß die Wertzuwachssieuer eingeführt werden fonte. * (Sehr richtig! rechts.) Mit (Einstimmigkeit ist damals die Aufforderung an die Regierung ergangen, die Wertzuwacbssteuer für Immobilien einzuführen. In dem zweiten Stadium, in welchem der Kommissionsantrag hier zur Beratung stand, wußten sich die Herren von jener Seite des Hauses nicht genug zu tun in der Ver- schärfung der von mir gegen eine sofortige Einführung der auf der Grundlage dieses Antrags geltend gemachten Bedenken. (Sehr richtig! rechis.) Der Herr Abg. Cuno bat"_ man kann wohl sagen mit äßendem Spott _ gewisse Schwächen des Kommiifionsvorsäßlags übergossen. Jetzt kommt der Herr Abg. Cuno imd beklagt sich darüber, daß man die Sache nicht sofort gemacht habe. (Hört, hört! rechts.) Da sich die Einwände des Herrn Vorredners zum Antrag des Grafen Westarp auf die gesetzgeberische Vorbereitung der Wertzuwachssteuer bexieben, die den verbündeten Regierungen obliegt, so finde ich mich doch veranlaßt, über die Bedeutung, die ich dem Antrage beilege, einige Worte zu sagen. Das kann ich um so mehr tun, als ich diesen Weg, der icht eingeschlagen ist, bei Beginn der zweiten Leiung selber empfohlen babe. (Abg. Singer: Also eine beim Grafen Westarp be- steliie Arbeit!) _ Wenn Sie das bestellte Arbeit nennen, daß eine Meinung, die ich selbst vorgeschlagen babe, nachher bei der Mehrheit des Reichstags Zustimmung findet _ meineihalben!
Ick) habe damals den Gedanken vertreten _ und darüber war im ganzen Hause Einverständnis _, daß bei der Regelung der Wert- zuwmhssteuer den Gemeinden ein Teil des Aufkommens gewährt werden solle und müsse. Das sieht mit gemeinschaftlichem Einver- ständnis, ich glaube, aller Freunde der Wertzuwachssteuer fest, und das Gegenteil davon ist auch hier in dem Anfrage des Herrn Grafen Westarp nicht gesagt. Was im Absatz 2 zum Ausdruck gebracht ist, ist folgendes, daß nämlich die Gemeinden, die schon am 1. April d. I. die Wertzuwachssteuer besaßen, eine vorzungeise Bebaudsung ver- dienen. Das steht durchaus nicht im Widerspruch mit dem Grundsatz der gleichmäßigen Behandlung auer Steuerzahler, wie der Herr Abg. Südekum gemeint hat, sondern das ist eine Bestimmung, wie wir sie alle Augen- blicke treffen, Wenn wir den Besißstand durch Uebergangsbesiimmungen schonen. Aus dieser Faffung geht hervor, daß erstens die Gemeinden- die am 1. April schon die Wertzuwachssteuer haben, eine Zeitlang noch im Besiv ibrer durchschnittlicben Einkünfte bleiben sollen (Zuruf links: wie will man das machen?) _ das werden Sie ja sehen _ (Heiterkeit), und daß ziveitens die Gemeinden, die sie jevt einführen, zwar einen Anteil behalten sollen, aber keinen Anspruch auf Schuß ibres Besißstandes haben soÜen (Zuruf links: wo sieht das 7). Insofern ist es für die, die sie schon haben, eine gewisse Beruhigung und für die, die sie neueinfübren ein gewisser 0.710 0111006001", daß sie die Höhe ibrer Erträgniffe nicht als dauernd ansehen.
Wenn nun die Ansicht geäußert worden ist, daß, wenn die Ein- führung der Wertzuwachssteuer jeßt angekündigt wird, die Spekulation dadurch befördert werden würde, so will ich zunächst sagen, daß schwerlich die Spekulation auf eine Tatsache, die erst in 2 bis ZIabren eintritt, sich mit Sicherheit wird einrichten können, daß es zweitens aber noch Wege geben wird, wenn nach der Entwicklung, die die SaÖe nimmt, sich Mißbräucbe herausstellen, diesen Mißbräucben nacb- drück1ich zu begegnen. (Zuruf links: Wie ?) Ich werde mich natürlich hüten, zu sagen, wie ich mir das denke; denn sonst würde ich der Spekulation die Wege weisen, die sie geben soll. (Bravo! rechts und in der Mitte. _ Lachen links.)
Abg. Dr. Mül ler-Mciningen (fr. Volley): Das wahrste Wort, das der Schassekretär in dieser ganzen Debatte gesprochen hat, war das: „Es ist ein merkwürdiges Schauspiel“. Eine derartige Geseßmacherci ist allerdings bisher in keinem Parlament der Welt vorgekommen. Kein Wort ist scharf genug, um ein solches legislawrisches Vorgehen zu kennzeichnen. Der Schatzsekretär bat zugestanden, daß er den Antrag selbst fabriziert hat! Das nennen Sie eine Finanzreform. In Wahr-
heit isi es die babylonische Vrrwirrung auf dem Gebiete der Finanzen! (Lebhafter Widerspruch rechts und im Zentrum.)
Abg. Dr. Südekum (Soz.): Die Rede des Schaizsekretärs nimmt den (Gemeinden jede Hoffnung auf eine Crgicbigmacbung ibrer Wert- zuwacbssieuer.
Ueber den Antrag Graf Westarp, betreffend die Wert- zuwachssteuer, wird namentlich abgestimmt, der Antrag wird mit 222 gegen 128 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen ange- nommen.
Der Grundstücksübertragungsstempel wird nach einem weiteren Antrag Graf Westarp von 1/9 auf 113 KYroz. herab-
eseßt. Auch die übrigen Anträge des Grafen Wetarp zu der Zarifnummer 12 werden angenommen.
Endli liegt Hier ein Antrag des Abg. Grafen von Carmer: ieserwiß (dkons) v_0r, betreffend die Regelung des Umiaßstempeis für den ftdeikommiffarisch gebundenen Grundbesiß. Danach soll in 301ährigen Zeitabschnitten eine Abgabe von 1/3 pCt. des Werts entrichtet werden.
Aba. Graf von Carmer (ions) führt aus, daß damit eineYlus- aleichsabgabe für den Grundbesitz geschaffen wird, der nicht der Ver- äußerung unterliegt. Die Abgabe fol] auch in jährlichen Geldbeträgen oon gleicher Höhe bezahlt werden können.
Der Antrag wird unter großer Heiterkeit der Rechten und des Zentrums einstimmig angenommen. _
In der Gesamtabstimmung wird die Novelle zum Reichs- stempelgeßeß, in welches aiich die neue Talonsteuer eingefügt wordkn it, definitiv genehmrgt.
Zur dritten Lesung der Novelle zum Wechselstempel- eseß liegt der Antrag von (Hamp - Müller:Fulda und enosien vor den Beschluß weiter Lesung, wonach die
Wechselstemrxelfteuer nur für echsel, die uber 6 Monate laufen, für jede weiteren 6 Monate von neuem zur Erhebung gelan en sollte, wieder aufzuheben und die Vorlage wieder herzutellen, wonach der Wechselstempel wiederholt fällig ist, wenn der Wechsel länger als 3 Monate läuft, und zwar zunächst für die nächsten 9 Monate und dann für jede weiteren 6 Monate. _
Ohne Debatte wrrd der Antrag angenommen, ebenso der Antrag derselben Antragsteller, das Grieß mit dem 1. August 1909 m Kra t treten zu lassen. '
In der esamtabstimmung wird auch dieser Gesehentwurf definitiv angenommen. _
Damit ist die Tagesvrdnung und die Finanzreform er- ledigt. (Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.)
Schluß 63/4 Uhr. Nächste Sißung Montag 11 Uhr. FesoldungSordnung, RechnungSsachen, kleinere Vorlagen,
ahlprüfungen.)
Nr. 27 der .Veröffentlichungen des Kaiserlichetr Ge. sundheitsamts“ vom 7. Juli 1909 bat folßenden Inhalt: Bemerkung zur Krankenhausfiatistik. _ (Gesundheits tand und Gang der Volkstrankbeiien. _ Sterbefälle im Mai. _ eitweilige Maß. regeln gegen Pest. _ Desizl. gegen Cholera. _ itteilungen aus Britisch-Osiindien, 1906 und 1907. _ Geseßgebung ysw. (Deutsches Rei .) Unlauterer Wettbewerb. _ Tbermometerprufung. _ Pest, Cho era 2c. _ ( reußen.) Därme. _ Milzbrand. _ Geisieskranke. _ (Reg-Bex. ofen.) Trichinenscbau. _ (Bayern.) Chemische Wäiäpereien. _ (Sachsen.) Zahnärzte. _ (Oesterreich,) Blei- balti 0 Farben. _ Ungarn.) Fleischbeschau. _ Frankreich) Fleisch. _ (&lgier.) Bier, sfig. _ Fette. _ (Niederlande.) Fleischausfubr. (Großbritannien. Irland.) Tuberkulose. _ (Neu-Seexand.) Opium. _ Tierseuchen im Auslande. _ Maul- .und Klauen- seuche in der Schweiz._ Tierseuchen in Rußland, 4. Vierteljahr 1908. _ Desgl. in Vritisch-Ostindien, 1906/08. _ Zeitweilige Maß- regeln gegen Tierseuchen. (Preuß. Reg-Bez. Marienwerder, Posen.) _ Verhandlungen von eeßgebenden Körperschaften. (Oesterreich. Aerzteordnung. _ Vermiigchtes. (Preußen. Berlin.) Pilze. _ Mikh- konfervierung. _ (Schweix.) Faulbrutversiäperung, 1908. _ Geschenk- liste. _ Monatstabelie über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, Mai. _ Desal. in größeren Städten des Auslandes. _ Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40000 und mehr Einwvbnern. _ DeSgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher erßsiädte. _ Desgl. in deutschen Stadt- und Landbezirken. _
_kerung.
Nr. 54 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, beraus- egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 7. Juli 1909, at folgenden Inhalt: Eisenfabnfäbrverbindung Saßniß_Trelleborg. _
Die Ausstellungs- und Festhalle in Frankfurt a. M. (Scblu .) _ Ueber das Wärmeleitungsvermögen verschiedener Fußbodenbel ge. _ Bücherschau.
Gesundheitöiveseu, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.
St. etersburg, 11. Juli. (W. T. B.) Vom 9. zum
10. d. M. nd 124 Neuerkrankungen und 47 Todesfälie an Cholera,
eit esiern 111 Neuerkrankungen und 36 Todesfälle zu Verzeichnen. ie Zahl der Kranken beträgt gegenwärtig 797.
Handel uudZGewerbe.
Bei den Abrechnungsstellen der Reichsbankwurden im Monat Juni abgerechnet: 4312 210800 „46.
Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 30. Juni 1909 betrugen (+. und _ im Vergleich zur Vorwoche): Aktiva: 1909 1908 1907 Metallbestand Ve- .“ .“ .“ stand an urs- fäbigem deut chen Gelbe und an old in Barren oder aus- ländis en Münzen, das Ki ogr. fein zu 2784 ..“ berechnet)
darunter Gold
764 677 000 Bestand an Reichs-
kaffenscheinen . .
Bestand an Noten anderer Banken .
Bestand an Wechseln
Bestand an Lombard- forderungen
Bestand an Effekten
Bestand an sonstigen Aktiven . . . .
P as s iv (: : Grundkapital
Reservefonds .
1028692000 1031799000 830710000 (_123 572 000) (_ 86 020 000) (_137 029 000)
63 146 000 (_ 6378 000) (_ 6 218 000) (_ 203 000)
10 308 000 9 049 000 8 042 000 (_ 20 722 000) (_ 23 205 000) (_ 22 876 000) 1180 548 000 1 127 098 000 1 314 679 000 (+299 306 000) (+224 990 000) (+316 146 000)
208 309 000 164 064 000 206 750 000 (+124 063 000) (+100 522 000) (+132 526 000)
280 349 000 141 788 000 103 781000 (+ 95 262 000) (+ 89 084 000) (+ 49 375 000)
163 277 000 160 163 000 92 203 000 (_ 5 735 000) (_ 16 597 000) (_ 4147 000)
66 598 000 87 156 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert) (unverändert) (unverändert)
1 886 325 000 1 792 623 000 1 728 764 000 (+443 757 000) (+396 348 000) (+345 866 000)
773 217 000 615 137 000 626 321000 (_ 93 515 000) (_115 379 000) (- 14 227 000) 33 725 000 44 533 000 43122 000
(+ 1982 000) (+ 1 587 000) (+ 2 153 000)
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
Betrag der um- laufenden Noten .
sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten .
sonstige Passiva . .
(Aus den im ReichSamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Oesierreich-Ungarn.
Aenderung einiger Bestimmungen der Durchführungs- vorschrift zum Zolltarifgeseß und der Erläuterungen zum Zolltarif. Eine Verordnung der österreichischen Ministerien der Finanzen, des Handels und des Ackerbaues vom 18 Juni d. I. ergänzt und ändert einige Bestimmungen der Durchführungworschrift zum Zolltarifgesetz und der Erläuterungen zum Zolltarif (1. Deutsches Handelsarcbiv 1906 1 S. 1350).
Die Ergänzungen und Aenderungen betreffkn: die Zoklbrbandlung der EnergoSappatate der Firma Ener os u. Co. in Dresden, der bleibaltigen Farben und Kiste, von indertrompeten, -tr0mmeln, - eigen u. dgl., nicbt präzise_ earbeiieiem optischem Spielzeug, 015
pielzeug dienenden Augengla ern, von Ziegeln und Bauotnamenten aus gemeinem Steingut, präzise gearbeiteten Kaleidoskopen, Zauber- laternen und präzise gearbeitetem optischen Spielzeug, mechanischem Zviekzeug als Erzeugnis der Präoisionsmechanik und elektrischem p e zeug.
Die Verordnung ist im )(1-17. Stück des Reichsgeseßblaits für
die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder veröffentlicht.
Rußland.
Behandlung von einges muggeltenBrieftauben und Vorschriften fur die Abla sunß yon Tauben, die auf Grund einer besonderen Erlau nis zugelassen werden. Laut Zirkulars des Zolldepartements vom 29. April 0. I., Nr. 12 644, sind alle bei der Einscbmuggelung nacb Ru land er- griffenen ausländischen Brieftauben zu vernichten und bei der ' blaffung von Tauben, die auf Grund einer besonderen Erlaubnis des Finanz- ministers eingeführt werden (Anm. zu Nr. 40 des TarifS), den Personen, welche die Einfuhrerlaubnis erhalten haben, Reverse darüber abzufordern, daß die eingeführten Tauben-nicht zur (Gattung der Brief- tauben gehören und nicht zur Abricbtung für den Postdienst bestimmt sind; ferner ist yon dem Einführer genau anzugeben, wohin die Tauben
bestimmt sind. Der Revers ist unverzüglich der örtlichen Polizei- behörde zuzusiellen, die darüber zu wachen hat, daß die dadurck) über- nommenen Verpüicbtungen eingehalten werden.
ckUnn- ","-7 ". . .
Italien.
Außerkursseyung der 20 Centesimisiück 0 aus le iertem Nickel. Laut Königlicher Verordnung vom 13. Juni d. „. gelten die 20 Centesimistücke aus legiertem Nickel mit der JabreSzahl 1894- und 1895 nach dem 30. Juni 1910 im Königreiche nicht mehr als“ gesetzliches ablungsmittel; vom 1. Juli 1910 ab werden sie yow den öffenili en Kassen bei der Entrichtung von StaatSabgaben nicht mehr angenommen und können vom gleichen Zeitpunkt ab von- Privaten zurückgewiesen Werden. Vom 1. Juli 1910 ab bis zum 30. Juni 1914 Werden die 20 Centefimisiücke aus legiertem Nickel bei den Staatskaffen des Königreichs gegen 20 Centesimi-Stücke aus reinem Nickel oder gegen Bronzemünzen oder in Ermangelung solcher gegen andere geseßliche Münze umgetauscht. Die bis zum 30. Juni 1914 nicht zum Umtausch vorgelegten Stücke gelten als verfallen.
((J-13.220120 1111101010.)
Türkei.
Getreideausfubrverbot. Die Ausfuhr von Getreide aus“ dem Wilaiet Tripolis ist bis auf weiteres verboten.
Belgien.
Zolltarifierung yon Waren. Mit Graphit ge- mis tes Fett zum Schmieren von Fabrradketien, in kleinen Umschließungen aus Eisenblcck), ist als .Kurz- und Quincailieriewaren“ mit 13 v. H. des Werts zu verzollen.
Aeroplane und andere Apparate zur Luftschiffabrt sind als „Maschinen, mechanische Vorrichtungen und Werkzeuge, andere,“ nach dem dem Gewichte nach überwiegenden Bestandteil zu verzollen. Ebenso sind Propeller (11011000) und alle im Tarif nicht besonders aufgeführten Teile davon zu behandeln.
Es Versteht sich, daß Ballons zu Luftschiffabrtßauf- stiegen, einschließlich der einxelnen Teile, 016 „wissenschaftlich: In- sirumenie und Apparate“ zollfrei bleiben.
Mauerziegelausgewöbnlicbem Steinzeug, weder glasiert
noc!) gefärbt, sind als „gewöhnlicbeTonwaren, anderweit nicht genannt,“ mit 1.25 Fr. für 100 kx, oder nach Wahl des Einbringers mit 10 v. H. des Wertes zolipflichtig. M Eisenbahnschwellen aus Stahl, auch mit gebohrten Löchern, sind als „Eisen und Stabl: Eisen, geschmiedet oder gewalzt, und Stahl in Stangen oder Platten“ mit 1 Fr. für 100 kg zu ver- zoilen. Außgetiefte (0015001105) Schwellen dieser Art sind als .Schmiedeeisen- und Stahlwaren, besonders benannte Waren,“ mit 2 Fr. für 100 ](J zollpflicbttq;
In Stablbütten und Gießereien gebrauchte Grapbiisiöpsel zum Verschließen der Ausflußmündungen von Gießkellen unterliegen als „Maschinen, mechanische Vorrichtungen und Werk. zeu 0, andere: aus Kupfer oder jedem anderen Stoffe“ der Ver- jo ung mit 12 Franken (ür 100 kg.
Platten aus undurchsichtigem Milchglas, _ deren äußere Oberfläche mittels eines dem _Bilderabzieben äbnlickven Ver- fahrens verziert und mit einem genugend widerstandSiäbigen irnis überzogen ist, auf deren anderer Oberfläche körnige mineralische toffe zur Erzielung von Unebenheiten aufgetragen sind sodaß die [alten bei Verbindung mit Zement, Gips oder Mörte1 haften blei en, _ sind als „Glaswaren, andere“ mit 10 v. H. des Wertes zolipfiicbtig.
(Rundschreiben des Finanzministers.)
Internationaier Straßenkongreß und damit verbundene internationale Fachausstellung in Brüssel 1910.
Unter Mitwirkung der „388001851011 1111201'11051011010 1101111011an 1100 (10113100 (10 10 KMW" wird in räumlicher und zeitlicher Ver- bindung mit der Brüsseler Weltausstellung im Jahre 1910 die Organisation einer Sonderaussteüung sür Wegebau in einem eigenen Pavilion eplant.
Zur ussiellung werden kommen alie Materialien, Maschinen und Werkzeuge, die dem Straßenbau und der Straßenunterhaliung dienen, ebenso wie jedes HiifStnittel, das zur Orientierung des Publikums bestimmt ist. Die notwendige Er änjung des praktischen Teiles wird eine Sammlung von Karten, länen, Modellen und Photographien, über alte und neue VerkebrOWege, ihre. Konstruktionen und die Mittel zu ihrer Unterhaltung bilden.
Der Zweck des Ganzen ist, dem Besucher ein vollständiges Bild über die Fortschritte des modernen Wegebaues zu geben.
Interessenten für diese Ausstellupg wollen sich mit Anfragen an das Bureau des Reichskommiffars für die Weltausstellung in Brüssel 1910, Berlin UW. 6, Luisenstr. 33/34, wenden.
Industriebegünsiigungen in Rumänien.
Der rumänische Ministerrat hat auf Grund des Industrie- begünstigungsgeseßrs nach _dem „Bukarester Staatßanzeiger" vom 26. Mai/Z. Juni d. JS„ Nr. 43, den nachfolgenden Fabriken be- ziehungsweise Werken die zollfreie _Einfubr für Maschinen,. Maschinenteile und Zubehörsiucke auf die Dauer eines Jahres gewährt, und zwar:
der Gerberei Vasile Gbeorghiu & C0. in Ploezci vom 25. Mai/7. Juni 1909 ab,
der Fabrik für Papier- und Kartonarbeiten Gbcorgbiu & RäduieScu in Ploesci vom 25. Mai/7. Juni 1909 ab,
dem Sägewerk Dienermann & Wechsler fii in der Gemeinde“ Därmänexti, Bezirk Bäcäu vom 22. April 1909 ab,
der Tuchfabrik in Azuga der Aktiengesellschaft vorm. Rhein Scheier & Co. vom 13./26. Mai 1909 ab,
der Weberei und Seilerei dcr Aktiengesellschaft Drägbiceanu, Chrisiescu & Co. in Bukarest vom 23. Iuni/6. Juli 1909 ab,
der Aktiengeselisckoaft „])/[0681111ng rowäUa“ vorm. Lemaitre" in Bukarest vom 6./19. Mai 1909 ab,
der Papierfabrik der Rumänischen Aktiengesell/chaft C. u. J. Schiel in Busteni vom 6./19. Mai 1909 ab,
der Stearinferzen-„und Seifenfabrik der Aktiengesellschaft Konvelmann u. J. Moeßner in Galaß vom 5./18. Juli 1909 ab.
Dieselben Begünstigungen aufxdie Dauer von 15 Jahren sind gewährt worden:
der Fabrik für Petroleum und dessen Derivaten- .Praboba“ des E. Uscheriobn u. L. Edelstein in Ploesci, „
der Fabrik chemischer Produkte und Parfumerie- artikel .Florica' in Craiova des Grigore Peitino.
Ferner ist dem elektrischen Werk .Uzina Electricä' in Sinaia“ die zollfreie Einfuhr für Maschinen, Maschinenteile und- Zubehörsiücke, die nur im Werke selbst und nicht anderswo verwendet werden, vom 12./25. Mai 1909 ab bis zum Erlöschen der anderen ihm ewäbrten Vergünstigungen bewilligt worden.
eHie gleichen Begünstigungen bis zur Abänderung des Industrie- gesehes sind gewährt:
'der Brauerei ,Trajan' des Rudolf de Artyer in Turnu- Severin und
der Mühle Jacob Graf in der Gemeinde Bistrißa bei" Turnu-Severin,
sowie bis zur HersteUung derselben im Lande der Portland- Zementfabrik ves Ina. Ioan G. Cantacuzino in Braila.
Endlich ist der Tuchfabrik in V ubusi der Aktiengesellschaft für Textilindustrie die zollfreie Einfuhr von 30000 kg Olein bis zur Abänderung des Industriebegünsiigungssese rs bewilligt worden. (Beruht dcs Kaiserlichen Konsulats in ukarefi.)
Dänemark.
Zolltarifentscheidungen. Es sind abzufertigen: nach Tarifnummer 6 (1 11810 Der: :
Salicylpflaster aus Zeugsioff, der mit anderen efiandteisen als einer Lösung aus Gummi, Kautschuk oder Leim bestrichen ist.
,CereboFsalz“, eine Mischung aus Salz und phosphorsaurem Kalk, dem praparierte schwefelsaure Magnesia zugeseßt ist.
nach Tarifnummer 40 (frei):
Blutmelassefutter aus Melaffe, getrocknetem Blut und Erdnuß- kleie, sofern sich die Ware nur als Futterstoff eignet.
ReiSabfall, sogenannter .Futterbruch', als Hübner- und SÖwrine- faitttertßuss Yin zermaxmtieny zum igrößteÉ Feil gescibältenSi Reis, der m e a amen un enem gern en 0 : unre ner to 0 ver- mischt isi. Wert der Ware 7_7Y I)er: für 1 kJ. ff '
Melaf s efutter, "Melasse gemischt mit Weizenkleie oder ähnlichen Stoffen, obne Rucksicht aus den größeren oder geringeren Gehalt an Melaffe (Zuckergehalt), wenn es bei der Einfuhr als Futterstoff angemeldet wird und nach Erms en der Zollbehörde nur als solcher und nicht zu anderem Ge rauche, ]. B. um daraus die darin enthaltene zollpflicbtige Melasse zu gewinnen, verwendet werden kann.
nach Tarifnummer 86 (1 1x 4 Orte):
Bimsstein in Stücken (viereckigen lbeken) aus gepulvertem Bimsstein.
Sich [Yaris TarxfnurkimÄérsY-b (friei)L:i f
, e - e m', er a s ung n em arbe verwendet wird und aus Weizensiärkekleisier besteht, dem ein stark riechender anti- septischer Stoff zugeseyt ist.
als Gespinstwaren:
Bei der Tarifierung von Säcken bleibt der Aufdruck des Firmen- stempels oder der Qualitätsbezeichnung des Inhalts außer Betracht.
nacb Tarifnummer 111(frei):
Teerpappe, eine mit Teer durcbqetränkte, 1.) mm dicke Platte aus Werg oder ähnlichen Spinnstoffen, denen Strohteile und andere Abfallstoffe beigemischt sind.
nach Tarifnummer 117 (1 kg 30 Herr):
Zweidräbtiges, lose gezwirntes, gefärbtes Wollengarn zur Her-
stellung bon Smyrnateppichen. nach Tarifnummer 128 (1 kg 4 Oere):
Fußte pich,e_ oder Fußtepxpichstoffe, ausschließlich aus un-
gefär tem Stroh oder Schilf gewebt. nach Tarifnummer 134 (1 kg 22 Oere):
Strob- oder Schilftztatten aus zum Teil gefärbtem Schilf oder Stroh gewebt, im ubrigen aber ohne Verbindung mit anderen (**Hespinstwacrhen.T if 142 (1
na ar nummer kg 10 Oere 6 v. . des Wertes): + H
Fischerneße aus Baumwolle, an der einen Längsseite mit Kork-
siücken, an der anderen mit Tauwerk versehen. nacb Tgtifnummer 145 (1 12,0- 2 Kronen):
Weiße Taschentucber, in der einen Ecke mit einem gestickten Buch- staben aus Baumwollengarn, worin sich zwei Reihen Oeffnungen von mindestens der Dicke eines Fadens befinden.
Traghänder aus Baumwollenband, gewebt aus gefärbtem und un- gefärbtem Baumwoüengarn, mit Schnallen usw. sowie mit Strippen aus dicken BZumonenlißen Versehen, die über eine Einlage von Baumwollenfaden ?eflochten sind.
nack: Tax fnummer 154 (1 1:3 50 Oere):
Sogenannter Eisenfilz (bergerichteter Fil] zum Isolieren) aus stark zusammengepreßtem, ungefärbtem Wollfilz.
Sogenannte Kameelbaartreibriemen gewöhnlicher Art aus Baum- wolle mit Einschlag aus Viebbaar, obne Rücksicht auf den etwaigen Gehalt an Kameelbaar.
nach Tarifnummer 169 (1 ](J 10 Oere):
Korkplaiten in Größen von etwa & 111 im Gebiert aus Kork- spänen, die durch verschiedene Bindemittel, wie Asphalt und Wasser- glas, zusammengehalten Werden.
nacb Tarifnummer 176 (frei):
Gezoqene Röhren aus Eisen oder Stab! mit aufgeschraubten Muffen aus gezogenen Röhren, sofern die aufgeschraubten Muffen nicht gebogen oder ähnlich bearbeitet stnd, wodurch sie als Ver- bindungsteile (Fittings) unter die Tarifnummer 182 fallen würden.
nach Tarifnummer182(11rZ 3 Herr):
Pferdebarken mit einem ZabnradmechaniSmus, der das Zusammen- gebarkte selbsttätig fortlegt, wenn die Zähne der Harke gefüllt sind.
nach Tarifnummer 183 (1 kg 70 Orte):
Doppelflinten und RevolVer mit gewöhnlicher Gravierung, die der Ziielierung gleich zu achten ist.
Doppelflinten und Revolver mit Silberveuierung um die Läufe oder nur _mit einem einzelnen Silberring um die Läufe.
Doppelfltnten und Revolver mit Silbervenierung (Strichen von Tieren) auf den Schlössern und Abzugsbüaeln.
nach Tarifnummer 190 (1 kg 10 Herr):
Gepreßte Schraubenschlüsfel im Gewichte Von weniger als 2,5 kg, bei denen der Gußrand (Preßgrat) durch Abfeilen oder Ab- scbmirgeln entfernt ist.
nach Tarifnummer 194 (1 kg 30 Oste): Roher gezogener Aluminiumdrabt. nacb Tarifnummer 196 (1 kg 70 Oere):
Lackierte Wandbekleidungsplatien aus Zink mit eingepreßten Verzierungen (teils Figuren, teils Strichen).
_ nacb Tarifnummer 197 (1 kg 30 Oere):
Vollstandige Nernstlampen aus Sockeln, deren Hauptsioff wei es Yxxmlian _ist, Opalglaskuppeln, befestigt in etwa 6 0111 bo en 5 essingkranzen,„ Brennern, hauptsächlich aus weißem Porzeüan, und kleinen Glublamven (sogenannten ,Widersiänden“ da die ver- wendeten Mesfingteile, wenn die Lampen zusammenge etzt find, den überwiegenden Bestandteil auSmacben.
nacb Tarifnummer 200 (1 kg 1 Oere):
Kreolin, ein bereitetes Teerdesiillat von dünnflüssiger ölartiger Konsistenz, das in einem 1 012-Reagenzglas gegen eine Lichtfiamme undurchscheinend ist, und mit Enislammungspunkt bei 87 9 C.
nach Tarifnummer 211 (1 RF 8 Oere):
Xackvapier, sogen. Seidenkardus. ertig geschnittene Eisenbahnfabrkarten aus Pappe, auf beiden Seiten mit durchgefärbtem Papier belegt und ohne Aufdruck so- wie größere Stücke Pappe von derselben Beschaffenheit zur Her- stellung solcher Fabr arten. lle S Xulen aus Papier oder Pa iermaffe.
Spulen hnliche Papierrollen, de, wie anzunehmen ist, als Trag- knebel verWendet werden.
nach Tarifnummer 213 (1 113 24 Oere):
Sogenanntes „Tapeten-Duplexpapier*, das grün sowie raub oder wollenartig auf der einen Seite (Vorderseite) und grau auf der anderen Seite ist.
nach Tarifnummer 214 (1 kg 30 Oere):
Fertiggescbnittene Eisenbahnfabrkarten aus Pappe, mit Papier von mehrfarbiger oder gemusierter einfarbiqer Oberflä e belegt.
De9g1.durchlöcherte, durch eine in der Mitte eingesch agene Reibe kleiner Vertiefungen zum Zertrenncn der Fahrkarte abgeteilt.
nach Tarifnummer 215 (1 kg 60 Oere):
Kalender in Form von .Vlocknotes“, aus einer Anzahl Lebefteter, diirckolöcherter Blätter für jeden Monat des Jahres mt Datum fur jeden Tag und mit einer offenen Spalte für Äuijeichnun en vior jsdfetmt Datum. Zwischen den Blättern sind Farbendruckbil er : nge e e .
na Tarifnummer 285 11:310 Om):
Elementenk sten (fiir Akkumulatoren aus Pitchpine, inwendig mit
Bleiblecb ausgefüttert. nacb Tarifnummer 301 é7,5 v. H. des Wertes): Taucherscbuhe aus Leder mit Bleiso len.
!
Cosumbien.
Konsularfakturen. Nach den geltenden columbisehen Gesehen und anderen Verfügungen sollen die Faktum], die zur Beglaubigung vorgelegt Werden, betreffs der KonsulargebukIren in 4 Klassen ein- geteilt werden (Deutsches HandelSarchiv 1905 1 S. 1169/70): Erste Klasse: Für akturen, die fich ausschließlich auf Artikel aus „Eisen, Sta [, Kupfer, Zink oder Holz beziehen und die fur Maschinen von gewerblichen Unternehmungen wie Eisenbahnen, Damyfschiffe, elektrische Beleuchtung, Tele- grapben, Telephone, Glas- oder Ste_in utfabriken, Druckereien und Webereien bestimmt sind, ohne Ruck cbt auf die Höhe des Wertes, wenn solche Unternehmungen als gemeinnüßi erklärt sind, sind nur 9Pesos zu entrichten. Diese Verfügung wird o?t schlecht verstanden, und das Hamburger columbiscbe Generalkonsulat hat ZXebnakltb die Aufmerksamkeit der Beteiligten besonders auf folgendes
0. 9 Pesos sind die Konsulargebübren der Fakturen erster Kla :, gleichviel, Welches ibr Gesamtwut ist. 5. Gebühren für Fakturffen uber Artikel anderxr Art, als die oben angegebenen, auch wenn sie für anerkannt _gemeinnußige Unternehmungen bestimmt sind, sind gemäß der 11., 111. oder 17. Klasse, je nach dem Werte der Faktura, zu entrichten. 0. Wenn in einer Sendun , die an ein als emeinnüßig anerkanntes Unternehmen gerichtet ist, rtikel, die oben 11 cht genannt worden sind, zwischen andere von den in der 1. Klaffe einbegriffenen gemischt Werden, dann unterliegt die Faktura den (Gebühren so, Als wenn sie zu der 11. oder 111. Klasse gehören würde, je nach dem Werte. Ist eine Sendung für ein als gemeinnützig anerkanntes Unternehmen bestimmt und befinden sich in dieser Sendung Artikel, die Anspruch auf die 1. Klasse haben, und andere, die nach der 11. ober 111. Klasse gehören, dann ist es nicht ratsam, sie in den Pack- siucken zu vermischen, sondern sie in verschiedene Packstücke zu ver- packen und" dann zwei Fakturen vorzulegen, und zwar eine mit den Artikeln, fur die nur 9 Pesos zu zahlen sind, und eine zweite mit den anderen Artikeln, die die allgemeinen Gebühren zu zahlen haben. Sollten aber in einer Faktura Artikel, Wenn auch in kleiner Menge, die keinen Anspruch auf die Gebührenermäßigung haben, zwischen den c:"nderen sein, dann sind für die ganze Faktura die all- gemeiner?“ Gebubren zu entrichten. (1. Die Erklärung „111-11111011 151111109." muß von der columbiscben Regierung aus erfolgen, und der Ausfuhrer oder Spediteur muß von dem Beteiligten Verlangen, daß er ihm den Artikel des Vertrags oder Dekrets (mit genauem Datum usw.) nennt, damit die Angaben in der Faktura angeführt werden können; denn es ist unmöglich, daß der Konsul hierin auf dem laufenden ist, und noch unmöglicher, alle die Verträge oder Unternehmungen, die als gemeinnüJge in Columbien anerkannt sind, im Gedächtnis zu behalten. 0. ie Vergünstigungen, welche die Regierung den Unternehmungen gewährt. die sie als gemeinnü ig anerkennt, bestehen immer in einer Ermäßikxung oder gänzlichen :- freiuxig von den Zöllen, aber fast ne von den Konsular- gebubren. 1". Die Spediteure oder Verlader dürfen nicht vergessen, nach den BestimmunSen zu handeln, die im Punkt 30 des Art. 42 des fiskalischen Gries uchs anSegeben sind, d. 5. an Eidessiait zu er- klären, daß der anglt der Fa-!uren r chtig angegeben ist, und daß sie der Regierung gegenuber die Verantwortung für die Unterschiede, die sich betreffs des Inhalts der Packsiücke herausstellen können, über- nehmen und daß sie feige Waare, dercn Einfuhr verboten ist, zur Verladung bringen gemaß Art. 2 des Gesc es Nr. 107 vom Jahre 1887. (Oesterreichi ches Handelßmuseum.)
Columbien.
Errichtung eines Zollamts auf San Andrés. Durch Dekret Nr. 369 vom 6. April d. I. hat der Präsident der Republik die Errichtung eines Zollamts für die im Karaibischen Meere gelegenen Inseln San_Andr0s und Providencia, mit dem Siße auf San Andrés, verfugt. (Nach einem Bericht der Kaiserlichen Minister- resideniur in Bogota.)
Belgien und Uruguay.
Kündigung des reundschafts-, andels- und Schiff- abrtsvertrags zwi chen beiden L ndern. Der zwischen fVel im und Uruguay bestehende Freundschaft“ Handels- und Sabi abrtsvertrag vom 16. September 1853 und die Zusatzartikel vom 21. Februar 1857 nd seitens der Regierung des Freistaats Uruguay auf den 19. ai 1910 gekündigt worden. Leßtere hat dabei ihre Bereitwilligkeit auSgesprocben, mit der belgischen Regie- rung zum Abschluß eines neuen Handelsvertrags in Unterbandlun'gen
zu treten. (111011160111 1301Z0.)
Queensland.
Vorschriften über den Verkehr mit Explosivstoffen. Der Gouerneur von Queensland bat unterm 25. und 27. Februar 1908 Ausfuhrungsbestimmungen zu dem Gesey über den Verkehr mit Explosivstoffen vom 14. Dezember 1906') erlassen, die ein Verzeichnis der zur Einfuhr zugelaffenen Explofivstoffe, ein Verzeichnis der zur Lagerung solcher bestimmten Maße sowie Verpackungs- und Beförde- rungs00rschrifien enthalten. Die Bestimmungen sind veröffentlicht in der „(2110011010116 S070r1111101113 Sa2SiOS“ vom 29. Februar 1908 unld werden demnächst im „Deutschen Handels-Archiv' zum Abdruck ge angen,
*) Deutsches Handels-Archiv 1909, Januarbeft 1 S. 129.
Ausschreibungen.
Lieferung verschiedener Eisenwaren nacb Oesterreich- Ungarn. Vergebung am 20. Juli 1909, 12 Uhr Mittags, durch die K. K. Nordbabndirektion Wien: Verschiedene Walzfabrikate und Eisen- waren für das Jahr1910. Näheres bei der erwähnten Direktion und beim .ReichSanzeiger'.
Lieferunt] von Metallwaren nacb Bulgarien. Ver- gebung durcb d e Bezirksfinanzverwaltuna in Sofia, und zwar: am 27. Juli 1909, betr. Lieferung von Messingblech und -draht; Anschlag: 11488,75 Fr., Kaution: 575 Fr.; am 28. Juli 1909, betr. Lieferung von eisernen Röhren; Anschlag: 38728 Fr., Kaution: 1937 r.; am 29. Juli 1909, betr. Lieferung von eisernen: Keffelblecb: nschlag: 728625 Fr., Kaution: 364 r. Die näheren Bedingungen für obige Lieferungen liegen bei der ateriaiienabteilung der Generaldirektion der Staatsbahnen und Häfen sowie bei den bulgarischen Handels- kammern zur Einsicht aus.
Lieferung von albanisiertem Eisendraht für die Bezirksfinanzverwa tung in Sofia. Verqebun am 26. Juli 1909. Anscbla : 10 250 Fr., Kaution: 512,50 Fr. ie Lieferungs- bedingungen u to. sind bei der Generaldirektion der bulgarischen Staatsbahnen erhältlich.
Lieferung von 15 b Rosteisen nach Norwegen. Ver- gebung am 30. Juli 1909, 3 Uhr Nachmitta s, durch die Ver- waltung der Norwegischen Staatsbahnen, für die fotenbabn, Narvik. Versiegrlte Angebote mit der Aufschrift: „1411131111 aa 1070101100 07 110630101" werden im Bureau des Vetriebsvorste ers der Eisen- bahn in Narvik entge engenommen. Bedingungen ebendaselbst. In Norwegen ansässiger ertreter notwendig.
Lieferung von 150 0001 Oel nach Brasilien. Ver- kebun am 30. Juli 1909, 12 Uhr, durch die Intendantur der Brasi- ianis en entraleisenbahn in Rio de Janeiro. Sicherbeitsleistung: 500 Milte s. Näheres beim „Reichsanjeiger'.
Lieferuna von 10 Schalttafeln na Australien, für je100 Anschlüffe. Vergebung am 10. Septem er 1909 durch den Dspiuiz- 9006111001301" (10110121, Sydney. Näheres beim „Reichs- anze ger“. “
Konkurse im Auslande.
Galizien.
Konkurs ist eröffnet:
1) Ueber das VermYen des Simon Bodek und Pinkas Reiß, unter der Firma . Bodek und P. Reiß, Tuch- und Seiden- warenniederlage in Lemberg, Sioneczna-Gaffe 6, registriert, sowie uber das Privatvermögen der persönlich baftbaren Inhaber dieser Firma Simon Bodek und Pinkas Reiß, mittels Beschlusses des K. K. Landes- als Handelsgerichts, Abteilung 711, in Lemberg vom 25. Juni 1909 _ U0. 02. 8. 10, 11, 12/9. _ Yrovisorifcher Konkurs- maffeverwalter: Advokat Dr. Mayer Abr. chönfeld in Lemberg. Wabltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven KonkurSmassever- walters) 6. Juli 1909, Vormittags 9 Uhr. Die Forderungen sind bis zum 10. September 1909 bei dem genannten Gericht anzumelden; in der Anmeldung ist ein in Lemberg wvbnbafter ?ustellungöbevokl- mächti ter namhaft zg machen. Liquidierungstagfa ri (Termin zur Fesifie una der Anspruche) 13. September 1909, Vormittags 9 Uhr.
2) Ueber das Vermögen der Sara" Stahl, Eigentümerin einer Schnittwarenbandlun in Kulikäw, mittels Veschluffes des K. K. Landes- als Zivilgeri ts, Abtzilung_711 in Lemberg vom 20. Juni 1909 _ 110. 02. 8. 9/9.“_ rovisorifcher KonkurSmaffeverwalter; Advokat Julian Plutyüski in ulikäw. Wablta fahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkurömaffeverwalters) 5. Juli 1909, Vormit- tags 10 Uhr. Die orderungen sind bis zum 31. August1909 bei dem genannten Geri t oder bei dem K. K. Bezirksgericht in Kulikzw anzumelden; in der Anmeldung ist ein in Lemberg wohnhafter u- siellungsbevollmä tigtsr namhaft zu machen. Liquidierungstagfa rt (TesrnzinnZur Fest teilung der Ansprüche) 3. September 1909, Vormit- ag r.
3) Ueber das Vermögen des Berl Kranzler, registrierten Mitgliedes der Gesellschaft unter der Firma „Verl Kranzler und Chaim Neuß“ in Neu-Sandec, und über das Vermögen des Naftaly Kranzler aus BLaiowa, sowie über das Privatvermögen des persönlich baftbaren Teilhabers Verl Kranzler in Biaiowa, mittels Beschluffes des K. K. Kreiögericbts, Abteilung 7, in Rzeschw vom 28. Juni 1909 _ 110. 02. 8. 7/9. _ Provisorifcber Konkurs- maffeverwalter: Advokat Dr. Alexander Sabank in Tyczyn. Wahl- tagfabrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmaffeverwalters) 12. Juli 1909, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen sind bis um 30. Juli 1909 bei dem genannten Gericht anzumelden; in der n- YFM? zist eitcih in YUMa wanbx-fxert ?YiellixngsbevoixmfIYtägter
a irma en. qu erun agar ermnxur e eun. der Ansprache) 2. August 1909, Ziormittags 9,30 Uhr. J
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am10. Juli1909:
Rubrrevier Oberschlesiscbes Revier Anzahl der Wagen Gestellt . . . 22 367 8 332
Nicht gestellt _
am 11. Juli 1909; Gesieüt . . . 3 148 142 Nicht gestellt . _ _.
Durch die Otavi Minen- und Eisenbabn-Ge ell“- schafi, Berlin, gelangten im ersten Vierteljahr (April-Junis) des neuen Betriebsjabres 1909/10 zur Verschiffung: 6100 b Erze (gegen 6500 b i. V.), 700 b Werkblei (?egen 800 t; i. V.), 870 i; Kupfersiein (gegen 900 b i. V.). Die BetrebSeinnabmen der Eisenbahn im April-Juni 1909 betrugen: 720 000 .“ (gegen 1235000 .,“ i. V.), die Betriebsausgaben April-Juni1909: 390000.“ (gegén 452000.“ i. V.), der Yeberscbuß: 330 000 .,“ (gegen 783 000 .“ i. V.). Von dem Minderubexscbuß in Höhe von 453 000 .“ entfallen auf Tarif- ermäßigungen fur Erze, Kohlen und Koks etwa 350 000 .“, die dem BergbauNMZunikoerm'Fi H
_ a ener er rma ardy u. Co. an e an enen De e betrug, laut Meldung des „W. T. B.“ aus eZlinJ die GpolsF: ausbeute der in den Transvaal Chamber of Mines ver- einigten Minen im Juni 1909: 596216 Unzen im Werte von 2532 563 Pfund Sterling gegen 603 411 Unzen im Werte von 2563 128 Pfund Sterling, die der Außendistrikte 21012 Unzen im Werte von 89 255 Pfund Sterling gcgen 21087 Unzen im Werte von 89 571 Pfund Sterling im Mai d. I. Die Zahl der den Minen zugeteilten eingeborenen Arbeiter betru 8335, dagegen schieden aus 12 354, sodaß per Saldo 154260 bei äftigt waren.
_ Nach einer durch „W. T. B.“ übermittelten Meldung des Kaiserlich russischen Finanz- und Handelsbevollmäcbtigten für Deutschland und Oefterreich-Ungarn ergab der Wochenausweis der Russischen Staatsbank vom 6. Juli 1). J. folgende Ziffern (die ein eklammerten Ziffern entsprechen den ßlcichen Positionen des be annten Bilanzformulars der Staats- ank bezw. den iffern der Vorwoche), alles in Millionen Rubel: Aktiva. old in den Kassen und auf besonderen Konten (Nr. 11) und 2) 1126,1 (1123,9), Gold der Bank im Auslande (Nr.3 und 4) 134,0 (133,8), Silber und Scheidemünze (Nr. 10 u. (1 87,2 (88 2 , Diskont- und Spezialrechnun en (Nr. 5) 180,1 (180, ), SpeziaZ- rechnungen, sichergestellt durch Zcbsel und Wertpapiere (Nr. 6 und 7) 86,4 (86,3), Sonstige Vorschuffe (Nr. 8-17) 113,4 (115,6 protestierte Wechsel und prolongierte Schulden, fiebergesielit dur unbewe liches Eigentum (Nr. 18 und 19) 6,7 (6,7), Wer apiere (Nr. 20 74,5 (76,5), Wertpapiere auf Kommission erworben r. 21) 1,3 (2,0), Summen zur Verrechnun mit den Adeks- und auern- agrarbanken und anderen Regierungs n titutionen (Nr. 22 0,9 (1,0 , Unkosten der Bank und verschiedene onten (Nr. 23 7 8 26,5), Saldo der Ruhnau? der Bank mit ihren Fiialen( r. 24 ktiva und Nr. 13 Passiva _(1_) Saldo der Konten mit den Reichs- rPentsexF (25 *Kktiktxiat,b i1l411: Ziels (FZffLM (13,8szzusammen 1864,3 (1855,0).
(: 0. re e : eren: zw en 1 a v und 10 1087,2 (1067,1), Kapitalien der Bank p P aktiv)
Nr. 3-5 55,0 55,0 Einlagen und laufende Rechnungen (6, 7, 81) 0 (1 0, 9)) 474,9 481,61“
laufende Rechnungen der Departements der Reichsrentei . 8 179,3 (175,0), verschiedene Konten FNr. 2, 10, 11 12) 62,(7 (41,45? Saldo der Rechnung der Bank mit i ren Filialen(§1ir.24 Aktiva und 13 Passiva 5,2 (34,9) Saldo der Konten mit den Reichsrenteien (1855?) ktiva und * r. 14 Passiva) _ (_), zusammen 1864,3 _ Laut Meldung des „W. T. B.“ beim en die Ein 0 Anatolischen Eisenbahnen vom 18. lZis 24. IMMWZÉ 183 268 Fr. (+ 37 506 Fr.), seit 1. Januar 1909: 2980 332 Fr. (_ 197 753 Fr.). _ Die Einnahmen der Mazedonisch“! Eisen- abn (Salonik-Monastir betrugen vom 18. bis 24. Juni 1909: Stamm inie (219 kw) 62 90 Fr. (mehr 8892 Fr.), seit 1. Januar: 1 323171347321"? 5? 75? Fr.)). _ Die EWaZmebntdjejr Canadian a ce enan n er eranenen 0 161000 You?? (215224002 DYMTIUZN (ÉFTV'XB e e gen 1 ew or, .u. ... derver Woche wurden 2985 000 Dollars Gold ZachIAnraentinien,ga1'8?0n(§1)1 éoHlarHFoYd nekrcb afnerertt Ländxrn 1311, &? 0203011230110" Hilber ugeur;eneurwuren d 71000 Dollars 0115er. " “" Do und New York, 10. Juli. (W. T. B. Der Wert der in der
ver angenen Woche eingeführten aten betrug 16140000 Do ars gegen 13 740000 „Dollars in der Vorwocbe.
Wien, 10. Juli. (W. T. B.) AWM der Oester- reichisch-Un arischen Bank vom *7. uli Lilo Kronen). Ab- und Zuna me gegen den Stand vom 30. ni: tenumlauf 1953 313000 Abu. 46 218 000), Silberkurant 307 935000 (Abu. 2926 000) Go dbarren 1 352 714000 (Abu. 665W0 in Gold Fabl-
ebs rteseu111 ooo
(Abu. 36 665 000 , Lombard 63 682 000 Jan. 682 000),
bare We el 60000000 (unverändert? Po : 40446
darlebne 299 97 000 ( Abu. 22 000)- P andbriefemnlauf SMM _ (Zan. 88 000), steuerfreie Notenreserve 167 336 000 (Jan. 42 629 000).
.)? KMÉYÉIWWW , „* '“ '“ * ,.“ ** ' . ' ' “...'“ **. .-
;;.
„:O-"EJ “
„&us-„„... * . „»,
„___
QNNHYZATÖTLZMMS-M7 . “.' „ *
» 17.0303