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]Q.-Ml. Das Fiirftenthum Serbien iii also noch etwas größer, als die Provinzen Seblcficn (731,92 Q-Ml) oder Brandenburg(724,43 (),-Ml.), die aber 24 bis 34 Mal so dicht bevölkert sind,“ Schlesien zählte 4910, Brandenburg 3757 Einwohner auf ] Q-Ml. _ '
Wir schließen hieran einige, meist dem erwähnten Kamßschen Werke entnommene statistische Nachrichten über Serbien; Dic Bevöl- kerung belief sich im Jahre 1854 nur auf 668,822 Einwohner, hat also bis zum Jahre 1866 um 553,178 Einwohner„ oder ]ährltch im Durchschnitt um 17,287 pCt. zugenommen, hauptsächlich durch Ein- wanderung aus Bulgarien und Montenegro. Am lmkxn Ufer der das Land durchsckyncidcndcn Morawa wohnen fast ausschließlich Ser-
ben, am rechten Ufer Serben qrmischt mit Bulgaren und Romanen, ; Für das Jahr 1861 wird die Zahl der das Land bewohnendcn Scr- “
ben auf 955,000 (87 PG,), dcr Romanen auf 120,000 (11 pCt.), der Zigeuner auf 20,000 (2 pCt.), der Deutschen auf 2000, der Juden auf 1800 angegeben.
Die Bevölkerung Serbiens lebt von Ackerbau und Viehzucht.
Das Land hat in seinen Ebenen vorzüglich crgiebigcn Boden, der
auch bei dcr oberflächlichen Bestrllung, dic demselben zu Theil wird, ,
Und ohne Düngung reiche Ernten liefert. Die Hauptfrucht ist der Mais , welcher die Hälfte bis zwei Drittel des Ackers einnimmt, in den Donau- nnd Savegcbicicn Weizen und Roggen; Hirse und Spclt, sowic Bohnen und Paprika (spanischer Pfe cr)
Überall. Serbien fiihrte imJahrc1866 aus: 312,938 Okka (124813 d.) : Mais, 2,495,405 O. Weizen, 36,403 O. Roggen, 372,984 O. Gerste, ,
866,525 .O. Hafer, 21,839 O. Tabak. Nach Hausncrs vergleichender Statisiik bildet das Ackerland inScrbicn 23 pCt. der Oberfläche (unge- fähr so viel wie in der Provinz Hannover= 29xpCt., während die Pro- vinz Sachsen 52,7 pCt. Aikrrland hat), Obstbäume sind zahlreich,
im Süden und Südwesten des Landes Wälder wilder Nuß-, Maul- ; bccr-, Pflaumcn- u. a. Obstbäume vorhandcn. Aus dcn Zwetschken „ wird das beliebte Getränk Rakija bereitet, von welchem im Jahre ] 1866 2,158,988 O. ausgefiihrt worden sind, Auf den Hügcltcrmffcn - an der Donau wird guter Wein gebaut; 147,754 O. Wein Wurden “' im I. 1866 cxportirt. * Dic Vici) haltung ist mir durch die Schweine- * Nach Hausncr waren in Serbien im .
zucht eine Grldcrwcrbsqucllc. „ J. 1860 145,000 Pferde Vorhanden, also auf ] Q-Ml. etwa 200 :(in
Preußen zu derselben Zeit 326 auf 1 Q.-Ml.). Dic serbischen Pferde - . 5 kann.
sind kräftig, aber die Zucht schreitet nicht vor. Die Zadi drr Rinder
schäßi Hausiicr auf 700,000, also 900 auf 1Ml., nicht halbsovicl ,
wie in dcr preuß. Rheinprovinz. Butter- und Käscfabrk'ation sind in
Serbien unbekannt. Die Zahl der Schafe giethausncr annähernd auf - 1 MiÜ.Stiick an, also auf 1 93le. ctWa 1000 Stiick, während in dcr . Provinz Pommern 5350 Schafe auf 1 Q-Mcile gezählt wurden. ? Auf die Wolle wird in Serbien im Allgemeinen feine Sorgfalt vcr- J Wendet. Die Zahl der Schwcine schäßt HauSncr auf 700,000, also : etwa 900 auf 1 Q. -Ml., während in Preußen im J. 1861 nur 529 -'
Schweine auf 1 O.=Ml. vorhanden waren. Serbien fiihrte im Durchschnitt der Jahre 1862 bis 1866 jährlich 325,000 Schw_eine aus,“ seit dem Auftreten der Trichinosc hat die Ausfuhr fich verringert. _-
Die Wälder Serbiens smd in manchen Gegenden schon so gclichtct, , daß seit dem I. 1839 wieder Verordnungen und Gesch gegchdckic Ver- .* onau;
wiistung der Wälder haben erlassen ivcrdrn müssen. -- Die . liefert viele Störe, Lllscn und Hausen. Im Negotincr Kreise Wird Kaviar bereitet. __
Was die Industrie und den Handel Serbiens betrint, so ent- hält das'Land zwar Steinkohlcn, Kupfer, Eisen, Silber, Gold, und namentlich viel Kalkiagcr, abcr Gcwerbsamfcii ist in demselben nicht vorhanden. Man findet in Scrbicn nur die allerunentbehrlichftcn Handwerker, und auch diesc nur in geringer Zahl. Die Gewerbe und der Kleinhandcl sind durch die Gewerbc-Ordnung vom 14. August 1847 zünftig organifirt. Der Mangel einheimischer Gewerbsamfcit hat einen starken Import von Jndustrie-Erzeugniffen zur Folge," Preußen fiihrt namentlich viele _Eiscn- und Stahlwaaren ein, Die Bergwrrfs-Jnduftric ist im I. 1866 durch ein nach prcußisch-öfterrcichi- schem Muster Verfaßtcs Bergwerksgcscß geregelt worden. Kredit- Jnftitute sind in Serbien nur sehr mangelhaft vorhanden, so daß der ZinSfuß 10-12pCt. beträgt. Eisenbahnen giebt es in Serbien nicht. Die Post beförderte im J. 1864 nur 442,485 Briefe, von welchen beinahe die Hälfte amtliche waren. Personen Werden erst seit wenig
Jahren durch die Post, 'cdocl) nur auf den gewöhnlichen Postkarren - € Telegraphcn find im J. 1854 einge- , Schiffahrt “
: Ccntner Kohlen, aus denen durch 430 Arbeiter 2,305,300 Ctr. Koks,
oder auf Reitpferdcn be ördcrt. fiihrt Und zur Zeit 20 Stationen im Lande eingerichtet. wird von den Serben nicht betrieben.
Die Religion der Bevölkerung Serbiens ist die der gesammten orientalischen Christenheit. Die serbische Nationalkirche genießt inner- halb des kanonischen und symbolischen Verbandes mit dem Patriarchat
zu Konstantinopel ein ausgedehntes Statutarrecht und steht zufolge , 5 verkauften Kohlen kamen 27,194,540 Ctr. nach Frankreich, 13,206,578
des im Jahre 1832 mit del ökumenischenStuhl abgeschlossenen Kon-
kordats unter einer“ eigenen nationalen Kirchenverwaltung. In AW“
erkennung dieser kanonischen Unabhängigkeit zahlt die serbische Kirche an dasjPatriarchat zu K_onftantinopek eine jährliche Abgabe von 9000 Piastcr (11 ] Sgr. 942 Ps.). Dcr Fürst übt das Obcr-Auffichtsrecht des Staats Über die Kirche. Das geseizliche Oberhaupt der serbischen
Nationalkirche ist der Erzbischof von Belgrad, welcher den TitelpMc- ; Ihm sind vier Suffragan-Bischöfc, ; u elgrad, Sahar, Uéica und Negotin untergeordnet, m1t Welchen cr -' „ *** versitätcn zusammengestellt, auf welchen in deutscher Sprache ge-
trop lit VOLL ganz Serbicna führt. ic Nationalsynode bildet. Der übrige Klerus besteht aus der Welt- iind MönchZ-GristliMrit.
leben. Das Vermögen der Kiriien beläut ck an 1903 373 G. das derKlöster auf 71,181 G. ) f | f ' , '
Kapellen. Die römisch=katholische Gemeinde hat sich noch nicht kon-
_ iiituirt, obwohl in Serbien einige Tausend römische Katholiken [eben. . ' . „ . ] lin (2997), Jahre 1867 414 Mitglieder zahlte, unter diesen 105 aus Preußen Ein: , chen (1217); Bonn,
Dagegen besteht in Belgrad eine evangelische Gemeinde, welche im
Hafer , Gerste, ;
„ _ „ Dic erstere zählt 703 Geistliche, welche ver- ; ehelicht icin mussen, die letztere 121 Mönche, welche in 41 Klöstern -
Jm Lande sind 335 Pfarrkirchen und 16 )
igewandert? und éine nach preußischem Muster eingerichtete Schule be" ißt, die im Jahre 1867 von 82 Kindern kxsucht wurde. Die die Juden beschrankcnden Gcseße wurdcii am 29. September 1859 aufgehoben, aber am 28. Februar 1861 wredcrhergestellt.
Was das Schulweseii betrifft, ,so werden die Kosten der Vo'lks- Zchulcn theils von den Gemeinden, theils aus einem besonderen Schul- ond (1867: 233,800 Dukaten) bestritten. Die Zahl dicser Schulen beträgt 380 mit 472 Lehrern und 17,657 Schülern. Die Volksschulen sind drciklasfig. Dcr Secundar-Yntcrricht wird ausschließlich in Staatsanstaltcn crthcilt , und zwar in 20bcr-Gymnasien, zu Belgrad und Kragujcvac, 4,1lntcr-(Hymnasicsn, 1 Realschule, 4 Rcalgymnafien und eine höhere Madchcnschule. Diese Anstalten erforderten im Jahre 1866 einen Kostenaufwand von 49,857 G. -- Dem höheren Unterricht dienen die BclgraderHochschulc nur einer philosophischen, ciner techni- schen nnd cincr ]uridzsc'hcn Fakuliat, dic theoLOgische Lehranstalt mit Seminar und dieViilitcir-Akadcniic. Die Zahl sämmtlichcr Schüler, 40 Stipendiaten, im Auslande und 133 Schüler in Privatanfialten mitgerechnet, wird aiif 20,000 anguegcben, also auf 61 Einwohner 1 Schüler. „Dies,? geringe Zahl erklart sich dadurch, daß Serbien zur Zeit, ,als, die Turkcn das Land verließen , vor ca. 50 Jachn, noch keine einzige „Schule besaß," und daß die ganze Schulorgani ation erst seitdem allmahlich durchgefuhrt werden konnte.
In administrativer Beziehung ist Serbien in 17 Kreise ein- gcthcilt, die, m 11: 2-7 Bezirke zerfallen. Die Hauptstadt Belgrad bildet eine z'igcnc Prafcktur., An der Spiße der Kreisvorwaltung sieht der Nacalmk, unter ihm die Kapctanc (Bezirkshauptleutc). Serbien
) zählt 1063 Gemeinden (ObstinaZÉZdercn Verwaltung durch das Ge-
meindegescß vom „24. „März „1 auf dem Prinzip freier Selbst- verwaltung orgamsirt ist,; Die Gemeinde -Vorsiände bilden auch die Fricdcnsgerichtr, weiche fur alle Civilsachcn bis 500 Piaster (28 Thlr.) kompetent smd. Yar hdherq Objekte find die 18 Kreisgerichte und das Stadtgericht zu ' clgrad die 1., das Appellationsgcricht zu Belgrad die 11. und der Kaffaxionshof daselbst die höchste Instanz.
„Das stxlyciidc .zchcr in Serbien bildet nur die Schule für die Natwnal-Miliz, es" besteht aus 8 Compagnien Infanterie = 1200 Mann, 2_Comp. Jager = 300 M., 2 ELcadrons Kavallerie =: 200 Mann, 350 Gendarmen, 4 4pfdg. gezogenen “cldbattericn, 3 4pfda.
ezogcncn „Bergbattcrien und ] Gcnic-Batai on, zusammen 3400 _ . «erbten befißt auch ein Kric sschiff, dcn »Delivradec. Die Dr_eiistzcix nn strbendanecre beläuft 1ck auf 3 Jahre. Die National- Miliz _beitrht auéx dc'n waffrnfc'ihigcn ;. ännern vom 20sien bis 45|en Lebens,ahrc. Sie ist in zwei Aufgrbote gctheilt und zerfällt in fünf Fäniiimndos zu 10-12,000 Mann Infanterie, Kavallerie und Ar- i erte.
Dic StaatS-Einnahrncn Serbiens bilden fich aus der Ein- fomnienstruer (Porrzafteucr), welche für das Jahr 1868 auf 16,480,000 Steuer Piaster a 33 Sgr. veranschlagt ist aus den Zöüen (4 400,000 Piastcr), dcn) Tadak, (400,000 P.) und Salzregal (500,000 P.), der Pacht der Fischerei 111 der Donau und Save, dcn Fähren, der Post (216,000 P.), den Telegraphen (200,000 P.), dcm Bergbau, den Ge- richtsmxen (1866: 1,100,000 P.), den AmtSHandlungsgebübren (1866: 500,000 P.), „Strafgeldern (1868: 170,000 P.) und den Einkünften aus den Stacztsgutern (1866: ca. 600,000 P.). Der besondere Schulfond in Verbindung i_nit verschiedenen Gemeindco, Waisen-, Wittwen- Yenstons - und Kirchcixfonds bildet eine Art Hyvothekenbank (uyrawa 1011461113) und Sparkajse, welche dem Staate 1,200,000 P. Einnahme gewahrt. Das Budget pro 1868 balancirt mit 28,831,414 Steuer [P. in Einnahme rind Ausgabe. Unter den AuSgaben befinden ich 1,200,000 P. Cidillisic des Fürsten, 1,176,255 P. Tribut an die Pforte, 3,110,690 311. Fur die Justizverwaltung, 2,782,688 P. für Unterricht, 5„805,108 P, fur das Innere, 7,839,638 P. für das Heer, 1,374,060 P. fur offentlichc Arbeiten. Staatsschulden hat Serbien nicht.
Statistische Nachrichten.
„- In den Königlichen Steinkohlen-Grubcn bei Saar- br,_uchen,wurdrn, nach dem Bericht der andelSkammer zu Saar- bruckcn, 1111 I. 1867 63,422,507 Ctr. Stein ohlen efördcrt, 3,323,697 Lentner oder 5 pCt. mehr als im J. 1866. Die teinfoblen wurden im Durchschnitt per 100 Ctr. mit 14 Thlr. 8 Sgr. 10 Pf. verkauft und hatten einen Selbstkostenpreis von 10 Thlr. 8 Sgr. 6 Pf. per 100 Ctr. Iii den Gruben waren 18,646 Arbeiter beschäftigt und 135 Dampfmaschinen rnit 5187 Pferdefraft im Gange,“ außerdem wurden 389 Pferde zur Förderung benußt. Zur Verkokung kamen 4,603,140
50,1 pCt. dargestellt wurden. Der Gesammt-Kohlenverkauf betrug 57,080,199 Ctr, von denen 6,270977 Ctr. zu Lande, 43,515,894 Ctr. zu Eisenbahn, 7,293,328 Ctr. zu Wasser abgesetzt Wurden. Von den
Ctr. nach den Zollvereinsstaatcn, 14,505,891 Ctr. nach Preußen und 2,173,190 Ctr. iiach der Srbwäz. - Die 7 Privatgruben in den Kreisen Saarloms und St. Wendel förderten im Jahr 1867 1,359,908 Ctr. Kohlen imd beschäftigten 446 Arbeiter; 5 3 rivat-Koksanßalten produzirten mri 950 Arbeitern 4,095,240 Ctr. Koks, von denen 2,940,795 Ctr. nach Frankreich versandt wurdcn.
_ In der Akademischen Zeitschrift, Leip ig 1868, ist für das Sommer-Semesier18681inePersonalstatisii derjenigen29Uni-
lehrt wird. ObWOhl für einen Theil der Universitäten, bezw. Fakul- tixtcn, die Zahlen fehlen und durch ältere Daten nur annähernd er- gatzzt find, so gewährt diese Statistik doch einen Anhalt zur Ver- glcichung dcr, FrequenZ der cinzeliicn Universitäten und der auf ihiieii ivirkeiiden ehrkräfte. Die meisten (imma-irikulirten und nichttmmatrikiilirten Hörer hatten Wien (3074) und Ver- demnachst rag (1442), Leipzig (1345) und Mün- Breslau, Göttingen, Halle und Tübingen
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hatten 800-1000, Heidelberg 780, Dorpat, Gras, Würéburg zwischen 5-600, Greifswald, Jena, Königsberg, Munster zwichen 4-500, Erlangen, Freiburg, icßen, Innsbruck, Marburg zwischen 3-400, Bern, Kiel, Rostock wischen 2-300, Zürich 177, Basel, Brguxisbirg unter 100 Hörer. as dic Fakultäten betrifft, fur welche ruckjichtlich Wiens die Zahlen nicht angegeben sind., so war in dersthrologischrn Fakultät Tübingen mit 410 Hörern dic [?,esuchtesic,“_Letpzig, Berlin und Halle hatten 3-«400, Prag, Bonn, Munster, Vaiex und Erlangen 2-300, Göttingen, Freiburg, Innsbruck, Jena uiid Munchen 17200, die übrigen theologischen Fakultäten un„tcr 100 Hörer. Die 1urtft11che akultät in Berlin hatte 506, in Munchen ,und Prag 4-500, in Leipzig, Heidelbcr 3-400, in Gruß 257 ," m Dorpat, Goitmgen, Bonn, Innsbru , Tübingen, Basel, Wurzburg 1-200, „in den übri en unter 100 Hörer. In der medizinischen Fakultat," war ebenéalls Berlin am “stärksten „besucht, von 401 Horcrii; in Prag, Greifswald, Würzburg, Munchen, Bonn waren 2-300, in Leipzig, Breslau, Tübingen, Gray, Göttingen, „Dorpat,„B,ern, Mar- burg, Halle, Königsber?J waren 1-200 Hörer, in den ubrigen unter 100 „Hörer. Auch von en philosophischen Fakultäien war die „u Ber- lin, mit 714 Hörern, die besuchteste; die philosophischen J'akultaten zu Leipzig, München, Heidelberg, Göttingen, Breslau ()axtc_n 3--400, die zu Prag,. Bonn, Münster zwischen 2-300, die zu Königshrrg, Dorpqt, Heidelberg, Gießen, Jena, Marburg, Würzburg und GreifSivald ]"bls 200, die iibrigen unter 100 Hörer. -- Die (Hesammizahl aller Horer auf den vorbcnanntc1129 Universitäten betrug 21,542. In den cm- elnen Fakultäten find nachgewiesen 4021 Theologen (24 dCi), 4229 uristen (25 pCt. , 3675 Mediziner (22 pCt.) und 4841 Philosophexi (29 pCt.). -- “ ie Zahl der Dozenten quf sämmtlichen 29 Um- verfitäten betrug 2194,“ es kamen mrthin auf 10 Dozentin im Durchschnitt 98 Hörer, in Münster 177, in Berlin 168, ixi Wien 161, in Prag 155. In Bern kamen nur 37, in Zitrrch„26, in Basel 18 Hörer auf 10 Dozenten. Fiir die einzrlnen Fakultatcn ßcllte sich das Verhältniß im Durchschnitt wie folgt: theol. Fak. 175, Wrist. 153, mcdiz. 74, philos. 56 Hörer auf 10 Pozcntcii._ Zn &übingen kamen aber 315, in Leipzig 309, in Muiistcr 286, in Prag 28], in Erlangen 276, in Halle 263, in Berlin, 197t12col. Hörer auf 10 Dozenten,“ in Dorpat 331, in Heidelberg 238, in Prqg 241, in Berlin 220, in Breslau 214, in München 197, m_ Lewzig 183, in Bonn 178 'urist. Hörer auf 10 Dozenten,“ inUdrr medizini- schen Fakultät übechhrittcn nur Greifswald (162), Tiibingen (125) und Bonn (116) das Durchschnittsvnhältniß erheblich; m der philos. “akultät Münster (121), Prag (97), Berlin (81), Heidelberg und
iinchen (80). „Kunst und VZiffenfchaft.
- Von dem Handbuch für das preußische Herrenhaus, im Auftrage zusammengestellt und ausgearbeitet von dem Bureau- Direktor des Herrenhauses, Geb. Regierungs-Rath 1)1-. Meßelj, ist die zweite, erweiterte und vollständig umgearbeitctcAusgabc (Berlm1868, gedruckt bei Jul. Sittenfcld, klein 4.) crschicnen. Das Handbuch 3er- iällt in zweiAbtheilungen, dercn rrstedic Verfassungs-Geseßx und die Verordnungen, sowie die reglernc11tar11chcn Bestimmungen iiber Bil- dung und Zusammenscßung dcs Hrrrcnhauscs enthält. _Es 59- finden fich in dieser Abtheilung: ]. An Aktenstiickrn, betreffend die Verfa ungs- Urkunde vom 31. Januar 1850: die Allcrh. Botschaft vom 1. Januar 1850, das Protokoll vom 6. Februar 1850 _ubrr Be- eidigung dcr Verfassungs-Urkunde, nebst, der Redx Sr.„Ma]cs'tat des Königs, die Verfassungs-Urkunde selbst, bei welchcr saiiiintliche crganande oder erläuternde Geseßc 2c. bei den einzelnen Artikxln Vermerkt Und. 11, Sämmtliche Geseize und Verordnungen über Bildung der Ersten
Kammer. 111. Die Verfassung des Norddeutsckicn Bundes mit dem Publi_katimis-Patent. Auch hier ist bei den cinzelnenArtikeln nicht nur auf ,die crgänzendrn Geseße und Verordnungen 1c. hingewiesen, sondern es smd auch die Nummern der betreffenden Reichstags-Vorlagen urid die Zahlen der Seiten vermerkt, auf welchen in den stenographischcn Berichten dt? Vcrbaxdlungen iiber die betreffende Materie im Reichstage und in beiden Hauscru des Landtags zu finden sind. 117. Der Vertrag UNd das Schluß-Protokoll vom 8. Juli 1867, betreffend die Fortdauer drs Zoll- und Hgndclsx-Vrrcins, mit dem Bericht der Nussthüffe dcs Bundesratl)s ubrr diesen Vertrag. _ Die zweite Abtheilung drs Heindhuchs enthalt„die,Geschäfts :Ordnung für das Herrenhaus, das Berzerchmß der Mitglieder des Herrcnhaiiscs, gemäß der Aufstellung 111 der Mqtrikel bis 1.0ktober1868, die Uebersicht dcs (Hesammtvorstands seit Konstrturrung des Hrrrcnhauses und ein alphabetischcs Mitglieder- vrrzeichntß niit biographischen Notizen.
, CasZl, 26. "Oktober. (H. M.) Die Königliche Regierung hat [Jet dem _ ber-Vurgermciftcr von Caffcl die Errichtung einer gewerb- lichen Zeichnenschule tn Arircgimchbracht.
- Jn Braunschiveig_ist 1th mit Aufstellung der Quadriga auf dem neuen Residenzschloßc begonnen.
“_ Worms,'27. Oktdjbcr. Aiis den so eben erschienenen »(Hedcnk- blgtterzi an die Enthullungsfticr dcs Luther = Denkmalsa- ist ersichtlich, daß ein vorläufiger Ucherscbuß von 18,415 F1. 2 Kr. (Einnahmen 236,556 F1. 59 Kr., AUSgUbrn 218,141 F1. 57 Kr.) vor- handen ist, welcher zur Gründung einer Luther-Stiftung verwendct
werden soll. GeWerbe und Handel.
- Die Bevölkerung von Dänemark (ohne Bciländer) belief sich nach den Mittheilungen dcs [):-. Frisch in Petermanns geogra- phischen Mittheilungen am 31. Dezember 1865 auf 1,717,802 Einw. Am 1. Februar 1860 betrug die Einwohnerzahl in den gegenwärtigen Grenzen Dänemarks 1,608,360,' sie hat also seitdem, bis Ende 1865 um 109,442 Einw. oder 6,6 pCt. zugenommen. Von der Bevölkerung fielen 961,806 Einw. auf die Jnsclsiiftcr imd 755,996 auf Jütland. Am meisten bevölkert sind die Stadt Kopenhagen (162,042 Einw.), Amt Odense (118,399), Socndborg (112,056) und Vejle (103,223 Ein- wohner). Dänemarks Areal beträgt 6,849,812 Tonnen Land oder 696,189 geogr. [IM. Hiervon failc112,320,427 T,. =236,662 [] M. auf die Jusclftifter und 4,529,385 T“. = 459,527 (1M., auf Jütland,“ das Leßtcrc ist also beinah noch einmaiso großxals dic Jniclstiftcr. Die Volksdichtigkcit betrug im Jahre 1865 im Könichich 2467 Einw., in den Jnsclfliftern 4064, in Jütland nur 1645 &inw. *an 1 [IM. *- Von der Bevölkerung lebten im Jahre 1860 360,719 oder 23 pCt. in den Städten, in den Inselstiftcrn aber 268,658 von 908,156, also nahe 30 pCt., in Jütland von 700,204 und 92,061 oder 8 pCt. Von dem Areal find 80,753 T. odcr 8,110 QM1.=1,2 pCt. Landscrn, 319,102 T. oder 13 C1Ml.=nahc an 2 pCt. vom Staate beaufsichtigte Wälder. Das Königreich Dänemark stimmt in seinen Größen und Bevölkerungs- thältnissen ziemlich mit der Provinz Haiiiiover cin, die nur um 2 (192€.größer, aber um 315 „Einw. Pro („IM. mehr bevölkert ist. Eine so dünne Bevölkerung wie Jütland hat frin einziger deutscher Staat,“ selbst in Mccklcnburg-Strcliy [eben noch 349 Einw. mehr auf 1 (IM. Die Voldeichtigkcit dcr Jnsclstifier ist derjenigen des Regie- rimgsbezirks Cassel (4193) und dem Durchschnitt der älteren Provinzen des preußischen Staats (3949) gleich. Jütland ist so groß wie die Provinz Sachsen, welche aber beinahe dreimal so ftark bevölkert isi,“ Jütland ift auch *nur um 27 (IM. kleiner als die Rheinprovinz, welche 4Zmal so viel Einwohner zählt.
Oeffentlicher Anzeiger.
Steckbriefe nnd Unterfuchungs = Sachen.
Steckbrief. Johann Carl Ferdinand Rudoleischer, welcher durch das Erkenntniß des KöniJlichen Stadtgerichis, sachen, Deputation] 1
olizei-Behörde Anzeige zu machen.
[eiche Rechtswislfähri keit versichert. „ Königliches StadtgeriiZt, Abtheilung fur Untc-rsuchungssachcn. tation 111. für Verbrechen und Vergehen. Kaufmann
Religion, 5 Fuß 6 Zoll groß, hat hochbionde „Haare, graue Augen,
Gegen den unten näher bezeichneten Kaufmann
btheilung für Untersuchmigs- ., vom 25. Oktober 1865, resp. dcs Königl. Kammer- gerichts vom 9. Februar 1866, wchn Unterschlagung zu drei Monaten Gc- fängniß und Untersagung der Aysiibung der bürgerlichen Ebrenrcchtc auf ein Jahr rechtskräftig vcrurthrilt worden„ hat die Strafe nicht voll- streckt werden können, da er in'seincr bißherigcn Wohnung und auch sonst hier nicht betroffen wordrn ist, er latitirt daher oder hat fich heim- lich von hier entfernt. Es ist deshalb die Haft gegen ihn beschlossen worden und wird ein Jeder, ivelchcr von dem Aizfcnthaltsorte dcs 2c.
if ck er Kenntniß hat, aufgefordert, davon der nächsten Gerichts- odcr ?; Gleichzeitig werden alle Civil-_ und Militair-Bchördenédes In- und Auslandes drcnftcrgebenst ersucht, auf denselben zu vi iliren , ihn im Betretuzigsfalle festzunehmcn_ und mit allen bei ihm ich vorfindenden Gegenstandxn u_nd Geldern mittelst TranSports an die Königliche Stadtvorgtet -_D1rekiion hicrsclbft abzu- liefern. Es wird die ungesäumtc Erstattung der dadurch entstandenen
ba usl n und den vcrehrli en Behörden des Auslandes eine aren A age ck Berlin , den 26. Oktober 1868.
Depu- Signalemrnt. D'er Johann Carl Ferdinand Rudolf Fischer ist 42 Jahre alt, am 27. März 1826 in „Berlin geboren, evangelischer
blonde Augenbrauen, rasirien Bart, breites Kinn, gewöhnliche Nair und Mund, längliche Gcfichtsbi1dung, kränklichc GesichtSfarbe, defe'ktc Zähne, ist schlanker Gestalt, spricht die dcutscheSprachc, und hat keine besonderen Kennzeichen.
Steckbrief. Gegen den unten näher bezeichneten Schu1dicner dri der Louisenftädtischcn Realschule, Wilhcxm Albert Donner, 111 in den Akten 1). 164. 68 die gerichtliche .; aft wgicn Unterschlagung und Urkundenfälschung aus Z. 225. 247 . drs Stkäfgcs€ßbttchcs be- schlossen worden. Seine Verhaftung hat nicht auSgrfuhrt werden können, weil er in seiner bisherigcit' Wohnung und auch sdnft l)ier,_r„iicht betroffen worden ist: er latitirt daher oder hat fich bitm- lic!) bon hier entfernt. Ein cher, welcher von dem AufrnthaiiZthc des 2c. Donner Kcnntniß hat, wird aufgefordert, dav'on dcr nachsten Gerichts- odcr Polizeibehörde Anzeige zu machen. Gleichzeitig werden alle Civil- und Militairbehördcn dcs JUZ und'Auslandcs dicnftcrgcbcnsi ersucht, auf denselben zu vigilirxn, 11)n_11n Bcirctungsfgllc festzu- nehmen und mit allen bei ihm 1tch yorsiiidcndxcn (Hcgriiftgiidrii iind Geldern mittelst TranSports an die Königliche«iadtymgtchircktioir hicrselbft abzuliefern. Es wird die nngcsaumte Critiittunq der da- durch entstandenen haaren Auslagen und" drii dcrchrlichcn “Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswiilfahrigicit vcrfichcrt., Berlin, den 27. Oktober 1868. Königliches St_thgericht. Abtheilung fiir Untersuchungssachcn. Kommission 11. fiir Voruntersuchungen. » Si nalement. Dcr 2c. Donner ist 45 Jahre alt, am 20. Januar 182 in Berlin geboren, evangelischer Religion, 5 Fuß 317 ZoU groß, hat blonde „Haare, blaugraue Augen , blonde Augenbrauen, blonden,
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