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die durch uns veröYentlicbten „Amtli en RaL- richten über das reußi che Staatss uldbzr , Dritte AUSgabe-“, aufmer sam, welche durch jede
BuZhandlung für 40 43 oder von dem Vexle er . uttentag LD. Collin) in Berlin durch die oft ür 45 ,:Z fran () zu beziehen sind.
Berlin, den 3. Juni 1889. Hauptverwaltung der Staatsschulden. Sydow.
Iuftiz-Ministerium.
Der RechtSanwalt Mack iti PiÜkalLen ist zum Notgr für den Bezirk des Ober-LandeSgerickyts zu Königsberg, init An- weisung seities WohnsiZes in Villkallen, „
der Rechtsanwalt enning in Prökuls zum Notgr fiir den Bezirk des Ober-Landesgerichts zu Königsberg, mrt An- weisung seines Wohnsißes in Prökuls, und
der Rechtsanwalt Peters in Stendal zum Notar fiir den Bezirk des Ober-Landesgerichts in Naumburg a. S., mri Anweisung seines Wohnsitzes in Stendal, ernannt worden.
Die Nummer 14 der (HeseY-Sammlung, we1che von heute ab zur AuSgabe gelangt, ent 6 unter
Nr. 9340 das Geseß, etreffend Abänderung mehrerer Bestimmungen der Gesetzgebung iiber die Stempelsteuer. Vom 19. Mai 1889.
Berlin, den _7. Juni 1889.
Königliches Geseß-Sammlungs-Amt. Didden.
Abgereift: Se. Exceüenz der Staats : Minister ,und Minister für Landwirthichaft, Domänen und Forsten, Frerherr Lucius von Ballhausen, nach Kassel.
Yichtamtliche5. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 7. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König hat, wie „W. T. V,“ meldet, an den Magistrat und die Stadtverordneten von Berlin- folgendes S ck re ib e n gerichtet:
Bei der jüngsten Amresenbeit Sr. Majestät des Königs don Italien war es Mir iiberaus erfreulich, Zenge der Herzlichen Ver- ehrung zu sein, Welche Meinem erlauchten Gast von der Bürgerschaft Meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin allenthalben entgrgengebracht wordcn ist. Die geschmackvolle und finnige Ausschmückung der Fest- straßen und der Gebäude, sowie die vielfausendstimmigen Zurufc bei dem Einzuge Sr. Majestät _in Berlin gaben beredtes Zeugnis; von den tief in die Herzen der Bevölkerung Deutschlands eingewurzelten Symvajhien für den mächtigen Bundeßgenoffen und Scix: gesegnstrs Land. Ick kann es Mir daher nicht versagen, d(n städtischen Behörden und der gesammten Bürgerschaft Berlins für den Meinem Hohen Freunde bereiteten würdigen Empfang Meinen wärmstrn Dank aus-
zusvrechen. Neues Palais, den 1. Juni 1889. W i l h e l m 11.
_ Die gewaltsame Pfändung V011 Sachen, welche sich im Gewahrsam oder Mitgewahrfam Emes zur HerauSgabe nicht bereiten Dritten _ nicht des Schuldners _ be “nden, ist nach einem Urtheil des Reichsxzerichts, 1. Straf enats, vom 11. März d. J., rechtswidrig, und der gewaltsame Widerstand des Dritten gegen den GerichtSvoÜzieher ist nicht strafbar.
_ Bei dem Enteignungsverfahren bezüglich eines Grundstücks in der Königstraße zu Berlin wurde den Eigenthümern eine Entschädigung von 71000 «16 zugesprochen. Diese beanspruchten noch weitere'2000009jé. und klagten ihren Anspruch gegen die Stadtgemeinde Berlin ein. In der Be- rufungsinstanz wurden den Klägern noch 44000 „46. zuge- sprochén, mit der Mei) orderung aber wurden sie abgewiesen. Der Berufungßrichter erechnete den Werth des Grundstücks durch die Kapitalisirung de-Z jährli en Reinertrages zu 5 Prozent, und se te den Preis an daS Zwanzigfache des Reinertrages est. Der Berufung§richter ging dabei von der Annahme aus: „Die in Berliner Grund rücken angelegten Kapitalien verzinsen fich immer noch u 5 roz. im Durchschnitt.“ Die Revision der Kläger wurde vom Reicthericht, 7. Civilsenat, durch Urtheil vom 16. März 1). J., zurückgewiesen, indem es begründend ausführte: „Die Anwendung des 5prozentigen Zinsfußes bei Berechnun des Kapitalweriheö aus; dem Ertrage des „ent- ei neten rundftüch beruht nicht auf eineni Rechtssaß, kins- beFondere nicht auf den den Zinsius; betreffenden'geseßlichen Vorschriften, sondern lediglich auf thatsächlichen Er- wägungen, vermittelst deren der Richter zu der Ueber- eugung gelan t is , daß diejeni 6 Summe, welche Zick) aus der apitalisirung des jä rlichen, Reinertrages zu 5 Proz. ergiebt, also das 20fache dieses Reinertrases den vollen Werth des enteigneten Grundstücks darstellt. . . . Den oben mitgetheilten Saß knüpft der Berufungßrichier an an den unmittelbar vorhergehenden Saß: es komme nicht darauf an, wieviel zur Zeit der Enteignung der herrschende Zmeuß für er stfiellige Hypotheken betra en habe. Wenn nun dann weiter im Gegensaß hierzu der erufungßri ter konstatirt, daß die in Berliner Grundstücken angelegten apila[ien ft.ch immer (mcf? u 5 Proz. im Durchschnitt verzinsen, so ist
darunter 0 en ar der Durchschnitt des Zinssaßes der an erster Stelle eingetragenen und der schlechter locirten Hypo- theken zu verstehen.“
_ Der Test er eines Gutes von 35 ha, darunter leßterer Eis in in den Winter: zur Gewinnung
71/2 118- Waffer äche, gewinnt auf großen Mengen und nimmt alljährli
monaten 15 bis 20 Arbeiter ledigii
des Eises UNd zur Aufstapelung desselben _in den' Lager: räum«n an. Zur Aufbewahrung des Eises smd FW?! große Eishäuser ebaut, in welche das Eis mittelst Lokomobileir 11111) zweier Au züge befördert wird. Es werden_ durchschnittlich xährlich _2000 Fuhren Eis zu je 30 Centnern emgrbracht. Der Gutsbesißer läßt in den Sommermonczten ta lich durch- schnittlich vier bis zehn Gespanne Eis na _ der ,be- nachbarten Stadt fahren. Der Eishandel bringt einen jährlichen Nein ewinn von 8000 bis 10000 914. Oris Reichs-Versi erun Samt hat unter dem 25; Marz d- I- (Nr. 710€ bes [offen, den fraglichßn Betrißb (ils einen gewerbßmä igen Speicher: beziehungsweise Kellereibemeb im Sinne deS §. 1 Ziffer 4 des Ausdehmxngsgeseße-Z vom 28. Mai 1885 der SpeditionS-, Speicherei- und KeÜerri- Berufsgenossenschaft zu übe ro ifen, da derselbe sich als em kaufmännich betriebener is “andel und als em von der Landwirtb chair unabhän iges ewerbliches Unternehmen dar- stelle. Der Umstand a ein, aß das gelagerte. und ohne weitere Be- oder Verarbeitung verkaufte Produkt em von dem Landwirth selbstgewonnenes Rohprodukt ier, kann „dem frag- lichen Betriebe den Charakter eines landwrrthsckzastlichen Unter- nehmens nicht geben.
_ n der Ersten BeilaLL zur heutigen Nummer des „R= u. t.:A.“ wird eine Be anntznachung des Ministers für Handel und Gewerbe über die Zusammenseßung mehrerer zum Zweck der Durchführung der Unfall- veriicheruug in Preußen errichteten Schiedsgerichte vsröffenilicbt.
_ .Der Königlich bayerische Bevollmächtigie zum Brindes- rail), Ober=NechnungS-Ratk) Geiger ist von hier abgereist.
_ Der hiesige Kaiserlich russische Botschafter, Graf Schrtwalow, hat für einige Wochew Berlin verlaffen. Während der Abwesenheit desselben iungrrt der" Botjchasts- rath Graf Murawiew als interimistischer GeschastSirager.
_ S. M. Fahrzeug „Loreley“, unter Kommando des 1. Offiziers, Lieutenants zur See von Vaffewrß,'ist am 5. Juni cr. in „Smyrna eingetroffen Und beabsichtigt, am 7. de-Zs. Mrs. wieder in See zu gehen.
Württemberg. Stutt art,. 6. Juni. Der „St.-A i. W.“ veröffentlicht folgende llerhöchste Ordre: , „_ '
„Aus Anlaß Meines in diesem Jahre stattfindqndcii 251a5ri- gen Jubiläums als Chef des Ulanen-Regiments Nr. 19 verleibeJcbdem Regimenials besonderes Uniforms-szeichen silberne bezw. weißleinene Lißen mit roxbem Spiegel auf jeder Seite des Kragens und an den Aermel-Aufscblagen der Ulanka und bxstnnme zugleich, daß diese Abzeichen ersimals bci der an Meinem Regierurzgs- Jubiläum i1aiifindenden Paradezu tragen sind, „ Das Knch-Mmrste- rium beauftrage Jck). die erforderlichen AusxührUygs-Ynordnupgen unter entsvrkckyender Berücksichtigung der reglementaren Vor1chriften zu treffen,
Stuttgart, den 3. Juni 1889.
K a rl.“
Ebenso hat Se Majestät aus Ylniaß des 25jähr1gen Jubiläums Ihrer Majestät der Königin ais Chef des Dragoner-Regiments Nr. 25 dem Rexxrmefnt als, be- sondere?- Uniforms=Abzeichen silberne bezw. weißlemene Lißen mit rothem Spjsgel auf jeder Seite des Kragens und an den
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Aermel-Auffchlagen des Waffenrocks verliehen.
Baden. Karchruhe, 6. Juni. (W. T. B.) Die Vermählung der Prinzessin Marie von Baden mit dem Erbprinzen Friedrich von Anhalt findet am 2. Juli hierselbsi statt.
Metklenburg-Schwerin. Schwerin, 6. Juni. Meckl. Nachr.) Se. Königliche Hoheit der Großherzog tri t am Sonnabend, den 8. d. M., hier wieder ein. Der Tag drr Ankunft Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Großherzogin ist noch nicht bekannt.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Juni. (W. T. B.) Wie die „Polit. Corresp.“ erfährt, ist der Umstatzd, daß der König von Griechenland und seine Familis auf der Reise nach Petersburg sich nicht, wie ursprünglich beab- sichtigt, in Wien aufhielten, darauf zurückzuführen, daß sich die Abreise von Athen um einige Tage verzögert hatte und die Vereinbarungen mit den Eisenbahnen wegen Be- förderung des Königlichen Extrazuges keine Unterbrechung meYr zuließen. _ Der Gro fiirst Paul von Rußland ist einerVraut,derPrinzes in Alexandra, bis Grgnica entgegen gsfahren; dorthin ist auch der zur Weiterrerseder grieFrschen H9rrichasten bestimmte russische Hofzugdirigirt wor en.
Frankreich. Paris, 6. Juni. (W. T. B.) In der heuti en Sißung der Deputirtenkammer forderte, bei der Forteßung der Berathung des Budgets des_Mini- steriums des Auswärtigen der Deputirte Dreysuß eine Vermehrung der geheimen Fonds um 300000 Francs. Der Minister des Aquärtigen, 'Spuller, erklärte, daß er die Annahme von Mitteln . um die diplomatische Thätig- keit Frankreichs noch mehr zu entwickeln, nicht' ablehne, er müsse jedoch den Antragsteüer, da die Frage einen finanziellen Charakter trage, an die Kammer selbst verweisen. Dreyfuß bestand auf seinem Antrag und hob hervor, man könne in andern Vudgelposien Eri arniffe ein- treten lassen. Hierauf wurde der Antrag Drei) uß an eine Kommission verwiesen. Die leßten Kapitel des Budgets des Auswärtigen wurden angenommen. Es folgte dann die Verathung des Budgets für das Unterrichts- Ministerium. Unter lebhaften Unterbrechungen Seitens der Rechten legte Ferri) die Fortschritte dar, welche durch die Republik in dem öffentlichen Unterrithswesen gemacht seien, und wies darauf hin, daß die AUSga en für den Bau von Schulen die Höhe von 563 Mil]. Francs erreicht hätten, wovon nur 224 Millionen auf den Staat fielen. Der Redner betonte, er sei immer fürWahrung des religiösen Friedens wie für die Beibehaltung des Kultusbudgets gewesen. Die Laienschulen hätten stets Toleranz geübt, man müsse eine gleiche auch von der Kirche verxangen. (Zahlreiche 5Yrotesie Seitens der Rechten. Beifall im Centrum.) Die ißung wurde sodann aufgeYIben.
_ 7. Juni. ( „T V.) Der Staats-Gerichtshof ließ gestern aufs Neue Haussuchungen bei zwei hervor- ra enden Anhängern Boulanger's vornehmen; dabei so en zahlreiche Papiere beschlagnahmt worden sein, welche die Betheiligung Boulanger's an emem Komplott gegen die
Sicherheit des Staats feststeüen.
Italien. Rom, 6. Juni. (W. T. B.?) Der Senat Yi beschlossen, der Enthüllung des Gior ano Bruuo: enkmals nicht beizuwohnen. „_
Jn derDeputirtenkam'mer erklarte heine der Minister: Präsident CriSpi: Die Nachrtchi d'er „Agenzia Stefani“ von der BeÉeßung Kerens sei richtig. Nachdem der Häuyt: ling arambavas durch sein Verha1ten das Vertrauen der italienischen Regierung verschxrzt habe, habe Le tere die Beseßung von Keren durch regulare Truppen iqwre ie Ver: haftung des Jiuptlingß und die„Entwaffnung seiner Truppen angeordnet. * onghi meldete hierauf erna Interpellation darüber an, ob die Beséßung von Keren die Entsendung weiterer Truppen und eine den Voranschlag bedeutend übersteigende
Außgabe nothwendig machen werde.
Portugal. Lissabon, 7.' Jurii. (W. T. V.) Die Erste Kammer hat einstimmig emen Antrag ange: nommen, durch welchen die Rechtsansprüche Portu- gals auf Gebiete in Ost- und Central-„Afrika be- stätigt werden und die Regierung aufgefordert wrrd, diesekben entschieden aufrecht zu erhalten.
Schweiz. Bern, 6. Juni. (W. T. B.), Jtalixn und das Großherzogthum Luxemburg haben ihreTheilnahme an der inrsrnationalen Konferenz betreffs des Arbeiter- schuß-(Hefeßes zugsiagt. _ Der Vund'eSratl) wird für die Befestigung des St. Gotthard einen Nachtrags: kredit von 600000 Fr. fiir das Jahr 1889 verlangen. Die Gesammtkosten dürften den Voranschlag um etwa 6 Millionen Francs übersteigen.
SchWeden und Nortvegeu. Nach der kürzlich herauß- gegebenen Rangliste der schwedischen Armee und Marine für das Jahr 1889 besteht das aktive Offizierspersonal der Armee. aus: 1 General, 6 Gensral-LieutenantH, 10 General: Majocm, 34 Obersten, 51 Oberst-Lieutenants, 93 Majors, 538 Kapitäns und Rittmeistern, 678 Lieutenants und 446 Unter-Lieutenantéö, im Ganzen 1857 Offizieren gegen 1845 im Jahre 1888. Als Generale der Armee sind außerdem aufgsführt: dsr König von Dänenmrk, der Kaiser von Oesterreich und der Großherzog von Baden, als General:Lieutenant der Kronprinz von Dänemark. Von den Reserszffizieren gehören 7 der Generalität und dem Generalstabs, 101 der Infanteris, 23 der Kavallerie, 16 der Artiüerie und 5 dsr Fortifikation an, zusammen 152. Zur Diszposition stehsn außerdem noch 210 Offiziero, von denen 149 Kriegsdienste zu thun vsrpftichtet sind. Der älteste aktive Offizisr isi General J. M. Björnstjerna, der kürz: [ich sein 84. Lebanjahr vollendete. _ An der Spitze der Rangliste der Marine und der Flaggen=Ad1nirale ist dsr Deutsche Kaiser Wilhelm 11. aufgeführt. Das aktive Offizieerersonal besteht aux: 3 F1aggen-Admiralen, 6 Com: mandeuren, 22 Commandeur-Kapitäns, 63 Kapitäns, 51 Lieute- nants und 20 Unter-Lieutenants, zusammen 165. Die Reserve zählt 41 in Frisdsns- und KriegSzLiten zum Dienst verpflichtete Offixisre und 37 Offiziere, welche nur beim Ausbruch eines Krieges oder bei größeren Ausrüstungen zum Dienst verpflichtet sind.
Zeitungsstimmeu.
Die. „Allgemeine Konservativs schrift“ 1agt: _ Der Reiciystag ist nach Abschluß seiner Fcrien um Anfang Mai wieder zusammexigrireten und nach kurzer Tagung gegen Endedes Monats aesthlosten worden.
Die Session ist kurz geWesen. Aber sie bat gleichwohl (113 Er- gebniß ein Geseß geliefert, das an Wichtigkeit und writtragrnrer Bedeutung allen anderen voranstebi, die in den [ersten Jabrerrznr Verabschiedung gekommen find: das Alters- und Invaliden-Verizckyc- rungsxesktz für Arbeiter. Mit freilick) nur kleiner Mehrbeir in es angenommen worden, (15er die Thatsache der Annahme bleib: d:!tcben und sie wird ihre Wirkung äußern noch in fernster Zukunft. _ "
Wir haken uns über die Tragweite dieses Geseßes _und _ubec unseren Wunsch, dasselbe angenommen zu sehen, schon 10 haufig geäußert,daß wir uns Heute auf einen kurzen Außdruck unserer Genug- tbuung beschränken können Gewiß sind die (Einwände, die gegen einzelne Bestimmungen des Entwurfs erhoben werden, aller Beachtung werjk), und es wird (bsnso gewiß nach den Erfahrungen der Praxts im Laufe der Zeit (in manche Paragraphen die bes1ernde Hand gelegt werden müssen. Aber das Gefexz will nicht nakk) kleinen, sondern nach großen GesichtSpunffen beurtheilt scin. Dic Hauptsache bleikxt, daß überhaupx eine Veranstaltung dieser Art begonnen wird, die, dein Arbeiter für die Tage des Alters und der Erwerbdunfähigkert enk, wenn auch vorläufig nur deschcidenss, dock) fichrrcs Brot g?) währleister. Und von ebe_n so hoher Bedeutung, „"T das andere Moment, daß ein erster großartiger Versuch nun walli gemacht wird, in drm bisher oft so ungleichen Kampf zwischen Kaya?! und Arbeit das game Gewicht des Staats zu Gunsten der Arbeit 11“: die Wagscbale zu Werfen. Den Sozialdemokratrn ist nunmehr jeder Grund genommen zu der Behauptung, daß der Staat der.GegW wart ausschließlich im Interesse der besißcnden Klaffrn arbeite. _ wird hier in Gestalt des Reich8zuschuffes der (Staatskasse sofort eu]: Leistung von vorläufig 50 Miüionen als einfache Zuwendung an dx? Arbeiker aufgebürdet, und außerdem den Arbeitgebern durcb, dl? Pflicht, zu einem bedeutenden Bruchtbeil den Versicherungsbetxräs ihrer Arbeiter zu tragen, ein Opfer auferlegt, welches von VMM nicht ohne erhebliche Schwierigkeit getragen werden diirfte. „
Das; das Gesetz trotz dieser intensiven Fürsorge für die „Arbexskk von den Vertretern der Sozialdemokralie, die ja eine eigentllcbé Arbeiterpartei sein will. bis auf den leßten Augenblick energisch „bk; kämpft worden ist, darf gleichwobl nicbt Wunder nehmen, Wenn Furß Wißmarck in seiner leßten durchschlagenden Rede hervorgehoben hat, daß es den Hrrn. Bebel, Liebknecht und Genoffen um nichts Andcreß zu thun sei als darum, Unzufriedenheit und Haß zu erregen, 111113771L Meinung vertreten hat, daß mit einer allmählichen Befriedigung ,d“, berechtigten Wünsche der Arbeiter diesen Herren gar M*
Monats-
uud von der Agitation zu leben, aufhören würde “- W ist das alles _ ja schon so oft außgesprochen ,qudkn- daß es _nichts AufsaUcndes hat, um so wenigcr als die RichtigkeU, Uk Saße däußg auch von solchen nicht bezw-xifelt wird, diekeinen Wider- spruch erheben. Cigenthümlicb und auffallend'isi aber, daß, waher? von den Sozialdemokraten bisher die Berechtigung des Vorwurfs ?“ stritten wurde, sie wüßten nicht, was sie woüten, Hr. Bebe! 7)" Korrektheit eines solchsn Standpunkts jetzt auch grundsäylicb entsckxtedekj vertbeidigte. Er erklärte .kaltlächelnd“, die Erregung von Unzufrteden heit sei allerdings sein Geschäft; aus der Unzufriedenheit gkl)? “U17 menschlicher Fortschritt herdor. Was die Sozialdemokraten an S"2 der gegenwärtigen Staatsordnung seßru onten, gebe kiinen Mrnskbsn etwas an. Er müsse zugeben, daß 1eine Partei über die pofitw V9“ ibr zu erstrebenden ,Zicle völlig uneinia sei, , 5
Das Geständmß ist werthvvll. Das; von heute auf moraxq d“ unglaubliche Bekenntnis; zum reinen Demagogentbum, zur polittschkx Propaganda für unbekannte Ziele, den Sozialdemokraten (hade könnte. ist leider 111411: zu erwarten. Dazu ist die Partei zu alt ""
zu fest gefügt. Wohl aber ist zu hoffen, daß die Macht der M'
gedient sein würde, Weil dann die Möglichkeit, zu agikiks."
farben im Laufe 'der Zeit ihre beredte Sprache dennoch reden uud wenigstens denen, die sehen wvllen, dexr Urzterscbied zeigen wird zwi- schen einer woblwolkenden Reformpoliitk einerseits, die das Erreich- bare wirklich giebt, und, andererseits dem Mundbeldenrbum der Volksbeglücker, die gar Zucht daran denken, ihre unablässigen Ver- sprechungkn jemals zu erfullen,
_.. Dem Jahrbeericht der _Stuttgarter Handelskammer entnimmt dle'„Lelpz1'ger Zeitung“ nachstehende Aeuße- rungen über die aÜgememe Lage:
Die Signaxur des Berichtsjabres 1888 bebt fich vortheilbaft von der seiner Vorgangex ah. Die _der„letheren nämlich drückte fick) haupt- sächlich in dem standigenxPreisruckgang "aus. Im Gegeniaß hierzu zeigte fich gxgen Ende vorigen Jahrxs, wahand die Theoretiker beute n ck über die Ursache und Daurr dieser Preisrevolution nachgrübelu, ein für Viele ebensy unerwartetes, als urierklärlicbes Zusammentreffen verschiedener Anzetschcn einer fortichreitenden Konsolidirung des MarkteS: so zunachst an drr Börsexznd von ibr aus weiter in der ganzen wrrthschaitltchen Tbaixgkeit Deutschlands ein durcb viele! Jahre "vxrmzßter Faktor, nämlick) eine zuver- fichjljche Widerstqndsfabtgxettx ferner_ in den Monatöausweisen der Eisenbahnen eme betrachtliche Steigerung des Verkekrs; dann auf dem Waarenmarkt eine Erhöhung der Rohmaterialpreise und Umsäße, m vielen Fabriken Urberzeitarbeit, Erweiterung der Be- triebsanlagcn_ und VermZhrung der, Arbeiterzabl, befriedigende Dividenden m den „Abschluffen zahlreicher Aktirngescüschaftcn, Er- höhung drr Va'luta in "unseren_ Ausfubrgebieten, wie in Oesterreich, Rnßland und m den sudamerikaniscben Staaten günstigere Jahres- absch1üsse des Großbaqdels, und der Banktbätigkeit, sehr belebte Gründungxlust, namcntlick) (n'der Richtung der Umwandlung mehr oder Wemger rentabler Fabrikexr in Aktiengeseüscbaftrn und einer bekrächtlrchen Erhöhung des Kapitals der Aktienbanken (deren Betrag für Deutschlandcheute schdn das zweiie Hundert MiUionen Mark erreicht haben durfte), endlich eine angesirengjcBautbätigkeii und eine Hauffeströmupg auf der Waaren- und Effektenbörse, wie sie in solcher Dauer in diesem Jahrzehnt noch nicht erlebt worden ist. Ob die Wendung zum Besseren fick) fortseyen, wie lange sie anhalten wird, ist schwer dorauszusagen. Nur einige Anbaltépunkte für die Beant- wortung dicser Frage gewmrxt man, “vonn man der Ursache dieses Umschlags nachforscbt. Den crußeren Anstoß zu dem letzteren gab die friedliche Gestaltung der politischen Lage, die tiefere Ursache aber lich zu der Umbildung Unseres politischen, inTernationalen wirs)- sch7a1t11che_n und sozialen Lehens, in der wir uns derzeit befinden. Im Zuxanimenharzge darmt steht eine Abnahme der Existenz- sicderbe1x, das 1613ng Stki'bkt1 nacb raschem (Gewinnen, der Kampf des Kapitals um seinen A'ntbeatl an der Arbeit u:1d um anderweitigen Ersa? fur den heutigxn Zméruckgdng, die immer weitere Ausdkbnung drr Qff'ektcn- rnd Borsenspekulatton unter dem kleineren Kapitalisten- stand, die zunehmende VergeseUschaftung der Produktionsweise durch Um- wandlunna' der privaten Betriebe in Akkiengesellscbaften, dir fast ge- werbsmaßtg grixordene Bildung don KonventioneU und Karieüen, die Jyternatwnalitgt des Kredits und der Staatsschuld, Diese Symptome er- klaren es, daß mtt nervöjer Hast jeder günstige Moment erfaßt und ausge- beutetwrrdUals welcher rum gxrade die aUgemeine Lagein Mitte vorigen Zghres,9rschten., Sckwn, rn fruheren Monaten Hatte sich ein zielbewußtcs Etngretscn der internationalen Spekulation und großer Kapitaikräfte ((extcnd gemacht. Jetzt war drr richtige Moment für düS1lee, wie fruher noch me, gekommen. Seitdkm sind wir denn auch, da die zuverfichtlichere ,und drrtrauensvollcre Auffassung der Lags schließlich aUe Erwerbskretse crgrtff, gn'einer Gründungs-Aera, an einer Hauffe anx'elangt,' deren, Existenzfqbtgkcit zwar schon seit Monaten ange- zxrcifelt wird, dte jedoch_tbxe Rückwirkung aucb auf de'n ruhigen, sich mehr nach dem Verhaltnis; Von Angebot und Nachfrage richtenden Produktionsgang nicht verfehlt, damit aber natürlich noch nicht fur Handel und Gewerbe den normalen Gang früherer Jahrzehnte erbracht hat,. Es hat denn auch die (Zunahme des Konsums einige schwere Mißstande unseres heutigen Erwerbslebcns nicht hinweg- zur'aumen Nrchht, (Einmal findet man in dem Detailgeschäst, so- Wlts es auf die Landkundschaft ungewissen ist, Und bei dem Klein- gewerbe das Gegentheil' von der boffnunqßvoüen Zuversicht, welcbe Großbande) i_rnd Großindustrie an den Tag legen. In den leßten Jahren ngmlrck) sab fick) das Kleingewerbe weiter noch durch den 11311an Zmßruckgqng und zwar von zwei Flanken bedrängt. insofern nam11_ch derselbe eme Schmalerung der Konsumfäbigkeit der Abnehmer veruriacht und !„odanzi der Großindustrie biÜigeres Kapita[ ver- mrttelt und damrt die Konkurrenz des Großkapitals verstärkt hat. Dazu,kam, daß aucb 1888 die Kaufkraft der ländlichen Bcvölkerung sicb inch gexw-ben hat„ und die von der reichen Obsternte und dem vezbaltntßmaßlg gunsttgew Hopfen- und Weinertrag erhoffte Ent- ivtckelxtng des Herbstgeschafts ausgcblicben ist. Letztere, den meisten Ge1chaftsl9utexi ebenso unerwartete als unerklärliche Erscheinung batte wdbl darin ihrer) Grund, daß im Spätjahre 1888 die Landleute, wahrend _ckqu 111 den Mißjabren 1886 und 1887 die mristen Kapttalglaubtger entgegen ekommen waren und sich auf bessere Zeitewhatten' vertrösien la en, nunmehr zur Einlösung ihrer Zins- und Zteldrrbmdlrchkerten gedrängt Wurden. Dahkr kam es, daß der Geldmangel aus dem Lande fast noch arößer war, als in den vorher- gegangexien Jahren, daß die Handwerksleute fick) vielfach auf spa'tere. ZUTFU gedulden mußten, daß fernrr in den Detailläden, namentlich 1mC1sen-, Schubx und EUenwaarengeschafi, fick) mangelndsr Absatz fublbar machte, und die Ausstände langsam eingingcn; erst in den lxßten Wochen des Bx'rtchtsjahres trat (ine Lrböhte Kauflust (in. Damn crmrmgelt, auch fur manche Jndustriezkrrige, namentlich fiir dt"e Webereien, ((ne der Haupibedingungen zu ihrem Aufschwung, namlich die von unten, aus dem e_inbeimiscben Vrrbrauch kommend Vermehrung der 'Kaufquft und Ausnahmefähigkeit. Drr Druck wird bxer so lange nicht weichen, als nicht eine Reihe ausnahmsMise gunitiger Erqten auch den Konsum und die Kaufkraft der Land- bevolkerung wieder belebt
Archiv für Post und Telegrapbie. Nr. 10. _ Inhalt: ]. thensZucke rznd Aufsäße: Zwei weitere Erkenntnisse des Reichs- ?erichts uber dre Berechnung der Strafe bei Portohinterziehungen. _ 5Beitrag zur "Gesxhicbte des badischen Postwesens bis 1811. _ Rems Keglemrnt fur die Tclegrammbeförderung in Schweden. _ Dic eng- lischen Postsparkaffen im Jahre 1887. _ C.!)lers' Besteigung des Kilima-Ndsck7aro. _ 11. Kleine Mittheilungen: Geschäftsbericht des internationalen Bureaus des Weltpostvereins für das Jahr 1888. _ Das Telegrapbenncß Brasiliens. _ Ein Laufzettel des Postamts in Gotha aus dem Jahre 1723. _ Die Postverwaltung von Canada im Jahre 1887/1888. _ Optisch-elektriscber Signalapparat für Schiffe von Ardozs. _ Anwendung des ZskernspreÖers bei Eisenbabnunfällen. _ 111. Literatur des Verkehrswe ens: a, Maite? (111 ssryias (188 r(x- ostißß (188 poskßa (» 1'11888'8 (105 rsadfeurs, (3011111118, Iuruuméraires, aux111a1r85 (zr mäss (16 1'46m1nisrrat-10n (168 9081565 sr (l'éléßrapbsg par KRÜQUÜ (zt, Zouguezd, (2011111115 (1 1'Qämju18trat10u (:Smrals (165 7089138 at- “1'51égr9p1163. katja 1888, _ b. Prairä tbéoriqus (zb Franqus (111 861'7106 (183 äirsotiona äéyaersuta-Ws (188 13081265 st",
515818411188 par 415611; Usa. Daria 1888. _ 17. Zeitschriften- Ueberschau,
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteo- !Soloqie. Organ des Hydrographischen Amts und der Deutschen Meewarte. Herausgegeben von dem Hydrographischen Amt des Reichs- U arine-Amis. wazehnterIabr ang. 1889. Heft 7. _ Inhalt: sZtersuanen am Manganitabl ezüglicb seiner magnetischen Eigen- b aften, angqsteütqauf dem Kaiserlichen Observatorium zu Wilhelms- aven. _ Dre Hafen und Handelsverhältniffe des erfischen Golfs Yad des Golfs von Oman. Nach dem Bericht des eneral-Konsuls Z NILdUlande' zu Büschxbr, Baron R. C „Kenn de Hoogerwverd.
- S-) - Die Ke- (Kev) Injeln. _ Beitrage zur Küstenbeschrei- 211178 der Inseln Buka und Bougainville. Salomons-Archipel. _ eteorologxsche Beobachtungen im Hafen von Kamerun. _ Viertel-
ijrs-Wetter-Rundscbau der deutschen" Seewarte an der Hand der taglichen synoptischen Wetkerkarten_ fur den Nordatlantiscben Ozean Sommer 1885. _ Bemerkungen, uber Orkane. _ Die leuchtenden Nachtwvlken. _ Kleine Notizen, _ TabeÜen. _ Kartenbeilagen. Ministerial-Blatk für dzecZesammteinncreVerwal- tun in den Königlich preußts en Staaten. Heraußgegeben im 5 ureau des Ministeriums des Jn„nern. Nr. 5. _ Inhalt: 1. Allgemeine VerwaltungssaÖen. Verfuguxjg, betr. die Mitzeicbnung von Dienstwerfügungen der Königlichen Regierungen durch den Ober- Forstmeifter. _ 11. OrganisationßsaMn. 11. Behörden und Beamte. Bekanntmachung, betr. die Führung der Bezeichnung „Landeshaupt- mann" Seitens des jedesmaligen ersten Beamten der kommunalen ProvinzialVerwaltung von Westfalen. __ AÜerböÖfte Ordre. betr. die Fuhrmxg des Prädikats „Exceklenz' Seitens der Staatssekretäre der ReichSamter. _ Cirkular, betr. die Anrechnung der im Gemeinde- dtenste zugebrachtcn Zeit bei Pensromrung der in den unmittelbaren StqatSdienst übertretenden Gemerndebeamten. _ 13. Staatshaushalt, Kasien- „und Rechnungssachen. Cirkular, betr. die Zahlungsverrech- nuxig' fur Penfionrn, Renten 2c. an Beamte aus dem Ressort des Ministeriums des Innern in Folge von Betriebs-Unfäklen. _ Cir- kular, betr. die Festseßung und Verrechnung der aus Anlaß von Betmebs-Uniäüen an Beamte oder deren Hinterbliebene im Bereich er landWirtbschaftlicbxn Verwaltung zu gewährenden Pensionen, Ver- gutungen für die Kosten des Heilverfahrens, Sterbegelder und Renten xc. _ Cirkular, betr. die Berechnung der den als Chaussee- auffrbxr und Chauffeewärter angesteÜten Militär-JnValiden aus ihren Mrlttarpenfiomn zu zahlenden Zuschüsse. _ 111. Polizei-Verwaltung. 4. Gewerbevolizei. (Zirkular, betr. die Vorschriften über die Ein- richtung" und den Betrieb der Quecksilber-Spiegelbeleq-Anstalten. _ 13. Gcfangmßwesen, Straf- und Besierungßanstalfen. _ Circular, betr. den Transport von Militär-Arrestanten. _ Verfügung, betr. den UmfanZ des Begriffs Verpflegungskosten der Korrigenden in LandarmexxYausern. _ Cirkular, betr. die Bekämpfung der Verbrei- tung der „Schwindsucht in öffentlichen Anstalten. _ 17. Militär- mzd Mart((e-Angelegenheiten. Bekannrmacbung, betr. die von den bobrren Lebranstaltcn in Bayern, Württembrrg und Baden sowie Von dcn Kadßtten-Corvs auIzustxÜenden Zeugnisse über die wissen- schaftliche Befahigung für den einxäbrrg-freiwikligen Militärdienst.
Statistische Nachrichten.
D9§_soeben erschienene Aprikbeft der „Monatshefte zur Statistik des Deutschen Reich“ bringt außer den regelmäßigen, aufUden beircffenden Monat bezüglicben Nachweisen über Handel, PreUe rc. eine Darstellung des Waarenverkehrs mit dem Auslande nach Menge und Werth für das Jahr 1888.
, _ Ueber die Bewegung der Bevölkerung im König- regch Bayern während _des Jahres 1887 entnehmen wir der „Zeit](brift des Kön'tgxick) bayerischerx statistischen Bureauß“ was folgt: Die Zahl der Geborenen überhaupt betrug 206 631, darunter 199705 oder 96,6 9/0 Lebendgeborene und 6926
, oder 3,4 0/(3 Todtgeborene; dem Geschlecht nach 106 203 oder 51,4 9/0
männliche und 100 428 oder 48,6 0/0 Weibliche, dem Personenstande der Mutfer nach 178 045 oder 86,2 9/0 eheliche und 28586 oder 13,8 0/9 uneheliche. Unicr den (belich Geborenen befanden sich 5883 oder 3,3 0/0, unter den unehelich Geborenen 1043 oder 3,6% Todtgcborene. Von den Müitern der Unebelicb geborenen
Kinder warcn 7456 _dder 26,08 0/0 Protestantiscb, 21089 oder 73,78 % katholi1cl), 26 oder 0,09 0/0 jüdisch und 15 oder 0,05 0/0 andern Religionsbekenntriiffes. _ ZwiÜingß-
gcburten fqnden 2393 stati, und zwar in 801 Fäaen von 2 Kngben, tn 825 von 1 Knaben und 1 Mädchen und m 767 Von 2 Madchen. 'Von den Zwillingen kamcn 301 oder 6,3 0/0 todt zur Welt. DUÜmgSgeburten ereigneten fick) 34, und zwar in 6 Fällen von 3Knaben, in 10 von 2 Knaben und 1 Mädchen, in 9 Von 2_ Madchen und 1 Knaben und in 9 von 3 Mädchen. Von denDril- lingen wurden 12 oder 11,8 0/0 todt geboren. _ Die Zahl der Ge- storbenen mrt Ausschluß der Todtgeborenen belief sich auf 151 114, darunter dem Geschlecht nach 77 861 oder 51,5 % männ- liche und 73 253 oder 48,5% weibliche, dem Alter nach 54 816 ,oder 36,3 9/0 im 1. Lebensjahre, 23 045 oder 15,2 % '.th 2. W 15. Lebensjahre und 73 253 oder 48,5 0/0 im 16.Lehcn51abre und dcrrüber._ Der Ueberschuß der Lebendgeborenen uber die Gestorbenen unt Ausxchluß der Todtgeborenen bezifferte sich auf 48 591 ,oder 32,2 0/g. Eheschließungen fanden 37 436 statt. Unter den eHeschließendeii Mannern waren 25 616 katholisch, von denen 24184 mit katholischer], „1425 mit Protestantischen, 4 mit jüdischen und z'rmt sonst chri1111chen'Frauen sicb verebelichtem 11410 pro- testaptrsrk), vdxi _denen 9831 unt YrotestantisÖen, 1565 mit katholischen, 1'mit em_er xgdxschen und 13 mti sonst christlichen Frauen die Cbeein- giygen, 379 xudtsch, von denen „369 jüdische, 7 katholische, 2protestan- 111che U'nd' 1 eme sonst ([)ristlicbe FraU ebelichten; endlich 31 191111 Örrstlicb, v'on dencn„_14 mlt sonst christlichen, 12 M11 protestan- tischen und 5 mri katholt1chen Frauen die Ehe schlossen. Von den Kaxboliken gingen demnach 1432 oder 5,6 9/0, von den Protestanten 1519 95er 13,8 0/0 und von den Juden 10 oder 2,7 9/0 eine gemischte Ehe em. Von den Eben überhaupt waren 34 398 oder 91,9 0/6 konfessionel], und zwar 24184 oder 64,6 0/() katholisch, 9831 oder 23,6 9/9 pronstantUch und 369 oder 100/() jüdisch, und 3038 oder 8,19/0 gemiicht Durch. 4836 Eheschließungen wurden 6223 un- chelrcbe _ Kiyder [emxxmtrß Unter BlUTEVerwandten wur- den 242 Coen, geschlomen, und zwar 216 zwischen Geschwister- kmdern, 16 zw1schen Onkel und Nichte und 10 zwischen Neffe und Tante. _ Dre ZaHl der Einwanderer betrug 23 556, darunter 14 609 oder 62,0 9/0 männliche und 8947 oder 38,0 0/0 weibliche; die der Auswanderer 22 765, darunter 14 120 odcr 62,0 0/(1 männliche und 8645 oder 380% weibliche. Eingewandert find mithin 791 oder 3,5 0/0 mehr als auSgewandert. Unter den Einwanderern Waren 407 odxr "1,7%“ unter „den Auswanderern 6415 oder 28,2 0/0 überseeische. Die uberfectschen Einwanderer seyten sich aus 252 oder 61,9 l'/() männ- lichen urid 155 oder 38,1% weiblichen, die überseeischen Auswanderer aufs 3743 oder 58,3 % männlichen und 2672 oder 41,7 (% weiblichen zu ammen.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
' Das 2. Heft !(. Bandes von dem „Jahrbuch der König- [LÖ Preußischen Kunsisammlungen“ (Berlin, G. Grote'sche L_)?rlagsbuxbbandlizng) enthalt außer _den bereits mitgetheilten amt- l(.chen Berichten emen Effay über GrÜis van Coninxloo und seine E,)cbule, vdn Jean Lovis Sponsex. Dann Handelt W. Bode über ein Bildm der zweiten Gemahlin Kaiser Maximilian's, Bianca Marig S orza, ' vou Ymbrogio de Predis Zmit einer Helio- g'rapbte und drer Hochaßungen). 5Ylfred Gott old Meyer bietet eme Monographie, betitelt ,Das veneziani (be Grabdenkmal der Früh- Renmffance' (mit dreraAbbtldungen in Ho äßunq). Der Amsterdamer Genremcrler Symon Kick ist sodann der Gegenstand einer Studie von A. Brxdtus und W.,Bodx (dazu eine vortreffliche Radirung von A. _Kruger). Schließlich wurdtgt Herman Riegel das neue Museums- ebczude zu Braunschweig tn Bezug auf dessen Benußungözweck (mit nsrcht des Museums, (Grundrissen 2c.). __ ,Deu'tsxhe Kaiserlicder." Von Albert Möser. Drevden uyd L_Upztg, H_. Klemm's Verlag. _ Der Verfasser unter- nmzmt'es in dieser Grdtchtsammlu'ng, uns die deutsche Geschichte in Karserltedxrn vorzuführen. Er beginnt die Reihe derselben mit einem Thurwerlied'aus dem Jahre 933, welches in feiner leßten Strophe an Kaiser Heinrich &erichtet ist und ibn auffordert, die Ungarn, welcbe danials mit ihren aubzügen Deutschland heimsuchten. in die Pußta zuruckzuwerfen. Das zweite Lied führt uns eine der stolzesten Kaiser- Zcstglten, Olio ]. den (Großen, vor, dessen Vermählung mit der rutschen Prtnnzef n Cditba'hier gefeiert wird; auch das nächst- foxgende bexchaftigt sicb mti drr Erscheinung dieses gewaltigen Fürsten, wahrend sich die daran scbließenden von seinen NaÖ- folgern handeln. So reiht sich denn in 5211971 und
trabenkthdern Lied an _Lied und ver egenwärtigt uns die Großtbaten, dre alucklicbewund traurigen Schicksa e der deutschen Kaiser. Das leyte derselben; ,Dlß' de((tscbet) Reichsklemodien im Jahre 1796“ enthält eme Prophezeiung fur die Wiedererstebung des Deutschen Reichs unter den Hohenzollern. , Der der Sammlung voranaeschickte Prolog wendet sie!) (131 den Fursten B(Zmarck und bezieht sich auf seine Studienzeit nz Gotxxngen, der Hetmaibstadt Albert Möser's. Der Epilog besingt die berUr)mt§ Kaiserburg tn Goslar und feiert das wiedererstandene deutsche „Kaisertbum. Der Ertrag dieser Patriotischen Dichtungen, welche em Separatabdruck aus deSielben Verfaffers Gedichtsamm- 1unß».._Schaue(Z und Schaffen“ nebst einem Drittel Vermehrungen find. ist bestimmt fur das Nordwestdeutsche Kaiser-Wilhelms-Denkmal auf der Porta Wesxfalrca. _ „_ Das rm Verlage yon Adolf Mebrbardt in Bernburg in :) LrefFrungerrä. 50 «3 erscheinende .Anbaltische Geschichten- buch , Erzahldmgenxon Jean Bernard Muschi, ist ein Wertb- volles G_e1chenkbuch'fur Jung und Alt. Der Verfasser, welcher fich durch seine .Anbalirschen Sagen und Märchen“ viele Freunde und Verehrer erworben und auf dem Gebiet der Novelle fich längst einen geachteten Name:) gemacht hat, bietet mit dem oben ge- nannten Werk erxi VolkSkZuch im besten Sinne des Wortes dar. Der Stoff in den funf Erzählungen des „Anhaltischen Ge- schrÖtenbychß“ bxrubt durchweg theils auf rein geschichtlicher, theils a_uf geschicht59emafi Yombtmrter Grundlage und greift einmal sogar (m .Prmzesßn Hel'iS') arif das Gebiet der sog. „geographischen Nodelltitik' rrber: eme völlig neue Erzählungsart, welche. durch den Reiz der Afrikaforsäzung' hervorgerufen, soviel man weiß, Hier zum ersten Mal eme kynitlerische Gestaltung erhält. Der Dichter, welcher das Geschehene (dle, Geschrch_te) von seinem Standpunkt auffaßt und deutet, hat auch bei den Erzahlungen von rein aeschichtlicbem Charakter es verstanden, (:Ues geiebrte Beiwerk bei Seite zu lassen und doch auch den Gesgbichtskundtgen zu befriedi en. Man wird in die Zeit der Wendenkrtege und der Eroberung er Mark Brandenburg ver- setzt (Albrecht der Bgr); es wird die Zeit geschildert, die dem Jahr- hundert der Reformation vorangmg (Isidor und Isidore); dann wird uns das, Zeitalter von Luther's Wirken dargesteÜt (in der Erzählung ,Die Bewohner der TeuerStnuhle“), und endlich bekommt man (in der Crzabxung .Marre") ein Bild der Franzosenberrscbaft in Deutsch- land._ Dieser Band 11011 anhaltischen Erzählungen, für welche Ihre ZoHert die Frau Erbprmzesfin Elisabeth von Anhalt ihr buldvolles ntereffe durck) Annabxne der Widmung des BMW bekundet hat, d(xrf naé) Inhalt _und kunstlerischer Form als ein gutes Hausbuch be- zeichcknet Werden. Kdmplet gebunden wird das Werk zu 4 „W in jeder Buchhandlupg zu kgufen sein.
_ Dre Kriegswaffen. Eine fortlaufende, übersichtlich gedrdnete Zusatiimensteilung der gesammten Schußwaffen,Kriegsfeuer-, Hieb- und Stichwaffen (znd 'Insirwmcnte, sowie Torpedos, Minen, Panzerunxzen und dergl. seitEmfübrung von Hinterladern, von Emil Caprratne ,und Pb. von_ Hertltng Rathenow, Verlag von Max Ba,benzren.„_ Von diesem öfter empfohlenen Sammelwerk [(€an drei neue Hefte: 1 bis 3 111. Bandes, mit vielen instruktiven AbbrldunwÉn, (Zr. R i
' _ 215 eginn der eiezeit wollen wir nicht verfehlen, auf die Jllustrirte Reiselektüre binzuweisen, welche schon ikit chhren bet „ Carl. Krabbe in Stuttgart erscheint und von Kunstern wie SÖU'ttgen, Albrecht, Bergen u A reich mit Bildern geschmuckt Wird. CFM neues Bändchen betitelt fick) .Jn *Uscbqrau' von X. W.Hacklaz1der. Die anziehende Erzählung des beliebten Autors (11 von F. pr5' sehr hübsch illustrirt.
„ Jn demsel en Verlggc ersxbien ein ebenfalls reich iÜustrirtes Bandchen, enxbaltend' die Erzablungen „Blaue Husaren" und „Spr-[e nichr mrt Schießgervehren“ von Carl Hecker (mit 54 JÜustraaneii von H. Albrecht; Preis geb. 2 „46, geb. 3515). Am!) 51er en_tspr(cht die briÜante Ausstattung dem Reiz dos Inhalts. Namentlick) ist der Umschlag ein' kleines Kunstwerk in Farbendruck.
_ In 6. Auflage erschien soeben: .Die Nordseebäder auf Sylt:" , Westerland und Wenningstadt“, beraußgegeben von der Seebade-Drrektioy" (Verlag von Otto Meißner in Hamburg; Preis 1 _ck). Der d(eßjabrrge Führer erscheint nicht aur in einer gegen die fruheren'Aufkagen, vollkommen umgestalteten Form und Ausstattun , sondrrn rst auch in seinem Inhalt wesentlich bereichert. Eine sacß- kyndtgeßlbhundlung aus, der Feder des ]. Badearztes, ])r. Lahusen, dreist dre wichtigsten „sanitaren Gesichtspunkte für den Kuraufenthalt aux Sylt." Der zweite Theil des :mit Karten, Flutbtabelle, ahr- platzen _fuc Layd- und Seeverbtndung reich ausgestatteten Wer (bens zerfallt in drei Hauviabschnixte: 1. Die Reise nach Sylt, 11. Der Kuraufenthalt, 111. DreAbrei1e. Jn_ klarer übersichtlicher Zusammen- steUung bietet das Buch auch dem ganzlich Fremden ein anschauliches Bild der Sylter Lebens- und Wohnungsverhältniffe, der Preise, Kurbedmgungen'. Zerstreuungen, Ausflüge, des Jagd-, Reit- und Kegelsports, wie uberbqupt vori aÜem, für den Badegast Wissens- ivelrtben und darf somit als em durchaus zuverläsfiger Wegweiser ge en.
_ Das 16. Stück der von Ferdinand Adenarius, Dresden, Herausgegebenen eitschrrft „O_er Kunstwart', Rundschau über (111€ Gebiete des ck)„önen, heschaftigt fich in seinem ersten Aufsaß mit den Ursachen des Bubuenmederganges, welche von Georg Köberle auf ihren _Ursprqu und ihr; Bedeutung hin untersucht werden. In der Rund1chau wird de_s'Naberen eingegangen auf einen Aufsatz Heinrich Hart'H, .Die realt!t:1che_ Bewegung",' welchen der Verfasser in dem von, „ihm in Geme1n1chait mit 1einem Bruder herauSgegebenen „Kritischen Iabrbuck)“ veröffentlichte. Der: Einfiuß Wagner's auf den Bubnengesang, von dem Ludwig Hartmann im vorleyten Heft de? „KunstwartZZ gesprochen, behandelt aucb Wilhelm Zahn, der Direktor der Wiener Hoiovcr, in einem Briefe, den die Wiener Zeitschrift .A'n_ dxr schönen blauen Donau" veröffentlichte. Auf “0121611 _Vrtes wnd 51er des Näheren eingegangen. Ueber den ReaUSmus m der Malerei „erging fich Wereschagin im Märzbcst der ,Deutsckvxn Revue“. _Da diese Auslassungen ein Geacnstück zu den oben erwahnterz Hart'1chen Darlegungen bilden, so eigneten dieselben iich zur Agfnabmr m den „KunsZwart“. In der Rubrik Vom Tage werden neue Erscheinungen arzf literartxcbem, und sonstigem künstlerischen Gebiet be_sprochcn uiid m der Bucherer erwähnenSwertbe literarische Gegen: stande m_(fgefubrt. _Der .Kunstwart' erscheint im ersten und dritten Viertel jeden Monats. D(r Besteüpreis beträgt für das Vierteljahr ":?-k a“- Die rascbZ Verbrettuztg dieser ästhetisch-kritischen Rundschau ist ein Zeichen dafur, daß dieselbe fich bereits in weiteren Kreisen Freunde erwvrben hai und „auch ixi Zukunft allen Kunstintereffenten em wiÜkommenes Mittel_bteten wird, um sich über al]: Kunsterscbei- nungen bequem zu unterrichten.
_ Von „Gartenbefißern und Landwirtben werden die Vortheile, wexcbe die Bienerzzucht' bietet, meist bedeutend unterschätzt. Auf sie weist erfolgreich em Bienenvater in der neuesten Nummer der Zeit- schrift ,VowHaus 311 Haus“ (Nr. 35) bin. Ueber die Entstehung der Mondfchemsonate (018411911) von Beethoven wird eine anmuthende Sarge geboten, „Josefa'. eine spannende Erzählung von Moriß von Reichenbach, wird fortgesetzt. Ferner finden wir mannigfache unter- haltende und belehrende kleinere Beiträge, hauswirtbscbaftliche Briefe, Kochrezepte m Prosa und Poesie, Bücherschau, PreiSrätbsel. Anita en. Pro'benuznmxrn dieser yon Anny Wotbe geschickt redi irten Wo en- 1chrift fu"- die deutsche Frauenwelt werden gratis und ?ranco versandt von Adolf Mahn's Verlag in Leipzig.
Land- und Forstwirthschast.
Von der Yrffcbrift ,Das „Pferd" (Verlag von Friese & von Puttkamer tn _reßden) liegen die Nummern 10 und 11 vor, welche an erster Stelle die Fortseßung des Artikels .Ueber Bedeutung und Zweck der Schuxreiterei und Dazugeböriges' bringen. Für mili- tariscbe Kreise durfte .Das Berittenmacben der Jnianterie-Offiziere“ von _IntercLe sem. Die, .Bein- und Sehnenpflege“ wird von der bewahrten eder des Freiherrn M. Speck von Sternburg sachkundig Frgsextellt.PfSZorÄplYsYdäreten s(Zwie d§r Berfith über die diedjäbrige re ner er e- u e ung erganzen en au (: es ra en be " li en Inhalt der Zeitschrift. 9 f g zug ck
.:.-„R.;. «14.5»,4" („._.