der dortigen Gas-Gcscllschaft (1847), neben welcher _im I. 1864 noch eine städtische entstand ,' 6 der vorhandenen Fabrtken wurden in den fünfziger Iahrcn eröffnet,“ die Übrigen stammen sämmt- lich aus den sechsziger Iahren. Den größten Betrieb hat die Privatanftalt zu Breslau, (74 Mill. be. Iahresprod. , 21,271 Flammen , 650,000 Thlr. Kapital), dle städtische daselbst (31 Mill. be. IahreSprod., 8000 Fl. , 350,000 Thlr. Kapital) und die zu Görli , Eigenthum der Stadt „(30 Mill. be. Iahres- Prod., 12,26 Fl. , 234,000 Thlr. Kapttal). Von den vorhan- denen 44 Anstalten sind nur 17 kommunale. Der Betrieb ge- schieht mit nicdcr- und oberschlesischen Kohlen, nur in Greifen- bcrg ist ein Hirzelscher Pctroleum-Leuchtgasapparat im Gebrauch.
In Schlesien sind außer den Städten noch 19 Gas-Anstaltcn ,
nachgewiesen, und zwar in den Ortschaften Altwasser, Haus- dorf, Langcnbielau, Salzbrunn, Sharley, Königshütte , Pogalin , Peterswaldan und *in einzelnen Fabriken , Bahnhöfen, Gruben und Schlössern. Einige derselben, z. B. diczn Königshütte (12 Mill. be. Jahresprod, 1400 F1.) find bedeutender als die vieler Städte. _
6) In der Provinz Sachsen sind in 30 Städten oder 21 pCt. der 144 Städte der Provinz Gas-Fabrikcn vorhanden, von denen die älteste, die zu Magdeburg, aus dem Iahre 1853 stammt. Die Mehrzahl der Anstalten sind nicht städtiscbes Eigcnthum, Das größte Etablissement ift zn Magdeburg, Eigen- tbum einer Aktien-Gcseüschaft (69 Miklioncn be. IahreSprod, 23,500 Fl., 400,000 Thlr. Anlagckapital - ohne die Filial- Anstalt in Sudenburg) demnächst zu Halle (35,8 Miklionenbe. Jahresprod. , 11,710 Fl., 230,000 TMB. “Anlagekapitaw, Erfurt (17,4 Miüionen be. Iahrcsprod., 6603 Fl.) und Halberstadt (12 Millionen be. Jahresprod, 5334 Fl., 90,000 Thlr. Kapital), Zum Betriebe dienen meist westfälische Steinkohlen, aber auch sächsische Und englische.
In der Provinz befinden fick) viele GaI-Anstalten außerhalb der Städte; die größte derselben ist in Thale mit 362 Flam- men. Schisling weist ferner 20 einzelne Güter oder Fabriken nach, welche eigene Ga§=Anstaltcn bis zu 260 Flammen be- siyen undbemerkt, daß in der Umgegend von Merseburg zahl- reiche Brannkohlcntheer-GaL-Anstalten entstanden sind,“ es seien sogar für 5 bis 10 Flammen derartige Apparate aufgestellt.
7) In der Provinz Westfalen haben 28 Städte oder 28 pCt. der 100 westfälischen Städte Gasbeleuchtungs-Anstalten, von denen die ersten 4 im Jahre 1856 eröffnet sind. Etwa die „Hälfte der Fabriken sind kommunale. Ueber die Anstalten zu Münster und Minden find in unseren Quellen keine Daten enthalten, Von den übrigen sind die zu Dortmund (29 Mill. Kubiksnß Jahresprod, 75,000 Thlr. Anlagekapital), Hagen, Biele- feld, Bochum, Hamm und Witten die bedeutendsten. Der Be- trieb geschieht überall mit westfälischer Kohle,
Außerhalb der Städte-bcftndet sich in Gelsenkirchen eine GaZ-Anstalt mit 5 Miki. Knbikfuß Production und 1830 Fl.,“ außerdem haben 4 industrielle Etablissements in der Provinz eigene Gas-Fabriken.
8) Die zahlreichsten Gas-Anstalten in den alten Provinzen hat die Rheinprovinz, in welcher in 58 Städten, 43,5 pCt. der 133 rheinischen Städte, Gas-Anftalten vorhanden und wo selbst viele kleine Städte mit Gas beleuchtet sind. Am Rhein L| die Gasfabrikation auch schon länger heimisch, als in den Übrigen Provinzen, denn 2 Städte haben schon seit den dreißi- ger, 6 seit den vierziger und 16 seit den fünfziger Jahren Gasbeleuchtung. Am Rhein ist die Gas-Anstalt nur ausnahms- weise Kommunaleinrichtung; Schilling weist nur 13 Städte nach, in welchen die Kommune die (HaZfabrikation für eigene Rechnung betreiben läßt. In der Rheinprovinz sind die bedeu- tendsten Gaswerke zn Cöln (68,117 Fl.), Barmen (74 Mill. be. Jahresprod, 17,600 Fl., 450,000 Thlr. Kapital), Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Gladbach, Mülheim a. d. Ruhr, Ruhrort und Wesel. (Ueber Bonn, Coblenz, Trier und Aachen fehlen An- gaben. Zum Betriebe werden meist westfälische Kohlen, aber am!) c-aar- Und Ruhrkohlen verwendet.
Außerhalb der Städte sind von Schilling in der Rhein- Provxnz noch 18 Gas-Anstalten nachgewiesen , welche theils für Gnnctnden (Brühl, Kalk, Neviges), zum größten Theil aber für industrtclle Etablissements Gas bcreiton. Unter den 1eßtcn “sind mchß „unbedeutende Werke, so z. B. speist die Anstalt der Rhetmschen Eiscnbahngescllschaft u Nippes 2200 Fl., und die dcr'Grtlloschen Fabrik zu Oberhauszen, wo noch andere bedeutende Prwat-Gasbc_leuchtunas-Ansta1ten vorhanden sind, 2000 Fl.
Im Regrerungsvezirk Sigmaringen ist von den dort bclcgcncn 7 Städten nur Sigmaringen seit 1862 mit Gas- Oelencbtung Versehen. _Zum Betriebe dient daselbst Tannenholz. „ - In der Provtnz Schleswig-Holstcin sind seit dem Inhre 1856 m 17 Stadten Gas-Anstalten entstanden , Welche Mist GcsLUschasten oder Privaten gehören; nur 6 derselben NJW ßadnsches Elgenthum. Da die Provinz nur 26 Städte «zahlt, so smd 65 pCt. derselben, ein Prozentsaß, welchen keine andere
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Provinz erreicht , mit Gas-Anstalten versehen. Auch sind in 9 Flecken der Provinz und außerdem in' der Karlshütte bei Rendsbur Gas: abriken eingerichtet. Dre größten Anstalten
sind zu A tona (6( Mill. be. Iahreéprod.) und,.K'icl (22,5 Mju, Zum Betriebe werden uberall englische
be. Iahrcéprod.) Kohlen verwendet. _ , „
10) In der Provinz Hann ov er befinden. fich m 19 Städten, also in 24,5 pCt. der 78 hannov. Städte Gas-Anftaxten, von welchen 8 Konnnunaleigenthum find. In dex S_tadtzyannover 1st , wie bereits bemerkt, die älteste Gaß-Fabrtk 111 Deutschland (1825), die nächste in der Provinz entstand aber erst 22 Iahre später. Auf dem Lande sind 5 Fabrik- Gns - Anstalten nach- gewiesen. Das größte Etablissement ist zu,.Yannovcr (120 Mill. Kubf. Jahresprod, 27,100 Fl.), demnächst m Osnabyück, Hildes- heim und Göttingen. ZmnBc-tricbe dtencn westfältseYcKohlcn, daneben englische, in Eimbeck auch hannoversche.
11) In den Regierungs-Bezirken Cassel-Wieézbaden besißcn 21 Städte, also 20 pCt. der vorhandenen 106 Städte, Gas-Anstaltcn, von denen aber nicht einc 91113199 Kommunal- Eigenthum zu sein sch€int. Außerdem werden mmge Gemeinden von Frankfurt aus mit GaLbcleuckytung vcrsx'hen. Dic bedeu- tendsten Anstaltcn smd zn Frankfurt, wo 1716 älter; Anstalt jährlich 47 Mill., die neuere 90 _ 100 MM. Kubtkfnß Gas prodnzirt und 53,000 resp. 43,000 Flannncn speist, Wichaden und Cassel, beide mit ca. 26 Mill. be. Produktwn. Zum Betriebe dienen westfälische, Saar: und Ruhrkohlcn, daneben auch englische.
Im ganzen preußischen Staat sind nach vorstehender Ueberficht Ln 285 Städten oder in 23,3 PCt. der vorhandenen 1214 Städte Gas-Anftalten im Betriebe. Ueber “den Durch- schnittssaß gehen hinaus die Provinzen Schlerxg-Holstein (65 pCt.), Rhein (43,5 pCt.), Schlestcn (30 pCt.), Westfalen (28 pCt.) und Hannover (24,5 pCt.); unter dem Durchschnitt bleiben Brandenburg (23,2 pCt.), Sachsen ((21pCt.), Cassel- Wiesbaden (20 pCt.), Pommern (16,6 pCt.), Preußen (13,2 pCt.) und Posen (4,2 pCt.) Von de 116 Preußischen Städten, welche (nach der Zählung von 1864) mehr als 10,000 Einwohner haben, sind unter den vorstehend gezählten 114, enthalten. Die beiden fehlenden sind Eilenburg und Cüstrin, Von den 55 preu- ßischen Städten mit 7500 bis 10,000 Einwohnern sind 41 mit Gas-Anstaltcn versehen; in 14 derselben fehlen dergleichen nach unserer Quelle noch. Die übrigen 130 Gas-Anstalten fallen auf die 1043 Städte mit weniger als 7500 Einwohnern, und zwar sind 61 Anstalten in den 136 Städten von 5-7500 Ein- wohnern, 69 Anstalten aber in 907 kleineren Städten. Die Städte Über 10,000 Einwohner haben also zu ca. 100 pCt., die von 7500-10,000 Einw. zu ca. 75 pCt., die von 5-7500 Einw. zu ca. 50 pCt, und die weniger als 5000 Einw. zu 7,6 pCt. Gas-Anstalten.
Im Herzogthmn Lauenburg besißt jede der dort bele- genen 3 Städte GaSbelcuchtnng, und zwar bereits seit den fünfziger Iahren.
Das Museum fÜrBergban und Hüttenwesen tn Berlin.
1.
Die Sammlungen des Museums für Bergbau und Hütten- wesen auf „dem Grundstück der Königlichen Eisengießerei sind fett ,der Eröffnung Heffelbcn am 28. April d. I. in manchen Bezwhungen wesentlich ergänzt worden.
Der retche Inhalt der Smnmlungen ist gegenwärtig so geordnet, daß dte BergwerkSerzeugniffe in der oberen Etage anfgestelltj und nut _ denselben die Produkte des Metall- hnttenbctrtcbcs „verbunden sind , während das Erdgeschoß bis uns das kablcch, dessen Unterbringung in demselben d'urch,dte Dnnenstonen der Fabrikate bedingt wnrde, ausschließ- 11ch ch Erzeugnisse der Eisenindufirie enthält. Dem Besuchen- den 1ft_ dcßhalb zu rathcn, mit der Besichtigung der oberen Etage zn begtnncn, ,
' Bet dxm Emtritt in die Bergwerks-Produktensammlung 1| ck zungchst die Sammlung von Salzen, welche die Auf- merkmmknt anf slch ztcht. Ein Glasmoch der wichtigsten preußischen Stetnsalzlagexftätte, derjenigen von Staßfurth, giebt ern sehr anschaultches Btld von der außerordentlichen Mächtig- kett nnd Auch'hnung ,dteses Vorkommens. Unmittelbar daneben hefindcn _s1ch, dle mamchfaltigen Salze, wclche Staßfurth liefert, m vollständtger Sammlung großer Stücke austestellt. Neben dem Krystallsalz , welches, zu Speisesalz vermah en, neuerdings angOehntcn Verbrqncl) gewinnt, finden sich die für die chemische Fnbrrkatton nnd fur die Landwxrthschaft wichti cn Kali- und Dungesalze , ocren Auftreten in dcr Lagcrst “tte auf den Profiltafcln des quSnwchs angcgeßen ist. »- Neben den Staßfurther Salzen smd Steinsalzprobcn von Erfurt, gegenüber
solche von Stetten in Hohenzoklcrn und „aus dem Bohrloch von Sperenberg bei Berlin, welches angenbltckltch schon fgst 700 Fuß Mächtigkeit des hier entdeckten Stemsalzlagch nachweist, und an- anschließend ist eine Reihe der Stcdcsalze von dxn rmchtrgstxn preußi- schen Siedesalzwcrken aufgcftcllt, von Schönebeck, Durrenberg, Artern, von Lüneburg, von Königsbornnnd Ncusnlzwerk. Der un- erschöpfliche und sich durch neue Aufschlus1chfortwahxcnd mchrende Rcichthu1nPrcußcns an Salz ist durch dtcsen Thctl dcr Samm- lung gut vertreten. , _ „ „ _ .
Dcr Salzproduktwn an Wichtlgkelt wett ubcrlcgen „tst die Gewinnung der fossilen Brennstoffe, dcr Stem- und Braunkohlcn, so wie dsr mit Ptcsen zux blühenden Ent- wickelung unserer wichtigsten Induftnc , dcr E1scnindustr1e,_ zu- sammenwirkendcn Eisenerzvorrnthe Preußens, welcbe bctdcn Bergwerkscrzcugniffe die nördlxche Seite der obenn Etage fast ganz ausfüllen. Stcinkohlcn aus allen Stemkohlcnbcckny Braunkohlcn aus den wichtigsten Mulden Preußens liegen [Yer becker11vcise geordnet in zahlreichen Proben vor. Bei den Stein- kohlcn schließen sich Muster der aus den Jettkohlcn der verschle- dcncn Becken erzeugten Conks und der zu diesen verwcndeten Waschkohlcn an,“ die Vcrwcndung gewisser, besonders kohlen- waffcrstoffrcickyer Braunkohlen der Provinz Sachsen, der soge- nannten Scbwcclkohlc, zur Gewinnung von BraunkohlenthKU Lcnchtölcn(S01aröl, Photonen) und Paraffin ist durch eme schöne Sammlung aus dcr Fabrik von Hübner in Zeiß voll- ständig dargcftcllt. Den fossilen Brennstoffen reihen séchPr0bcn von Asphalt aus der Gegend von Bentheim , von Petroleum ans den verschiedenen Gewinnungspnnktcn der Gegend von Hannover und von Bernstein an.
Die Eiscncrzsammlnng stehr derjenigen der Brennstoffe (111 Mannigfaltigkeit nnndcstcns gleich. Besonders ausgc'zctchnct sind in derselben die Spai'y- und Brauneifensteine dcs Siegener Lauch , wclchcs das Material zur Erzcugung dcs neuer- dings immer wichtiger werdenden und einen bedeutenden Aus- fuhrnrtikel nach England bildenden Rohstahlciscns abgeben, der dort bei dcr Besscmcr Stahlcrzcugnng unentbehrlich ist. Eben so bemerkenswertb ist die Sannnlung nassauisohcy Ei(encxzc, Welche von dem Neichthmn jenes Landesthcils an drcscm nnch- tigcn Material Zeugnis; ablent. Daneben find die Erze der reichen Elbingerodcr Lager, der Reviere von Salzgitter und Osnabrück“, dcr Stcinkohlcnsormation Wcftfalxns, dic Erze „der Eifel,“ Hessens, Schlesiens, Überhaupt aller x'ntclyttgcrcn Ncmfcre reichlich vertreten. Es schlicßt sich an diese qunmlnng eine Reihe von Erzvroben an, welche in dem ckenn1chcn Labora- torium der hiesigen Bcrg-Akadcmie in einer zur Aquübrung analytischcr Arbeiten für die gcognoftische La11d§sxt11tcrfxtck)1t11g eingerichteten Station analysirt worden sind. Dte Unterwchicn Erze sind hier untcr Beifügung der Ergebnisse der Analysen aufbewahrt. , ',
In der südlichen Abtheilung der oberen Etage smd dre sog. metallischen Erze und dic nußbarcn Stein? aufgcftcüt, wFchTk lcytcrcn sich auch noch über die westliche Seite derselbkn cr rc cn.
Die Sammlung der metallischen Erze bcginnt mit den Kupfcrerzen. Während Kohlen, Eiscncrzc und Salz in fnst allen Bcrgbauprovinzcn Prcußsns auftreten, beschränken (ich die wichtigen Knpfcrcrzprodnktioncn auf den ManSfclde'r Kupferschicferbcrgbau in der Provinz Sachsen und dem Harz,“ von ersterem sowohl als bcsondcrs von den Kupfererzcn dcs Rammclsbcrgcs bci GoSlar sind zahlreiche Proben vorhanden, welchen sich solche auch von den wenigcr bcdcntenden Gewin- nungcn dcs Oberharzcs, Thüringens, Hessens, der Rheinprovinz mit Nassau anschlicßen.
Vcsondch reichhaltig find die Bleicrzc aus aUcn wichti- geren Gewinnungspnnktcn des Landes vertretcn. Bckanntlicl) liefert die Rheinprovinz von der gesammten preußischen Blei- prodnktion von ctwa 600,000Ctr. ungefähr 4/5 , wovon der bei weitem größte Anthcil auf den Bleiberg bci Commcrn fällt. Dic Unschcinlmrcn Erze Dicscs Vorkonnncns sind demnach bc- sondcrs beachtenswcrth. Weit mehr in die Augen fallend sind die reichen Vlciglanze ch Oberharzisckyen Gang-Bergbancs, der rheinischen, nassauischcn nnd wcftfälrscknn („MULL- wic der Ober- schlesischcn Erzgrubcn im Mufchclkalk-Gcbtct der Gegend von Tarnowiß. '
Nächstdcm find die Zinkcrzc, dieses für Preußen beson- ders wichtige Material, in vollständiger Folge vorhanden. Oberschlesien, das von der die Produktwn ,asxcr iihrigen Länder zusammcngcnonnncn Übersteigcndén prcnß1schcn'Zmiégcwinnung von etwa 1%, Million Ccntncr jährlich etwa dle Halfte liefert, sowie die wchsifälischcn nnd rh-xnnfchcn Vorkommnisse„sind in allen Varietäten vertreten, Bcsondcrs ausgezeichnet [| eine Sammlung der Z'mkcrzc aller prcußischcn Grnbcn der„GcseU- schaft ViciUcMontägnc, in we1chc auch die Erze dcs [*crnhmtxn Galnni-Bcrgwcrkcs gleichcn Namens auf dem ncntralcn Gebiet Von Mocmnct bei Aachen aufgenommen sind.
Auf die Zinkcrze folgen die wenigxr wichtigen Erze des
Yxcznglans, Nickels, Kobalts, Arseniks, sowie Schwefclktese und 1 rw erze.
_ Unter den in der Sammlung der nuß baren Steine befind- ltchen Materialixn sind die schönen Marnwre der Lenne-Gegend, wxlche namentlnh von der Gesellschaft Prang u. Co. zu Allach ber Snest m reicher Wahl und Behandlung geliefert sind, die manmgfnchen fcucrfestenThone aus verschiedenen LandeStheilen, besyndcrs aus Hxffcn und Naffan, und die Dachschicfer aus den rhcnnschcn, naßgmschen und westfälischen Brüchen hervorzu- heben. Lcßte'rc smd m dcm Ausgange vom Erdgeschoß nach der oberen" Etage aufgestellt. Weiter sind hier die zur Erzeugung des fnr„d1§ Lanpwtrthschaft so wichtigen Superphosphats die- ncndcn Phosphorttc hexvorzuhcben, wclche neuerdings in Nassau m bedeutender Verbreitung „bekannt geworden sind, sowie eine hübsche Sammlung angcschltffener und zum Theil künstlich ge- färbtenHalbcdclftctnc, Welche das Material für die bekannte Oberstcmcr Schlctfcrci-Industrie bilden und im rohen Zustande seit der Erschöpfung der Obersteiner Gruben aus den nördlichen Staaten Südamerikas nach Oberstein geliefert werden.
Die ständische Verfassung des Markgrafthums Nieder-Lausixz.
A(lc ständischen Befugnisse mncrhalb der Nicdcr-Lansiß in ihrer alten Begrenzung beruhen neben den Kreistagen bei dem Komnnnml-LanOtago, deffc11Bcsch1Üsse nmßgcbendsind, und im Aslgerfncinen cincr höheren Bestätigung zu ihrer Gültigkeit nicht bcdür cn.
Der Landtag tritt alljährlich einmal in den Winternwnatcn (gewöhnlich im März) und sofern ein vom Staate anerkanntes Bedürfniß dazu hsrvortritt, auch außcwrdcntlick) auf Ein- berufung durch die Landcs-Dcpntation (Vgl. unten) zusammen. Zur Theilnahme an demselben sind bcrcchtigt: die 11 Herr- schaften, worunter drei Königliche, wclche lthcre durch ernannte, an sich landtagsfähige Bevollmächtigte vertreten werden. Die Besitzer resp. Vcrtretcr dieser 11 Herrschaften bilden die Herren- Tafel. Ferner sind landtagsfähig alle Bcfißcr der unmittelbaren Rittergütcr, die beiden gewählten Abgeordneten der Besißer mittelbarer Rittergüter in den Standeshcrrschaftcn Soran mit Triebcl und Ncuzclle, sowic Forst und Psörtcn und (116 Ab- geordnete der Landgemeindcn die beiden Provinzial-Land- tags-Abgcordnctcn und ihre Stellch'trctcr, aus diesen zusammen besteht die Rittertafel. Endlich bilden die Abgeordneten der Städte und zwar je zwei aus den alten Kroisstädtcn Luckau, Guben, Lübben Und Calau, sowie zwei Abgeordnete aller anfigcn koklcktiv wählenden Städte der Nicdcr-Laustß die Städte-
a cl.
Dcr Vorsißendc des Landtags und sein Stellvertreter wer- den vom Landtage selbst aus den Standcsherrcn oder Ritter- gutsbcsiyern auf je 3 Iahrc gewählt und bedürfen der Landes- hcrrlich-sn Bestätigung. _ " ' ,
Um das Eintreten ciner chckzlußunfahrgkcit zu vermelden, wcrdkn 2 Mitglieder der Herrentafcl und durch die Kreistage je 2 Mitglieder der Ritterschaft bestimmt, die dem Landtage bis zu dcffcn Schluß beizuwohncn haben.
Der Regel nach erfolgen die Entscheidungen des Landtggcs durch die Mehrheit der Voten der drci Tafeln, indem an ]Ldkk Tafel die Stimmenmehrheit ihrer Mitglieder dns Votfnm, dcr- sclben ergiebt. Nur bei Aufnahme neuer Ständc-Mrtgljedxr, bei allen Wahlen nnd bci Verleihung von Sttpcj131c11 nnrd nach Köpfen abgestimmt, wobei diE StandeZherrcxndtc Vcsjßcr mehrerer Güter Und unter gcwiffcn Umständen die Abgeorp= neten der Städte zwci Stimmen abzugeben hnbcn. Dic Mn- glicdcr des Landtages crhaltcnnur zum Theil, und nach gc.- ringcn SäYen Tagcgeldcr. chckostejn werden aber nnr dcn in Folge der neueren Gcseßgchng Hmzuchretcncn vergntct. .
Zur AUIfÜl)rung dcr gefaßten Vcsch1us1n synnc znr Erlcdt- gung der laufenden und anderer Geschaftc wahlt 1111313613011- mächtigt, der Regel nach auf 3 Iahxc, dcr Lnndtagkdtc Mn- gliedcr von Deputatwncn 11115K01111111s110ncn. Dtcsc smd thctls ständige, theils mit dcr Aqunhrung cn1zZlncr lhnen ertheiltcr Aufträge beauftragt. Zu den cxstcrcn gehorqn: _
1) Die Landcs-Dcputatton,“ wclche s1ch Unter dem Vor- fißc dcs erwähnen Vorsitzenden Hes Landtages nnd untcr Hrn- zutritt dcs Landsvndikns und des LandxßbcstaMcnOch [cxztcrxn jedoch nur als Protokollführch nnd Bctrach) auI ]? zxvctMtt- gliedern dcr Herrcntafcl, dcr Rittcrtafcl und der Stadtctafol, sowie aus Einem Mitglieds Her Landgctncmdc'n [stldcx Zur Führnng dcr laufcndcn Geschäfte wahlt dtcsc Dchttatxon aus sich einen engeren Ausstlntsz, dex gußcy dcm Vornßcndcnnnd Land-Syndikns aus Einem Mnglicdc «der Tafel und Emctn Abgcordncten dcr Landgcmcindcn bqftcht. DMM Dcputatjon erledigt, wenn der Landtag nicht vcrnnnmclt ist„ aUc Landes- und ständische Angelegenheiten der Ntcdcr-Lausty, sonne „1111:-