1889 / 118 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 May 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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Reibuitz-Hirstb'berg vexurfacbken ?“ Fexie's ausgegeben. '" Die OM! 'd

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von a e raa eg . "317.911“ (W. T.B3 D

1: en. i. . T. B. ik durcb,

erCa le-Dampfer ,Norbam in Capetown ange-

Castle“ ist beute auf der Ausnie

tomycat. Theater und Musik.

Deutsches Theater.

21.: „Der Comva non"; Mittwo

Maria: Tenfina YxeitagYRz „Doktor Klaus"; Sonna end, 25.:

.. 26.: „R d ulia". „219111015111 , Sonntag, DeTmexlleenKicb sick) wiederholende

(:

t l d s S wanks , ifi“ dütfte rn. Direktor Hase- Heiterkei Lerfo Lbrißn LeinicZer YüismN verctmilaFerZ, das _bxtlxnorvolix t"ck dm abwe elungsre en e e: eper ore emzuvcr e en, 111 ?cllclhcm edak; Ensxbusible des Wauncr-Tbeatets demnächst ein Gastspiel am Hamburger Thalia-Tbrater absolviren wird. Die treff-

W llner-Tbeater.

mann, den bew

' den Strecken

e von Southampton ab-

““ d eitW ute N' Fitta „4 U11: be eitigt. YMBU17M51." (WM BTI er nion-Dampfer retoria' ist heute auf dér

MMgent, SZnnßxg , rxöird,_§1ck)e§ Pfarrer von K_irchfeid' und am on ag , au ' ge e e_n. a it ol enderma en festgeste t: Dienstag, weinte Repertoixe der Woche L_ f ZIK LI-IZZYGÜVDW" Berlichingen"

* . a , .: , er eßner), onver Die Stüßen der

es!!!-

gramm des a „i' von , Gott ivkkader H. 5' vom en * des§ om Else,".babxt' "KIZ“

e,! Köni _- mmer b_ - allen S ns-

-ancnt von cel ven; im

vo Saue " in mukfurta. abkr (sone: ana : Gonßs Mi? von der F rma JW ki

allen einxebenden Vest

kommission des

Compagyon' ;

Sr. im Schacht zn ertrinken oder vers mann eine außerordentlich große,

bütuM'j Berlin 1889, a

auf Mittel zu finnen, wl

könn1cn. 1 ein in dem

lichen Leistungen der Hrrn. Gimnig, Gutbery, Meißner, MüÜer. fache Vortbele mit sich bringt.

sowie der

nimmt.

rianne Oper ,Euryantbe'.

Erscheinen mit minutenlang anhaltendem _Appiaus entfaltete im Lauf des Abends alle ihre langst anerkanntcnßßroßen künstlerischen Eigenschaften als dramatische Sangerinq ersten

Maße als jemals fruher.

Blumenspenden und Kränze sowie der rethc Beifal] bci offener

fast in noch glänzenderem

Scene und besonders am Schluß des nicks

allseitige Anerkennung für die Leistungen der genialen Kunstlerm. Die Aufführung des bochinteressanten, aber nicht eben dankbar zu ncnnenden Werks war unter Leitung des Kapellmeisters Rutbardt und adinger Euryantbe) sowie der Hexren „aich (Lv art) eine auch ig: _ recht wo [gelungene und beifaüéwertbe. - Morgen fingt Frl. Bravdt,

unter Mitwirkung der Fr, Picbler Adolar) und 131“.

wie schon angezeigt, den .Fidclio'. Görliß.

bestimmt zugesagt haben:

Le rer-Gesan verein, Görlitzer Cbor-Gesangverein, Landauer _ b Ergünderacr Quartetjverein, Waldenburger (He angver-m,

verein ,

Oppelner Sing-Akademie, Neisser Sing- Akademie, D G S"“ "Qik“??"eis G 1

uarjettverein, Glo auer amen- e angVere n, re urger e ang- Q Au erdem 9ist auch der Sänger-Abtheilun L ___ Mit .- . te - -

Sing - Akademie, Hirschberger

verein.

lieben Sch lebter- Seminars Zn, Reichenbach O

wirkung gestattet wvrden. Die Zahl der

einschlie lich des Orchesters, wird dieSmal über 900 betta erz. -- Als olisten für die Feftauffübrungezi find gewonnen: te Kgl Hof-Opernsängerin Frl. Elisabeth Let" 1 ing er (Soyran, Fr. Amalie Joachim (Alt), der Kgl. Kammersangcr Hr. Heinrich _rnst Hr. Paul Bol (Bariton), Hans Schinkel (Ba ), der Kgl. Adna (Violine) und

(Tenor), der Kgl. _Kammersänger der K .Hof-Opernsanger Hr. Profe or und Concertmetster Hr. de

icht vom 18. Mai, r Morgens.

54"!

Wind. Wetter.

in 0Celsius 59 C. = 4" R.

Bar. auf 0 Gr. u d Meeressp Temperatur

erd. in Millim.

p-j

WSUSWOWP

halb bed. bedeckt

halb bed. halb bed. wolkenlos wolkenlos bedeckt

wolkenlos

beiter Re en ba bed. ;

Magbmore 759 Aberdeen . . 760 Mstiansund 766 Kopenhagen . 766 Stockholm . 764

Laparanda . 768 !. etersbrg 764 M an. . .

763

Cock,Queens- town . . . 761 Cherbourg . 761 der . . . 761 vlt . . . . 762 burg . . 762 winemünde 765 Nntfabmaffer 766 Memel . . . 768 760 761 760 762 761 763 760 763 13

757 20

1) Thau. ') Starker Thau. z) Thau. 4) Ge-

witter und Regen. Uebersicht der_Witterung _

Die Luftdruckvertbeilung ist auf dem ganzen Gebiet anhaltend gleichmä ig und daher die Luftbewegung allenthalben swwa . Ueber Central-Europa tft das WEM: im Westen trübe, im Osten better, ob_ne nennenswertbe Niederschlä . DW Texnpxratur ist in Deutschland an den Kü“ ten durchschmttlnb nahezu normal, im Binnenlande liegt fie über der normalen. Wien und Hermannstadt batjen Gewitter. Lesteres

meldet 59 mw Regen. Deutsche Seewarte.

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Theater - Anzeigen.

FM. WW? JWÜU. Sonntag: Opern- bauk. 129. Vorstellung. Der erpeter M . Oper in 4 Aken nebst einem Vorspiel von Victor E. Ncßler. Dichtung mit

Damen Scbwar , Lehmann und Hausnex [affen diese Ma nahme vanuf erechtferYigt erscheinen. Die morgige Vorstellzmzx lassen und ist 11 rigens die vor epte Sonnta svorste11ung des Schwanks „Fifi , da*am 1. Juni bcretts das Gatspiel m Hamburg seinen Anfang und frei von

-- n der Kroll'scben Oper begann gestern Frl. Ma- Die bocbgescbähte Künstlerin wurde bei ihrem Arbe

17. Mai. Zehntes Schlesisches Musikfest_

Die Cböreßé? den Festaufxübrungénß Werdenlchfich_baustZFxndeg , ' u ammen e en, we e 1,re tr u

schlefischen e angveremen z Görliyer Sing - Akademie, Göxlitzer

ermöglicht

Seiten- und übetftüsfig, bei

de t und g ß den Aggregatzustand überführt.

anges Köstliche

bekundeten die

Zcbloffen ist.

Ucbngcn

Gebirge bauen, Wenn dur gehemmt würde.

Gesang-

S *weidniyer Hirschberger

d s König- 9 e dicht verschloffen

Mitwirkenden,

alzlösunLZn oder uberhaupt unter 0

der Kgl. Muükdi FQ. Jil enios L e _: (Orgel). -- Zum Pro- en _h. Bach ein' Dr

br" * v 11 Hm. t w“:d'Vi-ll'i'“ FÜUHMFWagd "ve an dIbex-a ge ' o - one n „e, - , en . . " 271271?! 11!“ Fabian Re feld und K:): Io me 79 Uebrigen wird das rograW dqr oli em träge ür den dritten Tag, üwidei ü, , wäb nd des r e FY lie t„ die ?: Toettifblge o,o,g,o) aus Bi ing m biw zur

bnsonts (_:_nd Sons, Kelche das ““HP , w _ o "_ er

ZFtenigiFigß'Zertkjex-jetn ee? ten KFZ:! Tekgrmmsebr flott entwickelt; die Geßrierverfabcens bat die Poe1sch.- Tiefbau . „Zahl der vorhandenen Fäläße ist jedoib groß genug, um vorläufiZ noch Z; e : un en entspreckoen zu können „Welche au außwätts an Yxteidskn Mu kaZFp-Handlungen von Fiedler (Jakobstr.) - . u t en und Finster ( oCeormitxszberauszuaebendes Feftblatt wird in drei

Nummern am 30. Mai, 2. und 4. Juni erscheinen.

Manuigfaltiges.

cut e All emeine Ausstellung für Unfallver-

D fck g unter dem Aüerböcbsien Frotektoral estät des Kaisers und Königs. -- Pe

cbüttet zu werden, ist fur den Berg- s ä liiabuch YM Yedschklecblto fotb und F1?

6 e ür eine Ge undbeit ck d . er e an e «g (1 er na e, N s f s s e e ihn vor diesen Nachthcilen fcbüjZen Eine glückliche ung dieser Aufgabe scheint gefunden zu oetscb'scben Gcfrier-Apparat, welcher mannig- Derselde bat den Zweck, das Erd- reich bis zu einer Breite und Tiefe von vielen Metern gefrieren zu auf diese Art die Schacht- und Fundamentirarbeiten selbst unter Wasser, trocken

Schachtabtcufungen das _ Baugrube zu pumpen,iser umÉelit ddie srknsz noÉch-Ydige Er_nssnlkusnJ

' ' ' l'» * von emaucrten oder e ernen ,v in ern un ge. a c em ge (1 r o ? randt em kurzes Gastspiel ais ,Cglantme in Wc er s Sten aueh in thonigcn und felsigen Gebirgen, wo auch die Senk- maucrn nicht mehr widerstehen, indem er das Wasser im Gebirge in

Gefrierröbrcn so tief, wie man dieselben in die Erde senkte, gefroren, so ist alles Wasser zu einem trqckcuen festen Körper erstarrt. Der Kapitalist hat somit die Garantie, Tunnel :c. in einer vorher zu bestimmenden _ er demnach zu einer zu bestimmenden Z-it_I enten aus dem Unter- nehmen beziehen kann und ein Mißerfolg semes_Unterncl)mens auch- Der Bergmann hat außer der Sicherstellung von „Utz- äUen, die Garantie, daß seine Ausscbacbtung sicher und regelmaßtg mit jedem Tagewerk cine bcstimmthafieinhett fortschrertet und daß ex in angenehmer Temperatur arbeitet _ _ " _ cb bequem unterhalb des Grundwasserswcsels und m Flussen emen Lehnen Baugrund suchen und unter den Flussen Tunnel tm irdckenen cb Ueberbrückung des Flusses die_Sch1ffal)rt In großen Städten kann ck_untcrirdtsckoe Eisen- bahnen anlegen und beim Umbau alter Häuser die_benachquten (Ge- bäude durcb Frostmauern unterstützen, wenn das mütelst Emrammen von Pfählen nicbt mögli ist. Das Gefriervcrfabren wird auf fol- gende Weise erzielt: Jm reise um den auszuschachtcnden Raum herum werden zunächst Bokrvöbren - hier in der_Ausstellun" sind es 10 - in das Erdreich UKW SC;; fdier ngünsétvi-ttt Tiefe eingefu rt und dann dur die ei ent! m e r erro re er e . ck sind, führt ein offenes Cinfallrobr; durch dieses _ _ umpt man nun mittelst einer Kälteerzeugungßmascbine erkaltete lüs- eroxnt Objekt dalases stets unvermeidlich sind, machen die definitive gleiten (Chlormaßnefium oder Chlorcalcium oder andere Ha oid- u Flüssigkeiten, deren Gefrierpunkt tief rad Celsius, z. B. bei - 35 Grad Cel ms lie t oder cir- kulirende kalte Luft) in das Gefrierrohr xin, in we (benz _ _ des Drucks wieder aufsteigen und durch etn Steigrobr m die Kalte- ß _ erzeugungsmas ine zurückgeführt werdcn. Die aufsteigende" Flüsfig- ören, wird troffß keit oder Lust ewirkt dann die Eisbildung an den Säulenrobren und

rei

u d vor dem “MW“- 5662“; ust! : or Stille, on,“) wird nun chiedcnen-

und Kälte Ykr

di ,d Raums. „_ u liessekßeb'lördxisgefriert (: mäbli

ck) . &...-11717 6..- &..-M MTW 11

Inskmmenben . _ [) »bloibti éidi wßmau'tr stehe die : nacb! ihre» Stärke a mmcjbiedeßieJ Druck aushältté Die jFrostmauer kann so-

siark _:_ingxr ane

ocken r den „Pa _fal"

:, d efes-

etverkaui demnächst

(dacht

von

sind. -- Ein von der Preß-

Gefahr-

überzogen.

Ausführung von

Er macht es

Soblendruck. Wasser aus der

Sonne, Ist der Raum innerhalb der

daß sein Schacht, Brückenpfeiler, mit demselben.

eit vollendet wird. das;

Der Bauunternehmer kann experimente

mustcrun werden

keiten

e in Folge

“u "n eni ieder an efli keit bedeutend über sft. Vor der e teren ffü ru Vorfzkug,*g'daß sie nicbt ge! “cbm, sondern aus Ansibavung park, wird 3 m die! sein, beginnen

bis 1th bis, zu einer Tiefe von 80 m cbt: voxlendet des Gefr erverfabkens die , in England wird die oben genannte Gesellschaft die Erde in zwei Zöllen bis 400 m Tiefe ausfkieren lassen.

efrierverfabken ein Schacht von 400 m Tiefe und 5 m Durchmesser- 18 MiUionen Mark gekostet hat und erst nacb-30 Jahren vollendet wupde, kann man einen Schacht von 400 1_1_1 Tiefe imgefabwollsten Gebirge mittels des Gefrierverfahrens fur 3 Millionen Mark in 3 bis 4 Jahren voUendet haben. -- Der Po tscbsche Gefrierakparat' ist in einem Pavillon zur Rechten der großen reitrcppe unterge der Schacht, zu welchem einige Stufen binabfubren, ist angenehm kühl, die Röhren sind mit blendend weißen krystallischen Eisixebilden

Die Vvllendun _ schreitet rüstia vorw'rts. Alle Dtejemßien, wel e bisher bereits Zu- tritt zu denselben erhielten, sind höchl dehnung der Räumlichkeiten, die eine viel bedeutendere ist, als der äußere Anblick es vermuthen läßt. Ganz besonders macht der in reichem malerischen Schmuck ausgeführte Tbeatetraum, in welchem vor einigen Tagen die ersten elektrisckym Lichtproben xtattfanden, emen, ungemein behaglichen Eindruck. Die Dekorationen [)

Sebnürboden dieses _ _ Mond" und Sterne thun de ersten Schritte auf dieser Bühne, welche die Welt im wahren Sinne „bedeuten soll. Auch der' sehr wertbvolie Projektionöapparat, Welchen dte Gesellschaft von einem berühmten Optiker anferiikzen lief; und dessen elektrisches Licht mit einer Stärke von 6000 I

in außerordenllich starken Vergrößerungen auf eine weiße Fläche malen wird, ist bereits aufgestellt, Und es beginnen die Proben

Yrtigstcllung des _

urchmeffer und 5 m Brennweite stehen noch cimge

entgegen. __

In diese, die unten luft- durcb astronomische Beo achtun? _gcpruft und nur Korrektionen L!

Von minutiöfexter Kleinheit, die

steliung an Ort und nur einen oberflächlichen Einblick in aue diese Vergnstaltungen (2e- winnt, so mus! man anerkennen, daß hier in der „eit von nicht v el mehr als 8-9 Monaten außerordentlich v1el_zu chaffen war, was ck) durcb bloße Energie und Eile nicbt erthn en läßt. Wie wir

in ein solche] Westi bt bmw: “131" *15-21'13 :? :: “an- e'! “Fm wßrvm j'e nats; der ,B _ck ei des dä) & mit; ver-

Wauögescba 'm- dsn [kaum herum-

e eine entsvre ende Sandsteinmauet bat : den ßallisirt is . Diex kommende Mauer m Musuellungoo. der Scb'wcbt, dessen Ausßtabung wird, ca. 7 m tUiZ. Mittel * de! tienaesellschqst die

eftieren lassen und,.den Zn D utschlmKd w rd gegen ,ärtig mittel _, rde His ca. 80 m tief au gefroren an

werden, da

Während friiher obne-

racbt;

der vielartigen Cinrichtun en der ., Urania“ ch verwundert über die Aus-

nqcn bereits im eigenartigen wi enscbaftlicbcn Theaters, und

ormalkerzen die mikroskopischen Wunder

Mit besonders vielem Vergnügen wird das

Publikum die physikalische Abtheilung durchwandern, in welcher cs Jedem ermöglicht ist. eine größere Anzahl der dort aufzustellenden Avparaie selbst in Bewegung zu setzen, Wirkungen der _ komplizirt gestaltet sich zu diesem chck das elektrische Leitungönev * im (Gebäude, das mit dem Nervensystem eines lebendigen zu vergleichen ist. _ drähte, Welche von Akkumulatoren-Batterien ausziehen und es ge- statten, an Zeder Stelle eine beliebige Stromstärke oder Spannung zu en Zwecken unabhängig von der elc_kt_rischen Lichtleitung zu Verwenden. Auch auf der Sternwarte wird fleißig gearbeitet. Das zweitgrößste Feryrobr ist fertig montirt und steht des H _ n den nächsten Tagen angeliefert.

um die betreffenden

agirenden Naturkräfte zu konsiatiren. Höchst

Or aniömuo So geben 11. A. durch alle Räume 11 eitnngs-

ur Durch-

mmels bereit. Die übrigen kleineren nstrumente Nur der definitiven

großen Fernrohrs von 34 um Obektivglas- cbwterig- Das Fnstrument wird bereits in Friedenau der Ausführung eines derartig

Stelle noch unmöglich. Wenn man auch

alledem an der Absicht, die rania' in wenigen

Wochen zu ekö nen, festgehalten.

autorifirter theilweise: Benn ung der Idee und ' Ballet in 5 Akten und 15 Bildern von D'Ennery

eini cr Ori inal-Lieder aus I. ctor von Scheffel's Di tung, Lon R. Bunge. Baüet von Charles Guilx-me. DiÉgxnt: _Häbthener. Regisseur: :. alomon. n ang & r. . _ H Schauspielhaus. 132. Vorstellung. Dte Quißows. Vaterländisches Drama in 4 Akten vo_n Ernst von Wildenbquß Jn Scene geseßt vom Direktor Anno. Anfan r. _

MoIiiag: Opernhaus. 130. Vorstellung. Dre Zauberfiöte. Oper in 2 Men von Mozart. Dichtung von Schikaneder. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 133. Vorsieüung. Lad Tax- tuffe. Schauspiel in 5 _Akte-J, nach dem anzo- fischcn der Madame de erardm, von Eduard Jerr- mann. Anfang 7 Uhr.

Dienstag: Opernhaus. 134. Vorstellung; Rieuzi, der Letzte der Tribuuen. Große tragische Oper in 5 Akjen von Richard Wagner. Ballet von Paul Ta lioni. Anfang 7 Uhr.

chauspielbaus. 134. VorsteUung. Egmont. Trauerspiel in 5 Akten von Goethe. Musik von L. van Beethoven. Anfang 7 Uhr.

Beutsthes Theater. Sonntag: Der Pfarrer von Kirthfeld.

Montag: Faust.

Dienstag: Der Compagnox. _

Mittwoch: Götz von Verluhmgeu.

Berliner Theater. Sonntag: Die Nibe- lungen.

Montag: Othello.

Dienstag: Die Nibelungen.

Anfang 7? Uhr.

Jesfing-Theater. Sonntag: Der Fall Clé- meueeau. Schauspiel in 5 Akten von A. Dumas und A. d'Artois. _ _

Montag: Der Memeidbaner. Schauspiel m 4 Akten von Ludw. Anzengrvber.

Dienstag: Der Clémeueeau. Schauspiel in 5 Akten von 21. UWG und A. d'Artois.

Anfang 7? Uhr.

Wallner-Theater. Sonntag: Zum 17.Male:

ifi. SÖwank in 4 Akten von H. Meilbac und L. Yalsvy.

nfang “& Uhr- _

Montag und die folgenden Tage: Jak.

Victoria-Theam. Sonnjag: Halbe Preise. um 704. Male: Die Reise um die Welt in Tagen, nebst einem Vorspiel : Die Wettx um eine Minima. Großes Ausstattungsstück mtt

Deutsch von H. Osten und G. Davis.-

und Jules Verne. Anfang 7 Uhr. Monjag: Die Reise um die Welt.

Friedrich - Wilhelmnadnsches Theater.

Sonntag: Mit großer Ausstattung, neu ein- siudiri, zum 153. M.: Der Großmogul. Operette in 3 Akten von Cbivot und Duru. Dcu1sch von Ed. Jacobson. Musik von Audran. Anfang 7 11br.

Um 5 Uhr: Im Concert-Park: Großes Elite- Do pel- Concert. Auftreten der Gesangs- und In irumental-Künstler.

Monta : Theater: Der Großmo ul. Im PMS: Großes Elite-Dopxel-Concert. 'uf: treten sämmtlicber Gesangs- u. I trumental-Künstler.

.___-_

Reßdenz-Theater. Sonntag: Zum 45.Male: Firma Roudiuot. (14 8861111176 (163 famian.) Schwauk in 3 Akten von Albin Valabrdgue. An- fang 7x Uhr.

. Montag: Firma Rondiuot.

Anfang 71 Ulyr.

KkoUJS Theater. Sonntag: Gastspiel der Kgl. preuß. Kammersängerin Frl. Marianne Brandt. Fidelio. (Leonore: Frl. Brandt.)

Montag: Jan und Zimmermann.

Bei günstigem Wetter vor und nach. der Vor- stellung, Abends bei brillanter elektr. Beleuchtung des Sommergartens, großes Do vel-Concert. Anfang Sonntag 4, Mont 55), der orstellung 7 Uhr.

Dienstag: Die ßdiu. .

Mittwoch: Gas viel von Marcella Sembrrcb. Der Barbier von Sevilla.

BeUe-ZUiance-Theater. Sonntag: Zum 2. Male: Kabinet Piperliu. Schwank in 3 Akten von Hippolyte Raymond und Paul Burani.

Im Sommergarten: Großes_ Doppel - Concert. Auftreten sämmtlicher Spezialitaten. Anfang daß Concerts 4x Uhr, des Theaters 71 Uhr.

Montag: Dieselbe Vorstellung.

Central .- Theater. Sonntag: Vorleßte Sonntags-Vorftellung. Zum 51. Male: Leun von heute. Gesangßpoffe in 4 Akten von J. Kren und F. Brentano. Couplets von Alfred Bender. Musik von G. SMM. Anfang 71 Uhr.

Montag: Dieselbe Vorstellun.

[) Mittwoäx: BW für Anna ocke, Leute von ente.

Adolph Ernß-Theater. Dresderxeestraße 72. Sonntag: Zum 114. Male: Die junge Garbe. Gesangswffe in 4 Akten von Ed. Jacobson und

Levy. Ely. Gesangstexte theilweise von Gast. Görß.

Musik von Fr. Rot _ Anfang 71 Uhr. Der Sommergarten 111 eröffnet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch: Benefiz für Rosa Lid.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Klara Schulz mit Hrn. Sec.- Lieut. Hans Sterzel (Berlin-Strgßburg i. E.). - Frl. Elisabeth Jobl_okoff mtt Hrn. Mgr Dietrich ( otsdam-Berlm). -- _Frl. Hedwig von Barde eben mit Hrn. Felix Woldeck v_on Arn;- burg (Lauenburg i. .). -- rl. Hedwig Freiin von Müffling mit rn. Reg- ffcffch Dr. Dyes (Erfurt-Schleswig). - Frl. Marte Syberberg mit Hrn.1)t. msä. Emmo Legal (Hattin en- Berlin). - ;Frl. Anna Glaser mit Hrn. abri- kanten Alexander Knof (Zerbst). -- Frl. Ro (: Peine mit Hrn. Rech16anwalt Dr. Bartels (Kaffe ).

Verehelicbt: Hr. Johannes Oerder mit Fr_l. Anni Birke'n (Krefeld). - Hr. Dr. nzeä. ijl Böhmer mit Frl. Elisabeth von Brandts (Hilde?- beim). _ Hr. Ingenieur Wilhelm Beermann mit Frl. Anna Hubaleck * (Aachen-Neuwied). -- Hr,

ieut. Hans Frhr. von Eberstein mit Frl. Bertha Cbmeier (Wiesbaden). - Hr. General-Major von Ligniß mit Fll. Milly Stbönian (Kassel).

Geboren: CinSobn: Hrn. auptmcmn G._von Jagwiv (Eisenach). - Hrn.?) arrer KarlSckneber (Macbtolsheim). -- Hrn. Apotheker Armin Geibel (Freiburg i.Br.). -_ Hrn.AlbertVora (Berlin). -- Eine Tochter: Hrn. O. Rothe ( barlotten- burg). - Hrn. Eduard Dies (Braunschwei ).

Gestorben: Hr. Hauptmann 5. D. v. reslec

Dresden). - Hr. Prof. Friedrich Karl Hermann Berlin . -- Hr. Amtögerichtsratb Iulius Liv- mann Brandenthzg muß.). -- Hr. Kommissions- ratb Ludw. Alb. ebe (Ludwigshüttek. - Hr. Assessor Dr. „jur. Robert Knaetscb (Berl n).

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Redacteur: I. V..: Siemenroth.

Berlin: Verlag der Expedition (Scholz)§L [

D ck d No ddeutscben Buchdruckerei und er ago- n'jilnstxkt, Brerlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sieben Beilagen (einstbließlicb Börsen-Beilage),

nnd die Sommer- a r läne fiir die Bezirke der KöniglichenF lkEkseulmhu - Direktionen Berlin und Bromberg, sowie der Nackten zum Fahrplan der Berliner Stadio un

Ringbahn.

Erste Beilage

zam Deutschen Reichs-Anzeigcr und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„21.4? 11S-

Verlin, Sonnabend, den 18. Mai

Personalberänderungen.

Königlich Preußische Armee.

Ernennun en, Beförderungen .und Versetzungen. Im aktiven eere. Berlin, 11. Mai. Blümner, Pr.Lt. von der Arbeiter-Abtb. in Königsberg i. Pr., zum Festungßgefän nix“; in Köln verseyt. v. Wertzsdorff, Sec. Lt. vom Hannov Füs. Regt. Nr. 73, zur Dienstleistuna bei der Arbeiter-Abibeil. in Königs- berg 1. Pr., v. Vabl. Sec. Lt. vom Inf. Regt. Herze)? Friedrich Wilhelm von Braunschweig (Ostfries) Nr. 78, zur Dienst eistung bei dem Festungßgefängnis; in Spandau kommandirt.

erlin, 14. Mai. v. Weise. Major vom Großen General- stabe. unter Entbindung von dem Kommando bei der (Gesandtschaft in Bern Und unter Stelluna & 1a suits des Generalstabes der Armee, zum Abtheil. Chef im Militärkabinet ernannt. Frhr. v. Kap- bcrr ]., Sec. Lt. vom Letb-Garde-Hus. Regt., deffen Kommando bei der Botschaft in Wien bis zum 1. Oktober d. J. verlängert.

xn]. (Königlich Wiirttcmbergisthes) Urmec-Corpo.

(Ernennungen, Beförderungen und Versesungen. Jm aktiVen Heere. 9. Mai. Bödicker, Haüpkm. und Comp. Chef im 3. Inf. Rent. Nr. 121, unter Stellung zur Disv. mit Pension. im Landw. Beirk Ludwigsburg, Blattmacher, Haupt- mann und Compagnie- bef im Jnfankerine iment König Wil- helm Nr. 124, unter Stenung zur Dispo tion mit Pension, im Landwehr - Bezirk Gmünd, zu Bezirksoffixicren ernannt. Ketzer, Pr. Lt. im 3. Inf. Regt. Nr.121, unter Stellung zur

isp. mit Pension und Verleihung des Charakters als Hauptm, im Landw. Bezirk Stuttgart, Mujer, Major 3. D., zuletzt Comp. (Chef im 4. Inf. Regt. Nr. 122, tm Landw. Bezirk Reutlingen, Köberle, Major ;. D., zuletzt Comp. Chef im 3. Inf. Neat. Nr. 121, im Landw. Bezirk Heilbronn, zu Bezirks-Offizieren ernannt. Alber, Hauptm. und Comp. Chef im Gren. Regt. König Karl Nr. 123, in gleicher Eigenschaft in das 3. Inf. Regt. Nr 121 verfaßt. Voßert, Pr.Lt. im Gren, Neat. König Karl Nr.123, Gag stätter [„ Pr.Lt. im Inf. cht.Köanilk)elm Nr. 124, zu Hauptleute" und Comp. Clwfs befördert. irzel, Hauvtm. und Comp, (Chef im 8. Inf. Regt. Nr, 126, Ervald, Hauptm. und (Comp. Chef im Inf. Regt. Kaiser Friedrich König von Preußen Nr. 125, ein Patent _ibrc-r Charge Verlieben. Bockshammcr, Pr. Lt. im Inf. Regt. Kaiser Friedriéb König von Preußen Nr. 125, unter Beförderung zum Hauptm. und Comk). Chef, in das 3. Inf. Regt. Nr. 121 versetzt. Mauch, Sec. Lt. m Gren. Regt. Köniain Olga Nr. 119, zum überzähligen Pr. Lt. befördert. Krauß, Sec. Lt. in dems. Regt, untcr Befördequ zum Pr. Lt., in das Gren. Regt. König Karl Nr, 123 versevt. ck mid , Sec. Lt. im Gren.Regt.KönicharlNr.123, zum Pr, Lt., Immanuel, Sec. Lt. im 8. Ins. cht. Nr. 126, Frhr. v. Ellricdsbaufen, Sec. Lt. im 4. Inf. Regt. Nr. 122, Hummel, Sec. Lt. im 3. Inf. Regt. Nr. 121, zu überzähliacn Pr. LM„ Schelling, Sec. Lt. im Inf. Regt. König Wildelm Nr. 124, zum Pr. L_t., befördert. Eisel, Rittm. u. EScadr. Chef im Draa. Regt. Königin Olga Nr. 26, s. 19. 811th des Regis. gestellt. Frhr. v.Gemnttngejl-Gu11__et1berg, Pr. Lt. im Ulan. Regt. König Kar!Nr.19, zum überzabl. Rittmeister. Frhr. v. Roeder, Pr. Lt. tm Drag. Rent. Königin Olga Nr. 25, WM Rittmstr, u. Ct.?cadr. Chef. Kövle, Sec. Lt. im Pion. Bat. Nr. 13, zum überzähligen Pr. Lt., befördert.

Im Beurlaubtenstande. 7. Mai. Eifert, Sec. Lt. von der Feld-Art. 1. Aufgebots des,L:ndw. Bezirks Stuttgart, zum

. Pr. Lt. befördert,

AbsOiedsbewilligunaen. Jmaktiveanere. 7. Mai. Haag, Hauptm. und Comp. Chef im 3. Ins. Regt. Nr. 121, mit Penswnder Abschied bewilligt. Miller, Pr. Lt. im Gren. Regt. König Karl Nr. 123, in Gcncdmigung seines Absädiedägesuckes mit Pcnfion 11111) rnit der Regis. Uniform zur Visp. gcstcUt. Müller, Sec. Lt. tm _Jnf. Regt. König Wildkim Nr. 124, Behufs Ueber- tritts in Königlich preuß. Dienste der Abschied bewilligt.

Jm Benrlaubtenstandc, 7. Mai. Boleg, Hauptm. von de_r Inf. 2. Aufgebots des Landw. Bezitks Gmünd, mit der (Er- lgubnixz zum Tragen der Landw. Armer-Uniform, Erhard 1., Schdmtdt, Pr. Lts. von der Inf. 2. Aufgebois des Landw. Bezirks Gmund, Steudel, Pr. Lt. von der Inf. 2. Aufgebojs des Landw. Bezirks Ravensburg, Rapp. Sec. Lt. von der Ins. 2. Aufgebots ies Landw. Bezirks Biberach, S_cbaffcrt, Sec. Li. von der Fuß=Art, 2. Aufgebots des Landw. Bezirks Hall, der AbsMed bewilligt.

Yichtamtsiches.

Preyszen. Berlin, 18. Mai. 111 weiteren Verlauf de_r gestrigen (69.) Sißung des R21chstNges bemerkte bet fortgeseßter_ dritter Berathung des Geseßentwurfs, betreffend dxe Jnvaliditäts- und Altersversickzc- rung der Y_bg. Singer: Der Vorredner habe einen warmen Appell_an seme Freunde für nothwendig gehalten. Es miiffe a_lso mtt der Annahme dieses Gesetzes Seitens der Konserva- ttyen recht böse aussehen; den Nachweis, daß dieses Geses Wirklich die „große soziale That“ enthalte, sei der Vorredner schuld1g geblieben]. StelXe es eine soziale Reform dar, so würden die Sozialdemokraten am ersten dafür stimmen. Die halboffiziöse„Post“ schrieb vor einigen Tagen, die Sozialdemokra- ten hätten in der zweiten Lesung ihre restircndenAnträgefaUen laffe_n, die WaLen gestreckt und würden es sichwohl Überlegen, ob_ sie schließli nicht doch für das Geseß stimmen würden. HWT sei wieder einmal der Wunsch der Vater des Gedankens Jewesen- Ueber das Votum der Sozialdemokratet) könne nach er Gestaltung der zweiten_ Lesxmg kein Zweifel ?ein. Furcht vor den Wahlen hättext _ste mcht. Vom Bekanntwerden der Grundzüge an hätten ste m öffentlichen Versannnlungen ihre Bedenken aUSgesprochen und _betont, daß das hier gebotene Maß der Fürsorge den_ Arbeitern nicht genüge. Der Herr Staatssekretär habe w1ederholt gesagt, die Sozialdemokratie ürchte dieses Geseß und stelle Verde erungSmtträge nur e_swegen, damit die Ardeiter sähen, da sie fich überhaupt 11111 dieser Frage beschäftt e. Der Herr Staatssekretär hätte sich aus den Akten des Hauses überzeugen können, daß, so lange überhaupt Sozialdemokraten im aufe seien, sie die Frage des Arbeiterschu es und dsr !ozmlpolitischen Gefes- nebun überhaupt mit em allerlebha teöien Interesse m_cht nur, ondern geradezu zuerst hier betont ätten. Fürst Bw- marck habe den Sozialdemokraten selbst das Zcugniß ausge- stellt, daß es ohne Sozialdemokratie keine wziale Reform Läbe. Glaube man mit diesem Geses die Sozialdemokratie ekämpfen zu können, so wünsche er dazu alles Glück. Es werde aber Jeder mit gutem Rexht bemerken: was jene da bötep, sei keine Sozialreform, kerne Alters: und Invaliden- verstcherung, sondern eme Bankerotterklärung der ganzen

Sozialreform. Diese Antwort würden 'ene bekommen, ohne daß die Sozialdemokraten dafür a itirten, enn dieselbe entspreche den Gefühlen der Arbeiter. Die gitation egen das Gases mache man den Sozialdemokraten allerdings sehr eicht. Mache man eine vernünftig? Sozialreform, so wiirden die Sozialdemokraten nicht zu agitiren brauchen. Aber gsgen diese Art von Soialreform zu agitiren, sei eine ehrenvolle und ni1ßliche Auxgabe, denn dem Volk müsse der Humbug, der mit ihm getrieben werde, klargemacht werden. Wenn der Vorredner meine, die meisten Bedenken gegen das Geseß entsprängen der Un: kenntnis; Über dasselbe, so würden die Sozialdemokraten den Arbeitern die Kenntnis; desselben verschaßen. Die Hauptbedenken der Sozialdemokraten gegen das Gsse ngen mit dem §,1 an, der die Kategorien enthalte, auf wet 2 die Versicherungspflicht ausgede nt sei. Auch die klemen Gewerbetreibenden, Handwerker u. s. w., eren Einkommen 2000 „46 nicht Übersteigt, müssen hinein- gezogen werdsn; der deutsche Landwirthschaftsrati) hatdic Aus- dcymzng der Versicherung auf die Kleinbauern für durchaus noth- wendig era tet. Der Vorredner hat leßteres seinerseits nicht bewor- gehoben. n den Familien der Kleinbauern, Handwerker, k_le1nen Gewerbetreibendxn und auch der kleinen, nicht pen- stonsbcrechtigten Beamten ist die Noth und das soziale Elend e_bcnso vorhanden wie bei den Arbeitern. Aber man schließt ste_von diesem Gesetz nicht nur 9.146, sondern läßt sie auch Beiträge für ihre Gehülfen und Dienstboten beza len. Der Grundsatz „gleiches Recht für Alle“ ist schon im . 1 dieses Geseßes verlassen. Ferner sind gegenüber der Bestimmung, das; zum Beweise der dauernden EmverbsunfÜFigkeit die Thatsache gyhört, daß Jemand seinen geitigen und körperlichen “Fähigkeiten nach nicht mehr 1/6 des durch- schnittlichen Öahresarbsitsverdiensies seiner Lohnklaffe und 1/6 des ortsüblichen Tagelohnes des Besehäftigmtßö- orles verdienen kann, die Klagen Über die Belastung des Landes durch dieses Gesetz ganz haltlos, denn nach dieser Bestimmung wird von Invalidenrente im großen Maßstabe keme Rede iein, da man sich immer dahinter vérstecken wird, daß nicht nachgewiesen ist, das; diLseö Minimum der Erwerb?- fähigkeit nicht MY vorhanden ist. Auck) sozialpolitische Ve- denkcn hat diese Estimmung. Wenn die Arbeiter auf In: validenrente verzichten müssen, weil das Minimum der Er- werbsfähigkeit noch vorhanden ist, werden 118 aus ihrem Berufe, in dem sie nicht mehr leistungsfähig sind, in andere BerusSarten aedré'mgt, in 7321472911 fie dann den ,qesunden Ar- beitern Konkurrenz machen und die Löhne herabdrücken. Da- durch werden die eLwaiaen guten Wirkungen des Gesetzes wieder ausgdhoben. Erhalten jolche Arbeiter aber keine Arbeit, so werden sie auch von dem Verfickzerungsanstaiten zurückgewiesezi werden, weil diese keine Arbeitsnackzwsiseämter sind, und ste bekommen auch keine Renten, weil sie das Minimum der Erwerbsfähigkeit noch haben. So fallen sie schließlich der _Armenpflege anheim troß ihrkr jahrslangen Versicherungßbettriige. Die AbänderungEanfräge dsr Sozmk- demokratsn in diejer Richtung habe das Haus aber abgelehnt. Daß die Wartezeit bei der Alterßrente zu hoch, bei der In- validenrentc: an sich ungerecht und das; das Veitragsjahr von 47 Wochen zu hoch gegriffen sei, hätxen die Sozialdemokraién bErc-itS ir) zweitér L_esung aus;;eführt. Dic Lohnklaffen smd an *sich eme Vcrbes1_erung geZen die Ortsklaffen, aber der Ab- schluß der Lohnklasxén mit 50.16 entspricht nicht 0611 that- sächlichen Verhältnissen. GlücklichErweise verdient noch 61116 großs Zahk von Arbsitern 1000 und mehr Mark, und für diese_111üßte eine besonders Lohnklasse mit höhékék Rente gs- 1chafs€n werden. Der Vorredner hat aÜe diese wichtigsten Punkte_ nicht berührt. Bezüglich der freiwilligen Versicherung stehe? dre sozialdxmokratische Partei dem Aßg. Schmidt (Elberfeld) und sein-zr Partei gegenüber. Nack) den Erfahrungen mit der: selben, nanxentlick) unter dem Haftpfxichtgeseß, können die Arbeiter dißxelbe nicht Übermäßig pousfiren. Immerhin aber sind die Letjtungen der freiwilligen Versicherung höher als die deß Gesekzes. Hr. von Boettixher hält die Buchdruckerkaffefür bankerott, und doch hat die1e freie Organisation wesentlich mehr geleistet, als was hier vorgeschlagen wird. Bei 12000 Mikgliedern mit einem wöchentlichen Beitrag von 20 ,33 ahlt die Bucksdruckerkaffe Nach jünfjähriger Wartszeii eine kent? von 365 “16, sobald der Betreffende ein Jahr lang Krankengeld bezogen hat und nicht mehr in seinem Beruf lhätig sein kann. Die Annahme der Erwerbsunfähiqkeit in dsm eigen€:_1 Beruf ist der einzig richtige Grund'saß. DieZabl der Invaliden der Buchdruckerkaffe [Hat sich im lsßten Jahre von 178 auf 200 vsrmshrt, an doch ist das Ver: mögen der Kasse auf 800000 „16 gestiegen. Die Forderung der Arbeiter, daß die Rent? dieses Geseßes mindestens die Hdhe der Rente der freiwilligen Versicherung erreicht, ist nicht erfüllt. Trotz der Vorwürfe de?- Hsrrn Staatssekretärßgnüffe er (Redner) immer wiéder behaupten, daß die Reatenempsänger der önentlichen Armenpflege nicht entzogen werden, und des: halb auch ihre politischen Rechte verlieren. Die Arbeiter onen, daß die Rente dem entspricht, was zu' ihrcn Lebens: bedürfniffen nothwendixx ist. Die dadurch entste?enden Kosten könnte die heutige irthschastsform sehr wok) tragen. Er berufe sich dabei auf ein autoritatives Wort, das, allerdings scherzhaft, aber doch mit ernster Bedeutung, zu den Arbettgebern aus Westfalen dieser Tage gesagt ist: „Thur do_ch den Beutel auf!“ Sie hätten immer gesagt, Mit leeren Taschen sei die Sozialreform nicht zu mgchen. Das hier ist keine Sozialreform, weil mar) ste durch die indirekten Steuern aus der Tasche der Besx?losen_machen will. Den Antrag der Sozialdemokraten m_:f Aufbringung der sämmtlichen Kosten durch eine Reichs: Einkommensteuer habe man *.*xk-gelchnt, weil er den Stempel der Unmöglichkeit an der Stirn trügc und fie kein? Berech- nuxi en über die Gesammtkosten vorgelYt hätten. Wäre der N61 Stag geneigt gewesen, auf den ntrag einzugehen, fo hätten wir die Berechnungen angesieüt. 500 MiÜionen jähr- ltck), wie der Abg. Hennig meinte, wären sicherlich nicht heraus- ekommen, aber selbst recht hohe Summen könnte man lieber ür: solche Zwecke ausgeben, als zur VermehrunJ) des Militärs und zur Schaffxmg immer neuer * Dord- waffen; Gegen die Neichs-Emksmmenst_euer wird _meseux: lich emgewendet, daß dani: „das vorltegende Geiss drs

1889.

in alle Ewigkeit verschoben werden müßte. Das bx kgnnte Wehrsieucrgeseß hat aber gezeigt, daß die Einführung einer Reichs-Einkommenfteuer so große Schwierigkeiten ni t bielet; jedenfalls würde bis zum 1. Januar 1891, wo Organisation des Jnvaliditätöxzese es beendigl sein soll, auch dak» Einkoxnmensteuer eseß fertggetellt sein können. Ei en- 1l)ü111lichijtauch, da die einzige, wenn auch minimale er- befferung des Gesetzes in der zweiten Lesung, die Beseitigun der Möglichkeit der Zahlung der Rente in Naturalien na dem KdmmisswnSantrag, wieder aufgehoben werden soll. Die Laydwrrtbsthast klagt über die s were Belastung durch dieses Ge1eß;_ wenn aber irgend eine [affe der Bevölkerung einen Vortheil_ davon _hat, _so ist es die Landwirjhschaft. Die Alters- rente mtrd _allem die Landwirtbschast entlasten, denn in der Judustrie smd die Leine über 70 IFW seltener als ein weißer . abe.Fernerwerdendteindustrieüen rbeitermitihrerJnvaliden- re_nte auf das platte Land hinauSgehen, dessen Kaufkraft er- hdhen und den Rest ihrer Axbeitskrast der Landwirthschaft Widmen, wodurch enze Verbiliigung der Arbeitslöhne eintreten muß. "DW Orgamsgtzon des Geseßes ist u kostspielig und Tck)werfal11g_und bethetl1gt _nicht ails Jntere enten in gleichem Maße. SLL hätte an die Krankenkaésen angelehnt werden können; dann wäre das Rechnungswe en vereinfacht und die Verwaltung billiger geworden, dte Rente ?ätte dafür aber erhöht werden können. Dann ist dem Ge etz der Vorwurf zu machen, daß die über 700000 Arbeiter umfassenden freien Hültskassen _lahmgelegt und geschädigt werden, nicht nur da- durch, daß_ste von der Verwaltung, von dem Recht, in die Schiedsgemchte gewählt zu werden u. s. m. aus eschlossen sind, sondern auch dadurch, daß sie bei der ere nung der Rente u kurz kommen. Die VernichtuanL er freien Hiilfskaizsen wird 'vicUeicht auf diesem ege erreicht werden; aber, wenn man glaube, dann auch jenes inteliigente Element in denselben, die: Sozialdemokraten, los zu werden, sei man in gewaltigem Jrrthum. e mehr man dieselben in die_Oriskaffe hineinzwänge, um () mehr würden jene in 11121811 das Heft in d1e Hände bekommen, namentlich auck) in Folge der besseren Kenntniß der Verwaltung, die sie in ihren e_igxnen Kassen eiernt haben. Angesichts dieser mangelhaften Bmtimmungeén önne seine Partsi nicht für das Geseß stimmen. ES [2th dem Volke Sand in die Augen streuen, wenn man ein Zoiches (Jessy als eine ernsthafte Sozialreform bezeichnet, die im Stande sei, den berechtigten Ansprüchen der Arbeiter ?u zzenUgyn. Derartige Behauptungen stehen auch im Wider- pruck) mit der ablehnenden Haltung der Regierung gegen die Anregungen in Bezug auf das Verbot der Kind», der Sonntagsarbeit, der Schaffung eines Normalarbeitsmges; das wäre die Stelle , wo geseßgeberis Maßnahmen wirksam sein möchten. Wä?rend man ein eits eine große, nach Miüionen zählende politi Ye Partei, die fozialdemokratisckze, knebelt und mundtodt macht, ei den Wahlen ihr die Vertre- tung ihrer Grundsätze abschneidet, die gewerkschaftliche Organi- sation der Arbeiter vernichtet, das durch die Gewerbeordnung gewährleisten? KoalitionSreckt einschränkt, indem man das Sozialistengeseß mißbraucht, um gewerkschaftliche Versamm- lungen zu verbieten, wil] man andererseits kommen und be; haupten, daß in der Arbsiterschaft Ankrkennung und Zustim- mung sich smdon werden, wenn ein solches Geseß ins Leben triit. Nsin, wer das von den Arbeitérn glaubt, unterschäßt die Fähigkeit der Arbeiter, zu denken, und die Ansprüche, die die Arbeit-Zr zu stellen ber€chtigt sind. Was sollen die Arbeiter von dem Ernst der Sozialrdform denken, wenn fie sehen, wie ebon in Wéstfalen der Versuch (_:_emacht WOVÖLU ist, die Vsrsammlungen der Bsrgleute auf GTLMD ÖFB Soziakisten- 981213??- zu Mrbieten, und wie in himmsw'chrsicndßr Weise wehr- lose Frauen und Kinder hingesckwffen worden find! Der Staatssekretär von Boexticher hat bei der Eröffnung der UniaUverhütungs-Ausfieüung fein Jntereffe für den Arvgiter- 11131113 bstoni; Lr solLte icin Augenmerk darauf richten, “Schuß: vorrickztungen" zu treffen, die solche Vorkommnise unmöglich machen. Man hat nicht nur in der Presse, Fondern von autoxitativster Stelle gemeint, daß jede Einmischung der Sozialdemokratie in die Arbeiterbewegung vexdsrbiick) sei; es wurde“, ach-Yführt, daß, wenn nur eine Spur nch zeiger) würde, das; die ewegung mit der Sozialdemokratie Mammen- hänge, man die strengsten Maßregeln ergreifen würde. Selbst wenn das Geseß mit den Ankrägen der Sozial- demokraten angenommen würde, so würde die wirth- schaftliche Lage und Organisation der Gesellschaft wesentlich nicht geändsrt werden, sondern nur eine Verschiebung gemiffer EinkommanSverhältniffe und eine Verbesserung bestimmter wirtljschaftiicher Lebensstellungen eintreten. Die Sozialdemo- kraten hätten von Anfang an keinen Zweifel darüber gelaffeq, daß sis, obwohl sie überzeugt seien, daß ihre pxinzipielle Aux: faffung durch solche Reformen nicht zur _Geltung kommen könne, es doch für ihre Pflicht halten, auf dem Boden der bestehenden Verhältnisse die beffernde Hand anzulegegt. Tiefer Pflicht stehe aber die andere gegenüver, nicbt Maßregeln in das sten treten zu lassen, die unzulänglich und _mangelhaft sind. Diese Auffassung werde sie aux!) bei der ichließliaxen leßimmung leiten, wenn sie ihre Zusiuumung zu dsm Gexes verxagten.

Abg. Holy: Er stehe zu seinem Bedauern nicht auf dem Standpunkt der Fraktion, w:?lcher er angehörs. Er habe schwer mit fich Lkämpft, bevor er diese Stellung, die er ein- nebme, fest ge aßt habe. Er habe, obwohl er gegen die Grundlage des Gesetzes die schmersten_Bedenken habe, 7i1r§. 1 und §. 14 gestimmt, Er onte nicht 1ri_“cher ablehnen, als_ bis er völlig klar mit sich war über die Wirkizngßn dxs Mieses auf seinen Wahlkreis und die östliche Landw1rth1chast._3n den Osterferien habe er Gelegenheit gexunden Ku sehen, uns außer: ordentlich eringe S_ympatZie in yeinsm Wahlkreise für das (Hsseß vor anden 1121, L enn in dem Contralverein weft: vrsußischer Landerthe die von ihm beantragte Resolu- tion gegen das _Gcseß Lipstimmig Annahme sand, so hätte das nicht in winen Außstxhrunch seinen Grund," sondern in den Vcstimmungxxn des Geeses 1eldst, welch? sine klare Spraäxe reden._ Dxexeo Votum e': ibm um so _mehr von Werth, als jsne Versammiuix zmu, Mitau§ größten Theil aus Mäunem wieder polmrJer Richtung bcxiand, deren vornehmster