“und Dr.Iundberg-Siockbolm sprachen zu diesem Thema. Nachdem die Majestäten die Sivung verlassen hartemwurven die Verhandlungen über die Tuberkulinfraae beendet und noch einige Vorträge angebö_rt. Am letzten Tage der Konferenz wurden nach Beendigung der Vortrage die Antworttelegramme der Staatöoberbäupter auf die von dem Kongreß an sie abgesandten Telegramme verlesen und darauf der Be- richt über die ,Fortschrilte der Bekämpfung der Tuberkulose in den vexschiedenen Ländern“ erstattet. Die Schließung des Kongresses er- olgte durch den Vorsitzenden Léon Bourgeois, der in seiner An- pracbe zunächst für den herzlichen Empfang in Schweden davkle und ann erklärte, er sei gewiß, daß der dieslxäbnge Kongreß zum Fort- schritt im Kampfe gegen die Tuberkulose eigetragen hab:.
Literatur.
.Der Baumeister." MonatSbefte für Architcktur 11. Bau- praxis. HerauSaeber H. Jansen u. William Malick. Berlin. Verlag (Georg D. W. Caliww, München. Preis vierteljabrlich 6 9-6, Einzelheft 3 «16. - Es sind die Hefte 7-9 vom 711. Jabragng er- LÖiénen. Die Kunst Dollingers, der mehrere Häuser für die Wurttem- ergiscbe Bauausstellung 1908 erbaut hatte, zeigt eine starke Betonung der schwäbischen Eigenart; er bringt das schwäbische Haus mit dem steilen Dach und Fachwerkgiebel wieder xu Ehren, besonders ein reizendes erienbaus von ihm wird Beifall finden. In manck_em seiner Land- äuser ist Dollinger. trotz der immerhin großen Fl_achen, etwas un- ruhig; seine Entwicklung wird darauf binauögeben mussen, die Häuser durch Vereinfachung der Grundrisse auf eine noch selbstvctstandlichere mm zu bringen. Bei der Von Vetterlein errichteten Handels- Fochsckoule in Cöln, und bei einem Wobnbaus in inedenau von Steck erfreuen die taktvoil durchgebildeten Treppenhäuser, Korridore und Säle. Durch die großeWirkung des Kuppelraums impqniekt die Synagoge in' Darmstadt von Wickov; die geschickte Detaillierung, das Ver- meiden schwerer Gefimfe und Teilungen trägt bierzu [Ziel bei. Eine recht malerische Anlage haben Heidenreich ua.d Michel fur das Rachaiis in Delmenhorst versucht, es ist aber in der_Anordnung der Bauteile nicht einheitlich genug. Besser in dieser BeUebung erschein! das Kieler Stadtkloster von Tbeede. Weiter ist noch ju bemerken die fZine Archia tektur der Höfe bei einem Straßendurckybruch in Saarbrucken von Schmoll und eine Anzahl Landhäuser von Match, Grenander, W. Müller, Rosfius bom Rbyn, zum Teil Arbeiten von der großen
Kunstaussteliung Berlin 1909.
Land- und Forstwirtschaft. Witterung und Stand der Kulturen in der Ostschweiz.
Nach der .SÖWeizerischen Landwirtschaftlicben Zeitschrift“ wird der vergangene Monat Juni Vom Landmann nicht 10 leicht vergessen werden. Was die beiden Vormonate an Trockenbeit_ l_eiststcu, machte der Juni in Nässe. SpezieU in der (Gegend des Zatichsees ist der Traubenscbuß im allgemeinen gut, in manchen Lagen sogar reichlich, aber die sehr ungünstige Blütezeit wirkt äußerst schädlich auf die Ent- wicklung der Früchte. Die Kirschen, die eine sebr reichliche Ernte in AuMcbt steUen, können wrgen des fortwährenden Regenwetters nicht gevfiückt werden; die reifen Früchte springen auf, fangen an zu 151111611 und faUen zahlreich zu Boden. Insbesondere macht die gegenwartige naßkalte Wittemng ihren ungünstigen Einfluß auf die Heuernte in hohem Maße geltend. Man kann in den Berncxge-genden bxobachten, daß in den Wiesen die noch stehenden Futterbestande infolge dxr vielen Gewitter und heftigen Plaßregen zu Boden gedxücke _sind und durch die immerwährende Nässe zu faulen beginnen. 211111) die chaiilät des Futtets ist wegen Ueberreifc schon bedeutend zuruckgegangen.
Erntescbäßung in Neuseeland.
Nach einem Bericht des Kaiser1ichen Konsulats in Duncdin (Neujeeland) Vom 15. Mai d, I. wird der Ernteeitrag Neuseelands für das Jahr 1908/9, wie folgt, geschä131: Un Weizcn auf 8328 903 Busbels, an Hafer auf 17 095 554 Busbsls und an (Gerste auf 1661002 Busbels. An Weizen soÜen vorauesichjlich ctwa 1824000 Busbels zur Auzfuhr Verfügbar werden.
Verdingungen im Auslande.
LDK näheren Angaben über Verdingungen, d1e beim .NeichS- und
taatSanzeiger' ausliegen, können in den Worbentaqen in dessen
Expedition während der Dienststuxder; 0011 9 bis 3 Uhr eingesehen wex en.
Türkei.
Großmeisterei dcr AriiÜerie in Konstantinopel: ]) Lieferung der für bakteriologische Unteriucbungen und Urinu11191suchungen er- forderlichen JnstrumenLe und Apparate für das Hospitab von Gümüsch-Su. 2) Lieferung von 40 000 kg Zinibleck) Nx. 6 fur das Intraldepot. Bewerber haben sich wegen des; Naberen Monjags und
onnersta 9 an den Konseil dcr Großmsisterei zu wenden. Kautions-
tellun er orderlich. s (; Bulaarien.
Vegirksfinanwerwaltung in Sofia: 4. Augusj 1909. von Chemikalien. Anschlag 442425 Fr., Kaution 222 Fr.
Ebendaselbst: 5. August 1909. Liefernng bon Zinn und Kupfer in Barren. Anschlag 16 715 Fr., Kautiox 836 Fr.
Ebendaselbsi: 6. August 1909. Litferung bon Zinkblecb und Zink in Platten. Anschlag 14 291,23 Fr., Kaution 715 Fr.
Nähere Bedingungen für vorstebexde Lieferunan könnan bei der Materialabteilung der Generaldirektion der bulgarischkn Eisenbawnen und Häfen sowie bei den bulgarischen Handels- und Jndustriekammern eingejeben werden.
Liefsrung
Mannigfaltiges.
Berlin, 13. Juli1909.
In der Generalvetsammlung der Berline_r_ Unfallstationen vom Roten Kreuz wurde der Jahresbericht 1ur 1908 erstattet und Recknung über Einnahmen und Außgaben gelegt. Der Etat der Unfallstationen beziffert s1ch in Einnahmen und Ausgaben auf
199 088 «46. Mit der Ausdehnung der Täiigkeit der Unfailstatibnen durch Einrxchtung besonderer beru15genoffc11ichafllicher Verbandstattcn und dem mit der Stadt Berlin gxschlossenen Vertrage, nach welchxm die Unfallsmtionen als Hilfsstcllen dem Berliner Rettungswesen angegliedert werden, erklärte 11:17 die Generalversammlung einverstanden.
Breslau, 13. Juli. (W. T. B.) Gesiern nachmiitag find hier schwere Regengü] se niedergegangen, welche die niedriger ge_legenen S11aßcnteile,Anlagen und Gärten überflutet haben. In den sudlic'ben Siadtteilen sind viele Kellerwobnungen unter Wasser gefeßt, sodaß fie geräumt werden mußten.
Flensburg, 13. Juli. (W. T. V.) Bei der Station Nord- scbleSwigsche Weiche fand gestern na!;mittag gegen 5 Uhr im Koblenfchuppen der Königlichen StaatL-babn eme Explosion statt. Der ganze Schuppen ging in FTammen auf. .Der Luftdruck war so stark, daß sämtliche Feninr der Babnboföwirtschast und des Bahnhof- gebäudes zertrümmert wurden. Ein Mann wurde schwu verbrannt; Holz und Eisenteile wurden bis dreihundert Meter weit geschleudext. Umter den Paffagieren des Sonderburger Zuges, der gerade die Weiche paMcrte, brach eine Panik aus.
München, 12. Juli. (W. T. B.) Am111ch wird von 6 Uhr Abends gemeldet: Der Regen bat, wie es scheint, aUgemein aufgehört. Abnorm bobs Wasserstände find nicht zu befürchten. Die Alpen- fiüffe werden im Laufe des morgigen Vormittags ihren böchsten Stand erreichen. Die Donau ist noch von der Vxxwockoe in vetbältnismäßig hohem Stand und wird noch ziemilch av|chwellen. Im Maingebiet ist nichts xu befürchteu.
Czernowi , 12. Juli. (W. T. V.) Gestern abend find in Wiznis sech1ig äuscr samt den Nebengebäuden niedergebrannt. 150 ärmere Familien find obdachlos; Opfer an Menschenleben sind nicht zu beklagen.
Brüssel, 13. Juli. (W. T. V.) Gestern vormittag fuhr auf dem Ostbahnhofe Von 511210916 ein von Lüttich kommender Personen- Zug tmit s1_)_1cher Wucht gegen den Prellbock, daß 57 Reisende ver»
etz wm en.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
1
Wetterber1cht vom 13. Juli 1909, Vormittags 91 Ukr.
Wittexungs- verlaur “0.21 NYLON 24 Stunden
Wind-
1165111113, Wind- Wextet
stärke
Name der Bec-bWtungS- sta“'ion
Barometerftanb auf 0" Meere;- nivetm u. Schwexe in 45" Breite T_é. Keratur u'. Cxlsws 2 Niederschlag 3.12
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766,3 238451833 Nebel 5___1_4_,_4 __
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760,0 „SSW 1 bedeckt '___16,_7 761,7 [SW 2]bedeckt | 763,6 SW 3 bedeckt
Aberdeen
(«:-614119 15,6] 0 |
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Isle 572117 768,1 SSW] beiter
St. Mathieu _ 767,8 SW 2 bedeckt
Borkum 761,5 NW 4bedeckt _ WMQ chtuxxi 758,9 NW 4wolki_(_;__ _ -WÉTL'YÜ. Hamburs „1159-31. Y_„é WWU. .IZHÉY,_J_€ÉX§L1ch1 SÜWÜT LWF. YYY _.. «.___:_,_____ RIZÜÜW 754.7 W 5 „___ „___ ____:_n_5111_ 1942111 __ NeuWHTWff-xr 7532912133 45007111 YOUNCJMD 1101151 Memcl 751,9“ WNW 3 Nebel __ __ ___534111 bewöl_kt__ Aachen 764,7 318 11551114; _ _________ "5577517“ “7222 82.“ "_"ö 84814 _ _ „4514142112, FW“ 759,2 W 511cd«_ck_t__ _ 918ch_x_:_1_._81_1e_v_:_x|ch-1. W“ “707-222 "1821 1222: _ 2148411915141- BTW:?“FZZY WNWL __ ____©e_wi11_er__ BTZÉZSZJ: __ _ ____ ____ _ _, “_ TILLMAN- DW“- ' ____ WYkiedeU 2111; Frankfurt. MT _ __ “_ ; _ ÜLXÉYYÉZÉÜW- KNlStFÜÉT M*,- ______ 817528"! ._ „.___YIÜLYLYÖZÉÜ. M“ """ kedeckt Vorm. ledersclü. 1 "97 1111011111911 81.7.) meist bewölkt 7819.17" „211111_15722_T_k_1__ ("**-187 111-111'077 1“. 111.) 1118111 112000111 " JIMMY???) Gewitter "(W661)“ "' "" 1311111 5612-3111 FÜT-ZTZIJ“ 01619. 5811-0111 1Gr€111ichrßck242114 ) 955311111717 1141115854, 1115.) vorwiegend beiter („171101111017 811111.) Vorm. Niedersch1. 113311117817“) GriSnej 764-3 S_Y__2 13911111. „.___ ; éien'ilYÉs-„ZIÉY M““ "7262 W.,? „142444 _ __ Me;“- “MTL SW 28015545. __ _ » Helder 762,9 W 2 wolkig: _ “ . Bodo: 756.2.111___2_1«_ox4r_ __ __ _ * «7811711171711; 756,6 Windst. bcdch * - ÉkUdCSneS “758,0 YYY Y_Y_ __ Wen _7__5-3,_7 SSW 1 bedeckt Vestcrvig “7 55,0 WNW 6 bebrck! KovenbaW _755_8_ WNW 3 YM __ __ Karlijad 753,5 N 2 WE.. __ “_' Stockbokn 752,5 NNW 213-5155». WiEbv 752,0 Wind". "1320110111;- Hernösand “750,9 91 2 w_oskenl._ Havaranda 751.3 O 2 Ncacn 00-7 _____ _1 142421, 750,1 W513 bcdkcft 7573 SSW 1 8961119 Regen
Pinsk Petersburg
Theater.
Ueueslxdperntheater. oura-Opee. Mitt- woeb: Der fliegende Holländer.
Donnerstag: Tannhäuser. Anfang 7 Uhr.
Freitag: Lohenskrin. Anfang 7 Uhr.
Sonnabend: De Meisterfinger vou Nürn- “Y. Anfanq 6x Uhr.
onntag: Tannhäuser. Anfang 7 Uhr. Montag: Norma.
Deutsches Theater. sommerspietzeu Held- Nrume. Mittwoch: Zn ebener Erde und erster Stoék. Koss mit Gesang in drei Akten von Johann estroy. Anfang 8 Ubr.
Donnerstag: Zu ebener Erde und erster Stock.
Anfang 8 Uhr. Kammerspiele. Sommerspielzeit Held - Runge. Mittwock): Ein Skandal in Monte Carlo. Anfang 8 Uhr. DonnerSta : Ein Skandal in Monte Carlo.
Anfang 8 u :.
Berliner Theaier. Gastspiel des Operetten- Theaters. Mittwvcb, Abends 8 uhr: 01- Herbst- undder.
mauöver.
8 Uhr.
Mittwoch,
Antony Mars. Donnerstag Bouivard.
Donnerstag Leutnants.
Donnerstag und folgende Tags: Ein Herbst-
Meues Zthansmelhans. Kleinen Theaters. Ende gegen 108 Uhr.
Donnerstag und folgende Tage: Moral. Anfang 8 Uhr.“ Ende gegen 10; Uhr.
Zchillertheater. 0. (Wallnertbeater.) Abends 8 Uhr: Madame Bonivard. Schwank in 3 Akten von Alexandre Biffon und
Charlottenburg. Der Biberpelz. Akten von Gerhart Hauptmann.
Donnerstag und folgende Tage: Der Biberpelz.
Eomibhe Oper. Mittwoch: O diese Leutnants. Anfana 8 Uhr.
Mittwoch,
des Anfang
Gastspiel
Mittwoch: Moral. Noblesse.
Freitag: Zum ersten Male: Sonnabend und folgende Tage :
Wiikerungs- verlauf der lesten 24 Stunden
Wind-
ri" tung, 5181715- WeUer
115716
5.11.1118: der B 2050151111102- kation
Baro-eierßard auf 0" Meeres-
iveaU u. Schwere in 45" Jxeite TeriaFUx 111 CLMUS
Mederschlag in 24 Staufen
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E11'8 Depression unter 750 111111 bat fich Vom Nordmeer aus südwärks über die britischen Inseln aUsgebreitet. Ein Hochdruckgebist über 770 mm liegt über dem Golf bon BiIcava und AuGiäufer über 765 111111 Über den Alper:; eine Depression unter 750 mm ist nach Nordwestrußland znrückgewichon. In Deutschland ist das Wetter
kühl und trübe bci sÖwachen W611wii1den; der Osten hatte Gewitter, im Süoen waren Regenfäiie verbreitet. Deut1che Seewarte.
111702111“) BWH" HÖÜÜUNY 8811»- ZÜYickx
Mitkeilunqen des Königliäpen Aéronautischen Observatoriums Lindenbera bei Beeskow, 11eröffentlicht 00111 Berliner Wetterbureau. Vannaufstieg Fax 11. Juli 1909, 71 bis 72 Uhr Vormittags:
tation Sqaböbe . . . . . 122 m ' 501) :11 [ 1000 m | 1500 m [2000 1111238011)
TcmyeraturW") ! 15,2 11,9 1 9,5 | 7,6 6,2 3,3 Rel. FORM. (('/9) 88 93 92 80 75 82 Wind-Richsung . W "073100 NUN N 97517 IN „ Gcschw.mps 4 | 5 1 2 4 5 6 Hixr:n1el größtenteils bewölkt, dumstig. Zwischen 1300 und 1650 m Höhe 111131011 7,6 ". ___
Mitteilungen des Königlichen Aöronautifeheu Objervatoriums Lindenberg bei Beeskow, veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau.
Drachcnaufstieg_vom 13. Juli 1909, 6 bis 8 Uhr Vormittags:
1Station| Seeböbe ., ] 122 m 500 111 11000 m 1 200015 1 2500 w! 3100 m Temperatur ((I? '
11,7 8,7 5,7 5,6 3,0 „0,2 Rel. 8111291. «)|-.] 91 95 95 72 74 Wind-Riäotung . 11117 17117 5177 5197 . (Geschw.:npa] 10 14 14 13 12
Trübe, Zwischen 1100 und 1440 111 Temperaturzunahme von 5,0 bis 7,3 0.
T1] 11111111) enter. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Abends 81 Uhr: Im Café Noblxffe. Spißbubenkomödie in 3 Aufzügen bon CarlSchuler.
Donnerstag und folgende Tage:
Cultspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Miltwockp,
Abends 8 Uhr: Der fesche Rudi.
Donnerstag: Der fesche Rudi. Familie Schimek.
Familie Schirner. _ “ Verlag der Expedition (I. V.: Koye) in Berlin.
Ernst von Kretscbmann (Gaiiingen). -
(Straßburg i. EU.).
Gestorben: 0011 Oberniy (Stettin). - Fr. Priorin Johanna von der Osten Barth). -- Hrn. Hauptmann Betbckes Sohn rnst (Glav).
Im Café
Verantwortlicher Redakteur: I. V.: Weber in Berlin.
Ende 10 Uhr. und folgende
Tage: Madame
Mittwoch, Abend: 8 Uhr: Eine Diebeskomödie in vier Ende 108 Ubr.
(Direktion : Linsemann.)
Meyer (Ham burg). diese
und folgende Tage: O
ck
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Margarete Wiedemann mit Hrn. Hauptmann :. D. und Bezirksoffizier Felix Lieb- mann (Breslau-Gr-Strebliß, O.-S.).
Verehelicht: Hr. Leutnant Benno von Minckwiß mit Hertha Freiin Grote (Oberlichtenau). -- Hr. Achim von Lücken-Zabrenstorf mit Frl. Florence
Geboren: (Ein Sohn: Hrn.Pas10r Ernst Heffter (Rohrbeck bei Jüterbcg). -- Hrn. Hauptmann
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Neun Beilagen
1 li li Börsen-Beilage und Warenzeichen- (enstb ck ck Beilage Nr. 29),
lichen Auzei ers eins ließlieh der mm'
Nr. !] verö eutlikhten ekammuaßmt eu)-
betre end Kommanditgesell chafteu' a
und !tieuaesellsckxakim. ! r die Wo e von 5. bis 10. Juli 1909.
untere Grenze der Stratuswoiken in 720 m Höhe. “
Eine Tochter: Hrn. Oberleutnant Waldemar Lessing
Hr. RegierungSrat Friedrich Wilhelm *"
sowie die Inhaltsau abe zu Nr. o de! öffeub *
_ E r | e V e i l a g e zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen StaatSanzeiger.
49M-
erlin, Dienstag, den 13. Juli
Berichte von deutschen Fruclxtmärkteu.
Qualitä
Marktorte
gering
mittel gut Gexablter Preis für 1 Doppelsentner
Verkaufte Menge
niedxigsier .“
höchster niedrigster höchster niedrigster höchster „Fi .“ _ „45 o“ .“
Doppelzentner
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach _überschlägliÖer SÖWUUJ verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
Am vorigen Markttage
1873" ck" n its- ' preis dem
.“ „„
Du itts- Verkaufs- "bst“
wert
Breslau . . . .
Strehlen i. Schl. . „ Löwenberg i. Schl . Neuß . . . , , „
25,30 | 27,00 28,40 24,80
Babenhausen -- . Illertissen . . . . . . . 28 20 Aalen. . . . . . . . 4- Geislingen . . . -
Vreklau . . . . , Strehlen i. Schl. Grünberg i. Schl. Löwenberg i. Schl. Oppeln . . . . Neuß . . . , , Illertissen . . Aalen. . . , .
17,30 18,20
18,20 18,80 18,70 18,40 Breslau. . .
Strehlen 1. Schl." Oppeln . . . .
14,00 14.50 17,60
d-i !*“)
18,00 19,00
19,80 20,20 15,70 20,60
Breslau . . . . . Strehlen i. Schl.. Grünberg i. Schl. _ Löwenberg i. Schl. . Oppeln - . . Nkuß . .
Illertissen „ , , Aalen . . . . . . , , , Riedlingen . .
Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf Volle Doppelsentner und der Be k u s _ w M Ein liegender Strich (-*) in den Spalten fur Preike hat die Bedeutung, daß der 133.117er ereitoncht FZZJIFFYTÜMJZJUÜW
Berlin, den 13. Juli 1909.
Deutsther Reichstag. 281. Sißung vom 12. Juli 1909, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegrapbiscbem Bureau.) Au der Ta eSordnun ste t die weit B t d Entwurxs eines esoldunézesekxxes. z e era ung es
Ueber den Anfang der Si un it in de 1" Nummer 0. Bl. berichtet worden. 8 g s r 991 MM
Staatssekretär des ReichSschaßamts S t) d o w :
Meine .Herren! Indem die Kommission Ihnen zum Besoldungs- gesev Beschlüffe vorgelegt hat, über die ein Einberständnis zwischen Kommisfionxmebrbeit und den Verbündeten Regierungen besteht, bat sie das große und schwierige Wexk der Neuordnung der Beamten- besoldungen und der W05nungßgeldzuschüffe um ein großrs Stück dem Ziele näher gebracht. Es ist das nur möglich gewesen durch die bin- gebende Arbeit, die die KommisfionSmitglieder geleistet haben, ganz besonders aber durch die aufopfernde Tätigkeit der beiden Herren Referenten, des Herrn Referenten für die Besoldungen und des Herrn Referenten für die Wobnungßgeidzuscbüffe, und ich empfinde es als eine Pfiicbt und darf der Zustimmung des boden Hauses sicher sein, wenn ich hier Von seiten der Regierungsbank diesen beiden Herren für die unbergleichlicbe Sorgfalt, mit der ste geatbeitet und mit der sie dafür gesorgt haben, daß über keinen Punkt Unklarheit bestand, daß alle in den Petitionen auSgesproÖenen Wünsche zur Erörterung kamen, den wärmsten Dank ausspreche. (Allseitiges Bravo.) Der Herr Berichte1statter hat bereits vorgebracht, daß das Besoldungsseseß in einer wesentlich veränderten Gestalt Vor Ihnen erscheint. Das Geseß selbst e:,tbält cine Kodifizierung des Beamten- besoldungörecbts, das sich an die bestehenden Grundsäße eng anlehnt.
Ehe ich zu den Einzelheiten der Besoldungen übergebe, erlaube ich mir, einige wenige Worte zu der Frage des Wohnungsgeldes. Mit einer ganz besonderen Genugtuung stelle ich es fest, nicht im pxrsönlichen Interesse, sondern im Interesse meiner Herren Mit- arbeiter im Reichsfchaßamt, die an dieser Frage schon gearbeitet haben, ehe ich meine jeßige Stellung übernahm, daß der Grund- gedanke, die Einteilung der Orte nach gewissen Durchschnittspreisen der Zimmer vorzunehmen, der anfangs so viel bekämpft, ja verspottet wurde, schließlich von der Kommisfion, mit einer kleinen Abänderung, als der allein gangbare Wkg erkannt worden ist. (Zuruf links: Leider!) Das .leider" ist leicht gesagt, es ist aber nichts Befferes gefunden worden. Alle Vorschläge anderer Art erwiesen fich als weniger gangbar. (Es ist jevt der Grundsatz aufgesteüt, daß für die Klassen- einteilung der Orte der Durchschnittspreis maßgebend ist, den die mittleren Beamten in einem Orte tatsächlich für ihre Wohnungen zahlen, und zwar so, daß das Wobnungögeld 1 diess: wirklichen Miete decken soll. „Damit ist auch für die neue Klassifizierung eine feste (Grundlage gewonnen. Auf dieser Grundlage sind dann die Petitionen geprüft wvrden. Die Kommisfion hat
auf diese Weise 71 DM 561an mb nur 2 berabgescyt. Die Heraufsevung hängt 106161111111) damit zusammen, daß die Tarif- säße selbst Verändert 9110. Während nach dem Regierunngorschlag
W e i z e u. 27.70 27.80 28,00 29,00 28,60 28,60 28,80 28,80 29,00 24,80 - _ 26,80 26,80
Kernen (euthülster Spelz. Dinkel, Fes „„ .. 28,00 28,00 28,20 28,40 28,50 28,50
-- 29,00 30,49 30,49 - 28,00 _ -
26,70
26,80 | 27.00 28,00
29,00 29,00
28,40 29,78 28,00
R o g g e 11. 18,70 18,80 18 60 19,00 18,00 18,50 18,40 18,60 19,00 19,20 19,50 20,50 18,80 19,00
18,20 18,20
18,20 18,80
18770 18,40
18,30 18,60 18,00 18,40 19,00 19.50 18,80
19,40 19,00 18,50 18.60 . 19,20 96 20,50 80 19,00
"- 32
E e r | e. 14,80 15.50 18,40
H a | e r. 19,50 19,80 20,60 29,20 20,60 18.70 2100 22,00
14,30 14,50 17,60
14,40 15,00 18,00
14,70 15,00 18,00
15,00 „ 15 50 100 18,40 31
18,80 19, 00
19,80 20,20 15 70 20,60
18,90 19,40 20,00 20,00 20,40 17,20 20,80 21,00 - 21,0)
19,40 19,40 20,00 20,00 20.40 17,20 20,80 21,72 21,00
20,00 . 19,80 110 20, 60 _ 20,20 „ 20,60 123 18,70 90 21,00 22,00 30
- 15
Kais rliches St tisii s A t. J. B.: DF. ZLF“. m
1873 festgeseßten Wohnungsszeldes zugelegt werden soliten, find es jeyt für die höheren Beamten 40, für die mittleren 45 und für die Unterbeamten, wie es auch die Regierung Vorschlag, außer den im Jahre 1906 gewährten 50 0/0 der damaligen Säße, noch 33,1 0/0, so- das; also die Unterbeamten um 100 0/0 der Säße des Jahres 1873 erhöht werden.
Die verbündeten Regierungen sind mit der Ortsklaffeneinteilung, wie sie jetzt aufgesteüt worden ist, einberstanden. Es ist bekannt, daß fich in ker Kommission ein Streit über die Einordnung Von München erhoben hat, der abweichend bon der Meinung der Mehrheit des Bundesrats dahin entschieden wurde, daß München in die Klasse 41 kam. Darüber können wir weggeben, wenn daran festgehalten wird, daß diese Einrangierung keine Konskquenzen hat. Es ist das in der Tat finanziell und praktisch eine wesentlich bayerische Angelegenbeit. (Zuruf links: Was dem einen recht ist, ist dem anderen biUig.) - Das babe ich auch gesagt. Es ist troßdem beschlossen worden. Wxnn Konsequenzen daraus gezogen werden soilten, würde ich darauf bestehen müffen, daß München wieder in die Klasse 13 kommt.
Ich weiß, daß noch diele Wünsche auf Umrangierung jetzt noch schlummern oder auch laut geworden find. Ich möchte troßdem dringend befürworten, im Interesse des Zustandekommens des (Heseßes von deren Verfolgung zur Zeit abzusehen, einmal weil hier im Plenum die Sache schwerlich genauer und beser geprüft werden kann als in der Kommission, dann aber auch um deswiilen, weil Aenderungen im einen Punkte Aenderungen in einer ganzen Reihe Von anderen Punkten zur Folge haben müssen, da dann Vargieicbe mit gleichen oder bis dahin beser gesteüten Orten zu ziehen wären, die viele Umrangierungen zur Folge hätten. Ick ver- weise darauf, daß ja das Gcseß selbst eine Klausel enthält, welche es ermöglicht, auch in den folgenden Jahren seitens des Bundesrats, wenn besondere Umstände nachgewiesen werden, eine Aenderung in der Klassifizierung eintreten zu lassen.
Zu bedauern ist ja eines, daß jest abweichend Vom früheren Zu- stand in der Ortsklaffeneinteilung und in den Tarifen zwifcben dem Reich und Preußen eine Vcrscbiedenbeit besteht. Es ist bis jetzt altes Herkommen gewrsen, daß sich Preußen dem Vorgang des Reichs in der Wobnungögeidstage angeschloffen hat. Das war dieses Jahr nicbt möglich, weil der Preußische Landtag seine Beratungen eber ab- schloß, als der Reichstag diese Frage zur Entscheidung gebracht hatte. Immerhin ist in Preußen nur eine provisorische Bestimmung für zwei Jahre getroffm, und ich möchte wobl wünschen, daß es möglick) wäre, nachher wieder die Konformität mit dem Reiche seitens Preußens ber- zustellen.
Was nun dée Gcbältcr betrifft, so hat bereits der Herr Berichtersiatie'r betwrgebobkn, daß hier durch die Beschlüsse der Kommission ein Mcd!“ von 17 Millionen Maik jährlich cntsjebcn würde, Wenigstcnö 1011211 die Regierungen fich mit ibnen einverstanden erklärt 17119611.
86 ist in der Kommisswn wiederbolt von der äußersten Linken behauptet worden, da?“.“ déc Unterbcamten nicht in dkm Vcrbältnis
für die höheren und mitilcren Beamten MM 50 0/0 des im Jahre
28,00 25,80
7000
1 548 25,80
3 052 28,00
416 29,72 1 766 28,00
28, 00
29,20 27,24
5 208 18,60 18,60
1865 20,00
18,20
1 824 19,00 1 600 20,00
589 18,40
1 500 15,00
17,2- 558 18,00 _ “
2 134 19,40 19,40
2 509 20,40 1 548 17,20
649 21,65
20,40 17,20
21,90
315 21,00 20,40 ,
Der Durchschnittspreis wird aus den unab eru d t . n Punkt ( . ) in den levten sechs Spalten, daß ent-1vrexb611811: YereilchbtnfeKbnlex.
richtig- Ick babe mir jest die Zablen berechnen [offen, wie ?ck proxentaal die bisberigen Gsbälter der böberen und mijtleren und Unterbeamten erhöhen. Danach beträgt der Zusch1ag zu dem bis- herigen Gehalt bei den höheren Beamten 8,12 0/0, bei den mittleren 13,08 und bei den Unterbeamten 16,06 %. (Hört, hört!) Nimmt man_ nun hinzu, daß ja (1111!) beim WohnungMcldzuschß unter Berucksichtigung der im Jabre 1906 erfolgten Erhöhung die Unter- beamten in einer besonders günstigen Weise bedacht worden sind, so wird man einen solchen Vorwurf gewiß nicht aufrecht erhalten können.
Eixi Punkt erweckt bei den verbündeten Regierungen Bedenken, daß namlich durch die Beschlüsse der Kommission in manchen Punkten, insbesondere bei Verschiedenen Klassen der Postbeamten, bei den Zandbriefträgern, bei den Postsckpaffnern, bei den Assistenten, die Gehalter böber festgeseßt find als bei den entsprechenden Klaffen §Y_11eußens. Es war ja bisher Grundsaß, daß fich das Reich mit seiner Gebaltßordnung 0811085511 mit Preußen bewegte, und wir haben immer gesehen, daß (Gebaltöerböbungea in Preußen xu Ver- ?ißiéen im Reiche, solche im Reiche zu Vergleichen in Preußen 11 t en.
Troß dieser Bedenken glauben aber die Verbündeten Regierungen in dem von mir angedeuteten und in den Kommisfionsbeschlüffen zweiter Lesung zum Außdruck gebrachten Maße fiel; den Kommisfiyns- bescblüsen anschließen zu können im Jniereffe der Beamten. Wir alle sind uns bewußt und find darin in Uebereinstimmurxg nicht bloß mit diesem boben Hause, sondern mit dem ganzen deutschen Volke, daß das gute Funktionieren der Verwalxnnz von der Tüchtigkeit der Beamten abhängt und Daß die VerWlxung das große Schwungrad in der StaatSmafcbine ist, da:“: obne Reibung arbeiten muß, wenn die ganze Maschine orden111ch zkéen 7011. Wir alle sind stolz darauf, daß unser deutickxs B&thram 1:1 58111; auf Tüchtigkeit, in bezug auf selbstlose PIiÖMeUe, koöe I.".erégenz und unerschütterliche VaterlandSiiebe von dem Beamxxnxuw keines anderen Landes übertroffen, von wknigen meiÖt 5:12. (Bravo!) Es ist deshalb auch unser Wunsch mit 350211 :11217, die WWW: so zu stellen, daß fie in ibrer Tätigkeit nicht :::;b :::“:ckexre Sorgen um die Nahrung gelähmt werden. (Braroki [].-.: 7:15 :::1 den Be- amten gilt, gilt natürlich auch ron rkn T'Yierrn und Unicr- offizieren.
Wir sind aber der Meinung, daß "*.*, 1711 die Bescblüffe de: Kommisfion lauten, die Regelung eine an,;emeffene is?, besonders. wem! man die Einnahmen der Bkamlen, 1121511 rer Unterbeamtm 11:25 der mittleren Beamten ber,;leicbt mit d:“nen der ihnen sonst gleicbgcütUtm Schichten der übrigen Bevölkerung.
Ick) weiß, daß die Kommission in erster Lesung über die TAUS- lich beschlossene Grenze crbsblicb bat binauSgeben wcüen. Es barkeit fick) um Beschlüsse, die dem Reiche noch 17 Mißionexx Matk Täbrücb mebr gekostet hätten, nnd Sie wissen ebenso, das die Mküudeja Regisrungen dem kategorisch widersproxben Laber. Ick erlaube mir, bier kurz noch einmal auf die Gründe 1111511111;er
Schon für die Bescblüffe dsr 117611611 841113; in ck21“ Kommisswt ist 19 schwer «meien, Deckung zu '*'.nk-In. Sic ifi mit 3 Bü
ausgebessert 10511111, wie die 111111111111 und die böbcren. Das ist nicht
4 9111111011611 dnrch den Beschluß dixscs bben 8011179. der d&: AKW: