Eintragung des Firmenzusa es_8[)estebender Genossenschaften.
Die Eintragung des Zusa es ,eingetraaene Genossenschaft mix unbeschränkter Haftpflicht“, welxeo _die unter_dem Gifts vom 4. Juli 1868 eingetragenen Genossenschaften in ihre Firma aufzunehmen haben (Gesev §. 155). erfolgt auf Grund der Anmeldung de? Vorstxndes. Eines Beschlusses der Generalversammlyng bedarf es nicht; die be- zeichnete Aenderung der Firma niit krastEeseses ein. Der Vorstand ist jedoch gegebenenfalls durch Ordnungastrafen zur Anmeldung an- alten.
sub Die vorstehende Bestimmugg findet auf Genoffxnschaften, jyelcbe die Umwandlung in eine Genonenscbgft mit uqbescbrankter Nach1chuß- pflicht oder mit beschränkter Haftpflt_cht beschlteßen, folange_Anwxn- dung, bissder Umwandlungsbescbluß m das Genoffenscbxftsregrster em- etra en it.
g Jui Genossenschaften, welche beim Inkrafttreten des Gesetzes bereits aufgelöst find, findet die Bestimmung des ersten Absaßes keme Anwendung.
Eintragungen in Bezug MZ di_e__ Mitglieder des Vorstandes.
Die Anmeldung und Eintragung der _Vorsiandßmitgliedcr (_Geseß
, 10 Absap 1, §. 28) hat mit dem Beginn tbre_s Arpts zu erxolgen.
abfelbe gilt für den Fall der Wiederwahl bisheriger Vorxtands-
mitglieder und für den Fall der Benellnng von Sthvertretern behinderter Vorsiaydßmitglieder ((Gesetz §. 33)
Imgleicben iii die Beendiggng_ der Vollmacht von Vorstands- mitgliedern alsbald nach dem Ausxcheiden Herselben aus dem Borstan_de anzumelden und einzutragen. Als Beendiguyg der Vollmacht _gilt auch eine vorläufige Enthebung durch den AulfiÖtSratb ((_Geseß §.38).
Eine Beschränkung der Vertretungsbefugniß dos Vorstandes kann niÉt eingetragen werden.
Eintragung von Zw28igniederlaffungen,
Die Errichtung einer Zweignicderlaffung außerhalb des Gerichis- bezirks rer Hauptniekerlaffuna ist bei dem Gericht, in dessen Bezirk die ersiere fich befindet, in Gemäéheit dcs §. 14 de? Gesetzes ziir Eintragung avzunicldxn. Die Eintragung_ xrio!_gi nicbt, bevor die Eéxtragung ier Haxsvtniedcrlaffung nachgewre1en l_il. _
Von dcr bewirkten Eintragung der Zweigntederlanung hat das
(Ieriäyt drm Gericht der Hauptniederlaffung _Miiibetlung zu machen. Von dem [eyreken ist auf Gruyd dieser Mittheilumz dre (x_rrtckptrrng der Zwägniederlaffung im Régijrer bei der Hauptnicdcrlanung em- utraaen. _ z Die bci dem Gericht der Hauptniederxaffyngzr: bxxvirkenden Axt- meldungen und Einreichungen zum (_Henonemckyaitsregixter hgbcn in der gleichen Weise auch bei Dem Gericht _jrkrr Zweigmekexignung zu erfolgen (GR:; §. 148 Absaxz 2). Nur im Falle der Auslosung der Genoffensäxaft findet eine Anmsldyng durch den _Vorstanky _zum Re- gister der Zweianiederlaffung nicht natt; vielmehr oat m dreiem F9Ue und ebevso im FaUe der Eröffnung des Konkursverfahrens das O_ertxbt der Hauptniederlaffwng von der grscbevrr-en Einjraaunq unverzuglirh zu dem ErnosianafTHregistkr einer_jerrn Zwrignirderlaffung Mitthei- lung zu machen. Aus (Rund dieyer Mixtbeikung erfolgt die Ein- tragixm in US Register der Zweigniedérlanung. _
Wird abseirben Von dem Fail? der_Aufiösrmg ier Genossemchth eine Zwrégniederlaffung aufgehoben, 70 111 die:“- m der gleichen Weiie, wie die ErrichtUng. zur Eintragung anzumeldr und von der he- wirkten Eiytragung dem Gericht der Hauvinierxi affung Bebufs Em- tragvna ir“. dak Register diech Gerichts Mittheilung zu macßen. _
Wird eine Zweianiederianung in demselben _ Gerichtsbezirk errichtet, rvrlcbem rie Hauptniederlaffung angehört, 11) itt nur dre Errichtung und der Ort der Zweignirderlaffung ]otrie gegebenenfqlis die Anibeburg durcb ren Vorstand anzumclden und in dem Register Bei der Haartnirderlaffung einzutragen.
Eintragung ch_ Auflösung.
Die Eintragung der __Auflösxmg einer Eenoffenscbaft in das Register der Hauptniederlanung erfolgt _
1) in den Fällen der §§. 76 und 77 des Gesetzes auf Erund der Anmrldung des Vorstandes, _
2) in den übrigm Fallen von Amtsrycgen, und zwar m_xrm Julie des §. 78 nach (Finnin _dcr Rechxskrast des von dem Register: gericht crlaffenen Aufiömngsbcxckluffes, m rem Fglle des §. “79 auf Gran: drr von rer zuständigen Verwaltuygsgcr7cht§- oder Verwal- t::wgÖbeké-Zrkr rrsrer Instanz dem chittergrricbt mitzutbxilenden 1ccht§fräftigen Eßticheidung, durcb *.*-elch? die _Auflösuna _ausaxewrocben ist, im Juli: der Eröffnung kr; Konkursverfahrens aui ermd der I).?Tiiibeilung drs GeriÉLÖ-séyrrtbers des Konkursgerickrts (Kozixurs: ordnung F. 104"); in dem letzteren Falle unterbleibt die Veroffent- lichung der Eintragung ((Bei-„xz _§. 95).
In allen Fäklrn der AuUÖan, außer dem FaUe der Eröffnung drs Konkursverfahrens, fiiid zugleich die Liquidatoren yon drm Vor- stande anzumrlden. “Dies gilt auch rann, wcnn die Léquidation durch dick Mitglieder drs Vorstandes als Liquidatvrcn erfolgt ((Gesetz
“. 81, 8T“). §Z Zit Über die Form, in_rr“rlc[)cr die Liquidgwi'kn ibre WiÜcns- erklärun-an kunrzugebrn und fiir die Genossenschaft zu zkichnen Haben, insbesonrxrr übst ric Zahl der Liquidatorrr, welche dubai mitwirken müffsn, xine Bestimmung getroffen, ko ist auch dikse anzumelden und einzufraZen (Grieß §. 83)._ _ __ _ _ _ __
Jm Urbrigen finden die aus der) Vorxrand bezugltcben Vorxcbriiten das §. 19 kiefer Bestimmurgen entWrechsnr-e Anwendung.
§. 22
Soéaid mii ker voliständigen Vertheilung des Genoffenstbafis- va:mö;2:1§kieLiquidation bccnrigt ist, Haben die Liquidatoren das Eriökckoen ibrxr Volimacbt :,ur Eintragung anzumclden.
Die Aufbcbung odcr Eirastellung res_Kon_kurkv;-rfaéércns (Konkurs- rrdr-ung §§. 151, 191; Erics §. 109) iyt aui Grund der brzüzliéhm MéUHctixrg ch GetiÖWseFxreibers des Konkursgkriérts im Gencnen- iciéa'ieriircr ZU vermerken. _ _ _
Zugleich mit FM in 21me 1 m_» 2 bezezcimrtcn Eintragungen smd die sämrmlicbcn, auf die Genoffcnkcßast bezuglichrn Eintragungrn roth zu unterstreichen.
§. 23.
Ta? Grnoüenschaftßrrrxisirr ist kaaernd a:;fzukc-rrabren.
“Lie Ncgistcrakrew (§. 13) können nach911§auf ron dreißig Jahren suit iar Eintraxurg ciner drr im F. 22 brzaichnstcn Tbatsaoxcn vcr- njckétet wrrdrn.
111. Die Eintragungen in die Liste der Genossen. Einrickxtung der Liste. § "4
Die Liste der GLRQÜLK wird für jede in das Registcr eingetragene Gcnyffcnsckpaft nach dem anliegendxn _Formular_ gkfüixrt. Sie bildet ein: bescndcre Beilage ziim Genonemrixaftsregiitcr. _
Auf rcm Titeiblaft Dcr L:!"te ist die Firnrcz_und der SP der Eencffonscbaft sowie Bcginn und Ende des Gesäxaitxjabrcs derielbcn (Gisiß § 8 Nr. 3, § 12 Nr, 6, §. 157 Away ]) anzugeben. _Für (iM (Heroffsnjckxafx, bei welcher in (Gemäßbrit res § 114 W Gejeses ck09 Avéi-Fxciken vrn Grnossen zum Schlusse jedés quenYerquartalH smnfinrcr, tit kieI statt der Ar-gabe iibrr das Gejchästsjabr aus drm Titsiblatt zu rermexkcn.
Dic Emtrzgurxgen in die Liste fir-d stets_ obne Verzuq vorzu- nsirmn. Bei jkdrr Eintragung ist der Tas reiieibcn amugehen; eine UütkaLiÖUUP-g der einzelnen (Ziütraguvgen ryrch den Registeriührer ist niévt erforvcrlich
“Lic Ar-träge, Schriftstücke und Verfügungen. auf Grund deren Lie E-ntragunq stattfindet, find mit der laufenkcn Nummer, unter welcher dcr Genese m die Liste eingetrascn ist„zu versehen und, nach Jahrgängen ge1ammclt, aufzubewahren.
Liste der Zweianiederlaffung. 8 :)5
_ Eipe Liste ick Eenosim wird „01in bei i_edem_Gericht geführt, in tcnen chincr eine chtgnicderiaüung der Genonenscikaft eingetragen
ifi. Die Eintragungen in dieselbe erfolgen nicht auf Grund unmittel- barer Anzei en oder Anträge der Beibeiligtcn, sonder_n aufGrund der von dem Önicbt der Ha tniedetlaffung dem Gericht der ZM] ' niederlaffung zu machenden ittbeilungen über dre in der Haupt]: bewirkten Eintragungen (Gesch 5. 149 Absah 1, Z. 170).
Eintragung d_ex Beitritts.
§. .
In Spalte 1 bis 4 werden die Mitglieder der Gmoffmsebaft unter fortlaufenden Nummern nacb Vor- und Zunamen, Beruf und Wohnort eingetragen.
A_ls erste Mitglieder einer nach hem Inkraftireten de? Gesetzes zur Eintragung an„emeldcten Genoffemchaft sint? die Unterzxubner des Statuts einzutragen. Dieselben müffm auch m_ einer unt _der An- meldung des Statuts von dem Vorstande emzureubenden bejonderen Lifte aufgeführt sein (Gesch H. 11 Nr. 1 und 2).
Bei der Eintragung eines Genossen, welcher nach _der AnmeltZung des Statuts der GenoffensZaft beitritt, hat das kaickot zu vrufen, ob die Beitrittserklärung ( eieß §_ 15) die Unterschrift des Gegoffen trä t, eine unbedingje ist und bei Gepoffensckpaften_mi_t unbescbrankter Ha sticht oder unbeschränkter Narbicbußpfiicbt die m der_i §§. 113, 121 des Eeseßes vorgeschriebene Bemerkung enibält, sowie ob_ die Eintrübung ordnungömäßig durch den Vorstand erfolgt ist (§. 7 dieser Bestimmungen). _ _ _ _ _
Auf die Echtheit der Unterschrift _und die matenelie_Gultigkctt der Beitrittöerflärung erstreckt sich die Prüfung 5e_s Gertgvts m_cbt; vielmehr bleibt es im Allgemeinen den Bejbnitgiey uberlanrn, Mängxl in dieser Richtung "durch Anfechtung der Eintragung im Wege der Klage geltend zu machen. Eine Ablehnung der _Emtrczaupg aus solchen Gründen ist jedoch nicht ausgeschlyffen, faUs_dte Ungulttg- keit der Beitrittserklärung, ohne daß es weiterer Ermettelungxn be- darf,__aus den dem Gericht bekannten Thatsachen sieh als zweifellos ergie t.
Bei der Benachrichtigung des Genossen und des Genoffenichafts- vorstandes v_on der erfolgten Eintragung (Gesetz §._15 _Absaß 4; obe.; ?. 9) in die laufende Nummer, unter welcher die Eintragung bewir : ist, anzugeben.
Eintragung weiiereZ7GrschäftSantbeile.
Dic Spalten 5 und 6 dienkn x_ur Eintragung_ dxr weiteren Geschäftsantöeile bei solchen Genoffer1chaften mit_ be1chrankter Haft- Pfiicbt, deren Statur die Betbeiligung der Genoßen auf mehr (118 einxn Geschäft8antbeil gestattet (Gews §§. 128 bis 131). Der ertte Geschäf18cmtheil wird nicht eingetragen. _
Die Eintragung erfolgt auf Grund der von dem Vorßanhe cin- zureichenden Betheiligungßerklärunq des Genossen un_d Y_er 1christlichen Versicherung des Vorstandes, daß die übrigen Ge1chaftsantbeile dss Genossen erreicht seien. _
Bei der Einreichung der Urkundey ist die Nummer, unter welcher der GMoffe in die Liste eingetragen iyi, anzugeben.
Hinficbtli-F) 'der Prüfung der_Uriunden._sowie Hinsichtlich der Anfechtung der Eintraguns finder- dteVorschristen res Vorhergehcnden Paragraphrn entsprechende Annikndyng. _
Bei anderen, als den im Ahjaß 1_ bezeichneten Geroffemchaffen ist die fünfte und sechste Spalte der Liftx mixRücksicbt auf die Mög- lichkeit einer späteren Umwandlung der Genonensciyast offen zu 1a112n.
Einreichung der Urkunden im Falle des Ausscheidens von Genoffen. §. 28.
Die Eintragung des Ausschridens von Genossen erfolgt auf Grund der von dem Vorstande einzureichenden11rkunden._ Diese smd:
1) im Falle der Aufkündigung eines Genonen (Gefeß §§. 63, 67) die Kündigungöerkkärung desselbexi und die schriftliche Ver_fiche_rung des Vorstandes, daß die Auskündigunz rechtzeitig erfo gt ei;
2) im Falle der Auffündigung des Gläubigers einrs Genossen (Grieß §§. 64, 67) die KündigungSerkläruna des Gläubigers und die in Nr, 1 vszricbnete Versicherung des Vorstandes, außerdem beglaubigte Abschrift des rechtßkräftigm Urtbeils oder sonstigen Schuldtitels und des Besckilasfes, durcb Welchen ;das Geschäftögutbahen des Genoffen für den Gläubiger gepfändet und demselben überwieien ist, sowie des Gericbtsvollzieherprotokolis oder der sonstigen Urkunden, aus welchen sich die Fruchtlofigkeit einer innerhalb der lxßten skchs Monate vor der Pfändung und Ueberweisung des Geschäftsgutbabens gegen den Genoffen vermchtrn Zwangévollstrerkung ergiebk;
3) im Falle der Aufgabe des Wobnsißes eines Genoffen_ in dem Bczirk bei Genossenschaften, deten Statut die Mitgliedschaft an den Wobmiß innerhalb eines bestimmten Bezirks knüpft (Geseß §. 8 Nr. 2, §§. 65, 67), die __Austriitserklärung des Genossen oder AF:- scbrift der an hen Genonen gerichtete_n Erklärung der Eenoffenschast, mit welcher dieie das AussÖeiden_des1elben Verlangt hat, sowie eine Bescheinigung der Polizei- oder Oetnéindebebörde über den Wegzug auI dem Bezirk; _ _
4) im Falle der Ausscl'ließun eines Geyrmen aus dxr Genoßen- schaft ((G.-ses §§. 66, 67) Abschri des Au§1chließungsbe1ch1uffesx
5) im Falle der Uebertraqung des Gesäxäftßgutbabens (Gesch, W. 74. 132) die zwisckxen dem Ausséyeidxndeg und dem Erwerber dcs GutbaE-ens wegen dsr Uebertragung ge1chlo11ene Uebereinkunft oder beglaubigte Abschrift derjelben und, _
faiis der Erwerber bereits Mitglied _der Eenoffenscipast ist. die scbriftkiche Versicherung des Vorstandse, dax; xas bisherige GEMME- putbaben dcs Erwcrbers mit dem ihm zu3u1chrcibenden Betrag den Geschäftßantbeil oder _ _im Fall? des_§. 132 des Geseves_ _ die drr h_éckystcn Zahl der Geschäxtsantkreile cnt1prechende Grfauzmtsumme nicht ü ersteiqt,
falls 'der Erwerber'xdes Gmbabrns “noch nicht Mitglied der Genossen- schaft ist, dke rorscbriirémäßige Beitriitöerkiärung deerlben;
6) im Falle _drs Todes eines Gcnofien (Gejeß §. 75) rin: Anzeige des SterbesaUS; als solche genügt eine von dyn Angehörigen des Verstorbenen veröffentlichte oder der Genoffenxcbaft crktaitete Anzeige und mangels einer solchen die Erklärung des Genoffsnscbaxts- vorstandes, daß der Todesfall eingetreten sci.
Zeit der E2i3reichung.
In den Fällen der Aufkündtgung des Geqoffen orsr dcs Gläu- bigers eiiies Wenoffen (§. 28 Nr. 1, 2) muß die Einreiäoung der Ur- kundcn durci) den Vorstand spätestens-secbs Wochen vor dem Schluffe des Gesckxäktsjabres (Gescß §. 67 Absatz 1), und weng das Agsicbriden dcr Gonoffm zum Sciylriffe jedes Kalcnderquartals gestattet in (Gases
114), sväteste-xs drei Wochen vor dem Quartalsscblyffe erfolgen.
ie Einrei-Dung ker sämmtlichen im Laufe des Geschäftsjahres od_«-r Quartals erfolgtzn Aufkündigungen kann bis zu dem bezcicbneten Zeit- pu„.kt auigcschoben und zusammen bewirkt werdcn.
Dossekbc gilt in den FäUen d_er Aystrittserklärung wegen Auf- gabe dcs Wobnsxyes und der Aus1chließrzng (§. 28 Nr. 3, 4)_; _sind jedoch diese Tbat|achen erst in den ixxzten 1echs Wochen. des Ge1chasts- Pkws, bexieöungéwrise in den lesteu drei Wochen des Quartals ein- getrcten, so ist die Einreichung unverzüglich zu bewirken. __
Imoleiii'en hat in den Fällen dx_r Uebertragung drs GesäpafLS- gutbabcns und des Todes cines Genonen (§. 28 Nr. 5, 6) die Ein- reichung durch den Vorstand steis uank_1_Ügll_ch zu ersolgen,
Bei rar EinreiÖuna rer Urkunden 11: die Nummer, unter welcher der ausscheidende Genosse m die Liste eingetragen ist, anzugeben.
Hinfichilickp der Prüfung der Urkundßn und hinsichtlich der An- fechtung der Eintragung finden die Vorschriften des F. 26 entwrecbende Anwendung.
Eintragung des Ausscheidkns. §. 30.
Das Außscheiden von Genoffen wird in Spalte 7 bis 9 der Liste eingetragen.
Außer der das Ausscheiden begründenden Thatsache (§. 28 Nr. 1 bis 6) ist in den FäUen der Aufkündigung, des Wegzuges aus dem Bezirk und der Ausschlicßung (§. "28 Nr. 1 bis 4_) in Spalte 8 zu- gleich der Jabreéscbluß und, wenn in Gemägbett des §. 114 des Geseses das Ausscheiden zum Schlusse des Kalenderquartals statt-
findet, der Quartalsstblu jn welchem bie Aufkündiguns, Austritts- erklärung oder Ausscbli ng erfolgt iii, zu vermerken. «. -YM“8"§W“§MWY%WM m er u on nder
und die laufende Nummer, unUr welcher derselke ' „die Liste ein- getragen ist oder eingetragen wird, anzugeben. JF d_ex Erwerber noch nicht Genosse, so darf die Uebertragung nur gleichzeitig unt dem Beitritt de! Emerbers eingetragen werden. '
Im Falle des Todes eines Genossen (5. 28 Nr. 6) ist der Zeit- punkt des Todes zu vcrmerken.
§. 31.
Der Tag des Ausscheidens wird in Spalte 9 eingetragen. Da mit den im Gesche heftimmten Auönabmen das Ansicheiden nur zum Stbluffe eines Geschaftsjabres, bei dm im §. 114 des Geseßes be- zeichneten Genossenschafteq nur zum Schlusse eine] Kalenderquartals und nur nach erfolgter _Ezntragung wirksam wird, so kam- als Zeit- punkt desselben regelmaßtg nur der [este Tag des Geschäftsja res ode? Quartals, in welchem die Eintragung stattfindet, eingetragen wer en.
S_oll nach den eingereichten Urkunden das AUSscbeiden nicht zum Schlune des laufenden, sondem eines späteren Geschäftsjabms oder Quartals stattfin?en,_so ist dieser spätere Zeitpunkt einzutragen.
Wird die Einreichung der Urkunden oder die Eintragung selbst erft_nach dcm Jahres- oder Quartalsscbluffe, mit welchem das Aus- scheiden ffattfinden solite, bewirkt, so kann dasselbe erst mit dem nächstezt Jahres- oder Quartalö1chluise wirksam werden; in diesem Falle tft_desba_1b der lestere Zeitvunit als derjenige des Ausscheidkns m die Liste einzutragen. Eine Außnabme gilt in dieser Beziehung für hie Eintragung des Ausjcbeidens bei Todesfälien, indem hier das Linsickpeidcn deS__Erben nicht von der vorgängigen CintraYmg in die Liste abyängig_ nt__(Geseß . 75). Auch bei verspäteter (.inreichung der TodeSanzetge_ nt desbal der letzte Tag desjenigen Geschäftsjahres oder Quartals, in welchem der Todeßsau eingetreten ist, als Zeit- punkt des Ausscheidens einzutragen.
Auf drn Fan des Ausscheidens durch Uebertragung des Geschäfts- gutbabens (§. 28 Nr 6) finden die vorstehenden Bestimmunßen keine Anivendung. In diesem Fail wird das Außfcbeidm unmittel ar durch die Eintragung wirksam: der Tag der letzteren ist deshalb auch der Zeitpunkt des Ausscheidens und als solcher in der Liste zu vrrmerken.
Eintragung Von Vormerkungen.
§. 32.
Vormerkungen zur Sieberur-g des Ausscheidens (Grieß §. 69) werden in Spaite 7 und 8 eingetragen. Die Eintragung erwlgt auf Antrag des (Henoffen, welcher das Ausycbeiden bcansprucbt, im Falle de? 9". 64 des Geseßes auf “Antrag des Gläubigers des Genoffen. D1e_ Thatsachen, auf welche der Anspruch gegrüydet wird (rechtzeitig bewrrkte Aufkündigung. Uzbertragung des Ge1chäft§gutkabens, Tod des Erblgfsers u. 1. w.), nnd anzugeben; kes Nachweises oder ker Glaubhaftmachung derselben brdarf es nirvt.
Der Zeitpunkt, zu weichem das Ausscheiden beansprucht wird, ist ekenfallYi in Spalte 8 arxzugcben. Derselbe bestimmt fiel; nach den Grundsaßen, welche maßgebend _sein würden, Wenn statt der Vor- Yerkung das Ausscheiden selbit einzutragen wäre (§. 31). In Spalte 9 wird_der_bternach vorgemerkte Zeitpunkt erst eingetragen, Wem! das Auö1cheiden durcb em Anerkenntnis; res Vorstandes oder _d_urch ein_gegen densel_ben ergangenes rechtskräftiges Urtberl festgestellt ist und dies in die Liste eingetragen wird (Geseß §. 69 Absaß 2),
Unrichtige und unwirksame Eintragungen.
§. 33,
Unrichtige Eintragungen, welche auf einem Versehen des Gerichts beruhen, smd durch einen Vermerk in der letzten Spalte als zur Un- gebübr bewirkt zu [sichen. _ _
Wird die Unryirkmmkeit eiuer Eintragung aus anderen Gründen durch eiiie übereinrtimmeure Erklärung des betheiligten Genoffm und des Vorstandes der_Geuoffcmchast in _beglaubigter Form anerkannt oder durch rechiskrastige§ Urtbeil festgestellt, so ist dies auf Antrag eines der beiden Theile m der lesten Spalte einzutragen.
§, 34.
Mit der Eintragung Yes Ausscheidens eines Genossen (§§. 28 bis 3], §. 32 Absa3_ 2) ww_ie mit den i_m §. 32 bezeichneten Ein- tragungen find zugletch die [ammtlichen aus den Genossen bezüglichm Eintragungen roth zu unterstreichen.
§. 35.
Die Liste der Genofferz ist dauernd aufzubewahren.
Auf die nach Jabrgangrn gejammeiten Anträge, Schriftstücke und Verfüguxigen (§. 24 AbsaZ 4) findet die Bestimmung im §. 23 AbfaZ 2 entyprcchende Anwendung.
Anlegung und Berichtigung der Liste für Heftchende Genossenschaftcn.
§. 36.
Für die bei dem Jnqufttrxten Joes Geseßes d_estebenden Genossen- schafren (Gesey §. _154) Ut die Liste der (Genonen in der durch die gegenwärtigen Bestimmunsen Vorgestbriebenen Form neu anzulegen und hiermit die im §. 165 _des Geseßes angeordnete Berichtigung des Iniéalts der bisherigen Migliederlijte zu verbinden.
Die Anlegung bat unverz_ügiich nacb Eingang der im §. 164 de_s Geieses vorgeschriebenen Anzeige des Vorstandes der Genoffen1chask zu erfolgen. Deryelbe kann _die Anzeige in der Wei): erstatten, daß er die neue Liste selbst entmrft 11qu bei Einreichung derselben dre Abroeicbun en von dcr bisherigen Liste iezeicbnet.
Bci iutragung dcr bcim_ Inkrafttreten des Geseßes der Ge“ noffenschaft angehörenden Mitglxeder wird das Datum der Eintragung nicht in Sv-Ue 2 angegeben, wildem unter der [Wien Eintragung folgender Vermerk bcigisügt: _ _
,Die unter Nr._1 his . . . . eingetragenen Personen find als die der Genoffenjcbaft am 1. Oktober 1889 angehörenden Mitglieder eingetragen am ........... ".
Zugleich ist bei denjenigen Genossen, welehe in Folge einer vor dem 1. Oktober _1889 geichcbcnen Aufkündigung nach diesem Tage aus der (Henrffenscbait aussckxcxden (Erft? §. 164 Absatz 2), die friihere Auikündigung und der nach _den [Zis erigen Vorschriften sicb bestim- mende Zeitpunkt des AuNcrexdens in Spalte 8 und 9 einzutragen.
§. 37. _
Sobald die Anlage der neuen Liste bewirkt ist, hat das Gericht die in §. 165 Absay 2, § 168 Y_bsaß 3 des Geseses bezeichnete aUgemeinr Aufforderung in den “für die Bekanntmachungen der Ginoffemcbaft im Statut derselben bestimmten Blättern zu erlaßen-
_Soweit die zu dem Bezirk des Gerichts gehörenden Genonm' schaften für ihre Bekanqtmacbungen dieselben Blätter bestimmt haben, kann für diese Genoffemchaften die allgemeine Aufforderung verbunden Werden.
§. 38,
Widersprüche, welche in Gemäßbeit des §. 165 Absas 2 o_dek des §. 168 Absay 2 des Gesetzes gegen den Inhalt der neuen _Ltskk erhoren werken, find,_ sofern fie sich gegen die Aufnahme des Wider: sprechenden in die Listen rickxten oder das Ausscheiden desselben auf Grund einer vor dem 1 Oktober 1889 erklärten Auftündigung b?“ treffen, ig der letzten Spalte einzutragen. Ist in Folge eines An- erkenntnines des Vorstanres oder eines rechtskräftigen Uitbeils ces?" denseiben die Liste nach Maßgabe des e_rdobenen Wideriprmbs zz: bk“ richtigen (GFX §. 169 Abxay 2). so in der Grund der Bericanms in der leyten palte _zu _vermerkm und zugleich die wegfaüende in“ tragung rot!) zu unterstreichen. _
Zur Eintragung _von Widcriprüchm. mit welchen die Aufnäk)me des Widersvrecbenden m_r-ie Lifte bxanfprucht_wird, ist eine beim")ere Lifte anzulegen. In die|e_lbe find die Widerwrechenden nach Namen, Beruf und Wohnort einzutragen. Eine spätere Berichtigung “' Liste in Gemaßbnt des_Wide1spruchs erfolgt durch Uebertragung "' "Genoffen in die Hauptltfte. _ ,
Des Nachweises oder der Glaubhaftmachung der Tbat1acheux 4"- welche ein Widerspruch und im Falle des §. 168 Absas 2 des G?“
gmndkt bedarf _es uicht._
Die uns Wrdetsptuös erfolgt, wenn die Voraus- evangm ßes §. 169 Absaß 2 des Gesxes yorliegen oder der Wider- !prucb xuruck2_e__nommen oder durch r tskraftiges Urtbeil für unbe-
" erkl wird. dyn!) entsprechenden Vermerk in der Liste, in „ckck dee Widerspruch eingetragen war.
s'k'. die ___Jlässijkit der natbttäglitbea Geltendmachung desselben 3e- Lö cbtma
Anlage-
Dcis Geicbäfts'jasr Öegimti a'm '
5. 39.
Solange die Auleßm: der neuen Lifte (§. 36) für eine Genossen- schaft noch nicht vollen etgisi. find gen, welche auf Grund eines nach dem 1. Oktober 1889 erfolgten eitritts oder Apscbeidens von Genossen. erforderlich werden. in einer vorläuZYeu Lite zu be- wirken. Dieselben sind nach Anlegung der neuen e in diese unter dem Datum der früheren Eintragung zu übertragen. _
Liste der Genossen für
x'
. 40. Die vorrückenden Beßimnéungen treten gleichzeitig mit dem Gesche voxn 1. Mai 1889 i_n Kraft. Berlin, den 11. uit Mk ___ anz . In Vertretung: von Voetticher.
'uni, ei1di'gt "ani .' . '. .'
(Das Ausscheiden der Genossen f'ini-Zf'n'tn'r *S'Élirß eines jeden Kalenderauarials satt..) ' . -- G e n o s s e n. WeitereGescbäftSantbeile. A u s s ch e i d e n.
Tag der
Eintragung. Name und Beruf. Wohnort.
Zahl der wei- terenGesÖäfts- antbeile.
Tag der Eintragung.
Tag der Eintragung.
Grund des Ausscheidens.
Ta des Bemerkungen.
Ausf “dens.
2 3 4.
5. x 6. 7 8.
9 10.
. 4. Februar 1890 ! Meier, Wilhelm, Scbloffermeister Merseburg
18.November1892 Aufkündigung zum 31, Dezember 1892
_31.Dexember 1892
, 4. Februar 1890 Böttcher, Hermann, Tischlerméifter ,
z Die Eintragung de§ Beitritts ! ist durch rechtskraftiges Ur- _tbei[ für ungültig erklärt.
' Eingetragen am 6. Juli 1891.
15. März 1890 Kraus, Philipp, Kaufmann
15.Dezember 1890;
1, Juni 1891
15. März 1890 Himmelreich, Anton, Klempner- . meisier
7. August 1892 Verstorben am 30. Juli 1892
5. Juni 1891 _UZFKrtragunJFGÜbabens an ...... 5. Juni 1891, ' r. . . . “
_31.Dezember1892
) *
15. März 1890 Kannegießer, Adolf, Auslaufer
Z 25. Januar 1893 Ausschließung zum 31. Dezember 1893
Z31.Dexember1893
15. März 1890 Müller, Hans, Landwirth Bolzbausen
1. Mai 1891
4. März 1894 Anerkannt
20.Dezember 1893 VorgemerktKündigung zum 31.Dezember 1893;
ZZlDezember 1893
[
2. Avril 1890 Schulz, Eduard, Gastwiktb Mersebiirg
2. April 1890 Becker, Matthias, Maurermeister _ .
1
20.Dezember1892; Wegen Aufgabe des Wobnfißes im Bezirk j31.Dezember1892 ; auSgetreten zum 31.
Dezember 1892
Die Berliner Sanitätswacheu.
Bis zum Jahre 1871 hatte Berlin, abgesehen von den öffent- lichcn Krankenhausern und _Kliniken, keinerlei Einrichtungen, welcbe darauf abzielz'en, dem bülfeyuchenden Publikum jederzeit die sofortige Erlangung arztlicber Hülfe zu ermöglichen. Es formten solche Ein- richtungetx auch unter gewöhnlichen Verhältnissen süßlich für mehr oder weniger entbehrlich gelten, da einestbeils schwa erkrankte Per- sonen, nöthigerzfalls durcb Vermitt_lung der Revierpolizei, jederzeit Aufnahme in einem d_er Krankenhäuyer Juden konnten, anderentbeils eine genügend große Zahl von frei praktizirenden Aerzten vorhanden und jeder _Arzt geseylicb _ verpflichtet war, einem an ihn ergebenden Rute Folge zu leisten Diese Sachlage erlitt um das Enhe d_er 60er und Anfang der 70er Jahre eine wesentliche Aenderung msoxern, als sich nm jene Zeit fast in alien Theilen d_er Sfadt Klagen zu erbeben begannen über ren Mangel ärztlicher Hülse, namentlich zur Nachtzeit. Dic fich mebrenden Be|chWerden ül_3_er dieim Uebelstand batten den Erfolg, da[: ibeils durch die Prene, theils durch Vorträge in Vereinen oder Versammlungen die öffkni- liche_ Aufmerksamkeit auf denselben gelenkt wurde. Aber die urtmjtteli'are Anregung zu einem ersten Vetsuck) der Schaffung einer solchen Einrichtung ging von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Augusta aus. In dem edlen, nur für das Wohl der leidenden Menschheit schlagenden Herzen der bo_ben Frau entstand der Gedanke, die segenSreiche Thätigkeit des „Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger“, nqéHdem der Krieg von 1870/71 beendigt war, auch im Frieden der leidrndxn Menschheit nußbar zu machen. Ayf die Anregung der Kaisxranin schuf der genannte Verein zunächst im Mai 1872 zwei Sanrtatßwachen, in der Kurstraße 34 und der Joachimstraße 4, und im folgenden Jahre zwei weitere, in der Schönhauser Allee 27 uxw Unter den Linden 64. _Diese ersten Sanitätswacben batten mit vielen SÖwieriakeiten zu kampfen _und ginsen zum The?! wieder ein. Da das Intereffe für derartige Jnftiiute aber weitere Kreise ergriffen batte, [o_enistanden wieder neue, und um das Jahr 1884 gab es 8 Samtatswacben bezw. organifirteAerzte-Nacbweife; zu dieien traten tm Laufe der Zeit neue hinzu, sodaß ihre Zahl sich im Jabre 1888 auf 15 bezifferte, welcbe derartig üier die ganze Stadt vertbeilt sind, daß_nur noch ein verbältnißmäßig kleiner Tbeil von Berlin feiner betttmnzten SanitätSwacbe zugehört.
_ T_te Einrichtung der Sanitätswaeben ist zu bekannt, als daß wir bier naber_darauf einzugeben brauchten; von größerem Jntereffe ist die Frage: Wie werden die zur Erhaltung der Wachenerforderlicben Mittel aufgebracht? Wäbr_end die älteste Woche in der Brüderstraße fast aus- schließltch_durch fette laufende Beiträge bestimmter Personen erbalten wird, die zum Theil gar nicht innerhalb des Wirkungs- Fretses der Wache wohnen und dieselbe jedenfalls niemals in Anspruch nehmen, ist eine Reibe der in den ärmeren Vorstadtvierteln belegenen Wachen in der Hauptsache auf Haus- YoUekten und laufende Beiträge soicber Einwohner der betreffenden Bez ztrke angewiesen, welcbe fich durch die Zahlung eines laufenden, bet den verschiedenen Wachen verschieden boch bemeffenen Beitrags xen Vyrxbetl sichern, in jedem besonderen Krankheitsfalie die erste ärztitcbe Halse (bei Nacht) uneytgeltlick) zu haben. Dazwischen giebt es Wachen. welche auf Hauskoliekten verzichten können, aber zum _wesentlicben Theil auf die Beiträge der Mitglieder angekytesen sind, wozu dann noch jährliche Beiträge v_er1ch1edener _V_er_e1ne kommen. Immerhin besteht eine gewiffe Ueberetnstimmu_ng lmofern, als der größere Theil der Sanitätswacben folgenxe Em- nahmeguelim gemeinsam bat: Hauskollektcn, laufende Beitrage der Mitglieder, Honorar für ärztliche Klisleistung, freiwillige _Zu- wendxmgen (in erster Linie von Ihrer ajefiät der Kaiserin Augusta), Extrage aus Veranstaltungen von Concerten u. dgl. rind Unter- styxunsen der Stadt. Bezüglich „des Honorars_für ärztl_tche Hßlfs- leutu_ngen ist zu bemerken, daß ibren Statuten gemaß sämmtliche Pripar- Santtatswacben ihre Hülfe grundsä lich nicht von der Zahlung eines Honorgrßgbbängia machen dürfen; e enso wenig soll von Unbemittelten nachtragltch ein Honorar eingeforrert werden. Im Interest der _Er- ba_ltung der Wachen ist es jedoch nothwendig, _ch von denjenigen Hizlfrsucbenden, welche hierzu in der Lage sind, dix ablurzg m_ tax- maßthu_Honorars gefordert wird; insbesondere ge1chtebt_ dies bei dxn Ange ong_en der Gewerks- und Orts-Krankenkaffen, fur welche in solchen Fallen die betreffende Kaffe einzutreten bat.
Bköuglicb der freiwilligen uwendungen muß erwähnt _werden, das;,Ibre Majestät die Kaiserin ugufta seit Jahren alljabrltch dem Pöltzei- räsidenien 1000 .“ für die Sanitätßwacben zur kastUUS LesteUi t, welche auf Grund der von allen Wachen an das Polizei- PZäfixruxu zu erstattenden Jahresberichte nach dem Grade der Be- dürftigkeit de_r eiyzelnen Wachen zur Vertbeilyng kommep.
Auch die siadtiscben Behörden haben seit Jahren ihre Aufmerk- sÉkaett den Privat-Saniiätswackoen zugewwdet. Zwar _1ft der von “3319711 Stadtverordneten gestellte Antrag, die Samlawwacben in ßadklscbe Verivaltung zu nehmen, von der Stadtverordneteq-Vetsammlung ahgelebrzt worden, doch hat diese Körperschaft Yen Ma tstratvermocbt. seu zwex Jahren die Summe von 10000 .“ m den_ tadtbaus_bal_ts- Etat_ _emzusieUen, aus welcher zweckmäßig eiugerubtete bedrzrftige Samtatswacben untetftüyt werden sollen. und es sind auxb thatsacbltcb von den pro 1887/88 ausgeworfenen 10000 .“ Unterüuvungen von zusammen 5500 .“ und von der pro 1888/89 aus_geworfenen Summe 5800 .* an diejenigen Wachen, welche einen bezüg_ichen Antrag gesteUt batten bewiaigt worden. Durch diese Unterstusyngen Yer Stadt sind d e Sanitäiwachen vor finanzieller Verlegenbnt geschußt._
Was nun die Leistungen der gesammten Wagbm anbetn_ so el"siiebt em Vergleich mit den Wiener Rettun ostatwnm, da die e in den Jahren 1885 und 1886 nur zusammen 364 bezw. 21 7 Hülfe-
lristungen zu verzeichnen haben, während diese Zahl sich bei 10 Ver- liner SanitätSwacben auf durchschnittlich jährlich 8429 beläuft, worunter allein 3964 Fälle von äußeren Krankheiten und Verlesungen Und_ 342 Fälle von erster Hülfe bei gefährlichen Entbindungen find. Ber einer durchschnittlichen JabreSausgabe von 25 394,59 .“ für 7 _Wacben beläuft fich der jährliche Außgabe-Etat aller 15 Wachen aus mindestens 40-50000 „ki
Seit dem 24. Mai 1887 md sämmtliche Berliner Sanitäts- wach zu der sog. ,Saniiätöwa en-Vereinigung“ verbunden.
Vorstehende Angaben entnehmen wir dem_bei Jul. Springer, Berlin, erschienenen Buch: .Die Berliner SantiätSwaÖen', welches über Entstehung, Zweck und Stand der gemeinnützigen Institute Aus: kunft giebt. Preis 0,60 «Fi
Die Aukfteüung der Schülerarbeiteu der Königlichen Akademie der Künste.
Unier den Studienarbeiten der Hochschule für die bildendxn Künste, welcbe gegenwärtig in der _biefigen Kunst- Akademte außgestelit find, befindet sich, wie wir 1chon neulich be- merkten, eine ganze Reibe sebr acbtbarer Leistungsn welche von ber- vorragendem Talxnt zeugen und die besten Hoi'fnungen für ihre Urheber hegen lanen, Gleich beim Eintritt auf den Korridor bietet sich eine Auswahl der besten Schöpfungen, Welche mit dem ersten und zweiten Preise oder mit der .Anerkennung' aus ezeichnet find und jede für sich eine eingehende Betrachtung ordern, wenn anders man den _aus ihnen sprechenden Fleiß und die künstlerische Be- anlqgung vollaur würdigen will. Es sind zumeist Motive aus her bihliscben Geschichte und der antiken Mythologie. Drei von die1en mit Kohle resp. Kreide außgefübrten großen Blättern haben den ersten Preis erbaltrn. Fabrenktog zeigt uns in seinem wirkuugSyoll kom- vomrten Bilde Adam und Eva an der Leiche des er1chlagenen Abel, wahrend Kain abseits steht. Am besxen gelungen ist wohl die Schmerz und Zorn verratbende Gestalt des Adam; der_Geficthausdr-uck der Eva zeigt mebr Entseßen. fie blickt angst- erfullt auf das Antlitz des Gemordeten, als glaubte fie noch nicht an den Tod, deffen Schrecken fie zum ersten Mal kennen lernt; die landschaftliÖe Umgebung in ihrem elementaren Charakter paßt trefflich z_u_d_er Szene. Nicht minder gut gefiel uns Sckyiff's sauber und rlrtßig gezeichnetes Blatt .Delila verrätb den Simson“. Streng ist bier der vpus der uns aus berühmten Meisterwerken so wohl- bekannienÉF'iguren aus der (Geschichte des Alten Testaments beobachtet; a_uch_dte barakteristik der einzelnen Figuren ift woblgelungen. Ein tuchti_ge_s Kompofitionstalent zeigt O. Engel in seinem großen Karton „Steinigung des bl. Stephan“.
_ Recht acbtbare Leistungen find auch die mit dem Zweiten Preise bedachten Schöpfungen von Behrens, H. Wilke und Kurth. In des [esteren pracbiiger „Verkündigung des Evan eliums' will uns das elrras_ konventionelle, nicthsagende Gesicht des ngels Weniger gefallen als dte_beffer_gelungencn Köpfe der Hirten; der landschaftliche Theil des Bildes Ut hübsch durchgeführt. In Wilke's „Sokrates im Kerker“ hat der Künstler das durch das enge Fenster fallendx Licht recht geschickt wiederzugeben verstanden, während Behrens in !einem W _.Judas verräth (Cbristuö' die nächtliche Scenerie sowohl in ZenMFtbgutren wie in der Beleuchtung zu Hübscher Wirkung ge-
ra a .
_ Die mit einer .Anerkennung' bedachten Bilder sind ein recht amprecbendes Altarblatt von Staffen, eine gefällige Komposition „Maria und die Engel an der Leiche Christi“ von von Wenfierßki, und em ,BacÖUSzug' von Greve, der aber mit einem schon so Häufig behandeixen Motiv nicht viel Neues geschaffen hat; jedenfalls scheint er gut_znchne_n zu können.
Em großer Saal iftYJänzlicb angefüllt mit Schülerarbeiten aus d_xr Malklaffe des Proj. ichael; auch hier können wir eine Anzahl tucbnger Leistungen anszäblen. Es sind meist Arbeiten nach Modellen, vori welch le teren wir das eine, eine Frauenfigur, in den ver- schiedensten _ teilungen wiederbolentlicb behandelt sehen. Den Ersten Preis bat mit einer derartigen Arbeit sicb P. Lugau erwyrben, während P. Horte_ mit derselben Arbeit den.- Zweiien Preis davon_ im ; einm Zweiten Preis errang sicb aucb Grünert, deffen männliche igur sorgfältiges Studium der Muskeln und ge- sundes Inkarnat zei t. Von Lugau sabext wir auch eine viel ver- sprechende Skizze: en dunkelaugiges kleines Mädchen, welches auf emem Marmorsockel sist; der junge Künstler scheint koloriftiscb tüchtig veraniagt zu sein. Von Schlichtegroll fanden wir einige Skizzen, die trotz ihrer Unfertigkeit Talent bekunden.
_Jn der Malklaffe des Prof. Schrader bat sicb Schrödter mit Gluck_ an der Darstellung nackter menschlicher Figuren versucht und auch emiÉe recht beachtenöwektbe Porträts Wgestellß rofeffor Beller- mann's _ cbßler Kraus ist mit der Anerkennun be 0 nt,
_ _ Kretdezeubnunoen smd in reicher Auswab vertrejen; wir sahen etmge mit dem Zweiten Preis auSgezeicbmte Blätter von F. W. , schel und eine mit der Anerkennung bedachte Zeichnung von
limb. Ein Schüler von Prof. Brausewetter, Kraus bat die An- erkenmm für eine Arbeit m_vorben. der Vorsereitnngsnasse von Pro. Han e sahen wir wirklich iii ti e eicbnuugen von Max Kulskb, Welche gebührender Weise den ersten Hr s als Lohn erhielten. während Sucksdorff die Anerkennung fand. _
In_ der Antikenklaffe von Prof. Friedrirb ifi eme Kollekte von ettbmmgen nacb Antiken ausgestellt, davon ist die von mit dem __Faeutéuis und die von Graw und Staffen mit der erken- mms
Unter den architektonisch und omammtalen Blättern, welcbe
von Scbüiern des Prof. _Kubn herrühren, zeigt das mit dem Ersten Preis gekrönte Interieur einer Kirche von Engel, sowie das- sxlbe Motiv Von P. Seegert koloriitisch und zeichn_erisch, daß dieselben diese Außzeichnung wobl verdient baden. Wilke fand mit einem der- art_igen Blatt die Anerkennung. von anderen Schülern beben wir Gunther, Künzler, Wels, Henschel_und Lindner hervor. Auch von Schülern der Profenoren Skar'nna und Streckfuß find fleißige Arbeiten geliefert. _
Eine nicht leichte Auxgabe batte fich W. Schultz mit seiner Darstelluné; des „Einzugs König Humbert's in Berlin' gestellt; die perspektivi chen Schwierigkeiterx hat der Maler glücklich übertvunden und in dem Gruppenwerk Geychmack gez_eigt; vor allem gefiel uns die maßvolle Farbeanungx es wäre wiimchénSWertb, das; diese Skizze außgefübrt irgürde, uch einem außgeiprochenen HeUmaler begegnen wir_k)ier, _namlicb Berger, welcher beweist, daß er die Lebren der Pletnairisten beherzigt hat. Von Behrens. deSgleiÖen von Lüdecke, dessen Köpfe uns sebr ut gefielen, ",aben wir ansprechende Leistungen.
Auch Stiilleben nd ron SÖÜlern des Malers Dammeier an-
efertigt, obwohl in nur sparlicber AUSwabl; ein “derartiges Bild von [ße war mit der ,Anerkennung' außgezeichnet; Dörfel und Wink, welche dasselbe Thema: .Vauernfrau an der Wiege“, behandelten, haben mit demselben recht ansprechende Arbeiten grliefert.
In der Tbiermalklaffe 5:9 Prof. Meyerbeim fanden wir Thier- studien von Thomas, Grünert, Wagner, _ Heise, Behrens und Krause. ferner von Barth und Engel_; Wand1chneid_er hat einige recht gut gelungene kleine Skulpturen, drei Pferde, gelieFert.
In der Modeütrklaffe des _Prof. A. Wolf findet ich eine Koliekte von Büsten, welche_bewei1en, daß auch der plastis en Kunst einige viel versprechende Krafte heranwachsen. Mit dem Erlen Preis apSgezeicbnet wurde Stack für die Büxte einer Frau; Klimsch hat einige Sachen angestelit, von denxn die eine i_bm den Zweiten Preis eintru , aurb Wandschnetder erhielt für seine Bärte einen weiten Preis; von i m iit auch_ ein recht tüchtiger Torso geliefert. ie Aktftudien aus der Aktklane de§ Prof. Schaper sind fleißige Ai-beiten; Heine- mann, Abele und_ Kanzler erwarben sich damit den Zweiten Preis. Wolf hat eine Skizze angefertigt, welche einen kä fenden Centauren darstellt; auch er hat den Zweiten_Preis erhalten. hne Außzeichnun blieb Liebich mit eineni recht hübie!) koxnponirten großen Schild, au? welchem die Jahreszeiten in aliegori1chen Reliefs nebst anderen Figuren dargestelli find. __ _
In der Land1chaft_s-Malklane des Prof. Bracht und_des Malers Voorgang bemerkten wrr eme große Strandvartie von Hanjche, die uns wegen des markigen Vortrags und des in_tenfiven Kolorits außer- ordentlich gefiel; der Maler erhielt den Ersten Preis dafür; vryn ibm sabxn wir einige_ kleinere landschaftliche Studien und eine Kollekte gefaliiger Bleiittftskizzen. _
Ein Bild von Rademacher gefiel uns recht_ gut; deSgleicben eme große Strandlandscbast von Basedow, welche ahnliche Vorzüge hat. wie die von Hanscbe. _ _
Eine Birkenaliee von G. Schmittgen mit Figuremtaffage läxt von weiteren Leistungen Gutes erwarten, dasselbe gilt von der Herb t- landscbaft von Feldmann. _
Hartmann zeigt fick) in seinem Markt, deffen pittoreske Reize und Figurenwerk er geschickt wiederzugeben verstand, als einen begabten Schülerx von_ibm iii eine Reihe Skizzen außgestellt. _ _
Jn Pros. Hu o Vogel's MalklaÉ haben sich vericbtedene Schüler mit derjel en Aufgabe: .Die rweckung des Töchterleixxs Jairi durcb Cbrifiuß' befaßt. EWU Neues bateigentlick; keiner damit geschaffen, es ist das konventionelle Arran euren! und Figuretxwerk wie auf den bisher bekannten Bildern; fast izckpetnt es, als batten _dte Schüler nach e_inem vorgeschriebenen Entnourf gearbeitet. Den Erxien Preis mit diem Studie hat sich Klimsch erworben, dxn Zweiten von Brandis und die ,Anerkennung' H. Biride und L_ Krrzger.
Aus der von Prof. Hans Meyer_ geieitetcn _Klane fur Kupfer- Y_icb und Radirung erwähnen wir schließlich Kopien von Plato und
eim.
Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr._3*_). _ Inhalt: 1) Kolonialwesen: Ermächtigung zur Vornahme von erlstands-Akten im deutschen SÖuH ebiet Kamerun._ 2_) Konsulatchsen: Exequatur- Ertheilung. _ 3) Zoll- und Steuenve et): Brfttnzmungen über die Bewiaigung von Tbeilungslagern an dre KatZerltÖen Marine-Yer- p egungsämter. _ 4) Handels- unk) Gewer ewesen: Vorschriften 11 er die Prüfung der Zahnärzte" Wanderung _der Yorscbriften über die Prüfung der Apotheker; Vorfcbriften uber dtePrzrfung der Thier: L_rzxß ______5 Polizeiwefen: Ausweisung von Auslandern aus dem
et et ,
Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 29._ Inhalt: Amtliches: Personal-Nachrichten. __ Gutachten uber den Bau einer Kirche auf dem Lau er Plasb_f_ür die Emmaus-Gemeinde in Berlin. _ Nichtamtlicbes: dbaus ' Bercbt aden. -- Bruch der Thal- sperre oberhalb Johnstown i:! Pennsylvamen Schluß)._ Die Aus- stellung für Unfallverhütung m Berlin. 17. ( ortseyung). _ Ver- miécbtes: Hauptprüfung für den Staatsdienst imBaufacbe. _ Eisen- ba nunfall bei Röhrmoos in _Bayern. _ Einfiihrung der Elektrizität als Zu aft für die unterirdischen Cixenbahuen Londons. _ nische ochschule _in Darmstadt. _Be uch“ ffer der Technischen Ho Z(bule Berlxnduu _?Mmexä- [E?WT _ der . onenwa en au en w 1 neu. _ (briü f:?r Bauwesen-
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