1889 / 169 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 19 Jul 1889 18:00:01 GMT) scan diff

TuniQ, warb Geheimagenten, intri uirte gegen den Refidenten, ckte Heßartikel an Pariser Bl tter. Um_ Geld verabredete er mit _emem _ Trinkgeld von 210000 . dafür, daß eriu seiner Division Ka ee inTafel- chen versuchen ließ, desaleieben traf er eine Abmachung_auf ein Trink von 20 Cent. für jede Epaulette von einem protegtrten Fabrikanten. Brieflitbe Beweise dieser Durchstecbereien liegen vor. Boylanger als Kriegs-Minister betrieb die Kabalen und die Propaganda im Großen. 44 verschiedene Porträts sind in den Akten gesammelt, _mebrere von populären „Heldensaqen' begleitet, theilweise wurden sie tn Wandsbeck bei Hamburg gedruckt.

Boulanger wendete 242 693 Fr. für ZeitangSreklamen auf, warb . an, durchweg vielbestraftes Gesindel; einen derselben, der vor die empfahl er dringend _ _ kt 1011 seine Infomationen durcb Frauenzimmer ein. Dann heißt es weiter: _

Boulanger verbrauchte nicht nur die Gebetmfonds_des lau_fenden Jahres, sondern theilweise auch die von seinen Vorgangern fiir den Kriegsfall gewarten Fonds, ohne dem Präfidenxcxi der Republik den Zweck anzugeben. 2790008r. verschwandendieser1ei_ts_, 140000Fr. gab er für einen Offiziersklub, welcher als Mittel der _polmscben Propaganda dienen sollte. Beim Verlassen des Ministeriums rteckte er noch 30 _000 Fr. ein; man Weiß, daß er 60000 Fr. Schulden abtrug, fich zwei Wob- nungen möblirte, seine Kreaturen gut bezahlte. Der_AnklggZakr er- wähnt dics nur zur Information, denn die Entwendungen rm Ministerium, sowie die Trinkgelder für Kaffee und Epauletten sollen rzicbt vor dem Senatsgericbt, sondern noch vor einem ayderen Gerichtshofs Fur Als Boulanger das Minitterium verließ, war das Sein Helfersbelfer Dillon,

chsen - Weimar . Eisenach. _ Weimar, 18._ Juli. (Th. C.) Ihre Königliche Ho 't die Großherzogin ge- denkt, na den bis je t getro _ Auguß fi zum Kurge rauch nach Gastein zu

El -L ' . St bur , 18. saß othrmgeu "rst Zaoßhenlkizh

nm Yesümmu üblerei nt

li. (W. T._ V.) eule einen

Der Statt alter, begiebt ich zunächst

vierwöchentli en Urlau angetreten und nach Kassel zum Besuch der Ausstellung und von dort nach Alt-Auffee.

seines Ministeriums neue Gebeimagenten

Wien, 18. Juli. (W. T. B.) den Richtern.

Oefterreirh-Ungarn. _ _ cbtpolizei kam, Nach den nunmehrßetroffenen DiSpofitionen mird Se. Ma- ranz Joseph am 10. August Abends mit großem (Hefo ge von Wien aus dre Reise Berlin Über Dresden antreten. die Ankunft wird dort

um 2 Uhr die Reise na

jeftät der Kaiser

Dresden erfolgt der Kaiser abstatten und Berlin fortseßen, Die Ankunft in Berlin findet um 4 Uhr Nachmittags statt. Der Aufenthalt in Berlin ist auf vier Tage bemessen. _ der Kaiser iiber Passau _nach Ischl zurückrersen.

Laibach, 16. Juli.

11. August Vormittags;

dem Köni e einen Besuch

Am 15. August wird

Bei dyn Landtagswahlen in Krain find 25 Slowenen und 11 Deutiche gewählt worden,

ein den nationalen Verhältnissen des Landes entsprechendees Klage komme"-

Komplot gegen die Staatßgewalt fertig. _ e_in Abenteurer, der sich fälschlich „Graf“ nennt _un_d wahrend des Krieges nicht bei dem Regiment erschien, wo er Offizier war, sondern fich an der Küste versteckt bielt, bat eine Reihe unsauberer als journalistijcbex Svießgeelle, 100000 Fr. von Boulanger erhalten haben; die1es ist aber nicht be- edocb aus Mangel an Beweijen un- isten Soudey und Morphy

London, 18. Juli. arnelliten von der Unter- uchung der wider sie von der „Times“ erhobenen Anklagen wird von den unionistischen Zeitungen als ein falscher Schritt bezeichnet. So schreibtder„Standard“: „Parnell's Rücktritt,)“th in der elftenSlunde, wird nicht als einProteft gegen die beschränkte Natur der Untersuchung gedeutet worden, sondem als eine zornige Einräumung der Erfolglofigkeit der eifrigen Anstren- gungen, die er gemacht hat, fich rein zu waschen.“ Die „Daily News“ glaubt jedoch, daß die irischen Abgeordneten eine gssunde Diskretion auszgeübt haben, welche. fie mit Vor- theil schon eher ausgeübt haben dürften.

Der Schah von P

Großbritannien und

A. C.) Der Rücktritt der dem Kerbbolz.

Fernere Genoffen. die beklagt blieben, waren die Anar

Boulanger nabm Geld vom Aquande an_und wolite di:_Dikta1ur aufrichten und sich zum „Konsul aus Lebenézeit' ernennen lanen, fragte bei den Kanzleien des Auslandes an, ob man ihn als Herrscbcr Er dankte den Korrespondenten, welche vor] kinem künftigen_ Staatsstreich schrieben, und empfing Briefe von Geistlichen, die sicb xeine gctreuesten Untertbanen nannten.

Nack) dem Rücktritt vom Ministerium begann Boulanger die Am 28. Mai und 31. Mai und 21. Juni waren Straßenkrawaüe, wobei man die Hand 1einer Agenten ent- deckte, obwohl er selbst die Verantwortung ablehnte. cr, wenn er jemals einen Gewalistreicb geont, ibri während seines _ Doch ist dies_ fal1ch. damals konnte er dies nicht, weil der Gouverneur von Paris, Geyeral Saussier, unbestechlisb die Republik bebütete, Boulanger ver1uchte umsonst, diesem Posten Sxaatsanéalts liegen drei ausZesprowene Vkrsucbe dcs Attentats aur die Sicherheit des Staates vor: Erstens am Tage der Abreise Boulanger's nacb Clermont, 8. Juli 1887, Der Krawall auf dem von Agenten des Generals veranstaltet,

Er soll nicht abreisen, auf zum Elysée! Boulanger ermutbigte die Meuterer; einer )einer Agenten leitrte die Bewegrrngcn gedngener Banden, _ rübrerixcb zum Elyjée. Die Untersuchung beweitt angeblich, daß die Ausführung des Attentats nur an der Abtrünniakeit der Anarabisten scheiterte. Boulanger reiste erst ab, als durch Vorrücken der Polizei seine Hoffnung, sich im Triumph zum Clysée tra Zweitens: Attentat vom 14. Juli 188 waren eifrig bearbeitct worden, bei der Revue am Nationalfest souten fie durch Volksgescbrei für Boulanger bingeriffen werden, der Wagen- zug des Präsidenten der Republik wurde Angesichts der Armee be- schimpft und mit Steinen beworfen. Boulanger war im Geheimen nach Paris gekommen und wartete

Streich mißlang.

anerkennen würde.

_ _ Meuterei zu „schüren. erfr_en brachie gestern fernen Besuch in Manchester zurn Abschluß und reiste nacb Schottland weiter, wo er für dre nächsten Tage Gast des Herzogs von Montrme auf Schloß Buchanan ist; Heute nimmt er die SehenSwürdigkeiten von GlaSgow m Augenschein.

Aus Kairo, vom 17. Juli, wird berichtet:

General Sir F. W. Grenfell, der Sirdar, verließ beute das Lager in Bellaria und reiste nach dem Norden ab. _General-Major cngliseben Okkupations- angekommen.

sind heute Lieutenant Beech nahm brute mit einer Abtheilun Kavaüerie eine RekognoSzirung in der Ricbiung auf das feindli e Lager vor, und es gelang ibm, 22 D _ _Wad-el-Njumi's Antwort auf die Auf- forderung des Sirdars, dte Waffen zu strecken, steht noch aus (s. u.). Die KriegSgcfangen-n, welcbe beute eingebrackit wurden, erklären, daß viele seiner Emirs ibn drängen, die Feindseligkeiten einzustellen,

in Toski in Vertbeidigungszustand. nach dem nämlichen Ort und wird dort am Freitag Die Sthung drs Feirdes ist unverändert. der Absichten _und Plane desselben sind verschiedene Gerüchte im Umlauf. Einige sagen, Njumi warte Verstärkungen ab, Andere, er habe so viele Kameele verloren, daß er nicbt binreichende Transport- mijtel befiße, während wieder Andere erkiären, daß er den nächsten der vier Tage in Anspruch nehmen

herrscht übereinstim- Derwisch - Horde

_ _ 12 000 Personen einschließlich der Wriber und SklaVen batte, von welcher Zahl er t 4000 an Todten, Verwundeten und Gefangenen verloren an glgubt, er könne unmöglich Bimban erreiében, aber, wenn er vordrmge, müffe ein Entscheidungstreffen an irgend einem Punkte am Nil, südlich von Korosko, stattfinden. Der Nil stieg heute in Bellana um 40 cm. Flusses wird die Operationen in der Richtung auf Korosko wesentlich

(W. T. B.) In der heutigen Unterhaus- r Staatssekretär des Krie es, Stanhope,

grayhi ch angezeigt, auf

Er sagte, daß Ministeriums auSßefübrt hätte.

der Oberbefehlshaber

ZUM ___?Zabnhof _ Depeschen eingegangen. *0 enschen schneit.

mebrere Hunderte zogen aui-

wiscbe abzuschneiden.

n zu laffen, vernichtet Die Pariker Truppen

angelangt und verscßt das Bataillon mar- ankommen. Dérou.éde leitete die Meuterei. einem Agenten Doch nun trieb der General von Clermont aus srine Agenten zu néurn Tbaten; seine cbiffrirten Depeschm Boulanger Crimée, Jeanne oder Emile. Dérouléde hieß Mademoiselle _ Damals unternahm Boulanger verkapvt aucb Rerse_nach Lyon und fuhr in der Richtung der Scbivci; wahr- sÖLiUllÖ nach Prangins zu Prinz f; er _seine Karwidaturcn bei den Wablxn aufstellen. Cr lcugnete die M111chUld, doch die_Depeschcn bkw1é1én seine Worte als Lüge. Hierauf erfolgte die Ablesung. anwischen war bei dem dritten Attentatßversuch, geschehen Ende November, die Krifis der Prä- _ Boulanger war in_ Paris arrivesrnd und weigerte sich, dem Befehl des Kriegs-Minijters zu gehorchen und _ Er arbeitete einrn Plan mit seinen Spteßgesellen aus; eiyerseinergebeimen Freunde sollterin Ministerium bilden, Laguerre Pott-Minitter werden. _Bourbon sollten Soldaten und Polizei eptfernt werden, die Mense !ollte stürmen und den Präsidenten fortjagen. Boulangcr onte dann auf den „Wunsch des Volkes“ die Regierung übernehmen. Aber die Losung war im besagten Sinne aus- gegeben, ?aber Téroulöde'x auffallende Bemühung, Augenblick 1um Bleiben zu bewegen.

Zum S_cbluß der Anklageakte wird ausgeführt, daß Boulanger vom 25; Marz 1883 an an die Spitze der Koalition der Feinde der Republik 1rat_. Woher er das Geld bekam, ist noch nicht klar. Die Ankbagx ctwabnt das Gerücht, daß ein Prinz-Prätendent ibn sub- vZntwmtt babe und gewine Finanzleuie und Aristokraten ausgebolfen batten. Nack; amt1icherStatistik emrfing Boulanger 1275 Werjbbriefe, davon 118 aus dem AuSlande, Ocztxrreich, 1 an:, Deutschland. Boulanger versuchte fortwährend das _Mtlrtar_311g1 Trcubrucb au verleiten. Beispielrweiseluden Agsnten yon ihm zwei Soldaten ins Wirtbßbaus ei is_dem 20 Fr. und sagten: iiebt". Boulanger persönlich versuchte,

Wüftenmarsck) nacb Toski, liegen entziffert

In militärischen Kreisen

u n t e r 1“ ck ä yt Jéräme Bonaparte.

Gefolgschaft

sidentscbaft eingetreten.

Das “asche Steigen des nach Clermont zurückzukehren,

_ 18. Juli. Vom CMS: und Valais

sisung theilte de mit: General Grenfell habe tele seine Prokl_ama1ion an die D forderung, sich zu ergeben, habe Wad-el-Njumi g wartet: „Euere Streitmacht gilt mir nichts, ich bin gesandt, die Welt zu erobern, ich fordere euch und werde euch schüyen. Gordon!“ _ 19. Juli.

wird der Earl of

Sache kam anders“. Grery im lcyten

_ auf, euch zu ergeben, Erinnert euch an Hicks und

(W_. T. B.) Nach einer offizieilen Meldung _ _ _Frfe gelegentlich seiner Vermählung mit der Prinzessin Lourse von Wales zum Herzog ernannt werden. _ Bei der Berat frage vor der Kommission de die Regixrung unter Vorbehalt den der Oppontion gemachten Vorschlag an, nach welchem die Ypapage des Prinzen von Wales um 40000Pfd. Sterl. ahrirch vermehrt werden soll, anstatt eine besondere Dotation ür )edes seiner Kinder aUSzuseßen. der anderen Enkelkindxr der Königin bleibt no

, wird dre Opposition dieselbe absolut

seit Anfang 1888 14 aus Italien, 3 aus der Dotations- terhaufes nahm

von den Führern n tranken mit ibncn, gaben

t, wenn es eine Revoiutio'i _ den Chef der Staatkvolizei Dce Unterruebung ergab einen Haufen von Briefen Boulanger

„Schießt ni

zu bestechm, Staatsbeamter, _ und m_knete fieißig aucb leere Complimente, Schmeicbcleien. Em Brief fängt an: „476 Caesar lwpßrator!“

_ St. Petersburg, 18. _ Dsr österreichisch-ungarifche Botschafter, olkenstern=Trostburg ist heute von hier ins Ausland

.“ schreibt: „In der Organi- _ _ _ _ chen Militärbezirke find einige nicht unw_esentl1che Veränderungen vorgenommen worden, aus welchen,_ mr_e a_us vielen vorheraehenden Maßregeln, das Bestreben ersichtlich ist, den dortigen Truppentheilen ein festeres Gefuge zu eben. In den Militärbezirken Omsk und Irkutsk eserve: und Lokaltruppen, ganz wie es im europäi- schen Rußland der Fall, unter den gemeinsamen Befehl von estellt und zu diesem Zwecke im

Frage der Dotirun

unerledigt. Wie verlautei verweigern.

Frankreich. Paris, 18. Präfideni Carnot telegraphrsch beglückwünscht, AUSgangs des auf ihn aUSJeführte

De_r Ankunft des Königs von Grie seibft wrrd zum nächsten Montag wird an einem vom Präsi therlnehmen.

licht das Ge denzselben soll jeder Kandidat bezirke auftritt, mit einer S der Wahlaufrufe, solchen Kandidaten Strafe von 1000 bis 5000 Fr. 5 Der sehr ausführliche er entnimmt der „Hann. Cour.“ nwalt schildert darin die ehrgeizigen Umtriebe des Bqulanger, damals zum General ernannt, pbre mit Bild erscheinen und durch Ag

1884 wurde

Rn land und Polen. (W. T. V.) W. «!,-L.)

von Brasilien anläßliä: des glücklichen

n Attentates. " Die „Sk- Peteer. Zt

chenland unserer

entgegen gesehen; de elbe denten Carnot gegebenen Diner

estern er1chien_ene „Journal officiel“ veröffent- 13 gegen die Vrelkandidaturen. , der in mehr als einem Wahl- trafe von 10000 Wahlzettel u. dergl. zu unterzeickznet

wurden die

Vri adeCommandeuren Mi itärbezirk Omsk die 2 ., in dem von rku brigade errichret. Die Befehls Rang und die Machtbefugni die i nxn unterstellten Trup en bilden ja riegsfall den Stamm ür mindestens eine

26. Plaßbrigade (Omsk) gehören alle Reserve- truppen der Gouvernements Tobolsk, Tomsk und des Be- zirks Akmolmsk sowre die gleichfalls neugebildeten Militär- Ssemipalatinsk und Wjerny. ur gehören alle Reserve: und Lo al-

t., ein Jeder, unsien eines bezw. verbreitet, mit einer elegt werden.

_tSk die 27. Play- rrgaden haben den fions-Commandeure; atsächlich für ivifion. Zur und Lokal-

aber dieser der Divi

olgendes :

Generals seit 188 _eme populäre Biogr

Heere verbreiten; bezirkSkommandos in Omsk,

Beziehungen 27. Plaßbrigade in Irkutsk

Divifions-General

truppen der Gouvernements Irkutsk und Jeniffeisk wie die des Bezirks_ Zakuts! und die neuerrichteien Militä irks- kommmzdos m Irkutsk, Nishneudinsk, Kraffnojarsk, A 'nsk und Kuensk. Die Ernennungen der über jene Bezirke be: fehligenden KreiSmilitärchefs find noch nicht erfolgt.“

- 19. Juli. (W. T. V.) Dem Vernehmen nach hätte der ReichSrath die Berathung des Vorschlages des ver:“ storbenen Miniüers Tolstoi, betreffend die Einrichtung von Chefstellen für die einzelnen Yrovinzial- Distrikte, nunmehr beendet, und stände die iserliche Gx nehmigung demnächst zu erwarten.

_ Italien. Rom, 18. uli. (W. T. B.) Der König ist heute Abend nach San ossore abgereist und begiebt fich 711 Anfang August mit dem Kronprinzen nach Apu _ien. _ König Humbert hat dem Kaiser von Brasilien anläßlich des glücklichen AuSgangs des Attentats seine Glückwünsxhe zugehen laffe_n; ebenso beglückwünschte der Papst den Kaiser. Der Kardmal-Staatssekretär Ram: polla_ stattete dem brasilianischen Gesandten bei dem Päpstlichen Stuhle einen Besuch ab, um demselben persönlich seine Glückwünsche außzusprechen.

Spanien. Madrid, 18. Juli. (W. T. B.) In Folge von Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Herzogs von Medina=Sidonia und dem Herzo e von Sesto, Kämmerern der Königin, haben die elben ihre Ent: lasyung eingereicht. Die Königin hat nur die Entlaffung des Leßteren angenommen.

Schweiz. Zürich, 17. Juli. Die „N. Zürcher "“t .“ berichtet über den Fortgang der Arbeiten zur LaUYeLS: befestigung: „Der Tunnel von der Schöslenen zum Fort- bühl ist nun, wie wir dem „Urner Wochenblatt“ entnehmen, durxhgeschlagen, und am Urnerloch haben die Arbeiten für das große Abfchlußtkor begonnen. Ebenso find auf Furka und Oberalp die Ar eiten für die Festungswerke bereits in Angriff gexnommen. Jndxffew ist die_ ahl der Arbeiter nicht so groß, wre man gemerxnglich meint und gelegentlich ausZiebt. Zn Andermatt smd es ihrer 130, auf der Oberalp 20 und Furka 16. Sobald _ die beiden Werke auf dem Bäßbrrg u1_1d Bühl_ aus ejührt werden, was bald einmal der Fal] 1ein diirfte, Holl die Zahl der Arbeiter um 200 vermehrt werden. Es werden Baracken hergestellt, um fie i_interngringxn. Leßtsn Dienstag, Mittwoch und Donnerstag rand dre Bc1ichtigung der Werke und der zu befestigenden SteUexi durch die beiden Kommissionen der Bundesverfarnm- lung steril, welche über den Gotthard kamen, von Andermatt aus aus den Bäßberg, in die SchöÜenen, auf die Oberalp, d_en Calmot und die Furka gingen. Die Kommissionen haben die Ueberzeugung gewonnen, es seien die Summen, welche für die Landesbefestigung bereits aUSgegeben oder doch bewiÜigt worden, gut angewendet, und es verdienen die be üglichen An: ernÉnFen der schweizerischen Behörden das vo e Vertrauen 10 es.“

Türkei. Konstantinopel, 18. Juli. (W. T. B.) Aziz Pascha 111 an Stelle Raouf Parcbas zum Gouverneur 0011 _ Beyrut ernannt worden. _ n der hiesigen britischen Botschaft fand am Dientag Abend ein Empfangsdirzer zu Ehren des Kön" s Milan statt.

' _ 19. Juli. (W. T_. B.) _Der b sherige Gouverneur 0011 Y_eyrut, Raduf Pa1cha, ist zum Gouverneur von Bidliß rm Vilajet Erzerum ernannt worden.

Serbien._ _Belgrad, 17. Juli. Der ,Pol. Corr.“ zufolgx hat Konig Milan seine breise von onsiantinopel aus nachsten Montag verschoben.

Afrika. Egypten. inro, 18. Juli. (Reuter's Bureau.) Der Finanz:Min1_ster Riaz Pascha richtete gbermals eme _Note gn die französische Regierung, in welcher_er dxeielbe dringend aufforderte, der beabsichtigten Konvertrrung _zuzusttmmen, da ein_ definitives Ablehnen der Zutnmmung ems jährliche Einbuße von 200000 Pfd. Sterk. tür Egyptcn zur Folge haben wiirde.

Zeitungöstimmen.

Uebsr den AnarchiSmus und die Sozialdemokratie

schreibt der „Hamburgische Correspondent“:

.N1ch_den Berichten 111377. die zweite Sitzung des Marxisten- Kongrenes tn Parts befinden 1111) unter den fremden Delegirten aucb sqlckm welcbe beauftragt find, den AnarÖiSmus zu vertreten Das kann 111151 werder Wunder nehmen ;_ der Unterschied zwischm briden Richtungen 111 ja, wre _u_1an vom St. Gallxner Tage her autbentiscb weiß, nur rem tbeoretncb urid betrifft bloß dieFrage der Taktik. Selbst auf dem London?- Gewerk1chartsk_o_ngre_s3_ der Trades Unions (Novrmber 1888) hatten Ulk) halbe Angrcbriten cmgxfunden, und ein solcher sagte damals, mr_ernattorraler Arbeiterjchuy,_ae1eßlicher Normalarbeitstag und der- gletcbcn ser alles Quackialbercr; nur internationale Revolution könne helfen _ Egjranzofisckoer Sozialist, André (8611). feste es durch, daß gegen dte_ Sttmznen derEnglczxrdcr beschlossen wurde, die Organisation der Arbeiter music ctne_p01m!che sein, eine Organisation des Klaffén- kampfcs argen das Kav:_tal._ Derselbe Grundton klingt durch die leßte Pariser Red? Liebknechts btndurcb, wo er von der politischen Mack)! des roletariats und kerri 1e8t_en Verzweiflungsfampf dcr alten Ge- sells aft spricht, ganz wre es rein Meister Marx sebou vor 20 und 30 Jahren gethan hat.“

Die wirt schaftliche Schädlichkeit der Fachversine be- leuchtet dre allifche Zeitung“ an folgendem Beispiel: .,ka Vremerbaven legten am 11. d M. die von den Fackpveretxrlein _ aufgeheizten Arbeiter des Norddeutschen Lloyd obne _ stichhaltigen Grund _ die Arbeit nieder -- aber nur, um 1chon nacb kaum_ zwer_ Tagen zu dsr Erkenntniß zu komk men, daß fie _thffenlNen Agitatoren in die Hände 2- fallen waren. _Gleicb nach dem Ausbrucko dcs Strikes meldeten 1ch etwa 100 Arbeiter aus d_e_r näwften Umgebung. welcbe vereint mit den _Ntcbtvercmlern dgs Lojchrn und Laden der Lloyddampfe: bewerk- ft_elltg_ten und_dies, wre Augenzeugen berickyten, rascher noch wie bisher dte„e_1ngearberteten Schauer- und Staucrleute. Eine Stockung im Betriebe des_ Norddeutschen Lloyd konnte aber auch schen deshalb nicht leicht cmneten, weil der Verkehr zur Zeit nicht sehr l-bbaft ist und man _sicb mr_t _den vorhandenen Arbeitskräften gut balken konnte. Die Ausstandtgen _saben_dies aUes wohl ein und gaben daber iiach; _faft Aae crklarten ihren soforligen Austritt aus dem achvere1n,_viele aber haben fich tkoßdem um die lohnende nnd _icbere Arbeit_gcbrac_bt, da der Lloyd jest nur die tüchtigstcn seiner fruheren Arbeiter _wreder aufnimmt und vor allem Andern keine der leitenden und treibenden Krafte kes Fachvereins in die Reihen einer Leu_1e trexen la,!ien 119111. Wie der .Weserzeitung“ von unterri terer Serre mitgetheilt wird, werden die biOherigen Löhne variäufig bei- behalien und soUen "ck spater dann nach dem jeweiligrn Stande des Betriebes richten. Fest entschl_c-ffen aber sei der Norddeutsche Lloyd, gegen jeden ferpercn Versuch einer Bevormundung durch Fachdereine imd dergl. energisch Stellung zu nebmkn, obne Rücksicht auf etwaige ibm dadurch erwachsende materielle Schäden.“

landes mag vor Allem die abschließende in andern Ländern der (111 sein dürfte. Beiläufig haben von den taatenienen Ausfall herbeigeführt baben. . . . dankbarer nerkenmmg wollen wir erwähnen, daß Seitens der Reich5regierung alles geschieht, um Handel und Griverbe tri ihrer ge- zu fördern. Durch Vervollstandrguna und onsulatswesens ist sie bestrebt, Deutschlands iebunaen zu fremden Staaten zu festigen und dieselben auf Sie ift berxrübt, durcb erbeffe- rung der Verkehrömittel der gewerblichen Thätigkeit _die geeignetste Stüse zu geben, wodurch Schwierigknxen, wie six fich im vetfioffenen Jahre bei Gestellung von Wagen fur die Eisenbahnverwaltungen ergaben, vermieden werden." _ _ Der Jahresbericht der Handelskammer fur Elberfeld beginnt mit fol enden Betrackrtungen: _ _ _ _ _ . ei einem Rückblick auf das Jahr 1888 ist es unwoglicb, die 1cbmerzlichen Schicksalsscbläge unerwabnt zu la_fsen, welcbe _m der ersten Folge unser Kanerbaus trafen. doch der Heimqang Kaiser Wilbelm's ]., dcs ehrwürdigen Nrubegrün- ders unserer ReiÖSeinbeit, des Förderers; unserer wrrtbsTx-frlrcberr und sozialen Wohlfahrt, des mächtigen Schußcrs de_s Weltfriedens, 101111? der kaum 3 Monate später sicb voaziebende tragische Abichluß der ernst mit den höchsten Hoffnungen begrüßten _ _ ricdricb's 111., des bocbsmnigyn Dulders, eine tiefgehende und nach- altige Bemegunq nicht nur im gesammten_ deutschen Volke, sondern auch in aUen übrigen Nationm des Erdkreises heryor.____ Die R_b mit der sich dieser von so erschüttern_d_en _Verbalfninen begleixete zweimalige Tbromrccbsel vollwg, die Jemgkert, welche unser verhalt- nißmäßig noch so junges Neichefuge _ Proben zeigte, die sichere Entschloffetibett, _ Wilhelm 11. das große Friedenßerbe_semer Vorganger angetreten und trotz der kurzen Zeit seiner bisherigen _ _ ausgrkaut bat, find von wobltbuendster Wirkung _ auf die Gestaltung der allgemeinen polittscken und damit auch der wirtbscbaftlicben Ver- Die Spannun , welcbe noch zu Anfang de_s JLbres 1888 über aanz Europa lag, ers eint gemindert, und an dre _Srelle derselben ist die Hoffnung auf längere_ Tauer_ _der gegenwartigen Unter die1en Um1tandcn konnte e_me weitere Belebung von Hardel md Jndrisirie in T_eutscbland rzicbt ausbleiben, und auch für unseren Bezirk ist eme solxbr tm Aligememen wahrzunehmen gewesen, wenn an!; manche Jndurtrien zu lohnenden Abschlüssen nicbt gelangt find."

den Kaufkraft des

Eine Ausführung über d'? Mittel gegen Arbeit“ apolitik der remden

einstellungen schließen die „Hamburger Nachrichten“

egen die _Strikes giebt es bei der heutigen Stimmung der den eben Arbeiter überhaupt nicbt. einer Einschränkung des Uebel! aber durfte neben der Bereitwillig- Arbeitgeber, begründete Forderungen freiwillig zu e_rfiillen, und Bekanntmachung der schadlicben algen, welcbe Strikes sel | bei einem gewissen äivßererx Erfolge Arbeiter babcn. erbeblicb beitragen können. Jr) dieser Bx- ziebun geschiebt jetzt fast nichts zur _Bekämpfnng der Agitatoren; dre wirkli en oder angeblichen im Stnke xrrunqenen „S aukpofaunt; rie Kriegskoften aber, die m der Gestalt o loser Verschuldung zahlreicher Familien und sonstigen ö_konomischxn Verfaüs getragen werden, bleiben gebeim. Auch bier ift em Feld _fur die überhaupt viel zu sebr vernachlässigte uzrmittelbare Gegenagitatton wider die Sozialdemokratie unter den Arbeitern.“

In einem die „wirklixhené Ursache:) der Verbrechen überschriebenen Artikel weist die „Danzigxr All Zeitung“ an der_ Hand eines (_rmerikams die Theorie der Sozialdemokraten hin, wo_na _ von Haus aus gut seien und nur durch dre_ schlechtxn sozialen Verhältnisse zur Verleßung der Gesetze getrieben_wurden: _

,Für diese heillos verblexrdete Theorie ist natürlich ein Beweis willkommen, aus dem sich ergiebt. daß ein _ _ der Sträflingszabl und den wirtbscbaftlicben Krisen besteht. That ist ja auch ein solcher Beispiele aus der _ lehrreich: „Jm Ja re 1857 brach der allgemeine dem ein großer geschäftlicher Niedcrqang folgte. _ stieg binnen drxi Jahren von 210 aus

aus und rerrcblana Bestand des Gefängnisses sank im Jahre 1863 (_mf 135. _Aber dgnn gebt es mit einem Riesensrrrzng_ in die Höhe. T*ie_v51m Kriege zuruck- kebrerden Soldaten konnten 10 icbnell k-ine Beschaittgung finden; der Arbeiwmarkt war überfülit, ur-d die Zahl der Straflmge stieg braven auf 360 Vom Jahre Zrffrr beständig bis 1873,

früberen Krisis schnellte die Zahl der Gefatzgenen bis sie im Jahre 1877 auf 560 angekommen 1_1_t_. die Geschäfte wieder, der Bestand des Geiänamnes sinkt in_i Jabra 1882 auf 420 Da kam abrrmals eine Wendung nacb abwarts im industrielXen Leben, die ungefäbr mit dem Attentat _axiF Garfield begann und mit dcn New-Yorker Bankbrücben ibren tresrien Stand Die Zahl der Siräflinae folgte der Krifis ganz genau, fie erreichte in der Mitte des Jabrzebnts die Ziffer von 560. Im lryten Iabre scheint ein kleiner “Abfall siaitgrfunden zu haben.“ _

Gewiß gebt hieraus hervor, daß der Stand_der Errverbßverbalt- riffs auf die Zahl der Verbrechen von Einfluß i|1. _ _ die schlecbjbin soziale Natur des_ Verbrechens überbaupt irn mmdeften bewiesen? Nach dem amerikanijcben Blatte hatte in de_n sogenannten schlechten Zeiten die Zahl der Vermögensveracbm sicb betrachtlich erhöht, und berubr fast ausschließlich hierauf der uwacbs in der Gesamirtxzabl Die Verleiturg zu Die stäblen ist na_turgsmaß in Zeitén von Verdiensinotb viel größer; aÜrin das erklart _nur _kas Mebr oder Weniger in der Gesammtzabl der _Diebsiablsfaüe, nicht aber auch, daß Diebstähle überhaubt vorkomxnen und dczß Mcrxscben, die keine Nabrungésorgen haben, verbrewerixcber Habgier _versalien. Wie steht es ferner mit den Verbrechen wider Staat, Religion, Sitt- lichkeit, Leib und Leben? Hier offenbart sich ein Rrbrecberißber Trieb, der vom wirtbschaftlicben Leben unberührt bleibt, sodaß selbst in eiten gesteigerter industrieller Tbätiskeit eine Vermehrung der Ver- ecben wider die Person und wider Staat, errgion und öffentlrckxe Ordyung vorkommen kann.

Die Sozialdemokraten brauchen nicht bis Amerika_zu geben, um die Beobachtung eines gewiffen Zusammenbapgxs zwi1chen der inbl der Vermögensverbrechen und dem Stande der ökonomischen „Verhalt- niffe bestätigt zu finden. Im Deutschen Reich ist in jener Klaffe von Vergeben von 1882-1888 die Zabl ker Verurtbeilungen von 169 300 auf 154 700 zurückgegangen; aUein die TiebfzcrblsfäUe yer- mipkerten sich von 79000 auf 65000 Wrbl ist dme erfreyltche Erscheinung mit eine Folge der reickkeren Entfaltung der indusirteüen Tbätégkeit und des aewerblicben Verdienstis. _ Sozialdemokratie nicbt, weil sie ibreu Klagen von der stersenden Veidienstnotb der Arbeitrr widersvricbt und fich zur Erregung von Unzufriedenheit nicbt verwertben läßt. _ die Verbrechen, deren Triebfedern Uebermutb, Gewaltibättgkeit, nit- liche Entariurg find, nicbt zurückgegangen, sondern gestiegcn. Ursachen hierfür befangen untersucben! Aber es ist eben kein brauemcs Thema für eine Partei, welcbe in einer nur der Erde und ihren Gütern zugewandien Theorie die bestehenden staatlichen und religiösen Ordnungeri miß- achtet und mit dem Versuche, die sittliche Verschuldung des Einzelnen auf äußere Verhältnisse abzuwälzen, selbst zur Verwilderung der Ge- sinnung beiträgt."

unterfuibten Arbeiteraus (inden in Frankreich 27 6/0 mit einem Siege , während 16 %

und 57 % mit einem Mißerfolge der Arbeiter geendet durcb gegenkeitige Zugeständnisse beigelegt wurden.

des Statistischen Amt; der Stadt en Standesämtern in derWocbe vom gekommen: 28 Todtgeborenc,

mit folgendem Rathschlag:

„Ein aründlkcbts Mittel deiblicben Entwickelun weiteren Ausbau des _ Nach Mittheil

Yerlin sind bei den 5

2710 Ebefebueßungm, 929 906 Sterbefälle.

ere Gebiete auszudehnen.

eine systematische Feststellun Lebendgeborene ,

Kunst und Wiffensthaft.

In der Königlichen Kunstakademie sind gegenwärtig die Studienarbeiten der Künste aus dem letzten Unterricbtéjabre ausgesteUt _ vertbeilung batte am Mittwoch im früheren Abend-Akisaa1 statt- gefunden, woselbst das Lebrerkollegium und die Studirenden ver1ammelt _ Wie_ der Direktor Prof. Anton von _W _ Rückblick aur das vsrgangene Studienjahr mttibeilte,

Hochschule bildenden Die Preis-

Hälfte desselben in rascher

etwas der- mindert, doch sei das böberen Orts beabficbtigt worden, da bei der Aufnabme Gewicht darauf gelegt werden fol], das; nur aanz brfabigte , _ Dcm Jahresbericht zufolge, welchen de_r Drrektorial-Arsistent Profeffor Teschendorff verlas. ist 111 Folge ferner Krankheit Profeffor Heüqvist als Lehrer der Malklame aus- _ diese wird jest von dem Maler Vogel geleitct, welcher, gleich den Malern Teschendorff, Braufervrtter, Friedrich und dem Kupferirecher_Hars Meyer, zum Professor rrnannt worden ist._

_ Dre AquieÜung nimmt webrere Säle ein und weist eine tiattlixbe Fulle tion recht acbtbaren Leirtungrn auf, unter denen dir mit Preiyen ausgezeichnetcn besdnders kenntlich gemacbt sind. ballen: Die Studrrenden Hanscbe (erster Preis der Landschastsklaffe), Mar 1th und Lemm, aus der Tbierklaffe: die Maler Hans Krause, H. Behrens und Thomas; aus drm Maler-Aktsaal: Horte, Lugau und Wtibelm Müller _ der Modeüirflaffe Stark und Wand!chneider; aus drm Bildbauer-Aktsaal Heimemann, Abexr und Künzler; ferner theils für Klaffrnleistuvgen, theils für selbitändige Studicn oder Kompositionen: Bindr, Westvbalem Kraus, Kurth, A, Behrens. Crust Berger, Friis und Hermann Klimsch, Bildhauer Wolf, Eltz: (zwei Preise), Fabrenkrog, Grawe, Wilhelm Swulz, Schiff, von Wenfiarski. Posa sky, Krillricb, Winckelmann, SuckSdorff, Seegert: aus der Radirklaffe: 1th und Wilhelm Feld- mann. Die Preixe bestehen in Geldbeträgen, Medaillen, Kuriirwerken Die Auésteüung findet unethgeltlich1tatt und Wir werden auf dicyelbe noch zurück-

attes auf

die Menschen Herrscherlaufbabn Kaiser

Leute in die Akademie eintreten.

Zusammenhang zwischen banden und folgende bei di_e_sen___ LIM L_chwe_ren

mr 1e er at er biladelviaer Gefangenenstatistik sind immerhin Bankkrach aus,

Die Zahl der

usammenbang vor

Regierung bereits weiter Preise haben er-

eine MMI? bältniff e gewesen. Malflaffe:

Fricdenßreriode gctretsn. und Melchior

225 beträgt Dann kam noch größerem Ruck als _ in die Höhe, Dann hoben fick) _ _ _ _ Die Güterbewegung (1111 deutschen Etienbayrmn im Jahre 1888, verglichen mit den drei vorhergehenden Jahren, bezifferte fich, narf) einer im neuesten Heft 4 (Juli und Aygust 1889) des „Archivs fur EisenbabnMsen' veröffentlichten Arbeit von C. Tbamer folgrnder- ' esammte Güterverkehr umfaßte (die Zahlen rn Mtlltorch Tonnen abgekurzt) 1888 134,9 geZen 122,2 im__ Iabre 1887, 113,6 im Jabre 1886 und 111,2 im Jahre 1885, bat 116) also mt 1885 um 23,7 Millionen Tonnen vermehrt. _ _ kamen davon im Jahre 1888 113,7 MtlLtonen_Tonnen gegcn 103,3, 96,6 und 93,5 in den Vorjahren, d. 1". 20.2 Millionen Tonnen Zunahme seit1885; auf den Verkehr mit dem Auk!ande_: 1888 21,3, gegen 18,9, 17,0, 17,7 in den Vorjahren, d. s. 3,6 Millionen Tonnen mehr als 1885. Von dem Inlandsverkebr blieben 1888 im engeren Lokal- verkebr der einzelnen Verkebrsbezirke 45,1 gigen 41,0, 35,5 und 37,4 MiÜionen Tonnen in den Vorjahren; im gegenseitigen Austausch der Verkehrsbezirke wurden befördert 68,5 gegen 62.3,_ 58,1 _und 56,0 111 Vom AuSlandSverkebr kamen: auf den direkten Vcr- kebr zwischen Deutschland und dem Auslande 19,3 gegen 17,1, 15,5 und 16,2, auf die Durchfuhr von Ausland zu Auslarid 1,9 gegen 1,8, 1,5 und 1,5 in den Vorjahren. Aus Deutxchlandausgefubrtwurden1888 10,2 gegen 9,5, 9,5 und 9,8, nach Deuischland cmgxfubrt 9,0 gegen 7,4, 5,96 und 6,5 Millionen Tonnen in den Jahren 188-* ,_ 1886 und 1885. Berücksichtigt man den Umstand, daß der Verkrbr nur den Seehafen zu einrm großen Tbeil den Verkehr mit dem uberseencben AUZlande der nacbaewieiene Empfan uhr aus Deutschland, der __ babn aber sich als Einfuhr nach Deutschland charakter_1mt, so_ betrug der WeÖselverkebr zwischen den deutschen Verkehrsbezirken (mit Aus- 1" cbluß der Seehäfen) 61,2 Mill. Tonnen (56,0, 52,0, 50,3 iu deri Vorjahren), der Verkehr der deutschen Verkehrsbezirke (ausschließlich der See- (einscbließlicb _ 8. Versand! des deutschen Binnenlandes 11. Empfang der See-

und Aberkennungen. daucrt bis zum 25. d. M.

_ _ 2111 derK-ZniglickyenchbnisciyenHochschule ;uBerlin beireben solgcnde Abtheilungen: Abtheilung 1 für Architektur: Ab- tbrilurig 11 11“!!! Bau-Jngenieurwrscn; Abtbeilung 111 für Maschinsw Ingenieurweierr mit Einschluß des Sckyiffbaurs; Abtbcilung 11“'__für Cbemrs und Püttenkunde; Abtbeilung 7 für Allgemcine Wirren- für Matbematik und Wäkrend drs Sommer-Semestcrs 1889 seßt _sich der Lebxkörver zuxammen aus 63 statsinäßig angestéllten Profrnrrrn resp. seibitändigen. aus Staatsmitteln remuneririen Dozenten, aus 28 Privatdozenten rssv, zur Abbaltung von Sprachstunden berechtigten Lebrer-r und aus 76 zur Untsrriuxiung der Dozknten brstcUten Aifistenten Studir_ende giebt es 112, im 2. Semester Studircnde 160, im 3. Sememr 69, im 4. Semsstec 127, im 5. Semester 54, im 6. Se- mrfter 101, im 7. Semester 69, im 8. Semester 91, in böberen Semestern 100, _ im Gamen 883 Studirende, wovon 187 sicb dem Studium der Architektur, 191 dem Bau-Jngenieurwesen, 296 dem Maschinen-Jngenieurrresen, 97 dem Schiffbau und 112 der Cbemie und _ Für das Sommer-Semesier find 127 neu im- matrixulitt, von siüber auxgescbiedenen Studenten 5 wieder immatrikulirt worden Von der_i 127 neu immatriiulirten Studirenden find aufgenommeri worden: 3. au_s_Grund_der Reifezeugniffe von Gymnafierx 51, b. aus Grzxnd der Reifezeugniyie von Realgymnasien 35, 0. aus Gruxid der RIsezeugmffe von Ober-Realschulen 9 11. auf Grund der Reifezeug- niße bezw. Zeugnisse yon außerdeuts §. 41 des Verraffungs-Statuts 11, _ Summa 127. _ __ wclche auf Grund der §§. 35 und 36 des Verranungs-Statuts zur Annabme von Unterricht bezw. zugelassen _ _ _ “. 34 des Verfaffungs-Statuts, d1213n_ boypitiren im Fachgebiet der Abtheilung 1 Abtheilung 11 = 6, der Abtheilung 111 = 100 (inkl. 6 Schiff- baucr), der Abibeilung 17 = 30. Ausländer befinden sicb unter den- sekbsn 6 (111115 Niederland, 1 aus Rumänien, 1 aus Rußland, 2 aus der Schweiz, 1__ aus Süd-Amerika); 1). Personen, berechtigt nach §. 35 des Verfanungs-Statuts ur Annahme von Unterricbt, 90, und zwar: König!iche Regierung» aufübrer 7, Studirende drr König- lichen Friedrtcb-Wilbelms-Universität zu Berlin 77, Studirende der Königlicher) Berg-Afademie zu Berlin 4, Studirende rer Königlichen Landwirtblcbastlickrrn Hochschule zu Berlin 2; .. 36 des Verfaffungs-Siatuts gestattet ist, dem Unterricbt bei- en (darunter 5 kommandirte Offiziere _ Unter-Jngemeure der Kaiserlichen Marine) 28, _ Summa 356; hierzu Studirende 883, Gesammtfumme 1239.

_ Zu beiden Seiten des für Naturkunde in der

maxim : Der

J| damit aber Auf den Verkebr im Jnlande

insbcsondrre Naturwiffenscbaften.

der Gefangenen.

Im 1. Semester

den Vorjabrrn.

Hüttenkunde widmen.

mit der Eisenbahn sicb

darstellt, und da _ _ ersandt mrt der Eisen-

vielfach als Aus en Schulen 21, €. auf Grund

Hospitantsn und

Ab“ fi? W737 d" Ausfukpr, und zwar Hospitanten, aus dem Auslande 10,0 (9,4, 9,2, 9,5), . . bäfen aus dem deutschen Binnenlande 4,3 (3,7, 3,6, 3,2), _ Leider find m derselben 14,3 (13,2, 12,8, 12,7); und zwar &. Empfang des deutschen Binnenlandes aus dem Auslande 8,1 (6,8, 5,6, 0,8), b, Versandt- der Seehäfen nach dem deutschen Binnenland? 2,9 (2,6, 2,5, 2,4), zusammen 11,0 (9,4, 8,0, 8,2) Millionen Tonnen. Durchfuhr von Ausland und den deutschen von Ausland

Miliionen Tonnen ;

Einfuhr,

sozialistische einmal un- zu Außland sowie zwischen dem Aus- sicb wie folgt: zu Ausland 1,9 Versandt der Seehäfen nach dem AuGlande 0,3 Millionen Tonnen oder genauer 1888 268 892 r (1887 273 833,

1886 282 53V, 1885 285 032§ c);

Personen, denen Emvfang der Seehäfen aus dem 1,0 Miüionen Tonnen oder 995 546 : (628275 bezw. 405 313 und 711331), zusammen 3,2 (2,7, _2,2, 2,5) Millionen Tabelle über den Vmandt des Auslandes steht an der Spitze Böhmen mit biförderten Mengen im Gesammt- gewicht von 4129 543 1 im Jahre 1888; mit 907 5751 l:,“ die Niederlande mit 762 817-1- t, _ Polen mit 734 7121 c. ferner Belgien (666504 c), Oesterreich obne Böhmen, Galizien und Ungarn (503 753), Polen (445 5801“)- Giz- lixien (310 329), Ungarn (302 7331), Frankreich (153 3081), Schweiz (101085), Italien (60 781), Dänemark (14 056), England (190711), Schweden (4571). In der anderen Tabelle, über den Empfang des Auslandes, nehmen die Niederlande die erste Stelleein mit2428 945 t. Galizien und Ungarn Schweiz (1074060),

Frankreich (8721024), Luxemburg (742 7841),

land obne Polen (512 71), Dänemark (37903), Schweden (251,1). entfielen. auf

und 2 Maschinen-

aupteinganges vom neuen Museum _ nvalidenstraße zu Berlin h_aben jeßt, wie das „Berliner Fremdenblatt' mittbeilt, die in Sandjteiri über- lebensgroß gearbeitexen Bildsäulen zweier berühmter Prorefforen dcr Naturkunde Aufstellung erhalten. Unter der cinen steht in gol- denen. Buchstaben der Name .vaannes Müller“, unter der anderen der Name .Lsovold von Buch“. Die Eröffnung der Museueräume wi:d wahrscheinlich zu Michaelés d. J. erfolgen.

_ Der Katalog des Märkischen batte, der „Staatsb Zr ' zufolge, im einen Zugang von _3562 1889 59 278 MuseumMegenftände betrug. _ 3077 als Geschenke eingegangen, während 485 durch Ankauf für nahezu 2000 .“ erworben wurden.

_Der 50jäbrigc Gedenktag der Erfindun graphie fiel, dem ,D1sch.Tgbl.“ zufolge, in diesen 17. Juli 1889 waren es rund 50 Jahre, daß Daguerre mit ssiner neuen Erfindung,

Statistik und Volköwirthschaft.

Ueber die Lage des Handels und der Industrie

liegen uns beute zwei wesentlich mit einander übereinstimmende Aeuße- rungen von Handelßkammern vor.

Der Iabreöberiärt der Handelskammer von Wiesbaden äußert sich in seinem allgemeinen Theile wie folat:

_ „Bereits in der leyten Hälfte des Vorjabrr6_(1887) wachte fick) eme langsam steigende Besserung der allgemeinen wrrtbschqftlrcben Lage bemerklicb; aber der Aufschwung war kein allaemriner, dre Ge_scha_fts- ergebniffe noch zu wenig befriedigende. Die polnischen _Verbaitniffe, dre sich zwar klärten, waren nicht derartig, daß sie_ die Fricdxns- zuversicbt festigten, und so fehlte noch die erste Vorbedmauxig z_u_e1n_er durchgehenden Aufbesserung der Handels- und anustnetbattgkert. Auch zu Anfana des Berichtsjahrxs (1888) war die Weltlage noch unßcber, und die traurigen bistorixcben Ereigmffe warfen so_mancben SÖatten aus das erste Halbjahr. Trauer und Schmerz erfullte das deutsche Volk, zwei Kaijer, zu deren Heldengestalten es mit Stolz und vollsten: Vertrauen aufblickte, sah es binscbeiden. _ _ ortbesteben des Frierens lähmt_e die Arbeit und die Als der jugendliche Kairer Wilhelm 11 Hand das Szepter Gelöbnis: gab,

dann folgen: Luxemburg Rußland obne

rovinzial-Museums erwaltungsjabre 1888/89 ummern, sodaß der Bestand am _31. März Von den Zugangen find

Oesterreich obne Böhmen,

Dann folgen: Böhmen (1 222 845),

(1 855 616,1), (895 58V), (351 48V), (217 0711), England (1954 derten Mengen (54108 918 c), (9 373 951), .

der Photo- Steinkoblen onat, denn am Braunkohlen Roheisen (3 932 2381) _ :e. Die verschiedenen Getreidesocten sind mit fol enden Ziffern nottrt: Weizen 2165481 t, Roggen 1500781 t, Ge te 1314 527 :, Hafer 912 385 r. Mehl wurde befördert im Gesammtgewicbt von 2165 481 t, Kartoffeln 1341381 t, Salz 9937121 t„ Rüben 2844 071 c, tober 1: untcrst in der Liste sind ausgeführt: _ mit 24 635,1 1: kausti (be Soda mit 22 1081 t und Knochenkoble mit 13 829 t. Pferde wurden befördert 377 991 Stück, Rindvieb 3429 290, Schafe 3381511, Schweine 6885375 und Geflügel 5780542 Stück.

(11067 146), _ Eisenerze (5 764 4091), _ Daguerrotvpte _ _ Ocffentlecbkxit Berliner Kunsthändler Sach1e freundeten Daguerre eine Silbervlatte fixirte. mit Alexander von Humboldt, wiffenscbaftlicbrn Notabilitäten _ „Wegen der Dagucrroxypie-Angelegenbett haben wir sogleich öffentliche Anzeige ergeben lauen und rechnen darauf, schönen Sache guten Erfolg zu b_aben_.' _ 50 Jahren hat diese Kunst, nasbdem fie in die Lichtbildnerei auf Papier, die Photographie, übergegangen, die ganzx Welt erobert. Die I. vorgesehene umfßngretxbe pbotograpbistbe Ausstellung in der Kriege-Akadcmie wird dre vet1chiedenen Stadien, welche diese Kunst durchgemacht, wie ihre modernen Erfolge in bester Weise zu veranschaulichen suchen.

Durch Zugang von nahezu 5000 .“ innerhalb der leyten en hat sich der Ertrag der_ diesjährigen Sammlungen für die Gedächtnißkircbe der Protertatiqn von 1529 in Speyer auf nahezu 83000 .“ grboben, _Das Kömgreixb Sachsen mitmebreren preußischen Provinzen, so namentlich Pysen, Ortpreußen und Westfalen, nehmen hieran hervorragenden Antbetl, ob Wochen mit ibrcn mehrfachen Wxttetschäd rungen an die aligemeine Liebektbatigkeit stellten. rcchtörbeinischen Bayern sind

Besorgnis; und _ aus Paris

Am 22. Juli schrieb Sachse, der sofort dem Chemiker Rücksprache

ereifel an dem Unternehmungslu mix kräftiger

des Friedens zu

durch Wort ein Schirmer Zucker 9059091 t. das Vertrauen und die f die Erhaltung des riedens zurück, überall zrigte sicb reg_e andel und Jndu trie nahmen einen bedeutenden Yus- enn auch die erzielten Gewinne oft noch_'erbxbltch hinter den Erwarturaen zurückbleiben und nicht im Verbaltmß zur auf- gcwendeten Arbeit stehen, wenn noch viele Klagen über all_zu ge- xingen Ruhm und kleinen Unternehmergewinn kaut werden, so ist doch im Allgemeinen das Ergebnis; ein zufriedensiellench, und es_ rst_ die offnung berech1igt, daß die gesunde Lage, die sich in so erkreul1cher _eise angebahnt bat, von Bestand sein wird und sich wetter fort- bildet. Klagen werden nie verschwinden; geringer Nu en, 1chmale Rente schen wir bei allen Kapitalverwwdungen, die _ anf Deutschland und nicht auf bestimmte Gebicte beschranken. _ Der Ausfuhrbandel Deutschlands bebt sich mehr und mehr; in allen Meeren kreuzen deutsche Schiffe, in allen Ländern finden _wtr _deutscbe Niederlassungen, die bestrebt find, den deutschen Erzeugnrffrn immer weitere Absavgebiete zu verschaffen. Nach der Reiwbstatnnk verzeichnen die Eisen- und Textilwaaren einen erheblichen Ausroll, der aber kaum seine Begründung in einem Rückgang dieser großen Gendexbs- rige bat, da ja die Fabriken flott beschäftigt waren und nirgends uber rbertömangel geklagt wurde. Neben der sich u n !) erke n n b a r b e s s e r n-

batte, nach Paris:

wung. B. mit dieser In diesen

Zu den Ursachen der Arbeiterausftände in Frankreicky.

_ Vor einiger Zeit hat das statistiszhe Vyreau in Paris eine Enquete uber die Ursachen der Arbeiterauöstande m 1885 veranstaltet und über die Ergebnisse dieser Untersuchung im 15. Band der „Juristiqus aunveUs“ ausführlich berichtet, insbeson- dere uber die statistircben Crgebniffe der unternommenen Erhebungen. Hamb. Corr.“ entnehmen,_m Frank-

mit Außjcbluß des 815 Arbeiterausstände vorgekommen, und es hat fich bcrauögestellt, daß von diesen durch böbere Lohnforderungen, dprcb Lohnvetminderungen, 1% durch verschiedene Beschwerden über dre Arbeitsbedmgungen, 5s 0/0 durch Forderungen nach Verminderung der ArbeitSzeit und 171% durch andere Umstände verursacht worden sind; Es find demnach in Frarxkxeicb auf die Lobnfrage durchschnittlich zwei Drittel aUer Arbeiterausytande zurückzuführen, was wohl auch

für den 19. August d. Frankreich von 1874 bis

ich nicbt nur Danach sind, wie wir d

J___ ___8_ Zeit von 1874 bis 1885 a ['

rnögesammt

gleich gerade die [eßten en rc. erhebliche Anforde- _ _ Auel) aus dem _ _ _ uns einige dankenswertbe Gaben zuge- kommen. Nicht mr_nder fahrt dgs Ausland, namentlich die Schweiz, England und Amerika, fort, unjrre Bestrebungen zu unterstützen.

Arbeiterausständen 44 %