1889 / 123 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 24 May 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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: o * . mit v . MMW auooesölossTrM

m den 18. u i 1889. ' Knaack:- Amtsgeriät.

Aufgebot. böfnr Diedrl? Börßmanu kde" oftläeode in der edmarkvonBol etc durch Kan erworben: ) Wilhelm Schmedes m okel die Parzelle 176

des Kartenblatts 2 der Grundsteuermutterrolle von Bokel ' Größe.von 1 111. 34 a 77 qm,

. WW . llenmoor

2) [ Brunkhorft zu Bokel die Parzellen 164, 176 und 177 des Kartenblatts 11 der Grund- ßenermuiterrolle von Bokel zur Größe von 19 a 81 «111, 41 |. 63 qm und resp. 7 x 18 qm“, genannt .Pattacker',

3) Martin Graewinx zu Bokel die Parzelle 77 des Kartenbiatts der Grundsteuermutterrolle von Bokel zur Größe von 39 a 58 qm,. ge- nar;nk_ .die langen Stücke“, aucb „Wisch-

for : . Auf Antrag der Käufer werden Alle, welche an den verkauften Grundstücken Cigentbums-, Nähen, lebnretbtlicbe, fideikommiffariscbe, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbexondere aucb Servitulen und Realberecbtigungen zu aben vermeinen, hiermit auf- efordert, solche Rechte spätestens in dem am Moor!) den 10. Juli 1889, Morgens 10 Uhr, dier anstehenden Aufgebotstermine anzu- melden, widrigenfalls für den sieh nicht Meldenden das Recht im Verhältniß zum neuen Erwerber der Grundstücke verloren geb . Hagen i. Prem., den 16. Mai 1889. Königliches Amtögericbt.

[11493 Aufgebot.

Na dem die Ehefrau Brinker, gnt. Nolte, Calbarina Regina Elise, geb.BönSmann, zu Jösiixtg- hausen, als Vormünderin ihrer 'Kinder Loutse, Ferdinand und Johann Heinrich Bunker, das Auß- ebot der in Verlust eratbenen Urkunde über die m Grundbuch von iy-Iöstingbauset) Bapd 1 Blatt 37 Abtheilung 111 Nr. 2 auf die Sptekch Markkötterei Nr. 40 zu Iöstinghausen für den Pächter Christian“ Heinrich Bönßmann auf Langsenkamps Static zu Schinkel, späteren Colonen Nolte zu Jösiingbausen eingetragene Forderung vom 19. De- zember 1860 über 1300 Thaler beantragt hat, so wird hiemit der Inhaber der Urkunde aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag. den 19. Sep- tember 1889, Vormittaxs 11 Uhr, hier an- stehenden Termine seine Re te anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls dieselbe für kraftlos

. erklärt werden wird. Wittlage, den 17. Mai 1889. Königliches Amtögericbtx 1. Hermann.

[11488] An gebot.

Im Grundbuch von iepe tom. 14 701.1 Nr. 40 pag.313 stebt eingetragen eine Warfsiätte, bestehend aus eurem Hause, worin 3 Stuben, einer Scheune und einem Garten. Im Jahre 1779 wurde als Eigentbümer der einen Stube nebst Scheune und Garten, wq'rin ein Fischteich, Ulfert Antons und als Eigen- tlnzmer einer Stube (mit Garten?) Anna Antons, thiwe des Ian Djuren, eingetragen. Im Jahre 1856 wurde im Grundbuch vermerkt, daZ, nachdem das Haus nebst Scheune vor vielen abren ab- gedrannt, die damaligen Besiper drei separate Häuser wiedererbaut hätten, und besaße davon jeytangeblich Ulfert Ianffen Djuren als Besißnacbfolger 3. seiner weil. Mutter Anna Antons ein Haus nebst dahinter belegenem Garten, 5. des Ulfert Antons den Fisch- teich. Dieser dem Ulfert Janssen Djuren gehörig gewesene Gxundbefiß soli ge enwärtig im Kataster vermeffcn sein als Par ellen 12 und 354/123 Karten- blatt 9 Gemarkung iepe. _ Auf Antrag der Erben dxs lestgenannter] Djuren als egenwärtiger Befißer, yamlicb der Wittwe Taetje anffen, geb, Cordes, zn Riepe, der Ehefrczu Czilke Krone, geb. Djuren, in, Varel, d_er Tnentje DZuren in Gandersum, des Fischers,1111ert Djuren n Riepe, dcr Schwaantje Diuren m Ganders_um, drr durrb vor edacbte Wittwe Djuren als Vormunderin vertretenen inderjäbtigen Jan und Dirk Djuren, werden axle Diejenigen, welche _auf den von diesen Erben beseffenen Grund- befiv ErgenilxumSansprütbe zu haben vermeinen, auf- gefordert, spateftens im Termin Dienstag, 9. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, beim unterzeichneten Gerichte folche_ ihre Ans rücbe anzumelden, widrigen- falls sie damit aUSge chloffen und die genannten Djinen'scben Erben als Eigentbümer eingetragen wer en.

Aurich, den 17. Mai 1889.

Königliches Amiögericbt. 111.

[11492] Aufgebot Im We e der Cxpropriation hat der Kleinkotbsaß mich Keine in Lelm Uv. aaa. 14 von seinem ofplane r. „73 eine Fläche von 24,5 qm gegen eine Entschadi ung von 120 „14 an den Kreis- konÖmunczll-Zießland Jeleis' hßitxeteßße ck | ur uzaun.es.n a ta„i Termin auf den 1 .S_ t'ebrber1g8uI9; Fk eus 10 Uhr, vor Herzogli em Amtögericbte bier eibst anberaumt.

Auf Antrag Herzoglicber Kreisdirektion Helmstedt werden zu diesem Termine alle Die'eniaen, welche an der abgetretenen Grundfläche bezie ungsweise dem zu xablenden Entschädigungskapitale dingliche Be- rechtigungen zu haben glauben, mit der Aufforde- rung vorgeladen, ihre Ansprüche spätestens im Termine anzumelden, widrigenfalls sie mit denselben nuWsckoloffen werden sollen.

nigslutter, den 13. Mai 1889. Hnglicbes Amtßgericbt. (bwarzcnberg.

[11489] ..

Auf Antra des'iZimmermanns Theodor eeck in Dreyer, Kip? Marl,' wird der Johann beodor Kleinstreuer, Yb. am 25. Juni 1818, welcher vor 40 Jahren na Nordamerika aus wandert ist und stitÉUFrNaw 20_Iabreii keine achricht von sicb Ws ?*Maufgefordert, W spätestens _in dem auf _ _11.' ck18“, ngen 11 u r, vor dem ynfeizeichneienßmßgerichte „angeseßten ermlüe „„...: ch od „tbrifti zu milden, widrigenfalls

: odeve ung 1112er! soll.

ersten, den 13. Mai 889. Königliäpes Amtkaericht.

' als

?:. MWMZNWM nachfoloer des am . Jul 1888 bier! ver- storbenen Agenten Andreas Neumann aufg M Westens iar xAufgeboistermine bm . „.... , 181»,an , 11 u r„ re :; . auf den etwa 10000 .“: betrauenden acblaß des elben bei dem unterzeichneten Gericht, iwwer Nr,. 34 unter Nachweisibm, Erbrxrbis, un, im Fan: sies dasselbe auf die ges iche Etbfolgde Hindu, unter Narbweis des Grades rer Verwan Y ft mit den! Verstorbenen, an nmelden, widrigenfa s der Nachlaß dem Fiskus zug procben werden wird. .

Königsber , den 15. Mai 1889. K niglicbes Amtsaericbt. :.

UM] Anitas dasm- Lundebn :

"' .

8625 [ De11nnach die Erbschaft „dex verstorbenen Kauf- manns Fri Kobl bieselbst *ab _ints-tato den Erben

desselben a s: ..

11. dessen WitWe, Bertha, geb. Oelmann,

5. dessen von dem Lehrer Otto Oelmann bevor- mundeten beiden Kindern Elisabeth und Johanne Kohl, sämmtlicb daselbst,

deferirt, von den genannten Erben bezw. dem Vor- munde derselben aber mit der Rechtswobltbat des Juventus angetreten ist, so werden alle Diejeni en, welehe Ansprüche auf Befriedigung aus der Verla en- schaft des :c.Kobl zu haben vermeixien, aufgefordert, solche Ansprüche möglichst bescheim t spätestens in dem zu diesem Zwecke auf den 2 . Mai 1889, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termin unter dem Rechtßnachtbeile anzumelden, da nicht an e- meldete Ansprüche auf den Theil der affe sick) e-. schränken, welcher nach BerickZtigung der angemeldeten Forderun en auf die Erben ubergebt. Schön ngen, den 2. Mai 1889. Herzogliches Amtßgericht. A. Heis e.

11512]

[ In Sachen, die TodeNrklärunZ bez. Auöscbließun der unbekannten Erden 1) des kaufmanns Hrinri

Christoph Grünwald, vormals in Berlin. 2) des nach Amerika außaewanderten Sattlers Ernst Gustav Wagner aus Wolkenstein und 3) des ebenfalls nach Amerika auschanderten Müllers Christian Heinrich Leschner aus Gehrinaswalde betr., wird auf Antrag zu 1 des Königl. Sächsischen Staatsfiskus, vertreten durch Justizratb 131“. Böhme in AnnaberzZ, zu 2 des Gutsbesitzers Karl Gotthilf Hofwann n Schön- brunn, in väterlicher Gewalt semer unmündigen

Kinder, Karl Ludwig, Emma Agnes und Max Paul, R ck)

Geschwister Hofmann, ebenfalls vertreten durch Justizrat!) RechtSanwalt ])r. Böhme in Annaberg, und zu Z die Wirtbscbaftsbesi er Karl Iulius Lescbner und Christian Friedrich Le cbner in Gehrings- walde, von dem Königlichen Amts ericht Wolken- stekin durch den AmtSrichter Hobi eld für Recht er ann :

Der Kaufmann Heinrich Christoph Grünewald,.

vormals in Berlin, der nach Amerika aUSgewanderte Sattler Ernst Gustav Wagner aus Wolkensteirr und der ebenfalls dahin aussewanderte Müller Christian Heinrich _Leschner aus Gehringswalde werden für todt erklart, die unbekannten Erben, bez. Rechts- nachfol er, welche ihre eWaigen Ansprüche an die Nachlä e Grünewalds, Wagners und Lescbners bis zu dem bestimmten Aufgebotstermine nicht angemeldet haben, aUSgescbloffen und ist das Vermögen Grüne- walds als erblofes Gut dem Königl.. SächsisÖen SiaatSfiskus zu überlassen, während die Vermö en Wagners und Lescbners deren hier bekannten Er en außzuantworten sind.

Die Kosten des Verfahrens haben die betbeiligien Erbintereffenten zu tragen.

Verkündet am 3. Mai 1889. Königl. Sächs. Amtßgericbt Wolkenstein.

[11494] BekanntmachunK.

Durch Ausschlußurtbeil des öniglicben Amts- ericbts 1. Berlin, Abtheilung 49, vom heutigen age ist das Hypothekendokument über 2700 ck nebst 59/0 Zinsen eingetragen für die verwittwete Frau Kaufmann Rückert, Louise Emilie Wilbelminr, geb. Berlin, zu Tangermünde im Grundbuch des Königlichen Amtögerichts 1. zu Berlin von den Invalidenbaus-Parzellen Band 111.5] Blatt Nr. 98 Abtheilung 111. Nr. 17, für kraftlos erklärt.

Berlin, den 17. Mai 1889.

Tl) 0 m a s , Gerichtsstbreiber des Königlichen Amthericbts 1. Abtheilung 49.

[11303] BekanntmachnuI.

Duréb Ausstblu urtbeil des öniglicben Amts- ericbis 1. Berlin, btbeilung 49, von; heutigen Tage | der von dem Ho lieferanten Wilhelm Wiegand zu Axolda am 10. ovember 1887 auf Hermann Ewa d in Berlin, Louisensiraße 38, gezogene, von dem Leßieren acceptirte, am 10. Januar 1888 zahl- bare Primawecbsel vom 10. November 1887 über 317 „44 18 „5, dessen Rückseite mit dem Blancogiro des Wiegand und den Giro-Vermerken von Heinrich Spoer & Francke zu Apolda, des P. A. Wolf und der durchstrichenen Quittung der Deutschen Bank versehen, und der angeblich verloren gegangen ist, für kraftlos erklärt.

Berlin, den 17, Mai 1889.

Thomas, Gerichtsscbreiber des Königlichen Amtbgericbts 1. Abtheilung 49.

[11501] , in Namen des Köui 8! erkündet am 13. Mai 1 89.

. Ka 111 b a cb, Gerichtsscbreiber.

In der Peter WoiciechoWki'siben Aufgebotösache 1. k. 2/89 erkennt das Königliche Amtßgericbt xu

, koschmiu durch den Amtßricbter Frydrychowicz fur

Rechto |_ r

1) DemBremser I n r esiek in, Jg! 1 . dem irtb Jose 5 Gr ekg ink Joznencicé, *, WßWirtb goa Gr: ek in .Öoiarzyce, „und war d?“ Criteren rden der Margaretha Gr] ek, gr . Gabriel, den beiden Lesteren als Erben derIR-pba Pauline Grzesiek, 79:5. Gabriel, werden ihre echte auf die- jenigen 4. Thlr. 4Sgr. 10 Pf.,m . nsen welcbe im Grundbuch: von Koscbmin oln fck) Öauland Nr. 11 Abtb. 111. Nr. 111 als gro elterlicbes Erb- tbeil für die Jollepba Pauline und arßareibe Ge- schwister Gabrie *aus dem Franz Gabri schen, Erb-

FTF- vom 27“. März 1829 eingetragen sind, vor- e «?

[ten. Die übrigen Reibunacbfolger der vor mannten G ub erinnen werden mit ihren “Ans : eben auf die den (huet: Hypothekenpost ausgescblo en.

3 Die Kosten, der Verfahren! wetdea, dem An- itaZst-ler, Wirth Peter Wojciecbowski, auferlegt. [11500] "* [..an m o!

det am. . , _ 889. a ., als,Getich reiber. ., ckck, betreffend das afgebot der Hypo- tb *eudo mente: . , . „„ 1) über die-:fxür die Bauer Milbéa'ß'scßen Ebe- lmtß auf 9 hagen Nr. 151 und Nr. 185 Abi “21010“

„_

_Nr. 1 des. Nr. 1 eingetra-

2) "“i-?“" di “5 iii * “Klei fcb idt zu er e r a auexn n m Gro -Dallentbin auf Zütkenbagen Nr. 237 Abt eilung 111. Nr. 2 eingetragenen 600 .“, erkennt das Königliche Amts nicht zu Bärwalde i. omm. durch den Amtßri ter Gerstenberg für

Re i: , NaÖsiehende Hypothekenurkunden: „_. 1? Das Dokument über 200 Thaler Kaufgelder- rest orderun eingetrMn für den Bauern Johann riedricb ilbelm ilbraß und deffen Ebrfrau anne Emilie. geborene“ Zahn. auf den Grundi'xucken r. 151 und Nr. 185 des Grundbuchs von Zulken- bagen Abtheilun 111. Nr, 1, bestehend aus: a.. dem geri iliche'n Kaufvertrage vom 22. De- zember 1857, _ b. der Cintragun Snoie vom 8. Juni 1858, o. ']?er Hypotbe cnbuchauSzuge vom 26. Mai 2) das Dokument über 600 „M Kaufgelder, für den Halbbauern Carl Ludwig Kleinschmidt zu Er.- Dallentbin zu 5% verzinSlicb eingetragen auf dem Grundstücke Band 71. Nr. 237 des Grundbuchs von Zülkenbagen in Abtheilung 111. unter Nr. 2, bestehend aus: a. dem Hypothekenbriefe vom 10. April 1874, b. Ausfertigung des gerichtlichen Kaufvertrages vom 10. April 1874, werden für kraftlos erklärt. gez. Gerstenberg. AUSaefertigt: Bärwalde i. Pomm., den 14. Mai 1889. (11. 8.) Zimmermann, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtßgericbts.

[11495] Im Namen des Königs! Verkündet am 13. Mai 1889. K a m b a ck) , Gerichtsscbreiber.

Auf den Antrag des Wirths Joseph Wcidrka in

Malgow, vertreten durch den RechtSanwalt Czyvicki

in Koschmin. erkennt das Königliche Amtßgericht zu Kaschmir: durch den Amwricbter Frydryckwwicz für

e t: Die Zweighypotbekenurkunde über die im Grund- bucbe von Malgow Nr. 17 Abtb. 111. Nr.'2 für Joseph AndrzezÉwski einqetrccrlßxenen, und auf Grund des Joseph ndrzejewski's en Erbrezeffes vom 26. Oktober 1853 für den am 21. November 1852 geborenen Joseph Andrzejewski im April 1854 sub- ingrossirten Erbeaelder von 51 Thlr.,24 Sgr. 8 Pf., Xbildet- aus der beglaubigten Abschrift des Joseph

ndrzejewski'scben Erbrezeffes vom 26.0ktober 1853 sowie desjenigen Haußltdokuments, welchxs über die auf MalFlow Nr. 6 btb. 111. Nr. 2 fur die Ge- schwister ndrzejewski einqetra-x en gewesenen 207 Thlr. 20 Sgr. 2Pf. aus dem Constantiß ZlndSrzejetixski 13814?

' . ep k. ,

Andrzejak [eben Erbrezesse vom 24. März 1846, dem HypothekenbucbsaUSzuge und der Jngroffations- note vom 28. August 1846 gefertigt worden, wird für kraftlos erklärt.

Die Kosten des Verfahrens werden dem Antrag- steller auferlegt.

[11503] Die Hypothekenurkunde über die auf dem Grund-

stück des Restaurateurs Wilhelm Bartels haftende v

ypoibek von 473 Thlr. 26 Sgr. 2 Pf., eingetragen m Grundbucbe von Malz Band 1. Blatt Nr. 30 Abtheiluyg 111. Nr. 8, ist für kraftlos erklärt. Oranienburg, den 3. Mai 1889. Königliches Amtögericht.

[11541] Oeffentliche Vorladung. Jose Bengold, Wagner, früher zu Breitenau wohnend, 1th ohne bekannten Wohn- und Aufent- baltkort, wird hierdurch öffentlich vorgeladen, Montag, den 23. September 1889", Vor- mittags 9 Uhr, in der Sivung des Kaiserlichen Oberlandeögerichts zu Colmar durch einen bei diesem Gerichte zugelassenen RechtSanwalt zu er- .. (beinen, um auf den Antrag seiner Ehefrau agdalene, geborene Bansevt, zur Zeit in Vezelise, Arrondiffemrnt Nancy, in Frankreick) sicb aufhaltend, Berufungsklagerin gegen das Urtbeil des Landgerichts Colmar vom 18. Januar 1889, vertreten durch Rechtéanwalt Pfannenstiel, . „Kaiserliches Oberlandeögericht wolle die zwischen den Parteien bestehende Ehe scheiden“, zu verhandeln und das Rechtliche erkennen zu hören. Schoof, Ober-Sekretär.

[11531] Oeffentliche nsteauug.

Der Rechtsanwalt Karl enbart in Nürnber ba't Namens der ledigen und -' WH,]. Meßgermeifiters- tochter Katharina Barbara ürtenböfer' inkNürn- berg und der Curatel über deren außereheli es Kind Mya Barbara, „vertreten durch dessen ormund

eßxermeister “Johann GeorsxFürftenböfer von St. Leon ard, gegen den Wein!) ndler Isaak Fleisch-

" wann von Ki ingen. z. ,Zt.“ unbekanntcn Aufenthalts,

Klage wegen nsprücbe“ “aus außerehelicheéSchwängev rung gestellt und unter Vorladung' „des Beklagten in die anzuberaumende Si ung des K. Amtögeriépts KiJnFen beantragt den I auf Fleischmann zu ver- ur ei en, derselbe abe

1) die Vaterschaft zu dem von der Katharina Barbara Fürstenhöfer am 10. März [. I geborenen Kinde, Namens Anna Barbara,

anzuerkennen,

2) demselbexi das bels ränkte Erber ! auf seinen dereinsiigen Naeh a nach Maßga : des preuß. Limdrechts einzuräumen,

3) einm wöchentliwm «von der Geburt des Kindes bis zu dessen zurückgelegten 14. Lebens- jabre zu entrichtendem. im Vorau] zahlbaren Alimentationsbeitraa von vier Mark zu ent-

richten, -

43 das verein : ulgeld,

5 die allenfa [ken ur- und B räbnißkoften wenn das nd in obi er A mentations-

periode erkranken oder ster en sollte,

6)“ ** ** Pia“; Tadiich ? "B en ow . kn „„ _* . “i' r e' ? önli , Cn

.m,»ch:7iiiiich “FEIN ; ' xiner Hypothek im _ _e „von_ entrichten .od_ durcb " lege YUM mäßig„

Papiere im, eicben Betrage 1. en, s die Kosten d Prozesse! und es rreftFZ [:ü-ß zu tragen. ".;-.

7) as Urtbeil wird soweit eMeseKlicbzuläsßg, ,für vorläufig _vo eckbar äxt. .

Zur mündlichen Ver andlpn des Rechtsftrejn bat das K. bayr. Amiögericht Ki ingen Termin auf Dieuftacx, den 17. September 1. I., Von., 9 Uhr, 11 de en Sivungssaale bestimmt, ,und die öffentliche u ellung an den Beklagten bewilligt, welckre anmt erfolgt. .

Kiyiu er, den 18. Mai 1889.

Geri tsscbreiber des K. bayr. AmkSgericbts.

(11. 8.) Friedrikö, K. Sekr.

[11533] Oeffeirtlirhe Zustellung.

Die Firma Steinam &. ie„ .Herren-Garderobe- gefcbäft zu Würzburg„ vertreten durch Rechtßanwalt 131". Oberndorf zu Darmstadt. klagt gegen den Rej- senden FriedrichSchacke, früher zu Darmstadt jetzt unbekannt wo? abwesend, aus verkäuflicher Lieierung von Waaren, mit dem Anfrage, den Beklagten kostenpflichtig durch vorläufig vollstreckbares Uribejj für schuldig zu erkennen. an Klägerin 155 „% nebst 6 0/0 Zinsen seit 14. April 1888 zu bezahlen, Und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlun des Rechtsstreits vor das Groß erzogliche AmtögeriZt in Darmstadt 1. auf Fre tag , den 12. Jun 1889, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Außzug der Klage bekannt gemacht.

M o l t e r , Hülfs-Gerichtsschreiber des Großb. Amtsgerichts, ],

[11539] Oeffentliche Zustellung.

Der Seminarlebrer Ernst Steckel und dessen Ebe- frau Selma, geb. Reinsch, Zu Eisleben, vertreten durch den Justtzrath HoF daselbst, klagt gegen die Ehefrau des Le rers Te gentrcu Anna Helene, geb,

ammer, irn „eisian ihres Ehemannes, früherzu

öllscben bet Luhxn, sVater zu Berlin, Wilsnacker- traße 36, z. Z. in unbekannter Abwesenheit, wegen Forderung, mit dem Antra auf Verurtheilung zur Zahlung von 3000 „jk nebt Zinsen, und ladet die Beilagte zur mündlicher; Verhandlung des Rechts. stretts vor die vierte Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Halle 11. s. auf den 11. Oktober 1889, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen An- walt zu bestellen. Zum Zwecke drr öffentlichen Zu- stelicßxig wird dieser AUSzug der Klage bekanntge- ma .

Halle a. S., der_r 20. Mai 1889.

' Sanger, Aktuar, -

als Gcnchtsschre1kxer des Königlichen Landgerichts.

[11667] Oeffentli e Zustellung.

In dem gerichtlichen beilun sverfahren der Eb:- leute Johann Pelß Schuhma er, und Margaretha Reblinger zu Alte-Glasbütie und der Eheleute Peta

einricb, Bergmann, und Elisabetbe Reblinger zu

rughütte, ge en Elisabetha Steffen, WittweGeor Rehlinger, ane Gewerbe, zu Alte-Glasbütte un

. den Jakob Reblinger, dessen Wohn- oder Aufent

baltsort nicht bekannt ist, wegen Tbeilung der Na laffcnschaften von Georg und Johann Reblinge Söhne der Elisabetbe Ste en aus deren Ehe m' dem verlebten Grorg Reblnger, ladet der Not" Culmann zu Forbach in Lotbr, die Betheiligt

or sich 1) xur Erklärung über den Inhalt der 7. Mai 1889 vor ihm errichteten Vc-rbandlix und die zu bestimmenden Versteigerunasbedm gungen auf Freitag, den 30. Aug 1889, Vormittags 10 Uhr, in sein Amt lokal zu Forbach, zur Versteigerung des eipzigen zu den Tb?! lungsmaffen gehörigen Wobnbauses zn Stallung, Hof und Garten zu Alte-Glasbu auf Freitag, den 27. SepßxJFr 188 Nachmittags 3 Uhr, in da rthslok des Johann Bach zu Alte-Glas litte- 3) zur Liquidation der Tbeilungßma en u Außeinandersetzung auf Freitag, 25. zOktober 1889, Vormittags 10 ub " - in-sem Amtslokal zu Forbach, und zwar unter der Verwarnun daß gegxnb Außbleibenden angenommen wird, “sie seien mit d*» Inhalte der Verhandlung vom 7. Mai 1889, d zu entwerfenden Versteigerungsbedinaungen und d zu errichtenden Lizitation, Liquidation und Y" einanderseßung einverstanden, und daß alles dtxs un eachtet ihres Ausbleibens für sie bindend sein wu um Zwecke der öffentlichen Zustellung an d Jakob Reblinger, deffen Wobn- oder Aufe-ntbalts nicbt bekannt ist, wird dieser Außzug der Vorlad bekannt gemacht.

«. .. _. etx'. Gerichtsfibreiöer des AZss'e'riäpis Forbach in Lot

[11537] Oeffentliche Zn elluug. Der Kaufmann Bernard Elfering in W " vertreten durch den Rechtöanwalt Driever zuA ' klagt gegen 1) den einricb Nienbaus auf Zeche Hugo 50/ bei * uer-i. W., 2) ,die Eheleute Kranz Real und Gertrud, a Nienbaus in rle bei Buer 50/12 3) dem Hermann Nienbaus, seinem ufmtb' nach unbekannt, aus einem auf ibn übergegan enen Darlehn ' 49 Tbalern 28 Sgr. laut Seba dvers rxibun " 14. Februar 1865 mit dem Antrags: ce [“ zu verurtbeilen, dem Kläger 149.44 80 „3 nebst Zinsen seit 14. Februar 1886“? zahlen; aUch ' zu erlaffende Unheil r „vo ufig vollstreckbak

erklären, und lade! d : Beklagten zur mündlk' ; .

Amtögeri 118 an “den 10. Jul ' Vormittag] „„Zum Zwecke der öffenkl Zuftexriwa wird dieser unu- der Klas? nua

0 Ahaus, den 17. Mai 1889.

. „* . „. M ., 'sx'k' !, , Gerichtlsthreiber MUM? n Umtoaeriä“

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zum Deutschen ' Rrichs-A

451123. *Yichtawtsiches.

Preußen. Berlin, 24. Mai. Im weiteren Verlauf der gestrigen (74) Sißung des Reichstages wurden bei fort eseßter dritter Berathung des Gesetzentwurfs, be- treßfend die Invaliditäts- und AltersversiÖe- rung, die §§. 82 und 83 mit einigen redaktionellen Aende-. kungen angenommen.

u . 84 bemerkte, der Abg. Broemel: *Der Abg. Schmidt: tberfeld 'hat in der zweiten Lesung einen Vergleich gezogen zwischen der von der Magdeburger allgemeinen Verfichcrungßgeselisckwki geforderten Prämie für die Jnvaliditäts- und AlterSver icherung und zwischen den Beiträ en auf Grund dieses Geseßes. Der Vertreter der verbün- deten agierungen hat damals für dieses Gesetz einen Prämiensaß von 664 „,k-6 angeführt gegenüber der von der Magdeburger Gesellschaft geforderten Prämie von 7,30 „Fl. _pro Jahr für sine VersixherungNente von 100 «. Der BundeSraths- vertreter hat sich leider nicht veranlaßt gesehen, die Grund- lagen" seiner Berechnungen dem Hauke oder einigen Abgeord- neten mitzutheilen. Jch„hör_e, daß ies später privatim ge- schehen ist. Wiederholt ist hier bei der Berechnung der Süße dargethan, daß das hier angenommene S stem des Kapital- deckungsverfahrens nothwendig die Folge ha e, die Gegenwart auf Kosten der Zukunft zu entlasten. Nach diesem System würde in der ersten Lohnklasse die “mittlere Invalidenrente ohne NeichUuschuß 85,85 „11, mit Reichßzuschuß 135,85 „ik Rente im Beharrungßzusiande betragen. Bei dem von uns vorgeschlagenen Prämiendeckungßverfahren würde es mit einer jährlichen Prämienzahlung von 9 «16 möglich sein, ohne jeden Reichszuschuß eine Invaliderirente für die erste Lohnklaffe von 136 „FQ pro Jahr zu leisten, ebenso eine,gleiche AlterSrente. Wenn man also von vornherein nicht zu niedrige Prämiensäße forderte, sondern sich auf den ver: sicherungstechnischen Standpunkt stelite, so könnte man in der ersten Lohnklaffe denselben Betrag geben, der 1th erst durch den Neich3zuschuß erreicht wird. Ich könnte mir nur denkc'n, daß für diejenigen Arbeiter, welche in einem höheren Alter in die Versicherun? eintreten, und also mit viel höheren Prämien be astet werden, zeitweilig für eine UedergangsPeriode ein Reichszuschuß 'gewähri würde. Anders lirgt die Sache doch aber hier bei diesen Systemen. Die 6,64 „M JahreSprämie, von welchen der BundeSrathsvertreter esprochen hat, enthalten schon 1 „% Verwaltungs osten; bei dsn weiteren Prämien für die anderen Lohnklaffen muß man diese 19/7, in Abzug bringen, um die Sicherheitßzufchlägs in den verschie- denen thnklaffen zu machen. Wenn Sie eine andere Lohn- klaffe nehmen, 3. B. die vierte, 10 wird darin im Beharrungs- ustande eine ZZhre-rprämio von 29,2 «18 gezahlt. Der Arbeiter, 5er mit dem „Jahre in die Versicherung eintritt erhält 228 «16. ohne Reichszuychuß und 278 «16. mit demselöen und eine AlterSrente von 150 resp. 200 „[H Wählte man das Prämienversahren, so wäre ohne jeden ReichSzufchuß man unter den gleichen Verhältnissen für jeden mit dem 20. ahre in die Vcrsicherun eintreienden Arbeiter eine Rente von 339 „ck gesichert. en Versuch, noch in diesem Stadium der Berathung einen bestimmten Antrag zu stellen, habe ich als aussichtélos aufgegrben. Denjeniqen aber,“ welche heute mit ruhigem Gewissen fiir das Kapital- deckungswrfahren stimmen onen, ohne die Gefahr zu laufen, daß nach kurzer Zeit, wahrscheinlich noch vor, dem Inkraft- treten des Gesetzes, wieder eine Aenderung eintreten wird, bleibt nicht?: Anderes übrig, als in dieses (Heseß die Bestim- mung aufzunehmen, daß die Beiträge durch ein besonderes Gese isstgeseßt werden; denn der hier gewählte Boden Zält eine ?treng sachliche Prüfung nicht aus. Sie Übernehmen ier eine schwebende Schuld und fixiren die Nothwendigkeit eines ReichSzuschusse8 Ein großer Theil der prinzipiellen Bedenken egen das Geseß und gegen den Reichszuscduß würde fort: Hallen, wenn man das Kapitaldeckungsverfahren vermieden hätte. Ick) kann es mir nicht versagen, noch in leßter Stunde dagegen meine warnende Stimme zu erheben.

Ge?eimer chierungs-Rath von Woedtke: Der Abg. Broeme will das K*apitaldeckungdverfahren durch das Prämien- deckungßverfahren crseßen, er ist also auf etwas zurück- gekommen, was bereits in einem friiherrn Paragraphen an- genommen ist. Man könnte daher darüber hinweggehen, ,aber lch will ihm doch darauf antworien. Den §. 84 zu streichen und die Beiträge in einem bexonderen Gesetz festzuseßen, wäre außerordentlich unzweckmä ig, denn Sie könnten bei einem neuen Geseß auch nur auf der hier gexchaffenen Grundlage weiter bauen. Zum Kapitaldeckungsver ahren_ist man deshalb gekommen, weil dabei kein_so hohes Kapital angesammelt wird und weil es bei den 1i_eigenden Renten rathsam ist, daß jede Periode ihre eigene_ Belastuirg aufbringt. Es wäre nicht raihsam, von vornherein Prämren ür Renten zu erheben, die erst in einer Reihe von Oxaßren ällia werden. Außerdem bietet das Kapitaideckungsver a ren die Möglichkeit, in verficherungstechnischem Sinne Ersa rungen zu sammeln, und das» sollte doch gerade dem Abg. roxmel erwünscht sein. Die Privatversicherung ist von der:,staatlichen ganz verschieden, denn die Privatversrcherun mmwt nur ?_esunde Leute auf, rend hier Alle ohne nterschied'ver» ichert werden. Die Er ahrun en „bei der Maxzdedurger Privat- Lesellschaft sind so ering, da? sie, ni tin etracht' kommen, enn die Gesellschat besteht erst seit 18 2 und hat bisher nur

weni e Renten zu zahlen. bg. Schmidt (Elberfeld): Ueber den Ver leich mit den rivatvericherung und

guten und schlechten Risiken bei der

der staatlichen Versicherung habe ich s on „früher gesprochen. Es ist nicht mit der vielgepriesenen christlichen Caritas ver- einbar, wenn dieses Geseß Halbinvalide, die voraussichilich nicht mehr fünf Jahre leben, zwingt, Beiträge zu zahlen für die staatliche Ver icherung, von der sie keinen oder nur [ehr kurzen Nasen aben_ werden. Der Regierungsvertreter me nte dann daß der b? Broemel an einen schon erledigten Para- grapöen zurückge r ffen hätte. enn der Ab . Broemel ni : ur Sachei esproÉn hätte, o wäre es ledigli Sache des 1: -

denten, 11 zur ache zurü zurufen, nicht aber des Herrn er-

Z weit e Bei [ ag e

nzeiger und Königlich Preußischen Stants-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 24. Mai

treters der Regierung. Wegen der steigenden Renten solle'n verschie- detie Perioden nöthig sein, aber im Negierungsentwurf waren auch steigende Renten, und da hat“ man an Perioden nicht gedacht. Daß man später Erfahrungen sammeln könne mit dem Kapiial- deckungSerfahren, hat schon der Abg. Schrader in der weiten Lesung wrderlxgt; er hat nachgewiesen, daß eine Statiétik mit Hiilfe der Qrzittungskarten nicht möglich sei, und wenn man sie mache, eine größere Arbeit verursachen würde als die Coxrtenführung. Die neringe Zahl von Versicherten bei den Prwatversicherun«gesellschaften ist ein Beweis, daß im deutschen Volk ein geringes Bedürfniß zu einer solchen Renten- vrrsicherung besteht. Durch Zwang wird die Stimmung dafür nicht größer werden. Wenn 21110 Privatgesellschaft wie die Mggdeburger mit ihrer kleinen Anzahl von Versicherten bei drm Vrämrendeckungßverfabreu bestehen kann, so könnte in diesem Grieß viel mehr geleistet werden. '

Abg._ Broemel: In welchem Verhältniß eine höhere Be- lasiung im Beharrungözustande eintreten wird., kann ein Privatmann sehr s wer berechnen, und die Grundlagen für diesq Berechnungen ind uns erst in allerleßter eit von der Regierung beschafft worden. Gegenüber dem ertreter der Regierung muß ich meine Bemerkung aufrecht erhalten. Bei richtiger Durchführung des Prämrendeckun Sverfahrens könnte man höhere Renten auch ohne NeichSzuscFuß zahlen. Meine Berechnungen stützen sich nicht nur auf die Magdeburger GelkselZschaft, sandern auch auf di? dem Geseßentwurf zu Grunde ge eg en.

Abg. Byhl; Die Beiträge für die erste eriode sind nicht zii h9ch gegriffen. „Wäre das wirklich der Jxaü, so würden mir 1a gerade erreichen, was die Hrrn. Schm.:dt und Broemel wollen, wir würden uns dabei dem Prämienverfahren nähern. Auch im Veharrungßzustande wird immer noch eine nicht kleine Anzahl von Personen versicherungspflichtig werden, die eine Privatgesellschaft nicht annehmen würde, weil fie schon in höherem Lebenßalter stehen. Wir haben es hier mit den Bei- trägen_i_iir die ersten zehn Jahre 11 “thun, und die von der Kommtsnon vorgeschlagenen Sätze eruhen auf den von der Regierung angesteüten Berechnungen. In dieser Beziehung müssen wir der Regierung folgen, da ein Privatmann solche technii en BerechnuncL-en nicht machen kann.

A J. Schmidt ( lberfeld): Der Abg. Broemel hat nicht

esagt, daß die Beiträge der ersten Periode zu hoch seien, Fondern im Gegentheil gemeint, daß sie für das Kapital- deckung-Zverfahren zu niedrig seien und eine koloffale Steige- rung im Beharruzi Szustande eintreten werde. Für die erste Lohnksasse wird dreZelbe 57 Proz. und für die höÖfte 120 Proz. betragen. Zu der ießteren steigen die Beiträge von 30 auf 66 „.J. Wie hoch die Belastung für die einzelnen Arbeitgeber und Arbeiter werden wird, _läßt sich noch gar nicht übersehen. Bei Friedrich Krgpp werden die Beiträge von diesem und von s einen Arbeitern über eine Miüion Mark betragen. Bei solcher Steige- rung der Beiträge von Periode zu Periode wird es mel schwieriger sein , Aenderungen zu machen und auch die Wittwen- -- und Waisenversor g ' zuführen. as der

Abg. Buhl über den'Veitrith- tererYA eiter sagre Z; | schon'

in der zweiten Lesung widerlegt. Nur, im erstes “re wer- den ältere Arbeiter in größerem Maße beitreten?“ Später werden selten ältere Arbeiter in einen verficherungßpftichtigen Betrieb eintreten. Selbst in den Motiven heißt es:,der Fall, daß eine Person im höheren Alter in einen versicherungs- pflichtigen Vetriéb eintritt _und dadurch vorficherungßpflicbtig ;vird, wird im Aligrmeinen nur als seltene Außnahme vor- ommen.

Geheimer Regierungs-Rath von„WOedtke: Die Berech- nungen sind so zeitig vorgelegt, wie die Berathung der zweiten Lesung es überhaupt gestattete. In späxeren Perioden können sich die Verhältniss auch günstiger gestalten; würden dann eventuell geringer ausfaUen.

§. 84 wird unverändert genehmigt, ebenso ohne erhebliche Debatte . 8411-89.

Nach „8911 soll jede Quittungskarte Namn zur Aufnahme von 47 eitragSmarken bieten. Abg. Hegel beantragt statt „47“ zu seren „5

Abg. Hegel: Bei nur wöchentlich gelohnte_n Arbeitern werden 47 Kolumnen ausreichen. Bei den monatlich gelohnten aber wird für de:: leßten _Monat der Raum nicht mehr aUSreichen ; es wird dann bei der1elben Lohnzahlung erst die alte Karte beklebt, diese abgegeben, und dann erst die neue in Angriff genommen werden müssen. Ebenso verhält es sich bei den vierteljä rlick) und halbjährlich gelohnten l?Zersonen. Die Lohnzah una müßte also in alien diesen en unterbrochen werden. Da mir aber versichert worden ist, ,daß auf den Karten hinreichender Naum gelassen werden mird, um die Lohn ahlung nicht zu unterbrechen, kann ich meinen Antrag zurü 2Ziehen. _ _

bg. Struckmann: Das Interesse der Versicherten ist m Anbetracht der Verjährungsbestimmungen am besten gewahrt, wenn nur 47 Abtheilungen auf der Karte vorixrnden find. Die angeführten Gründe aber machen einen grö eren Raum wünschenswerth.

§. 8911 wird nach den Beschlüssen genommen.

Nach §. 891111 soll die Aussteliuzig und der Umtausch der Quittungßkarten erfolgen durch .die OrtSpolizeibehörde des Beschäfti ungsorts oder durch dre von der Landes-Central- be örde ezeichnete andere Stelle. Die Abgg. Bu [ und Ge- no en beantragen, diese Funktionen besorgen zu affen durch die von der Landed-Centralbehörde bezeichnete Stelle.

Ab . Ha n: Die Vefungliiß der LandeVCentralbebörde, auch an ere rellen mit der usfü rung zu betrauen, ermög- licht eine Ueberlastung einzeiner teilen zu vermeiden. Dre Versicherten können so auch m die Lage versest werden, die Karten an einer näher und bequemer ngbelegenen Stelle, z. B. beim Gemeindevorsteher zu lösen u umzutauschen. Ick empfe le deshalb den Antrag ur Annahme.

brzmckt haupt- u

zweiter Lesung an:

b . von KleistrReßow: ie Aenderun g ck) die Ger?!

lich, die Amtsvor eher und au ent aßen. An ihrer teile würde es fick) empfehlen, 5 e

lehrer eranzuzie. en. nisierial- irektor Bosse: Wir können die anderen ver-

die Briträge .

1889.

hündeten Regi-xrungen unmöglich daraufhin festnageln, daß es

in allen Fällen verboten sem soli, auch einen AmtSvorsteher ur AZsführung zu bestellen. Hierin giebt die neue Fassung eie an . -

„Abg. Schrader: Die Regierung ist nicht berechtigt, ohne Zustimmung der Schullehrer diesen eine solche unktion zu ühertragen, die mit ihren übri en Funktionen fi durchaus nicht verträgt. Denn das dem ehrer bier aufgebürdete Gx schäft muß aUSgeübt werden in jedem Moment, in dem der Arbeiter kommt; der Le rer aber hat Tags über in der Schule zu sem. enn auch die Schulen auf dem Lande nach, der Meinung der Leute schon zu viel leisten, so glaube irh, daß gerade dem Notbstand der Land- w1rthschaft durch eme bessere Bildung der ländlichen Bevöl- kerung abgeholfen werden könnte. Man bedenkt nur immer, wie man eine Ueberlastuyg vermeidet, aber nicht, daß man die Geschäfte nur den geeignetsten Personen übertragen darf.

' Wir pertrccuen, daß die verbündeten Regierungen das letztere - aber in erster Reihe beachten werden.

,.,89 aa wird mit dem Antrag Buhl angenommen.

ie . 89 aaa-§. 93 werden ohne Debatte angenommen. . Nach .,94 kann e_m Versicherter, wenn er aus der Ver- sicherungép icht gusscheidet, das Versicherung§verhältniß frei- willig fortseßrn, indem er den volien Beitrag bezahlt und für jede Woche eme Zusaßnrarke beibringt. _ Abgg. Buhl und Genossen beantragen, diese freiwillige Versicherung nur nach der zweiten Lohnklaffe stqttfinden u la en. - Ab . von Gagern beantragi, dre Zeit dieser ?reiwi igen Verst erung auf die Wartezeit für die Invalidenrente nur dann an- zurechnen, wenn auf Grund der Verficherungßpflicht für min- destens 117 Beitra swocheii Beiträge geleistet worden find.

Abg. Buhl er lärt semenAntrag für nothwendig weil Fonsi in einer 9011 dem Gefeßgeber nicht gewollten Weise Ver- chiebungen stattfinden und einem Theil der Versicherten Vor: theile gewährt werden würden, die nicht beabsichtigt seien. Auf die. zweite Lohnklaffx hribe man die freiwillige Verficherung be1chränkt, weil darm eme Ari Durchschnittslohnklaffe zu se en sei. Bei der Fa un? der'Yestimniung séien auch die niere en Derjenigen, die ich rerwrllig versichern wollen, gema :t.

Abg. Struckmann hegründet den Antrag von Gagern mit der Absicht, der freiwilligen Versicherung einen weiteren Spielraum zu lassen; doch solle das nur so weit ges eben, als mit dem Sinne des Geseßes vereinbar. Um dem ißbraucb der freiwilligen Versicherung vdrzubeugen, der z. B. dadurch erfolgen könnte, daß em_and e'me'einzige Woche in einen ver- Hcherungßpftiéngen etrieb eintritt und dann freiwillig die

ersicherung„ ortsetzt, um nach 5 Jahren eine Rente zu er- werben, bestimme der Antrag von Gagern, daß die verstehe- run Spftichti e Beschäftigung mindestens 117 Wochen, die Häl e der artezxit, gedauert haben müsse, _

Ministerial-Direktor Boffe erklärt eine Zustimmung zu den Abänderungsaxiträgen.

. 94 wird mit diesen Aenderungen angenommen.

_, inter §. 94 beantragt Abg. Ackermann einen . 94a eirizu chatten, wonach selbständige Betriebsunternehmer ' der freiwiliigen Verficherung von“ der Beibrinxzm der Zufah- marke befreitbleiben, wenn für fie auf Grrmd der cherun - Yfticht 5 Jahre lcrng Beiträge entrichtet find. - Abg. GUM

eantragt, auch die Haußgewerbetreibenden in diesen §. 9411 aufzunehmen. _

Geheimer RegierungéRath von Woedtke weist darauf hin, daß die Fauögewerbetreibenden selbftverständlich unter den §. 94a fa en würden; eine besondere Hervorhebung derselben würde nur zu. Unzuträglichkeitexi fiihren. ' _

Zlbg. Geibel zieht nach dieser Erklärung 1einen Antrag zurü . _

Abg. von Kleijt-Reßow befürwortet die Annahme des §. 94-1, welcher hierauf angenommen wird.

Nach §. 101 sollen Streitigkeiten zwischen den Organen der Verficherungsansialten einerseits und den Arbeitgebern und Arbeitnehmern andererseits, sowie zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern von der unteren Vsrwaltungsbehörde des Beschäftigungsorts entschieden werden. Gegen deren Ent: scheidung soll die Beschwerde an die höhrce Verwalnmgs- behörde gehen.

Abg. Struckmann beantragt, daß in den Fällen, wo es fich um die Nichtanwendung oder die nicht richtige Anwendung des bestehenden Rechts handelt, die Beschwerde an das Reichs: verficherungSamt gehen sold Außerdem beantragt er, daß in den Einzelstaaten, wo LgndeßVerficherurFsämter vorhanden sfixid,sdi1ese fiir die Entscherdung über die eschwerde zufiändig em o en.

Der Antrag wird a elehnt, _nachdem Direktor Voffe erklärt hat, daß es nch um o zahlt _Fälle kxandeln würde, daß dadurch eine Uederlafiung des _-V_ermcherung§amts bezw. der LanWVerncherungßämter Ybergesü! _ würde.

§. 119 trifft Bestimmungen 1": dre nisse der LandekVerficherungSämter. _ _

Nach den Beschlüssen der zwertxn Lesung [vate die Ent- scheidung über die gegen dre Sebi erichtserkennmiffe ein: gelegte Revifiyn nur dem Retchß-Verfi zustehezi.

Abg. Freiherr von Sagem WMdie Landeö-Vermhe-

n Sämter an in diesern Falle dann zuläsfig sehen„ 218131 die VersiZnen nur an solche MMW be: einenkntras rnit

Thu haben, wel fich über das Gebiet ds aats nicht hinaus erfirerken. Er . dem Hinweis darauf, da? der r mmer irmeo halb des engsten Knies einer W gebliebm und mtr Yi: MJK LFZdes-daß ;berungian zrzntbxm auß , lk |W m

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