1889 / 130 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 03 Jun 1889 18:00:01 GMT) scan diff

Polizeibehörden beauftragt werden, von allen einze1nen Blattern-Erkrankun en, dann außerdenzvorx sonstigen an steckenden Krankheiten, sobald diese epidemisch auftreten, der betreffenden Militärbehörde _(Bezirkskommando, an Garnisonsorten Kommandantur) Mittheilung zu machen. Ferner haben die Distrikts-Polizeibehörden in kleineren Gar: nisonsorten, abgesehen von- den Blatterxtfäüen, auch von son: stigen zu ihrer Kenntnis; kommenden Emzelfällen ansteckeiider Erkrankungen der Königlichen Kommandantur des Garnison- orts dann Mittheilung zu mache_n, wenn_ _nach den ob- waltenden Umständen für die Königliche Milixärverwaltung ein besonderes Interesse besteht, hiervon Kenntniß zu erhalten. Ueber die Vorausseßungen, unter welchen die leßterwähnten Miltheilungen veranlaßt sind, haberz sick) die _betreffenden Distrikts=Polizeibehörden mit dem Königlichen Beztkaarzt und der Königlichen Militärbehörde ms Benehmen zu 1213611.

Sachsen. Dresden, 1. Juni. Das „Dresdner Journal“ schreibt: „Se. Majestät der König haben mit Ge- nugthuung von der baldigen Beendigung der im König: reich Sachsen vorgekommenen ArbeitMinstellungen der Bergarbeiter Kenntniß genommen und den Herrn Staats- Minister des Innern beauftragt, allen denjenigen Beamten, welche zu dieser Beilegung der Streitigkeiten beigetragen Haben, insbesondere den Vorständen der KreieZhauptmann- chaft€n und der Atiitshauptmannschaften die Allerhöchste Bc: friedigung zu erkennen zu geben.“

Württemberg. Stuttgart, 1.Juni. (WTB) Der König und die Königin eröffneten heute mit großem Ge- folge die anläßlich des Regisrungsjubiläums statt: findende Graphische Ausstellung. _ Die Kammer der Abgeordneten genehmigte die Vorlage, betreffend die Aufbesserung der Gehalte der Staatsbeamten, Gjeistlichen und Schullehrer, mit 72 gegen 14 Stimmen.

Baden. Karlsruhe, 1. Juni. (Karlsr. Ztg.) Heute Vormittag, um 113/4 Uhr, traf Se. Hoheit der Erbpxinz von Anhalt hier ein, wurde im Namen Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs am Bahnhof von dem Oberst-

tallmsister von Holzing begrüßt und nach dem Schlosse gelei1et, wo Höchstderselbe sogleich von Jhxer Königlichen Hoheit der Großherzogin empfangen wurde und danach Wohnung im Schloffe bezog. Der Großherzog besuchte den Erbprinzen nach Beendigung eines längsren Empfanges.

Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, 1.Ju11i. Se. Königliche Hoheit der Großherzog_ und Ihr? Kaiser- liche Hoheit die Großherzsgin smd auf der Riick- reise von Cannes in Interlaken eingetroffen. _ Ihre Königliche Hoheit_ die Frau Großherzogin Marie und Ihre Hoheit die Herzogin Elisabeth sind gestern Abend von ihrer Reise nach dem Süden hierher Frückgekehrt und habsn sich sogleich weiter zu längerem ufenthalt nach Raben-Steinfeld begeben. _Heute findet im Yiesigen Wahlkreise die Stichwahl zwischen dem Miniterial-Rath von Blücher (kons.) und dem Senator Brunnengräber (lib.) statt.

Reuß ä.L. Greiz, _1. Juni. (+). Heute Nachmittag hat sie!) Ihre Durchlaucht die Fürstin mit dem Erbprinzen und den Prinzessinnen Töchtern zu Wagen zu einem längeren Aufenthalt nach Schloß Burgk an der Saale be-

eben. Se. Durchlaucht _der ; ürst gedenkt im Laufe nächster oche ebendahin auf einige schen überzusiedeln.

Oesterreickz-Ungarn. Wion, 31. Mai. (Pr.) Der Termin fiir_ die Einberufung der Delegationen ist nunmehr defmitiv festgéseßt. Dieselben werdén am 22. Juni zusammentreten.

Pest, 31. Mai. (Wien. Ztg.) Das Unterhaus ge- nehimgte heute nach kurzer Débatte die Schlußrechnungen fiir das Jahr 1887 und ertheilte mit Überwiegendcr Majo- rität das Absolutorium. Die Verathung der Phylloxera: Konvention wurde auf morgen vertagl, da der Fach“- Minifter nicht anwessnd war.

Großbritannien und Irland. London, 2. Juni. (W. T. B.) Die internationale Kommission zur erathuiig der Zuckerprämien hielt gestern ihre leßte Sißung; die_Delegirten'Oestsrreickis, VélgiSUZ, Deutschlands, Großbritanniens, _Jtaliens, der Niederlande, Spaniens und Rußlands unterzeichneten den Bericht, welcher dsmnächst den Regierungen der Signatarmächte unterbreitet werden sol]. Zn demselben Wird namentlich auf die Geseßentwürfe hingewiesen, die zur Aysfiihrung der Konvention dienen soljen. Am Schluß dex Sißung sprach Graf _Kuefstein dem Präsidenten der Kom- m1ss1011, Worms, für dre Leitung der Veratbungen seinen Dank ach und gab nochmals dem Wunsch der Signatur- Zn?ch_t_e Ausdruck, die Zuckerprämien mittels der Konvention zu e 81 igen.

_ Frankreich. Paris, 1. Juni. (W. T. B.) Der Präsident Carnot traf heute in Len-Z ein und wurde aufs Wärmste mit den Rufen: „Es lebe Carnot! Es lebe die Re- pub[1k1“ begrüßt. 20000 Bergleute zogen an Carnot vorüber. Auf die Ansprache des Vorsitzenden des Comités der K_ohlen rubenarbeiter wies der Präsident Carnot auf die Entmckelung der Kohlengruben in dem kaartement Pas de Ca_lais u_nd dem Departement du Nord hin und betonte, daß die Regierung bemüht sei, für billige Tran§portmittel

Sorge zu tragen.

_ 2. uni. (W. T. B.) Der Präsident Carnot ießte gestern seine Reise fort und besuchte Abend?- die Orte Vexhune _ und Bruay. Jn Bruay wohnte de_rselbe einem ihm zu Ehren veranstalteten Bankett bei und _hob dabei das Gedeihen des nördlichen Frankreichs, ebenso _die wunderbare Wiederaufrichtung in den 18 Jahren des Friedens, der Ordnung und der Freiheit hervor. Beim Verlassen des Banketts wurde Carnot von Fackeln tragenden Bergleuten n_ach seiner Wohnung geleitet. _ Bei einem Fuß Abend 111 St. Omer veranstalteten Bankett hielt der

rcisrdenx Carno_t eme Rede, in welcher er seiner Genug- thuung Über den ihm während seiner Reise bereiteten Empfang AgsdrucY gab und einen Toast auf die Eintracht und den Frieden im Innern wie nach außen hin ausbrachte.

Ru land und Polen. St. Petersburg, 1. Juni.

W. T. 33.1 Der österreichifch:ungarische Botschafter Graf

olkeizstein-Trostburg ist heute anf seinem Posten hier wieder eingetroffen.

- Italien. Rom, 1. Juni. (W. T. B.) Der König ist mit dem Kronprinzen heute Mittag um 1 _Uhr 7 M1- nuten hier eingetroffen und am Bahnhof von dem MinxsteßPra- sidßnten CriSpi, den übrigen Ministern, den Prasidenten und vielen Mitgliedern des Senats und_de_rDepu- tir t e n ka m m e r, dem Präfekten, dem Maire, den Mitgliedern des Munizipalralhs und den Spißen der Behörden, forme emer großen Menschenmenge empfangen worden. Vor dem Bahnhof hatten zahlreiche Vereine mit ihren Jahn?" Aufstelxung ge: nommen. Die VolkSMenge vor dem Bahnhof begryßte den König mit enthusiastischen Kundgebungen und begleitete d_en Wagen bis zum Quirinal, wo der König und der Kronprinz slch wißderholt aus dem Balkon zeigten. _ _

Die Deputirtenkammer beschloß in ihrer heutigen Sißung auf Antrag Baccarini's, dis Abgeordneten von Rom zur ? eier der Enthüllung des Giordano Bxixno- Den mals am 9. Juni zu entsenden, na_chdei_n der Minister: Präsident „Crispi erklärt hatte, daß stel) dre Regiexiing von der Feier-fern halte, weil es sich um keine offizieÜe Ceremonie handle. . _ _ _

Der Papst spendete der Propaganda 1 2111111011 Lire zu Missionszwecken. _

_ 2. Juni. (W. T. V.) In der gestrigen Abend- sißung berieth die Deputirtenkammer das Budget d_es Arbeits-MinisteriumS und beschloß,_ entgegén Hein sm- stimmigen Vorschlage der Vudgetkommisston, den Fiir das ("inanzjahr 1889/90 für Eis en-bahnbauten beampruchten Betrag um 20Millionen zu kÜT'ZLU. Der Arbeits-Minister Zina li hatte diese Kürzung verlangt Und der Tresor=Mmistsr

iolitti diesßlbe befürwortet.

Die Stadt ist anläßlich des hsutigen nationalxn Yesttages reick) beflaggt; König Humbert hielt eme

evue Über die Garnison ab, wobei der kurz vorhsr zum Majop ernannte Kronprinz sein VataiÜon komman- dirte. Der König wurde von der ungeheuren Menschenmenge lebhaft begrüßt; auch vor dem Quirinal fanden Ovationen statt;_ zwei Mal erschien der König auf dem Balkon. Die Kötiigin weilt zur Zeit noch in Neapel.

_ Spanien. Madrid, 2. Juni. (W. T. B.) Durch 8111 hegte veröffentlichtes Dekret der Königin-Ne entin wird die geÉenwärtige Session der Cortes gesch offen. Die neue ession beginnt am 14. Juni. Dem Vermhmen nach_wi'1rde dieselbe nur kurz sein und yoraussichtlich hies i1_1 die _erstsn Tage des Juli dauern. Es 19111311 vornehmlich die Militärvorlagen und das Budget beratlien WLWM; dagegen diirfte man von der Berathung der Vorlage Über das aÜgememe Stimmrecht absehen.

Schweiz. Bern, 1. Juni. (W. T. B.) Der Bundesratk)_ hat beschlossen, daß vom 3. d. M. an das Recht zur Einfuhr auch desjenigen Branntweins, welcher _denaturirt werden sol], ausschließlich der Eid: genösftschen Alkohol-Verwaltung zustehen soll.

_ Griechenland. Athen, 2. Juni. (W. T. T.) Der König und_die Köni 41 haben sich gestern mit der Prin- zessin Alexandra n “'SPatras eingeschifft. Bei der Ab: fahrt waren die Ministe Was diplomatische Corps, die Spißen der Behörden! und eineZ .raßeanahl anderer Personen an: wesend,__ welch'e sich aur -',vas*-Wärmste von der scheidenden Prmzesnn verabschiedeten.

Rumänien. Bukarest, 2. Juni. (W. T. B.) Der Senatgenehmigte heutedie Verlängerung desHandEls- abkommens mit Frankreich bis zum Ende dieses Jahres und bewilliéte einen Kredit von 700000 Fr. zur Regelung 1126 Rück aungeschäftS der Czernowiß : Jassyer Eisenbahn. _ Der russische Gesandte Hitrowo iiber: reichte _dem König ein Schreiben des Kaiser-Z Alexan- der, in welchem der Kaiser von dsr Anerkennung des Prinzen Ferdinand als Thronfolger von Ru: mänien Akt nimmt.

S_erbien. _ Belgrad,_ 1. Jani. (W. T, B.) Laut amt_l__ic_her Feststellung iind während dsr jüngsten Excefss 1 Oinzier und 19 Gendarmsn thßils verwundet, theils 5911th mo_rden. Von den Tumultuanten und Xortschrittlern ist Liner, MLkOch, gcztödtet, einer durck) einen Mvolversckmß vermumdet und 12 smd außerdsm verleßt. _ Die Regentschaft hat _emen Ukas unterfertigt, dUrck) welchen 061? zwischen Serbien und der Betriengesellschaft der serbischen Bahnen bestandene Vertrag gelöst wird. Der Betrieb geht von morgen ab an die Staatsverwaltung Über. Diese Maßregel_ erwwte auf Grund der Bsricht? dEr Kommission, welche Mißhräuche und Unregelmäßigkeiten in der Bahnvcrwal- tt_mg konstaxirte._ Der Gerichtshof erster Instanz bestätigte 51? Entscherdung des Untersuchungßrichters betreffs der Ver- hängung der Untersuchungshaft iiber Garaichanin. Da die diezsbeziigliche Entscheidung des Gerichts vsrfaffungs: mäßig vollstreckbar ist, so v9rbleibt Garaschanin in Unter- suchungshast. _

_ 3.Jum. (W. TV.) Das „Amtsblatt“ veröffcntlicht den Ykas, betreffend die Auflösung des Eisenbahn- bxxtrtebé-Jvertyages. Hiernach Übernimmt der Staat siinimtliche _bisher von der GeseÜ1chaft exploitirte Bahn- linten sonne auch das Jnvsntarium. Die Minister für Bauten und inanzen sind ermächtigt, mit den Vertretern _der (Hefe schaft behufs Liquidirung der Rech: nungen forme der Entschädigung für das Jnventarium Ver- handluiigen an ubahnen. Das Archiv und die Dokumente gehen in das egierungSgebäude über. Sämmtliche Beamte, m1t_ Ausimhme des höheren Personalß im Direktorium, ver- bleiben bis auf Weiteres im Amt.

Siid-Amerika. Brasilien. Rio de Janeiro, 1. Juni; (W. T. B.) Das gesammte Ministerium hat heute seine Demission gegeben.

Zeitungsftimmen.

Die „Kölnische Zeitung“ schreibt:

Jede Lobrxbewegung ist das Zeichen einer Krankheit, welche mit Sorgfalt gepruft Und behandelt ivcrden muß, um sie griindlich beilkn zu können. Leider hat das an einer Stelle bewirkte Heilverfahren zur Folge, daß a_n anderer Steüe der Wabnnerwxckt oder die Vorstellung gxbeuchclt nur?, unter ungesunden Verbaljmffen ein trauriges Leben fuhren zu mussen. Dies ist die fcklimmste, gefährlichste Krank- heit, gegen welche frühzeitig mit aÜer Energie angefämpft xverdcn muß. Als vor einigen Jahrzehnten die Bergleute in verschiedenen Bezirken die Arbeit etnsteliten, weil die GrubenperWaltungen die beantragte Lohnerhöhung abgelehnt hatten, nahm cm großer Theil der Bevölkerung entschieden Partei für die

Bergleute, weil dieselben bci Harter, den Körper frühzeitig auf- reibender Arbeit einen für die_ dringendsten Bedürfnisse kaum aus- reichenden Lohn erhielten. Endlzcb fan? eine Aufbesserung des Lohnes statt, und dies gab anderen Arbeiterklaßen, in welchen kein allgemeiner Nothstand herrschte, den Anlaß, _ebenfalls _die Arbeit einzustege,“ um einen böhexen Lohn zu xrzwmgen. Die Lohnsteigerungen in allen Berufszwetgen hatten eme allgemeine Preissteigerung zur Folge, welcbe die Bergleute, die Weber 11. s. w. wieder in die alteNotb versetzte. Und _dteser Noth gegenüber verlangen Brauer- burs_chej_1, Klempner-, Buchbmdcr-, Ofenseßergehülfen schon für die 18jahrtgen GeselTZn, welche wohl ein Gesellenstück machen konnten aber von den Meistern noch viel_ zu lernen haben, um ein Geschäfé gut l_eite_n zu können, wöchentlich 5 „M und darüber mehr, als fie thatsacbltcb und zugestandxnerznaßen zu ihrem LebenSUUterbalt brauchen Dßmentsprexhend muß _etn altexer, in al1en seinen Berufsiirbeitexi g_eubtcr,_ keiner Unterweisung mehr bedürftiger und selten oder nie em Stuck verderbemder Geseüe wöchentlich gegen 20 „x(- übrig haben Sollten solche Forderungen Erfüllung finden, so würden die Preise“ fur Mlethe, K_letdung, Nahrung, für _juristiscbe, für kirchliche Händ- iungen 2c. eme entspreckzxnde Steigerung erfahren müffcn und auch der SteuerbLtrgg mußte steigen, denn die Verwaltung des Staiats und der Städte würde schon durcb Erhöhung der Beamten: gcxalter_ eine wesentlich kostspieligere. Dem Arbeiter, Gebülfen Wurde die Lohnerhöhung also wenig odcr nichts müßen, wenn sie in der AUgcmZinixeit, wie erstrebt wird, durchgeführt werden soUte denn _es wurde de_sr h_öbern Cinnahmesumme eine größere AusJabé gcgenuberftehen,_ wre dies in England und Amerika dkk Jau ist Das Geld Wurde (_m Wertk) verliersn, dcr Nationalreichtbum ejné gyoßc Einbuße erleiden und Deutschland wäre nicht mehr fähig rmx dem AuZlaon dcn Wettkamvf so erfolgreich zu bestehen, wié xs1eßt_dcr _Fal] 111. Schon _aus _diesem Grunde ist dringend er- iordeilick), die Lohnbe_iveg_ung_ginzudammen und auf Ziele binzulkjjen WilÖL vom erechttgkeitsxzeiichl Vorgeschrieben werden. Die Ele; _mentc, xvelch_e 1ex3t die Lohnbewegung leiten, haben bewiesen, daß iHnen dl? Einsicht und_der gute Wille fehlt, diese Aufgabe lösen 111 be_lfen, _Und so mus; die Lösung anderen Kräften Übertragen werden VreUctcht einem aus Vertretern sämmtlicher (Gewerkschaften zusammen: gksctz_teii_Volk3raxh, uach_ déffen Entscheidung fick) die cinzklnen Ge. Wkkk1cha1len zu richten hattxn. Es ist nicht zu leugnen, daß immer ganze (Gruppen von Arbeitgebern ihren Arbeitern gegenüber nicht gcrecht_g_eworden sind und dadurch die Sozialdemokratie mit ihren axiarckxiftisihen Elementen Heranggzogcn Haben, und hier dem Uebel q_n__ die_ Wurze1 zu geben, 111111312 eine Sorge der einzuskßenden Korpe_r1chaft sein, um _dcn Sozialdemokraten den Boden für ihre Aufwiegelungen _zu enxziehen. Bis zu welchem Grade die Krankheit schon 6111886611“ka is_t, zetg_t das Bestreben der Gchülsen, den Arbeits- nachiveis ganz n] ihre_Handc zu bekommen und die Meister zu ver- Pflichtcn, ]eden_yberwiescnen Gesellen, aach wenn er sich als nicht brauchbar erweirt, z_i_1 bkhalten und ihm wöchentlich 5 «;ck mehr Lohn zix zahlezx, als sr nothig_bat. Wie die Werkstattsordnunq sein, ob einmal in dringendeil Fallen nicht als neun oder zehn Stunden, ob azn Somitag goaxbettet WerLn soll und zu Welchem Preise, das van die GeseUen_bestimmen, und der Meister, welch€r das Rifiko fiir die GescUcnqrbeit zu tragen hat, soll in seiner Werkstatt nicht mehr die exforderlrchkn Anordnungen trcffcn können.

_ Die_„Weser-Zeitung“ schreibt:

Furst Wißmarck bat neulich im Reichstage die verschickcnen Parteigruppkix, welch? ihm Widerstand leisten, nach ihren (ermeint- [[ÖLU _pder wxrklixbén) MotiNn charakterisirt und bei der Gelegenheit dM Fubrcrn dxr Sozialdemokratie auf dcn'Kopf zugesagt, daß sie nur auf O_xn giinstigen_21ugenblick warteten, um den offenen Aufruhr LSJM Kaixcr _und Reick) zu proklamiren. Er vcrglich sie mit den Franzosen, die auch 1o§schlageti„würden, sobald ße die Stärkeren zn sein glaizßten. Diesa Anschuldigung ist vom Standpunkte der pai_lamentarisck_)cn Ordnung aus angefochten worden; insofkrn ioztaldemokrattscbe Reichstags-Abgeordnetc unter die erhobene Anklage

fielen, durfte die Anklage nicht so, nicht ohne Einschränkung, erhoben _

Werden. Das ist _richtig, aber es kommt nicht viel darauf an. Es handxlt sick) nicht darum, ob der außgesprochene Inhalt par- 1am§ntar1sch korrekt, syndern ob er an sich begründet war. Die Soziqldemokraten 1elbft_ haben, soviel wir sehen, nicht sehr ernitltch_ 1agegcn_ protcxtirt, und wenn fie es gethan hätten, sy zwe_1feln wir,_ ob_ sie viel (Glauben gefunden hätten. L_Zcr nicht_ab!1chtltch die Augen schließt, muß einsehen, daß eine Partei, dsrcn Programm obne GcWalt und Blutver- gisßkn gar nicht verwirklicht ivcrden kann, notHMndigcr Weise auf _kcii Augenblch spekulircn muß, wo fie Aussicht hat, mit den Waffcn in_dkr Hany LHkCn WiÜcn durcbzuseßcn, Wenn sie das leugnet, so WKN 112 el_n, daß sLT cine absurde Partei ist, die ihre Kräfte an ein? unmögliche Aufgabe seyt, die einen Vera durch Mittcl der Uehcrredung nivelliren wilT. Höchstens könnte sie an eine friedliche Lömng iiach Jahrhunderten denken, aber damit würde sie auf die Massen xchn Cinstyß verlieren. Die friedliche Lösung, von der bikiwcilen dj_e Parteiführer reden, ist nichts als ein Vorwand, bc- stjmmt, furcbtsamere Genossen zu bcschwichxigen oder unde: qiicmen__Argmnc-nten aqszunwichen, genau so, wie es_nur ein Vor- wand izf, _wemi Jranzoien ab und an Straßburg und Meß von der (Hereciixiglcir cinks aufgkklärten Zeitalters zurückzuempfangcn hoffen. 21118 dcrartigen Redciisartcn wandern in die Rumpelkammer an dem Tagc,_w_o dre 2111161715 mit Rußland fertig sein wird, und alle Phrasen ch Sozialdemykratcn von Innehaltung dec geécßiichen Schranken ivurdcn zum_Ktndersvott Werden an dem Tage, wo das Gescy auf“ börtc, der starkere Theil zu sein.

__ Unter der Ueberschrift: „Die Unterstiißung von Syndermteressexx dsr Industrie“ sagt die „Deutsche volks- wxrthschgftliche Correspondenz“:

_ Es giebt öffcntliche Blätter in Deutschland, welcbe fich an? wirjhschaftlichew Gebiete von gewissen nebligen VorsteÜungen (iblolUt mcf): trennen können; leßtere smd bei ihnen zur fixen Idee geworden Und_ steUeii sick) gewöhnlich 5a ein, wv die Logik zu Ende geht. Eine Sciterzs emex gewisser) Prefie öfters wiederholte Behauptung dieskk Art bildet die angebliche „regierungsseitige Unterstützung von Sonder- iytcreffeq der Jnxustrief. Wohl selten ist gegen die Regierung eine Beschuldigung leichtfertig“ formulirt worden als diese, weshalb man sie ergentlick) als Jas leicht _hmgeworfcne Produkt eines überrcizten Gehirns (15th _konnte; a11_em wir sind derselben neuerdings öfter begegnet auf Seiten ovpofittoneUcr Blätter, von denen sie gemiffkk' ziiaßm als Verzrexung inhaltsleerer Artikel verwendet wird; es mag ihr beute_ dabe__r einmal etwas näher getreten Werden.

(ZII ist _wahrend der [eßten langen Reichstagssesfion sehr viel von der ,;ndustrie gespr_ochen worden, aber selbst die eifrigsten Gegncr der Regierung haben _mch__t gewagt, ihr vorzUWerfen, daß sie Sonderinter- csien dex Industrie fordere. Der Reichstag übt bckanntliä) eine sehr scharfe Kontrole ub?r_ alle Handlungen der Regierung, hat dieselbe aber gl_etchivol)l in keinem einzigen Fall zu überführen vermocht, Ils 01) fie m gefeßesverlxßender Weise irgend einen großen Stand im S_taat zum Viachthetl Her anderen Stände ungebührlicb bevorzugt 591112. St) schrv_er es einem Reichstags-Abgeordneten geWesen wäre, _d_re Regie_n_1ng einer Verletzung ihrer Pflichten zu überführen, so leicht 111 es fretltch,_außcrhalb des Reichsrages egen die Regierung mit der Fepkr zu agiltren und zu behaupten, die ndustrie babe ohnehin vo_m Reichstage schon mehr erlangt, als man ihr hätte geben sollen, die- fcl_be werde iJun auch von dxr Regierung noch besonders begünstigt- Etzien Beweis bleibt man hierfür selbstderständlich gänzlich schuldig- WLll da_s Gcgenthetl wahr ist.

Eine el_wa9_genauete Kenntniß der Vorgänge auf dem Gebiete der Industrie seit dem Jahre 1879 würde obige Vorwürfe schon an fick) nicht haben aufkommen lassen können, Dér im genannten Jahre aufgestellte und x_mter dem Kreuzfeuer des Reichstages zu Stande ge- kommenq Zolltarif hat_te manche Mängel, welche erst nach und nach zu beseitigen gelungen ist; obwyhl auch heute noch manches in diesem Tarife im Interesse_ unserer deustrie verbesserungsbedürftig erscheint- sUcht man von gewxsfcr Seite der Regierung dennoch die Hände SU

. e Rücksicht auf die großen BeeinträckptigUngen, welche den ?_?éeerkxffFnder Industrie Deutschlands in_Folge der Fortgese ten Aen- enmgen der ZoÜtarife unserer Nachbaxlandxx zugefugt_ wer en; von den umutbungen, welche man in sozialpolitisiher Beziehung an die- selbe stellt, 9“3; zu schweigen.

Da man 111 Deutschland im Gegensaße zu vielen anderen Ländern

- [) roßentheils unter der Herr cbaft der längst verblaßten YYersteflxtéalZ ob der Vortritt in wir_tbschaftlichcn Dingen nich_t der Industrie, sondern de_m HSUÖÜ _JLYUHre, so muß man aus diesem Grunde viele sick) in einer :ntttelmaßtgen Presse b_reit machenden Trug- schlüsse entschuldigen, die ma„n sonst versucht sein könnte,„auf Rech- ung einer in der gegenWartigen sogenannten aufgeklczrten _Zeit neradezu verblüffenden Ignoranz zu steüen. Man glaubt _m gewissen ??reisen bei uns heute noch, daß vor Allem_ der Hande] bluhen i_nuffe, auf daß zuvördcrst der Kaufmann verdieize. Es impontrt ihnen, daß z, B. für 1000 (Gtr. Waare, dt_e, aus dem Auslayde kommend, beim Kaufmaxxn abgeladen wxrd,_ dem_Staa_t _eme schöne Fracbtcinnabme erwacbst und daß fur dit; dabét beschaftigten Arbeitcr Verdienst entsteht. Aber dar_um, das; diese Waare_aus der Tasche der Nation bezahlt wtr_d, bekummert x_nan Ücb wenig, man sagt das sei Sache der Weltwrrtbscbaft und diese ivuxde Akles schon *auséleickxen! _ Allein, daß diese 1000 Ctr.Waare, weiin sie aus den Werkstätten der heimischen Jndustrte bexvxrgegangen ware, Hunderten, yielleickÜ Tausenden v-yn Arheitxrn BJÖaffrgung und Unterlxalt ver- schaffk, dem Staat cine vieÜeicht funffack) größere Frczchtetnnabnie gebracht Hätte, infofsrn Rohmatkrialien,_Brcnnswffe u. 1._w. herbei. geschafft worden wären,_ sorxte daß dxm obigen Kaufmann g1e1chwohl der nämliche Nußen, die namliche Arbeit_ gesichert wor_den ware,_ und das Geld 1Ür die (Erchgniffe der beitmsckxcn Industrie dann im Lgnde verbiiebe und der Blütbe von andcl und Verkebx VorsZpub_letste_n würde, das bcgrkifén diesc eng erzigen (Geister nxcht- Sckylagt dle Regicrung ejwas Vor, wodurch die national? Arbxtt gefördert, Vcr- dienst ins Land aebracbt, der Wohlstand der Nation erhöht Werden sol], so beschuldigt man sie eben der „Begunsttgung d€r_S9nder- interiffen dsr Industrie“. Cs ist_oftmals nicht, (118 ob wrr_ m_dcr Epoche des wirtbscvaftlicben Atzfichwunges lebten. 1ond_crn m _emer solchcn der abiiehtULndxn JnteUiqxnz unk) der Zixnabme Lines_gciviffexz- losen Egoiémus. Diejem Zerrbtldc leistet unxcre proütwnspresie jeden möglichen Vorschub.

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Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr. 23. __ Inhalt: Handels- und (Herverchefcn: _Bekaxxntmacbung _chr Pbyfikalis_ch-Tech= nischen Reichsanstalt iiber die Prüfurg elck1r_11cher Mcßgeratbe. _ Abändkrung des Verzeichnisses der im Reich§gebietregelmäßigsn Unter- éuchungen unterliegenden Und dkn Anforderungen der Reblaus-Kon- vention entsprechend erklärten Gartenbau- oc. Anlagen. _ Kolonial- wesen: Ermächtigung zur Vornahme von CivilstandS-Akten im deut- schcn Schuchbict der YkarsckmU-Jnselu. _ Konsulatn'esen: (Ermäch- :igungungcn zur Vornahme von Civilstandß-Aktcn. _ Exequatur- Ertbeilung. _ Polizeirvcsen: Außweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet. _

Amtsvlatt des Reichs-Postamts. Nr. 23. _ Jn1m1t: Verfügungen: vom 26. Mai 1889. WegfaU dkr_Angabe kes Nack)- nahmebetrages auf den Postbrklkbczctteln. _ Hierzu: __Tarif _für Telegramme. 1889. Nr. 3. (Für den billzgsten Und gcbrauchlich1ten ch berechnet.) Abgeschlossen den 1. Zum 1889.

Kunst, Wissensckzaft und Literatur.

Die militärischen Pflichten Und Rechte dcr Offi- ziere kes Beurlaubtenstandcs. Ein Rathgebcr nach den neuestkn Dienstworschristen, Von König, “Second-Lieuti'nantim Schle- sischen FÜsilier-chimcnt Nr. 38 und Bezirks-Adjutant. Bexlin ZW., E. S. Mittler und Sohn, Königlicbe Hofbuchhand-Tuna (Kochstraß'e 68-70). Pr. 1 «W _ Die militäxisckycn Pflichten und Rechte, Welche kie Offiziere dcs Beurlaubtenstandes wahrzunehmen haben, können cenjelbcn nicht so gcläufig sein, wie den Offizikren des stebknden Heeres. Plößlicb und nur zeithlig, Wik fie an dieselben berantreten, dazu der mannigfaÖstcn Art, bedürfsn sie einer von kundiger Hand aus den neuesten Dienstworschriften geschöpften Uebersicht Und Erläu- terung, wck1che in obigcm Scerifkchen geboten wird.

_ Gicht und Rhenmatißmus. Von Dr.Arnold Pagcn- frecher, K. Sanitäts-Ratk) und Prakt. Arzt zu Wiesbaden. Mit 12 in 1111 Text gedruckten Abbildnngen. Dritte umgearbciteke Auflage. Verlag Von J. J. Weber in Leipzig Pr. 1 „M 50 „Z. _ Der Ver- fasser 501 die Resultate seiner auf langjähriger Thätigkeit in einem yviiGichtischen und RHemnatischen viel besuchten Badeorte beruhenden Ertabrungsn in knappen: Rahmen und (11 gemein verständlicher Form dargeboten. Der Laie findet daher in diesem Buch eine Reihe von Anhalts- punkten, Wklchc ihm die Eikenntniß yon qualvollen und gefürÖteten Zu- ständenerleickytern und ihm die Mittel an die Hand geben, dikselben zu Verbindern oder zu bekämpfen, also eine wirksame Brücke zwischen Arzt nndPUblikum bilden. Das elegant aitsgestattete Werkcksen, Wklche§ ais 10. Band den vortrefflichen ,JUustrirten Gesundbeitßbüclzcrn' cmgereibt ist, giebt dem Leser ein anschaulichcs Bild über Formen, Ursachcn, Wesen, Vcrbütxmg und Behandlimg ker ©8191, sywic Ent- stehungßmeise, Wesen, Verlauf, Vorbeugung und Hcilverfabren dkr rheumatischen Krankheiten im AÜgemeincn, 1owie der rheumatischen (Frkraxikungkn im Besonderen (Gelenkrbkumatismus, _Muskelrhenma- 116mus,_rk)eumatische Neuralgie. Geleiikentziiiidupg U. 1. w.). Schon _dxr11m1tand, daß kas Buck) in kurzer Zeit zum dritten Mal erscheint, 111 Beweis gcnug für scinc Brauchbarkeit.

_ Diesterwcg's Populäre Himmelskunde und mathematische (Geographie. leteAuflagc'. Neu bearbeitet von Hr. M. Wilhe] m Meyer, _ Direktor der (Hesexlscbaft .Urama', unter Mitwirkung von Profesior B. Schwalbe, Direktor _kcs Dorotheenstädtischen Real-Gymnasiums zu Berlin. Mik vielen m deri Text gedruckten Abbildungen, Vollbildern uud Sternkarten. Voüstandig in 10 Licfcrungen zu je 60 H. Verlag von Emil Gold: schnitkt in Berlin._ Das oben genannte Diesterweg'sche Buck) untkr- scbctdet sich bereits in der alten Bearbeitung dadurch ganz Wesentlich von Men übrigen populären Astronomien, daß es nicht nur beschreibt, sondern beweist, darstellt, nacb pädagogischen Prinzipien entwickelt, sodas; aus_dem Anschauen der Erscheinungen und Beivegungen am Himmel sicb in [Wischeni Aufbau cin verständliax-es Bild des Weitaus entfaltet. In 1121er etgenartigrn DarsteUungLWcise liegt der Hauptwertl) der Dtesj-Zrtreg'schen Himmelskunde. Das Werk ist ein Lehrbuch nicbt ZM fur d_en Schüler, sondern auch für den Lehrer, und nicht nur der Astronomie, sondern aller andercn Lehrzweige, nicht nur ein Sebul- kéuch aUein, sonkern zugleich ein Umriß dcr kcscbrcibenken Himmels- kundx für wißbegierige Laien jeden Alters. Was die neue Be- arbeitung im SpezieUen betrifft, so haben es sich die Heraußgeber Mk Aufgabe gemacht, nach Kräften in den Charakter des Aytors einzudringen und keinen einzigen Zug desselben in 1c1nem_Werke zu verwischen, troßdem die großartigen Fortschritte der Himmelswissenschaft eine so gründliche Ueberarbeitung nötvig Wchten, daß wohl kaum. mit Außnahme der Einleitung, welcbe W HZrausgeber ganz uxwerändert [affen zu müssen glaubten, ein Absaß der fruheren Auflage obne Aenderung in die neue Außgabc hinüber- ßeyommen ist. Um das Buch auch äußerlich auf die Höhe der gegen- Warxigen Zeit zu brinxäen und ganz besonders auch den beschreibenden

bk1l möglichst reizvo und anziehend zu gestalten, find dem Buch außer „den in den Text gedruckten zahlreichen Abbildungen eine nicht Unbetrachtlicbe Zahl von Beilagen, theils wissenschaftlichen, theils Mehr malerischen Charakters beigegeben, welche durch die modernxn Mittel_ der Vervielfältigungskunst in möglichst eindrucksvoller Weise ?usgefuhxt wurden. Die Namen der beiden Bearbeiter verbürgen UU Uebrigen völlig die Vortrefflicbkeit der neuen Außgabe, von der soehen die erste Lieferung erschien und durch alle Buchhandlungen zu beziehen ist. 1 ""Von der „Karte von Central-Europa zur 1125er- icht der Eisenbahnen, einschließlich der projektirten Linien, der

Gewässer und hauptsächlichen Straßen“, nach amtlichen _leel1en bearbeitet von W. L i ch enow Geheimen Rexbnungs-Ratb tm Königlich preußischen Ministerium der öféentlixhen Arbei_ten (Berlnz 1889; Vexlag, Stich und Druck des Berliner Lithographtschen InstitutS; Maßstab 1 : 1250000), ist soeben die einundzwanzrgste bedeutend erivkiterte Aufia-qe erschienen. AUZLY den Eisenbahnen des Deiztscben Reichs finden fick) auf dieser sorgfaltig gxzetcbneten und zxwerlasstgen Karte jetzt angegeben diejenigen von OestxrretchUngarn, den Niedxrlanden, von Luxemburg, der Schweiz, von Belgien und _Franreich. Jn kleinerem Rahmen ist beigegeben das Rubr-Koblenxevier ttxi Maßstabe von 1 : 300 000, das oberschlesischx Bera- und Hyttcnrevter in dem- selben Maßstabe, ferner das europaische Rußland irn _Maßstabx von 1:1500 000, sodann von großen Hauptsxadteq Berlin, Parrz und London mit ihrer Umgebung. Die Kar_te durfte in der gegenwärtigen Reisezeit ganz besonders w Ükommen sem. _

_ Das Aprilheft der von Karl Ewil Franios berauSgegebenen „Deutschen Dichtung“ (Dresden, Vexlag von L. (T_blermann) trägt als bildlichen Schmuck an der Spißc das Portxat _des ge- feierten platteeutschen Dichters Klaus Grqtk), wel_cher kurzltch, _c_1r_n 24. April, seinen siebenzigsten beurtstag feterje. Eine Charakterritik desselben giebt Alfred Bisse in einem kleinen, [iebev-le gehaltenen Aufsaß. (Ein Autograpb des Dichters cin plattde_ut1cher S_pruch, ist gleichfalls beigegeben. Ferner cm _Gedtcht von ihm: .Dustern- brook“. Aach Ernst Schulze, der Dtxhter dex .bezaubertcyRosé, dessen bundertjäbriger Geburtstag_kürzlich gxfeiert wurdx, wird hier nochmals, nachdem bereits früher in der vorliegenden Zeitschrift von ihm die Rede war, einer Betrachtung unterzogen, welchc fich m_:f ungedruckte QueUen stützt. An wZiterxnz Inhalt bringt das Heft dre Fortsexxuns; der Novelle „Dic mexlbgung“ Von J. D_ery,_ sodann ein einaktiges Lustspiel von Ludwi Fulda, §111396 Friedrich Graf Von Schack ist mit einém Cvklus _ed_i_chte, bktitelt „Mysterien der Seele' vertreten. An sonstigen Beitragen sinHen fich vo__r: Rudolf Hamerling: „Meine Lehrer.“ _ Hermanri ngg: .Suden.“___ Detlef Freiblrr von Liliencron: „Schmetterlmgs.“ _ Karl Gottfried Ritter von Leitner: „Der Delinquent.“ _ Otto Roquette und Gustav Falke: .Sprüche.“ _ P. A.Willa13en: Ukberseßunß des Gedichts „Herr Olof“, nach 56111 SÖivcdischen OLS C.D.asW1rsSn. _ (F. Reichel: .Nachtidyü,“ _ C. Heckex: „Fryhlinßstryst.“ _ Adolf Wilbrandt: „Im Bett.“ _ A. Klier „Dre NabZrm,“_ _ R. Rübsaamen: „Sehnswcht.“ Den Beschluß machen literarisxhe Notizen. _ Das Abonnement cms die „Deutsche Dtch1ung“ betragt pro Qaartal (3 Hefte) 4 „ck ,

_ «ie 9111.21 Jahrgangs 1889 _von „Scho_rcr's Familien- blatt“ (rcd. von Dr. Franz Hirsch, Berlin) hat folgenden Inhalt: Zar Geschichte der Dampfschiffe. _ Hofluft. Romandon Nataly von Eschstrutk). (20. ortsaßung.) _ Mein Hauptbuch. _Von Adolf Brennecke. _ Die er te Bowle. deiciyt von Franz Hirsch. Mit ? Otiginalzcichnunacn von 21. Zick. _ chi V.)kiitter. Ein Lebensbiw von Marie Martsns. _ _Eixic Webmütbigc BetracHtung. Von Natxly von Eschitruth. Mit Blldmß mid Jiuwaravb. _ Zur Frage der Sonntagsrube. Stimmen aus unserem Leserkreise. _ Bei- lagen: Plauderecke. _ Kunstblätter: Mgiblumcn. OriginalzetÖnYng von P. J. Meffersckymixt. _ Blick in die Tiefe. Nach dem Gemalde von C. von Bergen.

Sanitäts-, Veterinär: und QuarantäneWesen.

Rußland. Zufolgs Anordnung des CYeneraZ-GouNrneuxß zu Odessa WM 27. April 1889 Werdeä dic Provenienzcn aus m_mmtxichen Hasen Brasiliens in Odessa ciner Beobachtungsiqixarantanc unterzogen.

Gewerbe und Handel.

Bei den Abrechnungsstelicii der Reichsbank sind im Mai 1889 1631920 800 „16 abgcrechnet worden gegen 1668 274 000 „66 im Ayril d. Z. 11115 1191287300 „46 im Mai 1888. _ _

_ In dcr gewerblichen Tbätigkcit dcs Regierungsbezirks Koblenz find im ersten Quartal 1889 bemerkenswerthe Aenderungen nicht eingetreten. Dieselbe bat fich viclmsbr in dem de_r JahreSzeit cmsyrcckxendcn Geleise im AUgemeincn fyrtbewygt. _Die Lage des Cisensteinbkrgbancs kann zur Zeit als (1116 befrikdtgxnde bezeickmex Werden. Die im Vorigen Jahr? eingejretenc besierc Konjnnktur aus dem gesammten (Gebiet der Eiseninduitrie bat sick) bislykr als nach- haltig gezeigt, und es ist somit bsgründetc Aussicht vorkxaxidcn, daß sie vorerst auch noch Weiter anhalten wird. De_r großc Aus1chwung der gesammten gcwcrblichen Thätigkeit, welchcr 111 ne_u_ercr Zeip besonders in Deutschland beworgeireten ist, kommt der Etxsnindustrie sehr zu Statten. Dic Hütteniudustrie hat O_cZn _ dem aUgenzcinen wirtbscbaftlichen Aufschwung bis cht hauptyachlich de_n Voxtherl ge- habt, daß sie flott beschäftigt ist. Ihre chtabrlttat ![1 s_ettk)er noch nicht in dem entsprechenden Maße geßiegcn, was Hauptsachltch dadurch veranlaßt wurde, daß mit den Eisenstemcn auch gleichz_eitig der Koks bcdentend im Preise in dicHöhc gegangen ist. Im Weinhandel zeigte das Geschäft im Jnlande und auch die Ausfuhr, Öe_1ondcrs na_ch den Vereinigten Staaten, erfreuliches Leben und die Nachrra-„ie nach a_lte_ren bessercn Weinen bob 64); der Manqel an Vorräthcn guter, billiger Weine macht fick) nacb dcn 2 Febljabreii sehr bemerkbar, und ein er- giebiger Herbst, der von Natur reife Weine brächte, wäre für den Handel sebr nötbig. __ _ _

Berlin, 1. Juni. Wochenberichj für Starke, Stark- fabrikate und Hülsenfrüchte von _VFTax Sabcrsfy. [& Kar- toffelmebl 222_231 „16, 1a. Kartoffelstärke 2227-23 „8, _118. Kar- toffclmebl und Stärke 21-22 „11- , feuchte Kartoffelstarke _ [o_co nnd Parität Berlin 10,50 „16, geler Syrup 25Z_26 ckck, CavrÜatr- Export 27:1-28 «;(-, Capillair Syrup 263-273 944, Kartoffel- zucker Capanir 26-261: „sé, do. gelber 251- 9-6, RumzCouleur 37 _ 40 «is:, Bier - (Couleur 37-40 „;(-„ Dextrm , gelb und Wei , 111. 34-35 «14, 170. sekunda 31T-32Y «FQ, Weizen- stärke (läuft.) 34_35 «W, Weizenstärke (gro stück.) 36-37 „16, «Hallesche und Schlesische 37-39 „M, Schabc-Stär 2 33_34 „Fi, Mais- Stärke 30-33 „M, Reisstärke(Strah_len) 4515-47 36, do. (Stucken) 43 _44 „FH, Victoria-ErbÉen 15-1811 W,.Kocherbsen 15-20 «44, grüneExbsen 18-20 „,x-„, Futterer sen 15-151- 9-6, Leinsaat 21ck_23 9-4, Linsen, große 38_48 „46, do. mittel 26_38 „M, do. kleine 16-26 „FC:, gelber Senf 16-21-16, Kümmel 44-48-44. Mais loco 12-123 „FC:, Buch- weizen 13z_15 „M, inländische weiße Bohnen 21_23 «M, _bee Fkachbohnen 23-28 «, ungarische Bohnen 21-22 „zz, ggliztfcbe und rusfische Bohnen 18_20 „ski, Hanikörner 16-18 “M, Lemkuchen 15_16z 9-4, Weizenschale 10-101 «16, Roggenkleie10-10z “jk, Raps- kuchen 14,1-15 „16, Mohn weißer 36-40 „M, do. blauer 34-38 „14, Hirse, weiße 18-21 „M AUes pcr 100 kg ab Bahn bet Partien von mindestens 10000 kg.

_ Vom oberschlesischen Eisen- und MetallmarYt berichtet die „Sohles. Ztg.“: Für den Betrieb der Hoböfen x_md fonzit in der Roheiicnerzeugung ist der Arbeiterausstand glücklicherweise ohne störende Einwirkungen verlaufen, Wenn auch in der Beschaffung des Brennmaterials man aushüifswcise ch örtlich Mit anderen Koblensorten behufs der Koksbereitung beelfen mußte und dadurch auch Mehrausgaben in den Kan? zu_ nehmen gezwyngen War. Um künftigen Vorkommniffe: vorzubeugen, ist man aus einigen Werken dazu geschritten, gewisse Vorräthe in Koks einzulagern. Die Abfuhr von Rob- eisen zu den Verbraucbsstätten war eine ungestörte und verfolgen dem- Fmäß die Preise für Roheisen einc f_este _Richtung.__ Auf den Eis engießereien War, Wenngleich nicht in gleichmgßiger Pextbei- lung, volle Thätigkeit vorhanden, zumal _in den leistxmgsfabtgeren Betrieben. Dieser Zweig der Eisenindustrie konnte bei den gegen- wärtigen Preisen, noch nicht durchgängig zu einer gedeihlichen Ent- wickelung gelangen. Andere verwandte Zweige haben bessere Erfolge zu verzeichnen. _ Den Eisen- und Stahlmalzwerken ist (zus dem Ausstande der Kohlenbergleute nur vorübergehend eine Beschran- kung erwachsen, indem nur einzelne Puddelöfen Bebufs Erzeugung von Halbfabrikaten außer Betrieb kamen; die FüUc der vertrags-

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mäßigen Verbindlichkeiten erforderte die angespanntq Thätigkeit akler Werksabtheilunqen. Nebst Trägern und Profiletsex) fur Bau- tbeile, deren Erzeugung zum Theil nicht zu den_ innerhalb des Kartells stehenden Artikeln gehHrt und daher auch nicht den Prxis- bestimmungen dcsselben unter,!tebt, waren Rund- und andrateisen starken Kalibers in ansehnlichen osten angefordert; fur schwere Eisenblccbe, dann für Oberbaumatecialien in Stahl waren laufende Bestellungen abzuarbeiten. Die Preise find unverändert. _ Auf dem Metallmarkt stiegen durch wisderbolte Entnahmen von Zink und Blei die Ablieferungen in erheblichem Maße, soda die tonangebendxn Zinkmarken ihre Preise aufrecht erhielten und t eilweise Mehrpretse erzielten. Auch an Ganzerzeuaniffen kamen ansehnliche Mengen zm: Verladung. 117.11. 1a.Zink 36,50 «44, Hohenlohe 35,00 „ji, 1a, Block-

blei 2600-2650 „45

Kassel, 1. Juni. .Serienziehung der Kurhessischen 40-T5aler-Loose. 106 116 213 304 433 461 483 510 577 641 690 723 758 808 819 982 1018 1024 1088 1095 1107 1115 1367 1390 1411 1473 1582 1591 1729 1753 1790 1846 1942 1944 2023 2033 2125 2201 2214 2240 2337 2344 2351 2617 2629 2688 2691 2710 2720 2783 2915 2931 2934 2968 3041 3126 3212 3301 3316 3451 3461 3722 3774 3843 3905 4016 4021 4030 4107 4179 4204 4223 4226 4231 4233 4316 4499 4528 4756 4883 5166 5267 5305 5334 5383 5421 5431 5439 5450 5482 5533 5556 5611 5616 5624 5634 5639 5687 5777 5969 5972 6019 6084 6107 6119 6176 6187 6292 6307 6322 6329 6363 6488 6497 6531 6577 6612 6617

6625 6675 6705.

Karlsruhe, 1. Juni. Gewinnziebunq der Badisckwn 100-Thalcr-Loose. 12000) „14 auf Nr. 72352. 24000 „16 auf Nr. 35064, 12000 „44 auf Nr. 16087, 4800 „16. cm? Nr. 74257, je 2400 516 auf Nr. 35090 39113, je 600 «16 auf Nr. 15489 24907 44141 51853 59809 75506 75531 81588 93595 96437 108300 119809.

Hamburg, 1. Juni. Scrienziehung der Köln - Mindcricr Loose. 1375 1402 1947 3388.

Wien, 1. Juni. Serienziehung der 1864er Loose. 507 795 899 9911376 1459 1535 1589 1666 1689 19512153 2202 2373 2846 3314 3415 3517 3569 3611 3768. Haupttrcffcr Nr. 47 Set. 848. 20000 Fl. Nr. 75 SLL". 2046, 10000 F1. Nr. 64 Scr. 65. je 5000 F1. Nr. 90 Set. 3071, Nr. 74 Set. 3895.

Wien, 1 Juni. (W. T. B.) Der Heutige Tag verlikf im Kladnoer Strikegebiet ganz ruhig. Die gestern vom Statt- balt-Zr Empfangene Arbeijcrdeputation Hat für morgkn dic Wieder- annabmc der Arbeit zugssagt.

London, 3. Juni. (W. T. B.) Die Getreidczufuhren be- trUgen in der Woche vom 25. bis zmm 31. Mai: englischer Weizen 3627, fremder 53 787, englische Gerste 833, fremde 13 771, englische Malzgerste 18 563 fremde _, cnglischer Hafer 105, fremder 61931 Qrts Englisches Mehl 16 764, fremdes 46 785 Sack UM) 202 Faß.

Glasxzow, 1. Juni. (W. T. B.) Die Vorrätbe von Roheisen in den Stores belaufen sich auf 1028493 Tons gegen 988100 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl der im Betrieke befindlichen Hochöfi'n 82 gegen 87 im vorigen Jahre.

Bern, 1. Juni. (M.TB.) Die Gcneralversamman der Aktionäre der Jura - Bern - Eisenbabxi genehmigtc die Jahres- rcchnung für 1888 und [*c5c171oß dic AuEzaHlung' einer Dividende

von 40/0.

Washington, 1. JUni. (W. T. B.) Die Schuld der Vereinigten Staatcn hat im Monat Mai UW 8702 877 Doll. abgenommen; im Staatssckzaß befanden fick) 1111. Mai 629169888 Dol].

Ncm-York, 24. Mai. (Ncw-York. Hdis.-Ztg.) Ueberblickcn wir die finanz.cl]e Lags der Vereinigten Staatkn, so ist zu konsta- tiren, daß 01616102, soweit Mnigstcns das legijime Geschäff in Betracht kommt, im Augenblick eine im großen Ganzen recht günstig? ist. Die Anforderunqen, Welche das legitime Frühjahrögesäyäft an den Geldmarkt 32112111, sind ohne irgend Welche Störung für denselben vorübergegangen; dasselbe war der Fall mit den April- und Mai-Liquidationen, und die augenblickliche Geldcirkulation in der Union ist eine größere und besser vertheilte als jemals zuvor. Bis zu der Zkit, wo das Herbstgcschäst wieder in seine Rechte tritt und die Ykanipulirung dsr Ernten in größerem Maße vor sich geht, ist aller VorauZ-sicht nach die Gefahr einer (Geld- knappbcif ausgkfch10ffen, und sklbst die Thatsache, daf; Gold während dsr 19131211 Zei.“ iii größcrcn Bkträgkn außer Landes gcxiangen ist" und vielleicht Nock) weiter, und zwar in ax1s€kcknlichcn Quantiläfen, exporrirt werden dürftc, hat das Vcrtrauen des Publikums die aUgenblichliche Situation, immer soweit das legitime Geschäft in Betracht kommt, nicht Erschüttert; die Gkschäftswcht sieht vielmehr, den an uns sowvhl vom biesigen Platz? (118 auch aus den großen Handels- und Distributions - Centrxn dcs Jnlanch gklangten Bcrichtkn zufolge, in dieser Hinsicht der Zukunft mix Vertrauen entgegen. _ Etwas 521115046 ist es aÜcrdings, ob nicht die spekulative Seite des Geschäits Hier und da zu Bedcnkcn Anlaß giebt. Dic Gcldcirkulaxion in dcr Union ist, wie berkits erwähnt, augenblicklich_ ei**e außergcwöbnlich große; die Erntc-AUS- sichten find skbr vielveriyreckKxnd, und auch die Simation in unserem Eisenbahatvxsén hat sich insoxcrn gebsffxkf, als die Transvortratcn aaf einer stabileren Basis _ruben, iaater Mommtk, die sklbstverst'ändlick) die Spekulation, bei Bemtbcilung dcr (Hcschäftslagc, nicht außkr Acht läßt. Zu vergsffen ist ferner nicht, daß auchin Europa Geld ungkmein flüssig ist, daß man uns wirklich gute Sskurttätcn gern abnimmt, daß also die Spekulation, Wenn sicwirklicb Ausschreitungen beabsichtigt, sozusagen EntsOulkigungsgrjixide JLUUJ bat. _ DLL? Geldmarkt ist auch in dicser Bericht§irochc sebr flüifig geblieben. Ohne das; das Geschäft cin [*esonders aktivcs gew-"sc'n wäre, babsn sick) die Noti- rungen am Wechsclmarkt recht stetig behauptet. Die Ansicht, daß dcr Goldsxport in dicsem Monate ein ziemlich bcdsutcndcr Werden wiirde, bewahrhcitet sich; in dicskr WOÖL bat wiedcrum ein recht ansehnlicher Goldcxyort staxtgkfimdcn. Jmögcsammf wurden für morgen Uiék abgehkndc Dampfer zur Vsrschiffuni'. nach Europa 3600000 Doll. Gold angemeldet. Der heutige Betrag [*:ingt den diesjährigen Goldcxport des bissigen Hafens aus 13 359 009 DM.

New-York, 1. Juni (29.11. B.) Der Werxk) der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 10029 763 Doliars, geiicn 7 030012 Doll. in der Vorwoche; davon für Stoffe 2171984 Doll., gegen 1327 886 Doll. in der Vorwoche.

Verkehrs - Anstalten.

Wiederholt haben wir auf den crstaunlichexi Aufschwung dcs Fernsprechers in Deutschland hingewie1cn. Ganz Frankreich besißt noch nicht so viele Fkrnsprech-Thcilnebmer (118 Berlin allein. In Frankreich (Paris. Bordeaux, Havre, Lille, Marseille, qun, Nantes, Amiens, Nizza, Nancy u. s. w.) zusammen 10 757 Theil- nebmer, in Berlin allein 11000; in Deutschland 33000. Bekanntlich hatten in Frankreich zucht PrivatgeseUscbaftcn dax“; Fern- sprechwesen in die Hand genommen, in Deutschland__von Anfang an die ReichßverWaltuxig. In Paris zahlt man jährlich 600 Fr." = 480 „jc- für dcn Anichluß, in Berlin 150 „ck Diese Zahlen bßdurfen keiner Weiteren Erläuterung. In England liegen die Verbaltniffe nicht viel anders als in Frankreich, aus densélben Gründen. _

Danzig, 2. Juni. (W. T. B.) Das hiesige Betriebsamt macht bekannt: Die Strecke Horn-Groß-Gemmern. ist seit heute Nachmittag wieder betriebsfähig. _

Hamburg, 1. Juni. (W. T. B.) Der Sckoneildaxnpscr „Augusta Victoria“ der Ham_burg - Amerikanisch)en Faäetfabrt-Aktiengesellschaft ist, von New-York kommend,

cute Nachmittag auf der Elbe angekommen. _

_ 1. Juni. (W. T. B.) Der Pojtdampfer „Gothia' der Hamburg-Amerikantj chen Packetfabrt-Akticngesell- schaft ist, von Hamburg kommend, heute Morgen in Balti-

more eingetroffen. _ 2. Juni. (W, T. V.) Der Postdampfer ,Saxonia'

der Hamburg-Amerifaniscben Packetfabrt-Aktiengesell- schaft hat, von Westindien kommend, heute Lizard pasfirt, und die

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